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E_1928_Zeitung_Nr.007

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Ausserdem haben sie

Ausserdem haben sie siebzehn schwarze Bären, meist in Kalifornien, und im übrigen Westen ein halbes Dutzend Grislybären erlegt. Die meisten wurden auf kurze Entfernung geschossen, so dass sie den Pfeil genau in die Brusthöhle bekamen, und ein einziger Schuss genügte.. Denn es ist Tatsache: sobald die Brusthöhle durchbohrt ist, ist das Wild so gut wie tot. Der Pfeil erzeugt eine viel raschere innere und äussere Verblutung als die Kugel und verursacht das Eindringen von Luft in die Lunge, so dass das Tier wie im Feuer zusammenbricht. Ausserdem haben unsere Jäger in den Vereinigten Staaten Pumas, Wildkatzen, Präriewölfe und allerhand Kleinwild, wie Enten, Gänse, Wachteln und Eichhörnchen erlegt. Aus Alaska meldet die Schussliste zwei Elche, Bergschafe, Karibus. und sogar einen grossen Kadiakbären, unser grösstes Bild. Dieser stand auf den Hinterbeinen, bekam aus dreissig Meter Entfernung einen Pfeil in die Brust, machte noch ein- paar Schritte und brach zusammen. Der Pfeil ragte handlang aus dem Rücken der Bestie heraus. Auch die Elche fielen auf el- -nen Pfeil aus kurzer Entfernung auf der Pirschjagd. Einmal wollte Dr. Pope feststellen, welche Sicherheit eigentlich die Panzerrjistungeo den Rittern in mittelalterlicher Zeit gewährt haben. Wie wir alle, hielt er sie für ganz behaglich und undurchdringlich, solange nicht der Pfeil durch gutes Zielen oder durch Glücksfall an einer schwachen Verbindungsstelle in den Panzer drang. Dieser Meinung war die Museumsleitung; denn sie borgte ihm zu Versuchszwecken einen vorzüglichen Damaskuspanzer mit Kettenhemd in tadellosem Zustand. Dr. Pope machte ein genaues Gegenstück zu den Pfriemspitzen und den ellenlangen Pfeilen, die man in den Schlachten von Crccy (1346) und Azincourt (1415) gebraucht hat, nahm einen zuverlässigen Bogen und stellte die Rüstung mit Hilfe von hineingestopfter Leinwand auf. Da kam ein Museumsassistent zu ihm und sagte: «Wenn sie einen Pfeil abschiessen wollen, werde ich mal die Rüstung überziehen.» Aber Dr. Pope, der schon einige Erfahrung hatte, lehnte das Anerbieten ab, trat an die andere Wand des Saales zurück und schoss. Es gab ein Klirren, Funken sprühten, und der Pfeil ragte mit der Spitze aus der Rückseite der Rüstung. Der Museumsassistent wurde im Gesicht ganz grün und ging rasch davon. Wir haben auch Wildgänse im Flug geschossen. Das war nicht leicht und kostete viel Pfeile'für iede erlegte Gans. Aber wir brachten doch einige nach Hause, schössen ein paarmal nur ganz dicht vorbei unC hatten viel Vergnügen daran. Es war schön zu sehen, wie sich die Pfeile in einer langen, herrlich geschwungenen Kurve erhoben, und wenn sie gerade zwischen Schwinge und Hals des Vogels, ohne eine Feder zu berühren, dahinflogen, was machte es aus! Nachdem wir so bewiesen hatten, dass das amerikanische Wild und Grosswild unseren Pfeilen erlag, tauchte bei uns die Frage.auf: Wie.ist es anderswo, wie ist es in Afrika, wo die Tiere gross, zäh und reichlich wachsen? Das musste geradezu das Paradies für Bogenschützen sein. Einer von uns erklärte, auch Löwen mit dem Bogen schiessen zu wollen. Schliesslich seien sie auch nur Fleisch und Blut. Nun $a, wir gaben zu, falls man in Deckung wäre und der Löwe den Jäger nicht sähe, und gerade passende Bäume in der Nähe seien, könnte man einen Pfeil auf einen Löwen riskieren. Aber ich fügte dann immer hinzu: «Sowie er mich nur ansieht,nehme ich doch die Büchse!» So entstand