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E_1928_Zeitung_Nr.033

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12 ÄUTOMOBTT.-RFVUE

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•>«* ^ufomol»ii! vo* Wie es das Argusauge einer Zeitungenummer vom 13. Mai 1896 sah. Der im folgenden wiedergegebeine Leitartikel ißt kein fauler Witz, den sich der Redaktor des < Autler-Feierabend > mit seinen Lesern leisten will. Fastnacht und 1. April sind vorüber. Aber er hat in einem alten und vergilbten Jahrgang einer unserer bedeutendsten Tageszeitungen geblättert, und der Zufall wollte es, dass er in der Nummer vom 13. Mai 1896 einen langen und für die damalige Zeit wohl instruktiven Artikel fand, von dem er meint, dass er sicher auch mit dem grössten Interesse unserer Leser rechnen darf. Wir wollen den reizenden Artikel, der an wenigen Stellen etwas gekürzt wurde, ganz ohne Kommentar wiedergeben, obwohl es uns dazu in den Fingerspitzen reizt. Aber wir denken, der nachdenkliche Leser wird sich seinen Vers selbst dazu machen, und er wird selber zur Ansicht kommen, dass dieser Leitartikel auch heute noch so interessant ist wie vor 30 Jahren, als er dem damaligen Schreiber aus der Feder floss. Wenn auch die meisten unter uns schon gehört oder gesehen haben, dass es verschiedene Arten von Fuhrwerken gibt, welche durch eine andere als die lebendige Pferdekraft bewegt werden, so sind doch nur die wenigsten genauer darüber unterrichtet, welche enorme Anstrengungen in den letzten Jahren gemacht worden sind, um dieses neue Verkehrsmittel zu vervollkommnen und demselben Bahn zu brechen. Von den Pferden, die überflüssig werden. Selbstverständlich sind wir noch nicht so weit, dass die Pferde bereits überflüssig geworden wären und zur Schlachtbank geführt werden; es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass man sich zu gewissen Zeiten immer des Pferdes bedienen wird und dass dasselbe vom Motor nie ganz verdrängt wird. Im Jahre 1893 sah man nur höchst selten automobile Wagen im Strassenverkehr; anno 1894 waren im ganzen in Frankreich vielleicht ein Dutzend, tn ganz Europa kaum 100 in Zirkulation; sie wurden überall, wo sie hinkamen, wie Wundertiere angestaunt. Im Jahre 1895 mögen wohl etwa 250 zirkuliert haben; bis Ende 1896 wird diese Zahl bereits das erste 1000 überschritten haben. Was das Publikum am meisten interessiert, ist die Frage, ob ein Motorwagen gefahrlos und leicht lenkbar sei, ob dessen Gebrauch spezielle technische Kenntnisse erheische und ob Unterhalt und Betrieb kostspielig werden? Man begreift diese Frage vollkommen, denn solch Unbekanntes und Neues betrachtet man mit Misstrauen, ja mit einer gewissen ängstlichen Voreingenommenheit, und das ist niemand zu verargen. Was die Gefahrlosigkeit und die Sicherheit der Lenkung anbelangt, so darf ruhig gesagt werden, dass die Gefahr weit kleiner ist, als beim mit Pferden bespannten Fuhrwerk; dass man die Lenkung des Motorwagens weit sicherer in der Hand hat, als die Zügel von Pferden, und dass man nach kurzer Uebung mit dem Motorwagen durch den regsten Das wefsse Auto Ein Zeitbild aus dem heutigen Chicago, von Felix Vitali. (Fortsetzung) SO Pahven Strassenverkehr (Wird der damals gross gewesen sein. Die Red.) sicher hindurchsteuert. Allerdings darf der Lenker und namentlich der Anfänger keinen Augenblick seine Aufgabe vergessen; da er jedoch die Schnelligkeit seines Fahrzeuges ganz nach Belieben regulieren kann, so wird er eben im Anfang, besonders um Strassenecken herum, langsamer fahren, und ein schnelleres Tempo nur dann