Views
7 months ago

E_1949_Zeitung_Nr.012

E_1949_Zeitung_Nr.012

22 AUTOMOBIL REVUE

22 AUTOMOBIL REVUE FREITAG, 18. MÄRZ 1919 - \r. 12 FACHGESCHÄFT FÜR STAND 17 •v Reinigungen •Mh« B«tU C tfhB«**M*AIB Reparaturen Eine kurzweilige und leichtverständlich« Gutachten Fibel vom Auto, 96 Seiten, mü übar Schutzanstriche Preis Fr. 3.B0 100 Abbildungen, für oll«, welche dM Aufbau, die Funktion und die loistung •durch In fcder gufen des Autos kennen lernen wollen P.Baumgartner.Ing. Buchhandlung erhältlich VEEIAG HAUW*G 6E*N Thalwil Bachstr. 8, Tel. (051) 920004 MARK V, 2V 2 UND 3H LITER Eine vollständig neue JAGUAR-Konttruktion, die in Technik, Fahreigenschaften und Linienführung wiederum um Jahre voraus ist. Nicht weniger als 20 neue Merkmale kennzeichnen den grossen Fortschritt des neuen JAGUAR. JAGUAR XK UND Lieferbar als Limousine und Cabriolet. Qualitätskarosserien in gediegener Ausführung Spezialität: Cars und Omnibusse Aussteller der Schweizer Mustermesse 1949, Basel FÜR QUALITÄTSFAHRZEUGE VON KLASSE UND WIRTSCHAFTLICHKEIT: Leistungsfähige EMIL FREY WERDMUHLESTRASSE 11 DICHTUNGSFABRIK BASEL Auto AG., Sieinenring 45 42424(061) WÄDENSWIL Weber F.,Zentrum-Garage «69 BERN Undt Paul» Garage Elite 2 6222 (031) WEINFELDEN Kropf Walter, Platz-Garage 5 13 Zylinderkopf-Dichtungen sowie Dichtungen aus IT, CHUK Central Garage AG. 2 16 91 (081) WINTERTHUR Bosshard A., Lind-Garage 2 35 Klingerit, Kork, Gummi, Leder, Kupfer »Asbest LUZERN Epper Ernst, Garage 2 75 55 (041) ZÜRICH Frey Emil, Flurstrasse 44 25 44 SOLOTHÜRN Auto-Vertretung AG. 2 17 83 (065) Werdmühiestrasse 11 23 47 OTELFINGEN-ZCH. Telephon (056) 3 52 20 Neue Pneus und Schläuche Tank- Pneu-Neugummierungen Sämtliche Reparaturen E. FRECH-HOCH AG., SISSACH (BL) STANZEREI UND DICHTUNGEN GmbH: Besichtigen Sie am Genfer grösste Überraschung:' die Automobilsalon Englands neuen, klassisch schönen JAGUAR-MODELLE In der Entwicklung des Automobils hat der JAGUAR von jeher sejne eigene Geschichte geschrieben. Durch seine vollendete Linienführung von zeitloser Schönheit wurde er auf der ganzen Welt der Aristokrat unter allen Automobilen... durch seine überragende Konstruktion war er stets allen seinen Zeitgenossen um Jahre voraus. mit dem epochemachenden XK-Sport-Weltrekordmotor. Ein völlig neukonstruiertes Super-Sport- Modell mit den allerletzten technischen Neuerungen. In Form; Konstruktion und Qualität eine englisch« Spitzenleistung, die Jeden Kenner und Sportfreund begeistern wird. ZÜRICH TEL. 23 47 77 FLURSTRASSE 44 TEL. 25 44 64 56 (051) 20 (072) 00 (052) 64 (051) 77 (051) LASTEN H E BE R «ANTONY» Auf jeden beliebigen Lastwagen montierbar, Ermöglicht automatisches Laden von Lasten bis 1000 kg. Grösste Sicherheit und Wirtschaftlichkeit Vorführung während des Automobil-Salons: Garage de Plainpalais 49, bd du Pont-efArve, gegenüber der Ausstellung MAUDSLAY, AEC CROSSLEY, BUT die wichtigsten englischen Diesellastwagen- und Garfabriken, Trolleybus, Kipper - Lange und kurze Chassis für Lastwagen und Cars - Verstärkte Chassis für Kipper - Lieferbar mit drei und vier Achsen Offizielle Vertreter der Schweiz für COMMERCIAL CORPORATION 92, rue du Rhone, teiephone 42145 GENEVE Es werden noch einige Vertretungen abgegeben