nach und nach der Plan der Afrikaexpedition. Einen Winter lang arbeiteten wir an der Vorbereitung des Jagdgerätes. Unsere Familien waren zuerst gegen die «Idee», wie sie sich milde ausdrückten, später aber bedeutete sie für sie eine grosse Erleichterung; denn unsere Abreise musste einen Zustand beenden, der mit Holzspäneni in der Bibliothek, Sägemehl auf dem Esszimmertisch, Tischlerleim an den unmöglichsten Stellen und Federn an jedem Stück Stoff verbunden war. Wir machten für jeden von uns sechs Bogen aus Eiben- und Maulbeerholz, 150 Pfeile und ein Dutzend Sehnen. Ausserdem bereiteten wir zweitausend Pfeilschäfte vor, fanden einen Mann, der aus Stahl die breiten Pfeilspitzen machte, spalteten und schnitten 6000 Truthahnfedern zurecht und waren schliesslicFi nach unserer Meinung genügend vorbereitet. Eines Tages kam Young und trug halb verschämt ein merkwürdiges, gefährliches Ding in der Hand, wie eine Kreuzung zwischen Sperrblatt und Schlächterrnesser anzusehen,, 15 Zentimeter lang, pieilspitzartig und scharf wie eine Rasierklinge. «Was soll das?» fragte ich. «Das?» sagte er und starrte es an, als ob er es in diesem Augenblick zum erstenmal sähe. «Das ist bloss ein Nashornpfeil!» Wir sagten, dass wir zwar Wild schiesseh' wollten, aber die grossen Biester AUTOMOBIL-REVUE 1928 - N° 7 «Man kann es vielleicht brauchen» sagte er so nebenbei. Später entdeckten wir, dass er sechs von den Dingern gemacht hatte, und noch schlimmer, er steckte Dr. Poppe an, der sich auch sechs Rhinozeros-Pfeilspitzen beschaffte. Ich nicht, ich habe immer noch keinen Rhinozerospfeil, aber ich bin kein richtiger Bogenschütze, ich schiesse nur ein bisschen mit Bogen und Pfeil. ..Deswegen sitze ich nun-im Alter von 53 Jahren hier in einer Erdhütte mit einem Strohdach über dem Kopf im wildesten Afrika, bin Mit-König, in unserer Hauptstadt Nyumbo, kürzlich ein bisschen von einem Leoparden angeknabbert, aber sonst gesund und vergnügt. Die Fabrik für Theaterkostüme. Uebcr einen Besuch in einer solchen Fabrik besonderer Art, in welcher Kostüme aus drei Jahrtausenden hergestellt werden, wird im «Neuen Wiener Jounab berichtet: Mitten im Mietkasernenviertel des Berliner Ostens steht die Fabrik, in der die exzentrischen Kostümpläne der Revuetheaterdirektoren wie die asketischen Kleiderstilisierungen moderner Regisseure verwirklicht, die Trachten vergangener Jahrhunderte rekonstruiert werden. In keiner anderen Industrie ist die Mischung von nüchterner Handwerksarbeit und künstlerischer Initiative, diese interessante Synthese der verschiedensten Arbeitsleistungen zu finden. Kostüme, Waffen, Hüte aus drei Jahrtausenden werden nebeneinander zu gleicher Zeit von gleichen Menschen angefertigt. Gewaltige Ritterrüstungen füllen die Ecken des Wartezimmers aus. Schwerter aus Metall, aus Stahl, mit kunstvollen Handgriffen, lange Speere, riesige Pickelhauben funkeln gefahrdrohend. Man glaubt in dem Hauptsaal einer Waffenausstellung zu sein. So echt erscheinen die Waffen, so sorgfältig und fachmännisch ist ihre Aufstellung. Dann beginnt der Rundgang. Da ist die Miniaturbühne mit grossem, dreifachem Spiegel, Scheinwerfern, die das Zimmer in rotes, grünes, lila, milchweisses Licht tauchen. Hier finden die Schlachten zwischen Kalkulator, Maler und Theaterdirektor statt. Hier sehen sich Schauspielerin und Schauspieler zum erstenmal im neuen Kostüm. Das Sofüttenlicht gibt die Farbenwirkungen, die die fertigen Kostüme auf der Bühne haben sollen, genau wieder, so wird die Wirkung der Farben und Linien geprüit, von der so vieles abhängt. In allen Ecken, Gängen