anschlagen, wenn er sich auf offener, gerader Landstrasse befindet. Alles ist übrigens Uebung und Gewohnheit; zuletzt wird auch der Motorwagenlenker unwillkürlich richtig steuern, gerade wie der geübte Velofahrer seine Lenkstange ohne weitere Ueberlegung instinktmässig handhabt. Was spezielle technische Kenntnisse anbelangt, so würde es keinem Besitzer eines Motorwagens etwas schaden, wenn er während einigen Wochen eine kleine Lehrzeit in der Fabrik machen würde, welche ihm sein Fahrzeug konstruiert hat. Es hat jedoch nicht jeder Zeit dazu, es ist auch nicht jedermanns Sache, und um die Wahrheit zu sagen, ist es auch eigentlich gar nicht nötig. Es befindet sich nichts Komplizierteres an diesen Wagen und ein tüchtiger Monteur oder Werkmeister wird in einigen Stunden den Bau und alle Funktionen so erschöpfend erklären können, dass man völlig und genügend unterrichtet ist. Es Hesse sich fast alles zu Erlernende in den einen kurzen Satz zusammenstellen: « Mit Oel kommt man überall durch », oder auch in das Sprichwort: «Schmieren und Salben hilft allenthalben ». Es ist in der Tat keine zu schwierige Aufgabe, von Zeit zu Zeit nachzusehen, ob die Oel-, Benzin- und Wasserreservoirs gefüllt und in'Ordnung sind. Wer auf das zu achten nicht versäumt, kann aber auch per Tag in der Ebene seine 150 bis 200 Kilometer zurücklegen (welche Gipfelleistung. Die Red.), ohne jede Schwierigkeit. In unseren Schweizergegenden, wo stets mit den Steigungen zu rechnen ist, wird er bequem 100 bis 150 Kilometer weit fahren, je nachdem er länger oder kürzer auch das Schmieren der eigenen Kehle nicht unterlässt. Unsere sämtlichen Bergstrassen sind leicht zu passieren; wir haben schon ohne die mindeste Störung den Hauenstein und den Bötzberg, die Staffelegg und den Albis überfahren. Die Fahrt von Basel nach Genf über Liestal, Langenbruck, Solothurn, Lyss, Aarberg (übernachten), Murten, Payerne, Moudon, Lausanne, Morges legten wir in zwei Tagen zurück. Die Rückfahrt über Morges, Cossonay, Yverdon, Estavayer, Frauenkappelen, Bern, Ölten, Aarau, Frick, Rheinfelden nimmt drei Tage in Anspruch, wenn man sich nirgends länger aufzuhalten Veranlassung hat. Die Türe öffnet sich. Es ist Earl. Er kniet vor Mabel nieder. « Du kommst nicht herauf? » Seine Augen verdunkeln sich. Um ihren Mund spielt ein Schatten, den er noch nie zuvor an ihr gesehen. ;« «Mabel!» etwas in seiner Stimme zittert. Sie versucht zu lächeln, ihre Hand tastet über seine Locken. Wie sie aber die Lider hebt und den Wunsch in seinen Augen sieht, ist es mit ihrer Beherrschung vorbei. Sie sinkt'hin. Der junge Farrington starrt auf die Frau zu seinen Füssen. Hilflos, wie ein Kind, das aus der Sonne zum erstenmal in die Geheimnisse des Schattens tritt! Und plötzlich sieht er das Dunkel um diese Frau. Sie hat den Kopf in ihre Arme gepresst. Er fühlt wieder ihre Augen und diesmal sind es nur die Madonna-Augen, dunkel, schicksalsbehaftet .. Die innern Stimmen erwachen und klagen ihn an. Sie spiegeln sein Spiel.—, Nie hat er Mabel in seinem Leichtsinn und Draufgängertum um die Menschen gefragt, die ihren Lebenskreis bilden, dem er sie vielleicht willenlos entrissen und entfremdet hat. Die Ahnungen ballen sich, flackern vor seinem seelischen Gesicht. Und einer formt sich, ein Phantom, ein hassverzerrter, kanipfgesenkter Schädel: Der Gegenspieler! Urnatur des Blutes — Kampf um das. Weib! Earl steht und hat noch keinen Finger nach Mabel gereckt. Seine Kraft misst sich im Schatten jenes andern, der sich über die Liegende zu beugen scheint. Die Erregung schnürt ihm die Kehle zu. Die