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E_1931_Zeitung_Nr.008

E_1931_Zeitung_Nr.008

die Personenwagen,

die Personenwagen, währenddem bei den Lastwagen und Motorrädern im grossen ganzen gleichhohe Ziffern stehen. Verkehrsbewilligungen Im Jahre 1930. Die Statistik der Verkehrsbewilligungen pro 1930, deren Angaben wir den Veröffentlichungen des Eidg. Statistischen Amtes entnehmen, schliesst, wie bereits gesagt, mit 18,389 zum Verkehr zugelassenen Motorfahrzeugen ab. Da im Jahre 1929 die Statistik der Verkehrsbewilligungen erst im Juli begonnen wurde, ist ein Vergleich der beiden Jahresresultate nicht möglich. Die Schätzung ergibt aber eine ungefähre Gleichheit der Bjlanzziffern. Mit einem Ergebnis von 7841 neuen Verkehrsbewilligungen gegenüber 7035 steht das zweite Halbjahr 1929 gegenüber dem zweiten Halbjahr 1930 günstiger da. In dieser relativen Abnahme der für den Verkehr tauglichen Motorfahrzeuge lässt sieh eine Wirkung der gegenwärtigen Krisenzeit erkennen. Die Kundschaft des Automobilhandels ist gegenwärtig etwas zurückhaltend, eine Tatsache, die sicher im nächsten halben Kalenderjahre schon eine Wendung zum Bessern nehmen dürfte. Ueber die Veränderungen in der Ausstellung von Verkehrsbewil- Hgungen bei den einzelnen Kantonen erteilt unsere Tabelle eingehende Auskunft. Die Einfuhr 1930. In unserer Tabelle, die die genauen Daten der Einfuhr bekannt g'rbt, ist zu ersehen, dass die Einfuhr der Motorfahrzeuge im Jahre 1930 (13,529) gegenüber dem Jahre 1929 (15,273) um rund 1800 Stück zurückgegangen ist. Man mag nun über diesen Ausfall zweierlei vermuten. Entweder eine Auswirkung der Krisenlage Europas und der Schweiz oder eine Sättigung des Bedarfes an Motorfahrzeugen. Wir neigen zur ersten Auffassung und erachten die Erscheinung als vorübergehende. Die jüngsten Berichte amerikanischer Industrieller und Wirtschafter bestätigen unsern Optimismus. Sobald auf dem Weltmarkte auch die Umstellung der Produktion auf die jüngsten Bedürfnisse erfolgt ist, wird in allen Ländern Europas wieder eine Belebung- des Marktes in Erscheinung treten. Von einer Sättigung im Motorfahrzeugverkehr der Schweiz zu sprechen, halten wir noch als verfrüht. Es Hesse sich höchstens von einer Atempause im Tempo der Motorisierung unseres Landes sprechen. Bemerkungen zu den Dezember-Ziffern. Besondere Beachtung verdient die Dezember-Einfuhr mit einem Ergebnis von 934 Einheiten gegenüber 600 im Dezember 1929. Wir hatten jn den frühern Monatsberichten schon Gelegenheit, auf die damals erfolgte starke Reduktion der Lagerbestände im Automobilhandel hinzuweisen. Wenn nun die Zahl der neu in den Verkehr gestellten Motorfahrzeuge in den Vormonaten stets grösser war, als die Zahl der eingeführten Motorfahrzeuge, so ist es leicht zu verstehen, wenn im Monat Dezember die Lagerbestände wieder ergänzt Neue Verkehrsbewilligungen (Kantonsweise) " Dezember'lttäiT Dcjscmbor 1930 ~~ ~Jan«ar-I)ezembor 1930 Kantone J || || « J j | || 3 J |l g J| J? Zflrioh 18 4 2 84 23 8 S SS 1775 334 2109 1277 8386 Ben» .....100 20 18 188 15 1 6 22 1209 211 1420 1402 2822 Luaem 11 5 6 28 19 4 6 29 342 78 420 287 707 \Jn 1 — — J — 1 —- 1 11 9 20 25 45 SehwyiB — — — — — 1 — 1 44 27 71 85 156 Obwalden _ _ _ _ _ _ _ — _ ij 5 16 24 40 Nidwaiden — — — — _ _ — _ ß 6 12 8 20 werden, was beim Dezember-Einfuhrergebnis sich deutlich offenbart. In der Dezember-Statistik der Verkehrsbewilligungen steht eine kleine Ueberraschung: Der Rückgang im vergangenen Monat kann fast ausschliesslich dem Kanton Bern verbucht werden, der eben aus verwaltungstechnischen Gründen in den letzten zehn Tagen des Dezembers von der Erteilung der Verkehrsbewilligungen absieht. Neben Bern weist auch Baselstadt eine bedeutende Abnahme neuer Verkehrsbewilligungen auf. Grössere Zunahmen sind nur bei den Kantonen Waadt und Thurgau zu ersehen, währenddem die Mehrzahl der Kantone ganz geringe Differenzen notiert. Die Rang-Reihenfolge. Neue Spezialwagen. Das Eidgen. Statistische Amt errichtete ferner eine Statistik der Spezialwagen für das Jahr 1930. Wir entnehmen seiner Publikation die nachstehenden Ziffern: Es wurden in den Verkehr gebracht 177 Traktoren (108 landwirtschaftliche und 69 Strassen-Traktoren). 62 Traktoren sind in der Schweiz und 115 im Ausland erstellt worden. In den Verkehr kamen ferner 143 Autobusse (96 schweizerische und 47 ausländische). 34 Spezialwagen (6 Sanitätswagen, 1 Leichenwagen. 10 Automobilpumpenwagen, 2 Kehrichtwagen, 5 Strassen-Sprengwagen, 7 Zisternenwagen für Benzin und Petrol. sowie 3 andere Wagen), von denen 22 in der Schweiz und 13 Wagen im Ausland fabriziert wurden. Die Mehrzahl der Wagen (180) gelangte in der Schweiz zur Fabrikation, was auf unsere Lastwagen- und Spezialwagen-Industrie ein sehr günstiges Licht wirft. R.-La. den Verkehr noch besonders ausgebaut wer-» den müsste. Die Anlage von besonderen Radfahrwegen kommt nicht unverhältnismässig hoch zu stehen, der Unterhalt beschränkt sich auf ein Minimum. Es ist zu hoffen, dass die Stadt Basel der Schweiz mit der konsequenten Anlegung von Radfahrwegen im Interesse der öffentlichen Sicherheit als gutes Beispiel vorangeht. bo. Anlässe am Berliner Salon 1931. Das ständige Bureau der internationalen Automoibilkonstrukteure wird am 25. Februar in Berlin eine Tagung halten. Es ist die erst« Tagung in der deutschen Reichshauptstadt. Vom 26. bis 28. Februar ist der IV. inter-> nationale Normenkongress angesagt. Daneben finden eine ganze Anzahl Versamm* lungen der nationalen Automobil- und Verkehrsverbände zwischen dem 18. und dem 28. Februar statt. Besonderes Interesse verspricht auch die Sternfahrt des nationalen Deutschen Automobil-Clubs. Die deutschen Automobilbehörden machen gegenwärtig grosse Anstrengungen, den Berliner Salon zu einem wirtschaftlichen ' und gesellschaftlichen Ereignis auszubauen. Es ist ihnen auch gelungen, den Reichspräsidenten zur Uebernahme des Protektorates der Ausstellung 1931 zu bewegen. so. In Amsterdam wurde, wie bereits gemcl-» det, am 23. Januar der holländische Autosalon eröffnet. Die Ausstellung ist durch 180 Aussteller, worunter sich 72 Firmen für Tourenwagen und 39 Firmen für Lastwagen befinden, beschickt. Die Zahl der ausgestellten Lastwagen ist stark gestiegen. Die holländischen AutohändJer haben trotz der