bunte Stoffmuster, Hüte, Schuhe, Hosenbeine und Rockteile, halbfertige Kostüme, die in den vielen Werkstätten des Hauses angefertigt, aufeinander abgestimmt und zusammengestellt werden. Im Schneidersaal sitzen achtzig weibliche Autoritäten. Jede von ihnen ist Spezialistin auf besonderem Gebiete, die eine eingearbeitet auf Puffärmel des Mittelalters, die atidere eine Künstlerin in der Konstruktion von Krinolinen, die dritte eine grossartige Zuschneiderin von Reitkleidern. Ueberall herrscht regste Arbeit. In ganz kurzer Zeit müssen zweitausend verschiedene Kostüme mit allem Zubehör vollendet werden. Besonders interessant ist die Arbeit in der Waffenschmiede. Hier triumphiert noch die Handarbeit des Schmiedes über die Maschine. Orden, echte Orden und Schwerter, Helme und Panzer werden gehämmert und nur, wenn es gilt, dem Weissblech die tiefblaue Farbe der mittelalterlichen Rüstungen zu verleihen, tritt das Feuergebläse in Aktion . Ein Zeichner erzählt von seiner Arbeit, von seinen Studien in Museen, von den langen Stunden, die er mit der Lektüre der Werke verbringt, zu denen er die Kostüme zu entwerfen hat. Ins Theater geht er nicht, weil er nicht wünscht, irgendwie beeinflusst zu werden. Aber der persönliche Verkehr mit Schauspielern und Regisseuren gibt ihm genug Einblick in das Wesen seiner Klienten, in die Bedürfnisse des Theaters. Jeder der fünf Zeichner hat sein fest umrissenes Gebiet. Hauptsorge bleibt die Heranschaffung geeigneter Arbeiter bei überraschenden Bestellungen. Keine Kleinigkeit, über Nacht eine Armee von Schustern zu finden, die in der Lage ist, eine Ledermasse, mit der man alle Plätze Berlins bedecken könnte, zu Schuhen und noch dazu zu merkwürdigen exzentrischen Schuhen einer Filmzukunftsstadt zu verarbeiten. Keine Kleinigkeit, in vier Wochen unzählige tausend römischer Panzer und Togen zu vollenden. Immer wieder muss der Betrieb umgestellt werden, immer wieder wird seine Elastizität schweren Proben unterworfen. Aber der Stamm der zweihundert glänzend eingearbeiteten Handwerker im Haus und eine grosso Reservearmee haben noch immer die Aufgaben, die ihnen vom Zeichnerstab, von Theaterdirektoren, von Filmregisseuren gestellt wurden, gelöst. unter s Die Automobilbesitzer sind eine grosse Gemeinde geworden, Mitte Dezember 1927 zählte man allein über 45,000 Personenwagen in der Schweiz. Wem gehören sie? Hunderten Besitzern sind Sie dieses Jahr schon begegnet, Tausenden werden Sie in der Fahrsaison noch begegnen, werden wissen wollen, wer es ist Sie werden uns sagen: Dann habe ich ja nur den neuen HntnnoMl-KiiHer zu bestellen, dort finde ich die Namen der Eigentümer in der Nummerntolge. Diese Rechnung ist falsch. Denn alsdann wird das Besitzerverzeichnis schon längst ausverkauft sein. Sie müssen es jetzt bestellen. Unser Besitzet Verzeichnis ist unter der Mitwirkung der kantonaien Automobil - Kontrollstellen hergestellt worden, ferner kam ihm der Mutationsdienst unserer Zeitungs Expedition zu gut, besitzt also den höchsten Grad der Zuverlässigkeit. Verzeichnis der Automobllbesltzer der Schweiz

