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E_1936_Zeitung_Nr.054

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Äutomobil-Bevue — N°

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III. Blatt Automobil-Revue Nr. 54 BERN, 3. Juli 1936 Sommer in Leinen Wir sehen wohl selten jene blau blühenden Mischgewebe vor uns, ahnlich den heutigen, die Flachsfelder, wie es sie in Frankreich oder in Belgien uns so entzücken. und so dankbar zu tragen sind. gibt. Nur ganz wenige existieren in der Reines Weiss zeichnete die knappe Gewandung Schweiz; wir sind angewiesen auf den Flachs, den der Aegypter aus, es handelte sich dabei um Leinen. Dieses allein durfte die Schwelle der Tempel wir aus dem Ausland beziehen. Uralt ist die Vorliebe der Menschheit für diese blaue Blume, deren Stengel über ein kompliziertes Verfahren zur spinnfertigen mit dem Priester überschreiten, dem Tierhaare — weil unrein — zu tragen verboten war. Faser und schliesslich zum Faden werden, worauf sich eine weitere Verwandlung auf dem Weisses Gewand und Leinen stehen in enger Webstuhl anschliesst. Bleichen, Färben, auf ganz Beziehung zu einander. Wir haben wieder eine verschiedene Art Zwirnen, sich mit andern Fasern, weisse Mode, die viel von ihrer Heiterkeit vom andern Fäden mischen, dies alles erträgt der Leinen empfängt. Es ist nicht mehr das einfache, Flachs. Heute macht er besondere Verwandlungen durch: er wird zu Geweben von nie gekann- bäuerliche Leinen, das auch gefärbt worden ist, sondern es ist ein Kunstprodukt der Weberei ge- ter, wenigstens von uns noch Schönheit. nicht gekannter Wir hören zwar nicht, dass er früher beispielsweise in klassischer Zeit gemustert gewesen sei. Heut aber gibt er für Kleider alle möglichen Motive her. Er zeigt Furchen und feine Grate, nimmt Fischgräten, Rauten, Wellen und Zickzacks an, lässt sich mit Tupfen und kleinen Effekten der Weberei überziehen, gerade wie die Wollstoffe, denen er den Rang, wenigstens im Sommer, teilweise abläuft. Was früher Webfehler waren, wird zum Schmuck! Was ungleich gesponnenes Garn ist, mit dicken und dünnen Strecken, wird begehrt, ja sogar eigens so gesponnen. Regelmässige Garne werden heute weniger verwendet als ungleich gesponnene. Belebung der Flächen entsteht damit, selbst kleine Schlaufen kommen hinein. Moosartige Gewebe, frottierstoffähnliche, lockere, diagonaldurchzogene melden sich, unregelmässige, wie mit helleren und dunkleren Flecken durchsetzte obendrein. Malerisch wirken all die Reliefs, die Waben und Waffelfelder, manche mahnen an Eisblumen, andere an Spinnennetze und feine Gitter. Ihr Aussehen wechselt, will ja immer ein anderes sein. j Weichheit ist in das bisher vielfach etwas harte leinen gekommen; eine Kunst der Ausrüstung hat Platz gegriffen, die manche Gewebe geradezu verzaubert. Was schon die alten Griechen kannten, nämlich die Kunst des Mischens von Fäden in ihren Geweben; dies wird ( heute wieder geübt, als grösste Neuheit angepriesen. Wir haben vielleicht noch keine so hauchdünnen Leinengewebe, wie die griechischen Frauen sie trugen, die man von der* alten, vorpersischen Akropolis kennt. Noch wissen wir, wie fein jene Schleiergewänder aus Leinen waren, die die archaischen Vasenbilder mit schreitenden Frauen zeigen. Aber wir sind überrascht über jene effektvollen Gewänder, die sich an Skulpturen des V. und IV. vorchristlichen Jahrhunderts zeigen, die nur Leinen sein können und doch so weich, so füllig fallen. Da haben wir jene Da§ Film-Hag 1 Warum Brigitte Helm den Film verlässf. * Die Zeitungen melden, dass sich Brigitte Helm aus dem Filmleben zurückziehen will. Augenblicklich lebt die schöne Darstellerin der «kalten Dämonie» an der Riviera, wo sie vor zwei Monaten ein Baby bekommen hat. Und dieses Baby dürfte auch Schuld daran sein, dass der deutsche Film eine seiner interessantesten Darstellerinnen verliert. Hat doch Brigitte Helm vor kurzem geheiratet, und zwar zum Entsetzen ihrer Fachschaft einen sehr reichen, nichtarischen