wirtschaftlichen Krise beschlossen, diese Ausstellung durchzuführen, denn es besteht in Holland eine grosse Hoffnung in den Verkehrskreisen, dass die in Angriff genommen« In Basel kommt anlässlich der Session des GUru» _ _ 1 1 — _ 1 1 66 13 G9 40 109 Grossen Rates in diesen Tagen ein Postulat Verbesserung des &trassenwesens einen Zug 3 1 — 4 1 1 — 2 72 18 90 60 150 zur Verhandlung, das den Regierungsrat einlädt, folgende Fragen eingehend zu prüfen: merklichen Einfluss auf den Verkauf von Motorfahrzeugen haben werde. Gegenwärtig Friburg 5 — 6 11 4 1 2 7 116 25 141 220 3G1 Solothurn 5 — — 5 17 4 — 21 288 51 339 301 640 Basel-Stadt 28 15 — 43 10 6 1 17 538 124 662 269 931/. Sollen die bestehenden und die neu zu sind die Verbindungen noch nicht so gut Basel-Land 7 2 6 15 10 2 2 14 202 50 252 183 485 erstellenden Strassen nicht überall, wo die ausgebaut wie in andern Ländern und der Sohaffhausen 7 1 1 9 4 3 — 7 95 31 126 157 283 örtlichen Verhältnisse es zulassen und der Verkehr ebenfalls nicht so geregelt, dass der Appenzell A.-Rh. ... 1 — — 1 3 3 — 6 51 9 60 54 114 Verkehr es erfordert, mit Radfahrwegen Autoverkehr eine starke Entwicklung nein Appenzell I.-Rh. ...— — — — _ _ _ _ _ — 4. \ 5 — 5 St.GaUen 4 2 — 8 4 4 U 19 370 69 439 191 630 versehen werden? men könnte. Graubünden 3 — — 3 _ _ _ _ _ 131 10 141 86 227 2. Sollen nicht überall, wo die Schaffang Kauflust und Kaufkraft der Holländer befinden sich momentan (trotz relativ niedrigen Aargau 19 5 6 30 '36 3 3 48 463 93 556587 1143 von Radfahrwegen unmöglich ist, dieStrassenschalen so gestaltet werden, dass sie vonPreisen auf dem Motorfahrzeugmarkte) in Thurgau 1 6 — 2 7 12 2. 2 16 236 48 284 292 576 Tessin 7 1 4 12 2 1 1 4 305 80 385 420^- gQS Waadt 30 11 16 57 53 17 18 88 867 182 1049 560 1609 den Radfahrern richtig befahren werden können? der holländischen Automobilhändler rechnet einem Zustand der Flauheit. Der Verband Wallis 1 1 3 5 _ _ _ _ _ 126 72 18S 181 379 Neuenburg 10 1 1 13 5 — — 5 369 76 445 237 682 aber für das Jahr 1931 trotzdem auf einen Genf. 69 4 7 80 J59 15 16 90 1351 138 1489 645 2134 Verkauf von 10,500 Personenwagen und 6000 Total 334 73 79 486 277 75 72 424 9038 1760 10798 7591 18389 Lastwagen, da nach Schätzungen rund 15 Prozent des Wagenbestandes zur Erneuerung Einfuhr Swagen 11 ' mimMa «Joan, du tust es doch, nicht wahr, mein Liebling?» flötete die Freundin. «Wir haben bloss zwei Betten,» fuhr Colin fort, «Sie können das Zimmer meines Freundes nehmen und Molly bekommt das meinige. Ich selber kampiere auf dem Wohnzimmersofa. Es ist wirklich nicht weiter unbeauem. Wir haben natürlich kein elektrisches Licht. Aber wir haben ein Badezimmer und.,. und einen sehr angenehmen Koch. Und Mohammed, so heisst der Bursche, ist überhaupt gar kein so übler Herrschaftsdiener...» «Aber was wird Vater Dalton sagen?» fragte Joan zögernd. «Papa? Oh, mit dem werde ich schon fertig!» rief Molly. «Joan, du bist so lieb!» «Es ist wirklich sehr gütig von Ihnen, Frau — Frau — » «Grosser Gott, ich habe euch |a nicht bekannt gemacht! Herr Colin Beck — Frau...» Molly brach verlegen ab. «Oh, Joanie, ich habe den Namen deines Mannes