Rezension "Fremd im eigenen Land" von Abu Adam, alias Sven Lau

AssiraVerlag

Rezension

Fremd im eigenen Land“

von Sven Lau, alias Abu Adam

ISBN: 659834598711, 160 Seiten, Hardcover

Ich hatte schon lange vor dieses Buch zu lesen, nur leider ist es fast nicht

mehr zu haben, sodass ich mir es im Ummashop bestellt habe. Danke an

dieser Stelle. Es hat alles gut geklappt und das Buch ist schnell und ordentlich

verpackt, angekommen.

Zum Titel erstmal. Der Titel des Buches trifft nicht den Inhalt oder die

Grundaussage des Themas, was Abu Adam uns kund geben möchte.

Sven Lau ist nicht fremd im eigenen Land, sondern allem zum Opfer gefallen,

was nicht Islam ist. Der Verfassungsschutz war hinter ihm her, die Polizei und ein paar andere Leute

mehr, die ihn beleidigten und ihm drohten.

Wie das Ganze zu stande kommt, ist nicht ersichtlich. Ich denke, dass Sven Lau zwar den Islam vertritt und

ihn auch so weiter gibt wie er ist, nach besten Gewissen, jedoch fehlt es ihm an Freundlichkeit und einer offenen

Argumentation, Glaubensansichten anderer islamisch zu widerlegen, ohne dabei frech und provokant

zu sein.

Er beschreibt sich in seinem Buch als Salafisten mit Anführungszeichen und schreibt oft das Wort nicht-

Muslim. Er ist aber ein Muslim. Kein radikaler Muslim, wie er immer wieder beteuert, nur eben ein Muslim,

der sich gerne lustig macht, genau wie sein Freund Pierre Vogel, wenn es darum geht, Bild-dung zu verbreiten.

Nicht nur Pierre Vogel spielt in dem Buch eine Rolle, sondern auch der Prediger Muhammad Cifiti. Was

auch immer dieses Trio macht oder versucht auf die Beine zu stellen, wird entweder von der Bevölkerung

oder dem Verfassungsschutz zu Grunde gerichtet.

Es macht alles den Eindruck, ungerecht das Opfer zu sein.

Sprachlich ist nicht eindeutig geklärt, ob Sven Lau in der Vergangenheit erzählt oder in der Gegenwart. Es ist

ein übergangsloser Sprung, der nicht abschließt und auch nicht in der Lage ist, sich zu verändern.

Als ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass Sven Lau ein Knasttagebuch

veröffentlicht. Was auch immer in den Gerichtssälen erklärt wurde oder wo, wer schuldig oder beteiligt

war, davon möchte ich mich distanzieren. Niemand ist in der Lage das wirklich zu beurteilen, außer die,

die dabei waren. Ich halte nichts von einseitiger Berichterstattung und von daher lehne ich das Erzählte darüber

in dem Buch ab.

Es wurden Zeitungsausschnitte in das Buch involviert und es wurde ein sehr tiefgründiger Text über das Leben

und Sein des Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihn veröffentlicht, dessen Urheberschaft ich

Sven Lau, so wie er da steht, nicht zu traue. Das wird jemand anders geschrieben haben.

Ich denke, dass dieses Buch keine Fortsetzung braucht, sondern ein ordentlichen Abschluss komplett in der

Vergangenheit. Sven Lau sollte sich, wenn er jetzt wieder neu anfängt, nach dem er aus dem Knast ist, die

Möglichkeit geben, abzuschließen.

Der Islam ist nicht Schuld daran, dass er zum Opfer wurde der deutschen Justiz, sondern das Umfeld, was

ihn umgibt. Wir sollten uns auch von dem Wort nicht-Muslim distanzieren, denn vielleicht wird daraus,

doch-Muslim und wie es der Erfolg so mit sich bringt, wird dann auch Sven Lau das Wort dawa nicht klein,

sondern groß schreiben.

„Der deutsche Muslim“.

Inschallah.

Viel Glück und auf bessere Zeiten.

Andrea Mohamed Hamroune

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