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E_1928_Zeitung_Nr.078

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26 AUTOMOBIL-REVUE

26 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N° 78 Dichter reiten auf dem Benzinross «ins gewaltig romantische Land», und ihre Impressionen sind deshalb nicht schlechter. Aber die herrliche Kriegsromantik, etwa die Geschichte vom trojanischen Pferd, hör' ich euch fragen? 0 meine Freunde, unter der Sonne Homers wurde gar viel gefabelt! Wenn sie wirklich wahr gewesen sein sollte, Die Zufahrtsstrassen Führer für Schwarzenburg Gasthof zum ßössli Altbekannter Landgasthof mitten im Dorf. Vorzügl. Kücbe tu Keller. Stets lebende Forellen. Schattiger Auto-Park. Telephon Nr. 44. Jota. HingseU* Bes. haben die tapferen Qriechenhelden, die das spröde Troja (die schöne Helena war dieser Opfer wert!) mit dem hölzernen Ross eroberten, in dessen dunklem Bauch sicherlich keine so nachhaltig romantischen Eindrücke erlebt, wie das amerikanische Ehepaar mit dem vielsagenden Familiennamen Specht, das sich aus dem Stamm einer 2,5 Meter im Zwei neue Namen stehen an unserer Türe — und doch ist das Geschäft das gleiche wie unter der bekannten Firma: Die beiden jetzigen Inhaber waren seit Jahren im Hause in leitender Stellung tätig. Wir kennen also die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden aus eigener Erfahrung, Wir bleiben den alten, guten und soliden Ge* Schäftsgrundsätzen treu und haben zum größten Teil auch das bisherige, fachkundige Personal beibehalten. Viele Kunden kommen seit Jahren und Jahr* zehnten, weil sie immer gute Ware für ihr Geld bekamen. Das soll auch weiter so bleiben! Sie finden uns stets als aufrichtige Berater, denn Ihr Vertrauen, Ihre Zufriedenheit ist uns wert voll und schönster Lohn für unsere Arbeit. aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R.Wagners Automobllfahrer, off!zielle Ausgabe des T. O. S. Schöne Pasgautenzimmer. — Feine, reine Weine. — Ausgezeichnete Restauration, Diners und Souper3. Stets lebende Forellen. H. Dällenbacli. WIGGEfi, KURHAUS RQESSLI Altbekannter Gasttiof direkt an der Strasse Langnau-Luzern. Vorzügliche Küche und Keller. Lebende Forellen, Garage, Oel, Benzin. O. Kling, Küchenchef Mi tglied des T. C. S. f. Böttcher & Co. • Gegr. 1867 ÜMMATQUAI 24 ZÜRICH'FILIALE LIMMATQUAI 88 Idealer, inmitten prächtiger Tannenwälder gelegener Ausflugsort. Inkl. Etablissement mit 400 Betten. Sommer- und Wintersaison, Juni- September, Dezember-März. Arrangements für Ferien, sowie Week-End-Aufenthalt. Prospekte durch die Direktion. Heimelige Säle, freundl. Zimmer, fl. Wasser, Forellen, Ktichengeräuchertes. Garage. Tel. 17. 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Wenige Sekunden darauf klang wirklich ein Schuss aus dem entfernten Tal herüber! eines amerikanischen Farmers das Licht der Damit war die Bedeutung der neuen Erfin- klar erwiesen und die Möglichkeit, fern- Welt erblickt, im «Schulauto» das Abc desdung Daseins gelernt haben, im reisenden «Kirchenauto» seiner besseren Hälfte angetraut binden, rückte in greifbare Nähe. liegende, ja sogar getrennte Erdteile zu ver- worden sein, im rollenden «Hotelauto» -geherbergt oder im «Wanderkino* vor der Erfinder einlud, in Rom seine Experimente Als der Marineminister Brin den jungen flimmernden Leinwand gesessen haben, also, zu wiederholen, hatten sich Admirale, Senatoren, Universitätsprofessoren und Abgeord* wohl trainiert für