vergessen!» «Averil!s> sagte Joan rasch. «Und wann braucht ihr mich denn nun? Heute schon? Und wie kommen wir hin?» mÜ Neue Verkehrsbewilligungen Personenwagen Lastwagen Motorräder Total 1929 Einheiten Zahl Ji4Ü 1087 339 1428 1248 250 1305 2809 August 816 188 1004 840 192 711 1743 September 687 109 696 556 134 422 1112 Oktober 648 112 760 598 167 350 1115 November 592 150 742 345 94 137 576 Dejjember 646 154 800_ 334 73 79 48Ü_ Juli—Dezember 4376 1052 5438 3921 916 3004 7841 1950 Januar 855 405 1260 1060 196 606 1762 Februar 794 434 1228 740 152 632 1524 Miras 1123 603 1726 750 168 849 1762 April 1262 521 1783 1234 152 1204 2590 Mai 1031 492 1573 901 186 1023 2110 Juni 902 299 1201 741 136 729 1608 Juli 847 25S 1105 1192 213 1151 2556 August 645 184 829 735 137 598 1470 September 544 104 648 508 121 441 1070 Oktober 543 107 630 543 133 266 942 November 500 92 592 357 96 120 573 Dezember 727 207 934_ 277 75 72 424_ Januar-Dezember. 9823 3706 13529 9Ö38 176Ö 7591 18389 Januar-Juni 6017 2754 8771 5426 985 4934 11354 nli-Dezembcr ... 3806 952 4758 3612 775 2648 7035 «Ich glaube, wir verschieben es bis morgen,» erwiderte der Maler. «Dadurch gewinne ich Zeit, um alles zu einem würdigen Empfang vorzubereiten. Ausserdem muss ja Molly doch auch erst ihren Vater verständigen. Ich erwarte sie beide morgen nachmittag um vier an der jenseitigen Landungsbrücke.» Er begann seine Staffelei einzupacken. «Molly — Schatz, ich werde diese Skizze ein andermal für dich fertigmachen. In einer halben Stunde wird's finster und ich habe noch einen weiten Weg nach Hause. Grüss Gott, liebe Frau Averil, ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Liebenswürdigkeit!» «Nicht nötig,» lächelte Joan, «ich freue mich ja selbst darauf. Umherschleichende Löwen sind doch wohl nicht zu fürchten?» «Das gerade nicht!» grinste Colin. «Aber Schakale werden wir vielleicht hören. Ihr Geheul klingt wie der Ton einer verstimmten Posaune!» «Ich gehe mit dir zum Boot hinunter, Colin. Du auch, Joan?» «Ich möchte lieber hier noch ein wenig AUTOMOBIL-REVUE 1931 — N° 9 Autos La-stwagcn Motorräder 1. Zürich Zürich Bern 2. Genf Bern Zürich 3. Bern Waadt Goni 4. Waatlt Genf Aargau 5. Basel-Stadt Basel-Stadt Waadt 6. Aarsau Tessin Tessin Radfahrwege in Basel. Mit diesem Postulat wird in Basel auf eine Notwendigkeit hingewiesen, die sich in den letzten Jahren immer mehr bemerkbar machte. Die ständig sich häufende Zahl von Kollisionen zwischen den mitten im Verkehrsgewühl fahrenden Radlern und Motorfahrzeugen haben längst die Wichtigkeit der Schaffung besonderer Wege erwiesen, die für die Radfahrer reserviert bleiben. In der Schweiz sind die Radfahrwege noch ziemlich neu, das Ausland kennt jedoch schon in grossem Masse diese Wege, die für die reibungslosere Abwicklung des Verkehrs sich als vorzüglich erwiesen haben. Für die Zirkulation der Radfahrer ist die Schaffung eines mindestens einen Meter breiten Bandes zwischen dem eigentlichen Strassenbett und dem Fussgängerband notwendig; bei dieser Breite darf der Weg von den Fahrern jedoch nur in einer Richtung benützt werden. Idealer sind selbstverständlich Radfahrwege, wie