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Taxi Times München - Juli 2019

ANTRIEB TAXIVERKÄUFER,

ANTRIEB TAXIVERKÄUFER, ATILLA DÖGER »TOYOTA UND HYBRID GEHÖREN EINFACH ZUSAMMEN« Atilla Döger neben dem neuen Toyota Camry. Ende Juni hatte der Münchner Toyota- und Lexus-Händler DIT München das Taxigewerbe zum Taxi-Familientag eingeladen. Zu sehen waren dort viele neue Taximodelle – alle als Hybrid. Im Gespräch mit Taxi Times erläutert der zuständige Taxiverkäufer Atilla Döger, was es damit auf sich hat. TAXI TIMES: Herr Döger, wir sehen hier viele verschiedene Taximodelle. Sie haben aktuell ein breites Angebot. ATILLA DÖGER: Im Mittelpunkt stehen diesmal klar die neuen Taximodelle. Wir stellen den Kunden den neuen Camry, den Corolla TS, den RAV4 und sogar den Lexus ES vor. Camry und Co. stehen für Probefahrten zur Verfügung. Sie haben den Prius+ noch gar nicht erwähnt, werden die neuen Modelle den Prius+ ablösen? Nein, auf keinen Fall. Der Prius+ ist und bleibt das Toyota-Taxi mit der größten Nachfrage und ist bei uns komplett mit Taxipaket ab Lager lieferbar. Der Taxi-Klassiker Prius+ Warum ist der Prius so erfolgreich? Ganz einfach: Der Wagen hat sehr geringe laufende Kosten. Zum einen ist er wegen des Hybridantriebs sehr sparsam, andererseits gibt es beim Prius keine Riemen, oder eine Kupplung, die verschleißen können. Worauf wir sehr stolz sind: Die Bremsbeläge und -Scheiben verschleißen kaum und halten somit deutlich länger als bei den Wettbewerbern. Welche Segmente bedienen die anderen Modelle? Der Corolla TS ersetzt den Toyota Auris und den Toyota Avensis, mit dem Camry und dem Lexus ES haben wir jetzt auch Limousinen im Angebot, die auf die weiterentwickelte Hybridtechnologie setzen. Bis auf den Camry, der bislang nicht vom ADAC getestet wurde, haben alle neuen Toyota-Taxis das ADAC Eco-Taxi Label bekommen. Wie wichtig ist der Hybridantrieb beim Verkauf von Taxis? Toyota und Hybrid gehören einfach zusammen. Ein Taxi ohne Hybridantrieb werden Sie bei uns ganz selten finden. Ist Toyota in München unter den Taxis schon die Nummer eins? Wie in Berlin noch nicht, aber wir arbeiten daran und bringen pro Jahr eine dreistellige Anzahl neuer Toyota-Taxis auf die Straße. Das Taxigewerbe hat einen hohen Anspruch an den sogenannten After- Sales-Bereich Unsere Taxiunternehmer überzeugen wir mit unseren Serviceleistungen: Express- Service und Sofortdiagnose, Inspektionsfestpreise, Leihtaxi bei Reparaturen oder Unfällen, Taxi-Inzahlungnahme, Garantieverlängerung, Taxiumbau von A-Z und schnell verfügbare Fahrzeuge aus unserem Taxipool. Das wird gerade zur Wiesnzeit geschätzt. Viele der Uber Partner setzen auch auf Toyota Mir ist natürlich klar, dass es momentan viele Proteste gibt. Deshalb bin ich ausschließlich der Ansprechpartner für die Taxiunternehmer und Taxifahrer. Natürlich muss Toyota wirtschaftlich denken. Das Unternehmen lebt vom Verkauf von Autos. Und wir mit unseren 100 Experten auch. Sogar der Dönerwagen kam standesgemäß in Hellelfenbein zum Taxi-Familientag. Was können die Taxiunternehmer noch in diesem Jahr erwarten? Da in diesem Jahr schon neue Taxi-Modelle vorgestellt wurden, wird sich in dem Bereich nicht mehr viel tun. Wir zeigen diese Fahrzeuge übrigens auch beim nächsten IsarFunk Quality Check, und der nächste Taxi-Familientag ist bereits für Ende des Jahres in Planung. Das wird dann der dritte Taxi Event von DIT sein? Ja. Beim ersten Event im vergangenen Dezember hatten wir den Fokus auf die Bestandskunden und deren Familien gelegt, beim heutigen auf die Neukunden. Mit Probefahrten der neuesten Taximodelle und einem bunten Rahmenprogramm wollen wir am Taxi-Familientag für jeden etwas bieten. Vielen Dank für das Interview. sg FOTOS: Taxi Times 20 JULI / 2019 TAXI

