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Eishockeywelt Ausgabe 04

Nico Hischier im Interview - Nostalgie im Schweizer Eishockey - Die Schnappsidee der BLS - Unser Chef ist auf den Hund gekommen

Nico Hischier im Interview - Nostalgie im Schweizer Eishockey - Die Schnappsidee der BLS - Unser Chef ist auf den Hund gekommen

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<strong>Ausgabe</strong> 4 | 02. August 2018 | Jahrgang 1<br />

ONLINEZEITUNG ÜBER DAS SCHWEIZER EISHOCKEY<br />

«Bryan Boyle bewundere ich »<br />

Bekannte und Unbekannte Spieler<br />

Der SCB-Zug im Kreuzfeuer der Kritik


Vorwort<br />

Von einem «Neymar machen», der Vergangenheit und<br />

vergangenen Helden.<br />

Lieber Leser<br />

Endlich ist diese «unwichtige» Fussball-<br />

Weltmeisterschaft vorbei und wir können<br />

uns wieder auf das Wichtige im Leben<br />

konzentrieren. Ja, es war ein Monat, in dem<br />

wir grosse Schauspieler auf dem Rasen<br />

sahen. Schauspieler, wie Neymar, die sich<br />

auf dem Boden wälzten, um Zeit zu<br />

schinden. Um ihren Teamkollegen eine<br />

Pause zu gönnen. Sage und schreibe 15<br />

Minuten wälzte sich der Brasilianer<br />

auf dem Boden.<br />

15 Minuten, die ich als Spielverzögerung<br />

taxieren würde. Eine solche Verzögerung<br />

sollte, aus meiner Sicht, mit einer Gelben<br />

Karte oder mit einer Spielsperre bestraft<br />

werden. Das alles hat nichts mit Sport zu<br />

tun. Sie hinterlässt bei den jungen Spielern,<br />

die den Sport betreiben, den Eindruck, dass<br />

es sich lohnen könnte, genauso zu sein wie<br />

Neymar.<br />

Der Spieler sollte genau für diese jungen<br />

Spieler ein Vorbild sein. Doch er ist es nicht.<br />

Er ist ein schlechter Spieler, ein Spieler, der<br />

eigentlich in diesem Sport nichts zu suchen<br />

hat. Doch die FIFA ist einfach nicht bereit,<br />

hier richtig einzuschreiten und ein Exempel<br />

zu statuieren. Das Fair Play ist für diese<br />

Organisation nur ein Wort ohne Wert.<br />

Im Eishockey haben wir andere Werte.<br />

Werte, die uns wichtig sind. Über die Jahre<br />

haben wir das Reglement angepasst,<br />

bestrafen nun Schwalben, Vortäuschungen<br />

von Verletzungen und andere Vergehen auf<br />

und neben dem Eis konsequent. Das<br />

Eishockey ist ein sauberer Sport geworden,<br />

in dem das Fair Play hochgehalten wird.<br />

Es gab in der Vergangenheit Spieler, die<br />

diese Werte für das Eishockey hochhielten.<br />

Nicht immer waren diese Spieler sofort zu<br />

sehen. Wir haben uns deshalb in dieser<br />

<strong>Ausgabe</strong> auf die Vergangenheit konzentriert.<br />

Spieler, die eine wichtige Rolle im<br />

Team spielten, die ein Team prägten oder<br />

verstärkten und wichtige Arbeit auf dem<br />

Eisfeld verrichteten.<br />

Diesen Spielern also widmen wir diese<br />

<strong>Ausgabe</strong>. Dabei möchte ich aus 23 Spielern<br />

einen Namen herausheben, der mich am<br />

meisten beeindruckte. Serge Heughebaert.<br />

Er war einer dieser Helden, denen von den<br />

Fans nicht viel Beachtung geschenkt wurde.<br />

Und die für das Team doch so wichtig<br />

waren. Er hielt seine Knochen für die Stars<br />

hin, spielte oft in deren Schatten und verrichtete<br />

einfach seine Arbeit. Nicht mehr<br />

und nicht weniger.


Vorwort<br />

Dass er uns in der Redaktion aber<br />

aufgefallen ist, hat er auch seinen beiden<br />

Söhnen zu verdanken. Sie sind in die<br />

Fussstapfen ihres Vaters getreten und<br />

spielen heute Eishockey.<br />

Zwei weitere ehemalige Spieler möchte ich<br />

in diesem Face-off ebenfalls nicht<br />

unerwähnt lassen.<br />

Da war der Kämpfer Gaetano Orlando vom<br />

SC Bern. Ein Italo-Kanadier, der mir immer<br />

imponiert hat. Ein Spieler, der sich durch<br />

viele Verletzungen kämpfte, sich immer<br />

wieder fit spritzen liess. Doch sein grösster<br />

Kampf sollte nach seiner Karriere kommen.<br />

Zehn Monate musste Orlando nach einer<br />

Routineuntersuchung im Spital bleiben und<br />

auf ein Spenderherz warten. Dass er dabei<br />

ein künstliches Herz ausserhalb seines<br />

Körpers hatte, das noch nie getestet worden<br />

war, war dabei die grösste Unbekannte.<br />

Dass er es dennoch geschafft hat, so lange<br />

zu warten, bis er ein neues Herz bekam, ist<br />

eine grosse Leistung.<br />

Da war aber auch Jim Koleff. Der Trainer des<br />

EV Zug, des HC Lugano und auch des SC<br />

Bern. 16 Jahre kämpfte Koleff gegen den<br />

Krebs. Am Ende verlor er diesen Kampf.<br />

Doch er liess sich nie davon abbringen,<br />

sein Leben zu leben. Seinem Traum<br />

nachzugehen und ein Kämpfer und<br />

Vorbild auf und neben dem Eis zu sein.<br />

Dass er nun nicht mehr unter uns ist,<br />

schmerzt mich sehr. Diesen einzigartigen<br />

Menschen gekannt zu haben, war für<br />

mich eine Ehre.<br />

Es gibt noch einen anderen Menschen in<br />

meinem Leben, den ich bewundere.<br />

Tagtäglich darf ich mit diesem Menschen<br />

zusammenarbeiten, mich von ihm<br />

inspirieren lassen und mit ihm zusammen<br />

neue Ideen finden. Barbara!<br />

Sie gibt mir die nötige Hilfe im Hintergrund.<br />

Sie sucht Themen, recherchiert in<br />

den weiten Welten des Internets und<br />

findet immer wieder spannende<br />

Geschichten, die es lohnt, geschrieben zu<br />

werden. Ohne sie wäre ich wahrlich<br />

aufgeschmissen. Sie arbeitet auch unter<br />

Schmerzen weiter. Sie ist kein Neymar.<br />

In diesem Sinne wünsche ich euch viel<br />

Vergnügen beim Lesen dieser <strong>Ausgabe</strong>.<br />

Urs


Inhaltsverzeichnis<br />

Gaetano Orlando –<br />

Der ewige Kämpfer<br />

Seite 26 – 31<br />

Jim Koleff – Krebs besiegte ihn<br />

Seite 102 – 106<br />

Nico Hischier –<br />

«Bryan Boyle<br />

beeindruckte mich»<br />

Seite 7 - 15


Inhaltsverzeichnis<br />

Seiten 19 – 25<br />

Seiten 76 – 80<br />

Seiten 26 – 31<br />

Seiten 81 – 86<br />

Seiten 32 – 36<br />

Seiten 87 – 91<br />

Seiten 37 – 40<br />

Seiten 92 – 96<br />

Seiten 41 – 45<br />

Seiten 97 – 101<br />

Seiten 46 – 50<br />

Seiten 102 – 106<br />

Seiten 51 – 54<br />

Seiten 107 – 110<br />

Seiten 55 – 58<br />

Seiten 111 – 115<br />

Seiten 59 – 62<br />

Seiten 116 – 120<br />

Seiten 63 – 66<br />

Seiten 67 – 70<br />

Seiten 71 – 75


NHL<br />

Die zweite Saison in der NHL steht für Nico Hischier bald an. Wie er<br />

sich vorbereitet, welcher Moment speziell für ihn war und was er über<br />

seine Teamkollegen denkt.<br />

Im letzten Jahr wurde Nico Hischier<br />

erster Schweizer Spieler im Draft<br />

der NHL als Nummer eins von den<br />

New Jersey Devils ausgewählt. Ein<br />

Jahr später – Zeit, dass der<br />

Oberwalliser ein Fazit über seine<br />

erste Saison in der NHL zieht. Mit<br />

der «<strong>Eishockeywelt</strong>» sprach<br />

Hischier im Sommertraining über<br />

seine Eindrücke.<br />

<strong>Eishockeywelt</strong>: Nico Hischier, du<br />

absolvierst das Sommer-training in<br />

Bern. Hast du in dieser Zeit Kontakt<br />

mit der Organisation?<br />

Nico Hischier: Es besteht ein<br />

Austausch zwischen meinem<br />

Konditionstrainer und der<br />

Organisation der Devils. Er gibt<br />

ihnen immer wieder meinen Stand<br />

durch und sie schauen, was ich<br />

mache. Sie gaben mir grünes Licht<br />

für das Training, nachdem ich<br />

meine Verletzung mit dem<br />

Handgelenk auskuriert hatte.<br />

Oft hört man von den Sportlern,<br />

dass sie das Sommer-training nicht<br />

besonders lieben.<br />

Wie ist das bei dir?<br />

Ich freue mich sicher mehr auf das<br />

Eistraining als auf das<br />

Sommertraining. Das gehört<br />

jedoch dazu. Aber nach einer<br />

langen Saison freut man sich auch<br />

darauf, nicht jeden Tag auf dem Eis<br />

zu stehen und etwas Abwechslung<br />

zu haben.<br />

Wenn das Sommertraining gut ist,<br />

heisst das automatisch auch, dass<br />

du eine gute Saison haben wirst?<br />

Sicher ist das Sommertraining dazu<br />

da, dass ich mir eine gute Basis für<br />

die kommende Saison lege. Wenn<br />

du schlecht trainierst im Sommer,<br />

heisst das jedoch nicht, dass du zu<br />

Beginn der Saison nicht gut sein<br />

wirst. Das zeigt sich erst im Verlauf<br />

der Saison, wenn du nicht mehr<br />

Leistung geben kannst. Du wirst<br />

schneller müder und dein Körper


NHL<br />

braucht eine längere<br />

Regeneration, als es der Fall ist,<br />

wenn du ein gutes Sommertraining<br />

absolviert hast.<br />

Letztes Jahr litt mit dem Draft<br />

auch das Sommertraining<br />

Im letzten Jahr flogst du einige<br />

Male zwischen der Schweiz und<br />

Nordamerika hin und her. Darunter<br />

litt sicher auch das Sommertraining.<br />

In diesem Jahr ist das anders und<br />

du kannst dich voll auf das Training<br />

konzentrieren. Das alles ist sicher<br />

einfacher und besser als im<br />

vergangenen Jahr, oder?<br />

Das stimmt. Letztes Jahr war das<br />

alles nicht einfach. Ich flog hin und<br />

her, musste das Sommertraining<br />

und die Reiserei unter einen Hut<br />

bringen. Dieses Jahr ist es<br />

einfacher. Ich kann mich zu 100<br />

Prozent der Vorbereitung auf die<br />

neue Saison widmen.<br />

Welchen Unterschied gibt es<br />

zwischen dem Nico Hischier von vor<br />

einem Jahr und dem Hischier<br />

heute?<br />

Ich habe mehr Gewicht zugelegt.<br />

Letztes Jahr war mir dies aufgrund<br />

der regel-mässigen Reisen in die<br />

USA nicht wie gewünscht<br />

gelungen, dieses Mal legen wir<br />

unser Augenmerk gezielt auf<br />

diesen Punkt.


NHL


NHL<br />

«Ich hatte ein Draft-Blackout.»<br />

Wenn ich an deinen Draft denke,<br />

habe ich immer ein Bild vor mir. Im<br />

Fernsehen waren zwei Kameras auf<br />

dich und auf Nolan Patrick<br />

gerichtet. Als dann die New Jersey<br />

Devils deinen Namen verkündeten<br />

und nicht Nolan Patricks Name, fiel<br />

ihm der Kinnladen, wörtlich<br />

gesprochen, nach unten. Er sah sehr<br />

konsterniert aus. Hast du das in<br />

diesem Moment realisiert?<br />

Nein, überhaupt nicht. Ich wurde<br />

schon oft auf diesen einen<br />

Augenblick angesprochen. Aber im<br />

entscheidenden Moment habe ich<br />

nicht wirklich viel bewusst<br />

wahrgenommen. Alles ging sehr<br />

schnell, es war emotional, aber<br />

genau kann ich mich nicht<br />

erinnern. Es ist, als ob ich ein<br />

Blackout gehabt hätte.<br />

«In der Saison, die zu meinem<br />

Draft führte, blendete ich ihn<br />

aus.»<br />

In der Saison, die zu deinem Draft<br />

führte, wurde immer<br />

wahrscheinlicher, dass du als<br />

Nummer eins ausgewählt werden<br />

würdest. Konntest du den ganzen<br />

Rummel um deine Person<br />

ausblenden? Mit 17 Jahren war das<br />

sicher nicht so einfach, wie man<br />

sich das vorstellt?<br />

Während der Saison konnte ich<br />

dies problemlos aus-blenden. Am<br />

Schluss ist der Draft sicher etwas<br />

Spezielles, aber auch nur ein Teil<br />

der zur NHL gehört. Ich bewältigte<br />

meine Saison ganz normal. Ich<br />

wusste, dass ich gute Chancen<br />

hatte, im Draft früh ausgewählt zu<br />

werden. Ich liess mich in dieser<br />

Zeit aber nicht beeinflussen und<br />

bestritt die Saison ganz normal.<br />

Ich wollte mich als Eishockeyspieler<br />

weiterentwickeln und so<br />

viel wie möglich dazulernen.<br />

Gross über den Draft<br />

nachzudenken, wäre sowieso nicht<br />

gut gewesen. Als Spieler kannst du<br />

ihn nicht beeinflussen. Ich<br />

konzentrierte mich dabei einfach<br />

auf meine Leistungen. Das war der<br />

Punkt, den ich beeinflussen<br />

konnte.<br />

«Die NHL ist eine grosse<br />

Show.»<br />

Du hast gerade gesagt, dass der<br />

Draft ein Teil der NHL ist. Ist die<br />

NHL eine grosse Show?<br />

Die NHL ist Teil der<br />

Unterhaltungsindustrie, ein<br />

grosses Geschäft. Wir<br />

Eishockeyspieler sind da, um die


NHL<br />

25 Kilogramm stemmt Nico Hischer ohne Probleme (Bild: eishockeywelt)<br />

Fans zu unterhalten Wir haben das<br />

Privileg, unser Hobby zum Beruf zu<br />

machen und den Menschen etwas<br />

zurückzugeben oder für ihre<br />

Zerstreuung zu sorgen.<br />

Du hast nun dein erstes Jahr in der<br />

NHL hinter dir. Was änderte sich für<br />

dich in diesem einen Jahr?<br />

Ich weiss nun, was auf mich<br />

zukommt, was mich erwartet und<br />

welche Erwartungen die Menschen<br />

in New Jersey an mich haben. Das<br />

alles hatte ich in der letzten Saison<br />

nicht. Und das alles hilft mir in<br />

meiner Entwicklung.<br />

Dies ist die Legende zum Bild.<br />

«Mein Saisonbild ist das erste<br />

Spiel.»<br />

Wenn du ein Bild nehmen könntest,<br />

das deine Saison in Nordamerika<br />

beschreibt, welches würdest du<br />

benutzen?<br />

Das erste Spiel. Das ist mein Bild<br />

der Saison.<br />

Wieso gerade dieses erste Spiel?<br />

Das erste Spiel war so speziell. Es<br />

ist das eine Spiel, von dem du von<br />

klein auf träumst.


NHL<br />

Du hast dir deinen Traum<br />

ausgemalt und du hast alles<br />

gesehen. Dieses eine Bild kannst<br />

du aber nie so träumen, wie es<br />

dann in Wirklichkeit ist. Es ist<br />

dieser eine Moment, dieser eine<br />

Augenblick, den ich für mich als<br />

Bild wählen würde.<br />

Taylor Hall, dein Teamkollege bei<br />

den Devils, konnte einige Awards<br />

abräumen. Er erhielt die<br />

Auszeichnung als MVP der Liga,<br />

wurde in das erste All-Star-Team<br />

gewählt und spielte am All-Star-<br />

Game. Wie hat er dir geholfen, in<br />

deiner Ent-wicklung<br />

weiterzukommen?<br />

Er hat sicher einen grossen Anteil<br />

daran. Er selbst war auch eine<br />

Nummer eins. Er konnte mir auf<br />

und neben dem Eis helfen, mich in<br />

der Organisation zurechtzufinden,<br />

mit den Erwartungen an eine<br />

Nummer eins umzugehen, und gab<br />

mir immer wieder kleine Tipps,<br />

was ich wie am besten mache. Er<br />

hat mir dabei sehr geholfen. Mit<br />

ihm zusammen-zuspielen, ist ein<br />

grosses Plus.<br />

«Brian Boyle ist meine<br />

Inspiration.»<br />

Brian Boyle wurde mit der Bill<br />

Masterton Trophy für seine<br />

Ausdauer, seine Hingabe und<br />

Fairness im und für das Eishockey<br />

ausgezeichnet.<br />

Er wurde wegen seines Kampfes<br />

gegen den Krebs mit dieser Trophy<br />

geehrt. Wie hast du ihn erlebt in<br />

dieser für ihn schweren Zeit?<br />

Es war für alle Beteiligten eine<br />

krasse Nachricht. Es war für alle<br />

ein Schock. Wie er mit dieser<br />

Krankheit umgegangen ist, wie er<br />

damit lebte, das war wirklich eine<br />

Inspiration für alle im Team. Er<br />

kam jeden Morgen mit einem<br />

Lachen auf dem Gesicht in die<br />

Garderobe und er war immer der<br />

Spieler, der den einen oder<br />

anderen Witz riss.<br />

Konntest du etwas von ihm lernen?<br />

Ganz klar ja. Ich persönlich wüsste<br />

nicht, wie ich in einer solchen<br />

Situation reagieren würde. Wie ich<br />

damit um-gehen könnte. Es war<br />

für mich sehr beeindruckend, wie<br />

er sich nicht beirren liess und<br />

seinen Weg ging. Wir versuchten


Noch entspannt, bevor es zum Training geht. (Bild Barbara Zimmermann)<br />

NHL


NHL<br />

immer wieder, ein wenig mit ihm<br />

über seine Situation zu sprechen.<br />

Er liess das aber nicht zu und sagte<br />

immer wieder, dass es ihm gut<br />

ginge und er auf dem Weg zur<br />

Besserung sei. Diese Leichtigkeit,<br />

die er an den Tag legte, diese<br />

Unbefangenheit, mit der er diesen<br />

Schicksals-schlag hinnahm. Das ist<br />

eine ganz grosse Inspiration für<br />

mich.<br />

«Die Play-offs waren speziell.»<br />

Die Devils kamen zum ersten Mal<br />

seit langer Zeit wieder in die Playoffs.<br />

Hat man das in New Jersey<br />

gemerkt, dass ihr wieder einmal<br />

dabei wart?<br />

Ja, das hat man gespürt. Es war<br />

eine ganz besondere Stimmung. Es<br />

war für mich sehr cool, das zu<br />

erleben und zu erfahren. Ich habe<br />

es sehr genossen.<br />

«Ich wäre gerne in Dänemark<br />

dabei gewesen.»<br />

Du bekamst von den New Jersey<br />

Devils keine Freigabe für die<br />

Weltmeisterschaften. Du selbst<br />

wärst sicher gern dabei gewesen ...<br />

Ja, das wäre sicher cool gewesen.<br />

Ich habe den Auftritt der Nationalmannschaft<br />

in Dänemark verfolgt<br />

und sie haben wirklich eine sehr<br />

gute Weltmeisterschaft<br />

abgeliefert.<br />

Wann wirst du für die<br />

Nationalmannschaft spielen?<br />

Ich hoffe, dass das sobald wie<br />

möglich sein wird.<br />

Welche Erwartungen und Ziele hast<br />

du für die kommende Saison?<br />

Meine Ziele und Erwartungen sind<br />

wieder dieselben, die ich letztes<br />

Jahr hatte. Ich will dem Team<br />

helfen, noch besser zu werden. Die<br />

Play-offs sind auch in der<br />

kommenden Saison wieder das<br />

Ziel. Auch will ich mit dem Team in<br />

den Play-offs weiterkommen als<br />

letztes Jahr.<br />

Du wirst bald wieder nach<br />

Nordamerika abreisen. Wann wird<br />

das sein?<br />

Ende August reise ich wieder nach<br />

Nordamerika. Dann werde ich<br />

mich mit der Mannschaft auf die<br />

kommende Saison vorbereiten und<br />

die Selektion in den<br />

Trainingscamps beginnt.


NHL<br />

«Ende Juli bin ich wieder auf<br />

dem Eis.»<br />

Wann wirst du wieder auf dem Eis<br />

stehen, um dich auf diese Trainings<br />

vorzubereiten?<br />

Ende Juli werde ich beginnen, mich<br />

auf die kommende Saison<br />

vorzubereiten. Zeitgleich ist auch<br />

das Nationalmann-schafts-<br />

Prospect-Camp in Bern.<br />

SC Bern spielen. Das ist sicher<br />

speziell für dich.<br />

Ja, das ist es. Das wird sicher ein<br />

spannender Vergleich werden. Die<br />

Vorfreude darauf ist bei mir sehr<br />

gross.<br />

Dann sind alle Spieler unter 25<br />

Jahren auf dem Eis und Patrick<br />

Fischer und sein Trainer-gespann<br />

wird uns genauer unter die Lupe<br />

nehmen.<br />

In der Vorbereitungszeit wirst du<br />

am 1. Oktober ein Spiel gegen den


National League<br />

Ich sah in den letzten Jahrzehnten viele Spieler kommen und gehen. Ich las über<br />

Spieler, die ich nicht mal kannte. Diese <strong>Ausgabe</strong> widmen wir ihnen und wir<br />

lassen ihre Zeit wiederaufleben.<br />

Eishockey ist eine Mannschaftssportart.<br />

Vielleicht ist sie<br />

auch die einzige letzte wahre<br />

Sportart, in der das Team gewinnt<br />

oder verliert. Wir machen aus<br />

diesem Grunde jedes Team und<br />

seine Geschichte zum Thema dieser<br />

<strong>Ausgabe</strong>. Bei der Recherche<br />

stiessen wir auf stille Helden, auf<br />

Kämpfer und auf Vorbilder, die<br />

noch bis in die heutige Zeit wirken.<br />

Garniert wird das Ganze von<br />

meinen persönlichen Eindrücken<br />

und Erlebnissen in einigen<br />

Schweizer Stadien.<br />

Keine Fansektoren<br />

Nicht immer waren die Fans so<br />

heissblütig wie heute. Von<br />

Trennung der Fansektoren redete<br />

dazumal niemand. Oder realisierte<br />

ich es nicht? Ein Beispiel möchte ich<br />

dabei besonders herausheben, das<br />

ich auch im entsprechenden Artikel<br />

tiefer beschreibe.<br />

Es war Ende der 70er- oder Anfang<br />

der 80er-Jahre, als ich mit meinem<br />

Vater nach Biel an das letzte<br />

Saisonspiel fuhr. Ich trug dabei stolz<br />

eine Kappe vom SC Bern. Das war<br />

für mich als Knabe etwas Selbstverständliches,<br />

da ich mir keiner<br />

Gefahr ausgesetzt fühlte. Und ich<br />

hatte in Biel wirklich ein einmaliges<br />

Erlebnis mit den jungen Fans.<br />

In der Resega von den eigenen<br />

Fans erdrückt<br />

Da war aber auch der Spieler, der<br />

einigen Anhängern des SC Bern in<br />

den späten 80er-Jahren half, nicht<br />

von den eigenen Fans beim<br />

Meistertor erdrückt zu werden. Der<br />

Vorfall trug sich in der alten Resega<br />

zu und dieser Eindruck hängt mir<br />

auch Jahre später noch nach.<br />

Kämpfer prägten mein Bild<br />

Es gibt Spieler, zu denen ich<br />

aufblicke, mit denen ich immer


National League<br />

David Aebischer war auch einer der Grossen des Schweizer Eishockeys (Bild: HC Fribourg-Gottéron)<br />

gute Erinnerungen verknüpfe. Sei<br />

es der ewige Kämpfer Gaetano<br />

Orlando, der Heiss-sporn Sandro<br />

Bertaggia, den ich immer wieder<br />

innerlich verfluchte, wenn er einem<br />

Berner zu nahe trat. Da gab es den<br />

Spieler und Trainer Jim Koleff. Er,<br />

der sein Leben lang gegen den<br />

Krebs kämpfen musste und am<br />

Ende diesen Kampf verlor.<br />

Raucherhöhle<br />

Hallenstadion<br />

Ich erinnere mich aber auch an die<br />

Zeiten mit dem ZSC, als Claudio<br />

Micheli, Michel Zeiter und Andreas<br />

«Zesi» Zehnder auf dem Eis<br />

standen. Damals gab es noch kein<br />

Rauchverbot im Hallenstadion und<br />

die Halle war immer<br />

rauchgeschwängert. An diese Spiele<br />

erinnere ich mich immer wieder<br />

gerne zurück.<br />

Das erste Nati-Spiel<br />

Irgendwann einmal besuchte ich<br />

auch das erste Spiel der Schweizer<br />

«Eisgenossen». Damals waren sie<br />

noch ein Team, das zwischen der A-<br />

Division und der C-Division hin und<br />

her pendelte. Dass die Schweiz das<br />

Spiel gegen Russland mit 10:2<br />

verlor, war mir damals egal. Denn<br />

ich sah Spieler im Kader der Russen,


National League<br />

die Jahre später in der Schweiz<br />

debütierten.<br />

Mit Slawa Bykov und Andrei<br />

Khomutov kamen zwei Spieler in<br />

die Schweiz, die an Genialität nie zu<br />

überbieten waren und bis heute<br />

nicht zu überbieten sind. Sie<br />

prägten ein Fribourg-Gottéron, das<br />

in dieser Ära mehrere Male in das<br />

Finale vorstiess. Um dann doch<br />

wieder zu scheitern. So bleibt<br />

Fribourg bis heute ein Team, das<br />

noch nie den Titel erringen konnte.<br />

Titellos, wie wir Berner gerne<br />

spöttisch anmerken.<br />

Dass dieser Name im Schweizer<br />

Eishockey noch heute solch eine<br />

grosse Ausstrahlung geniesst, hat<br />

auch mit Manuele Celio zu tun. Er<br />

ist heute der Juniorenverantwortliche<br />

in Ambrì und will in den<br />

kommenden Jahren in der<br />

Leventina Neues aufbauen.<br />

Die Gebrüder Lehmann<br />

Es gab auch Zeiten und Spieler, die<br />

ich nur vom Hörensagen kannte. So<br />

ging es mir damals bei den Namen<br />

Simon Schenk, den Gebrüdern<br />

Lehmann oder auch Serge<br />

Heughebaert, die ich erst später zur<br />

Kenntnis nahm. Als ich älter wurde<br />

und mich immer mehr mit dem<br />

Eishockey auseinandersetzte.<br />

Der Name Celio prägte ein<br />

ganzes Tal<br />

Mit einem Namen möchte ich<br />

diesen einleitenden Artikel<br />

beenden. Der Name Celio. Seit<br />

vielen Jahren prägte dieser Name<br />

ein Tal. Mit Nello Celio wurde sogar<br />

ein Celio Bundesrat. Etwas, das der<br />

Leventina seither nie mehr gelang.