Franzosen. Ob Brigitte Helm später im französischen Film auftreten wird, so wie es ihre Ufa-Kollegin Käthe; von Nagy bereits tut, steht dahin. Die Helm stammt aus Berliner kleinbürgerlichen ., Kreisen und wurde, von Fritz Lang, dem Regisseur des «Friderikus», der jetzt in Hollywood ist, entdeckt. Lang war der Gatte der Filmschrift- .; worden, raffiniert in Herstellung, Motiven, Tönungen und Griff wie reizvollem Fall; Weiss leuchtet es an Jacken, die gut anliegen und etwas gestelzte Aermel tragen, Weiss sind ganze Kleider mit losem, flatterndem Mantel, weiss die weiten Strandkleider und Hosen mit schürzenartigem Oberteil oder einer ärmellosen Bluse. Alles ist Leinen, und auch die so gesuchte Kontrastfarbe hüllt sich in dieses kühlend weiche Gewebe. Weissleinene Shorts, zum Tennisspielen, wer möchte sie nicht tragen, ihre Leichten, welligen Fassonen oder ihre malerischen, tiefen Falten nicht zu seiner Zier verwerten? Leinen kehrt wieder auf'dem Golfplatz, wo die Spielerin im Knickerbockeranzug mit ganz weiss oder auch in Farben gehüllt, die sommerlich -leicht über dem Grün dahinschwebeni Rosa und Horizontblau, sattes Gelb, an eine tiefe Stimme mahnend, Naturtöne des Leinens, zwischen Beige und Grau schwingend, leichtes Grün wie frisches Laub, sie alle bewerben sich um das edle Gewebe. Farbige Noppen hasten wie Leuchtkäfer darüber. Raupen aus weicher Wolle hängen si< ins Grundgitter, durchbrochene Stoffe gibt's: All diese Herrlichkeit kommt aus der Schweiz, wenn wir von Langenthaler Leinen reden, horchen die Frauen auf. Es ist füllig und weich, voll Finessen der Technik, üppig im Material. Stoffe müssen, um zu wirken, irgendwie verschwenderisch ausgestattet sein. Magere Gewebe reizen nicht, zum Tragen und sind undankbar im Effekt. Unsere Zeit spürt dies mehr als die vorangegangenen Jahrzehnte. Sie liebt alles Organische, darum will sie die Stoffe, die sich selber schmücken, keine fremden Zutaten brauchen, um eigene Armut zu verdecken. Es wird die klare Form gesucht, der ebenmassige Körper wird betont. Es ist eine Mode für gute Figuren. Wie dies in der Antike gewesen ist, wo die Kleider lange Zeit mehr gesteckt als genäht waren, auf dem Körper direkt drapiert worden sind. stellerin Thea von Harbon. Die Freundschaft zwischen dem Ehepaar und der schönen Schauspielerin war eine so intensive, dass darüber in der i Filmbranche die unwahrscheinlichsten Gerüchte kursierten. Jedenfalls verlieren die deutschen Filmblätter in Brigitte Helm eine äusserst ergiebige Stoffquelle. Der kleinste Star' mit den grössten Gagen. Es bestätigt sich, dass die amerikanische Filmgesellschaft Twentieth Century-Fox mit Shirley Temple einen siebenjährigen Kontrakt zu phan-" tastischen Bedingungen abgeschlossen hat. Shirley hat jedes Jahr vier Filme zu machen, für die das Honorar pro Film 100,000 Dollar beträgt. Davon erhält Shirley selber 90.000 Dollar, während 10 Prozent der Summe ihrer Mutter als Managerin zufallen. ' '' Insgesamt handelt es sich also um 28 Filme, die zusammen einen Ertrag von 2,800,000 Dollar (über 8'A Millionen Schweizer Franken!) geben werden. ' Ein Plauderstündchen mit Szöke Szakall. « Kommen Sie morgen um elf Uhr», hörte ich noch Szöke Szakalls herzliche Stimme durchs Telephon klingen, als ich bereits im frischen Frühlingswind, beim herrlichsten Sonnenschein, dem Portal des Grand Hotel Dolder zuschritt.—•. Da stand der blondlockige Filmkomiker gerade beim Portier und war mit dem Schreiben einer Karte beschäftigt. Sogleich empfing er mich mit kräftigem Handschlag aufs freundlichste und lud mich ein, ihm in die vornehm ausgestattete Halle zu folgen, von der man einen wunderbaren Ausblick auf die umliegende Natur geniesst. Bald verschwanden meine gespannten Gefühle, die angesichts meines ersten beruflichen Interviews vollkommen berechtigt waren, als ich mich in dem weiten behaglichen Fauteuü so wohl fühlte, und Herr Szakall so reizend zu mir sprach, wie wenn ich in ihm einen alten Freund