Obwaldner Volksfreund 1969

staatsarchivow

:,\Z Sarnen, Freitag, 3. Januar 1969

f

- . ,99. Jahrgang — Nr. 1

O b l v a l ö n c r B o l k s f r e u n ö

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Konservativ-christlichsoziales Organ

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D e r B u n d e s p r ä s i d e n t z u m N e u e n J a h r

Nicht der verbale Protest gegen das Unrecht

und die Gewalt in aller Welt vermöge

die Verhältnisse zu ändern, sondern das Beispiel

des Rechts und der Ordnung, das wir der

Welt vorleben könnten, erklärte der Bundesa

äsident für das Jahr 1969, Bundesrat Ludwig

von Moos, am 1. Januar in der traditionellen,

von Radio und Fernsehen übertragenen Neujahrsansprache

an das Schweizervolk und die

in unserem Land lebenden Ausländer. Er bekräftigte

dabei die Bereitschaft des Bundesrates,

sich zur Verfügung zu stellen, wenn es

gelte, friedliche Lösungen für hängige Weltprobleme

zu suchen. In diesem Sinne schließe

sich die Landesregierung dem Ruf des Papstes

Paul VI. an, welcher den 1. Januar zum Tag

des Friedens deklariert hat.

Auf Gegenwarts- und Zukunftsprobleme

der Schweiz zu sprechen kommend, stellte der

Bundespräsident fest, in erster Linie gelte es,

daß unser Land in den Fragen der Bildung, der

sozialen und wirtschaftlichen Verbesserung und

der Eliminierung von bestehenden Lücken keine

Anstrengungen scheue. Dabei müsse man

sich des Umstandes bewußt werden, daß es

nicht angehe, sich gegen Unrecht und Gewalt

in aller Welt aufzulehnen, «wenn wir uns verleiten

ließen, für die Lösung der eigenen Probleme

uns nicht an die Wege und Anforderungen

des Rechts und die verfassungsmäßigen

Formen zu halten». Die Demokratie biete die

Möglichkeit, Gesetze zu ändern und zu tauglichen

Instrumenten im Dienste der Allgemeinheit

zu machen. «Recht und Gesetz sind nicht

um ihrer selber und der äußeren Form oder

um des Staates willen da, sondern sollen letzten

Endes immer dazu dienen und gebraucht

werden, um der Menschenwürde, den legitimen

Ansprüchen der Persönlichkeit, der Familie

und der weiteren Gemeinschaften zur Entfaltung

und zum Erfolg zu verhelfen. Recht und

Tat müssen aber getragen sein von der Gerech

tigkeit und von der Bereitschaft zum Verständ

nis,» führte Bundespräsident von Moos wörtlich

aus. Dieses Postulat gelte auch inbezug auf

das Problem der Ueberfremdung.

Von Tag zu Tag

Der Vergeltungsschlag der israelischen Armee

gegen den Flughafen von Beirut hat in

aller Welt scharfe Proteste ausgelöst. So hat

auch Papst Paul VI. dem libanesischen Präsidenten

Helou eine Botschaft geschickt, in welcher

er den Gewaltakt verurteilt. Er schrieb

wörtlich: «Wir bedauern lebhaft die Gewaltakte,

die, von woher sie auch immer kommen

mögen, nichts anderes vermögen, als eine ohnehin

gespannte Lage noch weiter zu belasten.

In London widmete der Staatssekretär im Außenministerium

dem libanesischen Botschafter

eine halbe Stunde, um diesem das «Mitgefühl

der britischen Regierung» auszudrücken. Selbst

die Bundesrepublik Deutschland, die sich bemüht,

mit Israel immer bessere Beziehungen

anknüpfen zu können, bedauert den Ueberfall,

bringt allerdings für die mißliche Lage des Judenstaates

Verständnis auf. Doch den Vogel

seren Seelsorgern zum Jahreswechsel für ihr

aufopferndes, immer schwerer lastendes Wirken

im Weinberge des Herrn. K. R.

schoß man im Londoner Flughafen ab, als Bombenalarm

gegeben wurde, als in einem Büro

der Middle East-Airlines eine Flasche Wein gefunden

worden war. Man muß diese Proteste

als das nehmen, was sie sind: Sie sollen den

Israelis zeigen, daß man auch im Westen nicht

daran interessiert ist, daß die Spannung im

Nahen Osten weiter steigt. Doch sei es nochmals

gesagt, wir haben volles Verständnis für

die israelischen Kampfweise. Außerdem verurteilen

wir eine einseitige Stellungnahme zugunsten

der Araber, die i,n solchen Momenten

immer geschont werden. Daß zum Beispiel am

Sonntagabend wieder ein Dorf südlich des Toten

Meeres von arabischen Terroristen überfallen

worden ist und dabei eine Angehörige

der israelischen Armee ums Leben kam, will

niemand wissen. Und doch sind es gerade diese

Gewalttätigkeiten, die Israel zu einem

Kampf zwingen, den es beileibe nicht gesucht

hat. Wir erinnern uns noch zu gut an den Aufruf

der el Fatha, als diese Mitte dieses Jahres

schrieb, sie werde durch Terror dafür sorgen,

daß das Leben in Israel nicht mehr auszuhalten

sei und daß die israelische Regierung für

Sicherheitszwecke mehr Geld ausgeben müsse

als für wirtschaftliche Entwicklung.

Sarnen — Schaffung eines Seelsorgerates. HI. Firmung am

Peter- und Paulstag. Pastoralsoziologische Untersuchung

in Obwalden

OBWALDEN

Am Danksonntag sprach Pfarrer Marty bei

voll besetztem Gotteshaus vor allem über drei

'-'hemen. Vorerst konnte er die Beendigung der

:Onovationsarbeiten in unserem herrlichen

HELLMUT GOLLWITZER


Zur Pausenapfelaktion in den Schulen des Kantons Obwalden

Betrifft Zwischenverpflegung

Liebe Eltern,

Schöne, reife Aepfel sind nicht nur eine

Freude für das Auge und ein Genuß für den

Gaumen, sie sind auch sehr bekömmlich und

nahrhaft dank dem reichen Gehalt an Fruchtzucker.

Dieser ist ein sofort wirkender Energiespender.

Die milden Fruchtsäuren des Obstes

wirken erfrischend und anregend auf die Verdauung

und fördern so das Wohlbefinden. Zudem

sind die im Obst reichlich enthaltenen

Mineralstoffe, wie Kalk und Phosphor, außerordentlich

wertvoll für Knochen und Zähne.

Der Leiter einer Schulzahnklinik äußerte

sich wie folgt:

Gemeinderates Werner Küchler-Flury, Buchhaltungsbüro,

gewählt. Albert Windlin, Sporthaus,

hat dieses Amt während vier Jahren in

umsichtiger Weise versehen, bis ihn nun seine

geschäftliche Beanspruchung zur Demission

zwang. Es sei ihm für seine Tätigkeit als Betreibungsbeamter

der öffentliche Dank ausgesprochen,

und seinem Nachfolger sei herzlich

Glück und Erfolg und möglichst lange Ausdauer

gewünscht, damit in Samen nicht alle

paar Jahre ein neuer Betreibungsbeamter gesucht

werden muß. In den Monaten Januar

und Februar ist das Betreibungsamt nun im

Geschäftshaus City und ab März wird es im

Neubau des Amtsinhabers an der Rütistraße

sein. (Korr.)

Samen. Aus dem Skiklub Alpina. Der Alpina-Klub

Samen, der rund 270 Mitglieder

Der zufriedene Abonnent

wirbt für neue Leser

Bitte ausfüllen, ausschneiden und einsenden an

Administration «Obwaldner Volksfreund»,

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mern des «Obwaldner Volksfreund» an folgen

de Adresse:

Name und Vorname:

Straße / Hof:

Ort / Postleitzahl:

1

«Wenn die Kinder überall Gelegenheit hätten,

während der großen Pause Aepfel zu empfangen,

würde sich die Frage des Genusses von

Zuckerwaren durch die Jugend von selbst regeln,

und das Bedürfnis nach Süßem wäre abgelenkt.

Der Pausenapfel ist ein Schlüssel zur

Verminderung der Schleckgewohnheit.»

Wir empfehlen Ihnen deshalb im Interesse

• der Gesundheit Ihres Kindes, dieses an der be-

I vorstehenden Pausenapfelaktion teilnehmen zu

lassen.

Karten zu 30 Bons, die zum Bezug von je

einem Pausenapfel berechtigen, können zu Fr.

3.30 abgegeben werden- Die Aktion beginnt

demnächst und dauert bis Ostern 1969.

Wir möchten betonen, daß wir den Pausenapfel

der Jugend zuliebe verteilen. Die Aktion

ist durch keinerlei Spesen belastet.

Wir erwarten gerne Ihre Anmeldung.

Januar 1969

Mit freundlichen Grüßen

Erziehungsdirektion des Kantons Obwalden

Sanitätsdirektion des Kantons Obwalden

die Schulräte

die Schulärzte und die Schulzahnärzte

die Lehrerschaft

zählt, hielt im Hotel Schlüssel unter dem Vorsitz

von G. Britschgi die ordentliche Generalversammlung

ab. Der Präsident bezeichnete

das Vereinsjahr 1967/68 als das Jahr der großen

Skirennen. Der AC Samen führte den Obwaldner

Skitag, den Kantonalen JO-Tag und

das Klubrennen durch. Von den guten Mannschaftserfolgen

an den einzelnen Skirennen

berichtete der technische Leiter, Sepp Huwyl

er _ — Bei den Wahlen mußten die drei Vorstandsmitglieder

Guido Britschgi, Präsident,

Sepp Huwyler, technischer Leiter, und Edi

Gasser, Beisitzer, ersetzt werden. Neu in den

Vorstand wurden gewählt Albert Windlin,

Kurt von Ah und Josef Fanger. Zum neuen

Präsidenten wählte die Versammlung Albert

Windlin- Einstimmig beschloß die Generalversammlung

den Eintritt in den neu gegründeten

Obwaldner Skiverband.

Samen, f Frau Sophie Läubli-Schmid, Goldmatt.

Eine Woche vor Weihnachten ist im Alter

von 77 Jahren Frau Sophie Läubli wohlvorbereitet

aus dieser Welt geschieden. Ein Herz

voll mütterlicher Liebe, Güte und Selbstlosigkeit

hat plötzlich aufgehört zu schlagen. Gott

hat die liebe Verstorbene endgültig zu sich

heimgeholt, um sie für alle im Leben oft erwiesenen

Liebestaten hundertfach zu belohnen.

Frau Läubli wurde am 16. Mai 1892 in Rottenburg

am Neckar bei Tübingen geboren. Ihre

Eltern betrieben ein kleineres Bauerngut, dessen

Ertrag nicht genügend ausreichte, um die

sechszehn Kinder zu ernähren. Der Vater war

daher gezwungen, in der nahen Fabrik zu arbeiten.

In diesen einfachen Verhältnissen wuchs

die kleine Sophie auf, half bald eifrig im Haushalt

mit und lernte so schon frühzeitig, mit

ganzem Einsatz zu schaffen, mit den Geschwistern

zu teilen, aufeinander Rücksicht zu neh

Hedi zusammen den kleinen Haushalt, besorgte

die im Sommer stets herrlich blühenden Blumen

ums Haus und war oft im Garten, um

dies und jenes zu tun. Sie gönnte sich wenig

Ruhe, obwohl ein heimlich schwelendes Herzleiden

sie plagte. Mehrere Krisen hatte sie

glücklich übrestanden, bis dann die letzte ernstallem

nicht mehr zu essen hatte, was sie mir

aber nie geglaubt haben. Zu tun hatte ich freilich

genug; denn der Spieß war das «Mädchen

für alles», gleichzeitig Mutter und Dienstmagd

der Kompanie. Er hatte nicht nur die Verpflegung

für die Kompanie beim Lagerfourier zu

empfangen und für die Bekleidung seiner Leute

zu sorgen, sondern, während die anderen bei

der Arbeit waren, die Baracke zu schrubben,

Heizmaterial herbeizuschaffen und den Waldbrigaden

das Mittagessen hinauszufahren.

Rückte die Kompanie abends ins Lager, dann

mußten ohne Rücksicht auf ihre Erschöpfung

die einen noch zum Holzsägen, die anderen

zum Grabschaufeln, die dritten zu Lagerarbeiten,

die vierten zum Waggonverladen (oft nach

Feierabend mußten noch am Holzplatz Stämme

verladen werden, wofür die Lageroffiziere

das Geld in die eigene Tasche strichen), die

fünften zur Nachtwache «eingeteilt» werden,

was nur unter wilden Protestrufen vor sich

ging. Die Brigadiere stellten sich um meinen

Tisch und sahen mit eifersüchtigen Augen zu,

wie ich ihren Brigaden das Brot, den Tabak

und den Zucker zuteilte, — ohne Waage und

also unter mißtrauischen Vergleichen und wüstem

Protest, wenn einer sich benachteiligt

glaubte. Danach kamen die Risse in den Hosen,

die zerfetzten Hemden ,die Löcher in den Schuhen,

— eine ewige Sorge bei der Wichtigkeit

der Kleidung für die Arbeit ohne Schutz vor

dem Wetter und bei langen Anmärsche® zu den

Arbeitsplätzen; denn die Schneider und Schuster

kamen mit dem Flicken nicht nach, und

Ersatz wurde kaum angeliefert, — wehe aber

dem Spieß, wenn einer wegen mangelnder Bekleidung

vom Arzt beim Ausmarsch zurückgehalten

worden wäre! Und wenn dann der

Wirbel endlich sich beruhigt hatte und sie alle

in der Falle lagen, ertönte der Ruf: «Spieß, heute

kommt aber eine Geschichte!»

Das hatte sich so eingebürgert: Um nun

doch nicht nur mit Terror zu beginnen, hatte

ich ihnen von Anfang an abends eine kleine

Rede zum Einschlafen gehalten; mit Besprechung

der Tagesereignisse, Erörterung der

neuesten Heimfahrtparolen, Mitteilung politischer

Ereignisse, soweit sie an unser Ohr drangen,

und Besprechung der letzten Nummer der

Kriesgefangenenzeitung, die immer erst mit

wochenlanger Verspätung bei uns eintraf. Dabei

hatte ich wohl mal hin und wieder eine

Anektode eingeflochten und dadurch waren

sie darauf gekommen, wie schön das Geschiehtene^zählen

sei. So saß ich nun abends oben

auf einer Pritsche und fragte: «Was wollt Ihr

denn heute, eine Räuberpistole oder eine Liebesgeschichte?»

— und legte dann mit dem

25 Jahre Jodlerklub Fruttklänge Kerns ein'

Mit einer geschmackvollen Festkarte lud

der Jodlerklub «Fruttklänge» zu seiner 25-

Jahrfeier ein. Mitglieder und ^ e genehmigten

in der «Rose» einen appetitfordernden

Trunk, um sich dann ein Haus weiter m der

«Sonne» für ein paar kurzwellige Stunden niederzulassen.

Auf den makellos weißen Tischen

hatten einige «Klübler» eine ^Kation «nach

Hausmacherart», nämlich aus harzduftende

tannenen Klötzen, Aesten und Zapfen ang

bracht, die den ungeteilten Beifall der Ges^

schaft fand. Gediegen wie der Schmuck war da

Nachtessen. Das Lied «Senxiä stahnd uit» eröffnete

den Abend und zeigte das gesangliche

Können der Jodler. Präsident Toni Michel hieß

in seiner Grußadresse Regierungsrat J. Ettlin,

Bürger- und Einwohnergemeindepräsident O.

von Rotz und Walter Röthlin und die übrigen

Behördemitglieder samt ihren Frauen herzlich

willkommen. Er begrüßte speziell die Freunde

aus Luzern und Hergiswil, die uns die Ehre ihrer

Präsenz nie vorenthalten und seit jeher

das schönste Beispiel echter Kameradschaft

gaben. Zuletzt, aber nicht als die geringsten, bewillkommte

er die Kameraden und ihre Frauen

und alle lieben Gäste. Er bedauert lebhaft die

Abwesenheit des verdienten Altpräsidenten

Otto Widmer, der krank darniederliegt. Der

Jodlerklub ließ es sich nicht nehmen, ihm am

heutigen Abend mit einer Delegation die Genesungswünsche

des ganzen Vereins ans Krankenbett

zu bringen. Frau Annie Widmer, seit

Jahren verdientes Ehrenmitglied, wird ihm den

Verlauf des Festes ausführlich berichten. Hans

Bucher, Gründer und eines der ältesten Mitglieder,

ließ sich wegen Ortsabwesenheit entschuldigen.

Der Sprechende schließt mit dem

Aufruf an seine Kameraden, das Erbe der Väter

(und dazu gehört das Jodellied) würdig zu

verwalten, um es rein und ohne fremde Zutaten

an die Jungen weiterzugeben. Ein reizendes

Trachtenpärchen glossiert in temperamentvollen

Versen die Entstehung und das Wirken des

Vereins. Nach ein paar rassigen Ländlern der

Tanzmusik «Kernsergruß» gibt Dirigent Jost

Marty eipen auf den Protokollen fußenden,

humorvollen Rückblick auf Entstehung und

Wachstum des Jubilars. Mit einem Bestand von

14 Mann existierte er nämlich schon «in embryonalem

Zustand» während fast 15 Jahren

Kei,n Wunder, daß nach einer so langen Entwicklung

1943 ein kräftiger Bub auf die Welt

kam, von dem nach einem Viertel] ahrhundert

noch allerlei zu erwarten ist! — Lehrer Marty

men und mit dem Wenigen, das einem zugeteilt

war, vernünftig umzugehen. Mit zwanzig

Jahren verließ sie das Vaterhaus, um in der

Freude das Brot zu verdienen. Sie fuhr in die

nahe Schweiz, wo sie im Hotel Waldheim am

Sarnersee sich in der Lingerie betätigte. In dieser

Zeit lernte sie Gottlieb Läubli, der in der

ans Hotel angrenzenden Möbelfabrik Läubli

arbeitete, kennen, mit dem sie sich später vermählte.

Der glücklichen Ehe entsprossen drei

Kinder, Franz, Walter und Heinrich, die in einer

frohen musikalischen Atmosphäre auf

wuchsen. 1924 erwarb das junge Paar die Ziegelhütte

im Goldmattbezirk, wo Vater Läubli

eine bescheidene Schreinerei und seine Frau

eine Wäscherei und Glätterei einrichteten.

Dank ihres großen Fleißes und der zähen Aus

dauer war es ihnen möglich, die finanzielle Lage

bald zu verbessern. Daneben verstand die

junge Frau außerordentlich gut, eine gesunde

familiäre Atmosphäre zu schaffen, sodaß jedermann

gerne das traute Heim am See aufsuchte.

Bis ans Lebensende pflegte Mutter Läubli eine

herzliche und ungezwungene Gastfreundschaft,

woran sich Freunde und Bekannte stets dankbar

erinnern werden.

Ein sehr harter Schlag traf Mutter Läubli,

als 1935 ihr treuer Gatte allzufrüh abberufen

wurde und sie mit den drei Söhnen allein zu

Gewünschten los. Die ganze Weltliteratur vom

Trojanischen Krieg bis zu Kaspar Hauser kam

dran, Edgar Wallace wurde so wenig verachtet

wie «Peter Voß, der Millionendieb». Auf

Treue gegenüber dem Original wurde nichts

gegeben; als ich den Ausgang von Gotthelfs

Schwarzer Spinne» nicht mehr wußte, ergänzte

ich sie freihändig wie vieles andere auch,

Claudel hätte seine «L'Annonce faite ä Marie»

sicher kaum mehr wiedererkannt, Penzoldts

Etienne und Luise» wurde powenzisch ausgeschmückt,

rührte aber trotzdem tief, und Ecksteins

«Besuch im Karzer» wurde, etwas modernisiert,

einer meiner größten Erfolge. Das

hört sich vielleicht leichter an, als es ist. Aber

man versuche einmal selbst den Hergang einer

bekannten Novelle oder eines klassischen Dramas

zu erzählen, und man wird mit Beschämung

feststellen, wie unscharf unsere Erinnerung

ist. Wir haben einmal tagelang versucht,

G. Kellers «Kleider machen Leute» zu rekonstruieren,

und selbst die Kenner des Films versagten.

So kam ich allmählich in Repertoire

Schwierigkeiten und mußte auch auf Balladen

zurückgreifen. Aus den «Kranichen des Ibykus»

ließ sich ein abendfüllendes Programm

machen, und eine über mehrere Abende gehende

Reihe von Rachegeschichten schloß ich nach

Jack London und der Orestie mit den «Füßen

stellt die Aufgabe des Jodlerklubs als Kulturträger

im Dorfe ins rechte Licht. Er spielt auch

eine Rolle im sozialen Ausgleich der Bevölkerung,

insofern als Handwerker, Bauer und

Bürolist sich einträchtig zusammenfinden und

im klingenden Lied alle Gegensätze überbrükken.

Vorbildlich ist der Probenbesuch. Bei

durchschnittlichlich 100 Proben im Jahr gibt

es viele, die nie fehlen. Sie durften die Auszeichnung,

Kanne und Becher, verdientermaßen

entgegennehmen. Ein gefreutes Kapitel sind

die Amerikaner- und Holländerabende im

Dienste des Fremdenverkehrs. Zu Ehren der

verstorbenen Mitglieder erhebt sich die Versammlung

zu einem stillen Gedenken. Mit einem

Appell an die Treue und Kameradschaft

aller schließt der Dirigent. Oskar von Rotz

bringt die Grüße der Bürger-, Ehrenmitglied

Walter Röthlin jene der Einwohnergemeinde.

Edi Blättler, alt Gemeindepräsident, Hergiswil,

dankt auch im Namen seines ebenfalls anwesenden

Bruders, alt Landammann Remigi

Blättler (beide Ehrenmitglieder des Eidg. Jodlerverbandes

und immer noch aktiv) für die

Einladung und läßt in einer besinnlichen Rede

alte Freunde, so Lehrer Alois Röthlin und den

Kronen-Robi, wieder aufleben. Im Bat 47 war

es im 1. Weltkrieg der Kp-Komiker Widmer

Otti, der so oft auch in den schlimmsten Lagen

die Situation rettete. Toni Blättler, Hergiswil,

überbringt im Namen des Zentralschweiz. Jodlerverbandes

Gruß und Glückwunsch. Edi

Blättler überreicht dem Kernser Jodlerklub

ein schönes Präsent. Fünf verdienten Männern

wird die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt. Es

sind dies Lehrer Jost Marty, der dynamische

Dirigent, der den Klub mit seinem unermüdlichen

Einsatz auf den heutigen Stand geführt

hat, Egger Josef, Rigiblick, Bucher Karl,

Baugeschäft und Burch Karl. Ein schönes Geschenk

bewies ihnen die Dankbarkeit des Vereins.

Sämtliche Präsidenten von der Gründung

bis heute werden mit Blumen geehrt, — Noldi

und Sepp Michel, Alois Röthlin, Toni Michel.

Haldi Fridolin, dem Schöpfer vieler eigenständiger

Naturjodel, wird speziell gedankt. Der

Präsident will den Dank an den Dirigenten an

dessen im Stillen tatkräftig wirkende Frau

Marie-Louise übertragen wissen- Ignaz Egger,

Kerns und Silvan Woser, Luzern, erfreuen den

jubilierenden Klub mit hübschen Gaben. Am

Schluß des gelungenen Festes kamen die Tanzlustigen

voll und ganz auf ihre Rechnung.

M. H.

rückließ. Ihr tief verwurzelter Glaube half ihr,

den schweren Schicksalsschlag mutig zu ertragen.

Nun übernahm sie selber die Leitung

des Geschäftes und half daneben in der Lackiererei

tagtäglich wacker mit. Frau Gannini, Frl.

Hedi Uttenweiler und Herr Josef Durrer arbeiteten

jahrzehntelang treu an ihrer Seite. Wer

könnte die vielen auf einem großen Veloanhänger

aufgetürmten Ladungen zählen, die

sommers und winters über den alten Schwibbogen

zum Bahnhof schwankten! Dank ihrer

weisen Umsicht konnte sie ihren Betrieb durch

einen Neubau vergrößern. Eine zweite harte

Prüfung hatte ihr der Herrgott auferlegt, als

er ihren ältesten Sohn Franz, der infolge seiner

längeren Krankheit ihr besonders ans Herz

gewachsen war, zu sich heimholte.

1962 übergab sie nach vielen arbeitsreichen

Jahren den Betrieb zur Weiterführung

dem Sohne Walter, der schonn etliche Jahre im

Betrieb mitarbeitete. Sie zog sich endgültig

aus dem Betrieb zurück und führte mit Frl.

im Feuer», die trotz der lapgen Auswalzung zu

einer dramatischen Geschichte den Eindruck

nicht verfehlten. Schließlich mußte ich auch

selbst das Fabulieren anfangen, habe mich vor

Plagiaten nicht gescheut und verbarg natürlich

meine Autorschaft; denn der Prophet gilt

nichts in seinem Vaterlande. Als ich einmal

ein Märchen ankündigte, gab es Protest, sie

seien doch keine kleinen Kinder; aber nach

der Geschichte vom treuen Johannes gestanden

sie, noch nicht gewußt zu haben, daß Märchen

so schön seien. Unübertroffen aber blieb der

Eindruck von Bergengruens «Spanischem Rosenstock»,

der immer wieder verlangt wurde.

Mitten drin prüfte ich, wieviele noch wach

seien, und wenn ich zu Ende war, hatten gewöhnlich

nur einige durchgehalten, und rings

um mich tönte grunzendes Schnarchen. Am

schönsten war für mich dann der nächste Morgen,

wenn sie beim Frühstück sich ausfragten,

wie denn gestern abend die Geschichte, während

der sie eingeschlafen waren, ausgegangen

sei, und ich nun mit Schmunzeln hören konnte,

wie sie verstanden und was an ihr für wichtig

gehalten war.

(Fortsetzung folgt)


haft zufaßte und dem arbeitserfüllten Leben

ein Ende setzte. So wurde die allseits geschätzte

Mutter Läubli kurz vor Weihnachten im Beisein

von treuen Bekannten, die trotz des

schlechten Wetters teils vom Ausland herkamen,

im Friedhof beigesetzt. Gott möge der

teuren Verstorbenen alles Gute reichlich vergelten

und ihr die wohlverdiente Ruhe gönnen.

Aus der Kernser Ratsstube. Als nebenamtlich

tätige Fürsorgerin ist Frau R. Troxler-

Amstutz angestellt worden. Bürostunden: Donnerstag

nachmittags.

An die beitragsberechtigten Kosten der mechanisch-biologischen

Abwasserreinigungsanlage

im Melchtal ist ein Bundesbeitrag von 35

Prozent, höchstens Fr. 147 640.—, zugesichert

worden.

Auf 1. Januar 1969 tritt das Reglement über

die Kanalisationsbenützungsgebühr in Kraft,

wonach die Benützer der Kanalisation Kerns

eine Gebühr von 1,5 Promille der Steuerschatzung

bzw. der angepaßten Versicherungssumme

zu entrichten haben.

Die Kosten der Maschinenarbeit für Räumung

des Mehlbaches nach der Ueberschwemmung

des letzten Sommers belaufen sich auf

Fr. 1910.— und werden hälftig durch die Gemeinden

Kerns und Ennetmoos übernommen.

Die beiden Gemeinden werden den dringend

notwendigen Ausbau des Mehlbaches im Auge

behalten.

Zu den bereits ausgeführten Korrektionsarbeiten

im Raume Eistlibach sind im Interesse

einer flüssigen Verkehrsabwicklung zusätzliche

Korrektionsarbeiten im Kostenbetrage von Fr.

6000.—projektiert. Die Abtragarbeiten entsprechen

der Linienführung des generellen Projektes

Luchsinger.

An eine Wohnbausanierung im Kostenbetrage

von Fr. 35 000.— ist unter dem Vorbehalt

der hälftigen Uebernahme durch die Korporation

eine Gemeindebeitrag von 8 Prozent

zugesichert worden.

Der Gemeindebeitrag an die Grundbuchvermessungen

des Berggebietes der Jahre 1932

bis 1963 beläuft sich auf Fr. 3 228.—, während

Fr. 9864.— den betreffenden Grundstückeigentümern

belastet werden.

Der Gemeindebeitrag an das Lehrerseminar

Rickenbach-Schwyz pro 1968 beläuft sich auf

Fr. 2204.05.

Sekundarlehrer Herzog hat bei den Unternehmern

und Handwerkern der Schulhausanlage

III eine Sammlung durchgeführt. Aus dem

Ergebnis von Fr. 1940.— ist von ihm Unterrichtsmaterial

für Menschenkunde angeschafft

worden.

Für die Arbeitsschule St. Niklausen sind

Anschaffungen von Mobiliar, eines Projektors

und weiterer Unterrichtsmaterialien, im Totalbetrag

von ca. Fr. 2100.—, für die Primär- und

Sekundärschule im Dorf verschiedene Anschaffungen

bzw. Ueberholungsarbeiten von total

Fr. 3500.— notwendig geworden.

Albert von Deschwanden, Feld, ist unter

bester Verdankung der geleisteten Dienste als

Vertreter des Gemeinderates aus dem Feuerrat

entlassen und als Nachfolger Gemeinderat

Hans Röthlin, Wißerlen, gewählt worden.

Markus Durrer, Malermeister, ist zum Feuerwehr-Oblt.

und Josef Bucher, Sattlermeister,

Robert Durrer, Melchsee-Frutt, Zeno Egger,

Damensalon, Josef von Rotz, «Erika» und Oskar

della Torre sind zu Feuerwehr-Leutnants

befördert worden.

Der Regierungsrat hat der Pension «Juventi»,

Melchsee-Frutt das Ganz jahrespatent mit

Alkoholausschank erteilt. Die Aenderung des

Wirtschaftsnamens in Restaurant «Glogghuis»

wurde genehmigt.

Die Ackerbaukommission ist beauftragt

worden, die Seilwinde mit Motor und weitere

nicht mehr benötigte Ackerbaugerätschaften

bestmöglichst zu verwerten.

Auf Freitag, 24. Januar 1969 ist eine Gemeindeversammlung

verbunden mit Jungbürgerfeier

angesetzt.

Der Gemeinderat wünscht allen Mitbürgern

Glück und Gottes Segen im neuen Jahr und

hofft auf friedliche Zusammenarbeit im Diensten

von Gemeinde und Volk.

Kerns. Vom Kernser Lehrer zum Urner

Schulinspektor. Eine verdiente Ehrung. Am

Neujahrsmorgen wurde im Hotel Krone zu

Kerns dem langjährigen Schullehrer und Organisten

Jost Marty eine seltene Ehrung zuteil.

In Anwesenheit der Geistlichkeit, des Gemeindepräsidenten

und Kirchenvogts, der Kirchgemeinderäte

und einiger Mitglieder des Kirchenchores

überreichte ihm Präsident Walter

Röthlin den päpstlichen Orden Bene merenti —

die goldene Verdienstmedaille am gelbweißen

Seidenband. In beredten Worten umriß er die

Verdienste des Geehrten, der in relativ jungen

Jahren eine solche Auszeichnung verdient hat.

enn nicht auf die Zahl der Jahre kommt es

an, sondern auf die Leistungen. Die sind bei

Lehrer Marty außerordentlich. Der Lehrerberuf

allein setzte ein gerütteltes Maß an Arbeit

voraus. Dazu kommt die Aufgabe des Orgamsten,

wobei zu bemerken ist, daß er stets

an zwei bis drei Gottesdiensten nacheinander

zu wirken hatte. Was Jost Marty in kultureller

Hinsicht am Aufbau des Dorfes gearbeitet hat

wäre einem minder vitalen Menschen gar nicht

möglich gewesen. Man sieht von weitem, daß

man es nicht mit einem Phlegmatiker zu tun

G O T T E S D I E N S T O R D N U N G IN O B W A L D E N

Die kirchliche Woche vom 4. bis 11. Januar 1969

Samstag. Mutter-Gottes-Messe, 1. Angela.

Sonntag. Name Jesu.

Montag. Erscheinung des Herrn. Drei Könige.

Dienstag bis Freitag. Messe vom 6. Januar.

Mittwoch. Messe vom 6. Januar, 1. Erhard,

Gudula.

Samstag-Mutter-Gottes-Messe.

SARNEN

Pfarrkirche. Sonntag. Hl. Messen 6.30, 7.45,

Montag. Erscheinung des Herrn. Drei Könige.

Gottesdienste wie am Sonntag. 10.45 Gedächtnis

des Obwaldner Baumwärtervereins

für Arnold Burch-Renggli.

9.15, 10.45 und 20.00.

An Werktagen finden alle Gedächtnis- und

Schülergottesdienste bis auf weiteres in der

Dorfkapelle statt.

Werktags 6.45 hl. Messe in der Sakristei der

Pfarrkirche.

Dorfkapelle. Samstag. 7.30 Erstjahrzeit für

Albert Amstutz-Zumbühl und Dreißigster für

Fran Anna Riebli-Bucher. Stiftjahrzeit der Familie

Josef Burch-Koller. Beichte 16.00—18.00

und 20.00—20.30.

Sonntag. Hl. Messe 7.00. Abendandacht

17.30.

Montag. Gottesdienste wie am Sonntag.

Dienstag. 7.30 Stiftjahrzeit der Familie

Kaspar Koller-Krummenacher.

Mittwoch. Stiftmesse für Frau Karoline

Burch.

Donnerstag. 7.30 Stiftjahrzeit des Simon Sigrist-Burch.

Samstag. Dreißigster für Alois von Ah-Waser

und Erstjahrzeit für die Brüder Ferdinand

Heinrich und Karl Hafner. Beichte 16.00—18.00

und 20.00—20.30.

Kapuzinerkloster.

6.00 und 10.00.

Sontag. Hl. Messen 5.00

Frauenkloster. Sonntag. Hl. Messe 8.00.

Wilen. Sonntag. Hl. Messe 6.30.

Ramersberg. Sonntag. Hl. Messe 5.30.

Stalden. Samstag. Beichte 7.00, 17.00—18.00

Sonntag. Beichte 5.30—7.15. Hl. Messen 6.15,

8.00, 9.15. Nach der Frühmesse Segnung des

Dreikönigswassers. Gedächtnis der Bauernsame

der Alp Aecherli für Josef Burch, Rüti

Nachmittagsandacht 14.00.'

Montag. Erscheinung des Herrn. Drei Könige.

Gottesdienste wie am Sonntag. Stiftmesse

für Josef Sigrist-Christen, Acherzuhn.

Mittwoch. Stiftjahrzeit für H. H. Kaplan Josef

Ignaz Röthlin.

Samstag. Stiftmesse für Hermann Amstal

den und Angehörige, Egg. Beichte 7.00 und

17.00—18.00.

Mattacherkapelle. Sonntag. 19.30 hl. Messe.

Montag. 9.00 hl. Messe.

Kägiswil. Samstag. Beichte 17.00.

Sonntag. Beichte 6.00. Hl. Messen 6.30 und

9.30. Abendandacht 17.30.

Montag. Erscheinung des Herrn. Drei Könige.

Gottesdienste wie am Sonntag. Nach dem

Hauptgottesdienst Wasserweihe. Keine Abendandacht.

20.00 Vorstandssitzung des Kirchenbauvereins

im Saal.

Mittwoch. 8.00 Stiftmesse Emil Gasser-Bucher.

Samstag. 7.30 Kommuniongelegeheit. 15.00

hl. Messe mit sakramentaler Elternweihe. 17.00

Beichte.

hat — mit wehendem Mantel und fröhlichem

Lachen kommt er im Eilmarsch daher. Wer sah

ihn je gemächlich spazieren? — Der Aufbau

des Kirchenchores, des Jodlerklubs, mehrerer

auswärtiger Vereine, der aus den Choralknaben

herausgewachsenen Kernser Singbuben ist

sein Werk. Die letzteren haben internationalen

Ruf. Sie konzertierten in Holland, Berlin, den

USA und haben für dieses Jahr eine Einladung

nach Japan in der Tasche. — Wie bereits gemeldet

wurde, ist Lehrer Marty als Schulinspektor

in den Kanton Uri berufen worden.

So sehr die Gemeinde Kerns seinen Weggang

bedauert, muß doch gerechterweise gesagt sein,

daß er bei den wesensverwandten Urnern einen

dankbaren und ihm gemäßen Wirkungskreis

finden wird, der ihm und seiner Familie

etwas mehr Muße läßt. Eine Kerze darf nicht

an beiden Enden brennen, wenn sie nicht vorzeitig

verlöschen soll. — Pfarrhelfer Konrad

Ihle verlas die den Orden begleitende Urkunde,

die der Sekretär Se. Heiligkeit unterschrieben

hat und dankte dem verdienten Schulmann

auch im Namen der Kirche. Hell klangen

die Gläser zusammen, als die Anwesenden dem

Gefeierten gratulierten. Mögen die guten Wünsche

alle in Erfüllung gehen! M. H.

KERNS

Samstag. Beichte 15.30—18.00 und 19.30—


sind

Jahi

flcnai

gc mehrere Millionen

Ein Blick in die Zi

touristischen Invi-ntar

keilen, zusätzliche Tr;

ge zu bauen, beschr

sind. Projektstudien vers

vorhanden, vordringlich jedoch wäre der Bau

eines Hallenschwimmbades und die Erstellung

einer Kunsteisbahn. Der große Finanzbedarf

hiefsir erfordert sachliche Planung und solidarisches

Denken aller interessierten Kreise. Dem

Kur- und Verkehrsverein Engelberg wünschen

wir auch im 86. Jahre seines Bestehens eine

zukunftsfreudige Aufwärtsentwicklung.

NIOWALDEN

Theater in WolfeMchießen. Sonntag, 12. Januar

«D r Wilderer», Heimatspiel in 5 Akten von

Josef von Matt — Die Wolfenschießer Theaterleute

stecken mitten in men Proben. Sie lassen

es sich etwas kosten, feilen und glätten (soweit

dies bei einem Volksstück am Platze ist), einmal,

weil sie dem Spiel auf der Bühne großen

Wert beimessen, dann aber auch, weil sie selbst

•ich freuen, einem zweiten Leben auf den

Theaterbrettern Gestalt und Formkraft verleihen

zu können. — Es ist nicht so leicht, ein

l>aM>*ndcs Stück in kräftiger Nidwaldner Mundart

zu finden, in dem Sprache, Handlung und

Menschen zu einer glaubhaften Einheit verschmelzen.

»D r Wilderer» erscheint als Idealfall,

wird er doch seinem Gehalt und Ablauf

entsprechend, auch beim Theaterbesucher

größtes Interesse finden. — Obwohl es, wie so

oft im Leben, auch hier um die Liebe junger

Menschen geht, um Verstehen und Verstandenwerden,

um Ehre und guten Namen und um

das Anerkanntsein in der Talgemeinschaft, so

ist's doch darum kein alltägliches Einerlei.

Vielmehr sind die Gestalten voll Originalität

und leben in ihrer kernigen Art und unverfälschten

Frische, wie Du und ich, gern, kämpferisch,

herzhaft, je nachdem eher etwas angriffslustig

oder mehr zurückhaltend, ganz so

wie leibhaftige Nidwaldner. — Bald ist Gelegenheit

geboten zum Besuche des Theaters

•D'r Wilderer»: Hauptprobe am Samstag, 11.

Januar, nachmittags, Sonntag, 12. Januar erste

Nnchmittagsauffslhrung.

EIDGENOSSENSCHAFT

Gekürzte Fassung

en, jedoch in verire

1884 wurde die

Innenpolitischer Jahresrückblick

;ebaut und erst vor Zum Glück denkt in der Schweiz das Warum sollte

wenn man von ihm

R. B.

altiert. 1893 wurde Volk noch immer m in den realistischen rean-.^ Katego- auchinr^ unmenschliche ^menschliche

Weitsicht und unu eine

ihr eingeführt und rien des gesunden Menschenverstandes zum ihm verlangt. Das von ei-

.sene neue ^ » ...

gebaut. 1967 eröfiwaldner

Gemeinde 1 oberste Schiedsrichterrolle im Staate zu, wes

Glück kommt diesem Werk noch immer nem Koalitions-Bundesrät xcnalitions-Bundesrät erarbeitete Dokutt

Ver- ment trägt selbstverständlich das Stigma de^

halb in unserem Land alle turbulenten Ver

K anal isa t ionsst rän- suche,""«die Gesellschaft gewaltsam zu verän-

aber eine

dem«, an den Klippen der Volksrechte zer-

Marschrichtung analysieren konnte,

üt Ausnahme des schellen. Dabei ist diese Schweiz keineswegs

einer nicht paria-

daß die Möglichlittel

auf die Berer

gar erschöpft

denster Art sind

ein weltfremdes Land wie das Eiland der Phaaken,

sondern steht als nun zwölftgrößte Handelsmacht

in lebendiger Wechselbeziehung zu

einer arbeitsteiligen Welt. Deren Probleme sind

auch im abgelaufenen Jahr nicht ohne Rückwirkungen

auf die Eidgenossenschaft geblieben.

Die Weltstunde heißt zwar Unruhe, aber die in

der Schweiz — nota bene vom Volk gewählten

etablierten Mächte denken nicht daran, sich

wegschwemmen zu lassen; schon aus dem einfachen

Grunde nicht, weil ohne etablierte

Mächte eine menschliche Gesellschaft nicht

auskommt und spätere leicht schlimmer als die

gegenwärtigen sein könnten. Da die seinerzeitigen

Konjunkturbeschlüsse in ihrem langen

Atem sich zudem wohltuend stabilisierend auswirken

und die Schweiz wieder in ein Land

mit einer der kleinsten Teuerungsraten verwandelten,

war für alle Freunde des Abreagierens

von Unlustgefühlen wenigstens die gesicherte

materielle Basis vorhanden ...

Ein Regierungsprogramm in einer nicht x>a

mentarisch regierten Demokratie hat natürlich

seine besonderen Tücken: es ist zwar der Kr

tik durch das Parlament zugänglich, aber das

Parlament kann über ein verworfenes Programm

die Regierung nicht stürzen und der im

Hintergrund stehende wahre und jederzeit artikulierbare

Souverän behält erst noch recht unberechenbar

das Heft in der Hand.

Perfektionierung des Rechts

Hervorgehoben zu werden verdient der Wille

des Bundesrates, dem Föderalismus sein

Recht lassen, den Menschen in seiner psychischen

und physischen Existenz vor einer entfesselten

Technik zu schützen und auch das

bürgerliche Dasein durch eine perfektionierte

Rechtsstaatlichkeit zu fördern. In einem behaglich

bleiben sollenden Kleinstaat liegt das Lebensinteresse

des Föderalismus auf der Hand

auch wenn dieses Postulat leichter zu motivieren

als zu realisieren ist, da zahlreiche moderne

Staatsaufgaben ihren Kristallisationspunkt

(und ihre Finanzierung) bei der Zentralgewalt

suchen. Dabei dachte im abgelaufenen

Jahr der Bundesrat gelegentlich föderalistischer

als die Volksvertretung.

Das Menschenrecht des Persönlichkeitsschutzes

wurde auf straf- und zivilrechtlicher

Ebene in Angriff genommen, und durch den

Ausbau der Verwaltungsgerichtsbarkeit und des

Verwaltungsverfahrens glauben viele in guten

Treuen, unseren Staat auf eine lautere rechtliche

Stufe gestellt zu haben. Gegenwärtig dominiert

die Leitidee, der Richter sei an sich

ein besserer Mensch, durch dessen letztinstanzliche

Urteilssprüche dem Bürger überhaupt

nichts Widerwärtiges mehr widerfahren könne.

Offenbar macht hier der Glaube selig. Nicht

ganz in dieses Bild passen allerdings zwei nicht

Die Verfassungsrevision

Durch die Herausgabe des Fragenkataloges

der Kommission Wahlen hat die Vorbereitungsphase

der Totalrevision eine weitere Etappe

erreicht. Erlesene Geister in zahlreichen Kantonen,

politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen

Vereinigungen haben sich emsig an

die Beantwortung der gestellten Fragen herangemacht.

So sehr diese Tätigkeit des Schweißes

der Edlen wert ist, bricht sich unterschwellig

doch die Meinung Bahn, es dürfe am Bundesstaatscharakter

der Schweiz, am Kern des eidgenössischen

Organisationsstatuts, an den

staatspolitischen Essentialien nur unbedeutend

geändert werden. Es hat sich die etwas paradoxe

Situation ergeben, daß nicht wenige Gegenwartsaufgaben

grundsätzlicher Natur ihrer

unaufschiebbaren Lösung harren, während die

einen erneuerten Geist verheißende total-re- gerade uDeririeoen übertrieben gescnicuie geschickte jjem0ns1.rcuj.u-

Demonstratio-

vidierte Bundesverfassung alles andere als in nen gegen das Bundesgericht, welche im Nagriffbereiter

Nähe liegt. Im Parlament wurde tionalrat in Szene gingen. Schlußendlich verdenn

auch unwidersprochen die Auffassung mag auch das Bundesgericht nicht über seine

richtsbarkeit erhoben. Mit dieser wohltönenden

Forderung wird im Schlußeffekt nichts anderes

als die Justizialisierung jeglicher Politik

anvisiert. Dieses staubige Geschäft bedeutete

natürlich den Tod jeder lebensnahen und

zugriffigen Führung der Staatsgeschäfte und

die Einkehr einer allgemeinen Lustlosigkeit.

Wo aber einer Regierung die Freude am Regieren

ausgetrieben wird, trägt weder der Staat

noch der Bürger einen Vorteil davon.

Die europäische Integration

Frei von einer Zwangsjacke von Fixationen

ging auch im abgelaufenen Jahr unsere Integrationspolitik

ihren pragmatischen Weg, die

Gunst und Ungunst der Umstände wägend. Wie

der Meister dieses Taktierens, der Vorsteher

des EVD, zutreffend definierte, bedeutet pragmatische

Handlungsweise nicht ein phlegmatisches

Treibenlassen, sondern die zielbewußte

Ausnützung aller sich bietenden Möglichkeiten.

In diesem Sinne verfocht die schweizerische

Delegation bei ihrem integrationspolitischen

Stellungsbezug an der letzten EFTA-Konferenz

in Wien mit ungewöhnlichem Erfolg die These,

mögliche Zwischen- und Uebergangslösungen

mit der EWG ergreifen, da sich in der gegenwärtigen

Stagnation ein Fortschritt nur über

Zwischenetappen erzielen lasse. Die schweizerische

Auffassung, stufenweise weitere Fortschritte

in den EWG-Beziehungen zu erzielen,

EFTA-Staaten. Da die Integrationspolitik den

fand die Unterstützung von fünf der sieben

wohl wesentlichsten Teil unserer Außenpolitik

bildet, darf die Anerkennung des schweizerischen

Modells, Europa durch Uebergangsarrangements

zwischen den beiden Wirtschaftsblöcken

aus der integrationspolitischen Lähmung

herauszuführen, als ungewöhnlich hoch

zu veranschlagender Aktivposten dieses Jahres

bezeichnet werden.

Die Hochschulfragen

Durch eine besondere Ladung an Zündstoff

zeichneten sich alle Hochschulfragen aus. Wurde

trotz den großen finanziellen Verpflichtungen

durch das Hochschulgesetz das Referendumsschwert

gegen diese Vorlage schließlich

doch nicht gezückt, so warfen die Studenten

fast im letzten möglichen Augenblick dem Gesetz

über die Technischen Hochschulen den

Fehdehandschuh hin. Ob nur Mitsprache oder

Mitbestimmung, das soll hier die Frage sein.

Eine etwas superkluge Motion versuchte im

Eiltempo den durchaus nicht verkaufswilligen

Studenten das Referendum abzukaufen. Zum

Glück nahm schon der Nationalrat diesen Han-

vertreten, daß aau aktuelle aKiuene Grundsatzentscheidun- wrunasaizenisciieiuuu- formal * juristischen o„u.,++ Schatten Q r, zu springen, die

gen nicht im Hinblick auf eine eventuelle To- wahrscheinlich noch länger werden, nachdem del nicht auf. Die Studenten sollen nun im Referendumskampf

die gesuchte Gelegenheit er-

talrevision } nl mvicinn hinausgezögert ViinmiQcfpyncrprt werden wprHpn sollen. cnllpn man ,—. nun hunderttausende "U,,^1 ^1tta« von Verwaltungsakten

seiner Letztinstanzlichkeit unterstellt halten, ihre Argumente an den Mann zu brin-

T7öT>«rn1fnr\rfo_

Das Regierungsprogramm

hat.

gen. Sie werden gewinnen, selbst wenn sie verlieren,

weil das umkämpfte Gesetz in Revision

So hat die helvetische Gabe des Pragmatis- Kaum ist ... der Ausbau der Verwaltungsge-

mus auch den Richtlinien über das Regie- richtsbarkeit in Lausanne erfolgt, wird nun gezogen wird, auch wenn es die Prüfung des

rungsprogramm ihren Stempel aufgedrückt, auch schon der Ruf nach einer Verfassungsge-

Referendums bestehen sollte.

Zivilschulzinstraktionen für Landwehr- und

LandsturmcinheUen

Es ist psychologisch von größter Bedeutung,

daß die Wehrmänner, die mit 50 Jahren aus der

militfir sehen Wehrpflicht entlassen und dann

In ihren Gemeinden schutzdienstpflichtig werden,

rechtzeitig auf ihre Aufgabe im Zivilschutz

vorbereitet werden.

D;esem in letzter Zeit viel geäußerten

Wunsch tragt der Kommandant der Felddivision

3, Obt-rstdivisionär Theophil Mosimann,

in seinen Weisungen für die Ausbildungsarbeit

des Jahres 1969 Rechnung. Er hat verfügt, daß

die Landwehr- und Landsturm-Einheiten, die

dieses Jahr in seiner Heereseinheit den Ergänzungskurs

bestehen, grundlegend in den Zivilschutz

eingeführt werden sollen.

Die Wehrmänner dieser Einheiten sollen an

einem Vormittag während drei Stunden von

Fachleuten in die Bedeutung, den Aufbau und

die Organisation des Zivilschutzes eingeführt

werden, um auch etwas über ihre kommenden

Aufgaben in diesem wichtigen Teil unserer umfassenden

Landesverteidigung zu erfahren.

Rechtzeitig abblenden

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Bekannte Mineralquelle sucht im Raume

Giswil-Lungern

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Interessenten melden sich unter Chiffre 392

an die Expedition des Blattes.

Wochrnmarktbericht von Luzern

Detailpreise vom 30. Dezember 1968

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RADIOPROGRAMM

Woche vom 5. bis 11. Januar 1969

Täglich wiederkehrende Nachrichten:

werktags: 6.15, 7.00, 8.00, 10.00, 11.00

12.30, 15.00, 16.00, 18.00, 19.15, 22.15, 23.25'

sonntags: 7.45, 12.30, 19.15, 22.15, 23.25.