HC Ambri-Piotta<br />

In Ambrì gibt es einen Namen, an dem die Anhänger des HC Ambrì-Piotta<br />

nicht vorbeikommen. Der Name Celio ist omnipräsent.<br />

Mit dem Namen Celio verbindet ein<br />

ganzes Tal das Eishockey. Dieser<br />

eine Name steht für Leidenschaft,<br />

Aufopferungswille und Durchhaltevermögen.<br />

Er birgt aber auch<br />

Risiken. Die Anhänger von Ambrì<br />

hoffen jedes Mal, wenn sie den<br />

Namen Celio hören, dass der Träger<br />

der nächste Manuele Celio oder<br />

Cipriano Celio ist. Oft gehen diese<br />

Hoffnungen dann nicht in Erfüllung.<br />

18 Celios gibt es im<br />

Schweizer Eishockey<br />

Bei den Nachforschungen zum<br />

Namen Celio stiess ich auf weitere<br />

interessante Namen. Je tiefer ich in<br />

die Familiengeschichte vorstiess,<br />

umso spannender wurde es.<br />

Insgesamt fand ich 18-mal den<br />

Namen Celio, immer in Verbindung<br />

mit Eishockey. Wie soll ich da den<br />

Überblick bekommen? Also<br />

entschloss ich mich, bei Manuele<br />

Celio mal nachzufragen.<br />

Als Erstes klärte mich Manuele<br />

Celio über seinen Vater und dessen<br />

Bruder auf. Die beiden Brüder<br />

Cipriano und Guido Celio waren in<br />

den 70er-Jahren in Ambrì<br />

zusammen mit Florio Celio die<br />

spielbestimmenden Stürmer.<br />

Sie prägten eine ganze<br />

Generation in der Leventina.<br />

Manuele wird viermal Meister<br />

– Nicola bleibt der Leventina<br />

treu<br />

Nach ihnen kamen mit Manuele,<br />

Daniele und Nicola Celio ihre Söhne<br />

in das Eishockey. Während es<br />

Manuele Celio nach Kloten zog und<br />

er dort vier Meistertitel feiern<br />

konnte, blieb Nicola Celio in der<br />

Leventina. Daniele Celio, der<br />

Bruder von Manuele, spielte<br />

während dreier Jahre in der NLA<br />

beim HCAP.<br />

Nicola blieb in der Leventina. Der<br />

Cousin von Manuele und Daniele<br />

bestritt für Ambrì 821 Spiele als


HC Ambri-Piotta<br />

Nicola Celio verliess den HC Ambrì-Piotta nie. (Bild HCAP)<br />

Verteidiger und als Center.<br />

Während zwanzig Jahren prägte<br />

Nicola Celio das Team der<br />

Leventina. Drei Jahre lang war der<br />

Verteidiger auch Captain der<br />

Bianco-Blù.<br />

Doch kehren wir zurück zu Cipriano<br />

Celio. In einem Interview mit der<br />

Webseite «Ticino Online» wurde<br />

der Vater von Manuele und Daniele<br />

Celio gefragt, was der Unterschied<br />

von damals zur heutigen Zeit sei<br />

«Hier einen Vergleich zu ziehen,<br />

das geht nicht. Zu meiner Zeit, des<br />

Ambrìs der Sechzigerjahre,<br />

trainierten wir zweimal in der<br />

Woche und konnten am<br />

Wochenende vielleicht zwei Linien<br />

aufstellen. Wenn wir in der jetzigen<br />

Zeit mit diesem Kader spielen<br />

würden, mit diesem Trainingsaufwand,<br />

wir könnten nicht einmal<br />

in der zweiten Liga mithalten. So<br />

gross sind die Unterschiede.»<br />

Cipriano Celio spricht stolz von<br />

seinem Sohn<br />

Vater Celio spricht gerne über<br />

seinen Sohn Manuele. Der Sohn,<br />

der in Kloten spielte, aber in Ambrì<br />

verehrt wurde wie selten ein<br />

Schweizer Spieler. Manuele, der als<br />

U20-Trainer amtete, die U18 unter<br />

sich hatte und nun wieder an seine<br />

alte Wirkungsstätte zurückkehrt.


Manuele Celio als U18-Nationaltrainer in Breclav. (Bild: Urs Berger)<br />

HC Ambri-Piotta


HC Ambri-Piotta<br />

Dort soll er den Nachwuchs neu<br />

strukturieren, den Spielern eine<br />

Perspektive geben und diese in der<br />

Leventina halten.<br />

Cipriano Celio sagt denn auch, dass<br />

es Entschlossenheit, Charakter und<br />

Ausdauer brauche, um in diesem<br />

Sport weiterzukommen. «Passion<br />

ist das bessere Wort», schiebt der<br />

Rentner nach. Wie recht er doch<br />

hat. Denn ohne Passion, so sagt er,<br />

«müsse man aufhören, Eishockey<br />

zu spielen». Zu oft fehle diese in<br />

der heutigen Zeit. Passion, das ist<br />

etwas, was der Fan selten so zu<br />

fassen kriegt.<br />

«Wille zeichnet meinen<br />

Sohn aus»<br />

Etwas, das seinen Sohn auszeichne,<br />

sei sein Wille gewesen. «Sein<br />

eiserner Wille, etwas zu erreichen.<br />

Dazu kam auch das Talent, das er<br />

zweifelsohne hatte.»<br />

Ja, Manuele Celio ist ein<br />

besonderer Mensch. Als ich ihn das<br />

erste Mal wirklich sah, war das an<br />

einem Spiel in Lugano. Ich stand<br />

unten in der alten Resega. Das Playoff-Finale<br />

zwischen dem SC Bern<br />

und dem HC Lugano ging in die<br />

Verlängerung. Manuele Celio stand<br />

unten vor der Berner Kurve.<br />

Wir Fans fieberten mit. Hofften,<br />

dass unserem Team endlich der<br />

Torerfolg gelingen möge. Die<br />

Spannung war zu spüren.<br />

Dann war es da, das erlösende Tor<br />

für uns Berner Fans. Die Menge<br />

jubelte und geriet in Bewegung –<br />

wir, die unten standen, wurden<br />

immer mehr an die Abschrankungen<br />

gedrückt. Wir bekamen fast<br />

ein wenig Panik, dass wir von den<br />

Massen erdrückt werden könnten.<br />

Da griff Manuele ein, zog einige<br />

Fans aus dem Gefahrenbereich,<br />

brachte sie weg von dem Gedränge.<br />

Ja, Manuele sorgte sich<br />

nicht nur um sich oder seine<br />

Mannschaft. Auch die anderen<br />

Menschen waren ihm immer<br />

wichtig.<br />

Aus den Augen verloren<br />

Ich verlor Manuele eine Zeitlang<br />

aus den Augen. Hier und da las ich<br />

über ihn einen Artikel in der<br />

Zeitung, einen Bericht im<br />

Fernsehen. Das änderte sich,<br />

als ich begann, über das Eishockey<br />

zu schreiben. Dabei stolperte ich<br />

immer wieder über den Namen<br />

Manuele Celio. Dazu kam, dass<br />

meine neue Passion, das Schreiben<br />

über das Eishockey, auch die U20-<br />

Nationalmannschaft beinhaltete.<br />

Es kam, wie es kommen sollte.<br />

Als ich mich auf eine U20-Weltmeisterschaft<br />

vorbereitete,<br />

übernahm Manuele Celio im Mai<br />

desselben Jahres die Junioren-<br />

Nationalmannschaft.


HC Ambri-Piotta<br />

CELIO CIPRIANO<br />

Position<br />

Stürmer<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 1940<br />

Bruder<br />

Guido Celio<br />

Söhne Manuele und Daniele<br />

Tochter<br />

Jessica Celio<br />

STATISTIK AUS DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1970/71 NLA HC Ambri-Piotta Quali 22 10 8 18 -<br />

1971/72 NLA HC Ambri-Piotta Quali 16 8 2 10 -<br />

1972/73 NLA HC Ambri-Piotta Quali 28 7 8 15 -<br />

1973/74 NLA HC Ambri-Piotta Quali 17 2 1 3 -


HC Ambri-Piotta<br />

Manuele Celio als Headcoach der GCK Lions (Bild: GCK Lions)<br />

Da bot es sich an, mit ihm ein<br />

Interview im Vorfeld einer U20-<br />

Weltmeister-schaft zu machen.<br />

Ganz ehrlich, ich hatte Respekt vor<br />

ihm. Er war, wie soll man das am<br />

besten beschreiben, eine Person,<br />

die einem nicht nur Respekt<br />

einflösste. Auch Ehrfurcht, Achtung<br />

und Bewunderung schwangen<br />

dabei mit. Diesem Kenner der<br />

Eishockey-szene sollte ich meine<br />

Fragen stellen? Einfach war es<br />

nicht. Doch irgendwie schaffte<br />

ich es.<br />

Erfolgreich in Kloten<br />

Kloten. Diesmal sollte er acht Jahre<br />

in der Fremde bleiben und mit vier<br />

Meistertiteln im Gepäck in die<br />

Leventina zurückkehren.<br />

Auf die Saison 97/98 spielte Celio<br />

wieder in der Leventina. Zusammen<br />

mit Nicola Celio prägte er das<br />

Ambrì dieser Zeit. Ein Blick auf den<br />

damaligen Kader enthüllt, dass<br />

Manuele der beste Schweizer<br />

Skorer der Mannschaft war. Hinter<br />

Oleg Petrov, Paul DiPietro und Leif<br />

Rohlin. Es waren die Zeiten, die<br />

Manuele Celio wieder in die Herzen<br />

der Fans zurückkehren liess.<br />

Doch zurück zum Spieler Manuele<br />

Celio. Er verliess Ambrì nach der<br />

Saison 1988/89 erneut Richtung


SC Bern<br />

Die Überschrift könnte auch heissen: «Gestatten: Mein Name ist Kämpfer,<br />

Gates Kämpfer. Die Geschichte des ewigen Kämpfers, der niemals aufgibt.»<br />

Ich würde gerne eine Ode<br />

schreiben. Eine Ode an einen<br />

Spieler, den ich noch jetzt verehre.<br />

Jahre, nachdem er in Bern<br />

abgetreten war. Jahre, nachdem ich<br />

ihn das letzte Mal aktiv gesehen<br />

habe. Ja, Gaetano Orlando war, ist<br />

und bleibt einer meiner liebsten<br />

Spieler. Nicht einmal Alan Haworth,<br />

Reijo Ruotsalainen oder Renato<br />

«Toto» Tosio können mir diesen<br />

wohligen Schauer über den Rücken<br />

jagen, den ich jedes Mal hatte,<br />

wenn ich Orlando sah. Gates war<br />

für mich – wie soll ich das sagen –<br />

mehr als ein Hockeyspieler. Er<br />

verkörperte auf seine Art den<br />

ewigen Kämpfer. Den Kämpfer, der<br />

nie aufgab. Auch wenn es um sein<br />

Leben ging.<br />

Mit gebrochenem Fuss<br />

spielen? Kein Problem!<br />

Als ich vor einigen Jahren wieder<br />

einmal auf meinem Facebook-<br />

Account stöberte, fiel mir sofort ein<br />

Eintrag von Gates auf. Ein Foto war<br />

dabei, das mir fast die Sprache<br />

verschlug. Der Kämpfer, der nie<br />

aufgab, rang mit seinem Leben. Der<br />

Kämpfer, der auf dem Eis immer<br />

alles gab, mit gebrochenem Fuss<br />

spielte, sich fit spritzen liess, damit<br />

er dem Team helfen konnte, liegt<br />

im Spital und kämpft um sein<br />

Leben. Umgehend nahm ich mit<br />

ihm Kontakt auf, bat ihn, nicht<br />

aufzugeben. Das Leben sei zu<br />

lebenswert. Seine Antwort<br />

erstaunte mich: «Ich bin nicht hier,<br />

um zu sterben, Urs. Ich bin hier, um<br />

zu leben. Ich gebe nicht auf und<br />

weiss, dass ich ein Spenderherz<br />

erhalten werde. Oder es wird für<br />

mich eine andere Lösung geben.»<br />

Wie recht er haben sollte.<br />

Ein persönlicher Rückblick<br />

Lange zuvor hatte ich eine Meldung<br />

in der Zeitung gelesen, dass der SC<br />

Bern einen weiteren Stürmer aus<br />

der NHL verpflichtet hatte. Erstaunt<br />

las ich dessen Vita und dachte für<br />

mich, dass einer, der in Italien


SC Bern<br />

Gaetano Orlando (links) mit Bruno Zarillo (rechts) und Brian Leffley (Mitte). (Bild: SC Bern)<br />

gespielt hatte, nicht wirklich eine<br />

Wucht sein konnte. Wie sehr hatte<br />

ich mich damals geirrt!<br />

In der NHL bei den<br />

Buffalo Sabres<br />

Gaetano Orlando wuchs in Lasalle,<br />

in der Provinz Quebec, auf. Der<br />

Vorort von Montreal führte dazu,<br />

dass der Center in der Quebec<br />

Major Junior Hockey League bei<br />

den Montreal Juniors seine Karriere<br />

lancierte. Orlando wollte aber<br />

neben dem Spiel auch für sein<br />

späteres Leben gerüstet sein. So<br />

wechselte er nach nur einem Jahr<br />

in der QMJHL in die College League<br />

zum Team von Providence. Die<br />

folgenden vier Jahre bestritt er<br />

dort, obwohl ihn die Buffalo Sabres<br />

in der achten Runde des Drafts von<br />

1981 ausgewählt hatten. Erst nach<br />

dem Abschluss seiner betriebswirtschaftlichen<br />

Ausbildung am<br />

College wechselte er zu den Sabres,<br />

wurde aber zu Beginn seiner<br />

Laufbahn mehrheitlich in der AHL<br />

eingesetzt.<br />

In Italien mehrfacher Meister<br />

In der NHL konnte er sich erst in<br />

der Saison 85/86 festsetzen.<br />

Dennoch musste er auch in diesem<br />

Jahr immer wieder in die AHL, um<br />

dort zu spielen. Zufrieden war<br />

Orlando damit nicht.


SC Bern<br />

ORLANDO<br />

GAETANO<br />

Position<br />

Center<br />

Nationalität Kanada / Italien<br />

Geburtstag 13. Nov. 1962<br />

Draft 1981 – Round 8,<br />

#164<br />

Buffalo Sabres<br />

STATISTIK AUS DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1994/95 NLA SC Bern Quali 36 24 31 55 58<br />

1994/95 NLA SC Bern Playoffs 6 3 7 10 8<br />

1995/96 NLA SC Bern Quali 34 15 26 41 62<br />

1995/96 NLA SC Bern Playoffs 11 10 8 18 45<br />

1996/97 NLA SC Bern Quali 46 26 56 82 34<br />

1996/97 NLA SC Bern Playoffs 13 7 10 17 12<br />

1997/98 NLA SC Bern Quali 38 16 32 48 73<br />

1997/98 NLA SC Bern Playoffs 7 6 3 9 18<br />

1997/98 NLB SC Langnau Playoffs 4 1 4 5 8<br />

1998/99 NLA HC Lugano Quali 27 12 20 32 34<br />

1998/99 NLA HC Lugano Playoffs 11 6 5 11 10


SC Bern<br />

So wechselte er nach dem<br />

Auslaufen seines Vertrags von<br />

Buffalo in die italienische Liga.<br />

Sofort hatte er dort Erfolg, wurde<br />

mehrmals Meister und war eine<br />

prägende Persönlichkeit auf und<br />

neben dem Eis. Nicht nur wegen<br />

seines Spielstils, auch wegen seiner<br />

Nehmerqualitäten war er ein<br />

wichtiger Bestandteil der<br />

italienischen Nationalmannschaft –<br />

mit seinem italienischen Pass, den<br />

er in der Zwischenzeit erhalten<br />

hatte. Mit den Italienern konnte er<br />

an mehreren A-Weltmeisterschaften<br />

und an zwei Olympischen<br />

Spielen antreten und führte gegen<br />

Ende seiner Karriere das Team als<br />

Captain an.<br />

Die Rache kam unvermittelt<br />

und schnell<br />

Damals spielte der Kanadier beim<br />

SC Bern und beim HC Lugano. Bei<br />

den gegnerischen Spielern war<br />

Orlando unbeliebt, weil er seinen<br />

Körper konsequent einsetzte, sich<br />

nicht scheute, die Faust fliegen zu<br />

lassen, um seine Mitspieler zu<br />

schützen. Kein Spieler sollte<br />

ungestraft vom Eis gehen, wenn er<br />

einen Mannschaftskollegen<br />

angegangen hatte. Der Kanadier<br />

rächte unvermittelt und schnell.<br />

«Ich kann nicht mehr gehen, ich<br />

kann kaum sitzen, aber auf den<br />

Schlittschuhen geht es noch!»<br />

Ich bewunderte diesen Spieler,<br />

freute mich stets, wenn er traf und<br />

war für ihn Feuer und Flamme. Kein<br />

Spieler vermochte mich so sehr zu<br />

überzeugen, wie Orlando es tat.<br />

Sein Kampfeswillen, sein<br />

Engagement und seine Art<br />

auf dem Eis imponierten mir.<br />

Aus den Augen aus dem Sinn?<br />

Nein!<br />

Nach seiner Karriere verlor ich<br />

Orlando aus den Augen. Erst als ich<br />

in den Journalismus einstieg, nahm<br />

ich mit ihm wieder Kontakt auf.<br />

Und staunte erneut über ihn. Nicht<br />

einmal die schwere Herzoperation,<br />

der er sich unterziehen musste,<br />

hielt ihn auf. Während zehn<br />

Monaten musst der Kanadier<br />

mithilfe eines künstlichen Herzens<br />

am Leben erhalten werden.<br />

Etwas, das es noch nie so gegeben<br />

hat. Der Kämpfer steckte auch das<br />

weg und fand den Weg zurück ins<br />

Leben.


SC Bern<br />

Gaetano Orlando vor einem Bully (Bild: SC Bern)<br />

Chef-Scout bei den New<br />

Jersey Devils<br />

Unterdessen ist Orlando bei den<br />

New Jersey Devils der Chef der<br />

Amateur Scouts. Und in dieser Rolle<br />

mitverantwortlich für die<br />

Entdeckung neuer Talente. So war<br />

er 2015 am Ivan-Hlinka-Gedächtnisturnier<br />

und sah auch Nico Hischier<br />

Dies ist die Legende zum Bild.<br />

spielen. In der Folge kam er<br />

vermehrt in die Schweiz, schaute<br />

Hischier beim Spielen zu<br />

und war überzeugt von dem jungen<br />

Walliser.<br />

«Ich bin zurück»<br />

Als ich ihn 2016 erneut am Ivan-<br />

Hlinka-Turnier sah, fragte ich ihn,<br />

wie es ihm ginge. Seine Antwort:<br />

«Ich habe mich in das Leben<br />

zurückgekämpft. Nun bin ich<br />

wieder zurück im Eishockey. Dem<br />

Sport, den ich so liebe.» Gaetano<br />

Orlando war, ist und bleibt ein<br />

Kämpfer. Das wird sich niemals<br />

ändern.