Nr. 12 — IV. BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 18.Mära 1949 ^;:,::/ DIE (EIDEN OBEN- GESTEUEKTEN GM-MOTOREN Der gedrungene lau der Achtzylinder in V und ihre saubere, an europäisch« Sonderkonstruklionen erinnernde äussere Fertigung sind sowohl am Cadillac (links) wie am Oldsfflobile Rocket (rechts) zu sehen. MOTOREN FÜR 195? Zukiinftsträchtige Motoren Bedeutung und Aufbau der beiden -Motoren von General Motors für Cadillac und Oldsmobile •Als an dieser Stelle vor mehr als anderthalb Jähren *) die ersten Mitteilungen über hochverdichtete Motoren aus den Laboratorien der General Motors Corporation veröffentlicht wurden, war es den Eingeweihten bekannt, dass auch die Motorenabteilungen von zwei Zweigen des GM- Konzems seit längerer Zeit an der praktischen Verwendung dieser Forschungen arbeiteten. Es dürfte nicht mehr notwendig sein, die grundlegenden Arbeiten Ketterings, die gleichsam den Schlusspunkt seiner Entwicklungstätigkeit als Leiter der GM-Forschung bildeten, nochmals ausführlich zu behandeln. Es sei nur daran erinnert, dass es Kettering gelang, aus einem normalen Sechszylindermotor mit hängenden Ventilen eine Maschine zu entwickeln, deren Verdichtungsverhältnis bis auf 12,5 :1 gesteigert wurde und die die theoretischen Ergebnisse einer hohen Kompression, nämlich den besseren thermischen Wirkungsgrad und daraus die höhere spezifische Leistung wie auch den kleineren spezifischen Wirkungsgrad auf ganz markante Weise in die Wirklichkeit umsetzte. Diese Forschungen verlangten selbstverständlich nach einem Treibstoff, der diese Verdichtungen auch aushalten kann und nicht zur Detonation gebracht wird; dies war möglich durch das von GM in ihrer Treibstoff-Versuchsfabrik hergestellte Triptan, einem vorerst für die kommerzielle Verwendung noch viel zu teuren, aber mit einer Klopffestigkeit von weit über 100 OZ ausgezeichneten synthetischen Treibstoff. Kettering erzielte an jenem Versuchsmotor Reduktionen des spezifischen Verbrauches, die auf der Strasse zwischen 33 und 44 % lagen. Die Ergebnisse jener Versuche lauteten zusammengefasst: Verdichtungsverhältnisse der Motoren Spez. Treibstoffverbrauch 6,2 :1 9,8 :1 12,5 :1 g/PSh 185-190 155-158 148-152 Indiz, therm Wirkungsgrad in % 32 38 42 Effekt. Wirkungsgrad in % 26 31 32 Zunahme des ind. Mitteldruckes in % 100 119-125 122-129 Abgastemp, bei 3000 T/min in " C 730 685 655 Dass eine erhöhte Verdichtung solche Ergebnisse mit sich bringt, war sowohl theoretisch wie praktisch nichts Neues. Praktisch hatten eigentlich nur die Konstrukteure von Renn- und Sportmotoren von diesen Erkenntnissen Gebrauch gemacht (wenn man von dem unter anderen Voraussetzungen arbeitenden Konstrukteur von Dieselmotoren absieht): ihre Konstruktionen mussten und müssen jedoch mit Treibstoffen betrieben werden, die bekanntlich heute für den täglichen Gebrauch eines Motorfahrzeugs in keiner Weise geeignet sind. Treibstofforschung — vom Motorenbauer angeregt. *-' '" So kann man eigentlich die Durchführung der Forschungsarbeiten Ketterings und auch ihre weitverbreitete Veröffentlichung so auffassen, dass damit die