Eishockeywelt Ausgabe 03

eishockeywelt

Das Schweizer Eishockey auf einen Blick. Doppelbürger, Lizenz-Schweizer oder Ausländer? Mit uns hast du den Durchblick!

Ausgabe 3 | 10. Juli 2018 | Jahrgang 1

RL

Onlinezeitung zum Schweizer Eishockey

Welcher Spieler hat die Chance

das Team zu schaffen?


Vorwort

Von einer Lernkurve, technischen Problemen und schweisstreibender

Sommerarbeit.

Lieber Leser

Manchmal frage ich mich, was gewisse

Personen in gewissen Verbänden reden.

So geschehen beim Generalssekretär des

Schweizer Fussball-Verbandes. Seine

Äusserungen sind unüberlegt, ketzerisch

und entbehren jeglicher Grundlage. Ohne

Doppelbürger würde es die

Fussballnationalmannschaft wohl nicht

einmal an eine Weltmeisterschaft

schaffen. Sie würden bereits in der

Qualifikation scheitern. Zu sehr ist der

Fussball von diesen

Doppelbürgern abhängig.

Wie sieht das im Eishockey aus? Welche

Spieler sind Doppelbürger, Ausländer mit

Schweizer Lizenz oder reine Ausländer?

Dieser Frage gehe ich in der vorliegenden

Ausgabe nach. Das Ergebnis mag

überraschen. Auch die Schweizer

Nationalmannschaft ist von

Doppelbürgern abhängig. Nicht

gleichermassen wie im Fussball, aber

doch in einer nicht zu

vernachlässigenden Anzahl.

Eine Frage, die wie ein roter Faden durch

unsere Zeitung führt, ist der ständige

Blick auf die Junioren. Habe ich in der

letzten Ausgabe die Elite-A-Junioren

unter die Lupe genommen, so blicke ich

in dieser Ausgabe auf die ältesten und

jüngsten Spieler in der zweithöchsten

Liga. Mit welchem Team arbeiten die

National-League-Teams in der Swiss

League zusammen? Wie funktioniert der

Austausch der Junioren oder jungen

Spieler? Auch diese Punkte beleuchten

wir bei den Swiss-League-Teams.

Und dann wäre auch noch das Interview

mit Nico Hischier vorgesehen gewesen.

Leider hat mich unsere Technik im Stich

gelassen. Das Interview konnte infolge

der Probleme nicht in der nötigen Zeit ins

Reine geschrieben, zur Autorisierung

weitergeleitet und danach noch in das

Layout gepresst werden. Dafür

entschuldige ich mich. Ich werde das in

der folgenden Ausgabe nachholen und

bitte erst mal um Verständnis.

In den ersten beiden Ausgaben habe ich

mir zu wenig Zeit für das Layout der

Zeitung genommen. Das resultierte in

einer teilweise chaotischen und

zerrissenen Zeitung. Ab sofort werde ich

dem Layout noch mehr Aufmerksamkeit

schenken. Ich lerne, wie eine Zeitung

gestaltet werden soll und was nicht geht.

Auch das Feedback von dir ist mir sehr

wichtig. Auf eine dieser Reaktionen

werde ich in den kommenden Ausgaben

vertiefter eingehen und dabei aufzeigen,

dass die Schweiz eigentlich bereits jetzt

ein Farmteam-System hat. Du als Leser


Vorwort

und ich müssen nur die Augen öffnen, um

festzustellen, dass das stimmt.

Die nächsten drei Monate werden für

mich und mein Team eine

Herausforderung sein. Zusammen mit

meinem Team will ich am 20. August das

erste Sonderheft herausgeben und dich

über die kommende Saison so gut

informieren, wie dies nur möglich sein

wird. Die Vorbereitungen dazu laufen auf

Hochtouren und wir werden im

Sonderheft einen grossen Mehrwert

bieten. Sollten wir den einen oder

anderen «Last-minute-Transfer» nicht im

Heft haben, so wirst du ihn hier in der

Zeitung finden. Ich werde ihn dann

speziell vorstellen.

Am 28. September schliesslich erscheint

das umfassendste Vorschauheft auf die

NHL, das es bis anhin gab. In diesem Heft

wirst du alle Informationen zur

nordamerikanischen Liga, zu unseren

Spielern in derselben und zu ihren

Chancen auf den Gewinn des Stanley-

Cups finden.

Natürlich dürfen die Teams und ihre

Stärken nicht fehlen. Jedes Team wird

präsentiert und die Kader der NHL, die bis

zum 15. September bekannt sind, werden

vorgestellt. Über die Änderungen im

Team, Transfers, Trades sowie weitere

Informationen, die es nicht mehr in das

Sonderheft geschafft haben, wirst du

dann in dieser Zeitung lesen.

Neben diesen Vorbereitungen arbeiten

mein Team und ich bereits an der

Vorbereitung unserer vierten Ausgabe. In

diesem Heft nehme ich dich mit in meine

Vergangenheit als Eishockeyfans, wie ich

zu dieser wundervollen Sportart kam und

weshalb ich das tue, was ich nun mache.

Wie du siehst, haben mein Team und ich

ein volles Sommerprogramm. Das jedoch

mit einem Ziel: dir das Eishockey in die

Ferien, ins Büro oder in die Freizeit zu

bringen. Damit du gut informiert in die

Saison starten kannst.

Ich hoffe, dass du genau so viel Spass am

Lesen dieser Ausgabe hast, wie ich dies

beim Erstellen der Themen, dem

Schreiben der Artikel und beim Layouten

der Zeitung hatte.

Nun schnapp dir ein kühles Getränk oder

ein Eis und geniesse unsere

neueste Ausgabe.

Freundliche Grüsse in die Sommerhitze!

Urs Berger


Inhaltsverzeichnis

Ausländer, Doppelbürger

oder Lizenz - Schweizer?

Seite 6 – 13

Wer schafft den Sprung in die Swiss

League?

Ab Seite 41

Time-out:

Ablenken von den

eigenen Problemen

Seite xx – xx


Inhaltsverzeichnis

Seiten 14 – 15

Seite 41

Seiten 16 – 17

Seite 42

Seiten 18 – 19

Seite 43

Seiten 20 – 21

Seite 44

Seiten 22 – 23

Seite 45

Seiten 24 – 25

Seiten 46

Seiten 26 – 27

Seite 47

Seiten 28 – 29

Seite 48

Seiten 30 – 31

Seiten 49

Seiten 32 – 33

Seite 50

Seiten 34 – 35

Seite 51

Seiten 36 – 37

5


Thema der Woche

Ein Sturm der Entrüstung ging nach der Äusserung des

Generalsekretärs des Schweizer Fussball-Verbandes, Alexander

Miescher, durch die Schweiz. Wir greifen das Thema auf und haben

die einzelnen Klubs auf ihre Ausländer, Doppelbürger und Spieler mit

Schweizer Lizenz untersucht.

Kennst du diese Situation: Du bist im

Stadion und hörst die

Mannschaftsaufstellung der Spieler. Dann

fragst du dich: Ist das nicht ein

Ausländer? Wieso spielen die

Mannschaften auf einmal mit fünf oder

sechs Ausländern? Habe ich etwas

verpasst? Wir klären auf den folgenden

Seiten auf, was ein Doppelbürger ist, was

es bedeutet, wenn ein Spieler eine

Schweizer Lizenz hat, und wer ein

ausländischer Spieler ist.

Die «Import»-Spieler

Am einfachsten zu verstehen sind die

Regulierungen bei den ausländischen

Spielern. Oft liest man in diesem

Zusammenhang auch von «Import»-

Spielern. Sie haben eine ausländische

Lizenz und in der Regel keinen Bezug zur

Schweiz. Weder haben sie ein Schweizer

Elternteil noch haben sie ihre erste Lizenz

in der Schweiz gelöst. Meistens spielen

diese Spieler in den Nationalteams ihres

Landes eine tragende Rolle.

Definition Doppelbürger

Fast so einfach ist es mit dem

Doppelbürger. Der Spieler muss einen

Elternteil mit Schweizer Pass haben. Oder

der Spieler wurde in der Schweiz geboren

und bekam den Schweizer Pass

zugesprochen. Als Beispiel kann Andrej

Bykov dienen. Der Sohn von Slava Bykov

wurde in der Schweiz geboren und im

Verlauf seiner Jugendjahre eingebürgert.

Seine Eltern sind beide aus Russland.

Doch durch seine Einbürgerung wurde

Andrej Bykov Schweizer und zählt daher

nicht zum Kontingent für «Import»-

Spieler.

Lizenz-Schweizer

Nun wird es kompliziert. Damit ein

Spieler als Lizenz-Schweizer gilt, muss er

die folgenden Kriterien erfüllen:

1. Der Spieler muss in den

Jugendjahren mindestens während

fünf Jahren in der Schweiz als

lizenzierter Spieler gespielt haben.

6


Thema der Woche

Justin Krueger und Roman Cervenka im Duell um den Puck. (Bild: PPR/ Jean Christophe Bott

oder

2. Er muss seine erste Lizenz in der

Schweiz gelöst haben und in der

Meisterschaft eingesetzt worden

sein.

Die IIHF-Regelung für einen

Nationenwechsel

Wie sieht es aber aus, wenn ein Spieler

gern für die Schweizer

Nationalmannschaft spielen möchte?

Hier sind die Reglemente der IIHF

massgebend. Der IIHF erlaubt unter

gewissen Voraussetzungen einen

Nationenwechsel, auch wenn der Spieler

bereits für eine andere Nation gespielt

hat. Hier gelten die folgenden Kriterien:

1. Der Spieler muss mind. fünf Jahre in

der neuen Nation gespielt haben.

und

2. Er darf während fünf Jahren nicht für

sein ehemaliges Land spielen.

Erst wenn diese beiden Voraussetzungen

gemeinsam erfüllt sind, kann der Spieler

für seine neue Nation spielen. Wichtig ist

hier, dass diese beiden Voraussetzungen

gleichzeitig erfüllt sind. Nur ein Kriterium

allein reicht nicht aus, um einen

Nationenwechsel anzustreben.

Die Praxis

In der National League haben wir jeden

Klub unter die Lupe genommen. Dabei

sind uns grosse Unterschiede in den

Teams aufgefallen. Es gibt Teams, die

keine Doppelbürger oder Ausländer mit

Schweizer Lizenz in ihrer Mannschaft

haben, und solche, bei denen die ganze

7


Thema der Woche

Robert Nilsson kann jubeln. Der Schwede hat eine Schweizer Lizenz. (Bild: PPR/Ennio Laenza)

8


Thema der Woche

Mannschaft fast ausschliesslich aus

Ausländern besteht.

EHC Biel 0 – GSHC 15

Der einzige Klub, der vollständig auf

Doppelbürger oder Spieler mit Schweizer

Lizenz verzichtet, ist der EHC Biel. Dieser

hat, Stand heute, vier Ausländer im

Kader. Alle anderen sind Schweizer

Spieler.

Auf die Spitze treibt es Genéve-Servette.

Mit fünfzehn Spielern im Kader, die

entweder Doppelbürger, Spieler mit

Schweizer Lizenz oder reine Ausländer

sind, hat das Team von Chris McSorley

die Spitzenposition inne.

Zwischen drei und sieben

Bei den anderen Teams sind zwischen

drei und sieben Spieler entweder

Doppelbürger oder besitzen eine

Schweizer Lizenz. Darunter sind

Teamstützen und Spieler, die weniger

Einfluss auf das Team haben.

internationale Eishockey leiden würde.

Die Auftritte der Nationalmannschaft

würden ebenfalls darunter leiden.

Wir brauchen Doppelbürger

und Lizenz-Schweizer

Die Doppelbürger und Lizenz-Schweizer

bereichern das Eishockey, sorgen für eine

grössere Konkurrenz unter den Spielern

und sorgen damit für bessere Schweizer

Spieler. Diese Konkurrenz gilt es zu

erhalten. Am Ende profitieren alle davon.

Diese Spieler sind eine Bereicherung für

die Liga und das einheimische Wirken.

Eine Regulierung würde keinen Sinn

machen und am Ende dem Eishockey

schaden.

Die unten stehende Aufschlüsselung

ermöglicht dir, die Übersicht über die

Teams und deren Ausländer,

Doppelbürger und Lizenz-Schweizer zu

erhalten.

Was würde geschehen, wenn wir all diese

Lizenzen regulieren würden? Wäre das

Schweizer Eishockey besser oder

schlechter?

