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E_1928_Zeitung_Nr.033

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stellen, dass sie mit ihrem uesetzeserlasse nicht nur arg verkehrsfeindlich, sondern dazu auch nicht gerade freundeidgenössisch gehandelt haben! Dieses unglückselige Dekret soll, wie man vernimmt, weiter zur Folge .haben, dass man in gewissen westschweizerischen Sektionen des T.C.S. und des A.C.S. nicht nur einen Boykott der bernischen Hotels und Gasthäuser, sondern auch des gesamten 1 bernischen Handels plant. Es ist sehr wohl möglich, dass auf diese Weise viele Kräfte rege werden und gegen das unzeitgemässe Dekret Sturm laufen! Am klügsten wäre es, man würde kompetenten Ortes selbst rechtzeitig zum Einsehen kommen und dafür sorgen, dass diese geplanten und berechtigten Abwehrmassnahmen nicht durchgeführt werden müssen. Mit gutem Willen ist das leicht möglich. Es wäre höchst bedauerlich, wenn durch ein von den Behörden geschaffenes rückschrittliches Dekret das bernische Gewerbe, sowie Handel und Industrie arg geschädigt und in den andern Kantonen eine Stimmung heraufbeschworen würde, die mit freundnachbarlich nicht das kleinste mehr gemein hat. Keine Zeit ist zu verlieren! Wird'man wohl bald befriedigende Taten sehen und zwar noch bevor man in Lausanne gegen zweierlei Recht für Schweizerbürger gesprochen hat ? Wir erwarten es ! R. «Das Auto an den Ostertagen». Wir sind uns gewohnt, dass jedes Autounglück durch die Tagespresse sorgfältig registriert wird. Die lakonische Meldung lautet gewöhnlich : An dem und dem Tage wurde an dem und dem Orte ein Veloiahrer, ein Fussgänger, ein Kind, ein Hund etc. von einem Auto überfahren. Wie das Unglück geschah und ob die Schuld tatsächlich dem Automobilisten zugeschrieben werden muss, steht gewöhnlich nicht zu lesen. Was kümmert dies den Redaktor der betreffenden Zeitung? Hauptsache ist, dass eine'Sensationsmeldung im Blatte steht und der Leser sich über irgend jemand ärgern kann. Wir glauben annehmen zu dürfen, dass mit wachsender Erkenntnis über die Bedeutung des Automobilwesens diese Unglücksmeldungen objektiver und präziser erscheinen werden. Qanz besonders aufgefallen sind uns dagegen in den letzten Tagen zwei Blätter, die Automobilunfälle, die sich während der Ostertage in ganz Europa zugetragen haben, unter dem etwas ominösen Titel «Das Auto an den Ostertagen» zusammenstellten. Wir haben uns gefragt, ob mit einer derartigen Titelgebung nicht eine absichtlich autofeindliche Tendenz verfolgt werde. Qanz sicher wirkt ein derartiger Titel tendenziös und irreführend, und wir möchten die Automobilisten ermutigen und auffordern, ihre Tageszeitungen, die sich etwa derartiger Titulationen bedienen sollten, auf das Tendenziöse ihres Vorgehens und auf etwaige Folgen aufmerksam machen zu wollen. Ein Titel wie « Das Auto an den Ostertagen» muss unwillkürlich den Eindruck beim Leser erwecken, als ob das Auto an allen vorgefallenen Unfällen die Schuld trage, und es Feier- und Festtage, wie die vergangenen, durch sein Auftreten auf der Strasse recht eigentlich schände und entheilige. Durchgeht man dann in aller Ruhe die betreffenden Meldungen, so ersieht man, dass unter den zehn aus allen Ecken Europas zusammengetragenen Unglücksfällen in zwei Fällen Kinder direkt in das Automobil hineinsprangen und dass es sich bei den übrigen Geschehnissen nicht nur um Automobil-, sondern auch um Motorradunfälle handelt. Zieht man in Erwägung, dass während der letzten Ostertage wohl ca. 50 000 Motorfahrzeuge einzig in der Schweiz durchschnittlich 300 