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E_1949_Zeitung_Nr.012

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AUTOMOBIL REVUE FREITAG,

AUTOMOBIL REVUE FREITAG, 18. MÄRZ Iftl9 - Xr. 12 ARMSTRONG SIDDELEY In Art ü nd Klasse über der Masse Die ersten Die neuesten WIRZ KIPPER die gebaut wurden, waren aufsehenerregend. Sie haben sich von allem Anfang an bewährt und damit den Ruf des Namens begründet» WIRZ KIPPER sind noch weiter entwickelt und verbessert worden Untersdilunf-Chassis, Vorderräder unabhängig abgefedert mit Torsionss- »täben. AS Planetar-Vorwählgetriebe automatischer Kupplung. Hypqid-Hinterachen. Hydraulische und mechanische, selbstausgleichende Bremsen. Präiisionssteuerung. Hydraulisch gesteuerte, lautlose Ventilstössel. Zwei Liter, 6 Zyl. 10/70 PS. Gediegene Ausstattung. Wer von < Kipper> spricht, meint WIRZ KIPPER Verlangen Sie Prospekt«! Automobil-Salon, Stand Nr. 22t Kipper-und Maschinenfabrik /\& UETIKON am Züridpe« TeLiosu 929331 ^". Bz K ""* E^ i ' Vertretungen in der Schweiz: ZüricW JOS. STIERLI t CO.,.Limmat-Garage, Limmafstrasse 210/214 Basel: CITY-GARAGE BASEL Genf: GARAGE MONTEL, 17, rue Vauch» SK>i I' - Antömobil-Salon Genf, Stand 7 RIT0M0B1LE SS t* OE-Lt AUTOMO B I L I ST E Pitralon desinfiziert Macht die Haut glatt und sauber, Pickel und Mitesser verschwinden. Dringt tief in die Haut ein. Verhindert Infektionen. Als Selbstrasierer einfach mit der Hand auftragen. Auch beim Goiff eur Pitralon. nach dem Rasieren verlangen Fr. 2.- und 3.- + St. KARTEN UND FÜHRER, TECHNISCHE LITERATUR

Nr. 12 — IL BLATT AUTOMOBIL REVUE BERN, 18. März 1949 DER NEUE CHEVXOLET — EIN SCHONER WAGEN. Man soll sieh im allgemeinen hüten, einen Wagen öffentlich als sefcSri (oder als sein Gegenteil) zu bezeichnen. Beim neuen Chevrolet darf man ei riskieren: Dank seiner tiefen Silhouette und der «her breiteren, dabei aber nicht aufdringliche* Dimensionierung wirkt er wirklich schön. NACH DER HOLLYWOOD-KUR. Nicht dass die Chrysler-Typen 1948 zu den schlimmsten Sündern punkto Breite gehört hätten. Aber der Windsor demonstriert auf eindrückliche Weise, wie man einen Wagen stilvoll neugestalten kann und dabei trotz vermehrtem Innenraum einige Zentimeter Aussenbreite verliert. BUICK Die Wagen der Serie « 51 » Super, die heute In der Schweiz geliefert werden, verbergen unter ihren voluminösen Karosserien bemerkenswerte, von der amerikanischen Standardbauweise abweichende technische Merkmale, womit die General Motors ihre Aufgeschlossenheit allem Neuen gegenüber betont. Der Wagenkörper ruht auf vier Schraubenfedern; Schub- und Bremskräfte werden durch ein zentrales Rohr aufgenommen und damit Federn und Antriebsorgane von allen zusätzlichen Funktionen entlastet; Chassis und Motor wurden tiefer gelegt. Die ganze Konstruktion wird nun aber gekrönt durch den vollautomatischen « Dyna-Flow »-Drehmomentwandler, der an Stelle des Getriebes tritt. Ein ungewohnter Anblick, dieser Fussboden mit nur zwei Pedalen! Dyna-Flow stellt die zur Zeit einfachste Lösung der automatischen Kraftübertragung dar. Die neueren Buick-Karosserien sind offensichtlich von innen nach aussen entworfen. Zu erwähnen ist die Luftkonditionierungsanlage, die durch Thermostate überwacht wird. Aeusserlich fällt das Modell 1949 durch seine gestreckte Linienführung, die bei den Scheinwerfergehäusen beginnt, auf. Öullaugen als Ventilationsöffnungen geben dem repräsentativen Fahrzeug eine eigene Note. CADILLAC Was die General Motors unter einem Spitzenprodukt der besten Luxusausführung versteht, wird durch einen 4türigen Sedan und ein 6plätziges Cabriolet demonstriert. Diese Fahrzeuge der Serie 62 sind mit einem der stärksten Motoren versehen, die heute in serienmässigen Personenfahrzeugen anzutreffen sind. Der obengesteuerte, für kommende, hochklopffeste Treibstoffe entworfene V-8-Zylinder leistet bei 3800 T/min 162 PS. Dieser Motor ist eine Neuschöpfung mit kurzem Hub und gedrängter Bauweise, der ein genaues Studium lohnt. Zur Kraftübertragung dient das seit 1948 in der Schweiz eingeführte Hydra-Matic-Getriebe, eine Kombination einer Flüssigkeitskupplung mit einem selbstschaltenden Planetengetriebe mit 4 Untersetzungen. Der Gangwechsel vollzieht sich gänzlich automatisch, bis jeweils das Gleichgewicht zwischen Fahrwiderständen