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E_1928_Zeitung_Nr.078

E_1928_Zeitung_Nr.078

Einfuhr 925,132 Franken

Einfuhr 925,132 Franken auf 495,685 Franken zurückgegangen. Die beiden Länder liefern uns besonders Automobile und Chassis im Gewichte von 1200 bis 1600 kg. Nach Italien folgen Deutschland, Qrossbritannien, Belgien und 0 esterreich. Unsere Ausfuhr erstreckte sich im Monat August 1928 auf 33 Länder gegenüber 18 Länder im gleichen Monate des Vorjahres. zweiten, bzw. dritten Platz ein. Ihr Einfuhrwert steht allerdings beträchtlich hinter demjenigen im August 1927 zurück. Währenddem Frankreich im betreffenden Monat 1927 Geschick und Glück sind Grundlagen für für rund 1,1 Millionen Franken einführte, erreicht die Summe im August 1928 nur noch Sowohl die Organisation einer Veranstaltung, das gerissene Gelingen aller Wettbewerbe. 827,358 Franken. Noch bedeutender ist die die Auto und Flugzeug zu gemeinsamen Auf- Italiens gesunken. Sie ist vongaben heranzieht, als auch die einzelnen taktischen Entschlüsse von Automobilisten und Fliegern erfordern grosszügiges, forsches Geschick. Und Glück gehört nicht minder dazu, denn wenn sich ein gütigblauer Himmel über einer lachenden Herbstlandschaft wölbt, wenn der Pilot schon in der ersten Zone seiner systematischen Suchflüge den Beobachter über das welsse Kreuz der Meldesammelstelle führt, wenn die Flieger mit den Automobilisten einen zentralen Landungsund Verständigungspunkt vereinbart haben, und wenn schliesslich der Automobilist unter selbstsicherer Kartenführung oder dank Die Ausfuhr im August 1928. Stttofc Kg. Wert ia Ft. Total Deutschland a 8 222.05 215.696 b 23 390 d 1 11.80 8.300 f 45.07 33.979 258.365 Oesterreich a 1 1.67 1.515 f 26.30 36.727, 38.242 Frankreich a 9 74.18 85.227 f 19.97 33.358 118.585 Italien a 1 3.90 5.388 f 18.99 12.172 17.560 Belgien f 101.02 137.652 137.652 Holland a 40 635 f 1.72 2.572 3.207 Grossbritanien a 5.66 3.425 b 1 60 f 115.54 104.716 108.201 Spanien a 5 6.84 6.630 f 13 441.68 238.019 244.649 Portugal f 2 52.15 28.283 28.283 Dänemark f 2.64 2.609 2.609 Norvesen f 70 486 486 Schweden b 8 513 f 14.08 13.480 13.993 Finnland f 1.27 1.437 1.437 Polen f 1.22 1.741 1.741 Tschechoslowakei a 2 2.68 2.450 f 110.31 147.057 149.507 Ungarn a 4 5.64 4.600 f 8.75 4.165 8.765 Yougoslavien a 2 2.64 2.200 f 67 696 2.896 Griechenland f 2 40 40 Rumänien a 1 53 565 f 1 40.28 20.681 21.246 Algerien f 1.29 3.285 3.285 Marokko f 78 1.392 1.392 Südafrika a 17 140 140 Ostafrika f 9 174 174 Syrien* f 85 1.026 1.026 Niederländ.Indienb 2 70 f 21 271 341 Japan f 4.32 16.370 16.370 Vereinigte Staatenf "' 65.47 149.126 149.126 Columbien f 2.47 1.215 1.215 Brasilien f 9 318.03 196.920 196.920 Uruguay a 1 69 1.000 b . . 8 259" -»1.259 Argentinien f 6.00 7.416 7.416 Chile f 2 79.20 42.000 42.000 Bolivien f 2.42 590 ' 590 Australisch. Bundf 2.72 1.311 1.311 August 1928 a 34 327.05 329.471 b 42 1.292 d 1 11.80 8.300 f 27 1485.23 1.240.966 1.580.029 62 1824.50 / August 1927 a 25 29.04 36.915 c/i 15 653.29 40 682.33 373.189 410.104 Zunahme der Ausfahren 1.169.925 Seit dem Monat Juni 1928 ist Deutschland unser bester Abnehmer geworden, ganz besonders infolge grosser Einkäufe an zweiund dreirädrigem Motorrädern. Für den ausschliesslichen Automobilexport steht Spanien immer noch an erster Stelle. Die Ausfuhr in dieses Land hat sich gegenüber dem August 1927 verdoppelt. Sie besteht besonders im Verkauf von Automobilen und Chassis, die das Gewicht von 1,600 kg übersteigen. An