Wohnung 20.09.2018

sigara

Porzer Teil des Kölner Stadtanzeigers - Selbständiges Leben auf Probe

DONNERSTAG, 20. SEPTEMBER 2018, SEITE 33

Wirin

Porz

Mitten ins Herz

Hochklassiges musikalisches

Drama und eine Ausstellung in

der Markuskirche Seite 35

Erster BesuchbeiVanessa Schmidt (2.v.r.): Silke Horn (v.l.), UweStegmann (beide Sozialhummel), Andi Breuer,Benjamin Christen und Stefan Dohmen (beide Volksbank). Foto: af

Selbstständiges Leben auf Probe

SOZIALHUMMEL Der Verein bietet in Finkenbergeine Integrationswohnung für behinderte Menschen

VON ALEXANDER FIGGE

Finkenberg. Damit Vanessa

Schmidt ihren Alltag bewältigen

kann, braucht die 23-Jährige Tag

und Nacht Hilfe. Die junge Frau ist

körperlich behindertund auf einen

elektrischen Rollstuhl angewiesen.

Damit sie trotzdem ein selbstbestimmtes

Leben führen kann,

Dasist sehr aufregend,

ich kann hier endlich ein

eigenes Leben führen

Vanessa Schmidt

Vielen fehlen einfach

der Mutund die Geduld,

mit den Behörden diesen

Schritt zu wagen

Uwe Stegmann

braucht sie eineAssistentin und eine

eigene Wohnung. Eine Helferin

im Alltag hat die junge Frau. Doch

angesichts der angespannten Wohnungssituation

in Köln ist es sehr

schwer, eine bezahlbare und auch

noch barrierefreie Bleibe zu finden.

Als Sprungbrett in die eigenen

vierWände kann die aus Stadthagen

bei Hannover stammende

Schmidt nun vorerst eine Wohnung

des Vereins Sozialhummel

nutzen.

Der in Bonn beheimatet Verein

unterstützt Menschen mit Behinderung

durch Sozialberatung und

Assistenzdienst. Spezialisiert hat

sich Sozialhummel auf eine Rundum-die-Uhr-Assistenz

und Vollzeit-Pflege.

Die kostenlose Beratung

besteht darin, Bedürftige bei

der Durchsetzung ihrer Ansprüche

gegenüber den Kostenträgern zu

unterstützen. Dazu organisiert der

Verein auch Schulungen, damit

Menschen mit Behinderung in die

Lage versetzt werden, selbstständig

ihre Rechte durchzusetzen.

Eigene Wohnungen unterhält

der Verein eigentlich nicht. Das

Projekt in Finkenberg ist das erste

seine Art. „Es ist einfach sehr

schwer, für Menschen mit Behinderung

eine geeignete Wohnung

zu bekommen“, erklärt Sozialhummel-Vorstand

Uwe Stegemann,

der selbst im Rollstuhl sitzt.

Mit der vom Verein angemieteten

und aufwendig umgebauten Wohnung

will Sozialhummel Menschen

mit Behinderung die Möglichkeit

geben, selbstständiges

Wohnen mit einer 24 Stunden-Assistenz

auszuprobieren, um herauszufinden,

ob dies die geeignete

Wohn- und Lebensformfür sie ist.

Gefällt Vanessa Schmidt dieses

Wohnen, kann sie über das städtische

Wohnungsamt ihren Anspruch

auf ein eigenes barrierefreies

Zuhause geltend machen. In die

Finkenberger Wohnung zieht dann

ein anderer behinderter Mensch,

um zu testen, ob er selbstständig

leben kann.

„Vielen fehlen einfach der Mut

und die Geduld,mit den Behörden

diesen Schritt zu wagen“, sagt

Stegmann. Vanessa Schmidt hat

bis vorkurzem auch noch zu Hause

bei ihrer Mutter gewohnt und

lebt nun erstmals allein, nur unterstützt

von einer Assistentin, die

auch ein Zimmer in der Wohnung

hat. „Das ist sehr aufregend, ich

kann hier endlich ein eigenes Leben

führen“, sagt Schmidt, die

hofft einen Ausbildungsplatz als

Bauzeichnerin zu bekommen. In

der Wohnung des Vereins kann sie

maximal ein Jahr bleiben, bis dahin

muss sie, auch mit der Unterstützung

von Sozialhummel, eine

eigene Wohnung gefunden haben.

Die 80 Quadratmeter große

Wohnung mit drei Zimmern und

Balkon an der Stresemannstraße

ist mit finanzieller Unterstützung

des Solidaritätsfonds der Volksbank

Köln Bonn umgebaut worden.

Zum Einzug hat der Volksbank-Regionaldirektor

Stefan

Dohmen, wie es die Tradition will,

Brot und Salz mitgebracht.

„Mit dem Wohnprojekt unterstützt

Sozialhummel die Hilfe zur

Selbsthilfe, genau das wollen wir

fördern“, sagt Dohmen. Auch mit

dem Geld der Volksbank wurden

unter anderem die Türen um 20

Zentimeter verbreitert, damit ein

Rollstuhl hindurchpasst. Auch das

Badezimmer musste barrierefrei

umgebaut werden. Dazu kamen

ein neuer Bodenbelag und der Anstrich

der Wände. „Wir haben gut

20 000 Euro investiert“, sagt Stegemann.

Wasnoch fehlt, ist eine

neue Küche, in der Vanessa

Schmidt eigenständig agieren

kann. Dafür sammelt der Verein

Spenden.

Weitere Informationen gibt es auf

der Homepage des Vereins.

www.sozialhummel.de

Clubfür

Wassersport

feiert

HERBSTFEST Neues

Bootwirdvorgestellt–

Auch Landrattensind

willkommen

Zündorf. Die Wassersportsaison

neigt sich so langsam dem Ende zu

–und so nutzt der Club für Wassersport

Porz den beginnenden

Herbst, um die Erfolge und Neuerungen

des Jahres zu feiern. Für

Samstag, 22. September, 18Uhr,

lädt der Club alle Mitglieder,

Freunde, Nachbarn und Interessierte

zum großen Herbstfest auf

das Gelände des Vereins, In der

Rosenau 10a. Auch Landratten

sind willkommen.

Gegen 18 Uhr wird zunächst ein

neues Ruderboot getauft. Der Fünfer

mit tiefem Einstiegermöglicht

es auch älteren Rudermitgliedern,

entspannt einzusteigen und bietet

durch mehr Fußfreiheit verbesserten

Komfort. Um 19 Uhr wird der

Flaggenmast der Wassersportler

eingeweiht. Er verweilte lange Zeit

beschädigt in der Horizontalen,

wurde nun jedoch von Clubmitgliedern

frisch gestrichen und repariert.

So können nun wieder die

Fahnen des Clubs und befreundeter

Vereine im Wind wehen.

Im Anschluss an die Zeremonien

lädt der Verein alle zum ausgelassenen

Feiernindas frühere Kellergewölbe

der Zündorfer Brauerei,

in dem der Club sonst seine

Boote lagert. Bei freiem Eintritt

können Besucher zur Musik von

DJ Mario tanzen. Für Getränke

und Speisen sorgt der Wassersportclub.(sar)

www.cfwp.de

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