Views
6 months ago

E_1936_Zeitung_Nr.063

E_1936_Zeitung_Nr.063

fi ÄÜTOMOBIL-REVUE

fi ÄÜTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 4. ATOUiST 1996 N» 63 Permanenter Automarkt Titan Badenersir. 527, ZÜRICH Tel. 7O.777 Autohaiie CHEVROLET mit Wirz-Dreiseiten-Kipper, 2—Vk Tonnen Modell 1932, vollständig revidiert, ist sofort sehr günstig abzugeben. DIAMOND-Lastwagen-Generalvertretung: Fr. Häusermann, Tel. 67.044, Zürich-Höngg. STELLEN-MARKT Langjähriger und erfahrener der Automobilbranche sucht sich zu verändern Seriöser, zuverlässiger, bestimmter Charakter, gute Allgemein- und besond. techn. und kaufm. Berufsbildung. Unermüdliche, initiative Arbeitskraft, repräsent. (Off.). Verantwortungsfreudiger, praktischer Organisator. Sicheres und taktvolles Auftreten gegen Untergebene bei Steigerung der Arbeitsleistung und Begeisterung. Erfolgreicher Verkäufer. Sehr gute Umgangsformen mit der Kundschaft. Gründliche Kenntnisse der Branche in allen Zweigen. Sicherer und sorgfältiger Kalkulator mit kaufm. Betriebserfahrung. — Aussichtsreiche, verantwortungsvolle Tätigkeit als Betriebs-, Filialleiter oder Verkaufschef, mit entsprechendem Wirkungskreis wird momentan hoher Besoldung vorgezogen. Offerten unter Chiffre Z 3908 an die 73185 Automobil-Revue, Bureau Zürich. 200 Fr. Belohnung 16jähriger, gesunder, kräftiger Bursche aus gutem Hause, Deutsch und demjenigen, der seriösem, arbeitsamem, jungem M an n Franz. sprechend, sucht zu einer sicheren Stelle als Chauffeur-Mechaniker auf leichte oder schwere Lehrstelle Wagen verhilft. Deutsch als und Französisch. Sehr gute Zeugnisse stehen zur Automechaniker Verfügung. — Offerten unt. Chiffre 73155 an diemit oder ohne Kost und Automobil-Revue, Bern. Logis, je nach Uebereink. Gute Referenzen zu Dienst. Tüchtiger, selbständiger, Offerten unter Chiffre 29jähriger 73189 an die Automobil-Revue, Bern. Automechaniker sucht Dauerstelle, ev. als Junger CHAUFFEUR CHEF oder Stütze d. Mei-suchsters. Mit Kaution oder geschäft oder Mühle, als Stelle in Transport- Einlage. Prima Zeugnisse Mitfahrer od. Volontär, wo und Referenzen. Gelegenheit geboten wäre, Offerten unter Chiffre das Fahren auf schweren 73206 an die Lastwagen zu erlernen. Automobil-Revue, Bern. Eintritt sofort. — Offerten unt. Chiffre 73184 an die Automobil-Revue, Bern. Gesucht wird tüchtiger, selbständiger Referenzen und Lohnansprüche gefl. unt. Chiffre 73200 an die Automobil-Revue, Bern. Gesucht per sofort junger Abschleppwagen Auto- Elektriker Auto- Mechaniker in Landgarage. Jahresstelle. Offerten mit Zeugnissen und Gehaltsansprüchen unter Chiffre Z 3909 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. 73191 Einen vertrauenswürdigen Chauffeur finden Sie durch eine M Kleine Anzeige in der Automobil-Revue Wir suchen motorkundige Herren als Depositäre für einen interessanten, lukrativen Konsum-Artikel, den Automobilisten und Motorradfahrer immer wieder kaufen. Alle Clubs und Fachschriften, städt. Behörden, Kunden usw. empfehlen dieses erprobte und bewährte schweizer. Erzeugnis. Barkapital von 6—10 Mille je nach Grosse des Bezirkes und prima Motorenkenntnisse unbedingt erforderlich. Koch frei: Basel, Bern, Fribourg, Lausanne, Wallis, Porrentruy, Weinfelden, Graubünden, Winterthur, Schaffhausen, Tessin, Aarau, Biel, Solothurn. — Vollständige, handgeschriebene Offerten mit Lebenslauf, Photo, Zeugniskopien, Referenzen von nur geschäftstüchtigen, seriösen Herren bef. Chiffre Sc 8561 der Publicitas AG., Bern. Marke DODGE mit drehbarem Kran, günstig zu verkaufen wegen Nichtgebrauch. 