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E_1928_Zeitung_Nr.020

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1928 - N° 20 Ueberall in Europa findet der Automobilist und der Motorradfahrer auf seinen Reisen die mustergültig eingerichteten Bosch-Dienst-Werkstätten, in denen geschulte Fachleute die elektrische Ausrüstung seines Fahrzeuges rasch und richtig nachsehen, ergänzen und instandsetzen. — Das ist wirklich ein den der Kenner neben der bekannten untadeligen Ausführung aller Bosch-Erzeugnisse hoch schätzt. Das Bewusstsein, an jedem grösseren Platz fachmännische Hilfe und brauchbare Ersätzteile erhalten zu können, begleitet jeden Besitzer eines Fahrzeuges Bosch-Ausrüstung Basel: Bern: ; Genfeve: La Chaux-de-Fonds: Lausanne: Lugano-Cassaraf e: Luzern: Offen: Solbfhurn: St. Gallen: Zürich: Söller Ä.-Q., Zwingerstrasse 25 Louis Hafen, ültenbergstrasse 40-44 Robert Bosch S. Ä., 78, rue de Lausanne Schneider & Zoller, 85, rue du Commerce Vienny-Renfer, 36, avenue de Cour Melber & Mai S. Kronenberg, Vonmattstrasse 28 Ä. Nething, Tannwaldstrasse 4a Grob, Vogel & Cie., Neue Bahnhofstr. 179 Widler & Hürsch, zum Stahl Robert Bosch Ä.~G., Utoquai 57 Kostenlose Zustellung des kompletten Bosch-Dienst-Verzeicknisses auf Verlangen!

N» 20 IV. Blatt BERN, 9. März 1928 Automobil N« 20 IV. Blatt BERN, 9. März 1928 Eine englische Petition für eine Brennstoffsteuer. London, Februar 1928. Der Zeitpunkt der Budgetberatung im Parlament rückt näher und damit mehren sich wiederum die Vorschläge und Wünsche zahlreicher Interessengruppen bezüglich Steuerreformen. Auch die Automobile Association hat ihr Anliegen, an dessen Verwirklichung sie unermüdlich seit längerer Zeit: arbeitet. Die Bestrebungen gehen nämlich dahin, das jetzige System der Automobilbesteuerung, deren Berechnung einzig auf Grundlage der Bohrung erfolgt, aufzuheben und an ihre Stelle eine Brennstoffsteuer einzuführen. «Keine Belastung nur auf Grund des Besitzstandes, sondern nach Massgabe der Benützung des Fahrzeuges und der Intensität der Beanspruchung öffentlicher Strossen» ist die Parole der Initianten. Es wird mit Recht darauf hingewiesen, dass die Automobilsteuer seinerzeit eingeführt wurde mit der landläufigen Begründung, der Motorfahrzeugverkehr verursache eine vermehrte Abnützung der Strassen und damit erhöhte Staatsausgaben. Es sei deshalb nur gerecht, wenn diese Kategorie Strassenbenützer einen besonderen Teil der so erwachsenden öffentlichen Ausgaben, auf sich nehme. Die Leitung der A. A. und mit ihr eine Viertelmillion englischer Automobilisten erklären nun erneut, die Automobilsteuer habe nur datin eine Berechtigung, wenn sie sinngemäss berechnet und erhoben werde. Die Strassenabnützung durch jedes einzelne Fahrzeug steht in engem Zusammenhang mit der jährlich zurückgelegten Kilometerzahl. Wenn die Steuer nun tatsächlich eine mehr als gemeinhin übliche Abnützung der Strassen treffen will, so erfüllt sie nur dann ihren Zweck, wenn auf Grund der Beanspruchung besonders Rücksicht genommen wird. Dies ist nur möglich, wenn die Steuer eine Abstufung erfährt, und zwar proportional mit der jährlichen Fahrleistung jedes Automobils. Die einfachste Methode dies zu erreichen sei die Einführung der Brennstoffsteuer. Die ungünstigen Witterungsverhältnisse während der Winterszeit, da die vielen Regen- und