Kilometer gefahren sind, was eine Gesamtsumme von 15 Millionen Kilometer ergibt, zieht man ferner die Belebtheit der Strassen durch Tausende und Tausende von Fussgängern und andern Fuhrwerken in Betracht, so ist doch zuzugeben, dass die Zahl der Autounfälle auf ein Minimum gesunken ist und dass jedenfalls von Seite der Automobilisten als auch der Motorradfahrer durchwegs mit grosser Vorsicht und Verantwortung gefahren wurde. Verkehrsunfälle werden sich an Tagen von Verkehrshochkonjunkturen wohl nicht mehr ganz vermeiden lassen. So gut auf dem Comersee ein Boot verunglücken kann und dabei acht Personen ihr Leben einbüssen müssen, so gut wie im Vorbahnhof Zürichs drei Arbeiter von einem Personenzug überfahren und getötet werden können, ebenso gut ist auf einer stark befahrenen Strasse ein Zusammenprall zwischen einer Drittperson und einem Automobil möglich, sofern dies die unberechenbaren Kräfte des Unheils einfach wollen. Der böse Zufall will, dass ein französischer Lokomotivführer ein Haltsignal überfährt und 16 Menschen ihr Leben lassen müssen, währenddem weitere 19 Schwerverletzte dem Tode in die Augen starren. Es fällt deswegen niemandem ein, die Eisenbahn als solche als menschentötendes Ungetüm hinstellen zu wollen. K. AUTOMOBIL-REVUE Sta.ixci.a;2?clisio2?\xxx^ Das Wort hat Eingang gefunden in Fabriksäle, in Werkstätten, in Bureaus. Ihm gefolgt ist das andere Wort von der Normalisierung. Beide haben heute die Herzen der leitenden Köpfe erobert, beide üben durchschlagende Kraft aus. Die beiden Begriffe sind aus Amerika über den Ozean zu uns herübergekommen. Sie haben sich des Szepters bemächtigt. Und etwa zu Unrecht? War es nicht höchste Zeit, dass man auch in unserm Geschäftsleben sich endlich auf das Einfache zurückbesann ? Dass man anfing sich auf einige wenige Produkte zu einigen, sei es in der Industrie oder im Gewerbe und dadurch Zeit und Gelegenheit schuf, sich auf die wichtigsten Probleme zu konzentrieren, eine intensivere und verbilligte Produktion einzuleiten und vor den Gefahren des «Sichverlierens» zu schützen? Die Vorteile sind gerade auf dem Gebiete des Automobilwesens unverkennbar. Einige wenige, dafür bis in alle Details ausgebaute Modelle dürften für die Automobilindustrie die grössten Erfolge zeitigen. Und doch drängt sich uns ein Aber auf. Einverstanden mit Vereinfachung und Vereinheitlichung, aber nur keine erdrückende Gleichmacherei. Für 99 Prozent der Menschen bedeutet Gleichmacherei Demokratie, Demokratie die beste aller Staatsformen und Gleichmacherei deshalb das Beste des Erdenkbaren. Masse Mensch wünscht keine individuellen Eigenheiten mehr. In der Schule beginnts und im Leben draussen hat's seine Fortsetzung. Wir haben es darin ja herrlich weit gebracht. Masse Mensch regiert und Masse Mensch kennt und duldet deshalb nicht oder nur ungern ein wenig Phantasie. Und doch — was wäre der Mensch, hätte er nicht ein klein wenig dieser Phantasie, die ihm eine wohlgesinnte Göttin in die Wiege legte? Und so sollte ihr denn auch in der Industrie, vor allem auch in der Autoindustrie, ein kleines Plätzchen eingeräumt bleiben. Wie öde wäre es, wenn der Herr X und der Herr Y und der Herr Z den gleichen Hut, das gleiche Kleid, den gleichen Schuh tragen müssten. Glücklicherweise sind wir noch nicht ganz so weit. Und so wollen wir hoffen, dass auch in der Automobilindustrie die Standardisierung nicht in Unvernunft umschlage. Die Firma hat den Chassistyp gefunden, gut. Sie hat sich auch auf das Karosseriemodell geeinigt. Auch gut. Aber nun lasse sie der Phantasie des Käufers