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Berner Kulturagenda 2017 N° 44

Berner Kulturagenda 2017 N°

DO 9. – MI 15.11.2017 44 / www.bka.ch Seite 3 Selbstbewusst: der Performer Johannes Dullin im Interview über sein Stück «The best piece of this season», das im Schlachthaus läuft Nordisch: Die Reihe «Musik der Welt» präsentiert das Duo Leuchter-Melrose Pegelstand, Kolumne von Simon Jäggi Seiten 4 bis 11 Agenda, Ausstellungen und Kino Seite 12 Surreal: In den Vidmarhallen feierte «Die Irrfahrten des Odysseus» von Elmar Goerden Premiere Ewig gültig: Die Emmentaler Liebhaberbühne spielt Gotthelfs «Geld und Geist» im Rüttihubelbad Poetisch: Mägie Kaspar inszeniert am Theater Szene «Pinocchio» für Kinder ab 4 Jahren Drei Klassiktipps in der Übersicht Reime statt Trübsal Im Zentrum des Musikfilms «Patti Cake$» steht die 23-jährige Patricia Dombrowski (Danielle Macdonald) aus New Jersey, die sich und ihre Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und von einer Karriere als Rapperin träumt. Cineworx 3 Gregor Braendli Kulturtipps von James Gruntz Der gebürtige Berner James Gruntz hat eine Vorliebe für hochstimmigen Silbengesang und schalkigen, elektronisch verzogenen Pop. Auf dem neuen Album «Waves» des Hobbygärtners finden sich auch Songs, auf denen Gartengeräusche zu hören sind. Er spielt im Bierhübeli (Fr., 10.11., 20.30 Uhr). Machen Sie den ersten Satz: Jetzt mal Augen zu und einfach nur hinhören, für mindestens 30 Sekunden. Und was soll der letzte sein? Hoffentlich war es für was. Wohin gehen Sie diese Woche und wozu? 1. Zu Baze im Kühltür in Grosshöchstetten (Fr., 10.11., 21 Uhr) mit neuem Album und neuer Band. Wobei das alte ja auch schon gut war. Aber jetzt erst. Pft. Da kann man Nachdenken und Tanzen zugleich. 2. In die Ausstellung «Wasser unser» im Alpinen Museum (bis 7.1.2018). Das Alpine Museum ist eh super. Mit oder ohne Wasser: Berge ahoi! 3. «Aquí no ha pasado nada» («Hier ist nichts passiert») im Filmpodium Biel schauen (Sa. 11.11., 20.30 Uhr). Ich liebe Kino. Hab von dem Film keine Ahnung. Hoffe aber sehr, dass darin was passiert. Also ab ins Dunkel! Jenseits des Hypes Dramatischer Blues, theatrale Popsongs und technoider Rock: Das Programm der 10. Ausgabe des Saint Ghetto Festivals in der Dampfzentrale kennt keine Stilgrenzen. Dorian Wood spannt einen Bogen zwischen Exzentrik und Feingefühl. Pablo Almansa Die Konzerte von Dorian Wood grenzen an eine Offenbarung, seinem Auftreten wohnt etwas Erhabenes, beinahe Göttliches inne. Die eindringliche, bluesige Stimme des kalifornischen Musikers und Künstlers hallt nach, düsteres Klavierspiel intensiviert die Wirkung der poetischen und gesellschaftskritischen Liedtexte. Wood spannt auf der Bühne einen Bogen zwischen Exzentrik und Feingefühl und schafft es, ein Gefühl der Intimität zu wecken. «Gemeinsamer Geist» Das Saint Ghetto in der Dampf - zen trale ist ein Musikfestival der anderen Art. Es setzt weder auf aktuelle Trends noch fügt es sich dem breiten Geschmack des Publikums. Auf Wood folgt ein Konzert der technoiden Rockband Ventil, auf ein Orgelkonzert des Aktionskünstlers Hermann Nitsch folgen die theatralen Popsongs von Zola Jesus. «Die Idee dahinter ist, aussergewöhnliche und originelle Acts nacheinander auftreten zu lassen, die innerhalb des Konzertabends Stilgrenzen überschreiten», sagt Roger Ziegler, musikalischer Leiter der Dampfzentrale. Dennoch sei das Programm der zehnten Ausgabe des Festivals bewusst gewählt: «Den Musikerinnen und Musikern wohnt ein gemeinsamer Geist inne», wie Ziegler sagt. Dampfzentrale, Bern Mi., 15. bis 18.11. Dorian Wood: Fr., 17.11. www.dampfzentrale.ch Wir verlosen 2 × 2 Tickets für Fr., 17.11: tickets@bka.ch TICKETS Lula Pergoletti Alles friedlich Sogar Atheisten beteiligen sich an der 11. Nacht der Religionen. Das Thema der Diskussionen, Aufführungen und Gebete ist Frieden. Ein Haus der Religionen in Sri Lanka möchten sie eröffnen: An der Nacht der Religionen stellen der buddhistische Mönch Bhante Anuruddha und der Hindupriester Sasikumar Tharmalingam aus dem interreligiösen Zentrum am Europaplatz ihr Projekt vor. Im Rathaus diskutieren sie mit Swisspeace-Direktor Laurent Goetschel die Rolle von Religion in der internationalen Friedensförderung. Unter dem Credo «Zeit für Frieden» begegnen sich in Bern diverse Glaubensrichtungen, von monotheistisch bis polytheistisch, aus mehreren Kulturen. Als Premiere organisieren eine sunnitische und eine schiitische Gemeinschaft zusammen eine Diskussion über den Islam. Erstmals sitzen zudem die atheistischen Freidenker und die wissenschaftlich begründeten Effektiven Altruisten auf einem Podium, wo sie auf Theologiestudierende treffen. Falls der Ton doch einmal zu scharf ausfällt: In der Dreifaltigkeitskirche leiten Sikhs, Buddhisten und Katholiken Meditationen für den «inneren Frieden». Gut versöhnen lässt es sich auch an einem der Buffets – bei Tee oder Glühwein, je nachdem. Céline Graf Diverse Orte, Bern Sa., 11.11. Eröffnung: Rathaus, 18 Uhr www.nacht-der-religionen.ch