SC Bern<br />

SC BERN TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 10.08.2018 19:45 EHC Visp SC Bern Visp<br />

Fr 17.08.2018 19:30 Red Bull München SC Bern Garmisch<br />

Sa 18.08.2018 15:00 Verlierer 1 Verlierer 2 Garmisch<br />

Sa 18.08.2018 19:00 Sieger 1 Sieger 2 Garmisch<br />

Mi 22.08.2018 19:30 EHC Biel SC Bern Langenthal<br />

Fr. 24.08.2018 19:30 Verlierer 1 Verlierer 2 Langenthal<br />

Sa 25.08.2018 17:30 Sieger 1 Sieger 2 Langenthal<br />

Mo 1.10.2018 19:30 SC Bern New Jersey Devils Bern


EHC Biel<br />

Der EHC Biel hatte einen seiner wohl besten Spieler in der Ära vor den Play-offs<br />

mit Normand Dupont. Der quirlige linke Flügel konnte in Biel überzeugen und<br />

war dort ein Publikumsliebling.<br />

Bei gegnerischen Fans war Dupont<br />

alles andere als beliebt. Vor allem<br />

der Berner Anhang macht sich<br />

einen Spass daraus, den Bieler<br />

Flügel zu verhöhnen. Dazu ersannen<br />

die Berner ein spezielles<br />

Liedchen: Sie nahmen die Melodie<br />

der TV-Serie «Flipper», ersetzten<br />

einige Worte durch unflätige<br />

andere Wörter und fertig war das<br />

Schmählied. Normand Dupont war<br />

das insofern egal. Im Gegenteil, er<br />

war umso motivierter, gegen den<br />

SC Bern zu spielen.<br />

(Fast) kein Spieler konnte<br />

ihn stoppen<br />

Auf dem Eis konnte kein Gegner<br />

Dupont wirklich stoppen. In seinem<br />

besten Jahr mit dem EHC Biel kam<br />

er auf sagenhafte 89 Punkte in 34<br />

Spielen. Ein Wert, der in der<br />

heutigen National League kaum<br />

mehr erreicht wird.<br />

Auch in der Ajoie erfolgreich<br />

Als er 1991/92 in der Ajoie spielte,<br />

war er mit 92 Punkten aus 36<br />

Spielen sogar noch erfolgreicher.<br />

Und stieg am Ende der Saison mit<br />

dem HC Ajoie in die National<br />

League A auf. Der Erfolg hielt in<br />

Porrentruy nur kurz an – ein Jahr<br />

später stiegen die Ajouletten<br />

wieder ab. Und Normand Dupont<br />

verabschiedete sich vom<br />

Profi-Eishockey.<br />

Köbi Kölliker die Bieler<br />

Identifikationsfigur der<br />

Seeländer<br />

Ein weiterer grosser Spieler war<br />

auch Jakob «Köbi» Kölliker. Der<br />

ehemalige U20-Nationaltrainer und<br />

Assistenztrainer von Ralph Krueger<br />

gehört zu den wenigen Schweizer<br />

Spielern, die es verstanden, ein<br />

Spiel an sich zu reissen, mit<br />

Emotionen zu spielen und die Fans<br />

seines Klubs auf seiner Seite zu<br />

wissen. Es gab für ihn kein<br />

Aufgeben, kein Zurückstecken oder


EHC Biel<br />

Normand Dupont und Dan Poulin feiern einen Torerfolg beim EHC Biel (Bild: EHC Biel)<br />

sich verstecken. Nein, Kölliker war<br />

einer, der das Eishockeyspielen<br />

liebte, atmete und sich unaufhaltsam<br />

weiterentwickeln konnte.<br />

Köllikers Weg auf das<br />

Internationale Parkett<br />

Nach seiner Karriere stieg der Bieler<br />

nicht sofort in das Trainergeschäft<br />

ein. Erst nach und nach übernahm<br />

er mehr Verantwortung und wurde<br />

in der Folge Headcoach der U20-<br />

Nationalmannschaft. Mit dieser<br />

stieg der Seeländer einmal ab,<br />

schaffte den sofortigen Wiederaufstieg<br />

in die höchste Liga, er liess<br />

sich nicht beirren.<br />

Von seinen Spielern erwartet er<br />

stets 100% Einsatz und auch auf der<br />

Position als Sportchef beim EHC<br />

Biel und EHC Olten verlangte er<br />

immer alles von seinen<br />

Mitarbeitern ab.<br />

Nun ist es ruhig geworden um<br />

Kölliker. Den Ruhestand, wenn es<br />

diesen bei ihm überhaupt geben<br />

kann, wird er geniessen.<br />

Oliver Anken war der grosse<br />

Rückhalt der Bieler<br />

Ein weiterer Weggefährte von<br />

Normand Dupont und Köbi Kölliker<br />

war Torhüter Olivier Anken. Anken<br />

war ein grosser Rückhalt für die<br />

Seeländer bei ihren beiden Meistertiteln.<br />

Er hielt fast alles, was es zu<br />

halten gab. Auch in der Nationalmannschaft<br />

war der Torhüter eine


EHC Biel<br />

DUPONT<br />

NORMAND<br />

Position<br />

L. Flügel<br />

Nationalität Canada<br />

Geburtstag 05. Febr. 1957<br />

Draft 1977 – Round1, #18<br />

Montreal Canadiens<br />

Sohn<br />

Michael Dupont<br />

STATISTIK AUS DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1984/85 NLA EHC Biel Quali 38 40 26 66 -<br />

1985/86 NLA EHC Biel Quali 36 44 45 89 57<br />

1986/87 NLA EHC Biel Quali 35 30 42 72 51<br />

1987/88 NLA EHC Biel Quali 34 50 39 89 68<br />

1988/89 NLA EHC Biel Quali 36 36 35 71 63<br />

1998/89 NLA EHC Biel Playoffs 2 0 0 0 2<br />

1989/90 NLA EHC Biel Quali 36 42 34 76 44<br />

1989/90 NLA EHC Biel Playoffs 6 3 4 7 4<br />

1990/91 NLA EHC Biel Quali 36 22 27 49 20<br />

1990/91 NLA EHC Biel Playoffs 3 1 1 2 0<br />

1991/92 NLB HC Ajoie Quali 36 44 48 92 48<br />

1991/92 NLB HC Ajoie Playoffs 10 15 9 24 8<br />

1992/93 NLA HC Ajoie Quali 25 15 18 33 20<br />

1992/93 NLA HC Ajoie Relegation 4 1 4 5 0


EHC Biel<br />

Macht. Obwohl mit Richi Bucher<br />

und Philipp Grubauer weitere<br />

exzellente Torhüter den Kader<br />

verstärkten.<br />

Biel- und Bern-Fans feiern<br />

zusammen den Titel<br />

Ein Erlebnis bleibt mir aber in<br />

bester Erinnerung. Als ich 1979 das<br />

erste Mal mit meinem Vater an ein<br />

Auswärtsspiel ging, hatten wir geplant,<br />

dies in Langnau zu tun, um<br />

das Berner Derby und die Entscheidung<br />

um den Meistertitel zu<br />

sehen. Wir wussten nicht, dass wir<br />

die Entscheidung hautnah miterleben<br />

sollten. Allerdings nicht in<br />

Langnau, da die Ilfis ausverkauft<br />

war.<br />

Wir entschieden uns dafür, dass wir<br />

nach Biel fahren und uns das Spiel<br />

gegen den EHC Arosa anschauen.<br />

Gesagt, getan.<br />

Mit Berner Kappe in Biel<br />

zu Hause<br />

Mein Vater und ich kamen etwas<br />

verspätet in Biel an. Dennoch<br />

gelang es uns, im Bieler Fan-Sektor<br />

einen Platz zu finden und recht<br />

nahe am Eis zu sein. Zu Weihnachten<br />

hatte ich von meinem<br />

Patenonkel eine SC-Bern-Kappe<br />

geschenkt bekommen. Stolz trug<br />

ich diese auch in Biel zur Schau.<br />

Und ich hatte auch bei den Biel-<br />

Fans einen Heidenspass damit. Da<br />

Rot und Gelb auch die Farben der<br />

Bieler waren, klappte ich einfach<br />

das Schwarz weg. Und voilà ...<br />

Ich war Biel-Fan!<br />

Biel holte Meistertitel<br />

So fieberte ich mit den Bielern,<br />

freute mich, wenn diese ein Tor<br />

schossen. Und umso mehr freute<br />

ich mich, als auch Bern gegen<br />

Langnau gewann. Das Spiel im<br />

Seeland lief noch, als die Entscheidung<br />

in Langnau gefallen war.<br />

Sollten die Bieler das Spiel<br />

gewinnen, wären die Seeländer<br />

Meister. Die Stimmung wurde von<br />

Minute zu Minute besser. Und als<br />

die Sirene heulte, stand fest, das<br />

Biel Meister war.<br />

Logistisches Problem mit<br />

dem Pokal<br />

Nun gab es ein kleines logistisches<br />

Problem. Da auch der Verband<br />

angenommen hatte, dass die<br />

Langnauer gegen den SC Bern<br />

gewinnen würden, war der Pokal in<br />

Langnau. Und musste so von<br />

Langnau nach Biel über die<br />

Hauptstrassen ins Stadion<br />

transportiert werden. Dass dies<br />

einige Zeit beanspruchen würde,<br />

war klar. So warteten wir bis 1 Uhr<br />

morgens, bis der Pokal endlich<br />

übergeben werden konnte.<br />

Mein Vater und ich feierten mit den<br />

Bielern. Ich als SCB-Anhänger, mein<br />

Vater als Arosa-Fan. Etwas, das<br />

man heute wohl nicht mehr<br />

könnte. Die guten alten Zeiten<br />

waren gar nicht so schlecht.


EHC Biel<br />

EHC BIEL TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Mi 22.08.2018 19:30 EHC Biel SC Bern Langenthal<br />

Fr. 24.08.2018 19:30 Verlierer 1 Verlierer 2 Langenthal<br />

Sa 25.08.2018 17:30 Sieger 1 Sieger 2 Langenthal<br />

Do 30.08.2018 19:30 EHC Biel Schwenninger ERC Kreuzlingen<br />

Fr 31.08.2018 19:00 Adler Mannheim EHC Biel Kreuzlingen<br />

Fr 07.09.2018 19:00 HC Ambri-Piotta EHC Biel Bellinzona<br />

Sa 08.09.2018 19:00 EHC Biel HC Fribourg-Gotteron Biel<br />

Fr 14.09.2018 19:30 EHC Biel Genève-Servette HC Worb


HC Davos<br />

Ach, waren das Zeiten, als der HC Davos Herb Brooks, Craig Sarner oder Ron<br />

Wilson Trainer an der Bande standen. Auch die Gebrüder Enrico und Marco<br />

Triulzi spielten für die Bündner. Auch wenn der Letztere dies nur für eine Saison<br />

tat.<br />

1981 spielten in Davos Enrico Triulzi<br />

und Marco Triulzi beim HC Davos.<br />

Daneben standen Grössen wie<br />

Richard Bucher, Sergio Soguel und<br />

Claude Soguel sowie der spätere<br />

Trainer Ron Wilson in einem Team.<br />

Die Davoser waren ein Team, das<br />

damals die ersten Schritte tat, um<br />

sich zu einem späteren<br />

Meisterteam zu formen.<br />

Zwei Titel in Folge im<br />

Bündnerland<br />

Der HC Davos war in den 80er-<br />

Jahren bis zur Einführung der Play-<br />

Offs eine Mannschaft, die um den<br />

Titel mitspielen konnte. In den<br />

Saisons 1984/85 und 1985/86<br />

sicherten sich die Bündner zwei<br />

Mal in Folge den Meistertitel.<br />

Immer dabei waren die Gebrüder<br />

Soguel und Enrico Triulzi.<br />

In St. Moritz gross geworden<br />

Enrico Triulzi und seine Brüder<br />

Marco und Roberto spielten schon<br />

von klein auf in St. Moritz<br />

Eishockey. Während Roberto Triulzi<br />

im Alter von zwanzig Jahren zum<br />

HC Lugano wechselte, blieb Enrico<br />

Triulzi dem HC Davos treu. Bruder<br />

Marco blieb nur eine Saison in<br />

Davos und wechselte danach zum<br />

SC Herisau.<br />

Abstieg in die erste Liga<br />

In Davos neigten sich nach 1985<br />

einige Karrieren dem Ende<br />

entgegen. Und der HC Davos wurde<br />

im Verlaufe der Zeit schwächer.<br />

1989 erlebte der Klub die<br />

Relegation in die erste Liga und ein<br />

Jahr sogar den Abstieg in die erste<br />

Liga.<br />

Das war vor allem darauf<br />

zurückzuführen, dass zahlreiche<br />

Leistungsträger nicht ersetzt<br />

werden konnten. Der HC Davos gab<br />

jedoch nicht auf und stieg ein Jahr<br />

später wieder in die National<br />

League B auf.


HC Davos<br />

Enrico Tirulzi bejubelt eines seiner Tore (Bild: HC Davos)<br />

Enrico Triulzi wurde<br />

Spieleragent<br />

Diese turbulenten Jahre erlebte<br />

Enrico Triulzi nur noch als Passiver<br />

mit. Der ehemalige Stürmer<br />

verabschiedete sich 1986 aus dem<br />

Eishockey und wurde in den<br />

kommenden Jahren zu einem<br />

Spieleragenten. Diese Tätigkeit<br />

verfolgte der gebürtige St. Moritzer<br />

mit einer gewissen Perfektion.<br />

Noch heute ist Triulzi einer der<br />

erfolgreichsten Agenten in der<br />

Schweiz.<br />

Die Zeiten haben sich<br />

geändert<br />

Nach dem Wiederaufstieg in die<br />

National League A kämpfte sich der<br />

HC Davos zurück an das obere Ende<br />

des Schweizer Eishockeys. Unter<br />

Arno del Curto wurde Davos wieder<br />

ein Spitzenteam. Nicht nur änderte<br />

sich die Philosophie des HC Davos,<br />

auch sein Spiel entwickelte sich<br />

weg vom ruppigen, urchigen<br />

kanadischen Eishockey. Das<br />

Tempospiel hielt Einzug und wird<br />

seitdem von Arno Del Curto<br />

geprägt. Wie sich doch die Zeiten<br />

ändern.


HC Davos<br />

ENRICO TRIULZI<br />

Position<br />

Center<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 08. März 1958<br />

Brüder Marco und Roberto Triulzi<br />

Sohn<br />

Luca Triulzi<br />

Heute<br />

Spieler - Agent<br />

STATISTIK AUS DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1977/78 1.Liga St.Moritz Quali Stats nicht bekannt<br />

1978/79 NLB HC Davos Quali Stats nicht bekannt<br />

1979/80 NLA HC Davos Quali Stats nicht bekannt<br />

1980/81 NLA HC Davos Quali Stats nicht bekannt<br />

1981/82 NLA HC Davos Quali - 10 7 17 -<br />

1982/83 NLA HC Davos Quali - 20 21 41 -<br />

1983/84 NLA HC Davos Quali - 22 12 34 -<br />

1984/85 NLA HC Davos Quali - 19 17 36 -<br />

1985/86 1.Liga EHC St.Moritz Quali Stats nicht bekannt


HC Davos<br />

HC DAVOS TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Do 09.08.2018 ? Dynamo Pardubice HC Davos Kralove / CZE<br />

Sa 11.08.2018 ? Mountfield HK HC Davos Kralove / CZE<br />

So 12.08.2018 ? HC Davos Sparta Prag Kralove/ CZE<br />

Mi 15.08.2018 18:00 ZSKA Moskau HC Davos Le Sentier<br />

Di 21.08.2018 14:30 AK Bars HC Davos Riga /LAT<br />

Mi 22.08.2018 14:30 HC Davos Dinamo Minsk Riga /LAT<br />

Sa 25.08.2018 12:00 Lokomotive Jaroslawl HC Davos Riga /LAT<br />

So 26.08.2018 16:00 Dinamo Riga HC Davos Riga / LAT<br />

Di 11.09.2018 20:00 HC Ambri-Piotta EHC Davos Biasca


HC Fribourg-Gotteron<br />

Wie zwei Russen Fribourg verzauberten und der Drache trotz<br />

allem keinen Titel errang.<br />

Ein Aufschrei der Verwunderung<br />

ging durch die Schweiz, als der<br />

damalige Präsident des HC<br />

Fribourg-Gottéron, Jean Martinet,<br />

die Verpflichtung der beiden<br />

Russen Slave Bykov und Andrei<br />

Khomutov kurz nach der Wende<br />

bekannt gab. Dem Deal gingen<br />

lange Verhandlungen voraus.<br />

Schweizer Militär Uniform<br />

ebnete den Weg<br />

Verbürgt sind die folgenden<br />

Vorgänge vor dem Transfer,<br />

den Martinet einfädelte. «Jean<br />

Martinet nimmt für die erste<br />

Verhandlungsrunde seine Offiziersuniform<br />

mit nach Moskau, zieht<br />

sich im Hotel um und meldet sich<br />

bei den ZSKA-Oberen zackig mit<br />

militärischem Gruss: ‹Martinet,<br />

Hauptmann der Schweizer Armee!›<br />

Das wirkt. Militärs unter sich.<br />

ZSKA Moskau gibt seine beiden<br />

Weltstars für Gottéron frei. Ein<br />

paar Stunden nach dem besiegelten<br />

Deal landet Marcel Aubut, der<br />

Besitzer des damaligen NHL-Klubs<br />

Quebec Nordiques in Moskau. Mit<br />

Koffern voller Dollars. Er blitzt ab.»<br />

Das schrieb Klaus Zaugg, einer, der<br />

die Eishockeyszene seit Jahren<br />

verfolgt, in einem Nachruf auf Jean<br />

Martinet, der 2016 mit 70 Jahren<br />

starb.<br />

Bykow / Khomutov prägten<br />

eine Dekade des Schweizer<br />

Eishockeys<br />

Der Transfer war für das Schweizer<br />

Eishockey zu dieser Zeit das Beste,<br />

was geschehen konnte. Slave Bykov<br />

und Andrej Chomutow prägten in<br />

der Folge das Schweizer Eishockey.<br />

Einige Jahre zuvor sah ich diese<br />

zwei Ausnahmekönner in Bern.


HC Fribourg-Gotteron<br />

Slava Bykov (links) Andrei Chomutov (mitte) und Sergei Makarov (rechts) warten auf den nächsten Einsatz. (Bild:<br />

swisshabs)<br />

Das Allmend-Stadion war ausverkauft.<br />

Alle warteten gespannt<br />

auf das Spiel gegen Russland. Die<br />

Fans der Schweiz wussten, dass<br />

man gegen Russland, den Serien-<br />

Weltmeister, keine Chance hatte.<br />

Doch die Spannung, zu sehen, was<br />

man von diesen Russen erwarten<br />

konnte, wog mehr als die 10:2<br />

Niederlage der eigenen<br />

Nationalmannschaft.<br />

Zwischen A- und C-Division<br />

Das Spiel war jeden einzelnen<br />

Rappen wert. Damals hatte die<br />

Schweiz die Rolle eines Pendlerklubs,<br />

der zwischen der B-Division<br />

und der Top-Division hin und her<br />

wanderte. Und auch das eine oder<br />

andere Mal in der drittklassigen<br />

C-Division antreten musste.<br />

Von Beginn an dominierten die<br />

Russen das Spiel, liessen den<br />

Schweizern keine Chance und<br />

zelebrierten das Eishockey in ihrer<br />

Unnachahmlichkeit. Mit Leichtigkeit,<br />

Spielwitz und viel Tempo<br />

wurden die Schweizer immer<br />

wieder ausgetanzt.<br />

Nun tanzen Russen in der<br />

Schweizer Liga<br />

Das sollte in der Schweiz bald in<br />

jeder Runde zu bewundern sein.<br />

Slawa Bykov und Andrei Khomutov<br />

verzauberten ab der Saison<br />

1990/91 die Meisterschaft an<br />

jedem Spieltag. Zusammen mit<br />

Pascal Schaller war ein dynamisches<br />

Duo, geschützt durch einen<br />

Krieger, am Werk.


HC Fribourg-Gotteron<br />

BYKOV<br />

VYACHESLAV<br />

Position<br />

Center<br />

Nationalität Russland/Schweiz<br />

Geburtstag 24. Juli 1960<br />

Draft 1989 – Round9,#169<br />

Quebec Nordiques<br />

Sohn<br />

Andrej Bykov<br />

STATISTIK AUS DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1990/91 NLA Fribourg-Gottéron Quali 36 35 49 84 18<br />

1990/91 NLA Fribourg-Gottéron Playoffs 8 7 16 23 10<br />

1991/92 NLA Fribourg-Gottéron Quali 34 39 48 87 24<br />

1991/92 NLA Fribourg-Gottéron Playoffs 14 4 16 20 10<br />

1992/93 NLA Fribourg-Gottéron Quali 35 25 51 76 14<br />

1992/93 NLA Fribourg-Gottéron Playoffs 9 10 12 22 4<br />

1993/94 NLA Fribourg-Gottéron Quali 36 30 43 73 2<br />

1993/94 NLA Fribourg-Gottéron Playoffs 11 11 21 32 2<br />

1994/95 NLA Fribourg-Gottéron Quali 30 24 51 75 35<br />

1994/95 NLA Fribourg-Gottéron Playoffs 8 6 4 10 4<br />

1995/96 NLA Fribourg-Gottéron Quali 28 10 25 35 8<br />

1995/96 NLA Fribourg-Gottéron Playoffs 4 2 1 3 0<br />

1996/97 NLA Fribourg-Gottéron Quali 46 23 45 68 16<br />

1996/97 NLA Fribourg-Gottéron Playoffs 3 0 3 3 2<br />

1997/98 NLA Fribourg-Gottéron Quali 18 14 18 32 4<br />

1997/98 NLA Fribourg-Gottéron Playoffs 12 2 6 8 6<br />

1998/99 NLB Lausanne HC Quali 24 19 20 39 40<br />

1998/99 NLB Lausanne HC Playoffs 3 2 4 6 2<br />

1999/00 NLB Lausanne HC Quali 6 2 9 11 2


HC Fribourg-Gotteron<br />

Doch weder Bykov noch Khomutov<br />

sollten je einen Titel in der<br />

Schweizer Meisterschaft erringen<br />

können. Und doch sind beide<br />

untrennbar mit dem Schweizer<br />

Eishockey verbunden. Sie prägten<br />

die nachkommenden Generationen<br />

von Spielern, Trainern und auch<br />

CEOs. Auf einmal wurde das<br />

Schweizer Eishockey auch<br />

international wahrgenommen.<br />

Jahre später bezwang die<br />

Schweiz Russland an den<br />

Weltmeisterschaften<br />

Als die beiden Russen ihre Verträge<br />

in Fribourg nicht mehr verlängerten,<br />

dachte man, dass in der<br />

Schweiz keine grossen Namen<br />

mehr nachkommen würden. Und<br />

die Nationalmannschaft erneut in<br />

der Bedeutungslosigkeit verschwinden<br />

würde. Im Jahre<br />

1997/98 tauchte indes ein anderer<br />

Name am Eishockeyhimmel auf, der<br />

das Schweizer Eishockey für lange<br />

Jahre prägen würde. Sein Name<br />

war Ralph Krueger. Und er sollte<br />

die Russen an der Heimweltmeisterschaft<br />

1998 in Basel<br />

bezwingen. Die 10:2-Niederlage<br />

aus den Jahren zuvor war auf<br />

einmal weit weg.


HC Fribourg-Gotteron<br />

HC FRIBOURG-GOTTERON TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 24.08.2018 19:45 EHC Visp HC Fribourg-Gotteron Visp<br />

Mi 29.08.2018 20:00 HC Fribourg-Gotteron Iserlohn Roosters Fleurier<br />

Fr 31.08.2018 19:45 HC Fribourg-Gotteron Bili Tygre Liberec Yverdon<br />

Sa 01.09.2018 16:00 HC Fribourg-Gotteron Lulea HF Yverdon<br />

Sa 08.09.2018 19:00 EHC Biel HC Fribourg-Gotteron Biel<br />

So 09.09.2018 15:00 Mannschaftsvorstellung vor dem Spiel Fribourg<br />

So 09.09.2018 15:00 HC Fribourg-Gotteron HC Ajoie Fribourg<br />

Sa 15.09.2018 17:00 HC Ambri-Piotta HC Fribourg-Gotteron Ambri


HC Genève-Servette<br />

In Genf war Eishockey eine lange Zeit nicht populär. Dennoch prägte ein Name,<br />

der noch heute gängig ist, die Genfer.<br />

Jonathan Mercier ist allen im<br />

Schweizer Eishockey bekannt. Der<br />

Verteidiger mit der Nummer 22<br />

spielt seit Jahren beim Genève-<br />

Servette HC. Er ist ein offensiv<br />

ausgerichteter Verteidiger, der<br />

seine besten Torchancen im<br />

Powerplay hat, er sucht den<br />

direkten Schuss vor dem Pass.<br />

Vermutlich wissen nur wenige, dass<br />

Jonathan in die Fussstapfen seines<br />

Vaters trat, der ebenfalls<br />

Verteidiger bei Genf war. Allerdings<br />

weniger talentiert und noch in der<br />

National League B und in der ersten<br />

Liga der Schweiz. Auch den<br />

zwischenzeitigen Abstieg in die<br />

zweite Liga 1997/98 machte sein<br />

Vater mit.<br />

Der Verteidiger, der nicht<br />

zurücksteckte<br />

Alain Mercier begann seine Karriere<br />

in Lausanne und wechselte damals,<br />

auf die Saison 1983/84, zu Genf in<br />

die erste Liga. Mit Genf stieg der<br />

Verteidiger ein erstes Mal in die<br />

NLB auf. Der hart spielende<br />

Verteidiger war dabei einer der<br />

Gründe des Aufstiegs. Die<br />

Servettiens konnten sich nicht<br />

lange in der zweithöchsten Liga der<br />

Schweiz halten – nur zwei Jahre<br />

später kam der Abstieg. Alain<br />

Mercier konnte diesen nicht<br />

verhindern, auch wenn er mit<br />

seinem Spiel alles gab.


