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E_1939_Zeitung_Nr.036

E_1939_Zeitung_Nr.036

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sioh die Schicksalsverbundenheit aller Verkehrsteilnehmer aufbaut Da müssen wir wohl als unerlässliche Voraussetzung allen Verkehrsfriedens auf der Strasse die Erkenntnis voranstellen, dass es nicht genügt, buchstabengetreu nach dem Gesetz zu handeln, die Erkenntnis aber vor allem, dass es nicht ausreicht, bloss jeglichen Unfall zu verhüten, um auf den Ehrentitel eines wahren Kameraden der Strasse Anspruch erheben zu können. Es gibt Virtuosen des Lenkrads beispielsweise, die mit raffinierter Fahrkunst jeglichen Zusammenstoss oder sonstigen Unfall zu verhüten wissen und doch durch die äusserste Ausnützung ihrer Motorenkräfte und Bremsen die Grenzen des Verkehrsanstandes und der Rücksicht auf die übrigen Verkehrsteilnehmer unablässig durchbrechen. Der Radfahrer, der sich mit unüberbietbarer Wendigkeit durchs dichteste Verkehrsgetriebe hindurchschlängelt und den kritischsten Situationen immer knapp zu entgehen weiss, braucht darum durchaus kein musterhafter Verkehrsgenosse zu sein. Aber auch der Fussgänger, der genau zu wissen glaubt, was das Gesetz ihm an Benützung der Fahrbahn gestattet, was es ihm gegenüber den andern Strassenbenützern als Minimum an Pflichten auferlegt und sich starr an dieses dürre Gerippe klammert, handelt nicht im Geiste der Kameradschaftlichkeit, die uns vorschwebt, sondern vergeht sich vielleicht unaufhörlich gegen die Gebote edler Verkehrssitte. Denn jene formal-engherzige Gesetzestreu© artet leicht in das Pharisäertum aus, das das Pflichtgemässe tut, solange andere es sehen, das aber die Rechtsordnung unbedenklich verletzt, wo es ohne Gefahr der Entdeckung geschehen kann Derjenige aber, der einmal aus Unwissenheit ein© Verkehrsregel übertritt, im übrigen aber, soweit seine Einsicht und sein freier Wille reichen, die Rechte der andern respektiert und auf den eigenen wohlbegründeten Anspruch womöglich lieber verzichtet, um den Verkehrspartner nicht in Gefahr zu bringen oder auch mir zu schrecken, der darf sich ruhig zum Orden der gesitteten Strassenbenützer zählen, auch wenn ihn einmal eine Busse getroffen hat. Die Kameradschaft der Strasse Ist vor allem ein Problem der Erziehung und hier wieder namentlich ein sozlalpädagogisches Problem. Man hat zu Zeiten die Kulturhöhe eines Volkes an seinem Seifenverbrauch messen wollen — wie wäre es, wenn man den Stand seiner staatsbürgerlichen Bildung und Reife danach bemässe, wie es die Auseinandersetzung im Verkehr der Strasse bewältigt ? Denn « Verkehr » in seinem umfassendsten Sinne ist wohl die allgemeinste Lebensbetätigung einer Nation, der häufigste Anlass zu gegenseitigem Aufeinanderprallen verschiedener Interessen und mannigfachster Temperamente. Und wenn über diesen Begegnungen, die sich zum weit überwiegenden Teile ausserhalb jeder Beaufsichtigung vollziehen, jener Geist der Versöhnlichkeit, der Rücksicht, des Lebens und Lebenlassens waltet, dann wird man füglich sagen dürfen, die Nation habe eine würdige Form ihres öffentlichen Lebens gefunden, soweit es sich auf der Strasse abspielt. Die Verkehrsteilnehmer gliedern sioh nach der Art ihrer Fortbewegung in verschiedene Gruppen, Fussgänger, Radfahrer, die Führer der mannigfachen Fuhrwerke, und als letzte grosse und heute besonders starke Kategorie die Benutzer der verschiedenartigen