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E_1928_Zeitung_Nr.029

E_1928_Zeitung_Nr.029

Ergänzung der Londoner

Ergänzung der Londoner Verkehrsvorschriften. London, März 1928. Obwohl London über eine Verkehrsregelung verfügt, die vielen kontinentalen Städten als Vorbild dient, ist der hiesige Strassenverkehr dennoch das ständige Sorgenkind der Behörden. Die unaufhörliche Zunahme an Motorfahrzeugen hat eine Intensität des Verkehrs zur Folge, die bereits an manchen belebten Orten der Metropolo ihren Sättigungspunkt erreicht hat. Mau sinnt und sucht deshalb nach allen Mitteln, die Aussicht haben, im Strassenverkehr irgendwelche Erleichterung zu schaffen. Auf Grund eines Antrages vom sogenannten Verkehrsberatungs- Komitee der Grafschaft London, hat das Verkehrsministerium einen ergänzenden Erlass herausgegeben, wonach einige neue Verkehrsvorschriften unverzüglich in Kraft treten. Die wichtigste der Verfügungen ist wohl diejenige, Avonach das Rückwärtsfahren mit Motorfahrzeugen, innerhalb eines Bannkreises Der Standpunkt tler Grenzkantone. Wie bereits berichtet, hat der Nationalrat die frage der Einreisegebührcu dem Bundesrat zur Prüfung überwiesen, der je nach dem Ergebnis der Prüfung der Bundesversammlung Antrag über die Erhebung solcher Gebühren vorlegen soll. Die einen Augenblick in greifbarer Nälie zu liegen scheinende Lösung ist damit hinausgeschoben worden, wobei auch etwas der Umstand mitspielte, dass man sich über die Verwendung des Ertrages in divergierenden Anschauungen erging: Bund oder Kantone ? Vom automobilistischen, überhaupt vom verkehrsROlitischen Standpunkt aus gibt es natürlich nur eine Antwort, und zwar die, dass das Geld denjenigen zufallen soll, die für Strassenbau und Strassenunterhalt aufzukommen haben, nämlich den Kantonen. Wer als Automobilist in einem schweizerischen Grenzkanton ansässig ist, mnss sozusagen vorbehaltlos dem Antrag von National- von drei Meilen vom Stadtzentrum aus gerechnet, verboten ist. Wenn der Lenkungsgangsgebühren nur so lange erhoben wissen rat Keller (Aargau) zustimmen, der die Eineinschlag eines Autos dem Fahrer nicht ermöglicht, das Vehikel in einem Zug in dieschen Automobile belastet, und ausdrücklich will, als auch das Ausland die schweizeri- entgegengesetzte Richtung zu stellen, so die Anwendung von Gegenrecht verlangt. Wirtschaftlich (was nicht dasselbe ist wie fiskalisch) können wir uns keine andere Lösung denken. Ein Punkt aber, der im Parlament wie in der Tagespresse wiederholt erwähnt wurde, verlangt eine Richtigstellung. Von den uns umgebenden Ländern soll Deutschland die höchste Verkehrssteuer von den Ausländern verlangen, und mit dem deutschen Beispiel ist auch wiederholt exemplifiziert worden. Der berufene Beurteiler ist wohl der Basler, der gerade so oft nach Deutschland wie nach Frankreich fährt. Und der wird erklären müssen, dass ihm das deutsche System der Steuererhebimg vom Ausländer viel angenehmer ist als das französische. Für denjenigen, der vielleicht einmal im Jahre auf einer grössern Reise nach Deutschland oder Frankreich von der Schweiz einfährt, spielt die Einreisegebühr ja keine so wichtige Rolle. Der Bewohner des Greuzkantons aber, der im Jahre vielleicht zwanzig oder fünfzigmal nach Deutschland oder nach Frankreich übertritt, in der Regel bloss für einen Tag, ist das Problem wesentlich anders. rauss die erstbeste Querstrasse eingeschlagen werden und mittels eines Umweges der Kreis beschrieben werden, der es ermöglicht, in der ursprünglichen Strasse in entgegengesetzter Richtung weiterzufahren. Bevor diese Massnahme in Kraft trat, wurde den Automobilverbänden- Gelegenheit gegeben, sich über diese Regelung auszusprechen, da sich die Regierung bereit erklärte, bei starker und gut begründeter Opposition von dieser Bestimmung abzusehen. Es wurde aber nur von Fabrikanten oder solchen Automobilisten Einspruch erhoben, deren Wagen nicht einen Lenkungseinschlag aufwiesen, der das Kehren des Fahrzeuges in einer einmaligen Manipulation gestatteten. Da aber rein sachliche Bedenken nicht