HC Genève-Servette<br />

Jonathan Mercie spielt, wie sein Vater, bei Servette (Bild: planeghockey)<br />

Harter Spieler, der die Herzen<br />

der Fans eroberte<br />

Die Genfer liebten Alain Mercier<br />

über alles. Er stieg hart in die Duelle<br />

ein, blieb dem Gegner nichts<br />

schuldig und war auch im<br />

Powerplay immer wieder wertvoll.<br />

So auch in einem Spiel in Sierre, als<br />

er sich in der ersten Liga mit einem<br />

anderen Spieler anlegte. Ein<br />

Augenzeuge schrieb nach dem<br />

Spiel: «Er malträtierte seinen<br />

Gegner mit den Fäusten, bis der<br />

Schiedsrichter einschritt und die<br />

beiden Streithähne trennte.» Doch<br />

Mercier gab nicht auf und nahm<br />

denselben Spieler beim nächsten<br />

Einsatz wieder in die Mangel.<br />

Genau solche Spieler lieben die<br />

Genfer Fans. Hart auf den Mann<br />

spielend, kompromisslos im<br />

Einsatz. Gerade in der Amateurliga<br />

zu dieser Zeit waren solche Spieler<br />

immer wieder eine Augenweide<br />

und die Fans feierten Mercier wie<br />

einen Helden. Sie schlossen ihn in<br />

ihre Herzen und feuerten ihn an.<br />

Das Auf und Ab des<br />

Genève-Servette HC<br />

Genf durchlebte in der Zeit von<br />

1983/84 bis 2001/02 ein stetiges<br />

Auf und Ab im Eishockey. Die


HC Genève-Servette<br />

Kein Bild<br />

vorhanden<br />

MERCIER<br />

ALAIN<br />

Position<br />

Verteidiger<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 1959<br />

Sohn<br />

Jonathan Mercier<br />

STATISTIK AUS DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1982/83 NLB Lausanne HC Quali Keine Stats vorhanden<br />

1983/84 1.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1984/85 NLB Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1985/86 NLB Genève-Servette Quali 31 4 10 14 58<br />

1986/87 1.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1987/88 1.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1988/89 NLB Genève-Servette Quali 36 8 7 15 28<br />

1988/89 NLB Genève-Servette Relegation 10 1 1 2 19<br />

1989/90 1.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1990/91 NLB Genève-Servette Quali 31 2 2 4 40<br />

1990/91 NLB Genève-Servette Relegation 3 1 0 1 12<br />

1991/92 1.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1992/93 1.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1993/94 1.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1994/95 1.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1997/98 2.Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

2000/01 2.Liga CP Trois-Chene Genève Quali - 0 2 2 6


HC Genève-Servette<br />

Servettiens pendelten zwischen der<br />

zweiten Liga und der NLB hin und<br />

her. So auch Alain Mercier, der erst<br />

1997/98 den Klub wechselte. Er<br />

ging zum kleineren Klub CP Trois-<br />

Chêne Genève. Dort beendete er<br />

seine Karriere. Dem Eishockey blieb<br />

er weiter verbunden, nicht zuletzt<br />

durch seinen Sohn Jonathan.<br />

«Ganz de Pappe»<br />

Wie sein Vater, so ist der Sohn ein<br />

ebenso harter wie schussstarker<br />

Verteidiger. Jonathan ist allerdings<br />

talentierter. In der Hierarchie von<br />

Chris McSorley stieg er schnell auf<br />

und wurde zu einem wichtigen<br />

Spieler des Teams. Immer wenn es<br />

heiss zu und hergeht, ist Jonathan<br />

nicht weit weg. Auch er spielt gern<br />

auf den Körper, bringt den Gegner<br />

zur Weissglut und weiss zu<br />

provozieren.<br />

Eishockeyspieler im Einsatz waren,<br />

die die <strong>Eishockeywelt</strong> je gesehen<br />

hat. In dieser Zeit agierte der HC<br />

Fribourg-Gottéron mit den beiden<br />

russischen Spielern Vyacheslav<br />

Bykov und Andrei Khomutov – die<br />

wohl besten Stürmer Europas<br />

waren in Fribourg am Werke!<br />

Mercier musste jeweils gegen Saas-<br />

Grund oder andere 1.- oder 2.-Liga-<br />

Klubs antreten. Sein Sohn hat es da<br />

etwas besser.<br />

Für Alain Mercier war die<br />

Eishockeyzeit schön und er genoss<br />

sie in vollen Zügen. Auch wenn er<br />

wusste, dass nur wenige Kilometer<br />

entfernt zwei der grössten


HC Genève-Servette<br />

GENÈVE-SERVETTE HC TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Di 14.08.2018 19:30 Servette ZSKA Moskau Le Sentier<br />

Do 16.08.2018 19:30 Servette Rouen Le Sentier<br />

Di 21.08.2018 19:00 Servette HC Ajoie Genf<br />

Mi 29.08.2018 20:15 Servette Bili Tygre Liberec Yverdon<br />

Do 30.08.2018 19:00 Servette Lulea HF Genf<br />

Sa 01.09.2018 17:00 Servette Iserlohn Roosters Fleurier<br />

Fr 14.09.2018 19:30 EHC Biel Servette Worb


SCL Tigers<br />

Wenn im Emmental die Sprache auf das Eishockey kommt, dann fällt sicher<br />

ein Name: Simon Schenk. Der Ur-Langnauer war einer der Gründe für den<br />

Erfolg der Emmentaler in den 1970er-Jahren.<br />

Viele Fans des Eishockeys nennen<br />

die Schweizer Meisterschaft zur<br />

Zeit der 70er- und frühen 80er-<br />

Jahre auch eine Meisterschaft des<br />

Kantons Bern mit Teilnahme<br />

anderer ausserbernischer Klubs. In<br />

dieser Zeitspanne prägten die<br />

Berner Klubs Biel, Langnau und der<br />

SC Bern die Geschichte der Liga.<br />

Letzterer konnte vier<br />

Meisterschaften für sich<br />

entscheiden, der EHC Biel deren<br />

drei und die Emmentaler einen.<br />

Dieser Erfolg war der bisher grösste<br />

der Langnauer. Noch heute reden<br />

die Fans, die dabei waren, mit viel<br />

Stolz von dem Titel.<br />

Langnau nur mit einem Titel<br />

In der Saison 75/76 konnten die<br />

Emmentaler ihren bisher einzigen<br />

Meistertitel feiern. Mit dabei war<br />

auch Simon Schenk. Der Stürmer<br />

konnte mit seiner Wendigkeit<br />

überzeugen und mit seiner<br />

Schussstärke war er stets ein<br />

Gefahrenherd für den Gegner.<br />

Schenk unter Kontrolle zu bringen,<br />

war nicht einfach. Und die Gegner<br />

zollten ihm immer den nötigen<br />

Respekt.<br />

Nicht Edgar Wallace im Tor<br />

Mit Edgar «Edi» Grubauer stand ein<br />

Torhüter auf dem Eis, der damals<br />

seiner Zeit etwas voraus war. Mit<br />

seiner stoischen Ruhe, seiner<br />

Übersicht und zudem mit seinen<br />

Reflexen machte er viele gute<br />

Torchancen des Gegners zunichte.<br />

Der Emmentaler geht nach<br />

Bern<br />

Grubauer spielte während sieben<br />

Jahren bei den Emmentalern, ehe<br />

er ein eisernes Gesetz brach –<br />

«Wechsle nie zum grossen<br />

Stadtklub Bern». Der beim EHC Rot<br />

Blau Bern ausgebildete Torwart<br />

scherte sich jedoch einen Deut<br />

darum und wechselte auf die


SCL Tigers<br />

Edi Grubauer wird von seinen Teamkollegen nach dem bisher einzigen Meistertitel der Emmentaler auf den Schultern<br />

getragen. (Bild: SCL Fantiger)<br />

Saison 1980/81 zum SC Bern. Dort<br />

erlebte er den Abstieg der Berner<br />

und konnte mit ihnen am grünen<br />

Tisch, nach dem freiwilligen Abstieg<br />

des EHC Arosa, wieder in die<br />

oberste Spielklasse aufsteigen.<br />

Die Lehmann-Brothers<br />

Auch die Lehmann-Brothers – und<br />

wir meinen damit nicht die<br />

zahlungsunfähige Bank ... – spielten<br />

im Langnau der 70er-Jahre eine<br />

unvergessene Rolle. In der<br />

Verteidigung sorgten Jürg und<br />

Peter Lehmann für die nötige<br />

Aufräumarbeit vor Torhüter<br />

Grubauer, während Bruder Fritz<br />

vorne zusammen mit Schenk die<br />

Netze füllte.<br />

Grosse Namen führten<br />

Langnau zum Titel<br />

Der Erfolg der Langnauer beruhte<br />

in der Saison 1975/76 neben den<br />

Gebrüdern Lehmann und ihrem<br />

Cousin Alfred Lehmann auf<br />

weiteren vier Spielern. Jürg Reber,<br />

Rolf Tschiemer, Michael Horisberger<br />

und Spielertrainer Jean<br />

Cusson trugen mit insgesamt 109<br />

Punkten zu dem Erfolg in Langnau<br />

bei.


SCL Tigers<br />

SCHENK SIMON<br />

Position<br />

Stürmer<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 16. Mai 1946<br />

Heute Sportlicher Berater bei<br />

SCL Tigers und TV –<br />

Experte bei My Sports<br />

Sohn<br />

Christoph Schenk<br />

STATISTIK AUS DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1964/65 NLA SC Langnau Quali 1 0 0 0 -<br />

1965/66 NLA SC Langnau Quali 0 0 0 0 -<br />

1966/67 NLA SC Langnau Quali 2 0 0 0 -<br />

1967/68 NLA SC Langnau Quali 23 2 1 3 -<br />

1968/69 NLA SC Langnau Quali 22 10 2 12 -<br />

1969/70 NLA SC Langnau Quali 22 17 9 26 -<br />

1970/71 NLA SC Langnau Quali 22 9 11 20 -<br />

1971/72 NLA SC Langnau Quali 22 7 4 11 -<br />

1972/73 NLA SC Langnau Quali 24 9 15 24 -<br />

1973/74 NLA SC Langnau Quali 28 6 10 16 -<br />

1974/75 NLA SC Langnau Quali 28 17 13 30 -<br />

1975/76 NLA SC Langnau Quali 28 12 10 22 -<br />

1976/77 NLA SC Langnau Quali 28 25 19 44 -<br />

1977/78 NLA SC Langnau Quali 28 22 22 44 -<br />

1978/79 NLA SC Langnau Quali 28 10 14 24 -<br />

1979/80 NLA SC Langnau Quali 28 12 10 22 -<br />

1980/81 1.Liga EHC Wiki Quali Keine Stats vorhanden<br />

1981/82 1.Liga EHC Wiki Quali Keine Stats vorhanden<br />

1982/83 1.Liga EHC Thun Quali Keine Stats vorhanden<br />

1983/84 1.Liga EHC Thun Quali Keine Stats vorhanden<br />

1984/85 1.Liga EHC Thun Quali - 17 50 67 -<br />

1985/86 1.Liga EHC Thun Quali - 16 26 42 -


SCL Tigers<br />

SCL TIGERS TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Do 16.08.2018 20:00 Kölner Haie SCL Tigers Köln /D<br />

Fr 17.08.2018 19:30 SCL Tigers Örebro Köln /D<br />

Sa 18.08.2018 19:00 Rögle BK SCL Tigers Köln /D<br />

Di 21.08.2018 19:30 SC Langenthal SCL Tigers Langenthal<br />

Fr. 24.08.2018 19:30 Verlierer 1 Verlierer 2 Langenthal<br />

Sa 25.08.2018 17:30 Sieger 1 Sieger 2 Langenthal<br />

Do 06.09.2018 19:45 SCL Tigers Dornbirner Bulldogs EC Langnau<br />

Fr 14.09.2018 19:45 SCL Tigers ZSC Lions Langnau<br />

Berner Meisterschaft mit<br />

ausserkantonaler Beteiligung<br />

42 Jahre ist er nun her, dieser letzte<br />

Meistertitel der Emmentaler. Einen<br />

weiteren konnten die Langnauer<br />

nicht mehr erringen. Logisch, dass<br />

die Fans sich gern an diesen Kader<br />

erinnern. Waren die 70er- und<br />

80er-Jahre von den Duellen der<br />

Berner Klubs und ihren Meistertiteln<br />

geprägt, stiegen die Berner<br />

nach und nach in die Zweitklassigkeit<br />

ab.<br />

in den Jahren nach der Berner Ära<br />

wieder Schweizer Meister werden.<br />

Die Seeländer und Emmentaler<br />

konnten an diese Erfolge nie mehr<br />

anknüpfen.<br />

Wie tief diese Umschichtungen der<br />

Macht-verhältnisse im Eishockey<br />

damals waren, sieht man in der<br />

heutigen Zeit. Dorfklubs haben fast<br />

keine Chance mehr, einen Titel zu<br />

erringen. Das moderne Eishockey<br />

fordert seinen Tribut.<br />

Zuerst musste Bern nach der Saison<br />

81/82 in die NLB. Danach folgte<br />

Langnau und am Ende der EHC Biel.<br />

Die neue Ära zahlt Tribut<br />

Die Ära der Berner Klubs war<br />

vorbei, andere Klubs übernahmen<br />

das Zepter. Nur der SC Bern konnte


HC Lausanne<br />

Einen Namen, den wohl niemand wirklich kennt, fand ich beim Lausanne<br />

HC. Serge Heughebaert. Wer ist dieser Mann, der in Lausanne für fünf<br />

Saisons seine Knochen hinhielt?<br />

Serge Heughebaert spielte von<br />

1987 bis 1992 im Kader der Löwen<br />

aus Lausanne. Zuvor spielte er zwei<br />

Saisons in Genf. Der nun 51-jährige<br />

Schweizer startete mit dem<br />

Lausanne HC in der ersten Liga und<br />

erreichte mit diesem Klub in der<br />

zweiten Saison den Aufstieg in die<br />

damalige NLB.<br />

Mit Lausanne aufgestiegen<br />

In der ersten Saison in der<br />

zweithöchsten Spielklasse in der<br />

Schweiz verpasst Lausanne die<br />

Qualifikation für die Play-offs und<br />

musste in die Relegation. Lausanne<br />

konnte sich retten und blieb B-<br />

klassig. Mit seinen sechs Punkten in<br />

zehn Spielen trug der Stürmer<br />

seinen Teil zum Klassenerhalt bei.<br />

Ein Jahr später war Lausanne in der<br />

Aufstiegsrunde. Es reichte zwar<br />

nicht, um den Aufstieg zu erreichen.<br />

Aber auch hier war Serge<br />

Heughebaert mit seinen Toren ein<br />

wichtiger Spieler.<br />

12 Punkte in seiner<br />

letzten Saison<br />

In seiner letzten Saison als Spieler<br />

kam er zu 12 Punkten und konnte<br />

doch den Gang in die Abstiegsrunde<br />

nicht vermeiden. In dieser<br />

sicherten die Lausanner den Liga-


HC Lausanne<br />

Sébastien Heughebaert falgt den Fusstapfen seines Vaters (Bild: EHC Olten)<br />

erhalt. Nach dieser Saison zog er<br />

sich zurück. Erst als seine beiden<br />

Söhne Stéphane (20, EHC Olten)<br />

und Lionel (18, Elite-A-Junioren)<br />

mit dem Eishockey begannen,<br />

wandte er sich wieder dem<br />

Hockey zu.<br />

Eine Widmung an alle<br />

unbekannten Helden<br />

Herzen. Es müssen nicht immer die<br />

grossen Namen sein, an die man<br />

sich erinnert. Es gibt genügend<br />

Spieler, an die man sich nicht<br />

erinnert. Und einem solchen<br />

wollten wir diesen Beitrag widmen.<br />

Stellvertretend für alle anderen<br />

unbekannten oder vergessenen<br />

Helden auf dem Eis.<br />

So waren wir auch auf den Namen<br />

Serge Heughebaert gekommen.<br />

Seine beiden Söhne brachten uns<br />

auf ihn. Er, der nie im Rampenlicht<br />

stand, nie der grosse Skorer war,<br />

diente der Mannschaft ebenfalls<br />

mit aller Kraft und von ganzem


HC Lausanne<br />

HEUGHEBAERT<br />

SERGE<br />

Position<br />

Stürmer<br />

Nationalität Schweiz / Belgien<br />

Geburtstag 1967<br />

Sohn<br />

Stéphane und<br />

Lionel<br />

STATISTIK AUS DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1985/86 NLB Genève-Servette Quali 36 3 3 6 6<br />

1986/87 1. Liga Genève-Servette Quali Keine Stats vorhanden<br />

1987/88 1. Liga Lausanne HC Quali Keine Stats vorhanden<br />

1988/89 1. Liga Lausanne HC Quali Keine Stats vorhanden<br />

1989/90 NLB Lausanne HC Quali 17 1 2 3 2<br />

1989/90 NLB Lausanne HC Relegation 10 4 2 6 4<br />

1990/91 NLB Lausanne HC Quali 36 14 9 23 6<br />

1990/91 NLB Lausanne HC Playoffs 10 3 1 4 6<br />

1991/92 NLB Lausanne HC Quali 25 4 2 6 18<br />

1991/92 NLB Lausanne HC Relegation 7 4 2 6 0


HC Lausanne<br />

LAUSANNE HC TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Sa 11.08.2018 16:00 Lausanne HC HC La Chaux-de-Fonds Villars-sur-Ollon<br />

Mo 13.08.2018 19:30 Lausanne HC ZSKA Moskau Le Sentier<br />

Mi 15.08.2018 20:30 Lausanne HC Rouen Le Sentier<br />

Sa 25.08.2018 18:30 ZSC Lions Lausanne HC KEB Oerlikon<br />

Di 28.08.2018 20:15 Lausanne HC Lulea HF Yverdon<br />

Do 30.08.2018 20:15 Lausanne HC Iserlohn Roosters Yverdon<br />

Sa 01.09.2018 19:30 Lausanne HC Bili Tygre Liberec Yverdon<br />

Sa 08.09.2018 17:00 Lausanne HC EHC Olten Lausanne


HC Lugano<br />

Jedes Team im modernen Hockey hat einen harten Schweizer Spieler.<br />

Auch der HC Lugano hatte in der Vergangenheit einen solchen Spieler<br />

– mit Sandro Bertaggia.<br />

Heute ist Sandro Bertaggia ein<br />

Agent bei einer der grossen<br />

Agenturen in der Schweiz. Er vermittelt<br />

Spieler, betreut sie und gibt<br />

ihnen Tipps, wie sie nach ihrer<br />

Karriere eine neue starten können.<br />

Sein Herz ist gross, er sucht den<br />

Kontakt zu den Spielern und liebt<br />

es, mit ihnen zu sprechen und mehr<br />

über den Menschen selbst<br />

zu erfahren.<br />

Vom Spieler zum Agenten<br />

Damals war der junge Bertaggia<br />

anders. Er ging mit einem grossen<br />

Elan in die Zweikämpfe, scheute<br />

sich nicht, die dreckige Arbeit vor<br />

dem Tor zu verrichten oder dem<br />

Gegner unter die Haut zu gehen.<br />

Oft trugen die Gegner mehr blaue<br />

Flecken vom Eis als Sandro<br />

Bertaggia selbst. Um ein Tor gegen<br />

Lugano zu erzielen, musste man<br />

zuerst an Bertaggia vorbeikommen.<br />

Hart und immer am Limit<br />

Bertaggia liebte es aber auch, die<br />

Fäuste sprechen zu lassen, seinen<br />

Torhüter zu schützen oder dem<br />

Gegner einfach das Leben an der<br />

Bande schwer zu machen. Diese<br />

Spielweise nahm ihm auch einige<br />

Strafminuten ab. Insgesamt sass<br />

der Verteidiger in der National


HC Lugano<br />

Sandro Bertaggia ist immer noch mit dem Eishockey verbunden. (Bild:Ticinonews)<br />

League A 714 Strafminuten ab.<br />

Und das bei 683 Spielen.<br />

Prägende Spieler in Lugano<br />

den Tessinern das gewisse Etwas.<br />

Auch wenn sie in den letzten drei<br />

Jahren zwei Mal im Finale standen.<br />

Mit Andy Ton, J. J. Aeschlimann und<br />

Andy Näser standen weitere grosse<br />

Spieler im Kader. Diese drei Spieler<br />

prägten das Eishockey nicht nur in<br />

der Schweiz. Auch international<br />

waren diese vier Spieler erfolgreich.<br />

Kein Titel mehr seit 2005/06<br />

Nach dem Meistertitel 2005/06<br />

brach die Dynastie im Südtessin<br />

auseinander. Seit diesem Titel fehlt


HC Lugano<br />

BERTAGGIA<br />

SANDRO<br />

Position<br />

Verteidiger<br />

Nationalität Schweiz / Italien<br />

Geburtstag 07. Mai 1964<br />

Sohn<br />

Alessio Bertaggia<br />

STATISTIK BEI LUGANO ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1985/86 NLA Lugano Quali 36 6 2 8 68<br />

1985/86 NLA Lugano Playoffs 4 0 0 0 8<br />

1986/87 NLA Lugano Quali 33 9 8 17 67<br />

1986/87 NLA Lugano Playoffs 6 2 3 5 10<br />

1987/88 NLA Lugano Quali 30 4 6 10 38<br />

1987/88 NLA Lugano Playoffs 7 4 6 10 20<br />

1988/89 NLA Lugano Quali 35 6 9 15 40<br />

1988/89 NLA Lugano Playoffs 8 1 2 3 45<br />

1989/90 NLA Lugano Quali 36 5 6 11 47<br />

1989/90 NLA Lugano Playoffs 9 5 3 8 6<br />

1990/91 NLA Lugano Quali 33 2 9 11 29<br />

1990/91 NLA Lugano Playoffs 11 3 4 7 25<br />

1991/92 NLA Lugano Quali 30 3 7 10 46<br />

1991/92 NLA Lugano Playoffs 4 0 0 0 0<br />

1992/93 NLA Lugano Quali 27 4 9 13 33<br />

1992/93 NLA Lugano Playoffs 8 1 1 2 6<br />

1993/94 NLA Lugano Quali 36 8 5 13 16<br />

1993/94 NLA Lugano Playoffs 9 0 0 0 8<br />

1994/95 NLA Lugano Quali 30 8 15 23 42<br />

1994/95 NLA Lugano Playoffs 5 0 0 0 12<br />

1995/96 NLA Lugano Quali 36 5 9 14 65<br />

1995/96 NLA Lugano Playoffs 4 0 1 1 14<br />

1996/97 NLA Lugano Quali 46 6 5 11 32<br />

1996/97 NLA Lugano Playoffs 8 0 1 1 2<br />

1997/98 NLA Lugano Quali 40 4 9 13 51<br />

1997/98 NLA Lugano Playoffs 7 0 2 2 0<br />

1998/99 NLA Lugano Quali 36 5 11 16 10<br />

1998/99 NLA Lugano Playoffs 16 1 6 7 18<br />

1999/00 NLA Lugano Quali 41 1 9 10 22<br />

1999/00 NLA Lugano Playoffs 14 2 8 10 4<br />

2000/01 NLA Lugano Quali 43 6 5 11 30<br />

2000/01 NLA Lugano Playoffs 18 0 1 1 14<br />

2001/02 NLA Lugano Quali 43 0 6 6 20<br />

2001/02 NLA Lugano Playoffs 5 0 2 2 4<br />

2002/03 NLA Lugano Quali 36 0 4 4 16<br />

2002/03 NLA Lugano Playoffs 16 0 3 3 18


HC Lugano<br />

HC LUGANO TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

So 12.08.2018 Vorstellung der 1. Mannschaft Lugano<br />

Mi 15.08.2018 19:00 HC Biasca Ticino Rockets HC Lugano Biasca<br />

Fr 17.08.2018 19:45 HC Lugano Dornbirner Bulldogs EC Lugano<br />

Do 23.08.2018 20:00 HC Lugano Linz Wil /SG<br />

Sa 25.08.2018 18:00 HC Lugano Adler Mannheim Wil /SG


Lakers Rapperswil-Jona<br />

Über 500 Spiele bestritt der Dübendorfer in den National Leagues A und B.<br />

Er war einer, bei dem sich die Geister schieden: Harry Rogenmoser.<br />

Für Rapperswil war er einer der<br />

Spieler, der mit Herzblut dabei war.<br />

Der Stürmer war ein Haudegen, der<br />

sich nicht scheute, in den Zweikampf<br />

zu gehen oder mit einem<br />

schnellen Konter den Angriff zu<br />

lancieren. Glücklich wurde er<br />

nirgendwo ausser in Rapperswil.<br />

Das Gastspiel in Bern war nur für<br />

eine Saison erfolgreich. 1992/93<br />

konnte er in 40 Spielen 42 Punkte<br />

buchen.<br />

Es begann in Dübendorf<br />

Harry Rogenmoser begann seine<br />

Kariere in Dübendorf in der<br />

National League B. Nach und nach<br />

entwickelte sich der Stürmer und<br />

so wurde der damalige SC<br />

Rapperswil-Jona auf ihn aufmerksam.<br />

Der Klub nahm ihn für<br />

die Saison 87/88 unter Vertrag. Vier<br />

Jahre blieb er bei den St. Gallern<br />

am Obersee. Mit 174 Punkten auf<br />

dem Buckel wechselte er zum SC<br />

Bern. Den Aufstieg von Rapperswil<br />

verfolgte er aus der Ferne. Mit den<br />

Bernern und ihrem Coach Bill<br />

Gilligan feierte der Zürcher bereits<br />

in der ersten Saison seinen einzigen<br />

Meistertitel.<br />

Meister mit Bern<br />

In den zwei folgenden Jahren<br />

konnte Rogenmoser beim SC Bern<br />

nicht feiern. Auch mit der Nationalmannschaft<br />

war das nicht der Fall.<br />

Mit dem Team mit dem Schweizer<br />

Kreuz stieg er an den Weltmeisterschaften<br />

wieder in die Division B<br />

ab. Der Schwede Hardy Nilsson, der<br />

als Trainer amtete, konnte in fünf<br />

Spielen keinen einzigen Punkt<br />

gewinnen.<br />

Als Rogenmoser wieder in Rapperswil<br />

war, entwickelte er sich zum


Lakers Rapperswil-Jona<br />

Er war immer mit Leidenschaft dabei: Harry Rogenmoser (Bild: ZvG)<br />

Teamleader, Captain und Antreiber<br />

der Mannschaft. Mit viel Esprit,<br />

Engagement und Kampfeswillen<br />

ging er voran und steckte nie auf.<br />

Nach der Saison 1998/99 hängte er<br />

seine Schlittschuhe an den<br />

berühmten Nagel.<br />

Trainer und Sportchef<br />

Ein Jahrzehnt später übernahm er<br />

in Rapperswil den Job als Trainer<br />

und Sportchef. Der Erfolg von Harry<br />

Rogenmoser war dabei nicht so<br />

gross wie in seiner aktiven<br />

Spielerkarriere. Als Trainer trat er<br />

während der Saison 2012/13<br />

zurück. Es mangelte ihm an der<br />

nötigen Erfahrung.<br />

Nach zwei weiteren Jahren als<br />

Sportchef trat er unter mehr oder<br />

weniger öffentlichem Druck von<br />

seinem Amt zurück.<br />

Ein guter Spieler muss nicht<br />

unbedingt auch ein guter Sportchef<br />

oder Trainer sein. So lief es auch<br />

bei Harry Rogenmoser.<br />

Dass er zum Schluss mit viel<br />

Schimpf und Schande aus dem Amt<br />

gejagt wurde ... das hatte er trotz<br />

seiner Fehler nicht verdient.