10608 Anfragen unter Chiffre Z 3906 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Diverses handgeschlagen, 40 cm oval, 0,800 gesetzlich gest., umständehalber zu Fr. 125.-. Postfach Nr. 1188, Schaff hausen. Nr. 22 ÄUTOMOBILFUHRER DURCH DIE ALPEN. Enthaltend SO Kartenblätter in 6-Farbendruck, Maßstab 1:500,000, 150 Alpenbilder, 300 Passbeschreibungen, eineit reichhaltigen allgemeinen Text, ein inhaltsreiches Ortsregister. """ r '•• "" '" Fr. 8.— 2. GESXMTKARTEN. Nr. 81 OESTERREICH, TSCHECHOSLOVAKEI und UNGARN in einem Blatt. Maßstab 1:1,000,000. 6-Farbendruck, doppelseitig bedruckt. Mit Text Fr. 4.— 3. SPEZIALKARTEN. Sorgfältig gezeichnete, in 5—6 Farben auf zähem Papier gedruckte Karten einiger bevorzugter Ausflugsgebiete Oesterreichs. Nr. 73 ALPINÄ-KARTE 1:500,000, Blatt II, Ostalpen: Wien-Dolomiten, Fiume- München Fr. 4.— Nr. 75 ÄLPINA-KARTE 1:1,000,000. Darstellend das gesamte Älpengebiet von Wien bis an die Riviera. Fr. 4 • Nr. 126 BODENSEE. VORARLBERG und WESTTIROL 1:300,000 Fr. 2.80 in zentraler Lage Zürichs, kleiner Zins. Für tüchtigen Mechaniker gute Existenz. Not. Kapial ca. 6000 Fr. Offerten unter Chiffre Z 3905 an die 73169 SILBERPLATTE Unser autotouristisches Material über Oesferreich ist ganz besonders reichhaltig und umfasst 1. FÜHRER. Nr. 141 OESTERREICH, TSCHECHOSLOVAKEI und UNGARN wie Nr. 81, aber ohne Text Fr, 2.80 Nr. 129 VORARLBERG, SALZBURG, TIROL, OBERBAYERN 1:280,000 Fr. 2.80 Zu beziehen durch jede grössere Buchhandlung, wo nicht VERLAG HALLWAG BERN Liegenschafts-Markt Zu verkaufen GARAGE m. Reparatur-Werkstätte Zu verkaufen per sofort in Kantonshauptstadt der deutschen Schweiz gut eingeführtes Autotransport-Geschäft mit kombinierbarem SAURER-Reise-, Möbel- und Brückenwagen, samt schöner Liegenschaft umständehalber äusserst billig. Kaufpreis Fr. 55 Mille, Anzahlung 15 Mille. — Offert, unt. Chiffre 72970 an die Zukaufen gesucht 2—3 Pneus Occasion, 33X5 (6.00/23). Offerten an Schorro, Garage, Hindelbank. Telephon 74.99. 73213 Zukaufen gesucht aus Abbruch Vorder- und Hinterachse kompl., mit Federn, Rädern u. Pneus, von altem Kleinwagen, Peugeot, Rosengart, Amilcar, Austin etc., sowie Werkbank Zu verkaufen AUTO Zukaufen Gesucht wenig gebraucht, in nur tadellosem Zustand, gegen bar, bis 8 PS. Ostschweiz. Offerten mit Preis unt Chiffre 73209 an die Automobil-Revue, Bern. ca. 1,2 m lang, 0,55 mOccasion, 3-Seiten-Kippe*. tief, 0,9 m hoch. — Offert, Sofortige genaue Offerten mit Preis an: Hans (franko Zürich-Tiefenbr.) erb. u. Chiff. 73192 an dieMüller, Autos, Faubg. dn Automobil-Revue. Bern. Lac 5, Neuchätel. 73203 Modell 1934/33 langes Chassis, Innenlenker, 6-7-Plätzer. Sehr vorteilhafter Preis 3 L., Limous., 4 PL, 1929 (Dach zum Oeffnen), mit Garantie, in Ia. Zustand, gegen Kassa Fr. 2000.—. Offerten unter Chiffre L 3426 G an die Publicitas A.-G., Bern. 73212 2% Tonnen, Kabine mit Brücke von ca. 3,80/2,00, Seitenladen etc., Motor frisch revidiert. 9655 Gebr. Marti, Eigerplatz, Bern. Tel. 23.941. RENAULT BUICK MONAQUATRE 16 PS, 80000 km gefahr., 7 PS, 1933, Limousine, 4- Fr. 800.— 1 türig, mit Koffer, frisch revidiert, in tadellosem Für Vorführung sich wenden an L. Bernoulli, Bern, Zustand, Fr. 1600.—. Alleeweg 11. Tel. 35.912. Anfragen an Postfach Nr. 205, Aarau. 72908 Cabr. 601, Mod. 1935, fast neu, mit abnehmbar. Verdeck, 4/5 PL, Luxus-Innenausstattung, aussergewöhnliche Occasion m. bedeutendem Rabatt auf dem Katalogpreis. Garage « Economique 14, rue du Village-Suisse, Genf. 11309 Saurer 6 T., 6 Zyl., Dreiseitenkipper, mit geschl. Kabine, erst 50000 km gefahren, in ganz neuwertigem Zustand, versieh, u. gelöst, ist wegen Arbeitsmangel preiswert zu verkaufen. Offerten unter Chiffre 73193 an die Automobil-Revue. Bern. 1935, 5 PS, nur 15 000 km gefahren, Fr. 2300.