Sonntag, 5. Januar

Programm 1

7.00 Gute Fahrt in den Sonntag

7.55 Das Wort zum Sonntag

8.00 Kammermusikalisches

Morgenkonzert

8.45 Römisch-katholische Predigt

9.15 Geistliche Musik

9.45 Protestantische Predigt

10.15 Konzert des Radio-Orchesters

11.30 Walter Mehring liest aus seinem

Ketzerbrevier

12.40 Konzert zum Sonntagnachmittag

13.30 Der Bauernkalender

14.00 Konzert der Stadtzürcher

Jodlervereinigung

14.40 Das Zürcher Blasorchester spielt

15.00 De goldig Schmid

15.30 Chömed guet hei

17.45 Lokalsendung für d. Innerschweiz

18.00 Am laufenden Band

18.45 Der Sport vom Sonntag

19.25 Das Hollywood-Bowl Orchester

19.40 Musik für einen Gast

20.30 Spiegel der Zeit

21.30 Musicorama

22.20 Der aufrechte Gang

22.50 Zwischen Tag und Traum

Programm 2

9.15 Romanische Predigt

9.45 Sendung für die Türken in der

Schweiz

10.15 Wahrheit im Glauben —

Wahrheit im Denken

12.00 Sendung für die Griechen

12.40 Romanische Bauernsendung

13.00 Sendung für die Spanier

13.30 Operettenmusik

14.00 Kinderstunde

14.30 Kammermusik von Lickl, Haydn

Onslow

15.30 Von der schönen Nefertiti

15.45 Konzert des Orchestre de la

Suisse Romande

17.15 Vorladung an Verstorbene

18.10 Concert Royal

18.30 Piano-Chorus

19.00 Kammermusik

19.30 Kirche und Glaube

20.00 Die Königin von Golconda

22.20 Orgelmusik

22.55 Hans Schuhmacher berichtet aus

der Buchstabenwerkstatt

23.15 Zum Ausklang

6.10

6.20

6 50

7.10

8.30

9.00

10.05

11.05

12.00

12.40

14.00

14.30

15.05

15.30

16.05

17.00

17.30

17.55

18.05

18.15

19.00

19.25

20.00

20.25

21.30

22.20

22.30

12.00

16.00

17.00

18.00

10.00

19.15

19.30

20.00

20.30

21.30

22.15

6.10

6.20

7.10

Montag, 6. Januar

Programm 1

Guten Morgen

Immer wieder gern gehört

Zum neuen Tag

Auto-Radio Schweiz

Kleines Morgenkonzert

Opern-Matinee

Volkstümliche Melodien

Das Melodien-Karusell

Musik um zwölf

Rendez-vous am Mittag

Für die Frau

Divertimento

Volkstümliche Klänge

Zwei Geschichten zu Epiphania

Unser Teekonzert

Aus aller Welt

Kinderstunde

Denk an mich

Von Tag zu Tag

Sali mitenand

Sport heute

Echo der Zeit

Das Wunschkonzert dazwischen

Unser Briefkasten

Helvetiastraße 17, Dialekthörspiel

Kommentare, Presseschau

Serenade für Severine

Programm 2

Midi-musique

Kammermusik

Musica di sine pomeriggio

Tafelmusik

Per i lavoratori italiani in

Svizzera

Notiziario

Unsere Blasmusikvereine spielen

Das Montagsstudio. Carte blanche

Präparation eines Opfers

Avantgarde und Metier

Die neue Schallplatte

Dienstag, 7. Januar

Programm 1

Guten Morgen

Gut aufgelegt

Auto-Radio Schweiz

o nn seines Morgenkonzert

in iw ^önende Souvenirs

i n ok S lasm usik aus Bayern

JJk ° er Winter ist ein rechter Mann

i i rv; Konsumentenfragen

Welterfolge; von Franz Grothe

11.30 Fröhliche Ländlermusikanten

12.00 Aus Feld und Stall

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Ahnenbilder

14.30 Genfer Capriccio

15.05 Opernkonzert mit dem Tenor

Richard Tücker

16.05 Die graue Frau

16.30 s'Kafichränzli

17.30 Jugendstunde

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Die junge Welle

18.55 Bettmümpfeli

19.00 Sport heute

19.25 Echo der Zeit

20.00 Die Radio-Hitparade

20.30 Kleines abc großer Meister

21.15 Abendmelodien

21.45 Unteilbare Welt

22.20 Kommentare

22.25 Jazzfestival Antibes 1968

12.00

14.00

17.00

18.00

19.00

19.15

19.30

19.45

20.00

22.15

6.10

6.20

6.50

7.10

8.30

9.00

10.05

11.05

12.00

12.40

14.00

14.30

15.05

16.05

17.30

18.00

19.00

19.25

20.00

20.15

21.00

21.15

21.45

22.00

22.00

22.30

23.00

12.00

114.00

17.00

118.00

19.00

19.15

19.30

20.00

20.30

21.00

21.25

22.15

22.30

22.55

Programm 2

Midi-musique

Musik am Nachmittag

Musica di sine pomeriggio

Tafelmusik

Per i lavoratori italiani

in Svizzera

Notiziario

Musik für die Schweiz

Romanische Aktualitäten

Klubhauskonzert

Geistliche Musik

Mittwoch» 8. Januar

Programm 1

Musikalischer Auftakt

Ständchen

Zum neuen Tag

Auto-Radio Schweiz

Kleines Morgenkonzert

Entr'acte

Unterhaltungskonzert

Musik zur guten Laune

Solisten-Parade

Rendez-vous am Mittag

Bildung und Verantwortung

Junge Solisten stellen sich vor

Jutze und singe, tanze u. springe

Jugendparty

Jugendstunde

Tips und Tops

Sport heute

Echo der Zeit

Musikalischer Auftakt

Vom Bibliophilen Drucken und

Faksimile-Ausgaben

Altwiener Tänze

Allerlei Volkstümliches

Die Basler Zünfte und Gesellschaften

Drei Märsche

Kommentare und Presseschau

Sportrevue Spätausgabe

Big Band Ball

Programm 2

Midi-musique

Musik am Nachmittag

Musica di sine pomeriggio

Tafelmusik

Per i lavoratori italiani

in Svizzera

Notiziario

Pop-Serenade

Klavierkonzert

Zwei Radio-Balladen

Ballettmusikhaus Rosamunde

Bruder Mensch

Antonio Vivaldi: Concerto B-dur

Historische Orgeln in Siebenbürgen

Johannes Brahms: Quintett

Nr. 2 G-dur

Donnerstag, 9. Januar

Programm 1

6.10 Guten Morgen

6.20 Gut aufgelegt

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Blick in die Zeit

10.05 Alte Schweizer Tanzweisen

10.20 Schulfunk

10.50 Neue Schweizer Tänze

11.05 Unterhaltungskonzert

12.00 Musik um zwölf

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Gesundheit durch richtige

14.30

I 15.05

16.05

16.30

17.30

18.05

18.15

19.00

19.25

20.00

21.30

22.20

22.25

12.00

14.00

17.00

18.00

Ernährung

Lieder aus aller Welt

Aus dem Plattenalbum von

Rolf Graf

In Sachen Deutsch — Zwischen

zwei Muttersprachen

Musik zum Tee

Jugendstunde

Von Tag zu Tag

Fyraabig

Sport heute

Echo der Zeit

Unterhaltungskonzert

Junge unter sich

Kommentare

Jazzbrief aus Amerika

Programm 2

Midi-musique

Musik am 2 'achmittag

Musica di sine pomeriggio

Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani

in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Musik für die Schweiz

20.00 Vorladung an Verstorbene

22.55 Theater heute

20.55 Wiener Komponisten

21.55 Theater heute

22.15 Zeitgenössische Orchestermusik

Freitag, 10. Januar

Programm 1

6.10 Ländlicher Morgengruß

6.20 Vo Berg und Tal

6.50 Zum neuen Tag

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Land und Lüt

10.05 Kammermusik

10.55 Konsumentenfragen

11.05 Schweiz — Suisse — Svizzera

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Was soll ich tun?, neue Schulen

in Mexiko

14.30 Was darf es sein

15.05 Musik kommt zu Besuch

16.05 Helvetiastraße 17, Dialekthörspiel

16.45 Intermezzo

17.30 Für eusi Chline

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Was gits Nöis?

18.55 Bettmümpfeli

19.00 Sport heute

19.25 Echo der Zeit

20.00 Musique aux Champs-Elysees

21.20 Stars aus der Retorte

22.20 Kommentare, Presseschau

22.30 Wir spielen — Sie tanzen

Programm 2

12.00 Midi-musique

14.00 Musik am Nachmittag

17.00 Musica di sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani

in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Konzert des Mandolinenorchesters

Zürich

20.00 Der Kopfhörer: Streiflicht

20.05 Forum der Kritik

20.40 Kunst und Künstler

20.50 Les'Miroirs Solitaires

22.20 Autoren lesen aus eigenen Werken:

Francis Ponge

Samstag, 11. Januar

Programm 1

6.10 Guten Morgen

6.20 Gut aufgelegt

6.55 Unsere Haustiere

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Freude an der Natur

9.00 Das Familienmagazin

10.05 Der Wetterfrosch

10.10 Soeben eingetroffen

11.05 Unterhaltungskonzert

12.00 Brillante Blasmusik

12.40 Walzer und Melodien aus Wien

13.00 Jetz schlaahts 13!

14.00 Die Samstags-Rundschau

14.30 Jazz

15.00 lxl der Volkswirtschaft

15.05 Chorlieder

15.30 Carl Zeller: Der Vogelhändler

16.05 Das Filmmagazin

17.00 Club 69

18.05 Von Tag zu Tag

18.20 Sportrevue

19.25 Echo der Zeit

19.45 Mensch und Arbeit

20.00 Ueberall isch Samschtig.

Volksmusik

21.00 Im Paris Theater von London

21.55 Visitenkarte von Jack Grunsky

I 22.20 Kommentare

i 22.25 Sportrevue Spätausgabe

23.00 Zwischen Beat und Sweet

23.30 Tanzmusik

Programm 2

112.00 Musik am Mittag

13.30 Musik der Völker

14.00 Komponisten als Bearbeiter

15.00 Konzert des Radio-Orchesters

16.00 Für den Schallplattenfreund

17.05 Aus italienischen Opern

117.25 Per i lavoratori italiani

in Svizzera

18.00 Konzerte von Antonio Vivaldi

118.30 Romanische Sendung

1 19.00 Die Juke-Box

119.45 Wir erfüllen Wünsche der Musikquizteilnehmer

I 21.00 Giuseppe Verdi: Messa da

Requiem

I 22.30 Franz Schubert: Streichquartett

G-dur

I 23.10 Franz Schubert: Der Hirt auf dem

Felsen

FERNSEHPROGRAMM

Woche vom 5. bis 11. Januar

Sontag, 5. Januar

111.30 Telekolleg. Englisch

12.00 Nachrichten

12.05 Un'ora per voi

15.10 Stock — Wys — Stich

114.00 1968 im Rückblick

15.35

] 16.35

17.50

I 17.55

18.00

] 18.45

I 19.30

20.00

20.15

I 21.35

21.55

22.00

I 22.10

Kindercircus Billy Smart

Kintopps Lachkabinett

Tagesschau

Sportresultate

Tatsachen und Meinungen

Wiedersehen mit Eisstars von

gestern

Sport am Wochenende

Tagesschau

Der alte Mann und das Meer

Luigi Boccherini: Sinfonie d-moll

Tagesschau

Zur Nacht. Erwin Heimann liest

Der Glockenguß

| Montag, 6. Januar

18.15 Telekolleg. Deutsch

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Sportecho

20.00 Tagesschau

20.20 Für Stadt und Land

21.05 Kulturboom

21.50 Tagesschau

Dienstag, 7. Januar

10.25

12.55

18.15

18.44

18.55

19.00

19.25

20.00

20.20

20.50

22.20

22.25

Internationale Damen-Skirennen.

Slalom, 1. Lauf

Internationale Damenskirennen.

Slolom, 2. Lauf

Telekolleg. Mathematik

De Tag isch vergange

Tagesschau

Die Antenne

Pistolen und Petticoats, Oma laß

das Schießen sein

Tagesschau

Welt der Musik. Streifzug durch

die Musikgeschichte. 1. Von der

Magie zur Ordnung

Der spanische Bürgerkrieg. 1. Eine

Republik in Gefahr. Dokumentärspiel

Lesezeichen

Tagesschau

I Mittwoch, 8. Januar

I 11.55

16.15

17.00

17.30

18.15

18.44

18.55

19.00

19.25

20.00

Internationale Damenskirennen.

Riesenslalom

Tips für Sie. Frauensendung

Das Spielhaus. Kinderstunde

Der kranke Jonas. Zeichentrickfilm.

Kinderstunde

Kindernachrichten

Telekolleg. Englisch

De Tag isch vergange

Tagesschau

Spezialantenne. 1. Verbrennungszentrum

des Kantonsspitals Zürich.

2. Vernissage

Ida Rogalski. Familiengeschichte

Tagesschau

ä i e

O b w a l l j n e r V o l k s s v m n l l

Freitag, 3. Januar 1969

20.20 Rundschau

21.15 Mit Schirm, Charme und Melone

22.00 Tagesschau

Donnerstag, 9. Januar

16.45 Le cinq ä six des jeunes

Kinderstunde

18.15 Telekolleg. Physik

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Bep und Freeck

20.00 Tagesschau

20.20 Tele-Visitation

20.50 Zwei Menschen — Ein Schicksal'

21.50 Demnächst... Hinweise auf

neue Filme

22.20 Tagesschau

22.30 Plauderei am Tagesende

Freitag, 10. Januar

12.55 Internationale Damen-Skirennen

Grindelwald. Abfahrt

17.00 II Saltamartino. Kinderstunde

18.15 Telekolleg. Geschichte

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Sag die Wahrheit

20.00 Tagesschau

20.20 Menscheit morgen

21.10 Der vielgeliebte Herr Brotonneau

22.50 Tagesschau

23.00 Zwischen zwei Konzerten

9.30

10.00

10.45

11.30

12.55

14.15

15.30

16.10

16.45

17.30

18.00

18.30

18.44

18.55

19.00

19.20

19.45

20.00

20.20

21.20

22.05

22.15

22.45

s i c h e r e

Samstag, 11. Januar

G e l d a n l a g e

Russisch für Sie

Telekolleg. Mathematik

Telekolleg. Physik

Telekolleg. Deutsch

Internationale Lauberhornrennen.

Abfahrt

Un'ora per voi

Telekolleg. Geschichte

Musik für Junge

Jugend-tv: Jugendnachrichten aus

aller Welt. Zu Gast im Studio.

Der Maler Rolf Iseli

Die Abenteuer der Cappuccetto.

Tips für Sie. Frauensendung

Hucky und seine Freunde.

De Tag isch vergange

Tagesschau

In eigener Sache. Korrespondenzmappe

des Direktors

An ihrer Stelle

Das Wort zum Sonntag

Tagesschau

Show-Stars der Welt .

Nervös, Bailey?

Tagesschau

Cubana. Musiksendung

Sportbulletin

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W e r b u n g , Information und D r u c k

Llb und wemger Me Notbremsung hinfällig.

Dle graphische Industrie ist Mittlerin mischen

Wirtschaft, Kultur und Politik.

Die wenigsten

. ,

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sind

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sich der Be

| Nutzen einer• sokh t

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deutung der Werbung

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SiSSSL "«^Konsument«* glaub.

b^Oder h Was braucht Ihr Kind -um Schulansang?

Bemühen Sie sich nicht sich anzu-

* j Jo wprbune sagt es Ihnen.

""SS Ä»/vefwand, und in, heut,-

In ' ! " , i"d 0 i

sogar eine Packung wirbt für ihren Inha .

Und hinter jedem dieser Werbe- und Information^

weige steht wiederum eine ganze Industrie.

Schweizer Druck hat Ilauptanteil

Ueber fünfzig Prozent des gesamten schweizerischen

Werbeaufwandes wird in Papier un

nru^k CesT«kt. Dieser hohe Anteil ist angesichts

der starken Gliederung der Werbung

und der teilweise hohen Kösien mo emer

bemittel, wie beispielsweise die TV Weroung,

" t S ? u n d leistungsfähige graphisehe

Industrie mit Hochleistungs-Setzautomau-n,

rotierenden Zylindern und Schnelläufenden

Druckautomaten, produziert diegrcßeMasse

von Werbe- und Informationsmitteln. Und in

dieser Industrie sind Menschen tatig, die Tag

für Tag im Dienste der Allgemeinheit und einer

pulsierenden Wirtschaft Meisterleistungen

zu vollbringen bereit sind.

Carrosserieschlosser

und Carrosseriespengler

an der Meisterprüfung

Sofern sich mindestens vier Kandidaten anmelden,

finden alle vier Jahre für die Carros-

»cricschlosscr und -spengler in der Fachschule

HARD in Winterthur die eidgenössischen Meisterprüfungen

statt. Diesen Herbst waren es

34 Kandidaten. 12 Schlosser und 22 Spengler,

die sich das Meisterdiplom zum Ziele steckten

22 davon, 10 Schlosser und 12 Spengler, bestanden

die Prüfung.

Die durchschnittlich rund eine Woche dau

ernde Prüfung umfaßt im Hauptbestandteil die

berufskundlichen Fächer mit 26 Stunden praktischer

Arbeit und etwa 10 Stunden Theorie.

Für Fächer wie Buchhaltung, Geschäftskorrespondenz,

Berechnungswesen, Geschäftskunde

sowie Betriebsführung und Rechtskunde werden

ca. 12 Stunden aufgewendet.

Mit dem Meisterdiplom besitzt der Inhaber

einen Schlüssel, der ihm viele Türen zur Berufskarriere

öffnet. So kann er unter anderem

zum Vorarbeiter avancieren, zum Betriebsleiter,

zum Schadeninspektor oder zum Selbständigerwerbenden.

Bereich von Gewerbe, Handel und Verke1^

(Dienstleistungsbereich, tertiärer Sektor) halt

die Personalexpansion weiterhin an. .

Im Vergleich zur Warenausfuhr ist die Einfuhr

dank zurückhaltender Nachfrage im Inland

weniger stark gestiegen. Das hat ermöglicht

das Defizit der Außenhandelsbilanz wesentlich

zu verringern und den Einnahmenüberschuß

der Ertragsbilanz gegenüber dem

Vorjahr (1967 = eine Milliarde Franken) nochmals

zu verbessern. Bei abklingender Teuerung

haben Lohn- und Gehaltserhöhungen eine zunehmende

Kauf kraft geschaffen. Diese hat sich

• ? a Lhnftsetzer sfe gestalten mit Schriften, bestreitbar imJEinflußber Skifahrer verstungs-Setzreaschinen

den Sa.- für Ze.tungen. « t; p a s G e f a h r für

im Verhältnis zum Konsumverzicht in zusätzlichen

privaten Ersparnissen niedergeschlagen.

Für das neue Jahr werden die Beschäftigungsaussichten

in der schweizerischen Industrie,

vor allem in den mittleren und größeren

Betrieben, noch zuversichtlicher beurteilt als

vor Jahresfrist. Im dritten Quartal 1968 waren

55 Prozent der Industriearbeiter in Betrieben

beschäftigt, die für 1969 mit guten Beschäftisungsaussichten

rechnen. Befriedigende Aus-

' E S a a s s Ä S

ni; Z Buchdcke,.druckt t» Hruckt auf aul muacniatcii i astet der neröiciici — . sichten ireiieii treffen aux auf 35,5 x Prozent zu; ' mit schlech-

Der Buc - mehrfarbige Zeitschriften, fü den wintersportler kein öbhga oder unbestimmten Aussichten müssen et-

Maschinen ein- und PrivatJ ^a ^ Haftpflichtversicherung besteht, ^ i 0 Zeitungen,

Zeitungen, Behörden-, Geschäfts- und Privat

was weniger als 10 Prozent der Beschäftigten

Drucksachen, Werbeprospekte,

> Bücher

Bücher

und

und

Ka-

Ka

r S\ S , fnireigeZ 0; flPT1P n Mitteln Mittein für den angench- apgerreh rechnen. Strukturbedingte Schwächen einzel-

td

Der Stereotypeur ist hauptsächlich im Zeitungsbetrieb

tätig, wo er die «Rundstereos» für

die hohen Zeitungsauflage anfertigt.

Der Rotationsdrucker bedient die Rotationsdruckmaschine,

welche in einem einzigen Arbeitsgang

gleichviel Papier verarbeitet, wie

aul wuna vuit

den Druck der Sanktionen befolgt.

lautet- «Wer einem

and^reiT^derrechtlich Schaden zufügt., sei -

rlhsicht sei es aus Fahrlässigkeit, wird hm

r " ' " Pflichtet, Die » c h — c t .

Pesetze bieten eine ausreichende Handhab ,

sonst eine ganze Buchdruckerei zusammen.

n . u G m

r die

r-Regeln « v erlern für Skifahrer . wirk- ,

kürzester Kurzeötci Zeit kann ^g^Stadtmi^ , , . i x ^ ^ | s ^ d u K g n ^ g e n w ^

tungen und neuesten Nachrichten in

Bild versorgt werden.

Das ist ein kleiner Querschnitt durch drei

bedeutende Zweige unserer lebendigen Gegenwart.

Alle drei, Werbung, Information und

Druckindustrie sind sehr aufstrebende Wirtschaftszweige.

Zuversicht auch im neuen

Wirtschaftsjahr

Die Haftpflicht des Skifahrers

SKK Rückblick und Ausblick auf die Wirtschaftsjahre

1968 und 1969 dürfen uns großen

und ganzen zufrieden und zuversichtlich

Aehnlich wie für den Motorfahrzeuglenker

stimmen. Nach der spürbaren Verlangsamung

auf unseren Straßen haben sich für den Skifahrer

auf den stark befahrenen Abfahrts-

des Wirtschaftswachstums im Jahre 1967

sich die Konjunktur im abgelaufenen Jahr wieder

etwas belebt, zwar unterschiedlich für die

pisten in den letzten Jahren bestimmte Verhaltensregeln

herausgebildet, die besonders

verschiedenen Wirtschaftszweige und ohne Anzeichen

einer Ueberhitzung. Angeregt von einer

auch für die Abklärung der Haftpflicht wichtig

sind. .... . , starken Nachfrage im Ausland, hat die Produktion

in der schweizerischen Industrie zugenom-

Das erste Gebot eines jeden Skiläufers ist es,

diejenige Abfahrt zu wählen, die seinen Fähigkeiten

am ehesten entspricht. In allen Wintermen,

obwohl die Zahl der Gesamtzahl der hier

Beschäftigten nochmals kleiner geworden ist.

sportorten weisen Tafeln oder Farben auf die

Art der Piste hin. Einen deutlichen Verstoß begeht

nicht nur der Skifahrer, der eine Piste

Einzelne exportorientierte Branchen verzeichnetep.

zwar eine leichte Zunahme der Beschäftigten.

Indessen herrschte der Trend zur Sta-

wählt, die seine Fahrkünste übersteigt, sondern

auch jener geübte Fahrer, der die leichteste bilisierung und Konsolidierung vor.

Piste wählt, um sie in höchstmöglichem Tempo Die geringen Veränderungen in der Zahl

zu befahren. In beiden Fällen werden die übri-

der industriell Beschäftigten sind auf verschiegen

Pistenbenützer gefährdet und der Ski- dene Ursachen zurückzuführen, so zum Beiläufer

. der , , bewußt oi «i«« eine seinen TTäVncrk-pit.pn

Fähigkeiten spi e i auf den ausgeschöpften Arbeitsmarkt, auf

...

nicht nicni entsprechende Abfahrt » gewählt hat, wird Fremdarbeiterabbau, technische Rationalisie-

11

0~-- ,

bei einem Unfall für rtv>+ofnnr1onon den entstandenen PJpVin— Schaden

l haftbar gemacht.

I produzierendes Gewerbe) ersetzt laufend Ar-

1 rung usw. Der Hör sekundäre colriinH Sektor SpWtOT (Industrie, flndU-Strle,

Daß uau uei der OMiauici Skiläufer in m erster Linie — so zu sah- — , beitskräfte DeilSKraiie durch uaiui Maschinen uwaumicu und vmv* erzielt dabei

ren i hat, daß er zu zweckmäßigem Ausweichen neue Produktionskapazität sowie die wettbe-

in der Lage ist, dürfte selbstverständlich sein, werbsnotwendige Produktivitätssteigerung. Im

Ist hingegen das Ausweichen in einer Schneise |

nicht möglich und droht ein Zusammenstoß,

so muß der obere Fahrer im allgemeinen eine

ner Branchen und Betriebe werden zwar immer

wieder zu temporären Anpassungsschwierigkeiten

führen. Im allgemeinen aber sind die

Konjunkturaussichten für 1969 günstig. Das

relativ kleine Wachstumspotential, das der anhaltende

Personalmangel der schweizerischen

Wirtschaft offen läßt, wird zu weiterer Produktivitätsverbesserung

zwingen, kann aber

auch eine stärkere Wareneinfuhr begünstigen.

Auf Tradition erpicht — Bockbier

Als der Brau-Bruder Bonifacius vor rund

600 Jahren in einem Benediktinerkloster der

Pfalz mit seinen vorgesetzten Mönchen aas

erstmals mit Hopfen gebraute Bier in vollen

Zügen bei scherzendem «Wohl bekomm s» auskostete,

ahnte er kaum, daß er unbewußt zum

Wegbereiter des größten Durstlöschers der

Welt gekommen war. In den Klosternischen

raunte man die Kunde vom überrundeten germanischen

Met-Zeitalters von Mund zu Mund,

es ging nicht lang, merkte man auch in den

Herbergen landauf und landab, welch gut gelaunter

Geist da aus der Abtei geronnen kam.

Fröhlichen «biberetrinken» entschlüpfte die auf

Bestand ausgerichtete Bezeichnung «Bier», das

fortan seinen Triumphzug in unsere Zeit und

in alle Kontinente antrat. Bald folgte nach un-J

ermüdlichen «Bierideen» in der deutschen

Stadt Einbeck das «Einpöck'sche Bier», das,

wegen seiner hervorstechenden Qualität bald

nachgeahmt, in den Pinten unter dem Namen

«Bock» bei prostendem Jubel in die Krüge

schläumte.

Die Zeit rollt mit üblen und schönen Tagen

vorbei... aber noch heute und nächsthin rollen

wieder die schwer beladenen Brauereiwagen

mit dem stets mundenden, über die Festtage

mit Schmunzeln begehrten «Bockbier» zur

dankbaren Kundschaft. Wohl bekomm's Prost.

Lehrlinge s c h n u p p e r n ü b e r d e n G r e n z z a u n

AZ

tt *

O * H s s

K «r »t» • *

* * * #

Neues Glück

im neuen Jahr.

Ziehung

16. Januar.

Landes-Lotterie

Reisen ins umliegende Ausland sind für | Test im Buchdruckgewerbe

| Glücksfall

I Lehrlinge unserer Zeit nichts mehr Außerge-. Am Beispiel des internationalen Studentenwohnliches.

In den meisten Fällen handelt es austausches wurde im Buchdruckgewerbe im

Ifür

sich jedoch um Urlaubsfahrten, auf welchen Oktober 1967 erstmals mit einigen ausgewähldie

bereiste Landschaft wichtiger ist, als Kon- ten Lehrlingen der Versuch gewagt, diese wäh-

B r a u t p a a r

Wunderschöne, nagel- takte mit der fremden Bevölkerung. Solche rend eines Monats mit solchen in westdeutschen

I neue Möbelaussteuer entstehen höchstens sehr oberflächlich und Betrieben auszutauschen. Der Austausch vo

i kann nach gegenseitiger bleiben auf touristische Belange beschränkt. I zog sich problemlos, indem die Lehrlinge ihren

I b Ä r Ä f S Arbeitsplatz gleich mit dem Platz in der Fa-

Doppelschlafzimmer aus Warum nicht einma 1 anders ins Ausland?

milie wechselten. Und ein Neunzehnjähriger

allerschönstem Edelholz Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zwi-1 würde es heute gar nicht schätzen, wenn man

mit extra Lettinhalt so- schen den Kirchen Europas und Amerikas ein I ihn auf einer solchen Reise noch begleiten

gar in Dreiviertelflaum, . . , , ,

3teilige Bettumrandung, Austauschprogramm geschaffen, das die Ju- wollte.

Wolle, 2 Nachttischlämp- gend der beiden Kontinente einander näher- Die Aktion war ein voller Erfolg, und die

1 li, usw. Wohnwand in bringen soll. Seither hat sich dieser Jugend-1 Aufenthalte in fremden Betrieben waren viel

^saul^Tei^prä^ntabler aus^ausc^ '•H 1 besten Sinne entwickelt und jähr- Iposititer als erwartet wurde. Die Auserwähl-

I Ausführung, innen alles lich benützen eine ganze Anzahl Mädchen und ten haben die ihnen gebotene Gelegenheit, wähln

schneeweißem Ahorn, Burschen zwischen 16 und 19 Jahren die Gele- rend einigen Wochen nicht nur in einem frem-

Polsterstühle, Auszug- genheit, ein fremdes Land einmal nicht nur den, sogar in einem ausländischen Betrieb die

zweckpo a is 0 tergarnitur in aus der Reiseprospektperspektive kennen zu dortigen Arbeitsmethoden etwas kennen zu

reicher Ausführung, Kü- lernen.

lernen, mit Begeisterung wahrgenommen. Ohne

chentisch, Tabourets, Was als Möglichkeit Studenten offen ist, Federlesens und Anpassungsschwierigkeiten

könnte sicher

TTOülch^Glück^fl^b'T' I auch Lehrlingen recht sein. Nach haben sie sich in der fremden Umgebung und

ehe gediegene, ganz'neue dieser einfachen Logik wird deshalb in Ge- mit den etwas anderen Lebensgewohnheiten

Qualitätsmöbel zu nur werbe und Industrie auch ein Austausch von I zurechtgefunden. Möglicherweise werden Kon -

I Fr. 5680—.mit 10 Jahren Lehrlingen während einer gewissen Zeit ge- takte über den Grenzzaun sogar weiter ge-

' p. aran übernehmen zu prüft. Dies nicht etwa nur zur Hebung ö der I pflegt

können. Die Lieferung * . ,. ..... . , . K

B

ist franko, weitere (Zra-1 Attraktivität einer Berufslehre, sondern vor! Der Versuch des Buchdruckgewerbes

tislagerung bis 12 Mona- allem auch, um den Jugendlichen Kontakt mit Schriftsetzer- und Buchdruckerlehrlinge in auste.

Auf Wunsch Teilzah-landersartigen Lebens- und Umweltsbedingun-1 ländischen Betrieben schnuppern zu lassen.

| Therese Monhart,

I Manessestr. 66,

8003 Zürich,

I Telefon (051) 35 51 10

gen zu vermitteln und damit nicht zuletzt noch wird fortgesetzt. Vielleicht wird dieser «ne"

einen Beitrag zu internationaler Verständigung look» eines aufgeschlossenen Gewerbes eines

zu leisten. Ganz sicher ist dies sinnvoller, als Tages Schule machen; solange jedoch gelten

sie halbverwahrlost kreuz und quer durch Eu- die Buchdruckberufe durchaus als modern und

ropa gammeln zu lassen.

| aufgeschlossen.

O B W A L D N E R W ü S C H L Ü S S E L

Beglaubigte Auflage SRV 4608 Exemplare

rschemt wöchentlich mit Radio- und Fernsehprogramm in den abonnierten Zeitungen

«Obwaldner Volksfreund, und «Lungerer Bote». Insertionspreis: 20 Rappen für den Kanton

Obwalden, 24 Rappen für die übrige Schweiz pro einspaltige Millimeter-Zeile. Inserate»-

Annahme: Schweizer Annoncen AG «ASSA», Luzern, £5 041 - 22 51 22 und übrige Filiale»


AZ Sarnen, Dienstag, 7. Januar 1969

99. Jahrgang — Nr. 2

O b w M m r A o l k s f r e u n ö

Einzelverkaufspreis 30 Rp. Adreßänderungen 40 Rp. Abonnementspreis:

Per Post zugestellt für die ganze Schweiz jährlich Fr. 21.50,

halbjährlich Fr. 11.—. Ausland jährlich Fr. 28.—. Einzahlungen

spesenfrei auf Postcheck-Konto 60-1085. Neuabonnenten werden

jederzeit gerne angenommen. — Druck und Verlag: Buchdruckerei

Louis Ehrli & Cie., 6060 Sarnen, Telefon (041) 85 10 33.

Konservativ-christlichsoziales Organ

Erscheint Dienstag und Freitag

Verantwortlich für die Redaktion

Die Redaktionskommission, Telefon 85 15 17

Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 19 Rp.,

Schweiz 21 Rp., Reklame 75 Rp. - Inseratenannahme: Schweizer

Annoncen AG «ASSA», Alpenstraße 1, 6002 Luzern, Telefon

(041) 22 51 22, und Filialen. (Mit Ausnahme des Kantons

Obwalden). - Vorschriften betr. Plazierung, Schriftwahl

und Arrangement werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme

jeweils Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

D i e S t ä r k e d e r s c h w e i z e r i s c h e n P a r t e i e n

Mitte Dezember hat das Eidgenössische Statistische

Amt seinen Bericht zu den Nationalratswahlen

1967 veröffentlicht. Der sehr interessante

Band mit den vielen und aufschlußreichen

statistischen Tabellen ist rascher erschienen

als früher. Als Herausgeber zeichnet

letztmals Prof. Dr. h. c. A. Meli, der bekanntlich

mit Neujahr als Direktor des Eidgenössischen

Statistischen Amtes ausscheidet.

Man war auf diese amtliche Statistik um so

gespannter, als sich die wirkliche Stärke der

großen schweizerischen Parteien aufgrund der

Ergebnisse der letzt jährigen Nationalratswahlen

kaum zuverlässig berechnen ließ, da zwei

wichtige Kantone im Vergleich ausfallen mußten:

der Kanton Schwyz, der in stiller Wahl

die Zusammensetzung seiner Deputation in

Bern veränderte und der Kanton Zug, der 1963

stille Wahlen hatte und deshalb ebenfalls aus

dem Vergleich der Wahlergebnisse 1963 bis

1967 ausgeklammert werden mußte. So kam

vor allem die Konservativ-chirstlichsoziale

Volkspartei aufgrund der bloßen Wahlzahlen

1967 ins Hintertreffen.

Die wirkliche Stärke der großen schweizerischen

Parteien liegt aber über den statistischen

Zahlen der Nationalratswahlen, die die

kleinen Kantone zu wenig erfassen, die Einer-

Wahlkreise — vor allem Uri rein formal einer

Partei zuweisen — zum Nachteil der Konservativ-Christlichsozialen

— und auch weitere

Sonderfälle nicht berücksichtigen. Seit den

Wahlen von 1959 hat deshalb das Eidgenössische

Statistische Amt die wirkliche Stärke der

großen Parteien durch den Einbezug all dieser

Sonderfälle errechnet. Das ist nun auch wieder

aufgrund der Nationalratswahlen 1967 gemacht

worden.

Als wichtigstes Ergebnis der amtlichen Statistik

zu den Nationalratswahlen 1967 ergeben

sich so folgende

wirkliche Parteistärken:

Sozialdemokraten 246 774

Freisinnige 237 254

Konservativ-Christlichsoziale 236 177

BGB 112 721

Uebrige Parteien 201 678

Als bedeutendes Merkmal der Nationalratswahlen

1967 bestätigt die amtliche Statistik

die Tatsache, daß alle drei großen Regierungsparteien

Wählerverluste zu verzeichnen

hatten. Das war 1967 erstmals der Fall. Diese

Tatsache, so wurde hier im Wahlkommentar

schon festgestellt, ist um so gewichtiger, als

diese Parteien — vor allem die beiden bürgerlichen

— die Politik des Bundesrates vertreten

und verteidigt haben, so daß auch dieser durch

das Wahlergebnis visiert war.

mehr beheben läßt. Es ist daher gerade vom

menschlichen Standpunkt aus zu begrüßen,

daß die wirtschaftliche Notwendigkeit dazu

führt, von den heute immer noch im Vordergrund

stehenden Einzelhofsiedlungen abzukommen

und zu den Gruppensiedlungen oder

Weilern zurückzukehren.

In unseren Verhältnissen, wo es üblich ist,

die Milch täglich zweimal zur Sammelstelle

ins Dorf zu bringen, zeigt sich ein großer Nachteil

der Einzelhofsiedlung. Wo früher (im Dorf)

die Kinder die Milch zur Hütte fahren konnten,

muß die Fahrt heute von einer erwachsenen

Person mit Traktor oder Auto unternommen

werden. Diese Personen mangeln aber heute

mehr und mehr, und die Milchabfuhr verschärft

deshalb die morgendliche und abendliche

Arbeitsspitze (misten, füttern, melken)

zusätzlich. Nachbarliche Zusammenarbeit auf

diesem Gebiet wird oft durch ungünstige (neuangelegte!)

Straßenführung erschwert oder verunmöglicht.

Der Schulweg der Kinder scheint ein weiterer

wichtiger Punkt zu sein: Aus einem Weiler

ins Dorf haben alle den gleichen Schulweg,

und die Schüler sind nicht dazu verurteilt, allein

über weite Strecken zu wandern. Bei

schlechten Weg- oder Witterungsverhältnissen

OBWALDEN

Aus dem Kantonsrat

Postulat von Kantonsrat Jos. Rohrer, Sachsein

Mit dem revidierten Schulgesetz, vom 16.

Mat 1965, hat der Kantonsrat Vollmacht erhalten,

eine Mittelschule für Mädchen oder einzelne

Klassen einer solchen Mittelschule einzurichten.

Wenn auch heute für Mädchen in

der Sekundärschule in Sarnen bereits die Möglichkeit

besteht, Lateinunterricht auf der Sekundarschulstufe

zu nehmen, wird es noch

mindestens zwei Jahre gehen, bis Mädchen an

der Kantonsschule Aufnahme finden können.

Im Interess e der Mädchen, die heute noch

gezwungen sind, außerhalb des Kantons ein

Gymnasium zu besuchen, und die auch nach

Einführung des Mädchengymnasiums ihr begonnenes

Studium in einem außerkantonalen

Gymnasium abschließen wollen, ist es gerechtfertigt,

daß sobald als möglich eine Uebergangslösung

getroffen wird. Diese Uebergangslösung

sollte ungeachtet des Subsidiaritätsprinzipes

gefunden werden, ähnlich wie auch

beim Besuch einer außerkantonalen kaufmännischen

Berufsschule mangels einer eigenen

kaufmännischen Berufsschule in Obwalden.

Die Kosten für den Besuch eines außerkantonalen

Gymnasiums belaufen sich pro Schülerin

und pro Jahr auf rund Fr. 4000.—. Obwohl

wir heute ein Stipendiensystem besitzen,

entstehen immer wieder Härtefälle.

Aus diesen Gründen wird der Regierungsrat

eingeladen, zu prüfen, in welcher Art Töchter,

die mangels Möglichkeit des Besuches eiläßt

es sich leichter bewerkstelligen, daß im

Weiler ein Auto organisiert wird.

Man darf aber nicht vergessen, daß gerade

in altgewachsenen Weilern die Zusammenarbeit

auf verschiedensten Gebieten sehr gut ist.

Darum wäre es wichtig, diese Siedlungsformen

jetzt genauer zu studieren und daraurs

wichtige Lehren und Schlüsse für neu anzulegende

Weiler zu ziehen. Da diese Wohnformen

schon vorhanden sind, sollte aus ihnen Positives

und Negatives herausgeschält und beides

für die neuen Gruppensiedlungen diestbar gemacht

werden. Man darf nicht wieder in den

Fehler verfallen, nur wegen des wirtschaftlichen

Druckes «neue» Formen zu planen, die

nachher größere Mängel als das seit Generationen

gewachsene Dorf aufweisen.

Die Vorschläge aus dem Wettbewerb sollen

auch Ideen und Möglichkeiten für die Erneuerung

alter Bauerndörfer aufzeigen. Das scheint

sehr wichtig zu sein, denn bis heute werden

Bauerndörfer dadurch «erneuert», daß man die

Bevölkerung auseinanderreißt und die Bauern

als Einzelsiedler in die weite Feldflur setzt.

Anders gesagt: ein Großteil der Bauerndörfer

harrt einer Erneuerung, die sie auch als Bauerndörfer

bestehen läßt.

D a s Dorf v o n m o r g e n : l

Unter dem Titel «Die neue Agrargemeinde

im rekultivierten Wirtschaftsraum» fand anläßlich

der 20. Generalversammlung des Verbandes

der Europäischen Landwirtschaft (CEA)

im Salzburger Kongreßhaus eine Ausstellung

statt. Es handelte sich dabei um eine Uebersicht

der Projekte, die im Rahmen eines vom

Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft

und Forsten des Landes Nordrhein-Westfalen

ausgeschriebenen Wettbewerbs eingereicht

worden waren.

Im Städtedreieck Düsseldorf—Köln—Aachen

findet sich eine ungefähr 900 Hektaren große

Kulturlandfläche, deren Besiedlung und Bebauung

neu geplant werden sollte. Diese Notwendigkeit

ergab sich daraus, daß in jenem

Gebiet die vorkommende Braunkohle im Tagbau

gewonnen wird. Das heißt, daß alles, was

sich über den Kohlenschichten befindet, abgetragen

werden müsse. Somit fallen den Riesenbaggern,

die eine Landschaft bis zu 300

Metern Tiefe abgraben, Feldflur, Bäche, Wälder

und selbst die Bauerndörfer zum Opfer. Nach

der Gewinnung der Kohle wird das abgetragene

Material wieder aufgeschüttet, und nach mehreren

Jahren Unterbruch kann das Land in

landwirtschaftlichen Kulturboden überführt

werden. Dazu gehört aber auch, daß wieder

Bauern angesiedelt werden. Dies führte nun

vor einigen Jahren dazu, daß sich die für den

;eine

S t r e u s i e d l u n g

Wiederaufbau verantwortlichen Leute entschlossen,

einen internationalen Wettbewerb

auszuschreiben. Davon ausgehend, daß die verschwundenen

Dörfer nicht in der alten Form

wieder aufgebaut werden können (zu enge

Verhältnisse im einzelnen Betrieb und im Dorf

selbst), müssen neue Formen der Besiedlung

gefunden werden.

Der Wettbewerb erbrachte 36 Projekte. Davon

stammten 33 aus der Bundesrepublik

Deutschland und je eines aus Holland, Oesterreich

und der Schweiz. In mehr als zwei Dritteln

aller eingereichten Vorschläge werden

Gruppensiedlungen von mehr als vier Gehöften

vorgeschlagen. Die Einzelhofsiedlung wird

nur in einem Projekt als optimal empfunden!

Damit zeigt sich eine eindeutige Absage an die

heute noch gehandhabte Streusiedlungs-Bauweise.

Das entscheidende Moment dafür ist die

optimale äußere Verkehrslage, im Gegensatz

zu der früher überbetonten inneren Verkehrslage.

Daraus ergeben sich für schweizerische

Verhältnisse folgende Konsequenzen:

In Planungsteams, die sich mit so weittragenden

Problemen der heutigen und zukünftigen

Landwirtschaft befassen, muß auch der

Agrarsoziologe ein Wort mitreden. Sonst

könnte es leicht geschehen, daß ein in menschlicher

Hinsicht sehr wichtiger Punkt übersehen

wird und sich der Fehler nachher nicht

nes Mädchengymnasiums im Kanton, gezwungen

sind, ein Gymnasium außerhalb des Kantons

zu besuchen, durch Schulgeldbeiträge, gefördert

werden können. In diesem Zusammenhang

ist auch die Frage des Abschlusses von

Verträgen mit einzelnen Mädcheninstituten,

im Sinne von Art. 26, Abs. 2, der neuen Kantonsverfassung,

zu prüfen.

Die Kantonsräte:

sig. Josef Rohrer

und Mitunterzeichner

Neujahrsempfang am Kollegium in Sarnen

Erziehungsdirektor Dr. Ignaz Britschgi proponiert

eine Gesamtplanung der Bildungsaufgaben

im Kanton Obwalden

(Korr.) Am vergangenen Neujahrstag waren

die Spitzen der Obwaldner Regierung, der Erziehungsrat

und weitere Behördemitglieder des

Kantons und der Gemeinde Sarnen offizielle

Gäste von Abt und Konvent des Stiftes Muri-

Gries am Kollegium Sarnen. Erstmals nahm

auch der Gnädige Herr des Stiftes, Abt Dominikus,

an diesem Empfang teil und hieß die Gäste

willkommen. In seiner Neujahrsansprache

gab Erziehungsdirektor Dr. Ignaz Britschgi seiner

Freude über die Anwesenheit des Gnädigen

Herrn Ausdruck und benützte die Gelegenheit,

ihm und dem ganzen Konvent, für das segensreiche

Wirken für Schule und Erziehung den

wohlverdienten Dank auszusprechen. Seine

Ansprache widmete er sodann nicht der Vergangenheit

oder dem Jahr 1968, das immerhin

HELLMUT GOLLWITZER


als Jahr der neuen Kantonsverfassung in die

Geschichte eingehen werde, und dem wxr zubilligen

müßten, dazu angetan zu sein, uns von

gewissen Illusionen zu befreien, aber nicht der

Ideale zu berauben. Alsdann proponierte der

Erziehungschef einen Gesamtplan °bwaldnerischer

Bildungsaufgaben, der allen offenbarte,

welch große Schul- und Erziehungsaufgaben

dem Kanton in den nächsten Jahren harren.

So erwähnte er die Notwendigkeit des Baues

der Landwirtschaftsschule, der Gewerbeschule,

einer Sonderschule, die Behebung des Lehrermangels

durch eine zeitgemäße Forderung des

Lehrernachwuchses, die Mithilfe am Bau des

Lehrerseminars Rickenbach, dann aber ganz

besonders den Ausbau der Kantonsschule, unter

Aspekten wie Mädchenbildung, Ueberfuhrung

der Handelsschule in ein Wirtschaftsgymnasium,

Ausbau des Externates, Schaffung zusätzlicher

Schulräume und Förderung des Turnens

durch Erstellung einer zweiten Turnhalle

an der Kantonsschule. Bei der Lösung all dieser

Probleme rechne er im neuen Jahr auf das

wohlwollende Verständnis für die «langsam

mahlenden Mühlen der Demokratie», aber auch

auf die Bereitschaft zu einer wertvollen Zusammenarbeit.

Abschließend rief er die Tischgemeinschaft

und darüber hinaus wohl auch

das ganze Obwaldnervolk zu einem mutigen

Engagement im Sinn und Geiste einer zuversichtlichen

Gesamtplanung aller Bildungsaufgaben

auf, um nicht zuletzt auch unsere Kantonsschule

für die Bewältigung ihrer großen

Bildungsaufgaben mit jenen geistigen und materiellen

Mitteln auszustatten, die sie notwendig

braucht.

Gediegene Kaninchen-Stämme- und Pelzschau

in Samen

Am 4. '5. Januar fand in der Lastwagenhalle

der Dillier AG in Samen die 5. O. V. W. Kaninchen-Stämmeschau

der Waldstätte statt. Als

Organisator zeichnete der Kaninchenzuchtverein

Samen und Umgebung mit Josef Küchler,

Kernmatt als Präsident. An der gutbesuchten

Ausstellung waren 632 gepflegte Tiere

von 25 Rassen zu sehen. Dem Laien wie dem

Kenner gefielen besonders die erstprämierten

Tiere der Champagne-Silber von P. Zurbuchen,

Alpnach mit 95,16 Punkte und der Belgisch-

Riesen von P. Hediger, Muotathal mit 96 Punkte.

Unter den prämiierten Tieren sahen wir

Russen von W. Fankhauser, Kägiswil (94,5

Punkte), Leni Dillier, Samen (94 Punkte) und

J. und G. Küchler, Kägiswil (93,33 Punkte). Das

Kinderherz erfreuten die Hermelin-Zwerge,

bei denen M. Kasper, Alpnach mit 93,83 Punkte

den 2. Rang erzielte. Bei der bekannten Rasse

der Thüringer holten die Obwaldner M. Arnold,

Kems, Ernst Imfeid und Josef Halter,

Samen und A. Rohrer, Kerns erste Ränge. Bei

den Weißen Wienern konkurrierten erfolgreich

J. Waser, Kägiswil (94,16 Punkte). Mit

einem Weißen Riesen erzielte J. Küchler, Kägiswil

95 Punkte.

Um 10 Uhr vormittags eröffnete die Frauengruppe

Malters eine Pelzschau, die durch

Demonstration der vielseitigen Verwendung

des Kaninchenfelles überraschte. So konnte

man einen dekorativ überzogenen Hocker, mollige

Echarpen, niedliche Pelztiere als Kinderspielzeug

usw. sehen.

Dank des vorzüglichen Einsatzes des Ko

mitees war der Ausstellung ein voller Erfolg

beschieden. Die Halle der Dillier AG bot für

die Tiere in bezug auf Temperatur und Platzverhältnisse

eine vorzügliche Unterkunft. Die

Obwaldner Kaninchenzüchter haben mit dieser

Ausstellung für ihr Hobby viele neue Freunde

gewonnen.

Sarnen. Schwerer Unfall nach dem Empfang

des Bundespräsidenten. Anton Mathis, SBB-

Angestellter, ist beim Abnehmen der Dekoration

am Stationsgebäude nach dem Empfang

des Bundespräsidenten von der Leiter auf das

Geleise gestürzt und hat sich dabei eine schwere

Hirnerschütterung zugezogen, von der er

ersten zwei Jahren fast nie ein Singen und

Pfeifen bei der Arbeit hörte. Erst als wir später

satt wurden, wurde auch das anders, und

im letzten Jahr der Gefangenschaft stand ich

im Ural auf dem Bau und ließ voller Lebenslust

älplerische Jodler in die Wälder hineinschallen,

daß die Kiefern, die das noch nie gehört

hatten, verwundert die Köpfe schüttelten.

Bei uns in Deutschland ist die Welt nie still.

Immer treffen Geräusche das Ohr; höchstens

im Hochgebirge kann man ihnen entgehen.

Hier aber, im winterlichen Wald, ist es wahrhaft

still. Nicht eine Stille des Todes, — der

Wind regt die Zweige, alles scheint zu atmen,

aber gänzlich unhörbar. Ich binde den Gaul

an einen Baum, werfe ihm etwas Heu vor und

stapfe weit hinein in den Wald bis hinüber zu

der alten Eiche an der Lichtung, auf der ich

im Sommer den Kolkraben sitzen sah, den Vogel

Wotans. —

sich bis heute noch nicht erholt hat Wir wünschen

dem pflichtbewußten Angestellten baldige

Genesung im Kantonsspital Luzern.

Sarnen. «Feuertaufe» der Feldmusik unter

neuer Direktion. Mit Spannung erwartete man

das diesjährige Winterkonzert der Sarner Feld

musik da dieser Anlaß bisher unter der Direk

tion von Dr. A. Wirz Jahr für Jahr zu einem

erstklassigen Leistungsausweis des Korps una

zum besonderen Genuß der Blasmusikfreunde

von nah und fern geworden war. Nach dem

Rücktritt dieses musikalischen Leiters, unte

welchem die Sarner zur «eidgenössischen

Höchstklasse» aufgestiegen sind, wurde im jun

gen Hergiswiler Klarinettisten und Bauzeichner

Josef Gnos ein neuer Direktor gefunden,

und das Konzert vom 4. und 5. Januar hat nun

gezeigt, daß der neue Mann der großen Aulgabe

sehr gut gewachsen ist. Gleichzeitig erwies

sich auch, daß der bisherige Aufstieg der

Feldmusik Sarnen nicht nur eine schmale

Gratwanderung war, sondern eine solide Angelegenheit,

sodaß der Wechsel kein Zittern und

Zagen zu verursachen brauchte.

Der neue Direktor ging zwar für die «Feuertaufe»

in der Programmwahl klugerweise

nicht gleich an den obersten Schwierigkeitsgrad,

aber dafür konnte man erleben, daß die

Leistungen des Korps gegenüber bisher noch

ausgeglichener und ausgefeilter waren. Einen

herrlichen Gesamtklang gab es schon bisher,

wie auch verschiedene hervorstechende Register,

z. B. bravouröse Holzbläser «aller Art»,

strahlende Trompeten und wirkungsvolles

Schlagzeug. Als zusätzlicher Erfolg konnte nun

aber die stete und satte Ausgeglichenheit der

Wald- und Tenorhörner sowie Posaunen registriert

werden, und die drei Bässe verdienen

wegen der für Baßtuben erstaunlich weichen

Grundlage, die sie bildeten, ein besonderes

Kränzchen.

Auch die zu einem ansprechenden Konzertsaal

ausgebaute alte Turnhalle erlebte eine erfolgreiche

«Feuertaufe». Beim Orchesterkonzert

und beim Turnerabend im letzten Herbst

war verschiedenes noch nicht fertig, nun aber

klappte alles vorzüglich, sodaß die fast 400

Konzertbesucher einen in jeder Beziehung genußreichen

Abend erleben konnten.

