Tassilo, Ausgabe Juli/August 2018 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

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Ausgabe 19

Juli / August 2018

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: fotolia.com

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Mittelalter & Fantasy

Schmiedekunst aus Oderding

Auf der Roten Couch

Profisportler Thomas Oppenheimer


Regional zuhause –

deutschlandweit aktiv!

Unsere freien Stellen sind

so individuell wie Sie.

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Sportlich und innovativ

Sein Spezl spielt gerade

die Fußball-

WM in Russland,

er selbst steht seit

kurzem wieder auf

dem Eis und bereitet

sich auf die neue

DEL-Saison vor:

Thomas Oppenhei-

mer,

Eishockeyprofi bei den

Berliner Eisbären, der die

Sommerpause mit Frau

und

Kind zuhause in Peiting

und Peißenberg – und an einem Morgen auf unserer

Roten Couch verbrachte. Im großen Interview hat

uns der 1,87 Meter große Sturmtank verraten, warum

die Wochen in der Heimat nicht wirklich Urlaub für

ihn sind, er trotz starker Saison der Nationalmannschaft

absagen musste, Thomas Müller nach dem

verlorenen Pokal-Finale gegen Frankfurt nicht von

ihm getröstet wurde und die Belastungen für Eishockeyprofis

stark grenzwertig sind. Umso wichtiger für

ihn: Ein ausgewogenes Sommertraining, das er seit

acht Jahren mit einem Fitnesstrainer aus Schongau

absolviert. Was Form und Optik betrifft, sind die Produkte

von „Carapax“ nah dran an einer Eishockeyausrüstung.

Im in Oderding eröffneten Metallatelier

eineiiger Zwillingsbrüder werden furchteinflößende

Helme, Masken und Rüstungen aus Schwarzblech

geformt, die qualitativ und gestalterisch wohl einzigartig

sind in Deutschland. Welche Zielgruppe „Der

letzte Plattner“ und sein für Buchhaltung, Vertrieb

und Marketing zuständiger Bruder mit dieser seltenen

Handwerkskunst erreichen möchten, haben wir

unter anderem beim Gang durch Kneipe und Werkstatt

erzählt bekommen.

Einige Kilometer weiter nordöstlich haben wir die

Werkstätte von Johann Schwaiger besucht. Seit einem

feuchtfröhlichen Stammtisch-Abend werden

beim „Wieserer“ Hightech-Vorrichtungen für Klauenpflege

von Kühen und Bullen produziert. Nicht

weniger innovativ sind die Erfinder von Torqeedo.

Angefangen am Starnberger See, stellt das heute

in Gilching sitzende Unternehmen 30 verschiedene

Elektromotoren für Boote her, die sowohl auf den

hiesigen Seen als auch den Meeren dieser Welt unterwegs

sind. Der Umsatz des Unternehmens? Fünf

Mal so hoch als der des nächstgrößeren Betriebes.

Im Tassiloland „dahoam“, in der Welt zuhause: Das

trifft auch auf die Islamische Gemeinde Penzberg

zu. Touristen aus aller Welt sowie Gläubige im Umkreis

von 50 Kilometern besuchen die topmoderne

Moschee. Beeindruckend neben der Architektur: Das

weltoffene und stark auf Bildung und Aufklärung

ausgelegte Konzept der Gemeinde.

Eine beliebte Anlaufstelle für Auswärtige sind auch

die Kunstturner des TSV Weilheim, die es immer wieder

schaffen, Toptalente aus der Region in die höchste

deutsche Liga zu hieven. Dass der „einfache“ Hobbyturner

trotzdem nicht zu kurz kommt, liegt an der

wohlgeformten Struktur des Vereins. Letztere ist auch

der Garant für Unternehmer. Und die Basis für Neugründer.

Wir vom Regionalmagazin „tassilo“ starten

mit dieser Ausgabe einen Aufruf an die klügsten,

innovativsten und kreativsten Köpfe der Region, die

sich mit ihrer Geschäftsidee bei uns bewerben können.

Eine vierköpfige Jury wählt letztendlich aus, wer

es mit seinem Start-up in unser Magazin schafft.

Auf viele pfiffige Ideen freut sich an dieser Stelle

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Die Schwarzstahl-Masken des

letzten Plattners — Rüstungen

von „Carapax“ aus Oderding

Seite 6

„Nach dem Besuch ein Stück

weit klüger.“ Facettenreiches

Museum am Starnberger See

Seite 9

Eishockeyprofi Thomas

Oppenheimer im großen

Interview auf der Roten Couch

Seite 22

Zurück in Andechs und

am Ammersee. Carl-Orff-Fest

mit neuem Konzept

Seite 26

125 Jahre Gebirgstrachten-

Erhaltungsverein und

73. Gaufest in Murnau

Seite 28

Der Schaugarten in

Seeshaupt: „Abhängen“

im Blumenparadies

Seite 30

Drei Mal am Tag über

30 Jahre hinweg: der

Glockenläuter von Eichendorf

Seite 32

Hightech-Flieger der

Penzberger Firma EMT für

das deutsche Militär

Seite 36

Breiten-, Leistungs- und

Spitzensport – die Turner

im TSV Weilheim

Seite 40

Klauenpflege für Rinder

mit der Bayernbox aus

Bauerbach

Seite 42

Ihr Firmenportrait im

„tassilo“: Gründer mit

pfiffiger Idee gesucht!

Seite 46

Torqeedo ist

Weltmarktführer für

E-Mobilität auf Wasser

Seite 52

Penzberger Moschee:

Vorzeigemodell für

Islam-Integration

Seite 61

Jetzt ist Sommer!

Unsere Veranstaltungstipps

für Juli und August

juli / august 2018 | 3


Visiere, Helme und Rüstungen von „Carapax“

Oderding | Alexander von Wolffersdorff

und

sein eineiiger Zwillingsbruder

Christian Lindtner ha-

ben

der ehemaligen Oderdinger

Kultkneipe „Zum Alten Spiegel“

wieder Leben eingehaucht. Vor

rund

einem Jahr sind die bei-

den

mit „Carapax“ eingezogen.

Dieser fürs Oberland eher untypische

Name ihres einzigartigen

Metallateliers stammt aus

dem Altgriechischen und heißt

zu

Deutsch „harte Bedeckungen

an der Körperoberseite

von Tieren“. Bitte was? Mit Tie-

ren

hat der

Business-Plan der

40-Jährigen freilich nichts zu tun.

Stelltt man sich jedoch einen Pan-

zer von Schildkröten und Echsen

vor, leuchtet die Wahl des Namens

sofort ein. Alexander von Wolffers-

dorff f schmiedet Masken, Helme

und Rüstungen, also „harte Bedeckungen“,

nur eben für Menschen.

Als Material dieser komplett von

Hand

gefertigten Produkte dient

ein bis eineinhalb Millimeter dicker

Schwarzstahl. „Das lässt sich super

geschmeidig bearbeiten, ist extrem

robust und langlebig, aber trotz-

dem

relativ leicht“, sagt von Wolffersdorff,

der

nichts lieber macht

als

mit Hammer, Amboss und

Treibinstrumenten instrumen die äußerste

Bekleidungsschicht eidungssc außergewöhnlicher

Figuren und Legenden aus

verschiedensten Zeiten herzustellen.

„Die dürfen auch ruhig

ein bisserl furchteinflößend

dreinschauen“, sagt er und

grinst, stellt an dieser Stelle

aber auch klar: „Nicht falsch

verstehen – dieser Wunsch

nach Angst hat

nichts mit der

Persönlichkeit von

mir und meinem

Bruder zu tun“.

In der Tat sind die

Zwillinge – Christian

ist ganze zwei

(!) Minuten älter

als Alexander –

alles andere als

furchteinflößend.

Denn neben ihrem

festen Standbein,

der Weilheimer

Immobilienagentur

Forster, leben

sie mit „Carapax“ lediglich ihren

großen Kindheitstraum. Wenn auch

auf allerhöchstem Niveau.

Mittelalter, Fantasy

oder Science-Fiction?

Bereits die alten Geschichten vom

Großvater hat die damals jungen

Burschen inspiriert, draußen im

Wald Baumhäuser zu bauen und zu

spielen und leben wie Ritter Lancelot

oder geheimnisvolle Elfen. Weitere

Eindrücke für die Schaffung

ihrer künstlerischen Werke sammelten

sie erst bei den Pfadfindern,

später im Rahmen diverser Rollenspiele.

„Da treffen sich je nach Ort

und Größe der Veranstaltung bis

zu 10 000 Verrückte und toben sich

aus.“ Bekannte Treffpunkte dieser

„ganz eigenen“ Szene sind zum

Beispiel Königsdorf, Seeshaupt,

aber auch am Gögerl in Weilheim.

Gekämpft wird dann in kompletten

Rüstungen. „Die Schwerter sind

Die klti kultige Kneipe direkt neben der Werkstätte.

aber aus Schaumstoff, damit sich

niemand verletzt.“ Neben dem

Mittelalterlichen interessieren sich

Alexander und Christian sehr stark

für Fantasy und Science-Fiction.

Filme wie „Herr der Ringe“ oder

„Star Wars“ sowie diverse Computerspiele

tragen mindestens so sehr

zur Inspiration bei wie Großvaters

sagenumwobene Geschichten von

anno dazumal. Deshalb finden sich

im Sortiment der Masken und Hel-

me zwischen Ritter- und

Wikingerhelmen auch

Jedi-Ritter-Masken.

Doch woher

rührt das

handwerkliche

4|tas

tassilo


Alexander von Wolffersdorff am

Amboss, davor ein fertiges Werk.

Geschick von Kunstschmied Alexander?

„Weil ich neben dem Zimmerer

und Immobilienkaufmann mit

dem Plattner einen Beruf gelernt

habe, den es eigentlich gar nicht

mehr gibt.“ Vollgepackt mit einem

Rucksack hat er sich damals auf

den Weg ins oberpfälzische Velburg

gemacht. „Und habe nicht wirklich

gewusst, was auf mich zukommt.“

Dass er in der dortigen Hammer-

Kunstschmiede tatsächlich seine

Bestimmung und Berufung gefunden

hat, später sogar deren

Werkstattleiter wird, war nicht

abzusehen. Doch irgendwann lief

das Geschäft im Norden Bayerns

nicht mehr so gut. Außerdem hatte

Alexander Sehnsucht nach seiner

Heimat, die nicht sein Geburtsort

Stuttgart ist, sondern seit seinem

dritten Lebensjahr das Tassiloland.

seinen für Marketing, Vertrieb und

Buchhaltung zuständigen Bruder

Christian „ab und an“ zur Verzweiflung

bringt. „Wenn ich was

mache, muss es 100 prozentig

passen!“ Basta. In dieser Sekunde

muss Christian Lindtner schmunzeln.

„Weil wir, was unseren Zeitplan

betrifft, ohnehin weiter sind

als geplant.“ Da könne er ruhig

mal darüber hinwegsehen, wenn

Alexander noch ein fünftes und

sechstes Mal die Masken-Verzierung

überarbeitet. Zumal er in

Wahrheit ohnehin heilfroh ist um

die Akribie seines Bruders, ist sie

schließlich der Garant für Produkte

der Spitzenklasse.

Die Marketing-Maschine von „Carapax“

läuft gerade erst an. „Deshalb

können wir Stand jetzt nicht

wirklich von bestimmten Kunden

sprechen“, sagt Christian Lindtner.

Kleinere Mittelalter- oder Kunsthandwerker-Märkte

seien für die

beiden jedenfalls nicht interessant.

Das würden die Besucher zwar

gerne sehen, aber sicherlich nicht

kaufen.“ Der Markt für „Carapax“-

Produkte bewegt sich im höheren

Preis- und Qualitäts-Segment.

Film, Fernsehen, Kunst sowie Männer

und Frauen, die auf diese ausgefallenen

Blech-Verkleidungen so

richtig abfahren – in Deutschland,

Europa, der ganzen Welt. „Unsere

erste Maske haben wir an einen

Strip-Lokal-Besitzer in Las Vegas

verkauft“, sagt Christian Lindtner.

Der Mann sei über „unseren Online-Shop

auf die Maske gestoßen

und war sofort begeistert“. Die

günstigsten „Carapax“-Produkte

beginnen bei rund 200 Euro. Die

teuersten, beispielsweise eine

komplette Ritterrüstung mit Helm,

kosten je nach Umfang und Herstellungsaufwand

bis zu mehrere

tausend Euro.

Links die Schmiede,

rechts der Barbetrieb

Wer sich Arbeit und Produkte von

„Carapax“ anschauen möchte,

wird beim Gang Richtung Werkstätte

erstmal stehen bleiben

müssen und staunen. Der Grund:

Die Neugestaltung der alten Kneipe

zwischen Haupteingang und

Werkstätte, die in Sachen rustikale

Kulteinrichtung absolut einzigartig

ist in näherer und weiterer Region.

Alte Waffen wie Lanzen, Gewehre

und Pistolen, Emailschilder, Bilder

im Vintage-Style, Musikinstrumente.

„Wir haben sogar vor, den

Bar-Betrieb wieder aufzunehmen“,

sagt Christian Lindtner. Im Gespräch

ist ein professioneller Barkeeper,

der eventuell ein, zwei Mal

die Woche Bier vom Fass zapft und

leckere Cocktails mixt. Denn zum

Lifestyle von „Carapax“ zählt nicht

nur filigrane Schmiede-Arbeit von

Hand, sondern auch die zum Produkt

passende Geselligkeit. Dank

Alexander von Wolffersdorff und

Zwillingsbruder Christian Lindtner

ist beides gegeben.

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Jedes einzelne

Produkt ein Unikat

Rund 40 Helme und Masken

schmücken derzeit die neugestalteten

umlichkeiten an der

Dorfstraße 17 in Oderding.

„Jedes einzelne Produkt

ist ein Unikat“, sagt Alexander

von Wolffersdorff,

der einen ungemein hohen

Qualitätsanspruch an

sich selbst stellt und damit

Alle Masken und Helme von „Carapax“ sind handgemacht.

juli / august 2018 | 5

Gartenmöbeltrends

erleben auf über 4000 m 2

WIR FREUEN UNS AUF SIE


Facettenreiches Museum am Starnberger See

„Nach dem Besuch

ein Stück weit klüger“

Starnberg | Wohl kaum ein bayerischer

König erhält heutzutage

derart wenig Beachtung wie Ludwig

III., dabei war er der letzte

König von Bayern. Erst kurz vor

Ausbruch des Ersten Weltkrieges

an die Macht gekommen, war ihm

nur eine kurze und krisenüberschattete

Regierungszeit vergönnt.

Eine Sonderausstellung im Museum

Starnberger See, eröffnet Mitte

Mai, will diesem Bild vom glücklosen

König entgegenwirken und

rückt stattdessen seine Persönlichkeit

in den Fokus. Unter anderem

geht es um ihn als Sohn seines

beliebten Vaters, Prinzregent Luitpold,

als Ökonom, Landwirt, als

Politiker und Förderer der Wissenschaft,

als König und Kriegsherr

und nicht zuletzt als Flüchtender.

Zudem wird in der Ausstellung

aufgezeigt, welche vielfältigen Beziehungen

Ludwig III. zu Starnberg

und auch dem Museum pflegte.

Das Lochmannhaus

als Basis

Das Museum Starnberger See,

eröffnet 1914, sei „relativ alt für

hiesige Verhältnisse“, wie Museumsleiterin

Sibylle Küttner erklärt.

Das Lochmannhaus, seit 1520 an

Ort und Stelle, stand 1911 zum

Verkauf. Der damalige Starnberger

Gemeindevorstand erkannte

den historischen Wert, kaufte

es und ließ es schließlich in ein

Museum umfunktionieren. Durch

entsprechende Dokumente und

historische Untersuchungen fand

man heraus, dass das Haus einst

einer Münchner Patrizierfamilie

gehörte. Während das obere

Stockwerk als Absteige oder auch

Sommerresidenz für den Adel

diente, war das Erdgeschoss stets

an Bauern und Fischer verpachtet.

Später wurde es wohl auch als

Amtsstube der Hofmark Tutzing

genutzt. Nachdem Mitte des 19.

Jahrhunderts die Hofmarken aufgelöst

wurden, hatten die Pächter

das Vorkaufsrecht. Familie Gröber

kaufte den Hof und bewirtschaftete

ihn bis 1911.

Neben dem Lochmannhaus ist

das Museum Starnberger See zudem

unweigerlich mit zwei Personen

verbunden. Dr. Penzl, der

eigentlich Künstler werden wollte,

später aber Medizin studierte,

Das Lochmannhaus

(oben) und der

moderne Neubau

(rechts).

sammelte bereits vor

Gründung eifrig Exponate,

die dann als

Grundstock für das

Museum dienten. Da

Penzl ein schüchterner,

introvertierter Zeitgenosse

war, traf es sich gut, dass

er mit Dr. Paulus einen Mitstreiter

um sich wusste, der den genauen

Gegenpart darstellte und sogar

bis ins Königshaus vernetzt war –

Prinzregent Luitpold war sein Patenonkel.

Eröffnet wurde das Museum

schließlich am 9. Juli 1914,

knapp drei Wochen vor Ausbruch

des Ersten Weltkrieges. König Ludwig

III. übernahm das Protektorat

und hat deshalb einen besonderen

Das Konzept der Dauerausstellung im Lochmannhaus

wird derzeit überarbeitet.

6 | tassilo


Oben ein Modell des berühmten Buzentaurs,

rechts der legendäre Delphin, das letzte erhaltende

Ruderboot der Wittelsbacher.

Bezug zum Museum. Auch deswegen

ist ihm die Sonderausstellung

gewidmet, die noch bis 16. September

zu sehen sein wird.

Den Bogen zur

Moderne gespannt

Die heutige thematische Spannbreite

des Museums Starnberger

See lassen bereits die beiden äußerst

gegensätzlichen Museumsgebäude

erahnen. Das denkmalgeschützte

Lochmannhaus zeugt

vor allem von dem mühseligen Leben

der ansässigen Bevölkerung.

Im modernen Eingangsgebäude

hingegen, 2008 fertiggestellt,

dreht sich alles um den See als Ort

des Vergnügens und der Erholung.

Dort lassen sich etwa originaler

Figurenschmuck und Gemälde

der fürstlichen Schiffe oder das

große Modell von dem legendären

Prachtschiff „Buzentaur“, auf

dem die bayerischen Herrscher

ihre berühmten Seefeste feierten,

bestaunen. Dass es den Neubau

überhaupt gibt, ist im Grunde

genommen einem einzigen Objekt

zu verdanken: dem letzten

vollständig erhaltenen Ruderboot

der einstmals prächtigen Wittelsbacher

Flotte aus dem 19. Jahrhundert.

Das Boot, auch Delphin

genannt, lagerte einst in einem

Schuppen auf dem Anwesen

des Lochmannhauses, ehe es an

wechselnden Orten untergebracht

wurde – und einmal beinahe verbrannt

wäre. Daraus entwickelte

sich eine Initiative unter dem

Motto „Rettet den Delphin“, was

letztlich über Umwege im Bau des

neuen Museumsgebäudes gipfelte.

Pläne für einen Neubau gab

es bereits seit den 1970er Jahren,

Stück für Stück wurden diese größer,

und auch der Zweck als reine

Delphin-Unterkunft veränderte

sich. „Es ist wichtig, dass die Geschichte

des Starnberger Sees ansprechend

präsentiert wird“, sagt

Museumsleiterin Sibylle Küttner,

die lange Zeit in Hamburg gelebt

hat, und ergänzt: „Starnberg ist in

ganz Deutschland ein Begriff, da

sollte auch das Museum dazu passen.“

Mit dem Ergebnis ist Küttner

vollauf zufrieden, vor allem auch

wegen der modernen Architektur.

Bau umstritten, mit dem

Ergebnis zufrieden

Der Bau selbst war einst umstritten,

unter anderem weil er auf

den ersten Blick ein wenig betonlastig

erscheint. „Wenn jedoch

Architekten zu Gast sind, wissen

sie die Qualität der Architektur

> > > INFORMATION

zu schätzen“, sagt die Museumsleiterin

darüber. Deshalb will sie

den Leuten in der Region „zeigen,

welchen Schatz sie mit dem Museum

haben“. Während die Resonanz

anfangs noch ein wenig

zwiegespalten war, hört Küttner

heutzutage kaum mehr negative

Stimmen, wovon auch die Besucherzahlen

zeugen. Dieses Jahr

soll erstmals seit dem Eröffnungsjahr

die Zehntausender-Marke geknackt

werden. Wie? „Mit einem

bunten, vielfältigen Programm“,

verspricht Küttner. Wie etwa derzeit

mit der König Ludwig III.-Ausstellung.

Solche Sonderpräsentationen,

von denen es pro Jahr

zwei bis drei gibt, werden zumeist

intern organisiert und nicht extern

zugekauft. Stets mit lokalem Bezug

und entsprechendem Begleitprogramm

wie Konzerte, Lesungen

oder Filmvorführungen. „Ich

möchte, dass es für Einheimische

wie Gäste der Region gewissermaßen

ein Muss wird, ins Museum

Starnberger See zu gehen,“,

sagt Sibylle Küttner. Nach einem

Besuch sei man definitiv ein Stück

weit klüger.

tis

Das Museum Starnberger See ist Dienstag bis Sonntag sowie an

allen Feiertagen (außer 24. und 31.12.) jeweils von 10 bis 17 Uhr

geöffnet. Weitere Infos zu Eintrittspreisen, Führungen und Sonderausstellungen

unter www.starnberg.de.

juli / august 2018 | 7


Radl-Führer zwischen Füssen und Kufstein

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Tassiloland | An alle Bergradler

und die, die es werden möchten:

Ein sportbegeistertes Ehepaar aus

Gaißach hat einen Mountainbike-

Führer mit 50 wundervollen Touren

zwischen Füssen und Kufstein

herausgebracht. In nur einer Saison

fuhren Renate Brümmer und

Burkhardt Martens alle Touren

selbst ab, schossen insgesamt 450

messerscharfe Fotos mit atemberaubendem

Panorama im Hintergrund

und texteten dazu leichtverständliche

Tourenbeschreibungen.

Wichtig zu erwähnen: Alle 50

Touren richten sich bewusst an

„normale“ Mountainbiker und E-

Mountainbiker, „die Wert auf Naturerlebnisse

in herausragender

Berglandschaft auf gut fahrbaren

Forstwegen sowie Einkehrmöglichkeiten

in urigen Berghütten

legen“. Heißt: Lange Wegstrecken

mit sehr grobem Untergrund, verblockten

Trails oder grobwurzeligen

Waldwegen werden bewusst

gemieden, was allerdings nicht

heißt, dass der sportliche Ehrgeiz

zu kurz kommt. Schwierigere Trails

werden als Zusatzinformationen

beschrieben. Außerdem finden sich

in dem 342 Seiten starken Buch im

Hochglanzformat sowohl kurze als

auch sehr lange Touren. Die erste

Tourenbeschreibung ist gleich ein

echter Klassiker aus unmittelbarer

er

Region: Von Halblech über das Lobental

auf die Kenzenhütte. Wesentlich

anspruchsvoller dagegen

ist die (große) Karwendelrunde,

beginnend in Scharnitz, die mit

1655 Höhenmetern und knapp

70 Kilometern Strecke vor allem

für Biker ohne E-Motor eine

echte konditionelle Herausforderung

darstellt.

Streckenprofile zeigen

Charakter der Touren

Neben Text und Bild zeigen übersichtliche

Grafiken das jeweilige

Streckenprofil der Touren inklusive

Wegbeschaffenheit und Einkehrmöglichkeiten

auf. Die Farben

rot, blau und schwarz stehen für

leicht, mittel und schwer. Außerdem

weisen einfache Symbole auf

weitere Charakterzüge der Routen

hin und zeigen unter anderem, ob

die Radtouren auch mit Anhänger

für Kleinkinder fahrbar sind. Zusätzlich

verschaffen Wanderkartenausschnitte

Überblick über

das

komplette Berggebiet, in

dem

die

jeweiligen Routen ausgezeichnet

eich

sind. Darüber hinaus geben en

Renate

Brümmer und Burkhard rd

Martens

einige hilfreiche Tipps für Bike-Anfänger

oder allgemeine Tipps ps zum

Saisonauftakt. Erhältlich ist der

Mountainbike-Führer mit kostenlosen

GPS-Dateien zum Download für

knapp 30 Euro unter www.emtb-fu-wwehrer.com

oder in allen regionalen

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w.em

Buchhandlungen.

js

> > > MOUNTAINBIKE-FÜHRER ZU GEWINNENEN

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EMTB-Führer“. Schicken Sie uns bis Montag, 16. Juli, eine Postkarte

mit dem Stichwort „MTB“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Absenderadresse in diesem

Falle nicht vergessen, da die Bücher per Post verschickt werden. Das

Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

8 | tassilo


Auf der Roten

Couch

Berliner Eisbär mit

bayerischem Akzent

Wo alles begann: Thomas Oppenheimer auf der

Roten Couch im Peißenberger Eisstadion.

Hier machte der heute 29-Jährige seine

ersten Schlittschuhschritte.

Foto: Johann Jilka

juli/

august 2018 | 9


Peißenberg | Den Sprung nach

ganz oben hat er über Peißenberg

und Peiting geschafft: Thomas Oppenheimer,

29, Eishockeyprofi der

Berliner Eisbären, hat inzwischen

600 DEL-Spiele in den Knochen.

Sein jüngstes war Spiel sieben im

Finale um die Deutsche Meisterschaft.

Im großen Interview auf der

Roten Couch hat uns der 1,87 Meter

große und 94 Kilogramm schwere

Stürmer verraten, warum ihn diese

Finalniederlage gegen den EHC

München gar nicht so sehr geschmerzt

hat, er trotz guter Leistungen

nicht zur WM gefahren ist und

ihm langsam aber sicher die Muse

für weitere Umzüge fehlt. Außerdem

sprach der Vater einer einjährigen

Tochter über seinen berühmtesten

Spezl, den „bodenständigen

Bua aus Pähl“, sein ganz spezielles

Verhältnis zu einem Schongauer

Privatcoach und über die Tatsache,

dass Liga, WM und Olympiade in

ein und derselben Saison definitiv

zu viel des Guten sind.

Herr Oppenheimer, Sie standen heuer

mit den Berliner Eisbären im DEL-Finale,

haben erst im siebten Spiel die

Meisterschaft verloren. Ist diese bittere

Niederlage inzwischen verdaut?

Ehrlich gesagt habe ich sie gar

nicht so sehr verdauen müssen,

weil wir eine super Saison gespielt

haben und ich echt froh bin über

den zweiten Platz. Diese sieben

Finalspiele zu spielen hat mir richtig

viel Spaß gemacht. Vor allem

deshalb, weil die Entscheidung bis

zum Schluss offen war.

Sieben Finalspiele, 54 Partien die

vergangene Saison insgesamt, und

stolze 600 in Ihrer bisherigen Profilaufbahn.

Eishockey ist ein extrem

intensiver Sport. Wie hält ein Körper

diese ständige Belastung aus?

Eishockey ist in der Tat sehr intensiv,

weil man die Minuten und Sekunden

auf dem Eis immer Vollgas

gibt und pro Saison sehr viele Spiele

zu bestreiten hat. Ich hatte mal

eine Saison, in denen ich Playoffs

Eishockey-Nationalspieler

Thomas Oppenheimer (li.)

im Gespräch mit „tassilo“-

Redakteur Johannes Schelle

gespielt habe, dann die WM-Vorbereitung

und schließlich die WM mit

sieben Spielen in nur elf Tagen. Das

war wirklich eine brutale Saison, in

der ich wirklich aufpassen musste,

dass mein Körper nicht zusammenbricht.

Warum werden überhaupt so viele

Spiele angesetzt – ein Unding von

Seiten der Verbände?

Olympiade und WM in einem Jahr

sind meiner Meinung nach neben

dem ohnehin sehr strengen Ligaprogramm

tatsächlich zu viel. Das

Problem ist sicherlich, dass die

Verbände ohne eine Weltmeisterschaft,

die im Eishockey ja jährlich

stattfindet, finanzielle Probleme

bekommen. Einige Länder brauchen

diese Einnahmequelle einfach.

Es ist sicherlich ein schmaler

Grat, einerseits Verbände zu unterstützen,

andererseits die Körper der

Spieler zu schützen. Auf Dauer ist

unser körperlicher Verschleiß mit

Doppel- und Dreifachbelastungen

in jedem Falle extrem.

Umso wichtiger ist für Sie ein intensives

und umfangreiches Sommertraining.

Ganz genau. Gutes Sommertraining

ist bei uns Eishockeyspielern

die Basis, um topfit in die Saison zu

starten, durchzuhalten und währenddessen

sich nicht zu verletzen.

Den Sommer über trainiere ich

sehr viel mit meinem Privat-Trainer

Wolfgang Filser aus Schongau. Gerade

was Muskelverletzungen betrifft,

bin ich bislang weitestgehend

verschont geblieben, was sicherlich

dem akribischen Training von

Wolfi geschuldet ist. Jedenfalls ist

die Meinung vieler Außenstehender,

dass wir Eishockeyspieler im

Sommer frei haben, definitiv nicht

richtig.

Reichen einige Wochen Sommertraining

tatsächlich aus, um eine komplette

Saison – vor allem mit Olympiade

und WM – fit und gesund zu

überstehen?

Natürlich gibt es in jeder Saison

Phasen, in denen die Knochen

wehtun. In diesen Situationen

muss jeder für sich einen Weg

finden, damit umzugehen, sich

durchzukämpfen. Ein Sportler, der

den Schmerz nicht durchleben

kann, hält im Eishockey sicherlich

nicht lange durch. Umso wichtiger

ist für mich, dass das Eishockeyspielen

trotz aller Belastung richtig

viel Spaß macht – auch nach vielen

Jahren noch. Und das ist bei mir

definitiv der Fall.

Wie sieht das Sommertraining mit

Privattrainer Wolfgang Filser inhaltlich

aus?

Wir trainieren drei, vier Mal die Woche

über jeweils rund eineinhalb

Stunden. Entweder draußen im

Wald, meistens im Schongauer Forchet,

oder im Fitnessraum im Keller

der Schongauer Lechsporthalle. In

der Regel ist das Training mit dem

Motto „Anspannung/Entspannung“

total abwechslungsreich und immer

perfekt auf meine Stärken und

Schwächen abgestimmt. Intervall-

Ausdauer, Schnelligkeit, Sprungkraft

und Koordination, um noch

beweglicher und noch schneller zu

werden. Ganz wichtig im Eishockey

sind schnelle Richtungswechsel

sowie der Antritt die ersten paar

Meter, um als erster an die Scheibe

zu kommen. Das ist von Jahr zu Jahr

noch entscheidender, weil auch unser

Sport durch weiterentwickelte

Trainingsmethoden immer schneller

und dynamischer wird. Wobei

hinsichtlich moderner, ganzheitlicher

Trainingsmethoden Wolfi seit

jeher sehr weit ist. Ich kann mich

noch gut an die Zeit vor acht Jahren

zurückerinnern, als ich die ersten

Male mit ihm trainiert habe und er

mir eingepredigt hatte: „Du musst

schneller werden.“ Das ist uns über

die Jahre hinweg durch technisch

sauberes Trainieren definitiv sehr

gut gelungen.

Obwohl Sie die vergangene Saison

das DEL-Finale gespielt haben, standen

Sie nicht im WM-Aufgebot der

Nationalelf. Warum?

Im Playoff-Halbfinale habe ich einen

harten Check in den Rücken

bekommen, daraufhin längerfristig

Probleme mit dem Kopf gehabt.

Deshalb habe ich gemeinsam mit

Bundestrainer Marco Sturm entschieden,

mich nach dieser langen

DEL-Saison lieber drei Wochen lang

auszukurieren, um danach wieder

voll angreifen zu können. Das war

sicherlich die richtige Entscheidung,

zumal ich der Meinung war,

der Mannschaft in diesem Zustand

nicht helfen zu können.

Von einem Gespräch mit dem Trainer

der Nationalmannschaft konnten Sie

als kleiner Junge nur träumen. Ihre

ersten Schritte auf dem Eis absolvierten

Sie in Peißenberg, wechselten

dann in die Jugendabteilung des EC

Peiting. Was schießt Ihnen als erstes

in den Kopf, sobald Sie an diese Zeit

zurückdenken?

Dass ich gute Trainer hatte, mit

guten Leuten zusammengespielt

habe und mit den damaligen

Teamkollegen eine extreme Gaudi

hatte. Deshalb komme ich auch so

wahnsinnig gerne nach Hause, um

die altbekannten Gesichter wieder

zu treffen. Außerdem bin ich

froh, dass ich sowohl in Peißenberg

als auch in Peiting eine echt

gute Ausbildung bekommen habe.

Besonders gut gefallen hat mir an

der damaligen Nachwuchsarbeit

in beiden Vereinen: Es wurde auch

von Seiten der Trainer immer Spaß

10 | tassilo


vermittelt, was für die Förderung

junger Spieler von extremer Bedeutung

ist.

Spaß, der jetzt in Zeiten des knallharten

Profigeschäftes dann doch ein

Stückweit abhanden gekommen ist?

Jetzt ist es eine andere Form von

Spaß. Mir macht es unglaublich viel

Spaß, mich mit anderen zu messen.

Ich versuche immer besser zu werden,

mich immer weiter zu entwickeln.

Darüber hinaus habe ich mit

der Mannschaft in Berlin eine super

Truppe erwischt, mit der man auf

und neben der Eisfläche sehr viel

Spaß haben kann.

Gibt es Personen, denen Sie aus der

Zeit in Peißenberg und Peiting besonders

viel zu verdanken haben?

Zum Eishockey bin ich über meinen

Vater gekommen, der selbst

gespielt hat, später Co-Trainer im

Nachwuchs war und somit viel Ahnung

von dieser Sportart hat. Er hat

mich von Beginn an gepusht und

somit nach vorne gebracht. Überhaupt

haben mich meine Eltern

immer sehr unterstützt. Und dann

natürlich Wolfgang Filser, mein

persönlicher Fitnesstrainer für die

Sommerpause, der mir körperlich

und mental vor allem dann weitergeholfen

hat, als es in den Profibereich

gegangen ist.

Worauf kommt es im Profibereich

an?