—. Anfragen unter Chiffre X2588 15559 an die Automobil-Revue. Bern. 4pl. Kleinauto Camion 3—4 Tonnen Neuer HOTCHKISS Grand Garage E. MAURER BUGATTI PEUGEOT Diesellastwagen Rassiger Zukaufen gesucht Aussergewöhnliche Gelegenheit! Tranchees 50 — GENF FORD CAMION Fr. 2850.— Mercedes 170 fabrlneu, Modell 1936 Type und Farbe n. Wahl, zufolge Gegengeschäftes mit hohem Rabatt, nur gegen bar abzugeben. Anfragen unter Chiffre 73201 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen Sportwagen B. N. C. 5 St-PS, Fr. 850.— Adler-Trumpf Cabriolet Mod. 1933, kontrollbereit, 73198 Preis Fr. 2500.— Kronen-Garage, Winterthur. Tel. Zu verkaufen Seen- 24.300. Sportwagen PLYMOUTH FIAT Baliila Limousine, Mod. 1933, 6 Zyl., 4 PL, 4tür., äusserst rass. Wagen, ganz wenig gef., weg. Aufg. des Autobetriebes spottbillig. Kunz, Unterführungsstr.l8,Olten. Tel. 38.61 u. 20.50. m " Druck, Cliches und Verlag: HALLWAG A.-G., Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

N» 65 II. Blatt BERN, 4. Aug. 1936 Automobil-Revue So oder so? Die Pflege der Karosserie No 63 II. Blatt BERN, 4. Aug. 1936 Allgemeine Betrachtungen Fas'f Jeder unserer Mitmenschen trägt einen gewissen Begriff von Kultur mit sich, den er sich gemäss seiner Veranlagung und seiner Ausbildung zusammenbraut und dem er in seinen Handlungen mehr oder weniger nachzustreben versucht. Der Herr Gymnasialprofessor schätzt vielleicht die griechische Kultur und alles was mit ihr zusammenhängt als das höchste Ideal menschlichen Strebens ein. Sein Nachbar dagegen betrachtet das Leben mehr als eine Magen- und Gaumenfrage und sein Inbegriff von Kultur deckt sich mit allem, was eine gute Küche und ein feiner Keller zu bieten vermögen. Herr Rafke seinerseits schafft sich zum Beweise seiner hohen Kultur eine Ahnengalerie und eine Bibliothek mit Tausenden von ungelesenen Bänden an. Und was endlich den Sportwart anbetrifft, so hat auch er seine eigene Meinung von Kultur, die im wesentlichen mit Körperkultur identisch ist. Ein gescheiter Mann soll einmal behauptet haben, Kultur sei etwas, das proportional mit dem Verbrauch an Seife steige oder falle. Und so ganz unrecht hat er gewiss nicht gehabt, denn was gepflegt aussehen will, darf Seife und Wasser nicht scheuen. Ein gepflegter Wagen hebt das Prestige seines Herrn. Wer ständig mit einem schlecht gepflegten Automobil fährt, das «abgerissen» aussieht, der muss sich nicht wundern, wenn man sich so seine eigenen Gedanken macht und aus dem Zustand seines Wagens gewisse Schlüsse zieht Wie anders nimmt sich daneben die strahlende Schönheit der gutgepflegten Karosserie aus. Ihre blitzende Sauberkeit mag sogar dann und wann über die Sorgenfalte ihres Herrn hinwegtäuschen: Sie verkörpert geradezu die wohlgeordnete Prosperität ihres Besitzers. Damit soll allerdings nicht gesagt sein, dass es nicht wünschenswert wäre, den Wagen so zu bauen, dass er trotz einem Minimum an Wartung sein gutes Aussehen bewahrt Dass dieses Automobil ohne Wartung das Ideal darstellen würde, verrät anscheinend schon die steigende Zahl von Wagenbesitzern, die ihr Fahrzeug unbedenklich nächtelang auf der Strasse parkieren und gar nicht daran denken, es in seiner « Stallung» unterzubringen. Leider sind die Automobile heute noch nicht soweit, dass sie diese Behandlung ohne Schädigungen ertragen — und wären es auch lediglich