Mit einer Regelung würde die

Schweiz geschwächt

Je nach Sichtweise kann das Eishockey in

der Schweiz davon profitieren oder

würde unter der Regelung leiden. Vor

allem die kleineren Teams könnten für ihr

Team nicht mehr genügend gute Spieler

finden. Die Meisterschaft würde

geschwächt und es besteht die

Möglichkeit, dass dadurch auch das

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National League

>HC AMBRI-PIOTTA

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Nick Plastino (D) CAN / ITA Connor Hughes G) CAN / Schweiz * Tommaso Goi (F) ITA

Matt D’Agostini (F) CAN Christopher Smith (F) CAN / Schweiz * Fabio Hofer (C ) AUT

Dominik Kubalik (F) CZE Jason Fritsche (F) USA / Schweiz * Diego Kostner (F) ITA

Dominic Zwerger (F) AUT

*Ist auch beim Partnerteam HC Biasca Ticino Rockets vorgesehen

SC BERN

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Adam Almquist (D) SWE Eric Blum (D) Schweiz / JPN Calle Andersson (D) SWE

Mark Arcobello (F) USA Thomas Rüfenacht (F) Schweiz / USA Justin Krueger (D) GER / CAN

Andrew Ebbett (F) CAN

Leiv Fogstad Vold (F) NOR

Jan Mursak (F) SLO

EHC BIEL

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Anssi Salmela (D) FIN

Robbie Earl (F) USA

Marc-Antoine Pouliot (F) CAN

Toni Rajala (F) FIN

10


National League

HC DAVOS

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Nygren Magnus (D) SWE Fabrice Kruijsen (G) Schweiz / NL ** Payr Julian (D) AUT *

Perttu Lindgren (F) FIN Joren van Pottelberghe (G) Schweiz / BEL Stefan Spinell (F) ITA *

Benjamin Baumgartner (F) AUT *

*Ist auch beim Partnerteam HC Biasca Ticino Rockets vorgesehen

**Ist auch beim MSL Team Seewen im Kader

HC FRIBOURG-GOTTERON

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Jonas Holos (D) NOR Andrei Bykov (C ) Schweiz / RUS

Michal Birner (F) CZE Lukas Lhotak (C/RW) Schweiz / Czech Rep.

Andrew Miller (F) USA Laurent Meunier (C/RW) Schweiz / FRA

Jim Slater (F) USA

Christopher Rivera (C/W) Schweiz / USA

GENÈVE-SERVETTE HC

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Johan Fransson (D) SWE Enzo Guebey (D) Schweiz / FRA * Eliot Berthon (C/W FRA

Henrik Tömmernes (D) SWE Robert Mayer (G) Schweiz / Czech Rep. Floran Douay (LW) FRA

Goran Bezina (D) Schweiz / CRO Marks Lazarevs (W) LAT

Daniel Vukovic (D) Schweiz / CAN

Mike Völlmin (D) Schweiz / USA

Cody Almond (C/LW) Schweiz / CAN

Makai Holdener (W) Schweiz / NL

Tanner Richard (C/LW) Schweiz / CAN

Juraj Simek (W) Schweiz /SVK

Jeremy Wick (RW/D) Schweiz / CAN

*Ist auch beim Partnerteam La Chaux de Fonds im Einsatz

11


National League

HC LUGANO

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Linus Klasen (F) SWE Clarence Kparghai (D) Schweiz / LIB * Timo Demuth (F) AUT *

Jani Lajunen (C ) FIN

Elvis Merzlikins (G) LAT

Maxim Lapierre (C ) CAN

Stefan Müller (G) AUT

Chorney Taylor (D) CAN/USA

Stefan Ulmer (D) AUT

Giovanni Morini (C/LW) ITA

*Ist auch beim Partnerteam HC Biasca Ticino Rockets vorgesehen

SCL TIGERS

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Chris DiDomenico (F) CAN Damiano Ciaccio (G) Schweiz / ITA Ivars Punnenovs (G) LAT

Mikael Johansson (F) SWE Larri Leeger (D) Schweiz / FIN Anton Gustafsson (C ) SWE

Harri Pesonen (F) FIN Alexei Dostoinov (F) Schweiz / RUS Rihards Melnalksnis (F) LAT

Aaron Gagnon (F) CAN Weibel Keijo (F) Schweiz / FIN

Eero Elo (F) FIN

SC RAPPERSWIL-JONA LAKERS

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Matt Gilroy (D) USA Léonardo Fuhrer (F) Schweiz / Brazil Steve Mason (F) NL / CAN

Jared Aulin (F) CAN Ron Martikainen (F) Schweiz / FIN Josh Primeau (F) CAN

Dion Knelsen (F) CAN Martin Ness (C ) Schweiz / GER

Casey Wellman (F) USA

LAUSANNE HC

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Jonas Junland (D) SWE Robin Grossmann (D) Schweiz / CAN Ronalds Kenins (W) LAT

Dustin Jeffrey (F) CAN Robin Leone (RW) Schweiz / FIN

Lee Roberts (W) Schweiz / U.K.

Tim Traber (RW) Schweiz / CAN

Joel Vermin (W/C) Schweiz / NL

12


National League

ZSC LIONS

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Maxim Noreau (D) CAN Niklas Schlegel (G) Schweiz / CAN Robert Nilsson (W) SWE / CAN

Kevin Klein (D) CAN Dave Sutter (D) Schweiz / CAM

Roman Cervenka (F) CZE

Fredrik Pettersson (F) SWE

Drew Shore (F) USA

EV ZUG

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Carl Klingberg (F) SWE Tobias Fohrler (D) Schweiz / GER * Santeri Alatalo (D) FIN

David McIntyre (F) CAN Victor Oejdemark (D) Schweiz / SWE * Johann Morant (D) FRA

Garrett Roe (F) USA Raphael Diaz (D) Schweiz / ESP Thomas Thiry (D) FRA*

Viktor Stalberg (F) SWE Jesse Zgraggen (D) Schweiz / CAN

* Ist auch beim Partnerteam EVZ Academy im Einsatz

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HC Ambri-Piotta

Der HC Ambrì-Piotta ist gerüstet für die Saison. Sollte die Verletztenhexe

zuschlagen, können die Leventiner aus ihrem Reservoir in Biasca Spieler

holen.

In Quinto kann man getrost der

kommenden Saison entgegenblicken.

Ambrì hat einen tiefen Kader, kann auf

verschiedene Spieler in seinem Farmteam

zurückgreifen. Etwas, das neun andere

Teams nicht können. Die vier weiteren

Teams, die diesbezüglich ebenfalls keine

Probleme bekunden dürften, sind der HC

Lugano, der HC Davos, die ZSC Lions und

der EV Zug. All diese Teams verfügen

über ein Farmteam, in dem sie Spieler

unterbringen können, die (noch) nicht

den Anforderungen der National League

genügen.

Torhüter Connor Hughes steht

bereit

Sollten sich Benjamin Conz und Daniel

Manzato verletzen, können die beiden

durch Connor Hughes ersetzt werden.

Der Schweiz-Kanadier kann ohne

Probleme über mehrere Spiele als

Nummer 1 agieren. Für eine gesamte

Saison würde es (noch) nicht reichen.

Wenn es gravierendere Verletzungen

wären, würde Ambrì wie jeder anderer

Klub auf dem Transfermarkt tätig

werden.

Ein Verteidiger in Biasca

In der Verteidigung wird Jan Wieszinski

nach Biasca abgegeben. Der Schweiz-

Kanadier wird dort weiter ausgebildet

und gefördert. Er kam nach der letzten

Saison aus den Elite-Junioren in die erste

Mannschaft. Sportchef Paolo Duca hat

sich dafür entschieden, ihm noch mehr

Zeit zur Entwicklung zu geben.

Moor oder Pinana müssen

wohl nach Biasca

Sollte Ambrì mehrere Spieler auf einmal

verlieren, können sie auch auf Misha

Moor oder auf Christian Pinana zählen.

Beide sind im aktuellen Kader aufgeführt.

Ein vorübergehendes Abgeben an das

Farmteam scheint möglich zu sein. Damit

sind die Leventiner gut versorgt.

Verlieren die Tessiner mehr als drei

Verteidiger, wird der Markt in der

Schweiz sondiert. Und das eine oder

andere Angebot abgegeben. Hier hat

Duca ein gutes Argument, um weiter zu

verpflichten. Michael N’Goy oder Igor

Jelovac könnten als Tauschgeschäfte

dienen. Beide sind auf ihre Art für den

einen oder anderen Klub wichtig.

14


HC Ambri-Piotta

Joel Neuenschwander spielt in Biasca (Bild: Mauricett Schneider)

Gebrüder Neuenschwander

bereit?

Der Sturm ist gut besetzt. Bei einem

Ausfall kann Duca auf Jason Fritsche,

Dario Rohrbach, die Zwillinge

Neuenschwander und Giona Bionda

zurückgreifen. Vor allem Dario Rohrbach

und die Gebrüder Neuenschwander

könnten sich aufdrängen. Alle drei Spieler

sind im erweiterten Kader der U20-,

respektive der U18-Nationalmannschaft.

Jason Fritsche und Giona Bionda müssen

noch warten. Sie haben sich noch nicht

aufgedrängt und werden noch weiter

ausgebildet.

Wieder kein Einbau der Elite-

Junioren?

Wie sieht es in den Elite-Junioren aus?

Kann einer dieser Spieler den Schritt in

die erste Mannschaft schaffen? Der Kader

bei der Junioren-Elite ist noch nicht

bekannt. Hier wird Manuele Celio genau

hinschauen und die Junioren gezielt

auswählen. So, dass auch der eine oder

andere in der ersten Mannschaft spielen

kann. (Siehe auch Ausgabe 2)

Entscheidende Jahre in der

Leventina

Es bleibt spannend in der Leventina. Vor

allem, wenn man die Entwicklung in den

kommenden Jahren verfolgt. Wird sich

die Leventina in den kommenden Jahren

endlich weiterentwickeln? Oder droht der

Abstieg in die Swiss League wegen der

aktuellen Juniorenprobleme? Der Spagat

zwischen Juniorenförderung,

Juniorenüberforderung und dem Wohl

der ersten Mannschaft ist und bleibt stets

schwierig ...

15


SC Bern

Der SC Bern riskiert, in den kommenden Jahren den Anschluss zur

Konkurrenz zu verlieren. Nicht nur weil ihm ein klares Partnerteam mit

Austausch von Spielern fehlt.

Wenn beim SC Bern sowohl Leonardo

Genoni und Pascal Caminada ausfallen,

dann hat Bern ein Problem. Nicht nur ein

kleines, sondern ein wirklich grosses

Problem. Anders als bei den anderen

Topklubs hat der SC Bern keinen

wirklichen Ersatz, sollten die beiden

Torhüter ausfallen. Der Stadtklub hat

keinen dritten Torhüter, der aus dem

«Farmteam» aus der Swiss League

herangezogen werden kann. Philip

Wüthrich spielt in Langenthal, Joel Aebi in

Ajoie und Sascha Rochov ist beim EHC

Visp. Rein theoretisch könnten die Berner

einen dieser Torhüter mit einer B-Lizenz

nach Bern holen.

Wer wird 7. Verteidiger?

Mit der Defensivabteilung haben die

Berner weniger Probleme. Mit Yanik

Burren, Colin Geber und Aurelien Marti

sind drei Verteidiger im Kader der

Hauptstädter, die in den ersten

Testspielen wohl zum Einsatz kommen

und danach, je nach Leistung, in Bern

bleiben oder an eines der Partnerteams

der Berner abgegeben werden. Wen wird

das wohl am ehesten treffen?

Nehmen wir als Grundlage die Eiszeit

während der regulären Saison, wird es

Colin Gerber treffen. Der Berner

Verteidiger stand zwar des Öfteren in der

Mannschaftsaufstellung, gespielt hat er

indes keine Minute.

Marti oder Burren?

Der zweite Spieler könnte Aurélien Marti

sein. Der Ex-Langenthaler konnte beim

Stadtklub einige Minuten sammeln, doch

diese sind nur marginal. Die grössten

Chancen, in der National League den

Durchbruch zu schaffen, hat Yanik

Burren. Er stand im letzten Jahr über 300

Minuten auf dem Eis und scheint bei Kari

Jalonen in der Hierarchie der Verteidiger

auf dem achten Platz zu stehen.

Dubois hat keinen Vertrag

Noch nicht erwähnt haben wir Tim

Dubois. Er ist aktuell noch ohne Vertrag.

Gut möglich, dass er in Bern eine weitere

Chance bekommt, um zu reifen. Vielleicht

wird der Berner an Visp ausgeliehen –

was am meisten Sinn machen würde.

Interessant ist auch die Situation im

Sturm. Der SC Bern führt zwei Spieler im

Kader, die sich um den Platz als 13.

Stürmer bewerben. André Heim hatte in

16


SC Bern

Die Spieler müssen Kari Jalonen überzeugen (Bild: eishockeywelt / Barbara Zimmermann)

der letzten Saison des Öfteren die

Möglichkeit, sich zu beweisen. Er tat dies

ausgezeichnet, kam aber nie über die

Rolle eines Ergänzungsspielers hinweg.

Vold mit Eiszeit in Bern

Der zweite Name, den man sich merken

muss, ist Leiv Fogstad Vold. Der

Norweger mit Schweizer Lizenz ist in der

kommenden Saison an den EHC Visp

ausgeliehen. Bei einem Engpass im Sturm

könnte Vold in die Bresche springen. Die

Frage ist nur, ob er schon bereit ist, um in

der National League seinen Einstand zu

feiern. In den Vorbereitungsspielen wird

Vold sicher das eine oder andere Mal

beim SC Bern im Einsatz stehen.