wiedergefunden hätte: Eigentlich war es ja. auch fast so, denn wie oft habe ich ihn schon auf der Leinwand gesehen, dass er mir bei weitem kein Unbekannter mehr war. Und dann ist er doch so menschlich und ein biederer Bürger des Alltags, dass es einem gar nicht einfällt, zu denken, hier hast du es mit einem weltberühmten Schauspieler zu tun. Als ich seine liebe Stimme hörte und eine ungezwungene Unterhaltung in Schwung kam, vergass ich darob beinahe, in welcher Eigenschaft ich zu ihm ging. So sprachen wir denn nicht, wie es bei derartigen Besuchen sonst meistens üblich ist, ausschliesslich vom Fach, Hübsches Teetischtuch mit Servietten aus Langenthaler Leinen. leinen überall! die Mode liebt dieses Material so sehr, dass sie die Schuhe nun damit ausstattet. Die weisse Schuhmode reicht weit, Leinen in ', körniger Art, auch mit Noppen, muss das sich am liebsten mit der verbindet. Hier haben wir wieder einen Zusammenklang mit der Antike, wie in so manchen Abendkleidern. Die Sandale entspricht dem heute weit getriebenen Kultus des Lichts, der strahlenden Sonne, wie das reine Weiss es tut. Wie beim Kleid kehren auch hier farbige Kontraste Kontraste in der Sandale selbst: oder im feien durchbrochenen Schuh/ die zweifarbig" erscheinen, sich mit ihrem Farbenklang in Kleid und Zutaten wiederfinden; Oder aber die Sandale wird in eine einzige, satte Farbe getaucht und betont diese, indem sie wiederholt als Hut, Blume; oder Bluse, auch als Jacke auftritt. Es herrscht ein .lebhaftes Spiel an der heutigen Sandale: Riemen kreuzen und verschlingen sich, werden in Reihen .gehalten durch Ristriemen oder -patten. Es gibt verschieden ausgeschnittene, mit und ohne Spitze 1 oder Ferse. Es erscheinen geschnürte, um den Knö-j chel gebundene. Breite Spangen halten andere .fest. Zweierlei Leinen, zweierlei Material,, nämlich Leder und Leinen, wirken öfters zusammen. Blitzende, breite Schnallen auf dem Rist, kleinste, die seitlich sitzen, verschliessen manche. Auf leisen, ebenen Sohlen ohne Absatz, wie in der Antike, schreitet die Frau daher, oder auf niedrigem wie 'mittelhohem Absatz, manchmal mahnen, sie an Zoccoli und klappern über die Fliesen. -ss. also von Film, Theater, und ZukunftsRlänen, sondern auch über Dinge, die ich in dreissig Jahren mit einem ehemaligen Schulfreund, den ich seit der Schulzeit nicht mehr gesehen habe, besprechen könnte. So kamen wir auf die Familie Szakall zu sprechen. Sein gemütliches Gesicht nahm einen wehmütigen Ausdruck an, dann begann er im Flüsterton über seine Geschwister und sich zu erzählen. «Wir sind Waisenkinder und haben uns selbst erzogen. Unser Vater starb sehr früh. Nur eine alte Tante war bei uns. Wir leben und halten derart zusammen, wie wenn wir hur ein Mensch wären. Es vergeht kein Tag, ohne dass wir uns sehen. Jetzt, wo ich fern von ihnen bin, telephoniere ich wenigstens alle zwei Tage an meine Geschwister nach Hause. Ausserhalb Budapest in frischer Luft und freier Landschaft haben wir unser schönes Heim, wo wir ein zurückgezogenes bürgerliches Leben führen. Obschon meine Angehörigen sehr, grosse Anhänger der Kunst sind, wünschen sie selbst mit den grössten Künstlern nicht zu verkehren.' Ich selber bin in der Freizeit auch sehr wenig mit Künstlern zusammen. Familienleben und Künstler-, leben sind zwei verschiedene Welten.» — « Wieviele Geschwister haben Sie?» — «Jetzt sind wir noch unsere vier. Im ganzen waren wir sieben.» — «Wie steht es mit der künstlerischen Begabung in Ihrer Familie? Steckt das Talent im Blut der Familie, oder machen Sie eine Ausnahme?» — «Mein Vater war ein sehr begabter Bildhauer.' Leider hat er viel'zu früh das Zeitliche gesegnet, tonst wäre' er bestimmt sehr berühmt geworden.' — Dann war-mein gottseliger, 13 Jahre älterer Bruder ein überaus talentierter Geigenspieler. Er starb 63jährig als reicher Mann in Fiume, wo er seine grosse Karriere, die er zum Teil seinem Geigenspiel zu verdanken hatte, gemacht hat.» — Mit Rührung spricht der menschliche Komiker von seinem interessanten Bruder wie von einem Wunder.