geltend gemacht wurden, trat die Regierung auf die eingegangenen Beschwerden nicht ein. Man hofft, mit dieser Massnahme einen doppelten Zweck zu erreichen: Vor allem soll die Kontinuität des Verkehrs nicht gestört werden. Das Manövrieren mit rückwärtsfahrenden Fahrzeugen veranlasste vielfach die nachfolgenden Wagen ihr Tempo zu verlangsamen, oder gar anzuhalten, eine Vorsichtsmassregel, die künftig ausser Betracht fallen wird. Ferner glaubt man dadurch die Urifällsmöglichkeiten zu vermindern, da manche Zusammenstösse durch rückwärtsfahrende Wagen verursacht wurden. Durch die Neuordnung ist dieses Gefährdungsmoment nunmehr gänzlich ausgeschaltet. Die weitverbreitete Unsitte der Strassenreklame wird ebenfalls aus verkehrspolizeilichen Gründen eingeschränkt. Vielfach wurden für diese Art der Reklame kostümierte Leute angestellt oder entsprechend ausgeschmückte Fahrzeuge verwendet, deren Aufgabe es war, besonders in den meistbelebten Fall A : Deutschland. Ich löse eine Steuerkarte für dreissig Tage im Jahr, wobei nicht das Kalenderjahr, sondern 365 Tage zu verstehen sind. Die kostet 30 Mark. Für den Tag habe ich also eine Reichsmark Verkehrssteuer zu bezahlen, wobei ich am selben Tag wiederholt die Grenze passieren kann und nur ein Tag angerechnet wird. Löse ich eine Steuerkarte bloss für 15 Tage, so kostet diese 20 Mark. Macht auf den Tag 1,30 Mark. Die Tage brauchen sich wohlverstanden nicht auf einander zu folgen. Ein Tagesaufenthalt kommt mich also in Deutschland auf Fr. 1.25 bis 1.45 zu stehen. Bei der Einfahrt wie bei der Ausfahrt wird auf Triptyk und Steuerkarte ein Stempel gedrückt; in einer halben bis einer Minute ist alles erledigt. abends ausgeführt werden. Die Aufnahme dieser Zusatzbestimmungen im Publikum war verschieden. Viele sahen darin eine unnütze Erhöhung der bereits bestehenden umfangreichen Verkehrsvorschriften. Andere wieder, und darunter auch die Polizei, versprechen sich davon eine Erleichterung der Verkehrsregulierung und damit eine erhöhte Si- Strasscn zu zirkulieren. Abgesehen davon, das gerade diese Fahrzeuge das Ihrige zur Ueberlastung des Strassenverkehrs beitrugen, waren diese Reklameerscheinungen gefährdend für die Sicherheit der Strassenbenützer. Je nach der Originalität ihrer Aufmachung vermochten diese Wagen die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zu lenken, wodurch gleichzeitig die notwendige Beobachtung des übrigen Verkehrs nachliess, was' oftmals zu Unfällen führte. Endlich wurden auch strenge Vorschriften bezüglich der Maximaldimensionen der Ladungen erlassen. Alle jene Fuhren, die cherheit auf der Strasse. in ihren Breite- und Längeausmassen den Bestimmungen nicht entsprechen, müssen entweder vor 10 Uhr morgens oder nach 7 Uhr den Rouletten. Wenn der Dollar rollt, haben sie auch für Frauen keine Zeit. Im Dancing sind alle Klubsessel besetzt. Zwei Jazzbands spielen. Auf dem Parquet lumineux drehen sich die Paare. Sie tanzen den neuesten Tanz. Jara-Jara! Aus dem Wirbel der Castagnetten und dem Weinen der durch das Saxophon zerrissenen Geigentöne springt der Rhythmus in die Glieder der Tanzenden. Das Licht der verhängten Lampen und der Farbenblinde!, die durch die alabasterne Decke fallen, spielt auf dem Brokat der duftenden Kleider, den Augen der Frauen und den eckigen Zügen der Herren, deren glänzende Scheitel sich wie weisse Messerkanten ans dem Gewoge heben. Die schweren Klänge der Musik ersterben. Die Jazzer singen leise: «Jara — Jara, uever J see you again ... Night of love — silvcr light; Jara — Jura, uover J sce you again...» Man hört mir noch das Klingen der Schläger und das lange Schleifen der Schritte. Die Farben in den Lampen wechseln; aus dem Glasbodeu schlagen weisse Lichtfluten hoch. Flüsternd gehen 'die Paare auseinander ... (Fortsetzung folgt.) Zum Bi. Der Genfer Salon hat in der gesamten Weltpresse reichen Widerhall gefunden. Ein Besuch unserer Ausstellung hat den Sonderkorrespondenten der «B. Z. am Mittag» zu interessanten Betrachtungen veranlasst, denen wir folgenden Auszug entnehmen: Wie die Modo der