und dem Motordrehmomeht hergestellt ist. Bei der immensen Kraftreserve des Motors dürfte dieses Getriebe selten in Anspruch genommen werden. Ein Kupplungspedal ist nicht mehr vorhanden. Cadillac präsentiert monumentale Karosserfen, deren zeremonieller Ernst auch durch Verzierungen amerikanischer Art nicht gestört wird. Sfelbst die massiven Chromleisten haben ihre Funktion; die Motorhaube liegt verhältnismässig tief; Kühler und Kotflügel behalten ihre eigene Formensprache. Für den Innenkomfort wurde alles aufgeboten, was in Amerika en vogue ist. CHEVROLET Diese Marke stellt drei verschiedene Karosserietypen, einen 4türigen Sedan de Luxe, ein Cabriolet und ein Sport-Coupe aus und weist damit auf die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten dieser von allen Extremen entfernten Chassiskpnzeption hin. Chevrolet ist seit vielen Jahren in den USA das populärste Fahrzeug und steht bei uns als Vertreter des geräumigen, preiswürdigen und robusten Amerikaners an vorderster Stelle. Der Sechszylindermotor mit hängenden Ventilen wird seit 1938 gebaut; seine Leistung beträgt nunmehr 91 PS. Detailverbesserungen sind am Schmiersystem und am Vergaser vorgenommen worden. Radstand und Spurweite sind um 5, bzw. 3 cm kleiner geworden; der Motor wurde weiter nach vorne gerückt, und schliesslich konnten 6 % an Gewicht eingespart werden. Der Innenraum der Karosserie ist nach allen Dimensionen erweitert worden. Die vordere Sitzreihe ist nunmehr • dreiplätzig, die Fensterflächen sind vfcrgrössert, und der Passagierraum liegt ganz vor der Hinterachke. Die beiden Karosserietypen unterscheiden sich nur durch ihre Aussenform. 29000 X000 »000 10 000 9000 Amerikanische Personenwagen 193* 1939 1940 1*41 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 Die oben wiedergegebene graphische Darstellung veranschaulicht die- Entwicklung der Automobileinfuhr aus den Vereinigten Staaten noch der Schweiz von 1938—1941. Was daran auffällt, ist die starke Steigerung dieser Importe seit 1946. Sie erreichte 194» mit einem Total von 11 477 Stück m*hr als das Dreifache von 1938, wo 3590 amerikanische Wagen nach der Schweiz gingen. Auf einen anderen Nenner gebracht hehst das, dass im. letzten Jahr auf die USA allein 42/4% der gesamten schweizerischen Automobilimporte entfielen, währenddem dieser Anteil im Jahre 1938 33,4% betragen hatte. Schon damals standen die Vereinigten Staaten zwar an der Spitze unserer Automobillieferanten, allerdings nur ganz knapp vor Deu(3llandi seit 194» aber haben sie ihre Position weiter gefestigt. Wenn der schweizerische Markt, auf dem heute, wie sonst fast nirgends, alle automobilproduzierenden Lander frei um die Palme der höchsten. Einfuhrziffern ringen können, im vergangenen Jahr eine derart grosse Zahl von importierten (teilweise auch in der Schweiz montierten) Fahrzeugen aus den USA aufnahm, so spricht diese Tatsache dafür, dass die amerikanischen Personenwagen viele Bedürfnisse besonders gut tiecken können. 5 Vor allem stehen die amerikanischen Personenwagen an erster Stelle bezüglich des gebotenen Innenraumes. Infolge der Konzentrierung der europäischen Industrie auf kleine und kleinste Fährzeuge sieht sich der Käufer eines wirklich geräumigen und grossen Wagens, der seine Wahl innerhalb der mittleren Preisklasse treffen will, .veranlasst; sein Augenmerk vor allem auf die amerikanischen Typen, zu richten. Während der ständig gesteigerte Innenraum, besonders aber die dauernd anwachsende Sitzbreite dazu zu führen schien, dass auch die Aussendimensionen, vor allem die Länge und die Breite der Wagen zanahm, kann nun erstmals eine rückläufige Bewegung verzeichnet werden. Fand das Aeussere der ersten amerikanischen Nachkriegswagen keine ungeteilte Anerkennung, so hat sich inzwischen eine gegenseitige Anpassung von Fahrzeugen und Publikum vollzogen. Hat man sich an den oft auffälligen Zierat und die reiche Verwendung bauchiger Formen und verchromter Teile gewöhnt, so ist bei den letzten amerikanischen Modellen eine einfachere, zurückhaltendere und stilistisch reinere Formgebung festzustellen. Manche der überseeischen Karosserien sind, auch im Sinn der europäischen Anschauung, als wirklich schön zu bezeichnen.' Der technische Aufbau hat sich im grossen und ganzen wenig geändert; der