Treibstoffindustrie erneut darauf aufmerksam gemacht wurde, wie sehr der Motorenbauer auf klopffestere, die ungünstigen Eigenschäften der Renntreibstoffe vermeidende neue synthetische Benzine warte. Es ist nicht das *) Siehe « AR > vom 20. August 1947: • Bessere Auswertung der Treibstoffe durch höhere Verdichtung. » erstemal, dass von General Motors und im besonderen von den Laboratorien Ketterings ein solcher Ansporn ausging, war er es doch, der seinerzeit die Erforschung des Klopfens so weit trieb, dass daraus schliesslich in Form des Antiklopfmittels Bleitetraäthyl eine wirksame Detonationsbremse, gefunden wurde, die die wesentliche Verdichtungserhöhung der Verbrennungsmotoren in den letzten 25 Jahren überhaupt erst ermöglichte. , Man kann somit nicht ganz fehlgehen, wenn man die lebhafte Publizistik-von General Motors auf diesem Gebiete auch heute als ein Ansporn an die Treibstoffchemie auffasst, die bisher erzielten Resultate nicht als Endpunkt anzusehen, sondern unter Verwertung der Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Flugtreibstoffe, die während des Krieges eine starke Steigerung der Oktanzahl* durchmachten,, noch klopffestere Treibstoffe zu annehmbarem Preis innerhalb kürzerer Zeit auf den Markt zu bringen. * Die beiden neuen V-8-Motoren- von Cadillac und Oldsmobile sind nun nicht etwa als Maschinen zu betrachten, die heute diese theoretischen Fortschritte schon in die Praxis, umsetzen. Den. Appell .von GM und anderen haben die grossen /ergleich der Konslruktionselemente des neuen Codilloe- Molors und des entsprechenden Modells aus dem Vorjahr. KurE^rieb: Kürzere Pleuelstangen, leichtere Kolben und Kurbelwelle Kurbelgehäuse; Kürzere und leichtere Konstruktion des neuen Motors. Kühler: Kleinere Kühlerfläche infolge des besseren thermischen Wirkungsgrades des neuen Motors. Treibstoffirmen wohl gehört und leisten ihrerseits alles, um ihm möglichst bald die gewünschten Treibstoffe folgen zu lassen. Vorerst sind aber noch zahlreiche dornenvolle Probleme nicht ivür der Darstellung der Benzine an sich, sondern vor allem der industriellen Erzeugung bei niedrigen Kosten zu lösen; genaue Voraussagen über den Zeitpunkt ihres Eintreffens wären im Augenblick etwas riskiert. •: Die Bedeutung der beiden Motoren liegt vielmehr auf zwei anderen Gebieten. Einmal ist das Erscheinen eines wirklich neukonstruierten Verbrennungsmotors innerhalb der amerikanischen Äutomobilindustrie ein.seltenes Ereignis," denn die meisten heute gebauten MotoreSn sind nichts 'anderes |' ! als die im Detail verbesserten Konstruktionen, die seit vielen Jahren, um nicht zu sagen Jährzehnten, ohne wesentliche oder fundamentale r Aenderungen fabriziert worden sind. Gerade für einen Grosskonzern wie General Motors hat die Umstellung auf einen neuen Motortyp derart weitgehende Folgen auf der betrieblichen und fabrikatorjschen Seite zur Folge, dass diese nur ausnahmsweise und beim Vorliegen .wichtiger Gründe verantwortet werden kann. Bei Oldsmobile erfolgte die Umstellung gleichzeitig mit dem Bau eines neuen Grosswerkes für die Motorenproduktion, auf das bei späterer Ge- legenheit zurückgekommen wird; es ist somit leicht erklärlich, dass