EICHRECHT Individuelle Umrüstungen von Taxi-Exoten sind vorerst nicht mehr möglich. EICHBEHÖRDE STOPFT EIN EXOTENSCHLUPFLOCH Seit der Eichrechtsnovelle von 2017 konnten eigentlich nur noch Taxis mit herstellerseitig legitimiertem Signalgeber zugelassen werden. Doch in Bayern wurde ein Schlupfloch genutzt – das seit 1. Juli 2019 nun wieder geschlossen ist. Die Konformitätsbewertungsstelle (KBS) beim Bayerischen Landesamt für Maß und Gewicht setzt seit dem 1. Juli das Ziel um, die Anforderungen an die Umrüstbetriebe einheitlicher zu gestalten. Das führt dazu, dass die Auswahl eichfähiger Taxis in Deutschland wieder einmal stark eingeschränkt wird. Erst 2017 hatte eine Novellierung der Mess- und Eichverordnung dazu geführt, dass zunächst nur noch Taxis mit Werksumrüstung von den Eichbehörden akzeptiert wurden. Ohne Konformitätserklärung des Fahrzeugherstellers bekam kein Taxiumbau eine Freigabe. Das traf vor allem jene Unternehmer, die sich in der Vergangenheit einen Porsche oder Audi in Hellelfenbein gegönnt haben. DER WEG DES SIGNALS Das Problem der Umrüster lag ab diesem Zeitpunkt darin, dass die Eichbehörde eine genaue Beschreibung des Signalwegs verlangte, welche dokumentierte, wo das elektronische Geschwindigkeitssignal abgenommen werden darf und dass es zuverlässig in jedem Betriebszustand die Daten an den Taxameter sendet. Beim Signalabgriff muss sichergestellt sein, dass keine unerwünschten Nebeneffekte auftreten. Unter Umständen kann der Eingriff ins Bordnetz einen Einfluss auf die Sicherheitssysteme des Fahrzeugs haben, weil ABS, ESP, Lenkung etc. alle auf ein zuverlässiges Geschwindigkeitssignal angewiesen sind. Wird das Signal durch einen unsachgemäßen Abgriff manipuliert, könnten unter Umständen also auch Bremse oder die Lenkung nicht mehr wie gewohnt arbeiten. Für die Hersteller bedeutet diese Freigabe einen hohen Aufwand, womit sich die geringe Anzahl an herstellerseitigen Signalfreigaben erklärt. Und dennoch gab es einen Weg, wie man sein Traumtaxi auf die Straße bringen konnte. Umrüster, die technisch dazu in der Lage waren, die Daten zu dokumentieren, konnten dann mit ihrem eigenen Namen als Hersteller des Gesamtsystems und bei der Übernahme der Haftung durchaus die Taxizulassung für Exoten erlangen. Die KBS hatte dieses Schlupfloch bislang akzeptiert, ist nun aber der Meinung, strenger bewerten zu müssen. Seit dem 1. Juli gilt deshalb ganz konkret, dass die Signaleignung nur die Zentrale des Fahrzeugherstellers oder der Aussteller der EU- Übereinstimmungserklärung mit Namen und Anschrift bestätigen kann. Mit einem Schlag ist die deutsche Taxilandschaft damit wieder den werkseitig mit Taxiumrüstung erhältlichen Fahrzeugen vorbehalten. Immerhin haben viele von den aktuellen Modellreihen, die optional mit einem Taxipaket bestellbar sind, eine gute Chance, auch als Gebrauchtwagen ein neues Fahrzeugleben als Taxi zu beginnen. Umrüstungen von gebrauchten Fahrzeugen, wie beispielsweise Ford, Opel, Mercedes und VW, sollen noch möglich sein. ÄRGERLICH FÜR DIE UMRÜSTER Es mag nur wenige Taxiunternehmer betreffen, denn die große Mehrheit an Taxiunternehmern schafft ihre Modelle mehr unter vorrangig rationellen denn unter emotionalen Aspekten an. Für die betroffenen Umrüster ist die Umstellung sicherlich mehr als ärgerlich. Ihr Service hatte sich mittlerweile bundesweit herumgesprochen. Nun müssen Sie ihren Kunden aus ganz Deutschland einen Korb geben. sg FOTO: Gregor Anthes Dr. Hans Bake v. Bakin Erst- und Verlängerungsuntersuchung Taxi-Mietwagen-Lkw-Bus • Mo, Di, Do und Fr: 8-12 Uhr Mo, Di, Do: 15-17 Uhr und nach Vereinbarung • telefonische Terminvergabe möglich Tassilostr. 23, 85609 Aschheim Tel.: 089/37065690 Mobil 0172/6523805 e-mail: bakebakin@gmx.de TAXI JULI / 2019 21

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