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Trendbook_Smarter_ManufacturingS.31

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Drei Fragen an

Patrick Aiche

New Work stellt den Mitarbeiter und seine Fähigkeiten

in den Mittelpunkt, meint Patrick Aiche, Head of Sales

New Work bei T-Systems Multimedia Solutions.

New Work ist ein oft etwas diffus

wirkender Begriff. Wie kann man

ihn genauer fassen?

Im Kern geht es um mitarbeiterzentrierte

Arbeitskonzepte. Wir

unterscheiden dabei vier Dimensionen:

Digital Workplace,

Employee Experience, Smart

Company & Processes sowie

Digital & Physical Workspace.

So reicht es nicht, neue Software

einzuführen, ohne dabei das

Arbeitsumfeld und Prozesse zu

betrachten. Die Unternehmen

müssen anhand von Use Cases

Arbeitsplattformen entwickeln,

die eine virtuelle Vernetzung von

Menschen und Informationen

ermöglichen.

Mitarbeiter müssen befähigt und

motiviert werden, die neue

Unternehmenskultur mit zu

gestalten und zu unterstützen.

Dafür ist ein organisatorischer

Rahmen nötig, der Flexibilität und

Agilität ermöglicht.

Die vierte Dimension betrifft die

Arbeitsumgebung in Gebäuden

und digitalen Tools. Das Unternehmen

fördert Austausch und

Kreativität der Mitarbeiter, denn

sie haben die Schlüsselrolle.

New Work bringt andere Jobprofile.

Wie können Mitarbeiter

neue Fähigkeiten entwickeln

und wie kann ein Unternehmen

die richtigen Mitarbeiter für die

Jobs der Zukunft gewinnen?

Auf Unternehmensseite ist eine

digitale Plattform hilfreich, mit

der die Employee-Journey

vollständig abgebildet wird. Das

beginnt beim Recruiting inklusive

der Videointerviews mit Bewerbern

über das Onboarding bis hin

zur Weiterbildung und zum

Offboarding.

Dabei ist ein kontinuierlicher

Austausch sinnvoll, sodass die

Unternehmen einen umfassenden

Blick auf jeden Mitarbeiter

bekommen und mit strategischer

Planung ihre Kompetenzen

erweitern. Nur so lässt sich das

Personal zur richtigen Zeit und am

richtigen Ort einsetzen.

Letztlich geht es nicht mehr um

Jobprofile, sondern um eine Art

Kompetenzbaukasten für die

Mitarbeiter. Dazu benötigt der

Mitarbeiter Freiraum und Formate

für Austausch, Rotationsverfahren

innerhalb des Unternehmens,

Training on the Job und Möglichkeiten

zur Weiterbildung.

Wie sollten Unternehmen am

besten in die neue Arbeitswelt

starten?

Eine Möglichkeit ist ein Co-Creation-Ansatz:

Gemischte Teams

entwickeln eine gemeinsame

New-Work-Strategie für das

Unternehmen. Gegenüber reinen

Top-Down-Ansätzen fördert das

die Akzeptanz für Veränderungen

und stärkt den Zusammenhalt im

Unternehmen. Entscheidend sind

konkrete Ideen für vier Themen:

» Erstens bewirken agile Arbeitswelten

für alle internen und

externen Mitarbeiter größere

Dynamik im Unternehmen.

» Zweitens sollte für die Mitarbeiter

ein einfaches und

einladendes Nutzungserlebnis

geschaffen werden. Das betrifft

nicht nur die Software, sondern

auch die Gestaltung des

Arbeitsplatzes und der gesamten

betrieblichen Umgebung.

» Drittens muss eine Collaboration-Strategie

neben den Mitarbeitern

auch Geschäftspartner,

Lieferanten und Kunden

umfassen.

» Viertens: Befähigung der

Mitarbeiter.

» Mitarbeiter müssen

befähigt und motiviert

werden, die neue

Unternehmenskultur

mit zu gestalten und zu

unterstützen.«

TRENDBOOK SMARTER MANUFACTURING 31

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