Motorfahrzeuge. Jede dieser Gruppen bildet bestimmte Gebräuche und Sitten aus, die nur unter den eigenen Angehörigen gelten. Und daraus entstehen gelegentlich Spannungen, die besonders dort tief gehen können, wo die eine Gruppe von Strassenbenützern, neu auf den Plan tretend, den vorher Dagewesenen einen Teil ihrer Ansprüche auf den Verkehrsraum streitig macht, wie es vor nunmehr freilich schon langen Jahren mit dem Auto der Fall war. Einen Prüfstein der allgemeinen Verkehrsmoral bildet es nun, wenn diese bloss virtuellen oder gelegentlich auch einmal akut gev/ordenen Gegensätze zwischen den Gruppen unter dem Schütze einer hochstehenden allgemeinen öffentlichen Sitte doch wieder zum Ausgleich kommen und sich versöhnen. Gewiss ist jeder vor dem Gesetze gleich; aber die Gleichheit ist nicht äusserlich und schliesst Unterschiede in den Rechten und Pflichten nicht aus, und so müssen sich denn einzelne Gruppen von Verkehrsteilnehmern auch auf bestimmte Teile des Verkehrsraumes anweisen lassen und sonstige Beschränkungen ihrer Freizügigkeit auf sich nehmen AUTOMOBIL-REVUE men, noch von diesen den ersteren ans Ressentiment als Ueberheblichkeit vorgehalten. Wenn wir nach einem Gegensatz zu dieser aus Herzensbildung des einzelnen und hohem Stande der öffentlichen Meinung entspringenden Kameradschaft suchen, so stossen wir notwendig zuletzt auf den Begriff der Rücksichtslosigkeit. Und wie so oft erkennen wir auch hier den eigentlichen Sinn und Inhalt einer Vorstellung am besten im piegel ihres Widerparts. Seht irgend eine Rücksichtslosigkeit eines Verkehrsteilnehmers gegen einen andern Strassenbenützer und überlegt, wie jener richtig hätte handeln müssen : das Ergebnis eures Nachdenkens ist das Verhalten, wie es ihm der Geist der Kameradschaft eingegeben hätte. Prüft die Handlungsweise des andern, der euch selber in Gefahr gebracht oder auch nur erschreckt hat, und ihr erkennt, wi^ ihr selber im gleichen Falle werdet handeln müssen. Keiner ist im Verkehr der Strasse nur forderungsberechtigt. Jeder trägt durch sein eigenes Tun und vor allem Lassen auch aktiv zur Hebung der Verkehrssitten bei, und jeder von uns hat täglich hundertmal Gelegenheit, die Kultur seines Benehmens gegen die Mitmenschen unter Beweis zu stellen. Schon auf dem Trottoir beginnt die Uebung und Pfleget anständiger Verkehrsgesinnung, und die Kameradschaft ist schon in der Art am Werke, wie zwei Fussgänger sich aus dem Wege gehen. Höhere Stufen erklimmt die Kameradschaft, wo der Fussgänger, der sich sonst so leicht als Strassenbenützer minderen Rechtes empfindet, sogar einem Autofahrer auf die eine oder andere Weise behilflich ist, indem er ihn vielleicht an trügerisch unübersichtlicher Stelle auf ein entgegenkommendes Fahrzeug aufmerksam macht, indem er ihm bedeutet, dass das Lämpchen des Richtungszeigers nicht brennt. Die schärfere Probe auf Kameradschaftlichkeit hat aber der Verkehrsteilnehmer zu bestehen, der dank der Wendigk'eit, der Schnelligkeit und Stärke seines Fahrzeuges besonders leicht der Gefahr erliegt, Rücksichtslosigkeit zu begehen und die Gebote des Anstandes selbst gegen den bescheidensten Strassenbenützer zu verletzen. Eine Einsicht aber ist vonnöten: vom leweiligen Partner korrektes Verhalten auf der Strasst zu verlangen, Ist leicht; aber es gilt, ein solches Verhalten durch das eigent auch zu ermöglichsn und zu erleichtern. Die Begegnungen zwischen zwei Verkehrsteilnehmern sind immer ein