noch ein klein wenig Spielraum und überlasse ihr die Wahl der Bestuhlung, der Polsterung, der verschiedenen kleinen Zutaten und Kommoditäten. Dann wird der Wagen plötzlich nicht mehr den Stempel der Uniform tragen, vielleicht wird er ein wenig teurer zu stehen kommen, dafür besitzt alsdann der Käufer oder die betreffende Käuferin ein Objekt, an dem sie ihre spezielle Freude und erhöhten Genuss haben dürfen. Man kauft ganze Zimmereinrichtungen, gewiss, die künstlerische Hand jedoch folgt, um die unpersönliche Zimmereinrichtung zum Zimmer und dieses zum Heim zu gestalten. Aehnlich sollte es auch mit dem Automobil sein. Tragen wir auch im Automobilismus das Unsere dazu bei, dass unser Leben nicht im monotonen Grau versinke, sondern ihm eine wervolle persönliche Note erhalten bleibe. K. Die lauernde Gefahr bei Bahnkreuzungen... Die Gefahrenmomente bei unseren Bahnübergängen sind immer noch recht zahlreich, trotz der verschiedenen Versuche, die unternommen wurden, Abhilfe zu schaffen! Ungünstig angelegte Barrieren und meistens schlecht funktionierende Signale helfen da nicht... gefährliche Bahnübergänge sollten verschwinden und durch Ueber- oder Unterführungen ersetzt werden. Das sind Forderungen, die wir in der « A.-R.» immer stellten und auch inskünftig zu stellen gezwungen sein werden..., und zwar, wie wir nachstehend sehen, mit vollem Recht! — die Einstellung der Bahnbehörden nicht bald In unmittelbarer Nähe des Merlacher,-^ eine andere wird und wenn man nicht ener- für Abhilfe dadurch sorgt, dass man Ueberganges konnte letzter Tage nur mitgisch knappster Not ein schwerer Unglücksfall verhütet werden. Durch ein Versehen wurde die grosse Anzahl von gefährlichen Uebergängen beste Sicherheitsmassnahmen trifft und eine Barriere offengelassen, als der Murten um durch Ueber- oder Unterführungen ersetzt, so 13 Uhr 48 verlassende Zug daherkam und zum ist bei dem rapid anwachsenden Autoverkehr Glück in jenem kritischen Moment noch bremsen konnte, als ein Auto und ein Fuhrwerk noch Schlimmstes zu erwarten! den offenen Uebergang passierten. Man sollte, so dünkt uns, auch bei uns im Jahre des Fortschrittes 1928 doch so weit Ein schreckliches Unglück konnte auf diese sein, dass man das Bestmöglichste unternimmt, um die Gefahrenmomente auf ein Min- Weise verhütet werden, — aber wer denkt dabei nicht sofort gleich an den schaurigen destmass herabzusetzen. Dazu muss alles Fall, dem das Ehepaar Doleyres zum Opfer versucht werden, wie man das löblicherweise fiel und fordert wieder erneut und mit allem auch anderwärts macht. So schreibt uns ein geschätzter Freund unseres Blattes aus Co- Nachdruck, dass die jedem Strassenbenützer drohende Gefahr, unter den Rädern der Bahn verstümmelt oder zerstückelt zu werden, nun behoben werde! Wenn man es ernst nimmt mit der Beseitigung der grossen Gefahren, dann handelt man an den verantwortlichen Stellen und beseitigt diese verkehrsgefährlichen Bahnübergänge! Dieser erneute Fall bei der Merlacher Menschenfalle ist eine neue, ernste und dringende Mahnung! Vielleicht werden sich aber die Bahnbehörden auch in diesem Falle, ähnlich wie beim verhüteten Unglück beim Niveauübergang « Passage de la Glane » (Freiburg-Bulle), worüber wir in Nummer 18 der «A.