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E_1936_Zeitung_Nr.063

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düng des

düng des Reinigungsmittels erfolgt selbstverständlich erst nach der gründlichen Entstaubung. Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass entstandene Risse in der Stoffpolsterung sogleich sachkundig gestopft werden müssen, damit sie nicht erst grösseren Umfang annehmen können. Wird der Wagen vorzugsweise von einem Einzelfahrer benutzt, so wird die Polsterung des Führersitzes stärker als die der übrigen Sitze in Anspruch genommen. Wer besonderen Wert auf pflegliche Behandlung der Innenaussattung seines Wagens unter vorbezeichneten Umständen legt, Wird den Führersitz als Einzelfahrer mit einem leicht abnehmbaren Leinenschutz versehen, der die Polsterung vor mechanischer Abnutzung bewahrt und manche durch ständigen Gebrauch unvermeidlichen Verunreinigungen verhütet. Wie pfiege ichxüe Die Pflege der Polsterung wird auch darin zu erblicken sein, dass Fahrer und Mitfahrer von sich aus auf ihre Instandhaltung und Reinhaltung achten. Ein unsauberer, fleckiger und verstaubter Stoffoder Lederüberzug gewährt sicherlich keinen guten Anblick I Vielfach verunreinigt man die Polsterung dadurch, dass nach Behebung einer Reifen- oder Motorpanne verabsäumt wird, die Hände gründlich zu säubern. Jeder Fahrer sollte ein gutes Händereinigungsmittel mit sich führen, von denen es verschiedene im Handel gibt. Es gibt auch Trocken-Reinigungsmittel, die ohne Wasser wirksam sind. Schliesslich sei noch daran erinnert, dass die Polsterung auch beim Abschmieren des Wagens, beim Oelen der Türbänder oder Türschlösser verschmutzt werden kann, wenn man diese Arbeiten nicht mit einiger Vorsicht durchführt. Es hat schliesslich keinen Zweck, den Wagen zwar sorgfältig zu pflegen, jedoch in seiner Behandlung Nachlässigkeit zum Prinzip zu machen. Nur wenn Pflege und Behandlung gut sind, wird am Ende der Zustand des Wagens seinem Besitzer zur Ehre gereichen. N. Schon frühzeitig begann man im Automobil- I bau jene Teile, welche oft berührt werden mussten und solche, die heiss wurden, aus blankem Metall zu machen. So wurden Schalt- und Bremshebel, sowie die kleinen Hebelchen für Zünd- und Gasregulierung und die Pedale zuerst mit Messing plattiert, d. h. der Stahl wurde mit dünnem Messingblech überzogen. Solange die Azetylenbeleuchtung als einzige Lichtquelle für Autos in Frage kam, mussten auch die Scheinwerfer infolge der grossen Erwärmung aus blankem Metall bestehen; heute im Zeitalter der elektrischen Beleuchtung könnten sie ganz gut durchwegs mit der Karosserie gleichfarbig lackiert werden. Infolge der Entwicklung der Galvanisierung konnte man bald von der kostspieligen Plattierung zur weitaus billigeren Galvanisierung mit Messing und Nickel übergehen, der in den letzten Jahren die galvanische Chromierung folgte. Das Chrom ist viel härter und unempfindlicher gegen Witterungseinflüsse als Messing und Nickel; dies ist der Grund für dessen allgemeine Anwendung beim Auto und Motorrad. Die Vorgänger des Chroms wurden speziell in den Städten, durch die in der Luft, im Regen und Schnee enthaltenen Säuren bald fleckig und mussten mit allen möglichen Putzmitteln, oft erst durch langwieriges Reiben gesäubert werden. Chromierte Teile sind viel unempfindlicher; auch wird Chrom nicht so leicht zerkratzt, wenn nach dem Abspritzen noch ganz feine Partikelchen von Strassenschmutz haften bleiben