anklagenden Stimmen haben ihn vor die Gewissheit gestellt: Sie ist nicht frei! Die Fratze des Gegenspielers ist kein Trug! Und das ist der Wahnwitz! Raum und Dinge verlieren ihre Grenzen, werfen sich ineinander, mengen sich in einem glühenden Chaos, um es immer wieder aufs neue zu gebären: Sie ist nicht frei! So steht er und kann die Starrheit seiner Glieder nicht brechen. Sie liegt zu seinen Füssen und rührt sich nicht. Aber die furchtbare Spannung hat die Gedanken vom einen zum andern geleitet, hat die Hüllen vernichtet und den Weg gebrochen zu den nackten Seelen... Ein gequältes Stöhnen ringt sich aus seiner Brust. «Warum hast du mir das nicht gesagt! Du gehörst einem andern! Du liebst ihn —!> Sie schnellt auf. « Ich — ich hasse ihn! » Der junge Farrington wirft sich zwischen den Schatten und die Frau. Er sucht nach Worten Da zerreisst ein Schrei die Stille. Die Bordtreppe dröhnt unter der Last schwerer Schritte. Die Kajütentüre knallt gegen die Wand. Mit zerrissenen Kleidern stürzt Jim in den Raum, wirft die Türe ins Schloss und stemmt die breiten Schultern dagegen. HL Blatt der „AutomobibRerue Ziffern zur amerikanischen Automobilproduktion. Es ist angebracht, die landläufigen Vorstellungen über die Bedeutung der amerikanischen Automobilindustrie sich einmal in einigen Ziffern vorzuführen. Nach Angaben amerikanischer Wirtschaftsberichte wurden im Jahre 1927 3,4 Mill. Automobile gegenüber 4,3 Mill. im Jahre 1926 produziert. Demnach ging die Produktion um 21% zurück, was auf eine gewisse Sättigung des amerikanischen Inlandsmarktes zurückgeführt wird, .ferner darf bei der Wertung dieses Rückganges nicht vergessen werden, dass Ford seine Produktion während den letzten sieben Monaten des Jahres 1927 eingestellt hatte. Es lässt sich denken, dass bei Sättigung des Inlandsmarktes versucht wird, die Produktion durch erhöhten Export zu halten. Das ist denn auch der Fall, denn der Export stieg von 305 420 auf 384 200 Stück Personen- und Lastkraftwagen, was einer Erhöhung der Exportquote von 7,1 auf 113% entspricht. Der Wert des Exportes von Personenund Lastautomobilen im Jahre 1927 beziffert sich auf 278 Mill. Dollar. In dieser Ziffer sind 67 821 Wagen, die in den Zweigniederlassungen amerikanischer Fabriken im Ausland zusammengesetzt und verkauft wurden, nicht enthalten. Der Absatz der Fahrzeuge, die in solchen Zweigniederlas- Frankreich an der Spitze. Frankreich, wir dürfen diese Tatsache ruhig konstatieren, steht heute an der Spitze der «automobilen» Bewegung. Im Jahre 1894 wurde eine Wettfahrt Paris-Rouen organi- Tonuollendetste Instrument!» in relativ massiger Preislage rÄTS RAMSPECK •»r* *•» • «•*• • sungen zusammengestellt werden, ist demnach auf rund V 6 des Gesamtexportes zu beziffern. Die Zahl der in den TJ. S. A. laufenden Kraftwagen ist im Jahr 1927 auf 23 226 200 gegenüber 22 047 000 im Vorjahr angewachsen, das macht also eine Erhöhung um 5,5%. Prozentual ist es die geringste Zunahme, die je zu verzeichnen ist. wu? denn überhaupt die Entwicklung des Automobilismus in den U. S. A. von Jahr zu Jahr langsamer wird. Die prozentuale Zunahme des Automobjl'bestandes sank von 23,3% 1923 auf 16.5% 1924, 13,4% 1925. 