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E_1936_Zeitung_Nr.054

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BERN, Freitag, 3. Juli 1936 Automobil-Revue, NOCTURNO... Nun lass uns, du, meine Geliebte, Hinpilgern in wiegender Ruh. Fern sind uns Not und Gefährde ... Den Menschen schwand jede Beschwerde In heiliger Mitternachtsruh ... Leis geht der Atem der Erde Und einsam nur ich und du. Nun gehen auch wir zur Ruh, Wie Kinder Hand in Hand. Schon bleichen im Osten die Sterne Und Schleier umweben die Ferne. Sanft streicht ein Wind übers Land. In noch grösseren Höhen werden bekanntlich Sauerstoff-Atmungsgerät verwendet, aber auch sie lirisis der Rekorde helfen nur bis zu einer gewissen Grenze. Wissenschaftliche Versuche haben ergeben, dass auch bei fast reiner Sauerstoff-Atmung die grösste auf diese Weise erreichbare Höhe etwa 15,000 m beträgt, da dann — infolge des viel zu geringen Wo liegen die Grenzen? überboten werden, aber die Grenze des für den Luftdrucks — Schwindelanfälle und völlige geistige Viele Rekorde nähern sich bereits der Grenz« Heutigen Menschen Erreichbaren ist auch hier*^"und körperliche Erschöpfung eintreten. menschlicher Leistungsfähigkeit. — Wieviel kann der Mensch aushalten? offensichtlich schon sehr nahe gerückt. 99 Prozent sind der Sieg, 100 Prozent ist der Tod! Die ! letzten Ballonaufstiege in die Stratosphäre Immer höher werden die Anforderungen, Diesen seltsam klingenden Ausspruch hat ein sind bekanntlich nur mit Hilfe einer vollkommen die heute erfüllt werden müssen, wenn Mann getan, der auf einem ganz anderen Gebiete luftdicht abgeschlossenen Gondel möglich gewesen; irgendein «Rekord» gebrochen werden soll, immer schneller werden die Rennwagen, immer höher steigen Flugzeuge und Stratosphären-Ballons. zahlreichen Rekorden das Lebenslicht ausgeblasen hat, Sir Henry Segrave, der berühmte, leider tödlich verunglückte Auto- und Motorboot-Rennfahrer. auch das Stratosphärenflugzeug der Zukunft Wie lange aber kann Was er damit meinte, war dies: es mag notwendig diese fortwährende Steigerung anhalten — wo liegen die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit, die endgültig allen weiteren sein, dass man heutzutage bei einem Automobilrennen das Material des Wagens und die Leistungsfähigkeit des Fahrers bis zu 99 Prozent aus- Rekordversuchen Halt gebietet? Der nützt, um den Sieg zu erringen. Aber'man lasse nachstehende Artikel gibt auf diese Frage für einige besonders wichtige Gebiete Antwort. eine Reserve, man nütze die an sich gegebenen Möglichkeiten nicht bis zu ihrer äussersten Grenze aus — sonst bleibt der Tod Sieger und nicht der Gebrochene Rekorde. Rennfahrer. Eine vielgelesene Zeitschrift hat neulich Wir können kaum einen Bericht von irgendeinem mit Recht darauf hingewiesen, dass bei der grossen Wettkampf zur Hand nehmen, ohne dort neusten Entwicklung ..des Automobilrennsports die zu lesen, dass wieder einmal der und der Rekord Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit der gebrochen oder wenigstens angegriffen wurde. Rennfahrer bereits erreicht, teilweise aber schon Das geht nun schon seit langem so, und wir haben überschritten worden sind. Man sollte die Warnungen uns derartig an die immer neuen Rekorde auf nicht überhören, die uns durch den tragi- allen Gebieten gewöhnt, dass wir diese Entwicklung schen Tod so vieler unserer besten Rennfahrer in sozusagen als einen Dauerzustand betrachten. der letzten Zeit mit erschreckender Deutlichkeit Das aber ist ein Irrtum, muss ein Irrtum sein; denn übermittelt worden sind, man sollte (durch entspre- jeder Physiologe kann uns nachweisen, in wie chenden Ausbau der Rennstrecken und andere enge Grenzen die menschliche Leistungsfähigkeit Massnahmen) erst einmal die Chancen des Menschen gebant ist. und seiner Leistungsfähigkeit verbessern, ehe Es gibt eine absolute Grenze für die höchste Geschwindigkeit, mit der ein Mensch etwa , die Geschwindigkeiten der Mptore weiter,.und die Hundert-Meter-Strecke zurücklegen kann, es weiter gesteigert werden. gibt eine Grenze für die höchste Absprunggeschwindigkeit Welche Temperaturen hält der Mensch aus? gegen die Schwerkraft, die über die höchst erreichbare Grosse eines Sprunges entscheidet. Gewiss hat man die Rekorde durch bessere Trainingsmethoden, bessere Lauftechnik, besondere Bahnen, Schuhe usw. zunächst einmal sehr beträchtlich steigern können. Dadurch erklären sich die starken Unterschiede zwischen den ersten und Die Herrschaft des Menschen über die Erde ist nicht zum wenigsten dadurch ermöglicht worden, dass sich der menschliche Organismus in erstaunlichem Masse an