Lakers Rapperswil-Jona<br />

ROGENMOSER<br />

HARRY<br />

Position<br />

L. Flügel<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 13. März 1968<br />

STATISTIK IN DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1985/86 NLB EHC Dübendorf Quali 35 7 5 12 6<br />

1985/86 NLB EHC Dübendorf Playoffs 2 1 0 1 0<br />

1986/87 NLB EHC Dübendorf Quali 34 6 11 17 6<br />

1987/88 NLB SC Rapperswil Quali 33 10 7 17 6<br />

1987/88 NLB SC Rapperswil Playoffs 1 0 0 0 0<br />

1988/89 NLB SC Rapperswil Quali 36 25 10 35 4<br />

1988/89 NLB SC Rapperswil Playoffs 10 5 4 9 4<br />

1989/90 NLB SC Rapperswil Quali 34 37 22 59 9<br />

1989/90 NLB SC Rapperswil Playoffs 10 12 4 16 13<br />

1990/91 NLB SC Rapperswil Quali 36 35 18 53 20<br />

1990/91 NLB SC Rapperswil Playoffs 9 7 5 12 0<br />

1991/92 NLA SC Bern Quali 36 13 15 28 10<br />

1991/92 NLA SC Bern Playoffs 10 4 1 5 0<br />

1992/93 NLA SC Bern Quali 35 19 21 40 10<br />

1992/93 NLA SC Bern Playoffs 5 1 1 2 0<br />

1993/94 NLA SC Bern Quali 36 12 7 19 6<br />

1993/94 NLA SC Bern Playoffs 5 2 2 4 2<br />

1994/95 NLA SC Rapperswil Quali 36 19 13 32 22<br />

1994/95 NLA SC Rapperswil Playoffs 6 5 2 7 4<br />

1995/96 NLA SC Rapperswil Quali 36 17 22 39 43<br />

1995/96 NLA SC Rapperswil Playoffs 4 2 0 2 2<br />

1996/97 NLA SC Rapperswil Quali 45 11 22 33 38<br />

1996/97 NLA SC Rapperswil Playoffs 3 0 0 0 2<br />

1997/98 NLA SC Rapperswil Quali 40 12 16 28 28<br />

1997/98 NLA SC Rapperswil Playoffs 7 1 3 4 4<br />

1998/99 NLA SC Rapperswil Quali 45 10 13 23 18<br />

1998/99 NLA SC Rapperswil Playoffs 5 1 2 3 10


Lakers Rapperswil-Jona<br />

SC RAPPERSWIL-JONA LAKERS TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 10.08.2018 20:00 HC Thurgau Lakers Weinfelden<br />

Di 14.08.2018 19:45 Lakers SC Langenthal Rapperswil<br />

So 19.08.2018 19:00 Dornbirner Bulldogs EC Lakers Dornbirn / AUT<br />

Di 21.08.2018 19:45 Lakers Wolfsburg Rapperswil<br />

Do 23.08.2018 19:45 Lakers Düsseldorfer EG Rapperswil<br />

Sa 25.08.2018 15:00 Schwenningen Lakers Schwenningen /D<br />

Fr 31.08.2018 20:00 Ravensburg Lakers Ravensburg / D<br />

Sa 01.09.2018 19:00 Lakers HC Ambri-Piotta Rapperswil<br />

Fr 07.09.2018 16:00 Nitra Lakers Graz / AUT<br />

Sa 08.09.2018 16:00 Verlierer 1, Verlierer 2 Graz /AUT<br />

Sa 08.09.2018 19:15 Sieger 1 Sieger 2 Graz /AUT<br />

Sa 15.09.2018 ? Kickoff SCRJ Lakers – Programm noch offen Rapperswil<br />

Sa 15.09.2018 ? Lakers Unbekannt Rapperswil<br />

Mi 19.09.2018 20:00 Dübendorf Lakers Dübendorf


ZSC Lions<br />

Andreas Zehnder prägte den ZSC Lions in den 90er-Jahren mit. Der<br />

Verteidiger war spielstark und konnte trotz seiner schmächtigen<br />

Statur kräftig zulangen.<br />

Denkt man an den ZSC der 90er-<br />

Jahre, so fallen einem Namen wie<br />

Edgar Salis, Michel Zeiter oder<br />

Andreas Zehnder ein. Alle drei<br />

drückten diese Zeit ihren jeweils<br />

eigenen Stempel auf.<br />

Edgar Salis und Andreas<br />

Zehnder prägten Zürich<br />

Andreas Zehnder sorgte hinten<br />

zusammen mit Edgar Salis dafür,<br />

dass der gegnerische Stürmer nicht<br />

vor das Tor der Zürcher kommen<br />

konnte. Zusammen räumten sie<br />

den anstürmenden Gegner aus<br />

dem Wege und waren auch im Boxund<br />

Powerplay oft auf dem Eis.<br />

Zehnder ging dem Gegner trotz<br />

seiner geringen Körpergrösse unter<br />

die Haut und liess ihm oft keine<br />

Zeit, sich wirklich zu entfalten. Mit<br />

seinen schnellen Gegenstössen<br />

brachte er die gegnerischen<br />

Verteidiger ebenso in Verlegenheit.<br />

In der Kabine war er ein Leader und<br />

forderte von seinen Spielern stets<br />

vollen Einsatz.<br />

Hart, aber fair? Nicht immer<br />

Edgar Salis war ebenso ein harter<br />

Verteidiger wie Zehnder. Salis<br />

liebte es, den Gegner mit seinem<br />

Check an der Bande zu zermürben,<br />

aufzuräumen und, wenn nötig, dem<br />

Gegenspieler im wörtlichen Sinne<br />

«eins auf die Nase zu geben».<br />

Wenn es auf dem Eis einmal hoch<br />

zu und herging, dann war Salis<br />

sicher nicht weit entfernt, meist<br />

stand er mittendrin, statt nur<br />

dabei.<br />

Mit seinen weissen Schlittschuhen<br />

konnte man Michel Zeiter nicht<br />

übersehen. Er war ein anderer<br />

Spielertyp als die beiden<br />

vorgenannten. Mit seinen schnellen<br />

Gegenstössen, seinem satten<br />

Schuss – er war sehr schnell auf<br />

den Schlittschuhen – bewegte er<br />

sich auf dem Feld wie ein Eistänzer.


ZSC Lions<br />

Andreas Zehnder im Einsatz für den EHC Basel. (Bild: EHC Basel)<br />

Riesenglück für Zeiter<br />

In einem Spiel wurde Michel Zeiter<br />

am Hals verletzt. Bei einer Aktion<br />

vor dem gegnerischen Tor wurde<br />

ihm die Halsschlagader<br />

aufgeschnitten.<br />

Die Mannschaftskollegen bangten<br />

um sein Leben. Doch dank der<br />

schnellen Hilfe konnte der Stürmer<br />

bald darauf wieder spielen. Ein<br />

Schock war dieser Vorfall für Zeiter<br />

allemal.<br />

immer wieder in die Scorerliste<br />

eintrug. Mit ihm auf dem Eis waren<br />

die Zürcher immer gefährlich. Der<br />

Bündner konnte nicht nur in Zürich,<br />

sondern auch in der<br />

Nationalmannschaft überzeugen.<br />

Alle vier Spieler feierten mit den<br />

ZSC Lions zwei Meistertitel in Folge.<br />

1999/2000 und 2000/2001<br />

stemmten sie jeweils den Pokal in<br />

die Luft. Dieses Meisterstück<br />

konnte der SC Bern erst 16 Jahre<br />

später vollbringen.<br />

Ein Bündner als wichtiger Score<br />

Mit Claudio Micheli stand ebenfalls<br />

ein Spieler auf dem Eis, der sich


ZSC Lions<br />

ZEHNDER<br />

ANDREAS<br />

Position<br />

Verteidiger<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 11. Dez. 1965<br />

STATISTIK BEI ZÜRICH ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1989/90 NLA Zürcher SC Quali 35 6 12 18 56<br />

1989/90 NLA Zürcher SC Playoffs 10 4 8 12 16<br />

1990/91 NLA Zürcher SC Quali 32 2 11 13 97<br />

1990/91 NLA Zürcher SC Playoffs 4 1 0 1 10<br />

1991/92 NLA Zürcher SC Quali 34 8 10 18 46<br />

1991/92 NLA Zürcher SC Playoffs 7 1 2 3 36<br />

1992/93 NLA Zürcher SC Quali 25 1 6 7 52<br />

1992/93 NLA Zürcher SC Playoffs 3 0 1 1 8<br />

1993/94 NLA Zürcher SC Quali 31 7 11 18 21<br />

1993/94 NLA Zürcher SC Playoffs 3 0 1 1 6<br />

1994/95 NLA Zürcher SC Quali 36 9 19 28 88<br />

1994/95 NLA Zürcher SC Playoffs 5 3 0 3 14<br />

1995/96 NLA Zürcher SC Quali 25 7 8 15 19<br />

1995/96 NLA Zürcher SC Playoffs 4 2 1 3 4<br />

1996/97 NLA Zürcher SC Quali 41 5 22 27 42<br />

1996/97 NLA Zürcher SC Playoffs 5 0 0 0 14<br />

1997/98 NLA ZSC Lions Quali 40 4 9 13 64<br />

1997/98 NLA ZSC Lions Playoffs 8 0 0 0 10<br />

1998/99 NLA ZSC Lions Quali 44 7 21 28 56<br />

1998/99 NLA ZSC Lions Playoffs 7 0 0 0 39<br />

1999/00 NLA ZSC Lions Quali 8 0 0 0 0<br />

1999/00 NLA ZSC Lions Playoffs 15 1 3 4 8<br />

2000/01 NLA ZSC Lions Quali 42 1 8 9 43<br />

2000/01 NLA ZSC Lions Playoffs 15 1 3 4 8


ZSC Lions<br />

ZSC LIONS TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 17.08.2018 19:00 ZSC Lions GCK Lions KEB Oerlikon,<br />

Fr 24.08.2018 17:00 HC Ambri-Piotta ZSC Lions Flims<br />

Sa 25.08.2018 18:30 ZSC Lions Lausanne HC KEB Oerlikon<br />

Fr 14.09.2018 19:45 SCL Tigers ZSC Lions Langnau


EV Zug<br />

Manchmal trifft man in den Annalen bei den Klubs auf Namen, an<br />

denen man nicht vorbeikommt. So geschah es mir mit Ivan Hlinka.<br />

Leider hatte ich nie das Vergnügen, mich mit ihm persönlich zu<br />

unterhalten.<br />

In der Tschechischen Republik wird Ivan<br />

Hlinka noch heute verehrt. Und dies zu<br />

Recht. Der am 26. Januar 1950 geborene<br />

Tscheche stammte aus Most, einer Stadt<br />

in der Nähe von Dresden. In der<br />

ehemaligen CSSR wuchs Hlinka hinter<br />

dem eisernen Vorhang auf. Mit sechs<br />

Jahren spielte er bereits im Junioren-<br />

Team des HC Litvinov. Zehn Jahre später<br />

stand er bereits in der ersten Mannschaft<br />

von Litvinov. Vier Jahre später war der<br />

20-Jährige Captain des Teams.<br />

Mit 20 Jahren Captain<br />

des Teams<br />

Zeitgleich bestritt er die ersten Spiele mit<br />

der Nationalmannschaft. Mit ihr wurde<br />

der Stürmer drei Mal Weltmeister, holte<br />

an den Olympischen Spielen in Sapporo<br />

Bronze und in Innsbruck Silber. Es blieben<br />

nicht seine einzigen Erfolge als Spieler.<br />

Im Canada Cup, der 1976 erstmals<br />

ausgetragen wurde, stiess der Center mit<br />

seinem Team bis in das Finale vor und<br />

unterlag dort den Kanadiern in einer<br />

«Best of three»-Serie mit 0:2<br />

Niederlagen. In der Folge wurde er 1977<br />

Team-Captain der Nationalmannschaft<br />

und führte sie von 1977 bis 1980.<br />

Erster Tscheche in der NHL<br />

Durch seinen Auftritt am Canada Cup<br />

wurden die NHL-Teams auf den Stürmer<br />

aus der Tschechoslowakei aufmerksam.<br />

Mit der Bewilligung des kommunistischen<br />

Regimes der CSSR wechselte Hlinka 1981<br />

zu den Vancouver Canucks. Mit ihm<br />

erhielt auch Jiri Bubla die Freigabe, bei<br />

den Canucks zu spielen. Diese beiden<br />

sollten die ersten beiden Tschechen sein,<br />

die in der NHL für Furore sorgten.<br />

Zwar gab es 1969/70 mit Jaroslav Jirik<br />

einen weiteren Tschechen in der NHL,<br />

doch er spielte nur drei Spiele und wurde<br />

dann wieder zurückgeschickt.<br />

Mit Vancouver in das Finale<br />

Ivan Hlinka war der bestimmende Spieler<br />

bei den Canucks in dieser Saison, er kam<br />

in seinem ersten Jahr auf 60 Punkte und<br />

stürmte im selben Jahr mit seinem Team<br />

in den Stanley-Cup-Final. Dort scheiterten<br />

die Canucks mit 0:4 Niederlagen gegen<br />

die damals dominierenden


EV Zug<br />

Ivan Hlinka - Der Denker und Lenker vieler Spiele<br />

New York Islanders. Hlinka und Bubla<br />

waren die ersten tschechischen Spieler,<br />

die den Einzug in den Final erreichten.<br />

Ivan Hlinka als Trainer. (Bild: ZvG)<br />

1983 kehrte er der NHL den Rücken zu,<br />

ironischerweise gerade wegen seines<br />

Rückens, und spielte die beiden<br />

kommenden Saisons beim EV Zug. In zwei<br />

Jahren beim EV Zug konnte er sich in 80<br />

Spielen 70 Tore, 93 Assists und 163<br />

Punkte notieren lassen.<br />

Kurze Rückkehr als Spieler<br />

Nach den beiden Jahren in Zug trat Hlinka<br />

als Spieler zurück. Von nun an amtete der<br />

Center als Trainer, bis er in der Saison<br />

1986/87 temporär von der Bande auf das<br />

Spielfeld zurückkehrte. Der HC Litvinov<br />

war damals auf dem letzten Platz –<br />

ausser Reichweite der Play-Offs. Hlinkas<br />

Rückkehr auf das Eis und in das Spiel half<br />

dem Team, die Play-Offs zu erreichen. In<br />

seinen 19 Spielen scorte der Center 23<br />

Punkte. Und das im Alter von 37 Jahren!<br />

So etwas hatte es zu dieser Zeit noch<br />

nicht gegeben.<br />

Als Coach blieb ihm der Erfolg hold. Mit<br />

dem Nationalteam, welches er vor der<br />

Wende übernahm, konnte er grosse<br />

Erfolge feiern. Von den Olympischen<br />

Spielen in Albertville und den<br />

Weltmeisterschaften 1992 sowie 1993


EV Zug<br />

HLINKA IVAN<br />

Position<br />

Center<br />

Nationalität Czech Rep.<br />

Geburtstag 26. Jan. 1950<br />

Todestag 16. Aug. 20<strong>04</strong><br />

STATISTIK IN DER SCHWEIZ ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1983/84 NLB EV Zug Quali 41 40 49 89 -<br />

1984/85 NLB EV Zug Quali 39 30 44 74 -


EV Zug<br />

kam er jeweils mit einer bronzenen<br />

Auszeichnung zurück.<br />

Zwei Mal Gold an den<br />

Olympischen Spielen<br />

1994 verliess er das Nationalteam, da der<br />

Erfolg ausblieb, kehrte aber 1997 wieder<br />

als Coach an die Bande zurück. Das zahlte<br />

sich für beide Seiten aus. In Nagano holte<br />

er mit dem tschechischen Team Gold und<br />

an den Weltmeisterschaften 1998<br />

bestätigte das Team die damalige<br />

Dominanz der Tschechen mit der<br />

erneuten Goldmedaille.<br />

Zurück in die NHL<br />

Erneut wurde die NHL auf Hlinka<br />

aufmerksam und die Pittsburgh Penguins<br />

verpflichteten den Tschechen als Coach.<br />

Er war der zweite Europäer, der in der<br />

NHL coachen durfte. Auch Alpo Suhonen<br />

wechselte im selben Jahr als Trainer in<br />

die NHL. Nur, um die Info zu<br />

vervollständigen: Johnny Gottselig war<br />

der erste Trainer aus Europa, der ein<br />

NHL-Team coachen durfte.<br />

nicht mehr dazu. Am 16. August fuhr<br />

Hlinka mit übersetzter Geschwindigkeit in<br />

der Nähe von Karloff Vary in einen<br />

Lastwagen, der plötzlich auf die andere<br />

Strassenseite gekommen war und mit<br />

Hlinka kollidierte. Ivan Hlinka war auf der<br />

Stelle tot. Die Untersuchungen<br />

hinterliessen einen zwiespältigen<br />

Eindruck. Der Lastwagenfahrer sagte aus,<br />

dass er einem Tier ausgewichen war ...<br />

Der Tod kam von links<br />

Das Gericht glaubte einer anderen<br />

Version. Der Lkw-Fahrer bog auf einer<br />

Kreuzung verbotenerweise links ab. Wie<br />

die weiteren Untersuchungen ergaben,<br />

trug Hlinka auch keinen Sicherheitsgurt.<br />

Gemäss Experten hätte ihm das indes<br />

auch nicht genutzt.<br />

Zu Ehren Ivan Hlinkas wird jedes Jahr in<br />

Tschechien und in der Slowakei ein U18-<br />

Vorbereitungsturnier gespielt. Dieses<br />

findet normalerweise in Breclav und<br />

Bratislava statt. Dieses Jahr wurde das<br />

Turnier umbenannt und wird in<br />

Edmonton bestritten. Neu heisst das<br />

Turnier Hlinka/Gretzky Trophy. Es findet<br />

vom 3. bis 8. August statt.<br />

Hlinka kam zu Pittsburgh, als Mario<br />

Lemieux wieder zu spielen begann.<br />

Zusammen waren die beiden für den<br />

Erfolg der Penguins verantwortlich.<br />

Hlinka führte Pittsburgh in den Stanley-<br />

Cup-Final und verlor diesen gegen die<br />

New Jersey Devils.<br />

Erneut ruft der Verband<br />

20<strong>04</strong> verkündete der tschechische<br />

Verband, dass Ivan Hlinka das<br />

Nationalteam wieder führen solle. Es kam


EV Zug<br />

EV ZUG TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Sa 11.08.2018 19:00 EV Zug EVZ Academy Zug<br />

Sa 18.08.2018 20:00 Düsseldorfer EG EV Zug Neumarkt / ITA<br />

So 19.08.2018 16:00 Verlierer 1 Verlierer 2 Neumarkt / ITA<br />

So 19.08.2018 20:00 Sieger 1 Sieger 2 Neumarkt / ITA<br />

Fr 24.08.2018 20:00 Black Wings Linz EV Zug Wil / SG<br />

So 26.08.2018 14:00 EV Zug Adler Mannheim Wil / SG


HC Ajoie<br />

Der Jurassier Klub brachte in der Vergangenheit grosse Spieler hervor.<br />

In der National League konnte er sich jedoch nie etablieren.<br />

Wenn man «Ajoie» in einer<br />

Kartensoftware eingibt, wird man<br />

nicht schnell fündig. Zumindest<br />

nicht, wenn man nach einem Ort<br />

sucht. Für diejenigen, die es nicht<br />

wissen: Als «Ajoie» wird eine<br />

Region bezeichnet – so wie man<br />

Thurgau ebenfalls nicht als Ort<br />

findet, weil es ein Kanton ist.<br />

Gleich schnell hoch wie<br />

wieder runter<br />

Ziemlich genau in der Mitte der<br />

Region Ajoie befindet sich das<br />

Städtchen Pruntrut (franz.<br />

Porrentruy), wo seit 1973 in der<br />

Eishalle «Patinoire du Voyebeuf»<br />

eine Gruppe junger Männer ihren<br />

Eissport ausübt. Gestartet ist man<br />

in der zweiten Liga und konnte acht<br />

Jahre später (1983), mit dem<br />

Aufstieg in die Nationalliga B,<br />

erstmals ein grösseres Zeichen<br />

setzen.<br />

Bis 1987 konnte man sich – mit<br />

einem einjährigen Abstecher zurück<br />

in die erste Liga – in der Liga<br />

einigermassen etablieren. Es folgte<br />

eine Phase vom HC Ajoie, die einer<br />

Liftfahrt gleicht. Zuerst gelang es<br />

den Ajoulots erstmals in ihrer<br />

Vereinsgeschichte, in die höchste<br />

Schweizer Eishockeyliga aufzusteigen.<br />

Lustigerweise, nachdem<br />

man im Vorjahr nicht einmal die<br />

damals frisch eingeführten Play-offs<br />

in der NLB erreichen konnte.<br />

Aufstieg in die NLA<br />

Halten konnte man sich in der<br />

Nationalliga A vorerst aber nur zwei<br />

Saisons lang. In diesem Zeitraum<br />

kam auch Kultspieler Gaëtan<br />

Voisard ins Spiel, zu ihm kommen<br />

wir gleich.<br />

Der Wiederaufstieg in die NLA<br />

erreichte man zwei NLB-Saisons<br />

später, 1992, wo man dann aber<br />

kläglich scheiterte. Das war so<br />

schiefgegangen, dass man nach der<br />

besagten NLA-Saison und zwei<br />

darauffolgenden NLB-Saisons das<br />

erste Mal seit elf Jahren direkt<br />

wieder in die erste Amateurliga fiel.<br />

Die Klatsche der Realität war<br />

dadurch deutlich zu spüren. Nicht


HC Ajoie<br />

Der erste Meistertitel des HC Ajoie (Bild: ZvG)<br />

einmal mehr nach dem direkten<br />

Wiederaufstieg konnte man sich<br />

halten; es folgten zwei mühsame<br />

1.-Liga-Spielzeiten, in denen man<br />

jeweils im Final verloren hatte. In<br />

der dritten Amateursaison – es<br />

sollte die letzte sein – gelang der<br />

Aufstieg.<br />

Typische NLB-Mannschaft<br />

Nach drei Jahren Amateur-<br />

Eishockey, und davor einer kläglich<br />

gescheiterten NLB-Saison, befinden<br />

wir uns im Jahr 2000 – die<br />

Jahrtausendwende läutete auch<br />

eine neue Ära ein.<br />

konnte man nie wirklich grossartige<br />

Erfolge feiern, dennoch musste<br />

man nur einmal (Saison <strong>04</strong>/05) in<br />

die Play-Outs. Ansonsten konnte<br />

man sich – anders als in den<br />

Vorjahren – in der Liga halten.<br />

Der Meistertitel 2015/16<br />

Überraschenderweise gelang in der<br />

Saison 15/16 ein erstaunlicher<br />

Finaleinzug, wo man den frischen<br />

Absteiger SC Rapperswil-Jona<br />

Lakers in sechs Spielen im Best-of-<br />

Seven-Modus schlug und den<br />

ersten Titel auf NLB-Niveau seit<br />

24 Jahren holte.<br />

Bis heute ist die Mannschaft ein<br />

festes Mitglied der NLB. Zwar


HC Ajoie<br />

GAETAN<br />

VOISARD<br />

Position<br />

Verteidiger<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 13. April 1973<br />

Heute<br />

Spieler - Agent<br />

STATISTIK BEI AJOIE ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1989/90 NLA HC Ajoie Quali 1 0 0 0 0<br />