schon die Tatsache der Verwendung neuer Motorentypen von GM wie auch von der gesamten Industrie und von amerikanischen Automobilisten als wichtigeres Ereignis angesehen wird, als wenn eine europäische Fabrik mit einer Jahreserzeugung von vielleicht 5 oder 10 % der in den USA üblichen Zahlen einen ähnlichen Schritt unternimmt. Der zweite Grund, weshalb diese beiden neuen Motortypen das Interesse der Oeffentlichkeit verdienen, ist vor allem konstruktiver Natur. Mit der Erhöhung des Verdichtungsverhältnisses allein ist es nämlich nicht getan, wenn man die bekannten und weiter oben erwähnten Vorteile erreichen will. Der Hochkompressionsmotor wird durch die gesteigerten Verdichtungs-, Verbrennungs- und Arbeitsdrücke so Start: beansprucht, dass die übliche Dimensionierung seiner Teile nicht mehr genügt. Kolben, Pleuelstangen, Haupt- und Pleuellager, Kurbelwelle und Kurbelgehäuse müssen alle neu berechnet und stärker dimensioniert werden, was aber nicht durch die blosse Massierung von Material erfolgen kann; der gute Konstrukteur sucht im Gegenteil die Gelegenheit einer Neukonstruktion dazu zu verwenden, ein Maximum an Material und Gewichtsersparnis aus dem neuen Motor herauszuholen. Ferner geht es auch nicht an, das Verdichtungsverhältnis ohne Berücksichtigung anderer Faktoren wahllos hinaufzutreiben. Je höher die Verdichtung, um so mehr steigt auch die innere Reibung des Motors, besonders zwischen Kolben und Zylinderlauffläche an, so dass die Gefahr besteht, dass man aus der höheren Verdichtung von einem bestimmten Grad an nur noch diejenige Mehrleistung herausholt, die notwendig ist, um die ansteigende Reibung zu überwinden, die Bremsleistung am Schwungrad aber, auf die es ankommt, erhöht sich nicht mehr. Schliesslich vermag die bisher gefade bei Cadillac und Oldsmobile verwendete Ventilsteuerung, die Anordnung der Verbrennungsräume etc. eine Höheryerdichtung nur in bescheidenem Rahmeji zu ertragen. Es war deshalb notwendig, auch diese Punkte völlig neu zu studieren: Das Ergebnis ist bekannt: Beide Motoren "sind nun mit hängenden Ventilen' versehen, die zudem hydraulische Regulierung "des Ventilstösselspiels aufweisen, um die bei obengesteuerten Mooren üblicherweise etwas grössere Geräuschentwicklung der Ventilsteuerung zu dämpfen.; dies war notwendig, da beide Fahrzeuge vor allem für Käüferschichteri bestimmt sind, die einen sehr hohen GraVl an Geräuschlosigkeit verlangen. ' ... s. An und für sich bringt die' hohe Verdichtung zwei. Vorteile: Sie.-erhöht die Leistung.und reduziert den Verbrauch.' Inr Fall der, beiden GM- Motoren tendiert man eindeutig auf das letztere Gebiet hin. Die Fahrleistung der heutigen amerikanischen Fahrzeuge, insbesondere -derjenigen der hohen Preiskategorie, lässt wirklich nichts mehr zu wünschen übrig. Wenn man beispielsweise die vom Werk angegebene Beschleunigungszahl des Cadillac 1949 (0 bis 130 km/h innerhalb 30 Sekunden) mit den entsprechenden Angaben noch wesentlich teurerer europäischer Hochleistungsfahrzeuge vergleicht, so zeigt sich, dass die rein zahlenmässige Fahrleistung der grossen amerikanischen Luxuswagen diejenige der schnellsten Europäer wohl zum mindesten