-R.» eingehend berichteten, wieder höflich entschuldigen... und auf diese recht billige Art den Vorfall «erledigen». Das Schicksal hat auch in diesem Falle den Bahnen wieder einen gütigen Schutzengel beschieden: durch die Nachlässigkeit eines Angestellten hätte ein grosses Unglück entstehen können — Auto, Fuhrwerk und Lokomotive standen auf kleine Distanz einander gegenüber... Wenn ein Barrierenwärter die Barrieren zu schliessen vergisst und Automobilisten nur durch ein Wunder vom durchrasenden Schnellzug nicht zermalmt werden ... dann entschuldigen sich die Bahnen, was zwar anständig, aber auch recht billig ist. Der fehlbare Angestellte wird verwarnt und vielleicht auch noch mit einem Zweifränkler gebüsst. Auf alle Fälle im Vergleich zur Schwere des Falles mit einer Bagatelle... Passiert es aber einmal, dass, wie letzter Tage an der Bruggerstrasse in Baden, ein Automobilist bei ungünstiger Witterung mit seinem Wagen an eine Barriere fährt, dann werden lange Untersuchungen angestellt, unzählige Berichte verfasst, die Presse, die allgemein in krassen Fällen von Gleichgültigkeit bei offengelassenen Barrieren hübsch schweigt, des langen und breiten unterrichtet, und dem Automobilist wird neben den Kosten für die Reparatur der beschädigten Barriere auch noch ... eine Busse «wegen Gefährdung des Zuges» zudiktiert. Dieses ganz unkorrekte Benehmen seitens der Bahnbehörden verdient öffentlich gekennzeichnet zu werden... man versucht nur allzu oft und allzu leicht den Eindruck zu erwecken, als ob der Automobilist sich durch eigene Fahrlässigkeit in Gefahr begeben hätte und die Bahnbehörden gar keine Schuld treffe! Immer noch zahlreich ist die Serie der Unfälle bei Niveauübergängen, und manches schwere Unglück liess sich einzig und allein durch die grosse Vorsicht und Kaltblütigkeit seitens der Automobilisten verhüten. Wenn lombo-Bombay: «Seit einigen Monaten befinde ich mich auf einer Reise um die Welt und empfange regelmässig die « Automobil-Revue » nachgesandt, die ich immer mit Vergnügen lese. Immer wieder' lese ich von folgenschweren Auto-Unfällen an Bahnübergängen, und es drängt mich, Ihnen davon Kenntnis zu geben, wie in anderen Ländern solchen Unfällen auf einfachste Weise vorgebeugt wird. Die Einrichtung besteht darin, dass die Barriere als Gatier ausgebildet und weiss gestrichen ist, so dass sie stark auffällt. Dann — und das ist das Wesentliche — ist die Barriere derart eingerichtet, dass damit entweder die Strasse oder dann das Bahntrace abgeschlossen wird. Also immer das eine oder das andere ! Wird nun vom Barrierenwärter tatsächlich etwas versäumt, so ist das Versäumnis nicht allzu schlimm, indem einer der Verkehrswege automatisch geschlossen ist, sei es nun die Bahn oder die Strasse. Die Einrichtung habe ich in Java, in Indien und zuletzt jetzt in Cevlon gefunden > Man sollte doch auch bei uns in Fragen der Verkehrssicherheit mindestens so fortschrittlich sein, wie man es in... Indien ist! R. 1P?8 — 1^33 Direktionskomitees der Südostbahn statt. In der Diskussion wurde der gegenwärtige Zustand des Dammes als grosse Gefahr sowohl für Fussgänger und Fuhrwerke als auch für Automobile bezeichnet. Der St. Galler Vertreter sprach sich für volle Unterstützung eines Umbaues aus. Da der Kanton Schwyz an Mitteln knapp ist, konnte sein Vertreter keine bestimmte Zusage erteilen. Wohlwollend äusserte sich der Vertreter des Kantons Zürich im Sinne einer Unterstützung des Umbaues; er verband damit aber gleichzeitig die Forderung"der guten Instandhaltung der Zufahrtstrassen durch die Anstösser. Die Südostbahn liess erklären, die Direktion könne nur eine entsprechende Summe für den Unterhalt, nicht aber für den Umbau des Dammes zur Verfügung stellen. Die Stadt Rapperswil sicherte ihre Mitwirkung zu und forderte durch ihren Vertreter eine rasche Durchführung der Vorarbeiten. Der Vertreter der Südostbahn legte der Versammlung ein