1989/90 NLA HC Ajoie Relegation 3 0 0 0 0<br />

1990/91 NLB HC Ajoie Quali 36 7 3 10 65<br />

1990/91 NLB HC Ajoie Playoffs 8 1 1 8 16<br />

1991/92 NLB HC Ajoie Quali 36 3 10 13 60<br />

1991/92 NLB HC Ajoie Playoffs 9 0 4 4 81<br />

1992/93 NLA HC Ajoie Quali 34 5 6 11 34<br />

1992/93 NLA HC Ajoie Relegation 4 1 0 1 2<br />

2009/10 NLB HC Ajoie Quali 12 2 5 7 6<br />

2009/10 NLB HC Ajoie Playoffs 7 2 2 4 0


HC Ajoie<br />

Gaëtan Voisard und<br />

der HC Ajoie<br />

Als Ajoie die zweite Nationalliga-A-<br />

Saison ihrer Geschichte betrat, war<br />

der 16-jährige Voisard das erste<br />

Mal Mitglied des Kaders. Nach dem<br />

Abstieg in die NLB wuchs er bereits<br />

in seinen jungen Jahren erstaunlich<br />

schnell zum Stammspieler seines<br />

Ausbildungsvereins heran und<br />

begleitete den HC Ajoie nach zwei<br />

NLB-Saisons wieder in die höchste<br />

Liga.<br />

In dieser Zeit war er auch Teil der<br />

Nationalmannschaften U18 und<br />

U20. Sein Talent blieb nicht lange<br />

unentdeckt; nach dem Wiederaufstieg<br />

von Ajoie in die NLA holte<br />

der Schlittschuhclub Bern den<br />

Pruntruter in seine Reihen. Dort lief<br />

es nicht weniger gut, er bestritt<br />

seine ersten Spiele in der A-<br />

Nationalmannschaft und wurde im<br />

Kader der Berner zum Stammspieler.<br />

Ausserdem durfte er dort<br />

seinen ersten Titel feiern.<br />

Wechsel zum HC Lugano<br />

Nach vier Saisons Berner Eishockey<br />

wechselte Voisard ab der Saison<br />

1998/99 zum HC Lugano, wo er<br />

gleich den nächsten Titel feiern<br />

durfte. Zusammen mit den<br />

Luganesi stand er in den<br />

Folgesaisons nach dem Titel noch<br />

zwei Mal im Finale. Auch dort blieb<br />

er vier Saisons lang.<br />

Weiter zu Servette und<br />

dem EVZ<br />

Er half noch dem HC Genève-<br />

Servette beim Aufstieg in die NLA<br />

und wechselte anschliessend zum<br />

EV Zug. Beim Eissportverein erhielt<br />

er das erste Mal auch eine Rolle mit<br />

etwas mehr Verantwortung, er<br />

durfte zum ersten Mal in seiner<br />

Karriere das «A» auf der<br />

Brust tragen.<br />

Seine Karriere führte anschliessend<br />

ab der Saison 05/06 zum EHC Basel,<br />

wo er in der ersten Saison mit den<br />

Baslern erstaunlicherweise die<br />

Play-Offs erreichte und beim<br />

legendären zweiten Play-Off-Spiel<br />

gegen den HC Davos – wo der EHC<br />

Basel den Rekordmeister 3:1 schlug<br />

– dabei war.<br />

In der darauffolgenden Saison<br />

wechselte er vom Club am Rheinknie<br />

zur «Zürisee»-Mannschaft<br />

Rapperswil-Jona Lakers.<br />

Ebenfalls nach zwei Saisons<br />

wechselte er 2009 zu seiner<br />

vorletzten Mannschaft, dem HC<br />

Fribourg-Gottéron. In seiner<br />

Abschlusssaison half er mittels B-<br />

Lizenz seinem Stammverein HC<br />

Ajoie noch in den Play-Offs aus und<br />

beendete seine Karriere mehr oder<br />

weniger nochmals mit letzten<br />

Spielen bei seinem ursprünglichen<br />

Verein.<br />

Ein wunderschöner Abschluss einer<br />

grossartigen Karriere.<br />

In seiner unglaublichen Karriere hat<br />

Voisard 48 Länderspiele absolviert,<br />

4 Meistertitel gefeiert und 1013


HC Ajoie<br />

HC AJOIE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Di 14.08.2018 20:00 HC Ajoie HC Thurgau Porrentruy<br />

Fr 17.08.2018 19:30 EHC Freiburger Wölfe HC Ajoie Freiburg / D<br />

Sa 18.08.2018 19:45 HC Ajoie EHC Freiburger Wölfe Porrentruy<br />

Di 21.08.2018 19:00 Genève-Servette HC HC Ajoie Genf<br />

Fr 24.08.2018 19 :30 HC La Chaux-de-Fonds HC Ajoie La Chaux-de-Fonds<br />

Di 28.08.2018 20 :00 HC Ajoie Lustenau Porrentruy<br />

So 02.09.2018 18 :00 Ravensburg HC Ajoie Ravensburg<br />

Fr 07.09.2018 20 :00 HC Ajoie EVZ Academy Porrentruy<br />

So 09.09.2018 15:00 HC Fribourg-Gotteron HC Ajoie Fribourg


HC La Chaux-de-Fonds<br />

100 Jahre Eishockey in La Chaux-de-Fonds. Die bewegende Geschichte eines<br />

Neuenburger Traditionsklubs.<br />

So früh wie dieser Eishockeyclub<br />

startete fast keiner in der Schweiz.<br />

Die Anfänge vom HC La Chaux-de-<br />

Fonds fanden sich 1919 als<br />

Eishockey-Sektion vom dortigen<br />

Eislaufverein. Die ersten Schläge<br />

machten die Eishockeyaner von La<br />

Chaux-de-Fonds auf einem<br />

umfunktionierten Rasenplatz, wo<br />

heute Fussballfelder stehen, in der<br />

«Rue du Collège». Obwohl es in<br />

Chaux-de-Fonds meistens kalt ist,<br />

war es noch ziemlich schwierig,<br />

gescheite Eisbahnen zu kreieren.<br />

Nachdem man im Jahr 1939 in die<br />

Serie B aufgestiegen war, konnte<br />

man nach der Gründung der<br />

Nationalliga B die ersten beiden<br />

Titel 1951 und 1952 holen. An<br />

einem Aufstieg scheiterte man<br />

jeweils an den Neuchâtel Young<br />

Sprinters und am HC Davos.<br />

Dennoch fanden die Stadt und ihre<br />

Bevölkerung Gefallen am Eissport,<br />

zusätzlich wurde 1953 auch die<br />

legendäre Patinoire des Mélèzes<br />

gebaut, die heute noch im Einsatz<br />

ist.<br />

Eishalle bringt Aufschwung<br />

Nachdem die Eishalle gebaut<br />

wurde, eröffneten sich völlig neue<br />

Möglichkeiten. Dadurch erlangte<br />

man 1955 den nächsten NLB-Titel<br />

und konnte das erste Mal in der<br />

Vereinsgeschichte in der höchsten<br />

Schweizer Liga antreten. Vier<br />

Saisons lang konnte man sich<br />

halten, bevor man wieder<br />

absteigen musste.<br />

Auch der nächste NLB-Titel brachte<br />

erneut keinen Wiederaufstieg,<br />

diesmal war es der EHC Arosa, der<br />

den Romands einen Strich durch<br />

die Rechnung machte. Es folgten<br />

organisatorische sowie finanzielle<br />

Probleme.


HC La Chaux-de-Fonds<br />

Ein Spiel in den frühen 70er Jahren. (Bild: Hockeyarchives)<br />

Logo – «Wir sind die Canadiens<br />

du Montréales»<br />

1964 kam dann eine Übernahme<br />

des Clubs zustande, die den Club in<br />

die Höhe führen sollte. Es folgte der<br />

nächste NLB-Meistertitel und ein<br />

nächster Aufstieg in die NLA,<br />

diesmal sollte es aber anders als<br />

beim ersten Mal kommen. Gaston<br />

Pelletier, spätere Clublegende,<br />

wollte aus La Chaux-de-Fonds eine<br />

eidgenössische Antwort auf die<br />

Montréal Canadiens erschaffen und<br />

brachte die Mannschaft –<br />

absichtlich ohne Ausländer – an<br />

ihre Grenzen. Zudem trugen sie das<br />

Logo der Montréal Canadiens auf<br />

ihren Trikots (was nach einigen<br />

Jahren von den Kanadiern<br />

beanstandet wurde). Diese<br />

Veränderungen sorgten für eine<br />

Erfolgsgeschichte, die es so kein<br />

zweites Mal in der Schweiz gibt.<br />

Dynastie La Chaux-de-Fonds<br />

Man ist also wieder in der<br />

Nationalliga A angelangt und hat<br />

einen kanadischen Spielertrainer,<br />

der die ganze Mannschaft<br />

umgekrempelt hat und zu einer<br />

Spitzenmannschaft machte. Sie war<br />

so gut, dass sie unglaubliche sechs<br />

Titel hintereinander holte. 1967/68,<br />

1968/69, 1969/70, 1970/71,<br />

1971/72 und 1972/73 waren sie


HC La Chaux-de-Fonds<br />

Der HC La Chaux-de-fonds feiert einer seiner sechs Titel in den 1970er-Jahren (Bild: Hockeyarchives)


HC La Chaux-de-Fonds<br />

besser als alle anderen<br />

Mannschaften in der Schweiz.<br />

Auch in den darauffolgenden<br />

Spielzeiten war La Chaux-de-Fonds<br />

keine schlechte Equipe, zwei Mal<br />

zweiter Rang und zwei Mal vierter<br />

Rang folgten auf sechs Meistertitel.<br />

Keine Junioren – Kein Erfolg<br />

Man vergass allerdings, die eigenen<br />

Junioren zu integrieren. Das hatte<br />

zur Folge, dass aus dem grossen La<br />

Chaux-de-Fonds ein bodenloses<br />

Fass wurde. Man stieg 1979/1980<br />

nach 15 Saisons wieder in die NLB<br />

ab. Es folgten einige weniger<br />

aufregende Jahre zuerst in der NLB,<br />

dann in der ersten Amateurliga.<br />

Zwar konnte man kurzfristig<br />

nochmals für zwei Saisons lang in<br />

der NLB spielen, aber in dieser Zeit<br />

schien La Chaux-de-Fonds eher eine<br />

1.-Liga-Mannschaft zu sein.<br />

Chaux-de-Fonds ging es auf und ab.<br />

Zwischen dem Aufstieg und der<br />

Saison 00/01 hatten die<br />

Neuenburger drei NLA-Saisons und<br />

zwei NLB-Saisons hinter sich, wobei<br />

man nach der letzten NLA-Saison,<br />

eben 00/01, das letzte Mal in die<br />

NLB absteigen sollte.<br />

100 Jahre<br />

HC La Chaux-de-Fonds<br />

Bis heute ist La Chaux-de-Fonds Teil<br />

der NLB. Seit diesem Zeitpunkt<br />

konnte man nur noch drei<br />

Finalteilnahmen als grössere<br />

Erfolge verbuchen. Trotzdem bleibt<br />

La Chaux-de-Fonds einer der<br />

legendärsten Clubs der Schweiz.<br />

Einen heute undenkbaren Strike<br />

von sechs Titeln hintereinander in<br />

der Vereinsgeschichte zu haben ist<br />

etwas Faszinierendes. Ausserdem<br />

dürfen die Romands in der Saison<br />

18/19 ihr 100-Jähriges feiern!<br />

Trampolinjahre<br />

Durch die Übernahme von Riccardo<br />

Fuhrer und Marc Monnat im Jahr<br />

1993 erhielt der Club neuen<br />

Aufschwung. Man stieg zugleich<br />

wieder in die NLB auf und konnte<br />

sich in der Saison 95/96 einen<br />

weiteren NLB-Titel holen und<br />

erneut in die höchste Spielklasse<br />

eintreten. Es folgten einige<br />

Wechsel der Spielklasse, mit La


HC La Chaux-de-Fonds<br />

FUCHS RÉGIS<br />

Position<br />

L. Flügel<br />

Nationalität Schweiz / France<br />

Geburtstag 06.April 1970<br />

Söhne Jason und Robin<br />

STATISTIK BEI HC LA CHAUX-DE-FONDS ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1986/87 NLB Chaux-de-Fonds Quali 8 1 0 1 0<br />

1987/88 NLB Chaux-de-Fonds Quali 15 3 1 4 6<br />

1988/89 1.Liga Chaux-de-Fonds Quali Keine Stats vorhanden<br />

1989/90 1.Liga Chaux-de-Fonds Quali Keine Stats vorhanden<br />

2008/09 NLB Chaux-de-Fonds Quali 44 16 28 44 30<br />

2008/09 NLB Chaux-de-Fonds Playoffs 15 4 7 11 10<br />

2009/10 NLB Chaux-de-Fonds Quali 46 13 33 46 32<br />

2009/10 NLB Chaux-de-Fonds Playoffs 5 1 4 5 2<br />

2010/11 NLB Chaux-de-Fonds Quali 37 5 18 23 26<br />

2010/11 NLB Chaux-de-Fonds Playoffs 11 3 3 6 10<br />

2011/12 NLB Chaux-de-Fonds Quali 45 8 19 27 42<br />

2011/12 NLB Chaux-de-Fonds Playoffs 14 2 4 6 6<br />

2012/13 NLB Chaux-de-Fonds Quali 50 2 23 25 26<br />

2012/13 NLB Chaux-de-Fonds Playoffs 7 3 0 3 0


HC La Chaux-de-Fonds<br />

HC LA CHAUX-DE-FONDS TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 10.08.2018 ? Fleurier HC La Chaux de Fonds Fleurier<br />

Sa 11.08.2018 ? Lausanne HC HC La Chaux-de-Fonds Villars-sur-Ollon<br />

So 19.08.2018 18 :30 Gap HC La Chaux-de-Fonds Gap / FRA<br />

Mo 20.08.2018 19 :00 Grenoble HC La Chaux-de-Fonds Grenoble /FRA<br />

Fr 24.08.2018 19 :30 HC La Chaux-de-Fonds HC Ajoie La Chaux-de-Fonds<br />

Fr 31.08.2018 19:30 HC La Chaux-de-Fonds EVZ Academy La Chaux-de-Fonds<br />

Di <strong>04</strong>.09.2018 20:00 HC Thurgau HC La Chaux-de-Fonds Weinfelden<br />

Fr 07.09.2018 19:30 HC La Chaux-de-Fonds EHC Kloten La Chaux-de-Fonds


GCK Lions<br />

Die GCK Lions haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Wie aus<br />

einem ambitionierten Klub ein Farmteam wurde.<br />

Die legendäre Eishockey-Sektion<br />

des Grasshopper-Clubs Zürich, der<br />

im heutigen Eishockey eher im<br />

Schatten des grossen Stiefbruders<br />

ZSC Lions steht, hatte seine<br />

Anfänge im Jahre 1930.<br />

Alles begann auf dem Dolder<br />

Damals wurde die Kunsteisbahn<br />

«Dolder» gerade erst errichtet und<br />

man freute sich über regelmässiges<br />

Eis. Die Fussballer und Landhockey-<br />

Spieler von GC haben sich davor<br />

schon – wenn die Temperaturen es<br />

zuliessen – öfter mal zum<br />

Eishockeyspielen zusammengetan.<br />

Zwei Jahre nach der Eröffnung der<br />

Kunsteisbahn entwickelte sich dann<br />

aus der Landhockey-Sektion von GC<br />

eine Eishockey-Sektion, die 1934<br />

offiziell eine Sektion vom<br />

Grasshopper-Club wurde.<br />

Weil sich Letztere als Hauptclub<br />

von Zürich sahen, war die Rivalität<br />

mit dem Zürcher SC (heute ZSC<br />

Lions) und dem AEC Zürich<br />

(Akademischer Eishockey-Club<br />

Zürich) bereits vorprogrammiert.<br />

Später, als der AECZ nicht mehr<br />

bestand, wurde mit dem EHC<br />

Kloten schnell eine neue Rivalität<br />

gefunden.<br />

Spengler Cup<br />

Bereits nach der Gründung der<br />

Eishockey-Sektion war der<br />

Grasshopper-Club öfter Gast beim<br />

Spengler Cup. Man spielte von<br />

1931 bis 1934 bei jeder Austragung<br />

mit und ergatterte als grössten<br />

Erfolg den dritten Platz.<br />

Das Tief nach dem Hoch<br />

Nach der Gründung hielt man sich<br />

lange in der NLA, mit einem kleinen<br />

und einjährigen Abstecher in die<br />

NLB spielte man bis 1957 in der<br />

obersten Spielklasse. Man brauchte<br />

sechs Saisons, um den<br />

Wiederaufstieg in die NLA feiern<br />

zu können.


GCK Lions<br />

Thomas Ziegler im Dress der ZSC Lions. (Bild: Wikipedia)<br />

Cup-Titel gegen den<br />

«grossen» Zett<br />

Man schien sich vom Abstieg gut<br />

erholt zu haben und hat in der<br />

dritten NLA-Saison nach dem<br />

Aufstieg 1966 den Schweizer<br />

Meistertitel und zudem noch den<br />

Cuptitel gegen den Stadtrivalen<br />

Zürcher SC geholt.<br />

Doch das Hoch währte nicht lange,<br />

eher gar nicht. Schon in der<br />

nächsten Saison musste man gegen<br />

den Abstieg kämpfen. Das<br />

funktionierte ebenfalls nur eine<br />

Saison lang, in der darauffolgenden<br />

war die Nationalliga B bereits<br />

wieder Realität. Das sollte der<br />

Beginn der Abwärtsspirale von GC<br />

sein.<br />

Abstieg in die 1. Liga<br />

Zuerst waren drei NLB-Saisons<br />

angesagt, danach vier 1.-Liga-<br />

Meisterschaften. Der kleine<br />

Lichtblick im Jahr 1982, beim<br />

einjährigen Abstecher zurück in die<br />

NLB, währte ebenfalls nur kurz.<br />

1984 wurde dann der Tiefpunkt der<br />

Vereinsgeschichte erreicht, mit<br />

dem weiteren Abstieg in die 2. Liga.<br />

Nachdem man sich in den nächsten<br />

Jahren im Amateursport<br />

herumtummeln musste, stiegen die<br />

Grasshoppers 1993 das letzte Mal


GCK Lions<br />

ZIEGLER<br />

THOMAS<br />

Position<br />

Center<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 09. Juni 1978<br />

Bruder<br />

Rolf Ziegler<br />

Bruder Marc Ochsner<br />

STATISTIK BEI GCK ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1995/96 NLB GC Zürich Quali 10 0 0 0 0<br />

1996/97 Elite A GC Zürich Quali 34 19 11 30 107<br />

1996/97 NLB GC Zürich Quali 11 0 1 1 2<br />

1997/98 Elite A GC Zürich Quali 13 9 3 12 32<br />

1997/98 NLB GC Zürich Quali 25 5 4 9 22


GCK Lions<br />

auf, seitdem ist man ein fester NLB-<br />

Faktor.<br />

Der Anfang der Fusionen<br />

Gleichzeitig mit dem Aufstieg 1993<br />

schufen der SC Küsnacht und die<br />

Grasshoppers eine gemeinsame<br />

Nachwuchsabteilung. Man trat als<br />

GC/SCK auf. Nur wenige Jahre<br />

später in der NLB war 1997 der<br />

Beginn eines neuen Projekts. Die<br />

Grasshoppers nahmen das Heft in<br />

die Hand und schlossen sich mit<br />

dem Zürcher SC zusammen, eine<br />

neue Eishockeymacht war geboren.<br />

2000 taten sich GC und der SC<br />

Küsnacht noch mit den ersten<br />

Mannschaften zusammen. Ein Jahr<br />

später nannten sie sich GCK Lions.<br />

Mit diesen Schritten wurde der<br />

Grasshopper-Club – also die GCK<br />

Lions – zum Farmteam der ZSC<br />

Lions.<br />

Thomas Ziegler ging durch das<br />

Farmteam<br />

Das hat aber durchaus auch seine<br />

Vorteile. Weil man schnell und<br />

mehr auf die Bedürfnisse einzelner<br />

Spieler eingehen kann, entstehen<br />

gute Spieler. Ein Beispiel ist Thomas<br />

Ziegler.<br />

Angefangen hat er beim EHC<br />

Kloten, als 15-Jähriger ging er zum<br />

Grasshopper-Club. Nachdem er<br />

1995 sein NLB-Debüt gegeben<br />

hatte, ging es ziemlich schnell. Der<br />

Junge hatte Talent, in der<br />

darauffolgenden Saison bekam er<br />

von der neuen Organisation die<br />

Chance, für einige Spiele NLA-Luft<br />

zu schnuppern. In dieser Saison<br />

spielte er Elite A, NLB und NLA und<br />

für die U20-Nationalmannschaft.<br />

Der Draft<br />

Nachdem er zu HC Ambrì-Piotta<br />

wechselte, konnte er dort mit den<br />

Tessinern zwei Titel im IIHF-<br />

Continental Cup gewinnen und<br />

wurde mit ihnen Schweizer<br />

Vizemeister. Nach diesen Erfolgen<br />

wurde er 2000 zu den Tampa Bay<br />

Lightnings gedraftet.<br />

In der Saison, als er in den<br />

Vereinigten Staaten spielte,<br />

absolvierte er einige Einsätze in der<br />

NHL, spielte aber hauptsächlich in<br />

der damals noch existierenden IHL<br />

(International Ice Hockey League).<br />

In der darauffolgenden Saison war<br />

er bereits wieder – neben drei<br />

Spielen bei Springfield Falcons in<br />

der AHL – in der Schweiz beim SC<br />

Bern aktiv.<br />

Stolze acht weitere Saisons spielte<br />

er bei den Hauptstädtern, feierte<br />

dort zwei Meistertitel und<br />

wechselte 2010 wieder zurück zu<br />

seinem Stammverein.