Ereignis, das auf beiden Seiten Einsicht und guten Willen voraussetzt, und der eine ist nicht unabhängig davon, was der andere tut. Dem Fussgänger, der unvorsichtig oder gar absichtlich rechthaberisch auf die Fahrbahn hinausläuft, vermag oft auch der sorglichste Autofahrer nicht mehr auszuweichen, und umgekehrt ist es nur bedingt von Nutzen, einem sinnlos dahinrasenden Radfahrer in den Weg zu treten, um ihn aufzuhalten. So gelangen wir denn zur Erkenntnis, dass die Kameradschaft der Strasse, um die es uns hier zu Motto: In der Schweiz zirkulierten 1938, ohne die Einreisen aus dem Ausland, 1 212 433 Fahrräder und 124 195 Motorfahrzeuge. Es ist müssig, darüber zu streiten, wer sich mehr an die Strassendisziplin hält, Automobilisten oder Radfahrer. Es gibt disziplinierte Radfahrer und disziplinierte Motorfahrzeugführer, es gibt aber auch undisziplinierte Motorfahrzeugführer und undisziplinierte Radfahrer, und weil die Radfahrer zehnmal zahl- Unter der Fahne richtig verstandener Kameradschaft jedoch entsprechen diese Unterschiede sachlichen Gegebenheiten bei den einzelnen Verkehrsteilnehmern und werden von den einen weder zum Anlass verächtlichen Herabsehens auf die andern genomtun ist, nichts andere« darstellt als die notwendige Folge der Solidarität der Interessen aller Strassenbenützer. Krieg aller gegen alle, oder kameradschaftliche Rücksichtnahme des einen gegenüber dem andern — das ist die Alternative, vor die sich jeder Verkehrsteilnehmer gestellt sieht, der sein Verhältnis zur Gemeinschaft der Strasse überdenkt. Jener würde völligen Zusammenbruch jeder gesitteten Verkehrsordnung führen; diese allein sichert uns die Güter unserer Gesundheit und unseres Lebens, wenn wir uns auf der Strasse bewegen. Und es sei hier noch einmal gesagt: nicht nur die eigentlichen Unfälle sind das Uebel jeder unzulänglichen Ordnung des Strassenverkehrs; schlimmer als sie ist die Zerrüttung des Nervenkapitals des Volkes durch die blosse Unsicherheit im Verkehr, durch die unaufhörlichen Schreckwirkungen, durch die Hast, durch den Lärm der Warn Vorrichtungen, das Kreischen plötzlich angezogener Bremsen usw. Nicht weniger peinvoll aber ist für den Autofahrer seinerseits die unbedachte Art, wie Fussgänger auf die Fahrbahn hinaustreten und sich dann als die schutzbedürftigen. «Schwächeren» demonstrativ zwischen den Fahrzeugen hindurch- Tram, Autos, Fussgänger, alles in Bewegung. Aber die Polizei greift mit ordnender Hand ein. Die Rundfrage der A.-R. bewegen. Das gleiche gilt für jegliche Ueberspannung der eigenen wirklichen oder gar nur vermeintlichen Rechte, seitens wessen es immer sei. Tausend Folgerungen hat die Verkehrspraxis, hat vor allem die Verkehrserziehung aus diesen Einsichten zu ziehen. Voranstehen muss die Erkenntnis, dass eine befriedigende Ordnung des Strassenverkehrs neben einem wohlausgebaufen Verkehrsrecht vor allem eine moralische Angelegenheit ist. Daraus wieder entspringt die Konsequenz, dass die Befriedung des Strassenverkehrs weniger von der Einprägung eines freilich notwendigen Minimums an gesetzlichen Vorschriften zu erwarten ist, als von der Pflege und Förderung eines Geistes sozialer Versöhnlichkeit, wie er vor allem einem demokratischen Volke so wohl ansteht. Die Zürcher Polizei erkannte all das wohl, als sie letztes Jahr eine ganz diskrete Verkehrserziehungsaktion unternahm unter der so gar nicht behördlich klingenden Devise: « Vorsicht: die Unfallazahlen