Projekt für den Umbau des Dammes vor, in welchem eine Pflasterung der Fahrbahn, sowie eine Oberflächenteerang der Trottoirs, der Eisen- und Drehbrücken vorgesehen ist. Der Kostenvoranschlag für das Projekt der Südostbahn stellt sich auf 120 000 Franken. Aus der Diskussion ergab sich, dass eine Verbreiterung der Fahrbahn auf fünf Meter und eine entsprechende Erweiterung des Trottoirs unbedingt notwendig sind. Detaillierte Projekte für die Erweiterung der Fahrbahn liegen noch nicht vor. Die Kosten werden sich aber ohne weiteres um eine namhafte Summe höher stellen als die Kosten des Südostbahnprojektes. Die Sanierung des Rapperswiier Seedammes ist für den Durchgangsverkehr von eminenter Bedeutung. Eine weitere Verschiebung der Korrektion wäre unverantwortlich, da( der heutige Zustand der Strasse jeder Verkehrssicherheit spottet. lt. Die Entwicklung der Automobile Association. Die englische Automobile Association (A.A.), welche im Ausland hauptsächlich durch den von ihr glänzend organisierten Strassenhilfsdienst mit eigenen Patrouillen bekannt geworden ist, erfreut sich auch in England grösster Popularität. Unter ihrer Aegide wurde u, a. kürzlich dem Parlament auch die Petition ;betr. ^Einführung der Brennstoffsteuer an Stelle der Motorensteuer für< Automobile überreicht, die beinahe eine Million Unterschriften auf sich vereinigte. In den vier Wochen vor Ostern hatte dieser Verkehrsverband einen Rekordzuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen, da in dieser kurzen Zeit nicht weniger als 3700 Neuaufnahmen vollzogen werden konnten. Damit ist die Zahl der Einzelmitglieder auf über 355,000 angewachsen und man rechnet im Verlauf der kommenden Sommersaison mit einer weiteren ansehnlichen Zunahme des Mitgliederbestandes. Z. Das dritte Comptoir von Neuenburg. Am 5. April wurde das dritte Comptoir von Neuenburg eröffnet. An der Eröffnungstagung, die vom Präsidenten des Organisationskomitees, Herrn Häfliger, geleitet wurde, waren der Staatsrat und der Gemeinderat von Neuenburg in corpore vertreten. Nach einer Besichtigung der 125 Stände fand im Restaurant der Ausstellung die offizielle Eröffnungsfeier statt. Her Häfliger begrüsste die Behörden und gab einen kurzen Rückblick auf die früheren Comptoirs, indem er auf den ständig wachsenden Erfolg hinwies. Herr Clottu, Präsident des neuenburgischen Staatsrates, und Herr Perrin, Präsident des Gemeinderates von Neuenburg, sprachen den Dank der Behörden aus und bemassen die wachsende Bedeutung des Comptoirs. Die Uhrenindustrie ist am Comptoir nicht vertreten. Hingegen wurde die Frage aufgeworfen, ob man nicht nach dem Vorbild des Automobilsalons in Genf auch einen periodischen Uhrensalon organisieren könne, der in Neuenburg, im Zentrum der Uhrenindustrie, einen geeigneten Standort finden würde. Die Korrektion der Rapperswiier Seedammstrasse. Der Rapperswiier Seedamm dient seit mehr als 150 Jahren dem Nord-Süddurch- Während der ganzen Dauer des Comptoirs gangsverkehr zwischen St.Gallen und demvom 5.—13. April wurde auf Wunsch der Zürcher Oberland einerseits und der Innerschweiz, dem Glarner Unterland und demeine Garage errichtet, in der man den Wagen Automobilisten auf der Seite des « College > linken Zürichseeufer anderseits. für den bescheidenen Obulus von einem Franken einstellen und bewachen lassen konnte. Die Frage der Korrektion des Seedamms, im speziellen das Projekt von Dr. Gwalter in Das Comptoir in Neuenburg wurde von Rapperswil, besprachen wir bereits in Nr. 4 der Syndikalkammer der Automobil- und der « Automobil-Revue» vom 13. Januar. Es