die Hetzte Reise — im «Beerdigungsautoh nete in zwei getrennt liegenden Zimmern des Romantik auf Vollgummi rollt hundertpferdig durch die Welt! das «Postauto» —* Schicksal auf Vollgummi! — mit tausend Ueberrasehtmgen im Innern — hat seine Romantik, das Lastauto mit dem Schwyzerfiüsli auf dem Rücken und dem garantiert echtem Alpenkräuterbrot hat seine Romantik, und erst recht das Dschungelauto, das sich der Maharadscha von Patiala in London für die Kleinigkeiten von 1*4 Millionen Franken erbauen Hess! Das einzige Exemplar seiner Art — ein Märchenauto aus viel Gold, viel Silber und viel Elfenbein! Freunde der reinen Geistigkeit, seid versichert, dieses «erste konstruktive Wundertier», wie Walter Mehring das Auto genannt hat, ist umwoben von einer wunderbaren Romantik! «Seine erste Schnelligkeit wirkt Wunder! Sie zaubert die dynamische Landschaft!» Kein Wunder! Wurde doch das Auto, wie uns Walter Mehring ebenfalls verrät, am siebenten Tage erschaffen, als der liebe Gott gerade mal recht auszuruhen geruhte, also am Schöpfungstage des modernen Menschen. «Und der moderne Mensch, sitzt er am Steuer des Automobils, könnte Epochen hinter sich lassen, wenn er nicht so abergläubisch wäre, umzukehren, weil ihm eine schwarze Katze über den Weg sprang». Freunde, die Chose mit der schwarzen Katze — ein atavistischer Rückschlag! — erinner an euren romantischen gestiefelten Kater! H. Matt6rn. Wie das Radio erfunden wurde. Aus der Feder des italienischen Publizisten Luigi Solari erschien diese* 1 Tage eine neue Biographie Marconis, die einige bemerkenswerte und bisher unbekannte Einzelheiten aus. dem Leben des grossen Erfinders der drahtlosen Telegraphie enthält, und über die das Neue Wiener Journal einige Angaben brachte, die im folgenden wiedergegeben seien. Besonders interessant sind die Mitteilungen aus der Zeit, als Marconi, noch in bescheidenen Verhältnissen lebend, die ersten Schritte zur Verwirklichung seiner genialen Ideen tat, die heute — über dreissig Jahre später — gewissermassen zum Symbol unseres dahinhastenden Jahrhunderts geworden sind. Im Jahre 1895 war Marconi einundzwanzig Jahre alt. Er wohnte, in Pontecchio in der Nähe von Bologna und hier begann er mit den ersten Versuchen seiner drahtlosen Telegraphie. Der junge Erfinder mietete sich in einem,Dachkämmerchen eines Bauernhauses ein und verbat sich höflich aber bestimm* den Besuch von jedermann. Briefe empfing er selten, nur ab und zu bat er seinen Vater um Geld, um die nötigen Apparate und Materialien zu kaufen. Dann fuhr er meist persönlich nach Bologna, um die Einkäufe zu besorgen, oder er ersuchte den Tischler Vornelli oder den Bauern Mignani, ihm beim Bau der Werkzeuge behilflich zu sein. So vergingen die Tage in emsiger Arbeit, nur manchmal ritt der junge Erfinder auf dem Rücken eines Eselchens in ein in der Nähe von Pontecchio liegendes Dorf, um* den Arzt Agusto Rigi zu besuchen. Mit ihm vertiefte er sich in wissenschaftliche Debatten und vertraute ihm seine Hoffnungen und seine Zweifel an. Im Frühjahr 1895 gelang es Marconi in Pontecchio zum erstenmal, Morsezeichen auf radiotelegraphischem Wege zu übertragen. Er hatte neben dem Fenster des Kornbades einen Sender montiert und den Empfänger einige hundert Meter entfernt auf dem Gipfel eines Hügels, der sich frei und alleinstehend unmittelbar gegenüber dem Dorfe erhob, aufgebaut. Mit Hilfe eines Knechtes, der ein Taschentuch in der Hand schwenkte, gelang es Marconi