und mit dem Lappen weggewischt werden. Eigentlich sollte Chrom abgewaschen und mit Waschleder und Wollappen abgerieben, stets blank bleiben; da aber im Laufe der Zeit die Säuren dn der Atmosphäre doch auch das Chrom angreifen, so ist es immer gut, mit irgend einem milden, womöglich flüssigen Spezial-Putzmittel die blanken Teile zu polieren. Beschläge allerdings, die direkt an die Lackierung angrenzen, sollen womöglich nur mit Wasser behandelt werden, da alle Metallputzmittel den Lack angreifen und zerstören. Auf alle Fälle soll man die chromierten Flächen, wie die lackierten, zuerst mit viel reinem Wasser abspritzen und abwaschen, damit die Staub- und Schmutzteilchen, die meist sandig sind, entfernt werden. Jedes Sandkörnchen macht, wenn man es mit dem Lappen wegwischt, einen mikroskopisch kleinen, feinen Kratzer. Tausende solcher Kratzer verursachen mit der Zeit, dass die glatte, polierte Fläche matt und unansehnlich wird. Nach dem Waschen und überhaupt, wenn immer der Wagen nass wurde, empfiehlt es sich bei der Verchromung ebensogut wie bei der empfindlichen Lackhaut, dass man sie möglichst rasch trocken reibt. Anstehende Wassertropfen können sonst Flecken hinterlassen. Wer ein Autowachs zum Schulze der Karosserie verwendet, kann damit auch die Verchromung gegen die Angriffe des Wassers «hieb- und stichfest» machen, so dass es alsdann nicht mehr nötig ist, stets gleich mit dem Trockenlappen zu springen, wenn sich irgendwo eine Wasserperle niedersetzte. Ein ähnliches Schutzmittel für die Verchromung kann man sich nötigenfalls auch selbst herstellen, indem man etwas Vaseline in Petrol auflöst und diese Flüssigkeit mit einem weichen Lappen aufträgt. Einen noch besseren, weil festen Ueberzug erhält man durch Aufstreichen einer Wachslösung in Benzol. Man stellt sie sich her, indem man das Wachs in angewärmtem Benzol auflöst. Unter Berücksichtigung der Explosionsgefahr darf die Erwärmung des Benzols natürlich nicht über einem Feuer, sondern nur durch Eintauchen in heisses Wasser geschehen. V. AUTOMOBH.-ircVUE DIENSTAG, A. AUGUST 1936 — N p 6.3 Der Wunsch, dem Wagen ein bisschen von jener strahlenden Schönheit zu erhalten, wodurch er sich in fabrikneuem Zustand so vorteilhaft ausnahm, ist wohl in jedem Wagenbesitzer lebendig, auch wenn es, sich nicht gerade darum handelt, einen möglichst günstigen Verkauf zu tätigen. Weniger bekannt sind die Methoden, wie man der Karosserie jenes Etwas verschafft, das ihr zum Erfolg verhilft, sei es durch Erwecken des Neides weniger glücklichen Kollegen vom Volant oder durch Verbesserung der Chancen auf dem Altwagenmarkt. Obwohl im Grunde genommen die Angelegenheit sehr einfach liegt, ist es trotzdem angezeigt, mit der grössten Sorgfalt an jedes Detail der Arbeit heranzutreten. Den ersten Fehler begeht man meist schon bei der Auswahl des Lappens. Nicht jeder alte « Blätz > von zweifelhafter Sauberkeit genügt zum Verreiben der Politur, und auch für das nachfolgende Blankreiben benötigt man einen tadellos sauberen Lappen. Bevor man sich ans Polieren macht, reinigt man die Karosserie in der üblichen Weise mit Wasser von allem Schmutz und Staub. Ueberreste vom Strassenkot wirken in der Polierpaste direkt als Schmirgel, der ja nicht gerade zu den erwünschten Ingredienzien solcher Salben gehört 1 Hat man ihn derart gebadet, so reibt man dem Wagen Rücken und Seiten mit einem Waschleder trocken. Für den Fall, dass die Lackierung schon bei der letzten Wäsche poliert worden ist, benötigt sie nach dem Waschen und Trockgegründet 1850 in ihrer Fabrik in Seitdem es Autos gibt fabrizieren die Standard Lack- & Farbenwerke A.