GCK Lions<br />

GCK LIONS TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 17.08.2018 19:00 ZSC Lions GCK Lions KEB Oerlikon<br />

Di 21.08.2018 20 :00 GCK Lions EHC Dübendorf KEK Küsnacht<br />

Di 28.08.2018 20:00 GCK Lions EC Bregenzerwald KEK Küsnacht<br />

Fr 31.08.2018 20:15 GCK Lions Ticino Rockets KEK Küsnacht<br />

Di <strong>04</strong>.09.2018 19:30 VEU Feldkirch GCK Lions Feldkirch / AUT


EHC Kloten<br />

Nach 56 Jahren ist der Traditionsklub in die Swiss League abgestiegen.<br />

Ein Blick zurück auf die Anfänge und die Dynastie Ochsner.<br />

Als der EHC Kloten frisch gegründet<br />

wurde, spielte man vorerst auf dem<br />

Nägelimoos-Weiher in Kloten einige<br />

Freundschaftsspiele und man<br />

führte, nachdem man sich bereit<br />

fühlte, in der tiefsten Schweizer<br />

Eishockeyliga (damals Serie C) die<br />

ersten Meisterschaften aus. Fünf<br />

Jahre nach dem Einstieg in den<br />

Meisterschaftsbetrieb, also sieben<br />

Jahre nach der Gründung, stieg<br />

man in die<br />

Serie B auf.<br />

Das war der Anfang einer steilen<br />

Erfolgsgeschichte. 1946 gelang der<br />

nächste Aufstieg in die Serie A, wo<br />

man für eine Saison verweilte und<br />

dann direkt die Qualifikation für die<br />

Nationalliga B erreicht hatte.<br />

Aufstieg am grünen Tisch<br />

Der nächste Schritt dauerte zwar<br />

mit 14 Saisons ein wenig länger,<br />

aber es scheint, dass der EHC<br />

Kloten auf diese Weise seine<br />

Standfestigkeit aufbaute. Denn<br />

1962 schaffte man den Aufstieg,<br />

zwar wegen einer Aufstockung von<br />

zehn auf zwölf Teams am grünen<br />

Tisch, dennoch stieg der Klub für<br />

die nächsten 56 Saisons nie mehr<br />

ab. Nicht viele Clubs können auf so<br />

eine ruhige Clubgeschichte in den<br />

frühen Jahren zurückblicken. 1976<br />

holte man schlussendlich den<br />

ersten Titel.<br />

Die aufregenden Jahre – Teil 1<br />

Speziell wird die Klotener<br />

Eishockeygeschichte vor allem nach<br />

der Einführung der Play-Offs 1986.<br />

Ab diesem Punkt scheint die<br />

Geschichte ein wenig turbulenter<br />

zu sein. Ein Jahr nach der<br />

Einführung wurde man zum<br />

zweiten Mal nach 1972 Schweizer<br />

Vizemeister –<br />

so auch im Jahr danach.<br />

Damit wurde ein Grundstein für die<br />

Dominanz in den darauffolgenden


EHC Kloten<br />

Jörg Ochsner (mitte) prägte Jahre lange den EHC Kloten. (Bild: ZvG)<br />

Jahren gelegt: Ab 1993 holte man<br />

vier Jahre in Folge jeweils den<br />

Schweizer Meistertitel und hatte<br />

damit gleich den Rekord für die<br />

meisten Titel nacheinander seit der<br />

Einführung der Play-Offs in der<br />

Tasche.<br />

In dieser unglaublich starken Phase<br />

vom EHC Kloten waren die<br />

Ochsners (Sascha, Marc und Vater<br />

Jürg) ein wichtiger Bestandteil des<br />

Vereins, dazu später mehr. Mit dem<br />

Bau des neuen Stadions war die<br />

Macht Kloten allerdings für<br />

einige Zeit vorbei ...<br />

Die aufregenden Jahre – Teil 2<br />

Nach dem Bau des Eisstadions<br />

Schluefweg blieben die Erfolge aus.<br />

1996, das Jahr nach dem vierten<br />

Titel in Folge, wurde das Stadion<br />

gebaut. Der EHC Kloten blieb für<br />

die nächsten sieben Jahre jeweils in<br />

den Viertel- oder Halbfinals stecken<br />

und konnte, zumindest von den<br />

Titeln her, nicht mehr an die<br />

Erfolge der vorherigen Jahre<br />

anknüpfen. Ab dieser siebten<br />

Saison musste man endlich<br />

aufwachen, zwei Mal<br />

hintereinander hatte man sich in<br />

den Play-Outs retten müssen. In<br />

diesen Jahren wurde der


EHC Kloten<br />

OCHSNER SACHA<br />

Position<br />

Center<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 14.Jan. 1973<br />

Heute Besitzer von Ochsner<br />

Hockey<br />

Vater<br />

Jürg Ochsner<br />

Bruder<br />

Marc Ochsner<br />

STATISTIK BEI KLOTEN ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1990/91 NLA EHC Kloten Quali 29 2 0 2 2<br />

1990/91 NLA EHC Kloten Playoffs 7 0 0 0 0<br />

1991/92 NLA EHC Kloten Quali 16 2 0 2 4<br />

1992/93 NLA EHC Kloten Quali 31 8 9 17 18<br />

1992/93 NLA EHC Kloten Playoffs 11 0 2 2 6<br />

1993/94 NLA EHC Kloten Quali 36 6 4 10 12<br />

1993/94 NLA EHC Kloten Playoffs 12 1 3 4 6<br />

1994/95 NLA EHC Kloten Quali 35 5 4 9 12<br />

1994/95 NLA EHC Kloten Playoffs 12 3 0 3 4<br />

1995/96 NLA EHC Kloten Quali 13 2 2 4 0


EHC Kloten<br />

EHC Kloten in Kloten Flyers<br />

umbenannt.<br />

Ein stetiges Auf- und Ab<br />

Es folgten einige unterschiedliche<br />

Jahre, in denen man entweder sehr<br />

gut war und in den Final kam (den<br />

man zwar nicht gewann, aber<br />

immerhin) und sich<br />

zwischenzeitlich wiederum in den<br />

Play-outs retten musste. Der<br />

schwierigste Tiefpunkt war jedoch<br />

mit Sicherheit der Beinahe-Konkurs<br />

im Jahre 2012, doch konnte man<br />

sich aufgrund vieler Engagements<br />

noch retten. Dennoch war das der<br />

Anfang vom Ende, auch nach der<br />

Namensrückänderung und der<br />

dadurch erhofften Rückkehr stieg<br />

man nach 56 Jahren NLA<br />

bekanntlich gegen den ebenfalls in<br />

den Vorjahren abgestiegenen SC<br />

Rapperswil-Jona ab.<br />

Ochsner-Dynastie<br />

Es gab zwei Saisons, in denen zwei<br />

Spieler sowie der Präsident alle von<br />

derselben Familie stammten.<br />

Vater Jürg Ochsner: Wurde im Jahr<br />

1970 Trainer vom EC Wil und ist<br />

danach zum EHC Arosa gegangen<br />

und trainierte dort die<br />

Eishockeymannschaft, die nach<br />

Jahren in der NLA und kurzen<br />

Jahren in der NLB in die erste Liga<br />

abgestiegen war. Für zwei Saisons<br />

war er dort Trainer und legte den<br />

Grundstein für die zweite Erfolgsära<br />

vom Bündner Club. Anschliessend,<br />

1974, wurde er das erste Mal<br />

Trainer vom EHC Kloten und blieb<br />

dort für vier Jahre. Nachdem er<br />

beim EHC Biel für vier Spiele<br />

Trainer war, gab er diese Karriere<br />

auf und ging zum EHC Kloten<br />

zurück, wo er nach einer Pause<br />

1984 General Manager wurde. Ab<br />

1988 wurde er Präsident und blieb<br />

es bis 1998.<br />

Sascha Ochsner: Er spielte ab 1990<br />

für den EHC Kloten und blieb dort<br />

bis 1996. Zusätzlich hatte er<br />

Einsätze in den U18- und U20-<br />

Nationalmannschaften von 1989–<br />

1992.<br />

Marc Ochsner: Der jüngere Bruder<br />

von Sacha spielte ebenfalls in der<br />

U18-Nationalmannschaft und<br />

spielte auch beim EHC Kloten, dies<br />

von 1994 bis 1996. Danach ging er<br />

zum EHC Bülach in die NLB und<br />

kämpfte mit ihnen gegen den<br />

Abstieg.<br />

Zusammen führen die beiden<br />

Brüder jetzt den Ochsner-Hockey,<br />

den schweizweit grössten<br />

Eishockeyausrüster. Was der Vater<br />

im Jahr 1969 gründete,<br />

übernahmen die beiden Söhne<br />

2010.


EHC Kloten<br />

EHC KLOTEN TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 10.08.2018 19:00 EHC Winterthur EHC Kloten Winterthur<br />

Do 16.08.2018 19:30 SC Langenthal EHC Kloten Langenthal<br />

Sa 18.08.2018 19:00 HC Thurgau EHC Kloten Kreuzlingen<br />

So 19.8.2018 12:00 Verlierer 1 Verlierer 2 Kreuzlingen<br />

So 19.8.2018 15:30 Sieger 1 Bodenseecup Sieger 2 Bodenseecup Kreuzlingen<br />

Do 23.08.2018 19:00 Grizzly Wolfsburg EHC Kloten Lustenau<br />

Sa 25.08.2018 19:15 EHC Kloten Düsseldorfer EG Kloten<br />

Fr 31.08.2018 20:00 HC Thurgau EHC Kloten Weinfelden<br />

Fr 07.09.2018 19:30 HC La Chaux-de-Fonds EHC Kloten La Chaux-de-Fonds


SC Langenthal<br />

Die bewegte Geschichte des Oberaargauer Klubs hat viele Facetten.<br />

Eine Spurensuche in Langenthal.<br />

Die Anfänge vom SC Langenthal<br />

finden sich schon einige Jahre vor<br />

der Gründung. In den frühen<br />

1940ern spielten junge Männer auf<br />

dem Weiher der Brauerei in<br />

Langenthal. Da wurde alles benutzt,<br />

was herumlag, so auch gefrorener<br />

Pferdekot. Im Jahr 1946 hatte man<br />

sich dann offiziell als Eishockeyclub<br />

zusammengetan und gründete den<br />

SC Langenthal. Anfangs noch mit<br />

Teilnahmen bei Turnieren, wurde<br />

das Eishockey in Langenthal bald<br />

grösser, deshalb sollte eine Eisbahn<br />

gebaut werden.<br />

Neue Spielstätte<br />

Im Jahr 1952 war dann die erste<br />

Eisbahn Realität. Noch die<br />

Mitglieder vom SC Langenthal<br />

hatten beschlossen, die Eisbahn<br />

selbst aufzubauen. Mit<br />

Obligationsanleihen und einer<br />

Unterstützung durch die Gemeinde<br />

für die Eisbahn konnte daraufhin<br />

eine erfolgreiche erste Saison<br />

gespielt werden. Es folgte die<br />

Aufnahme in den Schweizerischen<br />

Hockeyverband. Dieses Hoch ging<br />

anschliessend weiter, als man<br />

Serie-B-Schweizer-Meister Zürcher<br />

SC schlug. Man stieg in die Serie A<br />

auf, die damals zweithöchste Liga.<br />

1961, etwa zehn Jahre nach der<br />

Eröffnung der Natureisbahn, wurde<br />

durch die Stimmbürger eine<br />

Kunsteisbahn genehmigt.<br />

Wie bereits bei der ersten Phase<br />

der Eisbahn war auch das wieder<br />

ein Aufschwung für die<br />

Oberaargauer, man holte sich den<br />

ersten Rang in der ersten Liga und<br />

zeigte grosses Interesse an der<br />

Nationalliga B. Nach drei Jahren an<br />

der Spitze der ersten Amateurliga<br />

gelang der erstmalige Aufstieg in<br />

die Nationalliga B.<br />

Gegen Lugano aufgestiegen<br />

Der Aufstieg gelang damals gegen<br />

den HC Lugano in der Resega. Die


SC Langenthal<br />

Hanspeter Bärtschi beim Saisonauftakt des SC Langenthal vor einem Jahr. (Bild Aargauer Zeitung)<br />

Tessiner wurden mit 10:0 vom Eis<br />

gefegt und die Langenthaler<br />

durften für die nächsten Spielzeiten<br />

eine Liga höher antreten.<br />

Nach dem Aufstieg konnte man den<br />

Schwung nutzen und spielte<br />

verhältnismässig erfolgreiche<br />

Spielzeiten in der Nationalliga B.<br />

Trotz guter Leistungen wurde die<br />

NLB nicht mehr als ein dreijähriger<br />

Abstecher. Man stieg ab, nach<br />

einem letzten Entscheidungsspiel<br />

erneut gegen den HC Lugano.<br />

Es folgten wieder elf Jahre im<br />

gewohnten Umfeld der ersten Liga.<br />

Immer mit einem Auge auf die NLB<br />

gelang es schliesslich 1973, wieder<br />

den ersten Platz in der ersten<br />

Amateurliga zu ergattern und<br />

erneut in die NLB aufzusteigen.<br />

Diesmal sollte der Aufenthalt<br />

länger dauern. Kurz nach dem<br />

Aufstieg gelang sogar eine<br />

Qualifikation für die Aufstiegsspiele<br />

in die Nationalliga A, wo man<br />

allerdings kläglich versagte.<br />

In den nächsten zehn Jahren hielt<br />

man sich – mal schlecht, mal gut –<br />

in der Nationalliga B und war<br />

eigentlich dabei, ein fester<br />

Bestandteil derselben zu werden.<br />

1985 war die Sicherheit aber<br />

plötzlich weg, weshalb man


SC Langenthal<br />

Kein Bild<br />

Vorhanden<br />

BÄRTSCHI<br />

HANS-RUDOLF<br />

Position<br />

Stürmer<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 1963<br />

Söhne<br />

Sven und Kevin<br />

STATISTIK BEI LANGENTHAL ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1982/83 NLB SC Langenthal Quali Keine Stats vorhanden<br />

1983/84 NLB SC Langenthal Quali Keine Stats vorhanden<br />

1986/87 1.Liga SC Langenthal Quali - 22 15 37 -<br />

1987/88 1.Liga SC Langenthal Quali - 23 22 45 -<br />

1988/89 1.Liga SC Langenthal Quali - 31 14 45 -<br />

1989/90 1.Liga SC Langenthal Quali - 28 12 40 -<br />

1991/92 1.Liga SC Langenthal Quali - 30 10 40 -


SC Langenthal<br />

ziemlich schnell wieder in der<br />

ersten Liga antreten musste. Es<br />

folgten 15 durstige Jahre, bis zur<br />

Rückkehr ...<br />

Zurück National<br />

Am 19. März 2002 konnten sich die<br />

Langenthaler gegen Winterthur und<br />

Star Lausanne (heute Star-<br />

Forward/MySports League)<br />

durchsetzen und kam zurück in die<br />

Nationalliga B. Das sollte der letzte<br />

Aufstieg sein, seitdem ist<br />

Langenthal in der NLB zu Hause.<br />

Dort wurden die Erfolge über die<br />

Jahre hinweg besser. Man erreichte<br />

öfter mal den ersten Rang, kam in<br />

den Saisons <strong>04</strong>/05 und 05/06 in die<br />

Halbfinals und zeigte<br />

durchschnittlich gute<br />

Qualifikationsränge. Dennoch<br />

schied man nach diesen beiden<br />

Halbfinaljahren immer wieder im<br />

Viertelfinal aus. Bis man 2012/13<br />

den ersten NLB-Titel holen konnte.<br />

Aus dem mittelmässigen<br />

Langenthal wurde nach und nach<br />

ein Angstgegner. Dort hat man<br />

auch gleich den ersten Versuch<br />

lanciert, in die Nationalliga A<br />

aufzusteigen. Die Oberaargauer<br />

scheiterten jedoch am HC Ambrì-<br />

Piotta. In den Folgejahren war man<br />

oft nah dran, der nächste Titel<br />

gelang bereits in der Saison 16/17<br />

wieder, auch dort probierte man,<br />

gegen Ambrì-Piotta wieder eine<br />

Liga höherzukommen, wo man aber<br />

auch wieder an den Tessinern<br />

scheiterte.<br />

Hans-Rudolf Bärtschi<br />

Einer der Kultspieler von<br />

Langenthal war Hans-Rudolf<br />

Bärtschi. Er hatte seinen ersten<br />

Einsatz für Langenthal im Jahr 1982<br />

und spielte dort bis 1991/92, mit<br />

einer zweijährigen Unterbrechung<br />

beim SC Langnau. Auch ausserhalb<br />

des Clubs ist er aktiv – vor allem<br />

wegen seines Sohnes, Sven<br />

Bärtschi. Er wurde 2011 von den<br />

Calgary Flames gedraftet und spielt<br />

heute bei den Vancouver Canucks.<br />

Hans-Rudolf spielte hauptsächlich<br />

bei Langenthal in der ersten Liga.<br />

Profis gab es da noch keine, was<br />

dazu führte, dass er nebenbei noch<br />

70 Prozent arbeitete und für<br />

Trainingslager seine Ferien opferte.<br />

Heute hat er Legendenstatus bei<br />

Langenthal.


SC Langenthal<br />

SC LANGENTHAL TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Di 14.08.2018 19:45 Lakers SC Langenthal Rapperswil<br />

Do 16.08.2018 19:30 SC Langenthal EHC Kloten Langenthal<br />

Di 21.08.2018 19:30 SC Langenthal SCL Tigers Langenthal<br />

Fr. 24.08.2018 19:30 Verlierer 1 Bernercup Verlierer 2 Bernercup Langenthal<br />

Sa 25.08.2018 17:30 Sieger 1 Bernercup Sieger 2 Bernercup Langenthal<br />

Do 30.08.2018 19:30 SC Langenthal EHC Visp Langenthal<br />

Di <strong>04</strong>.09.2018 19:30 Lustenau Langenthal Lustenau / AUT<br />

Fr 07.09.2018 19:30 SC Langenthal Ravensburg Langenthal


EHC Olten<br />

Im Eishockey gibt es Spieler, die man niemals vergisst. Spieler, die einen<br />

auch als Fan oder als Journalist prägen. So eine Person war der leider viel zu<br />

früh an Krebs verstorbene Jim Koleff.<br />

Ich lernte Jim Koleff erst kennen,<br />

als er beim SC Bern als Assistenztrainer<br />

von Lance Nethery<br />

arbeitete. Das war in der Saison<br />

1992/93, dem ersten Jahr, als Bill<br />

Gilligan die U20-Junioren-Nationalmannschaft<br />

betreute. Koleff<br />

übernahm in der Saison das Team<br />

als Cheftrainer und löste Nethery<br />

nach einem missglückten Start in<br />

die Saison ab. Der SC Bern kam in<br />

die Viertelfinale und verlor sie.<br />

Koleff blieb in Bern und war im<br />

nächsten Jahr Assistent bei Hannu<br />

Jortikka. Der temperamentvolle<br />

Finne war jedoch auch nicht<br />

erfolgreich und musste nach der<br />

Saison ebenfalls gehen.<br />

Mit Zug ins Finale<br />

Koleff zog es danach zum EV Zug, er<br />

war dort drei Jahre als Trainer tätig.<br />

In diesen drei Jahren stiess der<br />

Kanadier mit dem EV Zug zwei Mal<br />

in das Finale vor, verlor diese Spiele<br />

jedoch. Koleff hatte Unterstützung<br />

von seinen Assistenten Bob Leslie<br />

und einem gewissen Sean Simpson.<br />

Den damaligen Präsidenten stellte<br />

Fredy Egli, der später Verbandspräsident<br />

werden sollte.<br />

Mit Lugano Meister<br />

Die Reise durch die Schweiz ging für<br />

Koleff weiter. Er zog zum HC<br />

Lugano und wurde mit den<br />

Tessinern als Sportchef und Headcoach<br />

Meister. Fast sieben Jahre<br />

blieb er im Tessin. Am 14.<br />

November 2002 musste er seinen<br />

Platz räumen und wurde durch<br />

Larry Huras ersetzt.<br />

Immer Optimist<br />

Trotz dieser Entlassungen blieb<br />

Koleff stets optimistisch. Das hatte<br />

auch mit seiner Krankheit zu tun.<br />

Der Krebs wurde 1992 entdeckt<br />

und behandelt. Die Chemotherapie<br />

schien zu wirken, ehe sich der<br />

Krebs doch wieder zurückmeldete.<br />

Als Koleff in Zug amtete, musste er<br />

im November das Coachen<br />

einstellen und übergab das Zepter<br />

an Sean Simpson. Von New York<br />

aus half er dem Team weiter und<br />

die Zuger erreichten die Play-Offs.<br />

Koleff kehrte genau zu diesem<br />

Zeitpunkt zurück, coachte die Zuger<br />

in das Finale. Einen Sieg konnte der<br />

EV Zug jedoch nicht erringen.


EHC Olten<br />

Jim Koleff beim Lausanne HC. (Bild: Lausanne HC)<br />

Im Umfeld von Koleff hoffte man,<br />

dass der Krebs nun besiegt war.<br />

Die Krankheit kehrte jedoch zurück<br />

und Koleff musste sich weiteren<br />

Behandlungen unterziehen.<br />

Dennoch blieb er immer<br />

optimistisch.<br />

Der Krebs besiegte ihn<br />

Am Deutschland-Cup 2006/07<br />

fragte ich ihn an, ob wir in<br />

Hannover Zeit hätten für ein<br />

längeres Gespräch. Er willigte ein.<br />

Als ich ihn auf seine Krankheit<br />

ansprach, sagte Koleff, dass er den<br />

Krebs wohl nie besiegen würde.<br />

Er lebe mit ihm und könne sich<br />

arrangieren.<br />

Zwei Jahre später besiegte der<br />

Krebs Jim Koleff. Der grosse<br />

Kämpfer verlor seinen letzten<br />

Kampf gegen den Krebs am 2.<br />

November 2008. Was bleibt, ist das<br />

Bild eines Trainers, Spielers und<br />

Sportchefs, der das Eishockey<br />

liebte, der alles gab für seinen<br />

Sport und nie aufgab.<br />

Charity-Spiel im Kleinholz<br />

Am Samstag, den 4. August, findet<br />

zu Ehren von Jim Koleff in Olten ein<br />

Benefizspiel statt. Der Erlös geht<br />

zugunsten der Stiftung Green Hope<br />

und des EHCO 2000. Der Besuch<br />

dieses Spiels ist für jeden echten<br />

Fan ein absolutes Muss.<br />

Jim – du bleibst unvergessen!


Koleff in seinem Element – Coaching (Bild: ZvG)<br />

EHC Olten


EHC Olten<br />

KOLEFF JIM<br />

Position<br />

R. Flügel<br />

Nationalität Kanada / Schweiz<br />

Geburtstag 14. Juli 1953<br />

Todestag 2. Nov. 2008<br />

STATISTIK BEI OLTEN ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1980/81 NLB EHC Olten Quali Keine Stats vorhanden<br />

1981/82 NLB EHC Olten Quali - 40 43 83 -<br />

1982/83 NLB EHC Olten Quali 38 42 45 87 -


EHC Olten<br />

EHC OLTEN TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Sa <strong>04</strong>.08.2018 18:30 Jim Koleff Carity A Jim Koleff Carity B Olten<br />

Fr 10.08.2018 19:00 EHC Olten Adler Mannheim Olten<br />

Sa 18.08.2018 20:15 EHC Basel KLH EHC Olten Basel<br />

Di 21.08.2018 19:45 EHC Olten ESV Kaufbeuren Olten<br />

Fr 24.08.2018 19:45 EHC Olten EC Bad Nauheim Olten<br />

Do 30.08.2018 19:30 EHC Olten Dornbirner Bulldogs EC Füssen /D<br />

So 02.09.2018 17:00 Innsbruck EHC Olten Füssen / D<br />

Sa 08.09.2018 17:00 Lausanne HC EHC Olten Lausanne<br />

So 09.09.2018 17:30 EHC Olten Bietigheim Steelers Olten


HC Thurgau<br />

Manchmal schreibt das Eishockey die spannendsten Geschichten des<br />

Lebens. So auch beim HC Thurgau.<br />

Felix Burgener ist ein Mann der Tat.<br />

Und der Worte. Er sagt den<br />

Menschen auf den Kopf zu, was er<br />

von ihnen hält. Die einen mögen<br />

das, die anderen nicht. Sicher ist<br />

aber, dass gerade Felix Burgener<br />

das Schweizer Eishockey prägte.<br />

Als Burgener den HC Thurgau<br />

verliess, konnte er stolz auf<br />

seine Arbeit sein.<br />

Die Ratten verlassen das<br />

sinkende Schiff – Burgener<br />

wird Präsident<br />

Alles begann 1999, als Burgener<br />

den HC Thurgau vor dem Konkurs<br />

rettete. Keiner, die dem HC<br />

Thurgau nahestanden, wollte in der<br />

Lage sein, den Klub retten zu<br />

können. Ein erstes Angebot lehnten<br />

die Verantwortlichen des HC<br />

Thurgau ab. Erst als es fünf vor<br />

zwölf war und Burgener ein zweites<br />

Mal ein Angebot machte, griffen sie<br />

zu.<br />

Burgener gab nie auf<br />

Burgener führte nun den Klub auf<br />

seine Weise. Unkonventionell,<br />

direkt, verletzend. Thurgau stieg<br />

ab, kämpfte immer wieder mit<br />

finanziellen Problemen. Burgener<br />

gab aber nicht auf, übernahm das<br />

Traineramt 2001 selbst. Im<br />

Kanton Thurgau spottete man<br />

über den ehemaligen<br />

Metallbauschlosser von der<br />

Zürcher Goldküste.<br />

Er lehrte sie aber, dass man auch<br />

im Alter noch lernen kann. Nach<br />

dem Abstieg in die erste Liga<br />

erreichte Burgener gleich wieder<br />

den Aufstieg zurück in die nächste<br />

Liga. Zwar dümpelte der Klub in<br />

der Folgesaison wiederum am<br />

Tabellenende herum, da jedoch<br />

kein Team aus der ersten Liga<br />

aufsteigen wollte, war das für<br />

Burgener und sein Team gut.


HC Thurgau<br />

Felix Burgener als Trainer beim HC Thurgau. (Bild: hockeyfans.ch)<br />

Hemdsärmelig, direkt<br />

und ehrlich<br />

Für das Schweizer Eishockey war<br />

Felix Burgener ein ungemütlicher,<br />

ehrlicher, hemdsärmeliger und<br />

doch liebenswerter Mensch. Ohne<br />

ihn würde es den HC Thurgau nicht<br />

mehr geben. Er strafte alle Nörgler<br />

und Besserwisser Lügen, dass einer<br />

wie er es nie schaffen könne, im<br />

Sport erfolgreich zu sein.<br />

Er zeigte es ihnen allen. Und<br />

veränderte damit die<br />

Eishockeyszene Schweiz.<br />

Wohlwends erste Stelle als<br />

Trainer war bei Felix Burgener<br />

Einer, der bei Felix Burgener war<br />

und auch als Trainer der Elite-<br />

Junioren amtete, war Christian<br />

Wohlwend. In derselben Saison war<br />

Wohlwend ebenfalls Teammanager<br />

beim Swiss-League-Klub. Heute<br />

betreut er erfolgreich die U20-<br />

Nationalmannschaft. Aber nur<br />

manch-mal. Auch Wohlwend ist<br />

offen, direkt und ehrlich. Wer diese<br />

Attribute nicht mag, der ist wohl zu<br />

weich für das Schweizer Eishockey.