N*7 — 1928 AUTOMOBIL-REVUe Die neueste Battenefiillung Batterie ges. geseti. mit Staaten z.Pat.antem. kann ihren Auto- LAIMIAU Mi«kl Mtfkku «IÄMAH «intf Sie nur einmal schon durch ihre entladene Batterie in Verlegenheit «itkommin? Wenn nicht, so warten Sie nicht so lange, halten Sie sich ACCULITE am Lager und Slo sind für alte Male von dieser Sorge befreit. Sie benötigen per Zello ca. l l, Liter ACQULIT1S und können In Zukunft Ihre entladene Batterie >i>i oem eigenen Motor in 20 Minuten laden. ACGULITE verlängert die Lebensdauer der Batterien. Verwendbar für Autoakkumulatoren aller Systeme. Preis Fr. 6.25 per Liter. Wiederverkauter und Grossabnehmer verlangen SpczialoJferte. Versand von 3 Liter an. . ACCULITE A.-G., Fobrlhitionu.UertPleö der oes. nesch. Batteriefliliung ACGULITE. SS8 81 -—- ZÜRICH 6 — JWP~ Wir wünschen mit Firmen In Verbindung m treten, die sich für den Vortrieb von ACCULlTE^aul eigene Rechnung interessieren. 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Wie gross war aber grossen Strömen, geschmückt mit prachtvoll die Ueberraschung, als es sich herausstellte, gelegenen Städten wie Lissabon und Porto, dass es sich um den ehemaligen Hofzauberer reich an herrlich gelegenen Kirchen, Klöstern des Sultans Abdul Hamid handelte, der sich und Palästen (Cintra, Batlaha, Mafra, Thomar, Coimbra, Bussaco) wäre es das ge- zur Regierungszelt dieses Fürsten seiner besonderen Gunst erfreute. Wie jener zu seigebene Ziel für europäische Fernfahrten, nem Posten kam, darüber berichtet der Pressemann in den Münchner Neuen Nachrichten Mit 19 Jahren trat er bereits mit grossem Erfolg in europäischen Theatern und Cabarets auf. Zuletzt war er in Marseille tütig, von wo er;(dann :nach iem-goldenen Hörn abberufe»^urfe, worüber^er sich eiwa:ioH gendermassen äusserte: Nach einer Vorstellung;-kommt, ein Herr mit Turban in die Garderobe und fragt: «Wollen Sie vor Sultan Abdul Hamid Vorstellung geben? Sie bekommen 2000 Fr. und die Reise.» Doch man warnte mich, in fremdes Land ohne irgendeine Sicherheit in fahren. Und ich stellte die Bedingung: Deponie-^ rung des Honorars in einer Bank und Fahrkarte in die Hand. Was auch anderntags geschah. (Der Herr war der türkische Konsul.) So ging's mit dem Orientexpress nach Konstantinopel, wo ich das Hotel Tokatlian, das mir zugewiesen worden, mit Zauberkünstlern aus aller Herren Länder gesteckt voll fand. Fünf Tage lebten wir da -alle herrlich auf Kosten des Sultans, wurden durch die Stadt geführt und hatten nichts z« tun, als zu essen, zu trinken und zu rauchen. Und dann, ein Mittwoch war's, wurde uns bedeutet, dass um 4 Uhr die Hofvorstellung stattfinden werde, jeder dürfe ein Experiment vorführen und nicht länger als fünf bis sieben Minuten auf der Bühne stehen. Jedes Kunststück, bei dem gesprochen werden muss, fiel weg, denn es sollten auch Damen zugegen sein, und ich war der türkischen Sprache, nicht mächtig. Und ich entschloss mich, den Taubentrick, oft vorgeführt, zu zeigen, eine Erfindung des alten Bellachini. Ich hatte die Nr. 6 im Programm. Beim Glockenzeichen komme ich mit meinen zwei Tauben auf die Bühne und war erschrocken, einen Theatersaal vor mir zu sehen, in dem bis auf die 48 Mann Musik keine Menschenseele sass. Trotzdem hörte ich dauernd leises Sprechen, und ich gewahrte unzählige kleine Inkognitologen, die sich durch vier Etagen hinzogen. Grüne Gaze verhinderte den Blick, einzudringen. Ich begann mit der Arbeit. Ein Wink mit dem Zauberstab, und die weisse Taube kam auf meine Hand geflogen. Doch ich lohnte ihr das Vertrauen nicht und riss ihr den Kopf ab, den ich neben den blutenden Körper auf den Tisch legte. Ein Pfiff, und die andere kam, der es genau so erging. Doch da packt einen das Mitleid, ich nehme die eine, setze ihr wieder einen abgerissenen Kopf auf, streiche mit der Hand über den Körper, sie regt sich, erhebt sich in die Luft, wo sie einen Kreis beschreibt, während ich die andere auf die gleiche Weise wieder zum Leben zurückrufe. Doch was ist passiert? Die schwarze hat irrtümlich den weissen Kopf bekommen, während die weisse durch deu