In bewährter Tradition wurde auch diesmal

das Programm möglichst aus Originalkompositionen

für Blasmusik zusammengestellt. Die

ideale Einstimmung bildete die 1962 komponierte

Symphonische Skizze «Meditation» des

St. Gallers Paul Huber, gefolgt von der Romantischen

Konzertouvertüre des gleichen Komponisten,

die dem imposanten Klangkörper Gelegenheit

zu voller Entfaltung gab. Die «Petite

Symphonie» für Flöte und je zwei Oboen, Klarinetten,

Hörner und Fagotte von Ch. Gounod

bildete eine köstliche kammermusikalische Einlage,

deren Geschlossenheit nur dadurch beeinträchtigt

wurde, daß zwischen den einzelnen

Sätzen teilweise applaudiertwurde.

Nach der Pause erlebte Sarnen eine weitere

Erstmaligkeit, indem sogar die Sowjetunion

zu Ehren kam, allerdings nur durch einen sympathischen

Vertreter, den russisch-armenischen

Komponisten Ar am Katschaturian, dessen

«Trois Danses» als ursprüngliche Orchesterkomposition

von unsern Bläsern vorzüglich gemeistert

wurden. Das «weltpolitische Gleichgewicht»

wurde übrigens sofort wieder hergestellt

mit dem beeindruckenden Tongemälde

«Hurricane» des Amerikaners Paul Yoder; man

erlebte dabei nicht nur den entfesselten Wirbelsturm,

sondern auch dessen Verebben, bei

welchem beispielsweise Flöte und Waldhorn

die Beruhigung virtuos zum Ausdruck brachten.

Das Publikum verdankte die ausgezeichneten

Leistungen des Dirigenten und seiner fast

fünfzig Musikanten mit rauschendem Beifall,

der mit zwei Zugaben honoriert wurde, und es

stellte sich dabei heraus, daß unsere Feldmusik

neben der Vorbereitung des Konzertprogrammes

sogar noch Zeit hatte, zwei neue, an-

Aber ein Schlag des Entzückens trifft das

Herz, wenn der Wagen im Frühling in den

Jungwald der Birken einbiegt. Nie noch hat es

so ein seidiges, lichtes, festlich-zartes silbernes

Grün sehen dürfen. Wer zu Hause eine junge

Birke ansieht, der kann erst ahnen, wie es ist,

wenn hier die ganze umgebende Welt, ja die

Luft selbst von diesem Grün erfüllt ist. Glücksgefühl

durchzittert das Herz, das die unvergleichliche

Farbe inniger Seligkeit in sich hineintrinkt.

Und die Wolken, die Wolken im regenreichen

Sommer 1945! Selbst der Bodenseehimmel

kann der wechselnden Fülle und Gewalt

ihrer Bilder nichts Gleiches bieten. In überwältigenden

Farben türmen sie sich auf, der

immer umschlagende Wind treibt sie von allen

Seiten her, staunend sitzen wir im Gras und

schauen ihren Verwandlungen zu wie einem

fesselnden Drama, und wenn der Wind sie nach

Westen treibt, fragt Bruno, der Rheinländer,

dieser treue Helfer und wandelnde Volksmund,

voll von Volksweisheit in Sprüchen und Geschichten,

mit denen er mich abends unterhält:

«Wie heißt das mit den Seglern der Lüfte?»

«Eilende Wolken, Segler der Lüfte!

Wer mit euch wanderte, wer mit euch schiffte!

Grüßet mir freundlich mein Jugendland!

Ich bin gefangen, ich bin in Banden,

Ach, ich hab' keinen andern Gesandten!

Frei in den Lüften ist eure Bahn,

Ihr seid nicht diesen Russen Untertan.»

Diejenigen unter uns, die dank ihrer inneren

Reserven oder auch dank ihrer günstigeren

Position als Spieß, Lagerhandwerker oder Lagerbuchhalter

den Kopf über der allgemeinen

Wachtablösung bei der Trainvereinigung Unterwaiden

Einen erfreulich schönen Kameradschaftsgeist

zeigten die Unterwaldner Saumer und

Trainsoldaten, die am zweiten Dezembersonntag

in großer Zahl zu ihrer Geperalversamm

lung nach Lungern kamen. Beim Morgengottesdienst

gedachten sie der Vereinsmitglieder, be

sonders der im letzten Jahre dahingeschiedenen

Kameraden und brachten dem in diesem Jahre

verstorbenen Fourgonist, Arnold Gasser, einen

Fahnengruß aufs Grab, zusammen mit der

Standarte der Berner Train-Unteroffiziere.

Nach dem Gottesdienst wurde das "bliche

Schießen durchgeführt. Das vorzügliche Mittagessen

im Hotel Löwen wärmte den etwas

durchfrorenen Körper wieder auf. Es schloß

sich dann die Generalversammlung an. Der

Vorsitzende, Albert Rohrer, begrüßte die Kameraden

aus Ob- und Nidwaiden sowie die

Gäste aus Bern und Luzern. Das Schießen solle

zum Ausdruck bringen, daß auch die Säumer

für die Verteidigung des Vaterlandes ihr Möglichstes

leisten wollen. Sie sind ausgewiesene

Schützen. Leider fehlt ihnen heute das Pferd.

Aber die Zeit läßt sich nicht zurückdrehen. Er

begrüßte freudig die zahlreichen Ehrengäste,

angefangen beim Kantonsratspräsidenten Alfred

Amstutz und Regierungsrat Hermann Wallimann,

Gemeinderat Hans Imfeid, Lungern,

die übrigens alle dem Train angehören.

Inzwischen hatte das Rechnungsbüro die

Rangliste bereinigt. Es hatten 54 Schützen das

Pensum geschossen. Spitzenresultate im Kranzstich:

1. Rohrer Walter, 10, Ennetbürgen, Gewinner

des Wanderpreises, 46 Punkte, 2. Suter

Werner, 45, Kerns, 45 Punkte, 3. Liem Karl,

46, Ennetmoos, 45 Punkte. Im Stich «Glück»

wurden die ersten Ränge wie folgt belegt. 1.

Niederberger Werner, 27, Alpnach, 100 Punkte,

2 Barmettier Alois, 19, Obbürgen, 93 Punkte,

3. Christen Adolf, 29, Oberdorf, 94 Punkte.

Im Jahresbericht gedachte der Präsident

der im laufenden Jahre verstorbenen Mitglieder

Josef Durrer, Oberwil-Zug, der einem Unfall

zum Opfer gefallen ist, und Melk von Rotz,

spruchsvolle Märsche einzustudieren. Für all

das herzlichen Dank und weiterhin Energie

zum Dienst an der schönen Musik! (Korr.)

Sarnen. Kauf und Lauf. Das Fabrikgebäude

der Sarner Industriegesellschaft AG im unteren

Feld ist durch die Kunststoff AG Sarnen käuflich

erworben worden. Bekanntlich wurde die

SAR bei der Liquidation im Dezember vorigen

Jahres durch die Obwaldner Kantonalbank

übernommen. Es ist zu hoffen, daß nach Vornahme

notwendiger Dachreparaturen die Fabrikation

baldmöglichst aufgenommen wird,

damit das seit bald zwei Jahren leer stehende

Gebäude wiederum einen Ertrag abwirft. In

den letzten Tagen meldeten sich verschiedene

andere Interessenten für die Fabrikanlage, was

auf ein Anziehen in der wirtschaftlichen Konjunkturlage

schließen läßt.

Im Grundacher ist das Wohnhaus von Ständerat

Dr. W. Amstalden sei. durch Kauf an

Landammann Ch. Dillier-Wyrsch übergegangen.

Wir wünschen ihm und seiner Gemahlin

im zukünftigen Heim viel frohe Stunden.

Foribach, Sarnen, der erst kürzlich zur großen

Armee abberufen wurde. Aber auch freudige

Ereignisse konnte der Präsident anfügen. Unser

Ehrenmitglied, Alfred Amstutz, Grafenort,

stieg zur höchsten Würde im Kanton auf, er

wurde Kantonsratspräsident. Hiezu die besten

Wünsche!

Das von Josef Niederberger, Oberdorf, ver

faßte Protokoll der letzten Generalversammlung

gab einläßlich Bericht und wurde genehmigt.

Die Rechnungsablage durch Kassier Werner

Amstutz, Ennetmoos, ergab ein Vermögen

von Fr 6864.11- Die Vermögensvermehrung betrug

im letzten Jahr Fr. 643.93 und geht auf

das Bergschießen auf dem Brünig zuruck. Darüber

gab OK-Präsident Josef Berchtold, Giswil

ausführlich Bericht. In der Festsetzung

des Jahresbeitrages wurde eine Neuerung beschlossen.

Statt jedes Jahr die bisherigen zwei

Franken einzuziehen, wurde vorgeschlagen, wegen

der großen Erhöhung der Nachnahmetaxen

alle zwei Jahre sechs Franken einzuziehen. Damit

wird der Kassier entlastet und die Unkosten

bleiben niedriger. Es sind immerhin 390

Mitglieder. Zwei Austritten infolge Tod stehen

19 Neueintritte gegenüber.

Der bisherige Präsident reichte nach zehnjähriger

Vorstandstätigkeit seinen Rücktritt

ein. Zudem wurde beschlossen, die Zahl der

Vorstandsmitglieder von sieben auf acht zu

erhöhen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder

wurden bestätigt und neu gewählt Adj Uof: von

Atzigen Franz, Sarnen, und Lt Amstutz Alfred,

Grafenort. Der bisherige Aktuar, Josef Niederberger,

wurde mit Hallo zum neuen Präsidenten

gewählt. Der Gewählte zollte dem abtretenden

Präsidenten Anerkennung für die vorzügliche

Arbeit. Als Fähnrich beliebte Wendelin

Gasser, Brürglen und als Rechnungsrevisor

der abtretende Präsident. Als nächster Tagungsort

wurde Grafenort bestimmt, für das

lin Gasser, Bürglen und als Rechnungsrevisor

wurde Josef Zumbühl, Altzellen, gewählt.

Gemeinderat Hans Imfeid verdankte im Namen

des Gemeinderates Lungern die Einladung

zur Generalversammlung und spendete

ein Cheli. Der Delegierte der Berner Trainkomeraden

gab seiner Freude Ausdruck über die

Verbundenheit zwischen den beiden Organisationen.

Sie werden die Tagung der Unterwaldner

gerne wieder besuchen. Die Grüße der

Train-Vereinigung Kanton Luzern überbrachte

deren Präsident, Wm Josef Balmer, Schupfheim.

Zum Schluß lud Theo Imfeid, Sportinj

Schönbüel, die Berner, Luzerner und Unterwaldner

Säumer zu einer Zusammenkunft beim

Dreiländerstein ein, die seinerzeit mit großer

Begeisterung in Langnau beschlossen worden

war.

Im Namen der Ehrenmitglieder und der

Ehrengäste dankte! Train-Oblt a. D. Adalbert

Mathis, Kägiswil, für die Einladung und

wünschte dem Verein echt vaterländische Gesinnung

und vollen Einsatz. Damit konnte der

Vorsitzende die harmonisch verlaufene 32. Generalverscmmlung

schließen. G. B.

Mutter der Einen Kirche im Mattacher zu

Oberwilen. Dies ist der Name Marias in der

Mattacher-Kapelle zu Oberwilen ob dem Sarner

See. Denn es soll dieses Heiligtum eine

Sammlung und ein Zufluchtsort werden für

die Einheit der Gläubigen.

Als Maria, die demütige und reine Magd,

Jesus den Sohn Gottes vom Heiligen Geist

empfing, da hat die Kirche begonnen. Und jeder,

der Ihn im Glauben und in den Sakramenten

empfängt, wird im Geheimnis der Empfängnis

Marias zur Kirche. Maria, die so viele Konfessionen

zum Zeichen der Trennung aufgerichtet

haben, wird alle an Jesus, den Sohn Gottes

Glaubenden, sammeln.

So viele Freuden haben wir schon, von

mehreren Konfessionen her, in dieser Mattacher-Kapelle

erlebt, daß es mir ein Bedürfnis

ist, einmal von Herzen zu danken. Es sind zu

viele, denen ich danken möchte, ich kann sie

nicht aufzählen. Ich müßte alle Familien im

Hintergraben nennen, mit denen ich eine so

herzliche Gemeinschaft gefunden habe; ich

müßte die Behörden aufzählen, den Architekten,

die Handwerker, die Fronarbeiter und die

vielen Spender. Sehr überrascht hat mich am

Weihetag und dieses Jahr wieder an der Chilbi

die Freigebigkeit und der rege Besuch an unserem

kleinen Fest unten am See. Es ist so

viel gespendet worden, daß ich meine, wir haben

überhaupt nichts zu bezahlen brauchen,

Misere halten konnten, benützten jede Gelegenheit,

solche Stunden des «Menschseins», des

Vergessens für sich und die Allgemeinheit herbeizuzaubern.

Wir waren dabei ganz auf das

angewiesen, was wir an Erinnerungen und

Fähigkeiten in uns hatten. Bücher gab es so gut

wie nicht. Zum Glück habe ich nie vorher gewußt,

daß ich einmal zwei Jahre meines Lebens

nahezu ohne Bücher verbringen müßte.

Wie hätten sie uns damals geholfen und welch

guten Einfluß hätten sie üben können, vor allem

in den langen Wochen, die mancher im Lazarett

lag. Mein Reuterband und der «Siebenkäs»,

Stefan Zweigs Auswahl von Goethegedichten

in der Reclam-Bücherei, ein Band

C.-F.-Meyer-Novellen und die Bibel, — das war

unsere ganze Bibliothek. Wie konten wir sie

vermehren? Wir nahmen Bündel von dickem

Zigarettenpapier, das wir einige Male bei der

Verpflegungsausgabe bekommen hatten, und

schrieben auf sie, was wir wußten: Kurt dichtete

Novellen und Alfred illustrierte sie, Carl-

Heinz schrieb Gedichte, satirische und lyrische,

von Vögeln und Indianern, ich holte aus

meinem Gedächtnis ganze Anthrologien von

Gedichten und Fabeln und Sinnsprüchen, und

die Schneider nähten daraus kleine Bändchen

zusammen.

Die Bedeutung des Gedichts im geistigen

Leben der Lager verdient eine eigene Bemerkung.

In jedem Lager traf man immer auf einige,

die sich solche Anthologien angelegt hatten;

sie gingen von Hand zu Hand, es gab einen

regen Austausch, und wer neue hinzubrachte,

erfreute sich großer Schätzung. Bei dem Mangel

an Lesestoff griff mancher nach solchen

Sammlungen, der noch nie ein Verhältnis zur

Dichtung gehabt hatte, und entdeckte zum ersten

Mal, daß Gedichte etwas sind, womit sich

zu beschäftigen eines erwachsenen und nüchternen

Mannes keineswegs unwürdig ist. Dabei

war merkwürdig, — man konnte es wie

eine Gallup-Umfrage werten, — wie unbestritten

die Beliebtheit Rilkes in unserer Generation

ist und, wie ich mir bei genauem Durchhören

seiner besten Gedichte sagen mußte,

nicht zu Unrecht. Das «Liebeslied», die ersten

Verse des «Stundenbuchs», der «Panther» und

der «Herbsttag» waren nahezu in jeder Sammlung

zu finden, wogegen Stefan George fast ins

Dunkel der Uebekanntheit zurücktritt und nur

mit der reinen Lyrik des «Jahrs der Seele» noch

auftaucht; seine fordernde Programmatik

schien diesem so hart geforderten Geschlecht

lästig zu sein — oder gar hohl; nie antwortete

mir mehr als kühle Achtung, wenn ich zur Pro*

be einmal in einem Kreis Verse aus dem «Sie*

benten Ring» oder dem «Stern des Bundes»

sprach.

(Fortsetzung folg 1 '


Im Vorfeld der Steueramnestie

SPORT

400 900 stimmberechtigte Schweizerbürger,

in allen Kantonen die Mehrheit der Stimmenden,

haben den Erlaß einer allgemeinen Steueramnestie

1969 angenommen.

Was bedeutet eine Steueramnestie? Durch

die Amnestie verzichtet der Staat gegenüber

einem unbekannten und unbestimmbaren Kreis

von Personen, die bisher Steuern hinterzogen

haben, auf die für dieses Vergehen in den Steuergesetzen

vorgesehenen Strafen und Forderungen.

Der Amnestiebeschluß stellt Bundesrecht

dar. Er setzt picht nur einen Teil des

Bundessteuerrechts vorübergehend außer

Kraft, sondern er greift mit gleicher Wirkung

auch in das Steuerrecht der Kantone ein. Mit

einem Schlag werden die Bestimmungen über

Nach- und Straf steuern, über die Folgen von

Steuerhinterziehung und Steuerbetrug im

Wehrsteuerbeschluß und in 25 kantonalen Steuergesetzen

vorübergehend außer Kraft gesetzt.

Das ist ein außergewöhnliches Ereignis in

einem Rechtsstaat. Der Staat, konkreter gesagt,

die Kantone und die Schweizerische Eidgenossenschaft

strecken dem Bürger die Hand hin

und sagen: Wer schon jetzt nach Recht und

Gesetz versteuert hat, dem danken wir. Wenn

indessen bisher Einkommen oder Vermögen

oder beides der Steuerpflicht entzogen wurden,

dann soll dies ab Neujahr 1969 anders werden.

Wer in der Steuererklärung, die im Jahre 1969

am Wohnort abzugeben ist, seine Vermögenswerte

und seine Schulden richtig und vollständig

angibt und die Einkünfte in den Jahren

1967 und 1968 ebenso richtig und vollständig

deklariert, hat weder Strafe noch Buße noch

Steuernachzahlung zu befürchten.

und alle Dienste wurden wie selbstverständlich

umsonst geleistet. Darf ich durch diese

Worte in der Zeitung einmal sagen, wie sehr

mich das alles freut und wie gern ich Euch allen

danken möchte. Wir konnten mit dieser

Hilfe nicht nur die Schulden abzahlen, sondern

haben auch erfahren, wie gern Ihr die

Kapelle habt.

Diese freudige Opferbereitschaft ist mir mit

vielen anderen ein Zeichen geworden, daß Gott

Wohlgefallen hat an unserer Kapelle. Sie wird

zwar in der Stille bleiben, aber zum Segen und

zum Trost werden für eine große Zahl. Es wird

dort in der Wirrnis unserer Zeit durch Maria,

die Mutter der Einen Kirche, der Glaube vieler

rein bewahrt und neu gestärkt, und die Getrennten

werden eine neue Einheit finden.

Es soll mein Segenswunsch sein fürs neue

Jahr an alle Freunde und Helfer der Mattacher-

Kapelle.

P. Eugen Mederlet OFM

NIDWALDEN

Jahresrechnung der Ersparniskasse Nidwaiden

Die Ersparniskasse Nidwaiden in Stans veröffentlicht

jedes Jahr als erste Lokalbank ihre

Abschlußzahlen. Bei einer Bilanzsumme von

75 471 025 Millionen Franken (Vorjahr 71 Millionen)

erzielte das Bankunternehmen einen

Reingewinn von 417 087 Franken (Vorjahr

338 973 Franken). Neben einer Zuweisung an

die Reserven von 285 000 Franken wurden

Vergabungen für gemeinnützige Zwecke in der

Höhe von 80 000 Franken vorgenommen.

KANTONE

LUZERN

Vereitelte Demonstration vor der Luzerner

Polizeihauptwache

Am Samstagabend besammelten sich gegen

21 Uhr einige hundert, teilweise minderjährige

Jugendliche, die, soweit festgestellt werden

konnte, auch aus Gegenden außerhalb Luzerns

(namentlich von Zürich) kamen, und belagerten

die Polizeihauptwache in Luzern. Gegen 22

Uhr wurde der Pilatusplatz besetzt, wobei es

in der Folge zu empfindlichen Störungen des

Verkehrs kam. Inzwischen hatte sich in der

Polizeihauptwache auch der Luzerner Stadtpräsident,

Dr. H. R. Meyer, eingefunden, der

dann die ganze Nacht zusammen mit Polizeiinspektor

Dr. Th. Jenny dort verbrachte.

Um Mitternacht, als die Randalierer versuchten,

in die Polizeihauptwache einzudringen,

versuchte der Stadtpräsident, sich an die Demonstranten

zu wenden, doch erfolglos. Als

dann aber Fensterscheiben an der Hauptfront

eingeschlagen und Hinweistafeln zertrümmert

wurden und die Gefahr eines Sturmes auf die

Hauptwache entstand, wurden die Angreifer

mit Wasser empfangen, das sie allmählich abkühlte.

Die Belagerung dauerte aber praktisch

die ganze Nacht. Die Polizei hielt sich strikte

zurück, benützte auch keine Knüppel und trat

außerhalb ihres Geländes nicht Aktion.

Der neue Fritschivater

In Luzern fand soeben das ordentliche Jahres-Bott

der Historischen Zunft zu Safran statt,

die gegenwärtig 420 Mitglieder zählt. Höhepunkt

des Bottes war die Wahl von Ingenieur

Werden viele Personen die dargebotene

Hand annehmen? Das wäre sehr zu wünschen.

Auch wer an sich kein Freund der Amnestievorlage

war, hat jetzt alles Interesse, zum Gelingen

der Amnestie beizutragen.

Auch die Steuerbehörden müssen das ihre

dazu beitragen durch eine weitherzige und

loyale Handhabung der Amnestievorschriften.

Dieses Gebot der Stunde entbindet die Steuerbehörden

zwar nicht von der gesetzmäßigen

Pflicht zur Ermittlung der Steuerfaktoren für

die kommende Einschätzung, aber dies soll in

einem Geist geschehen, welcher der außergewöhnlichen

Situation angemessen ist.

Der entscheidende Entschluß liegt indessen

beim Steuerpflichtigen selbst. Ob er sich zu

einem Akt der Solidarität durchringt, ob er

seine Hemmungen, die Karten auf den Tisch

zu legen und mit dem Staat ins Reine zu kommen,

überwindet, das ist schließlich entscheidend

dafür, ob die Chance der Amnestie genutzt

wird oder nicht. Der Entscheid für die

Amnestie wird diesmal allerdings erleichtert:

die Amnestie-Erklärung ist kein Schritt ins

Dunkle. Die Ausführungsbestimmungen sind

zum voraus festgelegt. Berufsverbände, Parteien

und Behörden werden in den nächsten

Monaten auf breiter Basis aufklärend wirken.

Auch «Der Steueraufklärer», der Pressedienst

der Interkantonalen Kommission für Steueraufklärung,

wird sich während dieser Zeit

restlos der Orientierung über Fragen im Zusammenhang

mit der Steueramnestie 1969 widmen.

(«Der Steueraufklärer»)

M. Dreyer-Frey 7,um Zunftmeister 1969 und

damit zum Fritschivater für die kommende

Fastnacht.

Anmeldung für die Frauenarbeitsschule

der Stadt Luzern

Montag, den 3. Februar 1969, beginnt das

Sommersemester der Frauenarbeitsschule. Es

werden freiwillige hauswirtschaftliche Kurse

in den Fächern Kleider- und Wäschenähen,

Kinder- und Knabenkleiderapfertigen, Flicken,

Stricken und Sticken durch diplomierte Fachlehrerinnen

erteilt. Um allen Interessentinnen

die Teilnahme zu ermöglichen, werden Halbtags-

und Abendkurse geführt. Dank der Beiträge

von Bund, Kanton und Stadt Luzern sind

nur bescheidene Gebühren zu entrichten, die

es Frauen und Töchtern aus allen Kreisen gestatten,

die Kurse zu besuchen.

Die Einschreibung findet Donnerstag, den

30. Januar von 9.00—11.00 und 13.00—15.00 Uhr

(für Abendkurse nur 13.00—15.00 Uhr) im

Schulhaus Brandgäßli 13, statt. Die Anmeldung

kann persönlich oder telefonisch (nur während

der Einschreibung) über Telefon 22 74 81 erfolgen.

URI

Grenchen hilft dem Schächental

Die Berggemeinde Unterschächen im Schächental

konnte mit Freude einen Check im Betrage

von 33 500 Franken in Empfang nehmen.

Spenderin der Geldmittel ist die Stadt Grenchen,

die die Patenschaft für die Schächentaler

Gemeinde übernommen hat.

Die großzügige Gabe erlaubt es den Gemeindevätern,

bedeutsame Ausgaben in Angriff

zu nehmen. Grenchen kann des Dankes

der Unterschächener gewiß sein.

SCH W YZ

Theater in Arth. «Ein Walzertraum» von Oscar

Strauß. Premiere: Sonntag, 12. Januar 1969.

Durch emsige Vorbereitungen wollen die

Arther Theaterleute mit einer festlichen Aufführung

der prächtigen Operette «Ein Walzertraum»

von Oscar Strauß ihrem werten und

treuen Publikum eine Neuheit von großartiger

Aufmachung bieten. «Ein Walzertraum» mit

seinen hinreißenden Melodien und der inhaltsreichen

Handlung wird auf den bestbekannten

Brettern der Theaterbühne von Arth wiederum

ein großes Publikum erfreuen.

Die Premiere vom Sonntagnachmittag, den

12. Januar 1969 ist der Start zu einer prächtigen

Theatersaison in Arth. Es wird ein starker Andrang

zum Billet-Vorverkauf erwartet und den

werten Interessenten empfohlen, möglichst die

ersten Vorstellungen zu reservieren.

Billetvorverkauf: siehe Inserat.

EIDGENOSSENSCHAFT

20 Mehrzweckhallen für unsere Waffenplätze

Auf den Waffenplätzen Thun, Aarau, Chur

und Bellinzona sollen ca. 20 stützenfreie, nicht

unterkellerte Mehrzweckhallen in Holz, Stahl

oder Massivkonstruktion erstellt werden. Zu

diesem Zweck schreibt die Direktion der eidgenössischen

Bauten im Auftrag des Oberkriegskommissariates

vorerst 5 Hallen zur

Projekt-Submission aus.

Firmen, welche in der Lage sind, solche

Hallen im Ausmaß von 44 x 26 m plus Neben-

Obwaldner VU-Skilager auf Melchsee-Frutt

Die Obwaldner Amtsstelle für Vorunterricht

führte vom 26. bis 30. Dezember auf

Melchsee-Frutt zum 21. Male das beliebte VU-

Skilager durch, das unter der Leitung von

Kreiskommandant Hermann von Ah, VU-Chef,

und Dr. Alfred Huber, eidg. Inspektor für VU,

stand. 88 Burschen zwischen 14 und 20 Jahren

aus allen Gemeinden des alten Kantonsteiles

machten mit, darunter auch das Nachwuchskader

des neugegründeten Obwaldner Skiverbandes.

Das Sporthotel Kurhaus Frutt bot den

jungen Skisportlern wie immer zu günstigen

Bedingungen gastfreundliche Aufnahme. Neun

Klassenlehrer unter der Leitung des kantonalen

Turnlehrers Guido Caprez führten die Teilnehmer

in acht Fähigkeitsklassen und in einer

Langlaufklasse in die Geheimnisse der Skitechnik

ein. Die Anfänger, die erstmals auf den

schmalen Brettern standen, wie die alten

Schneehasen kamen auf ihre Rechnung. Zum

Schluß galt es, das Gelernte in einem Riesenslalom

oder in einem Langlauf mit mehr oder

weniger Glück zu zeigen. An dieser Konkurrenz

machten auch die Nachwuchsfahrerinnen

des Obwaldner Skiverbandes mit, die zur gleichen

Zeit auf Melchsee-Frutt in einem Kaderkurs

weilten. Am letzten Kurstag zeigte sich

auch die strahlende Sonne, und eine leichte

Skitour auf die Erzegg beschloß das gutgelungene,

unfallfreie Skilager, dem der Obwaldner

Erziehungsdirektor, Dr. Ignaz Britschgi die

Ehre seines Besuches gab. (-r.)

Rangliste des Riesenslalom:

I. Leichte Kategorie (35 Teilnehmer): 1. Müller

Paul, 51 Samen, 52,8 Sekunden; 2. Zurbuchen

Hans, 52, Alpnach, 53,7; 3. Vogler Walter, 51,

Alpnach, 53,9; 4. Omlin Peter, 53, Sachsein,

54,4; 5. Britschgi Rene, 54, Samen, 54,5; 6. Kohler

Werner, 54, Lungern, 55,4.

II. Schwere Kategorie, Burschen (43 Teilnehmer):

1. Huwyler Gabriel, 50, SC Kerns, 27,4

Sekunden; 2. Blättler Karl, 52, SC Giswil, 28,1;

3. Fanger Walter, 52, SC Stalden, 29,2; 4. Mennel

Christoph, 53, Samen, 30,0; 5. Gasser AIphons,

50, Samen, 31,5; 6. Kathriner Claude,

52, AC Samen, 31,7.

Mädchen (8 Teilnehmerinnen): 1. Niederberger

Doris, SC Alpnach, 28,5 Sekunden (drittbeste

Tageszeit!); 2. Amberg Susi, SC Engelberg,

29,1; 3. von Ah Edith, AC Samen, 29,3; 4. Voser

Rosmarie, SC Giswil, 29,6; 5. Amstutz Paula,

SC Engelberg, 30,5; 6. von Wyl Heien, SC Engelberg,

33,0.

räume mit Heizung und Sanitäranlagen als

Generalunternehmer schlüsselfertig anzubieten

und bei Auftragserteilung am 1. Juni auf

1. Dezember zu erstellen, können sich bis zum

31. Januar bei der Direktion der eidgenössischen

Bauten, Unterabteilung Hochbau, anmelden.

Die Unterlagen können bei der Direktion

der eidgenössischen Bauten, Bundeshaus

West, Büro 186, 3003 Bern, eingesehen werden.

(Wie wäre es mit Sarna-Hallen? Red.)

Die defizitären Voranschläge

der Kantone für das Jahr 1969

SKK Die nachfolgende Zusammenstellung

vermittelt einen Ueberblick über die Voranschläge

einiger Kantone für das Jahr 1969.

(Bei den Kantonen, die bei den Einnahmen

oder bei den Ausgaben zwei Zahlen angeben,

gilt die erste für die ordentliche, die zweite für

die außerordentliche Verwaltungsrechnung):

Kanton

Einnahmen Ausgaben Saldo

Mio. Fr. Mio. Fr. Mio. Fr.

Luzern 217,5 221,5 — 4,0

Uri

94,5 133,8 — 39,3

31,1 31,5 — 0,4

6,0 8,7 — 2,7

Schwyz 66,2 67,1 — 0,9

Obwalden

16,9 21,5 - 4,6

18,5 19,3 — 0,7

13.0 13,7 — 0,7

Nidwaiden 21,0 21,7 — 0,7

18,2 20,3 — 2,1

Glarus 36,0 36,9 — 0,9

Zug 50,5 50,4 + 0,1

19,2 27,6 — 8,4

Ein neuer Weg zum Bau eines

Eigenheims

Im Kampf um die sozialistische Bodenrechtsinitiative

ist von bürgerlicher Seite mit

Nachdruck die Forderung erhoben worden,

anstatt der Kommunalisierung des Bodens müsse

vor allem eine möglichst breite Streuung

des privaten Grundeigentums angestrebt werden.

Dabei war man sich auch in diesen Kreisen

durchaus bewußt, daß insbesondere durch

das Ansteigen der Baukosten und der Bodenpreise

der Verwirklichung dieses Postulates

große Schwierigkeiten entgegenstehen würden

und daß daher neue Wege gesucht werden

Rangliste des Langlaufes:

I. Leichte Kategorie (4 Teilnehmer): 1. Gerber

Rita(!), NSK Giswil, 9,58,6; 2. Gasser Paul, 53,

Samen, 10,25,7; 3. Diebold Raymond, 52, Kollegium

Samen, 10,43,4.

II. Schwere Kategorie (4 Teilnehmer): 1. Zumstein

Engelbert, 52, NSK Giswil, 16,18,5; 2.

Wallimann Alfred, 52, NSK Giswil, Alpnach,

17,09,2; 3. Wallimann Werner, 52, NSK Giswil,

Alpnach, 17,12,4.

Mythenabfahrt. 12. Januar 1969

-li- Die Vorarbeiten für das einzige zentralschweizerische

Skiabfahrtsrennen, die Mythenabfahrt

1969, sind bereits gut vorgeschritten.

Der Präsident, Walter Anderrüthi, und sein

Mitarbeiterstab schaffen emsig und gründlich,

um diesem Rennen einen tadellosen Ablauf zu

sichern. Für Sie, geschätzte Leserinnen und

Leser, ist wichtig: Mythenabfahrt 12. Januar

1969!

Nachtslalom in Emmetten

Der Skiklub Buochs teilt mit, daß der 5.

Nachtslalom am kommenden Freitag, den 10.

Januar im Nidwaldner Bergdorf Emmetten

stattfinden wird. Der Start ist auf 19.30 Uhr

angesetzt.

Baar bereitet sich für einen bedeutenden

Innerschweizerischen Großanlaß vor

(he) Turnusgemäß kommt das Innerschweizerische

Schwing- und Aelplerfest 1969 im

Kanton Zug zur Durchführung. Aus zuverlässiger

Quelle ist durchgesickert, daß sich der

Turnverein ETV Baar in Verbindung mit dem

Schwingklub Zug um diesen Großanlaß beworben

hat. Obschon das Innerschweizerische

Schwingerparlament am 9. Februar 1969 in

Küßnacht den ISV-Ehrentag offiziell den Bewerbern

übergibt, hat sich die Prominenz der

bewerbenden Körperschaften am 19. Christmonat

zusammengefunden zum Zwecke des

sich besser Kennenlernens. Diese Gelegenheit

wurde nicht ungenutzt gelassen, um bedeutende

organisatorische Probleme zu diskutieren,

um rechtzeitig mit den Vorbereitungsarbeiten

beginnen zu können. Auch steht fest, daß der

neue Stadtpräsident von Baar, Dr. Othmar Andermatt,

das OK-Präsidium übernehmen wird.

Als Durchführungsdatum ist der 13. evtl.

20. Juli 1969 vorgesehen. Die rechtzeitige Bekanntgabe

des Datums hat den Zweck, daß sich

die übrigen Schwingerorganisationen im Rayon

Innerschweiz bei der Festsetzung ihrer internen

Veranstaltungen darnach ausrichten können.

müßten. Ein erster Schritt in dieser Richtung

ist nun bereits getan worden, indem der Zentralsekretär

des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes,

Nationalrat Dr. W. Raissig,

in der vergangenen Dezembersession ein Postulat

eingereicht hat, das den Bundesrat zur

Förderung eines zweckgebundenen Sparens

auffordert.

Die Absicht des vom Postulanten vorgetragenen

Vorstoßes besteht darin, durch unverzinsliche

Bundesdarlehen Familien den Erwerb

eines bescheidenen Eigenheimes zu ermöglichen,

solange die Kinder noch klein sind

und nicht etwa erst dann, wenn sie bereits im

Begriffe sind, das elterliche Heim zu verlassen.

Das Bundesdarlehen soll einen Teil der für den

Kauf oder Bau eines Hauses oder einer Eigentumswohnung

nötigen Anzahlung bilden und

nur dann ausgerichtet werden, wenn der Bewerber

seinen Willen und seine Möglichkeiten

zum Sparen unter Beweis gestellt hat.

Damit kommt das Postulat, das im Schweizerischen

Hauseigentümerverband schon seit

längerer Zeit Gegenstand eingehender Beratungen

ist, zweifellos einem berechtigten Bedürfnis

weiter Bevölkerungsschichten entgegen.

Der Wunsch nach einem eigenen Heim ist in

unserem Volke trotz geänderter Lebensweise

nach wie vor in ausgeprägtem Maße vorhanden,

und es ist bestimmt kein Zufall, daß heute

noch gut ein Drittel aller Schweizerfamilien

im eigenen Hause wohnt.

Eine möglichst breite Streuung des privaten

Grundbesitzes durch den Erwerb eines Einfamilienhauses

oder einer Eigentumswohnung

ist in staatspolitischer und sozialer Hinsicht

von großer Bedeutung. Ebenso sollte das Sparen

auch im finanz- und wirtschaftspolitischen

Interesse durch die Schaffung neuer Anreize

gefördert werden. Es wäre daher sehr

erwünscht, wenn der Bundesrat diesem bemerkenswerten

Vorstoß alle Aufmerksamkeit

schenken und sich dieser neuen Form des Sparens

positiv gegenüberstellen würde. SHV

Das Gewerbe in der Schweiz —

Ein Nachschlagewerk

Die rund 250 Seiten umfassende Informationsschrift

«Das Gewerbe in der Schweiz»

wird durch den Schriftsteller Dr. A. Guggenbühl

eingeleitet. In seinem Vorwort weist er

auf die zur Erhaltung unserer freiheitlichen

Wirtschaftsform notwendige Funktion der

Klein- und Mittelbetriebe und schildert mit


einigen Berufsbeispielen den steten Wandel

der gewerblichen Wirtschaft. In knapper Form

stellt Nationalrat Dr. O. Fischer, Bern, in ei

nem zweiten Aufsatz die Entstehung sowie die

heutige Form des gewerblichen O^amsationswesens

dar. Zur Organisation des Gewerbes

gehört ebenfalls eine Erläuterung über die

Meinungsbildung im bewerbe Dem gewerblichen

Unternehmer sind die Aufsatze von P -

Dr A. Gutersohn und M. Kamber gewidme ^

Während die eine Abhandlung die wirtschaftlichen

Möglichkeiten und Zukunftsaussichten

des Gewerbes beleuchtet, wird m der andern

die Funktion des neu gegründetem Instituts fu

Unternehmerschulung im Gewerbe beschrieben.

Besondere Erwähnung verdient der Au -

Theater in Wolfenschießen 1969

Hotel Eintracht

D'R W I L D E R E R

Volksspiel mit Gesang und Tanz, in 5 Akten, von Josef von Matt

Spieltage:

Sonntag, den 12. Januar, 14.15 Uhr

Freitag, den 17. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, den 19. Januar, 20.15 Uhr

Freitag, den 24. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, den 26. Januar, 20.15 Uhr

Mittwoch, den 29. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, den 2. Februar, 14.15 Uhr

Sonntag, den 2. Februar, 20.15 Uhr

Vo n rbM^ilung^heo 5 Ch 4 risten, Coiffeurmeister, Tel. (041) 84 81 48

Nach Schluß der Abendaufführungen Tanz.

Mit freundlicher Einladung

Männerchor und Cäcilienverein Wolfenschießen

satz «Das Gewerbe in Zahlen» von Dr. R. Zollager

Eine detaillierte und dokun^ler j!

Auswertung der Betriebszählung von 1965gib

Aufschluß über die Entwicklung und das statt

ftiche Bild der gewerblichen Wirtschaft Neben

den einzelnen Branchen sind in die^

Auswertung alle Kantone und ihre Wirtschafts

Struktur beleuchtet. Ein detailliertes Nachschlageregister

über die gewerblichen Verbände

Berufe und Tätigkeiten verweist auf den

Hauptteil der Informationsschrift, m welchem

die dem Schweizerischen Gewerbeverband angeschlossenen

Organisationen einzeln über ihre

Aufgaben, Institutionen und Berufsmoglichkeiten

orientieren. GIP

SA 9095 /1 Lz 2

'

I n s e r a t e

bitte

I

frühzeitig

atifgeben!

Rotkreuz-Botschaft am Paul VI.

Zum «Tag des Friedens», der am 1. Jamr

1969 in der ganzen Welt offiziell began; -

wurde, hat der Präsident der Ll^ der di^ses

kreuz-Gesellschaften dem l mtianten fl_

Tages, Papst Paul VI., eine Botschaft mit

gendem Wortlaut zukommen lassen:

«Das rote Kreuz ist ein Instrument des Friedens.

Ueberall in der Welt, wo für den Friede»

gearbeitet wird, bietet das Rote Kreuz sem

Mithilfe und Unterstützung an. Das Rote Kreuz

im weißen Feld will ein Symbol des dauernden

und weltweiten Friedens werden. Deshalb unterstützen

die Organisationen des Roten Kreuzes

die Bemühungen, den ersten Tag des Jahres

als «Tag des Friedens» zu begehen.

Es genügt nicht, den Frieden zu wünschen.

Wir alle müssen tagtäglich für dieses Ziel arbeiten,

damit die Menschen begreifen lerne»,

daß Friede ein Recht und eine Pflicht aller ist,

das höchste Ideal der menschlichen Gemeinschaft.»

Honkong-Grippe — halb so schlimm!

Durch verschiedene Meldungen in der Presse,

am Radio und sogar am Fernsehen über

die sogenannte «Hongkong-Grippe» beunruhigt,

sucht die Bevölkerung durch Fragen an die

Hausärzte um Rat, wie man sich gegen diese

Krankheit zu verhalten habe. Deshalb mochte

der Pressedienst der Schweizer Aerzte auf fol

gendes aufmerksam machen:

Bisher sind in der Schweiz noch keine sicheren

«Hongkong-Grippe»-Fälle bekannt geworden,

wenn auch der übliche Husten und

Schnupfen, auch andere Arten von Grippe

verschiedenenorts eingezogen sind. Wesentlich

Der zufriedene Abonnent

wirbt für neue

Leser

Ritte ausfüllen, ausschneiden und einsenden an:

Administration «Obwaldner Volksfreund»,

6060 Samen

Senden Sie bitte ab sofort Gratis-Probenummern

des «Obwaldner Volksfreund» an folgende

Adresse:

Name und Vorname:

Straße/Hof:

Ort / Postleitzahl:

ist, daß es sich bei der «Hongkong-Grippe» um

eine harmlose Erkrankung handelt und daß es

außer der wirksamen Impfung, welche aber

aus verschiedenen Gründen als Massenimpfung

nicht in Frage kommt, keine wirksamen vorbeugenden

Maßnahmen gibt.

Eine gesunde Lebensführung mit einer gewissen

Abhärtung gegen die Unbill unserer

kalten Jahreszeit und die unbedingt notwendige

Schonung für einige Tage, wenn man von der

Grippe gepackt wird, bietet die beste Gewähr

dafür, daß man eine «Grippe» (deren Erreger

wir ja meistens nicht kennen) unbeschadet

übersteht. Es ist auch nicht alles Grippe, was

«Grippe» genannt wird.

Jedenfalls besteht bei uns zurzeit kein

Grund zur Beunruhigung über die «Hongkong-

Grippe».

l

p

h

s] j


AZ Samen, Freitag, 10. Januar 1969

/

t

98. Jahrgang — Nr. 3

© b t u a l ö n e r B o l k s s r e u n ö

Einzelverkaufspreis 30 Rp. Adreßänderungen 40 Rp. Abonnementspreis:

Per Post zugestellt für die ganze Schweiz jährlich Fr. 21.50,

halbjährlich Fr. 11.—. Ausland jährlich Fr. 28.—. Einzahlungen

spesenfrei auf Postcheck-Konto 60-1085. Neuabonnenten werden

jederzeit gerne angenommen. — Druck und Verlag: Buchdruckerei

Louis Ehrli & Cie., 6060 Samen, Telefon (041) 85 10 33.

Konservativ-christlichsoziales Organ

Erscheint Dienstag und Freitag

Verantwortlich für die Redaktion

Die Redaktionskommission, Telefon 85 15 17

Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 19 Rp.

Schweiz 21 Rp., Reklame 75 Rp. - Inseratenannahme: Schweizer

Annoncen AG «ASSA», Alpenstraße 1, 6002 Luzern, Telefon

(041) 22 51 22, und Filialen. (Mit Ausnahme des Kantons

Obwalden). - Vorschriften betr. Plazierung, Schriftwahl

und Arrangement werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme

jeweils Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

O b w a l d n e r

L a n d j u g e n d t a g

Als wir am Sonntag an den Landjugendtag

nach Giswil fuhren, sahen wir oben beim Tobel

des Steinibaches blauen Himmel und eine

Winterlandschaft von der Sonne überstrahlt.

Der Nebel wurde in diesem kleinen Einschnitt

zurück gedrängt und mußte die Sicht freigeben.

Dieses Bild der Natur paßte so recht zum Landjugendtag.

Auch da wurde für kurze Stunden

der Nebel zurückgedrängt und mit Wagemut

in die Zukunft geschaut.

Das ausgezeichnete Predigtwort von Pater

Chrispin Rohrer OMCap. im eigens für die

Landjugend angesetzten Gottesdienst, umriß

das bewußte Leben als Glied der Kirche. Glaubensbekenntnis

und Leben sollten den Vergleich

miteinander aushalten.

Zur Nachmittagsveranstaltung konnte Ta

gespräsident Sepp Berchtold 350 Jungbauern

und Bäuerinnen begrüßen und als Gäste,

Landammann v. Wyl mit Gemahlin, die Pfarrherren

von Giswil und Alpnach, Gemeindepräsident

Max Berchtold mit Gemahlin, Kantons

rat Alfred von Ah, Vertreter des Bürgerrates

und der bäuerlichen Organisationen. Mit Applaus

wurde der Tagesreferent, Direktor Pater

Bernard Zürcher OSB, Wilen, begrüßt, der in

gewohnt meisterlich klarer Form sprach über

«Die Zukunft unserer Landjugend»

Es ist schwer über die Landjugend zu sprechen,

denn sie liegt ungewiß vor uns. Aber

gerade das zieht die Jugend an, weckt den Wagemut

und den Unternehmergeist und hilft

zum Fortschritt. Aus der Entwicklung der letzten

Jahre und der heutigen Lage mit den ungeahnten

Strukturveränderungen und dem

Wandel der geistigen Haltung müssen wir die

Pläne für die Zukunft aufbauen. Nicht Behörden

und Volk werden uns den Weg bereiten wie

wir ihn gerne haben möchten, wir müssen uns

selber klar werden, was wir wollen und auf

diese Ziele hinarbeiten.

Wir wollen selbständige Bauern sein

Nach Ansicht von Politikern könnte auf

die Produktion des Berggebietes für die Landesversorgung

verzichtet werden. Diese Behauptung

dürfte solange dauern, bis ein Ernstfall

eintritt. Unbestritten ist die Bedeutung des

Berggebietes für die Landesverteidigung und

für die Gesundheit und als Erholungsraum für

die Stadtbevölkerung. Ein entvölkertes Berggebiet

kann diese nationale Aufgabe nicht erfüllen.

Wir wollen aber selbständige Bauern

bleiben und nicht Natur- und Parkwächter

werden. Wir halten am Familienbetrieb fest.

Je nach Betriebsgröße kann er durch Angliederung

von Spezialzweigen ergänzt werden. Für

unser Aufzuchtgebiet spielt die Alpung immer

noch eine große Rolle. Wir brauchen geschultes

Alppersonal, das zuverlässig und rationell die

Milchverwertung und die Alpnutzung betreibt.

HELLMUT GOLLWITZER

. . . u n d f ü h r e n ,

w o h i n d u nicht willst»

16 Bericht einer Gefangenschaft

Was aber mochte wohl in jenem nicht unbekannten,

seit 1933 in der Sowjet-Union lebenden

deutschen Schriftsteller sich gerührt

haben, daß er einem meiner Kameraden, einen

jungen österreichischen SS-Offizier, der Adjutant

von Kaltenbrunner gewesen war, den

ern des Bundes» schenkte und eine heimwehkranke

Widmung hineinschrieb, durch die

jugendfrische Gestalt des Oesterreichers offenbar

an Maximin erinnert oder an seine eigene

jugendbewegte Vergangenheit?

Carl-Heinz du darfst hier natürlich nicht

unerwähnt bleiben! Mit deinem Intelektuellenkopf

warst du mir schon im Transportzug aufgefallen,

und dann wieder, als du im Waldager,

nackt, wie wir alle auf die Entlausung

wartend, im Graße saßest und das neue Testament

lasest. Damit begann unsere Freundschaft,

Die Zukunftsexistenz vieler unserer Betriebe

wird von der Gestaltung der Alpwirtschaft besiegelt.

Wir wollen ein Einkommen, das unsern Familien

ein menschenwürdiges Dasein bietet

Der Bauer von morgen, auch der Bergbauer,

soll wirtschaftlich so gestellt sein, daß er sein

Haus, seine Wohnung, seine Gebäulichkeiten

und die allgemeinen Lebens- und Erziehungsverhältnisse

so ordnen kann, daß er sein Leben

mit dem anderer Berufsgruppen vergleichen

kann. In diesem Fall müßte auch die Stellung

der Bäuerin vielfach revidiert werden,

sodaß sie ihre Sendung als Gattin, Mutter und

Erzieherin zeitgemäß erfüllen kann. Nur so

kann die Bauernfamilie körperlich, geistig und

moralisch-religiös gesund bleiben. Das ist in

erster Linie eine Frage des christlichen Gewissens,

aber auch eine Forderung nach gerechten

Produktionspreisen. Es wird oft von einem Son

derstatut für die Bergbauern gesprochen. Wenn

darunter gezielte Maßnahmen verstanden werden,

die den Bergbauer wettbewerbsfähig machen

trotz erschwerter Produktionsbedingungen,

so stimmen wir gerne zu. Wenn aber die

Berg-Landwirtschaft dadurch zu einem «Nationalpark»

gestempelt werden soll, können

wir ihm nicht zustimmen. Der Bergbauer ver

dient für seine harte Arbeit einen angemessenen

Lohn und nicht ein Almosen. Wir anerken

nen und verdanken die Bemühungen der Behörden

für die Bergbauern.

Wir wollen Achtung und Gleichberechtigung

wie die andern Erwerbsgruppen

Hier dürfen wir die erfreuliche Feststellung

machen, daß der Bauer wohlgelitten, geachtet

und geschätzt wird, wenn er über eine gute

Hauserziehung, eine solide Allgemeinbildung

verfügt und beruflich tüchtig ist. Was uns aber

vielfach fehlt, ist eine gute Volksschulbildung,

eine gute Berufs- und Fachausbildung und gewisse

allgemeine Umgangsformen. Alle drei

Punkte hat man zu lange als unwichtig betrachtet,

ja man hat jene sogar verspottet und

verlacht, die sich ehrlich um eine bildungsmäßige

Angleichung bemüht haben. Heute ist der

Bauer, ob er will oder nicht, in das gesellschaftliche

Leben des Dorfes und des ganzen Volkes

einbezogen und der Kritik ausgesetzt. Die

Ausbildungsmöglichkeiten sind geschaffen, sie

zu nützen und voll auszuschöpfen ist des Bauern

eigene Sache. Die jahrelange negative Auslese

für den Bauernberuf wird sich noch auf

lange Sicht schlecht auswirken. Aufgabe der

Bauernjugend ist es, den Bauernstand gesund

und lebensfähig in die kommenden Jahrzehnte

hineinzureden.

Das tiefgreifende, ausgezeichnete Referat

wurde mit langem Applaus verdankt.

die uns das Leben so sehr erleichterte. Sie kam

nicht daher, daß du neben mir der einzige

«Akademiker» im Lager warst. Du liehest dir

meine Bibel, — sie war eine Entdeckung für

dich, und zweimal hast du sie in jenen zwei

Jahren durchgelesen. Wochenlang kreisten unsere

Gespräche um sie, du preßtest mich aus

nach Historischem und Theologischem, und du

müßtest nicht ein Dichter sein, wenn der Eindruck

sich dir nicht in Gedichten niedergeschlagen

hätte. Solange ich nur deine liebenswürdigen

satirischen Tiergedichte kannte, gefiel

mir dein Dichten, aber ich nahm es nicht

sehr ernst. Dann aber kamst du im November

1945, als uns der Hunger aus allen Knopflöchern

rauchte, aus dem Wald mit dem Gedicht

vom Dompfaff zurück — und ich sah

staunend, daß es Menschen gibt, die Hunger

und Elend über dem blauroten Glanz von ein

paar Volefderen vergessen können. Im Januar

1946 stürztest du wegen der Festigkeit deines

Charakters aus dem Wohlwollen der Russen

und wurdest in eine der schlechtesten Brigaden

gestcekt. Die plötzliche Last des Lebens,

die scheinbar gänzlich versperrte Aussicht auf

deine Heimkehr drückte in deiner Seele einen

Hebel nieder, und Tag für Tag kamst du, als

könne die ungewohnte Arbeit dir nichts anhaben,

mit einem Gedicht zurück, einige davon

Die Obwaldner Landjugend will die

Landwirtschaftliche Schule

In der rege benützten Diskussion stellte ein

junger Bauer in knappen, klaren Worten die

Forderung der Landjugend: Wir wollen die

Landwirtschaftliche Schule. Die vielen Anmeldungen,

die immer eingehen, sollten nun einmal

Beweis genug sein für diese Forderung.

