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Berner Kulturagenda 2018 N°2

Berner Kulturagenda 2018

DO 18. – MI 24.1.2018 N°2 / www.bka.ch Seite 3 Die Bluesmusikerin Pat Wilder spielt im Marians Jazzroom Harry Dean Stantons letzte Rolle: «Lucky» läuft bei Quinnie Pegelstand, Kolumne von Madeleine Corbat Seiten 4 bis 11 Agenda, Ausstellungen und Kino Seite 12 Im Schweizer Schützenmuseum ist die Sonderausstellung «Lasse deine Schätze funkeln!» zu sehen Gisbert zu Knyphausen ist nach längerer Pause zurück, und zwar im Dackstock Im Bernischen Historischen Museum befasst sich eine Wanderausstellung mit dem Thema Flucht Drei Klassiktipps in der Übersicht Martin Langhorst Persönlichkeiten, die schillern Die Ausstellung «Touchdown» im Zentrum Paul Klee rückt Kunst von Menschen mit Down-Syndrom ins Zentrum. Das Bild zeigt Johanna von Schönfeld, Autorin beim deutschen Magazin «Ohrenkuss». In Bern lädt die Redaktion zur Schreibwerkstatt. 3 Wem gehört die Stadt? Wildwuchs Kulturtipps von Simon Ho «Bruxelles» heisst das neuste Album des Komponisten und Pianisten Simon Ho, der vor fast zehn Jahren in diese Stadt ausgewandert ist. Für Konzerte kehrt er regelmässig nach Bern zurück: Solo tritt er in der «Jeudredi»- Reihe des Berner Generationenhauses auf (Do., 18.1., 17.30 Uhr). Und in der Formation Les Simon mit Simon Baumann und Hans Koch spielt er Ambient-Sounds bei Bee-flat im Progr (Mi., 24.1., 19.30 Uhr). Machen Sie den ersten Satz: Lieber einen ersten Ton. Und was soll der letzte sein? Also doch ein Satz. Pierre Marti Wohin gehen Sie diese Woche und wozu? 1. In die Kunsthalle Bern an die Cantonale Berne Jura (Ausstellung bis 4.2.): zeitgenössisches Kunstschaffen in bester Variation und Besetzung. 2. In die Reitschule an die Tour de Lorraine (Do., 18. bis Sa., 20.1.). Die Tequila Boys wollte ich schon immer mal hören (Dachstock, Bern. Sa., 20.1., 23 Uhr). 3. Ins Kino Rex: «As boas maneiras» (Di., 23.1., 20.30 Uhr) muss ein verrückter Film sein und spielt erst noch im wunderbaren, «loco» São Paulo. Die Tour de Lorraine 2018 hat das Motto «Teilhabe für alle. Da, wo wir leben». Eines der brennendsten Themen am Politfestival ist die Urban Citizenship. Levalet Der Streetart-Künstler Levalet okkupiert Paris und andere Städte. Urban Citizenship, übersetzt Stadtbürgerschaft, bietet neue Aussichten für ein solidarisches Zusammenleben. Städte wie Toronto, Palermo oder New York sind darum bemüht, dass der Aufenthaltsstatus von Personen, die in der Stadt leben, nicht von Belang ist. New York gelang dies 2015 mit der Einführung einer City Card ID: Diese ermöglicht Zugang zu öffentlicher Infrastruktur, und im Fall einer Polizeikontrolle dient die Karte als Ausweis, auf dem nicht erkennbar ist, ob die Person über gültige Aufenthaltspapiere verfügt. Die Idee der Stadtbürgerschaft findet auch in hiesigen Regionen Gehör und ist Thema am Polit- und Kulturfestival Tour de Lorraine. In der Deutschschweiz und in der Romandie werden ähnliche Konzepte angedacht. In Zürich etwa mit der Gründung des Vereins Züri City Card vor drei Jahren. In Bern beschäftigt sich Karin Jenni von der Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers mit der Einführung einer City Card. «Herkunft und Aufenthaltsstatus spielen damit keine Rolle mehr, vielmehr kommt es darauf an, wo du aktiv bist, wo du lebst und wo du dich zu Hause fühlst», sagt sie in der Programmzeitung der Tour de Lorraine. Jenni bietet am Festival Rundgänge zum Thema «Leben als Sans-Papiers» an. Der Auftakt findet im Tojo Theater statt: An der Veranstaltung «Wenn Städte zu Rebellinnen werden – Widerstand gegen ein rassistisches Migrationsregime» wird über die Möglichkeiten und Herausforderungen einer Stadtbürgerschaft diskutiert. Bettina Aeberhard Diverse Orte, Bern Fr., 18. bis Sa., 20.1. www.tourdelorraine.ch In «Wolfskind – Ein Tanzstück für wilde Kinder» reist die Berner Gruppe Kollektiv F in der Dampfzentrale zu den Moglis dieser Welt. Das Findelkind Mogli aus dem «Dschungelbuch», das bei wilden Tieren im indischen Dschungel aufwächst, oder der stürmische Tarzan, der im gleichnamigen Buch in Afrika von Affen aufgezogen wird, sind die bekanntesten Figuren in Geschichten über sogenannte Wolfskinder. Was macht die Prägung der Tierwelt mit dem Körper und dem Denken des Wolfskinds? Wie bewegt es sich? Was macht sein Schicksal so faszinierend? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die Künstlergruppe Kollektiv F in ihrem neuen Tanzstück «Wolfskind – Ein Tanzstück für wilde Kinder». Zugängliche Bewegungssprache Auf der Bühne zu sehen sind die Choreografinnen Anna Heinimann, Irene Andreetto und der Choreograf Benoît Armange, Regie führt Luzius Engel. Das Berner Kollektiv ist Associated Artist der Dampfzentrale und arbeitet in seinen Produktionen mit einer zugänglichen Bewegungssprache, Livemusik (Mark Oberholzer) und Akrobatikeinlagen. Das Stück für Kinder ab 4 Jahren ist in enger Zusammenarbeit mit einer Schulklasse entstanden. Lula Pergoletti Dampfzentrale, Bern Premiere: Sa., 20.1., 20 Uhr So., 21.1., 17 Uhr www.dampfzentrale.ch