Ein weiterer Spieler, der sich in Bern noch

einmal einen Vertrag erarbeiten kann, ist

Gian-Andrea Randegger. Der Stürmer

weiss, wie es ist, als 13. Stürmer zu

agieren. Er ist ein pflegeleichter

Rollenspieler, der überall eingesetzt

werden kann, ausser im Tor.

Zürich, Zug oder Lugano als

Vorbild für Bern

Dennoch ist in Bern der Kader gegenüber

der Konkurrenz erneut dünn besetzt.

Blickt man nach Zürich, Zug oder Lugano,

so haben diese drei Klubs ein Farmteam,

mit dem sie Spieler nach Bedarf in die

National League beordern können. Auch

der HC Davos hat in der kommenden

Saison wieder ein Farmteam. Der HCB

Ticino Rockets hat einige Spieler

übernommen und wird sie für Davos

weiterbilden. Wann erwacht Bern, damit

der Hauptstadt-Klub ein wirkliches

Partnerteam hat und sich nicht in drei

oder vier verschiedenen Klubs verzetteln

muss?

17


EHC Biel

Auch in diesem Jahr kann der EHC Biel auf einen starken Kader zählen.

Die Seeländer werden selbstbewusster.

Der EHC Biel hat einen tiefen Kader.

Anders als ihre Konkurrenz verfügen die

Bieler im Sturm über mehrere Optionen,

die sie in der ersten Mannschaft

einsetzen können. Wie bei allen Klubs ist

aber die Torhüter-Position ebenfalls zu

wenig tief besetzt. Mit der

Zusammenarbeit mit Ajoie können sie auf

zwei gute Torhüter zurückgreifen. Mit

Dominik Nyffeler und Joel Aebi haben die

Ajoueletten zwei gute bis sehr gute

Schlussmänner im Kader, die sowohl als

Ersatz wie auch als vorübergehende

Nummer 1 eingesetzt werden können.

Welcher Verteidiger muss in

die Ajoie?

Die Situation in der Verteidigung ist mit

dem Zuzug von Rajan Sataric, Kristian

Suleski und dem Elite-Spieler Janis

Jérome Moser gut besetzt. Suleski und

Sataric sind beides Spieler, die sich um

den siebten Platz in der Verteidigung

streiten werden. Je nach Verlauf der

Vorbereitung wird einer dieser beiden

Spieler wohl zu Ajoie gesandt werden.

Moser wird in der ersten Mannschaft zu

Teileinsätzen kommen. Die Mehrheit der

Spiele wird er bei den Elite-Junioren in

Biel bestreiten. Dort wird er sich

weiterentwickeln und kann im nächsten

Jahr den Sprung in die erste Mannschaft

erreichen.

Gut besetzt im Sturm

Der Sturm ist sehr tief besetzt. Mit

Michael Hügli, Jan Petrig, Ramon Tanner

und Simon Wüest sind vier Kandidaten im

Kader, die sich in der Vorbereitung für

einen Platz an der Sonne aufdrängen

werden. Vor allem der Ex-Rapperswiler

Michael Hügli wird sich in den nächsten

Wochen mit Dominik Diem um einen

Platz im Kader streiten. Diem blieb in der

letzten Saison unter den Erwartungen.

Teilweise auch wegen Verletzungen.

Dieses Jahr muss vom ehemaligen ZSC-

Lions-Spieler ein Schritt nach vorn

gemacht werden. Ansonsten könnte sich

der Zürcher in der ungeliebten Rolle des

14. Stürmers wiederfinden – und in der

Swiss League bei Ajoie.

18


EHC Biel

Dominik Diem konnte sich in Biel weiterentwickeln. (Bild: eishockeywelt Barbara Zimmermann)

Kann Hügli in der National

League bestehen?

Ähnlich könnte es Michael Hügli gehen.

Der Rapperswiler wechselte nach der

letzten Saison mit guten Werten zum EHC

Biel. Der Ex-Rapperswiler kann nun in Biel

beweisen, dass er das Talent dazu hat, in

der National League zu bestehen. In der

Swiss League war der Stürmer für 43

Punkte in 45 Spielen verantwortlich. Kann

er diese Sicherheit weiter ausspielen, so

wird er in Biel in der dritten Linie

auflaufen. Wenn nicht, wird der Gang in

die Swiss League folgen.

Mannschaft zu reüssieren. Biel wird diese

drei Spieler wohl eher bei den Junioren

belassen und nur bei Bedarf in die erste

Mannschaft integrieren.

Wer wird zuschauen?

Je nach Entwicklung kann der eine oder

andere in der ersten Mannschaft den

Kampf um die Startplätze bereits in der

Vorbereitung verlieren. Darunter könnte

auch der Assistent Captain Jan

Neuenschwander sein. Dass Antti

Törmänen diesen Schritt machen würde,

ist möglich

Elite-Junioren geben Tiefe im

Kader

Mit den Elite-Junioren Jan Petrig, Ramon

Tanner und Simon Wüest sind weitere

Alternativen vorhanden, um in der ersten

19


HC Davos

Der HC Davos hat den Kader noch nicht komplett beisammen. Erste

Tendenzen, wer sich in die erste Mannschaft spielen könnte, zeichnen

sich ab.

Würden in der National League alle Klubs

mit derselben Auffassung agieren, wie

der HC Davos das tut, dann hätte keiner

der Klubs Probleme bei längeren

Ausfällen. Allein im Sturm kann Arno Del

Curto auf zwölf Spieler zurückgreifen, die

im Partnerteam sind oder nach

Möglichkeit in dieses Team gesandt

werden.

Welche drei Verteidiger

werden den Sprung schaffen?

In der Verteidigung sind drei Spieler im

Kader der Davoser, die nach Biasca

gesandt werden könnten. Und bei den

Torhütern hat Arno Del Curto einen

Torhüter in die MySports League

geschickt. Er hat beim EHC Seewen

Fabrice Kruijsen platziert. Damit hat Del

Curto eine gute Tiefe auf der

Torhüterposition und kann, wenn es

nötig sein würde, einen seiner zwei

Torhüter mit Kruijsen ersetzen.

In der Verteidigung wird ein Kampf um

die achte Position entbrennen. In der

besten Position befindet sich Davyd

Barandun. Der in der Ukraine geborene

Verteidiger konnte letztes Jahr in der

Qualifikation mehrere Spiele bestreiten

und sich für die National League

empfehlen. Mit seinen 18 Jahren ist er in

der obersten Liga angekommen und kann

dem Team weiterhelfen. Seine

Entwicklung in den kommenden Tagen

wird interessant sein. Zudem ist er ein

heisser Kandidat, um an den U20-

Weltmeisterschaften in Vancouver in den

ersten beiden Linien zu spielen.

Biasca bildet für Davos aus

Dominic Buchli und Julian Payr werden

wohl zu Beginn der Saison in Biasca

weiter ausgebildet. Beide sind noch nicht

in der National League angekommen und

müssen sich zuerst beweisen. Der

Österreicher Payr könnte auch noch bei

den Elite-Junioren eingesetzt werden. Bei

Buchli wird die Vorbereitung auf die neue

Saison entscheidend sein. Wird er sich

aufdrängen können?

Im Sturm hat der HC Davos zehn Plätze

besetzt. Für die restlichen drei bis vier

Plätze kann Del Curto aus zwölf Spielern

auswählen. In einer ausgezeichneten

Position befinden sich Thierry Bader,

Jérome Portmann und Yannick Frehner.

20


HC Davos

Aarno del Curto hat die Qual der Wahl. (Bild: eishockeywelt / Barbara Zimmermann)

Portmann wurde mit einer B-Lizenz an

den EHC Visp abgegeben. Er kann sich

jedoch in Visp wieder zurück in die erste

Mannschaft arbeiten.

Noch fehlen zwei Ausländer

Je nachdem, welche weiteren Ausländer

der HC Davos verpflichten kann, sind

nach dem Trainingscamp nur noch ein

oder zwei Plätze im Sturm oder der

Verteidigung frei. Die Tiefe des Kaders

beim HC Davos ist für die kommende

Saison ein Plus. Das Entsenden der

jungen Spieler nach Biasca zeugt von

einer weitsichtigen Planung, was die

Entwicklung der Spieler betrifft.

Verteidiger Julian Payr, Stürmer Benjamin

Baumgartner, Mischa Bleiker, Lorenzo

Glarner, Oliver Heinen, Nicholas Heini,

Fadri Riatsch, Stefan Spinelli und Gian-

Marco Wetter haben alle die Möglichkeit,

sich in Biasca und bei den Elite-Junioren

zu entwickeln. Unter Jan Cadieux wird in

Biasca ein grosser Konkurrenzkampf

herrschen. Er wird die Entwicklung der

jungen Spieler fördern. Wenn einer

dieser Spieler nicht genügen sollte, dann

wird er in die entsprechenden Elite-

Junioren-Teams relegiert. Um sich dann

wieder für Biasca zu empfehlen oder

noch ein Jahr zuzuwarten.

Davos ist auf dem richtigen

Weg

Wir wünschten uns, dass die Klubs

vermehrt nach Davos blicken und sich

von diesem Konzept etwas abschauen

würden. Zu oft werden fertig

ausgebildete Stars verpflichtet und der

eigenen Juniorenausbildung zu wenig

Gewicht gegeben. Eine Entwicklung, die

sich am Ende rächen könnte.

21


HC Fribourg-Gotteron

In Fribourg ist der Kader dünn besetzt. Das kann zu Problemen führen.

Vor allem, weil die jungen Spieler wohl gehen müssen.

Im Üechtland freut man sich auf die

kommende Saison. Endlich ist Reto Berra

in Fribourg angekommen und soll die

Drachen in diesem Jahr weit bringen.

Was geschieht indes, wenn sich Berra

verletzt? Dann haben die Drachen ein

grosses Problem. Ludovic Waeber kann

nicht eine Nummer eins im Tor sein. Dazu

hat er sich nach wie vor nicht so gut

entwickelt, wie das allgemein

angenommen wurde. Sportchef Christian

Dubé muss hier nachbessern. Wenn er im

Neuenburger Jura nach Ersatz suchen

würde, wird er sich wohl eine Absage

einhandeln. Da bleibt wohl nur der

ausländische Markt als Möglichkeit, einen

guten Torwart zu finden.

Brüder mit einem Ziel

Mit den Gebrüdern Forrer hat Dubé zwei

gute Spieler geholt, die sich aber im

ersten Moment noch für eine Position im

Kader aufdrängen müssen. Weder Marco

Forrer, der in Davos spielte, noch Sandro

Forrer von Zug scheinen bereit zu sein,

eine ganze Saison im Drachen-Dress zu

bestreiten. Ein zweiter Blick zeigt, dass

Marco Forrer die besseren Karten hat,

sich auf Anhieb in der National League

festzusetzen. Er kam mit dem HC Davos

zu ansprechenden Einsatzzeiten. Die

Frage ist, wo Trainer Marc French den 22-

Jährigen einsetzen will. Soll er eher gegen

die gegnerische Toplinie neutralisieren

oder doch lieber in der zweiten Linie nach

vorn spielen? Welche Option French

wählen wird, ist für die Entwicklung des

Verteidigers ebenso wichtig wie die

Eiszeit.

Sandro Forrer mit schwerer

Aufgabe

Der ein Jahr jüngere Sandro Forrer wird

zu Beginn seine Chance erhalten und im

Sturm agieren. Vor allem in den

Vorbereitungsspielen wird er unter

spezieller Beobachtung stehen. Wird er

die Anforderungen des Trainers erfüllen

können?

Sebastian Schilt in die Swiss

League?

Ein erfahrener Verteidiger wird wohl bis

zum ersten Spiel zittern müssen.

Sebastian Schilt wird in der kommenden

Saison wohl nur die zweite Geige spielen

und als 7. Verteidiger eingesetzt. Es kann

durchaus auch Sinn machen, ihn auf der

22


HC Fribourg-Gotteron

Mark French beobachtet die Junioren. (Bild: planethockey)

Tribüne zu lassen und einem jungen

Spieler den Vorrang zu geben.

Nathan Marchon muss

kämpfen

Im Sturm wird Nathan Marchon wohl

nicht über die Rolle eines 12. oder 13.

Stürmers kommen. Zu stark ist die

Konkurrenz auf seiner Position. Auch

wenn er in der letzten Saison eine gute

Leistung zeigte, wird er wohl kaum mehr

Eiszeit erhalten als in der letzten Saison.

Zukunft von Spielern ungewiss

Noch offen ist die Zukunft für vier Spieler.

John Fritsche, Gill Ducret, Nelson Chiquet

und Bryan Abreu de Nobrega haben

keinen Vertrag mit Fribourg. Sie könnten

vor Saisonstart jedoch noch einen

erhalten. Vor allem John Fritsche würde

sich anbieten. Er wurde letztes Jahr oft

gebraucht. Bei Nelson Chiquet würde es

sich lohnen, ihn unter Vertrag zu

nehmen, ihn ohne B-Lizenz zum HC La

Chaux-de-Fonds oder einem anderen

Swiss-League-Team abzugeben und ihn

dort wichtige Erfahrung sammeln zu

lassen.