-G. Zürich-Altstetten alles was für die Lackierung und deren Unterhalt nötig ist. SPEZIALITÄTEN: Royalin - Emaillackfarben Cellroy - Nitrocelluloselacke Motorenfarben hitzebeständig Chassisschwarz, Verdecklack Hochglanzpolitur. Polish 111 Pflege an der Wagcnlackierung nen unter Umständen keine weitere Behandlung. Vernachlässigte Karosserien dagegen — doch verschaffen wir uns einmal schnell einen Knäuel sauberer Putzfäden zum Aufpolieren und dazu einen Staublappen zum Fertigpolieren. Was für Polituren ? Welche Wichtigkeit der Unterscheidung der einzelnen Lacke zukommt, darüber weiss noch nicht ein jeder Bescheid. Denn jede Art verlangt eine ganz spezielle Behandlung. Meist enthält das Büchlein mit den Betriebsvorschriften entsprechende Angaben. Beim Durchschnittswagen stellt man die Lackierung der Karosserie in Zelluloselack, diejenige der Kotflügel dagegen nicht selten in Emaille her. Allerdings sind die zelluloselackierten Kotflügel noch häufiger anzutreffen. Manche Instruktipnsbücher warten mit wertvollen Angaben über die Art der am besten geeigneten Poliermittel und Schutzwachse auf, die nach vollendeter Arbeit aufzutragen sind. Fahndet man indessen umsonst nach solchen Informationen, so bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Angaben des Händlers zu verlassen, von dem man sich ein zum Lack passendes « Kosmetikum > ersteht. Um ganz sicher zu gehen, empfehlen wir, den ersten Versuch an einer etwas * abgelegenen > Stelle vorzunehmen und nicht ausgerechnet in der Mitte der Seitenwand mit dem Polieren zu beginnen. Von einem guten Poliermittel verlangt man, dass es sich leicht zerreiben lässt und unsichtbare Unreinigkeiten, die auch nach der Wagrenwäsche noch vorhanden sind, rasch entfernt. Soweit die Poliermittel selbst als Schutzwachs dienen, müssen sie ausserdem nach dem Blankreiben mit einem Tuch eine harte und glänzende Oberfläche hinterlassen. Der Lappen, den man zum Verreiben des Mittels benützt, sollte nach der Arbeit etwas schmutzig werden und. damit die Wirksamkeit der Paste dokumentieren. Eine leichte Färbung des Lappens im Tpn der Lackierung muss nicht als Alarmsignal aufgefasst werden, soweit sie ein gewisses Mass nicht überschreitet. Nach dem Fertigpolieren darf die Oberfläche keine wolkig scheinenden Flecken mehr enthalten. Beim Polieren der Kotflügel verursacht es oft Kopfzerbrechen, ob eine gewisse Verfärbung des Lappens von der Lackierung oder von allfälligen Teerflecken herrührt. Einen gewissen Anhaltspunkt liefert die Tatsache, dass sich Teerflecken meist auf der vordem Hälfte der hintern Kotflügel befinden. Wenn also der Polierlappen beim Bearbeiten der hintern Partie nicht braunschwarz wird, so kann man auf vorhandene Teerflecken schliessen. Die Entfernung grösserer Teerflecken mit irgend einem Haus- oder Spezialmittel gehört zu den ausgesprochenen Geduldsproben. Es kostet allerhand Schweisstropfen, bevor man endlich so weit ist... Die Zelluloselacke, womit man heute die meisten Karosserien überzieht, sind bedeutend widerstandsfähiger als die Oellacke, doch besitzen sie eine Achilles-Ferse in ihrer Empfindlichkeit gegen die säurehaltigen Nebel und Dünste der Großstädte. Aus Versuchen einer englischen Firma geht nämlich hervor, dass das Mattwerden von Lackierungen auf eine Zersetzung ihrer polierten Oberfläche zurückzuführen ist. Um einen solchen chemischen Angriff zu vermeiden, bedient man sich mit Vorteil der bekannten Schutzwachse, welche die behandelten Flächen mit einem sregen chemische Einflüsse unempfindlichen Wachsfilm überziehen. Ge-