Damenkleider aus Paris, der llerrciikleidcr aus London, so kommt die Auto- Mode gegenwärtig aus NewA'ork. Woho * dem Fabrikanten, der noch immer glaubt, durch europüiscaq Stilkleider den Markt übcrriirapeJ» zu können. Mau lächelt über ihn. Die Modo schreibt vor: In der Karossericfoi-m den Hoswktor mit zwei Notsitzen und amerikanischem Verdeck, die viortiirigo Limousine (bei weitem in der Mehrzahl) und für SpoxtlouW, die- sieb etwas Unbcqueinlieakeit gefallen lassen, das zweitürige, viorsitsige Cabriolet. Der offene viersilbige Tcmrenwagen mit Sotiuaei'' verdeck wird nicht wehr gefahren. Au seine Stelle tritt eine Cabrioletforra mit festen Fensterrahmen, die bei zurückgeschlagenem Verdeck und berabgo kurbelten Scheiben als eine Art Gerippe stehen bleiben. Diese AusfiHirungsform ist viel leichter als das Cabriolet mit versenkbarem Fensterahmen und hat vor allen Dingen den Vorfeil, dass die vielen Klappergolenko wegfallen. Das stoben gebliebene. Gerippe stört die Aussiebt nicht. Diese Wagenart hat wohl eine Zukunft. Sie ist billig und ersetzt auch die sogenannten Limousinen mit zurückrollendem Dach, die entweder •iiiicleuani aussehen oder Regen durchlassen. In der Farbe lautet die Modevoisehritt: hell und zweifarbig, am liebsten grün, abgestuft vom neusten Scc&rün bis zw.n duafceJn. Oliv Der selige «Laubfrosch*, der tu viel geschmäht wurde, uiiüe rechte Freud« daran, ivenn er sehen Küuiiic, AUTOMOBIL-REVUE 11128 — No 29 6Eina>^ise^Gl»£ihtt^np»n*CB>04&l«ti: Die internationale Automode. Fall B: Frankreich. Die Vcrkehrsbewiüigung für einen Tag kostet zehn französische Franken plus Fr. 3.60 für den Stempel. Da der Bewohner des Grenzkantous in den meisten Fällen nur für einen Tag über die Grenze fährt, kostet ihn also die Tagesfahrt Fr. 13.60 französischer Währung, nach unjserm Geld Fr, 2.80. Will man mehrere Tage in Frankreich zubringen, so muss mau bei der Einfahrt sich zum vornherein klar sein über die Dauer des Aufenthaltes. Wer vorsichtigerweise einen oder zwei Tage zugibt, läuft Gefahr, rasch über seine Jahresrationierung hinauszugelajigeu (man hat als Ausländer im ganzen 60 Tage das Recht, in Frankreich zu verkehren, will man von der französischen Inlandsteiier verschont bleiben). Wer die Verkehrsbewilligung für drei Tage löst und einen vierten in Frankreich verbringt, muss sich am vierten Tage sofort auf ein Bureau der « Contribiitions indirectes » begeben und verliert durch Anstehen manchmal eine Stunde, bis er den Nachtrag vermerkt hat, abgesehen davon, dass er sich an die amtliche Oeffmmgszeit des Bureaus halten muss. Ich kann versichern, dass diese ganze Prozedur kein Vergnügen ist. Und dann die Umständlichkeit am Zollamt! Der Zöllner stellt den «Permis de circulation » ans : Name* Vorname, Art des Fahrzeugs, Chassis, Marke, Fabriknummer des Chassis, Motor, Marke, Fabrikmimmer des Motors, Typ, Marke und Art der Bereifung, Betrag der Verkehrssteuer, Unterschrift des Beamten und des Autornobilbesitzers. Ausserdem aber werden diese Angaben in ein Kontrollbuch am Zollamt eingetragen, beim Eintritt nach Frankreich wie beim Austritt. Es gibt immer einen längern Aufenthalt. Also ist die deutsche Einreisegebühr für den Bewohner eines schweizerischen Grenzkantons in der Praxis nicht bloss erheblich niedriger als die französische, sondern die Formalitäten von Monsieur Lebureau sind beträchtlich umständlicher als die deutsche Abfertigung. Dann aber räumt das deutsche Automobilst euer gesetz dem Reichsfinanzministerium das Recht ein, ausländischen Kraftfahrzeugen im Falle der Gegenseitigkeit Steucrermässigungen, Steuerbefreiung oder sonstige Erleichterungen zu gewähren. Mit dieser Möglichkeit sollte man scliweizeriseherseits bei der Aufstellung einer Eiiireisogebühr entschieden rechnen. Noch ist nichts verdorben. Dem Bundesrat dürfte es wohl möglich sein, seinem Antrag an die Bundesversammlung eine ähnliche Klausel einzufügen. Verderben im allgemeinen böse Beispiele gute Sitten, so kann auch einmal das Umgekehrte eiutreten. Wir meinen, dass alle Voraussetzungen vorhanden