Zwei Spieler in die MySports

League

Schwer wird es für Gil Ducret und Bryan

Abreu de Nobrega. Sie werden wohl in

der MySports League spielen. Ihre

Fähigkeiten reichen aktuell für einen

Swiss-League-Klub noch nicht aus.

Christian Dubé würde aber gut beraten

sein, die beiden dennoch unter Vertrag

zu nehmen und in der dritthöchsten Liga

sich entwickeln zu lassen

23


HC Genève-Servette

Chris McSorley muss in den kommenden Wochen entscheiden, welche

Spieler er behalten will und welche nicht. Der Sportchef und Trainer in

Personalunion hat viele Optionen.

Genf hat Probleme. Grosse Probleme.

Der Kader ist noch nicht durchgehend

besetzt, Ausländer fehlen und viele

Spieler sind aktuell ohne Vertrag. Zehn

Verträge sind ausgelaufen oder offen. Die

entsprechenden Spieler haben noch

keinen neuen Klub gefunden. Einige

hoffen, dass Chris McSorley im letzten

Moment mit einer Offerte kommt.

Vom Backup-Torhüter zum

Spieler ohne Vertrag

Beginnend im Tor: Leo Chuard hat noch

keinen Job. Letztes Jahr wurde er noch als

Backup gebraucht, da Gauthier Descloux

in Ambrì spielte. Der ist nun die Nummer

zwei hinter Robert Mayer. Mayer ist die

klare Nummer eins in Genf und wird

diese Stellung behaupten können.

Descloux wird wohl die ewige Nummer

zwei bleiben. Chuard sollte sich auf dem

Markt umschauen, um sich in der Swiss

League noch einen Platz zu sichern und

sich weiter entwickeln zu können. Einfach

wird das nicht werden.

Muss Petschenig wirklich

gehen?

In der Verteidigung sind Will Petschenig,

Eliot Antonietti, Romain Chuard und Mike

Wyniger noch ohne Vertrag. Dabei

erstaunt, dass Will Petschenig noch

keinen neuen Vertrag mit Genf besitzt.

Immerhin stand der Verteidiger fast 700

Minuten auf dem Eis und vermochte so

manchen Gegner mit seiner physischen

Spielweise in Bedrängnis zu bringen.

Wieso scheut sich Chris McSorley, diesen

Vertrag zu verlängern?

Antonietti muss um Zukunft

zittern

Eliot Antonietti wird wohl nie Fuss fassen

können in der National League. Bei ihm

wechseln sich Licht und Schatten in der

obersten Liga zu sehr ab.

Romain Chuard und Mike Wyniger

stagnierten in der letzten Saison und

konnten sich nicht weiterentwickeln. Sie

müssen das tun, wenn sie noch je einmal

eine Chance in der National League

erhalten wollen. Vieles deutet aber auf

einen Abgang in die Swiss League hin.

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HC Genève-Servette

Nick Spalling (recht) blickt ungewiss in die Zukunft. (Bild: PPR/Marcel Bieri)

Nick Spalling – Genf, EBEL

oder DEL?

Der bekannteste Name ohne Vertrag ist

Nick Spaling. Der Kanadier hat noch

keinen neuen Klub gefunden. Der 30-

jährige Stürmer wird wohl in der DEL

oder in der EBEL landen. Ein Verbleib in

der National League scheint

unwahrscheinlich.

Mit Kai Schweri zeigt Chris McSorley

wenig Geduld. Obwohl der talentierte

Stürmer auf über 400 Minuten Eiszeit

kam, muss er gehen. Wohin wird es ihn

ziehen?

Impose und das

verschwendete Talent

Auguste Impose hat viel Talent. Doch er

setzt es nicht ein. Er muss in der

Defensive verlässlicher werden, muss sich

nach hinten orientieren und auch die

Schmutzarbeit verrichten. Das alles geht

ihm ab. Es erstaunt nicht, dass er noch

keinen Vertrag mit Genf oder einem

anderen Swiss-League-Team hat.

Thomas Heinimann ist der Letzte auf der

langen Liste der noch offenen Verträge.

Der 22-jährige Stürmer wird sich wohl in

der MySports League wiederfinden. Ein

Verbleib bei Genf ist eher

unwahrscheinlich.

Trotz all dieser offenen Verträge hat

McSorley auch interessante Spieler unter

Vertrag. So kommt von den GCK Lions

Marks Lazarevs. Der Lette ist ein

talentierter Spieler, der noch viel lernen

kann. Unter Chris McSorley sicher ein

interessantes Projekt, das sich zu

verfolgen lohnen wird.

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SCL Tigers

Der Kader der Emmentaler ist tief besetzt. Trainer Heinz Ehlers kann

auswählen und ausbilden. Probleme bereiten aber die Torhüter.

Einen wirklichen Ersatz bei Verletzungen haben die Tigers nicht.

Eine entscheidende Frage wird bei

Langnau sein, wen Trainer Heinz Ehlers

bei den Ausländern auf die Tribüne

setzen wird. Gleich fünf hat der Däne zur

Verfügung. Nur welchem von ihnen soll

er die unbefriedigende Rolle als

überzähliger Ausländer geben?

Welcher Ausländer

wird spielen?

Chris DiDomenico, Ero Elo und Aaron

Gagnon scheinen gesetzt zu sein. Bleiben

noch Mikael Johansson und Harri

Pesonen. Den Letzteren kennt Ehlers inund

auswendig. Dass die Wahl auf den

Finnen fallen wird, scheint fast unmöglich

zu sein. Oder doch? Pesonen würde im

Powerplay fehlen. So wie Aaron Gagnon

das ebenfalls tun würde. Und Ero Elo. Die

Entscheidung wird dem Dänen nicht

leicht fallen, das ist jedoch

selbstverschuldet.

Routine gegen Ausbildung?

In der Verteidigung haben die

Emmentaler ebenfalls die Qual der Wahl.

Welchen dieser Spieler soll Ehlers auf die

Bank setzen? Claudio Cadonau, der vom

SC Langenthal zu den Tigers wechselt,

wird spielen können. Daneben sind

Andrea Glauser, Simon Kindschi und

Flurin Randegger Kandidaten für die

Pressetribüne. Auch Neuzugang Larri

Leeger könnte überzählig sein.

Im Sturm keine Probleme

Im Sturm ist der Kader noch tiefer besetzt

als in der Verteidigung. Hier wird das

Auswahlverfahren brutal hart sein. Nils

Berger wird es wohl am ehesten treffen.

Stefan Rüegsegger ist ebenfalls eine

Option. Beim Saisonstart werden in der

Elite Dominik Gyger, Rihards Melnalksnis,

Keijo Weibel, Robin Nyffeler und Luca

Wyss spielen. Nyffeler und Wyss haben

die B-Lizenz in Langenthal gelöst und

werden bei Bedarf bei den

Oberaargauern spielen.

Gerber wurde «parkiert»

Roland Gerber, der erfahrene Routinier,

startet ebenfalls mit einer B-Lizenz. Er

wird in Olten starten und kann bei Bedarf

nach Langnau zurückgeholt werden.

Um einen Stammplatz müssen wohl

Stefan Rüegsegger und Emanuel Peter

bangen. Nils Berger könnte einen der

beiden aus dem Kader drängen. Ebenfalls

um einen Platz am ersten Spieltag geht es

bei Nolan Diem. Der von Zug zu den

26


SCL Tigers

Nolan Diem soll sich in Biel beweisen. Wird er dies können? (Bild: eishockeywelt / Barbara Zimmermann)

Emmentalern stossende Stürmer spielte

im Powerplay in Zug oft eine tragende

Rolle. Er konnte sich aber im zweiten

Block nicht richtig festsetzen und wurde

oft in der dritten und manchmal in der

vierten Linie eingesetzt.

Integration von Weibel?

Spannend kann die Integration von Keijo

Weibel werden. Der noch nicht 18-jährige

Stürmer will sich für Höheres empfehlen.

Dass er sich in Langnau einen Stammplatz

erkämpfen kann, ist nicht

auszuschliessen.

Torhüter können

Schwachstelle sein

bei Langenthal oder in der Elite A

bedienen. Ihre vorgesehene Nummer

drei, Akira Schmid, hat nach Kanada zu

den Lethbridge Hurricanes gewechselt.

Ein herber Verlust für die Emmentaler.

Hat Langnau noch ein Ass?

Oder hat hier der Tiger noch ein Ass im

Ärmel? Erstaunen würde das nicht. Denn

der Kader ist zurzeit sehr ausgewogen

besetzt und scheint an Tiefe und

Erfahrung viel gewonnen zu haben. Jeder

Spieler wird sich im Training wieder neu

zeigen müssen, um nicht auf die

Pressetribüne geschickt zu werden.

Das gilt nicht nur für die Ausländer.

Bei den Torhütern haben die Langnauer

ein Problem. Wenn sich einer der beiden

verletzen sollte, dann müssten sie sich

27


HC Lausanne

In Lausanne wird es kaum zu einem Konkurrenzkampf kommen. Der

Lausanne HC hat alle Positionen besetzt. Das wird zum Problem bei

Verletzungen.

Im Waadt tut sich was. Diese Erkenntnis

ist nicht neu. Neu ist, dass die Löwen

nach der vergangenen Saison weg vom

kanadischen hin zum finnischen

Eishockey wechseln. Unter Ville Peltonen

muss sich jeder Spieler neu bewähren

und von Beginn an bereit sein. Welcher

Spieler agiert mit welchem am besten?

Dieses Rätsel zu entschlüsseln, ist nicht

einfach. Da ist es einfacher zu sagen, wer

nicht spielen wird.

Drei Torhüter sind einer zu viel

Im Tor haben die Lausanner den Vorteil,

auf drei erfahrene Torhüter zählen zu

können. Sandro Zurkirchen, Luca

Boltshauser und Matteo Ritz sind in etwa

gleich gute Schlussmänner. Kleinigkeiten

werden hier den Ausschlag geben für

Antwort auf die Frage, welcher Torhüter

spielen wird. Die Chancen, dass

Torhütertrainer Huet zusammen mit

Peltonen die drei rotieren lässt, sind

gross.

Elite-Junioren einbauen in der

Verteidigung

Junioren. Dort sollen sie zu Spielpraxis

gelangen und nach Bedarf in die erste

Mannschaft geholt werden.

Überzahlspezialist

oder Abräumer?

Um die Position des 7. Verteidigers wird

es zwischen Matteo Nodari und Dario

Trutmann zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen

kommen. Die besseren Karten hat dabei

Dario Trutmann. Er konnte in der letzten

Saison im Powerplay überzeugen. Nodari

konnte sich in diesen Spezialdisziplinen

nicht profilieren.

13 Spieler – 13 Plätze

Im Sturm streiten sich vier Spieler um

einen Platz an der Sonne. Wobei das

nicht ganz richtig ist. Hier wird es

vornehmlich darum gehen, in welcher

Linie diese vier Spieler antreten werden.

Die Lausanner haben aktuell 13 Spieler im

Sturm unter Vertrag. Sollte Ville Peltonen

nicht acht Verteidiger einsetzen wollen,

wäre hier keiner der Spieler überzählig

und alle würden eingesetzt werden.

Loic Vourdoux und Virgile Thévoz

beginnen die Saison mit den Elite-A-

28


HC Lausanne

Jan Alston richtet sein Blick in die Zukunft (Bild: eishockeywelt )

Geht Bertschy?

Dennoch stellt sich ein Problem.

Christoph Bertschy hat von den New

Jersey Devils eine Vertragsofferte

erhalten. Sollte dies ein Ein-Weg-Vertrag

sein, so würde Bertschy wohl zu den

Devils zurückwechseln. Noch steht aber

die Bestätigung aus. Bertschy sagte

jedoch gegenüber «Eishockeywelt», dass

er dann den Wechsel vollziehen würde.

Junioren einbauen im Sturm

Jan Alston fordert in der kommenden

Saison von Ville Peltonen, dass er junge

Spieler einbauen soll. Dazu gehören die

Spieler Lee Roberts und Axel Simic. Sie

sollen in der National League Erfahrungen

sammeln und sich entwickeln.

Trotz der 13 Spieler im Sturm sind nicht

alle gesetzt. Zittern müssen Benjamin

Antonietti und Tim Traber. Der Erstere

hatte viele Möglichkeiten, sich zu

beweisen, und kam dabei nie auf eine

bestimmende Rolle in einem Team. Sei

dies in Genf oder nun in Lausanne. Von

Tim Traber wird mehr erwartet als zuletzt

in Genf. Er muss sich vom Image des

Rüpelspielers lösen und zeigen, dass er

mehr kann, als nur zu provozieren. Das

wird eine der Herausforderungen für

Trainer Peltonen sein. Sollten alle Stricke

reissen, kann Lausanne auf drei Spieler

zurückgreifen, die letztes Jahr noch beim

Lausanne HC unter Vertrag waren. Der

Verteidiger Julien Massy und die beiden

Stürmer Matthew Frattin und Julien

Bariatti könnten in Lausanne bleiben. Alle

drei würden allzu gerne zeigen, was sie

können.