die frühzeitigen Alterserscheinungen, die bei einem dermassen strapazierten Wagen unbedingt auftreten werden. Selbstverständlich soll ein guter Wagen ohne Schaden jedem Wetter trotzen. Die Frage lauter aber: Wie lange? Selbst wenn nämlich die Holzteile so präpariert sind, dass sie sich nicht verziehen können und auch wenn das Polster in der feuchten Luft nicht muffig wird, so muss man immerhin mit einem frühzeitigen Ermatten der Politur des Lackes und einem Fleckigwerden der verchromten Teile rechnen, sofern man sie dauernd den Witterungseinflüssen ungeschützt preisgibt An schlecht zugänglichen Stellen mag die Schutzlackschicht bei irgendeiner Gelegenheit verletzt worden sein und damit dem Rost eine Angriffsfläche für sein Zerstörungswerk bieten. Wenn im Laboratorium Korrosionsversuche angestellt werden, um herauszufinden, welche Metalle am wenigsten durch Korrosion gefährdet sind, so hängt man die Metallmuster zu diesem Zwecke in einen Glasschrank, dessen Atmosphäre sehr stark mit Wasserdampf angereichert ist, weil solche mit Wasser übersättigte Luft einen um ein Vielfaches beschleunigten Angriff zur Folge hat. Nun herrscht aber in Abständen von 20 und 30 cm vom Boden bei Regenfällen ebenfalls eine derartig mit Wasserdampf übersättigte Atmosphäre, dass eine beschleunigte Korrosion bei den exponierten Teilen unter dem Wagen gegeben ist, sobald einmal die Schutzlackschicht defekt geworden ist. Man ersieht schon aus diesen wenigen Beispielen, was für Anforderungen an den « Wagen ohne Wartung» gestellt werden. Selbst wenn die Witterungseinflüsse durch passende Konstruktionen ausgeschaltet würden, so blieben immer noch einige Instandhaltungsarbeiten, wie Schmierung, Nachfüllen der Pneus, übrig, die weitere bedeutungsvolle Aenderungen nach sich ziehen müssten, wollte man auch mit ihnen aufräumen. Es dürfte also noch geraume Zeit dauern, bevor Wagen auf dem Markt erscheinen, die ohne Beeinträchtigung ihrer Lebensdauer und ohne ihrer jugendlichen Schönheit rasch verlustig zu gehen, einen wartungslosen Betrieb erlauben. -Ist man sich einmal über die Notwendigkeit einer guten Wartung klar, so erhebt sich die zweite Frage: Wer soll die Wartung besorgen ? Soll man die Pflege dem Personal der Vertrauensgarage überlassen, oder soll man sich ganz oder teilweise selbst mit diesen Arbeiten befassen? Sehr oft wird da das Portemonnaie ein gewichtiges Wörtchen mitzusprechen haben. Es stellt sich dann ganz einfach die Frage, ob die für die Reinigung benötigte Zeit nicht besser durch berufliche Arbeiten ausgefüllt werden könnte, die in vielen Fällen mehr einbringt als die Ausgabe für die sachgemässe Wagenpflege durch Fachleute ausmacht Ob man sich von solchen Zweckmässigkeitsgründen allein leiten lassen soll, bleibe dahingestellt, um so mehr als dieses Entweder-Oder sehr stark mit der Einstellung jedes einzelnen zusammenhängt und deshalb nicht immer ein einfaches Rechenexempel darstellt Manch einer empfindet direkt das Bedürfnis, ein wenig zu basteln und seine Maschinen und Werkzeuge selbst instandzuhalten. Deshalb befassen sich viele Wagenbesitzer, die es eigentlich gar nicht nötig hätten, selbst mit der Pflege der Karosserie, und es kann nicht geleugnet werden, dass sich dabei manches lernen lässt, von dem der unselbständigere Fahrer keine Ahnung hat Allerdings gehört dazu immerhin das notwendige Rüstzeug. Und hiezu zählen neben verschiedenen Werkzeugen und Spezialmitteln auch eine ganze Reihe von Kenntnissen. Jede einzelne Partie des Wagens erfordert zur zweckmässigen Durchführung der Reinigung