schwarzen verunstaltet wird. Keine Bange, man ist doch ein Zauberer, rasch sind die Köpfe wieder abgerissen, und es dauert auch nicht lange, da hat jede den ihr vom Schöpfer mitgegebenen Kopf. (Keine Angst, es ist natürlich keiner etwas zu Leide geschehen. Mit zwei Köpfen genau nachgebildeten Kaschees, die zum Ueberstreifea sind wie Helme, zwei Schwämmchen mit roter Farbe und gut abgerichteten Tauben ist's sehr einfach!) Portugal. Am Gestade des Atlantischen Ozeans gelegen, unter dem Einfluss seiner erfrischenden Nähe, ist Portugal von der Natur wie kein zweites Land Europas bevorzugt worden. Der Autofahrer, der etwa von Badajoz über Elvas, Estremoz, Setubal nach Lissabon fährt, von den Höhen des spanischen Randgebirges an das Meeresufer heruntersteigt, durchwandert nacheinander alle Zonen europäischer Vegetation, die gar oft eng miteinander verschlungen, die reizvollsten Bilder gewähren. Aber nicht bloss Bilder, sondern auch reichste Frucht. Ackerbau, Viehzucht und Schiffahrt sind die Gebiete, auf denen sich der Portugiese hauptsächlich betätigt. Die Industrie befindet sich noch in den Kinderschuhen, beginnt aber sich zu beleben. Starker Import liegt in den Händen von Engländern und Deutschen, der Export sendet wemi seine Strassen nicht zum Teil, vor bis Ofoergrencbenberg ist sehr gut. Es bostoht keine allem im Süden des Landes und in derMöglichkeit, von Grenchen via Stieren- und Obergrenchenberg nach Court zu gelangen, indem keine Mitte, unfahrbar wären. Nur im Norden und Strasse angelegt ist. Ad. Br. in Gr. im Nordosten kann das Auto verkehren. Allerdings sind die Bestrebungen im Gange, diesem Zustande ein baldiges und entschiedenes Ende zu bereiten. Wenn dies geschehen ist, wird eine Fahrt durch Portugal zu* den grössten Genüssen zählen, die der Automobilsport bringen kann. Der Portugiese ist höflich, entgegenkommend und hilfsbereit, dem Motorfahrer freundlich gesinnt. Die Hotels in den grösseren Städten entsprechen mitteleuropäischen Ansprüchen, ganz abgesehen von den grossen Luxushotels. Auf dem Lande bleibt manches zu wünschen. In den Städten selbst herrscht starker Autoverkehr, so dass man immer Garagen, Reparaturwerktätten, Benzin- und Oelstationen mit massigen Preisen antrifft. R. R. Touring Antwort 22. Adriatische Küste. An der Adriatischon Küste gibt es •tatsächlich eine ganze Reihe sehr hübscher Fcricnortc. dio bei. uns allerdings sehr \venig bekannt sind. Sie werden vom grassen Fremdenstrom noch nicht überschwemmt und deshalb ist ihnen noch mancher intime Reiz bewahrt geblieben, der den grosson und modernen Badeorten verloren gegangen ist. Wer in nächster Näho Venedigs Station zu machon wünscht, dem seien die Hotels auf dem Lido empfohlen. Weiter im Süden, also noch südlicher als Ravenna, kommen folgende Badeorto in Frage: Cesenatico, Rimini, Riccioni, Cattolica, .Posaro, Falconato, Porto San Giorgio, in allen diesen Orten gibt es eins Mengo Hotels, dio allen Ansprüchen gerecht zu worden in der Lage sind. Als direkte Zufatetsrouto aus der Schweiz dürfte sich empfohlen: Gotthard. Milano. dann über Lodi, Piacenza, Parma, Modcna, Bologna, Faenzo, Forli, Rimini. L. L. in W. Die AIi's und Oh's aus den Logen bewiesen mir, dass icli gefallen habe. Worauf ich (und der Franzose Bertrande) vom Sultan als Hofzauberkünstler mit festem (und grossem) Qehalt engagiert wurde. Siebeneinhalb Jahre währte das Paschaleben, das durch die Gefangensetzimg Abdul Hamids sein Ende fand Touring Antwort 23. Bremen. I. Um von Basel nach Bremen zu fahren, empfiohlt sich bis Frankfurt dio Rheintalrouto. Wer aber genügend