Hitze und Kälte anzupassen vermag — die Temperatur-Regulationsfähigkeit unseres Körpers übertrifft in wichtigen Punkten die aller übrigen höheren Lebewesen bei wejtem. Man hat den späteren Rekorden. Aber irgendwann muss bei wissenschaftlichen Experimenten festgestellt, bei allen sportlichen Aufgaben, gleichgültig ob dass die Versuchspersonen — allerdings nur bei Laufen, Springen oder Werfen usw. der 1 letzte Grenzwert erreicht sein, den kein Training, keine Willenskraft und keine noch so ideale sportliche Veranlagung überschreiten kann. Freilich ist zuzugeben, dass wir diesen Grenzwert vorläufig in keinem Falle genau angeben können, aber vorhanden ist er darum nicht weniger, und jeder neue Rekord bedeutet auch eine weitere Annäherung an diesen noch unbekannten Grenzwert. So kann man leicht errechnen, das beispielsweise die bisherige Gesamtsteigerung in der Rekordliste für alle Strecken, vom Hundert-Meter-Lauf bis zum Dauerlauf über viele Kilometer, ziemlich gleichmassig etwa 10 Prozent.beträgt. Beim Hoch- und Weitsprung ist die Steigerung etwas höher: beim Hochsprung von 1,69 m auf 1,98 m, beim Weit- Johannes Vincent Venner. vollständig trockener Luft — noch die sehr be-. ; trächtliche Hitze 'von 120 Grad Celsius, wenigstens Tür kurze Zeit, ohne Schaden aushielten, während andererseits die Mitglieder der Wegenerschen Grönland-Expedition längerer Zeit bei einer Aussentemperatur, die bis, zu, 65 Grad Kälte erreichte, leben und sogar arbeiten mussten. Und in dem kleinen- sibirischen Ort Werchojansk leben dauernd rund 500 Menschen, trotzdem dort das Thermometer in den Wintermonaten nicht selten auf 60, machmal sogar auf 70, Grad unter Null herabsinkt. Da die in den überhaupt bewohnbaren Gebieten der Erde vorkommenden Temperaturen kaum höher resp, niedriger sind, als sie in den erwähnten Grenzfällen ertragen wurden, können wir also feststellen, dass in diesem Punkte wenigstens Wie hoch kann der Mensch fliegen? Sehr wichtig wird die Frage nach den Grenzejj der menschlichen Leistungsfähigkeit beim Luftve kehr der Zukunft werden, der sich voraussichtjj bei Langstreckenflügen in der fliegerisch gera^ idealen Region der Stratosphäre abspielen Bekanntlich kann ein Mensch den Aufstieg in gröl sere Höhen nur solange ertragen, als genügend' Sauerstoff in seiner Atmungsluft vorhanden ist. Allerdings vermag sich der Körper durch langsame Gewöhnung an grosse Höhen in erstaunlichem Masse an verdünnte Luft anzupassen. So haben Beobachtungen bei den letzten Himalaya-Expeditionen die Tatsache ergeben, dass sich die Zahl der roten Blutkörperchen bei den Versuchspersonen im Zeitraum von nur drei Minuten auf fast das Doppelte erhöht hatte! Die Untersuchung wurde an eingeborenen Trägern vorgenommen, die sich längere Zeit in einer Höhe von fast 6000 m aufhalten mussten. Die Vermehrung der roten Blutkörperchen ermöglicht eine bessere Ausnützung des verminderten Sauerstoffgehaltes der Luft; sie stellt also eine sehr wirksame Anpassungs-Erscheinung des Körpers dar. muss selbstverständlich eine völlig abgeschlossene Kabine haben, die einer ganzen Reihe von Bedingungen entsprechen muss. So haben neuere Untersuchungen ergeben, dass auch in der luftdichten Kammer der zukünftigen Stratosphärenflugzeuge ein ganz bestimmter Sauerstoff druck herrschen muss; wird dieser unterschritten, dann verbindet sich der Sauerstoff nicht mehr mit dem Hämoglobin des Blutes, und die Reisenden würden auch bei stärkster Sauerstoffzufuhr (wenn sie unter zu geringem Druck erfolgt) in kürzester Zeit ersticken. An sich haben die Ergebnisse der letzten Höhenflüge gezeigt, dass der Mensch sich unter entsprechenden technischen. Bedingungen (luftdichte Kabine, genügender Sauerstoffdruck usw.) sehr wohl einige Zeit in der Stratosphäre aufhalten kann. Trotzdem ist damit noch .keineswegs bewiesen, dass dem Flugverkehr in der Stratosphäre nicht 1 doch von der Seite der menschlichen Leistungsfähigkeit her ernsthafte Schwierigkeiten erwachsen könnten. Wir wisse,n noch viel zu wenig darüber, wie sich, ein längerer Aufenthalt in so grossen Höhen bei untrainierten Menschen auswirkt, wir wissen .auch nicht, ob vielleicht .die dort oben möglicherweise enorm starke kosmische Strahlung Schädigungen des Organismus verursachen kann. Es werden also noch mancherlei Versuche notwendig-sein, ehe wir wirklich wissen, wie hoch der Mensch fliegen kann. Dr. W. Hansen. sprung von 6,23 m auf 7,65 m. Alle diese Rekorde werden sicherlich im Laufe der Zeit noch etwas die Leistungsfähigkeit des Menschen vorläufig so* gar für extreme Bedingungen vollständig ausreicht. Nächtliche Strasse. Photo Goroy (Zingg).