eine ganz bestimmte Methode, deren Missachtung einen nicht allein um die Früchte seiner Mühen bringen, sondern dazu noch mit schweren Schäden verbunden sein kann. Man tut deshalb gut daran, sich ausschliesslich an die Verwendung qualifizierter Reinigungs- und Poliermittel zu halten, anstatt sich von unverantwortlicher Seite alles mögliche Zeug aufschwätzen zu lassen. Ebenso wie der Motor durch zweitklassige Oelqualitäten schweren Schaden nehmen kann, so reagiert auch die Aussenhaut des Wagens sehr empfindlich auf die Verwendung minderwertiger Pflegemittel. Man glaubt gar nicht, wie leicht man mit einem ungeeigneten Poliermittel sogar der doch so hervorragend harten Verchromung die leuchtende Frische nehmen kann, Am sichersten geht man, wenn man sich an die vom Fabrikanten beigegebenen Richtlinien hält und sich nötigenfalls von ihm genaue Instruktionen einholt, was man zur Pflege aller Teile an Präparaten unbedenklich verwenden darf. Denn es existieren eine ganze Reihe verschiedener Karosserielacke, von denen die einen nicht dieselbe Behandlung ertragen, wie sie die andern direkt erfordern. Auch bei der Verdeckpflege lässt sich nicht alles über einen Kamm scheren, weil je nach dem Verwendungszweck sehr verschiedene Verdeckstoffe zur Anwendung kommen. Das bessere Rüstzeug der Garage. Die Pflege (Nachdruck verboten.) Bei jeder Wagenreinigung muss man die Polsterung ebenfalls berücksichtigen; wird sie vernachlässigt und nicht regelmässig gepflegt und gegebenenfalls instand gesetzt, so vermindert sich dadurch ihre Lebensdauer und der Gebrauchswert des Fahrzeuges selbst wird beeinträchtigt. Es empfiehlt sich, vor jeder Wagenreinigung und vor jedem Abspritzen die Polster, Decken und Fussmatten herauszunehmen und besonders zu behandeln. Erst wenn man die äussere Reinigung vorgenommen hat, kommt die Polsterung an die Reihe. Ihre Säuberung beginnt mit einer durchgreifenden Entstaubung. Dabei ist es nicht ratsam, zu klopfen und zu scharf zu bürsten. Am besten und schnellsten und vor allen am schonendsten wird das Entstauben mit einem Staubsauger vorgenommen. In jeder Garage sollte für seinen Anschluss eine Steckdose vorhanden sein. Es gibt auch mechanische Staubsauger, die ganz brauchbar sind. Dagegen haben sich Staubsauger zum Anschluss an das Auspuffrohr des Wagens nicht sonderlich bewährt. Ihr Betrieb bedingt immer ein Laufenlassen des Motors, was bei der Reinigung des Wagens nicht immer angenehm ist. Bei der Anwendung eines Staubsaugers empfiehlt sich der Gebrauch einer flachen Saugtülle, um auch verborgene Winkel und Ecken säubern zu können. Die Pflege der Wagenpolsterung richtet sich nach dem Polster-Ueberzug. Mit Benzin gereinigte Polster dürfen wegen Explosionsgefahr nicht mit dem Staubsauger getrocknet werden. Verhältnismässig leicht ist Leder zu behandeln. Der Lederbezug ist ja vornehmlich für offene Wagen sehr zweckmässig. Das Leder wird zwecks Reninigung vorerst mit einer schwachen Seifenlauge abgewaschen Dabei soll man den Putzlappen nur feucht, keineswegs nass halten, damit sich das Leder nicht durchtränkt. Die Seifenlauge soll lediglich die Oberfläche des Lederbezuges vom Schmutz befreien. Nach der Reinigung wäscht man das Leder mit etwas lauwarmem Wasser nach und reibt es schliesslich mit einem trockenen Tuch- oder Lederlappen nach. Dabei f kann es von Zeit zu Zeit (etwa 2—3mal ira Jahr) mit reinem Olivenöl leicht Wer die Wagenwäsche und überhaupt die Pflege der Karosserie eigenhändig zu besorgen wünscht, wird eine ganze Zahl von sehr notwendigen Arbeiten nur mit