Zeit zur Verfügung hat, der soll, besonders, wenn er das Rheintal schon kennt, einmal den Umwez durch den Schwarzwald wagen. Die. Fahrt von Schaffhauson über Donaueschiugen und quer durch den Schwarz,wald über Triberg, Hausach nach Offenburg, wo man auf die Rheinroute trifft, ist sehr empfehlenswert. Welcher Weg dann von Frankfurt an vorzuziehen ist, dürfte- schwer zu entscheiden sein; dio Strasse rhoinabwärts über Bingen, Koblenz, Köln bietet landschaftlich ausserordentlich fiel Schönes und dio vielen alten Schlösser. Städte und Städtchen bergen für den Reisenden immer wieder neue Ueborrraschungsn. Dio Strasse von Frankfurt über Marburg, Kassel, Hannover nach Bremen hat den Vorzug, dasa sie rascher zum Zielo führt. Sie besitzt eine Totallängo von 4-60 km, gegenüber 540 km der Strecke Frankfurt, Köln, Bremen. Wor also nicht zu eilen braucht, dem sei empfohlen: Schwarzwald, Offonibiirg, Frankfurt, Köln, Bremen. Wessen Zeit abor knapp bemossen ist, der fah.ro von Basol rheinabwärts nach Frankfurt, und dann über Kassol, Hannover, nach Bremen. K. Z. in W. II. Ich ompfehlo, von Basel dio Fahrt durch das Rheintal (sonst über Stuttgart), Bruchsal. Heidelberg, Frankfurt, Marburg,. Fritelar, Kassel-Hann., Münden, Götüngcn, Alfeld, Hannover, Bremen zu machen. Ich fuhr die Strecke- bis Hannover am 2. und S. dieses Monat3 und fand dio Strassen — mit Ausnahme) in dor Provinz Hessen-Nassau — durch we&s gut. Umleitungen sind zurzeit nicht erforder lieh. A. Br;. in Ba. Touring Antwort 24. Portugal. Die Bezeichnung «Strasse» ist für dio Wege in Portugal wirklich wohlwollend. Ich empfchlo Benützung dor Eisenbahn. Dagegen kann ich dio Fahrt nach Madrid im Auto sehr empfehlen, doch rato ich entschieden zu der Strecke über Lyon, Toulouse, Bayonne, St. Sebastian, Vitoria, Burgos, Madrid, weil die Sfrassen besser sind als über Barcelona. Nicht verfeihlen möchte ich jedoch. Sie noch darauf aufmerksam zu machen, dass die Sirasse dus.cn die Sierra in 800—1000 m Meereshöhe geht und Sie bis März dort Schneo und empfindliche Kälte treffen. A. Br. in Ba. Nachschrift der Redaktion. Es wird in der Januar-Pfiummor der «Illustrierten AutomohünRevue ein sshr interessanter Artikel über Portugal erscheinen, der ausführlich dio dortigen Strassenverhältniss3 behandelt und nach dessen Angaben dieselben tatsächlich miserabel sind. Eine kurze, allgemein orientierende Beschreibung Portugals findet sich auf gleicher Seito wie der Europa Touring Sprechsaal. Dio Zusammenfassung stammt von einem dio portugiesichen Verhältnisse genau kennenden Motorfahror. Touring Antwort 25. Grenchen—Stierenberg. Von Grcnchon auf den Stiorenberg bestehen zwei fahrbare Strassen, die eino ist mit jedem Wagen befahrbar. Ab Stierenberg bi9 Obergrenchen wird dio Strasso schmäler, so dass zwei grosso Wasen nicht kreuzen können. Anlago und Unterhalt dor Strasse Tourina frage 26. Riviera. Ich beabsichtige, in einigen Wochen nach dor Riviera (Gegend von Monte Carlo) zu reisen. 1. Ich möchte wissen,, welchen Weg ich von Gonf aus am besten nehme:. Ganf, Lyon, Valence* oder Genf, Aix, Valenco. 2. In welchem Zustand sich dieäo Strassen, sowie die Fortsetzung nach Süden, 'befinden. Ist eine der Strassen. der andern vorzuziehen? 