dritter Stelle steht Brasilien, nachher folgen die Tsehechoslovakei, die Vereinigten Staaten, Belgien, Frankreich, Grossbritannien in Beträgen von über je 100,000 Franken. Oesterrelch, Portugal, Rumänien, Italien, Japan, Schweden sind abnehmer in Beträgen von Je über 10,000 Franken. Automobile und Chassis von Über 1600 kg bilden mit einer Summe von 1,214,966 Franken unsern Hauptausfuhrwert. K. Der fünfte Weltautomobilkongress findet, wie wir bereits früher einmal in der «Automobil-Revue» berichteten, vom 25. bis 29. dieses Monates in Rom statt. Die ersten drei Kongresse tagten in den Vereinigten Staaten von Nordamerika, der vierte wurde in London abgehalten. Auf dem Kongresse, der vom Verband italienischer Automobilfabrikannten und dem italienischen Automobil- Club organisiert wird, stehen folgende Fragen zur Diskussion: «Der Einfluss des Fortschritts auf dem Gebiete des Motortransportes auf den nationalen Fortschritt»; «Die Verwendung von Motorfahrzeugen durch die staatlichen und städtischen Behörden»; Motorbrennstoff und Brennstoffwirtschaftlichkeit»; «Die Verbesserung der Landstrassen und deren Finanzierung» ; «Zusammenarbeit zwischen Transport auf der Eisenbahn und auf der Landstrasse»; «Mittel zur Hebung des Verkaufs von Motorfahrzeugen durch verbesserte Organisation des Einzelhandels oder durch Bereitstellung von Geldmitteln.» Es ist zu wünschen, dass der Kongress für den internationalen Automobilismus wiederum von segensreicher Folge sein werde. -t. einem späherhaften Orientierungssinn die Meldesammelstelle und seinen Kommandoposten in verblüffender Zeit findet, dann darf man mit Fug und Recht von Glück sprechen. Die Berner Autavia, organisiert von der Sektion Bern des A. C. S. und von der Ortsgruppe Bern der Avia, stand im Zeichen einer spannend-interessanten militärsportlichen Konkurrenz. Herr E. H. Thommen (Mitte), der Organisator der Autavia im Kreis© seines Stabes. AUTOMOBIL-REVUE 1928 Die Berner JfcufaViia« Der Flugplatz Thun bot am letzten Samstag nachmittag ein lebhaftes und malerisches" Bild, als sich die 16 Equipen, bestehend aus je einem Flugzeug und je zwei Automobilen samt Bemannung zum Start vorbereiteten. Nachdem Herr Thomann, der Sportpräsident, Sektion Bern des A. C. S. mit seinem Organisationsstabe die Equipen endgültig formiert und die Startvorbereitungen beendet hatte, sammelte Herr Hauptmann Künzle, die rund 100 Mann (auch Damen nahmen trotz taktischem Einschlag als Konkurrenten teil) der Equipenmannschaften. Die Aufgabe der Autavia lässt sich in wenigen Worten wie folgt präzisieren: Im Kartenraum Münsingen, Mühleberg, Aarberg, Utzenstorf, Huttwil, Slgnau, Münsingen befinden sich eine Meldesammelstelle und zwei Kommandoposten. Das Flugzeug hat die Meldesammelstelle, bezeichnet durch ein weisses Kreuz und die beiden Kommando-, Posten, bezeichnet durch ein Doppel-T aufzusuchen und an einem verabredeten Treffplatz den beiden Autos der Equipe je eine Meldung zu Übergeben, sowie jedem Auto die Meldesammelstelle und den zugeteilten Kommandoposten auf der Karte zu bezeichnen. Jedes Auto musste mit seiner Meldung auf die Meldesammelstelle und von dort nach seinem zugeteilten Kommandoposten fahren. Massgebend für die Bewertung war die Zeitspanne zwischen dem Start des Flugzeuges und der Abgabe der Meldungen auf dem Kommandoposten. Nachdem die Equipen unter sich in eifrigem Gespräch über ihren Karten den Treffplatz und eventuelle Verständigungszeichen vereinbart hatten, strebten von 15 Uhr an in minütlichen