Dr Jungbauer wurde unterstützt durch den

Vizepräsidenten des Obwaldner Bauernvereins,

Kantonsrichter W. Zumstein, der im Namen

und Auftrag der bäuerlichen Organisationen

sprach und den Ausbau der Schule als das Anliegen

Nr. 1 der Obwaldner Bauern bezeichnete.

Es sei d. Bauernstand je länger je mehr unverständlich,

daß die Erfüllung dieses zeitbedingten,

wichtigen Schulproblems so lange auf sich

warten lasse. Das Interesse für die Schule sei

vorhanden, warum es eigentlich nicht vorwärts

gehe? Ein Beschluß der nächsten Landsgemeinde

wäre mehr als fällig. Herr Zumstein hat

wohl der ganzen Versammlung aus der Seele

gesprochen, als er unsere kantonale Bauernschule

dem Schutze Bruder Klausens anheimstellte.

Zu Beginn der Nachmittagsversammlung

sagte Tagespräsident Sepp Berchtold, der Landjugendtag

dürfe nicht nur eine gemütliche Veranstaltung

sein, er müsse ein Tag der Besinnung

werden. Es ist dem rührigen Organisationskomitee

wirklich gelungen, einen Tag der

OBWALDEN

t Pfarrer Constantin Lüthold, Kerns,

verstorben

Am Mittwochnachmittag verschied in Luzern

Pfarrer und Erziehungsrat Constantin Lüthold

nach schwerem, mit großer Ergebenheit

ertragenem Leiden. Was man seit einiger Zeit

befürchten mußte, ist leider eingetreten. Die

Pfarrei Kerns hat damit ihren edlen und besorgten

Hirten im besten Mannesalter von 57

Jahren verloren. Der liebe Verstorbene wirkte

23 Jahre als Kaplan und Pfarrhelfer in Samen

und seit 1962 als Pfarrer in Kerns. Der Herr

allein weiß, warum er seinen treuen Diener so

früh abberufen hat. Die Eucharistiefeier mit

anschließender Beerdigung findet am Samstag

um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche zu Kerns statt.

Der Lebenslauf und das Wirken dieses edlen

Priesters sollen in der kommenden Dienstag-

Nummer gewürdigt werden. Pfarrer Lüthold

ruhe in Gottes Frieden! Den Angehörigen entbieten

wir unsere aufrichtige Anteilnahme.

Mutationen im Offizierskorps

Gemäß Bundesratsbeschluß wurden mit

Wirkung auf Neujahr befördert:

Armeestab. Zum Major: Fanger Hermann,

Hergiswil NW, ehemals Chef der persönlichen

Ausrüstung im E+Z Samen.

meisterhaft, und in keinem fehlte einer deiner

geliebten Vögel. Bis spät in die Nacht aber saßen

wir oft und prüften sie durch, stritten über

einzelne Worte, und du ließest dir meine Beckmessereien

wohl gefallen. Als du aber die er

sten Verse der großen Ballade vom «Weißen

Roß der Prärien» brachtest, konnte ich die

abendlichen Fortsetzungen kaum erwarten:

«Der Fang war gut in diesen Tagen,

Und eure Augen glühn!

O, laßt mich, Freunde, singen und sagen

Vom weißen Roß der Prärien!

Der Kraal gefüllt, es stampft die Herde,

Die Pallisaden fest und hoch.

Ihr finget wahrlich gute Pferde,

Der schwarze Hengst ein Bild — und doch,

Seitdem ich ihn, den weißen, sah,

lockt mich kein Mustang mehr.

Zweimal war er mir zum Greifen nah,

Und dann, — doch lang ist's her...»

Du siehst, ich weiß sie heute noch! Als du

sie uns zum ersten Mal ganz vorlasest, war uns,

als hätten wir einer wichtigen Uraufführung

beigewohnt, — und als wir nach Ostern uns

aus den dicken Wintersachen herauspellten und

Von Tag zu Tag

Papst Paul VI. will sich nach Informationen

aus dem Vatikan bereit erklärt haben, nach Japan

zu fliegen, um an den Feiern aus Anlaß

des 24. Jahrestages der Vernichtung Hiroshimas

durch eine amerikanische Atombombe

teilzunehmen. Am 6. August 1945 wurde die

erste Atombombe der Menschheitsgeschichte

auf eine Stadt abgeworfen. Sie und jene auf

Nagasaki haben den Krieg mit Japan beendet.

Allerdings will der Papst nur reisen, wenn er

den Eindruck erhält, daß dadurch die Bemühungen

um den Abschluß eines Vertrages über

die Nichtweiterausbreitung von Kernwaffen

Auftrieb erhielten. Und schließlich soll die Reise

von der Weltlage abhängig gemacht werden.

Besinnung zu schaffen. Den heimeligen Rahmen

dazu gab der Giswiler Jodlerklub mit

seinen herrlichen Gratisdarbietungen, die herzlich

verdankt seien.

Wir schließen unsern Bericht mit einem

Wort des Tagesreferenten: «Bauer werden und

sein ist Charaktersache. Bauer werden und sein

ist eine Sache der Berufung — er muß den Beruf

wählen aus Freude und Ueberzeugung und

im bereiten Gehorsam gegenüber dem göttlichen

Auftrag.

mk.

Territorialdienst. Zum Major: Girtanner

Viktor, Samen, Chef in Kunststoff AG, Samen.

Beiden Stabsoffizieren beste Gratulation zur

verdienten Beförderung.

25 Jahre Obwaldner Baumwärterverein

Im Hotel Peterhof in Samen versammelten

sich die Mitglieder des Obwaldner Baumwärtervereins

zur Jubiläumsgeneralversammlung.

Für den verstorbenen Berufskollegen Arnold

Burch, Brand, Wilen fanden sich die Mitglieder

vorgängig zu einem Gedächtnisgottesdienst

in der Pfarrkirche ein. Nach dem gemeinsamen

Mittagessen wickelte Präsident Peter

Krummenacher, Kägiswil speditiv die Geschäfte

der Jahresversammlung ab.

Im Beisein von Landammann Leo von Wyl,

Alfred Bauer von der Schweiz. Zentralstelle

für Obstbau, Oeschberg, Josef Niederberger

von der kantonalen Zentralstelle Nidwaiden

und dem Präsidenten des Baumwärtervereins

Nidwaiden, Josef Zimmermann, erfolgte die

gediegene Jubiläumsfeier

Im Mittelpunkt stand der Jubiläumsbericht

von Präsident Peter Krummenacher. Der Unterwaldner

Baumwärterverein wurde am 6.

Januar 1944 in Alpnachstad gegründet. Vier

Jahre später trennten sich die Nidwaldner Be-

unsere bisher eingemummten Körper axis Licht

kamen, sahen wir, daß wir an dir einen Sieg

des Geistes über die Materie erlebt hatten: zu

einem knochigen Faden warst du geworden,

ohne daß wir es über dem lichten Brennen der

Flamme deines Geistes geahnt hätten, und

höchste Zeit war es, daß sie dich O. K. schrieben

und schließlich in ein besseres Lager abschoben,

sonst hättest du die Heimat nicht wiedergesehen!

Ein voller Erfolg war der erste «Bunte

Abend», den wir in jener Hungerzeit des Spätherbstes

1945 veranstalteten. Die Russen, die

wir dazu eingeladen hatten, saßen staunend,

und ich dachte an das Triumphgefühl, mit dem

in Wolfgang Langhoff's «Moorsoldaten» die

K.Z.-Häftlinge mit einem solchen «bunten

Abend» den geistlosen SS-Wachmannschaften

ihre Ueberlegenheit bewiesen. Sketchs und

Songs, Gedichte und akrobatische Kunststücke,

Schlagertrios und eine Schrammelkapelle

mit selbstgefertigten Instrumenten verzauberten

die Baracke. So suchten wir, ohne alle

Hilfsmittel, uns selbst zu bieten, was in größeren

Lagern an musikalischen und theatralischen

Aufführungen oft mit Vollendung dargestellt

wurde. Ein buntes Neujahrsprogramm,

wie ich es später in unserem Hauptlager sah,

oder die Aufführung von Konstantin Simonows


ufskollegen und gründeten einen eigenen Verein.

Der Obwaldner Baumwärterverein entfaltete

in den vergangenen 25 Jahren eine rege

Tätigkeit. Verschiedene Flurbegehungen, Sortier-

und Schnittkurse und Exkursionen wurden

durchgeführt. Im Jahre 1960 wurde mit

Erfolg die kantonale Obstausstellung in Sachsein

durchgeführt. Der Obwaldner Baumwärterverein

zählt im Jubiläumsjahr rund 50 Mitglieder.

Präsident Krummenacher kam auch

auf die wirtschaftliche Entwicklung im Obstbau

wie im Baumschnitt, in den Baumformen

und der Baumwärterausbildung zu sprechen.

Mit Akklamation ernannte die Jubiläumsversammlung

Alfred Bauer von der Schweiz.

Zentralstelle für Obstbau in Oeschberg zum

Ehrenmitglied. Dieser amtete bereits einige

Jahre vor der Gründung des Vereins als Kursleiter

im Kanton Obwalden und zwar erstmals

1936. Für seine besonderen Verdienste ernann

te die Versammlung auch ing. agr. Franz

Küchler, Samen, zum Ehrenmitglied. Er war

der erste Präsident des Vereins und gehört seit

der Gründung dem Vorstand an. Er betraut seit

27 Jahren als Leiter die kantonale Zentralstelle

für Obstbau.

Die Grüße und Glückwünsche des Regierungsrates

überbrachte Landämmann Leo von

Wyl, während Ehrenmitglied Alfred Bauer diejenigen

der Schweizerischen Zentralstelle vortrug.

Zu den Gratulanten gesellten sich noch

der Präsident des Nidwaldner Baumwärtervereins,

Josef Zimmermann, Josef Niederberger,

von der kantonalen Zentralstelle Nidwalden

und Ehrenmitglied Anton Wallimann, Alpnach.

vi

(ik) Die ordentliche Generalversammlung

des Ob- und Nidwaldner Kantonalen Schwingerverbandes

findet Sonntag, den 19. Januar

1969 in Beckenried, um 13.30 Uhr, im Hotel

Sonne statt. Die Traktandenliste wird nächste

Woche im Amtsblatt bekanntgegeben.

Schwinger und Schwingerfreunde, reserviert

diesen Sonntag und kommt recht zahlreich

an unsere Tagung, die immer wieder neue

Bande knüpft. Vor allem die Aktivschwinger

glänzen oft durch Abwesenheit, und es wäre

doch wünschenswert, wenn gerade sie etwas

mehr Interesse zeigen würden, geht es doch

an der Generalversammlung um ihre Anliegen

und Unterstützung.

Hoffen wir, daß recht viele unserer Tagung

beiwohnen und diese zum Nutzen und Wohle

unserer Schwingerei beitrage. Der Vorstand

Samen. Planauflage für die Zufahrtsstraße

Sarnen-Nord. Die Baudirektion Obwalden hat

im Amtsblatt die Planauflage für das Detailprojekt

der neuen Zufahrtsstraße von der Autobahn

im Foribach über Türlacher und Bünten

ausgeschrieben. Die maßgebenden Pläne liegen

vom 15. Januar bis 14. Februar auf der Gemeindekanzlei

zur Einsichtnahme auf. Wie die

Mitbürger anläßlich der außerordentlichen

Dorfschaftsgemeindeversammlung vom 29. November

1968 orientiert wurden, hat das Eidg.

Amt für Straßen- und Flußbau den Kanton ermächtigt,

für die neue Zufahrt das Detailprojekt

auszuarbeiten und öffentlich aufzulegen.

Für das Planauflageverfahren sind das Bundesgesetz

über Nationalstraßen und die kantonale

Vollziehungsverordnung hiezu maßgebend.

Samen. Die Fastnacht 1969 eröffnet. Am

Mittwochabend zogen die Guggenmusikanten

von Samen mit den Städer Schränzern, den

Hergiswiler Lopper Gnomen und der Luzerner

Dörflimusig trommelnd, pfeifend und schränzend

durch unsere Straßen und gaben damit

den Auftakt zur Fastnacht 1969. Die Sarner

Guggenmuisag überraschte mit neuen, selbst

angefertigten Kostümen. Der Ehrenobmann der

MABASA, Konditormeister Eugen Rey, eröffnete

auf dem Dorfplatz mit beredten Worten

die ungebundene Zeit des Maskentreibens.

Am Schmutzigen Donnerstag findet im Hotel

Metzgern der traditionelle Maskenball statt,

und unsere Kinder dürfen sich für den Fastnachtmontag

wiederum auf das Ballon wettfliegen

freuen.

Samen. Zum Tode von Alois von Ah-Waser,

Papeterie. (Eing.) Wenn auch dem Tod von

Alois von Ah-Waser, Papeterie, Dorfplatz, eine

lange Krankheit voranging, hat uns dieser Abschied

von einem Mann, der in seinen achtzig

Jahren nichts anderes gekannt hat als Arbeit,

Sorge für die Nächsten und Bereitschaft, seine

Fähigkeiten in den Dienst der Öffentlichkeit

zu stellen, doch schmerzlich getroffen.

Wie Alois von Ah gelebt so ist er auch gestorben.

Sozusagen mit einem Lächeln auf den

Lippen, mit jenem humorvollen Schalk beseelt,

den wir an ihm immer geliebt haben.

Lange bevor Alois von Ah das väterliche

Geschält am Dorfplatz übernommen hatte,

widmete sich Vater von Ah eifrig dem öffentlichen

Leben, gehörte er doch zu den Gründermitgliedern

der Musikgesellschaft Eintracht,

Sachsein. Als tonsicherer und zuverlässiger

Stabstrompeter schätzte man ihn sehr, doch

auch als stets fröhlichen und hilfsbereiten

Dienstkameraden.

Im Jahre 1916 übernahm er das väterliche

Geschäft am Dorfplatz und mitten im Krieg

verehelichte er sich mit Louise Waser aus

Stans. Mit der Uebernahme der Buchbinderei

und Papeterie blieb Alois von Ah dem seit

mehreren Generationen angestammten Familienberuf

treu, denn als Nachkomme der berühmten

von Matt widmete man sich dieser

Familie bereits seit über hundert Jahren dem

Beruf des Buchbinders, Papeteristen, Buchhändlers,

Verlegers oder Buchdruckers.

Es ist darum nicht verwunderlich, daß Alois

von Ah sein Geschäft am Dorfplatz vortrefflich

leitete und als Buchbinder ausgezeichnete

Arbeit leistete. Die Zahl der Bücher, die er für

Private, aber auch für die Öffentlichkeit fein

säuberlich gebunden hat, geht wohl in die

Tausende. Gar mancher stolze, amtliche Protokollband,

von ihm gebunden, ziert heute ein

öffentliches Archiv.

In seiner Freizeit widmete sich Alois von

Ah seiner Familie. Fünf Kinder entsprossen

seiner Ehe, die heute alle in geachteter Stellung

stehen und wovon nur einer keinen «papierenen»

Beruf gewählt hat. In seiner Familie

waren stets Frohsinn und eine gesunde Lebensbejahung

zuhause. Seine Liebe zur Musik

kam in der Mitwirkung bei der Feldmusik, aber

auch beim Männerchor voll zur Geltung.

Ueberall schätzte man seine lautere Kameradschaft.

In den letzten Jahren ist es um Alois von

Ah still geworden. Er zog sich auf sein «Stöckli»

zurück, nachdem er das blühende Geschäft seinen

Söhnen abgetreten hatte und genoß mit

seiner lieben Frau die letzten Jahre des irdischen

Daseins. Mit Vorliebe besuchte er in

dieser Zeit die verschiedenen musikalischen

Anlässe in der Umgebung und die Theaterveranstaltungen

in den umliegenden Gemeinden.

Dabei liebte er es, in alten Erinnerungen auszukramen

und aus seiner schönen Jugendzeit

zu erzählen.

Das Andenken an diesen liebenswürdigen

und redlichen Mann wird unvergeßlich bleiben.

Mit ihm ist der letzte von Ah-Sproß seiner Generation

gestorben. Es war eine Generation,

die uns durch ihre Arbeitsamkeit und ihre

bidermeierliche Lebensfreude unvergeßlich

bleiben wird. Wir sind gewiß, daß Alois von

Ah, der auch ohne viel Aufhebens ein Leben

der Gottverbundenheit gelebt hat, einen gütigen

Vergelter seines stillen Wohltuns gefunden

hat. Den Angehörigen entbieten wir zum

schmerzlichen Verlust unsere aufrichtige Anteilnahme.

Schwendi. Voranzeige. Obwohl unsere Bühnenvereinigung

für diese Saison auf eigene

Aufführungen verzichtete, möchte sie doch

ihre Gäste nicht ganz leer ausgehen lassen.

Der Jodlerklub Samen erklärte sich bereit,

Sonntag, den 19. Januar 1969 in der Turnhalle

antiamerikanischem Pamphletstück «Die russische

Frage», die ich im Moskauer Lager erlebte,

hätte sich in jeder europäischen Stadt sehen

lassen können.

Am schönsten aber waren die Abende, die

wir in der kleinen Schneiderwerkstatt veranstalteten.

Wir wollten dem Stumpfsinn entrinnen

und sammelten uns um verabredete Themen.

Alfred, der prächtige oberschlesische

Feldwebel, erzählte uns zwei Abende lang über

Konditorei-Geheimnisse, daß uns das Wasser

aus dem Munde tropfte. Kurt gab architektonische

Anleitung, der andere Kurt erzählte von

Griechenland, und ich sprach einen Abend lang

Herbstgedichte von Goethe bis R. A. Schröder,

einen anderen Abend Schicksalsgedichte. Viele

Pläne hatten wir noch, da wurde ein neues

«antifaschistisches Aktiv» eingesetzt — zumeist

«Pirunnjes», d. h. oberschlesische Radaubrüder,

die sich mit angeblicher kommunistischer

Vergangenheit brüsteten, aber nichts waren

als Nutznießer der Leichtigkeit, mit der sie

von ihrem Wasserpolacktisch her ein zweifelhaftes

Russisch kauderwelschen konnten, und

ihrer moralischen Hemmungslosigkeit, — und

zerschlug alles, «um faschistische Tendenzen

zu verhüten». Der Vorgang war typisch. Unser

Leben wäre in Rußland ungleich leichter gewesen,

wenn wir die Freiheit zur geistigen Gestaltung

des Lagerlebens gehabt hätten. Es

waren nicht nur einige Intellektuelle, die der

geistige Hunger nicht weniger schmerzte als

der leibliche. Sehr viele hätten diese Jahre weniger

als verlorene Zeit empfunden, wenn sie

durch Bücher, Kurse, Vorträge und Diskussionen,

wie es in den Lagern der westlichen Länder

geschah, Vermehrung des Wissens und geistige

Anregung empfangen hätten. Die Russen

haben zwar bald sich bemüht, die «Kulturarbeit»

in Gang zu bringen, und mancher Lagerkommandant

hat sie eifrig unterstützt und

die Kulturgruppe jeder Kommission wie ein

Aushängeschild für die Güte seines Lagers vorgeführt.

Aber bei ihrer eigenen geistigen Bedürfnislosigkeit

meinten sie, über Film, Theater

und Musik hinaus sei nichts mehr zu wünschen,

und hatten von der geistigen Regsamkeit

der deutschen Männer keine Vorstellung. Das

größte Hindernis war aber die ausrottbare

Furcht vor faschistischen Tendenzen, — mit

aller Ausweitung, die das Schlagwort «Faschismus»

im Kopf des orthodoxen Kommunisten

erhalten hat: es umgreift «idealistische

Philosophie», «unpolitische Objektivität» und

«religiöse Bindungen» und macht alles ver

werflich, was nicht von kommunistischer Propaganda

durchtränkt ist. Das führte zu kleinlichster

Zensur aller Programme. Bei einem

Das Gewerbe an der Jahreswende

In wirtschaftlicher Hinsicht hat das Gewer-|

be einige Sorgen anzumelden. Im Baugewerbe

ist die Beschäftigungslage zum Teil ungenügend,

was sich auf die Preise auswirkt, die

vielfach die Kosten nicht mehr zu denken vermögen.

Das staatliche Submissionswesen is

überall im Fluß; es werden bei den Behörden

und in den Verbänden Studien unternommen,

um Löungen zu finden, die sowohl den Bauherren

wie auch den Unternehmern gerecht

werden. Der Schweizerische Baumeisterverband

und der Schweizerische Spenglermeisterund

Installateurverband sind dabei mit grun

sätzlichen Liberalisierungsbeschlüssen mit dem

guten Willen in Vorschuß getreten. Es sollte

umso mehr möglich sein, im Submissionswesen

eine für alle Teile tragbare Lösung zu finden,

weil verschiedene Fälle beim Nationalstraßenbau

ernüchternd mitgewirkt haben: Italienische

Baufirmen, die wegen ihrer Billigkeit mit großen

Bundesaufträgen bedacht worden sind, haben

die Arbeit vorzeitig aufgegeben und gerieten

in Konkurs oder mußten um Nachlaß ersuchen,

was zeigt, daß eine seriöse Kalkulation

und nicht der «billige Jakob» für Erfolg oder

Mißerfolg nach wie vor maßgebend ist.

Im Detailhandel sind die Verhältnisse nach

dem Wegfall der Preisbildung der zweiten

Hand bei den wichtigsten Konsumartikeln nach

wie vor unübersichtlich. Wenn die Oeffentlichkeit

gebannt auf die Entwicklung der Discountgeschäfte

und der Verbrauchermärkte

blickt, darf sie nie vergessen, daß neben diesen

auf die großen Konsumplätze und die Massenkonsumartikel

ausgerichteten Geschäften zahlreiche

kleinere oder, mittlere Betriebe für den

vielfältigen Bedarf überall im ganzen Lande

Tag für Tag zur Verfügung stehen. Es sollte

alles getan werden, um dieses für die geregelte

Marktversorgung unbedingt nötige Verteilernetz

zu erhalten, vor allem im Interesse des

Konsumenten.

Schwendi sein Novemberprogramm am Nachmittag

und am Abend zu wiederholen. Auf

Jodeln und Fahnenschwingen folgt ein heiterer

Schwank «En offizielle Staatsbsuech». Während

gut zwei Stunden kommen also Aug und

Ohr und auch die Lachmuskeln ergiebig auf

die Rechnung, und nach der Abendaufführung

gibt es Fortsetzung bei lüpfiger Ländlermusik.

Der Reingewinn des Tages findet für dringende

Bühnenanschaffungen Verwendung. Zu gegebener

Zeit erscheinen die Inserate. Bitte merken

Sie sich diesen Tag vor, wir freuen uns auf

Ihren Besuch! (Eing.)

t Berta Kathriner-Sigrist, Gehren-Schwendi.

Ganz unerwartet für die Schwander ist am

2. Jänner das treubesorgte Müetti im Gehren,

Berta Kathriner-Sigrist, im Alter von 77 Jahren,

von dieser Welt geschieden. Noch am Altjahrsonntag

sah man sie im Stalden zu den Sakramenten

gehen und am selben Abend gab der

Ewige ihr durch einen Schlaganfall das Zeichen,

daß sie für die ewige Belohnung gereift.

Wie unermüdlich hat das Müeti Jahr und

Tag gesorgt und Freud und Leid im unerschütterlichen

Gottvertrauen ausgeglichen und ihrer

Familiengemeinschaft unermeßlich viel Freude

bereitet. — Von Giswil-Diechtersmatt ist Berta

nach Samen gezogen und hat bald die Lebensgemeinschaft

mit Alois Kathriner. «Schlosser-

Kathriner» genannt, gefunden, um sich im Geh

ren heimisch zu machen. Ihr liebes Wesen er

warb bald die Achtung der Umgebung, obwohl

sie nicht ausgesprochen gesellschaftlichen Kontakt

suchte. Vier Kinder nannte sie ihr Eigen,

von denen zwei in jugendlicher Blüte von Gott

gefordert wurden. Vor 20 Jahren stand sie an

der Gruft ihres Gatten und hatte somit viel aus

österreichischen Abend mußte ein Heimatlied

mit dem Titel «Blick vom Kirchturm» in den

unsinnigen, aber für Rußland so bezeichnenden

Titel «Blick vom Wachtturm» umgetauft

werden. Als auf einer Vortragsfolge das Volkslied,

«Kein Feuer, keine Kohle» stand, mußte

es verschwinden; denn der Polit-Offizier sah

darin eine Beschwerde wegen der mäßig geheizten

Baracken und rief entrüstet: «Feuer

mnogo, Kohle mnogo (Viel Feuer, viel Kohle)!»

Vor allem wurden alle Versuche einer allgemeinen

Bildungsarbeit immer wieder abgewürgt,

selbst wenn die gesinnungstreuesten

Leute des Aktivs sie verantworteten. Ob Literatur,

Geschichte, Naturwissenschaft oder Berufsförderung,

sie trauten uns auf keinem Gebiet.

Erst allmählich wurde mir klar, daß sie

damit auf die Lager nur Prinzipien übertrugen,

die ihr eigenes geistiges Leben längst beherrschten.

So mußten wir denn auch dies unauffällig

und im kleinsten Kreise machen und haben

es bei aller Beschränkung sehr genossen. In jenem

Waldlager saßen wir an langen Winterabenden

um das Herdfeuer der Schneiderstube

diskutierten und berichteten; am schönsten

aber war es, wenn Carl-Heinz, den Kopf voll

mit Ornithologie, Märchen der Weltliteratur —

und Karl May, uns einen Band Winnetou er

Berufsbildungs- und Nachwuchsfragen

Vom Schweizerischen Gewerbeverband aus

ist man entschlossen, mit der modernen wirtschaftlichen

u. gesellschaftlichen Entwicklung

Schritt zu halten, wobei sich das Schwergewicht

noch weiter auf die Berufsbildung^ und

Nachwuchsprobleme verlagert hat. Das ganze

Jahr 1968 hindurch wurde in einer verbandsinternen

Spezialkommission in Zusammenarbeit

mit den Berufsbildungsstellen des Bundes

und der Kantone, sowie mit den Gewerbeschulen,

der Gewerbelehrerschaft und der Berufsberatung

eine Gesamtüberprüfung des

Lehrlingswesens vorgenommen. Das Resultat

sind Vorschläge für eine Differenzierung des

Ausbildungswesens, einerseits durch eine gewisse

Institutionalisierung einer kürzeren Lehre

für die weniger begabten jungen Leute und

andererseits eine zusätzliche schulische Ausbildung

der intellektuell besonders entwickelten

Nachwuchskräfte. Dazwischen liegt das weite

Feld der normal begabten Burschen und Mädchen,

denen durch eine Straffung der beruflichen

Ausbildung bei gleichzeitiger Förderung

des Gewerbeschulunterrichts eine den modernen

Erfordernissen noch besser angepaßte Ausbildung

geboten werden soll.

Parallel zu diesen Sorgen um die Berufsbildung

auf der Lehrlingsstufe befaßt sich das ^

vom Schweizerischen Gewerbeverband gegründete

Institut für Unternehmerschulung im Gewerbe

mit der betriebswirtschaftlich-unternehmerischen

Ausbildung der bisherigen und der

zukünftigen Betriebsinhaber aller gewerblichen

Berufszweige. Das gute Echo, das die Kurse,

die nun auch das Gastgewerbe umfassen, gefunden

haben, zeigt, daß hiefür ein Bedürfnis

besteht. Das wichtigste und zudem heikelste

Problem ist die Vermittlung der Fähigkeiten

und Kenntnisse, die für die eigentliche Unternehmungsführung

in gewerblichen Betrieben

— das sogenannte Management — nötig sind.

Vom Institut aus wird alles getan, um eine

wissenschaftlich fundierte Lehre der Unternehmungsführung

im Gewerbe zu erforschen und

dann in der gewerblichen Praxis durchzusetzen.

der Hand Gottes hingenommen für den weiteren

Lebensweg. Und keineswegs mußte sie

bangen. Während ihre zwei Kinder der Arbeit

nachgingen, besorgte Mutter Berta den Haushalt,

sorgte für Wärme und Geborgenheit und

wurde die unentbehrliche Seele des Hauses.

Wie freute sie sich am Hochzeitsglück ihrer

Tochter und an den munteren Großkindern.

Trotz menschlicher Hoffnung, das Müetti noch

lange zu besitzen, greift unmittelbar Gottes

Ratschluß ein und holt eine treue Seele heraus.

Doch wer den Heimgang fand zum Herrn, der

bleibt in der Familie! Herzliche Teilnahme! de-

Sachseln. Gratulation. Am Sonntag, den 12.

Januar kann Fräulein Ida von Ah, Wißibach,

den 80. Geburtstag feiern. Wir wünschen der

Jubilarin alles Gute und noch viele unbeschwerte

Jahre.

(Korr.)

Flüeli-Ranft. An der kommenden Lichtmeß

wird der Kirchenchor Flüeli-Ranft nach längerem

Unterbruch einen Schwank auf die

An unsere geschätzten Abonnenten

Benützen Sie bitte bei der Einzahlung des

fälligen Abonnementsbeitrages den im

«Obwaldner Volksfreund» Nr. 97 beigelegten

Einzahlungsschein oder zahlen Sie

auf unserem Druckereibüro ein, Sie ersparen

damit das Nachnahmeporto. Die bereits

erfolgten Einzahlungen verdanken

wir bestens.

zählte (viel Verachtung habe ich damals diesem

alle Verachtung in den Herzen jeder neuen

Knabengeneration überlebenden Radebeul ei

abgebeten!). Später in Beschiza hielten wir uns

einen philosophiegeschichtlichen Kurs von den

Vorsokratern bis Kant, und erst recht im Honoratiorenlager

27/1 (s. II. Teil) war das Wochenprogramm

reich besetzt, und die Wahl war

oft schwer, ob man heute abend einen Bericht

über eine Cordilleren-Expedition, eine Einführung

in höhere Mathematik oder einen Kurs

über Geschichte der Baukunst mitmachest

wollte. Dem Goethe-Jahr 1949 aber mußte ich

meinen Tribut leisten, indem ich den Faust

wochenlang interpretierte, in drei verschiedenen

Kreisen, je nach Publikum in drei verschiedenen

Höhenlagen, zu einem großen Gewinn.

Eine der wichtigsten Einrichtungen zum j

Schutze des Menschseins vor dem Preisgegebenwerden

an die Bedürfnisse des irdischen

Lebens und an die ausbeuterischen Interessen

der Mächte ist der Menschheit aus dem

jüdisch-christlichen Bereiche zugekommen: der

Sonntag. Was mit ihm geschieht, ist ein deutliches

Kennzeichen, wie weit der Mensch sich

selbst verloren hat, in der individuellen wie in

der gesellschaftlichen Sphäre.

(Fortsetzung folgt)


5

%

!


BERN

Zollikofen will Landwirtschaftsschulen

behalten

Die Berner Vorortsgemeinde Zollikofen ist

sehr daran interessiert, daß die Gebiete der

landwirtschaftlichen Schulen und des sogenannten

Bühlikofens der jetzigen Zweckbestimmung

erhalten bleiben und nie überbaut

werden.

Gemeindepräsident wie Gemeinderat seien

realistisch genug, die vollständige Ueberbauund

weder zu wünschen noch anzustreben. Leider

biete jedoch die geltende Bauordnung keine

Handhabe, eine Ueberbauung zu verhindern.

In der Landwirtschaftszone sei eine solche

zwar erschwert, jedoch nicht verboten.

Eine Möglichkeit, hier Remedur zu schaffen,

sieht der Gemeinderat von Zollikofen in der

bevorstehenden Leberarbeitung von Zonenplan

und Bauordnung. Neben der Mitwirkung der

Gemeinde wäre dazu aber auch die Zustimmung

des Kantons als Besitzer der Landwirtschaftsschulen

sowie der Grundbesitzer des

Bühlikofens notwendig. Dann könnte Zollikofeji

späteren Generationen ein Erholungsgebiet

erhalten, das seinesgleichen suchte.

Mach dich auf, erstrahle,

denn dein Licht ist da,

und die Herrlichkeit des Herrn

leuchtet über dir auf.

(Is. 60, 1, Brevier vom Sterbetag)

EIDGENOSSENSCHAFT

Produktionsüberschüsse in der

Energiewirtschaft?

Wie die Geschäftsstelle des Energiekonsumenten-Verbandes

(EVK) mitteilt, hat sich die

schweizerische Energiewirtschaft im vergangenen

Jahre ruhig und ohne wesentliche

Schwierigkeiten weiterentwickelt. Die Eingliederung

der Atomenergie in das schweizerische

Versorgungssystem ist vorgezeichnet und wird

aller Voraussicht nach gegen Ende des Jahres

1969 zur Produktionsaufnahme des ersten

Atomkraftwerkes in Beznau (NOK) führen.

Hervorstechendes Merkmal der neuesten

Entwicklung auf dem Gebiet der Elektrizitätserzeugung

sind die erwarteten Produktionsüberschüsse.

Dies geht aus genauen Berechnungen

hervor, die schon für das Winterhalbjahr

1970/71 einen Produktionsüberschuß von

1100 Millionen Kilowattstunden und für das

entsprechende Sommerhalbjahr einen solchen

von 4475 Millionen ergeben.

Am 12. Januar ist Premiere der

Operette «Polenblut», in Sursee

Am Sonntag, 12. Januar, 15.15 Uhr, eröffnet

in Sursee das traditionsbewußte, kleine Stadttheater

seine Pforten zur Premiere von Oskar

Nedbals weltbekannter Operette «Polenblut».

Einmal mehr sind die bewährten Kräfte am

Werk, unter Führung von Franz Beck, Regisseur,

Sursee und Dr. Alois Bernet, musikalischer

Leiter, Sursee. Das gut eingespielte Ensemble

wird sich bestimmt alle Mühe geben,

auch in der kommenden Saison wieder eine besondere

Leistung zu bieten. Man wird nicht

fehlgehen mit der Annahme, Nedbals großes

Erfolgsstück «Polenblut» werde auf der Surseer

Operettenbühne sein spezielles Cachet erhalten.

Gott, der Herr, berief heute seinen treuen Diener im Priesteramt,

unsern lieben Sohn und Bruder

Hochwürden Herrn Constantin Lüthold

Pfarrer in Kerns und Erziehungsrat,

der Christus im Glauben freudig bekannte, gnädig zur ewigen Anschauung

seiner Herrlichkeit. Er starb wohlversehen mit den Gnadenmitteln

unserer heiligen Kirche nach schwerem, mit großer Ergebenheit

ertragenem Leiden, im 57. Lebensjahr, im 31. Jahr seines

Priesteramtes. Der Verstorbene wirkte 23 Jahre als Kaplan und Pfarrhelfer

in Samen und seit 1962 als Pfarrer in Kerns. Während 13 Jahren

versah er das Amt eines Schulinspektors des Kantons Obwalden.

In Liebe und selbstloser Hingebung opferte er sich der Seelsorge

und stellte seine Fähigkeiten in den Dienst der Mitmenschen.

Wir empfehlen den lieben Verstorbenen dem Gedenken seiner Amtsbrüder

und dem Gebete der Gläubigen.

Kerns und Alpnach, den 8. Januar 1969

Stadttheater Luzern

Eröffnung des Statdtheaters am Alpenquai

Freitag, 17. Januar, 20.15—22.45 Uhr. Die Entführung

aus dem Serail. Komische Oper von

Wolfgang Amadeus Mozart. Premiere. 7. A-

Abonnementsvorstellung und beschränkt freier

Verkauf.

Samstag, 18. Januar, 14.30—16.45 Uhr. Das wunderbare

Feuerzeug. Zaubermärchen frei nach

H. Chr. Andersen, von Thekla und Guido von

Kaulla.

20.15—22.30 Uhr. Der Menschenfeind (Le Misanthrope).

Komödie von Moliere, in neue Alexandriner

gebracht von Hans Weigel.

Sonntag, 19. Januar, 14.30—16.45 Uhr. Das wunderbare

Feuerzeug. Zaubermärchen frei nach

H. Chr. Andersen von Thekla und Guida von

Kaulla.

20.15—22.45 Uhr. Vo de Rüß of Tribsche zue.

Ein buntes Programm mit dem Ensemble des

Stadttheaters

Der Umbau beginnt! Ab 17. Januar 1969 erwarten

wir Sie im Stadttheater am Alpenquai (Aula

der neuen Kantonsschule)

Billettverkauf: An Werktagen 9.00—12.15 und

16.00—18.15 Uhr; an Sonn- und Feiertagen 10.00

bis 12.00 Uhr und je eine Stunde vor Spielbeginn.

Telefon 2 66 12, Hirschengraben 3.

Wir suchen SA 529/8 Lz 8

kaufmännische Mitarbeiterin

für Sekretariat. Gewandte Maschinenschreiberin

mit leichter Auffassungsgabe

und guten Kenntnissen der französischen

Sprache, sehr zuverlässig.

Jüngere Arbeiterin

in unsere Fabrik. Gute Dauerstelle. Wir

bieten den Leistungen entsprechende, zeitgemäße

Honorierung, gute Sozialleistungen

und Personalfürsorge. Fünftagewoche.

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Telefon (041) 8518 78

Inserate sind die Brücke zur Kundschaft

In christlicher Trauer:

Constantin Lüthold, Vater, Alpnachdorf

Ernst und Bernadette Lüthold-Hux und Kinder, Alpnachdorf

Marie und Antonio Collini-Lüthold, Ölten

Hildegard Lüthold, Alpnachdorf

und Anverwandte

Pfarr-Resignat Jos. Odermatt, Geistlicher Vater, Alpnach

Dr. P. Frowin Müller, OSB, Kollegium Samen, Geistlicher Sohn

Vikar Andreas Burch, Altstetten-Zürich, Geistlicher Sohn

Anna Lütolf, Haushälterin

Pfarrgeistlichkeit von Kerns

Priesterkapitel von Obwalden

Für den Kirchgemeinderat Kerns: Walter Röthlin, Präsident

Gelegenheit!

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Garantie, nur etwa

zehnmal gewaschen,

Fr. 600.— unter dem

Neupreis

Heimat-Theater

in Alpnach 1969

im Gasthaus Schlüssel

V e r l a s s n i

Aufführungen:

Sonntag, 19. Januar, 14.00 Uhr

Sonntag, 26. Januar, 20.15 Uhr

Freitag, 31. Januar, 20.15 Uhr (Tanz)

Sonntag, 2. Februar, 14.00 Uhr

Sonntag, 9. Februar, 14.00 u. 20.15 Uhr

Eintritt: Fr. 3.50

Freitagabend Fr. 5.—

Aufbahrung des Verstorbenen: Beinhauskapelle Kerns.

Totenandacht der Pfarrgemeinde: Donnerstag und Freitag, 19.30 Uhr.

Eucharistiefeier in Konzelebration mit anschließender Beerdigung:

Samstag, den 11. Januar, 9.30 Uhr in Kerns.

Gedächtnis in der Pfarrkirche Alpnachdorf: Samstag, 18. Januar, 8.00 Uhr.

Gedächtnis in der Pfarrkirche Samen: Sonntag, den 19. Januar, 9.15 Uhr.

Dreißigster in der Pfarrkirche Kerns: Samstag, 8. Februar, 8.45 Uhr.

Anstelle von Blumen- und Kranzspenden empfehlen wir eine Gabe für die Renovation

der Pfarrkirche Kerns, Postcheckkonto 60-1890, Katholisches Pfarramt Kerns.

1 Adora Geschirrspüler,

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unter dem Neupreis

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Wochenmarktbericht von Luzern

Viehmarkt in Luzern vom 7. Januar 1969

Detailpreise vom 7. Januar 1969

Marktbesuch gut. Total Auffuhr: 673

1. Frische GemGse | Zitronen kg 140

Blumenkohl

kg 130 I Zwetschgen 1 kg

Bohnen

kg 4. Beeren

Erbsen

kg

Kabis, weiß

kg Brombeeren

kg

Kabis, rot

kg 80

Erdbeeren

kg

Preis per kg

Kartoffeln

kg 40 Heidelbeeren

kg

Gattung

Lebendgewicht

Handel

Kohlraben 1 kg 140 Himmbeeren

kg

Krautstiele m. K. 1 kg 140 Johannisbeeren, rot 1 kg

Lattich

kg l?r 5. Honig - Eier - Pilze

Lauch, grün

kg 140

Lauch, gelb 1 kg

Bienenhonig 1 kg

200

1100 Großvieh

Petersilie, Büschel! Trink-Eier Stück 31 Rinder und Ochsen

Randen, roh/gekocht 1 kg SO

Kocheier Stück 24 Ausstich

Bier-Rettich 100 Champignons 100 70 vollfleischige, ausgemästete

380—390 Mittel

Meer-Rettich 100 g

Eierpilze 100 g vollfleischige, gedeckte

360 370

Rhabarber

kg 6. Butter - Kase

fleischige bis vollfleischige

300—350

265—295

Rosenkohl 1 kg 280

Wurstrinder und Wurstochsen

Rübli, Karotten, rot 1 kg 90 Tafelbutter, geformt 100 g 1?5

Schwarzwurzeln

kg 170 Emmentaler-Käse

kg 870 Kühe

Sellerie, Knollen

kg 130 Greyerzer-Käse

kg 870 vollfleischige, ausgemästete, milchzahn, 315—375

Spargeln

kg Halbfett-Käse

kg 5

Spinat

kg Mager-Käse

r 0 vollfleischige, gedeckte bis ausgemästete,

bis höchstens 5 Jahre

280-315

kg 500

Tomaten

kg 25^ Sprinz-Käse

kg ältere, vollfleischige bis ausgemästete 255—290

Wirz-Kohl

kg 90 Tilsiter-KSse

kg 650 Konserven- und Rohwurstkühe 245—2 5

Zwiebeln 1 kg 1


RADIOPROGRAMM

Woche vom 12.—18. Januar 1969

Täglich wiederkehrende Nachrichten:

werktags: 6.15, 7.00, 8.00, 10.00, 11.00,

12.30, 15.00, 16.00, 18.00, 19.15, 22.15, 23.25;

sonntags: 7.45, 12.30, 19.15, 22.15, 23.25.

Sonntag, 12. Januar

Programm 1

7.00 Gute Fahrt in den Sonntag

7.55 Sonntagsspruch

8.00 Eine Bach-Kantate

8.30 Franz Liszt: Präludium und Fuge

über den Namen B-A-C-H

8.45 Röm.-katholische Predigt

9.15 Geistliche Musik

9.45 Protestantische Predigt

10.15 Konzert des Radio-Orchesters

11.25 Das Kind in der Dichtung Japans

12.00 Vierhändige Klaviermusik

12.40 Musikalischer Bilderbogen

13.30 Der Bauernkalender

14.00 Am Sunntignomittag deheim

14.40 Das Basler Radio-Blasorchester

15.00 «De goldig Schmid»

15.30 Sport und Musik

17.30 Euro-Diskparade

17.45 Lokalsendung für d. Innerschweiz

18.45 Der Sport vom Sonntag

19.25 Am Kaminfeuer

19.40 Musik für einen Gast

20.30 Diagnose der Schweiz

21.30 Musicorama

22.20 Der aufrechte Gang

22.50 Zwischen Tag und Traum

Programm 2

12.00 Für die Griechen in der Schweiz

12.40 Romanische Bauernsendung

13.00 Für die Spanier in der Schweiz

13.30 West Side Story

14.00 Kinderstunde

14.25 Musik am Hofe Friedrich des

Großen

15.30 Sendung für die Blinden

15.45 Selten gehörte Orchestermusik

17.05 Drei Lieder von Franz Schubert

17.15 Denkmal Pfeiffer

18.25 Europäische Jazz-Solisten

19.00 Klaviermusik von Haydn und

Beethoven

19.30 Kirche und Glaube

20.00 Benjamin Britten: Billy Budd

23.00 Die Sprechplatte

Montag, 13. Januar

Programm 1

6.10 Guten Morgen

6.20 Immer wieder gern gehört

6.50 Zum neuen Tag

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Klingende Kurzweil

10.05 Carl Orff: Aus dem Schulwerk,

2. Teil

10.20 Schulfunk

10.50 Beethoven: Drei Lieder

11.05 Das Melodien-Karussell

12.00 Musik um zwölf

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Für die Frau: Dur d'Wuche dure

14.30 Divertimento

15.05 Nachmittags-Ständchen

15.30 Häxäwärch

16.05 Unser Teekonzert

17.00 Aus aller Welt

17.30 Kinderstunde

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Sali mitenand

19.00 Sport heute

19.20 Echo der Zeit

20.00 Das Wunschkonzert

20.25 Unser Briefkasten

21.30 Helvetiastraße 17, Dialekthörspiel

22.20 Kommentare. Presseschau

22.30 Serenade für Lola

Programm 2

12.00 Midi-musique

16.00 Schweizer Kammermusik

17.00 Musica die sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Musikverein spielen

20.00 Das Montagsstudio. Carte blanche

20.30 Bilanz, Vision für Unpolitische

22.00 Avantgarde und Metier

22.45 Die neue Schallplatte

Dienstag, 14. Januar

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Blick in die Zeit

Programm 1 ] 10.05 Aus der Musik zu Romain Rollands

«14 juillet»

6.10 Guten Morgen

6.20 Gut aufgelegt

10.20 Schulfunk

7.10 Auto-Radio Schweiz

10.50 Aus der Musik zu Romain Rollands

«14 juillet»

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Tönende Souvenirs

11.05 Welterfolge des Musicals

10.05 Alte Musik für Blockflöte 12.00 Musik um zwölf

10.20 Huldrych Zwingli

12.40 Rendez-vous am Mittag

10.50 Altenglische Balladen

14.00 Für die Frau

10.55 Konsumentenfragen

14.30 Durch die weite Welt

11.05 So klingt's im Alpenland 15.05 Aus dem Plattenalbum

11.30 A der Oergeli-Hockete

16.05 Schwierigkeiten bei der Paketpost

12.00 Aus Feld und Stall

16.30 Musik zum Tee

12.40 Rendez-vous am Mittag

17.30 Jugendstunde

14.00 Gesundheit durch richtige Ernährung

. 18.15 Fyraabig

18.05 Von Tag zu Tag

14.30 Schulfunksendung in romanischer 19.00 Sport heute

Sprache

19.20 Echo der Zeit

15.05 Opernkonzert

20.00 Unterhaltungskonzert

16.05 Wir lesen vor

21.15 Diagnose der Schweiz

16.30 s'Kafichränzli

22.20 Kommentare

17.30 Jugendstunde

22.25 Jazzfestival Stockholm 1968

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Klingender Kompaß

Programm 2

18.55 Bettmümpfeli

12.00 Midi-musique

19.00 Sport heute

14.00 Musik am Nachmittag

19.20 Echo der Zeit

17.00 Musica die sine pomeriggio

20.00 Die Radio-Hitparade

18.00 Tafelmusik

20.30 Belgrad

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

21.00 Intermezzo mit dem Orchester 19.15 Notiziario

Stanko Selak

19.30 Musik für die Schweiz

21.15 Musik mit Cedric Dumont 20.00 Denkmal Pfeiffer

21.45 Unteilbare Welt

21.10 Selten gehörte Kammermusik

22.20 Kommentare

21.55 Theater heute

22.25 Jazz auf der Bühne

22.10 Zeitgenössische Schweizer Kammermusik

Programm 2

12.00 Midi-musique

14.00 Musik am Nachmittag

17.00 Musica di sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Musik für die Schweiz

19.45 Viagiond cul microfon

20.00 Sinfoniekonzert der Bernischen

Musikgesellschaft

21.30 Besinnliche Sendung für Musikfreunde

von Dr. Franz Kienberger

22.30 Liederrezital

23.00 Kammermusik

Mittwoch, 15. Januar

Programm 1

6.10 Musikalischer Auftakt

6.20 Schwyzerchoscht

6.50 Zum neuen Tag

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Entr'acte

10.05 Unter südlichem Himmel

11.05 Musik zur guten Laune

12.00 Paname

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Wir Frauen in unserer Zeit

14.30 Wie Kleintiere überwintern

15.05 Im Volkston

16.05 Jugendparty

17.30 Kinderstunde

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Tips und Tops

19.00 Sport heute

19.20 Echo der Zeit

20.00 Liebliche Tanzmelodien

20.15 Bi-n-ünsch uf Davaas

21.15 Musik aus dem Bündnerland

21.40 De Meitlisunntig

22.00 Alte Tänze

22.20 Kommentare. Presseschau

22.30 Sportrevue Spätausgabe

23.00 Wir bitten zum Tanz

Programm 2

12.00 Midi-musique

14.00 Musik am Nachmittag

17.00 Musica die sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Pop-Serenade

20.00 Zwei Werke des Walliser Komponisten

Jean Daetwyler

20.30 Nordische Musik

21.30 Kurt Tucholsky

22.25 Antonio Vivaldi

22.30 Historische Orgel in Siebenburgen

23.00 Antonin Dvorak

Donnerstag, 16. Januar

Programm

6.10 Guten Morgen

6.20 Gut aufgelegt

7.10 Auto-Radio Schweiz

Freitag, 17. Januar

Programm 1

6.10 Ländlicher Morgengruß

6.20 Vo Berg und Tal

6.50 Zum neuen Tag

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Land und Lüt

10.05 Kammermusik

10.55 Konsumentenfragen

11.05 Schweiz — Suisse — Svizzera

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Brösmeli

14.30 Was darf es sein?

15.05 Für Gesunde und Kranke

15.15 Musik kommt zu Besuch

16.05 Helvetiastraße 17

16.50 Intermezzo

17.25 Schulfunkmitteilungen

17.30 Kinderstunde

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Was gits Nöis?

18.55 Bettmümpfeli

19.00 Sport heute

19.20 Echo der Zeit

19.50 Weltchronik

20.00 «Seht euch diese Typen an!»

22.20 Kommentare. Presseschau

22.30 Wir spielen — Sie tanzen

Programm 2

12.00 Midi-musique

14.00 Musik am Nachmittag

17.00 Musica die sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Volkstümliches Konzert

20.00 Der Kopfhörer. Streiflicht

20.05 Forum der Kritik

20.40 Kunst und Künstler

20.50 Die menschliche Stimme, das Ur-

Instrument

21.45 Signorina Rosina

22.20 «Und als er an die Grenze kam ...»

22.50 Das Orgelwerk von J. S. Bach

Samstag, 18. Januar

Programm 1

6.10 Guten Morgen

6.20 Gut aufgelegt

6.55 Mys Gärtli

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Helvetisches Mosaik

9.00 Das Familienmagazin

10.05 Der Wetterfrosch

10.10 Die Musikbox

11.05 Hauskonzert

12.00 Unterhaltsames Konzert

12.40 Volkstümliche Melodien

Mit Musik ins Wochenend

13.00 Jetz schlohts 13! Anschließend:

14.00 Die Samstags-Rundschau

14.30 Neues vom Jazz

15.00 lxl der Volkswirtschaft

15.05 Welsche Lieder

15.30 Kleines Orchesterkonzert

16.05 Musik für den Kofferradio

17.00 Club 69

18.05 Von Tag zu Tag

18.20 Sportrevue

19.20 Echo der Zeit

19.45 Mensch und Arbeit

20.00 Ueberall isch Samschtig

20.15 «E gmiätlichä Hock i dr Rosä»

21.15 60 Minuten Unterhaltung

22.20 Kommentare

22.25 Sportrevue Spätausgabe

23.00 Zwischen Beat und Sweet

23.30 Tanzmusik

Programm 2

12.00 Klassisch-romantische Musik

13.30 Volksmusik aus Schweden und

Norwegen

14.00 Tänze und Tanzlieder

14.30 Kammermusik

15.00 Drei Orchestersuiten

16.00 Für den Schallplattenfreund

17.05 Cantate Romagnole

17.25 Per i lavoratori italiani in Svizzera

18.00 Das Berner Symphonische Bläser-

Ensemble spielt

18.30 Nossa enmissiun

19.00 Juke-Box

19.45 Viagiond cul microfon

20.00 Wir fragen — Sie antworten

21 00 Drei selten gehörte Werke der

Spätromantik.