Vorkriegs-Nbrmalbauweise hat sich eine konstruktiv modernere, aber nicht weniger standardisierte Richtung angeschlossen. Während die amerikanischen Wagen über Motoren verfügen, deren Leistung auch sehr hohe Ansprüche mehr als befriedigen, sind ihre Fahreigenschaften immer noch vor allem auf die Bedürfnisse des Ursprungslandes zugeschnitten. Immerhin sind Fahrsicherheit und Strassenlage so stark verbessert worden, dass die Verkehrsverhältnisse auf unseren Strassen nur noch selten eine völlige Ausnützung der Fahreigenschaften erlauben. CHRYSLER Eine ausführliche Beschreibung der Chrysler- Modelle 1949, der wichtigsten Neuerscheinung am Salon, enthielt die erste Salon-Nummer der • AR >, so dass wir uns auf die ausgestellten Fahrzeuge beschränken können. Als Vertreter der ersten Nachkriegsreihe werden der « Windsor » (6-Zylinder-Motor mit 118 Brems- PS) und der vornehme « New Yorker» (8-Zylinder mit 123 Brems-PS) ausgestellt. Ferner wird eine der Siebenplätzer-Limousinen, als Nebentyp des New Yorkers, mit verlängertem Chassis erwartet. Allen Chrysler-Modellen ist das halbautomatische Getriebe eigen, welches von Chrysler in Verbindung mit der Flüssigkeitskupplung « Fluid-Drive » schon bei den ersten Nachkriegsserien verwendet wurde. Dieses Aggregat hört nun mehr auf den Namen «Prestomätic ». Es handelt sich dabei nach wie vor um ein Vierganggetriebe, dessen meistgebrauchte obere zwei Gänge wie auch die beiden unteren automatisch geschaltet werden. Auch dieses Jahr ist bei den Windsor- und New-Yorker-Serien die Auswahl an Karosserietypen jedem Verwendungszweck angepasst. Die gezeigten, vorne dreiplätzigen Modelle mit einer Gesamtbreite von 184 bis 190 cm fallen durch die diskrete Eleganz ihrer neuen Linie angenehm auf. DE SOTO Das Fabrikationsprogramm bei De Soto umfasst pro 1949 drei Grundmodelle, nämlich die beiden kleineren Typen « Diplomat • und « Di-" plomat-Custom >, von denen der erstere eine Neuerscheinung ist, und den grösseren « Custom ». Bei den ersteren kann zwischen kürzerem (282 cm) und längerem (301 cm) Radstand gewählt werden. Der Custom bildet eine Klasse für sich und stellt die Verbiridung zu den grösseren Chrysler-Modellen her. Beide «Diplomat »-Serien verfügen über den gleichen Sechszylindermotor von 18 PS, der dank verschiedener Detailverbesserungen nun 98 PS leistet. Alle De Soto folgen' den im Chrysler-Konzern herrschenden Tendenzen, nämlich beschränkten äusseren Abmessungen bei grösserem Innenraum, wie die ausgestellten Cabriolets und Sedan augenfällig zeigen. Die Fahrzeuge haben in ihrer kompakten Form mit grossen Fenstern und nicht allzu wuchtigen Kotflügeln ein neuzeitliches, aber solides Aussehen. Der grosse De Soto Custom ist technisch nur in Details verändert; mit dem 114-PS-Sechszylinderin6tor und dem halbautomatischen Presto-Matic-Getriebe gehört er zu den typischen Amerikaner Wagen der oberen Mittelklasse. Neu sind die Abmessungen: Radstand 319 cm (früher 308), Gesamtbreite 183 cm. DODGE Aenderungen- in der Reihe der Dodge-Typen sind hier vor allem insofern zu verzeichnen, als der bisherige Custom durch den Typ «Coronet» abgelöst worden ist und ein neues Modell, der «Wayfahrer», auf einen spätem Zeitpunkt zu erwarten ist. Diese Typen, wie auch die kleineren Kingsway und Kingsway-Special, sind in der letzten « AR » behandelt worden; • , Die « Coronet »-Modelle werden wahlweise mit einem normalen Dreiganggetriebe öder dem halbautomatischen Gyromatic-Getriebe ausgerüstet. Der Motor entspricht einem früheren seitengesteuerten Sechszylinder von 104 Brems-PS und 19 Steuer-PS. Ausgestellt wird ein viertüriger Sedan. Alle Modelle haben, trotz "niedriger Schwerpunktlage, einen hohen Innenraum; die Karosseriewände sind hochgezogen und pontonförmig, und eine Chromleiste belebt die Kotflügel. Ferner sind zwei Kingsway-Custom- Modelle, als viertüriger Sedan und fünfplätziges Club-Coupe karossiert, zu sehen. Ihr Radstand beträgt nunmehr 301 cm, die Aussenabmessungen halten sich in sehr vernünftigen Grenzen. lADtEDECKUNGEN — SO UND ANDERS Während der neue Nash, im- Einklang mit der rundum und rundweg abgerundeten Karosserie, avch die Vorderräder versehalt, verwendet der eckige Jeepster auch eckife Kotflügel, die zu seiner Art auch g«t harmonieren. (Photo Wassermann, Genf)