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E_1928_Zeitung_Nr.020

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Die Pf lege des

Die Pf lege des Magnetapparates Der Magnetapparat, der für die Entzündung des ' Gasluftgemisches irri'Motor sorgt, gehört zu den Teilen, die dem Lenker eines Autos die wenigsten Sorgen machen. Das war in früheren Zeiten nicht so,, wo die Zündungsstörungen tägliche Ereignisse im Automobilbetrieb waren. So vollkommen nun auch der heutige Magnetappärat ist, so ist er doch eine Maschine, deren Organe mit der Zeit dem natürlichen Verschleiss unterworfen sind. Diese Abnützung kann noch> wie überall dadurch schneller' herbeigeführt werden, dass' man den Apparat vernachlässigt oder falsch behandelt. Jede ! Störung im Magnetapparat Hat die liatürllclie Jölge, dites sie sich beim Betrieb des Motors in ü'nange^ nehmer Weise äussert und ihn in schlimme- A Magneteisen, BG Kondensator zum Schutz des Unterbrechers, D Hochspannunffsstromverteiler, E Schleifring, F in diesen Schleifring eingreifende Kohlenbürste, G Zahnrad des Hocnspannungsstromverteilers, H Zündkerzenkahelanschlüsse, I Gehäuse des Apparates, P primäre Drahtwicklüng, S sekundäre Drahtwickhmj». reu Fällen sogar ganz unmöglich macht. Des-, halb muss jeder Wagenführer danach trachten, seinen Magnetapparat stets in Ordnung zu halten. Die beste Methode hierfür ist, allen diesbezüglichen Störungen sofort nachzugehen und nicht zu warten, bis sich das Uebel vergrössert hat. Im allgemeinen ist ein Fehler im Magnetapparat sehr bald zu entdekken, wenn es sich auch oft in der gleichen ÄT£ kundgibt wie beispielsweise} eine. Vergaser«' Störung. Hat man beim Vorkommen einer r derartigen Störung.die Brennstoffzufuhr, den Vergaser und Zündkerzen- darnach untersucht und hier nichts Nachteiliges gefunden, so kann man den Fehler darauf in fast allen Fällen im, Magnetapparat und, Seiner Stromleitung finden. Glücklicherweise sind die Organe 'eines Magnetapparates samt dessen Stromleitung, soweit sie einer natürlichen Abnutzung, unterworfen sind, nicht zahlreich. Sie sind auch, da.,der Apparat ganz eingekapselt ist, nahezti ,vor allen .äusseren Einflüssen- geschützt, so'dass es genügt, ihn nur etwa alle Monate einmal nachzusehen und ihm einige Tropfen Oel zu geben, solange er ohne Störung arbeitet. Um eineu Magnetapparät richtig behafideln zu können, ist es-unerlässlich, etwas.von...seiner...Konstruktion und_ seiner Arbeitsweise zu verstehen. Diese Kenntnis ist nicht schwer zu erlangen und gehört bekanntlich^auch zu den Bedingungen, unter denen^mafi den FÜhrerscheiri'erhält. 'Durch den ,' f 'motorischen Antrieb des Magnetapparates 'werden in letzterem r zwei verscTüe- ,'dene elektrische Ströme • erzeugt, von 'denen j|der seinen eigenen Weg gehen muss. Der nieäergespannte Strom, der nur eine Spannung (von' etwa 50 Volt hat, ist an lind für sich recht harmlos .und daher wenig zu Störungen geneigt. Er wird .aber, um den hochgespannten.. Zündsjrpm hervorzurufen, über einen' mechanischen' Unterbrecher, geleitet, wo er in der, Ta^ allerhand Störungen im Magnetapparat herbeiführen kann. Diese Störungen wirken sich aber in der Hauptsaqhe nicht im Kreislauf des niedergespannten, sondern in dem des hochgespannten Stromes aus, der allein