sich davon zu überzeugen, dass der Empfänger funktionierte, jedesmal, wenn er nach dem Morsealphabet den Buchstaben «S» (drei Punkte, das heisst drei kurze elektromagnetische Schwingungen) übertrug. Das Experiment war damit geglückt, aber der Erfinder begriff, dass seine Entdeckung nur dann von Nutzen sein konnte, wenn es ihm gelang, die natürlichen Hindernisse der .Landschaft zu überwinden. Er verlegte daher den Empfänger von der Höhe des Hügels auf die andere Seite, und zwar derart, dass der Hügel zwischen Sender und Empfänger zu liegen kam. Dann sagte er zu dem Knecht, der ihm half: «Nimm das Gewehr und wenn das Hämmerchen dieser Maschine dreimal klopft, dann schiesse!» Gesagt, getan. Marconi ging auf seinen Kornboden, schaltete dreimal kurz den elektrischen Strom ein und wartete ängstlich ab. Ministeriums versammelt, zwischen denen die drahtlosen Zeichen ausgetauscht werden sollten. Marconi verlangte eine Stange, um die Drähte zu montieren. Es war aber nichts ähnliches aufzutreiben und schon sollte der Versuch verschoben werden, als Marconi in einer Ecke einen Besen stehen sah. «Gerade' so etwas brauche ich!» sagte er lächelnd und befestigte einen Draht am Ende des Besenstiels und gab ihn einem der Zuschauer in die Hand. Das gleiche tat er in dem anderen Raum, dann setzte er seinen Sender in Betrieb und übermittelte nach dem Morse- Alphabet den sprachlosen Zuschauern: «Evviva l'Italia!» Das geschah im Jahre 1897. Vier Jahre später, genau am 14. Dezember 1901, wurde der aus drei Punkten bestehende historisch gewordene Buchstabe S über den Atlantischen Ozean von England nach Neuseeland übertragen und damit begann eine neue Aera in den Beziehungen der Völker untereinander. Vom Pariser Verkehr. Eine Milliarde von Passagieren auf einet Route zwischen der Erde und der Sonne mutet natürlich wie eine Legende oder wie ein Märchen aus einem Kinderbuch an. Im kochenden Kessel der Weltstadt Paris erhalten diese Zahlen und diese Strecken Fleisch und Mark. Der stets unruhige Geist des Autobus, der durch die Pariser Strassen Tag und Nacht rast, und sein Gehilfe, das Tram, das in einer Stadt von dieser Ausdehnung einem allerdings etwas veraltet vorkommt und wohl allmählich auch fortfallen wird —-alle diese Vehikel, deren dreistellige Nummern hier niemand verwundern und die auch noch das Aphabet von A bis Z zu Hilfe nehmen müssen, legten erjeri, wie eine in diesen Tagen erschienene Statistik zeigt, im einzigen Jahr 1927 eine Strecke, die der zwischen unserer sündigen Erde und der Sonne gleicht, und beförderten alles in allem die imponierende Zahl von 1000 Millionen Passagieren. In dieser Zahl ist der Verkehr mittels des Metropolitain, der Pariser Untergrundbahn, die von einer andern Gesellschaft betrieben wird, nicht inbegriffen. Ein Ausweis der die Autobusse und Tramways verwaltenden Societe des Transports en Commune de la Region Parisienne gibt für die ersteren'allein für das 4. Trimester 1927 14,128,507 durchlaufene km an, die elektrische Strassenbahn hat auf ihren 128 Linien in der Stadt Paris und in der nächsten Umgebung mit ihren 25,674,681 km diesen Rekord noch geschlagen; zusammen haben also diese weniger rivalisierenden als sich gegenseitig ergänzenden Vehikel 39,840,327 km in einem Vierteljahr durchlaufen. 263,937,860 Reiselustige haben diese modernen Massenkutschen gefüllt, wie oft überfüllt, um 10 Millionen mehr als in der entsprechenden Zeitspanne des Vorjahres 1926. Bildlich gespro- Alte Bayerische Bierhalle Steinenberg [J[JSJ}| Neu renoviert. 