63 DTEWsTPXG, %. AUGUST 1998 ÄtTT(MÖBTÜ^EVÜE wisse Poliermittel sollen sogar die Farbstoffe in der Lackierung einigermassen gegen die bleichende Wirkung der Ultraviolettstrahlen schützen. In ganz besonderem Masse bedarf die Moforhaube einer derartigen Nachbehandlung, weil sonst ihre Lackierung infolge der Erhitzung durch den Motor besonders rasch unscheinbar wird. Von den für Schuhe und Böden verwendeten Polituren unterscheiden sich die Autopolituren dadurch, dass die mit ihnen behandelten Oberflächen sich nicht schmierig anfühlen, weil der in ihnen enthaltene Wachs eine harte Deckschicht bildet. Gute Nachpoliermittel enthalten gewöhnlich Carnaubawachs, der in einem Gemisch von Sprit, Terpentin, Rohnaphtha und Leichtpetrol aufgelöst ist. Das Mischungsverhältnis dieser Bestandteile wählt man so, dass das Endprodukt für die Oberfläche der Lackierung unschädlich ist Wachshaltige Poliermittel. Mit wachshaltigen Poliermitteln soll man nur ganz trockenen Wagen zu Leibe rücken. Als Haupttrumpf brachten die amerikanischen Karosseriefabriken dieses Jahr Limousinen heraus, deren Dach ebenso wie die Wände und der Boden als Stahlpressteile ausgebildet sind. Man darf sich nun natürlich nicht etwa vorstellen, dass es zur Herstellung eines solchen Blechdaches nur eines entsprechend zugeschnittenen Blechs bedarf, das in die Presse gespannt und durch einen Druck fix und fertig hergestellt wird. Vielmehr besteht so ein Dach aus einer ganzen Zahl verschiedener Pressteile, die nachher durch Schweissung miteinander verbunden werden und sich gegenseitig versteifen. Als Hauptvorteil der neuen Bauart gilt die wesentlich grössere Sicherheit, welche die Ganzmetallkarosserie zu bieten vermag. Daneben vereinfacht sich auch die Pflege des Verdecks, da man nun beim Putzen « alles über einen Leisten spannen darf >, sintei malen sich die Ganzstahlkarosserie vorn, ' hinten, seitlich und oben in der gleichen Weise behandeln lässt, was die Prozedur einigermassen abkürzt. Sehr viele moderne und alle geschlossenen Wagen älteren Datums dagegen besitzen statt des Ganzstahldaches einen stählernen, gewölbten Dachrahmen, in dessen Mitte ein mit Kunstleder oder einem ähnlichen Material bezogener Holzrahmen eingefügt wird. Solche Kunstlederdachbezüge von Limousinen stellen keine allzu hohen Anforderungen punkto Pflege. Sie sind schon zufrieden, wenn man sie nur mit warmem Wasser abwäscht, hierauf gut trocknet und mit einem Man erhält damit eine schützende Deckschicht, die sich leicht reinigen lässt und auf der stehenbleibende Wassertropfen keine Flecken hinterlassen. Besonders beliebt sind die emulsionsartigen Poliermittel. Die dünnflüssigen unter ihnen trennen sich leicht in zwei Schichten, die man vor Gebrauch durch Schütteln vermischt. Andere wieder zeigen mehr das Aussehen einer Möbelpolitur und enthalten das erwähnte Carnaubawachs und sein Lösungsmittel, vermischt mit einer in Wasser gelösten Seife und einem ganz feinen Poliermehl Die Seife verbessert die säubernde Kraft, während das Poliermehl die ursprüngliche Farbe wieder herstellen hilft, indem es zur Reinigung der verschmutzten Oberfläche dient Als Seifen eignen sich speziell die Oleate und Stearate des Aluminiums. Wo diese