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E_1940_Zeitung_Nr.024

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AUTOMOBIL-REVUE

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BERN, Dienstag, 11. Juni 1940 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 24 KAISERIN EUGENIE Die Frauen des Zweiten Kaiserreiches ähneln ein wenig den Schönheiten des achtzehnten Jahrhunderts mit ihren enervierenden Abenteuern, ihrem Einfluss auf die Sitten der Zeit, dem Geheimnisvollen, ein wenig Schwülen, das sie und ihr Leben erfüllt. Es umgibt sie eine unvergessliche Legende von sieghafter Zärtlichkeit, gewagter Unabhängigkeit und unwiderstehlicher Keckheit, verbunden mit einer Grazie, einer Liebenswürdigkeit und kapriziösen Verliebtheit, wie sie nur von den Damen des 18. Jahrhunderts bekannt geworden ist. Und doch ist die Frau des Zweiten Kaiserreiches ein Typus für sich. Eine ausgezeichnete Beobachterin des eleganten Lebens der Dame unter dem Zweiten Kaiserreich, Mademoiselle Romieu, sagt in ihrem Buche «La femme et la societe»: «Die grosse Dame der Finanzwelt, die faktisch erst unter Louis-Philippe aufgetaucht ist, und die heutige Dame decken sich gewissermassen. Beide sind elegant und reich, beiden haben den künstlichen Reiz, den allein die Gewohnheit der Grossen Welt geben kann. Die vornehme Dame des Faubourg Saint-Germain zeigt einen aristokratischeren Typus. Sie ist im vollen Sinne des Wortes eine «grande dame», von einem Schlage, der sich anderswo nicht findet. Vor lauter Vornehmheit bleichsüchtig, vor lauter Grazie gekünstelt, bewahrt sie inmitten der Vorurteile, von denen sie erfüllt ist, einen gewissen Adel der Empfindungen.» Sitten und Moden des Zweiten Kaiserreiches. Während die Vorliebe des Biedermeiers der noch unerschlossenen Weiblichkeit, dem liebenswürdigen jungen Weibe und der naiven mädchenhaften Unschuld galt, begeistert sich das Zweite Kaiserreich für den vollerblühten Reiz der reifen, wissenden Frau, die in allen Künsten der Liebe erfahren ist. Die schöne Kaiserin Eugenie, ehemals Mademoiselle de Montijo, war vom Tage ihrer ' Thronbesteigung an die unbeschränkte Beherrscherin der französischen Mode und der französischen Sitte. Wie Marie-Antoinette war auch sie kokett, vergnügungssüchtig, verschwenderisch, sehr elegant, aber auch ihr konnte man ebensowenig wie der unglücklichen Königin ein ausschweifendes Leben vorwerfen. Manche ihrer zügellosen Zeitgenossinnen aus den höchsten Kreisen hätten sich eher an ihr ein Beispiel nehmen können. Es schlichen sich jedoch in ihren Kreis Elemente ein, deren Sitten alles andere als einwandfrei waren, für die jedoch Eugenie nicht verantwortlich gemacht werden kann. Ohne dem Kaiser jemals wirklichen Grund für seine zahlreichen Untreuen und Seitensprünge zu geben, bereitete es ihr doch das grösste Vergnügen, die Herzen der Männer zu entflammen. Sie brauchte diese Sensationen, diese Bestätigung ihrer unwiderstehlichen Anziehungskraft, ihrer wirkungsvollen südlichen .Anmut und Schönheit. Bisweilen stürzte sie sich bis zur Unvorsichtigkeit in derartige kleine Abenteuer. Maskenbälle übten auf sie ebenso wie auf Marie-Antoinette einen unwiderstehlichen Reiz aus. Hier fühlte sie sich frei wie die anderen Damen der Gesellschaft. Sie glaubte sich zurückversetzt in jene Zeiten, da sie als Mademoiselle de Montijo auf Bällen und Maskeraden mit jedem tanzen und flirten konnte, der ihr gefiel. Dazu kam der Reiz des-Mysteriösen, dass niemand ahnte, wer die entzückende graziöse Maske war, mit der man so köstliche Augenblicke verbracht hatte. Prinz Louis Napoleon war auf den ersten Blick von Mademoiselle de Montijo gefesselt worden. Das schöne Mädchen zeichnete ein ganz persönlicher Charme aus. Die wohlklingende Stimme, die Art sich zu geben, die weiche, geschmeidige Gestalt und die Grazie der Spanierin, ihr fremdländisches Französisch, alles trug dazu bei, ihren weiblichen Reiz zu erhöhen. Louis Napoleon sah sie zum erstenmal im Salon seiner Kusine, der klugen Prinzessin Mathilde. Die Möntijos stammten aus einer alten spanischen Grandenfamilie, aber sie waren verarmt und führten ein nicht ganz einwandfreies Abenteurerleben, wenigstens die Mutter. Die Chronique scandaleuse erzählt, der zukünftige Kaiser habe sich um die sechsundzwanzig jährige Mademoiselle de Montijo in einer Weise bemüht, dass man hätte annehmen können, er wolle sie zu seiner Geliebten machen. Aber so sehr sich auch Napoleon um sie bewarb, immer erwiderte man ihm: «Prinz, nur als rechtmässige Gattin.» Er verliebte sich