50 Zimmer mit fliesaendera Wasser, 75 Betten. Appartements mit Bad und W. C. Garage. -— Zivil« Preise, Besitzer: A. & OUSTEB Rheinfelden Hotel Ochsen steln8nuorslaö1 Prima Küche und Keller Mitglied des A. C. S am Haupt&atintiof Tel. 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78 chen, auf eine geographische Fläche transponiert, hätte somit die Bevölkerung von ganz Frankreich in den Autobussen und Tramways den eben angegebenen Kreis nicht minder als 6^ mal durchlaufen. Dass man ferne Sonnenreisen nicht ohne grösseren Aufwand machen kann, ist begreiflich, so hatten denn die Pariser Autobusse eine Einnahme von 59,416,455 Francs, AUTOMOBIL-REVUE gegen eine Ausgabe von 55,059,589 Francs neren und eleganteren Wagen aller Marken, zu verzeichnen, was eine Dividende von 8 eine Bahn, niedlich aber protzend, kraxelt Prozent ergibt. Nun hat aber dieselbe Gesellschaft, wegen einer früheren Verrech- Auf dem Hospiz ist man mitten in der Hoch- vorbei und ringsum kracht es an den Hängennung beim Materialrückkauf, mit dem Tram gebirgswelt. Berge aller Ausmasse stehen kein so gutes Geschäft gemacht: auf 99,162,525 Francs Einnahmen kommen Ausgaben von 101,802,405 Francs. 27 links und rechts an der grossen Völkerstrasse. In Airolo pflegt der Eisenbahnfahrer begierig das Wagenfenster zu öffnen, in der Meinung, nun Orangen von den Bäumen pflücken zu können. Der Automobilist aber Fahrt in Es hat diesen Sommer an Fahrten in die Sonne hinein kaum gefehlt. Der Herrgott hat den Segen seiner Sonne in goldenem Meirihgen den Süden. Ueberfluss auf die Erde geworfen, und jedermann, der nicht lichtscheu war, ist im Juli und August mit einem Sonnengesicht aus den Ferien zurückgekommen- Jetzt aber, wo die Bäume ihren satten grünen Anstrich langsam mit farbenfreudigem Gelb und Braun vertauschen, wo die Tage kürzer und die Nächte kälter werden, scheint auch die liebe Sonne in ihren Liebkosungen spärlicher zu sein. Neling. Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich auf einer Osterfahrt ennet dem Gottfoard mit freudig schlagendem Herzen den jungen Frühling erwartete, und anstatt dessen den wegschleichenden Winter antraf. Nie aber, und das posaune ich laut in die Welt hinaus, hat mich das Tessin im Herbst enttäuscht. Wenn ich im späten September oder im Oktober nach Lugano oder Locarno komme, mit dem Verlangen, dort unten Sonne zu finden, so habe ich sie auch stets gefunden. Die Fahrt über den Gotthard ist ein feines Altdorf Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz. sind ersichtlich in O. R.Wagners Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. 1550—1S50 m Bb, M. 1550—1850 m 9b. M. Soortolatz und Kurort in geschütztester Laue i i r— dERGTO UREN T E NN IS ISC '=1 R El — JAG D — SEE Schönste Autoverbindungen nach dem Ennadin PRÄTTIGAU FLUELAPASS ZÜGENSTRASSE — ALBULAPASÖ JULIERPASS Domodossola Gufctannen I B ig nascp oonogno Camno Cevift bei schleichen sich durch die Täler ein, Wolken werden irgendwo am Horizont ins Leben gerufen und tun, als wollten sie unsere Welt nie wieder verlassen. Auf den Alpenstrassen kehrt langsam die Ruhe ein, die bald, nur zu bald, in lautlose Einsamkeit übergehen wird. Noch immer aber lacht ein sonniges Vestibül, das von der Sonne am kräftigsten und Intimsten bedient wird: das Tessin. Der Schöpfer hat es mit besonderer Sorgfalt an die Sonne gestellt, damit wir dort unten dem von