Fahrradindustriellen nicht als offiziell anerkannt, so dass nur die neuenburgischen, d. h. wurde darin eine Finanzierung einer Kleinsteinpflästerung des Dammes durch die interessierten Kantone und die anstossenden Ge- beteiligen konnten. Martini stellt zwei die Martiniwerke in St. Blaise sich daran meinden vorgeschlagen. Die Instandstellung prächtige Innenlenker, Sechszylindermodelle wurde auf annähernd 180 000 Fr. berechnet. aus. Die beiden Modelle haben am Genfer Kürzlich fand nun in Rapperswil eine Versammlung der Vertreter der Kantone St. werden auch in Neuenburg dank ihrer vor- Salon einen bedeutenden Erfolg errungen und Gallen, Schwyz und Zürich, sowie der Delegierten der anstossenden Gemeinden und des eifrig bewundert. züglichen Konstruktion und ihrer Eleganz fit.

TVTnSS -109« AUTOMOBIL-REVUE A. C. S. SEKTION BASEL. Nach dem Beschluss der Generalversammlung wird alle 14 Tage eine Sonntagsfahrt ausgeschrieben, die bezweckt, die Mitglieder auf wenig bekannte und lohnende N'cbenstrassen hinzuweisen. Wer die grosse Landstrasse vorzieht, kann die Station des Mittagessens auch auf dieser erreichen. Mancher aber wird dankbar sein für dio Festlegung einer von den ausgetretenen Pfaden abseitsliegendon Roule. Auf Sonntag -den 15. April wird eine Bluestfahrt ausgeschrieben. In der Tiefebene des Rheins unterhalb Basel und im Kaiserstuhl steht alles in voller Blüte, wenn im schweizerischen Mittelland erst die Knospen spriesson. Den Mitgliedern darf in dieser Hinsicht ein hoher Genuss versprochen werden, wenn sie an der folgenden Fahrt am 15. April teilnehmen., Das ganze Programm lautet Basel—Lcopoldshöho — Haltingen —Eimeldingen, bei der Wegtrennung auf der kleinen Strasse gradaus bis kurz vor der Etzelbrücke, hier rechts nach Egringen und im Feuerbaohtalo über IUcdiingerbad nach Riedlingen. Hier links nach Liel und Schliengen. Min auf der grossen Strasse nach Auggen, hier links nach Neuenburg und am rechten Rheinufer durch die alten Fischerdörfer Zienken, Grissheim, Bremgarten, Hartheim, Grezhausen und Hochstetten nach Altbroisach, 66 km. Empfohlen: in Breisach die Fahrt hinauf zum Stephansmünster mit grossartiger Aussicht ins Elsass bis nach Strassburg. Bei der Ausfahrt aus Altbreisach links nach Burkheim, einem alten Reichsstädtchon mit grossartiger Schlossruine und Denkmal für den Landsknechtführer Lazarus Schwendie, der als Erster die Tokayer Rebe ins Markgrafenland verpflanzte. Dann über Oberrotweil hinein in den Kaiserstuhl nach Bickelsohl, Vogtsburg und Oberschaffhausen. Hier rechts ab nach Gottenheim, Waltershofen, St. Nikolaus, Opfingen, Thiengen, Munzingen, Offnadingen und unmittelbar vor Unterkortzingen links ab nach Stauten (wo nach der Sago Faust vom Teufel geholt wurde, Fresken am Wirtshaus), 41 km. In Stauten Mittagessen im Hotel « Kreuz-Post > (Forellen, Schlossberger Süsstrunk), präzis um 13 Uhr 30. Von Staufen auf der kleinen Strasse nach Ballrechten und Oberdottingen, vor Sulzburg rechts ab nach Laufen, Britzinngen und Badenweiler (Konzert im Kurpark), 24 km. Von Badenweiler auf der Waldstrasso nach Sehringen, Sitzenkirch und Kandorn und über Hammerstein, Wollbach, Wittlingen, Rümmingen, Binzen, Haltingen und Leopoldshöhe nach Basel, 36 km. Ganze Fahrt: 147 km. Wer wünscht, dass für ihn das Mittagessen in Staufen bestellt wird, möge sich am Sonntagmorgen telephonisch zwischen 7.30 und 8.00 Uhr anmelden bei Herrn Dr. Th. Gubler (Tel. Safran 31.56). Abfahrt des Tourenleiters am Otterbach um 8.15. — Nur bei ganz ungünstiger Witterung wird die Fahrt um acht Tage verschoben.