Tassilo, Ausgabe Juli/August 2018 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen
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Pflege<strong>die</strong>nst „Tara“ betreut junge Vollpflegefälle<br />
Intensivstation zuhause<br />
im Kinderzimmer<br />
Wir sind ein renommiertes Unternehmen, inhabergeführt <strong>und</strong> am südlichen Ende des<br />
Ammersees gelegen. Wir fertigen hochpräzise <strong>und</strong> komplexe Bauteile als Einzelteil-,<br />
Klein- <strong>und</strong> Großserie sowie qualitativ hochwertige Werkzeuge für unsere ausnahmslos<br />
namhaften K<strong>und</strong>en. Unsere Erzeugnisse kommen weltweit z<strong>um</strong> Einsatz.<br />
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58 | tassilo<br />
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Murnau / Peißenberg | Anna-Maria<br />
ist 17 Jahre alt. Sie kann nicht sprechen,<br />
nicht laufen, nicht essen <strong>und</strong><br />
ohne technische Hilfe auch nicht<br />
atmen. R<strong>und</strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Uhr ist sie auf<br />
Pflegekräfte <strong>und</strong> Maschinen angewiesen,<br />
ohne <strong>die</strong> sie nicht überleben<br />
würde. Anna-Maria kommt als<br />
Frühchen zur Welt, erleidet nach<br />
<strong>und</strong> nach immer stärkere epileptische<br />
Anfälle, <strong>die</strong> bis heute andauern.<br />
Ihr Zustand verschlechtert sich<br />
mit beinahe jedem Anfall, aber<br />
auch durch <strong>die</strong> Behandlung mit<br />
diversen Medikamenten, <strong>die</strong> im<br />
Nachhinein betrachtet eher schädlich<br />
als hilfreich waren. Anna-Maria<br />
wird z<strong>um</strong> Vollpflegefall. Mutter<br />
Heike Habermeyer ist verzweifelt,<br />
aber kämpft <strong>um</strong> ihre schwerkranke<br />
Tochter wie eine Löwin. „Aufgeben<br />
kam sowieso nie in Frage“, sagt sie,<br />
<strong>und</strong> versucht ihrer Erstgeborenen<br />
ein „so normales Familienleben<br />
wie nur möglich“ zu bieten. <strong>Das</strong><br />
gelingt sehr gut. „Weil Anna-Maria<br />
zuhause sein darf.“ Kinderzimmer<br />
statt Spezialklinik. „<strong>Das</strong> wäre vor<br />
15 Jahren <strong>und</strong>enkbar gewesen.“<br />
Inzwischen ist <strong>die</strong> Technik so weit<br />
fortgeschritten, dass Anna-Maria<br />
nicht in einer Spezialklinik leben<br />
muss, sondern <strong>die</strong> „mit dem Rollstuhl<br />
mitfahrende Intensivstation“<br />
zuhause in ihrem Kinderzimmer<br />
steht. Heißt: Sie lebt gemeinsam<br />
mit ihren Geschwistern, den her<strong>um</strong>tollenden<br />
H<strong>und</strong>en <strong>und</strong> Katzen,<br />
gemeinsam mit Mama <strong>und</strong> Papa –<br />
<strong>und</strong> gemeinsam mit den Intensivpflegekräften<br />
von „Tara“, <strong>die</strong> sich<br />
<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Uhr <strong>um</strong> Anna-Maria<br />
kümmern. „Die gehören quasi zur<br />
Panea Apan (li.) <strong>und</strong> Martina Mones, <strong>die</strong> Gründerinnen von „Tara“.<br />
Familie“, sagt Heike Habermeyer,<br />
<strong>die</strong> von den Tara-Mitarbeiterinnen<br />
hellauf begeistert ist, „weil es<br />
fachlich wie menschlich richtig gut<br />
passt, was rückblickend, ohne Namen<br />
nennen zu wollen, bei weitem<br />
nicht immer der Fall war“.<br />
Menschlichkeit steht<br />
an oberster Stelle<br />
„Tara“ ist ein Pflege<strong>die</strong>nst, der sich<br />
ausschließlich <strong>um</strong> intensivpflegebedürftige<br />
Kinder <strong>und</strong> Jugendliche<br />
kümmert. Gegründet wurde er 2016<br />
von Heilpraktikerin Martina Mones<br />
<strong>und</strong> ihrer Schwester Panea Apan,<br />
<strong>die</strong> seit Jahrzehnten als Krankenschwester<br />
tätig ist. Beide wollten<br />
> > > KONTAKT<br />
all <strong>die</strong> erlebten Missstände in der<br />
Pflegebranche nicht länger mit<br />
ansehen <strong>und</strong> haben sich deshalb<br />
selbstständig gemacht, <strong>um</strong> sowohl<br />
Mitarbeitern als auch Patienten<br />
<strong>und</strong> Angehörigen ein wertschätzendes,<br />
mitfühlendes Miteinander<br />
sowie Kompetenz in der Pflege zu<br />
bieten. „Es steigen immer mehr<br />
Großkonzerne in <strong>die</strong> Pflegebranche<br />
ein, indem sie beispielsweise Heime<br />
aufkaufen, das ohnehin stark<br />
unterbesetzte Personal ausbeuten<br />
<strong>und</strong> null Wert auf Menschlichkeit<br />
legen“, sagt Martina Mones, <strong>die</strong><br />
„zwei Pfleger auf 30 Patienten“ als<br />
nur ein erschreckendes, aber „leider<br />
sehr gängiges“ Beispiel aus der<br />
Realität nennt. Die Folge: Pfleger<br />
Nähere Informationen über den Intensivpflege<strong>die</strong>nst „Tara“ mit<br />
Hauptsitz in Murnau entweder telefonisch unter 08841 / 6724518,<br />
per E-Mail unter office@pflege<strong>die</strong>nst-tara.de oder im Internet auf<br />
www.pflege<strong>die</strong>nst-tara.de (noch in Arbeit).