sind, dass Deutschland auf die Steuer gegenüber den Schweizern verzichtet, wenn die Schweiz den Deutschen ebenfalls Steuerfreiheit in Aussicht stellt. In der A. I. A. C. R. steht das Traktandum längst auf der Liste. Und wenn einmal in praxi der Gegenseitigkeitsniodus zur Anwendung gelangt, so ist das für andere Staaten hoffentlich der Ausgangspunkt zur Nachahmung. Th. G. wae- 'modern er heule wäre. Es gibt ganz eigenartige Farbenzusammenstellungeu, z. B. unten hellgrün, oben schwarz (bei Amilear), oder: unten hellblau, oben g-rau (boiNSU), unten beige, oder braun (Opel), unten hellbraun, oben dunkelrot (Nash). Bann die Luxusausführungen auf dem Gangloff-Staiid, die für die Schweiz tonangebend sind: ein Cabriolet in Dunkelrot mit crßmo, eine hellgrüne Limousine, schwarz abgesetzt, mit grauen Kotflügeln usw. Dio Innenausstattungen sind entsprechend faibfrc-udig- Die eben erwähn to .hellgrüne Limousine hat blau und grau gestreiftes Polster, ein Faus-Gabriolet von RoUain-Pülaln in Ocker mit woinrotom Oberteil bat rot-uud gclbkarierte Polsterung, dio das Entzücken jeder Damo wäre. Fünf Minuten Film. Die Zürcher Bahnhofbrücke, ein geschlossener Wagen gleitet vom Leonhardplatz her lautlos über den Asphalt. Am Volant — eine deutsche Prinzessin! (Ex natürlich!) Neben ihr eine Begleiterin. Plötzlich — ganz unerwartet, stoppt der blitzende Wagen mitten auf dem Tramgeleise der Brücke, Ein Tram naht. — Ein ruekartiges Anziehen der Räder — ein blecherner Knall... Zusammcnstoss! Der dicke Herr auf dem Trottoir rennt atemlos an die Unfallstelle. — Zwei flanierend« Girts stossen einen kleinen Schrei aus. -—- Menschen. — Alles rennt, stösst sich, drängt! •— Polizei! Der Sachschaden ist gering. Aber mit der Prinzessin scheint etwas nicht in Ordnung ztt sein. Die Hermandad lässt einen Arzt holen. — Vermutungen werden laut, gehen wie ein Lauffeuer durch die Wartenden: «Sie ist betrunken?. Der Arzt kommt, will durch eine Blutprobe die allgemeine Vermutung nachprüfen. Die Prinzessin weigert sich. Plötzlich geschieht etwas Seltsames: Im Wagen wird ein Boucjuet Seidelbast entdeckt! Die Erleuchtung kommt über Arzt, Polizei und die harrenden Massen. Des Rätsels Lösung; Der Seidelbast — seine Früchte sind bekanntlich giftig — strömte einen derartigen scharfen Geruch aus, dass die Fahrerin davon ganz benommen war. Daher der Ausdruck einer Betrunkenen ! Nach Klärung der Sachlage konnte der deutschen Prinzessin und ihrer Begleiterin, die ebenfalls jm Besitze einer Fahrbewilligung war, die Strasse zur Weiterfahrt nach Luzern freigegeben werden. Ein Vorfall, der den Spruch Ben Akibas «Es gibt nichts Neues unter der Sonne» Lügen strafen dürfte. xi. Wozu man das Auto benutzt..» Nicht nur zum Fanren, sondern auch um die Interessen verschiedener Privatbahneu zu wahren. So unglaublich ilics auf den ersten Moment erscheinen mag, so trifft es doch zu. Wie man weiss, stehen die bernischen Dekretsbahnen in grosseu Finanzschwulitäteu. Der bernische Eisenbalmdirektor hat sich der speziellen Sorgenkinder des Kantons Bern ganz besonders angenommen und lässt keino Mittel unversucht, um sie der Genesung zuzuführen, was auch an dieser Stelle voll anerkannt sei. Nach dem geltenden Eisenbahngesetz von 1872 (!) sind die schweizerischen Eisenbahuverwaltungen verpflichtet, sich gegenseitig den technischen Betriebsanschluss ohne Erschwerungen in schicklicher Weise zu gc-* statten. Auch sollen sie einander die Mitbenutzung bestehender Bahnhofanlagcn und Bahnstrecken zugestehen, mit andern Worten miteinander recht Heb Kind sein. Auf dieses Liebkindsein ist starrer Raureif ge-i fallen. Auf Grund des Art. 8 des Nebenbahngesetzes werden die zwischen den S. B, B. und den bernischen Dekretsbahnen vereinbarten Mitbenützungs- und Gemeinschaftsverhältnisse geregelt. In diesem Gemeinschafteverhältnis — zu einem Eheverhältnis langte es leider nie — ist nun der stärkere mit dem schwächern Teil ziemlich rigoros verfahren. Die S. B. B., in einem Augenblick finanzieller Not und Depression, kündigte tun 1919 und 1920 die meisten