3. Können Sie mir einen Ratschlag geben, wie ich am besten meine Etappen auf dorn Hin- Und Rückweg einteile? J. S. in Ba. Touring Frage 28. Mont Blanc. In einer Zeitungsnotiz las ich von einem Raupenautomobil, das jetzt, im Winter, einen Teil der Strecke dor cTour du Mont Blanc» feefahren hafoo. Ich kann mir nun sehr gut vorstellen, dass unter der Tour du Mont Blaue eino Route verstanden wird, dio irgendwie das Massiv dieses höchsten Berges Europas umfährt. Ich möchte aber gorno wissen, wo dio Route genau durchgeht, durch welche Täler sie führt, und welche Ortschaften sio berührt. Ueber wie manchen Pass geht die Strasse, und bis in welcho Höhe hinauf? Dürfte nicht auf einer Teilstrecke Tour du Mont Blanc und Routo des Alpes identisch sein? T. S. in R. Touring Frage 29. Sizilien. Wor kann mir Auskunft geben über dio Strassenvorhältnisso in Sizilien? Führt der Küsto entlang von Messina nach Palermo eino gute Strasso? Gibt es cv. eine solche, die, mehr durch das Innere gehend, die beiden Städte vorbindet? Besteht dio Möglichkeit, den Aetna zu umfahren, also eino Tour, dio man etwa die Actnarouto nennen könnte? Ebenso wäre ich dankbau für einige Angaben über dio Strassen zwischen Messina-Catania-SvirakuiS, dann dio Verhindungsmöglichkeiten nach Girgenti, und dann wieder zurück nach Girgonti und Palermo. Bei Ihrem grosson Leserkreis dürfto sich schon jemand finden, der Sizilien aus eigener Anschauung kennt. J. Ch. in P. Touring Frage 30. München. Ich habe dio Absicht, eine Reise nach München zu unternehmen. Meine Route wäre Rhoineck, Bregenz, Lindau, München; nun möchte ich Sie anfragen, ob man mit dorn deutschon Tryptik Brogonz und Lindau passieren kann, weil man nur auf so kurzer Strecke auf österreichischem Boden ist. oder ob auch für Österreich ein Trypük gelöst worden muss? Ich möchte Sie auch bei der Gelegenheit anfragen, ob es vielleicht internationale Tryktiks für alle vier angrenzenden Länder gibt; wio sind dio PassverhaHnisso? Bostoht dio Möglichhkeit, Tageskarton zu lösen oder muss man im Besitz eines Passss sein? E. H. in II. Touriny Frage 31. Danzig. Ich wäro dankbar für Angabe einer oder mehrerer Routen von Zürich bis Danzig. Es handelt sich für mich darum, zu wissen, ob ich gut tue, durch ganz Deutschland zu fahren, also z. B. Zürich-Münchon-Leipzig-Berlin und irgendwo durch den polnischen Konidor nach Danzig. Die andere Möglichkeit besteht darin, von München nach der Tsohcchoslovakei (Prag) zu fahren und dann über die Sudeten. Deutsch-Schlesien, Polen, nach Danzig. Welches sind dio ungefähren Distanzen Zürich-Dan*ig, sowohl übor Prag wio über Berlin, und welcho Routo ist vorzuziehen? F. in Z. verlangen auf der Eeise mit Vorliebe den appetitanregenden, alkoholarmen, arztlich empfohlenen in jeder Grosse, fertig montiert, von Fr. 800. Fritz Soltermann, Bern-Marzili Prospekte zu Diensten! Die gewinnst Du doch Touring Frage 27. Marseille. Ich beabsichtige, doppelt und dreifach mit meinem Motorrad nach Marseille zu fahren. wieder! 1. am Kücben- Hätten Sie die Liebenswürdigkeit, mir die kürzeste . geld, 2. an Dienstboten, Routo von Gonf aus dorthin aoizugobon. Wio gross 3. an Deiner Gesundheit und 4 hast Du ist dio ungefähre Total-Kilometerzabl? Was für Hotels würden Sie mir empfohlen? Ch. J. in 0. r Geschäftsleute In Restaurants, Apotheken und Handlungen erhältlieh. Wellblech-Garagen Eine Langersehnte für Jedermann! auch einma| etwas freie . Zeit. Ein ZENT- BOILER ist doch eino Anlage auf Lebenszeit. Auskunft darüber erhältst Du vom Elektrizitätswerk,jedem Installateur od. von der Die Schleilmaschioe „Mamifix" schleitt den härtesten Stahl. „Jeder sofort «ein eigener Schieiter". AagtabückUcb «Chart» Messer, gelieren u. Wer*, zeuge aller Art. Ideale Maschine lür alle Berufserten, den Haushalt, Hotels, Restaurant«, Uhrmacher, Mechaniker, Schlosser, Zahnärzte, Schuhmacher, Sattler, .Landwirte usw. 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