FERNSEHPROGRAMM

Woche vom 12. bis 18. Januar

Sonntag, 12. Januar

9.55 Internationales Lauberhornrennen

11.00 Messe

11.55 Internationales Lauberhornrennen

12.55 Nachrichten der Tagesschau

13.30 Russisch für Sie

13.00 Telekolleg. Englisch

14.00 Wochenspiegel. Anschließend

• Sportresultate

14.45 Briefmarkenecke

15.00 Sing mit Horst. 35 Minuten

15.35 Hai hält durch. Jugendfilm

16.30 Verhaltensforschung bei Tieren

1. Ein Fußball spielt Entenmutter

16.55 Meine drei Söhne. Filmserie

17.20 Portugiesisch-Guinea

17.50 Nachrichten der Tagesschau

17.55 Sportresultate

18.00 Tatsachen und Meinungen«

18.45 Es darf gelacht werden

19.30 Sport am Wochenende

20.00 Tagesschau

20.15 Anastasia

21.55 Antonin Dvorak: Sonatine in

G-dur, op. 100

22.15 Tagesschau

22.20 Zur Nacht

22.30 Die Zuckerfarmer und ihre

Nachbarn

Montag, 13. Januar

18.15 Telekolleg. Deutsch

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Sportecho

20.00 Tagesschau

20.20 Für junge Leute: Hits a Go Go

21.05 Das Inserat. Sozialktritische

Untersuchung

21.55 Tagesschau

22.05 Russisch für Sie

Dienstag, 14. Januar

0.15 Der Glockenguß. 1. Teil. Schulfernsehen

10.15 Die Zuckerfarmer und ihre

Nachbarn. Schulfernsehen

18.15 Telekolleg. Mathematik

® btn alö uec BolUsfrcunö

Freitag, 10. Januar 1969 3

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Lieber Onkel Bill

20.00 Tagesschau

20.20 Welt der Musik

20.50 Der spanische Bürgerkrieg

22.15 Lesezeichen

22.20 Tagesschau

Mittwoch, 15. Januar

16.15 Tips für Sie. Frauensendung

17.00 Das Spielhaus. Kinderstunde

17.30 Heiko und Robi. Trickfilm.

Kinderstunde

Im hohen Norden. Filmbericht

über das Leben in Lappland.

Kinderstunde

Bergtiere im Winter. Filmbericht

Kinderstunde

18.15 Telekolleg. Englisch

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Familie Feuerstein

20.00 Tagesschau

20.20 Rundschau

21.15 Das Kriminalmuseum

22.30 Tagesschau

Donnerstag, 16. Januar

16.45 Le cinq ä six des jeunes.

Kinderstunde

18.15 Telekolleg. Physik

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Die seltsamen Methoden des

Franz Joseph Wanninger

Der teure Gatte

20.00 Tagesschau

20.20 Was bin ich?

21.10 Zauberer Petrochemie

21.55 Gramo von Balet

22.25 Tagesschau

22.35 Plauderei am Tagesende

Freitag, 17. Januar

14.15 Der Glockenguß

1. Teil. Schulfernsehen

15.15 Der Generalstreik. Schulfernsehen

17.00 II Saltamartino. Kinderstunde

18.15 Telekolleg. Geschichte

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Ganz harmlos fing es an

20.00 Tagesschau

20.20 Sherlok Holmes und das

Halsband des Todes

21.50 Tagesschau

22.00 Spektrum Schweiz

22.30 Sprechstunde

Samstag, 18. Januar

9.30 Russisch für Sie

10.00 Telekolleg. Mathematik

10.45 Telekolleg. Deutsch

12.55 Internat. Hahnenkammrenneit

14.00 Un'ora per voi

15.15 Telekolleg. Geschichte

16.15 Chemie von früh bis spät

16.45 Jugend-tv

17.30 Die Abenteuer der Cappuccetto

18.00 Tips für Sie. Frauensendung

18.30 Hucky und seine Freunde

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Das Kalenderblatt

19.20 Flipper

19.45 Das Wort zum Sonntag

20.00 Tagesschau

20.20 Salto Mortale

21.20 Intermezzo

21.30 Teilübertragung eines Ei»-

hockeyspiels

22.45 Sportbulletin

22.50 Tagesschau

23.00 100 000 Dollar Lösegeld

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Geburten: 1. Thomas Andreas, des Johann Siegenthaler-Odermatt

Zahntechniker, Kreuzstraße, Kägiswil. 1. Andrea Sonja, des

August Wallimann-Haas, Mechaniker, Zeig Alpnach. ^- E sther Elisabeth

des Arnold Gasser-Bitterli, Innenarchitekt, Obsee, Lungern. 3.

Richard Theodor, des Josef Omlin-Bucher, Schaltwarte^ Aaried, Giswil

4. Christian Albert, des Rudolf von Deschwanden-Hubscher Maschinist,

Kägiswilerstraße, Kerns. 4. Johanna Helena des Albert

Egger-Windlin, Landwirt, Mühlematt, Kerns. 5. Manuela, des Hans

Britschgi-Minnig, Landwirt, Längacher, Sarnen 5. Georgette Marie-

Rose des Georges Odermatt-Meichtry, Hilfsarbeiter, Kernserstraße

25, Sarnen. 6. Victor Rudolf, des Samuel Steiner-Dillier Kaufmann,

St Nikiausgasse 18, Kriens. 7. Ruth Hedwig, des Josef Ming-Halter,

Bauzeichner, Eibach, Lungern. 8. Markus Melchior, des Johann Buren-

Abächerli, Käser, Bachschweifi, Schwendi. 8. Yvonne Ursula, des

Anton Bucher-Rothenfluh, Automechaniker, Eichistraße, Alpnach.

9. Susanna Ruth, des Josef von Deschwanden-Truttmann, Elektromechaniker,

Bitzi, Sachsein. 9. Brigitte, des Albert Durrer-Wicki,

Landwirt, Obburg, Kerns. 10. Martin Georg, des Werner Rohrer-

Studhalter, Elektriker, Wißibach, Sachsein. 10. Andrea Rita, des

Bruno Baumann-Durrer, Kaufmann, Hochhausstraße 2, Sarnen. 10.

Pius Balz, des Pius Wallimann-Imfeld, Briefträger, Sonnenberg, Alpnach.

13. Orlando, des Alois Amrein-Blum, Bauschlosser, Schoried,

Alpnach. 13. Monica Carolina, des Melchior Fanger-Rohrer, Kantonspolizist,

Landhaus, Wilen. 13. Julia Margrit, des Alois Spichtig-Arnold.

Spengler, Siebeneich, Kerns. 15. Anton Albert, des Paul Niederberger-

Wälti, Landwirt, Stein, Großteil, Giswil. 16. Monika, des Albert von

Deschwanden-Schälin, Landwirt, Feld, Dietried, Kerns. 16. Rudolf,

des Cherubim Degelo-Omlin, Maschinenmechaniker, Haltenmatte,

Sachsein. 17. Jost Alfons, des Karl Zurmühle-von Wyl, Landwirt,

Dörfli Kägiswil. 18. Roland Anton, des Werner Imfeld-Jans, Elektromonteur,

Dießelbach, Lungern. 19. Peter Kilian, des Alois von Moos-

Rohrer, Landwirt, Sagenmatte, Edisried, Sachsein. 19. Karin, des Paul

Spichtig-Bieri, Maler, Hochhausstraße 4, Sarnen. 25. Rudolf, des Fridolin

Wallimann-Bucheli, Landwirt, Guetschwand, Alpnach. 25. Susanna

Margrit, des Alois Imfeid-Bacher, Bauarbeiter, Sattelmatt,

Bürglen Lungern. 25. Brigitte Margrit, des Albert Hofer-Müller,

Metzgermeister, Dorf, Kerns. 27. Pia Theresia, des Paul von Moos-

Fuchs, Fabrikarbeiter, Steinen, Sachsein. 28. Nadia Agnes, des Bruno

Kaiser-Röthlin, Schreiner, Hohfur, Kerns. 29. Dorothea Berta, des

Walter Windlin-Limacher, Landwirt, Biel, Kerns. 30. Hans Ulrich, des

Karl Jakober-Ettlin, Landwirt, Bitzighofen, Sarnen. 30. Ivonne Rosa,

des Alois Gasser-Camenisch, Elektromechaniker, Mattli, Kerns. 30.

Catharina Agnes, des Ernst von Rotz-Röthlin, Landwirt, Deschwandi,

Kerns.

Ehen: 8. Tschupp Friedrich, Former, von Emmen, in Sarnen,

Rütistraße 13, mit Hintermann Irene, von Beinwil am See, wohnhaft

in Beinwil am See. 15. Burch Walter, Landwirt, von und in Sarnen,

Schwendi, Rufiblick, mit Burch Anna, von und in Sarnen, Wilen,

Klingen. 18. Wirz Walter, Formenmacher, von und in Sarnen, Feldheimstraße

2, mit Wilkens Sigrid, deutsche Staatsangehörige, in Sarnen,

Handelshof 5. 20. Imfeid Josef, Privat, von Lungern, in Sarnen,

Kirchstraße, mit Amstad geb. Bucher Marie, von Beckenried, in

Schwyz.

Todesfälle: 2. Franz Albert Theodor, Landwirt, von Sarnen,

in Alpnach, Dorf, Grund, geb. 2. Januar 1906, ledig. 3. von Wyl geb.

Franz Marie, Hausfrau, von und in Sarnen, Kägiswil, Dörfli, geb.

9. September 1884, Witwe des von Wyl Ferdinand. 4. Sigrist geb. Hug

Marie, Hausfrau, von und in Sarnen, Schwendi, Egg, geb. 6. Dezember

1888, Ehefrau des Sigrist Walter. 5. Imfeid geb. Heinzenknecht

Anna, Hausfrau, von Alpnach, wohnhaft in Sarnen, geb. 15. August

1888, Witwe des Imfeid Walter. 5. Dansky geb. Bolliger Bertha, früher

Hoteliere, von Schmiedrued, in Sarnen, Wilen, Hotel Waldheim, geb.

10. Mai 1894, Witwe des Dansky Vladimir. 9. Michel geb. Vogt Maria

Aloisia, Hausfrau, von und in Kerns, Sidern, geb. 24. Januar 1906,

Ehefrau des Michel Bernhard Johann. 9. Giczy Adele, früher Kindergärtnerin,

ungarische Staatsangehörige, in Sachsein, Caritasheim, geb.

26. Juli 1898, ledig. 13. Wyrsch Anna Elisabeth (Schwester Rosa), Ordensfrau,

von Buochs, in Sarnen, Frauenkloster, geb. 2. Dezember

1894, ledig. 14. Niederberger geb. Arnold Christina, Hausfrau, von und

in Dallenwil, Walli, geb. 3. Februar 1908, Ehefrau des Niederberger

Karl Remigi. 15. Furrer Josef, Händler, von Lungern, in Sarnen, Gartenstraße

1, geb. 2. März 1892, Ehemann der Karolina geb. Britschgi.

20. Müller Josef Alois, Landwirt, von und in Sarnen, Schwendi,

Dickenbiel, geb. 5. März 1893, Ehemann der Emma geb. Schrackmann.

22. Imfeid geb. Gasser Karolina, Hausfrau, von Lungern, in Sarnen,

Bürgerheim, geb 9. April 1875, Witwe des Imfeid Franz. 24. Gasser

geb. Mathis Wilhelmina, Hausfrau, von Lungern, in Sarnen, Riedli,

geb. 17. Februar 1894, Witwe des Gasser Paul. 25. von Rotz Melchior

Josef, Landwirt, von Kerns, in Sarnen, Foribach, geb. 1. Januar 1911,

Ehemann der Rosa geb. Schmid. 26. Hensler Bernhard, Pfarr-Resignat,

von Brienz (Graubünden), in Giswil, Kleinteil, geb. 16. Mai 1891, ledig.

28. Bucher geb. Dähler Margaretha, Hausfrau, von Kerns, in Alpnach,

P o l e n b l u t

Operette von Oskar Nedbal

Spieldaten:

Zivilstandsnachrichten für den Monat November 1968

Sonntag, 12., 19., 26. Januar 15.15 Uhr

Donnerstag, 16., 30. Januar 20.15 Uhr

Samstag, 18. Januar, 1., 8. Februar 20.15 Uhr

Mittwoch, 22. Januar, 5. Februar 20.15 Uhr

Freitag, 24., 31. Januar, 7. Februar 20.15 Uhr

Dienstag, 28. Januar

20.15 Uhr

Billettvorverkauf: Beck-Kopp, Wollenhof.

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Dorf, Brünigstraße, geb. 5. Mai 1894, Witwe des Bucher Joseph. 29.

Burch Franz Josef, Bauunternehmer, von und in Sarnen, Schwenai,

Moos, geb. 16. Mai 1901, Ehemann der Ida geb. Omlin. 29. Dillier Marie,

Privat, von Sarnen und Kerns, wohnhaft in Sarnen, Rathausgasse,

geb. 13. März 1895, ledig.

Geburten: Keine.

Kerns

Ehen: 22. Ettlin Walter Theodor, Buchhalter, von und in Kerns,

mit Britschgi Verena Josefina, von Sarnen, wohnhaft in Kerns.

Todesfälle: 4. Windlin geb. Durrer Marie, geb. 24. Juni 1887,

von und in Kerns, Witwe des Windlin Remigius. 13. Durrer Eduard,

geb. 6. Juni 1887, von und in Kerns, Witwer der Marie geb. von Rotz.

29. Schwarz Hans, geb. 31. Mai 1893, von Effingen (Aargau), wohnhaft

in Kerns, Ehemann der Frieda geb Hartmann.

Geburten: Keine.

Sachsein

Ehen: 8. Kathriner Werner Jakob, Hilfsarbeiter, von Sarnen, in

Sachsein, mit Britschgi Verena Anna, von Sarnen, in Sachsein. 15.

Rohrer Johann Paul, Landwirt, von und in Sachsein, Brichenried, mit

Rohrer Bertha Marie, von Sachsein, in Sachsein, Obermatt. 16. Bucher

Franz Rudolf, technischer Kaufmann, von Sachsein, in Luzern,

Hubelrain 21, mit Bürli Adelheid, von Zell (Luzern), in Emmen.

Todesfälle: Keine.

Alpnach

Geburten: 16. Brigitte Ida, des Emil Marzell Küchler, Mostereiangestellter,

Niederstad, Alpnachstad.

Ehen: 16. Wallimann Josef Nikodem, Fabrikarbeiter, von und

in Alpnach, Sattel, mit von Holzen Ida Hedwig, von Ennetbürgen, in

Alpnach, Unterdorf.

Todesfälle: 10. Vogler geb. Kiser Christine, geb. 4. April 1888,

von Lungern, in Alpnach, Sonnegg, Witwe des Vogler Johann. 18. Zumbühl

geb. Imfeid Justina Emma, geb. 30. September 1887, von Stans,

in Alpnachstad, Brunnmatt, Witwe des Zumbühl Nikiaus. 20. Vogel

geb. Halter Marie Agatha, geb. 18. Juni 1896, von Engelberg, in Alpnach,

Bächli, Witwe des Vogel Franz Gabriel. 23. Tessaro Antonio

Felice, Steinrichter, geb. 10. Juli 1898, italienischer Staatsangehöriger,

in Alpnach, Guber, Ehemann der Luigia Apollonia geb. Gesiot.

Giswil

Geburten: Keine.

Ehen : 6. von Ah Johann Josef, Landarbeiter, von und in Giswil,

Großschwand, mit Sigrist Marie Louise Frieda, von und in Sarnen,

Schwendi.

Todesfälle: 7. Enz Alois Roman, alt Werkführer und Sektionschef,

von und in Giswil, Diechtersmatt, geb. 23. Dezember 1891,

Witwer der Katharina Adelina geb. Sigrist. 30. Scherer Johann, alt

Zimmermann, von Flühli (Luzern), in Giswil, Brunnegg, geb. 27. Juni

1899, Ehemann der Anna Veronika geb. Theuerzeit.

Geburten : Keine.

Lungern

Ehen: 8. Gasser Andr4 Franz, Hotelier, Lungern, mit Küng

Anneliese Helga, Lungern.

Todesfälle: 11. Widler-Geißer Johann Albert, Schuhmachermeister,

Dorf, geb. 19. Februar 1903. 14. Gasser Josef, Pfarr-Resignat,

Mühlebach, geb. 25. März 1883. 21. Christen-Filliger Karl Josef, Vertreter,

Stans, Neuweg 14, geb. 27. April 1911.

Geburten: Keine.

Engelberg

Ehen: 14. Infanger Franz Theodor, Bahnangestellter, von und

in Engelberg, mit Burri Brigitta, von Luzern, in Engelberg. 29. Häcki

Walter Heinrich, cand. med., von Engelberg und Luzern, in Unterägeri,

mit Hofer Rita Marie, von Luzern und Meggen, in Horw. 29. Ledergerber

Elmar Beda, lic. phil., von Andwil, in Engelberg, mit Gabriel

Ruth, von Waltensburg/Vuorz, in Ebikon.

Todesfälle: Keine.

Sarnen, den 11. Dezember 1968.

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AZ Samen, Dienstag, 14. Januar 1969 99. Jahrgang — Nr. 4

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Konservativ-christlichsoziales Organ

Erscheint Dienstag und Freitag

Verantwortlich für die Redaktion

Die Redaktionskommission, Telefon 85 15 17

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Obwalden). - Vorschriften betr. Plazierung, Schriftwahl

und Arrangement werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme

jeweils Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

j - C o n s t a n t i n L ü t h o l d P f a r r e r in K e r n s

Grabrede von H. H. Kommissar Alois Marty,

Sarnen

Christliche Trauergemeinde!

Zum zweiten Mal obliegt mir die Aufgabe,

einem verdienten Pfarrer dieser Gemeinde zum

Abschied ein Wort des Gedenkens und des Dankes

auszusprechen.

Am 25. Mai 1963 sind wir an der Totenbahre

des langjährigen Pfarrers Johann Fanger gestanden.

Heute, allzufrüh nach menschlichem

Ermessen, müssen wir Abschied .nehmen von

seinem Nachfolger im Amte, von Herrn Pfarrer

Constantin Lüthold.

Niemand von uns ahnte wohl an jenem 14.

Januar 1962, als er feierlicherweise Einzug in

seine Pfarrgemeinde Kerns gehalten hat und

ich ihm die Schlüssel zu seinem Priesterwirken

überreichen durfte, daß ihm nur 7 Jahre

in dieser Gemeinde beschieden sein sollten.

Aber es waren 7 Jahre emsiger, pflichtbewußter

und reicher Sämannsarbeit, die ihm schnell

das volle Vertrauen der Pfarrgemeinde einbrachten.

Viele wußten in den vergangenen Monaten

um seine ernste Lage, um die heimtückische

Krankheit, die seine Kräfte langsam aufzehrte.

Aber der Tod trat doch am Mittwochnachmittag

unerwartet rasch in der Klinik St. Anna in

Luzern an sein Leidenslager, nachdem sein

Vater und der treue Bruder Ernst wenige Minuten

vorher ihren trostvollen Besuch beendet

hatten.

Wir trauern heute um den Verlust eines eifrigen,

hochverdienten und mit reichen Geistesgaben

ausgestatteten Pfarrers.

Constantin Lüthold erblickte das Licht der

Welt am 6. September 1912 in Alpnach, in einer

Lehrersfamilie, die ihm Geborgenheit, Anregung

und viele Freuden schenkte. Nach einer

unbeschwerten Jugend, nach der Primarschulzeit

in seinem Heimatdorf, zog er als lernbegieriger

Schüler an die Klosterschule von Engelberg.

Man wurde bald auf den geweckten und

vielseitig begabten Schüler aufmerksam. Er

wurde Senior der Studentenverbindung Angelo

Montana. 1934 schloß er mit der Matura seine

Gymnasialstudien ab. Im Herbst darauf kam

der Eintritt in das Priesterseminar St. Luzi in

Chur. Am 3. Juli 1938 wurde Constantin Lüthold

zum Priester geweiht, darauf folgte die

Primiz in seiner Heimatkirche Alpnach. In Engelberg

war der Verstorbene Mitschüler des

heutigen Abtes Dr. Leonhard Bösch. Im Priesterseminar

in Chur war er Klassengenosse des

hier anwesenden Diözesanbischofs Dr. Johannes

Vonderach. Wir danken beiden, daß sie

als Ausdruck ihrer hohen Wertschätzung dem

verstorbenen Mitbruder heute die letzte Ehre

erweisen. Wir danken auch dem hochwürdigsten

Abt von Muri-Gries, Dr. Dominikus Löpfe,

für seine Teilnahme, mit dessen Kollegium der

Verstorbene in reichem Maße verbunden war.

Am 15. August 1938 begann er als Kaplan

seine Tätigkeit in der weit verzweigten Gemeinde

Sarnen, 1948—1962 wirkte er als Pfarrhelfer

daselbst. Ueber 23 Jahre durfte ich als

sein Pfarrer die Entfaltung seines reichen Wirkens

miterleben. Neben der Seelsorge in Unterricht,

im Predigtamt, im Beichtstuhl und

am Krankenbett oblag ihm die Betreuung der

männlichen Jugendvereine, der Pfadfinder, der

Rover, der Jungmänner und der Kolpingsfamilie.

Ich weiß, wie er das Vertrauen der jungen

Menschen besaß und wie viele Jungmänner und

Männer heute noch dem einstigen Präses in

Liebe zugetan sind. Für all seine Arbeit, für

seine zuverlässige und treue Mitarbeit danke

ich ihm noch einmal über das Grab hinaus.

Sein Wirken bleibt in Sarnen unvergessen.

Als der hochverdiente Schulinspektor Pius

Britschgi aus Obwalden wegzog, um die Pfarrei

Gersau anzutreten, war es nicht schwer,

einen geeigneten Nachfolger zu finden. Die

Tüchtigkeit des Pfarrhelfers von Sarnen war

den Schulbehörden schon längst bekannt. So

führte er neben dem vollgerüttelten Maß der

Seelsorgearbeit in Sarnen durch viele Jahre

das Schulinspektorat von Obwalden mit Hingabe

und Würde. Der versierte Schulmann

wurde bald darauf in den kantonalen Erziehungsrat

gewählt, dem er bis zu seinem Tode

angehörte. Ich weiß, wie sein Votum dort, oft

mit Schalk und Humor gewürzt, sehr geschätzt

war.

OBWALDEN

Neben dieser reichen Tätigkeit, die nur ein

kerngesunder Mann bestreiten konnte, diente

er der Heimat und der Armee als Feldkrediger-

Hauptmann. Constantin Lüthold hatte auch ein

großes Geschick für Zahlen und Bilanzen. Mit

dem Stumpen im Mund saß er gern hinter

Rechnungsbüchern. Durch viele Jahre, bis zur

letzt jährigen Gründung der diözesanen Priesterpensionskasse,

führte er mit viel Geschick

und Freude die Alters-, Invaliden- und Sterbekasse

der Priesterkapitels Obwalden, sowie

die kantonale Kasse «Für das Alter». Nur seiner

schnellen Auffassungsgabe, seiner eisernen

Gesundheit ist es zuzuschreiben, wenn er dieses

übervolle Maß an Arbeit zur Zufriedenheit

aller bewältigen konnte.

Dann kam seine Wahl als Pfarrer der Gemeinde

Kerns. Nicht gern ließen ihn die Sarner

ziehen, aber wir freuten uns, daß wir der

großen Gemeinde Kerns diesen eifrigen und

frommen Priester, diesen tüchtigen Schaffer

und erfahrenen Seelsorger übergeben konnten.

Als solcher hat er sich in reichem Maß in seiner

neuen Tätigkeit bewährt. Wir wissen, wie

schnell er das Vertrauen der Jugend, der Behörden

und der Gläubigen fand. Anläßlich der

Restauration der Pfarrkirche war es für die

Kommission eine Freude, mit Pfarrer Lüthold

planen und zusammenarbeiten zu dürfen. Daß

Kerns heute über ein so herrlich restauriertes

Gotteshaus verfügt, ist ein weiteres Verdienst

des verstorbenen Pfarrers. Hingebungsvoll, ein

Schaff er bis in die tiefe Nacht hinein, sich

nicht einmal rechte Ferien gönnend, ist er als

Pastor bonus dieser Gemeinde vorgestanden,

bis vor Jahresfrist die heimtückische Krankheit,

die man zuerst nicht recht erkannte, ihren

Anfang nahm. Nun ist dieses reiche Priesterleben

erloschen. Voll Trauer stehen wir an

der Bahre dieses edlen Priesters. Wir danken

dem Verstorbenen für das Beispiel eines guten

und opferbereiten Seelsorgers, für seine treue

und hingebende Sorge in so vielen Belangen

und Sparten des Lebens.

Ich danke im Namen des hochwürdigsten

Bischofs der Pfarrgemeinde von Kerns, den

Behörden, den Familien und der Jugend für

das Vertrauen, das sie ihrem Seelsorger in

dieser kurzen Zeit seiner Tätigkeit geschenkt

haben. Wir teilen uns in ihre Trauer und hoffen

gerne, daß ihnen von Gott reicher Trost

zu teil wird, im Wissen, daß seine Vorsehung

unerforschlich und für uns Menschen oft unbegreiflich

ist, in der Hoffnung, daß durch unser

gemeinsames Gebet diese schmerzliche Lücke,

die da aufgerissen wurde, bald durch einen

guten Seelsorger wieder ausgefüllt werde.

Wir danken den Angehörigen des teuren

Verstorbenen, vor allem dem hochbetagten

Vater, für alles was sie ihrem Sohn und Bruder

auf den Priesterweg mitgegeben haben.

Wir teilen ihren Schmerz und versichern ihnen,

daß wir den lieben Verstorbenen nicht vergessen

werden.

Ich danke dem geistlichen Vater, Herrn

Pfarr-Resignat Josef Odermatt in Alpnach, für

alles, was er an Liebe und Güte seinem geistlichen

Sohn geschenkt hat.

Ich danke den beiden geistlichen Söhnen,

Dr. P. Frowin Müller vom Kollegium und Vikar

Andreas Burch von Zürich-Altstetten, die

dem Verstorbenen selber viel zu danken haben,

haben sie ihn doch in seiner Jugendarbeit

kennen und schätzen gelernt, ich danke ihnen,

daß sie dem Verstorbenen viel Freude und sonnige

Stunden gebracht haben.

Ich danke den Mitseelsorgern in Kerns, dem

Herrn Pfarrhelfer und Herrn Kaplan, für die

vermehrte Arbeit in den Tagen der Krankheit,

allen andern Seelsorgern vom Kollegium, Kapuzinerkloster

und Kloster Melchtal, den Geistlichen

aus dem Weltklerus, die bereitwillig

Aushilfe geleistet haben.

Ich danke der langjährigen, treuen Haushälterin,

Frl. Anna Lütolf, und allen andern,

die den Haushalt des verstorbenen Pfarrers geführt

haben. Gott möge ihnen alles lohnen!

Wenn auch im Priesterkapitel Obwalden

Leichenreden nicht üblich sind, so war doch

dieses Wort des Gedenkens und des Dankes

wohl am Platz.

Wir Seelsorger nehmen heute Abschied von

einem guten Mitbruder und treuen Freund, das

Volk nimmt Abschied von einem seeleneifrigen

Priester.

Wir kennen Gottes Ratschluß nicht, wir wissen

nicht, warum er bei diesem Priestermangel

unsern hochverehrten und geschätzten Pfarrer

Constantin Lüthold allzufrüh von uns genommen

hat.

Wir beten alle, daß sich Gott unser erbarme

und dem Volk wieder gute, opferbereite und

idealgesinnte Priester schenke, nach dem Beispiel

unseres Verstorbenen. Herr gib ihm die

ewige Ruhe!

Wechsel in der Leitung der Kantonalen

Amtsstelle für Zivilschutz

Mit Schreiben vom 10. Januar teilt der bisherige

Chef der kantonalen Amtsstelle für Zivilschutz,

Major Hermann von Ah, den Gemeindebehörden

und Ortchefs mit, daß der Regierungsrat

seinem Gesuche um Entlastung

von der genannten Amtsstelle per 31. Dezember

1968 entsprochen hat. Als neuer Chef wurde

sein bisheriger Sekretär, Karl Berchtold,

Giswil gewählt. Wir gratulieren!

Kreiskommandant von Ah hat sich um die

HELLMUT GOLL WITZER


16 Bericht einer Gefangenschaft

Wer im Westen beobachtet, wie sinnwidrig

die Massen aller Schichten Woche für Woche

ihren Sonntag zuschanden machen, kann in

dem Schicksal, das dem Sonntag in der Sowjetunion

zuteil wird, nur das Fazit dessen sehen,

was im Westen ständig mit ihm geschieht. Da

er im Westen seinen positiven Sinn der Gott

und dem Hören seines Wortes gewidmeten Ruhe

verloren hat, behielt er im Sowjetsystem,

das das Fazit des Westens zieht, nur noch den

negativen Sinn des «wychodnoj», des arbeitsfieien

Tages. Bekanntlich war in der Sowjetunion

vor dem letzten Kriege in vielen Betrieben

schon die Fünftagewoche eingeführt; mit

ihr war ein wesentliches Moment des Sonntages

weggefallen, das gemeinsame Feiern der

ganzen Bevölkerung; nicht einmal für die Mitglieder

einer Familie gab es einen gemeinsamen

Feiertag. Durch den Krieg kam man wieder

auf eine sechstägige Arbeitswoche, um die

Produktion zu steigern. So ist heute in den

russischen Ortschaften wieder mehr ein sonntägliches

Gepräge erkennbar: die Mehrzahl der

Einwohner hat arbeitsfrei, viele tragen besseres

Gewand und treiben sich beschäftigungslos auf

den Straßen umher. Geblieben aber ist der nur

negative Charakter dieses «arbeitsfreien Tages»

und geblieben ist, daß nur ein Teil der Bevölkerung

an ihm gemeinsam ruhen kann. So bekommt

das Land nie das sonntägliche Aussehen,

das unseren Sonntagsgenuß zuhause so

erhöht, wie wir uns dessen erst in der Gefangenschaft

sehnsüchtig bewußt werden. Die

Bauern nutzen den Tag, um ihre Privatgrundstücke

zu bestellen, die Fabriken arbeiten mit

beschränkten Schichten weiter, die Schwerindustrie

auch mit vollen Schichten, die Fabriksirenen

stöhnen wie alle Tage pfeifend

durch die Luft. «Rußland — das Land ohne

Glocken, das Land ohne Sonntag», sagten die

Landser verächtlich, wenn sie den ganzen Abstand

des sowjetischen Lebens vom Leben in

der Heimat ausdrücken wollten.

Ihnen selbst, den Kriegsgefangenen, standen

nach Anweisung der Sowjetregierung seit

dem Uebergang zur Friedenswirtschaft im Monat

drei freie Tage zu. Sie hätten uns dazu

dienen können, an diesen Tagen wenigstens

aus Arbeitstieren wieder zu Menschen zu werden.

Es wurde uns oft genug verdorben, und

vielen war die Fähigkeit, sie dazu zu nützen,

schon erstorben. In den ersten Jahren wurde

aus dem «wychodnoj» der Tag, der von der

Produktionsarbeit, keineswegs aber von der

Arbeit überhaupt frei war. Die Lager mußten

ausgebaut, gereinigt, vor allem aber zo verschönt

werden durch Blumenbeete, Sportanlagen,

Einrichtungen aller Art, daß der Kommandant

sie den häufigen Kommissionen mit

Stolz vorführen konnte; die russischen Lageroffiziere

wollten ihre Aecker bestellt und allerlei

sonstige Hausarbeiten verrichtet haben, sie

wollten an den Gefangenen auch einige private

Rubel verdienen und verliehen sie an ihre

Freunde zu privaten Arbeiten oder die Gefangenen

verdingten sich selbst dorthin, um sich

dabei einmal sattessen zu können. Die deutsche

Lagerführung hätte durch bessere Regelung

für viele dennoch den Sonntag sichern können,

war aber oft zu teilnamslos, gefühlsroh und

geistlos, als daß sie sich dafür eingesetzt und

die Notwendigkeit erkannt hätte, dem erschöpten

Landser den Sonntag mit menschlichem Gehalt

zu füllen. So wurde der Gefangene meist

auch dieses Tages beraubt. Vom Barackenreinigen

zum Kleiderumtausch, von dort zum Gemüsesetzen

im Garten des Kommandanten,

dann zur Gesundheitsbesichtigung und schließlich

zum Erneuern des Lagerzaunes gejagt,

sank er abends auf seine Pritsche und war

froh, den widerwärtigsten Tag der Woche hinter

sich zu haben und am Montag wenigstens

wieder an seiner gewohnten, gleichmäßigen

Arbeit zu stehen. Blieb der Sonntag aber wirklich

einmal frei und ruhig, dann war seine Inhaltslosigkeit

nur denen eine Freude, die sie

mit eigenem Gehalt zu füllen wußten. Für viele

war das Sichselbstüberlassen eine schwere

Last. Stundenlang lagen sie schweigend auf

den Pritschen und starrten die von den Blutflecken

zerdrückter Wanzen besäte Decke an.

Die Gedanken und Gespräche galten der Heimat.

Sah ich sie so liegen und plaudern, dann

fragte ich mich, wie oft man wohl in der Geschichte

von einer so großen Anzahl Menschen

wie von diesen Hunderttausenden deutscher

Gefangener von vornherein habe wissen können,

was als einziger Inhalt ihr Denken und

Sprechen ausfüllt, als einzige Frage sie alle

unablässig bewegt: die Heimat und die Heimkehr.

die Heimat lag in grauem Dunkel hinter

uns, die Heimkehr erhofft, aber höchst ungewiß

und unberechenbar vor uns. Spärlich nur waren

die Nachrichten, die uns in den ersten Monaten

erreichten. Es gab die mit wochenlanger


Belange des Zivilschutzes auf eidgenössischer

und kantonaler Ebene sehr verdient gemacht.

Trotz anfänglicher Passivität bei Behörden und

Volk hat er sich unermüdlich und mit Ueberzeugung

für die Notwendigkeit des Zivilschutzes

als integralen Bestandteil einer totalen Landesverteidigung

eingesetzt. Nicht vergessen

sind auch die zweckmäßigen Maßnahmen, die

er für Obwalden im Erdbebenjahr 1964 getroffen

hat. Hermann von Ah erhielt sogar den

Auftrag, darüber auf internationaler Ebene zu

referieren, und seine Vorschläge wurden von

ausländischen Organisationen übernommen.

Die Bevölkerung von Obwalden ist Major von

Ah für seine dem Zivilschutz geleisteten Dienste

zu großem Dank verpflichtet. Gerne gönnen

wir ihm für die Zukunft etwas geruhsamere

Jahre.

Aus der evang.-reformierten Kirchgemeinde

Einführung des Frauen- Stimm- und

Wahlrechtes

Im Anschluß an den Gottesdienst findet

Sonntag, den 19. Januar in Samen eine außerordentliche

Kirchgemeindeversammlung statt.

Die Haupttraktanden sind: Einführung des

Frauen- Stimm- und Wahlrechtes. Herabsetzung

des stimm- und wahlfähigen Alters auf

18 Jahre. Teilabänderung der Gemeindeordnung

vom 10. Juli 1955 entsprechend den gefaßten

Beschlüssen.

Nebst den stimmberechtigten Gemeindegliedern

sind auch die Frauen und Töchter zur

Teilnahme an der Versammlung eingeladen.

Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde

Obwalden ist damit als erste gewillt, von den

in der neuen Kantonsverfassung gewährten

Rechten Gebrauch zu machen. Gemäß Art. 5

der Kantonsverfassung ordnen die öffentlichrechtlich

anerkannten Kirchen ihre Angelegenheiten

selbständig. Art. 18/2 sagt ferner:

Weitergehende politische Rechte der Frau

können durch Gesetz und in Gemeindeangelegenheiten

überdies durch Gemeindebeschluß

gewährt werden. Dieser letzte Satz bietet wohl

die hinreichende rechtliche Grundlage für die

Einführung des Frauen- Stimm- und Wahlrechtes

in der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde

Obwalden. Wir wünschen unseren

evangelischen Mitbrüdern für den kommenden

Sonntag eine fruchtbare und zukunftweisende

Tagung. K. R.

Im Dienste fürs Vaterland gestorben

Von einem ehemaligen Kdt im Füs Bat 47

erhalten wir zur Soldaten-Gedenkfeier im Dezember

in Samen folgenden Nachtrag:

Als vor 50 Jahren, im Herbst 1918, eine bis

anhin unbekannte Grippewelle unser Land in

tiefe Trauer versetzte, blieben auch die Wehrmänner

im Aktivdienst, insbesondere jene, die

als Folge des Generalstreiks zum Ordnungsdienst

in unsere Städte Luzern, Zürich, Basel,

Bern usw. aufgeboten wurden, nicht verschont.

So meldete der Oberfeldarzt der Armee am 15.

Dezember 1918 für den Monat November folgende

Zahlen:

5. November: 1136; 10. November: 1921; 15.

November: 3943; 20. November: 14 023; 25. November:

10 323; 30. November: 5999 an Grippe

erkrankte Soldaten, wovon 837 Fälle tödlich

verliefen. Die zuständigen Kommandanten gaben

die folgenden Todesfälle von Unterwaldner

Milizen bekannt, die teils im Kantonsspital,

teils im St. Karlischulhaus, Luzern, das in ein

Notspital umgewandelt worden war, so unerwartet

ins Jenseits abberufen wurden:

22. November

Lt. Omlin Wilhelm 1/29, von Samen 25 Jahre

24. November

Füs. Kaiser Alois, IV/47, Stans 21 Jahre

Lt. Z'graggen Albert, Bat. 47 25 Jahre

25. November

Füs. Infanger Niki., 11/47, Alpnach 26 Jahre

Füs. Matter Maurus, 11/47, Engelberg 32 Jahre

Mtr. Ettlin Balz, 11/29, Kerns 22 Jahre

Füs.Flury Theodor, 111/47, Ennetmoos 23 Jahre

San. Soldat Fruonz Jos., 11/47, Samen 30 Jahre

Füs. Rohrer Bruno, 1/47, Sachsein 20 Jahre

Füs. Infanger Maurus, 11/47, Engelberg 21 Jahre

Schütz Käslin Adolf, III/47, Beckenried 23 Jahre

Füs. Halter Theodor, 11/47, Giswil 30 Jahre

26.November

Füs. Amstutz Eugen, 1/47, Engelberg 29 Jahre

Füs Amstutz Alfred, 1/47, Engelberg 30 Jahre

Füs. Vogler Maria, 1/47. Lungern 26 Jahre

27. November

Füs. Burch Josef, III/47, Samen 31 Jahre

Schütz Niederberger Josef, III/47, Obbürgen

25 Jahre

Gfr. Hurschier Walter, Mtr., 1/29, Engelberg

29 Jahre

Füs. Durrer Josef, 11/47, St. Niklausen 21 Jahre

28. November

Füs. Risi Josef, IV/47, in Gisikon 25 Jahre

Füs. Häcki Karl, 1/47, Engelberg 27 Jahre

Mtr. Bünter Adolf, 1/29, Ennetmoos 25 Jahre

Schütz Blättler Peter, HI/47, Obbürgen 24 Jahre

29. November

Füs. Imfeid Ignaz, 1/47, Lungern 29 Jahre

I. Dezember

Füs. Gasser Oswald, 11/47, Hergiswil 28 Jahre

3. Dezember

Füs. Keiser, Eduard, 111/47, Hergiswil 29 Jahre

II. Dezember

Füs. Heß Alfred, 1/47, Engelberg 30 Jahre

21. Dezember

Füs. Rohrer Josef, 1/47, Sachsein 28 Jahre

Gleichzeitig fielen über 60 Luzerner Wehrmänner,

zum Ordnungsdienst nach Luzern und

Zürich aufgeboten, dem Grippetod zum Opfer.

Mögen alle im Frieden des Herrn ruhen!

J. Winkler, Hochdorf

Orientierungsabend über Verkehrsberufe

Am Donnerstag, den 16. Januar, findet im

Saal des Hotels Metzgern eine berufskundliche

Orientierung über die Verkehrsberufe statt.

Erfahrene Fachleute werden über die Beamtenlaufbahn

bei Post, SBB und Swissair referieren.

Drei Kurzfilme lockern die Veranstaltung

auf. Hiezu sind vor allem die Eltern der

Sekundarschüler und Sekundarschülerimien

von Samen und der umliegenden Gemeinden

eingeladen, aber auch die Schüler selber sind

willkommen. Beginn 20.00 Uhr.

Kantonale Berufsberatung

Obwalden am Radio. Wiederholung des Unterhaltungsabend

in der «Rose», Kerns.

Am nächsten Samstag, den 18. Januar, um

20.15 Uhr, wiederholt Radio Bern über das Mittelwellenprogramm

den seinerzeit in der «Rose»

in Kerns aufgenommenen fastnächtlichen

Nachmittag.

Kulturfilm-Gemeinde

OBWALDEN

^

zeigt Donnerstag, den 16, Januar, 18.30 und

20.30 Uhr, 16.00 Jugend Vorstellung. Eintritt Fr.

1.50, ab 3. Klasse, im Kino Seefeld, den neuen,

aufschlußreichen Farbfilm «Südafrika — Land

des Springbocks». Der Zuschauer erhält in diesem

neuesten Film einen sehr guten Ueberblick

über das heutige Südafrika, dessen Wahrzeichen

der Springbock ist. Die Südafrikanische

Union zählt heute rund 17 Millionen Einwohner,

davon nur 3,1 Millionen Weiße. Das

Rassenproblem, das in aller Welt immer wieder

zur Diskussion gestellt wird, wird im Film behandelt,

denn er will uns in erster Linie mit

dem Land und seinen vielfältigen Schönheiten

bekanntmachen. Die Filmreise durch Südafrika

beginnt in Kapstadt. Unser erster Besuch gilt

daher der Kap-Provinz, die auch für den Blumenfreund

von besonderem Reiz ist, sind doch

hier über 2600 verschiedene Blumen zu finden,

die teilweise überhaupt nur hier zu Hause sind.

Von Kapstadt aus geht die Fahrt auf der sog.

Gartenroute nach Port Elizabeth am Indischen

Ozean. Von besonderer Bedeutung für die Union

ist der Oranjefreistaat. Auf einem Hochplateau

in einer Höhe zwischen 1100 und 1300

m gelegen, ist diese Provinz, dank seinem Hochlandklima,

sehr fruchtbar. Auch reiche Bodenschätze

wie Diamanten, Gold und Kohle finden

wir hier. 65 °/o des Goldes der westlichen Welt

stammt aus Südafrika. Johannesburg ist wohl

modernste Weltstadt auf dem afrikanischen

Kontinent. Nach dem Besuch von Pretoria, dem

Regierungssitz, erleben wir in prachtvollen

Aufnahmen die reiche Großtierwelt in den verschiedenen

Nationalparks, deren 72 allein in

Südafrika geschaffen wurden. Wir möchten

den wirklich interessanten Farbfilm jedem

Freund des Kulturfilms zum Besuch bestens

empfehlen!

Sarnen. Jahresrapport der OSO des Zivilschutzes.

Auf Freitagabend waren Behördevertreter,

die Dienstchefs der OSO (örtliche

Schutzorganisation) sowie die neuernannten

Gemeindeinstruktoren des Zivilschutzes von

Ortschef K. Röthlin zu einem Rapport eingeladen.

Nach einem stärkenden Imbiß wurde die

schriftlich vorliegende «Zivilschutzmäßige Beurteilung

der Gemeinde Sarnen» durchgangen,

die zu Handen der kantonalen und eidgenössischen

Zivilschutzbehörden ausgearbeitet werden

mußte. Der Ortschef erläuterte vorerst die

Berechnung der verfügbaren Bestände und deren

Aufteilung auf die Selbstschutzorganisation(

Betriebsschutz und Hauswehren) und die

örtliche Schutzorganisation. Bei einer Einwohnerzahl

von 6 721 (Stand per 1. Januar 1968)

ergibt sich auf Grund eidgenössischer Vorschriften

die Zahl von 1 572 einteilungspflichtigen

Personen. Hievon benötigt die OSO beim

heutigen Zivilschutz-Dispositiv 393 Personen

oder 25 Prozent. Im Ernstfalle, d. h. nur auf

Grund des Bundesratsbeschlusses müßten

beim heutigen Gebäudestand 40 Hauswehren

zu 9 Personen gebildet werden. Die Hauswehren

werden von Gebäudechefs geführt, deren

Ausbildung in nächster Zeit erfolgen wird.

Zu den Dienstabteilungen einer OSO gehören

der Stab, und ABV-Dienst (Alarm, Beobachtung,

Verbindung) mit 21 Prozent des

Mannschaftsbestandes, die Kriegsfeuerwehr

(30 Prozent), der Technische Dienst 15 Prozent

(Elektrizität, Wasser, Kanalisation), der Sanitätsdienst

(19 Prozent), der ABC-Dienst (gegen

atomare oder chemisch-biologische Verseuchung)

4 Prozent und die Obdachlosenhilfe

(11 Prozent). Für den letztgenannten Dienst

dürfen vorläufig nur provisorische Unterkunftsmaßnahmen

getroffen werden.

Bei der Besprechung der Einsatzachsen und

vorsorglichen Einsatzräume wurden von den

Dienstchefs Wünsche und Begehren vorgebracht

(z. B. Erstellung von Sanitätsposten und

einer Sanitätshilfsstelle), die zum Teil auf kantonaler

Ebene gelöst werden müssen. Große

Aufmerksamkeit ist der Beschaffung vom Leitungsnetz

unabhängiger Wasserbezugsorte zu

schenken.

Als Gemeindeinstruktoren konnten auf

Grund erfolgreich besuchter Kurse ernannt

werden: Gaby Wirz, Verwaltungsangestellte

und Walter Ettlin, Pol. Kpl. für Sanitätsdienst.

Die Qualifikation als Kantonsinstruktor haben

erhalten: Gemeinderat Otto Läubli und Verwalter

Franz Amrein für die Ausbildung von

Blockchefs. Den ersten Kurs als Ortschef-Stellvertreter

absolvierte Gemeinderat Balz Kiser.

Der neue Materialverwalter, Josef von Moos,

Schmiedemeister führte die Dienstchefs und

Behördevertreter vorgängig dem Rapport

durch dieLagerräume für das Zivilschutzmaterial

im Keller des Sekundarschulhauses. Das

in den zwei letzten Jahren übernommene Feuerwehr-,

Rettungs-, Sanitäts-, Hauswehr- und

technische Material im Werte von rund 200 000

Franken wurde hier sehr übersichtlich und

zweckmäßig gelagert.

Zum Abschluß des Rapportes verdankte Gemeindepräsident

Dr. Dillier die während des

Jahres geleistete Arbeit und versicherte die für

den Zivilschutz verantwortlichen Instanzen der

vollen Unterstützung durch die Gemeindebehörde.

(Korr.)

Kerns. Große Anteilnahme für den verstorbenen

Pfarrer. Der hochwürdigste Diözesanbischof,

die Aebte von Engelberg und Muri-

Gries, über siebzig Priester, zahlreiche kantonale

Behördevertreter, darunter der Erziehungsrat

in corpore, und viel Volk nahmen am

Samstagvormittag bewegt Abschied von der

sterblichen Hülle ihres unvergeßlichen Freundes

und Pfarrers Constantin Lüthold. Vor dem

blumengeschmückten Sarg im herrlichen Gotteshaus

fand vorerst eine erhebende Totenfeier

statt, die von Kommissar Alois Marty, Sarnen,

gehalten wurde. Er sprach daselbst auch die

Grabrede und zeichnete in liebevoller Weise das

hervorragende Wirken seines priesterlichen

Freundes (siehe Wiedergabe der Ansprache

in dieser Nummer). Bischof Vonderach hielt sodann

die Eucharistiefeier in Konzelebration.

Kirchenchor und Orchester intonierten unter

der Leitung von Lehrer Jost Marty das feierliche

Requiem. Alle Zeremonien waren vom

Ortsklerus bestens vorbereitet, was , sehr zur

Würde und Feierlichkeit des Gottesdienstes

beitrug.

Pfarrer Constantin Lüthold wurde hierauf

an der Südostfassade seines restaurierten Gotteshauses

im Priestergrab beigesetzt. Die Harmoniemusik

Kerns blies vorerst den Trauermarsch

von Chopin und während der Beisetzung

die ergreifenden Melodie des «Näher mein

Gott zu Dir». Tränen flössen allenthalben für

einen edlen, unvergeßlich bleibenden Priester.

Gott sei ihm ein gnädiger Richter!

Kerns. Wir gratulieren zum Diplomabschluß.

Auf Grund des Studiums und der abgelegten

Prüfungen am staatlich anerkannten

Abendtechnikum Vaduz (Höhere Technische

Lehranstalt) erhielt Herr Robert Röthlin von

Kerns am 11. Januar das Diplom als Maschinentechniker.

Herr Röthlin hat nach Absolvierung der Abteilung

Maschinentechnik die Diplomprüfung

vor der staatlichen Prüfungskommission mit

dem hohen Durchschnitt von 5,8 abgelegt. Seine

Leistungen verdienen damit das Prädikat «vorzüglich»

und das Notenergebnis macht ihn zum

Primus der Schule. Die Leistung ist um so erstaunlicher,

da Herr Röthlin mit seinen 38 Jahren

auch weitaus der älteste Diplomand der

diesjährigen Abschlußklasse ist.

Es ist zu wünschen, daß Herr Röthlin ein

seinem Können entsprechendes Wirkungsfeld

finden wird, und wir hoffen, daß die Industrie

seines Heimatkantons Obwalden bald in der

Lage sein wird, solch ausgezeichnete Fachkräfte

selber zu beschäftigen. J. D.

Kerns, t Thade Wagner-Jakober, Hostatt.

«Sie haben einen guten Mann begraben — mir

war er mehr.» Jeder, der den Wagner Thsfe

gekannt und ihn auf seinem letzten Gang begleitet

hat, mag die Wahrheit dieser Worte

empfunden haben. Denn er war ein herzensguter,

fröhlicher und dienstfertiger Mensch. In

verhältnismäßiger Rüstigkeit feierte er im Juni

vergangenen Jahres den 90. Geburtstag und

freute sich wie ein Kind an den vielen Zeichen

der Anhänglichkeit, die ihm zukamen. Niemand

hätte gedacht, daß er noch im selben Jahre in

die Ewigkeit abberufen würde. — 1878 im Bieli

auf dem Mutterschwanderberg geboren, ging

Thade mit sechs Geschwistern in St. Jakob in

die Schule, um dann bei einem tüchtigen Meister

den Sennenberuf zu erlernen. Als er sich

Mitteilung an die Abonnenten

Der «Obwaldner Volksfreund» kann bis

spätestens 20. Januar auf den Poststellen

oder auf unserem Druckereibüro spesenfrei

einbezahlt werden. Nach diesem Datum erlauben

wir uns, die ausstehenden Beiträge

durch Nachnahme einzuziehen. Allen, die

bisher einbezahlt haben, besten Dank.

Verlag «Obwaldner Volksfreund»

Verspätung in unser Waldlager gelangende

Zeitung «Freies Deutschland», die dann in die

«Nachrichten für die deutschen Kriegsgefangenen

in der Sowjetunion» umgewandelt wurde

und erst monatlich, dann vierzehntäglich

erschien. Sie stand unter sowjetischer Leitung,

brachte wenig Nachrichten über Deutschland

und schilderte von Anfang an die westdeutschen

Verhältnisse nur in negativer, die ostzonalen

nur in positiver Beleuchtung. Wir verschlangen

sie, versuchten zwischen den Zeilen

zu lesen und zu ergänzen durch das, was wir

in den russischen Zeitungen mühsam entzifferten.

Von unserem Häuflein im Waldlager

selbst glaubten die meisten, es sei abgeschrieben,

vergessen und werde verschollen bleiben.

