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E_1928_Zeitung_Nr.078

E_1928_Zeitung_Nr.078

28 wird sich bewusst,

28 wird sich bewusst, sobald die Strasse ihre Kehren mehr oder weniger aufgibt und direkt auf 'Airolo zusteuert, dass der Süden noch nicht erreicht ist. Airolo könnte ebensogut ingendwo anders stehen; der Süden ist dort noch vorsichtig, der Norden eindringlicher. Aber das Gefühl, jenseits, im Lande der Sonne zu sein, genügt doch, um den Nebel des «Nordlandes» zu vergessen und dem Wagen die Sporen zu geben, auf dass er eile, eile... Im Dazio Grande wird es noch einmal recht alpin und dann fällt man, ehe man es gewahr wird, dem Süden urplötzlich in die Arme. Faido, italienisch angestrichen, liegt malerisch und versonnt am Wege, Reben sind Zeichen der warmen Sonne, die hier zu Hause ist. Je mehr man talabwärts fährt, um so wärmer wird es einem ums Herz. In Biasca wird das Tal weiter, man ist nun tatsächlich im Tes- ' sin- Mitten im Tal steht die währschafte Tessiner Kapitale Bellenz, wo die Burgen für die kriegerischen Taten der alten Schweizer sprechen. Nach Bellinzona wird das Tal zur Ebene. Die Wege trennen sich. Der eine zieht sich dem Berghang entlang, dem Langensee entgegen. Loearno liegt traut am Wasser, Brissago noch trauter. Beide wissen so gut wie wir, dass wir hergekommen sind ihrer Sonne, ihrem herbstlichen Reiz wegen. Wenn man aber der grossen Heerstrasse südwärts folgt, dann hat man nach einmal auf 550 m hinaufzuklettern, um ennet dem Monte Ceneri dem Süden wieder in die Arme zu fallen. Lugano, die Schwester von Loearno, ist das Luzern des Südens. Wie man am Fusse des Pilatus auf dem Schweizerhof- und Nationalquai hin- und herspaziert, so schlendert man am Salvatore unter dem Klange italienischer Musik auf dem Quai Vela auf und ab. « Lugano la bella » schwelgt im Herbst unter südlicher Sonne, in einer Farbenpracht, die an Buntheit und Fröhlichkeit dem fernen Palmensüden gleichkommt. Man empfindet, nirgends so wie in Lugano und in den Nestern, die mit dem Namen der Ceresiostadt eng verbunden sind, dass die Urner ein braves, liebes und umsichtiges Volk gewesen sind, sonst hätten sie uns nicht dieses herrliche, südliche Vestibühl gewonnen. Ehre den Hellebarden der Aelpler! Schm- Amerikanisdie Verkehrsunfallsfafisfik und Safeiy-Firsf. Wie dem letzten Monatsbulletin des Street Traffic Committee der Nationalen Automobilhandelskammer der USA .zu entnehmen ist, haben 31 Städte der USA. mit mehr Ergrautes Haar erhält seine frühere Farbe wieder durch Birken-Br Man tin e Kein neues Präparat, 40jähr. Erfahrung. Verbürgt Wirkung und Zuverlässigkeit Generaldepot: aSP'SEPDen, RömerscMoss-Apotlieke, ZÖPJCD 7 Telephon H. 6010 Asylstrasse 70 Unser Ausstellungshaus ist auf dem ganzen Kontinent als größtes und sehenswert bekannt. Ctesn,. TÜascfioLnstxtSt &+ Wir reinigen Ihre Garderobe. die Polster Ihres Hutos als 100 000 Einwohner im ersten Halbjahr 1928 weniger tödliche Automobilunfälle aufzuweisen als in der nämlichen Zeitperiode des Vorjahres. Besonders die Stadt Pittsrasüier und besser! Frydenlund & Frey, Zürich Färberei und ehem. Reinigung Waldmannstrasse 10. Tel. L. 3088 50 Schritte von der Bahnhofstraße — ein Juwel an Kostbarkeiten — Vielleicht wissen Sie noch gar nicht welche Schätze an prächtigen Möbeln bei uns lagern. Wir bitten Sie: Treten Sie ganz ungeniert ein. Ein freundlicher Herr wird Sie gerne durch die Räume