Mitbenützungsverträge und erhöhte damit die Mitbenützungsentschädisungen stark zu ihren Gunsten. Ueber eine Million Franken Mehrbelastung für Mitbenützungsrecht wird den bernischen Dekretsbahnen zugemutet, so dass es ihnen begreiflicherweise noch vollends den Atem verschlägt. Und so hat denn eine am 15. März 1928 im Berner Rathaus sfabgefundene Konferenz der Dekretsbahndirelvtorcn zur ganzen Frage Stellung genommen. Die nähern Details interessieren uns an diesem Orte nicht mehr. Dagegen ist uns besonders eine der Begründungen in die Nase gestochen, welche die S. B. B. zu einer geneigteren Haltung zwingen sollten. Sie lautet : «•Der von den Nebenbahnen bewirkte Nutzen ist nun aber im Zeitalter der scharfen Automobilkmikurrenz zweifellos grössor denn je. Ohne die beharrliche niid sehr erfolgreiche Akquisilion der Nebenbahnen wurden den Bundesbahnen in beträchtlichem Umfang Transporte verloren gehen. Unabwendbar wäre eiu gresaer Vcrkohrsverlust, wenn die Nebenbahnen überhaupt nicht existierten. Wo dio Möglichkeit des durchgebenden Bahntransports vom Versand- zum Empfangsort fehlt, bat dor Auto- Camion heuie im allgemeinen wenig Mühe, sich! durchzusetzen. Der im Gebiet der Nebenbahnen einmal an den Auto-Camion verlorene Transport sucht erfahrungsgemäß nicht auf kürzestem Weg den Anschluss an dio Hauptbahn, sondern er konkurrenziert auch diese, indem er direkt den Empfänger aufsucht, auch wenn verhältnismässig gresse Strecken zurückzulegen sind. Gerade im Kampf sogen dio Automobilkonkurrenz kommt den Nebenbahnen heute eine Bedeutung zu, dio in den zurückliegenden Bundesgerichtsentscheiden über Mitbenützungsstreitfällo naturgemäss nicht berücksichtigt werden konnte. Die von den heroischen Nebenbahnen zugunsten der Bundesbahnen bewirkte Vcrkcbrsorlialtung bildet einen Vorteil im Sinn von. Art. 8 N. G. und muss bei der Festsetzung der Mitbenützungsentschädigung entsprechend gewürdigt werden. » Die Begründung ist gewiss nicht schlecut und klug ersonnen. Auch das Pikante fehlt ihr nicht, indem hier einmal der ewige Sündenbock, der Autocamion, gut genug ist, um als passende Waffe der Interessen der Nebenbahnen gegenüber der Allgewalt der S. B. B. zu wahren. Es ist doch gut, dass Autocamions im Lande herumfahren, ansonst man einen träfen Grund zur Verfechtung seiner Lcbensinteressen weniger hätte. Hoffentlich werden die Dekretslv.ihiicu im gesehenen Augenblick an diese «Dienstleistung» denken! K. Die neue Rheinbrücke bei Waldshut. Man schreibt uns: Letzte Woche hielt sich Herr Dr. Horster, Bürgermeister von Walds- Iuit in Zürich auf, um mit den dortigen Behörden und Vcrkehrsinteressenten (Kantonaler und Städtischer Bauverband, Vcrkehrsverein, A. C. S., T. C. S. etc.) Rücksprache zu nehmen bezüglich des projektierten Baues einer Rheinbrüeke zwischen Koblenz und Waldsliut. Bekanntlich soll dort, an Stelle der bestehenden Fähre, eine ueue Rheinbrücke gebaut werden. Badischerseits ist der Brük« kenbau bereits tertig finanziert, während sich der Kanton Aargau noch nicht darüber

Turf 97 1H9B schlüssig ist, ob an der genannten Stelle eine Brücke über den Rhein oder die Aare (Kob- Ienz-Felsenau) gebaut werden soll. Nach den neuesten Nachrichten soll er sich eher dem letztem Projekt zuwenden. Herr Bürgermeister Dr. Horster wollte nun vornehmlich auch die Zürcher Behörden und Interessenten für den Bau einer Rheinbrücke bei Waldshut zu interessieren suchen, damit so eine direkte Verbindung Zürich-Waldshut- St. Blasien - Schluchsee - Titisee geschaffen werden könne, was sich längst als ein Bedürfnis herausgestellt habe. In Zurzach hat sich nun kürzlich auch ein schweizerisches Komitee für den Bau einer Brücke Koblenz-Waldshut gebildet, das in ca. 10 Tagen zu einem Resolutionsbeschluss zusammentreten wird und die Zürcher Verkehrsinteressentenverbände ebenfalls um Abordnung eines Delegierten ersucht hat. Es wäre wirklich sehr zu wünschen, wenn die Bestrebungen für den Bau einer Waldshuter Rheinbrücke in intensivem Masse gefördert würden. Der Bau einer Aarebrücke Koblenz-Felsenau mag ja für die lokalen