die Zündkerzen, im Motor mit dem notwendigen Zündstrom -versieht.. A Hochspannungsstromabriehmer mit seiner Schleifbürste, B C Funkenstrecke, D Bürste im Hochspannungsstromverteilor, E Metallhülse, F G Kohlenbürsten, für die Masseleitung, II seltener vorkommende' ^Bürste zur direkten Abnahme des hochge-, Japannlen N Stromes, I Bürste im Unterbreckefbodeny «EiBünsite,-- dr'h. Kohl£nplättcü«n_ini. J Unteri)recher-t 1 deckel: ' '. . '" ' "',,• .. Unsere erste Skizze zeigt das Innere eines :Magnetapparates der gebräuchlichsten- Bait-i, art, das heisst, bei dem die Magnete fest- AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N° 20 stehen, „und zwischen denen sich der vom Automobilmotor angetriebene Anker mit den beiden verschiedenen Drahtwicklungen dreht. Die eine dieser Drahtwicklungen dient der Erzeugung des niedergespannten'und die andere der Hervorrufung des < hochgespannten, Stromes, welch letztere nur zu dem Zeitpunkt,.'erfolgt,, wenn ,'der niedergespannte Strom im Unterbrecher unterbrochen wird. Der Anker des Magnetapparates läuft auf Kugellagern, die nur selten zu schmieren sind. Der hochgespannte. Strom wird meist durch eine Kohlenbürste, die leicht herausnehmbar ist, von der,: Ankerwicklung weg über eine Sächerheits-Funke.nstreckc; zum Hpchspannungsstromverteiler geleitet, welch letzterer ebenfalls ein mechanisch; betätigtes Organ ist. Wo sich Teile aufeinanderreiben, da gibt, •es' auch Abnutzung, so ; dass die Teile, die beim Maghefapparat letzterer besonders unr terworfen sln'd^ aus 'folgenden drei"-Organen bestehen: • T. der Unterbrecher Ües hieder- 2espanriten : 'Stf6mes,'2. die vorhin erwähnte Kohlenbürste und 3. die Kontakte des Hochspahnüngsstromverteilers. Oben: Kohleribürsto a, die auf einer .kleinen Spiralfeder, im sebraubbaren MetallgehäuaG ,1 . sitzt;; unten: Bürste^ ans einer Mischung von Kohle und ;:• v ; Kupfer. " ' ' " ; Ausser. "diesen betriebswichtigen .Organen eines Magnetappärafes, die dem Verschleiss unterliegen, gibt es-im Magnetapparat aber auch noch einige andere Teile, dia zu Störungen "Änlass gebeh können. Das sind- vorallem, alle '''weiteren' Kbttfakte und n Stromleitungen, ^Üie gewöhnlich' ebenfalls aus Kohr lenbüi'sten, bestehen und infolge • ihrer kleinen Drtickfedefn und ihrer Anordnung < zu Schaden kommen oder, wag häufiger der Fall ist, durch Oel und Staub seltener durch W. as- ''seV ^verschmutzt werden, wodurcb'isienhten Dienst,•entweder.,nur f .nrangelhaft-oder f äber auch gar, ni

- 1928 AUTOMOBIL-REVUE 15 mehr oder nicht immer gut leitet. Letzteres tritt ebenfalls ein, wenn die Spannung der kleinen Spiralfeder nachgelassen hat oder die Feder gar gebrochen ist. Das alles sind .Vorkommnisse, J die sicli zwar selten erpbeni: die sieb drehende Kohle und die wer Metall-- Itemtakte des Hochspaanungsstramverteilers:. unten: die beiden Kontakte des Unterbrechers. eignen, dann aber zu allerhand Störungen fuhren, über deren Ursachen sich der Falirzöuglenker'Oft gar kein Bild machen kann, zumal sich diese Störungen manchmal'-ritir beim Langsamlauf oder beim Anwerfen des MQtors ergeben und andere Male nur bei holien Motortourenzahlea Es Ist a)sq : erfqrderiich 7 -die i Kohlen- oder Metallbürsten '.'