So lange man jung ist, will man

einfach nur Spaß haben an seinem

Hobby. Im Profisport aber kommen

viele andere wichtige Punkte

dazu. Da ist es enorm wichtig, jemanden

an der Seite zu haben mit

viel Erfahrung – nicht nur was das

Sportliche betrifft, sondern auch

das Menschliche. Immer wenn ich

körperliche, aber auch motivationstechnische

Probleme hatte, war

Wolfi für mich da. Die erste Zeit in

Frankfurt beispielsweise verlief für

mich in Sachen Fitness und Bewegung

nicht so zufriedenstellend,

weshalb ich im Sommer zurück zu

Wolfgang bin, mit dem ich sehr detailliert

an mir gearbeitet habe. Das

hat mir damals mental und körperlich

viel gebracht.

Gibt ein so großer Verein wie die Eisbären

in Berlin nicht intern vor, wie

und mit wem sich die Spieler fit zu

halten haben?

Im Grunde ja. Wir haben in Berlin

auch einen sehr guten Fitnesstrainer,

mit dem mein Programm von

Wolfgang natürlich abgestimmt

ist. Die Kombination aus Sommertraining

mit beiden ist im Grunde

ideal.

Weniger ideal ist die Tatsache, dass

im Eishockey meist nur Jahresverträge

in Aussicht gestellt werden. Umso

erstaunlicher, dass Sie nach Ihrem

Engagement bei den Frankfurt Lions

stolze sechs Jahre für die Hamburg

Freezers spielten. Reiner Zufall?

Unterschrieben habe ich damals für

ein Jahr – und mich gleich richtig

wohlgefühlt. Nachdem mir auch

der Verein signalisiert hat, mit meiner

Leistung zufrieden zu sein, habe

ich verlängert. Das ging dann zwei,

drei Mal so. In Hamburg hat es vor

allem deshalb so gut gepasst, weil

sie damals vom Zeitpunkt meiner

Verpflichtung weg versucht haben,

schrittweise eine immer stärkere

Mannschaft aufzubauen, was mit

einem vierten und fünften Platz in

der DEL letztlich auch gelungen ist.

Aber klar hatte ich im Nachhinein

betrachtet auch großes Glück, als

Eishockeyprofi so lange an einem

Ort bleiben zu dürfen. Ich kenne

viele Spieler, die jedes Jahr woanders

hinwechseln müssen. Das ist

purer Wahnsinn. Vor allem wenn

du schon Familie hast, Frau und

Kind immer mit müssen. Auf Dauer

kann man das seinen Liebsten nicht

zumuten.

2016 meldeten die Hamburger Insolvenz

an. Und Sie unterschrieben

– wieder langfristig – für fünf Jahre

in Ingolstadt, was allerdings nur ein

Jahr gehalten hatte. Warum?

Da hat einiges nicht gepasst, so dass

sich unsere Wege nach nur einer

Saison wieder getrennt haben. Wobei

ich schon sagen muss, dass sich

letztlich dann doch alle Beteiligten

sehr professionell verhalten und

für beide Seiten eine gute Lösung

gefunden haben. Ich war glücklich,

nach Berlin wechseln zu dürfen.

Und Ingolstadt hat an meiner Stelle

einen Spieler bekommen, der eine

richtig gute Saison gespielt hat.

Sie fühlen sich also wohl in Berlin?

Berliner sind sehr offen für alle

Menschen. Außerdem spielen mit

Buschi und Buchi, Florian Busch

aus Tegernsee und Martin Buchwieser

aus Miesbach, zwei weitere

Oberbayern im Team. Da kann man

sich nur wohlfühlen.

juli / august 2018 | 11


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12 | tassilo






Durchgehend warme

Küche 11-22 Uhr!

- kein Ruhetag -

Was zeichnet die Eisbären generell

aus?

In Berlin wird extrem ruhig gearbeitet.

Alle Handlungen von Seiten

des Vereins machen Sinn. Einerseits

wird versucht, junge Spieler

gut auszubilden und schrittweise

hochzuziehen, wofür auch viel Geduld

aufgebracht wird. Gleichzeitig

gelingt es den Verantwortlichen,

gute, erfahrene Ausländer zu verpflichten.

Gepaart mit einem starken

Stamm von deutschen Spielern

ergibt das eine richtig gute Mischung.

Am für mich wertvollsten

ist jedoch die extreme Bodenständigkeit

aller Leute im Verein. Selbst

die Spieler, die schon sieben Mal

die Deutsche Meisterschaft gewonnen

haben, bilden sich auf ihre

Erfolge nichts ein. Das macht den

Verein auch ohne das ganz große

Geld so stark und erfolgreich.

Ein extrem erfolgreicher Sportler

ist Ihr Spezl und Trauzeuge Thomas

Müller. Mussten Sie den Offensivmann

des FC Bayern München nach

der DFB-Pokalfinal-Niederlage gegen

die Frankfurter Eintracht trösten?

Normalerweise versuche ich schon,

bei den wichtigsten Spielen von

ihm live im Stadion dabei zu sein.

In diesem Falle hätte es sich natürlich

angeboten, aber ich war am

Tag des Finales schon im Heimaturlaub

zuhause bei der Familie in

Peißenberg. Dafür hat er sicherlich

Verständnis.

Dann wenigstens per WhatsApp?

Diesmal habe ich es mir erspart, ihn

per WhatsApp zu ärgern (grinst). Er

hatte nach dem Pokalfinale in Berlin

ohnehin nur wenige Tage frei,

dann ging’s für ihn gleich mit der

Nationalelf in die Vorbereitung auf

die WM.

In den Medien wird Thomas Müller

als absoluter Superstar dargestellt.

Wie sehen Sie den gebürtigen Pähler?

Er ist für mich schon immer der

Schulkamerad und einer meiner

Reichlich i h Spaß beim Interview hatten (v.l.) Fitnesstrainer t i Wolfgang Filser,

„tassilo"-Redakteur Johannes Schelle und Thomas Oppenheimer.

besten Freunde gewesen. Ich kenne

ihn seit der fünften Klasse und

habe ihn nie als Superstar gesehen.

Für mich ist er bis heute der bodenständige,

entspannte Bua aus Pähl.

Leider ist er zeitlich mindestens so

sehr eingespannt wie ich, so dass

es gar nicht so leicht ist, sich wenigstens

ein paar Mal im Jahr mit

ihm zu treffen.

Dass Ihr als Klassenkameraden auf

dem Weilheimer Gymnasium in jeweils

Eurer Sportart den Sprung

nach ganz oben geschafft habt, ist

wahrlich märchenhaft. Reine Glückssache

oder durchaus schon damals

absehbar gewesen?

Absehbar ist so etwas glaube ich

nie. Man hat früh gesehen, dass

Thomas sehr gut Fußballspielen

kann. Aber den Sprung aus dem

FCB-Nachwuchs in die Erste zu

schaffen? Das hängt definitiv mit

sehr viel Glück zusammen, das er

mit seinem damaligen Trainer Louis

van Gaal auch hatte. Allerdings

musst du, wenn du deine Chance

bekommst, auch abliefern. Und das

hat er auf beeindruckende Art und

Weise gemacht.

Wie war es bei Ihnen?

Bei mir war das ähnlich, als ich mit

17 Jahren zu den Frankfurt Lions

gekommen bin. Die haben mir viel

mehr Spiele gegeben als ursprünglich

geplant, weil dort viele etablierte

Spieler verletzt waren. Nachdem

mir auch einige Scorer-Punkte

gelungen sind, war ich plötzlich mit

einem Bein drin im Profigeschäft.

Letztlich schätzen wir beide sehr,

dass wir unsere Hobbys zum Beruf

machen konnten.

Dabei gehört zum Profidasein neben

Glück und „Chance nutzen“ weitaus

mehr. Talent und Ehrgeiz sind zwei

entscheidende Tugenden. Aber auch

der Verzicht auf Partys und Alkohol

im sprichwörtlich „besten Alter“.

Wie schwer ist Ihnen dieses selbstdisziplinierte

Leben gefallen, insbesondere

als noch jüngerer Spieler?

Irgendwann kommst du auf die

Profischiene und begreifst, dass

das jetzt dein Leben ist und du nicht

auf jeder Feier dabei sein kannst.

Das war und ist sicherlich nicht

immer leicht. Aber: Als Eishockeyprofi

ist es meine Pflicht, in einem

körperlich guten Zustand zu sein.

Das gehört nun mal zu meinem

Beruf dazu. Wobei mich das Fernbleiben

von Partys mittlerweile eh

nicht mehr stört. Außerdem habe

ich nach meiner Karriere auch noch

Zeit, das „andere“ Leben in vollen

Zügen zu genießen.

Aktuell sind Sie 29, somit im besten

Hochleistungsalter – einerseits körperlich

voll austrainiert, andererseits

mit viel Erfahrung ausgestattet.

Wünscht man sich gerade jetzt etwas


mehr Zuspruch für sein Tun? Schließlich

ist Eishockey in Deutschland

noch immer eine Randsportart.

Zunächst kann ich jedem Nicht-

Eishockey-Fan nur ans Herz legen,

einfach mal ins Stadion zu gehen.

Viele, die zum ersten Mal da sind,

sagen: „Woah, das ist ja richtig

cool, da geht’s ja richtig ab!“ Die

meisten haben sogar Gänsehaut

und sind davon beeindruckt, wie

viel während eines Eishockeyspiels

passiert. Unser Problem generell

ist tatsächlich, dass Eishockey

in Deutschland seit jeher eine

Randsportart ist. Gleichzeitig greifen

die Medien in Sachen Fußball

fast alles ab und pushen diesen

Sport dadurch immer noch mehr,

was gleichzeitig und verständlicherweise

auch die Sponsoren automatisch

anzieht. Aus unserer und

auch aus Sicht vieler anderer Sportler

und Sportarten ist das sicherlich

sehr schade. Vor allem wenn man

bedenkt, wie viel Schweiß wir in

unsere Sache investieren. Andererseits:

Für eine Randsportart haben

wir super Fans und die Stadien sind

auch immer voll.

Bis Ende Juni hatten Sie Abstand von

vollen Stadien, waren mit Frau und

Tochter auf Heimaturlaub in Peißenberg.

Wie wichtig sind Ihnen diese

wenigen Wochen im Kreise der Familie.

Und was kommt dann auf den

Tisch?

Heimaturlaube sind sehr wichtig

für mich, um die Menschen

zu treffen, für die ich sonst selten

Zeit habe. Allen voran Familie und

Freunde. Und klar: Es gibt einfach

nichts Besseres als die Küche von

Mama oder Oma. Neulich gab’s

unter anderem Hähnchenschenkel

mit Gemüse und Kartoffeln. Das

schmeckt einfach überragend. Wobei

ich’s ehrlich gesagt ganz gerne

auch mal deftig mag.

Ist das „Deftige“ erlaubt als Profisportler?

Natürlich achte ich auf eine abwechslungsreiche

und gesunde

Ernährung, esse hauptsächlich Kartoffeln,

Reis, Gemüse und vor allem

unter der Saison reich an Kohlenhydraten.

Aber wer viel spielt und

trainiert verbrennt auch viel – von

daher ist eine Berliner Currywurst

schon mal drin.

Die Kraft der Kartoffeln brachte Ihnen

bislang 144 Tore und 143 Assists in

der DEL ein. Wie viele Scorerpunkte

kommen nach Wunsch noch hinzu?

Was meine eigenen Punkte angeht,

bin ich sehr entspannt. Ich versuche

immer, gutes Eishockey zu spielen,

dann kommen die Tore und Assists

von alleine. Letztes Jahr habe ich

eine gute Saison gespielt, mich

auch gut gefühlt, aber nur acht

Tore erzielt. Das Jahr davor habe

ich mich überhaupt nicht gut gefühlt,

aber 20 Tore erzielt. Letztlich

kommt es darauf an, welchen Part

man in der Mannschaft übernimmt,

wie deine Form ist, und ob das

Glück auf deiner Seite steht.

Welche Eigenschaften braucht ein

guter DEL-Stürmer, um überhaupt

Tore zu erzielen?

Neben guter Schusstechnik und

Kaltschnäuzigkeit sollte er einerseits

sehr schnell, andererseits

sehr kompakt und körperlich robust

sein. Nur so kannst du die

Scheibe gut abschirmen und dich

in den Zweikämpfen durchsetzen.

Das ist vor allem in den Playoffs am

Ende einer Saison entscheidend,

wenn die Knochen schon wehtun,

du aber trotzdem noch mit viel Zug

Richtung gegnerisches Tor ziehen

solltest.

Wie lange werden Sie den Zug zum

Tor noch suchen?

Jetzt habe ich noch ein Jahr Vertrag

bei Berlin. Wie immer werde ich

alles geben, um wieder eine super

Saison mit den Eisbären zu spielen.

Danach muss ich weiterschauen.

Im Profisport kann n von

heute

auf morgen alles ganz

anders

kommen als gedacht.

Von daher bleibe

e

ich, was meine Zukunft betrifft,

ganz entspannt. Fakt ist, dass ich

mich in Berlin sehr wohlfühle.

Und was sagen Ihnen die körperlichen

Signale?

Es gibt schon Tage, an denen ich

nicht mehr so leicht aufstehe.

Aber dafür trainiere ich im Sommer

umso mehr, damit das „leichte“

Aufstehen letztlich dann doch

überwiegt.

Irgendwann wird Ihre Karriere als

aktiver Eishockeyspieler definitiv

vorbei sein. Haben Sie schon Pläne

für die Zeit danach?

Ich habe mal angefangen, BWL und

Wirtschaftspsychologie zu studieren.

Allerdings bin ich kein Freund

von halben Sachen, habe das ganze

wieder auf Eis gelegt und mich voll

und ganz auf Eishockey konzentriert.

Durchaus möglich, dass ich

das Studium nach meiner Karriere

wieder aufgreife.

Und danach zurück nach Peißenberg

kehren?

Ob Peißenberg oder Peiting, in

unserem Landkreis fühle ich mich

sehr wohl. Mal sehen, was sich

ergibt. Frau und Kind sind da ähnlich

entspannt wie ich. Wenn wir

eine Erfahrung gemacht haben

die vergangenen Jahre, dann vor

allem die, sich nicht festzulegen.

Trotz sechs Jahren Hamburg haben

wir nämlich schon ganz schön viele

Umzüge hinter uns. Das kostet

Kraft und Nerven. Und ehrlich gesagt

fehlt mir inzwischen die Muse

dazu, noch häufiger woanders hinzuziehen.

Geographisch betrachtet wäre ein

Wechsel zum EHC München sicherlich

am sinnvollsten.

(lacht) Ich wusste, dass das jetzt

noch kommt. In Berlin bin ich total

glücklich. Da fühlen sich auch meine

Frau und Tochter

sehr wohl. Von daher:

alles gut, so wie

es momentan ist. js

100.

Tutzinger

Patientenforum

DEGENERATIVE

SKOLIOSE

(Verkrümmung der Wirbelsäule) im

Erwachsenenalter – neue operative

Behandlungsmöglichkeiten

Mi., 04. Juli 2018 um 19.00 Uhr

REFERENT

Professor Dr. med. Bronek Boszczyk

Chefarzt Wirbelsäulenzentrum

Visiting Professor Nottingham Trent University

VERANSTALTUNGSORT

Benedictus Krankenhaus Tutzing

Bahnhofstraße 5

82327 Tutzing

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-280.

juli / august 2018 | 13


Brauch zum Patrozinium auf dem Hohen Peißenberg

Blumen und Kräuter zu

Ehren der Muttergottes

Hohenpeißenberg | Mariae Himmelfahrt

ist auf dem Hohen Peißenberg

ein besonderer Feiertag.

Zum einen, weil die Wallfahrtskirche

auf die Himmelfahrt Mariens

geweiht ist und somit ihr Patrozinium

am 15. August feiert. Zum anderen

pflegen die Frauen von Hohenpeißenberg

noch intensiv den

Brauch des Kräuterbuschens und

14 | tassilo

bringen zahlreiche Gebinde zur

Weihe. Im vergangenen Jahr haben

sie sogar einen drei Meter hohen

Kräuterstamm gebunden, der am

Festtag ein besonderer Blickfang

in der Wallfahrtskirche war.

In einer Garage auf dem Bayerischen

Rigi versammelten sich am

Tag vor Mariae Himmelfahrt zehn

Hohenpeißenberger Landfrauen.

Jede kam mit Körben voller Blumen,

Kräutern oder Getreide an.

Es war beinahe eine Materialschlacht,

so viel hatten die Damen

aus den heimischen Gärten sowie

von Wiesen und Äckern mitgebracht.

Doch die Frauen wussten

aus Erfahrung, dass sie für die

mehr als drei Meter lange Stange

auch einiges an Material brauchen,

um etwas Prachtvolles daraus

zu kreieren. „Ich habe das mal

in einer Kirche gesehen und mir

gedacht, das wäre auch was für

unsere Wallfahrtskirche“, erzählt

Initiatorin Mathilde Bauer.

Garage wird zur

Kräuterküche

In den Jahren 2006 und 2012

scharte sie dazu einige Landfrauen

zusammen, die diesen

besonderen Kräuterbuschen

kreierten. Nachdem

die umfangreiche Kirchenrenovierung

nun abgeschlossen

war, entschlossen

sich die Landfrauen,

2017 wieder einen großen

Stamm zu binden. Beherzt

machten sich die Frauen ans

Werk, begannen an der Spitze

mit Wetterkerzen, Mais und Rohrkolben.

Dann folgte ein Kranz aus

Weizen, dessen Ähren Mitte August

prall gefüllt waren und dadurch

einen besonders schönen Anblick

boten. Weiter arbeiteten sich die

Frauen Ring um Ring nach oben

mit den unterschiedlichsten Kräutern

– von Pfefferminz über Zinnkraut,

Schafgarbe, Salbei, Oregano

bis hin zu Johanniskraut. Einige

Ausflügler kamen vorbei, zeigten

sich überrascht von diesem besonderen

Brauch am Bayerischen Rigi

und bemerkten den intensiven Geruch

in der Garage. Auch Goldrute,

Zitronenmelisse, Lavendel oder die

bunten Blumen dazwischen wandelten

die Garage wahrlich in eine

Kräuterküche. Die Frauen arbeiteten

dabei sehr strukturiert, einige

schnitten das Material zunächst auf

gut zehn Zentimeter Länge, andere

legten es zu kleinen Büscheln

zusammen und Silvia Bauer befestigte

zusammen mit Karin Graf

die gereichten Kräuter in 26 Ringen

schließlich am Stamm. Mehr

als fünf Rollen Draht haben die

beiden eingesetzt, bis der schöne

Kräuterstamm mit Sonnenblumen

und Maisblättern seinen Abschluss

fand. Als der Kräuterstamm fertig

war, wurde er umgehend in der

Wallfahrtskirche aufgestellt und vor

dem Aufräumen gönnten sich die

Frauen eine kleine Kaffeepause.

Der Frauentag im

katholischen Bayern

Seit dem siebten Jahrhundert feiert

die katholische Kirche den 15.


www.boeglmueller.com

Eine Vielzahl an Blumen und

Kräutern wurden verarbeitet.

August als die Aufnahme Mariens

in den Himmel. In Bayern ist

er nur noch in den Gebieten mit

überwiegend katholischer Bevölkerung

ein arbeitsfreier Feiertag.

Eine Legende besagt, dass die

Apostel bei der Grabesöffnung

Mariens keinen Leichnam vorfanden,

dafür soll die Grabstelle mit

Blumen bedeckt und ein „wundersamer

Kräuterduft“ den Raum

erfüllt haben. Dadurch ist der

Brauch der Kräuterbuschen etwa

im zehnten Jahrhundert entstanden.

Früher wurde darauf geachtet,

dass eine magische Anzahl

an Kräutern, etwa sieben für die

Wochen- oder Schöpfungstage,

neun (dreimal die Dreifaltigkeit),

zwölf (Zahl der Apostel) bis hin

zu 77 oder 99 Kräutern im Strauß

beinhaltet waren. Die geweihten

Kräuter wurden bei Krankheiten

den Menschen zu Tee aufgebrüht,

den Tieren ins Futter gemischt

oder bei Blitz und Unwettern im

Ofen verbrannt.

Die Hohenpeißenberger Landfrauen banden im vergangenen Jahr einen

großen Kräuterstamm.

Im Volksmund heißt der Feiertag

„Frauentag“, welchen die Hohenpeißenberger

Landfrauen noch

besonders pflegen. Zahlreiche

Kräuterbuschen und -sträuße in

unterschiedlichster Machart wurden

vor dem Gottesdienst zum Altar

getragen.

Salbei, Ringelblume

und Schafgarbe

Und da 2017 der große Kräuterstamm

in der Wallfahrtskirche

stand, gab Silvia Bauer auch ein

paar Erläuterungen zu diesem

Brauch. „Nach altem Volksglauben

blühen die Kräuter in dieser Zeit

am schönsten und sind am heilkräftigsten“,

sagte sie unter anderem.

Trachtenkinder brachten anschließend

die neun wichtigsten Kräuter

zum Altar. Diese sind Königskerze,

Johanniskraut, Kamille, Ringelblume,

Salbei, Holunder, Schafgarbe,

Ysop und Pfefferminze.

Beeindruckt von diesem gelebten

Brauchtum zeigte sich Pfarrer Dr.

Robert Kröpfl, der erstmals die

Segnung der Kräuter in der Wallfahrtskirche

vornehmen durfte. Er

selbst hat ebenfalls eine enge Bindung

zu Mariae Himmelfahrt, denn

es ist sein Geburtstag und so wurde

nach der feierlichen Messe noch

zu einem kleinen Empfang vor der

Wallfahrtskirche geladen. rg

Stolz präsentierten die

Hohenpeißenberger Landfrauen

ihren Kräuterstamm.

juli / august 2018 | 15

FESTLICHER

SOMMER

in der

Mitwirkende: Solisten, Chor der Stadt Schongau, Chor „Andiamo“,

Orchester La Banda, Neue Süddeutsche Philharmonie,

Leitung: Christoph Garbe

Orchester der Stadt Schongau, Junges Ensemble

Leitung: Kristina Kuzminskaite,

Bayerischer Landesjugendchor, Leitung: Gerd Guglhör

03. Juni 2018 Pfarrkirche St. Michael, Peiting 16.00 Uhr

Alpenländische geistliche Volksmusik

17. Juni 2018 Wieskirche 19.00 Uhr

W.A. Mozart: Sinfonie Nr. 25

G.Rossini: Stabat mater

24. Juni 2018 Stiftskirche Rottenbuch 16.00 Uhr

Alte Musik in jungen Händen

08. Juli 2018 Wieskirche 19.00 Uhr

L.v. Beethoven: Sinfonie Nr. 2

F. Mendelssohn-Bartholdy: Hör mein Bitten u.a.

05. Aug. 2018 Wieskirche 19.00 Uhr

N. Betscher: Te Deum

J. Haydn: Missa Celensis in C „Kleine Mariazeller Messe“

22. Sept. 2018 Basilika Altenstadt 19.00 Uhr

„Sterne und Planeten“, Bayerischer Landesjugendchor

Förderverein Festlicher Sommer in der Wies e.V.

Karten: www.wieskonzerte.de


Andreas Görlitz und seine neue Band „Whale City“

Inspiriert vom Highway

und Bäckerei-Duft

Dießen / Rott / Landsberg | Andreas

Görlitz ist zweifellos einer der bekanntesten

Fußballer, die die Region

die letzten Jahrzehnte hervorgebracht

hat. Mit 14 wechselte der

Rotter in das Nachwuchsleistungszentrum

des TSV 1860 München,

am 10. Februar 2002 debütierte er

für die Löwen in der Bundesliga.

2004 folgte nach dem Abstieg des

TSV 1860 aus der 1. Bundesliga der

Wechsel zu Bayern München. Nach

einer vielversprechenden Anfangszeit

beim Rekordmeister inklusive

seinen beiden – letztlich einzigen –

Länderspielen erlitt Görlitz` Karriere

im November 2004 einen ersten

Dämpfer, als er sich im Champions

League-Spiel gegen Juventus Turin

das Kreuzband riss. Eine zweijährige

Leidenszeit mit zahlreichen

Rückschlägen, in der sogar seine

sportliche Laufbahn auf der Kippe

stand, folgte. Nach einer Leihe zum

Karlsruher SC wechselte der heute

36-Jährige zum FC Ingolstadt, ehe

er sich mit dem Wechsel in die

USA zu den San Jose Earthquakes

im März 2014 einen Lebenstraum

erfüllte. Obwohl ihm während seiner

gesamten Karriere das Verletzungspech

treu blieb, ihm womöglich

eine glamourösere Karriere

verwehrte, ist Andreas Görlitz mit

sich im Reinen. „Vielleicht hatten

die Verletzungen auch etwas Gutes“,

sagt er rückblickend über die

Rekonvaleszenz-Zeiten, die ihm auf

der anderen Seite neue Blickwinkel

eröffneten. So brachte sich der Profisportler

das Gitarrespielen selbst

bei und gründete alsbald gemeinsam

mit seinem Bruder die Band

Andreas Görlitz' große Leidenschaft ist mittlerweile die Musik und das

Gitarrespielen. Mit seiner Band Whale City startet er durch.

Room 77. Mittlerweile ist Görlitz

wohntechnisch zwar wieder in der

Heimat angekommen, aber dennoch

bereit, mit seiner neuen Band

die Welt zu erobern. Mit professionelleren

Strukturen, neuer Besetzung,

zahlreichen Arbeitsstunden

und neuem Namen.

Zahlreiche Einflüsse vom

US-Abenteuer

Whale City, so der Name der neuen

Band, mit Michael Eichele aus

Dießen am Bass, Juri Jangl aus

Landsberg am Schlagzeug und

Andreas Görlitz an der Gitarre.

„Michi und Juri spielen zudem

beide gut Klavier, weshalb auch

einige Synth-Einflüsse drin sind“,

erklärt Görlitz den Sound, den er

als ziemlich modern bezeichnet,

jedoch teilweise inspiriert durch

die Achtzigerjahre. Möchte man

prominente Parallelen ziehen,

käme man wahrscheinlich auf

Bands wie „30 Seconds to Mars“,

„One Republic“ oder „Imagine

Dragons“. Während Görlitz sein

Jahr in den Vereinigten Staaten

verbrachte, reifte in ihm auch bedingt

durch viele neue Eindrücke

16 | tassilo


Gute Laune: Andreas Görlitz im „Gespräch“ mit „tassilo“-Redakteur

Tim Schmid inmitten des Bandraumes von Whale City.

der Gedanke, die Band auf professionellere

Beine zu stellen. Während

die ehemaligen Bandkollegen

in Hauptberufen gebunden

sind, sind sowohl Michael Eichele

als auch Juri Jangl Profi-Musiker,

können sich dementsprechend

voll und ganz den Bandaufgaben

widmen. Kennengelernt hatte sich

das Trio beim „Jammen“ im Bandraum.

„In der Musik merkt man ja

relativ schnell, wer zu wem passt“,

berichtet Görlitz über die Anfänge

und ergänzt: „Nach und nach hat

sich das immer weiter formiert,

ehe wir gesagt haben, es ist an

der Zeit, daraus eine Gruppe zu

machen. Und daraus ist letztlich

Whale City entstanden.“

Den Namen haben die Drei gewissermaßen

vom US-Abenteuer ihres

Gitarristen mitgebracht. Görlitz

hatte während seiner Fußballer-

Zeit bei den San Jose Earthquakes

in Santa Cruz gelebt. Dort lag

entlang des Pacific Coast Highway,

dem Highway One, eine Bäckerei

namens „Whale City Bakery“. Und

jenes Lebensgefühl, auf diesem

Highway zu fahren in Verbindung

mit dieser Bäckerei, soll den Spirit

der Band beschreiben. „Der Name

steht also mehr für ein Lebensgefühl,

weniger für einen Ort“, sagen

Eichele, Jangl und Görlitz unisono.

In diesem Monat erscheint

mit „Echo Of Joy“ die erste Single

der Band. Während eines gemeinsamen

Urlaubs auf Lanzarote war

der Gedanke gereift, genau dieses

Lied als erste Auskopplung

zu wählen. Obwohl es durchaus

bereits andere Songs gab, wurde

das Lied – unter anderem wegen

des bescheidenen Wetters – zur

Hymne der gemeinsamen Zeit und

letztlich als erste Single gewählt.

„Echo Of Joy“ – etwas melancholisch

mit düsterem Einschlag, aber

doch mit einer hoffnungsvollen

Aussage und einem entschlossenen

Blick nach vorne.

Derzeit arbeitet Whale City im

Münchner Studio fleißig an ihrem

Album, dessen Veröffentlichung

für Anfang 2019 geplant ist. „Auch

wenn wir fast fertig sind, möchten

wir erst ein paar Singles veröffentlichen

und ein bisschen live

spielen“, berichtet Görlitz. Geplant

seien zudem einige Support-Auftritte

sowie das eine oder andere

Festival im Sommer. In Kürze erscheint

auch das Video zur ersten

Single. Ein Performance-Video,

relativ puristisch, passend zu den

melancholischen Klängen von

„Echo Of Joy“, Landschaftsbilder

und ganz viele Emotionen inklusive.

„Wir sind total zufrieden,

genau so wie es sein sollte“,

heißt es von Seiten der drei Musiker.

Und tatsächlich, das Ergebnis

kann sich sehen lassen. Eine

Tour wollen die Drei erst dann

planen, wenn das Album fertig

ist. Auf die Frage nach der Zukunft

seiner Band, antwortet Andreas

Görlitz: „Dass die Arbeit genau

so weiterläuft wie bisher.“ Wer

den 36-Jährigen kennt, weiß, dass

er nichts unversucht lassen wird,

erfolgreich zu sein. Sein Ehrgeiz

ist ungebrochen, früher auf dem

Fußballfeld wie heute auf der

Bühne.

tis

Whale City — das sind Juri Jangl am Schlagzeug,

Andreas Görlitz (Gitarre)

und Bassist Michael Eichele (v.l.).

juli / august 2018 | 17


Paul F. Ressle erfüllt sich seinen Lebenstraum

Deutschlands erste Flugschule

für Ultraleicht-Helikopter

Schongau / Tannheim | Heim von

der Schule und hinaus auf den

Modellflugplatz: Bereits im Kindesalter

gibt es für Paul Ressle

nichts Schöneres als die Fliegerei.

Zunächst mit ferngesteuerten Modellfliegern.

Doch bald wird ihm

klar, dass er unbedingt auch seinen

„eigenen Hintern mit in die

Luft bewegen“ möchte. Er ist 16,

als er mit einem Drachen vom Tegelberg

starten will. „Aber meine

Eltern haben mir damals die Unterschrift

für die notwendige Flugausbildung

wegen meines jungen

Alters und der Tatsache, dass diese

Hängegleiter noch wirklich unberechenbare

Fluggeräte waren, verweigert.“

Zwei Jahre später können

sie selbiges nicht verhindern – Paul

Ressle ist volljährig. Noch am Tag

seines 18. Geburtstags schreibt er

sich in die Drachen-Flugschule

am Tegelberg ein. „Die fliegerisch

schönste Zeit meines Lebens. Man

brauchte keinen Sprit, kaum Geld

und

war sprichwörtlich

frei wie

ein Vogel.“ Doch

dabei bleibt bt es

nicht. Nach Studiums-Abschluss

sc

in Wirtschaftswissenschaften und

Erhalt der ersten Gehaltsschecks

erwirbt er in Kempten-Durach die

Lizenz für Motorflugzeuge. Weil

ihm dieses „Geradeaus-Fliegen

von A nach B“ bald viel zu langweilig

ist, sucht er bewusst nach

Nischen in der Sportfliegerei. Über

den Segelflug kommt er 1991 zur

Kunstflugszene, wo er nicht nur als

Pilot ans Limit geht, sondern auch

als angestellter Fluglehrer arbeitet.

Letzteres betreibt er bis heute, hat

300 Schülern zur Kunstfluglizenz

verholfen. Doch nicht genug. Neben

rund 3 000 Flugstunden im Flieger

blickt Paul Ressle mittlerweile auch

auf 1 000 Flugstunden im Helikopter

zurück, „der Königsdisziplin in

der Fliegerei“. Hier erwarb Paul

Ressle sogar die Berufspiloten-Lizenz,

die ihm in Kombination einer

Sondergenehmigung deutschlandweites

Landen ermöglicht – auch

außerhalb von Flugplätzen. Vor

allem was die Heli-Fliegerei betrifft,

werden für ihn nun viele weitere

Flugstunden dazukommen.

Der Grund: Die deutschlandweit

erste Flugschule für Ultraleicht-

Helikopter, gegründet und geführt

von eben Paul Ressle, heute 56,

der in Schongau vor allem bekannt

ist als ehemaliger Besitzer

der gleichnamigen Spedition Nähe

Märchenwald. Mit der Flugschule

„flyhelicopter“ (www.flyhelicopter.de)

erfüllt er sich nun endgültig

einen Lebenstraum. Und noch besser:

Das Flugobjekt für die Ausbildung

an seiner Schule ist der erste

in Deutschland zugelassene Ultraleicht-Hubschrauber

mit koaxialem

Antrieb.

Start, Landung und

Theorie in Tannheim

Hauptsitz der als Fachakademie

geführten Flugschule mit ausschließlich

hocherfahrenen Berufspiloten

ist „bei mir zuhause

in Schongau“. Der Unterricht in

Theorie und Praxis erfolgt am

Flugplatz in Tannheim bei Memmingen.

Highlight der Schule ist

sicherlich dieser nigelnagelneue,

275 000 Euro (netto) teure Helikopter

namens „CoAX 2D“, designed,

entwickelt und produziert von

einer flugsportverrückten Unternehmerfamilie

in Geisleben, Thüringen.

Er ist 7,20 Meter lang, 1,65

Meter breit, 2,80 Meter hoch und

wiegt ohne Sprit und Insassen

nur 283 Kilogramm. Nahezu

alle Bauteile des über

zehn Jahre entwickelten

Hightech-Flugsport-Gerätes

bestehen aus aufwendig

hergestellten Vollcarbon-

Bauteilen. Der 125 PS starke

Sechs-Zylinder-Motor wird

mit herkömmlichem Auto-

Sprit „Super bleifrei“ betrieben

und ermöglicht Spitzengeschwindigkeiten

von bis

zu 170 Stundenkilometern.

Das Prunkstück des „CoAX

2D“ ist die revolutionäre

Steuerung. Wie der Name

verrät, handelt es sich um

übereinanderliegende, in entgegengesetzter

Richtung drehende,

also koaxial angeordnete Rotorblätter.

Heißt: Der CoAX hat wie

Flugzeuge lediglich ein Seitenruder

am Heck und keinen Heckrotor,

dessen Drehmoment der Pilot in

herkömmlichen Helikoptern permanent

ausgleichen müsste. Laut

Paul Ressle bringt das folgende

Vorteile: „Der Heli ist extrem leise,

weil die lauten Geräusche immer

vom Heckrotor ausgehen, er besitzt

mehr Kraft und Nutzlast, und

18 | tassilo


er ist einfacher zu steuern.“ Für die

angehenden Piloten heißt das: Sie

lernen schneller und sicherer.