Nebeltage von einer regelmässigen Benützung des Automobils abhalten, machen die Einführung einer solchen Steuer besonders wünschenswert. Vielfach werden die Automobilfahrten derart reduziert, dass sich die Ausgaben für die Motorfahrzeugsteuer gar nicht mehr lohnen. Aus diesem Grunde werden noch heute Tausende von Automobilen für das Winterhalbjahr bei der Automobiikontrolle abgemeldet, wodurch natürlich dem Staate nicht unerhebliche Einnahmen entgehen. Bei einer Brennstoffsteuer braucht sich kein Automobilbesitzer eine monatelange Einschränkung in der Verwendung seines Wagens aufzuerlegen. Jeder fährt, wenn es die Witterung gestattet, trägt aber dennoch gleichzeitig seinen Teil an die Kosten des Strassenunterhaltes bei. Die A. A. hat bereits letztes Jahr eine Umfrage bei ihren sämtlichen Mitgliedern durchgeführt, um festzustellen, welche der beiden Steuerformeln als gerechter und zweckmässiger empfunden würde. Es sprachen sich damals nicht weniger als 97 Prozent für eine Besteuerung des Brennstoffes aus. Zur Zeit werden nun Unterschriften für eine Petition an das Parlament gesammelt, in welcher erneut die Forderung nach Abänderung des Besteuerungmodus aufgestellt ist. Nach dem Erfolg der letztjährigen Umfrage zu urteilen, wird die Petition zweifellos • eine beträchtliche Anzahl von Unterschriften auf sich vereinigen. Es ist deshalb mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten, dass das Parlament sich mit dieser Frage befassen wird, da es kaum an einer mächtigen Kundgebung der Automobilisten vorbeigehen könnte. Bi. Einige Zahlen über den englischen Automobilbestand. Das Verkehrsministerium veröffentlicht gewöhnlich vierteljährliche Zusammenstellungen über die Entwicklung des dortigen Motorfahrzeugwesens. Der letzten Statistik, welche sich auf die Monate September, Oktober und November 1927 erstreckt^ entnehmen wir die nachfolgenden Zahlen: Ende November 1927 wies England, ohne Berücksichtigung der mit Elektromotor ausgestatteten Fahrzeuge und unter Abzug der Kollektiwerkehrsbewilliguijgen, einen Totalbestand von 1,658,000 Motorfahrzeugen auf. Die hauptsächlichsten Fahrzeugkategorien waren wie folgt beteiligt: 739,000 Personenwagen, 281,000 Last- und Lie.ferungswagen, 78,000 Taxameter, 519,000 Motorräder. Allein im Verlaufe der oben erwähnten drei Monate wurden für insgesamt ,50,600 Fahrzeuge zum ersten Mal die Verkehrsbewilligung gelöst, wovon 29,150 .auf Personenautos und 10,860 auf Motorräder entfielen. Die Fahrlizenz besasseiu am 1. Dezember 1927 nicht weniger als 2,349,000 Personen. Die Besteuerung des Motorfahrzeugverkehrs brachte dem Staate ganz gewaltige Einnahmen. In den letzten statistisch erfassten zwölf Monaten Dezember 1926 bis Dezember 1927 flössen der Staatskasse aus diesen Steuern brutto 586,25 Millionen Franken zu. Davon kommen allerdings die 'Verwaltungskosten, Rückvergütungen, Gemeindeanteile etc. in Abzug, doch rechnet man mit einer Nettoeinnahme von wenigstens 500 Millionen Franken. Man wird deshalb begreifen, wenn auch in England die Automobilisten Unermüdlich dafür eintreten, dass ihre berechtigten Forderungen vom Staat berücksichtigt werden und vor allem diese Gelder eine zweckmässige Verwendung finden. Diese scheint nicht absolut sicher gestellt zu sein, da hier wie anderswo der Finanzniinister mit diesen Millionen liebäugelt. Er