geleiten, wird Ihnen bereitwillig Über dies und jenes Auskunft geben, ohne jegliche Verpflichtung. Mancherlei Anregung wird sich Ihnen bieten — Anregungen fUr Ihr eigenes Heim! 1KEIL PETERSTR.16 ~IX] Automobilisten lassen ihre zu vorteilhaften reinigen. GEGR. 1861 Trench Coat R CH Preisen bei uns AUTOMOBIL-REVUE 1928—N» 78 burgh hat eine sehr merkliche Abnahme der tödlichen Autounfall© von 92 auf 75 aufzuweisen und besonders die Kinder sind hieran viel weniger stark beteiligt als im Jahre 1927, wo 22 Kinder tödlich bei Autozusammenstössen verunfallten gegen 8 im ersten Halbjahr 1928. Bekanntlich führt die genannte Kommission eine fortlaufende Statistik aller Automobilunfälle mit tödlichem Ausgang in den Städten mit mehr als 100 000 Einwohner. Für den Monat Juni 1928 wurden in diesen 68 Städten 513 tödliche Autounfälle registriert gegen 600 im nämlichen Monat des Vorjahres, eine sehr erfreuliche Besserung, die in erster Linie auf eine bessere Verkehrsdisziplin von Fahrer und Fussgänger zurückzuführen ist, dann aber auch auf die erfreulichen Auswirkungen der in den USA. mit Eifer und Verständnis geförderten Safety First-Aktionen. Trotzdem die Zahl der Automobile in den USA. im letzten Jahr einen merklichen Ruck nach vorwärts genommen hat, ist die Zahl der tödlichen Automobilunfäile in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in den obgenannten 68 Städten nicht entsprechend angestiegen. Deren Zahl stellt sich auf 3080 im ersten Semester 1928 gegen 3033 im gleichen Zeitraum des Jahres 1927. Die meisten dieser Unfälle ereigneten sich erwartungsgemäss in New-York mit 535, dann folgt Chicago mit 333, Los Angeles mit 157, Philadelphia mit 150, Detroit mit 141, Cleveland mit 110 etc. Das Zurückgehen der tödlichen Unfälle in der Stadt Pittsburgh hat die Behörden der andern Städte veranlasst, über die Ursachen hiezu genauere Untersuchungen anzustellen. Die Sadt hat in den letzten Jahren ein sog. Better-Traffic Committee, bestehend aus dem Bürgermeister und 30 Verkehrspraktikern eingesetzt, das einerseits eine Verbesserung der Verkehrsabwicklung durch Korrektion und Ausbau gefährlicher Plätze und Strassen anstrebte und anderseits eine sehr aktive Verkehrsunfallverhütüngsaktion speziell in der Schule entfaltete. Das genannte Komitee kam hiebei zum Schluss, dass ausser den erzieherischen Bestrebungen für eine bessere Verkehrsdisziplin die Anstrengungen dahin gehen müssen, dass die Verbesserung der Strassen und Plätze unbedingt Schritt halten muss mit der Zunahme des Mötorfahrzeugverkehrs und mit dem technischen Fortschritt im Strassenverkehr überhaupt. In Burton W. Marsh besitzt die Stadt Pittsburgh einen ausgezeichneten Verkehrsingenieur, der eine Reihe moderner Verkehrseindchtungen und -Regeln geschaffen.. unä eingeführt hat und die sich aufs Beste-'bewährt haben; So wurden im letzten Jähr mehr als 50 neuartige Stop- und O-Signale an gefährlichen und unübersichtlichen Stellen installiert. Art die Automobilfahrer wurden Karten mit den Fahrregeln abgegeben und an gewissen Stellen Warnungssignale und Reflektoren angebracht. Die planmässige Erziehung der Fussgänger und speziell der Kinder setzte in Pittsburgh erst anfangs 1926 ein, wurde aber alsdann kontinuierlich und planmässig fortgeführt. Für das Jahr 926 erstreckte sich die bezügliche Tätigkeit auf folgende Aktionen: 1. Verteilung von 22 Aufrufen betreffend Verkehrsregeln, die sog. «Traffic Talks». Diese wurden alle 14 Tage in einer Auflage von 150000 Stück herausgegeben und kamen in den Geschäftshäusern, Kaufläden, Garagen, Tankstationen, Clubs, Gesellschaften und Schulen zur Verteilung. 