Manche hatte Krögers Roman «Das vergessene

Dorf» — eine Geschichte von überlang zurückgehaltenen

deutschen Kriegsgefangenen in Sibirien

nach dem ersten Weltkrieg — gelesen

und zogen daraus trübsinnige Parallelen für

unser Schicksal. So war es eine nicht geringe

Aufregung, als im November 1945 zum ersten

Male Postkarten des Roten Kreuzes verteilt

wurden und wir nach Hause schreiben durften.

Die Skepsis war groß. «Die wollen nur herausbringen,

ob wir unsere richtigen Namen und

Heimanschriften angegeben haben!» «Die wollen

uns nur verleiten, Sachen zu schreiben, bei

denen sie uns packen können, um uns nie mehr

nach Hause zu lassen!» Mir schien das Mißtrauen

unsinnig, und ich legte wieder einmal ein

gutes Wort für die Russen ein. Mit Hohngelächter

dozierte mir ein Altgefangener: «Du kennst

sie noch nicht so wie ich! Ich wenigstens traue

den Russen alles zu, nur nichts Gutes, und ich

traue ihnen nichts zu als nur das Allerschlechteste!»

Es zeigte sich, daß dieser Satz genau so

falsch ist wie alle generellen Sätze, die die Gefangenen

so gerne über Rußland produzierten.

Immerhin schrieben sie alle — und es hat

sich gelohnt.

Im Frühjahr kamen die ersten Antworten

aus der Heimat, und bis zum Herbst hatten fast

alle von uns Post erhalten, außer mir in unserem

kleinen Lager Gott sei Dank alle erfreuliche

und ermutigende Nachrichten. Sie gingen

von Hand zu Hand, wurden unzählige Male bis

in jedes Komma hinein besprochen und dienten

uns dazu, mosaikhaft uns ein Bild von den heimatlichen

Verhältnissen zusammenzusetzen. Es

war natürlich viel günstiger, als die Wirklichkeit

zu Hause war. Aber wir wußten doch wenigstens,

wer noch lebte, wo sie waren und daß

sie sich durchschlugen. Und wir wußten, daß

wir nicht vergessen und verschollen, sondern

daß wir «registriert» waren, «beim Internationalen

Roten Kreuz registriert», wie einige feierlich

sagten, als befänden sie sich nun unter

dem persönlichen Schutz einer Macht, die höher

und zuverlässiger war als die Macht Stalins

und Gottes. Wer den Lebensauftrieb an

sich selbst und andern erlebt hat, der aus diesem

Postempfang immer wieder kam, der hat

daraus unvergeßlich zweierlei gelernt: daß man

Gefangenen gar nicht oft genug schreiben kann,

weil oft genug mehr durchkommt, als man

meint, — und daß man Gefangenen nicht korrekt

genug schreiben kann. An beiden ließen

es die Verwandten und Bekannten vielfach fehlen.

Ich nahm mir vor, in dem bösen Falle eines

nochmaligen Krieges einen «Briefsteller

für Briefe an Kriegsgefangene» zu verfassen,

um dem Ungeschick der Angehörigen etwas

aufzuhelfen. Der Geist des Gefangenen reibt

sich unaufhörlich an den Mauern, die ihn von

der Heimat trennen, er braucht Gegenstände,

mit denen er sich beschäftigen kann, und da er

ganz auf die Heimat gerichtet ist, braucht er

Wissen um den Stand der heimatlichen Dinge.

Ihn interessiert alles, weil alles ihm dazu dient,

sich sein Mosaikbild zusammenzusetzen. So darf

man sich nicht auf allgemeine Versicherungen

des Wohlergehens beschränken, sondern muß

Konkretes schreiben, vor allem Konkretes von

der Art, die ihm Schlüsse auf die allgemeinen

Zustände zu Hause erlaubt. Daß die Tochter

in der Fabrik nach einem Streik Lohnaufbesserung

erhalten hat, daß der Sohn sich ein Motorrad

angeschafft und der Nachbar wieder ein

Pferd im Stalle stehen hat, das waren Nachrichten,

die in den Lagern von Mund zu Mund

gingen und Stoff für viele Gespräche gaben.

Schrieb aber die Frau gar, daß sie nun in dieser

Zeit, in der man sowenigen Menschen mehr

trauen könne, ihren Herrgott wieder gefunden

habe und nun abendlich mit den Kindern bete,

dann begann damit oft auch für den Mann in

der Gefangenschaft eine neue innere Bewegung

die schließlich diese Jahre für ihn nicht

verloren sein ließ.

Nicht nur rückwärts in die Heimat gingen

unablässig die Gedanken, sondern zugleich damit

vorwärts zur Heimkehr. Die Hoffnung auf

sie ließ sich auch in den Zeiten, in denen der

Verstand kaum mehr mit ihr rechnete, nicht

aus dem Herzen vertreiben. Wenn einer verlorenen

Blicks vor sich hinstarrend dasaß,

konnte man wetten, daß er an die Stunde des

Wiedersehens dachte. Diese Stunde sich ausmalend

schlief man ein und träumte dann weiter

von ihr, und wie oft bei der Morgensuppe

in der noch dämmrigen Küchenbaracke begann

einer noch ganz verklärten Gesichts seinen

Traum zu erzählen, bis die anderen mitzuspinnen

anfingen.

(Fortsetzung folgt)


Die innenpolitische Woche

1904 mit Josefa Burch aus der Schwendi verheiratete,

übernahm er die Sennerei im Großsitzberg

auf eigene Rechnung. Das Eheglück

war von kurzer Dauer — mit ihrem blühenden

Leben bezahlte die junge Frau ihr Mutterglück.

Das Kind war sein Trost und seine Freude. 1910

kaufte er die sonnige Hostatt beim Maienchäpeli

in Wißerlen/Kerns, nachdem er, wieder aus

der Schwendi, seine zweite Frau, Marie Jakober,

geholt hat. Sie schenkte ihm drei Söhne

und drei Töchter. — Thade gehörte der alten

Schützenkompagnie II/4 an. 1966 nahm er in

bester Gesundheit am Treffen der Kameraden

in Stans teil. Zur Freude aller jodelte er mit

Dodi von Holzen einen glockenhellen Bergjuiz.

Als strammer Aelpler schaffte er während

langen Jahren auf Feltschi und Großächerli am

Stanserhorn — von wo seine Jauchzer bis hinunter

nach St. Jakob zu hören waren — auf

Kretzenalp am Pilatus, auf Arni, Wolfisalp und

Melchsee. Die Käse, die er aus dem Kessi gehoben,

sind nicht zu zählen. Oft hielt er, um die

Arme frei zu halten, das Gärndli mit der Käsemassa

mit den Zähnen fest. Thade war ein ausgezeichneter

Schütze. Bis weit in die Achzigerjahre

schoß er ohne Schießbrille mit scharfem

Auge und sicherer Hand und brachte ungezählte

Kränze heim. Seit 1958 Ehrenveteran,

brachte er in dieser Eigenschaft noch überraschende

Resultate zustande. So gewann er 1965

den Wanderpreis. 1967 ehrten ihn die Obwalner

Schützen mit einem Blumengebinde. Bei

den Schwingern, den Jodlern, den Trachten und

den Aelplern (Kerns und Melchtal) war er der

Aelteste. Am Ausflug der Trachtengruppe 1967

ins Lichtensteinische schwang er munter das

Tanzbein. — Nach dem Tode seiner lieben Frau

lebte Thade, gut aufgehoben, in der Familie des

Sohnes Arnold. Von einer Grippe konnte er

sich nicht mehr erholen und erschwachte zusehends.

Am Morgen des Weihnachtsheiligtages

durfte der treue Knecht, wohlvorbereitet, das

Christkind nicht in Bild und Gleichnis, sondern

in Tat und Wahrheit schauen. — Der

Wagner Thade ruhe in Frieden. M. H.

Alpnach. Neues Lawinenverbauungsprojekt

am Matthorn gutgeheißen. An der gutbesuch

ten außerordentlichen Genossenschaftsversammlung

der Perimetergenossenschaft Matthorn-Chretzenalp,

im Hotel Sternen in Alpnachstad,

erläuterten Oberförster Leo Lienert

und Forstingenieur Walter Rohrer eingehend

den ersten Nachtrag des generellen Lawinenverbauungs-

und Aufforstungsprojektes Matthorn.

Die Genossenschaftsversammlung nahm

unter dem Präsidium von Direktor Martin Isenegger

einen speditiven Verlauf. Das Ziel des generellen

Projektes, das einen Kostenaufwand

von 2 Millionen Franken erheischte und seit

1955 die zuständigen Behörden beschäftigte,

ist noch nicht erreicht. Die erhoffte Schutzwirkung

wird nun versucht mit dem ersten Nachtrag

zum generellen Projekt zu erreichen. Bis

jetzt wurden rund 2300 Laufmeter Lawinenverbauungswerk

am Matthorn erstellt. Die Bauwerkausführung

sowie die Aufforstung im Verbauungsgebiet,

aber auch der technische Ausbau

der Seilbahn Aeschi-Chretzenalp erfordern

enorme finanzielle Aufwendungen. Das erste

Nachtragsprojekt rechnet mit Baukosten von

1,5 Millionen Franken, wobei die Erstellung

von 1600 Laufmeter Lawinen verbauungswerk

im Vordergrund stehen.

Mit einigen Enthaltungen, jedoch ohne Gegenstimme,

wurde der Ausführung des 1. Nachtrages

zugestimmt. Bei der Behandlung der Finanzierung

des Bauvorhabens war zu vernehmen,

daß die Einwohnergemeindeversammlung

SKK Unter dem Vorsitz von Bundespräsident

von Moos trat der Bundesrat am 8. Januar

zur ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen.

Damit ist angedeutet, daß das innenpolitische

Geschehen durch die Festtage selbst im

Bundeshaus nur einen kurzen Unterbruch erlitten

hat. Von einem «politischen Januarloch»

kann überhaupt keine Rede sein.

Der Bundesrat befaßte sich in dieser ersten

Sitzung mit einer Reihe kleinerer Geschäfte.

Er ernannte insbesondere Kommissionen, wobei

auffiel, daß das Mandat des bisherigen Präsidenten

der Schweizerischen Rundspruchgesellschaft

um zwei Jahre verlängert wurde. Manniglich

hat auf diesem Posten eine Wachtablösung

erwartet.

Einmal mehr diskutierte der Bundesrat über

das Thema «Entwicklungshilfe». Entscheidungen

sind aber keine getroffen worden.

Diese Hilfe trägt in unserem Lande starke privatrechtliche

Züge. Die staatliche Hilfe macht

nur einen Bruchteil aus. Dieses Verhältnis

scheint nun in gewissen Kreisen des Auslandes,

so auch in einem Spezialausschuß der OECD

für Entwicklungshilfe, auf Kritik zu stoßen.

Im Bundeshaus wird man gut tun, dieses Thema

auch in Zukunft mit aller Nüchternheit zu

betrachten.

Am 8. Januar erhielt die Bundeskanzlei Besuch

von Studenten, die nach einem originellen

Umzug durch die verschneiten Gassen Berns

die Referendumsbogen gegen das ETH-Gesetz

hinterlegten. Nach den Angaben der Studenten

vereinigte das Referendum 48 256 Unterschriften,

wovon mehr als ein Drittel aus dem Kanton

Zürich stammt. Unabhängig von der persönlichen

Einstellung zur Sache des Referendums

kann man eine gewisse Bewunderung für die

Art und Weise, wie es zustande gekommen ist,

nicht unterdrücken. Bekanntlich sind die ETH-

Studenten relativ spät gegen dieses von den

eidgenössischen Räten in der Herbstsession 1968

verabschiedete Gesetz aufgestanden. Mit beschränkten

Mitteln machten sie sich ans Werk,

und es gelang ihnen, in kurzer Zeit mehr als

genug Unterschriften zu sammeln, sodaß der

Souverän in absehbarer Zeit aufgerufen ist,

zum ETH-Gesetz, das allerdings besser als sein

Ruf ist, Stellung zu nehmen.

Ein Beschluß, den der Bundesrat in der

Neujahrsnacht veröffentlichte, wirft immer

noch Wellen. Wir meinen die massive Erhöhung

der Monopolgebühren auf gebrannten

Wassern. Nach dem von der Firma Denner im

Oktober letzten Jahres ausgelösten Preiszusammenbruch

im Spirituosengewerbe war eine Reaktion

der Bundesbehörden früher oder später

zu erwarten. Von diesem Blickwinkel aus kann

man die Vorwürfe, welche das schweizerische

Spirituosengewerbe heute gegen die erwähnte

Firma erhebt, bis zu einem gewissen Grade verstehen.

Für diesen Fall gilt das Sprichwort:

Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein

...

Die «heiße Nacht» von Luzern erweist sich

immer mehr als das Werk jugendlicher Krawallbrüder.

In dieser Beurteilung ist man sich

im allgemeinen im ganzen Land einig. Ausnahmen

bestätigen auch in diesem Fall die Regel.

Von den luzernischen Behörden darf man erwarten,

daß die Rädelsführer so rasch als möglich

vor Gericht erscheinen müssen.

Alpnach bereits einen Gemeindebeitrag von Fr.

90 000 bewilligt hat. Von Bund und Kanton

werden mindestens gleich hohe Subventionsansätze

erwartet wie beim ersten generellen

Projekt von 2 Millionen Franken. Die Ausführung

richtet sich nach den finanziellen Möglichkeiten

und wird voraussichtlich 1970 in Angriff

genommen werden können.

vi

Giswil. Trachtenbilanz 1968. Zur Trachtenversammlung

am 4. Januar konnte die Präsidentin,

Frau Margrith Enz-von Ah, Rüteli, eine

stattliche Anzahl Mitglieder und Freunde willkommen

heißen. Dem Jahresbericht war zu

entnehmen, daß die Trachtengruppe trotz manchem

Verzicht im Jahresprpgramm viel Unterhaltsames

bot. Bedeutende Arbeit leisteten die

Trachten beim Kirchenbazar in der «Cheli-

Buidä». Die Anerkennung besteht darin, daß

die volkstümlichen Vereine bezüglich Anziehungskraft

immer einen Trumpf in den Händen

haben.

Nachdem die Festsetzung des Jahresbeitrages

unverändert beschlossen war, gab es beim

Wahlgeschäft ein kleines Duell wegen der Demission

des Vizepräsidenten Josef Zumstein-

Riebli, der sich unter keinen Umständen zum

Bleiben bewegen ließ. Sein frohmütiges Wesen

hat der Trachtengruppe viel Freunde zugeführt,

weshalb man den lieben Sepp nicht gerne entließ.

Glücklicherweise fand man in Walter

Ming-Bienz, Boden, wiederu meine treue Kraft

für den Vorstand. Ferner wurden bestätigt Josef

Abächerli, Schwanden, als Beisitzer und

Martha Wolf-Amstutz als Tanzleiterin. Für

Halter Tony wurde Josef Amgarten, Hirsern,

als Hilfseinzüger dem Kassier zugestellt. Zwei

Aktiv- und vier Freimitglieder fanden Aufnahme

und wurden ermahnt, eifrig mitzumachen.

Unter Verschiedenem wurde eine Reihe von

Beschlüssen gefaßt, womit die Trachtengruppe

hofft, ihren Freunden und Gönnern viele schöne

Stunden zu bereiten. Auch von Aelplerseite

wird immer wieder bestätigt, daß die Trachten

liebe Freunde sind, die gerne auf den Alpen

einkehren und so ihre Verbundenheit bekunden.

Nun munter ins 1969! Ein Trachtenfreund

Lungern. Schwerer Unfall. Der Sohn getötet,

der Vater schwer verletzt, vi. Am Samstagnachmittag

um 13 Uhr ereignete sich auf der

Hinterseestraße im Turnacherwald ein bedauernswerter,

tödlicher Verkehrsunfall, Landwirt

Arnold Halter fuhr mit seinem landwirtschaftlichen

Motorfahrzeug, Marke Schilter,

mit Zapfwelle auf der Hinterseestraße von

Lungern nach Bürglen. Auf der Ladebrücke

hatte der Landwirt Kraftfutter mitgeführt und

auch sein Sohn, der Drittkläßler Arnold Halter,

hatte darauf Platz genommen. Bei der Liegenschaft

Turnacherwald geriet das Fahrzeug

aus bisher noch unabgeklärten Gründen ab der

Fahrbahn und stürzte acht Meter über das steile

Bord gegen den Lungernsee hinunter. Das

Gerät überschlug sich seitlich und kam an

Bäumen zum Stillstand, wobei der mitfahrende

Sohn Arnold Halter unglücklicherweise unter

die Ladebrücke zu liegen kam, von dieser erdrückt

wurde und auf der Unfallstelle leider

verschied.

Landwirt Arnold Halter, der sich aus eigener

Kraft aus seiner Lage befreien konnte, verständigte

Verwandte, die den Arzt und die Polizei

benachrichtigten. Um den Verlust des so

plötzlich verlorenen Knaben Arnold Halter

trauern nebst den Eltern die beiden Geschwister

Vreni und Hansruedi. Den Angehörigen

sprechen wir zum schmerzlichen Verlust unser

tiefes Beileid aus.

NIDWALDEN

«Der Talismann» auf der Stanser Bühne

Das Theater Stans setzt seine Nestroy-Tradition

fort. Nach «Lumpazi vagabundus» und

«Einen Jux will er sich machen» haben die

Stanser die musikalische Komödie «Der Talisman»

seit Oktober sorgfältigst vorbereitet.

Was Gottfried Keller später in seiner Novelle

«Kleider machen Leute» behandelte, hat Nestroy

20 Jahre früher mit seiner Komödie der

verwechselten Haare gezeigt. Wie der figulante

Titus als Barbiergeselle die Mitmenschen

an der Nase herumführt, hat überall

schon Lachstürme erlebt. Nicht umsonst wurde

im vergangenen Jahr dieses Stück fünfzigmal

im Schauspielhaurs Zürich aufgeführt. Etwas

Revolutionäres wollte das Stück damals

aussagen. Nestroy wollte die Oberschicht mit

ihren hohlen Dünkeln bloßstellen.

Die Theatergesellschaft Stans freut sich seinem

großem Publikum auch in diesem Jahr

vergnügliche Abende zu vermitteln. Den Vorverkauf

besorgt die Papeterie Franz von Matt

(Telefon 041/84 11 79). vm

KANTONE

URI

Früherer Bau der Kehrichtverbrennungsanlage

Mit der Einführung des allgemeinen Kehrichtanmeldedienstes

in sämtlichen Gemeinden

des Kantons, mit Ausnahme von Seelisberg, hat

Uri auf Mitte 1967 einen ersten entscheidenden

Schritt in Richtung Gewässerschutz getan. Seither

erfolgte die Ablagerung des ganzen Sammelgutes

auf einer zentralen Deponiestelle

nördlich von Attinghausen, wo ein Platzwart

für Ordnung sorgte. Diese Ablagerung war zum

voraus nur als Uebergangsordnung gedacht, um

in der Planung und Auswahl der Verbrennungsanlage

nichts überstürzen zu müssen. Inzwischen

zeigte es sich aber, daß der Deponieplatz

nicht so lange ausreicht wie angenommen.

Statt der errechtneten fünfeinhalb Tonnen

Kehricht fallen nämlich über zehn Tonnen täglich

an. Das hat zur Folge, daß für den Sammeldienst

schon jetzt drei statt zwei Autos im

Einsatz stehen und das Areal bedeutend früher

aufgefüllt sein wird. Die Betriebskommission

des Zweckverbandes muß daher den Bau einer

Verbrennungsanlage früher als erwartet vorantreiben.

Die bisherige Zurückhaltung hat sich

aber gelohnt. Es kann eine wesentliche Kosten-

Senkung bei der Erstellung von Verbrennungsanlagen

festgestellt werden. Mit der von der

Hautzentrale und Fettschmelze AG, Zürich, geplanten

Verbrennungsanlage für Metzgereiabfälle

und Tierkavader in Villmergen, deren

Sammeldienst sich auch Uri anschließen wird,

ist es möglich, rund eine halbe Million Franken

an der kantonalen Verbrennungsanlage

einzusparen.

SCHWYZ

Nicht alle Studenten demonstrieren

Die Seminaristen des Lehrerseminars in

Rickenbach/Schwyz sind schon seit einiger Zeit

tüchtig am Werk, einen Seminarorgelbazar zu

organisieren.

Die Errichtung einer neuen Orgel für die St.

Magdalenenkapelle ist dringend notwendig geworden,

weil die alte Orgel sich in einem derart

schlechten Zustand befindet, daß sie unmöglich

renoviert werden kann.

Daß eine solche Neuanschaffung eine große

finanzielle Belastung bedeutet, wissen auch

die Seminaristen. Spontan haben sie sich daher

bereit erklärt, mit der Durchführung eines Bazars

ihren Beitrag an die Kosten zu leisten.

Der Reinerlös des diesjährigen Bazars, der

am nächsten Wochenende, den 11./12. Januar im

Lehrerseminar stattfindet, ist voll und ganz für

die Anschaffung der neuen Orgel bestimmt.

LUZERN

Schlafpillen als Todesursache von Kurt Buff

spk. In Luzern ist bekanntlich am 29. Dezember

der 23jährige Kurt Buff in einer Zelle

der Luzerner Stadtpolizei dahingeschieden.

Ueber die Todesursache Kurt Buffs herrschte

lange Unklarheit. Verantwortungslose Demonstranten

machten den Hinschied des jungen

Mannes zum Anlaß für eine großangelegte Demonstration

vor dem Stadthaus und der Polizeihauptwache,

in deren Verlauf zahlreiche

Scheiben der amtlichen Gebäude eingeschlagen

wurden.

Am Freitagnachmittag veranstalteten nun

die Untersuchungsbehörden von Stadt und

Kanton Luzern eine große Pressekonferenz bei

welcher der ärztliche Befund über den Hinschied

Kurt Buffs bekannt gegeben wurde. Der

Chef der pathologischen Klinik des Kantonsspitals

Luzern, Dr. Aufdermaur, erklärte, daß

als Todesursache eine akute Vergiftung mit

dem Schlafmittel Vesparax festgestellt worden

sei. Bei der Sektion zeigten die inneren Organe

Veränderungen, die bei akuten Vergiftungen

zu finden sind. In Blut, Mageninhalt und Urin

konnten Wirkstoffe von Vesparax nachgewiesen

werden, und zwar in einer Menge, die den

Todeseintritt von Kurt Buff ohne weiteres erklärlich

macht.

Nach den Sektionsbefunden und den Analysen

kommt als Todesursache nur eine akute

Vergiftung infolge der Einnahme einer Ueberdosis

des Schlafmittels Vesparax in Frage. Bei

der Sektion wurden gewisse Verletzungen am

Körper Buffs nachgewiesen; sie waren jedoch

unerheblich und für den Tod Buffs keineswegs

verantwortlich. An inneren Organen waren

keinerlei Verletzungen nachweisbar.

Ein Rädelsführer nach Luzern verbracht

Einer der Rädelsführer des Krawalls vor der

Luzerner Polizeihauptwache und dem Stadthaus,

der in Richterswil wohnhafte Feinmechaniker

Andre Chanson (22jährig), ist von der

Zürcher Kantonspolizei gestützt auf einen Vorführungsbefehl

der Luzerner Polizei festgenommen

und nach Luzern übergeführt worden.

Damit dürfte ein für die Untersuchung der

Krawalle wichtiger Mann in den Händen der

Untersuchungsbehörden sein. (Ein schöner

«Mann» das! der Setzer).

BERN

Rücktritt von Regierungsrat Dewet Buri

Der Regierunsrat des Kantons Bern nahm

in seiner Sitzung vom Dienstag Kenntnis von

der Demission von Regierungsrat Dewet Buri,

Direktor der Landwirtschaft und Forsten und

des Militärs. Sein Rücktritt, den er auch der

Parteileitung der bernischen Bauern-, Gewerbe-

und Bürgerpartei unterbreitet, soll im Mai

erfolgen. Ueber die Frage der Nomination eines

Kandidaten für seine Nachfolge wird später

entschieden werden.

Regierungsrat Buri, der anfangs Februar

sein 68. Lebensjahr vollenden wird, wurde als

selbständiger Landwirt in Etzelkofen 1934 in

den bernischen Großen Rat gewählt, dem er

bis 1949 angehörte. In jenem Jahr wurde er in

den Regierungsrat gewählt, wo er die Direktion

der Landwirtschaft und Forsten übernahm.

SOLOTHURN

Demission von Regierungsrat Vogt

Wie Landammann Dr. H. Erzer am Dienstagnachmittag

an einer Pressekonferenz bekanntgab,

wird Regierungsrat Werner Vogt

auf Ende Juni dieses Jahres aus der Solothurner

Regierung zurücktreten. Regierungsrat

Vogt steht den Direktionen Volkswirtschaft,

Inneres und Armenwesen vor. Der heute im 64.

Lebensjahr stehende Demissionär war 1952 in

einer heiß umkämpften Wahl in die Regierung

des Kantons Solothurn gekommen. Vorher war

er von 1944 bis 1952 als Gewerbelehrer in Grenchen

tätig. Dem Solothurner Kantonsrat gehörte

er als sozialdemokratischer Vertreter von

1933 bis 1952 an und hat ihn 1948 präsidiert.

Im Jahre 1963 wurde er in den Ständerat gewählt.

EIDGENOSSENSCHAFT

Die Aufgaben der Armee im Rahmen der Gesamtverteidigung.

— Generalstabschef Gygli

vor der Zürcher Offiziersgesellschaft

spk. «Die zunehmende Tendenz zur Minimalisierung

der militärischen Verteidigung, die

entweder Unkenntnis oder unlauteren Absichten

entspricht, ruft der Klärung verschiedener

Probleme dieses Zweiges der Gesamtverteidigung.»

Mit diesen Bemerkungen eröffnete der

Generalstabschef, Oberstkorpskommandant

Gygli, sein brillantes Referat vor der Generalversammlung

der Offiziersgesellschaft des

Kantons Zürich.

Nach einem Hinweis auf die Zielsetzung unserer

Landesverteidigung und einem Abriß

über die militärpolitische Lage ging der Referent

auf die Probleme ein, welche die Schweiz

als Kleinstaat ihrer Armee stellt. Die Verteidigungskonzeption

eines neutralen Staates sei

wesentlich komplexer als die eines Bündnispartners,

da hier auch die Grenze abgesteckt

werden müsse, bei der eine unabhängige Verteidigung

unmöglich wird, um so die Regierung

nicht vorzeitig zu binden. Die Zivilbevölkerung

lebe zudem mitten im militärischen Operationsgebiet,

weshalb den jüngsten Bestrebungen, die

zivilen Aufgaben der Armee' zu übertragen,

entschieden entgegengetreten werden müsse.

Unser, im Verhältnis zur Bevölkerungszahl

großes Milizheer sei außerdem personell an

einer Belastungsgrenze angelangt. Die Mobilmachung

im Krisenfall ist nach Ansicht des

Generalstabschefs immer noch möglich, da erfahrungsgemäß

eine Krise selten aus heitrem

Himmel hereinbricht. Allerdings scheint eine

Revision der Bundesverfassung und der Militärorganisation

in diesem Punkt unumgänglich,

da das gegenwärtige Verfahren mit der Einberufung

der Bundesversammlung zu langwierig

ist. Nicht oder erst spät, nur gegen einen hohen

Eintrittspreis, nicht zur falschen Zeit und nicht

auf der falschen Seite in einen Krieg einzutreten,

sind die Leitsätze unserer Strategie. Der

militärischen Landesverteidigung kommt auf

allen Stufen der Bedrohung, des kalten, subversiven,

konventionellen und Atomkrieges

überragende Bedeutung zu.

Abschließend gab Korpskommandant Gygli

vehement seiner Besorgnis über die schwindende

Disziplin in der Armee Ausdruck, da sie als

Eckpfeiler des Wollens in einer Wechselwirkung

mit dem Können stehe.

Diplomaten wünschen Glück:

Neujahrsempfang im Bundeshaus

spk. Er gehört zu den schönen Traditionen

zwischenstaatlicher Beziehungen: der Neujahr

sempfang im Bundeshaus, wo alljährlich


der Bundespräsident die Chefs oder Vertreter

der diplomatischen Missionen und die Delegationen

der Behörden von Kanton und Stadt

Bern begrüßt, um mit ihnen Glückwünsche

zum Jahreswechsel auszutauschen. 1966 hat allerdings

dieser Empfang dem Zug der Zeit folgen

und vom Neujahrstag auf den 10. Januar

ausweichen müssen. Das «offizielle» und «diplomatische»

Jahr 1969 begann somit erst am

Freitag, und zwar nachmittags um 15 Uhr, als

die bernischen Behördevertreter — altem

Brauch gemäß in offenen Landauern vor das

Bundeshaus gefahren — Bundesrat Ludwig von

Moos in der mit Tausenden von Schnittblumen

und Topfpflanzen reich geschmückten Wandelhalle

des Parlamentsgebäudes ihre Aufwartung

machten, angeführt von Regierungspräsident

H. Huber und Stadtpräsident R. Tschäppät.

Illustre Gesellschaft zieht Schaulustige an

Eine halbe Stunde später tauchten die Diplomaten

und Diplomatinnen auf. Exotische Nationalkostüme,

reich bestickte Diplomatenuni

formen und Fräcke beherrschten die Szene, die

sonst sehr nüchtern wirkt. Und dieses einmalige

Bild zieht denn auch Jahr für Jahr Hunderte

von Schaulustigen vor dem Bundeshaus, dessen

weiter Vorplatz auch heuer wieder von der

mit rund 40 Mann im Einsatz stehenden Stadt

polizei geräumt und abgesperrt worden war.

Die Gratulationscour wurde, wie es das Protokoll

will, vom apostolischen Nuntius, Mgr.

Ambrogio Marchioni, seines Zeichens Doyen

des diplomatischen Corps, eröffnet, während

die übrigen Gäste in zwangloser Reihenfolge

dem Bundespräsidenten ihre Glückwünsche

überbrachten.

TURNHALLE STALDEN

Konzert des Jodlerklub Sarnen

Sonntag, den 19. Januar 1969, 14.30 und 20.00 Uhr.

Nach der Abendaufführung gemütliche Unterhaltung im Kurhaus

Stalden mit der Kapelle Kernsergrueß. 4

Aus dem Programm:

1. Teil Jodeln, Fahnenschwingen

2. Teil «En offizielle Staatsbsuech»

(Schwank)

Eintritt: Fr. 4.—, Kinder Fr. 2.—.

Ertrag zu Gunsten dringender Bühnenanschaffungen.

Freundlich ladet ein

F ü r

I h r e

f i n a n z i e l l e n

A n g e l e g e n h e i t e n

Bühnen-Vereinigung Schwendi

d e r r i c h t i g e P a r t n e r

Heimat- Theater

in Alpnach 1969

im Gasthaus Schlüssel

V e r l a s s n i

H e i m e t

Dialekt-Volksstück

in 3 Akten

(7 Aufzügen) mit Jodel

und Gesang

aus den Bergen

von August Nef

Aufführungen:

THEATER IN SARNEN

D E R

G E H E T Z T E

Kriminalstück von

Philipe de Marche 16

Aufführungen:

Samstag, 18. Januar,

20.15 Uhr

Samstag, 25. Januar,

20.15 Uhr

Sonntag, 26. Januar,

14.15 Uhr

Freitag, 31. Januar,

20.15 Uhr

Samstag, 1. Februar,

20.15 Uhr

Vorverkauf:

Josef Portmann, Tabakwaren,

Telefon 85 10 51

Freundlich ladet ein:

Theatergesellschaft

Sarnen

Sonntag, 19. Januar, 14.00 Uhr

Sonntag, 26. Januar, 20.15 Uhr

Freitag, 31. Januar, 20.15 Uhr (Tanz)

Sonntag, 2. Februar, 14.00 Uhr

Sonntag, 9. Februar, 14.00 u. 20.15 Uhr

Eintritt: Fr. 3.50

Freitagabend Fr. 5.-

Vorbestellung:

Gasthaus Schlüssel, Telefon 76 11 58

Mit freundlicher Einladung

Trachtengruppe Alpnach

g

Verband katholischer Hausangestelltenvereine

der Schweiz

Winterferien

Wer heute einen Teil seiner Ferien im

Winter beziehen muß oder darf, kann sich bewußt

sein, daß Winterferien in reiner, gesunder

Luft, fern dem Stadtgetriebe und -lärm

verbracht, eine doppelte Wirkung für Gesundheit

und Leistungsfähigkeit erzielen können.

Der Verband katholischer Hausangestelltenvereine

veranstaltet vom 19. bis 25. Januar 1969

eine Winterferienwoche im Hotel Bellevue,

Morschach (ob Brunnen). Auf Wunsch werden

gerne Ausflüge und Fahrten organisiert. Anfragen

und Anmeldungen an Hotel Bellevue,

Morschach, Telefon (043) 9 18 48 oder an Verband

katholischer Hausangestelltenvereine,

Hallwilerweg 10, 6000 Luzern.

An seiner letzten Vorstandssitzung hat der

Verband katholischer Hausangestellten vereine

beschlossen auch dieses Jahr in Verbindung

mit dem hauswirtschaftlichen Inspektorat des

Kantons Uri eine Berufsprüfung für Haushaltleiterinnen

durchzuführen. Sie dürfte voraussichtlich

wieder auf Ende Juli fallen. Alles Nähere

wird Interessentinnen rechtzeitig mitgeteilt.

Anfragen können bereits erfolgen an Verband

katholischer Hausangestelltenvereine,

Hallwilerweg 10, 6000 Luzern.

KIRCHE

Deutsch-schweizer Lourdespilgerfahrt

für Gesunde und Kranke

Die Wallfahrt für die Gesunden und Kranken

wird im Auftrage der Deutschschweizer

Bischöfe durchgeführt und darf auf eine Tradition

zurückschauen von über80 Jahren. 1881

ging der hochw. Herr Pfarrer Bächtiger zum

erstenmal mit einer kleinen Pilgergruppe nach

Lourdes. Seither sind esl Abertausende gewesen,

die immer wieder Kraft und Mut geholt haben

auf ihrem Lebensweg. Die Wallfahrt geht vom

28. April bis 5. Mai und führt alle Pilgerzüge

über Nevers, zum Grab der hl. Bernadette.

Nähere Auskunft erhalten Sie vom Pilgerbüro,

9464 Rüthi SG. (Siehe Inserat.)

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99. Jahrgang — Nr. 5

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jederzeit gerne angenommen. — Druck und Verlag: Buchdruckerei

Louis Ehrli & Cie., 6060 Samen, Telefon (041) 85 10 33.

Konservativ-christlichsoziales Organ

Erscheint Dienstag und Freitag

Verantwortlich für die Redaktion

Die Redaktionskommission, Telefon 85 15 17

Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 19 Rp.

Schweiz 21 Rp., Reklame 75 Rp. - Inseratenannahme: Schweizer

Annoncen AG «ASSA», Alpenstraße X, 6002 Duzern, Telefon

(041) 22 51 22, und Filialen. (Mit Ausnahme des Kantons

Obwalden). - Vorschriften betr. Plazierung, Schriftwahl

und Arrangement werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme

jeweils Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

W a s d e r S i e g E d w a r d K e n n e d y s b e d e u t e t

Im amerikanischen Kongreß hat sich ein bedeutendes

Ereignis ergeben. Man hört vorzeitig

Spekulationen, daß der Sieg Edward M. Kennedys

über Senator Russell B. Long zum stellvertretenden

Sprecher der demokratischen Mehrheitspartei

einen Schritt zum Weißen Haus bedeute.

Es ist keineswegs sicher, ob Senator Kennedy

oder seine Familie den Willen hat, sich

tatsächlich um die Präsidentschaft im Jahre

1972 zu bewerben, ein Ziel, das zum Tod zweier

seiner Brüder führte. Selbst wenn sich Ted

Kennedy um die Präsidentschaft bemühen wür

de, ist es heute noch nicht bestimmt, ob der demokratische

Präsidentschaftskandidat die Wahl

im Jahre 1972 gewinnen kann. Der Sieg Kennedys

über Long Zist aber ist ein bedeutsamer

Schritt zur Neubildung und Vereinheitlichung

der demokratischen Partei.

Hätte die Abstimmung nicht zum Sieg Kennedys

geführt, wäre die Entfernung des liberalen

Flügels der Partei (ADA: Americans for

Democratic Actions) noch größer geworden und

ein sicheres Zeichen für den Abstieg der Partei

gewesen. Der 36jährige Senator Kennedy von

Massasuchsets gibt der Partei neue Impulse der

Führerschaft im Senat. Der Führer der demokratischen

Partei im Senat, M. Mansfield, wird

durch Kennedy starke Unterstützung finden,

Die i n n e n p o l i t i s c h e W o c h e

SKK Das Jahr 1969 begann im innenpolitischen

Bereich mit zum Teil erfreulichen Meldungen.

Einmal konnte die schweizerische Oeffentlichkeit

zur Kenntnis nehmen, daß der

Landesindex der Konsumentenpreise im Jahresdurchschnitt

1968 nur um 2,4 Prozent gestiegen

sei. Es ist dies die niedrigste Teuerungsrate

seit 1961. Von den Fachleuten wird

die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden

Jahr optimistisch betrachtet.

Mit einem gewissen Optimismus können

auch die Milchproduzenten der nächsten Zu

kunft entgegenblicken. Wegen der Milchschwemme

und des riesigen Butterberges gerieten

sie seit Herbst 1967 immer mehr in die

Schußlinie der Kritik. Von den Behörden mußten

unpopuläre Maßnahmen ergriffen werden.

Ende Oktober 1968 sah sich der Bundesrat veranlaßt,

die stark umstrittene Kontingentierung

der Milcheinlieferungen grundsätzlich zu beschließen.

Gleichzeitig räumte er den Milchproduzenten

eine erste Galgenfrist ein. Gehen

die Einlieferungen, so sagte er den Milchproduzenten,

in den Monaten November und Dezember

im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent

zurück, kann auf die Einführung der Kontingentierung

auf 1. Februar 1969 verzichtet werden.

Die Bauern haben dieses Soll mehr als

erfüllt und Bundesrat Schaffner konnte in der

Sitzung vom 15. Januar seine Kollegen von

dieser erfreulichen Entwicklung in Kenntnis

setzen. Aufgeschoben heißt aber auch in diesem

Falle nicht aufgehoben. Das Damoklesschwert

HELLMUT GOLLWITZER

. . . u n d f ü h r e n ,

w o h i n d u nicht willst>

16 Bericht einer Gefangenschaft

Wenn einer ein Gespräch mit den Worten:

« as S 1 t es Neues?» begann, dann war es nur

S keit . die damit gemeint war, die

arole>>

^ . e / nämlich, ein neuer Termin

eirip r° S C T T rans P°rtes, neue Indizien für

GeriiS Sa f en 7 tlaStUngl neue sie

' betreffende

Gerüchte der Zivilbevölkerung. Schon im La-

hatten diese Parolen

aber auch ein anderer Aspekt für den Sieg

Kennedys ist bedeutenswert und sollte nicht

unterschätzt werden — dessen Jugend. Sein

Sieg repräsentiert den Abbruch eines Systems,

das einen Flirt mit der Senilität als erste Qualifikation

für Macht im amerikanischen Senat

den Vorzug gab. Fünf der bestehenden 12 Ko

mitees im Senat werden von Männern, die über

70 Jahre alt sind, geleitet. Senator Joseph Tyding

vom District of Columbia ist der einzige

Vorsitzende unter 50 Jahren.

Amerika ist ein junges Land, bewohnt von

107 Millionen Bürgern unter 30 Jahren. Die

politische Zukunft der Partei wird dort zu suchen

sein, wo die Jugend steht. Viele von den

jungen Menschen sind bitter und zynisch, weil

die Partei die Macht nur Männern über 70

übertragen hat. Kennedy mußte seinen Mut beweisen,

als er Long herausforderte, aber es kostete

auch jene Senatoren Mut, die für ihn

stimmten. Sie wußten ganz genau, daß die Zukunft

der demokratischen Partei von ihrer Unterstützung

Kennedys abhängt. So wird es auch

in den kommenden Monaten sein, daß Kennedy

den Stempel seiner Persönlichkeit der demokratischen

Partei aufdrücken wird.

Dr. Peter Lindt

sen W

sich zu jafbLenll

^ P0S1 + ÜVe Und ne S ative Lander

sirh AI h r ? 1 J 0rs aunlic her Geschwindigkeit

Sich ausbreitend, immer natürliche durch abso-

A f^rlassigkeit sich auszeichnend. Im

kmrft w',r nige W ° Chen nac h unserer Ankunft

im Waldlager und dann wieder im April

1946wurden sie so dicht, waren von so viel bestätigenden

Indizien begleitet, daß es fast unsinnig

war, nicht an sie zu glauben. Einer sol

hen Hausse folgte dann, wenn der angekündigte

Termin ereignislos verstrichen war, eine

Zeit tiefer Depression. Wollte man bei einem

solchen Umschwung von Hoffnung zu Verzweiflung

nicht wie bei allzu stürmischen

Wechselbädern seelischen Schaden erleiden, so

mußte man sich eine eigene Technik zulegen,

um einen ausgeglichenen Gemütszustand zu bewahrep.

Manche wurden darum grundsätzliche

Pessimisten und erklärten, nichts mehr zu

glauben, bis sie nicht zu Hause auf die Türklinke

drückten. Aber ganz wegzuhören, wenn

die nächste Parole aus todsicheren Quelle erzählt

wurde, vermochten sie doch auch nicht.

Meine Technik bestand darin, nichts mehr zu

glauben, aber jede Parole sich gern erzählen

und von ihr die Hoffnung neu beleben zu lassen.

Gefragt, ob ich an sie glaube, pflegte ich

zu antworten: «Ich glaube an nichts mehr als

an das, was in der Bibel steht; aber ich hoffe,

daß an der Sache etwas dran ist!» Es war eine

probate Technik, die Enttäuschung griff einen

nicht sehr an und man hatte doch immer etwas,

woran man sich freuen konnte.

Eine häufige Quelle dieser Parolen waren

die Russen selbst, die Wachmannschaften und

Offiziere ebenso wie die Zivilisten. Allmählich

kamen wir dahinter, daß im Frühjahr die Offiziere

und Kommissare eine Flut günstiger Gerüchte

lancierten, entweder direkt durch streng

der Kontingentierung, für welche die Vorbereitungen

bis ins kleinste Detail getroffen sind,

schwebt weiterhin über der Landwirtschaft.

Die Milcheinlieferungen müssen in den kommenden

Monaten im Vergleich zum Vorjahr

um volle sechs Prozent zurückgehen, sonst

wird die Kontingentierung auf den 1. Mai doch

noch Wirklichkeit. Die Milchproduzenten haben

es also in der Hand, die gefürchtet« Kontingentierung

endgültig abzuwenden.

Mit der Landwirtschaftspolitik befaßte sich

nicht nur der Bundesrat, sondern auch eine

Subkommission der Geschäftsprüfungskommission,

die in Klosters tagte und erstmals dieses

Thema zum Gegenstand von Hearings machte.

Sie hat 16 Vertreter der landwirtschaftlichen

Produktion, Verwertung und Verteilung als

Experten eingeladen. Das Gespräch drehte sich

um das Thema «Markt und landwirtschaftliche

Produktion». Seit der Milchschwemme und dem

Butterberg weiß man zur Genüge, was es bedeutet,

wenn unabhängig von der Aufnahmefähigkeit

des Marktes produziert wird. Die

Hearings schlössen mit der Erkenntnis, daß der

Markt für eine Reihe von Agrarerzeugnissen

zusätzliche Aufnahmefähigkeiten biete, Voraussetzung

sei indessen, daß man auf die Qualität

und die Konsumgewohnheiten größtes Gewicht

lege. Es sollte dies mit der Zeit auch

möglich sein.

Die Schweiz wird dem neuen internationalen

Zuckerabkommen vorderhand nicht beitreten.

Dieser Entscheid des Bundesrates ist begreiflich,

nachdem feststeht, daß die Europäische

Wirtschaftsgemeinschaft und die Vereinigten

Staaten von diesem Abkommen nichts

wissen wollen. Damit dürfte seine Funktions

fähigkeit überhaupt in Frage stehen.

OBWALDEN

Mitteilung der Redaktion

Die in der letzten Nummer" des Obwaldner

Volksfreund erschienene Foto von H. H. Pfarrer

Constantin Lüthold sei. stammt aus dem

Atelier Carl Abächerli und konnte mit großer

Anstrengung aufgetrieben werden. Herrn

Abächerli jun. gebührt dafür besonderer Dank.

Obwaldner Arbeitsgruppe zur

Bundesverfassungsrevision

(Mitg.) Die vom Regierungsrat bestellte Arbeitsgruppe

zur Behandlung von Fragen der

Bundesverfassungsrevision hat ihre Arbeiten

abgeschlossen. In 8 Sitzungen wurde unter dem

Vorsitz von Regierungsrat Dr. I. Britschgi eine

Auswahl der den Kanton besonders beschlagenden

Probleme aus dem Fragenkatalog Wahlen

beraten. Im Vordergrund standen dabei

Fragen des Frauenstimmrechtes, als Teilaspekt

der Menschenrechte, der Ausdehnung oder

Einschränkung der direkten Mitbestimmungsrechte

des Volkes, des Verhältnisses von Staat

und Wirtschaft, der Vereinheitlichung des

Schulwesens, des kooperativen Föderalismus

unter dem Gesichtspunkte eines wünschbaren

interkantonalen Finanzausgleichs und der Aufwertung

der Halbkantone zu Vollkantonen, für

die sich die Arbeitsgruppe mit Nachdruck ein

setzt.

Der Schlußbericht der Arbeitsgruppe geht

demnächst an den Regierungsrat. Im Schlußbericht

berücksichtigt sind auch die Ergebnisse

einer Meinungsforschung bei der Jugend.

Im Sinne des Regierungsratsbeschlusses vom

25. Juni 1968 sind die obern Klassen der beiden

Mittelschulen im Kanton, der beiden Berufsschulen

und des Jungbürgerverbandes zu einer

Meinungsäußerung zu 8 speziellen Fragen eingeladen

worden. Die aktive Mitarbeit sämtlicher

befragten Schulen und Jugendgruppen

war erfreulich und zeugt von lebhaftem Interesse

an der Mitgestaltung unserer staatlichen

Zukunft. Es sei hier allen Mitarbeitern in den

Schulen und Jugendgruppen, vor allem aber

auch den Organen und Lehrern der befragten

Schulen für die Durchführung der Befragung

der Dank ausgesprochen.

vertrauliche Mitteilungen an ihre deutschen

Putzer und durch scheinbar versehentlich ihnen

entschlüpfende Indiskretionen oder indirekt

durch die russischen Meister bei der Arbeit.

Es war ihre billigste Vorkehrung gegen

sommerliche Fluchtversuche. Denn nun konnten

sie sicher sein, daß jeder, der mit solchen

Gedanken sich trug, sich selbst sagte oder von

einem Kameraden gesagt bekam: «Was, fliehen?

Jetzt, wo wir die längste Zeit hier abgesessen

haben! Da sind wir noch vor dir zu

Hause. Jetzt im Sommer werden alle Lager

liquidiert, bei uns in der Fabrik bilden die Kanaken

(dieser verächtliche Ausdruck war an

die Stelle von «Iwan» getreten als Bezeichnung

für die Russen) schon Zivilistenkolonnen aus,

die unsere Arbeit übernehmen sollen, und die

Offiziere vom Stab schauen sich schon nach

neuen Stellen um, weil sie alle abgebaut werden!»

Dies war eines der wenigen Male, wo man

bei falschen Versprechungen von russischer

Seite wenigstens einen vernünftigen Grund erkennen

konnte. In der Mehrzahl der Fälle

fragte man sich ratlos, warum hier nicht die

Wahrheit gesagt wurde. Man erinnerte sich etwa

an jene von mir erzählte Szene bei unserer

Entwaffnung, als mir der russische Major eine

Bescheinigung versprach, mit der ich ungehin-

Zur ordentlichen Jahresversammlung des

Vereins ehemaliger Land- und Alpwirtschaftsschüler

von Obwalden versammelten sich rund

80 Mitglieder im Gasthaus Grafenort. Vorgängig

der Jahresversammlung, die von Präsident

Josef Wallimann, Alpnach gewandt geleitet

wurde, fanden sich die Mitglieder zu einem Gedächtnisgottesdienst

in der Kapelle Grafenort

ein.

Zu Beginn der Jahresversammlung hielt

Präsident Wallimann einen kurzen Jahresrückblick

und erwähnte die gute Beteiligung anläßlich

der Exkursion vom 10. Juli in die

Flumserbergen. Nachdem Jahresrechnung

und Jahresbeitrag genehmigt waren, konnte

der Verein zwölf neue Mitglieder aufnehmen.

Er zählt nun über 200 «Ehemalige».

Im Anschluß wurde der neue Statutenentwurf

durchberaten, jedoch noch nicht genehmigt,

da ein Gesuch von der Bäuerinnenschule

Melchtal um Beitritt in den Verein eintraf.

Der Vorstand wird nun die entsprechenden

Verhandlungen führen und voraussichtlich der

nächsten Jahresversammlung einen Antrag unterbreiten.

Mit Akklamation wurde der Gründer des

Vereins, ing. agr. Franz Küchler, Samen zum

ersten Ehrenmitglied der «Ehemaligen» ernannt.

Er präsidierte den Verein während

zwölf Jahren mit großer Umsicht. Als Dank

und Anerkennung durfte er eine Wappenscheibe

in Empfang nehmen.

Anläßlich der Hornerschau am 30. Januar

wird Vizedirektor Hartmann vom Schweiz.

Bauernverband über das Thema «Langfristige

Maßnahmen in der Landwirtschaft» in Samen

sprechen. Ueber den Betrieb in der landwirtschaftlichen

Schule äußerte sich Pater Direktor

Bernhard Zürcher. Nachdem Kantonsratspräsident

Alfred Amstutz seiner Freude Ausdruck

verliehen hat, die Mitglieder des Vereins der

«Ehemaligen», zu denen er sich auch zählt, in

seinem Hause begrüßen zu dürfen, beschloß

die Jahresversammlung einstimmig dem Regierungsrat

und dem Kantonsrat eine Resolution

einzureichen, um die Verhandlungen über die

Abklärung des Standortes der neuen landwirtschaftlichen

Schule voranzutreiben. Die «Ehemaligen»

führen wörtlich aus: «An der heutigen

Jahresversammlung des Vereins ehemaliger

Land- und Alpwirtschaftsschüler von Obwalden

haben wir uns auch mit den Aufgaben

und Aussichten der bäuerlichen Jugend in der

Zukunft befaßt. Wir sind uns bewußt, daß die

Zukunft unserer Jugend außerordentlich große

und schwierige Aufgaben stellen wird und daß

wir diese Aufgaben nur auf Grund einer soliden

christlichen Weltanschauung und einer

gründlichen Berufsausbildung werden bewältigen

können. In dieser Erkenntnis haben wir

einmütig beschlossen, folgende Resolution an

Sie zu richten.

Mit Befremden und Besorgnis stellen wir

fest, daß in der Standortfrage der landwirtschaftlichen

Schule Obwaldens noch keine

Fortschritte erzielt worden sind; dies obschon

zwei prüfenswerte Angebote vorliegen und die

Bürgergemeinden Giswil und Kerns Beschlüsse

gefaßt haben. Wir befürchten, daß durch

eine endlose Verzögerungstaktik unsere unentbehrlichen

Bildungsstätten ernstlich in Frage

gestellt werden. Wir gelangen daher an Sie,

hochgeachteter Herr Landammann und sehr

dert zum Amerikaner kommen könnte. Es war

kein Anlaß sichtbar, warum er mir meine Bitte

nicht rundweg abschlug, da er nicht im

Traume daran dachte, sie zu erfüllen, — aber

er versprach. Es war unsere erste Begegnung

mit dem russischen Verhältnis zur Wahrheit.