Mindestens 40

Flugstunden

Wer den Pilotenschein für Ultraleicht-Hubschrauber

absolvieren

möchte, muss laut Paul Ressle kein

Superman sein. „Eine bestandene

Untersuchung beim Fliegerarzt

reicht aus.“ Auch Brillenträger und

Nichtleistungssportler könnten den

UL-Heli ohne weiteres Fliegen.

Der theoretische Unterricht erfolgt

ganztägig über insgesamt eine

Woche. Gelehrt werden die Fächer

Meteorologie, Luftrecht, Navigation,

Funk, Technik und Verhalten

in besonderen Fällen. Am Ende

gilt es eine theoretische Multiple-

Choice-Prüfung zu bestehen, deren

Fragenkatalog jedoch von vorne

herein bekannt sein wird. In der

Praxis werden mindestens 40 Flugstunden

abverlangt – 30 mit Lehrer,

zehn alleinfliegend. „Letztlich

bekommt jeder Schüler sein individuelles

Ausbildungsprogramm

und fliegt so viele Stunden, bis

er den Helikopter in allen Lagen

und unter allen Bedingungen sicher

beherrscht.“ Zwar wird es zu

Ausbildungsbeginn für die Schüler

mental anstrengend und schweißtreibend,

„ein so komplexes und

instabiles Gerät wie den Helikopter

in der dritten Dimension zu hal-

Im Hintergrund fliegt Paul Ressle seinen für die Flugschule gekauften

Ultraleicht-Helikopter „CoAX 2D“ im Tieffl ug Probe.

ten“. Doch mit jedem Tag stellen

sich mehr Erfolgserlebnisse ein.

„Und am Ende ist es ein unglaublich

befriedigendes Gefühl, die Lizenz

in der Tasche zu haben.“

Flugschein kostet

rund 18 000 Euro

Günstig ist die Heli-Fliegerei noch

nie gewesen. Die Ultraleicht-Lizenz

sei laut Paul Ressle jedoch um bis

zu 40 Prozent günstiger als der

herkömmliche Helikopter-Schein.

Rund 18 000 Euro kostet der Schein

bei „flyhelicopter“. Wobei Paul F.

Ressle ganz klar der Meinung ist:

„Wer fliegen möchte, findet sowieso

immer einen Weg.“ Neben

Ausbildung und

Umschulung bietet

„flyhelicopter“ auch

Rund- und Schnupperflüge,

Service

und Wartung von

Hubschraubern sowie

Vertrieb, Bau

und Zulassung

von ausgewählten

Bausatz-Ultraleicht-

Hubschraubern an.

Außerdem werden die flugschuleigenen

Helis an Kunden verchartert

(verliehen). „Neben dem

koaxialen Zwei-Sitzer kommt bald

ein koaxialer Ultraleicht-Einsitzer

ohne Kabine dazu.“ Der sei noch

atemberaubender, „weil man in

diesem mehr oder weniger im

Freien sitzt“. So oder so sei die

Heli-Fliegerei in Ressles Augen

nicht nur die schwierigste, sondern

auch mit Abstand schönste.

„Weil beim Helikopterfliegen, anders

als im Flugzeug, nicht der

Motor den Logenplatz am Himmel

hat, sondern der Pilot.“ Nämlich

an vorderster Front, eingehüllt von

einem gläsernen Cockpit, dass nahezu

vollständigen Rundumblick

ermöglicht. „Und das über unserer

traumhaften Gegend, die sich

zu jeder Jahreszeit anders zeigt.“

Blühende Wiesen, grüne Wälder,

blauschimmernde Seen und weiße

Gipfel. Alles nur wenige Flugminuten

entfernt vom Flugplatz

in Tannheim bei Memmingen. Ein

Ort, an dem sich der Schongauer

Paul Ressle nun endgültig seinen

Lebenstraum erfüllt.

js

Designed, entwickelt und hergestellt wurden und

werden die „CoAX 2D“ von einer flugsportverrückten

Unternehmerfamilie in Geisleben, Thüringen.

juli / august 2018 | 19

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ALLERLEI IM TASSILOLAND

Ein kunterbunter

Start in den Sommer

Schlüsselfertiges Bauen

Planung · Bauüberwachung

Starnberg | Filme schauen, direkt am See: Filmfans

kommen in diesem Jahr gleich zweimal in Festivalgenuss.

Im Vorfeld des 12. Fünf Seen Filmfestivals

laden vom 26. Juli bis 15. August zwei Open Airs in

Starnberg und Wörthsee zum sommerlichen Kinoerlebnis

ein. Im Seebad Starnberg wird das Open

Air von Donnerstag, 26 Juli, bis Sonntag, 5. August,

täglich ab 21.30 Uhr veranstaltet. Im Augustiner

Sommerliches Filmvergnügen

am Wörthsee vom 7. bis 15. August. Das Fünf Seen

Filmfestival, heuer vom 6. bis 15. September, wartet

dann im Spätsommer wieder mit einem opulenten

Programm auf und lädt zu einem Fest der Filme mit

prominenten Gästen, berühmten Filmschaffenden

und jungen Wilden ein. Rund 120 Filme in Uraufführungen,

Deutschlandpremieren und Süddeutschlandpremieren

mit Werkschauen, Diskussionen und

Gesprächen werden in mehr als 300 Vorstellungen

auf insgesamt elf Leinwänden zu erleben sein. In

den Spielstätten Starnberg, Gauting, Schloss Seefeld

und Weßling. Die berühmte abendliche Umrundung

des Starnberger Sees samt Open-Air-Kurzfilmpreisverleihung

wird am 11. September sein. Das Motto

des diesjährigen Filmfestes ist „Zeit“.

Weitere Infos zum Fünf Seen Filmfestival

unter www.fsff.de.

tis




Murnauer Minigolf-Marktmeisterschaft

Murnau | Bereits seit 1984 richtet der Minigolfclub

(MGC) Murnau die Marktmeisterschaft in den Sommerferien

aus. Ins Leben gerufen wurde das Turnier

vom heutigen ersten Vorstand und damaligen

Sportwart, Stephan Bauermeister. Die Murnauer

Marktmeisterschaft soll alle Minigolf-Interessierten

die Möglichkeit geben, die Sportart auszuprobieren.

Zwar wird Minigolf als Freizeitvergnügen für

die gesamte Familie betrachtet, dass es aber auch

einen professionellen Charakter haben kann, wissen

die wenigsten. Wettkämpfe werden bis hin zu

Weltmeisterschaften ausgetragen.

Erfreulich ist, dass einige ehemalige Marktmeister

mittlerweile zu den aktiven Mitgliedern des MGC

zählen und zudem überaus erfolgreich sind. Nicht

umsonst bezeichnen die Organisatoren die Marktmeisterschaft

auch als „Talentschmiede“. Auch gehören

jedes Jahr viele Gäste aus ganz Deutschland,

die in Murnau ihren Urlaub verbringen, zu den Teilnehmern.

Die 34. Marktmeisterschaft findet heuer

am Samstag 28. Juli, von 12 bis 18 Uhr, und Sonntag,

29. Juli, von 9 bis 13.30 Uhr, auf der Minigolfanlage

am See statt. Alle Gäste und Bürger dürfen am

Turnier teilnehmen. Gewertet werden zwei Runden

Minigolf in den Kategorien

Einzel, Familie

oder Mannschaft.

Die Siegerehrung ist

am Sonntag um 18

Uhr. Infos zum Verein

und zur Marktmeisterschaft

gibt es im

Internet (www.minigolf-murnau.de).

tis

20 | tassilo


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

8. Huglfinger Entenrennen

Huglfing | Im vergangenen Jahr waren es rund 370 gelbe „Quietscheentchen“,

die den Hungerbach hinunter trieben. Ähnlich

viele sollen es auch am Sonntag, 12. August, werden, wenn

das Huglfinger Entenrennen bereits zum achten Mal ausgetragen

wird. Die Enten gibt es im Vorverkauf in der Bäckerei Andrä,

bei Schreibwaren Egner sowie Katja’s Blumenstudio. Die

Startgebühr inklusive Ente beträgt drei Euro, bei selbst mitgebrachten

Enten sind es zwei Euro. Selbstverständlich haben die

Veranstalter vom Arbeitskreis Kultur und Geschichte wieder einige

Preise besorgt. Unter anderem bekommen die hübschesten

gelben Enten Sonderpreise –

kreative Einfälle lohnen sich also in

jedem Fall. Das Rennen findet bei

jedem Wetter statt. Treffpunkt an der

großen Linde Nähe St. Magnuskirche

ist um 14 Uhr, der Start um 14.30 Uhr.

Die Siegerehrung ist anschließend

bei Kaffee und Kuchen im Pfarrstadl.

Die Organisatoren freuen sich

auf zahlreiche Teilnehmer ehmer

und Besucher – und jede

Menge Spaß.

tis

Festival, Kabarett, Musical, Konzerte und

Märchenbühne – die Gewinner

Feldafing | Mittlerweile zum fünften Mal organisiert die Nachbarschaftshilfe

„Jeder für Jeden“ Feldafing e.V. ehrenamtlich die Musiktage, die

in der stimmungsvollen Peter-und-Paul-Kirche stattfinden. Die Künstler

stammen aus ganz Deutschland, aber auch aus Frankreich, Österreich

und Großbritannien. Waren in der Vergangenheit unter anderem Interpreten

wie Michael Volle (Bariton) zusammen mit Helmut Deutsch (Klavier),

Sabine Meyer (Klarinette) und das Münchener Kammerorchester zu

Gast, so werden dieses Jahr die international bekannten Solisten Benjamin

Appl (Bariton), Andrej Bielow (Violine), Julius Berger und Adrian

Brendel (beide Violoncello) auf der Bühne zu sehen sein. Kit Armstrong

und Margarita Höhenrieder (beide Klavier) sind indes seit Gründung der

Musiktage eine feste Konstante. Sie spielen heuer gemeinsam am Donnerstag,

19. Juli, um 19 Uhr. Kit Armstong ist es auch, der am folgenden

Freitag (20. Juli, 17 Uhr) den jungen Bariton-Sänger Benjamin Appl begleitet

und auch am Samstag, 21. Juli, um 17 Uhr zusammen mit Andrej

Bielow und Adrian Brendel als Trio hauptsächlich Werke französischer

Komponisten spielt. Andrej Bielow wird zudem am Sonntagvormittag ab

11 Uhr Werke von J.S. Bach und E. Ysaÿe interpretieren. Pianistin Margarita

Höhenrieder wird dann ab 17 Uhr gemeinsam mit ihrem langjährigen

Partner Julius Berger die Musiktage beschließen. Eröffnet werden

sie übrigens bereits am Mittwoch, 18. Juli, um 19 Uhr von Prof. Dr. med.

Hans-Jürgen Möller mit dem Vortrag „Mozart zwischen Genialität, Tourettsyndrom

und Depression?“

im Bürgersaal des ehemaligen

Bahnhofs. Detaillierte erte Infos auch

zu Tickets und Vorverkauf

unter www.NBH-

tis

Feldafing.de.

Tassiloland | Bernd Heidrich aus Andechs und eine Begleitperson

konnten sich Anfang Juni auf dem Hohen Peißenberg ganz

der sommerlichen Witterung und den eingängigen Elekctro-

Beats hingeben. Sie waren unsere Gewinner der Tickets für

das Grüne Sonne-Festival. Antje Schneider aus Oberhausen,

Franz Holzer aus Peißenberg und Juliane Lenz, ebenfalls aus

Peißenberg, hatten indes hoffentlich ihre Lachmuskeln vorbereitet.

Alle drei waren mit je einer Begleitperson beim Kabarett

von Martin Schmitt in der Tiefstollenhalle. Je zwei Tickets

für das Ludwig²-Musical im Füssener Festspielhaus gingen

an Barbara Habersetzer aus Peißenberg, Hildegard Ohl aus

Feldafing und Michael Arndt aus Weilheim. Bei den Pollinger

Tagen Alter und Neuer Musik dabei waren: Andrea Lange

aus Weilheim, Helena Willberger aus Peißenberg und Monika

Grahl aus Bernried. Abschließend durften wir mit je zwei Karten

für Bauer Sepp’s Märchenbühne im Zuge des Tollhub-Festivals

Gerda Vierke und Manfred Kratzer aus Penzberg sowie

Thomas Stöckelhuber aus Murnau eine Freude bereiten. Oder

besser gesagt deren Kindern beziehungsweise Enkeln. Wir

bedanken uns für die wie immer rege Teilnahme an unseren

Gewinnspielen und wünschen allen, die diesmal

kein Glück hatten, mehr Erfolg bei den Verlosuntigen

der aktuellen Ausgabe.

Swing, Rock und Pop für einen guten Zweck

Weilheim | Die Big

Band der Bundeswehr

spielt zwar erst

am Dienstag, 11. Dezember,

ab 20 Uhr ein

Benefizkonzert in der

Stadthalle Weilheim,

allerdings beginnt schon jetzt jttder Kartenvorverkauf. Weil Wildie Berufsmusiker-Gruppe

seit jeher ohne Gage auftritt, kommen die Einnahmen

stets einem guten Zweck zugute. In den vergangenen Jahren erspielte

die Big Band eine Summe von mehr als 20 Millionen Euro. Einerseits

dienen die Einnahmen der Hilfe von in Not geratener Menschen. Andererseits

profitiert speziell von diesem Konzert in Weilheim auch der

Nachwuchs des Bezirksmusikverbandes Oberland, der sich von diesem

Konzert Zuschüsse für diverse Nachwuchsförderungs-Programme g und

-Veranstaltungen erhofft. Erhältlich sind die Tickets für Swing,

Pop und Rock der Spitzenklasse bei München Ticket unter

www.muenchenticket.de.

js

5. Feldafinger Musiktage

juli / august 2018 | 21

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Wohlgefühl

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Do. und Fr. 10 - 12 und 14 - 18 Uhr

mit nach Terminvereinbarung


Carl-Orff-Fest mit neuem Konzept

Zurück in Andechs

und am Ammersee

22 | tassilo

Andechs | Die Carl-Orff-Festspiele

waren zwischen 1998 und 2015 ein

jährlicher Fixpunkt im Andechser

Veranstaltungskalender und somit

über 15 Jahre hinweg fester Bestandteil

des kulturellen Lebens in

der Region. Auch in der überregionalen

Festspiellandschaft war das

Festival zu Ehren des wohl populärsten

bayerischen Komponisten

fest etabliert. Bereits seit der ersten

Auflage versucht die Veranstaltungsreihe

sich primär mit vielfältigen

Konzerten und großen szenischen

Produktionen dem zentralen

Werk von Carl Orff zu widmen.

Nach dem zwischenzeitlichen Aus

wird das Festival unter dem Namen

„Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

2018“ im Sommer mit einem neuen

Konzept wiederbelebt. Konzerte,

Lesungen, ein Kinder-Workshop

zählen ebenso zum Programm wie

der internationale Carl-Orff-Kompositionswettbewerb.

Mitwirkende

sind unter anderem der Münchner

Bach-Chor unter der Leitung von

Hansjörg Albrecht, die Münchner

Symphoniker, August Zirner und

Michael Grimm.

Der Qualität des

Künstlers verpflichtet

„Wenn man unter dem Namen

eines Künstlers ein Festival veranstaltet,

hat man gegenüber diesem

eine große Verantwortung“, sagt

Florian Zwipf-Zaharia vom Veranstalter

Arte-Musica-Poetica und

ergänzt zu den Vorüberlegungen:

„Man sollte sich vornehmen, vielleicht

nicht sein ganzes Werk, aber

zumindest Schwerpunkte und die

wichtigsten Werke seines künstlerischen

Lebens aufzuführen.“ Und

so unterscheidet sich das neue

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

durchaus vom früheren Festival.

Unter anderem sollen Orffs

Werke bewusst mit jenen anderer

Komponisten in Relation gestellt

werden. Für das 2018er Fest heißt

das konkret, dass erstmalig das

Gesamtwerk Orffs nicht singulär

zur Aufführung kommt, sondern

den vielfältigen Werken seiner

Vorbilder, Lehrmeister, Partner und

Schüler gegenübergestellt wird.

In jedem Fall dürfen sich Gäste auf

ein besonders abwechslungsreiches

Programm freuen. Das Festival

startet am Sonntag, 8. Juli, um

17 Uhr mit dem großen Orff-Fest zu

dessen 123. Geburtstag im „Zieglstadel“

in Dießen, wo Carl Orff seine

produktiven letzten Jahre und

damit seine Hauptschaffensperiode

verbracht hatte. Im Zentrum des

Eröffnungstages stehen die Wechselbeziehung

und das kongeniale

Zusammenwirken Orffs mit seinen

Schülern Wilfried Hiller und

Wilhelm Killmayer. Der Eintritt ist

frei, dennoch ist eine Eintrittskarte

Münchner

Symphoniker

Foto: Marco Borggreve


„EINSHOCH6“ spielen am Samstag, 11.08., im

Florian Stadl (Bild mitte). Foto: Shirin Kasraeian

erforderlich, die es – solange der

Vorrat reich – im Orff-Museum gibt.

Am Sonntag, 12. August, wird das

Bach’sche „Osteroratorium“ zusammen

mit dem „Osterspiel“ von

Carl Orff gespielt – gleichzeitig die

Abschlussveranstaltung des diesjährigen

Carl-Orff-Fests. Auf der

Bühne im Andechser Florian-Stadl

stehen ab 19.30 Uhr der Münchner

Bach-Chor unter Leitung von Hansjörg

Albrecht zusammen mit dem

Münchner Bach-Orchester sowie

das bayerische Schauspielerseptett

mit Angela Hundsdorfer, Michael

Grimm, Ferdinand Schmid-Modrow,

Jürgen Fischer, Xaver Zeller,

Harald Helfrich und Peter Weiss.

Zahlreiche Highlights

vom 8. bis 12. August

Vom 8. bis 12. August sind zudem

weitere Highlights geplant.

Wie etwa die Gegenüberstellung

> > > KARTENVERLOSUNG

Maurice Ravels „Bolero“ auf zwei

Klavieren mit Carl Orffs „Zweitem

Stasimon“ aus „Oedipus der Tyrann“

für Sprecher, zwei Klaviere

und einem Schlagzeug. Sprecher

ist Schauspieler August Zinner. Die

Abwechslung in der Art der Darstellung

sei laut Florian Zwipf-Zaharia

eine weitere Änderung zu früheren

Festival-Zeiten: „Wir bringen Werke

aller Arten wie szenische Werke,

Konzerte, Lesungen ...“ Um dem laut

Veranstalter heutzutage „scheinbar

schweren Zugang klassischer Musik

zu jungen Menschen“ etwas entgegen

zu wirken, haben sich die Organisatoren

mit dem Tanzworkshop

„Carmina ist Hip (Hop)!“ zudem etwas

einfallen lassen, um während

des Carl-Orff-Fests auch gezielt eine

jüngere Zielgruppe anzusprechen.

Das Programm wird – auch das

ist neu – an unterschiedlichen

Schauplätzen in Andechs und um

den Ammersee aufgeführt. Zu den

Spielstätten zählen der Florian-

Stadl in Andechs, der Ziegelstadel

und Traidtcasten in Dießen,

die Klosterkirche St. Ottilien, der

Pfarrsaal in Wessling sowie die

Heilig Kreuz Kirche in Schondorf.

Detaillierte Informationen zu allen

Veranstaltungen während des

Carl-Orff-Fests Andechs Ammersee

2018 am 8. Juli und von 8. bis

12. August gibt es im Internet unter

www.carl-orff-fest.de – auch zu

Vorverkaufsstellen, Tickets und dem

Kombi-Ticket „ORFFtotal“ für eingefleischte

Fans, das für alle Events

gültig ist.

tis

Für das Konzert „Die Auferstehung“ samt Osteroratorium und Osterspiel

am Sonntag, 12. August, um 19.30 Uhr im Andechser Florian-Stadl

verlost Ihr Regionalmagazin „tassilo“ 3 x 2 Karten der besten Platzkategorie.

Wer diese gewinnen möchte, sendet eine Postkarte mit dem

Stichwort „Carl Orff“ an tassilo, Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine

E-Mail an info@altlandkreis.de. Einsendeschluss ist der 15. Juli. Wie

immer entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Da

die Karten die Gewinner per Post erreichen, bitte die Absenderadresse

mit angeben. Wir wünschen viel Erfolg!

Gemeinsam

sind wir stark.

Wir unterstützen die Arbeit von

Selbsthilfegruppen in Bayern

und unserer Region.

Sie benötigen mehr Informationen

oder möchten eine Gruppe

gründen?

Tel: 08821 755196

johanna.bittner-siepe@by.aok.de

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Foto: Stefan A. Schuhbauer — v. Jena

juli / august 2018 | 23


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Neue Operationsmöglichkeiten im Krankenhaus Weilheim

Das Kernstück ist fertig

Weilheim | Das Krankenhaus Weilheim

wird generalsaniert. Als

Kernstück der Baumaßnahmen,

die 2020 abgeschlossen sein sollen,

wurde der neue OP-Trakt im

Mai fertiggestellt und nach der

Grundreinigung im Juni in Betrieb

genommen. „Der OP-Bereich ist

das Herzstück des Krankenhauses.

Hier werden die Kernerlöse erbracht

und die hier erbrachten Leistungen

entscheiden maßgeblich

über den Ruf eines Hauses“, sagte

der Ärztliche Direktor und Herzspezialist

Prof. Dr. Andreas Knez bei der

offiziellen Einweihung der Räumlichkeiten.

Geschäftsführer Thomas

Lippmann sieht seine Strategie für

die Krankenhaus GmbH bestätigt:

„Unser Auftrag lautet: Grund- und

Regelversorgung für 24 Stunden

an 365 Tagen sicherstellen und mit

Sonderveröffentlichung der

wichtigen Leuchttürmen über die

Landkreisgrenzen strahlen. Gute

Medizin ist nicht ein Privileg großer

Stärke, sondern Ergebnis der hervorragenden

Ärzte vor Ort – und

die haben wir.“

Erweiterung dank neuer

operativer Möglichkeiten

Andere Zeiten brechen für die chirurgischen

Abteilungen des Hauses

an. Die neuen operativen Möglichkeiten

gehen einher mit der

Erweiterung der Leistungsspektren.

So erhielt in diesem Jahr Prof.

Reinhold Lang die Ermächtigung

für eine proktologische Sprechstunde

und konnte damit eine

Im neuen OP: (v.l.)

Bauleiter L. Ragaller,

Geschäftsführer

T. Lippmann,

Dr. K. Heckmann,

Dr. P. Baumann,

Prof. Dr. Dr. h.c.

R. Lang, Landrätin

A. Jochner-Weiß,

Dr. H. Braun,

S. Mühle und

Dr. T. Waldenmaier.

Versorgungslücke im Landkreis

schließen. Gefäßchirurg Dr. Peter

Baumann freut sich über die „bildgebende

Technik, die minimal-invasive

Operationen unterstützt und

für die Patienten schonende Operationen

ermöglicht.“ Das Zentrum

für Muskuloskeletale Chirurgie,

das eine Leistungserweiterung der

klassischen Unfallchirurgie und

Orthopädie darstellt, wurde 2017 in

Betrieb genommen. Unter Leitung

von Chefarzt Dr. Thomas Löffler

wurde die Behandlung degenerativer

Rückenerkrankungen sowie

die Handchirurgie in das Angebot

aufgenommen. Interdisziplinäre

Zusammenarbeit ist im Krankenhaus

selbstverständlich und die

Wege sind kurz.

Schleuse, Einleitungsräume

und Aufwachraum

Die neuen OP-Säle befinden sich

auf 820 Quadratmetern Nutzfläche

und 3 700 Kubikmetern umbauten

Raumes. Zu den eigentlichen

OP-Sälen gehören die Schleuse,

durch welche die Patienten in den

OP-Bereich gebracht werden, die

Klinik für

Allgemein- und

Viszeralchirurgie

mit Proktologie

Leistungsspektrum Allgemeinund

Viszeralchirurgie

Operationen in offener sowie

minimal-invasiver Technik

(Schlüssellochtechnik)

Speiseröhre und Magen

Sodbrennen und Zwerchfellbruch

Speiseröhrenaussackung (Zenker-Divertikel)

Magenkrebs

Magentumore (GIST, neuroendokrin)

Magenband, Schlauchmagen, Magen-Bypass

(bei krankhaftem Übergewicht)

Gallenblase und Gallenweg

Schilddrüsenchirurgie

Dickdarm und Mastdarm

Dickdarmpolypen/-tumore, Dickdarmkrebs

Divertikel und Entzündungen

Mastdarm-/Enddarmkrebs (Rektumkarzinom)

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

(M. Crohn und Colitis ulcerosa)

Mastdarmvorfall

Bauchwandbrüche

Leistenbruch, Schenkelbruch

Nabelbruch

Narbenbruch

Leistungsspektrum Proktologie

Hämorrhoiden

Analfisteln, Analthrombosen,

Abszesse

Analfissur

Steißbeinfisteln

Beckenbodensenkung

Beckenbodenschwäche

Stuhlinkontinenz

Chefarzt

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang

> > > KONTAKT

Sekretariat

Claudia Sontheimer

Telefon: 0881 / 188-580

Telefax: 0881 / 188-579

Mail: c.sontheimer@kh-gmbh-ws.de

Einleitungsräume, in denen unter

Leitung von Chefarzt Dr. Thomas

Waldenmaier die Anästhesie vorgenommen

wird, sowie der Aufwachraum,

in dem die frisch Operierten

überwacht werden, bevor

sie zur weiteren Behandlung auf

Station gebracht werden. Die Gesamtkosten

der OP-Abteilung betragen

7,4 Millionen Euro. Nach

Fertigstellung der OP-Abteilung

wird die Notaufnahme saniert.

Die alten Stationen werden derzeit

generalüberholt. Die Patienten

werden in extra bereitgestellten

Modulbauten gepflegt.


Klinik für

Gefäß- und

Endovaskularchirurgie

Leistungsspektrum

Gefäß- und Endovaskularchirurgie

Konservative und operative Therapie

akuter und chronischer Durchblutungsstörungen

(z.B. Schaufensterkrankheit

und Raucherbein)

einschließlich minimal-invasiver Verfahren (z.B. Ballonerweiterung

von Gefäßen und Stents) sowie Hybridoperationen (Kombination von

offener Operation mit Katheterverfahren)

Operative und minimal-invasive Therapie (Stent) des Bauchschlagaderaneurysmas

Operative Behandlung des Krampfaderleidens

Operationen der Halsschlagader

Operative und endovaskuläre Therapie bei diabetischem Fuß

Konservative und operative Behandlung des offenen Beines

(Ulcus cruris) inklusive Hauttransplantationen

Chirurgie der Diaslyseshunts einschließlich Shuntneuanlagen sowie

Revisions- und Korrektureingriffe (z.B. bei Funktionsstörungen von

Dialyseshunts, Shuntaneurysmen etc.) sowie endovaskuläre Verfahren

und Anlagen von Dialysekathetern

Operative und konservative Therapie vieler weiterer Erkrankungen

des Gefäßsystems

Septische Chirurgie

(bei Infektionen)

Modernste diagnostische

Verfahren wie CO2-Angiographie,

CT, MRT, Ultraschalluntersuchungen

etc.

> > > KONTAKT KLINIK WEILHEIM

Chefarzt Dr. Peter Baumann

> > > KONTAKT

Sekretariat

Samantha Meissner

Telefon: 0881 / 188-673

Telefax: 0881 / 188-677

Mail: gefaesschirurgie@kh-gmbh-ws.de

Johann-Baur-Str. 4, 82362 Weilheim (Eingang Röntgenstr.)

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Leistungsspektrum Unfallchirurgie und Orthopädie

Unfallchirurgie

Versorgung aller Frakturen sämtlicher Körperregionen

mit modernsten Implantaten

Alterstraumatologie

Beckenchirurgie

Arbeitsunfälle ambulant und stationär (DAV)

Frakturen bei Kindern

Endoprothetik

Gesamtes Spektrum der Hüft- und Knieendoprothetik vorwiegend in minimal-invasiver Technik

Schulterendoprothetik bei Fraktur und Arthrose

Komplexe Wechselendoprothetik von Hüft-, Knie- und Schulterprothesen

Ellbogenprothetik nach Fraktur oder bei Rheuma

Schulter

Arthroskopie der Schulter, Impingementsyndrom, Rotatorenmanschettenrekonstruktion,

AC-Gelenkssprengung

Handchirurgie

Schnellender Finger, Nervenengpasssyndrome (z.B. CTS), Dupuytren’sche

Kontraktur, Rhizarthrose, Fingergelenksprothesen, Handgelenks(-teil)versteifungen,

Handgelenksarthroskopie, Sehnenverletzungen

Knie

Arthroskopie, Meniskusoperationen, MPFL-Plastik, VKB-Plastik, Umstellungsoperationen

Fußchirurgie

Hallux valgus, Hammerzehe, Tarsaltunnelsyndrom, Mortonneuralgie

Leistungsspektrum Wirbelsäulenchirurgie

Degenerative Erkrankungen

Operative Versorgung der gesamten Wirbelsäule unter Einsatz

des Mikroskops bei nahezu allen Operationen

Minimal-invasive Operationen bei Bandscheibenvorfällen und

Spinalkanaleinengungen im Bereich gesamte Wirbelsäule

Implantationen von Bandscheibenprothesen an der Halswirbelsäule

Stabilisierungs- und Entlastungsoperationen von entzündlichen

oder chronischen Erkrankungen

Tumore

Tumore am Rückenmark und den Nervenwurzeln

(Metastasen, Wirbelkörpertumore ggf. Stabilisierung)

Verletzungen der Wirbelsäule

Operative Versorgung durch

Fixatur, wenn möglich minimalinvasiv

Wirbelkörpersersatz

Densverschraubung

C1/C2-Verschraubung

Kyphoplastie

> > > KONTAKT

Sekretariat Schongau

Monika Garber

Telefon: 08861 / 215-266

Telefax: 08861 / 215-566

Mail: f.soldner@kh-gmbh-ws.de

Leiter: Chefarzt

Dr. Thomas Löffler

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Birgit Hirthammer

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Chefarzt Dr. Florian Soldner

Klinik Weilheim

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juli / august 2018 | 25


125 Jahre Gebirgstrachten-Erhaltungsverein Murnau

Platteln, trommeln, musizieren

Murnau I Es war ein Lehrer namens

Josef Vogl, der das Schwinden der

alten Traditionen bemerkte und

im Jahre 1883 in Bayrischzell den

ersten Trachtenverein gründete.

Dieses Gedankengut zur Pflege von

Tracht und Brauchtum fand bald

im ganzen Oberland Anhänger.

Bereits zehn Jahre später, im Jahre

1893, wurde auch in Murnau ein

„Gebirgs-Trachten-Erhaltungsverein“

gegründet. Der Verein schloss

sich zunächst dem Ammergauer

Gauverband an, der dann 1911 in

den Gauverband II überging und

dieser Gauverband II hatte seinen

Sitz in Murnau. Nach dem Zweiten

Weltkrieg entstand die Oberländer

Trachtenvereinigung mit Sitz

in Garmisch, in der die Murnauer

zu den ältesten unter den 31 Vereinen

gehören. Genaugenommen

feiert der Murnauer Trachtenverein

heuer sein 125-jähriges Bestehen,

das vom 6. bis 8. Juli mit der Ausrichtung

des großen Gaufestes der

Oberländer Trachtenvereinigung

gefeiert wird.

Der Trachtenverein hat in der

Marktgemeinde eine tiefe Verwurzelung,

wofür Vorstand Johannes

Köglmayr das neue Vereinsfoto

als Beispiel nennt. „Zum Fototermin

waren nämlich 175 Leute da.“

Köglmayr ist natürlich begeistert

von diesem großen Andrang, der

zugleich unterstreicht, wie treu die

Mitglieder ihrem Verein seit vielen

Jahren sind. Bereits ab dem fünften

Lebensjahr kann man den Murnauer

Tachtlern angehören. In zwei

Altersgruppen werden die Kinder

und Jugendlichen im Tanzen und

Schuhplatteln ausgebildet. „Bei

den Aktiven darf man ab 16 Jahren

mitmachen, bis man verheiratet

ist“, erzählt die 24-jährige Johanna

Steigenberger von einer rührigen

Plattlergruppe, die zu verschiedensten

Anlässen den Verein repräsentiert.

Und was kommt nach

der Hochzeit? „Die alte Murnauer

Tracht war mein Brautgwand – seit

der Hochzeit sind mein Mann und

Von seiner schönsten Seite möchte sich der Murnauer Trachtenverein

im Rahmen des eigens organisierten Gaufestes präsentieren.

ich bei der historischen h Gruppe

des Jahr beim Volksfest f t ein i Heima-tabend

gestaltet oder um den 25.

dabei“, sagt zu dieser Tradition

Schriftführerin Waltraud Lautner.

Darüber hinaus gibt es noch einen

28 Mann starken Trommlerzug, einen

Kinderchor und verschiedene

Musikbesetzungen im Verein.

Erleben kann man mit den Murnauer

August, dem Geburtstag von König

Ludwig II., der Jahrtag mit Gottesdienst

und Vereinsabend gefeiert.

Zu Leonhardi in Froschhausen sind

die Trachtler mit vier Wagen dabei

und organisieren den abendlichen

Trachtlern das ganze Jahr Leonharditanz im Kultur- und Ta-

etwas. Gleich am ersten Samstag gungszentrum. Am Murnauer

nach Dreikönig geht es mit dem

Trachtenball los, am Faschingssonntag

wird die alte Tradition des

Schellenrührens gepflegt und auch

die Fronleichnamsprozession ist ein

fester Termin im Jahreskreis. Über

Christkindlmarkt wird ein Stand

bestritten, eine Weihnachtsfeier

schließt sich an und dann „spielen“

auch schon wieder die Trommler

in den Straßen der Marktgemeinde

hinein ins neue Jahr. Natürlich hat

den Sommer werden zahlreiche der Gebirgs-Trachten-Erhaltungsverein

Feste der Gauvereine besucht, jeschichte

in seiner 125-jährigen Ge-

auch immer wieder große

Feste ausgerichtet – fünf Gaufeste

und mehrere Jubiläen wurden gefeiert.

Die letzten „Großereignisse“

waren das 100-jährige Gründungsfest

im Jahre 1993 sowie zehn Jahre

später die Weihe einer neuen Fahne.