2. Im November 1926 fand eine sog. Verkehrswoche statt, wo speziell auch praktische Versuche an Ort und Stelle zur Erziehung einer bessern Verkehrsabwicklung vorgenommen wurden. Hieran nahmen speziell auch die Schulkinder teil und zwar beteiligten sich 40 000 bis 50 000 Kinder an dieser praktischen Verkehrslehre. Es kamen bei diesen Wettbewerben 100 Preise im Gesamtwert von 810 Dollars zur Verteilung.- Ausserdem kamen zwei Universitätsfreiplätze zur Vergebung, was selbstverständlich das Interesse der Jugend an diesen praktischen .Unfallverhütungsversuchen sehr anspornte. 3. Durchführung von Konkurrenzen für eine bessere Verkehrsdisziplin und Verkehrsabwicklung. 4. Die Durchführung einer sog. «Let us Stop Auto Accidents», Aktion in den Schulen* wo die Schulkinder Unfälle beschreiben mussten unter Angabe von deren Ursachen und wie die Unfälle durch richtiges Verhalten der Beteiligten hätten vermieden werden können. Auch hier waren Preise für die besten Resultate ausgesetzt. 5. Zurschau-Tragen von Plakaten betr. Unfallverhütung durch Pfadfinder, Aufstellung fester Warnungszeichen, etc. Diese gesamte Unfallverhütungsaktion des Jahres 1926 hat der Stadt Pittsburgh total 5000 Dollars gekostet, eine geringfügige Summe im Hinblick auf das, erfreuliche Resultat das nun hieraus im Jahre 1928 durch eine bedeutend geringere Zahl tödlicher Automobilunfälle resultierte. Für das Jahr 1927 wurde für diese erzieherische Aktion von den Stadtbehörden der doppelte Betrag bewilligt und folgendes Aktionsprogramm durchgeführt: 1. Aufnahme eines Verkehrsunfallverhütungs-Films. 2. Inanspruchnahme der Presse und speziell der Tagespresse für die Aufklärung des Publikums. 3. Ausgabe von 16 neuen Aufrufen betr. bessere Beachtung der Verkehrsregeln in Tausenden von Exemplaren. Diese sog. Traffic-Talks dienten in den Schulen für den Verkehrsunterricht, indem sie vom Lehrer eingehend behandelt wurden. 4. Es wurde die Anstellung eines speziellen Verkehrsoffiziers vollzogen, der in den Schulen Vorträge über die mannigfachen Ge* fahren des Strassenverkehrs und die Ver* hütungsmassnahmen halten musste. Die hie« mit gemachten Erfahrungen waren sehr befriedigende. 5. Durchführung praktischer Versuche und Konkurrenzen betr. Unfallverhütung, wie solche bereits im Jahre 1926 vorgenommen wurden. 6. Gründung einer sog. Playground Safety League, der die Kinder als Mitglieder angehören, wobei sie die Beobachtung 10 wichtiger Verkehrsregeln zusichern mussten. 7. Abgabe von Verkehrsinstruktionen an Garagen, Tankstationen etc. zwecks Aushändigung an die Autofahrer. Für das Jahr 1928 haben die Behörden von Pittsburgh den Kredit für diese planmässige Unfallverhütungsaktion auf 12.500 Dollars erhöht und wurde das Aktionsprogramm noch erheblich ausgedehnt und auf eine breitere Basis gestellt. Das Programm umfasste folgende Aktionen: 1. Abgabe neuer Merkblätter für Verkehrsregeln in sehr grosser Auflage für alle Strassenbenützer und speziell die Schuljugend. 2. Vorträge des Verkehrs-Offiziers in den Schulen. 3. Durchführung einer Fussgänger-Woche im Monat Mai, wobei praktische* Demonstrationen stattfanden und Tausende von Flugblättern tagtäglich verteilt wurden. 