Interessen der benachbarten aargauischen Ortschaften ganz interessant sein, einer Rheinbrücke in dieser Gegend würde aber doch eine ganz andere Bedeutung für den internationalen Durchgangsverkehr Schweiz— Schwarzwald zukommen. Besonders Zürich ist am Bau einer solchen Rheinbrücke stark interessiert und ist wohl zu erwarten, dass die Anstrengungen des Herrn Bürgermeister Dr. Horster bei den Stadt- und Kantonsbehörden keine vergeblichen waren. Aber auch der Kanton Aargau sollte sich bewusst sein, dass regionale Interessen in einem solchen Falle erst in zweiter Linie kommen und dass er wohl zu seinem eigenen Vorteil handelt, wenn er der Rheinbrücke den Vorzug gibt und die ihm zugedachte Hälfte der Erstellungskosten auf sich nimmt. s. Ein regnerischer Sonntag war den drei grossen automobilistischen Veranstaltungen vom 25. März beschieden. Regen und aufgeweichte Strassen am Circuito del Pozzo (Italien) — endlos triefendes Nass und gurgelnde Bächlein in den Strassengraben der beiden Bergstrecken am Mont Agel und an der Bergprüfungsfahrt von Argenteuii (Frankreich). Was Wunder, dass die Witterungs- und Strassenverhältnisse auf die Leistungen nicht ohne Rückschlag geblieben sind. Der Circuito del Pozzo erlitt durch die Aufgabe Bordinos auf Bugatti starke Einbusse, feierte indessen den brillanten Sieg Nuvolaris, ebenfalls auf Bugatti 2000 cem, welcher nach seiner Glanzleistung am Grossen Preis von Tripoli wieder neue Lorbeeren erntete. Rekorde sind keine gefallen. Bei den 1500 cem sicherte sich Maggi auf Maserati nach eindrucksvoller Fahrt den ersten Platz. Nachfolgend die ersten Resultate: lieber 1500 cem: 1. Tazio Nuvolari auf Bugatti ja 2 Std. 40 Min. 30 3/5 Sek. (Stundenkilometer 115,266). Unter 1500 cem: 1. Aimo Maggi auf Maserati in 2 Std. 49 Min. 25 Sek.; 2. Clerici auf Salmson; B. Fagioli auf Bugatti; 4. Cataneo auf Amilcar. Mont Agel-Bergrennen. Trotz den Unbilden der Witterung ein zahlreiches Publikum. Zum Regen gesellte sich hier auch noch ein dichter Nebel. Tagessieger wurde der Bugatti-Fahrer Lorthiois, welcher die 10,6 km lange Rampe in 11 Min. 54 s /sSek. erledigte und damit die beste Zeit des Tages aufstellte. Der Rekord von Benoist auf Delage (10 Min. 58% Sek.) blieb also unangetastet. Chiron auf Bugatti erzielte mit 12 Min. 27^ Sek. die zweitbeste Zeit. Weitere Resultate: 1100 com: 1. Carasso auf B.M.C. 1500 cem: 1. Gregoire auf Tracta. 2 Liter: 1. Bussienne auf Sizaire. 3 Liter: 1. Valcourt auf Bugatti. Rennwagen: 750 cem: 1. Billier auf B.M.G. 1100 cem: 1. de Joncy auf B.M.C. Der Bergprüfungsfahrt von Argenteuii war es vorbehalten, die einzigen Rekorde des Tages zu brechen. Martin auf Amilcar erzielte auf der 1800 Meter langen Strecke in 1 Min. 15% Sek. das hübsche Stundenmittel von 85,488 km und gab damit der Strecke einen neuen Rekord. Von den drei weiteren aufgestellten Kategorie-Rekorden ist derjenige von Mme J. Jennky, welche am Volant eines Zweiliter-Spezialrennwagens eine vielbemerkte Leistung erzielte, erwähnenswert. Resultate der Rennwagen: 500 com: 1. do Hovin auf Rovin in 1 Min. 29 3/5 Sek. (neuer Rekord). 750 com: 1. Trenet auf Violct. 1100 cem: 1. Martin auf Amilcar. 1500 cem: 1. Martin auf Amilcar in 1 Min. 15 4/5 Sek. (neuer Rekord): 2. Dorö auf La Licorno 2 Liter: 1. Polpi auf Bugatti; 2. Mme. J. Jennky (neuer Rekord der Spezialwagen). 5 Liter: 1. Raymond auf Messier in 1 Min. 40 4/5 Sek. (neuer Rekord). v Die approximative Gewinn- und Verlustrechnung unserer Bundesbahnen pro 1927 soll mit einem Einnahmen - Ueberschuss von Fr. 6,450,000 abschliessen. — Hin erfreuliches Resultat nach erbittertem Konkurrenzkampf. Am Mittwoch-Nachmittag konnten anlässlich der grossen Flugmanöver unserer Armee 23 Flugzeuge über der Bundesstaat gezählt werden. * In Zürich nennt jeder zwölfte Einwohner ein Telephon .sein eigen, in Bern jeder dreizehnte und in Basel jeder fünfzehnte. Für die ganze Schweiz entfällt auf jeden dreiundzwanzigsteu ein Apparat. Selbstverständlich wird in Zürich am meisten telephoniert: ungefähr soviel, wie in Genf und Basel zusammen. 