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FW0118-Schwerpunkt-Fachberater-Gefahrstofflagen-Druck

Foto: Alexander Trenn Einsatzschwerpunkt: Unfälle mit Gefahrguttransportern erfordern viel Fachwissen. Abwehr von Umweltgefahren Fachwissen nutzen Ende Mai 2011 wurde der Leiter der Abteilung Brandschutz der Feuerwehr Schwedt/Oder in die Funktion des Fachberaters Gefahrstofflagen durch den Landesbranddirektor berufen. Seitdem steht er den Feuerwehren und anderen Behörden bei allen Fragen rund um Einsätze mit Chemikalien und Gefahrstoffen telefonisch oder am Einsatzort als Berater zur Verfügung. Im Juli 2015 wurde im Rahmen von Umstrukturierungen ein Übergang der Funktion auf den LFV Brandenburg realisiert. Die Beratung ist nun fest an den LFV Brandenburg gebunden und kann von allen Feuerwehren jederzeit in Anspruch genommen werden. Sie ist kostenfrei, bis auf anfallende Reisekosten. Ausbildungen und Schulungen Der Chemiker Trenn bietet Inhalte zu verschiedensten Themenbereichen, wie die Gefahrenklassen 1 bis 9 in einem Experimentalvortrag oder auch Auswertungen von Gefahrstoffeinsätzen, an. So können immer mehr Feuerwehren und Führungskräfte Gefahren besser beurteilen. Am 7. Oktober 2017 fand erstmals ein Gefahrguttag in Mecklenburg-Vorpommern statt, den der Feuerwehrverein Krakow am See (LK Rostock) unter der Leitung seines Vorsitzenden Remo Schmecht, der gleichzeitig auch Wehrführer und Zugführer der Gefahrstoffeinheit ist, organisiert hatte. Zahlreiche Feuerwehrangehörige werteten in angenehmer Atmosphäre eine Auswahl von Einsätzen aus. Die Kameraden sprachen über die Auswahl von Schutzkleidung und deren Einsatz. In der Fahrzeughalle fand eine Ausstellung zu Brandschutztechnik statt. Ebenfalls konnte man den neuen Gerätewagen Gefahrgut des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte bewundern. Vorbeugend tätig In den letzten zwei Jahren kristallisierte sich heraus, dass die Aufgabe des abwehrenden Gefahrstoffeinsatzes nicht mehr allein im Fokus steht: Der vorbeugende Brandschutz stellt ein zunehmendes Segment dar. Viele Feuerwehren nutzen die Möglichkeit der Beratung, um bestehende Betriebe oder Einrichtungen hinsichtlich ihres Gefahrstoffumgangs und der Stoffprozesse zu analysieren. Daraus wurden Hinweise für einen späteren Einsatz wie auch Einsatzpläne erarbeitet. Dies ist besonders im TÖB-Verfahren, also im Verfahren für Träger öffentlicher Belange, wichtig. Hier leisten Kommunen in Bauverfahren Zuarbeit an die Bauordnungsämter und können in diesem Zusammenhang bauliche, organisatorische und technische Forderungen zum Brandschutz in die Baugenehmigung einfließen lassen, wie beispielsweise das Vorhalten von bestimmten Schaummitteln, Messgeräte etc. auf Firmenkosten. Auch Dienststellen des vorbeugenden Brandschutzes haben hin und wieder Fragen in Genehmigungsverfahren. Beschaffung Ein weiterer, zunehmend wichtiger Beratungsinhalt ist die Überarbeitung von Prüfröhrchenbeständen. Hier einmal genauer hinzusehen, hilft oft. Diese Unterstützung haben auch schon Werkfeuerwehren genutzt. Bei der Messgerätebeschaffung kann ein Gespräch helfen, sich über die sinnvolle Ausstattung mit Sensoren auszutauschen. Stark im Einsatz gefordert Nach wie vor ist es dem Fachberater bei Einsätzen vor Ort wichtig, dass gefährliche Chemikalien am Ort verbleiben und gegebenenfalls neutralisiert oder chemisch unschädlich gemacht werden. So wird eine Verschleppung der Gefahr bei Reinigungsarbeiten in die Wache oder in das FTZ verhindert. Die bisherigen Erfahrungen bei Säuren oder anderen Chemikalien zeigen eindrucksvoll, zum Teil unterlegt durch Laboranalysen, dass dieser Weg richtig ist. Die stetige Zunahme der Einsatzzahlen auf jetzt jährlich weit über 100 zeigt deutlich, dass sich das Einsatzgeschehen und die -inhalte verändern. Auch kleinere Gemeinden werden immer häufiger mit CBRN-Einsatzlagen oder vorbeugenden Themen konfrontiert. So plante z. B. eine Agrarfirma in einem kleinen ländlich geprägten Amt im Norden der Uckermark den Bau eines Pflanzenschutzmittellagers mit mehr als 1.100 t Chemikalien, davon 200 t Gifte und 500 t brennbare Stoffe. Auf eine solche Gefahrenlage ist die örtliche Feuerwehrinfrastruktur nicht einmal ansatzweise ausgelegt. Seit seiner Amtseinführung konnte Trenn zahlreiche Einsätze betreuen. Am 5. Juli 2017 gab es ein Jubiläum – den 300. Einsatz. Bis zum Jahresende 2017 war der Fachberater weiter stark gefordert und wickelte inzwischen den 371. Einsatz ab. Erfreulich ist die Nutzung des Angebots aus anderen Bundesländern. Insbesondere Feuerwehren aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt nutzen die Beratung im Einsatz. ■ A. Trenn, S. Wagner Foto: Aireye/Peter Jagst Alexander Trenn bietet als Fachberater Gefahrstofflagen sein chemisches Fachwissen rund um CBRN in der Ausbildung, bei der Planung und im Einsatzgeschehen an. Dies inzwischen auch über die Landesgrenzen Brandenburgs hinaus. Immer ansprechbar: Alexander Trenn (r.) ist zu allen Fragen des Gefahrguteinsatzes ansprechbar. Weitere Infos/Kontakt Informationen zum Fachberater Gefahrstofflagen gibt es im Internet unter www.lfv-bb.de, Menüpunkt Über uns/Fachberater. Kontakt jederzeit per Telefon: 0172 9260112 oder E-Mail: trenn@freenet.de Im Einsatzfall kann eine Anforderung über die Leitstelle erfolgen. www.feuerwehr-ub.de Feuerwehr 1-2/2018 27

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