„Jetzt ist es höchste Zeit, wieder

mal ein Gaufest zu machen“, sagt

Johannes Köglmayr und sieht dem

optimistisch entgegen, schließlich

habe er 413 Mitglieder im Verein

und „fleißige Leit im Ausschuss“,

die alle hinter ihm stehen. rg

Kunsthistorischer Spaziergang

14. Mai, 18. Juni, 16. Juli, 20. Aug.,

17. September, jeweils 17.00 Uhr*

© Das Blaue Land · Florian Werner

Ortsführungen durch Murnau

1. April bis 28. Oktober, sonntags

jeweils 10.30 – 12.00 Uhr*

Abendliche Ortsführungen

durch Murnau

4. April bis 21. Oktober, mittwochs

April – Aug., jew. 18.00–19.30 Uhr*

Sept. – Okt., jew. 17.00–18.30 Uhr*

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Auf den Spuren von Gabriele Münter

24. Mai, 28. Juni, 26. Juli, 09. Aug.,

13. Sept., jeweils 14.30 Uhr*

© Das Blaue Land · Wolfgang Ehn

26 | tassilo

Außerdem: Geführte Rad- und Bergtouren,

Kräuterführungen, kunsthistorische

Spaziergänge, Mooswanderungen,

Kutschfahrten, Wanderungen auf dem

Meditationsweg Ammergauer Alpen im

Blauen Land und vieles mehr!

* Treffpunkt Brunnen vor dem Kultur- und Tagungszentrum, Kohlgruber Straße 1

Für zusätzliche Informationen, auch zum weiteren, attraktiven Gästeprogramm,

stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:


73. Gaufest mit Ministerpräsident Markus Söder

„Auf a scheens Fest!“

TRAUM

HAFT

STADT LAND GWAND

Murnau I Schon vor mehr als einem

Jahr hat der Trachtenverein Murnau

beim damaligen Heimatminister

um die Schirmherrschaft angefragt

und kann nun mit Stolz vermelden,

dass der jetzige Bayerische Ministerpräsident

Markus Söder zum

73. Gaufest der Oberländer Trachtenvereinigung

nach Murnau kommen

wird.

Das Festwochenende vom 6. bis

8. Juli ist zugleich der Auftakt des

Murnauer Volksfestes, das traditionell

mit einem Standkonzert eröffnet

wird. Als Festkapelle fungiert

der Musikverein Eglfing, der schon

seit über 50 Jahren die Murnauer

Trachtler begleitet. Aus seinen

Reihen stammt die Besetzung

„BLECHpfiff“, die zusammen mit

der „Oimsummamusi“ einen bayerischen

Tanzabend bestreitet. „Das

mögen unsere Jungen, wenn bei

so einem Doppeltanz zwei musikalische

Stilrichtungen aufspielen“,

sagt Schriftführerin Waltraud Lautner,

die sich für diesen Abend viel

jugendliches und tanzbegeistertes

Publikum wünscht. Am Samstag

geht es zusammen mit dem Patenverein

aus Ohlstadt, den Patenkindern

aus Bad Kohlgrub und

Spatzenhausen sowie den Nachbarvereinen

zunächst zum Totengedenken

an den Kirchplatz. Anschließend

bestreiten diese Vereine den

großen Festabend mit zahlreichen

Kindern, aktiven Plattlergruppen

und Goaßlschnalzern. Dafür haben

die Murnauer Trachtler etwas ganz

Besonderes ausgegraben: Den

schwierigen Dreisteyrer, den sie

in intensiven Proben nach vielen

Jahren wieder einstudiert haben.

Den Festgottesdienst am Sonntag

wird Weihbischof Florian Wörner

zelebrieren, der gebürtig aus

Eschenlohe stammt. Und obwohl

beim Festzug nur die 31 Vereine der

Oberländer Trachtenvereinigung

dabei sind, werden trotzdem rund

3500 Teilnehmer aufmarschieren,

unter anderem in 18 Musikkapellen,

22 Trommlerzügen und auf

zehn Festwagen verteilt.

> > > FESTPROGRAMM

125 Jahre

Trachtenverein Murnau und

73. Gaufest der Oberländer

Trachtenvereinigung

Jetzt wünschen sich die Murnauer

„a scheens Fest und a guads Wetter“.

Vorstand Johannes Köglmayr

denkt an das diesjährige Maibaumaufstellen

und bemerkt: „Wenn alles

so guad klappt wia beim Maibaumaufstoin,

dann is des für mi

wia a Sechser im Lotto“.

rg

FREITAG 6. JULI

19 Uhr Doppeltanz mit „BLECHpfiff“ und der

„Oimsummamusi“ – Eintritt frei!

SAMSTAG, 7. JULI

18.45 Uhr Totengedenken am Kirchplatz

19.30 Uhr Festabend der Oberländer Trachtenvereinigung

anlässlich des 73. Gaufestes

anschl. Tanz mit der Eglfinger Blaskapelle

SONNTAG, 8. JULI

9.30 Uhr Kirchenzug

10 Uhr Festgottesdienst vor dem Pfarrhaus

13.30 Uhr Aufstellung beim Festzelt

14 Uhr großer Festzug durch den Markt

19 Uhr Festausklang mit der Musikkapelle Habach

juli / august 2018 | 27

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Der Schaugarten in Seeshaupt

„Abhängen“ im Blumenparadies

Seeshaupt | Frühmorgens sind die

Fotografen auf der Suche nach

dem besten Bildmotiv, vormittags

schlendern die Gartengenießer

durch die Anlage, später toben

sich Kinder aus während die Eltern

Entspannung suchen, und

am Abend hat die Jugend den

schönen Pavillon für ungestörtes

„Abhängen“ entdeckt. Die Rede

ist vom Schaugarten in Seeshaupt,

einem Kleinod der Natur, der jedes

Jahr mehr als 5 000 Besucher

anzieht. „Es waren wirtschaftliche

und ideelle Gründe, warum wir

den Garten 2001 angelegt haben“,

erzählt Gartenbaumeisterin Barbara

Kopf. Zusammen mit ihrem

Mann Helmut Klug, Inhaber eines

Gartenpflegebetriebes, wollte

sie eine Anlage schaffen, um den

Kunden ihrer Firma die Vielfalt

an Stauden zu veranschaulichen.

Das Ehepaar pachtete das 2 500

Quadratmeter große Grundstück

direkt neben ihrer Wohnung. Von

der Baumschule Demmel, die aus

Altersgründen den Verkauf einstellen

wollte, war eine Übernahme

des Staudenverkaufs geplant.

Doch 14 Tage vor der Eröffnung des

Schaugartens haben sie erfahren,

dass es in Sachen Baumschule

doch weitergeht. „Wir haben den

Verkauf von biologisch vermehrten

Stauden drei Jahre durchgezogen,

aber es ging nicht gut“, resümiert

Barbara Kopf.

Ein Ort der

Entspannung

Die Anlage ist als große Blume gestaltet,

immer wieder laden Sitzbänke,

Brunnen, Obstgarten oder

ein kleiner Spielplatz zur Entspannung

ein und im Zentrum steht

ein schöner Pavillon. Der Garten

ist mit zahlreichen Pflanzen-Namensschildern

ausgestattet, sodass

man bei einem Besuch auch

sein botanisches Wissen erweitern

kann. Für den symbolischen Betrag

von einem Euro haben die

beiden Erbauer ihren Garten dann

2005 an den Ortsgestaltungs- und

Verschönerungsverein Seeshaupt

(OGVS) übergeben, unter dessen

Dach sich fortan die Schaugartengründer

mit einigen ehrenamtlichen

Helfern um die Pflege

kümmerten und der OGVS als

eingetragener Verein auch Spenden

zugunsten des Schaugartens

annehmen konnte. „Der OGVS

war ganz wichtig für diesen Garten,

verfolgt als Vereinszweck aber

auch die Ortsgestaltung in Bezug

auf Gebäude und Plätze“, berichtet

Barbara Kopf weiter. Darum

gründete sich im März 2017 ein

eigener Verein mit dem Namen

„Schaugarten Seeshaupt e.V.“,

dessen 34 Mitglieder sich ausschließlich

um diese Anlage kümmern.

Für die Eheleute Kopf-Klug

ist der Garten immer noch eine

Herzensangelegenheit, deshalb

Zwischen Dorfladen und Wohnhaus h der Betreiber weist eine Holztafel

l l

die Besucher direkt zum Eingang des Schaugartens.

fungiert Barbara Kopf auch als

erste Vorsitzende des Vereins. In

der vegetativen Zeit treffen sich die

Mitstreiter jeden zweiten Samstag

im Monat zur Gartenpflege. „Ohne

diese fleißigen Hände wäre das

Schatzkästchen nicht zu erhalten“,

lobt die Vorsitzende ihre ehrenamtlichen

Helfer, die teilweise

schon seit 13 Jahren mitarbeiten.

Von Insektensterben

keine Spur

Übrigens: Auch in einem solch

topgepflegten Garten gibt es das

Schneckenproblem. Obwohl beim

Bau ein Kupferband nahezu komplett

rundherum verlegt wurde,

geht Barbara Kopf jeden Morgen

durch die Beete und bekämpft die

Schnecken ganz profan mit der

Schere. Überall im Garten summt

und brummt es, vom Insektensterben,

das derzeit in aller Munde

ist, kann man hier nichts spüren.

Der Verein bietet im Schaugarten

Lösungen an, wie man in privaten

Gärten oder auf öffentlichen Flä-

28 | tassilo


Die Vereinsvorsitzende Barbara Kopf und der Grundstückseigentümer

Sepp Brüderle machen es sich im Pavillon gemütlich.

chen Insekten beispielsweise mit

einer Blumenwiese mehr Raum

schaffen kann. „Man braucht Geduld

beim Keimen, darf nur ein

bis drei Mal im Jahr mähen und

muss den Schnitt wegräumen“,

versucht die Gemeinderätin Barbara

Kopf für diesen nachhaltigen

Umgang mit der Natur auch

die Kommune zu sensibilisieren.

Beim Rundgang durch den

Schaugarten schaut zufällig der

Eigentümer des Grundstückes,

Sepp Brüderle, vorbei. „Uns hat

das Konzept damals gefallen, weil

es genau unsere Richtung ist“,

erzählt der Bio-Bauer, der vor 17

Jahren die Fläche neben seiner

Landwirtschaft mit eigenem Hofladen

verpachtete. Inzwischen ist

sein Betrieb in nächster

Generation ausgesiedelt,

der Hofladen an eine andere

Betreiberin vermietet

und so hat der Altbauer Zeit und

Muße, sich zum Gespräch dazu zu

gesellen.

Hohe Akzeptanz

bei den Seeshauptern

Unter anderem als Mitglied des

Arbeitskreises „Gartenwinkel Pfaffenwinkel“

ist der Schaugartenverein

mittlerweile gut vernetzt

und spürt aus der eigenen Bevölkerung

eine hohe Akzeptanz. „In

der Freinacht passiert hier nichts“,

freut sich Barbara Kopf insbesondere

darüber, dass die Jugend

den Garten so schätzt und durch

regelmäßigen Besuch vielleicht

später im Beruf oder öffentlichem

Engagement die Anliegen der Natur

nicht vergisst. Der Schaugarten

Seeshaupt ist von April bis zum

ersten Schnee geöffnet. Es werden

auch Führungen für Kinder und

Erwachsene angeboten. Der Eintritt

ist frei, Spenden sind jedoch

willkommen. Und: An der grünen

Ecke kann man auf Spendenbasis

sogar Pflänzchen und Samen für

den eigenen Garten mitnehmen. rg

> > > INFORMATION

„Es summt und brummt“

Gartenfest am Sonntag, 15. Juli,

von 13 bis 18 Uhr im Schaugarten

Seeshaupt mit Naturworkshop,

Vortrag, Führungen und verschiedenen

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juli / august 2018 | 29


Drei Mal am Tag über 30 Jahre hinweg

Der Glockenläuter

von Eichendorf

Eduard Ott mit dem Schlüssel

der Pollingsrieder Kapelle.

30 | tassilo

Eichendorf I Drei Mal täglich über

30 Jahre hinweg. Das sind hochgerechnet

32 850! So oft hat Eduard

Ott die Glocken im Turm der

St. Leonhard-Kapelle in Eichendorf

läuten lassen. Immer um 5.30 Uhr

in der Früh, um Punkt 12 Uhr und

zu Sonnenuntergang, was je nach

Jahreszeit mal später, mal früher

der Fall war. So wussten die 30

bis 35 Bewohner des zu Eberfing

gehörenden Weilers immer ganz

genau, wann sie aufzustehen haben,

es Mittagessen gibt und Zeit

ist, sich bettfertig zu machen. Als

Eduard Ott Anfang 2017 auf einer

Geburtstagsfeier jedoch anmerkte,

dieses tägliche Läuten altersbedingt

sicherlich nicht mehr allzulange

machen zu können, auf

kurz oder lang einen Nachfolger

braucht, hielt sich die Begeisterung

im Kreise der Anwesenden

in Grenzen. Drei Mal am Tag, Sommer

wie Winter, egal bei welchem

Wetter? Als idealer Nachfolger

käme ohnehin nur einer in Frage:

Landwirt Johann Brunner, der wie

Eduard Ott direkt neben der Kirche

wohnt. Doch Brunner und auch die

anderen Eichendorfer Bewohner

waren sich relativ schnell einig:

Eine zeitgemäße Lösung müsse

her. In diesem Falle ein Elektromotor

mit Zeitschaltuhr. Durch viel

Eigenleistung, Gemeindezuschuss

und großzügige Spenden wurde

die Eichendorfer St. Leonhard-Kapelle

modernisiert. 7 885 Euro hat

der Elektromotor gekostet. Seither,

genaugenommen seit August 2017,

ist das tägliche, traditionelle Glockenläuten

von Hand Geschichte im

Während dem Läuten hat Eduard Ott besten Überblick.

beschaulichen Bauerndorf südöstlich

der Kreisstadt Weilheim.

Terminkalender nach

Glockengeläut

Auf die Frage, ob er mit Wehmut

zurückblickt, hält Eduard Ott kurz

inne, ehe er sagt: „Bei jedem Läuten

wird man natürlich daran erinnert

und muss sich selbst immer

wieder ins Gedächtnis rufen, dass

diese über Jahrzehnte gefestigte

Gewohnheit ihr Ende gefunden

hat. Das ist natürlich ein wenig

mit Wehmut verbunden.“ Andererseits

ist der heute 79-Jährige

froh, seinen Alltag nicht mehr strikt

nach regelmäßigem Glockenläuten

planen zu müssen. Ob Einkaufen,

Arztbesuche, Feldarbeiten oder

anderweitige Termine. „Ich habe

stets geschaut, rechtzeitig daheim

zu sein.“ Vor allem in der Zeit,

als Eduard Ott nicht nur Landwirt,

sondern auch Eberfinger Bürgermeister

war, fiel das rechtzeitige

Glockenläuten nicht immer leicht.

„Wenn ich tatsächlich mal gar keine

Zeit gefunden habe, hat meine

Frau Marianne ausgeholfen.“ Oder

es wurde ein paar Minuten später

geläutet. „Es ist schon mal vorgekommen,

dass das Zwolf-Uhr-Läuten

in Wahrheit erst um fünf nach

erfolgt ist“, sagt er und grinst. Übel

habe ihm das niemand genommen.

Und jetzt? Jetzt läuten die

Glocken Tag ein Tag aus auf die Sekunde

genau. „Und wenn ich vom

Arzt in Weilheim erst um fünf nach

zwölf oder noch später zurückkomme,

spielt das auch keine Rolle

mehr.“ Außerdem sehr angenehm:

Dass ich im Winter bei teilweise

über minus 20 Grad oder dichtem

Schneetreiben nicht mehr hochgehen

muss in aller Herrgottsfrüh.“

Einmal ist Ott sogar gestürzt, als er

bei Eis und Eiseskälte zur Kapelle

ging. Ansonsten aber, das betont er

ausdrücklich, habe ihm das Läuten,


Hinaufgeschaut: Der Glockenturm in Pollingsried.

dass er von Großvater und Vater

übernahm, nie etwas ausgemacht.

All die 30 Jahre nicht.

Kirchliches oder

weltliches Läuten?

Grundsätzlich wird in Sachen Kirchenglocken-Läuten

unterschieden

zwischen kirchlichem und weltlichem

Läuten. Morgens, mittags

und abends, wie es Eduard Ott sein

halbes Leben getan hatte, wird als

weltliches Läuten bezeichnet, weil

es die umliegenden Dorfbewohner

auf die tagesaktuelle Uhrzeit

aufmerksam macht, jedoch nicht

auf ein religiöses Ereignis. Stehen

Gottesdienste an, wird kurz vor

deren Beginn geläutet, um die

Bevölkerung zusammenzurufen –

hierbei handelt es sich sehr wohl

um kirchliches Läuten, dass neben

den Sonntagsgottesdiensten auch

zu Beerdigungen, Taufen, Hochzeiten

und ähnlichen Ereignissen

durchgeführt wird. An dieser Stelle

spricht Eduard Ott von Maiandachten

und dem Patrozinium. Beides

wird in seiner Heimat auch in den

benachbarten Kapellen in Pollingsried

und auf Hohenberg gefeiert.

Auch für diese Kapellen war Eduard

Ott seit vielen Jahren zuständig

in Sachen Glockenläuten – und ist

es entgegen der Eichendorfer Kapelle

noch immer. „Weil dort wirklich

nur zu Maiandachten und dem

Patrozinium geläutet wird, also nur

paar Mal im Jahr, kann ich mich um

Pollingsried und auf Hohenberg

auch weiterhin kümmern.“ Die

umliegenden Dorfbewohner sind

froh darum, schließlich beherrscht

das händische Geläut kein Zweiter

so gut wie Eduard Ott. „Man

braucht nicht sonderlich viel Kraft,

dafür sehr viel Gefühl.“ Ob bis Mitte

2017 in Eichendorf, oder bis heute

in Pollingsried und auf Hohenberg:

Alle drei Kapellen besitzen je zwei

unterschiedlich große Glocken.

Heißt: Die kleinere muss schneller

geläutet werden als die größere,

„sonst würden die Klänge überschneiden,

was fürchterlich klingt“.

Pro Geläut zieht Eduard Ott übrigens

bis zu drei Minuten an den

herabhängenden Seilen, die an

den jeweiligen Glocken befestigt

sind. Allein auf das 30-jährige Glockengeläut

in Eichendorf bezogen

sind das hochgerechnet rekordverdächtige

98550 (!) Minuten. js

Taktgefühl, Kraft und ein ruhiges

Händchen sind beim Glockenläuten

mittels Seilen gefragt.

juli / august 2018 | 31


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Unbemannte Luftaufklärungssysteme von EMT

Hightech-Flieger aus Penzberg

für das deutsche Militär

Penzberg/Iffeldorf | Den Begriff

„Drohne“ hört Programm- und

Projektleiter Udo Schwarz ungern,

„weil er von der Bevölkerung entweder

mit einem Spielzeug, oder

mit den von der US-Armee bekannten

Schusswaffen in Verbindung

gebracht wird“. Zur Produktbeschreibung

von EMT passen in

der Tat beide Assoziationen nicht.

Denn bei „ALADIN“, „LUNA“ und

„LUNA NG“ handelt es sich ausschließlich

um hochtechnische

Aufklärungs- und Überwachungssysteme

für den Luftraum, die seit

vielen Jahren erfolgreich eingesetzt

werden von der Deutschen

Bundeswehr. Gegründet wurde

die Firma EMT im Jahre 1978 vom

inzwischen verstorbenen Diplom-

Ingenieur Hartmut Euer, der sehr

früh im Hightech-Bereich angefangen

hat zu basteln und zu tüfteln –

und damals in etwa so lebte und

arbeitete wie die klugen Köpfe im

Silicon Valley es heutzutage tun. In

den 1990er Jahren beispielsweise

revolutionierte er ein Übungsgerät

der Deutschen Bundeswehr für

Luftabwehr. Soldaten versuchten

vom Boden aus, einen von einem

Flugzeug durch die Luft gezogenen

Gegenstand abzuschießen. Ob

sie getroffen haben, wussten die

Schützen jedoch erst nach Landung

des Objekts, in dem sie die Einschusslöcher

mit der Anzahl abgegebener

Schüsse verglichen. Hartmut

Euer aber ist es gelungen, eine

hochsensible und mit Funk verbundene

Sensorik in dieses durch die

Luft gezogene Objekt zu installieren,

so dass jeder Treffer den am

32 | tassilo

Stolz präsentiert Projektleiter Udo Schwarz

das neueste Produkt von EMT — die „LUNA NG“

mit zusätzlich vier waagrecht platzierten Rotoren.

Boden Stehenden sofort angezeigt

wurde. Diese „Datenübertragung

in Echtzeit“, installiert in Flugobjekten,

ist im Grunde bis heute das

Kerngeschäft von EMT. Nur dass

sich seither jede Menge getan hat,

unter anderem das Unternehmen

die vergangenen Jahrzehnte stark

gewachsen ist. Aktuell beschäftigt

EMT rund 250 Vollzeitkräfte.

Neben dem Hauptsitz in Penzberg

sowie einem ähnlich großen Werk

im benachbarten Iffeldorf gehören

auch die kleineren Standorte in

Abenberg bei Nürnberg und Osterrönfeld

bei Kiel zum Unternehmen.

Der Jahresumsatz 2017 betrug stolze

47 Millionen Euro.

„LUNA“ startet

mittels Katapult

Das Prunkstück aus der EMT-

Produktpallette ist momentan die

brandneue „LUNA NG“. Spannweite:

5,34 Meter. Spitzengeschwindigkeit:

150 Stundenkilometer.

Maximale Steighöhe: 5000 Meter.

Reichweite: mehr als 100 Kilometer.

Antrieb: Kerosinbetriebener Wankelmotor

mit zwölf KW. Material:

Laminierte Kohlefaser, also Carbon.

Maximalgewicht: 110 Kilogramm.

Zusatzfunktion: Senkrechtstart

dank vier waagrecht angebrachter

Rotoren. Wetterresistenz: Minus 32

bis plus 49 Grad Celsius. Aufgabe:

Unbemannte Luftaufklärung und

-überwachung in Einsatzgebieten

der Deutschen Bundeswehr.

Momentan eingesetzt werden die

Luftaufklärungssysteme von EMT in

Mali, wo die Deutsche Bundeswehr

im UN-Mandat den Kampf gegen

die islamistisch-terroristische Organisation

Boko Haram unterstützt.

Mit Flugobjekten wie der „LUNA“

oder „LUNA NG“ können Soldaten

feindliches Gebiet überwachen,

ohne sich selbst in Lebensgefahr

zu begeben. Neben dem Fluggerät

an sich werden hierfür viele

weitere „Bausteine“ benötigt. Der

Start erfolgt im Regelfall über ein

Katapult mit Gummiband, dass die

„LUNA“ mit 60 Stundenkilometer

in die Luft schießt. Navigiert wird

das fortan selbstfliegende Objekt

mittels Bodenkontrollsystem, das

in einem tarnfarbenen Fahrzeug

mit zahlreichen Bildschirmen und

komplexer Software verbaut ist.

Mindestens zwei Soldaten sitzen

vor den Bildschirmen. Während

der eine auf einer angezeigten

Landkarte Referenzpunkte setzt,

die von „LUNA“ automatisch angeflogen

werden, kümmert sich

der andere um die Auswertung der

überlieferten Live-Daten.

Kennzeichen-Bilder

aus 5 000 Metern

Mit Live-Daten sind Bilder und

Videos aus dem von „LUNA“ oder

„LUNA NG“ anvisierten Krisengebiet

gemeint, fotografiert und

gefilmt von hochauflösenden

Kameras. „Wir können bis zu 30

Kilogramm schwere Module an

die LUNA verbauen“, sagt EMT-

Geschäftsführer Wolfgang Brand.

Ein Kameramodul ist mit teilweise

sieben verschiedenen Objektiven

besetzt, unter anderem für

Tageslicht, aber auch mit Infrarot

für Nachtaufnahmen. Wie scharf

die Kameras selbst auf 5 000 Metern

Höhe noch aufzeichnen, ist in

Brands Augen „verblüffend“. Zum

Der Vorsitzende Reinhard Aberl von den Kakteenfreunden

wird Oberland die „LUNA“ am mittels Frühbeet Katapult, mit zahlrei-

Gestartet

das chen die Ariocarpen. Flugobjekte mit rund 60 Stundenkilometern

schräg nach oben schießt.


Bodenkontrollsystem t von Innen: Zwei Mitarbeiter der Firma EMT prüfen

die Funktionsfähigkeit von Navigation und Datenauswertung.

Beispiel erkenne die Kamera am

Boden fahrende Autos, nimmt bei

Bedarf automatisch deren Verfolgung

auf und liefert sogar Bilder,

auf denen das Kennzeichen gut

lesbar sei. Und das alles, ohne bemerkt

zu werden? „In 5 000 Metern

sind die Motorengeräusche am Boden

nicht mehr zu hören. Und zu

sehen ist die LUNA bei dieser Entfernung

nur mit geschultem Auge.“

Sollte das Flugobjekt trotzdem erkannt

werden und somit in Gefahr

geraten, kann sie jederzeit die vorgegebene

Fluglinie verlassen, im

Notfall sogar alleine an den Ausgangspunkt

zurückfliegen oder bei

Defekt dank Fallschirmauslösung

noch immer sanft – und bei ausreichend

Luftstand außerhalb des

feindlichen Terrains – landen. Im

Normalfall aber verlaufen die Aufklärungsflüge

immer nach Plan, so

dass die Landung in einem großen,

schräg nach oben gespannten

Netz von statten geht. „Das ist im

Grunde nichts anderes als ein von

Baustellen bekanntes Sicherheits-

Fangnetz, falls ein Mitarbeiter vom

Dach stürzen sollte.“ Zusätzliche

Spektakulär, aber sanft: Mit bis zu 90 Stundenkilometern rasen die

leichtgewichtigen Motorsegler in ein elastisches Fangnetz.

Gummieinsätze sorgen dafür, dass

„LUNA NG“ auch bei 90 Stundenkilometern

sanft abgefangen wird.

Produkte für die

Zivil-Bevölkerung?

Neben der Entwicklung und Herstellung

des kompletten Luftaufklärungs

und -überwachungssystems,

das mit mehreren Flugobjekten,

Bodenkontrollsystem sowie

Start- und Landevorrichtungen

rund zehn Millionen Euro kostet,

kümmern sich die Fachkräfte

von EMT auch um die Instandsetzung

und Prüfung ihrer Produkte.

„Manchmal betreuen wir die

Systeme sogar vor Ort“, sagt Udo

Schwarz. In der Regel aber kommen

die in Kisten verpackten „LU-

NAs“, die Wagen des Bodenkontrollsystems

sowie Katapulte und

Netze zurück, etwa ans Iffeldorfer

Werk, wo sie bei Bedarf bis ins

Detail zerlegt und auf volle Funktionsfähigkeit

überprüft werden. Apropos:

Alle neuen „ALADINs“ und

„LUNAs“ werden vor der ersten

Auslieferung an die Bundeswehr

zunächst in einem schalldichten

Raum der Firma, anschließend

über dem Truppenübungsplatz in

Spatzenhausen getestet. Dessen

Luftraum ist übrigens für Berufsund

Hobbyflieger voll gesperrt.

Wie oft dort getestet wird? „Im

Grunde fast wöchentlich“, sagt Udo

Schwarz, dem Nachfragen aus der

Bevölkerung nicht bekannt sind.

Das zeigt, wie unauffällig unsere

Flüge sind.“ In Zukunft könnten

viele weitere Tests hinzukommen.

Und zwar nicht nur mit Luftaufklärungs-Objekten

für die Bundeswehr.

In Sachen Infrastruktur und

Know-how wäre EMT sofort in der

Lage, Produkte zum Schutz hiesiger

Zivilbevölkerung herzustellen.

Verkehrsüberwachung sowie das

Abfliegen von Hochwassergebieten

und Waldbrandflächen sind

nur drei Beispiele, um Menschen

rechtzeitig zu warnen – oder in Sicherheit

zu bringen.

js

juli / august 2018 | 33

Bergwaldbühne

19. - 28.7.

Kulturpicknick

im Grünen

Do 19.07. Dorfbanditen

Musikalische Lesung mit Gerd Anthoff

Texte von Oskar Maria Graf

Sa 21.07. Poetry Slam

Mit Reimrausch

Do 26.07. Kein Aufwand!

Musikalisch-kabarettistische Lesung

mit Andreas Hofmeir

Fr 27.07. Stefanie Boltz & Band

Sa 28.07. Michael Fitz Des bin i!

Vorprogramm mit Lucy van Kuhl

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Der Handyladen Tressl · Bahnhofstr. 31 · 82515 Wolfratshausen · Tel (08171) 9694100

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Kakteenfreunde Oberland in Polling

Zu Besuch bei den

„Kaktus-Damischen“

Polling | Der „Copiapoa senilis“

wird gerne als Kaktus mit dem

weißen Haar bezeichnet, weil er

ein so greisenhaftes Aussehen hat.

Der „Echinocactus crusonii“ heißt

im Volksmund Schwiegermuttersitz,

weil er gar so stachelig ist. Die

Kakteenfreunde Oberland kennen

sich aus mit verschiedensten Kakteengewächsen,

schließlich haben

sie selbst meist mehrere hundert

Pflanzen daheim und treffen sich

einmal im Monat in Polling zum

Gedankenaustausch.

Die Deutsche Kakteen-Gesellschaft

wurde schon im Jahr 1892 in Berlin

gegründet, ihr gehören über 40

Ortsgruppen in der ganzen Bundesrepublik

an. Eine dieser Ortsgruppen

nennt sich Oberland, die

Reinhard Geßlbauer aus Polling

schon 1977 ins Leben rief. Er war

damals bereits ein begeisterter

Kakteensammler und kam durch

seinen Beruf im technischen Außendienst

viel herum.

Aberl nun seit 2013 die Ortsgruppe.

Wie man zu dem Hobby Kakteen

kommt, zeigt am besten das Beispiel

der Kassierin Pauline Sänger.

„Ich stand als Kind schon regelmäßig

in unserer Gärtnerei vor den

Kakteen“, sagt die Penzbergerin.

Heute ist sie Fachfrau in allen Kategorien

der Pflanzenart und führt

seit über 20 Jahren die Kasse der

Ortsgruppe.

Kakteen sind

pflegeleicht

Der 72-jährige Vorsitzende Reinhard

Aberl bezeichnet sich und

seine Mitstreiter gerne als „Kaktus-

Damische“. Wer ihn auf seinem

Anwesen in Steinebach besucht,

kann dem gar nicht mehr unbedingt

widersprechen. Rund um

das Haus stehen unzählige Blumentöpfe

und -tröge mit Kakteen,

im weitläufigen Garten hat er zwei

Frühbeete, die voll sind mit kleinen

Copiapoas, Ariocarpen oder Echinopsen.

Besonders stolz ist Aberl

auf seine drei großen Exemplare

im Wintergarten, die mehr als 40

Jahre alt sind und die Echinopsis

gerade wunderschön blüht. „Beim

Kaktus rührt sich wenig, da braucht

man viel Geduld“, rät Reinhard

Aberl jedem, der diese Pflanze

züchten möchte. Dafür ist sie sehr

pflegeleicht: in der vegetativen Zeit

muss sie maximal einmal die Woche

gegossen werden, im Winter

gar nicht. Das kommt den Aberls

Der Kaktus mit dem weißen Haar heißt eigentlich Copiapoa senilis.

34 | tassilo

Monatlicher Treff

seit 40 Jahren

Dabei traf er immer wieder auf

Menschen, die sich ebenfalls an

den dornigen Gewächsen erfreuten

und gründete mit diesen Gleichgesinnten

schließlich die Ortsgruppe.

„Einer meinte, ich geb dir zwei Jahre

mit dem Verein“, sagt Reinhard

Geßlbauer heute. „Der lebt jetzt

leider nimmer, aber unsere Kakteenfreunde

gibts immer noch.“

In den Anfangsjahren hatte Reinhard

Geßlbauer den Vorsitz, nach

ein paar Wechseln führt Reinhard

Der Vorsitzende Reinhard dAberl von den Kakteenfreunden Oberland am

Frühbeet mit zahlreichen Ariocarpen.


Die Kakteenfreunde Oberland bei ihrem letzten t Treffen im Pollinger

Gasthaus Neuwirt.

entgegen – die Eheleute sind Globetrotter

und in den Wintermonaten

gern für mehrere Wochen auf

Reisen. Dabei hat Aberl auch schon

viele Kakteen an ihren natürlichen

Standorten gesehen, die heute

meist unter Naturschutz stehen.

Das ist wie bei uns Brennnesseln,

aber wehe du nimmst ein paar Samen

mit“, erzählt er von strengen

Zollkontrollen in diesen Ländern.

Über 1 000 Exemplare

im Gewächshaus

Noch intensiver betreiben Alois

und Josefine Schmid aus Berg am

Starnberger See das Hobby. Ihre

mehr als 1 000 Kakteen pflegen sie

in einem eigenen Gewächshaus.

Sie kommen schon seit über 30

Jahren regelmäßig zu den Kakteenfreunden

Oberland, um sich

auszutauschen und durch Fachvorträge

auch wieder neue Erkenntnisse

in der Herkunft oder

Pflege der Gewächse zu erhalten.

Natürlich kommt auch das Gesellige

der Pollinger Ortsgruppe nicht

zu kurz – die 34 Mitglieder sind

seit vielen Jahren gut befreundet.

Von München bis Sindelsdorf sowie

von Wolfratshausen bis Buching

kommen die Kakteenfreunde

im Pollinger Gasthaus Neuwirt

zusammen. Und dieser Weg ist

ihnen nicht zu weit, da es jeden

Monat Interessantes zu erfahren

gibt. Reiseberichte aus Bolivien,

Ecuador oder Mexiko zeigen die

verschiedensten Kakteenarten an

ihren ursprünglichen Standorten

und nebenbei wissen die Referenten

auch einiges über Land und

Leute zu berichten.

Kakteenbörse lockt

viele Besucher an

Jedes Jahr im Mai wird eine Kakteen-Börse

im Biergarten des Neuwirts

veranstaltet, zu der heuer

erfreulich viele Familien mit Kindern

kamen. Die Vereinsmitglieder

besuchen auch andere Kakteenbörsen

in München, Prag oder

Salzburg und sorgen mit Ausflug,

Grillfest oder Weihnachtsfeier

auch für das Gemeinschaftliche.

