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Berner Kulturagenda 2017 N° 32

Berner Kulturagenda 2017 N°

DO 17. – MI 23.8.2017 32 / www.bka.ch Seite 3 Im Lorrainebad findet das Festival Säbeli Bum der Heiteren Fahne statt Am Satellit-Festival der Jungen Bühne Bern ist das Stück «An:Ge.Triebe.n» zu sehen Eva Maria Leuenberger liest an der Poesienacht im Botanischen Garten Pegelstand, Kolumne von Simon Jäggi Seiten 4 bis 11 Agenda, Ausstellungen und Kino Seite 12 Das Theater an der Effingerstrasse feiert Saisoneröffnung mit Stefan Zweigs «Ungeduld des Herzens» Im Kornhausforum sind Werke des Berner Grafikers Kurt Wirth zu sehen «Ohne Lohn kein Ton»: Auf Schloss Holligen findest das Festival Kultur im Turm statt Zwei Ausstellungstipps in der Übersicht Nicole Wiederkehr Utopien und Parallelwelten Die Berner Künstlerin Nicole Wiederkehr zeigt in der Casita unter dem Titel «Amore e Utopia» ihre «Cajitas»: kleine Holzschreine mit reichem Innenleben. Mit der Installation «La alcoba» entführt sie in eine mysteriöse Parallelwelt. 12 Kulturtipps von Lee Stalder ZVG Lee Stalder ist Organist und Chorleiter an der Pauluskirche. Am 14. Orgelspaziergang «glych vrschide» am Sa., 19.8., spielt er in der Kirche St. Peter und Paul ein Stück von Max Reger (14 Uhr). Der Spaziergang wird literarisch begleitet von Guy Krneta. Machen Sie den ersten Satz: Sie sind Organist?! Und was organisieren Sie so? Und was soll der letzte sein? Die Dinge in ihrem vollen Ernst auf die leichte Schulter zu nehmen ist die Hauptsache. Wohin gehen Sie diese Woche und wozu? 1. In den Brückenpfeiler zur Jungen Bühne Bern. Dort findet am Mo., 21.8. die Premiere von «Männer auf See» (19.30 Uhr) statt. Da ich im Sommer einige Tage auf einem Segelschiff verbracht habe, will ich nun wissen, wie das Leben auf dem Meer auf der Theaterbühne aussieht. 2. Tamilische Kindergeschichten in der Bibliothek Köniz-Stapfen am Sa., 19.8. um 14 Uhr – wann war ich das letzte Mal in einer Bibliothek? 3. Danach geht es am Sa., 19.8. (14 Uhr) ans Säbeli Bum im Lorrainebad. Ein Anlass um Freunde zu treffen, ohne mit ihnen abgemacht zu haben. Blick zurück nach vorn Vom Höhenfeuer zum Smiley: Das Museum für Kommunikation eröffnet die neue Kernausstellung voller interaktiver Spiele, Objekte und wichtigem Hintergrundwissen. Smileys werden inflationär gebraucht. Deshalb hat das Smiley-Plüschkissen einen Platz bei den Kommunikationsobjekten verdient. Diese sind in einer Vitrine der neuen Kernausstellung zu sehen, die das Museum für Kommunikation nach fünfjähriger Konzeptions- und Umbauphase mit einem Fest einweiht. Es sind wundersame Objekte aus der grossen Sammlung ausgestellt. Da ist das Handy des in der Schweiz lebenden eritreischen Priesters Mussie Zerai. Seine Nummer wird von Flüchtlingen in Seenot genutzt, wobei er ihre Koordinaten an die Küstenwache weitergibt. Auch eine angebrannte Kiste vom Zürcher Postraub oder grosse Kasten, die heute kaum als Computer erkannt würden, finden sich unter den Kommunikationstools. Auch Multitasking ist eine Erscheinung unserer Zeit. Helfen uns die Kommunikationstools dabei? Daten testen und hacken In der neuen Ausstellung werden einem auch Kommunikatoren begegnen. Das sind keine Roboter, sondern lebendige, diskutierfreudige Gastgeber voller Wissen über die Objekte und unsere Kommunikation ganz allgemein. Auch wer lieber spielt, ist gut bedient: Es kann Filmkaraoke ausprobiert, den eigenen Umgang mit Daten getestet oder diejenigen eines Gegners gehackt werden. So gelangt der Ausstellungsbesucher immer tiefer in die Hintergründe der Kommunikation: Elementare Themen zur zukünftigen Kommunikation, zur problembeladenen Herkunft der Rohstoffe unserer Gadgets und zur Datenspeicherung werden behandelt. Und die so kompliziert scheinenden Kommunikationstheorien sind vom Kreativduo Roman Tschäppeler und Mikael Krogerus aufs Essenzielle eingedampft worden und werden in einprägsamen Skizzen präsentiert. Denn manchmal sagen Bilder mehr als Worte, oder? ;-) Katja Zellweger Museum für Kommunikation, Bern Eröffnung: Sa., 19.8., 14 Uhr www.mfk.ch Beat Schweizer Startschuss Die «Feuerwerksmusik» von Händel zum Saisonstart von Konzert Theater Bern: Das Berner Symphonieorchester spielt traditionell zur Eröffnung auf dem Bundesplatz. Die Trompetenfanfaren erschallen, die Paukenschläge akzentuieren sich majestätisch. Georg Friedrich Händel wusste, welche Musik sich zu einem gigantischen Friedensfest als wirkungsvoll erweisen würde. Im Auftrag des britischen Königs Georg II. komponierte er 1748 die «Feuerwerksmusik». Dirigent Mario Venzago entfacht mit dem Berner Symphonieorches ter diese energiegeladene Suite auf dem Bundesplatz. Das Eröffnungskonzert ist der Startschuss zur neuen Saison von Konzert Theater Bern. Wilde Sprünge Im Klarinetten-Doppelkonzert «Il Convegno» von Amilcare Ponchielli kann sich der Schweizer Klarinettist Bernhard Röthlisberger als virtuoser Klangakrobat präsentieren. «Mit wilden Sprüngen und schnellen Figuren geht das Werk an die Grenzen. Pausen werden den Klarinettisten kaum gegönnt», sagt Röthlisberger. Neben einigen Überraschungsstücken leuchten im Verlauf des Abends auch die Farben des Klangfeuerwerks «Feu d’artifice» von Igor Strawinsky auf. Bundesplatz, Bern Sa., 19.8., 20.30 Uhr www.konzerttheaterbern.ch Stephan Ruch