steigen — mehr Kameradschaft auf der Strasse zeigen! » Es entspricht einer solchen gewandelten Einstellung der Polizei gegenüber dem Verkehrsgeschehen, dass nicht so sehr bei bereits eingetretenen Unfällen nach der Schuld der beteiligten Verkehrsteilnehmer geforscht wird, sondern dass sich die Verkehrspflege immer mehr prophylaktischen Massnahmen sozialpädagogischer Natur zuwendet. Dazu gehören dann freilich nicht nur die Be^ mühungen der eigentlichen Verkehrserziehung der Jugend, sondern auch alle Bestrebungen, die dahin zielen, Verstösse gegen die Regeln richtigen Verkehrsgebrauches unnachsichtlich nicht nur zu ahnden, wenn sie zu einem Unfall geführt haben, sondern als solche zu unterdrücken und damit mancher Gefahr zum vorneherein vorzubeugen. Damit mündet der Ruf nach vermehrter Kameradschaft im Strassenverkehr doch wieder ein in den breiten Strom der allgemeinen Bekämpfuns der Verkehrsgefahren, die auch die rechtlichen Massnahmen in sich schliessen. Und dem hinwiederum kommt die offenkundige Tendenz des modernen Strassenverkehrsrechtes entgegen, gerade die Grundzüge korrekter Verkehrssitte zu den Richtnormen seiner selbst, eben des Verkehrsrechtes, zu erheben. H. W.Thommen. Automobilist und Radfahrer (Fortsetzung) Strafmöglichkeiten besser anwenden! reicher sind, müssen wir vielleicht auch mit einer zehnmal grösseren Zahl von undisziplinierten Radfahrern rechnen. Das Problem der Verkehrssicherheit stellt sich bei allen Strassenbenützern gleich. Es heisst: /. Mit der Verkehrsintensität zunehmender Ausbau der Verkehrswege, getrennt für Fussgänger, Radfahrer und Automobilisten unter Berücksichtigung von praktisch erprobten Sicherheitsmassnahmen. 2. Aufsicht und strenge polizeiliche Kontrolle über die Einhaltung der Verkehrsvorschritten. Ohne stete Kontrolle über den Zustand aller Fahrzeuge, ohne strikte Einhaltung der Ver kehrcvorschriften und ohne Verbesserung der für andere Verkehrsverhältnisse gebauten DIENSTAG, 2. MAI 1939 — N° 36b Strassen haben wir keinen Rückgang der Unallziffern zu erwarten. Angewandt auf den Fahrradverkehr autet das Rezept: Gleiche polizeiliche Beaufsichtigung dieses Verkehrs wie des Motorfahrzeugverkehrs. Radfahrer, die sich vorschriftswidrig und rücksichtslos benehmen, müssen, gleich wie die Automobilisten, zur Anzeige gebracht und bestraft werden. Schon eine erste schriftliche Verwarnung mit Androhung von Strafen im Wiedherholungsfall würde Wunder wirken. Natürlich müsste man bei den Ortspolizeibehörden über die Sünder eine Kartothek anlegen und bei' einem neuen Sündenfall auch wirklich eine Strafe ausfällen. Die Polizei und wieder die Polizei... jawohl, es gibt sonst keine Ordnung. Verkehrserziehung durch Radfahrerverbände, durch Vorträge und Zeitungsberichte in Ehren, aber diese Aufklärungsarbeit erfasst immer nur einen kleinen Teil der 1 200 000 Radfahrer. In den Verbänden sind knapp 8% der Radfahrer irganisiert und durch Vorträge und Zeitungsierichte erreicht man gewöhnlich nur jene kleine Zahl vorsichtiger Fahrer, die diesen Fragen aus menschlichen Gründen und weil sie die grossen Gefahren des heutigen Verkehrs kennen, eben eine Bedeutung zumessen. Die grosse Masse der Sonntags- und Werktagsfahrer und die Strolche der Strasse interessieren sich dafür nicht oder sind unbelehrbar. hnen kann man nur durch die Polizei beikommen. Das scheint unsympathisch, es ist aber so. Man wird uns entgegenhalten, die gesetzlichen Vorschriften