In Kürze ist es so zu beschreiben, daß sie nur

äußerst schwer Nein sagen können. Ihr Njet ist

zwar berüchtigt geworden in der Welt. Aber

das scheint mehr eine sowjetische als eine

russische Möglichkeit zu sein. Der Russe (ich

weiß, ich gerate nun in Gefahr, von jenem

vielberufenen «russischen Menschen» zu fabeln,

diesem vagen Gespenst philosophierender

und politisierender Literaten, das so

brauchbar ist, um es wie einen Kleiderständer

mit allen Verlegenheiten zu behängen, in die

der Abendländer gerät, je weiter er «gen

Osten» reitet; aber nur ein literarisches Märchen

ist dieser «russische Mensch» natürlich

nicht, so sehr auch dort wie überall die Menschen

verschieden und nicht streng auf einer

Nenner zu bringen sind; mit diesem Vorbehalt

also sei hier von «dem» Russen gesprochen) —

der Russe vermeidet nichts so sehr, als eine Bitte

rundweg abschlagen zu müssen. Sobald ihn

nämlich das Mitleid rührt, — und das rührt

ihn nicht selten. Einen leidenden Menschen

enttäuschen zu müssen, dünkt ihm ein Unrecht,


S e e l s o r g e r a t f ü r die Pf

Auf Dienstagabend wurden von Pfarrer

Alois Marty im Namen der Seelsorger zirka 50

Personen, welche die verschiedenen Kreise und

Interessengruppen unserer Pfarrei vertreten,

in den Peterhof zur Wahl eines Seelsorgerates

eingeladen. So waren Vertreter der Gemeindebehörden,

die Standesvereine, die Lehrerschaft,

Handel, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft,

die Turn- undn Sportvereine sowie die

Frauen unserer°Pfarrei anwesend.

Vorerst verlas Pfarrer Marty einen Brief

des Bischofs, worin eindrücklich gesagt wird,

daß heute gemeinsames Beraten und Planen

auch auf dem religiösen Sektor unerläßlich geworden

ist. Zweck und Aufgabe wurden kurz

wie folgt umschrieben: Der Seelsorgerat stellt

sich zur Uebernahme konkreter Aufgaben zur

Verfügung. Er befaßt sich u. a. mit Fragen der

Seelsorge, der Gottesdienstgestaltung, der Jugendbildung,

der Zusammenarbeit mit andern

Konfessionen.

Um die Notwendigkeit eines Seelsorgerates

zu illustrieren, wurde hierauf eine allgemeine

Umfrage und Aussprache über zur Zeit höchst

aktuelle Seelsorgeprobleme in der Pfarrei gehalten.

Dabei wurde die Diskussion sehr rege

und auch sehr offen benützt. Vielfach wurden

zwar nur äußere Probleme unserer Kirche, d. h.

rein organisatorische Dinge aufgeworfen, so die

sonntägliche Gottesdienstordnung, die überfüllte

10-Uhr-Messe im Kapuzinerkloster, die

Pflege des Kirchengesanges nach dem neuen

Einheitskantate usw. Einige Sprecher schürften

etwas tiefer und sprachen vom Problem der

Ueberlastung unserer Geistlichen oder gar der

geehrte Herren Regierungsräte, mit dem dringlichen

Ersuchen:

1. Es sind die Verhandlungen über die Abklärung

des Standortes der landwirtschaftlichen

Schule voranzutreiben, um endlich eine

Entscheidung herbeizuführen und der Landsgemeinde

1969 Antrag stellen zu können.

2. Mit dem Standort und dem Ausbau der

landwirtschaftlichen Schule ist auch die Weiterführung

der Bäuerinnenschule im Melchtal

zu überprüfen und sicher zu stellen.»

Die Resolution schließt mit folgender Erklärung:

«Hochgeachteter Herr Landammann und

sehr geehrte Herren Regierungsräte, wenn Sie

Wert darauf legen, daß der bäuerliche Berufsstand

in unserem Kanton weiterbestehen kann

und das Vertrauen des Landvolkes in die Landesregierung

erhalten bleibt, so erwarten wir

von Ihnen rasches Handeln und klare Entscheide

in dieser Angelegenheit.» vi

Weihnachtsfeier für Alleinstehende im

Bruder-Klausen-Hof

Im Sinne mehrjähriger Tradition sand auch

am vergangenen Heiligen Abend wieder eine

Weihnachtsfeier für Betagte und Alleinstehende

im Bruder-Klausen-Hof statt. Etwa sechzig

Personen, darunter sogar eine 98- und zwei 95-

jährige folgten mit Freuden der Einladung. Die

Feier wurde eingeleitet mit einer kurzen Betrachtung

aus der hl. Schrift über die Erwartung

unseres Erlösers und sein Kommen in der

Heiligen Nacht, mit Gebet und dem priesterlichen

Segen. Im gemeinsam gesungenen Lied

«Stille Nacht, heilige Nacht» brach dann die

weihnachtliche Freude durch und es wurden

viele schöne Erinnerungen an glückliche Kinder-

und Jugendjahre wachgerufen. Anschließend

versammelte sich die frohgestimmte

Schar im festlich geschmückten und von Kerzenschein

hell erleuchteten Saal bei Kaffee und

herrlich mundendem Weihnachtsgebäck. Herr

Kaplan Walter Odermatt hieß alle herzlich

willkommen und erwähnte dabei namentlich

die ältesten Jahrgänge. Sogar ein Geburtstagskind

befand sich unter den Gästen, nämlich

Frl. Anna Berwert aus der Schwendi, die ihren

80 Geburtstag feiern konnte. Umrahmt wurde

die ganze Feier durch Lieder und ein anarrei

S a r n e n bestellt

Gefahr einer Untergrabung der Autorität des

Klerus durch den Seelsorgerat! Trotz allem war

die Aussprache sehr instruktiv und in jeder

Hinsicht als aufbauende Kritik der mündigen

Laien zu werten.

Getrost und unbelastet von juristischen

(oder gar politischen Ueberlegungen) konnte

man zum Schluß zur Wahl von 15 Mitgliedern

in den Seelsorgerat schreiten. In ungezwungener

Reihenfolge und mit offenem Handmehr

wurden somit gewählt: Emil Meier, Postbeamter

(Vertreter der Männer), Frau Leuchtmann

(Vertreterin der Frauen), Vreny Theiler (Kongregation),

Jost Barmettier (Gesellen, Jungmannschaft),

Lehrer Ming (Lehrerschaft), Direktor

Schneider (Handel und Industrie), Frau

Kiser-Frunz (Bezirk Ramersberg), Gemeindepräsident

Dr. J. Dillier (Vertreter der Behörden),

Heinrich Baumeler (Turn- und Sportvereine),

Clemens Sidler jun. (Gewerbe), Hedwig

Kiser- Kiser, Feld (Landwirtschaft), Gemeindeschreiber

Otto Burch (Bezirk Wilen), Architekt

Max Mennel (freie Berufe), Dora Stockmann

(Fürsorge), Peter Jung (Pfadfinder, Jugendorganisationen).

Die Pfarreigeistlichkeit gehört dem Seelsorgerat

von Amtes wegen an. Der Rat kann auf

dem Berufungsweg jederzeit erweitert werden.

Mit der Ankündigung der konstituierenden Sitzung

zwecks Wahl des Präsidenten, aber auch

sofortiger Inangriffnahme der Behandlung der

in der Aussprache aufgeworfenen Fragen

schloß der Pfarrer den sehr harmonisch verlaufenen

Abend. K. R.

spruchsvolles Weihnachtsspiel, dargeboten von

den Blauringmädchen von Sarnen, die durch

ihre hervorragende Leistung großes Können

verrieten. Natürlich durfte in diesem Kreise

«s'Haasä Greeti» nicht fehlen, wußte es doch

in seinem heimeligen Obwaldnerdialekt von

alten Mägden und Originalen Geschichten und

Anektoden zu erzählen, sodaß man noch gerne

länger seiner vertrauten Sprache gelauscht hätte.

Doch leider gingen die schönen Stunden nur

allzu schnell vorüber, sodaß man sich nach den

Abschiedsworten von Herrn Kaplan Odermatt

langsam wieder für die Heimkehr rüstete, schon

in der Vorfreude auf die nächste Weihnachtsfeier.

Allen, die für die Vorbereitungen und das

Gelingen der schönen Feier mitgeholfen haben,

in erster Linie dem Bruder-Klausen-Hof und

auch den Automobilisten, welche die Leute

daheim abgeholt und wieder zurückgebracht

haben, sei hier ganz herzlich Vergelts Gott gesagt.

-cb-

Kerns. Dank der Leidenden an Herrn Pfarrer

Lüthold f. Was wir befürchten mußten, ist

leider eingetreten. Unser gute Herr Pfarrer hat

uns nach langer, schmerzlicher Krankheit verlassen.

Stets war er voller Hoffnung, seine Arbeit

wieder aufnehmen zu können. Schon als

Patient in der Klinik St. Anna, Luzern, kehrte

er im stillen noch hie und da einen Tag heim,

um dringende Arbeiten zu erledigen. Dies

wollte er auch am 28. Oktober 1968 ausführen.

Auf dem Weg zum Pfarrhaus kam er leider zu

Fall. Ein Beinbruch nahm ihm alle Arbeit aus

den Händen. Von da an bestand seine nicht

leichte Ausgabe noch im Leiden und Beten und

im Beispiel an Geduld. Er hatte gehofft, auf

Mitte Januar wieder heimkehren zu können.

Dies trifft nun zu, aber ganz anders als er erwartet

hatte. Nicht ins Pfarrhaus kehrte er

zurück, sondern auf dem Gottesacker und ruht

nun neben seinem Vorgänger, Herrn Pfarrer

Fanger, der während manchen Jahren auch ein

Dulder-Priester gewesen war.

Nur knapp sieben Jahre waren Herrn Pfarrer

Lüthold gegönnt, in unserer Gemeinde zu

wirken. Am Herz-Jesu-Freitag mietete er jeweils

ein Auto, um möglichst alle Kranken er-,

reichen zu können. Später, als sich bei ihm

Geh-Schmerzeji einstellten, mußte er dieses

mehr und mehr für sich persönlich als Hilfsmittel

benützen. Selber krank und unter großen

Schmerzen, ging er auf diese Weise noch

Sterbenden nach. — Eine große Wohltat war

seine ruhige Art, seine Pünktlichkeit und sein

Verlaß auf die Krankenseelsorge. Kam ihm unerwartet

etwas dazwischen, erfolgte sicher ein

Telefonanruf, daß wir uns nicht zu ängstigen

brauchten, vergessen worden zu sein. Er war

auch ein Beispiel an Selbstlosigkeit. Keinen

Rappen nahm er für sich persönlich an, mit der

Begründung, die Krankenseelsorge sei seine

Pflicht. Einen Zustupf an die Kirchenrenovation

nahm er aber mit Freuden entgegen. Bei

dieser habe sich unser Herr Pfarrer oft an die

Fahrstuhl-Patienten erinnern müssen. Ihm haben

wir viel zu verdanken für diese ideale Lösung:

Einen Platz mit guter Sicht auf das heilige

Geschehen, ohne den übrigen Gläubigen im

Weg zu sein und eine angepaßte Zufahrt. Obschon

wir zeitweilig zur Kirche fahren können,

schloß er uns Invalide nicht von der Krankenkommunion

aus. Er schenkte uns damit die Sicherheit

der seelischen Betreuung, während

unsere Kirchgänge ein Hangen und Bangen in

Abhängigkeit von Hilfe und Wetter sind. Der

schwerinvalide Alois Troxler war unserem

Herrn Pfarrer so oft Chauffeur gewesen, um

den Kranken die hl. Kommunion zu bringen.

Beide sind sie nun wiedervereinigt in der

Ewigkeit; uns aber haben sie eine große und

schmerzliche Lücke hinterlassen.

Im Namen der Kranken möchte ich unserem

verehrten Herrn Pfarrer übers Grab hinaus

herzlich danken für alles Gute, das er den Leidenden

erwiesen hat. «Was ihr einem meiner

Geringsten getan, das habt ihr mir getan», ist

der Maßstab Gottes und dafür dürfen wir gutstehen.

Wir bleiben unserem lieben Herrn

Pfarrer Lüthold in dankbarem Gedenken verbunden.

Er möge uns einen frommen, krankenfreundlichen

Nachfolger erbitten. RIP. M. D.

Sachsein. Aus der Ratsstube. Die Rechnungsablage

für die Einwohnergemeinderechnungen

wird auf Montag, den 3. März im Ratszimmer

festgesetzt. Die Vorprüfungen beginnen

mit dem 10. Februar.

Als Gemeindearzt wird der Regierung zur

Wahl Dr. med. J. A. Gander, Spezialarzt FMH

für Chirurgie, Sarnen, vorgeschlagen.

Für Sr. Carla Antonia Weber und Paul Weber,

Lehrer, die beide auf 40 Dienst jähre bei

der Gemeinde zurückblicken können, ist nach

Ostern ein kleine Feier vorgesehen.

Von der Auszeichnung verschiedener Grabmäler,

die „durch Bildhauer Alois Spichtig geschaffen

wurden, wird Kenntnis genommen.

Als Friedhofverwalter wir Josef Spichtig-

Studer, Schreinermeister, Edisried gewählt.

Gleichzeitig wird eine Vereinfachung in der

Meldung bei Todesfällen eingeführt. Die Angehörigen

haben sich in Zukunft nur noch mit

dem Pfarramt und dem Friedhofverwalter in

Verbindung zu setzen. Der Friedhof Verwalter

wird alle mit einem Todesfalle zusammenhängenden

Meldungen und Aufgaben übernehmen,

was gerade für auswärts wohnende Angehörige

eine wesentliche Erleichterung bedeutet.

durch einen Trost erfrischt, nicht weniger als

die vielen Zivilisten, die uns vom ersten Tage

in Rußland an das «skorso domoj (— bald nach

Hause!) zuriefen. Sie hatten es angeblich in der

Zeitung gelesen oder im Radio gehört oder in

der letzten Parteiversammlung. In periodischen

Wellen gingen ihre Verheißungen durch die

Lager, und mancher wurde weich und erklärte:

«Bisher habe ich nichts geglaubt; jetzt aber

muß etwas dran sein, denn so von allen Seiten

hat man es noch nie gehört!» Es mußte nichts,

gar nichts dran sein. Es war Berechnung, Gutmütigkeit,

vielleicht auch Beruhigung des eigenem

Gewissens, das diese Gefangenengestalten

Jahre nach dem Kriegsende als Belastung empfand,

jedenfalls war ein bißchen billige Vertröstung

so viel bequemer und wir fielen immer

aufs neue dankbar darauf herein, bis auf

diejenigen, die schließlich einem Russen entschlossen

«nicht einmal ein Komma, geschweige

denn einen Punkt» glaubten.

Ob dies eigenartig lockere Verhältnis zur

Wahrheit einer Aussage, das man dem Ostasiaten

ja von jeher nachsagt, auch den Russen

schon in früheren Zeiten eigen war, weiß ich

nicht. In den Jugenderinnerungen von Maxim

Gorki findet sich allerdings der Satz: «Ein

Russe, der nicht lügt und nicht stiehlt, ist kein

Russe» und in den Exemplaren unserer Lagerträglich

gratuliert werden, befand sie sich

doch damals durch Wiedergabe dieses Werkes

unter den 1. Klaß-Gesellschaften. Dr. August

Wirz wird zu diesem erneuten Beweis seines

Könnens herzlich beglückwünscht.

Bei dieser Gelegenheit kann mitgeteilt werden,

daß das Theaterorchester der Kernser

Spielleute zur Zeit daran ist, die Musik zum

Totentanzspiel «Anruf» von Hans Rudolf Hubler,

die ebenfalls von Dr. August Wirz geschaffen

worden ist, einzustudieren. Das anspruchsvolle

Bühnenwerk wird in Kerns in der Fastenzeit

aufgeführt werden.

Sachsein. Ausgezeichnete Grabmäler. Der

Verband Schweizerischer Bildhauer und Steinmetzmeister

zeichnet alljährlich die in formaler

und künstlerischer Hinsicht wertvollsten Grabmäler

aus. So haben im verlaufenen Jahre 1968

die Grabmäler für folgende Verstorbene, geschaffen

von Bildhauer Alois Spichtig, das Qualitätszeichen

für besonders gute Gestaltung erhalten:

Franz-Joseph Egger-Odermatt, 1916—1967;

Josef Omlin, Schneider, 1888—1966;

Karolina Rohrer-Gasser, Oeltrotte,

1885—1967;

Josef Sigrist, Hansenmattli, 1908—1967.

Das letzte Grabmal erhielt zudem das Prädikat

«mit besonderer Auszeichnung». Wir gratulieren

Alois Spichtig zu seinem Erfolg und

danken ihm für sein stetes künstlerisches

Schaffen (Korr.)

f Marie von Moos-Berchtold, Sachsein. Eine

Gattin und Mutter, eine verborgene Heldin des

Alltags führt die Reihe jener an, die im neuen

Jahr 1969 diese irdische Heimat mit der ewigen

vertauschen werden. Kaum 57jährig hat sie die

Ihrigen verlassen, den teuren Gatten, dem sie

seit seiner Invalidität die hingebungsvollste

und getreueste Pflegerin war. Acht Kindern

hat sie das Leben geschenkt, eines starb bei der

Geburt. Den Zweitältesten Sohn Josef verloren

die geprüften Eltern nach langer Krankheit

1965. Die andern Kinder sind verheiratet, die

jüngste Tochter bleibt dem invaliden Vater als

Stütze. Ein Sonnenstrahl ist auch noch das

Pflegekind Markus, das von klein auf wie ein

eigenes gehalten wurde. — Wieviele Leiden,

aber auch Familienfreuden haben dieses einfache

Leben der guten Mutter ausgefüllt. Und

wie viel Liebe hat Platz in einem kleinen Haus,

wenn eine gute Mutter darin schaltet und waltet.

Marie von Moos-Berchtold wurde vom Leben

nie verwöhnt. Im Mühlebach, Kleinteil, wo

sie am 2. März 1912 geboren ist, wuchs sie auf.

Es waren ihrer 13 Kinder. Heute leben noch H

Geschwister. Frühlich und gesund, wenn auch

ganz einfach, wuchsen sie heran. Nach der

Schulzeit hieß es arbeiten, den Eltern helfen

und Geld verdienen. Mit 25 Jahren war die

Heimgegangene glückliche Braut, und am 17.

November 1937 trat sie mit dem strammen Josef

von Moos, dem «Tuili-Sepp» an den Traualtar.

Im kleinen, trauten Haus in Edisried, wo

schon Großvater und Urgroßvater gelebt, zog

viel Frohsinn mit ihr ein. Arbeiten, Sorgen,

sparsam Haushalten bei der anrückenden Kinderschar,

alles tat sie gern. Ein ganz schweres

Leid brach über die Familie herein, als der Vater

vor 13 Jahren beim Holzen verunglückte.

Aber Gott sorgte weiter, und.die tapfere Frau

schickte sich in alles.

Zweimal, 1958 und 1960, durfte sie ihren invaliden

Gatten nach Lourdes begleiten, und

schon freute sie sich auf eine 3. Pilgerfahrt

Nun hat unsere liebe Frau ihre treue Magd

zu einer weit glückseligeren Wallfahrt gerufen.

Zwar schon länger leidend, aber immer ihre

Pflicht erfüllend, dachte niemand an den raschen

Abschied. Acht Tage war sie im Bett und

nur 2 Stunden im Krankenhaus, als Gott sie

heimrief, dorthin, wo alle Tränen getrocknet

werden und alle Wunden heilen. Ihrem geprüften

Gatten und die ganze Familie wird sie im

|

Sachsein. Wieder ein Blasmusikwerk der 1.

Klasse. (Eing.) Die musikalische Einleitung

zum Festspiel «Beresina» (1962) von Julian

Dillier war von Dr. August Wirz seinerzeit wegen

Zeitnot als sogenanntes Vorspiel geschrieben

worden. Der Komponist hatte neben der

Erstellung der Festspielmusik auch noch die

Wettstücke dreier Musikgesellschaften für den

Musiktag in Sachsein vorzubereiten.

Inzwischen hat der Komponist das Beresina-

Vorspiel zu einer Ouverture ausgearbeitet. Die

Musik-Kommission des Eidgenössischen Musikvereins

hat dieses Werk, das sie als besonders

wertvolle Bereicherung originaler Musikliteratur

bezeichnen, in die erste Klasse eingestuft.

Diese Einstufung zeugt von der Qualität

des Werkes.

Der Musikgesellschaft Sachsein kann nachdessen

Verhütung ihm jede Lüge rechtfertigt.

Und wo es nicht Mitleid ist, da ist es mindestens

eine bequeme Methode, sich weitere

lästige Bitten vom Halse zu schaffen. Damals

wußten wir das noch nicht, damals hielten wir

noch Ja für Ja und Nein für Nein. Durch Radio,

durch die Druckerpresse, durch die Reden

NSFO (= Nationalsozialistischen Führungsoffiziere)

angelogen zu werden, waren wir als

Deutsche des 3. Reiches gewohnt, nicht ebenso

aber die Lüge von Angesicht zu Angesicht,

und an sie mußten wir uns nun in langen und

schmerzlichen Erfahrungen gewöhnen. Mehrere

Wochen später fuhren wir damals auf unserem

Transport nach Rußland zwischen Wien

und Budapest dem Osten zu, vor Durst und

Hitze in den überfüllten und verschlossenen

Wagen dem Ende nahe. Unser deutscher Transportarzt

war, drohende Todesfälle an, wenn

nicht ein längerer Aufenthalt mit Oeffnen der

Türen und freier Bewegung stattfände. Der

Trost war erfrischend. In einigen Stunden kämen

wir an einen großen See, hielten dort zwei

Tage, könnten trinken und baden nach Herzenslust.

Die erumutigende Nachricht ging

durch die Wagen wie ein lippennetzendes Labsal.

Auch ich — das gestehe ich, — gab sie weiter,

obwohl ich die Strecke kannte und von einem

See nichts wußte. Vielleicht wußte er es

genauer. «Etwas Wahres mußte ja daran sein!»

Genau dieser Satz war das Verhängnis, das uns

so unzählige Reinfälle eingetragen hatte.

Wir waren also, so merkwürdig das klingen

mag, trotz 12 Jahren Hitlerherrschaft noch zu

sehr an Ehrlichkeit gewöhnt. Es gibt einen alten

Satz, daß die Lüge sich immer der Wahrheit

bediene und insofern auch an die Wahrheit

partizipiere. Wir lernten nun, daß er nicht

in allen Welthälften gilt, sondern daß es eine

Lüge gibt, die auf die Hilfestellung der Wahrheit

verzichtet und ganz schlicht an keine Realität

mehr anknüpft. So etwas ist leichter zu

denken als zu erfahren. Wenn man es erfährt,

meint man einen Augenblick jäh ins Bodenlose

zu treten. «Es ist doch nicht möglich», sagt man

sich, «er hat es doch ganz fest zugesagt, hat

mich so treuherzig angeschaut; er meint es

doch auch gar nicht schlecht mit uns, — es ist

doch nicht möglich!» Weil wir es nicht für möglich

hielten, ließen wir uns jahrelang an der

Nase herumführen; manche, wie ich z. B., haben

bis zum Ende sich nicht dazu durchringen

können, einer russischen Zusage oder Vorhersage

grundsätzlich erst dann zu glauben, wenn

sie schon verwirklicht war. Jener See ist nie

gekommen; zwei Tage fuhren wir noch, bis ein

größerer Aufenthalt uns erlöste. Der Major

war unser Drängen losgeworden und hatte uns

bibliotheken pflegte dieser Satz mit dicken

Ausrufezeichen am Rande ,die von kriegsgefangenen

Lesern stammten, angestrichen zu sein.

Wahrscheinlich aber besteht hier doch ein

Zusammenhang mit der sowjetischen Gegenwart.

Dieses Volk wurde nun seit Jahrzehnten

in den härtesten Entbehrungen getröstet mit

der Verheißung eines künftigen Glücks, das

immer wieder verzog. Versprechungen waren

ihr Futter, — warum sollten sie nicht auch uns

damit füttern? Sie durften an den ihren nicht

zweifeln, — wie sollten sie nicht gekränkt sein,

wenn einer von uns in aller Rohheit seinen Unglauben

kundtat? Sie mußten selbst täglich

sagen, was sie nicht dachten, Liebe zu Stalin

heucheln, die sie nicht empfanden; ihnen wurden

mit eiserner Stirn immer wieder Tatsachen

geleugnet, die sie mit den eigenen Augen sahen,

und Wirklichkeiten behauptet, deren Unwirklichkeit

sie am eigenen Leibe spürten, — wie

sollten sie dann erwarten, daß für uns Worte

noch Gewicht hatten und Sätze sich noch auf

Wirklichkeiten bezogen?

(Fortsetzung folgt)


ewigen Leben unmöglich vergessen und dort

zum glückseligen Wiedersehen erwarten-

J. L.-M.

Flüeli-Ranft. Am 21. Januar feiert Frau Marie

Rohrer-Rohrer, Längacher, bei guter Gesundheit

ihren 70. Geburtstag. Wir wünschen

der Jubilarin alles Gute und noch viele Jahre

im Kreise ihrer Familie.

Alpnach. Vor einem genußreichen Aelplerabend.

vi Die Aelplergesellschaft Alpnach führt

den traditionellen Aelplertanz am 21. Januar

im Gasthaus Pfistern durch. Der diesjährige

Anlaß soll gegenüber früheren eine Bereicherung

erfahren, indem nebst einer rassigen

Ländlermusik und dem Jodlerklub Alpnach

auch das Humorduo «D'r Wisi und Bärti vo

Uri» mitwirken. Die beiden bestreiten vor allem

die Unterhaltung während dem Nachtessen,

das um 19.30 beginnt. Für das Nachtessen ist

Voranmeldung erwünscht.

Freunde des Aelpler- und Bauernstandes

und des traditionsverbundenen Brauchtums

treffen sich am nächsten Dienstagabend im

Gasthaus zur Pfistern in Alpnach. Die Aelplergesellschaft

heißt auch alle Besucher freundlich

willkommen.

Engelberg. Schriftstellerin Felicitas von

Reznicek 65jährig. Am Samstag, den 18. Januar

1969 feiert die in Engelberg wohnhafte Schriftstellerin

Baroness Felicitas von Reznicek ihren

65. Geburtstag.

Die Schriftstellerin schrieb seit ihrem Aufenthalt

im Obwaldner Kurort u. a. das Engelberger

Heimatbuch, das Festspiel zur 150jährigen

Zugehörigkeit Engelbergs zum Kanton Obwalden

und das kürzlich im Berglandbuch-Verlag

erschienene Buch über Frauenalpinismus

«Von der Krinoline zum sechsten Grad.» Herzliche

Glückwünsche!

chris

Lokalsendung für die Innerschweiz

Sonntag, den 19. Januar, 18.00—18.45 Uhr

Hörer nehmen Stellung zu einer Radiodiskussion

Die letzte Lokalsendung für die Innerschweiz

widmete sich in Form einer Diskussion

zwischen Vertretern der Behörde ,der Lokalpresse

und der Boulevardzeitung der Frage

nach der Rolle der Information bei den Luzerner

Krawallen. Das Resultat der Diskussion

wurde natürlich nachträglich in seiner Akzensetzung

von den Diskussionspartnern selbst als

unbefriedigend empfunden. Darum wurden die

Hörer der Sendung aufgefordert, ihre Meinung

zu dieser Diskussion zu äußern.

Obwohl die Ausstrahlung der Lokalsendung

durch zwei bedauerliche technische Pannen

beeinträchtigt war, hat das Hörerpublikum

weit über die Zentralschweiz hinaus so lebhaft

reagiert, daß im Hauptteil der Lokalsendungen

vom kommenden Sonntag die wichtigsten Hörerzuschriften

ausgewertet werden, und zwar

nach den Rubriken «Abschußrampe» (mit Skisporttips

für die Innerschweizer Jugend) und

«Kafipause» (mit dem bekannten Zuger Grafiker

Eugen Hotz).

KANTONE

SOLOTHURN

Autobahn-Spannkabel haben sich bewährt

spk. Als ohne Zweifel die beste, billigste und

sicherste Abschrankunsvorrichtung» bezeichnet

der Solothurner Regierungsrat die von den

Kantonen Bern und Solothurn für den Mittelstreifen

der N 1 gewählten Spannkabel. Bisher

haben lediglich zwei Fahrzeuge das Kabelleitsystem

durchbrochen: ein kleiner, niedriger

Sportwagen mit abgerundeter Karosserie und

ein größeres Fahrzeug, welches mit hoher Geschwindigkeit

die Befestigungseinrichtung an

einer Durchfahrstelle zwischen beiden Autobahnstreifen

beschädigte und löste. Um in Zukunft

auch für diesen Fall vorzubeugen, wird

bei den Pasagen nunmehr ein zweites Seil eingebaut.

Seit Eröffnung der N1 bis Ende Oktober

letzten Jahres sind insgesamt 141 Kollisionen

mit den Kabelseilen verzeichnet worden. Sie

wurden nur in den beiden erwähnten erwähnten

Fällen durchbrochen. In 16 der 141 Fällen

kam es zu Personenschäden, wobei bei sechs

Unfällen Kollisionen mit andern Fahrzeugen,

Wild oder Leitplanken vorangegangen waren.

Wo auf der N 1 konventionelle Mittelplanken

errichtet wurden (Kanton Aargau), liegt das

Verhältnis wesentlich ungünstiger, indem dort

erheblich mehr Personenschäden auf traten.

Der Talisman — Theater Stans

G O T T E S D I E N S T O R D N U N G IN O B W A L D E N

Die kirchliche Woche vom 19. bis 25. Januar

2. Sonntag nach Epiphanie. Hl. Meinrad von

Einsiedeln.

Montag, Hl. Fabian, Papst und Sebastian,

Schützenpatron-

Dienstag. Hl. Agnes, Blutzeugin, f um 304.

Mittwoch. Hl. Vinzenzius und Anastasius,

Blutzeugen.

Donnerstag. Hl. Raymund von Pennafort,

f 1275 in Spanien.

Freitag. Hl. Timotheus, Schüler des hl. Paulus.

Blutzeuge.

Samstag. Bekehrung des hl. Paulus. Schluß der

Gebetswoche für die Einheit der Christen.

SARNEN

Pfarrkirche. Sonntag. Hl. Messen 6.30, 7.45,

9.15 Gedächtnis für hochw. Herrn Pfarrer (Konstantin

Lüthold, Kerns, 10.45, 20.00. 17.30

Abendandacht in der Dorfkapelle.

Werktags 6.45 hl. Messe in der Sakristei.

Dorfkapelle. Sonntag. Hl. Messe 7.00. Abendandacht

17.30.

Werktags hl. Messen 6.30 und 7.30.

Montag. 7.30 St. Sebastians-Schützenjahrzeit.

Stiftjahrzeit der Familie Josef Fanger-Willimann.

8.30 Beerdigung von Wilhelm Halter-

Müller. Anschließend Beerdigungsgottesdienst

in der Kollegikirche.

Dienstag. 7.30 Stiftjahrzeit der Familie

Alois Kiser-Christen und der Familie Josef Kiser-Frunz.

Mittwoch. 7.30 Stiftjahrzeit der Familie Josef

Britschgi-Ming und der Familie Ernst Amstad-Bucher.

Donnerstag. 7.30 Stiftjahrzeit der Geschwister

Fanger, Rüti.

Freitag. 7.30 Stiftjahrzeit der Familie Ignaz

Amstalden-Wolf.

Samstag. 7.30 Erstjahrzeit für Karl Krummenacher-Kiser

und Stiftjahrzeit der Familie

Franz Amstalden-Fanger und der Familie Albin

von Moos-von Flüe. Beichte 16.00—18.00

und 20.00—20.30.

Christenlehre. Sonntag. 10.45 für die schulentlassenen

Töchter im Singsaal.

Kongregation. Dienstag. 20.15 Versammlung

der Gruppe 2 im Schulhaus.

Kapuzinerkloster. Sonntag. Hl. Messen 5.00,

6.00, und 10.00.

Frauenkloster. Sonntag. Hl. Messe 8.00.

Wilen. Sonntag. Hl. Messe 6.30.

Mittwoch. Stiftmesse für Franziska Kathriner.

Ramersberg. Sonntag. 5.30 Gedächtnis der

Brunnengenossenschaft für Theodor Riebli-

Omlin.

Schwendi. Sonntag. Beichte 5.30—7.50. Hl.

Messen 6.15, 8.00, 9.15. Nachmittagsandacht

14.00.

Werktags hl. Messen 6.30, 7.45.

Dienstag. Stiftmesse für Witwe Karolina

Küchler-Sigrist.

Mittwoch. Stiftjahrzeit für Familie Albert

Britschgi, Troghaus.

Samstag. Beichte 7.00 und 17.00—-18.00.

Kägiswil. Sonntag. Beichte 6.00. Hl. Messe

6.30, 9.30. Abendandacht 17.30. Christenlehre.

Jüngere Abteilung 8.45.

Werktags hl. Messe 8.00.

Samstag. Beichte 17.00.

Mütterverein. Voranzeige. Sonntag, den 26.

Januar, halten wir das Titularfest mit Andacht

und Generalversammlung am Nachmittag.

Frauen, die Mitglieder des Müttervereins werden

möchten, melden sich bis 25. Januar beim

Kaplan oder bei einem Vorstandsmitglied.

KERNS

Sonntag. Beichte 6.00. Hl. Messen 6.30, 8.30,

10.30, 19.30. Im Amt Jahrzeit der Zunft und

Meisterschaft.

Die Theatergesellschaft Stans erfreut im

1969 die Landtheaterliebhaber mit der Aufführung

eines Stücks von Johann Nepomuk Nestroy

— Posse mit Gesang. J. N. Nestroy, Sohn

eines Advokaten in Wien, wurde am 7. Dezember

1801 geboren. Nach kurzem Jus-Studium

wandte er sich der Sängerlaufbahn zu. Nach

einigen Engagements als Schauspieler kam er

1831 an das Theater an der Wien. Bald wurde

er Bühnenliebling des Publikums. Ab 1832 entwickelte

er sich zum beliebtesten Bühnenschriftsteller

Wiens. Nestroy erscheint als ein

angriffslustiger, satyrischer Harlekin von ätzender

Schärfe im Dienst der Wahrheit seiner

Zeit.

Mit der Wahl «Der Talismann», haben die

Verantwortlichen eine brillante Komödie gewählt.

Allen Akteuren, sowie den Mitwirkenden

vor und hinter der Bühne, gebührt ein aufrichtiges

Lob. Dieses Stück, das sehr große Anforderungen

an alle Spielleute stellt, wird auf

wirklich großartige Weise gemeistert. Mit viel

Können hat der Regisseur, Nils Kerkenrath, die

willigen Spieler in ihre Rolle eingeführt, während

Paul Stöckli für eine dekorative Szenerie

sorgt. Die Rollenverteilung ist ausgezeichnet.

Sämtliche Rolenträger bemühen sich, ihre Aufgabe

eindrücklich auf die Bühne zu bringen,

so daß jeder Besucher mit würziger Theaterkost

bedient wird. Aus dem Inhalt dieser Komödie

darf verraten sein:

Werktags hl. Messen 6.30, 8.00. Gedächtnisse

8.45.

Montag. Stiftamt für Frau Agnes Röthlin-

Joller und Familie, Breiten. Wochengedächtnis

für die Stifter und Wohltäter der Pfarrkirche.

Dienstag. Stiftjahrzeit für Josef und Lina

von Rotz-Durrer, Egg.

Mittwoch. Stiftjahrzeit für Ungenannt Nr.

158a.

Donnerstag. 8.00 Gedächtnis der Kommunionjahrgänger

1911 für Josef Waser-Stuber,

Luzern. Stiftmesse für Frau Christinä Reinhard-Durrer

und Angehörige, Käppeli.

Freitag. Stiftamt für Sr. Maria Elisabeth

Halter und deren Bruder Gregor Halter. Stiftmesse

für Frau Anna Windlin-Durrer, Hübeli.

Samstag. 8.45 Zweites Gedächtnis für Thade

Wagner-Jakober, Hostatt. Zweites Gedächtnis

für Frau Witwe Anna Egger-Blättler, Hübeli.

Zweites Gedächtnis für Frau Witwe Marie

Bucher-Burach, ehemals Bahnhofstraße. Zweites

Gedächtnis für Josef Waser-Stuber, Luzern.

Erster Jahrestag für Jungfrau Anna Heß, ehemals

Rößli. Stiftmesse für Josef und Karolina

Ettlin-Durrer und Familie, Weid.

Beichte 16.00—18.00.

Jungfrauenkongregation. Sonntag, 14.00 Generalversammlung

im Hotel Sonne. Nach dem

geschäftlichen Teil zeigt Frau Wüthrich aus

Buochs ihr bekanntes Puppenspiel «Numä chli

Zyt», eine heitere, besinnliche Geschichte.

St. Niklausen. Sonntag. Beichte 6.00. Hl.

Messen 6.30, 9.00. Andacht 13.00.

Werktags hl. Messe 8.00.

Samstag. Beichte 7.30, 16.00 Aushilfe im

Beichtstuhl auf den Seelensonntag.

Melchtal. Sonntag. Beichte 6.00. Hl. Messen

6.30, 9.00. Gedächtnis der Schützenbruderschaft.

Abendandacht 17.30.

Werktags hl. Messe 8.00.

Samstag. Beichte 15.00 und 17.30.

Frauenkloster. Sonntag. Hl. Messe 8.00.

Melchsee-Frutt. Sonntag. Hl. Messe 6.45 im

Hotel Reinhard, 10.00 in der Kapelle (bei ungünstigem

Wetter 10.00 Uhr im Kurhaus Frutt).

SÄCHSELN

Sonntag. Beichte 5.45—8.15. Hl. Messen 6.00

und 7.00 Gemeinschaftsmesse, 8.00 Kindergottesdienst,

9.30 Pfarrgottesdienst mit Titularjahrzeit

der Schützenbruderschaft, 11.00 Betsingmesse.

Abendandacht zur Weltgebetsoktav

17.30.

Christenlehre. Gruppe I.

Werktags hl. Messen 6.00, 8.00 (6.45 und 7.15

fakultativ).

Dienstag. Stiftjahrzeit Hermann Rohrer-

Rohrer und Frau.

Mittwoch. Stiftjahrzeit Emil und Elsa von

Ah-Degelo und Familie, Steinen.

Donnerstag. Stiftjahrzeit Robert und Katharina

Achermann-Halter und Angehörige.

Freitag. Stiftjahrzeit Johann Halter-Gasser

und Angehörige.

Samstag. Jahrestag für Frau Louise Wüest-

Müller, Feldweg.

Beichte 14.00—15.00 und 16.00—18.00.

KAB. Sonntag. Orientierung über die Bildung

von Seelsorgeräten in den Pfarreien, Referat

von Dir. M. Isenegger. Abschließend Aussprache.

Zu dieser wichtigen Versammlung

sind auch Nichtmitglieder freundlich eingeladen.

Flüeli-Ranft. Seelensonntag. Gebetstag für

die Einheit der Christen. 6.30 hl. Messe. 9.00

deutsches Amt. 13.00 Andacht für die Wiedervereinigung

aller Christen.

Werktags hl. Messe 8.00.

Samstag. Beichte 16.00—17.00.

ALPNACH

Sontag. Beichte 6.00—7.00 und 7.30—7.50.

Hl. Messen 6.00, 8.00, 9.30 Titularjahrzeit der

St. Sebastiansbruderschaft, und 19.30.

Als Dank für die Lebensrettung des hochherrschaftlichen

Friseurs erhält der rothaarige

Titus Feuerfuchs einen Talismann in Form

einer schwarzen Perücke, die ihm Glück bringt

und ihm die Verachtung seiner roten Haare

wegen, ersparen soll. Tatsächlich gewinnt er

durch das veränderte Aussehen und durch

Schmeichelei zunächst die Gärtnerin, die ihn als

Gartenaufseher anstellt, dann die Kammerfrau,

die ihn zum Jäger avancieren läßt, und schließlich

die Schloßherrin selbst, die ihm das Amt

eines Sekretärs anvertraut. Als aber die wirkliche

Haarfarbe von Titus entdeckt wird, wenden

sich diese Frauen entsetzt von ihm ab, versuchen

aber sofort ihn wieder für sich zu gewinnen,

als sein schwerreicher Onkel erscheint.

Titus läßt sich aber nicht mehr beeinflussen,

verzichtet auf die reiche Erbschaft und wendet

sich der rothaarigen Salome zu, die ihn vor Anfang

an gerne für sich gehabt hätte. Somit endet

dieses Stück, das voll lustiger Einfälle und

komischer Situationen ist.

Die nächsen Abendaufführungen finden

statt am 18., 24., 26., 28., 31. Januar und 1. Februar.

Nachmittagsaufführungen: 19. und 26.

Januar.

Werktags hl. Messen 6.30 und 8.00.

Montag. Stiftmesse Christina Langensand,

Unterdorf.

Dienstag. Gedächtnis des Frauenvereins für

Theresia Imfeld-Jenni. Stiftmesse für Kirchenvogt

Meinrad Wallimann, dessen Ehefrau Mathilde

geb. von Rotz und Tochter Anna Schiller-W

allimann.

Freitag. Stiftmesse Johann Josef und Josefa

Albert-Waser, Feld; Kapellvogt Eduard Albert;

Kapellvogt Alois Albert-Meier und Gattin;

Lehrer Alfred Albert-Dober.

Samstag. Dreißigster für Theresia Imfeld-

Jenni, Sennerei.

Beichte 16.00—17.30 und 19.30—20.00.

Kolpingsfamilie. Freitag. Familienabend im

Gasthof Schlüssel.

Wohltätigkeitsverein. Sonntag. Nach dem

Gottesdienst 9.30; also ca. 10.30 im Gasthof

«Pfistern» Generalversammlung.

Dritter Orden. Sonntag. Versammlung in

der Kirche, 13.45.

GIS WIL

Sonntag. Beichte 6.00. 7.45. Hl. Messen 6.30,

8.15, 10.00. Jahresgedächtnis der Schützenbruderschaft

und Gedächtnis für Alois Enz- Sigrist.

Abendandacht 17.00. Bibliothek 13.00—14.00.

Werktags hl. Messe 7.55.

Montag. Stiftjahrzeit für Alois und Sophie

Ambiel-Enz.

Dienstag. Stiftmesse für Johann und Maria

Enz-Friedrich.

Donnerstag. Frauen- und Mütterverein.

Meßfeier und Opfer für die Mission in Formosa.

Generalversammlung in der Turnhalle nach

besonderem Programm.

Samstag. Dreißigster für Witwer Nikiaus Imfeld-Sigrist,

Hirsern. Beichte 15.30—16.30 und

19.30—20.00.

Kongregation. Sonntag. Generalversammlung

im Schulhaus.

Kleinteil. Sonntag. Hl. Messe 7.00. Stiftmesse

für Familie Berchtold, Schwand.

Samstag. Beichte 17.00—18.00.

Großteil. Sonntag. Beichte 5.30, 7.30, 9.00.

Hl. Messen 6.00, 8.00, 9.30.

Werktags hl. Messe 7.45, außer Donnerstag

20.00.

Montag. Stiftmesse für Robert Enz, Eili.

Dienstag. Stiftmesse für Meinrad Burch-

Furrer und Familie. Donnerstag. 20.00 hl.

Abendmesse.

Samstag. Stiftmesse für Familie Fritz und

Regina Steudler-von Ah und Kinder. Beichte

15.30—17.00.

Jungmannschaft. Donnerstag. 20.00 hl.

Abendmesse. Anschließend gemütlicher Hock

in der Kaplanei.

LUNGERN

Sonntag. Hl. Messe 6.00, 7.15, 9.00.

Werktags hl. Messe 7.45.

Bürglen. Sonntag, hl. Messen 6.30 und 9.00.

Engelberg. Sonntag. Hl. Messen 6.45, 8.00,

9.30, 11.00, 16.30.

Trübsee. Sonntag. Hl. Messen 8.30 und 11.00.

Schwand. Sonntag. Hl. Messe 9.30.

Evangelisch-reformierte

Kirchgemeinde Obwalden

Samen

Sonntag. 8.45 Gottesdienst. 8.45 Sonntagsschule.

9.45 Kirchgemeindeversammlung-

Giswil

Kein Autodienst; dafür Autodienst nach

Samen.

Wir wünschen den Spielern für die kommenden

Aufführungen recht guten Erfolg!

Korr.

SPORT

80 Wettkämpfer am Wintermehrkampfturnier

in Giswil

vi Unter dem Patronat der Schweizerischen

Interessengemeinschaft für Militärischen

Mehrkampf (SIMM) führt der UOV Obwalden

am kommenden Samstag und Sonntag in Giswil

ein Wintermehrkampf-Turnier durch. Insgesamt

80 Wettkämpfer werden sich an dieser

militärischen Veranstaltung beteiligen, die im

alten Kantonsteil zum erstenmal ausgetragen

wird. Zur Austragung gelangen ein Vierkampf

mit Langlauf, Riesenslalom, Schießen und

Fechten und Dreikampf A mit Langlauf, Riesenslalom

und Schießen.


Skirennen des Kreisturnverbandes IV Luzern,

Ob- und Nidwaiden

Dieses Rennen erfreut sich bereits großer

Beliebtheit. Dies beweist schon die Tatsache,

daß auch dieses Jahr, bei der zweiten Durchführung,

mehr als 100 Wettkämpferinnen und

Wettkämpfer im friedlichen Wettstreit gemessen

haben. Im Turnverein Kriens hatte das

Rennen einen perfekten Organisator. Bestimmt

nicht schlecht, aber auch nicht ideal waren die

Schneeverhältnisse. Die Rennstrecke bestand in

einem nicht allzu schweren, sauber ausgeflaggten

Riesenslalom. Gestartet wurde direkt

unterhalb «Krienseregg», bei der sogenannten

«Stotzigrüti» und das Ziel befand sich im

«Grauejisteinboden». Und wie es bei einem

Turnerskirennen nicht anders zu erwarten war,

sah man vom Anfänger bis zum Spitzenkönner

alle Schattierungen von Rennfahrern, was ja

nicht verwunderlich ist, bildet das Skifahren

für die Turner eines ihrer aktiv betriebenen

Randgebiete. Bei den Damen siegte überlegen

Dora Niederberger, Alpnach, während Tagesbestzeit

der Junior I, Hansruedi Sperl, Kriens

aufstellte, der allerdings von den noch besseren

Pistenverhältnissen profitierte. Bei den

Junioren II siegte Georg Grendelmeier, Sarnen,

während bei den Senioren Kurt Hurschler,

Beckenried obenausschwang. Der Dank des

Kreispräsidenten Hans Käslin, Stans, aji den

organisierenden Turnverein Kriens und besonders

an den Rennleiter und Streckenchef Ernst

Mahler war tatsächlich hochverdient. Ein Anlaß,

der den Konkurrierenden keine großen

Preise eingetragen hat, der aber beste Propaganda

für die nächstjährige Durchführung

war. Gst.

Rangliste: Damen: 1. Niederberger Dora,

Alpnach, 47,3.2. Hermann Beatrice, Samen,

53,2. 3. Anderrüthi Evelyn, Kriens, 56,8. 4.

Blum Lisbeth, Kriens, 57,6. 5. Duß Esther,

Kriens, 1,07,8. 6. Kaufmann Susanne, Kriens,

1,31,0. 7. Merian Ursula, Samen, 1,56,6.

Juioren II: 1. Grendelmeier Georg, Samen,

47,0. 2. Gasser Alphons, Samen, 47,2. Rüegg

Beat, Kriens, 47,2. 4. Kiser Karl, Kägiswil, 50,0.

Heß Kurt, Alpnach, 50,0.

Senioren: 1. Hurschier Kurt, Beckenried,

44,7. 2. Amstad Edy, Beckenried, 46,1. 3. Krukker

Max, Emmetten, 46,4. 4. Christen Anton,

Stans, 46,5. 5. Gander Klaus, Beckenried, 46,9.

6. Arnold Franz, Kriens, 48,0. 7. Britschgi Peter,

Kägiswil, 49,0.

LANDWIRTSCHAFT

Keine Milchkontingentierung

spk. Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen,

von einer Milchkontingentierung auf

den 1. Februar Abstand zu nehmen.

V E R T R A U E N S S A C H E

A n l a g e b e r a t u n g

1872

B ö r s e n g e s c h ä f t e

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S c h w e i z e r i s c h e r

B a n k v e r e i n

H e r g i s w i l N W

Seestraße Telefon 75 18 25

Auch Sie haben Gelegenheit, sich an der aufstrebenden

Der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements,

Bundesrat Hans

Schaffner, hat die Landesregierung orientiert,

daß aufgrund der provisorischen Ergebnisse

die Milcheinlieferungen im Landesdurchschnitt

im Vergleich zum entsprechenden Monat des

Vorjahres im Monat November 1968 um 9,1

Prozent und im Dezember 1968 um 7,3 Prozent

zurückgegangen sind. Das vom Bundesrat gesetzte

Etappenziel betreffend die Milcheinlieferungen

ist damit erreicht worden.

Sollten die Milcheinlieferungen im Durchschnitt

der Monate Januar bis März 1969 nicht

um weitere 6 Prozent zurückgehen, wird die

Kontingentierung auf den 1. Mai 1969 in Kraft

gesetzt werden.

TURNHALLE STALDEN

Konzert des Jodlerklub Samen

Theater in Arth

Sonntag, den 19. Januar 1969, 14.30 und 20.00 Uhr.

Nach der Abendaufführung gemütliche Unterhaltung im Kurhaus

Stalden mit der Kapelle Kernsergrueß.

Aus dem Programm: 148

1. Teil Jodeln, Fahnenschwingen

2. Teil «En offizielle Staatsbsuech»

(Schwank)

Eintritt: Fr. 4.—, Kinder Fr. 2.—.

Ertrag zu Gunsten dringender Bühnenanschaffungen.

Freundlich ladet ein

Bühnen-Vereinigung Schwendi

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Unsere Typenhäuser erfreuen sich immer größerer Beliebtheit,

dies verdanken wir zum großen Teil unsern tüchtigen

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Zur Zeit fehlt uns ein solches Team von 2 bis 3 Mitarbeitern,

welchen wir nach klar konzipierten Aufbauplänen das Montieren

unserer Typenhäuser im Akkord übergeben. Es wollen

sich nur gut ausgewiesene Fachleute melden, welche auf eine

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Ihnen auch unsere Leistungen unterbreiten können.

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31

THEATER IN ARTH

Am letzten Sonntag fand bei aufverkauftem

Haus in Arth die Premiere der Volksoperette

«Ein Walzertraum» mit Musik von Oscar Strauß

statt. Aug und Ohr genossen während drei

Stunden die alte Wiener Seligkeit. Wir erlebten

eine vortreffliche Leistung von Chor, Orchester,

Solisten, Ballett und Bühnenbilder. Es war

wohl die ausgewogenste Aufführung seit Jahren,

dies dank der sorgfältigen Vorbereitung

durch den Kapellmeister (Werner Berger, Zug),

des Regisseurs (Jos. Betschart) und der Bühnenleute

(Jütz, Betschart, Hunziker).

Auf der Bühne sah man vertraute Gesichter

und erfreulichen Nachwuchs, die mit Begeisterung

ihre Aufgabe erfüllten. Die Begeisterung

Ein Walzertraum

Voolksoperette in 3 Akten von Felix Dörmann

und L. Jacobson. Musik von Oscar

Straus. SA 9067/3 Lz 394

Spieltage 1969: Sonntag, 19., 26. Januar,

2., 9., 16., 23. Februar, je 14.15 Uhr.

Abendaufführungen: Mittwoch, 22., 29. Januar,

5., 12. Februar.

Freitag, 24., 31. Januar, Samstag, 18., 25.

Januar, 1., 8., 15. Februar, je 20.15 Uhr.

Kassaöffnung: Jeweils 1 Stunde vor Beginn.

Spieldauer: zirka 3 Stunden.

Billettvorverkauf: Weber-Räber, Theaterstraße,

beim Hotel Rößli, Arth, Telefon

(041) 81 61 76, vormittags 9.00—12.00, nachmittags

14.00—18.00 Uhr.