Art von Poliermitteln zur Anwendung kommt, spielt die Trockenheit des Wagens keine so wichtige Rolle wie bei den Poliermitteln ohne Seifenbeimischung. Ausserdem lassen sich Emulsionspolituren leichter verreiben und schneller fertigpolieren. F-r. Die Pflege des Verdecks geeigneten Spezialwachs einreibt, um sie geschmeidig zu erhalten. Weit höhere Anforderungen an die Pflege stellen die meisten faltbaren Verdecke, ob es sich nun um die empfindlichen Lacklederverdecke von Landaulets, die imprägnierten Tuchverdecke von Phaetons oder endlich die speziellen-Cabriolet-Verdecke* handelt. Als besonders wichtige Regel muss man sich unbedingt merken, dass faltbare Verdecke niemals im nassen Zustande gefaltet werden dürfen, weil dadurch ihre Wasserfestigkeit stark leidet. Bei den erwähnten Lacklederverdecken geht diese Forderung sogar noch weiter, indem man sie auch bei grosser Kälte nicht falten soll, damit nicht die Lackschicht bricht. Erst nachdem die Tuchverdecke im geöffneten Zustande gut getrocknet sind, darf man sie ohne Schaden zurückschlagen. Je nach der Art des Verdeckmaterials wird dies verschieden lange dauern. Am schnellsten geht es natürlich dort, wo es sich um ein wasserundurchlässiges Material handelt, wie es für Schiebedächer zur Verwendung kommt, und das womöglich noch durch Behandlung mit Spezialwachs wasserabweisend gemacht worden ist. deckstoff handelt. Während der gewöhnliche, imprägnierte Stoff hauptsächlich dort zur Anwendung gelangt, wo das Verdeck — ausgenommen bei Regen — fast dauernd zurückgefaltet bleibt, wie dies etwa bei Sportwagen der Fall ist, verwendet man den mehrschichtigen Stoff für Cabriolet-Verdecke und für hochklassige Gesellschaftswagen mit Faltverdeck. Die Imprägnierten Stoffe verlieren mit der Zeit ihre Wasserdichtigkeit, ganz besonders dann, wenn man sie entgegen ihrer Bestimmung dauernd aufgespannt lässt. Man soll sie deshalb jährlich einmal mit dem vom Fabrikanten empfohlenen Imprägniermittel nachbehandeln. Diese Mittel dienen dazu, den Stoff wasserabweisend zu machen, so dass er das Wasser gar nicht erst «annimmt ». Als Kardinalsünde gegenüber jeglichem Stoffverdeck ist unter allen Umständen eine Behandlung mit Benzin oder ähnlichen auflösend wirkenden Reinigungsmitteln zu betrachten. Man könnte dem Verdeck nichts Schlimmeres antun als gerade das. Cabriolet-Verdeckstoffe (mehrschichtige) reinigt man ebenso wie imprägnierte Stoffe stets nur durch Abbürsten mit einer weichen Bürste, sofern die Verschmutzung nicht allzu krass ist. Führt man diese Prozedur an einem Cabriolet, bei dem ja das Verdeck meist aufgespannt bleibt, täglich nach dem Trocknen durch, so wird eine Generalreinigung nur sehr selten nötig. Warum überhaupt Reinlichkeit ? Sehr einfach deshalb, weil der alkalische Strassenstaub das Gewebe und auch die Zwischenschicht angreift, wenn man ihn nicht beizeiten entfernt. Hat sich aber einmal trotz aller Pflege eine Schmutzkruste angesetzt, so kann man auch ihrer mit einfachen Mitteln Herr werden. Als mildes Putzmittel eignet sich für imprägnierte und mehrschichtige Stoffe beispielsweise eine Persil- oder Seifenflockenlösung. Benzin oder Benzol würde auch bei mehrschichtigen Stoffen grossen Schaden' anrichten, weil es die Gummizwischenschicht angreift. Will man das Verdeck zusammenlegen nachdem man ihm die Reinigungskur hat angedeihen lassen, so wartet man damit, bis es ganz getrocknet ist. Das Zurückfalten muss genau nach Anweisung des Fabrikanten