29


HC Lugano

Der HC Lugano hat einige Spieler an das Farmteam in Biasca

abgegeben. Darunter auch Namen wie Reuille und Kparghai.

Acht Spieler werden von Lugano in Biasca

«parkiert». Dazu gehört auch Sebastien

Reuille. Der langjährige Stürmer beim HC

Lugano wird bei den Ticino Rockets wohl

nur in Ausnahmesituationen dort spielen.

Zu wichtig ist er für die Tessiner.

Immerhin war er in der letzten Saison im

Play-off-Final einer der wichtigsten

Spieler.

Clarence Kparghai vor

entscheidender Saison?

Anders sieht die Situation von Verteidiger

Clarence Kparghai aus. Obwohl sich der

ehemalige Berner in der National League

festgesetzt hat, muss er nun die Saison

bei Biasca beginnen. Ob er je wieder in

Lugano spielen wird, ist offen. Trainer

Greg Ireland vertraut ihm offenbar nicht.

Intensivere Zusammenarbeit

mit Biasca

Diese beiden Spieler zeigen auf, dass

Lugano gewillt ist, vermehrt mit dem

Farmteam in Biasca zusammenzuarbeiten.

Die Bianco-Neri stellen den

zweiten Torhüter für die Rockets.

Christophe Dux wird von den Elite-

Junioren abgegeben, um Erfahrungen

hinter Connor Hughes zu sammeln. Diese

wird er unter Trainer Jan Cadieux

genügend bekommen.

Matewa mit Einsätzen in

Lugano?

Lucas Matewa wird ebenfalls von den

Elite-Junioren von Lugano zu den Rockets

stossen. Der junge Verteidiger konnte

schon das eine oder andere Spiel in der

National League bestreiten. Die

Ausbildung des Verteidigers in Biasca

wird erst jetzt beginnen. Er kann aber

zuversichtlich sein, zu genügend

Einsätzen in der obersten Schweizer Liga

zu kommen.

Zur Entwicklung in Biasca

Im Sturm sind die Elite-Junioren Marc

Camichel, Timo Demuth und Loic Vedova

in Biasca im Team. Alle drei sind zu

30


HC Lugano

Sebastien Reuille im Zweikampf mit Alexandre Giroux (Bild: PPR)

Ausbildungszwecken in der Leventina. Sie

werden in der Mehrheit der Spiele in der

Swiss League eingesetzt werden. Ihre

Entwicklung zeigte in der letzten Saison

eher nach unten als nach oben. Hier

können alle drei nachlegen und Jan

Cadieux zeigen, dass sie bereit sind, in

der National League zu reüssieren.

Endlich der Durchbruch für

Haussener?

Mit Timo Haussener verpflichteten die

Tessiner einen guten Stürmer, der ihnen

noch viel Freude bereiten kann. Der Ex-

Zuger wurde in der Innerschweiz nicht

glücklich. Bis anhin zeigte Haussener

noch nie, was in ihm steckt. Der Ex-

Rapperswiler scheint seit seinem Kanada-

Dies ist die Legende zum Bild.

Abenteuer mit den Gulph Storm nicht

mehr in der Lage zu sein, sein grosses

Potenzial abzurufen. In Lugano wird er

das nun tun müssen. Ansonsten wird er

die kommende Saison wieder nur im

Farmteam bestreiten. Interessant sind die

Spieler, die den HC Lugano Richtung

Biasca verlassen haben. Hier könnte sich

der HC Lugano die B-Lizenz sichern, um

einen noch tieferen Kader zu erhalten.

Colin Fontana konnte bei Lugano in der

Verteidigung aufräumen und kam in den

letzten Spielen zu Eiszeit. Aronne

Pagnamenta muss sich erst festigen.

Federico Sartori zur

Ausbildung in Bellinzona

Mit Federico Sartori hat der HC Lugano

einen jungen Spieler unter Vertrag, der

zuerst in Bellinzona ausgebildet wird. Gut

möglich, dass der Stürmer im nächsten

Jahr bei Biasca zu Einsätzen kommen

wird. Dieses Jahr wird das wohl noch

nicht der Fall sein

31


Lakers Rapperswil-Jona

In Rapperswil wird die kommende Saison für einige Spieler zur Saison

der letzten Chance. Werden sie sie nutzen?

Die Lakers haben in ihrem Kader einige

Spieler, die in der kommenden Saison

bestätigen wollen, dass sie in die oberste

Liga der Schweiz gehören. Dazu gehört

der Verteidiger Nico Gurtner. In der

letzten Saison bestritt der Ex-Berner

sowohl in der Swiss League wie auch in

der MySports League Einsätze und

konnte nur bedingt überzeugen. Er

sichert nach hinten gut ab, kann aber

nach vorn kaum Einfluss auf das Spiel

nehmen.

Letzte Chance für Iglesias ...

Frédéric Iglesias ist routiniert in der Swiss

League und konnte dort gewisse Akzente

setzen. In der National League vermochte

er nie zu überzeugen. Nun bekommt der

29-Jährige wohl seine letzte Chance, dies

mit den Lakers zu tun.

... und Schmuckli?

Das Gleiche trifft auch auf Florian

Schmuckli zu. In der Swiss League war er

nie ein Reisser, geschweige denn ein

Spielmacher aus der Verteidigung hinaus.

Der gebürtige Baarer steht wohl am

Scheideweg seiner Karriere. Wird er

diesen zu seinen Gunsten in der National

League finden? Wohl kaum. Von den

Elite-Junioren stösst Yves Kohli ins Team

der Rapperswiler. Der 18-jährige

Verteidiger steht erst am Beginn seiner

Entwicklung. In der letzten Saison kam er

zu drei Spielen in der ersten Mannschaft.

Entsprechend langsam soll der

Verteidiger an die National League

herangeführt werden.

Fuhrer ist ein Rätsel

Im Sturm haben die Lakers mehrere

Optionen während der Vorbereitungszeit.

Das ist der von Ajoie gekommene

Leonardo Fuhrer, der Sohn von Riccardo

Fuhrer. Der Stürmer wird das erste Mal in

seiner Karriere in der National League

spielen. Wird er in dieser reüssieren

können? Das wird eines der Rätsel der

kommenden Saison sein.

Hüsler bereit für die NL?

Ein Fragezeichen setzen wir auch hinter

Cédric Hüsler. Er kann Erfahrung auf dem

höchsten Niveau aufweisen, wird aber

eine Zeit brauchen, bis er sich an das

höhere Tempo in der National League

gewöhnen kann. Die Frage ist nur wann.

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Lakers Rapperswil-Jona

Wird Martin Ness in der National League bleiben können? (Bild: eishockeywelt / Barbara Zimmermann)

Die letzte Chance für

Martin Ness

Wie steht es um Martin Ness? Bei ihm

sind grosse Fragezeichen angebracht. Er

konnte in den letzten Jahren in der

obersten Spielklasse nie überzeugen.

Auch in der DEL vermochte er bei den

Krefeld Penguines nicht zu brillieren. In

77 Spielen kam er zu 14 Toren und 61

Strafminuten. Wird er den Cut

überstehen und während der Saison

mehrheitlich in der Aufstellung stehen

oder wird das eher nicht der Fall sein?

Wie der Vater so der Sohn?

Der junge Ron Martikainen wird in

Rapperswil in die grossen Fussstapfen

seines Vaters treten. Kari Martikainen

war bis Ende der letzten Saison der

Trainer der Elite-Junioren bei Fribourg,

wo auch sein Sohn spielte. Dieser gab in

den Elite-Junioren eine erste Visitenkarte

ab. In 43 Spielen buchte Ron Martikainen

68 Punkte. Ob er das Talent seines Vaters

geerbt hat?

Jan Vogel bereit für die

National League?

Ebenfalls eine harte Saison könnte auf

Jan Vogel zukommen. Der Center spielte

die letzten drei Jahre in Rapperswil und

entwickelte sich stetig weiter. In der

letzten Saison musste er dann einen

kleinen Rückschritt hinnehmen. Es liegt

nun an ihm, den Trainer für sich zu

gewinnen.

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ZSC Lions

Mit dem neuen Trainer Serge Aubin könnte sich beim amtierenden

Meister einiges ändern. Vor allem bei den Junioren.

Bei den ZSC Lions ist die

Vorbereitungszeit für die jungen Spieler

immer eine Zeit der Tests. Einige könnten

in diesem Jahr den Sprung in die erste

Mannschaft schaffen und damit weitere

wichtige Erfahrungen in der National

League sammeln. Unter diesen Spielern

befindet sich auch Tim Berni.

Tim Berni für Severin

Blindenbacher?

Der letztjährige Captain der U18-

Nationalmannschaft kann in Zürich eine

seiner wichtigsten Saisons spielen. Im

Draft im Juni wurde er in der sechsten

Runde von den Columbus Blue Jackets

ausgewählt und soll nun im Hallenstadion

reifen. Berni konnte sich im Verlaufe der

letzten Saison enorm steigern, agierte am

Ende der Meisterschaft äusserst

abgeklärt und sicher. Wenn er den

Sprung in den Kader der Löwen schafft,

dann wird er genug Zeit haben, sich

richtig zu entwickeln.

Dabei spielt auch die Gesundheit von

Severin Blindenbacher eine grosse Rolle.

Der Routinier in der Verteidigung leidet

noch immer an den Folgen einer

Gehirnerschütterung aus der letzten

Saison. Für Blindenbacher könnte es die

berühmte eine Gehirnerschütterung zu

viel sein. Nach wie vor rätselt die

Eishockeyschweiz um seinen wahren

Gesundheitszustand. Einzig Sportchef

Sven Leuenberger liess verlauten, dass es

noch nichts zu sagen gibt.

Ein Vierkampf um zwei Plätze?

Im Sturm werden sich Jérôme Bachofner,

Mattia Hinterkircher, Marco Miranda und

Raphael Prassl einen Kampf um die

verbleibenden zwei Plätze im Kader

liefern. Diesen Vierkampf zu verfolgen,

wird für jeden Eishockeybegeisterten

spannend werden. Jeder der vier Stürmer

hat seine Qualitäten.

Prassl versteht es, mit dem Puck in die

offensive Zone vorzustossen, seinen

Sturmpartner in Szene zu setzen oder

selbst den Abschluss zu suchen. In 48

Spielen kam er in der letzten Saison

«nur» zu vier Assists. Das war jedoch dem

letztjährigen Coaching-Staff mit Hans

Wallson zuzuschreiben. Unter ihm konnte

sich der Center, der auch den linken

Flügel spielen kann, nicht genügend

entfalten und er musste sich zu sehr an

das starre Konzept von Wallson halten.

Unter Hans Kossmann änderte sich das.

In den Spielen, bei denen Kossmann an

der Bande stand, war er für sein Alter

erstaunlich abgeklärt.

34


ZSC Lions

Wird er je wieder Eishockeyspielen können? Severin Blindenbacher droht Karriereende. (Bild: PPR)

Als Walson ging,

kamen die Jungen

Ähnliches widerfuhr Jérome Bachofner.

Auch er war ein Opfer von Wallson. Der

21-jährige Flügel wird dem Spiel der

Zürcher guttun. Er zeigte gegen Ende

der Saison, dass mit ihm zu rechnen

sein wird.

Für Mattia Hinterkircher könnte die

kommende Saison eine besonders

wichtige sein. Wird aus dem Flügel ein

National-League-Spieler oder wird er nie

seiner Reputation gerecht? Es würde

nicht erstaunen, wenn er wieder bei den

GCK Lions spielen würde.

Mirandas Aufstieg

Für den 20-jährigen Marco Miranda kann

in diesem Jahr ein Traum in Erfüllung

gehen. Beim Saisonstart spielte der Flügel

noch bei den Elite-Junioren, stieg in die

Swiss League auf und kam gegen Ende

der Saison unter Hans Kossmann zu

seinen ersten National-League-Einsätzen.

Zudem scorte der Flügel an der U20-

Weltmeisterschaft in Buffalo vier Mal

und war im Captain-Team der

Nationalmannschaft.

Karriereende für

Robert Nilsson?

Bei dem Blick auf die Positionen der vier

vorgestellten Spieler fällt auf, dass diese,

bis auf Prassl, alles linke Flügel sind. Das

kann ein Vorteil sein. Den Zürchern wird

wohl zum Start der Saison Robert Nilsson

fehlen. Auch ihm droht, wegen der

gleichen Verletzung wie Severin

Blindenbacher, das Karriereende. Gut,

haben die Zürcher auf der Position der

Flügel genügend Optionen ...

35


EV Zug

Der EV Zug wird sich in der kommenden Saison auf junge Spieler

verlassen wollen. Die Frage ist nur, ob diese bereit sind.

Sechs Spieler sind beim EV Zug in der

ersten Mannschaft, die mit der B-Lizenz

beim Farmteam der Academy spielen

können. Ähnlich wie die ZSC Lions wollen

die Zuger vermehrt junge Spieler in die

erste Mannschaft einbauen.