700 Zürcher verdienen ihr Brot beim Telephonamt. Das neue Bundesgesetz vom 22. Dezember 1927, welches das Bimdesgesetz von 1917 über die Stempel- und Couponsabgaben ergänzt, wird demnächst bei dem vom Bundesrat noch bekannt zu gebenden Zeitpunkt in Kraft treten, da die Referendumsfrist am 27. März unbenutzt verstrichen ist. Dem Staate sind dadurch jährliche Mehreinnahmen von 6,5 Millionen, dem Kanton von 1,6 Millionen gesichert — dem Bürger indessen wieder einige indirekte Steuern mehr aufgehalst. Der Automobilist ist sichs ja gewohnt! Die bevorstehende Demission des Seniors der Bundesregierung, Herrn Chuard, ist kein Geheimnis mehr. Als sein Nachfolger wird in Waadtländer-Kreisen von Herrn Ferdinand Porchet gesprochen. Bekanntlich macht es das Waadtland ususgemäss nicht ohne eigene Vertretung in unserer höchsten Landesbehörde. Der direkte drahtlose Telephonverkehr zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten, sowie Kuba, ist letzten Mittwoch aufgenommen worden. — Hallo Ford — hier Citroen ! * Ein junger Bürger von Lyss, der eine Leidenschaft für Fiatwagen besass und über zehn Spritzfahrten mit requirierten Vehikeln unternahm, wurde von der Polizei, die dafür wenig Verständnis aufbrachte, verhaftet. BASEL O-c- / AUTOMOBIL-REVUE JZeif B*«s •«-p«a Die Genter Trambahn-Gesellschaft hat zwei Saurer-Autobusse angeschafft, um durch einen Motorwagendienst die Linie Genf-Jussy zu ersetzen. Pneu gegen Schiene! Die Stadt Zürich zählte Ende rebruar 218,694 Seelen, was dem ganz beträchtlichen Bevölkerungszuwachs von 6249 gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres entspricht. Ein freundlicher Basier Jüngling liess sich vor einiger Zeit von einem Fräulein eines Lebensmittelgeschäftes ein Los der italienischen Stantslottcrie aufschwatzen. Nun brachte ihm sein ausgelegtes Fränklein ein funkennigeluagelneues Fiatauto ein! Letzte Woche knallte in Zürich ein wagen der Städtischen Strassenbalm in ein Kehrichtgefährt hinein und tötete den Fuhrmann. Die Untersuchung hat nun einwandfrei ergeben, dass das schwere Unglück auf das Versagen der Bremsen zurückzuführen ist. wei neue linaer in J~inie Eine wunderbare Verbindung vonLei' stungsfähigkeit, Eleganz und innerenWert. /\GENCE /\MERICAINE.S.A. GENF St. ÜALLEiN AARAÜ Wien und Niederösterreich liegen sich gegenwärtig (auch) wegen den Automobilabgaben in den Haaren. Da die Gemeinde Wien über die besten Steuerquellen verfügt, sich aber weigert, Beiträge an die Erhaltung der niederösterreichischen Strassen zu leisten, droht Niederösterreich, rund um Wien Schlagbäunie aufzustellen und jedem Automobilisten einen Wegzoll abzuzwacken. — Mittelalter! * Das aargaliische Polizeikommando sah sich gezwungen, die von den beiden im August verhafteten Berufseinbrechern Styger und Stettier « gemuggten » Gegenstände in einer besonderen Liste zu veröffentlichen. Es sind deren nicht weniger als 86! Die beiden sauberen Herren hatten es besonders auf Motorräder, Velos und deren Bestandteile abgesehen. Man muss annehmen, dass sie mit einer baldigen Geschäftseröffnung rechneten, fehlen doch in der Liste weder die Arbeitsblusen, noch die Werkzeuge, ja sogar ein Paar Finken nicht. * Die englische Luftflotte ist durch ein Geschwader von 12 Küstenverteidigungs-Flugzeugen «zur Sicherung des Friedens» besreichert worden. xi. bxklusiver Import für die Schweiz . ZÜRICH Das voraussichtliche Ende der Solitude- Rennen. Wie uns berichtet wird, hat düe Solitude - Renngesellschaft in Stuttgart ihre Mitglieder zu einer Versammlung eingeladen, in welcher über die Auflösung der Organisation beschlossen werden soll. Der Gesellschaft fehlen die notwendigen Mittel, um den unerlässlichen Ausbau der Rennstrecke auf eigene Kosten durchführen zu können. Die an den Staat und die Reichsregierung ergangenen Gesuche um finanzielle Unterstützung: wurden abschlägig beschiedeu. Einzig die Stadt Stuttgart erklärte sich für eine Subvention bereit, jedoch nur unter der Bedingung, dass der Staat das Seinige dazu beitrage. Sofern die Gesellschaft aufgelöst wird, kanrt