Alle zwei Jahre beteiligt sich die

Gruppe mit einem Stand an den

Blütentagen in Steingaden und

versucht damit, ihre Liebe zu den

dornigen Pflanzen auch an andere

Menschen mit „grünem Daumen“

weiterzugeben. Denn mittlerweile

ist die Gruppe leicht überaltert

und würde gerne neue Mitglieder

aufnehmen. Für dieses robuste,

ausdauernde, aber auch träge

Gewächs finden sich immer weniger

Anhänger. Deshalb laden die

Kakteenfreunde Oberland alle Interessierten

zu ihren kostenlosen

Vortragsabenden in den Pollinger

Gasthof Neuwirt ein.

Der nächste ist am Freitag, den 6.

Juli, dann berichtet Reiner Metzger

aus Augsburg über seine Reise

nach Australien und zeigt dabei

auch Bilder von dort heimischen

„Bansias“.

rg

Bereits über 40 Jahre alt:

Diese stattliche Echinopsis

hat Reinhard Aberl in

seinem Wintergarten stehen,

momentan mit wunderschönen

Blüten.












juli / august 2018 | 35


Die Turner im TSV Weilheim

Das Oberland-Zentrum für

Breiten-, Leistungs- und Spitzensport

Moritz Kraus,

ehemals beim TSV Weilheim aktiv,

startet mittlerweile für den TSV Buttenwiesen

in der 2. Bundesliga.

36 | tassilo

Weilheim I Der TSV Weilheim

darf getrost als das Turnzentrum

im Oberland bezeichnet werden.

Davon zeugen unter anderem

Spitzenturner wie etwa Manuel

Förster, der mittlerweile bei Exquisa

Oberbayern in der zweiten

Bundesliga turnt oder weitere

vier ehemalige TSV-Athleten, die

für Buttenwiesen an den Start

gehen. Die Liste ließe sich noch

erweitern. „Dass der TSV Weilheim

kein eigenes männliches

Turnteam hat, muss man einfach

realistisch betrachten“, sieht es

Turn-Abteilungsleiter Stefan Bletschacher

nüchtern, dass das eine

oder andere Talent den Verein verlässt.

„Viele gehen zum Studieren

und können so in der Nähe ihres

Studienplatzes leistungsorientiert

turnen.“ Während es in diversen

anderen Sportarten mitunter größeren

Unmut bei Vereinswechseln

gibt, sieht das bei den Weilheimer

Turnern ein wenig anders aus.

Vergangenen Winter richtete der

TSV Weilheim bereits zum dritten

Mal in Folge einen Bundesliga-

Wettkampf aus. Das passende Duell:

Exquisa Oberbayern gegen den

TSV Buttenwiesen. So bekamen

Weilheimer Turn-Fans auf einen

Schlag fünf abgewanderte einheimische

Spitzenturner präsentiert.

Den Athleten und Zuschauern hat

es gefallen, die Halle war voll –

eine Wiederholung in diesem Jahr

findet am 15. Oktober statt. Dann

tritt in der Weilheimer Jahnhalle

Exquisa Oberbayern gegen den

KTV Ries an.

Talente kommen aus dem

ganzen Oberland

„Man darf nicht vergessen, dass

auch immer wieder Talente aus

Akrobatische Höchstleistungen: Die Weilheimer Turner sind in 25 verschiedenen

Sportgruppen verteilt.

den umliegenden Vereinen sich

dem TSV Weilheim anschließen“,

relativiert Stefan Bletschacher

die Vereinswechsel. Warum das

so ist? „Sie wissen die Qualität

unserer Übungsleiter und auch

die Gegebenheiten zu schätzen“,

weiß der Abteilungsleiter. Der

Einzugsbereich der TSV-Turner

erstreckt sich von Mittenwald, Bad

Tölz, Tutzing, Murnau, Starnberg

bis nach Schwabniederhofen am

westlichen Rand des Pfaffenwinkels.

Um den hohen Ansprüchen

gerecht zu werden, ist eine hohe

fachliche Kompetenz der Trainer

von großer Bedeutung. Bletschacher

spricht dabei von einem

festen Stamm an Übungsleitern,

die wie er selbst entweder den

C- oder B-Trainerschein besitzen

und auf die er sich stets verlassen

kann. Dass sich der TSV Weilheim

in Sachen Turn-Nachwuchs auf einem

guten Weg befindet, zeigen

die zahlreichen Erfolge im absoluten

Spitzenbereich. Annica Baum

und Laura Leimann sind amtierende

Bayerische Meisterinnen der

Leistungsklasse 1 ihrer jeweiligen

Altersklasse, um nur zwei Beispiele

zu nennen. Oder etwa Karina

Peisker, die mit ihrem Rhönrad

jüngst bei der Weltmeisterschaft

in der Schweiz dreimal Gold und

einmal Bronze abgeräumt hat.

Das Rhönrad ist im Übrigen jenes

Sportgerät, das aus zwei Reifen

besteht, die durch sechs Sprossen

miteinander verbunden sind und

bei dem die Turner gewissermaßen

dazwischen „hängen“. Die

Sparte gehört bereits seit 1989 zur


Weilheimer Turner höherklassig am Start: Manuel Förster (v.l.), Moritz

Kraus sowie Nicolai und Fabian Ullrich.

Turnabteilung und erfreut sich seit

jeher großer Beliebtheit.

Umfangreiches Angebot

für 1 200 Mitglieder

Stefan Bletschacher spricht generell

von den drei Bereichen Breiten-,

Leistungs- und Spitzensport,

die bei der Turnabteilung des TSV

Weilheim angeboten werden.

Heißt: Im Grunde ist für jeden etwas

dabei. Derzeit sind rund 1 200

Mitglieder in insgesamt 25 verschiedenen

Gruppen aktiv. Angefangen

vom Eltern- und Kindturnen,

Vorschulkinderturnen bis zu

den Fördergruppen im Kunstturnen,

bei denen Trainingsintensität

und -häufigkeit weitaus höher

sind als im Breitensportbereich,

etwa beim Herrenturnen oder bei

der Damengymnastik. Auch die

Akrobatikgruppen „Movenia“ und

„Vaganti“, die bei ihren Vorführungen

und Shows bereits zahlreiche

Zuschauer begeisterten,

gehören zur Abteilung. Ebenso

wie „Trakour“ beziehungsweise

„Parcours“, die jüngste Sparte der

Abteilung. Bei dieser „Freestyle“-

Disziplin versuchen die Sportler,

im Weg stehende Hindernisse

durch Kombination verschiedener

Bewegungen so effizient und elegant

wie möglich zu überwinden.

Bewegungsfluss und -kontrolle

sowie Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit

und Gleichgewicht stehen

dabei im Vordergrund. Und

natürlich die Bewegungsfreiheit

sowie der Spaß, wohingegen der

Jennifer Dorsch von den Turnerinnen

des TSV Weilheim turnt in der

Leistungsklasse 1.

Wettkampf-Charakter bewusst vernachlässigt

wird.

In der Turnabteilung

ein Leben lang

„Vom Kind bis zum Senior. Eigentlich

kann man sein ganzes Leben

in der Turnabteilung bleiben“,

sagt Stefan Bletschacher über das

in Turnabteilungen generell sehr

umfangreiche Leistungsspektrum.

Dass es bei einigen Angeboten

mittlerweile Wartelisten geben

muss, bedauert er und seine Kollegen

aus der Abteilungsleitung

sehr, ist allerdings aus zwei Gründen

unausweichlich. Zum einen

gibt es, wie bei vielen anderen

Vereinen auch, nur eine begrenzte

Anzahl an gut ausgebildeten

Übungsleitern. Zum anderen ist

auch die Kapazität der Sporthallen

endlich. Zwar verfügt die Stadt

Weilheim über einige Hallen, aber

insbesondere die Tatsache, dass

die Hardtschule zur Ganztagsschule

wird, stellt die Turnabteilung

vor Probleme. Hintergrund:

Die TSV-Turner sind vorwiegend in

der Sporthalle der Hardtschule aktiv,

die allerdings dann bis 16 Uhr

nicht mehr von Vereinen genutzt

werden darf. Das betrifft wiederum

einen Teil der Turn-Angebote.

In der Hardtschul-Turnhalle ist

übrigens auch die Schnitzelgrube

integriert, auf welche die Abteilung

besonders stolz ist und um

die sie von vielen Vereinen aus

der Region beneidet werden.

Die Schnitzelgrube ist ein mit

Schaumstoff-Schnitzeln gefülltes

„Becken“, in das man schmerzfrei

springen kann, um so völlig neue

und schwierige Figuren auszuprobieren.

2009 wurde die 15 Meter

lange Grube dank großer Eigeninitiative

errichtet und schließlich

im vergangenen Winter saniert.

Damit die Turner des TSV Weilheim

auch zukünftig neben Breiten-

und Leistungsportangebot,

absolute Spitzenturner ausbilden

kann.

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juli / august 2018 | 37

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Oberhausen-Berg | Hochwasser,

wildlebende Tiere, Holzarbeiten,

Bulldogfahrten, von der Straße

abkommende Sattelschlepper,

Unwetter, das Verlegen von Gas-,

Wasser-, Strom- oder Glasfaserleitungen:

Es gibt dutzende Fälle, bei

denen landwirtschaftliche Nutzflächen

beschädigt werden. Können

sich Schädiger und Wiesenbesitzer

in Sachen Schadensersatz

nicht einigen, kommt Roland

Dittrich, 61, Landwirtschaftsmeister

aus Berg bei Oberhausen ins

Spiel. Seit 2002 agiert er nebenberuflich

als Flurschadenschätzer

in den Landkreisen Weilheim-

Schongau, Starnberg und Garmisch-Partenkirchen.

Seine Aufgabe:

Mit Maßband, Notizblock

und Spiegelreflexkamera hinaus

auf das betroffene Feld fahren,

den Schaden auf den Zentimeter

genau ausmessen, Beweisfotos

schießen, zurückfahren, sich an

den Schreibtisch setzen und rechnen.

Oberflächlich betrachtet eine

vermeintlich schlichte, machbare

Aufgabe, im Detail jedoch eine

sehr komplexe. Denn neben dem

tatsächlichen Schaden muss Roland

Dittrich auch die Reparatur-

Arbeiten sowie Folgeschaden so

genau wie möglich abschätzen

und beziffern können. Heißt: Ein

guter Flurschadenschätzer muss

nicht nur kompetent vermessen,

fotografieren und rechnen können,

sondern sich auch hervorragend

auskennen mit Bodenbeschaffenheiten,

Wettersituationen

und dem hier in der Region heimischen

Bewuchs. Allen voran mit

Roland Dittrich i benötigt t für das Berechnen eines Flurschadens unter

anderem Tabellenbuch und Taschenrechner.

den hiesigen Grassorten, die satte

90 Prozent der Landwirtschaftsflächen

im Tassiloland ausmachen.

Der Rest ist Ackerland, auf dem

überwiegend Mais, manchmal

auch Getreide angebaut wird. Kein

Wunder also, dass die meisten

Flurschadenschätzer Landwirte

sind – sie haben die für diese Aufgabe

notwendige Erfahrung und

Grundkompetenz.

50 Fälle

in acht Tagen

Durchschnittlich fünf Mal im Jahr

wird Roland Dittrich für die Erstellung

eines Schadensgutachtens

von einem Feldbesitzer beauftragt.

„Wobei es auch Jahre gibt,

in denen ich wesentlich öfter im

Einsatz war.“ Zum Beispiel nach

dem Hochwasser im September

2016, als vor allem die Felder rund

um Polling sehr stark in Mitleidenschaft

gezogen worden sind.

50 verschiedene Schäden in nur

acht Tagen hatte er damals zu

beurteilen. „Das war schon sehr

intensiv“, sagt Dittrich. Teilweise

haben die Wassermassen das

hohe, saftige Gras niedergedrückt

und somit für einen Ernteausfall

gesorgt. „Das waren allerdings

die leichteren Schäden.“

Die schwereren: Landschaftsteile

wurden überschwemmt von massenweise

Kies und Humus. Oder

ganze Wiesenabschnitte ausgeschwemmt

und mitgerissen. Neben

Ausnahmefällen wie Hochwasser

entstehen mittlerweile die

38 | tassilo


50 Schäden in acht Tagen hatte Flurschadenschätzer Roland Dittrich

nach dem Hochwasser im September 2016 zu begutachten.

mit Abstand meisten Flurschäden

durch Wildschweine. „Das war

vor zehn Jahren so gut wie nie

der Fall, inzwischen machen die

Wildschweinschäden zwei Drittel

aller Schäden aus“, sagt er. Damit

verbunden sind nicht selten Streitereien

zwischen Landwirt und

Jäger, was die Arbeit von Roland

Dittrich nicht einfacher macht.

Deshalb ganz wichtig: „Sich auf

gar keinen Fall beeinflussen lassen,

sich strikt an die Fakten und

Richtlinien halten und ja keine

persönlichen Wertungen in das

Gutachten miteinfließen lassen.“

Gutachten auf Feldern von Nachbarn,

Freunden und Bekannten

erstellt Roland Dittrich für die

Wahrung vollständiger Objektivität

grundsätzlich nicht. „Da kommt

dann ein Flurschadenschätzer aus

einer anderen Gegend.“

Schadensrichtlinie vom

Bauernverband

Der arbeitet – wie Dittrich auch –

neben Maßband, Fotoapparat und

Taschenrechner immer mit einem

genormten Buch, das jedes Jahr

neu überarbeitet vom Bayerischen

Bauernverband herausgebracht

wird. Diese Schadensrichtlinie

beinhaltet sehr viele verschiedene

Tabellen und Grafiken, aus

denen Richtwerte zu entnehmen

sind. „Das Tabellenbuch hilft uns

bei den Berechnungen.“ Darin

geschrieben steht unter anderem,

wie hoch der Futtermittelausfall

pro Hektar beim ersten, zweiten

und dritten Schnitt pro Mähsaison

auf einer beispielsweise intensiven

Grünlandfläche prozentual

und in Centbeträgen ausfallen

wird – eine ziemlich komplexe

Sache. Umso wichtiger, dass Flurschadenschätzer

bayernweit alle

drei Jahre vom Bayerischen Bauernverband

geschult werden. „Die

Schulungen sind mittlerweile

richtig gut“, sagt Roland Dittrich.

Die jüngste fand im April 2018 in

Pähl statt. Vormittags in Theorie,

nachmittags dann draußen auf

Feldern, „wo wir reale Schäden

unter den Augen der Schulungs-

Leiter ausmessen, schätzen und

begutachten“. Auf die Frage, ob

sich die Arbeit als Flurschadenschätzer

lohnt, antwortet Roland

Dittrich zweischneidig: „Wir bekommen

eine Aufwandsentschädigung

pro Stunde. In erster Linie

aber ist es eine Ehrensache, dieses

Amt ausführen zu dürfen.“ Außerdem

komme man sehr viel herum

und lernt die unterschiedlichsten

Leute kennen. „Vor allem die

zwischenmenschlichen Erlebnisse

machen diese Aufgabe besonders

reizvoll“, sagt Roland Dittrich, der

theoretisch von jedem, privat, gewerblich

oder staatlich, beauftragt

werden kann. Meistens aber ist es

mittlerweile die Gemeinde, „weil

Wildschweinschäden vom Eigentümer

immer innerhalb einer Woche

erst der Gemeinde gemeldet

werden müssen, diese wiederum

dann auf mich zukommt“. In anderen

Fällen kommen die Grundstücksbesitzer

direkt auf Dittrich

zu. Und Versicherungen? „In der

Regel gar nicht, obwohl es theoretisch

möglich wäre.“

Recht haben, Streitereien

oder Anhaltspunkt?

Wie hoch die Schadenssummen

letztlich sind, könne man laut Dittrich

pauschal nicht sagen, „weil

es je nach Fall total unterschiedlich

ist“. Ein konkretes Beispiel

darf er aus datenschutzrechtlichen

Gründen auch nicht erläutern.

Meistens aber handelt es sich um

Summen in Höhe von wenigen

Hundert Euro, „weshalb sich in

den allermeisten Fällen Schädiger

und Betroffene tatsächlich ohne

mein Gutachten einigen können“.

Und auch sonst sei nicht immer

ein Streit zwischen den Betroffenen

der Grund für Dittrichs Ausrücken.

„Manche wollen einfach nur

recht haben.“ Andere lassen einmal

ein Gutachten erstellen, damit

sie einen Anhaltspunkt haben, um

im Falle weiterer, ähnlicher Schäden

die Sache dann eigenständig

angemessen regeln zu können.

Was Dittrichs Auftraggeber mit

dem fertigen Gutachten letztlich

anfangen, bleibt ihnen ohnehin

selbst überlassen. Oft einigen

sich Schädiger und Geschädigter

auf eine Summe, die höher oder

niedriger ist als das Ergebnis des

Flurschadenschätzers.

js

Zwei Drittel aller Flurschäden im Tassiloland l werden von auf Feldern

wühlenden Wildschweinen verursacht — Jäger sind in der Pflicht.

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juli / august 2018 | 39


Die Bayernbox aus Bauerbach

Klauenpflege im Hightech-Stand

Bauerbach | Die besten Ideen entstehen

nicht selten am Stammtisch.

Das trifft auch auf die Bayernbox

von Johann Schwaiger aus Bauerbach

zu. Der heute 53-Jährige

erinnert sich noch genau an jenen

feuchtfröhlichen Abend beim Wirt.

Mit dabei war auch sein Spezl, angestellt

bei der Besamungsstation

in München-Grub, der damals erzählte:

Bei der Klauenpflege der

Stiere hätten sie immer wieder

Probleme, weil die dafür vorgesehenen

Vorrichtungen eher suboptimal

seien. Weil Johann Schwaiger

nach der Landmaschinenmechaniker-Ausbildung

auch noch Techniker-

und Meisterprüfung erfolgreich

absolvierte und ohnehin seit

jeher als leidenschaftlicher Bastler,

Tüftler und Visionär gilt, waren

sich er und sein Spezl schnell einig:

Boxen für Klauenpflege von

Kühen und Stieren werden künftig

selbst gebaut. Gesagt getan. Erst

„pimpte“ Schwaiger ein bereits

fertiges Modell auf. Dann fing er

an, Boxen komplett selbst zu bauen

– angefangen von Bleistiftskizzen

über Schweißarbeiten bis hin

zur Anbringung ausgeklügelter

Hydraulik-Steuerungen. Die erste

Bayernbox, made in Bauerbach

beim „Wieserer“, wurde im Jahr

2000 verkauft. Inzwischen fertigte

und verkaufte Johann Schwaiger 46

Stück. Die

meisten en in ganz

Deutschland,

unter anderem an einen Betrieb

im Osten mit 1 200 Stück Vieh.

Aber auch drei nach Österreich und

eine nach Frankreich.

Ergonomisches Arbeiten

schont den Rücken

Rund vier bis fünf Wochen braucht

Johann Schwaiger für eine Bayernbox,

die sich von standardmäßigen

Während die Kuh in weichem Bauchgurt in der Luft liegt,

können alle vier Klauen gleichzeitig gepflegt werden.

Vorrichtungen zum Prüfen und

Pflegen von Kuh-Klauen Klau

stark ab-

hebt. Sie ist technisch wesentlich

versierter als eine standardmäßige

Vorrichtung, im Grunde ein halber

Roboter. Mindestens 16, auf Sonderwunsch

sogar bis zu 20 hydraulische

Elemente sind an den Boxen

von Johann Schwaiger angebracht.

In der Praxis sieht das Folgendermaßen

aus: Die Kuh geht ebenerdig

in die pulverbeschichtete oder

verzinkte Stahlbox hinein und wird

im vorderen ren Bereich durch eine

sogenannte nnte

Fangtüre fixiert. x Nun

wird um die Kuh ein Bauchgurt

sowie um alle vier Füße je eine

Spezialwinde gelegt. Damit der

Klauenpfleger nun so gesund wie

möglich werkeln kann, Schwaiger

spricht von „ergonomisch“ und

„rückenschonend“, fährt der Boden

der Box samt fixierter Kuh je

nach Körpergröße des Klauenpflegers

zwischen 50 und 70 Zentimeter

nach oben. „Ein Kunde ist fast

zwei Meter er groß. ß Seine Box

fährt

r

noch

weiter nach

oben“, sagt

Jo-

hann Schwaiger. Jedenfalls sind

nun Kuh und Vorrichtung in idealer

Position, um mit der eigentlichen

Arbeit beginnen zu können.

„Meistens fängt man vorne links

an, geht über vorne rechts und

hinten rechts nach hinten links.“

Theoretisch könnten dank der angebrachten

Hydraulik alle vier Füße

der Kuh gleichzeitig hochgehoben

werden, ohne dass diese sich dabei

verletzt – schließlich liegt sie bequem

im Bauchgurt. „Besser ist es

aber, immer nur ein, maximal zwei

Füße gleichzeitig anzuheben“, sagt

Johann Schwaiger. Ist der Klauenpfleger,

der die zu dicken Hufe

mittels Flex zusammenstutzt und

darüber hinaus mit Argusaugen

nach möglichen Krankheiten absucht,

fertig mit seiner Arbeit, werden

erst die Beine der Kuh wieder

gesenkt, der Boden der Box nach

unten gefahren, der Bauchgurt gelöst,

die Fangtüre aufgemacht und

die Kuh in gerader Richtung wieder

„freigelassen“.

Es handelt sich also um eine

klassische Durchlaufbox, die in

Johann Schwaigers Augen „eigentlich

jeder Milchviehhalter bei

sich zuhause auf dem Hof haben

müsste“. Das meint er nicht aus

wirtschaftlichem Eigeninteresse,

sondern aus gesundheitlichen

Gründen n gegenüber g den Tieren,

en,

die je

nach Fütterung mindestens

ns

40 | tassilo


Johann Schwaiger ist Erfinder und Macher der Bayernbox.

zwei bis drei Mal im Jahr sich einer

Klauenpflege unterziehen müssen.

„Nur vier meiner Kunden haben

die Bayernbox fest für ihren Hof

gekauft, berichten mir aber immer

wieder, dass sie beinahe täglich

zum Einsatz kommt, weil ständig

irgendetwas ist mit den Klauen der

Tiere.“ Schwaiger spricht an dieser

Die Klauen der Kuh werden mit

einer Flex in Form gebracht.

Stelle sowohl von einem Betrieb

mit 70 als auch diesem monströsen

mit 1 200 Hochleistungstieren.

Und davon, dass das Sprichwort

„gute Milch steht auf gesundem

Fuß“ nicht von ungefähr komme.

Dennoch geben die wenigsten

Landwirte 30 000 bis 35 000 Euro

für die Bayernboxen von Johann

Schwaiger aus. Hauptabnehmer

sind überwiegend freiberufliche

Klauenpfleger, die mit diesem

Stand von Hof zu Hof touren und

den ganzen Tag nichts anders machen.

„Die machen teilweise mehr

als 100 Kühe am Tag.“ Heißt: Die

Bayernboxen von Johann Schwaiger

sind beinahe täglich bis auf

Anschlag im Einsatz – und halten

der Belastung ohne Probleme

über mindestens zehn Jahre

Stand. „Ganz selten, dass ich nach

vielen Jahren mal eine Kleinigkeit

reparieren habe müssen“, sagt

Schwaiger, der übrigens jede Bayernbox

ganz individuell nach Kundenwunsch

angefertigt hat. Seine

wohl aufwendigste war die für den

Arbeitgeber seines Spezls – eine

Bayernbox für die Bullenzucht in

München-Grub, „die wesentlich

größer und stabiler sein muss als

für durchschnittliche Kühe“. Wobei

auch ausgewachsene Kühe mittlerweile

bis zu 800 Kilogramm erreichen.

Sollte ein Tier dieser stattlichen

Größe tatsächlich mal „Rot

sehen“, dürfe trotzdem nichts passieren.

Weder dem Tier, noch dem

Stand, noch dem Klauenpfleger.

„Schwer, geeignete

Leute zu finden“

In Sachen Bayernbox passiert bei

Johann Schwaiger momentan

auch weniger. Es ist Sommer, es

ist Erntezeit. „Unser Hauptgeschäft

ist das landwirtschaftliche Lohnunternehmen

mit meinem Bruder

Anton, das 70 Prozent unseres

Jahresumsatzes ausmacht.“ Gülle

ausfahren, mähen, Mais und Gras

häckseln sowie defekte Maschinen

reparieren für Kunden im Umkreis

von rund 30 Kilometern – da bleibt

„leider“ wenig Zeit zum Zeichnen,

Konstruieren, Schweißen, Bohren,

Schrauben und Lackieren. Dabei

hätte er mehr als genug Anfragen

für weitere Bayernboxen. „Theoretisch

könnte ich sie das ganze

Jahr über bauen.“ Praktisch wäre

das allerdings nur dann möglich,

wenn er ein, zwei dafür begabte

Leute finden würde. „Und das ist

in der heutigen Zeit echt schwierig.“

Vielleicht kann sich ja einer

seiner Lehrlinge für das Errichten

dieser roboterähnlichen Klauenpflege-Vorrichtung

begeistern.

Aktuell bildet Johann Schwaiger

einen jungen Mann zum Landmaschinenmechaniker

aus. Ab

September soll ein weiterer Azubi

dazukommen.

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juli / august 2018 | 41


Ihr Firmenportrait im „tassilo“

Gründer mit pfiffiger

Idee gesucht!

Tassiloland | Start-ups sind in aller

Munde. Nicht zuletzt Fernsehshows

wie „Die Höhle der Löwen“

oder „Start Up! Wer wird Deutschlands

bester Gründer“ haben dazu

beigetragen, dass der Begriff im

deutschen Sprachgebrauch längst

angekommen und etabliert ist.

Dabei ist der Ausdruck selbst bei

den genannten Fernsehformaten

zumeist ein wenig weiter gestreut,

als er gemäß Definition hergeben

würde. Das bestätigt auch Harald

Hof, betriebswirtschaftlicher Berater

bei der IHK in Weilheim: „Startups

kommen eigentlich aus dem

Hightech-Bereich oder aus der

Biotechnologie, sind zumeist sehr

technisch orientiert.“ In jedem Fall

werden mit Start-ups kürzlich gegründete

Firmen bezeichnet, die

in ihrer ersten Entwicklungsphase

stecken. Häufig benötigen sie mehr

Kapital als normale Geschäftsgründer,

holen sich sogenannte Business-Angels

an die Seite, erfahrene

Unternehmer, die mit finanziellen

Mitteln und Praxiserfahrungen unterstützen.

Zudem haben Start-ups

bestenfalls ein überdurchschnittlich

großes Potential zu skalieren,

also zu wachsen, was sie wiederum

für ein Investment von externen

Geldgebern besonders interessant

macht. Essentiell bei jedem

Start-up ist eine innovative Idee

am Anfang, wenngleich auch das

alleine nicht gleich aus jeder Neugründung

automatisch ein Start-up

macht.

Generell sind laut Harald Hof nur

„fünf Prozent der Neugründungen

wirkliche Start-ups“. Heißt: Klassische

Geschäftsgründungen oder

-übergaben sind noch weitaus verbreiteter.

Im Landkreis Weilheim-

Schongau wollen wieder mehr

Menschen ihr eigener Chef sein,

denn im Vergleich zum Vorjahr

sind die Existenzgründerzahlen

gestiegen. Insgesamt meldeten

1 060 Personen ein Gewerbe an,

was einem Plus von rund 7,5 Prozent

entspricht. Am beliebtesten

Harald Hof, Betriebswirtschaftlicher Berater

bei der IHK in Weilheim, berät nicht nur

angehende Unternehmer,

sondern unterstützt

auch die „tassilo“-Jury

beim Wettbewerb.

42 | tassilo


sind Gründungen im Handel (215

Neugründungen), bei Dienstleistungen

(200) und im Baugewerbe

(115). Auch Klaus Bauer, Vorsitzender

des IHK Regionalausschusses

Weilheim-Schongau, unterstreicht

die Rolle der Existenzgründer für

die Wirtschaft: „Start-ups und

neue Unternehmen sorgen für Innovation

und Dynamik. Sie sind

damit das Fundament für zukünftige

wirtschaftliche Erfolge. Auch

alteingesessene Betriebe sind bedroht,

wenn sie keine Nachfolger

finden, die das unternehmerische

Risiko von der vorhergehenden Generation

übernehmen wollen.“

Präsent in über

60 000 Haushalten

> > > TIPPS FÜR DEN SCHRIFTLICHEN „PITCH“

- Wer ist die Zielgruppe?

- Was ist der „Haken“, an dem der Kunde anbeißt?

- Welche Problemlösung haben wir?

- Was machen wir anders?

- Klar, einfach und deutlich schreiben!

Ihr Regionalmagazin „tassilo“ gibt

allen Neugründern die Chance,

sich in über 60 000 Haushalten zu

präsentieren – in Form eines kostenfreien

redaktionellen Beitrages

in der November/Dezember-Ausgabe

des „tassilo“. Schicken Sie uns

Ihre innovative Neugründer-Idee in

Form eines schriftlichen „Elevator

Pitch“ mit dem Umfang von maximal

einer halben Seite. Wichtig ist,

dass die Ideenfindungsphase bereits

abgeschlossen, die Gründung

also schon vollzogen ist. Schließlich

wollen wir dem Leser Ihr tolles

Produkt oder Ihre herausragende

Dienstleistung detailliert vorstellen.

Zudem sollte die Patentsituation

– sofern ein Patent angemeldet

wurde – bereits geklärt sein,

damit wir Ihre Idee einem breiten

Publikum ohne Umschweife und

ausführlich erklären können. Ob

Sie bereits mit der Produktion begonnen

haben oder noch ganz am

Anfang stehen, ist indes weniger

von Bedeutung. Vielleicht wird gar

der eine oder andere Kapitalgeber

durch den Artikel auf Sie aufmerksam.

Selbstverständlich muss es

kein Start-up sein, die Neugründung

muss also nicht zwangsläufig

aus dem Hightech-Sektor kommen

– auch klassische Bereiche wie die

Gastronomie oder das Baugewerbe

sind herzlich willkommen. Wichtig

ist uns eine innovative, raffinierte

Idee. Ein weiteres Kriterium: Der

Firmensitz beziehungsweise der

Wohnort der Gründer muss im Tassiloland

sein, also irgendwo von

Dießen bis Murnau und Penzberg,

von Peißenberg über Weilheim

nach Starnberg oder in den vielen

kleineren Ortschaften dazwischen.

Eine halbe Seite

reicht aus

Überzeugen Sie uns mit Ihrer prägnanten

Kurzvorstellung, dann

überzeugen wir die „tassilo“-Leser

von Ihrem neuen Unternehmen.

Schicken Sie Ihren schriftlichen

„Pitch“ von maximal einer halben

DIN-A4 Seite mit dem Stichwort

„Neugründer“ an info@tassilo.de.

Einsendeschluss: Mittwoch, 15. August.

Die Jury besteht aus „tassilo“-

Herausgeber Peter Ostenrieder, der

als Inhaber einer Werbeagentur seit

1994 schon viele Gründer auf ihrem

Weg in die Öffentlichkeit begleitet

hat, sowie den beiden „tassilo“-

Redakteuren Johannes Schelle und

Tim Schmid. Damit alle rechtlichen

Aspekte einer Neugründung erfüllt

sind, wird auch Harald Hof einen

Blick auf die Kurzvorstellungen

der Favoriten werfen. Schließlich

verfügt der betriebswirtschaftliche

Berater der IHK Weilheim über 16

Jahre Praxis-Erfahrung in Sachen

Gründerberatung. Die Gewinner-

Gründer werden in der November/

Dezember-Ausgabe des „tassilo“

in einem ausführlichen Firmenportrait

vorgestellt und somit dem

ganzen Tassiloland präsentiert. tis











juli / august 2018 | 43


Smoken voll im Trend

Eine rauchige

Geschmacksexplosion

Mit über 800 Mitarbeitern ist ZARGES Europas führender Hersteller von Produkten

der Steigtechnik und Innovations führer wenn es um Verpacken, Transportieren

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Tassiloland | Allein der Anblick von

Rinderlende, Schweinefilet oder

Putensteak, wie sie auf dem Grill

brutzeln, lassen bei Fleischfans das

Wasser im Munde zusammenlaufen.

Insbesondere zu dieser Jahreszeit,

schließlich ist der Sommer

natürlich auch Grillsaison. Egal

ob mit Freunden oder Familie am

Wochenende oder nach der Arbeit

auf die Schnelle – Grillen hat Hochkonjunktur.

Und obwohl gerade im

privaten Bereich das herkömmliche

Grillen mit Holzkohle, Gas oder auf

dem Elektrogerät noch weitaus

verbreiteter ist, hat ein Trend längst

auch das Tassiloland erreicht: das

Smoken. Dabei liegt das Fleisch

nicht direkt über der Glut, sondern

wird über einen längeren Zeitraum

in einem holz- oder kohlebefeuerten

Ofen in heißem Rauch gegart.

Der Smoker ist das typische Zubereitungsgerät

beim Barbecue, was

dank US-Einflüssen längst auch

hierzulande ein Begriff ist.

Ursprung in der

Kolonialzeit

Auch Lachs ist für die Zubereitung im Smoker geeignet.

„Vor fünf oder sechs Jahren dürfte

der Trend nach Deutschland gekommen

sein“, schätzt Robert Astleitner.

Seit 2007 ist er Inhaber der

Birkländer Zauberhütte, veranstaltet

hier seit einigen Jahren in den

Sommermonaten jeden Freitag

einen Smoker-Abend, der bei den

Gästen „unfassbar gut ankommt“,

wie er sagt. Rund 45 bis 60 Gäste

besuchen die all-freitäglichen

Abende und genießen das Essen

und die Zeit – beim Barbecue ohnehin

das höchste Gut. Von 1994

bis 1996 hatte Astleitner in Mexiko

gearbeitet, hier die Barbecue-Kultur

aufgeschnappt und letztlich mit

in die Region gebracht.

Seinen Ursprung hat diese uralte

Methode der Fleischzubereitung

in der

Kolonialzeit onia

lzei

der Vereinigten

igte

Staaten. Um 1800 arbeiteten unzählige

Menschen jeden Tag auf

den Plantagen im Süden der USA

und mussten mit wenig Aufwand

ernährt werden. Das langsame und

wenig arbeitsintensive Garen fand

daher immer größere Verbreitung.

Gruben wurden ausgehoben und

in diesen in den Boden reichenden

Vertiefungen ein Holzfeuer

entfacht und heruntergebrannt, bis

eine gleichmäßige Glut entstand.