Wird Aeschlimann der

Nachfolger von Stephan?

Beginnend auf der Torhüterposition, wird

Sandro Aeschlimann das eine oder

andere Spiel in der Swiss League

bestreiten. Damit er Spielpraxis hat, sollte

sich Tobias Stephan verletzen. Der junge

Torhüter kennt die Perspektive des

Ersatztorhüters hinter Stephan gut.

Eines Tages soll sich das bei ihm ändern

und er soll Stephan beerben.

Vier Verteidiger wollen in die

erste Mannschaft

In der Verteidigung streiten sich vier

Spieler um den Platz eines siebten

Verteidigers. Wer wird ihn wohl

erhalten? Schaut man sich die Eiszeiten

der letzten Saison an, so ist die Sache

klar. Thomas Thiry wird als Nummer

sieben in der Verteidigung spielen.

Kann der Franzose, der mit einer

Schweizer Lizenz spielt, das schaffen?

Da ist auf der anderen Seite Tobias

Fohrler, der Thiry den Platz streitig

machen kann. Der Deutsche, der in Köln

ausgebildet wurde, ist ein guter

Verteidiger, der nach vorn kaum Fehler

macht und nach hinten absichert. Die

Entscheidung zwischen den beiden

Spielern wird wohl in den

Vorbereitungsspielen des EVZ fallen.

Stadler mit den besten Karten?

Auch Livio Stadler will sich endlich in der

ersten Mannschaft beweisen. Trotz

seines Abstechers vor zwei Jahren nach

Schweden stagniert der Verteidiger in

seiner Entwicklung. Seit er aus dem

Ausland zurück ist, gelang ihm in der

National League noch kein einziger Punkt.

Nur bei der Swiss League vermochte er zu

überzeugen und kam im letzten Jahr zu

zwei Toren und 14 Assists. Um in der

obersten Liga bestehen zu können,

braucht es jedoch mehr.

Oejdemark muss sich steigern

Kaum zu einem Einsatz mit dem National-

League-Team wird Victor Oejdemark

36


EV Zug

Wie lange dauert Tobias Stephans Karriere noch? Sein Nachfolger könnte aus den eigenen Junioren kommen. (Bild:

Patrick B. Kraemer)

kommen. Der Verteidiger konnte sein

Repertoire einfach noch nicht abrufen.

Dennoch wird er seine Möglichkeit

erhalten.

Wer wird der 12. Stürmer?

Im Sturm ist der Kader vollständig.

Wenigstens auf den ersten Blick. Ein

zweiter Blick verspricht ein spannendes

Duell um den Platz als 12. Stürmer. Setzt

sich Fabian Haberstich gegen Yannick

Zehnder durch? Oder wird es

umgekehrt sein?

Vorteil bei Zehnder?

Einen leichten Vorteil für diese zwölfte

Position kann Yannick Zehnder für sich

beanspruchen. Er konnte sich in den

letzten Jahren besser entwickeln, als

Haberstich das tat. Er weiss, wie er den

Körper einsetzen muss und scheut sich

nicht, ihn effektiv zu gebrauchen. Und

kassiert dabei trotzdem wenig Strafen.

Haberstich auf

Topniveau überfordert?

Bei Fabian Haberstich hat der Beobachter

oft das Gefühl, als sei er mit dem Tempo

der National League überfordert. Zu oft

kann er mit dem Spiel nicht mithalten.

Dennoch muss Haberstich, wie das bei

Verteidiger Oejdemark der Fall war,

endlich einen Schritt nach vorn tun. Wird

er das können? Wir zweifeln daran. Er

wird wohl ein Spieler sein, der in der

Swiss League bleiben und den

Durchbruch in der National League nie

erreichen wird. Oder irren wir uns?

Hoffentlich!

37


Swiss League

EVZ ACADEMY

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Gianluca Zaetta (G) Schweiz / ITA

Tobias Fohrler (D) Schweiz / GER *

Victor Oejdemark (D) Schweiz / SWE *

Fabian Steinmann (D) Schweiz / ITA

Andreas Döpfner (F) Schweiz / GER

Thomas Lust (C/W) Schweiz / GER

Michael Rudolf (C/W) Schweiz / USA

Dominik Volejnicek (W) Schweiz / CZE

* Ist auch beim Partnerteam EV Zug im Einsatz

Petr Cajka (F) CZE

Thomas Thiry (D) FRA*

Jordann Bougro (F) FRA

HC AJOIE

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Philip-Michael Devos (C ) CAN Nicolas Thibaudeau (C ) Schweiz / CAN

Jonathan Hazen (RW) CAN

HC BIASCA TICINO ROCKETS

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Clarence Kparghai (D) Schweiz / LIB * Timo Demuth (F) AUT *

Connor Hughes G) CAN / Schweiz ** * Payr Julian (D) AUT **

Christopher Smith (F) CAN / Schweiz ** * Stefan Spinell (F) ITA **

Jason Fritsche (F) USA / Schweiz ** * Benjamin Baumgartner (F) AUT **

Stephan Hermkes (D) Schweiz / GER

* Ist auch beim Partnerteam HC Lugano im Einsatz

** Ist auch beim Partnerteam Davos im Einsatz

** *Ist auch beim Partnerteam Ambri im Einsatz

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Swiss League

HC LA CHAUX-DE-FONDS

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Brett Cameron (F) CAN Enzo Guebey (D) Schweiz / FRA * Zsombor Kiss (C ) HUN

Tim Coffman (F) USA

* Ist auch beim Partnerteam Genf im Einsatz

GCK LIONS

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Victor Backman (F) SWE Axel Andersson (D) Schweiz / SWE Rihards Puide (F) LAT

Ryan Hayes (F) USA Shane Mathew (F) Schweiz / IND Marco Rossi (F) AUT

EHC KLOTEN

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Bernhard Starkbaum (G) AUT Edson Harlacher (D) Schweiz / Angola Tim Bozon (F) USA / FRA

MacMurchy Ryan (CAN) Jeffrey Füglister (F) Schweiz / Philippinen Patrick Obrist (F) AUT

Emilijus Krakauskas (F) Schweiz /

Lithauen

SC LANGENTHAL

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Jeff Campbell (F) CAN Philip Ahlström (D) Schweiz / SWE Hans Pienitz (D) GER / USA

Brent Kelly (F) CAN Nico Dünner (C/RW) Schweiz / GER Toms Andersons (RW) LAT

Robin Leblanc (RW) Schweiz / CAN

39


Swiss League

EHC OLTEN

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Bryce Gervais (F) CAN Luca Zanatta (D) Schweiz / ITA Simon Barbero (D) FRA

Cason Hohmann (F) USA Evgeni Chiriaev (C ) Schweiz / UKR Stanislav Horansky (F) SLV

Stéphane Heughebaert (C ) Schweiz / GER Martin Ulmer (RW) AUT

Devin Muller (LW) Schweiz / CAN

Alban Rexha (C ) Schweiz / Albanien

HC THURGAU

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Sami El Assaoui (D) Schweiz / Marokko Adam Rundqvist (C ) Schweden

EHC VISP

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Dan Kissel (F) USA Luca Camperchioli (D) Schweiz / ITA Tomas Dolona (LW) Czech Rep.

Mark Van Guilder (F) USA Oliver Achermann ( C) Schweiz / AUT

Alexis Valenza (F) Schweiz / ITA

EHC WINTERTHUR

AUSLÄNDER DOPPELBÜRGER SCHWEIZER LIZENZ

Anthony Nigro (F) CAN Anton Ranov (LW) Schweiz / Kroatien Martin Alihodzic (C ) Bosnien

Tanner Sorenson (F) USA

Kevin Bozon (LW) FRA

40


EVZ Academy

Der ehemalige Meistertrainer des SC Langenthal wird in der neuen Saison

Ausbilder bei der EVZ Academy. Seine Aufgabe wird sein: ausbilden, fördern und

fordern.

Kann Jason O’Leary die jungen Spieler

wirklich weiterbringen? Diese Frage

dürfte sich wohl der eine oder andere

Eishockeyinteressierte stellen. Die Frage

konnte O’Leary bereits beim

SC Langenthal beantworten. Er ist ein

fordernder Trainer, der auf Details

achtet, sich aber auch um den

Nachwuchs kümmert. Mit ihm kann die

Academy in der kommenden Saison

wieder zu einem Überraschungsteam

werden, so wie es unter seinem

Vorgänger Stefan Hedlund war.

Der Academy-Kader steht

Der Kader der Academy ist vollständig.

Die Positionen sind bezogen. Nun geht es

daran, die richtige Mischung und die

richtigen Linienzusammensetzungen zu

finden. Zusammen mit Hedlund wird

O’Leary den einen oder anderen Spieler

noch in die Elite-Junioren abgeben. Auch

hier werden die Spieler weiter von

Hedlund betreut und je nach Stand der

Fortschritte wieder in das Swiss-League-

Team beordert.

Der Spieleraustausch wird

gefördert

Davon betroffen könnten die Verteidiger

Yanick Stampfli und Riccardo Auriemma

sein. Beide haben ihre Lizenz bei den

Elite-Junioren, können aber bei Bedarf in

die Academy geholt werden.

Torhüter bereitet sich auf die

U20-WM vor

Als Torhüter wird Luca Hollenstein

ebenfalls ein Kandidat sein. Er wird wohl

des Öfteren zwischen den Elite-Junioren

und der Academy hin und her wechseln.

Gianluca Zaetta wird die meiste

Einsatzzeit erhalten und sich damit für die

kommende U20-Weltmeisterschaft in

Vancouver vorbereiten können.

Keine ganze Saison in der

Swiss League?

Im Sturm werden Petr Cejka und David

Eugster die Mehrheit der Spiele bei den

Elite-Junioren bestreiten. Beide sind wohl

noch nicht so weit, eine ganze Saison

beim Swiss-League-Team zu bestreiten.

41


HC Ajoie

Der HC Ajoie kann in den nächsten Jahren eine neue Eishalle bauen

und wird wohl zum Mekka für Nationalmannschaften.

Nachdem das Stimmvolk am letzten

Wochenende dem Projekt für den Umund

Neubau der Voyeboeuf zugestimmt

hat, kann im Jura ein neues Mekka für die

Nationalmannschaften entstehen. Mit

der Annahme des Projekts gibt es neben

einem normalen Eisfeld auch ein Eisfeld

mit den kleineren Massen aus

Nordamerika. Das ermöglicht vor allem

den Junioren- und Frauennationalmannschaften,

auf diesem Eisfeld

Erfahrungen zu sammeln und zu

trainieren.

Sheehan bleibt

Ebenfalls konnte der HC Ajoie in den

letzten Tagen die Mannschaft fast

komplettieren. Neben Trainer Garry

Sheehan und Torhütertrainer Raphael de

Luca konnten die Ajouletten auch noch

Mathias Joggi unter Vertrag nehmen.

Biel ist Partnerteam

Mit dem Partnerteam EHC Biel werden

noch die einen oder anderen Spieler den

Kader komplettieren. Wer das sein wird,

könnt ihr im Artikel über die Seeländer

lesen. Wollen die Bieler Spieler aus der

Elite A weiterbilden, werden einige

Spieler zum HC Ajoie geschickt.

Wüst bleibt

Der Vertrag mit Philip Wüst wurde

ebenfalls um ein weiteres Jahr verlängert.

Der 31-jährige Stürmer, der aus der

Nachwuchsabteilung der SCL Tigers

stammt, nimmt mit dem HC Ajoie seine

zweite Saison in Angriff. Der Stürmer

kann mit seiner Erfahrung das Team

besser machen und sich in wichtigen

Phasen einbringen.

Joggi bringt Härte ins Spiel

Mit Mathias Joggi kann der HC Ajoie

einen erfahrenen Verteidiger im Kader

begrüssen. Er kann sowohl in der

Verteidigung wie auch im Sturm spielen.

Mit seiner Härte wird er dem Team die

nötige Stabilität in der Verteidigung

verleihen und den einen oder anderen

gegnerischen Spieler einschüchtern.

Bleiben diese zwei Spieler?

Zwei Spieler haben beim HC Ajoie noch

keinen neuen Vertrag oder müssen den

Verein verlassen. Thomas Devesvres und

Konstantin Schmidt wissen noch nicht,

wo sie in der nten Saison

spielen werden.

42


HCB Ticino Rockets

Das Farmteam der drei Herren kann in der kommenden Saison nur

acht Spieler als eigene Spieler haben. Das kann in Zukunft zu

grossen Problemen führen.

Die HCB Ticino Rockets haben in diesem

Jahr drei Herren, denen sie dienen

(müssen). Ein Spagat für Jan Cadieux. Für

die kommende Saison ist das noch kein

Problem. Jedoch muss Biasca aufpassen,

dass es in Zukunft seinen Platz in der

Swiss League nicht gerade

deswegen verliert.

Wem soll Cadieux mehr

dienen?