Mühe erledigen können. Hievon sei besonders die Pflege des Wagenbauches erwähnt, zu deren rationeller Durchführung in der Privatgarage die Möglichkeit fehlt Dem Fachmann dagegen steht für diesen Zweck entweder eine Wagenhebebühne oder eine Reparaturgrube zur Verfügung, wodurch sich die Arbeit vereinfacht, da sie in normaler Stellung in kürzester Zeit erledigt werden kann. Die Wichtigkeit dieser Pflege der Wagenunterseite kann heute gar nicht genug beton werden. Durch das tiefe Herunterziehen der Seitenwände des modernen Wagens bleiben jene Partien den Blicken entzogen, was einen allzu leicht dazu verführt sie zu vernachlässigen. Dabei handelt es sich nicht allein um die Bodenunterseite der Karosserie und des Chassisrahmens, sondern ganz besonders auch um Teile wie Federn, Bremsübertragungen etc., deren Ueberwachung dringendes Gebot ist. Es empfiehlt sich deshalb, auch wenn man im übrigen die Wagenpflege selbst durchführt, von Zeit zu Zeit in einer gut ausgerüsteten Garage den Wagen auf der Hebebühne auf den Zustand seiner versteckten Unterseite untersuchen zu lassen und der Garage wenigstens die Pflege dieser Partien anzuvertrauen. -b- So oder so? der Polsterung eingerieben werden, wodurch es weich ond ge* schmeidig bleibt. Besondere Mittel müssen zum Entfernen von Flecken angewendet werden, wobei es auf die Natur dieser Flecken ankommt. Im allgemeinen empfiehlt es sich nicht, Fleckenentfernungsmittel selbst herzustellen; gibt es doch solche im Handel, die sehr brauchbar sind. Vor allen Dingen darf Benzin zur Beseitigung von Flecken aus Lederbezügen nicht benutzt werden. Es hinterlässt hässliche Ränder, die nicht mehr zu beseitigen sind. Wer sich ein bewährtes Fleckenentfernungsmittel für Leder selbst bereiten will, mische 100 g starken Weingeist, 30 g Ammoniak und 4 g Benzin. Dieses Fleckenwasser wird am besten derart angewendet, dass damit ein Stück weisses Fliesspapier getränkt wird, das dann unter kräftigem Druck auf den Fleck zu pressen ist. Eine Fleckenreinigung wird nur Erfolg haben, wenn der Fleck frisch ist, wenn also der fleckende Stoff, Fett, Oel usw., noch nicht allzu tief in die Poren des Leders eingedrungen ist. Es empfiehlt sich deshalb, stets ein kleines Fläschchen mit einem guten Fleckenwasser mitzuführen, damit es gegebenenfalls sogleich gebraucht werden kann. Eine etwas andere Behandlung erfordern Stoffund Plüschpolsterungen, Fussmatten und Teppiche. Auch diese sollten möglichst nicht oder nur wenig geklopft werden. Besser ist auch hier der Gebrauch des Staubsaugers. Teppiche und Fussmatten werden von beiden Seiten abgesaugt, und zwar legt man sie nicht flach auf den Erdboden, sondern hängt sie auf, damit der Saugstrom durch das Gewebe dringen kann. Ist kein Staubsauger zur Hand, so empfiehlt sich, Stoffpolsterungen und Fussmatten mit einer nicht zu harten Bürste zu reinigen. Das Bürsten muss nach dem Strich des Stoffes geschehen. Stoffpolsterungen nehmen leichter Flecken an als Lederbezüge. Zu deren Beseitigung eignet sich Leichtbenzin, das jedoch ebenfalls mit Fliesspapier angewendet werden soll, weil hiedurch die sonst möglichen Ränder vermieden werden. Besser sind jedoch auch für diesen Zweck die im Handel erhältlichen Fleckenwasser geeignet. Für Wagenteppiche hat sich folgendes vorzügliche Reinigungsmittel bewährt, das nicht nur Flekken beseitigt, sondern auch ein ausgesprochenes Pflegemittel für das Teppichgewebe ist: 7,5 g Borax werden in 180 g Wasser gelöst und filtriert. Der Lösung werden 180 g Salmiakgeist und 7,5 g Oelsäure zugesetzt. Die Anwen-