Schweine nahm man aus und

spannte sie auf Stöcken und Latten

über diese Grube. So war es für

nur eine einzige Arbeitskraft möglich,

15 bis 20 ganze Schweine zu

garen, um hunderte von

Menschen

n

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44 | tassilo


Experte in Sachen Smoker: Robert Astleitner von der Zauberhütte.

zu versorgen. Nach 16 bis 20 Stunden

über niedriger Temperatur war

das Fleisch so weich, dass es ohne

große Mühe vom Knochen gezupft

werden konnte.

Zartes Fleisch mit

reinem Geschmack

Heutzutage wird eher selten über

einer Grube „geräuchert“, sondern

zumeist in entsprechenden

Barbecue-Smokern, die das Fleisch

ganz langsam bei niedrigen Temperaturen

garen. „Bei etwa 100

bis 130 Grad Celsius“, wie Robert

Astleitner erklärt. Zum Vergleich:

beim herkömmlichen Grillen liegt

die Temperatur bei mehr als 200

Grad. Das Fleisch gart beim Smoken

durch den heißen Rauch, große

Stücke können so durchaus bis

zu 20 Stunden benötigen, ehe sie

gar sind. Warum man derart viel

Zeit in Kauf nimmt? „Es ist der reine

Geschmack, mit einer rauchigen

Note und weil das Fleisch dadurch

extrem zart wird“, sagt Robert

Astleitner. tner

Bevor der Experte sein

Fleisch in den Smoker-Ofen gibt,

brät er es einige Sekunden scharf

an, damit sich die Poren schließen

und es in der Folge saftig bleibt.

Erst nachdem das Fleisch einige

Zeit im Smoker war, schmiert er

es mit einer zarten Schicht Marinade

ein – allerdings nicht zu viel.

„Sonst geht es zu sehr ins klassische

Grillen und verfälscht den Geschmack“,

sagt Astleitner. Um ein

perfektes Smoker-Ergebnis zu bekommen,

sind laut dem Koch unter

anderem die Witterungsverhältnisse

entscheidend. „Das konnte ich

anfangs kaum glauben und habe

es auch unterschätzt.“ Ist es zu

schwül, drückt der Rauch zu sehr

und es wird schwierig, die eminent

wichtige Konstanz in die Temperatur

zu bringen. Daher sei es am

besten, wenn es nicht zu heiß und

ein wenig schattig ist. Dank der Erfahrung

weiß Astleitner allerdings

mittlerweile mit jeder Witterung

umzugehen. Grundsätzlich sind

nahezu alle Fleischsorten für die

Zubereitung im Smoker geeignet.

in Außer Wild, „da man Wild

hoch

erhitzen sollte“, so Astleitner. Zum

Einheizen bevorzugt er geruchsneutrales

Buchenholz, da sich etwa

Apfel- oder Kirschholz im großen

Smoker verlieren würden. Bei kleineren

Öfen kann dies allerdings

durchaus gefallen, falls es jemand

fruchtiger mag.

Die Dicke des Materials

ist entscheidend

Smoker-Grills sollten laut Robert

Astleitner auch für den privaten

Gebrauch unbedingt dickwandig

sein, dass die Temperatur lange

konstant gehalten werden kann.

Von den „Blechhäufen“, wie er

sie nennt, die einige Baumärkte

günstig anbieten, hält er gänzlich

wenig. Dünnwandige Blechkonstruktionen

können Temperaturen

nur kurzfristig halten, so

dass man einen ähnlichen Effekt

wie beim normalen Grillen hätte.

„Rund acht Millimeter sollten die

Außenwände eines Smokers dick

sein. Und schwer, aus Gusseisen,

damit die Hitze gehalten wird“,

sagt er. Seinen eigenen Barbecue-

Grill hat sich der Profi nach seinen

Vorstellungen anfertigen lassen.

Wie viel man für einen Smoker für

den privaten Gebrauch in die Hand

nehmen sollte, kann auch Robert

Astleitner nicht exakt bestimmen.

„Rund 800 bis 1000 Euro muss man

wohl schon ausgeben“, schätzt er.

Wem das zu viel ist, kann freitags

einfach in der Zauberhütte vorbeischauen

– bestenfalls mit Reservierung.

Zu erwarten: Ein unverfälschtes

Fleischerlebnis und eine wahre

Geschmacksexplosion direkt aus

dem Rauch.

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Torqeedo ist Weltmarktführer für E-Mobilität auf Wasser

Lärm- und schmutzfreies Motorboot-Fahren

Starnberg/Gilching | Wegen eines

Jobwechsels von McKinsey zu

Gardena ist Dr. Christoph Ballin

vor knapp 15 Jahren aus Hamburg

nach Starnberg gezogen. Und

durch Zufall an ein gemütliches

Bootshaus mit Steg direkt am See

gekommen. „Da hat es sich natürlich

angeboten, sich auch ein

Boot zuzulegen.“ Der Kaufmann

mit Doktortitel in Marketing restaurierte

daraufhin ein Holzboot

und stattete es mit einem kleinen,

auf dem Markt üblichen Elektromotor

aus. Als ihn sein damaliger

Kollege und Technik-Vorstand von

Gardena, Dr. Friedrich Böbel, regelmäßig

besuchen kommt und

dieses Boot entdeckt, findet der

kein einziges lobendes Wort für die

aufwendige Restaurierung. „Stattdessen

hat er geschimpft, dass

die technische Entwicklung der

Elektro-Mobilität komplett vorbeigegangen

sei an diesem am Boot

angebrachten Motor.“ Da kam den

beiden die zündende Idee, doch

selbst Elektro-Motoren für Boote

zu bauen. Als sie nach Wochen

der Recherche tatsächlich keine

ausgereiften Produkte auf dem

Markt finden konnten, nahmen Dr.

Ballin und Dr. Böbel all ihren Mut

zusammen, kündigten bei Gardena

und investierten ihr bislang Erspartes

vollständig in ihre Vision:

E-Motoren für Boote auf weltweit

allerhöchstem Niveau, von Beginn

an ausgelegt auf industrielle Serienfertigung

mit neuester Technik

Zum aus dem Hafen fahren von Segelbooten eigenen sich die Außenborder von Torqeedo.

und neuesten Maschinen. „Obwohl

wir diesen Schritt fest entschlossen

gegangen sind, waren wir anfangs

sehr skeptisch“, sagt Dr. Ballin.

Warum? „Weil wir beide nicht direkt

aus dieser Branche kamen und

immer dachten: Es gibt da draußen

bestimmt jemanden, der das noch

viel besser kann als wir.“ Dem aber

war nicht so. Torqeedo, so der

Name des 2004 gegründeten Unternehmens,

ist aktuell mit großem

Abstand Weltmarktführer in Sachen

Elektromotoren für Boote. Der

Jahresumsatz 2017, den Dr. Ballin

aus Konkurrenzgründen nicht öffentlich

nennen möchte, war weltweit

fünf Mal so hoch als der des

nächstgrößeren Herstellers.

Beschränkte Erlaubnis

für Benzin-Motoren

Neben der damals entdeckten

Marktlücke, „obwohl die technische

Entwicklung schon sehr weit

fortgeschritten war“, nennt Dr.

Christoph Ballin weitere gewichtige

Gründe für die Unternehmensgründung:

Die stark wachsende,

globale Mittelschicht, die als potentielle

Kundschaft bis heute in

Frage kommt. Die eingeschränkte

Nutzungserlaubnis von Benzin-

Motoren auf Seen – auf dem

Starnberger beispielsweise dürfen

aus Lärm-, Verschmutzungs- und

Naturschutzgründen nur 255 Boote

mit Benzin-Motor fahren. Und

die unausweichliche Tatsache,

dass nicht gleich jeder aus der

Erde gepumpte Tropfen Öl direkt

in die Luft verbrannt werden soll.

2012 musste Torqeedo aus Wachstumsgründen

aus der in Starnberg

angemieteten Gründerhalle umziehen.

Seiter sind Hauptsitz und

Hauptwerk in Gilching, wo inzwischen

sogar zwei Industriehallen

stehen. Insgesamt beschäftigt das

Unternehmen derzeit knapp 150

Mitarbeiter, die aus unterschiedlichsten

Fachrichtungen stammen.

Elektromechanik, Hydrodynamik,

„also wie Gegenstände sich durchs

Wasser bewegen“, allgemeine

Mechanik sowie Batterie-Technik.

Darüber hinaus enorm wichtig,

um auch weiterhin in mehr als

50 Ländern Torqeedo-E-Motoren

erfolgreich zu verkaufen: Vertrieb,

Marketing und Service in sämtlichen

Sprachen. „Deshalb beschäftigen

wir auch einige Mitarbeiter

im Büro.“ Davon rund 30 in den

Niederlassungen im US-amerika-

46 | tassilo


Ein weiterer, schwerpunktmäßiger

Markt für Torqeedo ist ein neuaufkommender

Trend in Australien

und Nordamerika, wo immer häufiger

Freizeitfischer mit dem Kajak

ausrücken, „aber keine Lust haben

zu paddeln“. Wie sie die seichten

Gewässer erreichen? Mit einem

speziellen Außenborder-E-Motor

von Torqeedo.

E-Motoren haben inzwischen die Power, Wasserskifahrer zu ziehen.

nischen Chicago und thailändischen

Bangkok.

Bis zu 40

Stundenkilometer

Momentan sind 30 verschiedene

Elektromotoren für Boote von

Torqeedo auf dem Markt. Sowohl

Innen- als auch Außenborder mit

einer Leistungsspanne von einem

bis 50 Kilowattstunden, die zwischen

1 500 Euro bis hin zu sechsstelligen

Euro-Summen kosten.

„Wobei wir noch dieses Jahr einen

100-KW-Motor auf dem Markt

bringen werden“, sagt Dr. Christoph

Ballin, der an dieser Stelle

konkretisiert: „Mit dem 50-KW-

Motor und nur einer Batterie sind

30 Minuten Vollgas bei rund 40

Stundenkilometer möglich.“ Auch

Wasserski-Fahrer packt dieser Motor

über kürzere Zeit problemlos.

Wer allerdings gemütlich vor sich

hinfahre, komme mit gleichem

Motor und gleichem Akku den

ganzen Tag lang über die Runden.

Heißt: Für die dicken, fetten Highspeed-Motor-Boote

sind Elektro-

Motoren (noch) nicht wirklich

geeignet. Dagegen sehr wohl für

kleinere Schlauch- und Holzboote,

Beiboote und allen voran Segelboote

in allen Größen und Variationen,

die Elektromotoren nicht

nur zum Ein- und Ausfahren aus

dem Hafen benötigen. Motoren

von Torqeedo werden mittlerweile

auch in Segel-Yachten verbaut,

um deren benzinbetriebene Generatoren

zu großen Teilen oder

sogar vollständig zu ersetzen. „Wir

erzeugen hier mit unserem Motor

sauberen Strom, der unter anderem

zum Kochen, Waschen oder

Fernsehen gebraucht wird“, sagt

Dr. Christoph Ballin. Einerseits

gelingt dies mit an die Batterie

gekoppelten Solarplatten. Andererseits,

in dem die Turbine des

E-Motors beim Durchfahren des

Wassers mittels Windkraft sich

dreht und dadurch Strom erzeugt.

Lebensqualität für

Enkelkinder schaffen

Kurz-, mittel- und langfristig

wollen Dr. Christoph Ballin und

Mitarbeiter das Unternehmen in

Sachen Größe und Umsatz verdoppeln

und verdreifachen. „Wir

möchten unseren technischen

Fortschritt nutzen und auch auf

lange Sicht Marktführer bleiben.“

Das Potential hierfür sei zweifelsohne

vorhanden. Und aufgrund

der Klimaveränderung sei dieses

Ziel in Dr. Ballins Augen ohnehin

unausweichlich. „Wenn wir unseren

Kindern und Enkelkindern

eine ebenso hohe Lebensqualität

bescheren wollen wie wir sie

momentan vorfinden, kommen

wir an lärm- und schmutzfreien

Motoren nicht vorbei.“ Das gelte

sowohl fürs Land als auch fürs

Wasser.

js

Mitgründer und Inhaber von Torqeedo ist Dr. Christoph h Ballin, der vor

knapp 15 Jahren aus Hamburg nach Starnberg gezogen ist.

101.

Tutzinger

Patientenforum

RUND UMS HERZ

im Benedictus Krankenhaus Tutzing

Mi., 18. Juli 2018, um 19.00 Uhr

THEMEN/REFERENTEN

Von der Brustenge bis zum Herzinfarkt

Prof. Jürgen Pache, Chefarzt Innere Medizin und Kardiologie

Herzstolpern und Herzrasen – Ursachen und Behandlung

einfach erklärt

Dr. Georg von Bodman, Ltd. Oberarzt Kardiologie

Herzschrittmacher und ICD: Wie funktionieren sie und wer

braucht sie?

Dr. Tobias von Lukowicz, Oberarzt Kardiologie

Herzinsuffizienz – wenn die Pumpe versagt

Dr. Corinna Böttiger, Oberärztin Kardiologie

VERANSTALTUNGSORT

Benedictus Krankenhaus Tutzing,

Bahnhofstraße 5, 82327 Tutzing

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23- 154.

juli / august 2018 | 47


Tabu-Thema „häusliche Gewalt“

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Tassiloland | Häusliche Gewalt wird

unterschieden in psychologische,

sexuelle und körperliche. Wie viele

Kinder, Frauen und Männer tatsächlich

von häuslicher Gewalt betroffen

sind, können weder Polizei

noch Therapeuten konkret sagen.

Es gibt Statistiken, unter anderem

die vom Bundeskriminalamt, wonach

beispielsweise im Jahr 2017

deutschlandweit mehr als 130 000

Menschen von Häuslicher Gewalt

betroffen waren, darunter 80 Prozent

Frauen. Die Realität sieht Expertenschätzungen

zufolge jedoch

ganz anders aus. „Die Dunkelziffer

ist beim Thema häusliche Gewalt

generell sehr hoch, weil es eines

der größten Tabus in unserer Gesellschaft

ist“, sagt Ian Pye. Der aus

England stammende Psychotherapeut

mit Wohnsitz in Schongau

und Praxis in Weilheim hat sich

unter anderem auf die Therapie

von Männern spezialisiert, kümmert

sich somit um die vermeintlich

seltensten Fälle häuslicher

Gewalt. Vermeintlich! „Allen voran

dann, wenn Männer von Frauen

geschlagen werden, bekommt

das so gut wie niemand mit.“ Der

Grund: Das Gesellschaftsbild des

Mannes – der große, starke Beschützer

und Ernährer von Frau

und Kind. Der soll tatsächlich von

seiner eigenen Frau geschlagen

werden? „Ein Mann würde das

niemals zugeben.“ Wenn doch,

ist die Gefahr groß, dass er nicht

ernstgenommen wird mit seinem

Problem. Vor allem von Freunden,

Arbeitskollegen, sogar den

eigenen Eltern. Und in der Tat: wer

darüber spricht, wird in den meisten

Fällen ausgelacht. Kurz um:

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein

Mann, der von seiner eigenen Frau

48 | tassilo

Ian Pye hat sich auf die Therapie von Männern spezialisiert. Aktuell

schreibt er eine Doktorarbeit über das männliche Verhalten im Alter.

geschlagen wird, sich Hilfe sucht,

geht gegen Null. „Deshalb gibt es

wesentlich mehr Fälle von häuslicher

Gewalt, in denen Männer das

Opfer sind, als viele glauben.“

Probleme werden

verschwiegen

Ian Pye ist gerade dabei, seine

Doktorarbeit fertigzuschreiben.

Sie handelt vom Verhalten älterer

Männer. Und sie erklärt anhand

vieler Aspekte eindrucksvoll, warum

Männer, die Opfer häuslicher

Gewalt sind, die Tortur über Jahre

und Jahrzehnte hinweg totschweigen.

Mit den eigenen Kindern darüber

reden? „Unwahrscheinlich,

weil ein Vater sein Kind nicht damit

belasten möchte.“ Mit der eigenen

Frau? „Sie ist in der Regel der

erste und meist einzige Ansprechpartner

für Probleme des Mannes,

aber in diesem Falle ja der

Täter.“ Mit Eltern, Freunden und

Bekannten reden? „Die Angst, von

den eigenen Leuten bloßgestellt

zu werden, ist in den allermeisten

Fällen tatsächlich zu groß.“

Und alles nur, weil das Bild des

Mannes in der Öffentlichkeit völlig

falsch dargestellt wird? „Rein biologisch

betrachtet unterscheiden

sich Mann und Frau viel weniger,

als von der breiten Masse wahrgenommen.“

Sie haben die gleichen

Sorgen, die gleichen Krankheiten,

ähnliche Stärken und Schwächen.

Nur gehen sie unterschiedlich mit

gleichen oder ähnlichen Dingen

um. Schlägt ein Mann seine Frau,

ruft diese womöglich ihre beste

Freundin an und leitet damit automatisch

erste hilfreiche Maßnahmen

ein. Der Mann dagegen

würde sich für diesen Anruf bei

einem Kumpel – Männer haben

ohnehin nur selten richtig enge

Freunde, mit denen sie über alles


eden – in Grund und Boden schämen.

Heißt: Während Frauen mehr

dazu tendieren, sich Probleme von

der Seele zu reden, schweigen sich

Männer aus, um das in der Öffentlichkeit

dargestellte Bild „des coolen,

starken Typen von nebenan“

aufrechtzuerhalten.

Darum sterben

Männer früher

Englische Wissenschaftler haben

sich mit der allgemein bekannten

Tatsache auseinandergesetzt, dass

Männer durchschnittlich früher

sterben als Frauen. Sie fanden heraus,

dass vor allem Männer im Alter

zwischen 18 und 64 Jahren den

Schnitt von männlichen Verstorbenen

nach unten drücken – also

Männer, die nicht altersbedingt

sterben, sondern ohnehin viel zu

früh aus dem Leben gerissen werden.

Es gibt viele junge männliche

Unfalltote, weil Fahranfänger die

PS ihres Motorrades oder Autos

ausreizen möchten, um vor anderen

lässig dazustehen. Männer

rauchen und trinken wesentlich

mehr als Frauen, weil sie meinen,

als „stärkeres“ Geschlecht es sich

und allen anderen immer wieder

beweisen zu müssen. Und: Männer

sterben häufiger an verschiedensten

Krebsarten. Warum? „Weil

Männer viel zu selten oder viel zu

spät zur Vorsorgeuntersuchung

gehen.“ Überhaupt gehen Männer

total ungern zum Arzt, weil für sie

das Aufdecken möglicher Krankheiten

als Zeichen von Schwäche

gesehen wird. Und weil die Abhandlungen

beim Arzt – sich von

Kopf bis Fuß untersuchen lassen,

Schmerzen beschreiben, über Sorgen

und Probleme reden – so gar

nicht hineinpassen in das Muster

der „harten Kerle“, sondern eher

eine „weibliche Angelegenheit“ ist:

Häusliche Gewalt beginnt für Ian

Pye bereits beim „Ausrutschen“

der Hand, „weil es in dieser Sache

keine Toleranz geben darf“.

Die wohl häufigste Ursache für

häusliche Gewalt, unabhängig von

Täter-Opfer-Rolle, ist mangelndes

Kommunikationsverständnis. Und

speziell beim Thema „geschlagene

Männer“ könne man schon sagen,

„dass Männer, die ihren Mund nie

aufbringen, ihre Frau in hohem

Maße aggressiv machen können“.

Einen Masterplan in Sachen Therapie

gibt es hierfür nicht. „Mein

Prinzip ist, dass Leute, die zu mir in

die Praxis kommen, nicht nur Probleme

mitbringen, sondern auch

Lösungsansätze.“ An diese müsse

man sich Schritt für Schritt ranarbeiten.

Durch zuhören, sprechen,

verstehen. „Ganz wichtig ist, dass

der Patient sein Problem akzeptiert

und wahrnimmt. Erst dann kann

man versuchen, Lösungsmöglichkeiten

zu finden.“ Neben Ian Pye

gibt es nur wenige Anlaufstellen

für Männer, die von häuslicher

Gewalt als Opfer betroffen sind.

Neutrale Anlaufstellen wie Polizei

oder „Weißer Ring“ helfen immer.

In Wielenbach gibt es einen

„Gesprächskreis für Männer“. Und

sonst? „Das ist leider auch ein riesengroßes

Problem, dass es für

Männer kaum Anlaufstellen für

professionelle Hilfe gibt.“ Deutschlandweit

gebe es laut Ian Pye nur

drei renommierte, stationäre Einrichtungen,

die jedoch allesamt im

Norden der Republik liegen.

Verblüffendes Ergebnis

EU-weiter Statistik

Ian Pye hofft, dass er nicht einer

der wenigen bleibt, die sich auf

die Therapie von Männern spezialisiert

haben. Vor allem nicht,

wenn man der aussagekräftigsten

Statistik in Sachen häuslicher Gewalt

glauben darf. Die wurde über

längeren Zeitraum von mehreren

Journalisten in sechs europäischen

Städten – Athen, London, Stuttgart,

Östersund (Schweden), Porto und

Budapest (Ungarn) – sehr detailliert

ausgearbeitet. Das für viele

verblüffende Ergebnis: Opfer von

häuslicher Gewalt sind ähnlich viele

Männer wie Frauen.

js

ZEIT FÜR EINEN PERSPEKTIVENWECHSEL?

DANN FOKUSSIEREN SIE SICH AUF EMT.






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juli / august 2018 | 49


MANN-

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GEIST

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Abgefahrene Geschenkidee im Tassiloland

Der Original Sommer-Christbaum

Oberhausen | Manch einer wird

sich die Augen reiben und sich

fragen wie einst Franz Beckenbauer:

„Ja ist denn heut schon

Weihnachten?“. Die Rede ist von

Plakaten und Anzeigen, die aktuell

im Tassiloland zu finden sind,

auf denen eine wahrlich skurrile

Geschenkidee beworben wird:

Der „Sommerchristbaum“ von

Gut Achberg. Der Forstgutshof,

urkundlich erstmals um 1700 erwähnt

und im vorletzten Jahrhundert

von der Münchner Brauerfamilie

Pschorr gekauft, ist nun seit

drei Generationen im Besitz der

Familie Pfütze, die das Areal als

klassischen Forst- und Jagdbetrieb

auch mit Leben füllt. Man kommt

nicht umhin, ein bisschen an

„Forsthaus Falkenau“ zu denken,

wenn man sich auf dem Gut umschaut.

Herrliche Natur, alte, weit

ausladende Bäume, Hirsche und

Rehe im Gehege, ein Kinderspielhaus

und ein Jäger, der über den

Hof läuft – nämlich Eigentümer

Florian Pfütze. Er war es auch, der

die Idee mit dem Sommerchristbaum

geboren hat. „Wir wollten

etwas Neues anbieten. Aber etwas

sinnvolles Neues“, erklärt er leidenschaftlich.

„Und einen Christbaum

kann doch jeder brauchen!“

Warum sollte man ihn dann nicht

einfach das ganze Jahr

über als

schicken Gutschein verschenken

en

können? Showdown wn ist

dann ab

dem zweiten Advent, wenn täglich

der seit vielen Jahren weitum bekannte

Christbaumverkauf auf Gut

Achberg läuft – und die

Gutscheine eingeelöst

werden können. Neben dem

täglichen Verkauf direkt auf dem

Gutshof ist an den Wochenenden

volles Zusatzprogramm geboten.

Unter anderem mit Kesselfleisch,

Blasmusik und weiteren kulinarischen

Highlights. „Da kann sich

dann jeder Beschenkte den Baum

raussuchen, den er möchte – und

mit dem Gutschein gibt’s sogar

noch einen Glühwein oder Punsch

oben drauf“, sagt Florian Pfütze,

der sich an dieser Stelle ein Grinsen

nicht verkneifen kann.

Christbaumgespräche

bei 30 Grad

Warum? Am Tag des Gesprächs

mit „tassilo“ misst das Thermometer

30 Grad Außentemperatur –

und es wird über Christbäume und

Glühwein gesprochen. „Irgendwie

bizarr.“ Aber auch sympathisch,

diese Idee: ein Gutschein

für einen Christbaum, den man

auch im Sommer als Geburtstagsgeschenk,

als Mitbringsel, als

Kundengeschenk für Firmen und

vieles mehr nutzen kann – einzulösen

im Advent. „Zweifelsohne

originell, inel

l, und

die

großen Augen

der Beschenkten sind garantiert“,

sagt Florian Pfütze. Die Bäume,

Nordmanntannen der Handelsklasse

1 und 2, werden auf einer

speziellen Plantage für Christbäume

gezüchtet und von Florian

Pfütze regelmäßig inspiziert. „Wir

legen großen Wert darauf, bayerische

ume anzubieten“, kommt

bei ihm der Forstwirt durch. Das

erkläre zugleich, dass man bei

diesen Bäumen schon mit einem

Preis von 30 bis über 50 Euro rechnen

müsse – dafür seien sie aber

heimisch und aus kontrolliertem

Anbau. „Damit der Baum im

Wohnzimmer auch seinen Zweck

erfüllt, sind etliche Maßnahmen

während des Wachstums nötig“,

erklärt Pfütze weiter. Die Nordmanntanne

wird gedüngt, damit

die Nadeln später frisch duften

und die saftig dunkelgrüne Farbe

erreichen. Zusätzlich werden die

Tannen auch in Form geschnitten

und der Trieb reguliert, damit ein

optimaler Baumwuchs garantiert

ist. Das Wichtigste aber sei, dass

jeder dieser Wunschbäume naturbezogene

Pflegemaßnahmen

gegen Unkraut, Wildwuchs und

Baumkrankheiten genießt. Dazu

zählt auch eine monatliche Kontrolle

auf Wildbiss.

op

> > > CHRISTBAUM-GUTSCHEINE ZU GEWINNEN

Zwar überhaupt nicht passend zur Jahreszeit, aber weil wir die Idee so spannend

wie skurril finden, verlosen wir für unsere Leser drei Sommerchristbäume im Wert

von je 55 Euro (siehe auch unter www.sommerchristbaum.de).

Schreiben Sie uns einfach, auf welchem Gut es den Sommerchristbaum gibt. Ent-

weder per Postkarte an tassilo, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder mittels

E-Mail an info@tassilo.de. Einsendeschluss ist der 15. Juli. Unter allen rich-

tigen Einsendungen werden drei Leser einen Christbaum mit Glühwein ab

dem zweiten Advent abholen können. Wie immer entscheidet das Los,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir wünschen viel Glück!

Florian Pfütze mit einer dicht gewachsenen

Nordmanntanne – sicherlich ein wunderschöner

Christbaum fürs kommende Weihnachtsfest.

juli / august 2018 | 51


Penzberger Moschee ist weltweit bekannt

Wir suchen dich!

Vorzeigemodell für

Islam-Integration

ept entwickelt und produziert Steckverbinder, die sich in elektronischen

Bauteilen für Fahrzeuge, Steuerungstechnik und Telekommunikation befinden.

Für den Ausbildungsbeginn im September 2019 bieten wir engagierten

jungen Menschen folgende Ausbildungsplätze an:

Ausbildung in Peiting

Werkzeugmechaniker (m/w)

Mechatroniker (m/w)

Industriekaufleute (m/w)

Verfahrensmechaniker für Kunststoff-

& Kautschuktechnik (m/w)

Fachkraft Lagerlogistik (m/w)

Oberflächenbeschichter (m/w)

Fachinformatiker/

Systemintegration (m/w)

Techn. Produktdesigner (m/w)

Ausbildung in Buching

Werkzeugmechaniker (m/w)

Mechatroniker (m/w)

Techn. Produktdesigner (m/w)

Penzberg | Braune Farbe und

AfD-Aufkleber an der Wand.

Mail-Eingänge, gespickt mit oberflächlichen

Hasstiraden und ausländerfeindlichen

Sprüchen wie

„geht doch zurück in euer Erdogan-Land“.

Darüber hinaus eine

ständig mitschwingende Angst vor

Anschlägen – sowohl von Seiten

Rechtsradikaler als auch von Seiten

radikalisierter Muslime. „Dass

wir uns auch damit ständig auseinandersetzen

müssen, gehört

leider zu unserem Alltag dazu“,

sagt Gönül Yerli, 42, hochgebildete

und weltoffene Diplom-Religionspädagogin,

Mutter dreier Kinder

sowie Vize-Direktorin der Islamischen

Gemeinde Penzberg, die

seit 40 Jahren in Deutschland lebt.

Sie kümmert sich hauptberuflich

um dutzende Aufgaben rund um

die Moschee in Penzberg, die aufgrund

ihrer Größe, ihrer modernen

Bauweise sowie des dahinterstehenden

Konzepts weltweite Berühmtheit

erlangte. Eröffnet wurde

das drei Millionen Euro schwere

„Islamische Forum“, wie es offiziell

heißt, im Jahre 2005. Es bietet einen

großen Gebetsraum über zwei

Etagen mit Platz für 400 Menschen,

eine Bibliothek mit zahlreichen

Büchern über den Islam, einen

Waschraum, eine Wohnung für

den Imam, Konferenz-, Schulungsund

Aufenthaltsräume sowie ein

Büro, indem unter anderem Gönül

Yerli arbeitet. Grund für den Bau

der Penzberger Moschee war die

große Anzahl an Muslimen, die

seit Jahrzehnten in der ehemaligen

Bergwerks-Stadt leben. „Viele sind

damals im Zuge des Jugoslawienkrieges

aus Bosnien hierher geflüchtet“,

sagt Yerli. Hinzu kamen

in den 1970er und 1980er Jahren

türkische Gastarbeiter, die damals

für MAN schufteten. So wurde

der einst 80 Quadratmeter große

Raum schnell zu klein. Dass nun

die 1 500 Quadratmeter große Moschee

an der Bichler Straße schon

wieder zu klein und ein Anbau in

vollem Gange ist, hat zwei Gründe:

Einerseits der vor drei Jahren

begonnene Flüchtlingsstrom mit

überwiegend Syrern. Andererseits

aufgrund des großen Einzugsgebietes

der Islamischen Gemeinde

Penzberg, deren 1 500 Mitglieder,

darunter 180 Familien, bis zu 50

Kilometer entfernt leben.

Auch Christen dürfen

in der Moschee beten

„Vor allem zum Freitagsgebet,

das für uns Muslime vergleichbar

ist mit dem Sonntagsgottesdienst

der Christen, ist der

Andrang riesengroß“, sagt

Gönül Yerli, die eine einfache

Erklärung für diesen schier

ungebrochenen Zulauf hat:

„Wir sind weit und breit die

einzige Moschee, in der in fünf

verschiedenen Sprachen vor-

Duales Studium

Du möchtest Studium und Praxis verbinden?

Dann bewirb dich für ein Verbundstudium

Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen.

Ein modernes Kunstwerk ist die Penzberger Moschee

vor allem leuchtend bei Nacht.

Um sicher berücksichtigt zu werden,

sende bitte deine aussagefähigen Unterlagen

bis 31. August 2018 an untenstehende

Adresse:

ept GmbH

Personalabteilung

Barbara Deininger

Bergwerkstr. 50

86971 Peiting

Tel. 0 88 61-250 10

Fax 0 88 61-683 32

Personal@ept.de

www.ept.de

52 | tassilo


Rahmen spannender Führungen,

sofern sie interessiert sind, tiefen

Einblick in den Islam.

Den Gebetsraum darf jeder betreten — auch Nicht-Muslime. Wichtig ist

nur ein respektvolles Miteinander und die Einhaltung der Hausregeln.

gebetet wird.“ Deutsch, türkisch,

bosnisch, albanisch und arabisch.

Gebetet wird – wie es der muslimische

Glaube vorschreibt – fünf

Mal am Tag, stets nach Süd-Ost,

nach Mekka gerichtet. „Im Sommer

beginnt das erste Gebet bereits

um 4 Uhr morgens, das letzte

um 22.30 Uhr.“ Im Winter dagegen

ist der Gebetsraum, dessen obere

Etage für Frauen errichtet wurde,

zwischen 7 und 18 Uhr geöffnet.

Unabhängig davon gibt es allgemeine

Geschäftszeiten mit Ansprechpartnern

wie Gönül Yerli,

die zu allen möglichen Themen

Rede und Antwort steht, berät

und Hilfe leistet – ein Vollzeitjob.

Das klassische Beten ist nämlich

nur ein kleiner Aufgabenbereich

der Islamischen Gemeinde. „Unsere

Hauptaufgabe ist sicherlich

die Integrationsarbeit.“ Damit

meint Gönül Yerli keine klassische

Flüchtlingshilfe, sondern Aufklärungsarbeit

in Sachen Islam. „Wie

gelingt es einem in Deutschland

lebenden Muslim, seinen Glauben

in Einklang zu bringen mit

Demokratie, Grundgesetz und

Arbeitsalltag?“ Allein aufgrund

der fünf Gebetszeiten pro Tag

eine schwierige Aufgabe, „da ein

Arbeitgeber verständlicherweise

nicht auf Leute zählen kann, die

ständig für einige Minuten verschwinden“.

Es funktioniert also

nur mit Kompromissen und einem

gesunden Miteinander aller Bürger

– unabhängig der Religionszugehörigkeit.

Genau das lebt die

Islamische Gemeinde Penzberg

vor. Die Moschee ist nämlich ein

öffentlich zugänglicher Ort für jedermann.

„Egal ob Muslim oder

Christ, wer sich an unsere Hausregeln

hält, unter anderem zum

Betreten des Gebetsraumes die

Schuhe auszieht sowie respektvoll

mit anderen Besuchern umgeht,

ist bei uns jederzeit herzlich willkommen“.

Christen dürfen sogar ihre eigenen

Gebete in der Penzberger Moschee

beten. Und bekommen im

Führungen für Touris

und Schulklassen

Vormittags sind ständig Schulklassen

zu Besuch – sowohl aus

näherer als auch weiterer Entfernung.

„Die einheimischen

Bürger haben wir ohnehin schon

alle durch“, sagt Gönül Yerli und

grinst. Die Touristen aus aller Welt

werden ebenso nicht weniger.

Neben den Führungen für Schüler,

Einheimische und Touristen

findet in der Moschee auch regelmäßiger

Religionsunterricht statt.

Darüber hinaus werden die Schulungsräume

für Deutschunterricht

genutzt. „Wir stellen sozusagen

dem Staat dieumlichkeiten

zur Verfügung, um Sprachkurse

zu geben.“ Im Detail handelt es

sich um Deutschunterricht für Migranten

mit langfristigem Bleiberecht,

die den 600-Stunden-Kurs

absolvieren können. „Meine Aufgabe

an dieser Stelle ist, darauf

zu achten, dass die Leute nicht

die Lust verlieren und dran bleiben

am Erlernen der deutschen

Sprache“, sagt Gönül Yerli, die

außerdem größten Wert auf enge

Zusammenarbeit mit allen anderen

religiösen Gruppierungen in

Penzberg legt.