Die Rockets haben in ihrem Team gerade

mal acht Spieler unter Vertrag. Alle

anderen Spieler werden vom HC Davos,

dem HC Ambrì-Piotta und dem HC

Lugano gestellt. Mit den Verstärkungen

soll Jan Cadieux die Saison bestreiten und

das Team weiterbringen. Allein das ist

nicht einfach zu bewältigen. In der Saison

2019/20 könnten die grossen Probleme

starten. Spätestens ab dann möchte die

Swiss League wieder mit 12 Teams

spielen können.

angehen. Hier haben die Rockets

angesetzt und mit Sébastien Reuille einen

erfahrenen Spieler eingesetzt, der den

Umbau des Kaders auf die kommende

Saison hin beginnt. Für ihn wird dies eine

Herausforderung sein.

Ein neuer Spieler kommt

Als neuen Spieler können die Tessiner

einen ehemaligen EVZ-Academy-Spieler

begrüssen. Stephan Hermkes wird als

Verteidiger langsam an das höhere

Niveau herangeführt. Er ist einer der acht

Spieler, die in Biasca einen Vertrag

haben. Die anderen sieben Spieler sind

Isacco Dotti, Colin Fontana, Aronne

Pagnamenta, Sacha Tosques (alles

Verteidiger) und die Stürmer Andrea

Brazzola, Stefano Spinedi und Pascal

Taiana.

B-Lizenzen sollten weniger

werden

Dieses Problem mit den B-Lizenzen von

den anderen drei Teams müssen die

Rockets in den nächsten Monaten

43


GCK Lions

Die GCK Lions konnten in der letzten Woche beginnen, ihr kommendes

Kader zu formen. Es nimmt Konturen an.

Mit dem Zuzug des Schweden Victor

Backman und der Vertragsverlängerung

des US-Amerikaners Ryan Hayes konnten

die Zürcher zwei Spieler an sich binden,

die auch im Hallenstadion spielen

könnten. Zudem haben beide Spieler

einen grossen Erfahrungsschatz. Sie

können die jungen Spieler weiterbringen

und diese können bei ihnen das eine oder

andere abschauen.

Nur sieben Spieler älter als

23 Jahre

Sieben Spieler der GCK Lions sind älter als

23 Jahre. Angeführt werden sie vom 23-

jährigen Daniel Guntern. Bis anhin

bestritt der Torhüter vier Saisons

in Küsnacht.

Sidler als Captain?

Patrick Sidler ist der älteste Spieler im

Kader der Zürcher. Der 32-jährige

Verteidiger wird in der kommenden

Saison wohl erneut das Captain-Amt

innehaben, welches er im letzten Jahr

bereits ausführte. Sidler kann auf eine

lange Karriere in verschiedenen Klubs

zurückblicken.

Der Routinier wird den jungen Spielern

Halt geben und helfen, sich

weiterzuentwickeln.

Erfahrene Spieler helfen

jungen Spielern

Im Sturm wird Tim Ulmann wichtig sein.

Zusammen mit dem US-Amerikaner Ryan

Hayes soll er den jungen Spielern

wichtige Tipps und Hinweise auf ihre

Fehler geben. Der Schwede Victor

Backman ist zur Weiterbildung in der

Schweiz und will noch besser werden.

Wer wird bei den ZSC Lions

spielen?

Dahinter sind zwei weitere Spieler, die

sich für die erste Mannschaft der ZSC

Lions aufdrängen wollen. Torhüter

Wolfgang Zürrer und Verteidiger Xeno

Büsser sind bereit, dieses Ziel zu

erreichen. Der Kader hat damit in den

letzten Wochen an Kontur gewonnen.

Wer am Ende bei den ZSC Lions oder den

GCK Lions spielen wird, wird in der

Vorbereitung auf die kommende Saison

entschieden. Bei guten Leistungen

können sich alle für einen Einsatz im

Hallenstadion aufdrängen.

44


EHC Kloten

Der EHC Kloten will mit einer Mischung aus Ü30-Spielern und jungen

Spielern die kommende Saison bestreiten. Ziel ist es, den Jungen nach

und nach Verantwortung weiterzugeben.

Mit dem Abstieg des EHC Kloten kam die

Frage nach dem Partnerteam. Noch

haben die Flughafenstädter keines

gefunden. Ob sie eines suchen oder nicht,

steht in den Sternen. Wichtiger für die

Klotener ist, dass sie den Misserfolg der

letzten Saison hinter sich lassen und sich

neu orientieren. Mit eigenen Junioren,

erfahrenen Spielern und mit den neuen

Spielern soll das gelingen.

Drei Spieler älter als 36 Jahre

Die ältesten Spieler sind Fabian Sutter,

Thibaut Monnet und René Back. Die drei

36-Jährigen haben noch lange nicht

genug vom Eishockey. Sie wollen

beweisen, dass sie noch nicht zum

«alten Eisen» gehören.

Mettlers Teamkollegen sind

doppelt so alt wie er

Der jüngste Spieler ist Julian Mettler. Der

gerade erst 17-jährige Stürmer kann auf

eine gute letzte Saison zurückblicken. An

der U18-Weltmeisterschaft in Russland

kam er zu sechs Spielen und sieben

Punkten. Mit seiner +2-Bilanz war er

einer der Besten der Mannschaft von

Thierry Paterlini.

Die jungen Spieler wie Torhüter Andrin

Seifert, Alain Bircher, Yannick Brunner

und Ramon Knellwolf sollen das

Fundament der kommenden Jahre

bilden. Die Flughafenstädter werden die

Mannschaft langsam aufbauen.

Dazu gehören auch die Routiniers, die

den jungen Spielern helfen sollen, sich zu

entwickeln. Die Ü30-Spieler werden mit

dem einen oder anderen Tipp gerne

bereit sein, weiterzuhelfen.

Nicht lästern –

weiter entwickeln!

Die Fans lästern ab und zu gern darüber,

dass ältere Spieler den jungen Spielern

den Platz wegnehmen und Letztere damit

weniger Eiszeit erhalten. In Kloten könnte

genau das zum Konzept des Sportchefs

gehören. Die Routiniers sollen als Vorbild

dienen und mit Esprit zu einem guten

Teamgefüge führen.

Alles hat seine Gründe. Oft können wir

diese jedoch nicht nachvollziehen. In

Kloten scheint der Weg im Moment zum

Neuaufbau des Teams zu führen. Daher

spielt es keine Rolle, ob alte oder junge

Spieler, ob Partnerteam oder nicht. Am

Ende zählt die Entwicklung als Team. Um

diese geht es.

45


SC Langenthal

Drei 18-Jährige sollen in Langenthal an die Swiss League heranführen. Die

Voraussetzungen stehen dazu stehen gut.

Drei Spieler hat der von den via B-Lizenz

in ihrem aktuellen Kader. Nicht

auszuschliessen, dass in den kommenden

Wochen der eine oder andere Spieler

noch dazu stossen wird.

18-Jähriger Verteidiger mit

Perspektiven

Mit kann ein 18-Jähriger sein Talent

zeigen. Der Verteidiger konnte letztes

Jahr in den Spielen mit den Elite Junioren

in 28 Spielen 17 Punkte verbuchen. In der

Swiss League kam er in fünf Spielen zu

einer «Brille» und einer -2 Bilanz.

Stürmer mit Potenzial zur

Weiterentwicklung

Im Sturm sind die beiden Langnauer und

im momentanen Kader. Die beiden Elite

Junioren konnten in der letzten Saison

ebenfalls in Langenthal Erfahrungen in

der Swiss League sammeln. Auf diesen

gilt es nun aufzubauen.

Hat Wüthrich eine Chance?

sammeln. Die Frage ist jedoch: Kommt er

neben Stammtorhüter vorbei?

Campbell vor Karriereende?

Die beiden ältesten Spieler sind die

beiden Ausländer und . Die beiden 36-

jährigen Ausländer werden in der

Mannschaft mit ihrer Erfahrung wichtig

sein. Leider fällt aber Campbell bis zu

sechs Monaten aus. Ob er wieder auf das

Eis zurückkehren wird ist offen.

Zwei Doppelbürger mit

Verantwortung

Mit den beiden Doppelbürgern und sind

weitere Teamleader vorhanden, welche

den drei jungen Spielern den Einstieg in

die Swiss League erleichtern wird.

Die Frage, ob die SCL Tigers weitere

Spieler an den SC Langenthal ausleihen

wird, wird sich im Verlaufe der Saison

zeigen. Die Emmentaler werde sicher

davon Gebrauch machen.

Als Ersatztorwart holten die

Oberaargauer vom . Dieser soll

Erfahrungen in der Swiss League

48


HC La Chaux-de-Fonds

Der HC La Chaux-de-Fonds hat für die kommende Saison noch kein

Partnerteam in der National League. Kann das gut gehen?

In den letzten Jahren hatte der HC La

Chaux-de-Fonds verschiedene Partnerteams.

In diesem Jahr haben die

Neuenburger noch keines gefunden. Ist

dies ein Vorteil oder ein Nachteil für den

HC La Chaux-de-Fonds?

Ohne Partnerteam zu sein,

kann Vorteile ...

Ein Vorteil ist das für die Neuenburger in

zweierlei Hinsicht. Die Spieler spüren den

Druck, Leistungen für ihren Klub zu

zeigen. Dadurch wird auch das

Teamgefüge besser gefordert und die

Spieler wachsen zusammen.

... aber auch Nachteile haben

Der Nachteil ist, dass der Klub bei

Verletzungen nicht sofort reagieren kann

und sich Sportchef Loïc Burkhalter auf

dem Markt umsehen muss. Das führt zu

unnötigem Stress in der Kabine und in

der Mannschaft. Etwas, das der Klub im

Neuenburger Jura nicht

gebrauchen kann.

Juniorenförderung leidet

Darunter leidet auch die

Juniorenförderung des Klubs. Nur gerade

zwei Spieler sind jünger als 21 Jahre. Das

spricht nicht für den Klub.

Zwei Spieler im Kader

Einer dieser beiden Spieler ist Enzo

Guebey. Der Franzose mit Schweizer

Lizenz wird vom GSHC zum HC La-Chauxde-Fonds

ausgeliehen. Es ist der einzige

Spieler, der als Partnerteam-Spieler

agieren kann. Der Franzose mit

internationaler Erfahrung aus U18- und

U20-Weltmeisterschaften kann sich im

Team einbringen und weiterentwickeln.

Ungar mit viel Erfahrung

Der Ungar Zsombor Kiss ist im Sturm

erfahren. Er verfügt neben U18- und U20-

Weltmeisterschaftsspielen über

Erfahrung im eigenen Land. In der

obersten Liga kam er mit den Fehervari

Titanok zu 25 Spielen und zu 6 Punkten.

46


EHC Olten

Der EHC Olten fördert auf seine Art die jungen Spieler. Junioren unter

20 Jahren sucht man im Kader, leider, vergeblich.

Ein Partnerteam hat der EHC Olten nicht.

Die Junioren sind bei den Solothurnern

dünn gesät. Zwei «Junioren» hat der

Oltener Klub bis jetzt im Kader

eingeplant. Die beiden 21-Jährigen, der

Belgier Stéphane Heughebaert und der

Lausanner Joachim Vodoz, sind nicht

mehr im Juniorenalter, das in der Schweiz

bei 20 Jahren liegt. Die beiden sollen so in

Basel zu mehr Eiszeit kommen.

Auf den ersten Blick kaum

Junioren

Das ist nicht besonders förderlich für den

einzigen Swiss-League-Klub im Kanton

Solothurn. Er sendet für den Nachwuchs

kein gutes Signal aus.

Olten ist nicht Zug

Auf der anderen Seite kann man den

Schritt des Vizemeisters nachvollziehen.

Die Oltener wollen in diesem Jahr wieder

im oberen Viertel der Tabelle spielen und

eine Weiterentwicklung der Junioren

kann bei einem ambitionierten Klub

weniger gut erfolgen als bei einem

Ausbildungsklub, wie dies die GCK Lions,

die HCB Ticino Rockets oder die

EVZ Academy sind.

Verteidiger will in die National

League

Die jungen Spieler findet man dennoch

beim EHCO. Mit Tim Grossniklaus wird in

der Verteidigung ein 23-Jähriger

versuchen, sich wieder in den Bereich der

National-League-Klubs zu spielen. Dass er

dort eines Tages landet, ist so sicher wie

das Amen in der Kirche.

Im Sturm steht der 21-jährige Marc Sahli

bereit, den nächsten Schritt zu tun.

Er wurde vom EHC Basel an Olten

ausgeliehen. Bereits letztes Jahr bestritt

er 21 Spiele für die Solothurner.

Huber bald mit Angebot?

Bereits in die vierte Saison geht Ueli

Huber. Der 23-jährige Luzerner hat sich in

den letzten beiden Jahren zu einem

Fixpunkt im Team entwickelt. Eigentlich

schade, dass der Flügel noch kein

Angebot von einem National-League-

Team erhalten hat. Er würde so

manchem Team mit seiner Schnelligkeit

und seiner gehörigen Portion Härte

guttun.

47


HC Thurgau

Der HC Thurgau entwickelt junge Spieler, gibt ihnen Zeit und hat einen

Trainer, der weiss, was es dazu braucht.