würde sie lieber zum Ausgleich seiner allgemeinen Staatsrechnung verwenden, obwohl der Strassenfonds, dem die Steuern zufliessen, nur für strassenbäuliche Zwecke beansprucht werden sollte. Z. Auf wen verteilen sich die Autos in U.S.A? Die imperative Notwendigkeit, neue Käufer ausfindig zu machen, hat die amerikanische Automobilindustrie veranlasst, nachzuforschen, in welchen Händen sich die momentan in Nordamerika zirkulierenden Autos befinden. Eine im Monat Dezember 1927 ausgeführte Statistik gibt hierüber folgenden interessanten Aufschluss : In den U. S. A. stehen 19 500 000 Autos in Zirkulation, wovon ein grosser Teil sich ioi Besitze von Handelsgenossenschaften beiindet. Immerhin fällt auf die Kategorie «Familienautos» eine Quote von 56 %, d. h. etwa 15 000 000 Stück. Ungefähr 3 000 000 Autos davon gehören Familien an, die wenigstens zwei Autos besitzen. Wir sehen daraus, welche Fortschritte die Anstrengungen der amerikanischen Autoindustrie, jede Familie mit einem zweiten Auto zu dotieren, machen. Immerhin bleibt noch ein grosser Spielraum offen, indem ungefähr 45 % der amerikanischen Familien heute ohne die Bequemlichkeit eines einzelnen Autos auskommen müssen. Eine weitere Aufzeichnung befasst sich mit dem Verkauf im allgemeinen der amerikanischen Automobilindustrie und zwar in den ersten neun Monaten des Jahres 1927. Dieselbe kommt zum Schluss, dass in dieser Periode, im Vergleich zum nämlichen Zeitraum des Jahres 1926, 860 000 Stück weniger verkauft wurden. Der «Amerikanische Motor» glaubt, die Prognose aufstellen zu können, dass wenigstens im Inland die eigentliche Progressionswelle ihren Höhepunkt erreicht hat und dass sich die amerikanische Automobilindustrie normaleren Verhältnissen anzupassen hat. Dabei wird sie suchen, der Bearbeitung fremder Absatzgebiete vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken, da, wie sich die amerikanischen Automobilfabrikanten aussprechen, der Ex- 1 port an Quantität wohl zugenommen hat, jedoch eine ungenügende Rendite abwirft. Anderseits kann die erfreuliche Tatsache beobachtet werden, dass der amerikanische Fabrikant immer mehr bestrebt ist, besser zu konstruieren, immerhin auf Kosten des Verkaufspreises. Der führende Moment im scharfen gegenseitigen Konkurrenzkampfe dürfte daher eher in der Qualitäts-i als in der Preisfrage liegen. JK. 6 CYLINDER 8 CYLINDER neue 6- gen, BTiederralmieii-Cliassis, solxöxxste "WTagen der Gegenwart Diese prächtigen HUPMOBILE-Wagen werden am internationalen Genfer Salon, Stand 30, ausgestellt sein AUTAG-Auf omobll-Handeli A.-G H ZÜRICH-Wollijhofen AMERlCAN-tARS LTD., 9. Grand Chine, LAUSANNE FREY & VON FELBERT, Auro-Garage. ÖLTEN GEBR. HUBER, Auto-Garage, V1LM1ERGEN GEBR. MARTI, Eigerplata, BERN Rue Barton, 3 GENEVE Vertreter für die Ostschweiz Vertreter Ittr Waadt. Wallis u. Freiburg Vertreter für den Kanton Solothurn Vertreter für den Kanton Aargau Vertreter für den Kanton Bern xxx doa* Scxvw-oiss: SAVSA S.A. CH. NIGG, Ad mini strafe ur AGENCE GENERALE POÜR LA SUISSE MARTINE!, Auto-Garage. Rne da Lac, GENF G. 8ABATINI & CIE., Auto-Garage, LUGANO V1RCH0UX & CHOUX, Auto-Garage, ST-BLAISE ZERR CAMILLE, 79. Strassburger-Aflee, Basel Untervertreter für den Kanton Genf Vertreter für den Kanton Tessin Vertreter für Neuenburg und B'Jura Vertreter für den Kanton Basel Rue du Leman, 5 GENEVE