Abständen die 16 Flugzeuge unter majestätischem Surren in eleganten Schleifen das Aaretal abwärts. Ihnen folgte die Schar der Automobile in munterer Gangart. Es verging mehr als eine Stunde bis sich auf der Meldesammelstelle, die in der luftigen Höhe von Lauterbach nördlich von Worb lag, Flieger zeigten, die durch mehrmaliges - Kreisen kund taten, dass sie den Ort entdeckt hatten. Geraume Zeit /erfloss Wiederum bis die ersten Wagen erschienen, die in forscher Fahrt den Weg durch das coupierte Gelände zum verkehrsfernen Orte gefunden hatten. Längst waren an die zehn Äütopaare mit den fieberhaft gespannten Konkurrenten davongestoben, als am abendlichen Himmel die schlanke Silhouette des des blankbraunen «Mutzli» erschien. Unterdessen waren beide Kommandoposten — der eine lag im Seeland, in der Gegend von Radelfingen—Frienisberg, und der andere Im Oberaargau, auf den Höhen nördlich von Wynigen — bereits von den erstenfEquipenautos erreicht worden. Längst hatte .sich die Sonne ihinter die Abendwolkjen-gesenkt und ein trotzig kühler Wind eingesetzt, aber immer noch strebten vereinzelte Autos, in verbissenem Mute und aller Malchance zum Trotz der Kommandostelle zu. Diesen Tapfern gebührt besondere Ehre, denn es ist wahrlich keine Kleinigkeit in denkbar kurzer Zeit ein derart raffiniert zerfurchtes Gelände zu durchfahren. Gar mancher Lenker der sonst die Ruhe selber ist, hat sich durch die Tücke der engen Strassen, durch ein endloses Hinauf und Hinunter und durch die Offenbarungen unübersichtlicher Kurven in ein Fieber hineingefahren, das ihm selbst am Abend noch — besonders Vor dem Start. Eifriges Kartenstudium nach der Befehlsausgabe. während der Preisverteilung!. — in den GUe^ dem nachprickelte. Die Soiree. Währenddem Bern im Lichtermeer erglänzte und dessen Münsterturin in magischer Beleuchtung seine Spitze gegen den sternenlbesäten Himmel reckte, umlagerte ein Tross von Autos das Kasino. Der Burgerratssaal ist festlich beleuchtet. Festlichfröhlicfhe Menschen diskutieren das Ereignis des Tages, die zweite bernische Autavia, die unter Leitung von Herrn Thommen einen schönen Erfolg zu verzeichnen,hat und alle Teilnehmer aufs [beste befriedigte. Von der Rangliste ist dies und das bekannt geworden, prächtige Becher und Plaketten warten ihrer Abnehmer. Man diskutiert, man lacht, man freut sioh der überwundenen Schwierigkeiten und Malchancen. Unterdessen hat die Musik eingesetzt, die ersten Paare drohen in Eleganz nach dem Takte der prickelnden Musik. Das Bunte der Damentoiletten verschmelzt sich mit dem Schwarz der Smokings und Fräcke. Der Augenblick der Bekanntgabe der Rangliste ist gekommen. Herr Thommen gibt in launiger Rede der Reihenfolge der Siegerequipen bekannt. Klatschen und Beifallsbezeugungen .. Auch aus der zweiten Berner; Autavia werden die Veranstalter ihre Lehren ziehen, der Rayon wird in Zukunft enger gezogen und die Leistungskraft unserer Flugzeuge nidht mehr allzu optimistisch eingeschätzt werden. Vielleicht wird diese Art von Veranstaltungen dem zuständigen Militärdepartemente audh Fingerzeige für unser Flugwesen geben können» Der Präsident des A. G. S. Sektion Bern, Herr Dr. Mende, verdankte in kurzen, träfen Worten den flotten Sportstag, ein ganz spezielles Kränzchen dessen spiritus rector, Herrn Thommen, windend. Ihm schloss steh der Präsident der Sektion Avia Bern, Herr Hptm. Künde, an. Das Ungar-Orchester sdhmiss seine rassigen Weisen auf das Tanzparkett. Wer hätte da widerstehen können? In gehobener, fröhlicher