Süden kommenden Frühling entgegengehen oder aber dem eindringenden Winter, der auf Schleichwegen über uns herfällt, aus den Händen laufen und mit der Sonne noch eine Weile innige Freundschaft pflegen können. Es gibt Leute, die im Mai den unwiderstehlichen Drang in sich fühlen, nach Süden zu wallfahren. Der Mai in Lugano oder Locarno ist ja in der Tat eine gar herrliche Sache. Aber ich finde, dass der Tessiner Herbst doch noch tausendmal schöner ist als der Früh- aitinoH Hospent •PRONTO kferUO'a/we/mteM DER GARAGETOR-STELLER dti Ihnen Freude macht Keine eingedruckten Kotflügel mehr Sicherer Schatz gegen Windstösse T.Bender. BISBNW A lißfl, bBSCULAuh. n ^KKZEÜGB . Veri. »)t Progp. lei.Hott.71.yu. Oberuorfsti .9 ZÜRICH Z4 L ukmanter an\6otbardo irolo Ponte Tresa Morcot Fbrto Cere ... Hinterrhein Olivone alvaglia 7 Meaocco Biasca 13 5SS Ccneri Rovers Bellinzonä Cdpolaoo Menflnsio i Ferien-Präludium. Dass nicht nur ich eine ausgeprägte Schwäche für diese Alpenstrasse habe, das habe ich längst erfahren. Man verbringe einmal in Andermatt oder Amsteg eine Sommer- oder Frühherbstnacht und frage die vielen Automobilisten, die unterm gleichen Dach die Bergnacht verbringen, warum sie so zahlreich da hinaufgekommen seien. Ich rühme mir den Simplon, der kecker als der Gotthard die Alpen bezwingt, und ich preise den Grossen St. Bernhard. Aber der Gotthard ist halt doch die grösste und ruhmreichste Strasse, die den Norden mit dem Süden, Deutsch und Welsch miteinander verbindet. Man weiss, dass ennet dem Berg nicht fremdes Land ist, man weiss auch, dass die Fahrt von Zürich oder Luzern hinauf zum Hospiz und hinunter zu den Kastellen von Bellinzona ein Stück Strasse bedeutet, das seit vielen hundert Jahren eine Rolle spielt. Ich möchte weder dem Simplon, noch dem Grossen St. Bernhard etwas antun; im Gegenteil, ich wünsche, dass auch sie, die Kinder des Gotthard, Favoriten der Automobilisten werden, denn sie verdienen es auch, ganz sicher. Auf der Fahrt von Nord nach Süd, oder sagen wir vom Vierwäldstättersee zum Langenoder Luganersee, ist gar manches zu sehen. Auf keiner Strasse der Welt, auf rund 150 km, werden so rapid und oft die Kulissen gewechselt, ist die Kultur und Natur so grundverschieden, wie auf dem Wege über den Gotthard. In Brunnen ragen die Berge, denen man die Historik ansieht, rund um den Urnersee nackt und doch unter glühender Sonne in den Himmel hinein. Die Kultur ist südlich, denn der Föhn, der warme Alpensohn, haucht ihnen südliches Leben ein. In Göschenen erwartet uns sibirische Einsamkeit, und in der Schöllenen spricht nichts als Fels und Fels. Andermait! Ist's einem da nicht, als wäre man, nach den vielen Kurven der Schöllenen, auf einmal auf eine neue Welt gekommen? Mannigfaltiges Tun belebt das Höhental von Urseren: Gelbe Postwagen stehen unter klei- Altbekanntes Haus. Privatbäder. Vorzügliche Küche. Forellen. J. Rageth-Kienberger. Hotel Le Prese am f2 sc "fr e 1000 m. ü. M. An der Berninapassroute St. Moritz-Velthn gelegen Zimmer mit fliessendem Wasser Strandbad. Grosse Garage. Saison Juni bis September. Vornehmes Haus. Der Lorenz Weltspiegel ein Koffer-Radio-Apparat gibt tatsächlich alle europäischen Sendestationen von Bedeutung tadellos rein und laut im eingebauten Lautsprecher und deshalb der geeignetste Radio nicht nur für Reise, sondern auch für denn er funktioniert überall ohne irgendwelche Installationen. 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