4. Verteilung von Fragebogen an Schulkinder betreffend Verbesserung der Verkehrsdis-' ziplin. 5. Benutzung des Radios für die Unfallverhütung. Es stellten sich hiefür in verständnisvoller Weise alle drei Pittsburger Radiostationen zur Verfügung. 6. Bezeichnung derjenigen Strassenabschnitte durch weisse Striche, die von den Fussgängern für das Ueberqueren der Fahrstrassen benützt werden dürfen. l: 7. Neue Versuche der Verkehrspolizei für eine reibungslosere Verkehrsabwicklung, wo« bei die neuen Regeln praktisch durch Schau« spieler der Pittsburger Theater auf der Strasse vordemonstriert wurden. Auch Pfadfinder nahmen hieran teil. 9. Aufstellung eines sog. Traffic Memorial an einer Verkehrsreichen Stelle der Stadt, wo abwechselnd alle 14 Tage prägnante Verkehrsregeln angeschlagen werden. Wie bereits betont, sind die von der Stadt Pittsburgh mit diesem Vorgehen erzielten Resultate so erfreuliche, dass man nur bedauern muss, dass solche Unfallverhütungsaktionen und speziell die Verkehrswochen und der Verkehrs-Schulunterricht nicht in der Schweiz in solcher Weise zur Durchführun gelangen. Wer macht den Anfang? s. Graubunden - Zentralschweiz Genfersee überall hin führt Sie am sichersten CH Touring, der Führer für Autotnobilfahrer. Hotel • Metzgerei Bären Neu renoviert — Telephon 6 Gesellaohaftssäle — Garage FEIN-KAUER Z W i tiunJAvnilAlO LANCSTR. P. Baumgartner. r

NO 78 - 1928 Ferdinand Charron. In Paris ist am 13. August nach mehrmonatiger Krankheit Ferdinant Charron gestorben. Mit ihm ist wieder einer von der alten Garde dahingegangen, einer von jenen, die das Automobil entstehen und gross werden sahen. Ueber seinen Aufstieg lesen wir in der Wiener Automobilzeitung die folgende Würdigung: Charron wurde in Angers im Jahre 1866 geboren, erreichte somit das 62. Lebensjahr. Mit 15 Jahren war er schon ein vorzüglicher Radfahrer auf Hochrad, und das erste Rennen, das er in Angers bestritt, sah ihn als Sieger. Er gewann 2 Francs 50 Centimes bar und ein lebendes Huhn. Charron wurde bald ein hervorragender Rennfahrer. Im Jahre 1888 übersiedele er nach Paris und übernahm die Pariser Vertretung der Clement- Fahrräder. Im Jahre 1893 schuf er mit Clement und dem berühmten Rennfahrer de Civry die als Velodrom de Ia Seine bekannte Pariser Radrennbahn, und wurde nun Vertreter der englischen Humber - Fahrräder für Frankreich. Im Jahre 1895 gründete er im Verein mit zwei alten Radfahrer- . freunden, Girardot und Voigt, die Automobilhändlerfirma Charron, Girardot & Voigt. Bis dahin wurden Automobile direkt von den Fabriken gekauft, und niemandem war es eingefallen, dass eine Händlerfirma als Vermittler auftreten könne. Charron, Giardot & Voigt verkauften hauptsächlich Panhard-Levasor, Peugeot und de Dion-Bouton. Seine Laufbahn als Automobilrennfahrer begann Charron bei Panhard, und zwar in dem Rennen Paris—Dieppe, 1897, in dem er Zweiter wurde. Hingegen gewann er 1898 das Rennen Paris—Amsterdam, und sein Kompagnon Girardot war Zweiter, Gaudry Dritter und Rene de Knyff Vierter. Charron gewann auch das Chanteloup-Bergrennen 1898. Um den Wagen recht leicht zu machen, entfernte er die Kotbleche, und als er im Begriffe war, die Polster von den Sitzen auf die Strasse zu werfen, rief ihm ein Bauer zu: «Warum zieh'n Sie nicht die Stiefel aus?» Im Jahre 1898 gewann Charron das Rennen Paris—Bordeaux vor Rene de Knyff und Girardot und im Jahre 1900 das erste Gordon-Bennet-Rennen, das gleichzeitig mit dem