Stimmung verläuft der Abend in den Morgen hinein. Der Münsterturm hat sieli in Dunkel gehüllt, der Lichterglanz der Saffa-Stadt ist erloschen, eine schwere Septemberdämnierung liegt über dem Hä,u- ( sermeer, als die letzten den Penaten zufahren. '4 Audh die Berner Autavia darf zu detf gelungenen Sportsveranstaltungen dieser! Saison zählen, wie in Zürich und Base! freut man sich auch in Bern bereits auf die Autavia 1930. - K. ' Resultate siehe nächste Seite. Die Konferenz der kantonalen Baudirektoren nahm in einer zweiten Sitzung ein Referat von Ingenieur Ammann, Sekretär der ständigen Geschäftsstelle der Strassenfachmänner in Zürich, entgegen über Strassen- Numerierungstafeln und Reklame. Die Sektion Solothurn des A. C. S. hatte in freundlicher Weise eine Automobilkolonne zur Verfügung gestellt, welche die Teilnehmer nach Balsthal führte zur Besichtigung der seit der Hochwasserkatastrophe des Jahres 1926 durchgeführten Strassenbauten und Baukorrektionen. Zum Schlüsse wurden ebenfalls die von RoH'schen Eisenwerke in Klus besichtigt, -t. Zusammenschluss der Berliner Verkehrsgesellschaften. Letzter Tage ist von der Verkehrsdeputation der Berliner Stadtverwaltung eine bedeutungsvolle Transaktion genehmigt worden, wodurch die Hochbahn, Strassenbahn sowie die Allgemeine Omnibusgesellschaft zu einer einzigen Aktiengesellschaft zusammengefasst werden. Das Aktienkapital, das sich auf rund 400 Millionen Mark beziffert, ist vollständig im Besitze der Stadtverwaltung. Durch diese Konzentration wird eine Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung erzielt werden und man hofft auch auf verkehrspolitischem Gebiete aus dieser Vereinheitlichung Vorteile zu ziehen, Di© neue Berliner Verkehrs A.-G. dürfte die grösste kontinentale Transportunternehmung in städtischem Besitze darstellen und stellt unseres Wissens auch das einzige Beispiel dar für eine derartig enge Zusammenfassung der hauptsächlichsten Verkehrsmittel einer Grossstadt. In London schweben schon seit längerer Zeit Verhandlungen zwischen den zahlreichen privaten VerkehrsgeseMschaften der englischen Metropole, da dort die Aktien in einem Pool zusammengelegt werden sollen. Die Angelegenheit ist aber bis jetzt noch! nicht spruchreif geworden. Z. \ Die Strassenmitte gehört weder dir noch dem entgegenkommenden Fahrer. Ihr beide müsst mit dem Strassenrand vorlieb nehmen, wenn ihr ungeschoren aneinander vorbeikom^ men wollt. * Vermeide scharfes Bremsen auf glatten Strassen. ü. 78

N°78 1928 Rang EauiDe H v Kongress der mf. Sportkommission. Die Internationale Sportkommission des Verbandes der A. I. G. R. tagte dieser Tage in Paris. Die Schweiz war durch den Sportpräsidenten des A. G. S., Herrn Jules Decrauzat, vertreten. Weiterhin nahmen teil: Baron Nothomb und Langlois (Belgien), Resines (Spanien), W. S.. Hogan (Amerika), Grai de Rohan und Peruse (Frankreich), G. 0. Fritsch (Deutschland), 0. Gorman und Oberst Lindsay Lloyd (England) und Florio (Italien). Die Grands Prix der einzelnen Länder wurden für das Jahr 1929 mit folgenden Daten vorgemerkt: Grosser Preis von Frankreich 30. Juni, Grosser Preis von Belgien 6. und 7. Juli, Grosser Preis von Deutschland 14. Juli, Grosser Preis von Spanien 31. Juli, Grosser Preis von England 17. August und Grosser Preis von Italien 8. September. Zur Ausarbeitung einer Rennformel für das Jahr 1929 und der Reglemente für den Grossen Preis von Europa und die Weltmeisterschaft 1929 wurde eine Kommission bestellt, bestehend aus den Herren