.".der verschiedenen -.Kqn.takte >von Zeit zu .Zeit zu untersuchen, ob sie noch, gut arbeiten, und sie, wenn nötig, von Schmutz und Oel zu reinigen oder sie oder deren Federn zu erneuern. Mancher Magnetapparat, der angeblich keinen Strpm' mehr liefert, wird sofort wieder gebrauchsfähig, sobald man ihn'l gründlich-,gereinigt und instandgesetzt hak' Viele" 1 glauben in solchen Fällen, dass der «tote» ; Magnetapparat nur Apparat aber gar' kein; Neumagnetisieren, sondern nur eine gründliche Reinigung und Instandsetzung. Eine grosse. Gefahr für das gute Arbeiten eines Magnetäpparates bildet dessen Schmierung, 'die von manchen Wagenlenkern zu oft vorgenommen wird., : Ein Magnetapparat hat meist nur zwei Schtnier- 'stellen, und zwar für die beiden Kugellager des Ankers und'die tieiüen Zahnräder. Diese Schmierstellen sind'So ausgebildet; dass man sie nur. etwa «alle"Monate mit einigen Tropfen dünnen, hellen .oder weissen Oeles zu versorgen hat. Dickes'Motorenöl eignet sich nicht dazu, da es den Oeldocht der Zahnradsehmierüng' nicht richtig durchtränkt und bei ihm 1 die ; Oefähr besteht, dass 'es sich eindickt^ :zumal in'der Kälte, wo der Wagen latige 'Zeit steht; Eiti : Ueberölen- der Kugellager hat zur Folge,; dass die Masse^chlusskohlen ; den Strom nicht mehr gut leiten. Oft genügt ein Reinigen dieser,,iKohlen,,, um einem .stromlosen Magnetapparat wieder Strom zu geben. ,Es ist -wohl, selbstverständlich,, dass man die Federn der .Kohlenbürsten nicht verwechsein darf, die fast alle verschiedener Grosse, und Stärke sind. Eine, zu starke, Feder-würdebei reibenden Kohlen zu einer zu schnellen Abnutzung der hier in Betracht kommenden Teile führen. ''Sind- an solchen Stellen'Abnutzungsspuren ' festzustellen, so müssen sie sofort entfernt, werden, was am besten mit ;ganz,..feinem Glaspapier geschieht. Darauf sind .die so egalisierten Stellen vom Glässtaub gut zu reinigen, worauf man sie mit' :einem' fetten Hauch von Fett' oder Öel über- :zlehen r , kam,., der ' die Reibung der "beiden Teile etwas vermindert, ohne der guten Stromleitung' zu schaden, da diese dünne Schicht dem hochgespannten Strom keinen grossen Widerstand bietet. Wenn sich an. den Steilen, des Hochspannimgs-Stromverteilers, an detlen die Metallkontakte mit ihrer Lauffläche;, auf den Isolierkörper übergehen, Unebenheiten ergeben, so sfnd auch diese auf Wie, f man die verbrannten i Kontakte eines Unter- -breähers'-init eineir, feinen. Phrniacherf eile jjeradefeilt. die gleiche! Weise zu beseitigen. Bei langem Gebrauch entstehen an diesen Stellen nicht selten Gräte, die die Kohlenbürste rasch abnutzen.' Dieser Zustand verrät sich vorher gewöhnlich durch zeitweises Aussetzen der • Zündungen in den hierfür in Betracht kommenden-Zylindern, und zwar meist nur bei , hohen Tourenzahlen. ... Das- Karnickel des Motorenapparates ist dessen Unterbrecher des niedergespannten Stromes, weil hier im Zeitpunkt ,der Oeffnung bzw. Schliessung des Unterbrechers noch elektrische Nebenströme entstehen, die zwar durch den hier in der Nähe angeordneten -- Kondensator - aufgenommen, vertilgt lund 8: Nocken •zum Oeffnen der Kontakte: 4 und 5: zwei Schleifhebel mit bei. 3 mit:ihm verbundenem Führungsschleifhebe.1; 6: Riickzugfeder; 7: Unterbrecherkörper a,us Isoliennaterial. oder weitergeleitef; werden, immerhin aber von