- — «Als junger vielbegabter Bauingenieur begann er in Fiume seine Laufbahn. Seine stille Passion, das Geigenspiel, pflegte er in seinem Kämmerchen, wo er sich unvernehmbar uAd unbeachtet glaubte.; Eines Tages fuhr der Statthalter'durch die Gasse und härte das wundervolle Spiel des unbekannten CPhoto Finster.) Am Toilettentisch der Dame Hornkämme soll man nicht mit Wasser und Seife, aber auch nicht im Benzinbad reinigen. Sie werden spröde, die Zinken verbiegen sich, besonders heisses, ja warmes Wasser richtet sie zugrunde. Mit einer guten Kammbürste, möglichst mit einem Bürstchen, aas lange Borsten hat, reinigt man die Kämme sorgsam und oftmals. Sie werden sehr sauber und bleiben Jahre hindurch tadellos in ihrer Form, glatt und glänzend An ihrem Material. Das Kammbürstchen soll man öfter in warmem Wasser reinigen und, ist es nicht mehr stark, durch ein neues ersetzen. " freien Glasplatte gedeckt ist, soll eine kleine geschliffene Glasplatte liegen. Auf diese Platte legt man die Stöpsel und Korke der Flaschen, die Decke aus Spitzen, Tüll, Batist, aus Seide vielleicht, oder die schöne Handarbeijsdecke vor fetten, ätzenden oder scharfen Flüssigkeiten. Eine Dose ein kleines mit Wachstuch gefütte nimmt gebrauchte Wattebauschen, sie für .Puder, Hautcreme und allerlei Oele und Lotionen verwendet, auf. Haarbürsten reinigt man, indem man sie _ in lauen Seifenschaum, dem.man ein wenig Salmiak sie ganz ausgetrocknet ist, wieder in Gebrauch genommen werden. Man legt sie mit. den Borsten nach unten, damit alles Wasser ablaufen kann, auf, ein Tuch. Sollte sie zu weich scheinen, dann gibt .man sie für, 20 Minuten in eine Mischung von. Alaun und Wasser. grossen Künstlers. Sofort liess - er durch seinen Sekretär nach dem Namen und der Tätigkeit des -Geigers forschen. Bald, darauf bekam mein Bruder Einladungen in das Haus des Statthalters, was ihm« in kurzer Zeit zu einer glänzenden Karriere verhalf.» — «Ist er dann später als Künstler aufgetreten? », wagte ich dazwischen zu werfen. — « Nein, sehen Sie, da haben wir ihn nie verstanden. Er spielte nur für sich, ganz allein im stillen. Nie hätte er für andere Leute gespielt. Obschon er ein sehr glückliches Familienleben führte, zog er sich um fünf' Uhr nach den Berufspflichten bis nachts elf Uhr ins abgelegenste Zimmer zurück, wo er sich, von niemandem gehört, seiner grossen Leidenschaft hingab. Wir wissen nicht, was für ein grosser Künstler er war, aber viele weltberühmte Violinvirtuosen versäumten es nie, meinen Bruder aufzusuchen, wenn, sie in die Nähe von Fiume kamen.'— Einmal,war er bei mir und meiner Frau, die er sehr liebte und' verehrte, zu Besuch. Meine Frau, liess eine Geige holen' und bat meinen Bruder, er möge ihr doch etwas vorspielen. Er aber schüttelte nur lächelnd den. Kopf und sagte nein. Wir kannten ihn nur als den bekannten Bauingenieur, aber was er für die Welt als Violinkünstler hätte bedeuten können, ist uns leider nicht vergönnt gewesen zu erleben. — Ich habe in unserer jüngeren Generation ein neues künstlerisches Talent entdeckt. Meine jüngere Schwester hat zwei Töchterchen, und ich glaube, dass die eine von ihnen sehr begabt ist. Wir werden spätererfahren, was aus ihr wird; heute ist sie noch nicht für, den Künstlerberuf entschlossen.» — .«Wielange sind Sie jetzt schon als Schauspieler tätig?» — «Vor fünfzehn Jahren ging ich ans Theater. Vorher war ich Journalist und Theaterautor, doch wollte ich nie etwas vom Theaterspielen wissen. Hätte ich damals anständig auf diesem Beruf verdient, so wäre ich es vielleicht heute noch. In der wenigen Freizeit schreibe ich auch jetzt noch für die Zeitung, das Theater und den.Film. Meistens bearbeite ich meine Rollen selbst! » —Ein Glück, denke ich beim Abschiednehmen, dass der liebe runde Szöke. nicht schon, als Journalist, reich geworden ist, sonst wären für'uns viele schönen Stunden goldenen Humors unerlebt geblieben. - Hans E. Staub.