Benutzen Sie die Sonntagsbillette

einfach für retour!

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oder im Detailverkaufsgeschäft Torgasse 6, Zürich, Telefon 051/47 71 37

D ' R W I L D E R E R

war ansteckend. Wir sahen in Arth noch nie

eine Premiere mit einem so spontan mitgehenden

Publikum. Wohlverdient war der Beifall

auf offener Bühne, und vor allem am Schluß

mit dem Blumensegen. Alle Rollenträger möchte

man, wie sie es verdient hätten, namentlich

anführen. Der Besuch lohnt sich einzig schon

wegen der Hauptrollenträgerin, Liliane Hafner,

in Alpnach keine Unbekannte. Sie hat nun das

vierte Jahr dem Arther Theater zu einem beispiellosen

Erfolg verholfen.

Die Operette als Kunstgattung ist nicht

«tot», wenn sie mit diesem Glauben und Können

gepflegt wird wie in Arth. Unschwer vorauszusagen,

daß dem «Walzertraum» in Arth

ein großer Erfolg beschieden sein wird.

Billettbestellung im Vorverkauf ist ratsam

(Weber-Räber, Arth, Telefon (041) 81 61 76). rg

Theater in Wolfenschießen 1969

Hotel Eintracht

Volksspiel mit Gesang und Tanz, in 5 Akten, von Josef von Matt

Spieltage:

Sonntag, den 19. Januar, 20.15 Uhr

Freitag, den 24. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, den 26. Januar, 20.15 Uhr

Mittwoch, den 29. Januar, 20.15 Uhr

Sonntag, den 2. Februar, 14.15 Uhr

Sonntag, den 2. Februar, 20.15 Uhr

Eintritte: Fr. 5.—, 4.50, 4.—

Vorbestellung: Theo Christen, Coiffeurmeister, Tel. (041) 84 81 48

Nach Schluß der Abendaufführungen Tanz!

Mit freundlicher Einladung

OFA

Männerchor und Cäcilienverein Wolfenschießen

Stadttheater am Alpenquai Luzern

THEATER IN SARNEN

D E R

Sonntag, 19. Januar, 14.30—16.45 Uhr. Das wunderbare

Feuerzeug. Zaubermärchen frei nach

H. Chr. Andersen, von Thekla und Guido von

Kaulla.

20.15—22.45 Uhr. Vo de Rüss of Tribsche zue.

Ein buntes Programm mit dem Ensemble des

Stadttheaters.

Montag, 20. Januar. Keine Vorstellung.

Dienstag, 21. Januar, 20.15—22.45 Uhr. Die Entführung

aus dem Serail. Komische Oper von

Wolfgang Amadeus Mozart. 9. Abonnementsvorstellung

und freier Verkauf.

Mittwoch, 22. Januar, 14.30—16.45 Uhr Das wunderbare

Feuerzeug. Zaubermärchen frei nach

H. Chr Andersen, von Thekla und Guido von

Kaulla.

20.15—22.30 Uhr. Der Menschenfeind (Le Misanthrope),

Komödie von Moliöre, in neue

Alexandriner gebracht von Hans Weigel.

9. Abonnementsvorstellung und freier Verkauf.

Donnerstag, 23. Januar, 19.30—21.45 Uhr. Sondervorstellung

für die JTG. Der Menschenfeind

(Le Misanthrope) Komödie von Moliere/Weigel.

Freitag, 24. Januar, 20.15—22.30 Uhr. Der Menschenfeind

(Le Misanthrope). Komödie von Moliere/Weigel.

7. B-Abonnementsvorstellung und

beschränkter freier Verkauf.

Samstag, 25. Januar, 20.15—22.45 Uhr. Unter dem

Patronat des Theatervereins. Premiere. Irma la

Douce. Musical von Alexandre Breffort und

Marguerite Monnot.

Sonntag, 26. Januar, 14.30—17.00 Uhr. Die Ent

führung aus dem Serail. Komische Oper von

Wolfgang Amadeus Mozart. 5. Abonnementsvorstellung

und freier Verkauf.

20.15—22.45 Uhr. Irma la Douce. Musical von Alexandre

Breffort und Marguerie Monnot.

G E H E T Z T E

Kriminalstück von

Philipe de Marche 110

Mundartübertrag und

Regie: Louis Keller

Aufführungen:

Samstag, 18. Januar,

20.15 Uhr Premiere

Samstag, 25. Januar,

20.15 Uhr

Sonntag, 26. Januar,

14.15 Uhr

Freitag, 31. Januar,

20.15 Uhr

Samstag, 1. Februar,

20.15 Uhr

Vorverkauf:

Josef Portmann, Tabakwaren,

Telefon 85 10 51

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gen 9.00—12.15 und 16.00—18.15 Uhr. An Sonn

und Feiertagen 10.00—12.00 Uhr. Vorverkauf

jeweils fünf Tage vor des Aufführungstag. Die

Theaterkasse im Alpenquai ist jeweils eine

Stunde vor Spielbeginn geöffnet. Die Telefon

Nummer ist für beide Kassen: 22 66 12.

Inserate lohnen sich


RADIOPROGRAMM

Woche vom 12.—18. Januar 1969

Täglich wiederkehrende Nachrichten:

werktags: 6.15, 7.00, 8.00, 10.00, 11.00,

12.30, 15.00, 16.00, 18.00, 19.15, 22.15, 23.25;

sonntags: 7.45, 12.30, 19.15, 22.15, 23.25.

7.00

7.55

8.00

8.45

9.15

9.45

10.15

11.25

12.40

13.30

14.00

15.00

15.30

17.45

17.30

18.45

19.25

19.40

20.30

21.30

22.20

22.50

12.00

12.40

13.00

13.30

14.00

14.30

15.30

15.45

16.55

17.15

19.00

19.30

20.00

21.45

22.10

22.15

22.40

Sonntag, 19. Januar

Programm 1

Gute Fahrt in den Sonntag

Das Wort zum Sonntag

Klaviermeister

Römisch-katholische Predigt

Geistliche Musik,

Protestantische Predigt

Konzert des Radio-Orchesters

Politische Situationen in Europa

Wie es euch gefällt

Der Bauernkalender

Volkstümliches Konzert zum

Sonntagnachmittag

«De goldig Schmid»

Sport und Musik

Lokalsendung f. d. Innerschweiz

Am laufenden Band

Der Sport im Sonntag

Intermezzo

Musik für einen Gast

Diagnose der Schweiz

Musicorama

Der aufrechte Gang

Zwischen Tag und Traum

Programm 2

Für die Griechen in der Schweiz

Romanische Bauernsendung

Für die Spanier in der Schweiz

Hello, Dolly!

Kinderstunde

Kammermusik aus der Zeit der

französischen Revolution

Alte und neue Heimat

Konzert des Orchestre de la Suisse

Romande

Robert Schumann: Fünf Stücke

im Volkston

Der Marquis von Keith

Paul Klecki als Komponist

Kirche und Glaube

Verdi: «Die Räuber»

Verdis Streichquartett e-moll in

chorischer Besetzung

Klavier-Sonate

«Herr Kobel»

Venezianische Mehrchörigkeit

Montag, 20. Januar

Programm 1)

6.10 Guten Morgen

6.50 Zum neuen Tag

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Opern-Matinee

10.05 Das Melodien-Karussell

12.00 Musik um zwölf

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Für die Frau: Kinder und Geld

14.30 Divertimento

15.05 Volkstümliche Klänge

15.30 Oeppis übers Sepp Ineiche, dem

eerschte alemannische Dialäkt-

Dichter

16.05 Unter Teekonzert

17.00 Aus aller Welt

17.30 Rübezahl

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Sali mitenand

19.00 Sport heute

19.20 Echo der Zeit

20.00 Das Wunschkonzert

20.25 Unser Briefkasten

21.30 Helvetiastraße 17

22.20 Kommentare. Presseschau

22.30 Serenade für Nathalie

Programm 2

12.00 Midi-musique

16.00 Kammermusik

17.00 Musica di sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Marschmusik

20.00 Das Montagsstudio. Garte blanche

20.30 Stimme des Komponisten

21.55 Avantgarde und Metier

22.45 Die neue Schallplatte.

Dienstag, 21. Januar

Programm 1

6.10 Guten Morgen

6.20 Gut aufgelegt

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Tönende Souvenirs

10.05 Volksmusik aus Spanien

10.55 Konsumentenfragen

11.05 Klingende Kleinigkeiten

11.30 Klänge aus den Schweizer Bergen

12.00 Aus Feld und Stall

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Neue Bücher

14.30 Die Geschichte vom Floh und der

Laus

15.05 James King singt Arien und Monologe

16.05 Unsere Krankenvisite

16.30 's Kafichränzli

17.30 Jugendstunde

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Klingender Kompaß

18.55 Bettmümpfeli

19.00 Sport heute

19.20 Echo der Zeit

20.00 Die Radio-Hitparade

20.30 Ausschnitte aus dem Musical

«Fiddler on the Roof»

20.40 Die ganze Welt ist eine Bühne .. .

21.00 Martha Schlamme singt

21.15 Wir machen Musik

21.45 Unteilbare Welt

22.20 Kommentare

22.25 The Jazz Age

Programm 2

12.00 Midi-musique

14.00 Musik am Nachmittag

14.25 Schweizer Kammermusik

15.00 Das alte Werk

16.00 Radio-Orchester des Auslandes

spielen

17.00 Musica di sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Musik für die Schweiz

19.45 Viagiond cul microfon

20.00 Bläserkammermusik

20.15 Sinfoniekonzert

22.15 Kammermusik

Mittwoch, 22. Januar

Programm 1

6.10 Musikalischer Auftakt

6.20 Ständchen

6.40 Zum neuen Tag

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Entr'acte

10.05 Unterhaltung

11.05 Musik zur guten Laune

12.00 G'schichten aus Wien

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Das Jahr im Ausland

14.30 Ds Napoleonbild

15.05 Populäre Melodien

16.05 Jugendparty

17.30 Kinderstunde

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Tips und Tops

19.00 Sport heute

19.20 Echo der Zeit

20.00 Zürcher Komponisten

20.15 450 Jahre Zürcher Reformation

22.20 Kommentare. Pressechau

22.30 Sportrevue Spätausgabe

23.00 Big Band Ball

Programm 2

12 00 Midi-musique

14.00 Musik am Nachmittag

17.00 Musica di sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Pop-Serenade

20.00 «Der Pfau»

20.25 Tschechisches Nonett, Prag

21.30 Der Schweizer Schriftsteller und

die Gesellschaft

22.15 Arcangelo Corelli

22.30 Historische Orgel in Siebenbürgen

22.50 Kammermusik von Max Reger

Donnerstag, 23 .Januar

Programm 1

6.10 Guten Morgen

6.20 Gut aufgelegt

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Holländisches Kaleidoskop

10.05 Mozart: Divertimento Nr. 1, D-dur

10.20 Die Bank als Geldgeber

10.50 Transaktionen, Walzer

11.05 Fünf Rhapsodien

12.00 Musik um zwölf

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Mys Gärtli

14.30 Kinder singen Volkslieder

15.05 Aus dem Plattenalbum

16.05 Rilke und anderes in Ronda

16.30 Musik zum Tee

17.30 Jugendstunde

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Fyraabig

19.00 Sport heute

19.20 Echo der Zeit

20.00 Unterhaltungskonzert

21.15 Diagnose der Schweiz

22.20 Kommentare

22.25 Für den Jazzfreund

Programm 2

12.00 Midi,musique

14.00 Musik am Nachmittag

15.50 Geistliche Musik

17.00 Musica di sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Musik für die Schweiz

20.00 Der Marquis von Keith

21.45 Larghetto

21.55 Theater heute

22.15 Konzert des Radio-Orchesters

Freitag, 24. Januar

Programm 1

6.10 Ländlicher Morgengruß

6.20 Vo Berg und Tal

6.50 Zum neuen Tag

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Kleines Morgenkonzert

9.00 Winter- und Fasnachtsbrüüch im

Züribiet

10.05 Kammermusik

10.55 Konsumentenfragen

11.05 Schweiz — Suisse — Svizzera

12.40 Rendez-vous am Mittag

14.00 Was würden Sie tun, wenn ... ?

14.30 Huldrych Zwingli

15.05 Für Gesunde und Kranke

15.15 Musik kommt zu Besuch

16.05 Helvetiastraße 17

16.40 Tönende Leinwand

17.25 Schulfunkmitteilungen

17.30 Kinderstunde

18.05 Von Tag zu Tag

18.15 Was gits Nöis?

18.55 Bettmümpfeli

19.00 Sport heute

19.20 Echo der Zeit

19.50 Weltchronik

20.00 Auftakt

20.30 Ski-Chilbi

22.20 Kommentare, Presseschau

22.30 Ausgefallen —Aufgefallen

Programm 2

12.00 Midi-musique

14.00 Musik am Nachmittag

15.15 Das klingende Liederbuch

17.00 Musica die sine pomeriggio

18.00 Tafelmusik

19.00 Per i lavoratori italiani in Svizzera

19.15 Notiziario

19.30 Ländlermusik und Jodellieder

20.00 Der Kopfhörer. Streiflicht

20.05 Forum der Kritik

20.40 Kunst und Künstler

20.50 «Die menschliche Stimme, das Ur-

Instrument»

22.30 Neutralität und Blockfreiheit

Samstag, 25. Januar

Programm 1

6.10 Guten Morgen

6.20 Gut aufgelegt

6.55 Mys Gärtli

7.10 Auto-Radio Schweiz

8.30 Freude an der Natur

9.00 Das Familien-Magazin

10.05 Der Wetterfrosch

10.10 Melodie am Samstagmorgen

11.05 Operette in Starbesetzung

12.00 Das Zürcher Blasorchester spielt

neue Musik

12.40 Englische Unterhaltungsmusik

13.00 Jetz schlaats 13! Anschließend

Mit Musik ins Wochenend

14.00 Die Samstags-Rundschau

14.30 Aufforderung zum Jazz

15.00 lxl der Volkswirtschaft

15.05 Chormusik

15.30 Unterhaltungskonzert

16.05 Große Stars auf großen Bühnen

17.00 Club 19

18.05 Von Tag zu Tag

18.20 Sportrevue

19.20 Echo der Zeit

19.45 Mensch und Arbeit

20.00 Ueberall isch Samschtig, Volkstümliches

Allerlei

21.00 Musikalischer Zoo

22.20 Kommentare

22.25 Sportrevue, Spätausgabe

23.00 Zwischen Beat und Sweet

23.30 Tanzmusik

Programm 2

12.00 Orchesterkonzert

13.30 Podium der Jungen

14.00 Musik in der Schule

15.00 Konzert des Radio-Orchesters

16.00 Neues für die Diskothek

17.05 Italienische Opernarien

17.25 Per i lavoratori italiani in Svizzera

18.00 Maurice Ravel: Klaviertrio

in a-moll

18.30 Sendung für die Rätoromanen

19.00 Juke-Box

19.45 Viagiond cul microfon

20.00 Wir erfüllen Wünsche der Musikquizteilnehmer

21.00 Jazz Live

22.00 Antonin Dvorak: Stabat mater

FERNSEHPROGRAMM

Sonntag, 19. Januar

9.30 Telekolleg. Deutsch

10.00 Gottesdienst

10.30 Film über die ökumen. Tätigkeit

11.00 Messe

12.00 Nachrichten und Tagesschau

12.05 Telekolleg. Englisch

12.35 Internationale Hahnenkammrennen

Kitzbühel. Slalom Herren,

1. Lauf

12.55 Internationale Hahnenkammrennen

Kitzbühel. Slalom Herren,

2. Lauf

14.15 Wochenspiegel

14.55 Sportresultate

15.00 Landwirtschaftliche Rundschau

15.30 Musig uf Bärner Art

16.00 Till, der Junge von nebenan

16.35 Bei uns am Rhein

17.00 Die Gäste des Felix Hechinger

17.35 Transsylvanische Ballade. Ballett

17.50 Tagesschau

17.55 Sportresultate

18.00 Tatsachen und Meinungen

18.45 Sportreportage od. Filmprogramm

19.30 Sport am Wochenende

20.00 Tagesschau

20.15 Palace Hotel

21.55 Tagesschau

22.00 Zur Nacht

22.10 Selbstbedienungsladen. Sprachlektion

für die Unterstufe

Montag, 20. Januar

16.45 Inauguration des amerikanischen

Präsidenten. Direktreportage aus

Washington

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Sportecho

20.00 Tagesschau

20.20 George London singt Arien und

Lieder

20.55 Link

21.55 Tagesschau

22.05 Russisch für Sie

Dienstag, 21. Januar

9.15 Der Glockenguß. 2. Teil. Schulfernsehen

10.15 Im Selbstbedienungsladen.

Sprachlektion für die Unterstufe.

Schulfernsehen

18.15 Telekolleg. Mathematik

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Pistolen und Petticoats

20.00 Tagesschau

20.50 Rio Grande. Spielfilm

20.20 Welt der Musik

22.25 Lesezeichen

22.30 Tagesschau

Mittwoch, 22. Januar

16.15 Tips für Sie. Frauensendung

17.00 Das Spielhaus. Kinderstunde

17.30 Kater Miru. Trickfilm. Kinderst.

Die Schneeflocke. Märchenspiel.

Kinderstunde. Poly. Junge mit

einem Zirkuspferd. Kinderstunde

18.15 Telekolleg. Englisch

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

(DbmatönrcBolksfreuttfi

Freitag, den 17. Januar 1969 5

I h r e

19.25 Ida Rogalski. Familiengeschichte

20.00 Tagesschau

20.20 Rundschau

21.15 Mit Schirm, Charme und Melone

22.05 Tagesschau

Donnerstag, 23. Januar

11.00 Grand Prix St. Gervais. Abfahrt

Damen

16.45 Les cinq ä six des jeunes. Kinderstunde

18.15 Telekolleg. Physik

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Bep und Freek

20.00 Tagesschau

20.20 Dopplet oder nüt

21.20 Kontakt

22.05 Tagesschau

22.15 Plauderei am Tagesende

Freitag, 24. Januar

14.15 Der Glockenguß. 2. Teil. Schulfernsehen

15.15 Der Generalstreik. Schulfernsehen

16.30 Internationale Skirennen Megeve.

Abfahrt Herren

17.00 II Saltamartino. Kinderstunde

18.15 Telekolleg. Geschichte

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Die Antenne

19.25 Die 6 Siebeng'scheiten

20.00 Tagesschau

20.15 Aktenzeichen XY... ungelöst.

21.15 «Die Gwundrige». Spiel

22.05 Tagesschau

22.15 Let's go. Unterhaltungssendung

22.50 Aktenzeichen XY ... ungelöst

Samstag, 25. Januar

9.30 Russisch für Sie

10.00 Telekolleg. Mathematik

10.45 Telekolleg. Physik

11.30 Telekolleg. Deutsch

14.00 Un'ora per voi

15.15 Telekolleg. Geschichte

16.00 Musik für Junge

16.45 Jugend-tv

17.30 Hucky und seine Freunde

17.45 Tips für Sie. Frauensendung

18.45 Internationale Skirennen St. Gervais.

Slalom Damen

18.44 De Tag isch vergange

18.55 Tagesschau

19.00 Fragen an das Telekolleg

19.20 Zu dieser Stunde

19.45 Das Wort zum Sonntag

20.00 Tagesschau

20.15 Einer wird gewinnen

22.10 eilübertragung eines Eishockey-

Meisterschaftsspiels. Anschließend:

Sportbulletin

23.10 Eine Rolle für RTex Randolph

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Die gelbschnäblige Alpendohle

Vom Jochpaß herkommend, wandern wir

dem See entlang — Engstlenalp entgegen Die

Sonne im Untergehen wirft Goldstaub über die

klare Flut. Es ist still wie in einer Kirche. Das

Vieh ist nach diesem kurzen Bergsommer

schon im Tal und Touristen hat es im Oktober

nur selten mehr. Plötzlich ertönen schrille

Schreie. Den zerklüfteten Felsen entlang segeln

Bergdohlen — ein ganzer Schwärm und

mitten unter ihnen drei Kolkraben. Die Dohlen

gebärden sich wie ausgelassene Gassenjungen,

sie brechen aus ihrer Flugordnung aus,

tauchen auf die unbekümmert vorwärtsfliegenden

Raben hinunter, daß es einen deutlichen

Klang gibt, spiralen sich kreischend wieder

hinauf und treiben allen erdenklichen

Schabernack, um die viel größeren Verwandten

zu necken und zu verfolgen. Nicht lange

gehts, so sind diese aus dem Bereich der Dohlen

hinaus. Schreiend nehmen die schwarzen

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Spitzbuben ihre unterbrochenen Spiele wieder

auf, sie gleiten, schweben, lassen sich vom Aufwind

tragen. Ihr starres Gefieder knistert wie

Seide und schimmert blaugrün in der Sonne.

Jetzt steigen sie steil hinauf, stoßen tief hinunter,

um sich gleich wieder hochzuschrauben.

Jauchzend und johlend verschwinden sie hinter

dem Grat und der Himmel ist leer und öde

ohne sie. — Die Alpendohle ist ein Charaktervogel

unserer Berge, die sie auf die angenehmste

Weise belebt. Sie ist taubengroß, hat ein

glänzend schwarzes Gefieder, rote Füße und

eine gelben Schnabel. Sie nistet in Kolonien.

Man findet ihr Nest in Nischen und Felspartien,

oft unmittelbar unter den Gletschern. Das

Weibchen legt vier bis fünf Eier. Es ist interessant,

wie diese Vögel in den letzten Jahrzehnten

ihre Lebensgewohnheiten geändert haben,

insofern als sie im Winter zu uns ins Tal hinunterkommen.

Plötzlich, wie aus dem Nichts

heraus, sind sie da und lassen sich Küchenabfälle

aller Art schmecken, wobei Fleisch und

Käse am liebsten angenommen werden. Aber

seltsam — sobald es Mitag geworden ist, haben

sie keine Ruhe mehr. Dem dichtesten Schneegestöber,

der größten Kälte zum Trotz verlassen

sie die Siedlungen der Menschen und suchen

die Einsamkeit der Gebirge auf, wo es

sich herrlich leben, fliegen und spielen läßt.

Ihnen zuzuschauen ist ein Genuß, von dem man

nie genug bekommt. M. H.

Ferien für die Familie

Dieser Tage ist die Ausgabe 1969 des Ferien-

Wohnungsverzeichnisses der Schweizerischen

Gemeinnützigen Gesellschaft erschienen. Darin

sind rund 5000 Adressen von Vermietern aus

der ganzen Schweiz enthalten. Das Verzeichnis

kann bei der Schweizerischen Gemeinnützigen

Gesellschaft, Ferienwohnungen, Brendschenkestraße

36, 8039 Zürich, bezogen werden, ist aber

auch bei allen größern schweizerischen Verkehrsbüros,

sowie bei den Reise- und Auskunftsbüros

der SBB erhältlich. Das Verzeichnis

ist neu aufgestellt worden, so daß die früheren

Jahrgänge überholt sind. Den Inhabern des

Verzeichnisses wird auf Wunsch unentgeltlich

mitgeteilt, welche Wohnungen besetzt sind.

Wie immer sind die Monate Juli und August

für die Ferien ganz besonders begehrt (Schulferien).

Wem es deshalb möglich ist, der macht

mit Vorteil seine Ferien außerholb dieser Zeitspanne,

die Auswahl der Plätze ist dann größer.

Der Benzinkrieg

Die Schwesternschule der

Privaten Nervenklinik Meiringen (Berner Oberland)

stellt jeweils auf Beginn des neuen Lehrganges am 1. Mai des

Jahres, unter Umständen auch in den Zwischenzeiten,

Lernschwestern

ein, die in dreijährigem Kurs zu diplomierten Schwestern für

Nerven- und Gemütskranke ausgebildet werden. Mindestalter

18 Jahre. Sehr gute Arbeits-, Lohn- und Wohnbedingungen.

Interessentinnen, die sich nicht einen eigentlichen Diplomabschluß

zum Ziele gesetzt haben, finden zu ebenfalls günstigen

Bedingungen Anstellung als

Hilfsschwestern

wobei sie während eines Jahres eine sorgfältige Grundschulung

in Krankenpflege und Psychiatrie erhalten.

Anmeldungen mit den üblichen Beilagen an die ärztliche Leitung

der Privaten Nervenklinik Meiringen, 3860 Meiringen, die gerne

Anfragen beantwortet und Prospektmaterial zur Verfügung stellt.

APD — Wer heute (noch) an normalen

Tanksäulen seinen Benzinbedarf deckt, ist rückständig.

Er hat, wie die «Schweiz. Handelszeitung»

schreibt, noch nicht entdeckt, wie er sich

Jetzt ist es Zeit zum

profitieren in unserem

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die nötige Ladung billiger verschaffen kann,

so etwa an privaten Säulen. Dort läßt sich übrigens

auch noch zu allen Tages- und Nachtzeiten

tanken und erst noch billiger. Oder wer Glück

hat, hat einen Arbeitgeber, der ihn mit einer

privaten Tankstelle beglückt. Ebenfalls billiger

natürlich. Und man braucht erst noch nicht

bar zu bezahlen. Wir leben also in einem Benzin-Umbruch.

Die Tankstellen, die noch vor

kurzem wie Pilze aus dem Boden schössen, werden

in ihrer großen Zahl überflüssig. Das Gegenüber

von zwei Tankstellen an einer gleichen

Straße ist es ohnehin schon längst. Man

hat sich aber nicht verständigt. Es geht eben

um Brucheile von Prozenten des sogenannten

Marktanteils. Das spielt jetzt auch bei der Lieferung

an die privaten Säulenhalter. Wie die

Ware vermarktet wird, interessiert die Lieferfirmen

in der großen Welt kaum, Ihnen geht es

um den Marktanteil. Gewinn fällt einetwegen

irgenwo an.

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Anmeldung für die kantonalen Lehrer- und

Lehrerinnen-Seminare in Hitzkirch und Luzern

Ausbildung von Primarlehrern; fünf Jahreskurse mit Diplomabschluß.

Neben den Pflichtfächern besteht die Möglichkeit, folgende Freifächer

zu belegen: Englisch, Italienisch, (wovon eines obligatorisch),

Latein, Schulspiel: Klavier, Violine, Querflöte, Cello, Orgel

(eines dieser Fächer ist obligatorisch) und Blechinstrumente.

In Hitzkirch:

In Luzern:

— Internat und Externat für Seminaristen. Aufgenommen

werden auch Töchter aus der Umgebung

von Hitzkirch.

— Externat für Seminaristen und Seminaristinnen.

Für Auswärtige stehen auch Studentenheime

zur Verfügung.

Aufnahmeprüfung für das Schuljahr 1969/70:

18./19. April 1969

Vorbedingungen: Absolvierung den 2. oder 3. Sekundarklasse

oder der 3. Klasse Mittelschule. Durchschnittsnote des Osterzeugnisses

aus den Fächern Deutsch, Arithmetik, Französisch: 4,5.

Anmeldungen mit Arztzeugnis sind zu richten:

Für Hitzkirch:

Direktion des Kantonalen Lehrerseminars

Hitzkirch, Telefon (041) 88 63 33

Für Luzern: Rektorat des Kantonalen Lehrerseminars Luzern,

Hirschengraben 10, Luzern,

Telefon (041) 23 76 44

Prospekte und Anmeldeformulare sind von diesen Stellen zu beziehen.

Anmeldeschluß: 5. April 1969

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Handels

schule

Luzern

A b e n d - H a n d e l s s c h u l e

Handelskurs

Handelskurs

(Diplomabschluß) 2 Jahre

(Leistungszeugnis) 1 Jahr

Beginn 28. April

Einzelfächer Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Deutsch für

Fremdsprachige.

Algebra, Buchhaltung, Maschinenschreiben,

Steno: in Deutsch, Englisch, Französisch, Korrespondenz.

Anfänger- und Fortbildungskurse ab 6. Januar

• Tagesschule: 28. April

Prospekt und Beratung durch die Direktion: Dr. Gerh. Frei / Dr. Rene Frei

Haldenstraße 33, Telefon (041) 22 11 37 und (041) 22 11 38

Mitglied des Verbandes Schweizer Erziehungsinstitute und Privatschulen

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1 Posten Tournay-Teppiche, ca. 2,20x3,20 m Fr. 220.—/250.—

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1 Posten Bettumrandungen, 3teilig

Fr. 90.—/145.—

1 Posten Bettumrandungen, 3teilig

Fr. 175.—/225.—

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72. Schuljahr

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Winkelriedstr. 36 6000 Luzern Tel. 041 - 22 61 84


Schweizerischer Samariterbund

Rasche Hilfe ist doppelte Hilfe!

Medizinische Untersuchungen haben ergeben,

daß sich der Zustand eines Verletzten in

den unmittelbar auf einen Unfall folgenden Minuter

am stärksten verändert. Aus diesem

Grunde ist es dringend notwendig, daß die erste

Hilfe sofort auf dem Unfallplatz erfolgt. Jede

verlorene Sekunde kann für den notleidenden

Mitmenschen schwerwiegende Folgen haben.

Auch bei der Pflege von Kranken, Wöchnerinnen

und Säuglingen kommt es darauf an, daß

alle Handreichungen rechtzeitig und sachgemäß

ausgeführt werden.

Diese Kenntnisse und weitere nützliche

Maßnahmen für Verunfallte und Pflegebedürftige

vermittelt die von den Samaritervereinen

unter ärztlicher Leitung organisierten Kurse:

1. Nothelferkurs (10 Stunden), der die zur

Rettung von Menschenleben notwendigen

Kenntnisse vermittelt wie Lagerung, künstliche

Beatmung, Blutstillung, Schockbekämpfung.

2. Samariterkurs (30 Stunden), der sich mit

den lebensrettenden Sofortmaßnahmen beschäftigt

und weitere nützliche Maßnahmen

für Nothilfe, Samariterhilfe im Alltag und für

den Katastrophenfall umfaßt.

3. Kurs für häusliche Krankenpflege (30

Stunden). Der Laie erhält eine gründliche Ausbildung

für die Pflege eines Kranken zu Hause.

4. Kurs für häusliche Mütter- und Säuglingspflege.

Dieser Kurs dauert 24 Stunden und

zeigt den Teilnehmern, wie man eine junge

Mutter und ihr Neugeborenes zu Hause fachgerecht

pflegt.

Der Schweizerische Samariterbund als größte

Hilfsorganisation des Schweizerischen Roten

Kreuzes bittet die Bevölkerung, die nun im

ganzen Lande wieder beginnenden Kurse recht

zahlreich zu besuchen. Die örtlichen Samaritervereine

erteilen gerne nährer Auskünfte.

LANDWIRTSCHAFT

Taufe

Bei der Kantonalbank bürgt der Staat!

Gotte: Tante Ursula, Götti: Onkel Hans

Gotte und Götti stiften ein Sparheft. Kantonalbank

gewappnet

Zukunft!

in die

K a n t o n a l b a n k

Bei den Schweizerischen Kantonalbanken

sind über Fr. 13000000000.—

(dreizehn Milliarden Franken) in

Sparheften angelegt!

Ertragssteigerung durch Heckenanlagen

Die Erkenntnis, daß Windschutzpflanzungen

zur Steigerung der Fruchterträge durch Verbesserung

des Keimklimas beitragen können,

ist durch einen jahrelangen Versuch auf dem

Baumannshof der Bodenkulturstelle Mittelbayern

erneut bekräftigt worden. Die 3—6 Meter

hohen Hecken haben eine Temperaturerhöhung

von 1 Grad bewirkt und bei Dauergrünland,

Getreide und Kartoffeln eine Ertragssteigerung

von 20—40 %> zur Folge gehabt. Der positive

Einfluß der Hecke auf das Wachstum der Feldfrüchte

konnte noch in über 100 Metern Distanz

registriert werden. Diese für die Landwirtschaft

äußerst positiven Ergebnisse werden

ohne Zweifel dazu führen, daß weniger Hecken

als bisher beseitigt werden, auch wenn sie gelegentlich

ein rationelles, großflächiges Bearbeiten

von Feldern behindern. Wo in den letzten

Jahren Hecken entfernt wurden, dürfte es

sich ohne Zweifel rechtfertigen, diese wieder

anzupflanzen. (Mitteilung durch Schwyzer Naturschutzbund).

Not macht erfinderisch

M U S I K B A L L 6 9

Heute abend, den 17. Januar 1969, 20.00 Uhr

2 Tanzorchester: Otto Kurmann / Ernst Kälin

Motto: Seerosen

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Auf dem Brünig nimmt den Besucher eine

prächtige Winterlandschaft gefangen. Eine

Schneedecke von 80 bis 120 cm verzaubert die

Paßhöhe. Trotzdem oder gerade deswegen ist

der Campingplatz voll besetzt. In den vergangenen

Wintern kam es oft vor, daß die Wohnwagendächer

von den Schneemassen beschädigt,

ja sogar ganz eingedrückt wurden. Um

diesem Uebelstajid abzuhelfen, kamen findige

Kampierer auf die Idee, ihre fahrbaren Heimstätten

vor dem Schnee zu schützen. Sie bauten

Notgaragen im Heimat- oder Chaletstil

und deckten sie in vielen Fällen mit Ziegeln.

Einer schmückte die Frontseite des Daches mit

Tiergeweihen. Die originellen Wohnwagenunterkünfte

werden von den Vorübergehenden

nicht übel bestaunt. M. H.

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D e r

G o t t h a r d - S t r a ß e n t u n n e l

-SCHACHT-VARIANTE MIT SEPARATEM SICHERHEITSSTOLLEN

Katastrophenverhütung im Brandfall

Im Zusammenhang mit dem Bau des Gotthard-Autotunnels,

der vorläufig der längste

Straßentunnel der Welt sein wird, rückt die

Frage der Verkehrssicherheit ins Interesse

einer breiteren Oeffentlichkeit. Dabei spielt das

Problem der Belüftung die Hauptrolle. Hier

darf gleich gesagt werden, daß die moderne

Technik die Beseitigung des giftigen Kohlenmonoxyds

mit Sicherheit gewährleistet. Eine

Brandgefahr jedoch läßt sich prinzipiell nicht

vermeiden, und es sind deshalb Wege zu finden,

um in einem solchen Fall das Ausmaß des

Schadens für die Tunnelbenützer auf ein Minimum

zu beschränken.

Ein Brand im Tunnel — was geschieht?

Im Mai 1965 wurden in einem ausgedienten

Eisenbahntunnel am Wallensee mit aktiver Unterstützung

des Eidg. Amtes für Straßen- und

Flußbau, der EMPA (Dübendorf), des Amtes für

Maß und Gewicht (Bern), des aerodynamischen

Institutes der ETH (Zürich), der Feuerwehr Zürich

und einer Abordnung des Festungswachtkorps

wirklichkeitsnahe Großversuche über

einen Tunnelbrand durchgeführt. Es wurden

dabei Benzin-Flächenbrände bis zu 1 000 Litern

erzeugt und deren Auswirkung auf Autos in

verschiedenen Abständen vom Brandzentrum

qualitativ und teilweise auch quantitativ festgestellt.

Man ging soweit, auch Haare, Fleischstücke,

Hölzer, Polster usw. der Hitze auszusetzten.

Kurz zusammengefaßt ergaben sich

daraus folgende Erkenntnisse: Bei einem schlagartig

einsetzenden Großbrand sind die unmittelbar

am Feuer liegenden Wagen und deren

Insassen kaum zu retten; dagegen steigt die

Ueberlebenschance mit wachsendem Abstand

vom Feuerherd. Bei mäßigen Benzinmengen

steigen die verbrannten Gase ihrer hohen Temperatur

wegen rasch zur Decke; sie bilden

einen dicken, schwarzen Rauch und verunmöglichen

jede Sicht. Auf der Tunnelsohle jedoch

liegt eine Schicht relativ kühler Luft, in der

die Fliehenden sich zurückziehen können. Falls

größere Benzinmengen in Brand stehen, nimmt

die Rauchschicht weiteren Raum ein. Auf den

drei Zeichnungen von Abbildung 1 ist das Geschehen

augenfällig dargestellt. Alles in allem

wird man sagen müssen, daß die Situation für

Tunnelbenützer bis zu einem Abstand von 150

Metern vom Brandherd kritisch sein könnte.

Das gilt auch für den Fall, daß ein seitlicher

Fluchtweg vorhanden ist. Die beste Lösung

für einen solchen Fluchtweg ist beim Vorhandensein

einer zweiten Tunnelröhre gegeben,

wie sie im richtungsgetrennten Autotunnel Melide-Gracia

bereits realisiert und für die Tunnel

Seelisberg, Reußport, Milchbuck und Glion

vorgesehen ist; die beiden Tunnelröhren wer

den in Abständen von 200 bis 250 Metern durch

Querausbrüche miteinander verbunden. Hier

wird es also im Katastrophenfall möglich sein,

sich nach Durcheilen der kritischen Zone in den

gut belüfteten zweiten Tunnel zu flüchten.

Ein Fluchtweg, der keiner wäre!

Nun ist in verschiedenen Zeitungen ein Vorschlag

als sichere Lösung befürwortet worden,

bei dem der Frischluftkanal nicht — wie meist

üblich — in der Tunneldecke verlegt, sondern

als separater, parallel zur Tunnelaxe geführter

Stollen ausgebildet würde, der dann als Fluchtweg

zu dienen vermöchte. Dieser Stollen, so

wird behauptet, könnte leicht und schnell betreten

werden und als Weg für Rettungsfahrzeuge

dienen. Höhere Kosten für diese Projekt

ausführungen müßten im Interesse der Sicherseit

in Kauf genommen werden. Wenn man dieses

Projekt jedoch durchdenkt, so erscheint die

Sachlage nicht mehr so einfach. Abgesehen davon,

daß die vorerwähnte kritische Strecke

ohnehin durchlaufen werden muß, ergeben sich

folgende Schwierigkeiten:

A:ABLUFT

Z:ZULUFT

SICHERHEITSSTOLLEN:

A:ABLUFT

Z: ZULUFT

LÜFTUNGSSTOLLEN

TUNNELRÖHRE

(GEGENVERKEHR I

SCHLEUSEN

ERFORDERLICH

SICHERHEITSSTOLLEN

NORMALE LUFTVERHÄLTNISSE KEINE VEREISUNG DIENT FÜR BETRIEBSÜBERWACHUNG UND UNTERHALT

2-SCHACHT-VARIANTE

MIT LUFTUNGSSTOLLEN

TUNNELRÖHRE

(GEGENVERKEHR >

LUFTGESCHWINDIGKEITEN BIS 100km/h ÜBERDRUCK DER LUFT BIS 130kg/m2

TEMPERATUREN BIS - 20*C , VEREISUNG DES STOLLENS

DESHALB: -UNGEEIGNET ALS FLUCHTSTOLLEN, ERFORDERT SCHLEUSEN IN DEN VERBINDUNGSSTOLLEN

-UNGEEIGNET FÜR BETRIEBSÜBERWACHUNG UND UNTERHALT

Abbildung 2: Fluchtwege

Oben: Projekt mit vier Zu- und Abluftschächten

Vorschlag für einen vom Belüftungssystem unabhängigen Sicherheits-Stollen. Dieser

würde im Profil der zukünftigen zweiten Tunnelröhre angelegt und diente somit gleichzeitig

als Vorbereitung für den späteren Vollausbau. Das Projekt bietet bei geringeren

Baukosten höhere Sicherheit.

Unten:

Vorschlag für die Benützung des Frischluftstollens als Fluchtweg. Die (gestrichelt gezeichneten)

Querstollen müßten mit Schleusen versehen werden. Das Projekt bietet

trotz wesentlich höheren Baukosten kaum erhöhte Sicherheit.

Abbildung 1: Tunnelbrände

Bilder von Tunnelbränden, wie sie sich aus wirklichkeitsnahen Großversuchen in

einem stillgelegten Eisenbahntunnel ableiten ließen. Brennende Benzinmengen: (A) 100

Liter, (B) 500 Liter, (C) 1000 Liter. Die Darstellung gilt für einen nicht ventilierten

Tunnel, bei dem die Frischluft vom Tunnelportal her einströmte. Die Zeitangaben in

Sekunden zählen vom Moment der Zündung an; die dargestellte Tunnelstrecke mißt

in allen drei Fällen 131,5 Meter.

1. Intensiver Brand

2. Vergasung und verlangsamter Brand

3. Rauch

4. Frischluft

1. Der Luftdruck im Zuluftkanal ist ganz

wesentlich höher als jener im Verkehrsraum,

denn sonst funktioniert die Lüftung nicht. Daraus

erfolgt, daß zwischen separatem Frischluftstollen

und Fahrbahntunnel keine großen Verbindungsstollen

offenstehen dürfen, weil sonst

die Zuluft-Ventilation zusammenbräche. Für

den «Fluchtfall» müßten also Luftscheusen eingebaut

werden, deren Türenmechanismus so

zynchronisiert wäre: Eine Türe offen, dann

beide Türen geschlossen, dann Druckausgleich

durch Ventile, + dann andere Türe offen! Es

ist klar, daß vor diesen Schleusen eine Stauung

der Fluchtbewegung erfolgen würde, die eine

Panik auslösen könnte. Daß übrigens derartige

Schleusenkonstruktionen nicht gerade billig

sind und einen sorgfältigen Unterhalt erfordern,

sei nur nebenbei erwähnt. Auch bei jeder

Lüftungszentrale wären Schleusen anzubringen.

2. Im Zuluft-Fluchtweg herrscht eine so

bedeutende Luftgeschwindigkeit, daß sie teilweise

einem sehr schweren Sturm entspricht.

Das macht das Begehen durch Fußgänger, besonders

durch Frauen und Kinder oder Behinderte

praktisch unmöglich, und auch das Be-

Fahren mit Hilfsfahrzeugen ist erschwert.

3. Im Zuluftkanal herrschen im Winter tiefe

Temperaturen, gegen die die Bergwärme

nicht aufkommt. Unverkleidete Kanäle, zu denen

das Bergwasser Zutritt hat, würden in

kürzester Zeit vereisen; um dies zu vermeiden,

müßten sie sorgfältig ausgekleidet und gegen

Wasserein tritt abgedichtet werden, was erhebliche

Kosten zur Folge hätte.

Man darf also die Schlußfolgerung ziehen,

daß die Lösung mit dem in den Zuluftkanal

verlegten Fluchtweg nicht empfohlen werdeil

kann. Sie ist nicht nur teurer, sondern birgt

ihrerseits neue Gefahren.

Wenn schon ein Fluchtweg —

dann ein sicherer!

Für den Fall, daß man an der Fluchtstollen-

Idee festhalten will, müßte ein zweckmäßigere

Lösung gesucht werden. In diesem Zusammenhang

verdient ein anderer Vorschlag Beachtung,

weil er die Mängel der Zuluft-Fluchtweg-Variante

vermeidet:

Es wird ein zum Tunnel paralleler Fluchtstollen

ausgebrochen, der jedoch nicht der

Frischluftzufuhr dient; als eine nur der Flucht

— oder für Unterhaltsarbeiten! — dienende

Röhre braucht er nur schwach ventiliert zu -

werden, es herrscht darin kein Wind, und

Menschen und kleine Fahrzeuge können ohne

Schleusen darin passieren. Es wird nun weiter

vorgeschlagen, diesen reinen Fluchtstollen im

Profil einer zukünftigen zweiten Tunnelröhre

anzulegen. Ein Teil des Ausbruchs der zweiten

Tunnelröhre ist dann vorweggenommen, und

auch die Querstollen werden bereits ausgebrochen

sein.

Die Entscheidung: Fluchtweg oder nicht und

wenn ja, nach welchem System, wird von den

verantwortlichen Stellen unter Berücksichtigung

aller sachlichen Belange getroffen werden

müssen. Eine notwendigerweise emotioneil

gefärbte Volksmeinung wird dazu nicht vor

großem Nutzen sein. Prof. J. Ackeret

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Sonntag, 19., 26. Januar 15.15 Uhr

Donnerstag, 16., 30. Januar 20.15 Uhr

Samstag, 18. Januar, 1., 8. Februar 20.15 Uhr

Mittwoch, 22. Januar, 5. Februar 20.15 Uhr

Freitag, 24., 31. Januar, 7. Februar 20.15 Uhr

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Beglaubigte Auflage SRV 4608 Exemplare

Erscheint wöchentlich mit Radio- und Fernsehprogramm in den abonnierten Zeitungen

«Obwaldner Volksfreund» und «Lungerer Bote». Insertionspreis: 20 Rappen für den Kanton

Obwalden, 24 Rappen für die übrige Schweiz pro einspaltige Millimeter-Zeile. Inseraten-

Annahme: Schweizer Annoncen AG «ASSA», Luzern, (ß 041 - 22 51 22 und übrige Filialen.


AZ Sarnen, Dienstag, 21. Januar 1969

99. Jahrgang — Nr. 6

( D b t o a t ö n e r B o l M m u t i i

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Louis Ehrli & Cie., 6060 Samen, Telefon (041) 85 10 33.

Konservativ-christlichsoziales Organ

Erscheint Dienstag und Freitag

Verantwortlich für die Redaktion

Die Redaktionskommission, Telefon 85 15 17

Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 19 Rp.

Schweiz 21 Rp., Reklame 75 Rp. - Inseratenannahme: Schweizer

Annoncen AG «ASSA», Alpenstraße 1, 6002 Duzern, Telefon

(041) 22 51 22, und Filialen. (Mit Ausnahme des Kantons

Obwalden). - Vorschriften betr. Plazierung, Schriftwahl

und Arrangement werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme

jeweils Montag und Donnerstag 18.00 Uhr.

O f f e n e r Brief a n H e r r n Dr. S i c c o L. M a n s h o l t

Sehr geehrter Herr Mansholt,

Sie wollen als Vizepräsident der EWG-

Kommission in den nächsten 10 bis 12 Jahren

die Hälfte der 10 Millionen Bauern in der Sechser

Gemeinschaft ausscheiden. Ihr theoretischer

Plan enthält einige wunde Punkte, andere

wichtige Punkte fehlen ganz. Wie wollen

Sie z. B. die Bevölkerung in den EWG-Staaten

mit Nahrungsmitteln versorgen, wenn in irgendeinem

Winkel unseres Planeten eine Erschütterung

eintritt? Und wer wird die dünne

Bodenschicht dereinst pflegen, die für die

Menschheit den größten materiellen Wert darstellt,

wenn Sie den Bauern zur Maschine degradieren?

Sie plädieren vom grünen Tisch aus für den

Mammutbetrieb und verlangen, daß der europäische

Bauer die seelenlose Farmerei nachahme.

Auf die Bodenstruktur richten Sie Ihr

Augenmerk nicht. Man wird den Eindruck

nicht los, daß es Ihnen nur recht ist, wenn die

Freude am Boden, am Hof und am Tier schwindet.

Je automatischer der Betrieb gesteuert und

je maschineller er betrieben wird, um so entseelter

und innerlich ärmer werden das Arbeitsklima

und vor allem aber der Mensch

selbst.

Sie sind eine Kapazität und gewichtige Persönlichkeit

in der EWG, und Ihre Vorschläge

über die Zukunft der Landwirtschaft finden

insbesondere auch in nichtbäuerlichen Kreisen

Beachtung. Skeptische Bauern aber möchten

einem klaren Kurs folgen, den mit der Landwirtschaft

verbundene Menschen vorgezeichnet

haben. Den Landwirten mangelt heute weniger

an einem theoretischen Plan als vielmehr

OBWALDEN

t Kantonsbuchhalter Erwin Wallimann

verschieden

Im Kantonsspital in Sarnen ist nach langem

schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden

Kantonsbuchhalter Erwin Wallimann-Furrer

verschieden. Die Bevölkerung von Obwalden

nimmt bewegten Herzens Anteil am Tode

eines Beamten, der seine besten Kräfte für

Land und Volk eingesetzt und verbraucht hat.

Der Trauergottesdienst findet am Mittwoch

um 10.00 Uhr in der Kollegikirche statt. Anschließend

wird die sterbliche Hülle auf dem

Friedhof in Sarnen beigesetzt. Das Lebenswerk

des lieben Verstorbenen wird in einem

Nachruf gewürdigt werden. Den Angehörigen

entbieten wir unsere aufrichtige Anteilnahme.

Erwin Wallimann ruhe in Frieden!

HELLMUT GOLLWITZER


Die Aera Nixon hat begonnen

Inauguralrede des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten

Mit einem leidenschaftlichen Appell für den

Frieden in der Welt hat der neue amerikanische

Präsident Richard M. Nixon am Montag

sein Amt angetreten. — Nach seiner feierlichen

Vereidigung vor dem Capitol in Washington

sagte Nixon:

«Ich weihe mein Amt, alle meine Kräfte und

alle meine Weisheit dem Werk des Friedens

zwischen den Völkern.» Der Frieden, den die

USA unter seiner Regierung wollen, habe

nichts zu tun mit einem Sieg über andere Länder.

Er bedeute vielmehr «Mitleid mit den Leidenden,

Verständnis für alle, die gegen uns

sind, und die Gelegenheit für alle Völker der

Erde, ihr Schicksal in ihre eigenen Hände zu

nehmen».

Das zweite Hauptthema der Rede war ein

Appell zur Einheit der Nation. Nixon forderte

die Amerikaner auf, sich nicht weiter «gegenseitig

anzuschreien», sondern aufeinander zu

hören. Die vorhergehenden Jahre seien eine

Zeit der bombastischen Rhetorik gewesen, in

der in Wahrheit keiner mehr gehört habe, was

der andere sage. Die Regierung werde jetzt damit

anfangen, ihre Ohren für alle Stimmen

offenzuhalten.

durch gewinnt der Zuschauer Zeit zum Studium

einzelner Charaktertypen. Bereits im

dritten Bild jedoch strebt die Spannung und

Krise innerhalb der Belegschaft in der Werkhalle

einem ersten Höhepunkt zu. Schade, daß

die eingeschaltete Stärkungspause diesen Eindruck

verwischt!

Toneinblenden versetzten den Zuschauer jedoch

sofort wieder in die milieubedingte Atmosphäre.

Während die Arbeit in der Werkhalle

scheinbar ruhig weitergeht, spielt sich gleichzeitig

im ersten Stock zwischen dem alles beherrschenden

Bürochef (Peter Zwicky) und der

Witwe des Opfers, der vollendeten Dame mit

dem gewissen «Etwas» (Margrit Gschwend) eine

Szene ab, die allmählich den Täter vermuten

läßt. Der von allen gequälte jugendliche

Mitarbeiter (Willy Zumstein) setzt nun, unterstützt

von seiner verehrten und zugleich hellhörigen

Sekretärin (Anny Burch), alles riskierend

zur Aufdeckung des «Falles» an. Beide

Rollen sind glänzend besetzt und spielen mit

jugendlicher Ueberzeugungskraft. Die Spannung

wird explosiv, da die beiden bei ihrem

nächtlichen Coup überrascht und auch verfolgt

werden. Blatter (Albert von Ah) bringt

mit gewohnt stoischer Ruhe und Ueberzeugungskraft

die erregten jungen Gemüter zum

für den Moment richtigen Entschluß. Albert

von Ah kann man nicht schildern, map muß

diesen Charakterdarsteller gesehen haben!

Im Büro spitzt sich der «Fall» bis aufs Aeußerste

zu. Annelies, die Sekretärin, wird durch

das Aufbrechen der geheimen Schublade durch

ihren Verehrer Stalder vom Bürochef in größte

Angst und Gewissensnot getrieben. Hier

zeigt sich Annelies meisterhaft in ihrer Rolle.

Mehr Mimik wäre zuviel. Nun, der Täter entlarvt

sich selbst. Das Spiel bricht plötzlich ab

und überläßt es dem Zuschauer, die letzten

Fäden selber fertig zu spinnen. Also kein

«happy end» sondern ein sachlich nüchterner

Schluß, wie ihn die heutige Schauspielkunst

und auch das sachlich gewordene Publikum

wünschen.

Die Zuschauer folgten dem Spiel sehr auf-

.merksam und sparten nicht mit Applaus. Er

galt nicht nur den großen Mimen sondern auch