Peruse, 0. Gorman, Florio, Baron Nothomb und G. 0. Fritsch, welche Vorschläge ausarbeiten wird. Die Entscheidung über Rennformel und Reglemente soll nach Unterbreitung genannter Vorschläge an die einzelnen Landesclubs in der Oktober-Sitzung der Internationalen Sportkommission getroffen werden. Die Weltmeisterschaft von 1928 konnte nicht ausgesprochen werden, da keine Marke die Ausschreibungsbedingungen erfüllt hat. ' Anhang G des Internationalen Sportreglements •wurde dahin abgeändert, dass die Minimalzahl der Plätze bei Fahrzeugen der Klasse A.B.G. der Kategorie Sport auf zwei reduziert wird — was unserem nationalen Reglement entspricht —, indessen haben die Fahrzeuge Ballast für vier Personen zu tragen. Der A. G. von Italien unterbreitete ein Reglement für Tourenwagen, das jedoch für dieses Jahr noch Hicht als international anerkannt wurde. Die Internationale Sportkommission empfiehlt das Reglement allen Landesclubs zur Anwendung bei nationalen Veranstaltungen. Die damit gemachten Erfahrungen sollen zur eventuellen offiziellen Erklärung als internationales Reglement pro 1930 führen. Damit ginge ein alter Herzenschwunsch der Schweiz, welche schon seit Jahren in ihrem nationalen Reglement die Dreiteilung Touren-, Sport- und Renn- "wagen erfolgreich durchführt, in Erfüllung. Der Antrag Frankreichs, eine besondere Kategorie für Strassenrekorde zu schaffen, wurde nicht genehmigt. Schliesslich hiess die Internationale Sportkommission die nationalen Reglemente des A. G. von Italien und des A. G. von Deutschland gut. v. Keine Rudelstarte mehr? Wie verlautet, führte die in der letzten Zeit aufsehenerregende Zahl von Unfällen auf deutschen Bahnen zu einer Besprechung zwischen Behörden und Vertretern der deutschen Automobilclubs. Es wurde .übereinstimmend beschlossen, dass Rundstreckenrennen mit Rudelstart auf öffentlichen Strassen inskünftig grundsätzlich nicht mehr stattfinden sollen, v. Die Beachtung der Vorschriften liegt im Interesse der Verkehrssicherheit. Wir erhielten dieser Tage ein Schreiben eines Automobilisten, welcher sich über eine Busse beklagte, die er auf Grund der Anzeige eines Strasseninspektors in Vuadens erhielt, wo zurzeit Strassenbauarbeiten im Gange sind. Der gebüsste Automobilist beschwert sich, verknurrt worden zu sein, obwohl sein Tempo nicht mehr als 20 Kilometer betragen habe. Eine Klage auf der Präfektur in Bulle und beim Baudepartement wurde abgewiesen. Der Korrespondierende knüpft an seine Verurteilung die Frage, ob ein Strasseninspektor berechtigt sei, Anzeige zu erstatten. Nach genauen Erkundigungen an Ort und Stelle haben wir feststellen können, dass die Busse gemäss Art. 35 des interkantonalen Konkordates vom 7. April 1914 für Automobile und Fahrräder und Art. 119 des Strassengesetzes vom 24. Februar 1923 zu Recht gefällt worden ist. Die Anzeigetafeln sind äusserst sichtbar placiert und tragen den ausdrücklichen Vermerk, dass nur zehn Kilometer gestattet sind. Der Leiter der Bauarbeiten, d. h. der vorerwähnte Strassenbauinspektor, soll vollauf berechtigt gewesen sein, Anzeige zu erstatten. Dieser Fall erhellt einwandfrei, dass ein strenger Unterschied zu machen ist zwischen Vorschriften, die im Interesse der Verkehrssicherheit liegen einerseits und Kontronbetrieben anderseits, welche auf oft geraden und unbewohnten Strecken als reine Geschäftsmache etabliert werden. Dies trifft hier umso eher zu, als es sich bei der Strasse Bulle-Chätel St. Denis tatsächlich um eine sehr unübersichtliche Strecke handelt, v. [>as offizielle Jahrbuch des A. C. S. pro 1928 ist soeben in handlichem Taschenformat erschienen. liste C3.OJ? Berner Die ersten neun Ränge, die mit Becher beehrt wurden. 