sie bei neuen Strassenanlagen in Betracht kommen dürften, die zwei Meter breit und für beidseitigen Verkehr offen sind. An den Strassenstellen, wo die Verhältnisse die Schaffung eines eigentlichen Radfahrweges nicht erlauben, wäre die Reservierung eines Fahrdammriemens empfohlen, der für sitzenbleiben und den Sonnenuntergang betrachten. Wo treffen wir uns morgen, Molly?» «Ich komme zum Mittagessen zu dir ins Hotel!» Das Brautpaar winkte fröhlich zum Abschied und verschwand Arm in Arm hinter der Wirrnis alter Säulen. Ein paar Sekunden lang hallten noch ihre Tritte auf den Steinen, dann lag lastende Stille über dem Tempel. Es war die herrliche Stunde des Sonnenuntergangs. Der Hof war magisch in rosa Licht getaucht. Zwischen den ockergelben Säulen sah man den heiligen Strom, in dem sich die Pracht des westlichen Himmels spiegelte, glutüberhaucht dahinfliessen und purpurne Schatten dämpften die zackigen Umrisse der Berge, die wie Schildwachen dem Nil zur Seite ragten. Aus der Häusergruppe oberhalb des Tempels stiegen Rauchwölkchen in die Abendluft. Vom Wasser her klang verloren das Geräusch der Stadt, vermischt mit dem melancholischen Gesang der Flussmatrosen. Joan sass und grübelte. Sie war nur drei Jahre älter als Molly Dalton, aber beim Anblick dieser zwei glücklichen Ausstellungen Ofe holländische Autoschau. gelangen. Aber über die Ersatzziffern hinaus hegt man noch Hoffnung auf eine absolute Zunahme des Verkaufes. Holland steht unter den europäischen Staaten punkto Automobildichte an neunter Stelle. Auf 77 Einwohner entfällt ein Wagen. Der holländische Automobilhandel ist auf der ganzen Linie auf den Import angewiesen, weil Holland keine eigene Automobilindustrio besitzt (nur eine einzige Motorrad-Werkstätte). Einheimisch ist nur die Industrie der Garage-Werkzeuge und einzelner Zubehörteile. Sonst aber finden sich im holländischen Automobilhandel alle gangbaren Marken der Welt -vertreten, die auch in der Schweiz anzutreffen sind. Den hauptsächlichsten Einfluss machen die amerikanischen, deutschen und französischen Marken geltend, wobei speziell die deutschen diesem Mafkto immer mehr Aufmerksamkeit schenken, lt. jungen Menschen war sie sich wie eine Hundertjährige vorgekommen. Mit keinem Wort hatte Molly sie nach ihrem Gatten gefragt. Wie sollte sie auch, da sie doch den ganzen Kopf voll hatte von ihrem Colin! Ein netter, sauberer Bursche übrigens und ein echter Künstler. Das merkte man an seinen Händen. Ein Luftzug, kühl und feucht, wirbelte den Sand am Tempelboden auf. Es war nun dun-* ke! geworden- Zur Linken blinkten in cjer Ferne gelbe Lichter am Flussufer und jen« seits des Nils lohte die rote Flamme eines Bergfeuers grell in die sinkende Nacht. Joan erhob sich von dem Säulensockel, auf dem sie gesessen; sie fröstelte. Wie oft hatte man sie gewarnt, nach Sonnenuntergang in Aegypten ohne Hülle im Freien zu bleiben! Sie blickte auf die Uhr. Beinahe sieben. Es blieb ihr noch Zeit, durch die Stadt zurückzugehen, bevor sie sich zum Abendessen umziehen musste. Sie wollte den Gang an der Abul-Haddschadsch-Moschee vorüber len, ihren Lieblingsweg. wäfw (Fortsetzung folgt.)