10,3% 1920 und 5,5% 1927. Es ist dies die ziffernmäßige Feststellung für die oiben angeführte Sättigung des heimischen Marktes. Anfang 1927 kamen in den U. S. A. nur noch 5,4 Einwohner auf ein Automobil. Von grosser Bedeutung wird für den amerikanischen Automobilmarkt immer mehr der Ersatz gebrauchter oder unbrauchbar gewordener Wagen, sowie der Absatz der gebrauchten Fahrzeuge. Obwohl für den Absatz gebrauchter Fahrzeuge besondere Organisationen vorhanden sind, gestaltet er sich doch immer schwieriger. Bereits 1926 sollen schon etwa 2 Mill. der neuen Wagen zum Ersatz gebrauchter resp. unbrauchbarer Automobile gedient haben. P—l siert und in 1895 die klassische Fahrt Paris- Bordeaux-Paris (1200 Kilometer), welche der erste Wagen in zirka 50 Stunden zurücklegte. Interessant ist zu konstatieren, dass der weitaus grösste Teil der französischen r EUGEN Schönster Ausflugsort für Automobiltouren. Prächtige Lage Prima Küche und Keller. Bäder zu jeder Tageszeit aus der weltbekannten Schwefelquelle. — Freie Besichtigung der Mineralwasser 1 - Abfüllung Earl blickt sprachlos auf. Der Nigger legt mit einem vielsagenden Grinsen den Finger auf den Mund. Schlürfend kommt etwas die Treppe hinunter. Stimmen flüstern. Plötzlich bewegt sich die Türfalle, wie von Geisterhand berührt. Dann Stille und die schlürfenden Tritte entfernen sich wieder. Earls Geduld ist zu Ende, « Was in drei Teufels Namen ist denn los? — Antworte! » Der Nigger fährt sich mit der Hand über den struppigen Balg. An seinen Fingern klebt Blut. «Wissen Massa, auf welchem Schiff wir sein? Das « Good Luck » ! > Earl prallt zurück. « Jim! » «Ich mit Bootsmann kleinen Drink nehmen — in seine Kajüte. War sehr lustig. Jim auf Banjo spielen und wir singen — kleine Songs. Plötzlich Jim. Rettungsring sehen im Winkel zwischen Kasten und Wand. Name darauf «Good Luck»! Jim an arme Professor denken und Ring in die Hand nehmen. Klaps — Stuhl auf den Schädel. Jim umkehren brrr... ! Hinter Jim Bootsman und drei Matrosen stehen und Augen verdrehen! Ich sagen: Jim, that's funny — das schlechter Luft! Und Jim werfen Bootsman Whiskyflasche an die Kopf. Und Matrosen vor die Loch. Und jetzt zu Massa kommen. Ich nicht schuld — immer singen und nicht viel trinken — aber Bootsman alter Fuchs! » Wortlos wendet sich der junge Farrington ab, seine Augen springen zu ihr hinüber. « Mabel! » Seine Stimme klingt wie Metall. Aschfahl weicht sie zurück. Seine Fäuste packen sie. Er zwinkt sie in seine Augen. « Du hast mich auf dieses Schiff gelockt! KELLER Kabnfoofstrasse 16 7iiDirw BAD !!• O S T OI*3F" LOSTORPER T-A-^JE! LWAS S £23FL In freundlicher Empfehlung.- Der neue Besitzer: Frey« Leugne nicht! Ihr habt meinen Onkel gefangen. Ich soll ihm folgen! — Gestehe! » Ein Aufschrei entringt sich ihrer- Brust. « Earl, du tötest mich. Du hast mich hieher kommen lasseh, du selbst! Mein Mann gab mir deinen Brief! > Ein gellendes Lachen durchschneidet den Raum. «Wie du lügst! Keine Zeile schrieb ich, keine Zeile! — Widerlege, dass du im Auftrag handelst, mich auf Befehl der Schurken eingegarnt, entführt hast — auf das Schiff der Blackcorners! » «Earl! > Letzte Qual schreit aus ihrer Stimme. « Kommödiantin! » Mit unsäglicher Verachtung schleudert er es heraus. Plötzlich, wie nach einem Besinnen, senkt er die Stimme. « Wo ist mein Onkel? » «Ich weiss es nicht > «Genug! Du kennst die Blackcorners, rede!» Ihre Lippen bluten, aber sie schweigt. « Du kennst Tex Higgens! » «Ja — er ist — mein —Mann! » * Der Schrei eines Tieres entringt sich seiner Brust. Ohnmächtig entgleitet sie seinen Armen. — Jim bettet sie auf der gepolsterten Bank, setzt ein Glas an ihre Lippen. Earl presst die heissen Fäuste gegen die Stirne. Eckel und Verachtung drohen ihm die Besinnung zu rauben. Da kommt sie wieder zu sich, wünscht ihn zu sprechen. Mechanisch setzt er sich. Und nun kommt die Wahrheit von ihren Lippen. In abgehackten Sätzen erzählt sie von dem Betrug, der an ihr verübt worden, von dei