1926 1927 Wie bereits in einer früheren Ausgabe morgens festgesetzt. Die Rennstrecke selbst Unfälle mit Personengefährdung 1120 1092 unseres Blattes berichtet wurde, findet am 7. wird bereits 6 Uhr 30 gesperrt und wird Zahl der verletzten Personen 1177 ,1163 Oktober in Basel in der Hardt, Strecke Birsfelden—Schweizerhalle ein grosszügig ange- Extra-Tram, Auto-Cars werden die grossen Wenngleich die Abnahme der Unfälle, so- dasselbe bei jeder Witterung abgehalten. Zahl der getöteten Personen 17 15 legtes Automobil-Rennen der Automobil- Massen des Basler Sport-Publikum, welche wie der Verletzungen überhaupt, zahlenmäs- eine geringe ist, so bedeutet sie doch Sektion Basel des Touring-Club der Schweiz, diese Veranstaltung mit Sympathie und Be-sigeisterung erwarten, zur richtigen Zeit an unter Teilnahme des Motocycle-, Motorfahrer-, Basler Motorsport-Club Basel, sowie Ort und Stelle befördern. Weitere interes- einen ganz bemerkenswerten Fortschritt in der Sicherung des Strassenverkehrs. Es muss des Motorsport-Club Baselland, Liestal, statt. sante Einzelheiten hierüber werden wir in Das Organisationskomitee mit den diversen der nächsten Nummer unseres Blattes veröffentlichen. Unterkomitees ist bereits fieberhaft an der Arbeit, die Anmeldungen gehen bereits er- Das Rennen ist offen für sämtliche T. C. S.- freulicherweise zahlreich ein und es ist damit zu rechnen, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg für die hiesige Automobil- Sektion Basel des T. C. S. werden wird. Es ist ferner dafür Sorge getragen worden, dass das Rennen in jeder Beziehung ohne Gefahr für das Publikum abläuft, denn es sind nicht nur Sekuritas zur Sicherung der Rennstrecke, sondern auch ein grosses Polizei-Detachement hiefür aufgeboten worden. Der Anfang des Rennens ist auf 7 Uhr Birsfelden Automobilrennen in der Hardt. DER. NEUE Mitglieder, sowie Mitglieder der dem T. C. S. Gegenrecht haltenden Verbände. W. Der Erfolg der Erziehung für den Verkehr. Bekanntlich hat England und vorab die englischen Städte hauptsächlich durch die Safsty Firstbewegung. seit manchen Jahren Situationsplan der Hardstrecke. ARMON ACHT ZYLINDER zum Preise In Linie SECHS /ZYLINDERS AARAÜ eines Der Wagen der den Anforderungen seiner Zeit voll und ganz genügt Sedan 5 pl. Fr. 14,900.- Exklusiver Import für die Schweiz: reis AUTOMOBIl -RFV _A.T*t»V:_Et Aut0 [ Amo ü Zeit Pilot Beobachter Minuten und Fahrer Verbind.-Mann Fahrer Yprbiml.-Mann Sekunden j I. 10 Lt. Rieser Art. Lt. Gfeller Schlotterbeck Oblt. Röschi Mathy* Lng. Zubarbühler 325. j II. 13 Lt. Kauert Lt. Ogg 0. R. Wagner Dr. JJüchi Leuenberger Lt. Steck 354.25 III. 15 Oblt. Mooser Oblt. Kundert Hilfiker Bernis Schmidt Piüss 374.(3 IV. 4 Lt. Primault Oblt. Steinemann Flury Leutwyler Ochsenbein Käatli 39t).3O V. 16 Lt. Mauerhofer Lt. Rohner Weber Huber Lämmlin Mühlegg 423.50 VI. ' 3 Oblt. Bäbler v. Mühlenen v. Mühlenen Müller Ruckstuhl Rufener 447.30 VII. 6 Lt. Wyss Lt. Graber W. E. Huber Dr. Plattner Bankhäuser Schneider 447.35 VIII. 11 Oblt. Bleuler Lt. Gugolz Marfci. " Jaisli Frl. Haberer Fleuti 451.38 IX. 2 Oblt. Gut Oblt. Spillmann Salzmann Hirt Brägger Bühler 457.05 pcia GENCE /\MERICAINE S.A. GENF BASEL St. GALLEN ZÜRICH unermüdlich an der Aufklärung des Publikums und dessen Erziehung für den Verkehr gearbeitet. Ein deutlicher Erfolg dieser