Kaiserin Eugenie immer mehr, besonders-als er sie später den Jagden in Fontainebleau mit einer Gr zu Pferd sitzen sah, die keine der Frau ner Bekanntschaft besass. Damals w polepn bereits Präsident, und bald __ wurde er französischer Kaiser. Aber er dachte noch nicht daran, die junge Spanierin zu heiraten. Erst als er vergeblich an die Türen aller Höfe geklopft hatte, fiel seine Wahl auf sie, der sein Herz gehörte. Gleichsam als Revanche, dass man- ihm nicht eine Infantin gegeben hatte, hielt er um die Hand der entzückenden Spanierin an, die zwar ein Nachkomme der Guzman war, aber einem Throne doch sehr fern stand. In den Hofkreisen wollte man es kaum glauben. Eine Liebesheirat auf dieser Höhe der Macht!? Das gab es also ausserhalb der Märchen- und Feenwelt? Man hatte keinen anderen Gesprächsstoff mehr. Ohne in der ersten Blüte der Jugend zu stehen, besass Eugenie die blendende Frische eines jungen Mädchens. Die wundervolle Harmonie der Proportionen ihrer Gestalt und ihres herrlichen, wie aus einer Kamee geschnittenen Gesichts Hessen keinerlei Kritik zu. Mit Eugenies Erhebung auf den französischen Thron begann eine Epoche der Eleganz jund der Pracht. Feste folgten auf Feste. Man vergötterte sie. Die Pariser lagen'dieser schönen vergnügungssüchtigen jungen Kaiserin zu Füssen. Der Hof des Zweiten Kaiserreichs gab beinahe dem des Ersten an Pracht und Eleganz nichts nach. Aber es ging ungezwungener, fröhlicher und weniger zeremoniell zu als am Hofe des Premier Empire, Eugönie liebte es, besonders in ihrer Glanzzeit, sich mit hübschen, eleganten Frauen zu umgeben, denen Jugend und Anmut, Geschmack, Esprit, Fröhlichkeit, Extravaganz und Koketterie zur Ver- Musee de Versailles fügung standen. Ihr unwiderstehlicher Zauber gewann nur noch mehr in dieser harmonischen Umgebung und warf doppelte Lichter auf ihre Eleganz, ihre vollerblühte Schönheit und ihre Sonderstellung. Sie war eine der elegantesten Frauen ihrer Zeit, aber die Erfinderin der Krinoline ist sie doch nicht gewesen, wie man behauptet hat. Im Gegenteil, sie gehörte zu denen, die sie im Jahre 1860 als erste wieder ablegten. Sie hatte sie nur aus ästhetischen Gründen während ihrer Schwangerschaft getragen. Eine ihrer Palastdamen spricht in ihren Memoiren über die Krinolinenmode und erzählt, wie unbequem und unpraktisch sie war: «Die Menge Stoff, die einen von allen Seiten umgab, erschwerte das Gehen, zumal die enge Taille in der Mitte dieser Masse wie losgelöst von dem übrigen Körper schien. Es war beinahe unmöglich, sich zu setzen, ohne dass die stählernen Reifen sich verschoben. Wenn die Damen zu einer Gesellschaft, zu einem Ball, in die Oper fuhren, mussten nicht nur sie die grösste Behutsamkeit aufwenden, sondern auch der Kutscher musste vorsichtig fahren. Die Herren durften nur den bescheidensten Platz im Wagen einnehmen und hatten die grösste Mühe, der so bereiften und bebauschten Schönheit beim Aussteigen den Arm zu bieten.» Zu Anfang des Zweiten Kaiserreichs blieb die Mode ungefähr die gleiche wie 1850, Die Röcke wurden etwas bauschiger. Man trug Korsagen ä la Vierge, ä la Pompadour, ä la Watteau mit Garnituren von Spitzen, Samt, Blumen, Bandrüschen, was äusserst graziös wirkte. Die Nuancierung der Farben und Stoffe ging ins Unendliche. Ein mattes Grau und Grün waren sehr beliebt. Für Abendkleider wählte man am liebsten einen antikrosa oder antikblauen Moirg mit Seidenfransen, echten Spitzen oder weissem Straussenbesatz garniert. Die Mode ähnelte in den ersten Jahren eher der Mode des Konsulats. Erst in der zweiten Periode der Regierung Napoleons III, erschien die schreckliche Krinoline, zum Erstaunen aller Französinnen, die das Lächerliche dieser unglaublichen Mode wohl fühlten. Ungarische Sprichwörter Das Pulver ist mit einem einzigen Funken zufrieden. Wenn dir einer erzählt, er könne Gold machen, so hat er es bestimmt auf dein Silber abgesehen. Ein Steinchen im Schuh ist gewaltiger als der grösste Berg. Worte umzudrehen ist leicht; man braucht dazu nicht einmal eine Drehscheibe Im Wein sind schon mehr Menschen ertrunken als im Meere. Was für ein kleines Loch ist doch die Kehle — und verschlingt dennoch nicht selten ein ganzes Rittergut. Einem Kranken ist es gleich, ob sein Bett aus Gold ist. Besser trocken Brot und Frieden als Braten und Prozesse! Ein Esel y-aht auch zum Klang einer goldenen Geige wie ein Esel. Auch weisse Lilien werfen schwarze Schatten. Ein kleiner Hase bringt den grössten Hund ausser Atem. Der schlechte Mensch fürchtet sich vor dem Gesetz, der fromme vor dem Glück.