Einfluss, auf das gute Funktionleren des Unterbrechers .und vor allem auf die Abnutzung dessen Platinkontakte sein können. Die sogenannten Platinkontakte bestehen heute meist' nicht mehr aus diesem teuren Material, sondern aus gleichartigem, wesentlich billigerem,, was keine Rolle spielt, wenn das hierzu verwendete Material für diesen Zweck geeignet ist.' Der Unterbrecher, der an jedem Magnetapparat gewöhnlich leicht zugänglich und .abnehmbar ist, läuft meist mit der halben Geschwindigkeit der Kurbelwelle, macht J also bei lÖOfr-minutlichen Motortourenzahlen 500 Umdrehungen. Das heisst, dass man.ihn im Betriebe nicht gut kontrollieren kann, selbst wenn der Motor nur 200 minutliche, Umdrehungen machen.-Würde. Nun weiss jeder Wagenlenker, dass sich die Kontakte des Unterbrechers mit der Zeit abnutzen, und dass. Sie deshalb von Zeit zu Zeit darauf zu kontrollieren sind. Man nimmt im allgemeinen an, dass der freie Raum zwischen den beiden ganz geöffneten Kontakteu 4 mm betragen soll. Das trifft jedoch nur für verhältnismässig langsamlaufende Motoren zu, während dieser Zwischenraum bei Motoren mit höheren Tourenzahlen entsprechend zu verringern ist, und zwar bis auf etwa 2 mm. Je genauer diese Einstellung erfolgt, desto besser arbeitet der Motor. In der Praxis wird man also beim Neueinstellen der Unterbrecherkontakte am besten noch einige Auch der Magnetapparat muss mit Gefühl auf seinem Sitz befestigt werden. Fahrproben machen, ehe man die Einstellung endgültig festlegt. Ist sie alsdann richtig, so zieht der Motor besser und schneller an, wird weniger heiss und man spart dabei Brennstoff. Der Unterbrecher kann, da er aus mehreren kleineren, beweglichen Organen besteht, zu aljerhand Störungen infolge der Abnutzung oder des Bruches dieser Teile führen, wobei seine beiden verstellbaren Kontakte fast immer die grösste Rolle spielen. Wenn letztere in kurzer Zeit durchbrennen oder Funken erzeugen, was ihr Verbrennen herbeiführt, so liegt der Fehler gewöhnlich an dem Kondensator, der zu ihrem Schutz hinter dem Unterbrecher im Innern des Apparates auf ider Ankerwelle angeordnet ist. Um t Logieren Sie wäjarencl, dem^ I Genfer Automobil-Salonim t Telephon M.-B. 64.54 | Adr.Telegr.: Russiotel, Geneve de Hussie! Geneve ;,•• ;G. Ernens. | ".-•%. i LA •* > , COMPAGNIE p'ASSlSTANCE ET: DE RROTECTION JURl- D1QUE POUR LES USAOERS DE LA ROUTE S.-A. Defend les tnterets de VAutomobilisme - Transportable v,,. : •••*;•':-.;- Wellblech-Garagen tabriziert in eigener Werkstatt© in jeder Grosse, toüd und. preiswürdig..... % .Verlangen ..Sie,..Otterte 1., A. MEIER - ENTLEBUCH Sneng'erei. — Telephon 60•.. • B Gescbwlndlgkeitsmesse Huiouhrgn aller Syiteme re'pwiert, sowie Neunjontago. E. O. Bär, Bern, l^iBcherm&tteUwes 18 Feinmoch. Werkstätte Telephon Ohr. 65.3S ; in jeder Ausführung .'" ; für jeden ZweckI EJOSER.BERII Soi^warztorstrasse 83 Die Karosserie spiegelt. Selbst wenn alle Lack- and >,-. r Emailteile vollständig erblin- ' det und matt sind, bringt sie WER NIES AUTOGLANZ nun Spiegeln. Der Wagen be- ... kommt das schmnekite Ausse» >• • ' heu. Musterfläsohohen gratis. 1 ' \ Probeflasche ä 100 g 00 Rp., : ' *S00 g Fr. 3.80, 1 Iiter Fr. 5.60 A.-G; vormals DROGERIE WERNLE & Co. 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