Bemühungen konnte erfreulicherweise schon ssit geraumer Zeit konstatiert werden, der sich zum Teil in einer verlangsamten Zunahme der Verkehrsunfälle statistisch nachweisen Hess. Noch viel ermutigender ist das Ergebnis der Unfallstatistik der Londoner City, welches im Jahresrapport der dortigen Polizeiverwaltung zahlenmässig festgehalten wurde. Obwohl gerade die City zufolge ihrer zum Teil sehr engen Strassen und eines besonders zu den Stosszeiten ungeheuer dichten Verkehrs, für Verkehrsunfälle eigentlich prädestiniert ist, haben die Verkehrsunfälle im Jahre 1927 abgenommen, was folgende Angaben illustrieren: eben darauf Rücksicht genommen werden, dass die Zahl der im Verkehr stehenden Motorfahrzeuge aller Art im Laufe des letzten Jahres zugenommen hat und auch die Verkehrsdichtigkeit sich entsprechend erhöhte und zwar derart, dass gerade in der Londoner City mancherorts bereits die Sättigung erreicht zu sein scheint. Diese günstigen Ergebnisse der Unfallstatistik beweisen wohl, wie wichtig und wie richtig die Erziehungsmassnahmen sind, deren offensichtlicher Erfolg hoffentlich mancherorts und hauptsächlich auch in schweizerischen Städten als Beispiel dienen möge. '\* SdweizerhaÜe Automobilstrasse Bern-Thun. (Korr.) Am vergangenen Freitag Abend sprach der Geschäftsführer des Initiativkomitees für eine Automobilstrasse Bern—Thun, Herr Marcel Nyffeler-Aebi, Bern, auf Einladung des Ortsvereins Münsingen in der Turnhalle Münsingen über Automobilstrassen im Allgemeinen und die geplante Automobilstrasse Bern- Thun im Besonderen. Rund 150 Personen der zunächst interessierten Gemeinden zwischen Bern und Thun folgten den Ausführungen des Referenten, der wohl wie kein zweiter über diesen Gegenstand zu sprechen berufen ist. Lichtbilder und Filmaufnahmen von den oberitalienischen Automobilstrassen erläuterten das gesprochene Wort und ermittelten einen guten Einblick in die für unser Land noch neue Verkehrsmöglichkeit. An den Vortrag schloss sich eine Diskussion an, in der sowohl Vertreter der Behörden, als auch einige private Automobilfahrer zu Worte kamen. Es zeigte sich, dass der Gedanke einer Automobilstrasse von der Bevölkerung der zunächst interessierten Gemeinden einmütig begrüsst wird. Die Landbewohner erhoffen von ihr die sehnlich erwartete Entlastung der heutigen Staatsstrasse. Der schnellfahrende Durchgangsverkehr, den die Automobilstrasse anzuziehen geeignet ist, macht es nämlich dem Landwirt immer schwerer, mit seinem hergebrachten Pferdefuhrwerk die Strasse zu benützen. In zweiter Linie schweben alle Dorfbewohner in einer ständigen Gefahr, was in den letzten Monaten durch die vorgekommenen Unfälle besonders deutlich erwiesen wurde. Aus der Diskussion ging ebenfalls hervor, dass wirtschaftliche Bedenken seitens des ländlichen Gewerbestandes nicht haltbar sind. Wie die Gemeindebehörden der zunächst interessierten Ortschaften ist auch die ganze Landbevölkerung der Ansicht, dass ihnen durch die Automobilstrasse ein Verkehr genommen wird, von dem sie wirtschaftlich bis dahin nichts profitierte und der sich für sie nur in mancher Beziehung nachteilig auswirkte. Für das Dorf Münsingen ist zu erwähnen, dass hier die einzige Abzweigung geplant ist, dass dieses grosse Dorf also näher an die beiden Städte Bern und Thun herangerückt wird. Münsingen darf von der Automobilstrasse demnach auch eine wirtschaftliche Belebung erhoffen und in etwas weiterer Ferne erschliessen sich sogar der stadt-bernischen Vorortspolitik neue Möglichkeiten.