Rennen Paris—Lyon ausgefahren wurde; sein Begleiter war der später als.Rennfahrer sehr erfolgreiche Fournier. Sein letztes Rennen war Paris-Berlin 1901, in dem er richtet wird, zu einem Angriff auf die Schnel- aber erst als Sechster ankam. Nach den vielen Erfolgen der Panhards in den- Rennen; war grosse Nachfrage nach fieser Marke; und dies brachte Charron auf die Idee eines «Corners» in Panhard-Wagen. Die waren nur mit achtzehnmonatiger bis zweijähriger Lieferzeit zu haben. Das Geschäft wurde zur Spekulation. Leute kauften Panhards «auf Sicht», erlegten das übliche Angeld und verkauften nach einigen Monaten das Recht auf den Bezug des Wagens Nummer soundsoviel gegen Aufgeld. Charron machte das Geschäft im grossen Stil, indem er die gesamte Panhard-Produktion aufkaufte. Niemand konnte einen Panhard anders als durch Charran erhalten und — zuerzielt. Es besteht grosse Gefahr, dass bei wurden aber an der Bremse fast 1000 HP Charrons Preisen. Andere, die Charrons grosser Geschwindigkeit der Wagen durch Beispiel nachahmten, * waren nicht so erfolgreich wie er, denn die Produktion steigerte umgedreht- werden könnte. In dieser Hin- den Luftwiderstand in die Luft gehoben und sich und Wagen waren bald ohne Prämium sicht wurde eine Reihe von wissenschaftlichen Versuchen in einem Tunnelapparat, der zu haben. Die Firma Charron, Girardot & Voigt sah aber die Handschrift an der Wand, künstlichen Wind erzeugt, gemacht. Diese zog aus der Situation ganz gehörigen Profit, im staatlichen physikalischen Laboratorium Hess das Händlergeschäft stehen und wen- Hotel fi Pension Sonnenbero US. Zflridi? U.U. - Grosses Gartenrestaurant. Züriohs schönster Aussichtspunkt. Bevorzugter Aufenthaltsort für Automobilisten. Spezialitäten in Küche and Keller. Stets lebende Forellen. — Auto-Garagen mit Boxen. Oel- und Benzsintank. — Pension von Er. 12.— an. Das ganze Jahr offen. HARRY MEYER, Bes., Mitglied des A.O. S. Trinkt alkoholfreie Trauben- u. Obstweine Hostetller & Co., Bern dete sich der Fabrikation zu. So entstand in Puteaux bei Paris der C. G. V.-Wagen. Die Fabrik wurde eine der bedeutendsten und finanzieH erfolgreichsten Frankreichs. Der C. G. V.-Wagen wurde auch in England verkauft, wo man links fährt, inT Gegensatz zu zu dem Rechtsfahren in Frankreich. Charron stattete seine iür Frankreich bestimmten Wagen mit linksseitiger, diejenigen für England mit rechtsseitiger Lenkung aus, und war so der Erste, der die linksseitige Lenkung einführte, mit Schaltung und Bremshebeln in der Mitte. Der erste 15-PS-C. G. V. war im vollsten Sinne des Wortes eine Neuheit: er war der erste Wagen, der Kugellager hatte, tief gebaut, gut gefedert, ein geräuschloser und flexibler Motor — zweifellos ein entschiedener Fortschritt in der Konstruktion eines betriebssicheren und eleganten Automobils. Die C. G. V.-Fabrik wurde schliesslich von der englischen Gesellschaft Charron Limited aufgesogen, welche die Charron-Wagen erzeugte. Ferdinand Charron heiratete die Tochter von Adolphe Clement, der ihm vor einigen Monaten im Tode vorangegangen ist. Es war eine Liebesheirat. Clement hatte zu jener Zeit ein neues Steckenpferd, die Erzeugung der Clement-Bayard-Luftschiffe, und so übergab er seinem Schwiegersohn die Leitung der Riesenautomobilwerke zu Levallois. Charron trat aus Charron Limited aus, modernisierte die Clement-Bayard-Automobile, nach einigen Jahren zerstritt er sich aber mit seinem