Neben regelmäßigen Treffen einer

Interreligiösen Gemeinschaft wird

immer wieder gemeinsam mit den

Katholischen und Evangelischen

gebetet. Unter anderem nach den

grausamen Terroranschlägen in

Europa, „in dem wir durch ein

öffentliches, gemeinsames Gebet

sehr eng zusammengestanden

sind und ein Zeichen gesetzt haben“.

Denn eines möchte Gönül

Yerli an dieser Stelle nochmals

ausdrücklich betonen: „Radikale

Menschen haben in der Penzberger

Moschee nichts zu suchen.“ Das

gilt für Rechtsradikale ebenso sehr

wie für radikalisierte Muslime. js

juli / august 2018 | 53


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Geschichtsträchtige

Graffiti-Kunst

Tassiloland | An der südöstlichen

Grenze des Tassilolandes gibt es

eine Bahnunterführung, die sich

von vielen anderen unterscheidet.

Der Grund ist ein wunderschönes

Graffiti, das in diesem Falle nicht

illegal in einer Nacht- und Nebelaktion

aufgesprüht, sondern von

Bürgermeister und Gemeinderat

ausdrücklich so gewünscht wurde.

Warum? „Bevor die Fläche

verschandelt wird, haben wir uns

bewusst für eine moderne, künstlerische

Gestaltung entschieden“,

heißt es von Seiten der Verantwortlichen.

Der Sprayer durfte

sich künstlerisch frei austoben,

sollte aber vorher Rücksprache

halten in Sachen Wahl der Motive.

Und die ist ihm definitiv gelungen.

Zu sehen ist ein markantes

Schloss, dass die Gegend rund um

diese Bahnunterführung bis heute

prägt. Darüber hinaus abgebildet:

Joseph von Utzschneider, der wohl

berühmteste Bürger, der je in dieser

Gegend gelebt hatte. Er war

Techniker und Gründer mehrerer

Unternehmen, Leiter der Vorgängerinstitution

der Technischen

Universität in München und sogar

Bürgermeister von München (1818

bis 1823). Auf ihn geht auch das

bayerische Grundstückskataster

zurück, weshalb er vom Freistaat

einen Orden verliehen bekommen

hatte. Damit Utzschneider und

seine Verdienste nicht in Vergessenheit

geraten, sprühte der in

der Region beheimatete Graffiti-

Künstler ihn samt Orden und

Kataster-Auszug an die betonierte

Wand. Eineinhalb Tage dauerten

die Arbeiten insgesamt. Die Straße

war währenddessen halbseitig

gesperrt, der gegenüberliegende

Radweg besetzt von zahlreichen

Schaulustigen.

Wir möchten von Ihnen, liebe

Leserinnen und Leser, nun wissen:

Zwischen welchen beiden

Ortschaften befindet sich dieser

Bahnübergang mit diesem auffallend

schönen Graffiti?

Schicken Sie uns bis Montag, den

16. Juli, eine Postkarte mit dem

Stichwort „Heimaträtsel“ und der

richtigen Lösung. Oder eine E-Mail

an info@tassilo.de – Absenderadresse

bitte nicht vergessen.

Zu gewinnen gibt es erneut „Familiensegeln“

auf dem Ammersee

mit dem innovativen wie nostalgischen

Segelschiff „Sir Shackleton“

und zwar am Montag, 6.

August (Sommerferienzeit). Wir

wünschen allen Teilnehmern viel

Erfolg!

js

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wie die Kapelle auf einem Hügel heißt, auf dem ursprünglich das

Kloster Benediktbeuern hätte gebaut werden sollen? Das wollten wir

von Ihnen, liebe Leser, in der Mai/Juni-Ausgabe wissen. Die richtige

Antwort lautet: Kirnbergkapelle. Sie befindet sich südlich von Antdorf

und steht auf einem sogenannten Drumlin, einem kleineren, länglichen,

von der Eiszeit geformten Hügel. Dutzende richtige Antworten sind dbei iuns per Mail iloder als

Postkarte mit schönen wie witzigen Motiven eingegangen. Gewinnen konnte diesmal jedoch nur eine

Person – nämlich Familiensegeln auf dem Ammersee mit dem Segelschiff „Sir Shackleton“. In diesem

Falle das Losglück auf ihrer Seite hatte Luise Hümpfner aus Pöcking. Wir gratulieren recht herzlich.

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im April 2018.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 64 000 Exemplare

„tassilo“ ist ein Medium von

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Sept./ Okt. 2018:

Freitag, 24. August 2018 (Anzeigenschluss: 6. August 2018)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid, Johannes Schelle

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte

rund um Weilheim und die Seen — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf www.tassilo.de

Fotos: Soloviova Liudmyla/fotolia, Johann Jilka, Johannes Schelle, Peter Ostenrieder, Tim Schmid,

Kurt Zarbock, Rosi Geiger, Carapax, Christian Lindtner, Museum Starnberger See, Pruckner, Renate

Brümmer, Silvia Bauer, Andreas Görlitz, Whale City, edm aerotec GmbH, fylhelicopter.de, Stefan

Ottinger, AK 07 Kultur und Geschichte Huglfing, Feldafinger Musiktage, Dr. med. Axel Spring, Pavel

Broz, Shirin Kasraeian, Stefan A. Schuhbauer – v. Jena, Marco Borggreve, Big Band der Bundeswehr,

Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Christian Kolb, Johann Steigenberger, Barbara Kopf,

Eduard Ott, EMT Ingenieursgesellschaft Dipl.-Ing. Hartmut Euer mbH, TSV Weilheim Turnen/Stefan

Bletschacher, Versicherungskammer Bayern/Stefan Liebl, Sonja Stuhler, IHK/Weilheim, Zauberhütte/

Robert Astleitner, Torqeedo GmbH, Gut Achberg/Florian Pfütze, Islamische Gemeinde Penzberg,

Gönül Yerli, Segelevent Ammersee/Brigitte Gattinger, Stefan Mayr, Nadine Lorenz, Gemeinde

Eberfing, Ammergauer Alpen, Daniela Blöchinger, Foto Kienberger, fotolia

54 | tassilo


DAS MAKING-OF DER ROTEN COUCH

An einem Sommertag

im Eisstadion ...

Peißenberg | Markenneutral und

in Zivil durften wir Thomas Oppenheimer

im Peißenberger Eisstadion

schminken, in Pose bringen

und fotografieren. Seine Ausrüstung

hat der 1,87-Hühne den Sommer

über in Berlin gelassen.

„Genau so!“ Fotograf Johann Jilka beim Fotografieren

von Thomas Oppenheimer.

juli / august 2018 | 55


Eberfinger Schützen, Trachtler und Musiker laden ein

Drei Vereinsjubiläen und

fünf fette Festtage

Ausbildungsplätze 2019

Die Produkte der Marke WTW sind führend im

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Bereich der Wasser- und Abwasseranalytik. Unter dem

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Die Eberfinger Trachtler werden 70 Jahre alt und feiern gemeinsam mit

Schützenverein und Musikkapelle.

Eberfing | Ende Juli wird im 1 400

Einwohner starken Eberfing groß

gefeiert, indem sprichwörtlich

drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen

werden. Der Schützenverein

wird 125, der Trachtenverein

70 und die Musikkapelle 20

Jahre alt. Die Idee der jeweiligen

Vereinsverantwortlichen, die bereits

2016 diskutiert wurde: ein

großes, gemeinsames Fest über

ein verlängertes Wochenende,

genaugenommen über fünf Tage.

Gesagt getan. Rund 100 Mitwirkende

haben die vergangenen

Wochen und Monate ihre Freizeit

geopfert, damit „wir und vor allem

unsere Gäste wunderschöne und

unvergessliche Festtage erleben

können“, sagt Stefan Mayr vom

Festausschuss, unter anderem

zuständig für Werbe- und Pressearbeit.

Los geht’s am Donnerstagabend,

26. Juli, ab 19 Uhr mit

einem „Tag der Nachbarschaft“,

zu dem die benachbarten Musikkapellen

aus Huglfing, Obersöchering

und Eglfing eingeladen

werden. Gemeinsam mit den

Eberfinger Musikanten formieren

sie sich aus vier Himmelsrichtungen

kommend, um einen in Bayern

traditionellen Sternmarsch zu

spielen. Losmarschiert wird in der

Escherstraße, am Feuerwehrhaus,

am Kneippbecken (Quellenweg)

und in der südlichen Ostendstraße.

Ziel ist das Festzelt an der Ostendstraße

des Dorfes, das bestuhlt

Platz für 1 600 Besucher bietet, unbestuhlt

sogar noch mehr. Letztere

Variante ist vor allem am Freitagabend,

27. Juli, ab 20 Uhr von Vorteil.

Dann nämlich beginnt die aus

Eberfinger Sicht schon legendäre

Wuidsauparty mit DJ Stefan Lautenbacher,

der diverse Party- und

Schlagersongs auflegen wird und

damit das „hoffentlich“ prallgefüllte

Zelt zum Kochen bringt. „Der

Freitagabend steht ganz klar im

Zeichen der Jüngeren, die es auf

einer Feier mit moderner Musik so

richtig krachen lassen möchten.“

Der Eintritt kostet fünf Euro und

ist erlaubt ab 18 Jahren, bis Mit-

www.WTW.com

56 | tassilo


ternacht und mit Aufsichtsperson

sogar ab 16 Jahren.

Hopfaranka, Lederrebellen

und Andechser Bier

Wesentlich boarischer gestaltet

sich Festtag Nummer drei am

Samstag, 28. Juli, ab 19 Uhr mit

der Gruppe „Hopfaranka“ und ab

21.30 Uhr mit den „Lederrebellen“.

Hopfaranka, besetzt mit jungen

Musikern aus der Umgebung,

steht für bayerische und böhmisch-tschechische

Blasmusik.

Die Lederrebellen dagegen stehen

für pure Unterhaltung, lassen es

mit Blasrock, Volxmusik und Partyhits

so richtig krachen. Im Optimalfall

so wie auf dem Cannstatter

Wasen in Stuttgart, mit rund

120000 Besuchern das zweigrößte

Volksfest der Welt, auf dem sich

die Lederrebellen inzwischen als

feste Größe etabliert haben. Vor

allem für Vereinsmitglieder von

Seiten des Veranstalters dürfte

nach dieser harten Partynacht am

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

Samstag ein umso anstrengenderer

Sonntag, 29. Juli, folgen. Der

nämlich beginnt bereits um 6 Uhr

in der früh mit dem Weckruf zum

Kirchenzug, der sich um 8.30 Uhr

vom Festzelt Richtung naheliegender

Wiese zieht. Dort wird ein

feierlicher Gottesdienst gefeiert,

ehe es zu Frühschoppen mit Blasmusik

zurück ins bewirtete Zelt

geht. Unter anderem auf der Speisekarte

zu finden: A halbs Hendl,

Schweinsbraten und Brotzeiten,

die mit einem frischgezapften Bier

von der Klosterbrauerei Andechs

sicherlich ganz besonders gut

schmecken – und hoffentlich auch

stärken. Schließlich folgt um 14

Uhr der Höhepunkt der Eberfinger

Festivitäten: Der große Festzug mit

rund 38 teilnehmenden Vereinen,

dessen Aufstellung um 13.30 Uhr

am Festzelt erfolgt. Marschiert

wird dann entlang der Hauptstraße

bis zum Eberfinger Gasthof

Post und an der Pfarrkirche

vorbei mittels Gegenzug wieder

zurück zum Zelt. Neben Vorreiter,

Für den Kabarettabend mit „Da Huawa, da Meier und I“ am Montag,

30. Juli, verlost Ihr Regionalmagazin „tassilo“ 3 x 2 Tickets.

Schicken Sie uns bis Freitag, 13. Juli, eine Postkarte mit dem Stichwort

„Kabarett in Eberfing“.

Oder eine E-Mail an info@

tassilo.de. Absenderadresse

bitte nicht vergessen, da die

Karten per Post an die Gewinner

verschickt werden. Das Los

entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Ehrenkutsche und Wagen für Ehrenmitglieder

ist dieser Umzug

stark Fußvolk-geprägt – Trommler,

Musikkapellen und Trachtler stolzieren

in Volltracht durchs Dorf.

Anschließend wird wieder im Zelt

gespeist, gelacht, getanzt und der

Blasmusik gelauscht und applaudiert

– es spielen die Oberhauser

Musikanten sowie die Lokalmatadoren

aus Eberfing.

Kabarett mit neuer

Besetzung

Wer nach diesen vier modernen

wie boarischen Tagen noch immer

nicht genug hat vom „Furtgehen“,

darf sich am Montagabend,

30. Juli, ab 20 Uhr auf einen erstklassigen

Kabarettabend mit „Da

Huawa, da Meier und I“ freuen,

die seit März 2018 in leicht veränderter

Besetzung auftreten.

Neben den bislang bekannten

Gesichtern Christian Maier (da

Huawa) und Matthias Meier (da

Meier) steht nun mit Sepp Haslinger

ein Musiker auf der Bühne,

der mit den anderen beiden seit

vielen Jahren eng befreundet –

und mit nicht weniger Sinn für

tiefbayerischen Humor ausgestattet

ist. Man darf also gespannt

sein auf das „Bierzelt-Programm“

mit Stücken wie „s’Bayerische

Bier“, „Weißbier-Rasta“ sowie

„Wirtshaus-Kultur“.

js














Wir freuen uns auf

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juli / august 2018 | 57


Pflegedienst „Tara“ betreut junge Vollpflegefälle

Intensivstation zuhause

im Kinderzimmer

Wir sind ein renommiertes Unternehmen, inhabergeführt und am südlichen Ende des

Ammersees gelegen. Wir fertigen hochpräzise und komplexe Bauteile als Einzelteil-,

Klein- und Großserie sowie qualitativ hochwertige Werkzeuge für unsere ausnahmslos

namhaften Kunden. Unsere Erzeugnisse kommen weltweit zum Einsatz.



























58 | tassilo






Murnau / Peißenberg | Anna-Maria

ist 17 Jahre alt. Sie kann nicht sprechen,

nicht laufen, nicht essen und

ohne technische Hilfe auch nicht

atmen. Rund um die Uhr ist sie auf

Pflegekräfte und Maschinen angewiesen,

ohne die sie nicht überleben

würde. Anna-Maria kommt als

Frühchen zur Welt, erleidet nach

und nach immer stärkere epileptische

Anfälle, die bis heute andauern.

Ihr Zustand verschlechtert sich

mit beinahe jedem Anfall, aber

auch durch die Behandlung mit

diversen Medikamenten, die im

Nachhinein betrachtet eher schädlich

als hilfreich waren. Anna-Maria

wird zum Vollpflegefall. Mutter

Heike Habermeyer ist verzweifelt,

aber kämpft um ihre schwerkranke

Tochter wie eine Löwin. „Aufgeben

kam sowieso nie in Frage“, sagt sie,

und versucht ihrer Erstgeborenen

ein „so normales Familienleben

wie nur möglich“ zu bieten. Das

gelingt sehr gut. „Weil Anna-Maria

zuhause sein darf.“ Kinderzimmer

statt Spezialklinik. „Das wäre vor

15 Jahren undenkbar gewesen.“

Inzwischen ist die Technik so weit

fortgeschritten, dass Anna-Maria

nicht in einer Spezialklinik leben

muss, sondern die „mit dem Rollstuhl

mitfahrende Intensivstation“

zuhause in ihrem Kinderzimmer

steht. Heißt: Sie lebt gemeinsam

mit ihren Geschwistern, den herumtollenden

Hunden und Katzen,

gemeinsam mit Mama und Papa –

und gemeinsam mit den Intensivpflegekräften

von „Tara“, die sich

rund um die Uhr um Anna-Maria

kümmern. „Die gehören quasi zur

Panea Apan (li.) und Martina Mones, die Gründerinnen von „Tara“.

Familie“, sagt Heike Habermeyer,

die von den Tara-Mitarbeiterinnen

hellauf begeistert ist, „weil es

fachlich wie menschlich richtig gut

passt, was rückblickend, ohne Namen

nennen zu wollen, bei weitem

nicht immer der Fall war“.

Menschlichkeit steht

an oberster Stelle

„Tara“ ist ein Pflegedienst, der sich

ausschließlich um intensivpflegebedürftige

Kinder und Jugendliche

kümmert. Gegründet wurde er 2016

von Heilpraktikerin Martina Mones

und ihrer Schwester Panea Apan,

die seit Jahrzehnten als Krankenschwester

tätig ist. Beide wollten

> > > KONTAKT

all die erlebten Missstände in der

Pflegebranche nicht länger mit

ansehen und haben sich deshalb

selbstständig gemacht, um sowohl

Mitarbeitern als auch Patienten

und Angehörigen ein wertschätzendes,

mitfühlendes Miteinander

sowie Kompetenz in der Pflege zu

bieten. „Es steigen immer mehr

Großkonzerne in die Pflegebranche

ein, indem sie beispielsweise Heime

aufkaufen, das ohnehin stark

unterbesetzte Personal ausbeuten

und null Wert auf Menschlichkeit

legen“, sagt Martina Mones, die

„zwei Pfleger auf 30 Patienten“ als

nur ein erschreckendes, aber „leider

sehr gängiges“ Beispiel aus der

Realität nennt. Die Folge: Pfleger

Nähere Informationen über den Intensivpflegedienst „Tara“ mit

Hauptsitz in Murnau entweder telefonisch unter 08841 / 6724518,

per E-Mail unter office@pflegedienst-tara.de oder im Internet auf

www.pflegedienst-tara.de (noch in Arbeit).


Anna-Maria in ihrem Kinderzimmer, umsorgt von Mama und Schwester.

sind restlos überfordert, haben

zu wenig Zeit und Kraft, sich auf

menschlicher Ebene um die Patienten

zu kümmern. Hinzu kommt,

dass die Ausbeutung aufgrund

schlechter Bezahlung verständlicherweise

Unmut hervorruft, und

Motivation nimmt. „Ein Teufelskreis,

der bei uns keinen Platz hat und

haben darf“, betont Martina Mones.

Sie legt größten Wert auf das

Wohl ihrer Mitarbeiter einerseits,

auf fachgerechte und menschliche

Versorgung der Patienten andererseits.

Das gelingt mit gerechter Bezahlung,

„zu der übrigens auch die

gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung

im Krankheitsfall für

Minijobs zählt, woran sich leider

deutschlandweit viele Arbeitgeber

in der Pflegebranche nicht halten“.

Das gelingt mit flexiblen Arbeitszeiten,

die einen gesunden Ausgleich

zwischen Arbeit und Privatleben

ermöglichen“. Und das gelingt mit

internen Schulungen, die nirgends

so wichtig sind wie bei der Intensivpflege,

„weil jeder Handgriff sitzen

muss, da es ständig um Leben

oder Tod geht“.

Qualifizierte

Mitarbeiter gesucht

Aktuell kümmert sich „Tara“ um

sechs intensivpflegebedürftige Kinder

und Jugendliche, die wie Anna-

Maria allesamt zuhause gepflegt

werden, überwiegend im westlichen

Landkreis Weilheim-Schongau.

„Wobei wir monatlich neue

Anfragen bekommen, die ich Stand

jetzt aber nicht annehmen kann,

weil wir voll ausgelastet sind.“

Tara beschäftigt aktuell 25 Mitarbeiter.

Um den Bedarf an Intensivpflegekräften

in der Region besser

zu decken, sucht der Pflegedienst

nach weiteren Mitarbeitern. In

Frage kommt für diesen verantwortungsvollen

Job jedoch nicht jeder.

Nur examinierte Krankenschwestern,

Intensiv- und Kinderkrankenschwestern

sowie examinierte

Altenpfleger seien laut Mones

geeignet. Pflegehelfer und Pflegefachhelfer

dagegen nicht, „weil

diese Qualifikation zur Betreuung

von Intensivpflegefällen schlichtweg

nicht ausreicht“. Allein die anzuwendende

Technik der mobilen

Intensivstation erfordert ein hohes

Maß an Know-how. Anna-Marias

Leben hängt unter anderem ab

von Beatmungsmaschine, Absauger,

Inhalationsgerät, Ambu-Beutel

(Notfallbeatmung), Hustenhilfe und

Notfallmedikamenten. Im Falle eines

Notfalls heißt es für die Pfleger:

„Cool bleiben, und sich strikt

an den Notfallplan halten, der von

Patient zu Patient ganz unterschiedlich

ist.“ Neben internen Schulungen

stehen Inhaber und Mitarbeiterinnen

von „Tara“ in engem Kontakt

mit dem Haunerschen Kinderspital

in München, die als eine der wenigen

Einrichtungen spezialisiert ist

auf intensivpflegebedürftige Kinder

und Jugendliche. Auch Anna-Maria

ist bei akuten Notfällen von den

Spezialisten in der Landeshauptstadt

abhängig.

js

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juli / august 2018 | 59


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Hinter den Kulissen von M.Haseitl „Kalkulation“

Ein neues Projekt beginnt immer mit einem Angebot. Dafür berechnen wir Flächen und Kubaturen, Arbeitszeiten und Materialbedarf.

Wir holen von unseren Partnern Angebote ein, für Arbeiten die wir nicht selbst machen, wie Dachstühle, Fenster

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Veranstaltungskalender

1. Juli bis 31. August 2018

SO 01.07.

8.00 Uhr

Flohmarkt am Vereinsheim des

SV. Aufbau ab 7 Uhr. Keine Anmeldung

erforderlich

AUGUST 2018

EBERFING

11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte. „Sonne

und ihre unruhige Oberfläche,

mit speziellen Filtern betrachtet“

OBERHAUSEN

10.00 bis 16.00 Uhr

PEISSENBERG

9.00 Uhr

54. Bezirksmusikfest mit

Festgottesdienst an der Tiefstollenhalle,

Gemeinschaftschor am

Rathausplatz (13 Uhr), Festzug (14

Uhr) und Festausklang mit den

Jochberg Musikanten am Festplatz

Moosleite (18 Uhr)

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle

Bücherbazar des Frauenbundes

im Pfarrheim

POLLING

16.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel — Konzert

mit Levent Geiger und Ilia Antoniadis

im Bibliotheksaal

FELDAFING

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Tür der Wasserwacht

an der Wasserrettungsstation

WEILHEIM

STARNBERG

STARNBERG

11.00 Uhr

Gästeführung durch Starnberg.

Treffpunkt: Info-Tafel am

MO 02.07.

WEILHEIM

Dampfersteg. Kosten: 4 € / 2 €

16.00 bis 16.45 Uhr

(Schüler)/ Kinder bis 10 frei. Keine

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

Voranmeldung

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

MURNAU

PENZBERG

PEISSENBERG

10.00 Uhr

19.00 bis 21.30 Uhr

Auftakt zum Stadtradeln. Start am

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

Stadplatz. Infos und Anmeldung

unter www.stadtradeln.de. Bis 21.7.

der Bücherei

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau. Treffp.

am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €. Ohne Anmeldung

DI 03.07.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

RAISTING

STARNBERG

19.30 Uhr

Film- und Videoclub Starnberger

See „Ein Abend der mitgebrachten

Filme“ in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 04.07.

17.00 bis 18.00 Uhr

Infoabend „Gepr. Personalfachkaufmann/-frau

IHK“ in der IHK

Akademie. Anm. unter www.ihkakademie-muenchen.de/weilheim

18.00 bis 19.00 Uhr

Infoabend „Gepr. Betriebswirt/-in

IHK“ in der IHK Akademie. Anmeldung

unter www.ihk-akademiemuenchen.de/weilheim

20.00 Uhr

Vortrag „Späte Lehrzeit. Erfahrungen

mit den Starnberger Heften“

von Dr. Ernst Quester in der

Schlossberghalle. Karten: 8 € / 5 €

(ermäßigt) / Jugendliche frei

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Kulturund

Tagungszentrum. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

19.00 Uhr

Williams Wetsox live im Schloßbiergarten.

Nur bei schönem

Wetter. Jeden Mittwoch

20.00 Uhr

Sommerkonzert des Jugend- und

Blasorchesters in der Fußgängerzone

TUTZING

19.00 Uhr

Tutzinger Patientenforum im

Benedictus Krankenhaus. Siehe

Anzeige Seite 13

DO 05.07.

WEILHEIM

17.00 Uhr

31. Französische Woche auf dem

Marienplatz

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mittelschule

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.30 Uhr

Oper „Medea“ in der Schlossberghalle.

Karten: 10 - 35 €

PENZBERG

19.00 Uhr

Kunst & Wein im Museum

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Treffpunkt

am Wanderparkplatz am Ähndl.

Kosten: 6 €. Keine Anmeldung

10.00 Uhr

Themenführung „Murnau und

Emanuel von Seidl“. Treffpunkt

am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 6 €. Keine Anmeldung

19.00 Uhr

Sommerkonzert mit verschiedenen

Erwachsenengruppen der

Musikschule im Kulturpark.

Eintritt frei

RAISTING

19.00 Uhr

Offener Künstlerstammtisch im

Gasthof Drexl

POLLING

19.00 Uhr

Williams Wetsox live im Klosterbiergarten.

Nur bei schönem

Wetter. Jeden Donnerstag

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmökercafé in der Bücherei am

Römerturm

FR 06.07.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZES

Do, 5. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Mittelschule

Do, 12. Juli 12.00 bis 17.00 Uhr Murnau, Bahnhofstraße (P2)

Fr, 13. Juli 13.00 bis 18.00 Uhr Weilheim, McDonalds

Mi, 18. Juli 17.00 bis 20.00 Uhr Huglfing, Zweifachhalle

Fr, 27. Juli 16.00 bis 20.00 Uhr Wessobrunn, Mehrzweckhalle

Do, 2. Aug. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Fr, 3. Aug. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Mo, 13. Aug. 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- u. Tagungsz.

Do, 30. Aug. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 31. Aug. 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

juli / august 2018 | 61


10.00 Uhr

31. Französische Woche auf dem

Marienplatz

MURNAU

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

19.00 Uhr

73. Gaufest — Doppeltanz mit

„BLECHpfiff“ und der „Oimsummamusi“

im Festzelt Kemmelpark.

Eintritt frei. Siehe Seite 26 / 27

SEEHAUSEN

19.00 Uhr

Seefest mit den Jochberg Musikanten

an der Bootsanlegestelle

POLLING

19.00 Uhr

Vereinsabend der Kakteenfreunde

Oberland mit dem Vortrag „Australien“

von Reiner Metzger im

Gasthaus Neuwirt. Siehe S. 34 / 35

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 07.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

31. Französische Woche auf dem

Marienplatz

PEISSENBERG

14.00 Uhr

Grillfest der Schäffler an der

Tiefstollenhalle

14.30 bis 19.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle

DIESSEN

13.00 bis 17.30 Uhr

Mobilitätsforum in der Mehrzweckhalle

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

9.00 bis 18.00 Uhr

Lions-Büchermarkt im Kemmelpark

11.00 Uhr

Volksfest am Kemmelpark

18.45 Uhr

73. Gaufest — Totengedenken am

Kirchplatz, Festabend der Oberländer

Trachtenvereinigung und

Tanz mit der Eglfinger Blaskapelle

im Festzelt. Siehe Seite 26 / 27

WIELENBACH

9.30 Uhr

Hobbyturnier des SV Wielenbach

am Sportzentrum

EGLFING

21.00 Uhr

„La boum“ — die Fete XV mit dem

H-Sounds DJ-Team im Stadl zwischen

Eglfing und Tauting. Eintritt:

5 €, bis 21 Uhr frei

IFFELDORF

9.00 Uhr

Kleinfeldturnier auf dem Sportplatz

am Bahnhof

OBERHAUSEN

14.00 Uhr

70 Jahre BSC mit buntem Rahmenprogramm

am Sportgelände. Infos

unter www.oberhausen-obb.de

POLLING

13.30 bis 17.00 Uhr

Kinder- und Jugendtag „Spiel

ohne Grenzen“ am Gemeinde-

Kindergarten

SÖCKING

10.00 bis 14.00 Uhr

13. Spiel- und Sportfest für Menschen

mit und ohne Behinderung

auf dem Sportgelände. Bei jedem

Wetter

SO 08.07.

WEILHEIM

7.30 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

10.00 Uhr

31. Französische Woche auf dem

Marienplatz

11.00 Uhr

Vereinsjubiläum „50 Jahre Ringen“

in der Großen Hochlandhalle

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Serenade der Peißenberger Chöre

im Caritas Seniorenzentrum St.

Ulrich

DIESSEN

17.00 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— Der Auftakt „Carl Orff & Bertold

Brecht, oder Alles hat seine Zeit“

im Ziegelstadel. Eintritt frei, Karte

erforderlich. Abzuholen im Orff-

Museum. Siehe Seite 22 /23

STARNBERG

18.00 Uhr

Oper „Medea“ in der Schlossberghalle.

Karten: 10 - 35 €

MURNAU

9.30 Uhr

73. Gaufest — Kirchenzug, Festgottesdienst

vor dem Pfarrhaus,

Aufstellung beim Festzelt und

großer Festzug durch den Markt.

Ab 19 Uhr Festausklang mit der

Musikkapelle Habach. Siehe Seite

26 / 27

10.00 bis 17.00 Uhr

Lions-Büchermarkt im Kemmelpark

11.00 Uhr

Volksfest am Kemmelpark

11.30 Uhr

Kirchenführung in der Barockkirche

St. Nikolaus. Eintritt frei, ohne

Anmeldung

BERNRIED

18.00 Uhr

Schülerkonzert der Musikschule

Weilheim / Bernried im Barocksaal

ANTDORF

des Klosters

WIELENBACH

10.00 Uhr

Hobbyturnier des SV Wielenbach

am Sportzentrum

HABACH

19.30 Uhr

Ländliche Konzerte Penzberg

— Vocalensemble Penzberg –

A-cappella in der Pfarrkirche St.

Ulrich. Eintritt frei

PÖCKING

10.00 bis 13.30 Uhr

Räucherworkshop „Jetzt raucht's“

beim Fischer Sepp. Anmeldung

bis spätestens 3 Tage davor bei

der Tourist-Info Starnberg unter

08151 / 90600

WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies in

der Wieskirche. L.v. Beethoven:

Sinfonie Nr. 2 / F. Mendelssohn-

Bartholdy: Hör meine Bitte u.a.

Siehe Anzeige Seite 15

BENEDIKTBEUERN

16.30 Uhr

Festliches Kirchenkonzert des

Lassus-Chors München unter

Leitung von Andrea Fessmann in

der Basilika. Karten: 20 €. VVK im

Klosterladen, Buchhandlung Rolles

Penzberg, Buchhandlung Winzerer

Bad Tölz, karten@lassus.de und bei

München Ticket

WEILHEIM

J

MO 09.07.

MURNAU

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

20.00 Uhr

Digitale Bilderschau „Naturparadies

Murnauer Moos“ im Kulturund

Tagungszentrum

16.30 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ im

Sportheim

DI 10.07.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

14.00 Uhr

Altennachmittag im Pfarrzentrum /

Barbarahaus

MURNAU

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ in

der Schule

MI 11.07.

17.00 bis 18.00 Uhr

Infoabend „Gepr. Technische/-r

Fachwirt/-in IHK“ in der IHK Akademie.

Anmeldung unter www.ihkakademie-muenchen.de/weilheim

62 | tassilo


18.00 bis 19.00 Uhr

Infoabend „Gepr. Technische/-r

Betriebswirt/-in IHK“ in der IHK

Akademie. Anmeldung unter

www.ihk-akademie-muenchen.de/

weilheim

PENZBERG

17.30 bis 21.00 Uhr

Seniorentanz mit Alleinunterhalter

Heini Prestele in der Pizzeria

Da Carmelo. Eintritt: 3,60 €

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

11.00 Uhr

Besichtigung der historischen

Denkmallok „E 69 04“ am Bahnhof.

Eintritt frei

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Kulturund

Tagungszentrum. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

19.30 Uhr

Vortrag „Trunksüchtig, grob und

gut katholisch — oder heimatliebend,

treuherzig und heiter?“ von

Dr. Nina Gockerell im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

OBERSÖCHERING

15.30 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ im

Pfarrheim

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen für Weinfreunde

im Weinkeller des Rathauses

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit Bilderbuchkino

für Kinder ab 3 in der Bücherei im

Alten Pfarrhaus

DO 12.07.

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Treffpunkt am Wanderparkplatz

am Ähndl. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

12.00 bis 17.00 Uhr

Blutspenden im Blutspendemobil

in der Bahnhofstraße, Parkplatz 2

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

FR 13.07.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

10.00 bis 13.00 Uhr

30-Jahrfeier des Caritasverbandes

Weilheim-Schongau am

Kirchplatz

13.00 bis 18.00 Uhr

Blutspenden bei McDonalds

19.00 Uhr

Schülerkonzert der Musikschule

in der Stadthalle

21.00 Uhr

Serenade in der Au. Eintritt frei

PENZBERG

20.00 Uhr

Jazzkonzert mit „Max.bab.“ zum

20. Jubiläum des Kunstzeche

Penzberg e.V. in der Aula der

Bürgermeister-Prantl-Grundschule.

Eintritt: 21 €

MURNAU

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ im

AWO-Haus

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 14.07.

WEILHEIM

13.00 Uhr

Seefest der Wasserwacht am

Dietlhofer See. Mit Schwimmmeisterschaften

und Wasserballturnier

16.00 Uhr

Rosenfest am Rosengarten

17.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt auf dem Platz vor

der Kleinen Hochlandhalle

18.00 Uhr

7. KunstBändiger Sommernacht

mit „Soundcocktail“ im Bistro

Hänsel's. Eintritt frei, Sammlung

per Hut

18.00 Uhr

10-jähriges Jubiläum „Ein großes

Fest“ vom Tanzraum Penzberg im

Stadttheater

DIESSEN

8.30 Uhr

Triathlon mit Volkstriathlon /

Kurzdistanz des SC Riederau am

Ammerseegymnasium

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

9.00 Uhr

Princ and Princess-Jugendbeachvolleyballturnier

am Beachvolleyballplatz

auf der Berghalde. Infos

unter www.tsv-penzberg.de

MURNAU

9.00 bis 16.00 Uhr

Tag der E-Mobilität am Kulturund

Tagungszentrum

11.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

14.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung „geschreddert,

geweicht, geschöpft

— ganz besondere Papiere“ von

Karin Karenbauer-Müller, Helga

Kölbl, Franziska Lobenhofer-

Hirschbold, Greta Rief und Karin

von der Saal im Gemeinschaftsatelier

Tusculum. Geöffnet jeweils

Wochenende 14-18 Uhr. Bis 29.7.