geschehen. Vor allen Dingen muss man darauf achten, dass sich das Verdeck richtig legt Sauberkeit im Wagen Zwei Arten von Verdeckstoff. Bei Tuchverdecken muss man genau unterscheiden, ob es sich um solche aus imprägniertem, verhältnismässig dünnem Stoff oder anderseits um einen durch eine Gummischicht zusammenvulkanisierten mehrschichtigen Verund beileibe nirgends einklemmt. Sonst entstehen Scheuerstellen und die Verbindung zwischen Stoff und Zwischenschicht leidet. Jedes Cabriolet-Verdeck ist so konstruiert, dass es auch im zurückgeklappten Zustande gut aussieht. Herumflatternde Teile oder Streifen zeugen dafür, dass das Zusammenlegen nicht mit der nötigen Sorgfalt vorgenommen wurde und das wiederum hat einen raschen Verschleiss des Verdecks im Gefolge. Unsere Angaben über die Reinigung des Cabrioletverdecks wären unvollständig, wollten wir nicht noch kurz auf die " Pflege der Inneren Verdeckseite hinweisen. Am besten benützt man dazu ebenso wie für das übrige Wageninnere weiche Bürsten oder noch besser einen Staubsauger. Man könnte sich fragen, ob es nicht angezeigt wäre, auch die mehrschichtigen Cabrioletverdeckstoffe durch eine jährliche Nachimprägnierung wieder « in Form > zu bringen, ganz gleich wie dies für die gewöhnlichen, imprägnierten Stoffe empfohlen wurde. Leider hilft aber alles Imprägnieren nicht mehr viel, wenn erst einmal die Gummizwisehenschicht rissig geworden ist. Das wäre dann nur Tünche über ein rissiges Mauerwerk und könnte das Eindringen von Wasser doch nicht verhindern. Ausserdem dürfte es so seine Schwierigkeiten haben, ein für diesen speziellen Zweck geeignetes Mittel mit garantierter Wirkung zu finden. Auf keinen Fall benütze man einen Verdecklack, wie er für feste Verdecke im Gebrauch ist. Oft wird empfohlen, « abgeschossene » Verdecke durch Neufärben wieder etwas aufzufrischen. Allein auch hier ist Vorsicht geboten, wo es sich um die — übrigens glänzend bewährten — mehrschichtigen Stoffe handelt. Eine richtiggehende Färbung kann nämlich meist deshalb nicht Zustandekommen, weil die Zwischenschicht eine Behandlung von innen nicht zulässt. Schliesslich kann man von einem Verdeck auch bei guter Pflege keine ewige Lebensdauer erwarten, weshalb nach einigen Jahren wohl oder übel nichts anderes übrig bleiben wird, als den Verdeckstoff zu ersetzen und dadurch dem Wagen wieder seine alte Pracht und Wasserundurchlässigkeit zu verleihen. Immerhin hat die sachgemässe Pflege doch einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer auch des Verdecks. OO Man könnte das alte Sprichwort: wie der Bei richtiger Pflege des Wagens erhält er Herr so der Knecht ohne weiteres transformieren in: wie der Herr, so sein Auto, oder kleine Defekt rechtzeitig erkannt wird, so länger seine Schönheit; da hiebei stest jeder umgekehrt. Es ist etwas ganz anderes ob ein trägt es zur guten Erhaltung bei; beides Wagen bei Regenwetter oder Schnee ganz erhöht den Wert des gebrauchten Wagens. verschmutzt dasteht oder ob man bei schönem Wetter sieht, dass dem Wagen keinerlei bot der Sicherheit, da beim vernachlässigten, Schliesslich aber ist die Pflege auch ein Ge- Pflege zugewendet wird. ungepflegten Auto Defekte unbemerkt bleiben, ALPO-CELLO-AUTO GLANZ das ideale Pflegemittel Ihrer Autolackierung wirkt konservierend auf die Lackierung, verlängert die Haltbarkelt beträchtlich, lässt Ihren Wagen wie neu erscheinen, leicht anwendbar. 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