Schwiegervater und verliess die Clement- Bayard-Werke. Nun wurde Charron wieder Händler. Einen Ausstellungsraum in der Avenue des Champs- Elysees hatte er immer unterhalten, und hier widmete er sich dem Verkauf von verschiedenen Automobilmarken. Charron war ein ansserordentlicher Pferdefreund, er erwarb Rennpferde und Hess sie zu Longchamp und Auteuil laufen; er wurde einer der besten Herrenreiter Frankreichs. Obwohl keineswegs mit reichem Haarwuchs gesegnet, im Gegenteil, er hatte er es sich angewöhnt, barhäuptig zu gehen, und er wird wohl derjenige gewesen sein, der die hutlose Sommermode einführte. Segrave wieder in der Arena. Der bekannte britische Rennfahrer Major Segrave bereitet sich, wie aus London be- ligkeitsrekorde ZVL Lande und zu Wasser vor. Seine Versuche zur. Ueberbietung der Rekorde will er bald, nach, Neujahr auf , dem klassischen^Boden^öE-Dayton Beach in Florida unternehmen, wobei er sich nicht verhehlt, dass er bei diesen Versuchen seinen Kopf einsetzt. Auch in Fachkreisen werden diese Versuche als äusserst riskant erachtet. Bei dem Angriff auf den Schnelligkeitsrekord zu Lande wird Segrave den bekannten britischen Motor Napier verwenden, der in ähnlicher Ausführung vort Leutnant Webster in Venedig, als er den Schneiderpokal errang, zur Verwendung kam. Dieser Motor wird auf 450 HP geschätzt, bei Forcierung in Teddington durchgeführten Versuche wurden gestern abgeschlossen. Dabei wurde bewiesen, dass Segrave leicht eine Stundengeschwindigkeit von 240 Meilen (384 Kilometer) erreichen kann. Sein Wagen ist in Form einer Zigarre gebaut. Die grösste Schwierigkeit boten die Pneumatiks, da keine Modifizierung des Kautschuks die Wärme verträgt, die durch die Bodenreibung bei dieser ungeheuren Geschwindigkeit enwickelt wird. Heute kann gesagt werden, dass diese Schwierigkeit überwunden wurde und dass entsprechende Pneumatiks hergestellt wurden. Der Erzeuger erklärte aber ausdrücklich, dass er für diese Rennpneumatiks bei der angegebenen Schnelligkeit bloss genau eine Minute garantiere. Major Segrave erachtet diese Zeit als hinreichend lang, da er bei der Geschwindigkeit, die er entwickeln wird, eine Meile in 15 Sekunden durchmessen wird und bei fliegendem Start noch einmal 15 Sekunden benötigen wird, um durch den Start mit voller Geschwindigkeit zu fahren. Das Motorboot, mit welchem Segrave den Rekord zu Wasser brechen wHl, ist mit demselben Napiermotor wie das Auto ausgerüstet. Es ist 30 Fuss lang. Segrave erklärte, dass er bei der Geschwindigkeit, welche er mit dem Boot zu erzielen beabsichtige, d. i. 100 Meilen in der Stunde, er weit grössere Befürchtungen hege als bei der Geschwindigkeit von 240 Meilen am Lande, da auf dem Wasser grosse Gefahr besteht, dass das Boot in die Luft geschleudert und umgestürzt wird oder eventuell unter 1 dem Wasser verschwindet. AUTOMOBIL-REVUE „Dienstmann, besorgen Sie bitte die Spedition meines Gepäcks". „Ich denke, wir bringen alles am einfachsten im Gepäcknetz unter". Vornehme Hausmusik ist Erholung und edler Genuss! Erstklassige GRAMMOPHONE Schrank-, Tisch- und Reiseapparate in neuester, hochmoderner Konstruktion zu billigsten Preisen. Fabrikation und Vertrieb E. Bertschinger, St. Gallen Pianofabrik) Lager Borsohacherstrasse 177, Telephon 46.27. Vorführung überall unverbindlich. Prospekte, Abbildungen etc. gratis. Verlangen Sie Offerte. — T. C. 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