und besonders die Strafmöglichkeiten hinsichtlich der Radfahrer genügen nicht. Ausreden sind das. Auch das Fehlen des Nummernschildes lassen wir nicht voll gelten. Vielerorts hat man die heutigen Strafmöglichkeiten noch gar nicht angewendet. Auf dem Lande und in manchen Städten drückt man gegenüber den Radfahrern heute noch beide Augen zu. Zugegeben, die Polizeiorgane haben einen schweren Stand, wenn sie alle Sünder an den Ohren nehmen wollen. Wir schlagen deshalb vor, dass sämtliche Tages- und Fachzeitungen mehrmals im Jahr Aufsätze oder wenigstens Schlagzeigen ungefähr folgenden Inhaltes bringen: Die Polizeiorgane, die streng und gerecht alle Strassenverkehrssünder zur Anzeige bringen, schützen Leben und und Gesundheit der Bevölkerung. Sie verdienen höchste Anerkennung und den Dank des Vaterlandes ! Geehrter Herr Redaktor! Versuchen Sie und Ihre Herren Kollegen dieses Rezept; auch Sie werden sich den Dank des Vaterlandes erwerben! E. Joho, Leiter der Beratungsstelle für Unfallverhütung. „Sünder sind wir allzumal" — zum mindesten teilweise Verkehrssünder. Wenn sich also ein Automobilist über die Sünden seiner zweirädrigen Kollegen äussern soll, so ist dies nicht als selbstgerechter Tadel, sondern als Warnung aufzufassen. Von den Fehlern der Radfahrer greife ich nur einige einzelne heraus, die mir persönlich immer wieder auffallen: 1. Nicht mehr als zwei nebeneinander! Ein solcher Block ist ein plumpes Verkehrshindernis, eine Gefahr für die Autos. Trotzdem begegnet man abends vor manchen Dörfern solchen Veloknäueln. 2. Dem Autofahrer nicht zu viel an Geistesgegenwart zutrauen ! Das tun aber Radfahrer, die glauben, mit einer lässigen Handbewegung das schwerste Auto aufhalten zu können. Im dichtesten Verkehr der Stadt lässt der Radfahrer seinen linken Arm hängen zum Zeichen, dass er nach links abbiegen will, ohne sich darum zu kümmern, ob nachfolgende Autos dieses dürftige Verkehrszeichen beachten oder überhaupt noch abstoppen können. Ich habe mich schon oft darüber gewundert, was für eine fabelhafte Fahrtechnik uns die Radfahrer zutrauen. Oder denken sie: «Es geschieht ihm ganz recht, wenn er mich überfährt!»? 3. Nicht rechts vorfahren! Im dichten Stadtverkehr erlebt man es immer wieder, dass man im Auto beständig links und rechts von Radfahrern überholt wird, besonders beim Abstoppen vor einer belebten Kreuzung. Zwischen Auto und Trottoir zwängen sich die Radfahrer hinein, so dass man plötzlich wie mitten in einem Wespenschwarm steckt. Wenn das Auto vor einer Kreuzung anhalten muss, so sollten es Radfahrer nicht mehr überholen, um sich noch rasch einige Meter weit nach vorn durchzuzwängen! Es liegt durchaus im Interesse des Radfahrers selbst, Fehler zu vermeiden, da die daraus erwachsenden Situationen immer in erster Linie ihn selber gefährden, allerdings oft auch den Automobilisten vors Gericht bringen. A. C.

N° 36b — DIENSTAG, 2. MAI 1939 AUTOMOBIL-REVUE Ein Heller sensationeller Reifen Der Wffle der FIRESTONE-fcigenieure, etwas nicht Alltägliches zu schaffen, ermöglichte es, einen neuen FIRESTONE- Reifen höchster Klasse zu entwickeln. Der neue FIRESTONE-CHÄMPION-Reifen gestattet durch seine besondere Konstruktion eine um Etlomeferlelstniig Er ist der einzige Reifen mit dem „Safety Lock"-Cord-Aufbau, der seine Widerstandsfähigkeit vervielfacht Sein Preis liegt nicht höher als derjenige anderer Reifen. FABRIK FÜR FIREST0NE-PRODUKTE A.G. PRATTELN BEI BASEL