N«8 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Die Sternfahrt nach Genf, die bekanntlich die schweizerische Sportsaison jedes Jahr eröffnet, fällt dieses Jahr auf den 7. März. Das Reglement wird in den nächsten Tagen die Presse verlassen und an die Herren Präsidenten und Sekretäre der A.C.S.-Sektionen zur Versendung gelangen. Am folgenden Tage, den 8. März, findet auf der Strasse von Grand-Saconnex bei Genf ein Kilometerrennen mit stehendem Start auf der Bergstrecke statt, über das in nächster Zeit ebenfalls Näheres bekannt werden soll. x. Damen-Sternfahrt Paris—St. Raphael. Die Damen-Sternfahrt Paris-St. Raphael, die dieses Jahr vom 18.—22. Februar zum Austrage kommt und jeweils sich eines grossen Zuspruchs erfreut, wird wieder nach dem seit einigen Jahren bewährten Reglement durchgeführt. Die Fahrerinnen haben die Strecke nach besondern Bestimmungen zurückzulegen; sie müssen täglich von einer Etappe zur andern in vorgeschriebenen Zeiten gelangen dabei werden erreichte Minimalgeschwindigkeiten besonders gewertet. Bol d'Or-Rennen 1931. Die Organisatoren des Bol d'Or-Reimens, das nächste Pfingsten, 23., 24. und 25. Mai, stattfindet, haben beschlossen, das klassische Rennen der Kleinwagen auch für den von der internationalen Sportkommission neu geschaffenen Katalogwagen des dominierenden Typs zu öffnen. Auf diese Weise wird das bekannte Rennen durch die Teilnahme von Renn-, Sport- und Tourenwagen zu einer geschlossenen internationalen automobilistischen Veranstaltung, bo. Auto, Motorrad und Flugzeug in « Rund um Frankreich ». Die « Tour de France » für Automobile und Motorräder soll dieses Jahr mit einem Rundflug für Leichtflugzeuge kombiniert werden, und zwar so, dass für jeden Tag eine bestimmte Etappe als Sammelort aller drei teilnehmenden Kategorien gilt. Der Start zu «Rund um Frankreich » wird am 24. April in Paris gegeben, am nächsten Tage finden sich die Teilnehmer wieder in Nantes. Die Strecke führt dann weiter über Bordeaux, Toulouse, Nimes, St. Raphael, Lyon. Strasbourg, Douai, Lille; der Anlass findet seinen Abschluss in Montlhery bei Paris. An Leichtflugzeugen werden nur Maschinen zugelassen, die französischen Ursprunges und mit einem Franzosen besetzj sind. Bei der grossen Veranstaltung soll es sich nicht um ein Rennen handeln, sondern um eine Art touristischer Bummelei durch Frankreich. Das Reglement ist sehr einfach gehalten, die zugelassene Motorenstärke steht in einem bestimmten Verhältnis zu der Passagierzahl Zwischen jeder Etappe soll ein Ruhetag eingeschoben werden, während dem die Teilnehmer die Städte und Gegenden besichtigen und die Maschinen der Bevölkerung zur Schau gestellt sind. Besondere Luftfeste für den Afoschluss von « Rund um Frankreich » sind projektiert. mb. III. Grosser Preis von Monte-Carlo. Im Augenblicke, da in Monte-Carlo die internationale Sternfahrt zu Ende gegangen ist, veröffentlicht der Automobil-Club von Monaco das Reglement zum dritten internationalen Grossen Preis von Monte-Carlo, der am 19. April als reine Schnelligkeitsprüfung für Rennwagen zum Austrage kommt. Das über 318 km führende Rennen mitten durch Monte- Carlo ist mit bedeutenden Preisen dotiert: 1. Preis; 100 000 Fr. in bar und Becher des Prinzen von Monaco; 2. Preis: 40 000 Fr.; 3. Preis: 30 000 Fr.; 4. Preis: 20 000 Fr. etc. Besondere Speziaipreise werden für die Führer der einzelnen Runden ausgeschrieben: 3000 Fr. für einen neuen Rundenrekord und 5000 Fr. für den absolut besten Rundenrekord. 