mit Bestimmtheit damit gerechnet werden, dass auf der Solitude-'Strecke, auf welcher sich übrigens schon verschiedene Schweizerfahrer ausgezeichnet haben, keine Rennen., mehr durchgeführt werden. Z. i Die englische Totirist-Trophy für Automobile beabsichtigt der R. A. C. von Grossbri-' tannien definitif am 18. August auf dem Strassen-Circuit von Ulster durchzuführen. Es wird heute schon von der Beteiligung des Weltrekordmannes Malcolm Campbell gesprochen, v. ; o -"! Familienbillett und Befehlsstab. Unsere Bundesbahnen beherrschen seit einigen Wochen die Schweizerpresse mit zwei Schlagwörtern: Familienbillet und Befehlsstab. Das Familienbillet soll der Förderung des Reiseverkehrs in der Familie dienen. Nebenbei gesagt: Vielleicht verdankt es seine Einführung nicht zuletzt dem Auto. Man weiss ja — das Kapitel Bahn und Auto erregt die Gemüter, und das Auto ist bekanntlich das «Familienausflugsmittel» par excellence! Die definitive Einführung hängt von der nächsten Sitzung des Verwaltungsrates der 1 Schweiz. Bundesbahnen ab. Indessen ist die Basis der Ermässigung bereits bekanntgegeben worden. Wir geben sie nachstehend im Wortlaut wieder; als Motto dürften vielleicht die Worte dienen: «Warum einfach, wenn es kompliziert geht...» Reist eine dreiköpfige l'amilie, so bezahlt das Elternpaar, d. h. die ersten zwei erwachsenen Personen, die normale Fahrtaxo, die dritte und weitere erwachsene Person, die dem Familienkreis angehört, dagegen mir noch die halbe Normaltaxe. Ist die dritte Person ein Kind unter 12 Jahren, so bezahlt dieses, sofern es in Begleitung seiner Eltern oder zweier erwachsener Geschwister reist, dio Vierteltaxe. Reist sodann ein Ehepaar mit drei Kindern über 12 Jahren und drei unter 12 Jahren, so bezahlt das Elternpaar die normale, die ersten drei Kinder dio halbe, die weitern drei Kinder die Vierteltaxe. Man stelle sich nun einmal eine Schalterhalle vor: die hochroten Köpfe der Wartenden, die fortwährend anlaufende Brille der Schalterbeamten, Mütter, Kinder, Hunde, Sack und Pack — lärmend und schreiend — durcheinanderschwirrende Stimmen: «Viertelstaxe!» «Sie irren, Sie sind doch ein Ehepaar —» — «Aber das Kind —?»— «Ist über zwölf Jahre!» — «Unerhört — Ermässigung! Wir sind doch eine Familie...! » — «Hören Sie, Sie sprechen von drei Kindern über und drei Kindern unter zwölf Jahren — ich habe aber vier Kinder über zwölf Jahren und nur zwei Kinder unter !» — «Was heisst Familie — sind wir nicht zwei erwachsene Personen ... ! » Muss einem da nicht jener Satz durch den Kopf fahren, dass die Bahnen immer konkurrenzunfähig bleiben werden, solange der Paragraphen- und Beamtenapparat die Vernunft an die Wand drücken? O heiliger Bürokratius...! * * * Die guten Erfahrungen haben sich bestätigt! Auf 1. Juni soll der grün-weisse Befehlsstab auf sämtlichen Linien der S. B. B. eingeführt werden. Man will also der Schlamperei beim Ein- und Aussteigen ein für allemal auf den Leib rücken. Den Westschweiezrn hat es der Befehlsstab angetan. Nicht, dass sie sich gegen seine Einführung wehren, das geht nicht gut an — aber muss es denn gerade das martialische Wort «Befehlsstabs sein... ? (Merkwürdig — und doch haben besonders unsere Westschweizer, das darf schon einmal gesagt werden, die starke Hand in gewissen Ordnungsdingen, z. B. in der Verkehrsregelung, auch sehr, sehr nötig!) Doch wenn es nur am Namen hängt, mit «Abfahrtsstab» oder «Signalstab» wird sich der Rank schon finden lassen ! Wann aber kommt der gute, derbgeschnittene Stab für den Strassenwildling? v. Die Frühlingssitzung des Centralkomitees des T.C.S. Am letzten Samstag vereinigte sich der Verwaltungsrat zu geiner alljährlichen Frühlingssitzung. Herr Dr. Henneberg führte den Vorsitz. Hauptthema war die Revision der Statuten. Diese v/area von einer Spezialkommission in gründlicher Weise vorbereitet worden, so dass der Rat nur noch kleinere Abänderungen zu beschliessen hatte. An der Sitzung waren die nachfolgenden Mitglieder anwesend: die Herren: Dr. Henneberg (Präsident), Quinclet (Generalsekretär) (Genf); A. Baum-