Fünf Spieler sind beim HC Thurgau

20 Jahre jung oder jünger. Der Jüngste ist

mit 18 Jahren der Österreicher Mica

Moosmann. Der in Rankweil

aufgewachsene Stürmer wird die Saison

bei den Elite-Junioren B in Thurgau

beginnen. Die letzte Saison war er bei

den Thurgauern ein Punktegarant. Das

soll er in dieser Saison wiederum sein.

Dazu sind Einsätze in der Swiss-

League geplant.

Engeler soll Erfahrung

sammeln

Verteidiger Nico Engeler wechselt vom

EHC Kloten zu den Thurgauern. In der

Güttingersreuti soll er zu einem

spielstarken Verteidiger reifen. Noch fehlt

ihm die Erfahrung auf dem Level

der Swiss League.

Janik Loosli will mehr

Mit Janik Loosli wechselt der letztjährige

Captain der Elite-Junioren vom SC Bern zu

den Thurgauern. Seine Entwicklung kann

mit viel Spannung verfolgt werden. Der

Stürmer wird in der neuen Saison sicher

des Öfteren beobachtet werden.

Mit Joel Moser und Lars Kellenberger

stehen zwei junge Ergänzungsspieler im

Kader, die wohl eher in der 1. Liga

spielen.

Collenberg und Parati bilden

aus

Die beiden ältesten Spieler im Kader sind

Franco Collenberg und Patrick Parati.

Dabei ist Collenberg ein wichtiger

Ausbilder, der den jungen Spielern etwas

zeigen kann. Er zeigte seine Fähigkeiten

bereits bei verschiedenen Klubs aus der

National League. Patrick Parati kann

ebenfalls auf einen grossen Rucksack an

Erfahrungen zählen. Das kann er an die

jungen Spieler weitergeben und sie davon

profitieren lassen.

Gut durchdachte Mischung

In Thurgau ist der Kader gut durchmischt.

Unter Trainer Stephan Mair werden die

jungen Spieler gefördert. Das bleibt nicht

nur ein Lippenbekenntnis. Der Südtiroler

ist für seine Ausbildung bekannt. Schon

mancher junge Spieler, der unter seinen

Fittichen stand, wurde später ein

National-League-Spieler.

49


EHC Visp

Der HC Visp will seine Identität behalten. Schaffen die Oberwalliser

das?

Da im Oberwallis die neue Halle nun

definitiv gebaut werden kann, will der

EHC Visp an seiner Zukunft arbeiten. Mit

dem bis anhin bekannten Kader und den

erwarteten Ergänzungen aus Bern kann

Visp in der kommenden Saison für

Überraschungen sorgen.

Mit seinen vier Torhütern hat Visp die

Positionen tief besetzt. Die Hauptlast der

Spieler wird wieder Reto Lory bestreiten.

Als sein Back-up wird Lukas Meili agieren.

Die beiden anderen Torhüter werden

wohl entweder in der Elite B (Hoel

Bollestraz) oder in der MySports League

beim HC Valais-Chablais

(Sasha Rochow) eingesetzt.

Verstärkung in der

Verteidigung

In der Verteidigung werden wohl noch

Spieler des SC Bern zum Kader stossen.

Viele werden es nicht sein. Mit Yves

Brantschen, Wesley Haueter und Kenny

Ruchet sind drei Spieler im Team, die sich

noch weiterentwickeln müssen.

Angeführt wird die Verteidigung von Kim

Lindemann und Sandro Wiedmer. Sie

können Verantwortung übernehmen und

die Defensive stabiler machen.

Zeit, um Gas zu geben

Im Sturm sind die jungen Spieler

ebenfalls gut vertreten. Mit Kenny Fellay,

Patric Hofstetter und Jan Zwissler

kommen vielversprechende Talente. Sie

alle brauchen Zeit, um sich zu entwickeln.

Die werden sie im Wallis bekommen. Der

Sturm wird angeführt von Mark van

Guilder. Der US-Amerikaner hat letztes

Jahr gezeigt, wie wichtig er für die jungen

Spieler und das Team im Allgemeinen ist.

Dan Kissel ergänzte das Ausländer-Duo

und konnte dem Spiel seinen

Stempel aufdrücken.

Schmerzhafter Spagat

Die Frage, die sich stellt, lautet, wie viele

Spieler werden von Bern zum EHC Visp

stossen? Die Oberwalliser wollen sich

eine neue Identität geben. Sie müssen

jedoch auch akzeptieren können, dass

der eine oder andere Berner die

Teamstrukturen durcheinanderbringen

kann. Das Oberwallis hat, wie so manch

anderer Klub, den Wunsch nach einem

möglichen Aufstieg. Dazu müssen sie die

vom Partnerteam abgegebenen Spieler

weiterbilden. Ein Spagat, der sämtlichen

Beteiligten wehtun könnte.

50


EHC Winterthur

Der EHC Winterthur startet in die vierte Saison in der Swiss League.

Die Zürcher haben ein Ziel: Nicht absteigen.

In der Vergangenheit arbeitete der EHC

Winterthur mit dem EHC Kloten eng

zusammen. Diese Nähe endete mit dem

Abstieg des EHC Kloten. Die Winterthurer

suchen nun ein neues Partnerteam. Ein

möglicher Klub wären die SCRJ Lakers.

Busovsky in die Elite-Junioren?

Der Elite-Junior Martin Busovsky ist der

einzige Spieler, der noch bei den Elite-

Junioren zum Einsatz kommen wird. Er ist

noch nicht so weit, sich in der Swiss

League zu bewähren. Das wird sich im

Verlaufe des Jahres ändern.

Jonski mit erstem Jahr in der

Swiss League

Mit dem Verteidiger Sebastian Jonski ist

ein weiterer Spieler im Team, der sich in

den kommenden Wochen für die erste

Mannschaft empfehlen will. Ihm sollte

das gelingen.

Kobach der älteste Spieler

Der älteste Spieler im Kader der

Winterthurer ist Reto Kobach. Der 38-

jährige Verteidiger wird in Winterthur

eine wichtige Persönlichkeit sein. Ist er

sogar der kommende Captain

der Mannschaft?

Oehninger ist erfahren

Torhüter Remo Oehninger ist der

zweitälteste Spieler im Kader. Mit seinen

30 Jahren kann er genügend Erfahrung

aufweisen, um seinen vier Jahre jüngeren

Torwartkollegen Fabio Haller weiterzubringen.

Haller stösst vom HC Ambrì-

Piotta zum EHC Winterthur.

Der Sturm wird durch die beiden

Nordamerikaner Anthony Nigro und

Tanner Sorenson angeführt. Sie sollen in

Winterthur zusammen mit den anderen

älteren Spielern die Verantwortung

tragen und die jungen Spieler pushen.

Nicht absteigen als Ziel

Michel Zeiter wird in Winterthur weiter

ausbilden, fordern und fördern. Dass der

smarte Trainer dies kann, bewies der

Zürcher in den letzten Jahren. Seine

Aufgabe ist einfach. Er soll den EHC

Winterthur in der Swiss League halten

und, wenn möglich, in die Play-offs

führen. Seit der EHC Winterthur in die

Swiss League aufstieg, konnte der Klub

noch nie in den Play-offs spielen. Die Zeit

dazu wird sicher kommen. Ziel von

Winterthur wird jedoch das Ausbilden

und das Weiterbringen der jungen Spieler

sein.

51


Reporter auf vier Pfoten

Ausländer? Da muss ich mal schnuppern!

In der heutigen Ausgabe geht es ja um

Ausländer. Was ist für mich ein

Ausländer? Andere Rasse? Andere Farbe?

Anderer Wohnort? Andere Herkunft? Also

dann wären für mich alle anderen Hunde

Ausländer, denn es wohnt keiner da wo

ich und es stammen alle von woanders.

Also ich finde das ne doofe Bezeichnung

von Euch Menschen. Aber ich hörte von

meinen Menschen, dass in der National

League nur 4 Ausländer mitspielen dürfen,

ausser sie besitzen zwei Ausweise und

einer davon aus der Schweiz oder noch

komplizierter, sie besitzen kein Schweizer

Pass aber dafür eine Schweizer Lizenz weil

Sie das Hockeyspielen schon in jungen

Jahren in der Schweiz gelernt haben.

Folglich, alle Hunde, welche das spielen in

der Schweiz gelernt haben die haben die

Schweizer Lizenz um auch weiterhin hier

spielen zu dürfen. Wobei, bei uns auf der

Hundewiese gibt es ja gar kein Limit wie

viele Ausländer mitspielen dürfen. Wir

sind da unkompliziert.

Aber zurück zu den Ausländern. Als ich

noch Jung war. Also, eigentlich bin ich

immer noch jung, aber ich meine noch

jünger, da traf ich auf einen «Ausländer»

Im Vorfeld hiess es von meinen

Menschen, pass auf beim Spielen, der ist

viel grösser, schneller, gefährlicher als Du.

Bla, Bla, Bla, alles nur doofes Gequatsche.

Ich beschnuppere meinen ersten «Ausländer»!

Als ich dann auf Ihn traf, hatte ich noch die

Worte meiner Besitzer im Kopf. Ich

näherte mich Vorsichtig und stand so, dass

ich falls nötig, möglichst schnell flüchten

kann. Nur Not versteck ich mich dann

hinter Frauchen.

52


Vorwort

Doch dann stellte ich fest, der hat ja

genauso Respekt vor mir. Er spielt

dasselbe Spiel wie ich. Nach erstem

Vorsichtigen beschnuppern rannten wir

beide wie Wild über die Wiese. Mal lag ich

vorne und er rannte mir hinterher ohne

mich zu erreichen, das nächste Mal war es

genau umgekehrt.

Ich stelle fest, bei den Hockeyspielern ist

es nicht anders. Da kann einer noch so

erfahren sein, er spielt dasselbe Spiel wie

alle anderen.

verrückten Spiel zuschaue.

Beziehungsweise wenn ich die anderen

anschaue, wenn die dem Spiel

zuschauen.

Eigentlich bin ich nämlich der Chef dieser

Firma. Das muss einfach mal gesagt sein.

Ich habe den coolsten Platz im Büro und

den vollen Überblick. Und ich bin der, der

alle und alles im Griff hat, sodass jeder

nach meiner Pfeife tanzt.

Zu mir

Name: Oschko

Übername: Bubi

Alter: 4 Jahre

Rasse: Labrador Retriever

Werdegang: Schon im zarten Alter wurde

ich durch meine hockeybesessenen

Besitzer auf diesen Sport aufmerksam

gemacht, bei dem alle so einer schwarzen

Scheibe nachrutschen. Ich habe mir

meine eigene Meinung darüber gemacht

... Hier bringe ich mal zu Papier, was mir

durch den Kopf geht, wenn ich diesem

53


Schlusswort

Von: uberger@eishockeywelt.com

An: information@sfv.ch

Betreff: Doppelbürger und Doppeladler

Lieber SFV

Eine Mannschaft zu betreuen und neben

dem Spielfeld zu führen, bedarf eines

gewissen Fingerspitzengefühls.

Spätestens seit dem «Skandal» an den

Olympischen Spielen von Salt Lake City

2002 wissen wir Eishockeyaner das.

Damals sollen die Spieler Reto von Arx,

Patrick Fischer und Marcel Jenni die

Sperrstunde überschritten haben. Als

Folge davon wurden die Spieler von

National-Trainer Ralph Krueger nach

Hause geschickt.

Wir zogen unsere Lehren daraus,

gestalteten das Umfeld professioneller

und setzten gewisse Standards fest. Seit

dieser Zeit gibt es kaum noch Polemik um

die Eishockeynationalmannschaft. Gut,

ehrlich gesagt hätte in diesem Jahr eine

Polemik entbrennen können. Die

Matratzen in Pyoengchang waren

unseren Spielern zu hart und die

Materialwarte mussten neue einkaufen

gehen ... Interessanterweise waren das

aber die einzigen Sportler, die sich

darüber lauthals beklagten. Ihr seht also,

dass oft ein kleines Problemchen zu

einem grossen gemacht werden kann.

Genau das habt ihr getan. Ob aus einer

Geste der Freude oder als Provokation

gegenüber dem serbischen Verband, das

bleibt wohl immer ein Geheimnis der

Spieler. Doch darum geht es nicht.

Es geht darum, dass ihr noch eine weitere

unnötige Diskussion losgetreten habt.

Eine Diskussion, die unnötig ist und von

den wirklichen Problemen des Schweizer

Fussballs ablenkt.

Euer Verband schafft es nicht, eine

anständige Liga auf die Beine zu stellen.

Eine Liga, die international Bestand hat.

Einzig und allein der FC Basel genügte

diesem Anspruch teilweise. International

hat aber unser (Klub-)Fussball nichts zu

bestellen. Und dann äussert ihr euch

allen Ernstes noch gegen

die Doppelbürger?

Doch vermutlich kann man das der

zunehmenden Hitze in euren Büros

zuschreiben. Denn nur die kann eine

solch dumme Äusserung rechtfertigen.

Sonst nichts.

Mit einem harten Bodycheck,

Urs

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