2000 Fr. werden jedem Teilnehmer verabreicht, der innert vier Stunden das Rennen erledigt. Die Anmeldungen mit 2000 Franken sind bis zum 19. März 1931 an den' A. C. de Monaco, 1, Rue Suffren-Reymond, Monaco, zu richten. x. Vor der V. Mille Miglia. Der 12. April dieses Jahres wird wieder eine der spannendsten und gewaltigsten Autosportveranstaltungen bringen : die V. Mille Miglia. Das Reglement für das Rennen wird in nächster Zeit zur Versendung gelangen, indessen sind bereits erste Einzelheiten über die Veranstal- 1 tung bekannt geworden. Die Gerüchte über die erstmalige Teilnahme der 8-zylindrigen neuen Alfa Romeo - Rennwagen haben sich noch nicht bestätigt, jedenfalls würde es sich höchstens um die Anmeldung für einen oder zwei Wagen dieses neuen Modells handeln. Die Turiner Firma wird voraussichtlich mit den neuen Achtzylindern erst anlässlich der Targa Florio in den Kampf gehen, der sehr hart sein wird, da Bmgatti mit Varzi an der Spitze alles Interesse auf diesen Anlass konzentriert. An der Mille Miglia wird demnach Alfa Romeo noch einmal mit mehreren Sechszylindermodellen (1750 ccm Inhalt) zu sehen sein. Varzi wird auch an der Mille Miglia teilnehmen, aller Voraussicht nach mit einem Bugatti-Fünfliterwagen, Auch O.M. hat Interesse für die Mille Miglia kundgegeben, die Firma wird rnit den bewährten Kräften Rosa, Morandi und Bann" um den Erfolg ringen. Mercedes ist aller Voraussicht nach auch am Start; man nimmt an, dass Caracciola anwesend sein werde, vielleicht wird auch Stutjk « mit in dem Ding syn ». Auch von englischer Seite sind dem A.C. von Brescia bereits Versicherungen für die Teilnahme zugegangen, so dass die Aussichten auf die V. Mille Miglia einen ausserordentlich harten und schönen Kampf erwarten lassen. mb. Belgischer Automobilkalcnder. Nach einer Mitteilung der Belgischen Syndikatskammer der Automobil- und Fahrradkonstrukteure in Brüssel finden dieses Jahr in Belgien folgende autorisierte autosportliche Manifestationen statt : 14. Mai: Fliegende Meile von Hassolt. 24. Mai: Grand Prix des Frontieres (Circuit de Chimey). 31. Mai: Circuit de Thuin. 7. Juni: Bergrennen von Malchamps (Europäische Bcrsjmeisterschaft). Ende Juni: Rekordtaj? in Ostendo. 4.—5. Juli: Grosser 24-Stunden-Preis auf dem Circuit von Spa-Francorohamps. Juli: Autotnobil-Schönheitskonkurrcnz in Ostende. Zwei weitere internationale Sternfahrten. Während die Sternfahrt nach Monte Carlo vor kurzem zu Ende gegangen ist und für die internationale Sternfahrt nach Berlin gerüstet wird, schreiben, wie bereits kurz mitgeteilt wurde, der Königliche Automobilclub von Rom und der Königliche Automobilclub von Ungarn weitere internationale Sternfahrten nach Rom und Budapest aus. Der Rallye nach Rom, dessen Ankunft auf den 24. April festgesetzt ist, wurde in erstsr Linie aus touristischen Interessen ausgeschrieben. Man will den Fahrern die Schönheiten eines südlichen Frühlings vor Augen führen, dabei soll er nicht blind dahinrasen müssen, sondern in abgemessener Zeit sein jeweiliges Tagespensum erledigen. Der Charakter der Sternfahrt nach Rom ist dennoch weniger