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E_1940_Zeitung_Nr.024

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BERN, Dienstag 11. Juni 1940 Nummer 20 Cts. 36. Jahrgang — No 24 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISE: Ausgabe A (ohne Versicherung) halbjährlich Fr. 5.-, jährlich Fr. IC- Ausland mit Portozuschlag, wenn nicht postamtlich abonniert Ausgabe B (mit gew. Unfallversich.) vierteljährlich Fr. 7.50 Ausgabe C (mit Insassenversicherung) vierteljahrlich Fr. 7.75 Bildet der Motorbetrieb mit gasförmigen Treibstoffen den Uebergang zum Wasserstoff-Motor? Die ersten auf dem Markt erschienenen Explosionsmotoren wurden, wie bekannt, mit Gas betrieben. Im Laufe der Jahre sahen sie sich durch die Benzin- und Dieselmotoren verdrängt. Als Lieferanten der zum Betrieb dieser Motoren notwendigen flüssigen Brennstoffe fallen nur einige wenige Länder in Betracht. Um von diesen Lieferanten soweit als möglich unabhängig zu werden, sind in allen europäischen Ländern seit Jahren die Motorenkonstrukteure und Kraftstoffchemiker daran, neue Betriebsarten und Kraftquellen zu finden. Bei diesen Versuchen griff man zuerst in Deutschland und in England in vermehrtem Masse auf die Gase als Motorenbrennstoiff zurück. Da die Brennstoffversorgung auch für uns ein Problem darstellt, so dürften die nachstehenden Angaben heute ein gewisses Interesse bieten. Die Beurteilung der Treibgase. 1. Die Eigenschaften der Treibgase a) Allgemeines: In der Praxis hat man die Treibgase bereits in 3 Hauptgruppen tinterteüt, und zwar in: Flüssiggas, Dauergas und Generatoreng>as. Die Flüssiggase (oder Reichgase) sind Treibstoffe, die sich bei gewöhnlicher Temperatur •und bei einem Druck von 2—20 km/cm 2 verflüssigen lassen. Sie worden in flüssiger Form in den Vorratsbehältern im Fahrzeug tnitgeführt. Dabei finden Verwendung: Propan, Butan, Hexan, Propylen und Butylen. (Diese Gase befinden sich auf dem deutschen Markt unter den Bezeichnungen wie Leuna-Treibgas, Denrag-Flüssiggas, Ruhrgasol un