RAISTING

21.00 Uhr

Blackout-Party des Burschenvereins

im Bailer Stadl

SEESHAUPT

14.00 Uhr

Fischerstechen im Strandbad Lidl

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ im

Feuerwehrhaus

PÖCKING

12.00 Uhr

Gemeinsames Vereinsjubiläum

140 Jahre Feuerwehr, 110 Jahre

Trachtenverein mit Tag der

Feuerwehr, Abendveranstaltung

uvm. am Feuerwehrhaus und

Rathausplatz

TUTZING

16.30 bis 19.00 Uhr

„Textstube Tutzing“: Kreativer

Schreibworkshop für Erwachsene

und Jugendliche ab 17 Jahren.

Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643

SO 15.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Seefest der Wasserwacht am

Dietlhofer See. Mit Frühschoppen

und Fischerstechen

11.00 Uhr

10-jähriges Jubiläum „Ein großes

Fest“ vom Tanzraum Penzberg im

Stadttheater

PEISSENBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle

STARNBERG

11.00 Uhr

Gästeführung durch Starnberg.

Treffpunkt: Info-Tafel am

Dampfersteg. Kosten: 4 € / 2 €

(Schüler)/ Kinder bis 10 frei. Keine

Voranmeldung

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung

11.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

SEESHAUPT

13.00 bis 18.00 Uhr

Gartenfest „Es summt und

brummt“ im Schaugarten. Siehe

Seite 28 / 29

EBERFING

10.00 Uhr

Fußball-Dorfmeisterschaft mit

Grillfest und Übertragung des

WM-Endspiels am Sportplatz

juli / august 2018 | 63


11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte. Thema:

Sonne und ihre Flecken, ein

Maß für ihre Aktivität

OBERHAUSEN

13.00 bis 18.00 Uhr

Aktionstag „Es summt und

brummt...“ in der Staudengärtnerei

Spatz und Frank am Kreilhof

WESSOBRUNN

8.30 Uhr

70 Jahrfeier des SV mit buntem

Rahmenprogramm am Sportplatz.

Infos unter www.wessobrunn.de

PÖCKING

9.00 Uhr

Gemeinsames Vereinsjubiläum

140 Jahre Feuerwehr, 110 Jahre

Trachtenverein mit Messe in

der kath. Kirche, Marsch zum

Rathausplatz und Weißwurstfrühstück

mit der Blaskapelle

MO 16.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

MURNAU

9.30 Uhr

Leichte Mooswanderung.

Treffpunkt am Wanderparkplatz

am Ähndl. Kosten: 6 €. Ohne

Anmeldung

17.00 Uhr

Kunsthistorischer Spaziergang

durch Murnau. Treffpunkt am Kultur-

und Tagungszentrum. Kosten:

6 €. Ohne Anmeldung

20.00 Uhr

Serenade mit dem Chor Cantamus

und dem Staffelseechor im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt frei

EGLFING

15.30 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ im

Sportheim

DI 17.07.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

19.00 Uhr

Sommerkonzert mit Chören, dem

Sinfonieorchester und der Big

Band des Gymnasiums in der

Stadthalle. Eintritt frei

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PÄHL

15.00 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ im

Gemeindezentrum

MI 18.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

19.00 Uhr

Sommerkonzert mit Chören, dem

Sinfonieorchester und der Big

Band des Gymnasiums in der

Stadthalle. Eintritt frei

STARNBERG

20.00 Uhr

Vortrag mit Bildern „Das Bergheiligtum

am Pfitscher Sattel

bei Meran — Schalensteine und

astronomische Beobachtungen

in der Kupferzeit um 3200 v.

Chr.“ von Roland Gröber in der

Schlossberghalle. Karten: 8 € / 5 €

(ermäßigt) / Jugendliche frei

PENZBERG

17.00 Uhr

Familienmusical „Zeus Superstar“

in der Stadthalle. Eintritt: 6 €

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Kulturund

Tagungszentrum. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

20.00 Uhr

Sommerkonzert des Jugend- und

Blasorchesters in der Fußgängerz.

HUGLFING

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Zweifachhalle

POLLING

19.00 Uhr

Gemeindepokal Stockschießen

am Sportplatz

FELDAFING

19.00 Uhr

Musiktage Feldafing — Vortrag

„Mozart zwischen Genialität, Tourettsyndrom

und Depression“ von

Prof. Dr. med. Hans Jürgen Möller

im Bürgersaal des ehemaligen

Bahnhofs. Infos unter www.NBH-

Feldafing.de und auf Seite 21

TUTZING

19.00 Uhr

Tutzinger Patientenforum im

Benedictus Krankenhaus. Vortrag

„Rund ums Herz“. Anm. unter

08158 / 23-280. Siehe Anzeige S. 47

DO 19.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

18.00 Uhr

Familienmusical „Zeus Superstar“

in der Stadthalle. Eintritt: 6 €

19.30 Uhr

Vortrag „Besser leben ohne Plastik“

von Nadine Schubert im Barbarasaal

der Pfarrei Christkönig

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Treffpunkt

am Wanderparkplatz am Ähndl.

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ in

der Grundschule

FELDAFING

19.00 Uhr

Musiktage Feldafing — Konzert

mit Margarita Höhenrieder und

Kit Armstrong in der Peter und

Paul Kirche. Siehe Anzeige rechts

WOLFRATSHAUSEN

19.30 Uhr

Musikalische Lesung „Dorfbanditen“

mit Gerd Anthoff und Texten

von Oskar Maria Graf auf der

Bergwaldbühne. Eintritt: 23 € / 19 €

(ermäßigt). Siehe Anzeige Seite 33

WEILHEIM

FR 20.07.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

19.00 Uhr

Tanzshow „Join the Show“ der

Tanzschule TanzArt Lisa Kloft aus

Peißenberg im Stadttheater. VVK

beim Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

STARNBERG

14.30 Uhr

Schmankerl-Spaziergang „Mit der

Gabel durch Starnberg“. Treffpunkt:

Info-Stele am Dampfersteg.

Kosten: 25 € / 15 € (Kinder von

7-13) / Kinder bis 6 Jahre sind frei.

Anmeldung unter 08151 / 90600

20.00 Uhr

46. Burghofsingen im Innenhof

des Schlosses. Karten: 12 €. VVK

unter 08151 / 772136 oder an der AK

ab 19 Uhr

MURNAU

10.00 Uhr

Führung „Der Königsweg — majestätische

Ausblicke und Einblicke“.

Treffpunkt am Hotel Post.

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung

SEEHAUSEN

19.00 Uhr

Seefest mit den Heubachtaler Musikanten

an der Bootsanlegestelle

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater „Hauptsache Ernst“ von

den Antdorfer Theaterern im

Schützenhaus. Einlass ab 18.30 Uhr

EBERFING

21.00 Uhr

Familien (Open Air-)Kino am

Sportgelände

JHUGLFING

14.00 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ im

Schmitterhof

64 | tassilo


POLLING

19.00 Uhr

Gemeindepokal Stockschießen

am Sportplatz

FELDAFING

17.00 Uhr

Musiktage Feldafing — Konzert mit

Benjamin Appl und Kit Armstrong

in der Peter und Paul Kirche. Siehe

www.NBH-Feldafing.de und Seite 21

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 21.07.

WEILHEIM

9.00 bis 18.00 Uhr

Buchmarkt am Weidenbach vor

der Tierklinik

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

11.00 Uhr

Oberstadtlerfest in der Oberen

Stadt. Eintritt frei

19.00 Uhr

Tanzshow „Join the Show“ der

Tanzschule TanzArt Lisa Kloft aus

Peißenberg im Stadttheater. VVK

beim Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ in

der Volkshochschule

DIESSEN

9.00 Uhr

150 Jahre Freiweillige Feuerwehr

mit Aktionstag in den Seeanlagen

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PENZBERG

10.00 Uhr

Bayerische Meisterschaft im

Rollkunstlauf in der Turnhalle am

Wellenbad

10.00 Uhr

Street Challenge Gaudi zum 120.

Jubiläum des TSV Penzberg auf

dem Stadtplatz

MURNAU

15.00 Uhr

Kulturknall auf dem Festivalgelände

in der Murnauer Bucht.

Eintritt: 20 €

PÄHL

19.30 Uhr

Grillfest am Feuerwehrhaus

Fischen

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater „Hauptsache Ernst“ von

den Antdorfer Theaterern im

Schützenhaus. Einlass ab 18.30 Uhr

IFFELDORF

19.00 Uhr

Rock’n Grill in der Mehrzweckhalle

OBERHAUSEN

14.30 Uhr

VdK-Sommerfest am Kulturstadl

16.30 Uhr

Kinderkino „Die drei Räuber“ im

Rathaus

FELDAFING

17.00 Uhr

Musiktage Feldafing — Konzert

mit Andrej Bielow, Adrian Brendel

und Kit Armstrong in der Peter

und Paul Kirche. Infos unter www.

NBH-Feldafing.de und auf Seite 21

19.00 bis 1.00 Uhr

Nacht der 902 Kerzen am Rathausplatz.

Ausweichtermin: 4.8.

WOLFRATSHAUSEN

19.30 Uhr

Poetry Slam mit „Reimrausch“

auf der Bergwaldbühne. Eintritt:

10 € / 8 €. Siehe Anzeige Seite 33

SO 22.07.

WEILHEIM

10.00 bis 17.00 Uhr

Buchmarkt am Weidenbach vor

der Tierklinik

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

13.00 bis 18.00 Uhr

Tag der offenen Tür zum 50-jährigen

Jubiläum im SOS-Kinderdorf

18.00 Uhr

Tanzshow „Join the Show“ der

Tanzschule TanzArt Lisa Kloft aus

Peißenberg im Stadttheater. VVK

beim Kreisboten-Ticketservice in der

Sparkasse

19.30 Uhr

Kammerkonzert im evangelischen

Gemeindehaus an der Apostelkirche.

Eintritt frei

PENZBERG

9.30 Uhr

Bayerische Meisterschaft im

Rollkunstlauf in der Turnhalle am

Wellenbad

19.30 Uhr

Ländliche Konzerte Penzberg —

Sinfonieorchester Pfaffenwinkel in

der Stadthalle. Eintritt: 22 € / 18 €

(ermäßigt) / 7 € (Schüler, Studenten).

VVK bei der Buchhandlung

Rolles, beim Gelben Blatt und unter

laendlichekonzertepenzberg@tonline.de

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung

11.00 Uhr

Besichtigung der hist. Denkmallok

„E 69 04“ am Bahnhof. Eintritt frei

11.00 Uhr

Kulturknall auf dem Festivalgelände

in der Murnauer Bucht.

Eintritt: 20 €

11.30 Uhr

Kirchenführung in der Barockkirche

St. Nikolaus. Eintritt frei

ANTDORF

18.00 Uhr

Theater „Hauptsache Ernst“ von

den Antdorfer Theaterer im Schützenhaus.

Einlass ab 16.30 Uhr

FELDAFING

11.00 Uhr

Musiktage Feldafing — Konzert

mit Andrej Bielow in der Peter

und Paul Kirche. Siehe Seite 21

17.00 Uhr

Musiktage Feldafing — Konzert

mit Julius Berger und Margarita

Höhenrieder in der Peter und Paul

Kirche. Infos unter www.NBH-

Feldafing.de und auf Seite 21

TUTZING

14.00 Uhr

Historischer Spaziergang durch

Tutzing. Treffpunkt am Bahnhof.

Kosten: 6 €

WIES

19.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel — Konzert

mit Julian Shevlin (Violine), Elaine

Ortiz Arandes, Elke Engel, Wilfried

Michl und Tobias Pfülb und dem

Gemischten Chor im Pfaffenwinkel

und Mitgliedern der Münchner

Philharmoniker in der Wieskirche

MO 23.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

juli / august 2018 | 65


DI 24.07.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 25.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Kulturund

Tagungszentrum. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

20.00 Uhr

Sommerkonzert des Jugend- und

Blasorchesters in der Fußgängerzone

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen der Weinbruderschaft

im Weinkeller des

Rathauses. Evtl. im Garten

DO 26.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

10.00 bis 12.00 Uhr

Selbsthilfegruppe „Mütter Burnout

vorbeugen“ über den Dächern

von Weilheim, Münchener Str. 27.

Anmeldung unter 0881 / 1223144

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Treffpunkt am Wanderparkplatz

am Ähndl. Kosten: 6 €,

Ohne Anmeldung

14.30 Uhr

Themenführung „Auf den Spuren

von Gabriele Münter“. Treffpunkt

am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 6 €. Keine Anmeldung

erforderlich

19.00 Uhr

Sommerkonzert mit Barbara

Mayr-Duo im Kulturpark. Eintritt

frei

20.00 Uhr

Theater „Der Talismann“ vom Freien

Theater Murnau auf der Freilichtbühne

unterm Schloß. Karten:

20 € / 12 € (Schüler, Freizeitpass).

VVK unter www.freies-theatermurnau.de,

bei der Buchhandlung

Gattner und in der Drogerie Rebholz.

Einführung im Schlossmuseum

ab 18.30 Uhr (Eintritt frei)

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater „Hauptsache Ernst“ von

den Antdorfer Theaterern im

Schützenhaus. Einlass ab 18.30 Uhr

EBERFING

19.00 Uhr

Eberfinger Festtage — Tag der

Nachbarschaft mit Sternmarsch

zum Festzelt, Ostendstraße. Siehe

Seite 56 / 57

WOLFRATSHAUSEN

19.30 Uhr

Musikalisch-kabarettistische Lesung

„Kein Aufwand“ mit Andreas

Hofmeir auf der Bergwaldbühne.

Eintritt: 23 € / 19 € (ermäßigt). Infos

unter www.wolfratshausen.de.

Siehe Anzeige Seite 33

WEILHEIM

FR 27.07.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PEISSENBERG

13.00 bis 22.00 Uhr

Jugendfestival „hAmmerSound

am Festplatz Moosleite

STARNBERG

10.00 Uhr

Treffen für Angehörige, die an

Demenz erkrankte Familienmitglieder

zuhause pflegen und

versorgen in der Ilse Kubaschewski

Stiftung. Anmeldung unter

08151 / 6504-0 oder sekretariat@

iks-sta.de

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Der Talismann“ vom

Freien Theater Murnau auf der

Freilichtbühne unterm Schloß.

Weitere Infos siehe 26.07.

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater „Hauptsache Ernst“ von

den Antdorfer Theaterern im

Schützenhaus. Einlass ab 18.30 Uhr

EBERFING

20.00 Uhr

Eberfinger Festtage — Wuidsauparty

im Festzelt, Ostendstraße.

Siehe Seite 56 / 57

WESSOBRUNN

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Mehrzweckhalle

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

WOLFRATSHAUSEN

19.30 Uhr

Konzert von Stefanie Boltz & Band

auf der Bergwaldbühne. Eintritt:

21 € / 17 € (ermäßigt). Infos unter

www.wolfratshausen.de. Siehe

Anzeige Seite 33

SA 28.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung von

Gerd Eisenblätter im Stadtmuseum.

Bis 2.9. Siehe Anzeige Seite 20

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Stadlfest Vorm Holz

DIESSEN

7.00 bis 20.00 Uhr

12-Stunden Mountainbike

Europameisterschaft, Start am

Dorfplatz Wengen

19.00 Uhr

Stimmungsvoller Abend mit dem

„Wacke Duo“ Uschi & Armin im

Café Vogel. Eintritt frei, um Reservierung

wird gebeten

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

MURNAU

9.30 Uhr

Leichte Mooswanderung. Treffp.

am Wanderparkplatz am Ähndl.

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung

12.00 bis 18.00 Uhr

34. Marktmeisterschaft im Minigolf

auf der Minigolfanlage am

See. Siehe Seite 20

PÄHL

20.00 Uhr

Weinfest am Sportgelände

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Bücherflohmarkt zugunsten der

Gemeinde-Bücherei im überdachten

Innenhof der Familie Sterff,

Bahnhofstraße 14

11.00 bis 22.00 Uhr

Kunsthandwerkermarkt mit ganztägigem

Musikprogramm (Swing

Out West / Solly Ashkar Duo / Root

Bootleg) am Parkplatz an der

Penzberger Straße

ANTDORF

18.00 Uhr

Theater „Hauptsache Ernst“ von

den Antdorfer Theaterern im

Schützenhaus. Einlass ab 16.30 Uhr

EBERFING

19.00 Uhr

Eberfinger Festtage — Sau guad

drauf mit „Hopferanka“ und

„Lederrebellen“ im Festzelt, Ostendstraße.

Siehe Seite 56 / 57

JIFFELDORF

17.00 Uhr

Hopfenfest am St. Vitus-Platz

66 | tassilo


WESSOBRUNN

16.00 Uhr

Waldfest des Ferkel Clubs bei der

Brünnerle Wiese

UFFING

17.00 Uhr

Großes Seefest mit Brillantfeuerwerk

am Waldpark am

Seerestaurant Alpenblick. Mit der

Musikkapelle Uffing, den Plattlern

des Trachtenvereins und den

„Holzhackern“. Ausweichtermin:

29.7.

WOLFRATSHAUSEN

19.30 Uhr

Konzert „Des bin i!“ von Michael

Fitz auf der Bergwaldbühne.

Vorprogramm von Lucy van Kuhl.

Eintritt: 21 € / 17 € (ermäßigt). Infos

unter www.wolfratshausen.de.

Siehe Anzeige Seite 33

SO 29.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

13.30 bis 15.30 Uhr

Landesjugendwettkampf der

THW-Jugend Bayern am Festplatz

20.15 Uhr

8. Internationaler Orgelsommer

mit Prof. Andrzej Chorosinski

in der Stadtpfarrkirche Mariae

Himmelfahrt. VVK beim Kreisboten-

Ticketservice in der Sparkasse

STARNBERG

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung

12.00 bis 18.00 Uhr

34. Marktmeisterschaft im Minigolf

auf der Minigolfanlage am

See. Siehe Seite 20

20.00 Uhr

Theater „Der Talismann“ vom

Freien Theater Murnau auf der

Freilichtbühne unterm Schloß.

Weitere Infos siehe 26.07.

BERNRIED

11.00 Uhr

Eröffnung der Bernrieder

Kunstausstellung mit Buffet und

Blasmusik im Klosterhof. Bis 15.8.

SEESHAUPT

10.00 bis 18.00 Uhr

Bücherflohmarkt zugunsten der

Gemeinde-Bücherei im überdachten

Innenhof der Familie Sterff,

Bahnhofstraße 14

11.00 bis 22.00 Uhr

Kunsthandwerkermarkt mit ganztägigem

Musikprogramm (Duo

Regnat Lex / Grasset4 / Musikkapelle

Seeshaupt) am Parkplatz an

der Penzberger Straße

EBERFING

11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Sonne und ihre unruhige

Oberfläche, mit speziellen Filtern

und im H-alpha-Licht betrachtet

9.00 Uhr

Eberfinger Festtage — Festsonntag

im Festzelt, Ostendstraße. Siehe

Seite 56 / 57

HOHENPEISSENBERG

16.00 Uhr

Orgelkonzert in der Wallfahrtskirche

auf dem Hohen Peißenberg.

Mit Michael Burghart an der Orgel

und Texten von H.H. Pfarrer Dr.

Robert Kröpfl

MO 30.07.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

STARNBERG

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

EBERFING

20.00 Uhr

Eberfinger Festtage — Kabarettabend

und Festausklang mit „

Da Huawa, da Meier und I“ im

Festzelt, Ostendstraße. Siehe Seite

56 / 57

DI 31.07.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

10.00 bis 10.40 Uhr

Kinderprogramm „Ich hätt da mal

eine Idee“ mit Clown Pollina in der

Stadtbücherei. Ab 3 Jahren. Eintritt:

3 €. VVK in der Stadtbücherei

STARNBERG

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 01.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

STARNBERG

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch Murnau.

Treffpunkt am Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 6 €

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

PEITING

9.00 bis 18.00

Gesundheitstag der Krankenhaus

GmbH im Wellenbad

DO 02.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Treffpunkt

am Wanderparkplatz am Ähndl.

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung

RAISTING

19.00 Uhr

Offener Künstlerstammtisch im

Gasthof Drexl

WESSOBRUNN

15.00 bis 16.30 Uhr

Schmökercafé in der Bücherei am

Römerturm

FR 03.08.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

16.00 bis 5.00 Uhr

Komod Festival am Naturfreundehaus

/ Weidenbühne

STARNBERG

14.30 Uhr

Schmankerl-Spaziergang „Mit der

Gabel durch Starnberg“. Treffpunkt:

Info-Stele am Dampfersteg.

Kosten: 25 € / 15 € (Kinder von

7-13) / Kinder bis 6 Jahre sind frei.

Anmeldung unter 08151 / 90600

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.00 Uhr

Kunst & Wein-Sommerfest im

Museum. Kosten: Museumseintritt

+ Glaspreis

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Der Talismann“ vom

Freien Theater Murnau auf der

Freilichtbühne unterm Schloß.

Weitere Infos siehe 26.07.

SEEHAUSEN

19.00 Uhr

Seefest mit der Blaskapelle an der

Bootsanlegestelle

juli / august 2018 | 67


SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

SA 04.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

12.00 bis 5.00 Uhr

Komod Festival am Naturfreundehaus

/ Weidenbühne

UNTERHAUSEN

18.00 Uhr

Weinfest am Dorfplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

MURNAU

10.30 Uhr

Entdeckungsrundgang durch die

Fußgängerzone. Kosten: 7 €. Anm.

bis 2.8. unter 08841 / 476-207

12.00 Uhr

Tag der Kultur im Kulturpark.

Eintritt: 6 €

20.00 Uhr

Theater „Der Talismann“ vom

Freien Theater Murnau auf der

Freilichtbühne unterm Schloß.

Weitere Infos siehe 26.07.

OBERHAUSEN

19.00 Uhr

Weinfest der Freiwilligen

Feuerwehr mit den Oberhauser

Musikanten am Kulturstadl

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Kirchplatz

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

SO 05.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

11.00 bis 5.00 Uhr

Komod Festival am Naturfreundehaus

/ Weidenbühne

PEISSENBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle

STARNBERG

11.00 Uhr

Gästeführung durch Starnberg.

Treffpunkt: Info-Tafel am

Dampfersteg. Kosten: 4 € / 2 €

(Schüler)/ Kinder bis 10 frei. Keine

Voranmeldung

21.30 Uhr

Open Air-Kino im Seebad

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung

11.30 Uhr

Kirchenführung in der Barockkirche

St. Nikolaus. Eintritt frei, ohne

Anmeldung

20.00 Uhr

Theater „Der Talismann“ vom

Freien Theater Murnau auf der

Freilichtbühne unterm Schloß.

Weitere Infos siehe 26.07.

WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies in

der Wieskirche. N. Betscher: Te

Deum / J. Haydn: Missa Celensis

in C „Kleine Mariazeller Messe“.

Siehe Anzeige Seite 15

HOHENPEISSENBERG

10.00 Uhr

MSC Oldtimer Gipfeltreffen auf

dem Hohen Peißenberg

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

MO 06.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

PEISSENBERG

19.00 bis 21.30 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

MURNAU

20.00 Uhr

Digitale Bilderschau „Naturparadies

Murnauer Moos“ im Kulturund

Tagungszentrum

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

DI 07.08.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

MI 08.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PENZBERG

17.30 bis 21.00 Uhr

Seniorentanz mit Alleinunterhalter

Heini Prestele in der Pizzeria

Da Carmelo. Eintritt: 3,60 €

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Kulturund

Tagungszentrum. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen für Weinfreunde

im Weinkeller des Rathauses

ST. OTTILIEN

20.30 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— „Das Fest — Das Spiel vom Ende

der Zeiten“ in der Klosterkirche.

Karten: 18 €. Siehe Seite 22 / 23

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

WEILHEIM

J

DO 09.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Treffpunkt am Wanderparkplatz

am Ähndl. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

14.30 Uhr

Themenführung „Auf den Spuren

von Gabriele Münter“. Treffpunkt

am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 6 €. Keine Anmeldung

erforderlich

ANDECHS

19.30 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— „Das Weltenrad dreht sich“

im Florian Stadl. Karten: 10 - 42 €.

Infos unter www.carl-orff-fest.de

und Seite 22 / 23

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

FR 10.08.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

68 | tassilo


DIESSEN

19.30 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— „Das Finale — Carl Orff Kompositionswettbewerb“

im Pfarrstadl.

Karten: 18 €. Infos unter www.carlorff-fest.de

und Seite 22 / 23

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

WESSLING

15.00 bis 19.00 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— Workshop „Carmina Burana ist

Hip (Hop)!“ im Pfarrstadl. Siehe

www.carl-orff-fest.de und S. 22 / 23

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

SA 11.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

17.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt auf dem Platz vor

der Kleinen Hochlandhalle

DIESSEN

19.30 Uhr

Musikalisch kunterbunter Abend

mit „Gordi & Korbi & friends“ im

Café Vogel. Eintritt frei, um Reservierung

wird gebeten

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

BERNRIED

14.00 bis 18.00 Uhr

Kunsthandwerk im Torbogen

POLLING

20.00 Uhr

Sommernachtstanz des Trachtenvereins

„d'Ammerbergler“ mit

„BLECHpfiff“ im Klosterpark

ANDECHS

19.30 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— „Wer dumm is, der soll draußen

bleiben“ im Florian Stadl. Karten:

10 - 42 €. Infos unter www.carl-orfffest.de

und Seite 22 / 23

WESSLING

15.00 bis 19.00 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— Workshop „Carmina Burana ist

Hip (Hop)!“ im Pfarrstadl. Siehe

www.carl-orff-fest.de und S. 22 / 23

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

SO 12.08.

WEILHEIM

7.30 bis 11.00 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Dorffest am Dorfbrunnen. Eintritt

frei. Ausweichtermin am 15.8.

DIESSEN

11.00 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— Vortrag „Orff und der Nationalsozialismus“

von Prof. Dr. Dr.

Oliver Rathkolb im Blauen Haus.

Karten: 12 €. Infos unter www.carlorff-fest.de

und Seite 22 / 23

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung

11.00 Uhr

Besichtigung der historischen

Denkmallok „E 69 04“ am Bahnhof.

Eintritt frei

BERNRIED

10.00 bis 18.00 Uhr

Kunsthandwerk im Torbogen

EBERFING

11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Sonne und ihre Materieauswürfe,

die Auswirkungen auf

die Erde haben

HUGLFING

14.30 Uhr

8. Entenrennen im Hungerbach.

Treffpunkt um 14 Uhr an der großen

Linde bei der St. Magnuskirche.

Siehe Seite 21

POLLING

10.30 bis 22.00 Uhr

Waldfest im Klosterpark. Feldgottesdienst,

Mittagessen und

Unterhaltung, Tanz der Jugend

und Aktiven uvm. mit dem Musikverein

Polling

ANDECHS

19.30 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— „Die Auferstehung“ im Florian

Stadl. Karten: 12 - 55 €. Infos unter

www.carl-orff-fest.de und S. 22 / 23

WESSLING

9.00 bis 13.00 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— Workshop „Carmina Burana ist

Hip (Hop)!“ im Pfarrstadl. Siehe

www.carl-orff-fest.de und S. 22 / 23

SCHONDORF

15.30 Uhr

Carl-Orff-Fest Andechs Ammersee

— „Die Schöpfung“ in der Heilig

Kreuz Kirche. Karten: 24€. Infos

unter www.carl-orff-fest.de und

Seite 22 / 23

PEITING-BIRKLAND

15.00 Uhr

Waldfest der Birkländer Musikanten.

Es gibt Kaffee & Kuchen,

Kesselfleisch, Grillspezialitäten

und zünftige Blasmusik. Eintritt

frei. Ausweichtermin: 15.8.

SCHONGAU

12.00 Uhr

Historischer Sommer auf dem

Festplatz. Eintritt frei

MO 13.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

MURNAU

9.30 Uhr

Leichte Mooswanderung.

Treffpunkt am Wanderparkplatz

am Ähndl. Kosten: 6 €. Ohne

Anmeldung

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

DI 14.08.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

14.00 bis 18.00 Uhr

Kunsthandwerk im Torbogen

20.00 Uhr

Summer's Plash-Party im Hotel

Marina

MI 15.08.

Mariä Himmelfahrt

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

20.15 Uhr

8. Internationaler Orgelsommer

mit Sofya Igklitskaya in der Stadtpfarrkirche

Mariae Himmelfahrt.

VVK beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Kulturund

Tagungszentrum. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

SEEHAUSEN

14.00 Uhr

Traditionelles Fischerstechen mit

anschließendem Seefest und den

Oberhauser Musikanten an der

Bootsanlegestelle

BERNRIED

10.00 bis 17.30 Uhr

Kunsthandwerk im Torbogen

PÄHL

15.00 Uhr

Kräuterführung auf Gut Kerschlach

OBERSÖCHERING

10.00 Uhr

Dorffest am Rathausplatz

juli / august 2018 | 69


HOHENPEISSENBERG

16.00 Uhr

Orgelkonzert in der Wallfahrtskirche

auf dem Hohen Peißenberg.

Mit Stefan Tome an der Orgel und

Texten von Diakon Dietmar Pohl

DO 16.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Treffpunkt

am Wanderparkplatz am Ähndl.

Kosten: 6 €. Keine Anmeldung

erforderlich

FR 17.08.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

MURNAU

10.00 Uhr

Führung „Der Königsweg — majestätische

Ausblicke und Einblicke“.

Treffpunkt am Hotel Post.

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung

OBERHAUSEN

19.00 Uhr

Serenade am Badeweiher

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

SA 18.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

SO 19.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

20.15 Uhr

8. Internationaler Orgelsommer

mit Roman Perucki in der Stadtpfarrkirche

Mariae Himmelfahrt.

VVK beim Kreisboten-Ticketservice

in der Sparkasse

PEISSENBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle

14.00 bis 17.00 Uhr

Familienfest in der Tiefstollenhalle

STARNBERG

11.00 Uhr

Gästeführung durch Starnberg.

Treffpunkt: Info-Tafel am

Dampfersteg. Kosten: 4 € / 2 €

(Schüler)/ Kinder bis 10 frei. Keine

Voranmeldung

MURNAU

10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung

11.30 Uhr

Kirchenführung in der Barockkirche

St. Nikolaus. Eintritt frei

MO 20.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

16.00 bis 16.45 Uhr

Lesezeit! Die LeseRatten lesen vor

in der Stadtbücherei. Für Kinder

von 4 bis ca. 9 Jahren. Eintritt frei

MURNAU

17.00 Uhr

Kunsthistorischer Spaziergang

durch Murnau. Treffpunkt am Kultur-

und Tagungszentrum. Kosten:

6 €. Ohne Anmeldung

DI 21.08.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 22.08.

WEILHEIM

9.00 bis 11.00 Uhr

Digitale Trickfilmwerkstatt junior

in der Stadtbücherei. Eintritt: 4 €.

VVK in der Stadtbücherei

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Kulturund

Tagungszentrum. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen der Weinbruderschaft

im Weinkeller des

Rathauses. Evtl. im Garten

DO 23.08.

WEILHEIM

9.00 bis 11.00 Uhr

Digitale Trickfilmwerkstatt junior

in der Stadtbücherei. Eintritt: 4 €.

VVK in der Stadtbücherei

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“. Treffpunkt am Wanderparkplatz

am Ähndl. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

WEILHEIM

FR 24.08.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE TASSILO

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

JMURNAU

SA 25.08.

WEILHEIM

9.00 bis 16.30 Uhr

Ausbildung der Ausbilder (AdA)-

Update in der IHK Akademie.

Anmeldung unter www.ihk-akademie-muenchen.de/weilheim

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

11.00 bis 18.00 Uhr

Dinosaurier-Ausstellung „Im

Reich der Urzeit“ am Festplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

9.30 Uhr

Leichte Mooswanderung. Treffp.

am Wanderparkplatz am Ähndl.

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung

10.00 bis 19.00 Uhr

35. Töpfermarkt im Kulturpark

SO 26.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

11.00 bis 18.00 Uhr

Dinosaurier-Ausstellung „Im

Reich der Urzeit“ am Festplatz

19.30 Uhr

Abendmusik von Thomas Roth

(Saxofon) und Gundula Kretschmar

(Orgel) in der Evangelischen

Apostelkirche. Eintritt: 12 € / 8 €

10.00 bis 17.00 Uhr

35. Töpfermarkt im Kulturpark

70 | tassilo


10.30 Uhr

Ortsführung durch Murnau.

Treffpunkt am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung

11.00 Uhr

Besichtigung der historischen

Denkmallok „E 69 04“ am Bahnhof.

Eintritt frei

11.00 Uhr

Themenführung „Auf den literarischen

und biografischen Spuren

Ödön von Horváths in Murnau“.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

8 €. Keine Anmeldung erforderlich

EBERFING

11.00 Uhr

Führung in der Sternwarte.

Thema: Sonne und ihre Flecken,

ein Maß für Aktivität. Infos unter

www.sternwarte-eberfing.de oder

08802 / 8389

MO 27.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

DI 28.08.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

PENZBERG

14.30 Uhr

Doctor Döblingers geschmackvolles

Kasperltheater „Kasperl und

Zwackilutschku“ auf Gut Hub.

Ab 16 Uhr die zweite Aufführung

„Kasperl und das Gschpenscht“.

Karten: 6 €. VVK bei der Buchhandlung

Rolles

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

MI 29.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

18.00 Uhr

Abendliche Ortsführung durch

Murnau. Treffpunkt am Kulturund

Tagungszentrum. Kosten: 6 €.

Ohne Anmeldung

20.00 Uhr

Sommerkonzert des Jugend- und

Blasorchesters in der Fußgängerz.

DO 30.08.

WEILHEIM

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

10.00 bis 12.00 Uhr

Selbsthilfegruppe „Mütter Burnout

vorbeugen“ über den Dächern

von Weilheim, Münchener Str. 27.

Voranmeldung unter 0881 / 1223144

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

9.30 Uhr

Moosführung „Von Bulten,

Drischen und Köcheln“. Treffpunkt

am Wanderparkplatz am Ähndl.

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung

10.00 Uhr

Themenführung „Murnau und

Emanuel von Seidl“. Treffpunkt

am Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 6 €. Ohne Anmeldung

FR 31.08.

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

10.00 Uhr

Lesepavillon am Kirchplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

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Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

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Das Impressum finden Sie auf Seite 54.

PENZBERG

14.00 Uhr

Volksfest am Festplatz Berghalde

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Biowochenmarkt am Carolinenhaus

Änderungen und Fehler vorbehalten

juli / august 2018 | 71


72 | tassilo

JULI/

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