sportlich eingestellt. Die Bestimmungen sind derart gehalten, dass auch nicht besonders trainierte Automobilisten an dem Rallye teilnehmen können. Bedingungen sind Niedrig im Preis und Hoch in Leistung und Komfort Oben : Die Ankunft der Sternfahrer an der Kontrollstelle in Monte Carlo. Unten : Die Ankunft des Siegers der Sternfahrt D. Healey, auf Invicta, gestartet in Stavanfsr, der Start von einem mehr als 200 Kilometer von Rom entfernten Orte aus und offizielle Abfahrtsregistratur durch einen anerkannten 6 Zylinder 2 Modelle ÜÜ\13&15HP uon Fr. 0/DU.- an M^sr Essex hat seit Jahren seine besondre Eignung für die Schweiz durch vorbildliches Steiguermögen und Betriebssparsamkeit erwiesen. uon Fr. 10400.-*+Y\ CLU 8 Zylinder 2 Modelle 18&20RP i e ^ Karosserien 2-7 Plätzer Hudson erreichte im uergangenen Jahre die höchsten Verkaufsziffern der Achtzylinder und gewinnt sich ständig neue Freunde. C/chlofferbec. f BASEL-ZÜRICH Die Monte Carlo Sternfahrt im Bild Automobilclub. Die Anmeldungsformalitäten wurden, um weitesten Kreisen die Teilnahme an der touristischen Prüfung zu ermöglichen, auf ein Minimum beschränkt; alle Wagen können gemeldet werden, die dem Artikel 2 des Annexes C des internationalen Sportkodexes entsprechen, auch muss jeder Teilnehmer Mitglied eines von der A.I.A.CR, anerkannten Automobilclubs sein. Bei der italienischen Grenze müssen die Fahrer ihr Passagierheft (Carnet) vorweisen. Anschliessend an die Sternfahrt nach Rom, die im Süden gute Strassen garantiert, finden bekanntlich noch weitere automobilistische Manifestationen statt. Die internationale Sternfahrt nach Budapest, die während der Osterwoche im Rahmen einer grossen Autosportwoche zum Austraz gelangt, berücksichtigt ebenfalls in erster Linie den Tourismus, der durch diese Sternfahrt gefördert werden soll. Den Fahrern sollen die Schönheiten Osteuropas erschlossen werden. Die Veranstaltung kommt vom 28. März bis 3. April zur Durchführung; auch ihr schliessen sich eine ganze Reihe von interessanten autosportlichen Manifestationen an. Capt. Malcolm Campbell in Daytona angelangt. Malcolm Campbell ist mit seinem Wagen « Blauer Vogel » in Daytona angelangt. Der Weltrekordversuch wird erst ausgeführt werden, wenn die Witterungsverhältnisse, die gegenwärtig nicht besonders günstig sind, sich gebessert haben. Campbell erklärte, er werde zuerst versuchen, den bestehenden Weltrekord zu erreichen, um erst nachher sich auf den neu zu schaffenden Rekord zu konzentrieren. b. Homologierte Weltrekorde. Die A.I.A.C.R. homologierte am 5. Januar folgende neu aufgestellte Weltrekorde, über deren Austragung wir bereits berichtet haben: 100 Kilometer-Weltrekord von Mme Steward auf Derby-Miller, Zeit 29'06,83", Stundengeschwindigkeit 206 km 088 m. —- 50-Kilometer-Klassen-Weltrekord von Eyston auf M. Q., in 2V 34,49", Stundengeschwindigkeit 139 km 051 m. — 50-Meiien-iKlassen-Weltrekord, von Eyston auf M.Q. in 34*26,33", Stundengeschwindigkeit 140 km 191 m- — 100-Kilometer-Klassen-Weltrekord, von Eyston auf M.G. in 42' 42,28", Stundengeschwindigkeit 140,5 km. Strassenbau in Biel. In Biel wird, um Arbeitslosen Beschäftigung zu verschaffen, eine neue 284 Meter lange Strasse erstellt. Die Kosten belaufen sich auf 57,200 Fr., von denen die Gemeinde 42,850 Fr. übernommen hat x. . X.