HC Thurgau<br />

CHRISTIAN<br />

WOHLWEND<br />

Position<br />

Stürmer<br />

Nationalität Schweiz / Kanada<br />

Geburtstag <strong>04</strong>.Jan. 1977<br />

Heute U20 National - Trainer<br />

STATISTIK BEI THURGAU ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1997/98 NLB HC Thurgau Quali 40 7 9 16 58<br />

1997/98 NLB HC Thurgau Playoffs 7 0 3 3 2<br />

1998/99 NLB HC Thurgau Quali 40 6 11 17 52<br />

2001/02 NLB HC Thurgau Quali 14 6 6 12 22<br />

2003/<strong>04</strong> NLB HC Thurgau Quali 45 26 21 47 38<br />

2003/<strong>04</strong> NLB HC Thurgau Playoffs 6 2 2 4 25<br />

2005/06 1.Liga HC Thurgau Quali 22 7 17 24 59<br />

2005/06 1.Liga HC Thurgau Playoffs 15 5 2 7 34<br />

2006/07 NLB HC Thurgau Quali 9 1 0 1 36<br />

2007/08 NLB HC Thurgau Quali 9 4 1 5 34


HC Thurgau<br />

HC THURGAU TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 10.08.2018 20:00 HC Thurgau Lakers Weinfelden<br />

Di 14.08.2018 20:00 HC Ajoie HC Thurgau Porrentruy<br />

Sa 18.08.2018 19:00 HC Thurgau EHC Kloten Kreuzlingen<br />

So 19.8.2018 12:00 Verlierer 1 Bodenseecup Verlierer 2 Bodenseecup Kreuzlingen<br />

So 19.8.2018 15:30 Sieger 1 Bodenseecup Sieger 2 Bodenseecup Kreuzlingen<br />

Di 21.08.2018 19:30 EVZ Academy HC Thurgau Zug<br />

Fr 31.08.2018 20:00 HC Thurgau EHC Kloten Weinfelden<br />

Di <strong>04</strong>.09.2018 20:00 HC Thurgau HC La Chaux-de-Fonds Weinfelden


EHC Visp<br />

Der EHC Visp wird nach dieser Saison in einem neuen Stadion spielen.<br />

Der Weg dazu war lange und steinig. Dies zeigt ein Blick auf die<br />

Geschichte der Oberwalliser.<br />

1962 war der grösste Moment für<br />

den EHC Visp in seiner Teamkarriere.<br />

Man holte als Amateure<br />

den Schweizer Meistertitel der NLA<br />

und konnte somit die ganze<br />

Schweiz erstaunen. Die Titelseite<br />

vom Blick beschrieb damals «Bibi<br />

und seine Burschen haben es<br />

geschafft», damit war Bibi Torriani<br />

gemeint, der heutzutage eher mit<br />

dem HC Davos und dem Spengler<br />

Cup in Verbindung gebracht wird.<br />

Erster NLA Titel<br />

Gegen Davos konnte man damals<br />

das entscheidende Spiel gewinnen,<br />

welches über den Meistertitel<br />

entschied. Mit einem 0:3 Sieg hatte<br />

man eine Runde vor Meisterschaftsschluss<br />

den ersten und<br />

letzten NLA Titel geholt, dies als<br />

Dorfverein. Dabei zuzufügen ist,<br />

dass es erst die zweite Nationalliga<br />

A Saison der Walliser war. Mit<br />

einem grossen Empfang in der<br />

Innerstadt von Visp wurden die<br />

Helden gefeiert.<br />

Die «Nach NLA Zeit»<br />

Der Traum NLA Zugehörigkeit hörte<br />

mit dem Abstieg in der Saison<br />

1971/72 auf. Man musste nach<br />

kurzen aber effizienten neun NLA<br />

Saisons wieder zurück in die<br />

zweithöchste Spielklasse. Zwar<br />

konnte man jeweils noch in die<br />

Finalspiele der NLB, für einen<br />

Aufstieg reichte es jedoch<br />

nicht mehr.<br />

Der Abstieg in die 1. Liga<br />

Als 1985 sogar noch der Abstieg in<br />

die 1. Liga Realität wurde, war das<br />

Eishockey in Visp für eine längere<br />

Zeit verschwunden. Mit einer<br />

Amateurleistung, mit der man 1962<br />

noch den NLA Titel holte, reichte<br />

für eine erfolgreiche Spielzeit nicht<br />

mehr aus. Immer wieder kam man<br />

in das Finale und kämpfte für einen<br />

Aufstieg zurück in die NLB, jedoch<br />

gelang dies erst kurz vor der<br />

Jahrtausendwende wieder.


EHC Visp<br />

Pius Kuonen war auch im Verwaltungsrats von Swiss Ice Hockey. (Bild: RRO)<br />

Aufstieg in die NLB<br />

Nach der Saison 1998/99 konnte<br />

man endlich wieder schweizweit<br />

antreten. Auch dort zögerte wieder<br />

nicht lange, um vorne mitzuspielen.<br />

Schon 2003, drei Jahre nach dem<br />

Wiedereintritt kam der nächste<br />

grössere Titel nach langer Zeit auf<br />

die Visper zu. 1960 war der letzte<br />

NLB Titel den sie sich geholt hatten,<br />

mit welchem man auch gleich<br />

Aufstieg.<br />

Zwei Mal in Folge NLB Meister<br />

Nach einem guten Start in die NLB,<br />

indem man 2003, 2007 und im Jahr<br />

2010 jeweils den Vizetitel holte,<br />

konnte man 2011 und 2014 zwei<br />

Mal innert drei Jahren die Nationalliga<br />

B gewinnen. Mit einem neuen<br />

Logo startete man 2014/15 in die<br />

nächste NLB Saisons wo man<br />

jeweils immer im Viertelfinal<br />

ausschied.<br />

Neue Eishalle<br />

Die neue Eishalle wurde mit den<br />

NLB Titeln ebenfalls immer wieder<br />

zum Thema. In diesen Tagen ist die<br />

neue Eishalle Namens «Lonza»<br />

Arena im Bau.<br />

Die erste Eisbahn in der die Visper<br />

spielten war eine offene Eisbahn


EHC Visp<br />

KUONEN PIUS-<br />

DAVID<br />

Position<br />

R. Flügel<br />

Nationalität Schweiz<br />

Geburtstag 23. Sept. 1961<br />

Sohn<br />

Raphael<br />

Bruder<br />

Marc Ochsner<br />

STATISTIK BEI VISP ALS SPIELER:<br />

Saison Liga Club GP G A Pts PIM<br />

1980/81 NLB Visp Quali 36 17 13 30 -<br />

1981/82 NLB Visp Quali 38 19 26 45 -<br />

1983/84 NLB Visp Quali 27 16 13 29 4<br />

1984/85 NLB Visp Quali 40 17 14 31 32<br />

1987/88 1.Liga Visp Quali 20 21 11 32 -<br />

1987/88 1.Liga Visp Playoffs 10 5 4 9 -<br />

1988/89 1.Liga Visp Quali 22 20 7 27 -<br />

1993/94 1.Liga Visp Quali 32 20 17 37 -<br />

1993/94 1.Liga Visp Playoffs 4 0 2 2 -<br />

1994/95 1.Liga Visp Quali 32 25 13 38 -<br />

1995/96 1.Liga Visp Quali 22 7 10 17 -<br />

1995/96 1.Liga Visp Playoffs 7 4 4 8 -<br />

1998/99 3.Liga VispII Quali Keine Stats vorhanden


EHC Visp<br />

welche 1956 eröffnet wurde und<br />

viele Jahre später ein Dach über<br />

dem Kopf bekam. Die Spielzeit<br />

19/20 wird die erste Saison in der<br />

neuen Lonza Arena sein.<br />

Pius-David Kuonen und der<br />

EHC Visp<br />

Einer, der die turbulenten Jahre<br />

nach der NLA und auch den Abstieg<br />

in die 1. Liga mitgemacht hat, ist<br />

Pius-David Kuonen.<br />

Er spielte erstmals für den EHC Visp<br />

im Jahr 1980, nachdem er seinen<br />

ersten U20 Einsatz als Captain<br />

hatte. In den darauffolgenden<br />

Jahren spielte er ebenfalls für den<br />

HC Fribourg-Gottéron in der NLA<br />

und für den EHC Biel-Bienne, auch<br />

in der höchsten Spielklasse. Jedoch<br />

zog es ihn nach Zweiteinsätzen in<br />

Visp in der Saison 84/85 wieder<br />

zurück ins Wallis.<br />

wieder in der 1. Liga ge-landet ist,<br />

hat Kuonen den Sprung von der<br />

höchsten Schweizer Spiel-klasse<br />

direkt in die Amateurliga ge-macht<br />

und half dem EHC Visp aus.<br />

Auch den HC Sierre probierte er zu<br />

begleiten, diese waren zuerst in der<br />

NLB und danach ebenfalls in die 1.<br />

Liga abgerutscht. Dies innert drei<br />

Jahre.<br />

Den Abschluss als Spieler machte<br />

Kuonen 1998/99, bei der zweiten<br />

Mannschaft. Das machte es ihm<br />

möglich, als Staff für die erste<br />

Mannschaft zu arbeiten, nämlich<br />

als Trainer. Mit einer einjährigen<br />

Pause kam Kuonen in der NLB<br />

zurück, er arbeitete anschliessen<br />

für vier Saisons bei Visp als Trainer<br />

und legte den Grundstein für eine<br />

erfolgreiche NLB Equipe.<br />

Kuonen spielte in Visp und<br />

Sierre<br />

Zuerst beim EHC Visp, danach beim<br />

HC Sierre, die damals das Unterwallis<br />

in der NLA vertraten. Als Visp


EHC Visp<br />

EHC VISP TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Di 07.08.2018 19:45 EHC Visp EHC Freiburger Wölfe Visp<br />

Fr 10.08.2018 19:45 EHC Visp SC Bern Visp<br />

Di 14.08.2018 20:00 HC Sierre EHC Visp Sierre<br />

Di 21.08.2018 19:45 EHC Visp Ticino Rockets Visp<br />

Fr 24.08.2018 19:45 EHC Visp HC Fribourg-Gotteron Visp<br />

Do 30.08.2018 19:30 SC Langenthal EHC Visp Langenthal<br />

Mi 05.09.2018 19:30 EHC Freiburger Wölfe EHC Visp Freiburg / D<br />

Fr 07.09.2018 20:00 Fischtown Pinguins EHC Visp Bremerhafen /D<br />

Sa 08.09.2018 16:00 Verlierer 1 Energiecup Verlierer 2 Energiecup Bremerhafen /D<br />

Sa 08.09.2018 20:00 Sieger 1, Energiecup Sieger 2 Energiecup Bremerhafen /D


EHC Winterthur<br />

Es dauerte seine Zeit und viel Überzeugungsarbeit des EHC Winterthur, um den<br />

EHC Veltheim zur Fusion zu überzeugen.<br />

Die Anfänge vom EHC Winterthur<br />

beginnen bereits weit vor der<br />

eigentlichen Gründung des Clubs.<br />

Zumindest vor dem Gründungsjahr,<br />

das meistens mit der Fusion mit dem<br />

EHC Veltheim im Jahr 1963 in<br />

Verbindung gebracht wird.<br />

Die eigentliche Gründung vom<br />

EHC Winterthur kann bis ins Jahr<br />

1929 zurückverfolgt werden. Damals<br />

spielte man noch amateurhaft auf<br />

einem Weiher und hatte vorerst nur<br />

Freundschaftsspiele ausgetragen.<br />

Aus Gegner wird<br />

Fusionspartner<br />

In dieser Zeit war auch der<br />

EHC Veltheim ein Gegner der<br />

Winterthurer, sie hatten ihren Klub<br />

im Jahr 1933 gegründet und ihr<br />

erstes Spiel der Vereinsgeschichte –<br />

gegen Winterthur – auch gleich<br />

gewonnen.<br />

Der EHC Veltheim war in seinen<br />

früheren Jahren auch eher die<br />

erfolgreichere Mannschaft der<br />

Stadt. Regelmässig spielte man in<br />

der dritthöchsten Liga vorn an der<br />

Spitze. 1956 war man erstmals<br />

dran, auch in die NLB aufzusteigen.<br />

Das gelang jedoch nicht, man<br />

konnte sich im entscheidenden<br />

Spiel gegen den HC Genève-<br />

Servette nicht durchsetzen.<br />

Zwei Teams zerstritten<br />

Ein Jahr später wurde dann die<br />

erste Eishalle von Winterthur<br />

gebaut, das war die Zeit, in der sich<br />

der EHC Winterthur und der EHC<br />

Veltheim leicht zerstritten.<br />

Veltheim wurde weniger Eiszeit zur<br />

Verfügung gestellt und bekam die<br />

schlechteren Trainingszeiten<br />

zugeteilt.


EHC Winterthur<br />

Martin Wichser war beim EHC Winterthur unter anderem auch Captain (Bild: EHC Winterthur)<br />

Langsam wurde der Druck für eine<br />

Fusion seitens der Eisbahnbetreiber<br />

höher. Die Veltheimer waren lange<br />

dagegen, schliesslich hatten sie sich<br />

öfter besser platziert als der EHC<br />

Winterthur. Ein Versuch der Veltheimer,<br />

ein eigenes Stadion zu<br />

bauen, scheiterte an den Finanzen.<br />

1962 wurden dann erste<br />

Fusionspläne erstellt.<br />

Da Winterthur doch noch am<br />

grünen Tisch in der NLB bleiben<br />

durfte, verzögerte sich diese Fusion<br />

um ein Jahr. 1963 wurde die<br />

Vereinigung dann Realität und der<br />

Club Rot-Weiss Winterthur<br />

entstand.<br />

Anfänge Rot-Weiss Winterthur<br />

Als Rot-Weiss Winterthur war man<br />

ebenfalls eine erfolgreiche<br />

Mannschaft. 1969 scheiterte man<br />

knapp gegen den EHC St. Moritz am<br />

Aufstieg in die Nationalliga B, ein<br />

Jahr später gelang die erste<br />

Spielzeit in der NLB jedoch.<br />

Dass der Club aber nicht bereit war,<br />

zeigte sich an der Dauer des<br />

Aufenthalts; eine Saison später<br />

stieg man wieder ab. Etwas mehr<br />

als zehn Jahre später befand man<br />

sich in der zweiten Liga und war<br />

dabei, in die erste Liga<br />

aufzusteigen.


EHC Winterthur


EHC Winterthur<br />

Fester Bestanteil der 1. Liga<br />

Mit diesem Ziel fand auch gleich<br />

eine Namensänderung statt, man<br />

nannte sich ab diesem Zeitpunkt<br />

wieder EHC Winterthur. Mit diesem<br />

Namen wurde man ein fester<br />

Bestandteil der ersten Liga und<br />

blieb dort ununterbrochen<br />

28 Jahre.<br />

Anfangs hatte man noch öfter<br />

schlechtere Platzierungen,<br />

spätestens aber ab der Saison<br />

1996/97 wurde man zu einem<br />

Dominator der Liga. Ab dieser<br />

Saison kam man bis heute neun<br />

Mal ins Finale, erreichte stets die<br />

Play-offs und war meistens<br />

mindestens bis ins Halbfinale<br />

gekommen.<br />

Ausserdem hatte man drei Mal den<br />

1.-Liga-Amateurtitel gewonnen.<br />

Zusammen mit dem letzten Titel<br />

stieg man auch in die NLB auf –<br />

2014/15 – wo man bis heute<br />

geblieben ist.<br />

Die Gebrüder Wichser<br />

Sicherlich einer der bekanntesten<br />

Spieler vom EHC Winterthur ist<br />

Martin Wichser, Bruder des etwas<br />

bekannteren Adrian Wichser.<br />

Er gab sein Debüt für den EHC<br />

Winterthur im Jahr 2000, wo er als<br />

Elite-B-Junior bei einigen Spielen in<br />

der ersten Liga mitspielen durfte. In<br />

den Folgejahren war Wichser<br />

immer wieder an der Bande beider<br />

Mannschaften (Elite B und erste<br />

Liga) anzutreffen.<br />

Das Auf- und Ab des<br />

Martin Wichser<br />

Bis 2003/<strong>04</strong> ging das in dieser<br />

Konstellation weiter, bis er für die<br />

Saison <strong>04</strong>/05 bei den GCK Lions<br />

seine ersten Spiele in der Nationalliga<br />

B absolvieren durfte.<br />

Durch die Zusammenarbeit der<br />

beiden Vereine GCK Lions und ZSC<br />

Lions dauerte es nur bis zur<br />

nächsten Saison, bevor er in der<br />

höchsten Schweizer Liga<br />

schnuppern durfte. Zusammen mit<br />

seinem Bruder in der Mannschaft<br />

durfte er insgesamt acht Spiele auf<br />

Nationalliga-A-Niveau spielen und<br />

schoss dort zwei Tore.<br />

Nach weiteren Spielzeiten in der<br />

NLB bei den GCK Lions und nochmals<br />

2009 nach drei Einsätzen in<br />

der NLA kam er schliesslich für eine<br />

Saison zum HC Thurgau. Dort blieb<br />

er für eine Saison und pausierte<br />

aufgrund seiner Ausbildung<br />

anschliessend für eine Saison.<br />

Seinen Karriereabschluss machte er<br />

bei seinem Ausbildungsverein EHC<br />

Winterthur.


EHC Winterthur<br />

EHC WINTERTHUR - TESTSPIELE<br />

TAG DATUM ZEIT HEIMTEAM AUSWÄRTSTEAM ORT<br />

Fr 10.08.2018 19:00 EHC Winterthur EHC Kloten Winterthur<br />

Fr 17.08.2018 20:00 EHC Winterthur VEU Feldkirch Kreuzlingen<br />

Di 21.08.2018 20:15 EHC Winterthur EHC Bülach Winterthur<br />

Mi 29.08.2018 20:00 EHC Winterthur EVZ Academy Winterthur<br />

Fr 31.08.2018 19:30 VEU Feldkirch EHC Winterthur Feldkirch / D<br />

Mo 03.09.2018 19:30 EHC Bregenzerwald EHC Winterthur Dornbirn<br />

Fr 07.09.2018 19:30 Lustenau EHC Winterthur Lustenau


Reporter auf vier Pfoten<br />

Unser «Chef» Oschko ist manchmal ganz schön eitel.<br />

Besonders in dieser Nummer!<br />

Diese Woche geht es ja hier viel um<br />

die Helden aus früheren Zeiten.<br />

Hatten meine Besitzer auch so<br />

einen Hundeheld vor meiner Zeit?<br />

Kann ich mir eigentlich gar nicht<br />

vorstellen, dass da ein fremder<br />

Hund an der Seite meiner Besitzer<br />

gewesen sein soll.<br />

Und die Helden von früher, dachten<br />

auch sie, dass sie für den Club<br />

unersetzbar sind? Und trotzdem<br />

gibt es in jeder Zeit wohl wieder<br />

neue Helden im Team ...<br />

Und noch weniger kann ich mir<br />

vorstellen, dass sie von einem<br />

anderen Hund genauso geliebt<br />

wurden wie von mir. Schliesslich<br />

bin ich doch ihr bester, einziger,<br />

liebster und treuster Begleiter.<br />

Keiner könnte mich ersetzen und<br />

keiner könnte besser sein als ich!!!<br />

Denken Eishockeyspieler genauso<br />

über sich? Denkt ein<br />

Eishockeyspieler, der heute das<br />

Team prägt, auch, dass man ihn nie<br />

ersetzen könnte?


Reporter auf vier Pfoten<br />

In jeder Epoche gibt es neue<br />

Helden und an die von früher<br />

erinnert man sich gerne mal wieder<br />

zurück und erzählt den jungen Fans<br />

von den Helden von früher und<br />

diese nehmen das oft mit einem<br />

Lächeln zur Kenntnis und denken:<br />

Na, ob die damals wirklich so gut<br />

waren ...? Zum Glück haben wir die<br />

Helden von heute, wo alle viel<br />

besser sind.<br />

Zu mir:<br />

Name: Oschko<br />

Übername: Bubi<br />

Alter: 4 Jahre<br />

Rasse: Labrador Retriever<br />

Fan Mail an:Oschko@eishockeywelt.com<br />

Werdegang: Schon im zarten Alter<br />

wurde ich durch meine<br />

hockeybesessenen Besitzer auf diesen<br />

Sport aufmerksam gemacht, bei dem<br />

alle so einer schwarzen Scheibe<br />

nachrutschen. Ich habe mir meine eigene<br />

Meinung darüber gemacht ... Hier<br />

bringe ich mal zu Papier, was mir durch<br />

den Kopf geht, wenn ich diesem<br />

verrückten Spiel zuschaue.<br />

Beziehungsweise wenn ich die anderen<br />

anschaue, wenn die dem Spiel<br />

zuschauen.<br />

Eigentlich bin ich nämlich der Chef<br />

dieser Firma. Das muss einfach mal<br />

gesagt sein. Ich habe den coolsten Platz<br />

im Büro und den vollen Überblick. Und<br />

ich bin der, der alle und alles im Griff<br />

hat, sodass jeder nach meiner Pfeife<br />

tanzt.


Schlusswort<br />

von: uberger@eishockeywelt.com<br />

an: marketing@bls.ch<br />

Von einem Marketing-Coup und<br />

seinen Folgen<br />

Liebe BLS-Marketing-Abteilung<br />

Ich gratuliere euch von Herzen zu<br />

diesem einmaligen Marketing-Coup<br />

mit dem SCB-Zug. Ihr habt einen<br />

Coup gelandet, der euch viel<br />

Medienpräsenz sichert. Mit einer<br />

Aktion von «Fans» des EHC Biel.<br />

Doch habt ihr deren Hilfe wirklich<br />

gebraucht?<br />

Die Marke BLS und SC Bern sind in<br />

der Schweiz sehr bekannt und man<br />

weiss um die Reaktionen einiger<br />

Unbelehrbarer. Dass diese den neu<br />

gestalteten Zug nicht lange<br />

unbeschädigt lassen würden, war<br />

vorherzusehen. Auch dass früher<br />

oder später die ganze Komposition<br />

verunstaltet würde, war fast eine<br />

logische Folge davon. Immerhin<br />

fährt der Zug nicht nur auf dem<br />

freundlich gestimmten Fangebiet<br />

des SC Bern. Er wird auch auf den<br />

Linien nach Fribourg, Biel oder<br />

Langnau eingesetzt werden. Dass<br />

dabei einige «Fans» keinen Spass<br />

verstehen, war klar. Wie würden<br />

wohl die Fans des SC Bern<br />

reagieren, wenn auf einmal ein Zug<br />

mit dem Logo des Gegners auf<br />

ihrem Schienennetz zu sehen wäre?<br />

Nun stelle ich mir die Frage, was<br />

wohl geschieht, wenn ihr den<br />

nächsten Extrazug stellt, um die<br />

Fans von Biel, Fribourg oder<br />

Langnau nach Bern zu befördern,<br />

und dabei, rein zufällig, der Zug des<br />

SC Bern zum Einsatz käme. Würden<br />

sie sich schon vor dem Spiel über<br />

das Konterfei von Tristan Scherwey<br />

ärgern und es zerstören wollen?<br />

Mit eurem Marketing-Coup habt ihr<br />

eines bewiesen: Ihr provoziert die<br />

Provokation und beklagt euch dann<br />

über dieselbe. Natürlich völlig<br />

«unwissend». Und den Schaden,<br />

der die Wieder-Instandstellung des<br />

Zuges kostet, wälzt ihr dann auf<br />

den normalen Bahnfahrer ab, der<br />

nichts mit dem Eishockey am Hut<br />

hat. Das ist nicht gerade die feine<br />

Art.<br />

Vielleicht überlegt ihr euch noch<br />

einmal, ob dieser Marketingeffekt<br />

gut war oder nicht, und lasst den<br />

Zug wieder in seinen normalen<br />

Farben erscheinen – obwohl ich das<br />

schade finden würde.<br />

Mit einem harten Bodycheck in die<br />

Marketingabteilung,<br />

Urs Berger


Vorschau / Impressum<br />

Was bringt Nordamerika<br />

einem Schweizer?<br />

Nordamerika. Die NHL soll es sein.<br />

Wie haben sich Spieler entwickelt,<br />

welche in Nordamerika spielten?<br />

Kamen sie als besserer Mensch<br />

zurück oder blieben sie der gleiche<br />

Spieler? Wir haben die Spieler unter<br />

die Lupe genommen.<br />

Christoph Bertschy im grossen<br />

<strong>Eishockeywelt</strong> Interview<br />

Wird Christoph Bertschy seinen<br />

Traum weiterleben? Oder wird er<br />

das grosse Ziel der NHL aufgeben?<br />

Im Interview nimmt er dazu Stellung<br />

und beschreibt seine Zukunftspläne.<br />

Champions Hockey League und<br />

die Schweiz – Eine Hass Liebe<br />

ohne Happy End?<br />

Was bringt den Schweizer Klubs die<br />

Champions Hockey League? Alles<br />

nur Aufwand und kein Ertrag? Wir<br />

haben bei den beteiligten Klubs<br />

nachgefragt.<br />

Herausgeber<br />

zb-medien<br />

Barbara Zimmermann<br />

Rishaldenweg 12, 4852 Rothrist<br />

Tel. 076 761 80 55<br />

info@eishockeywelt.com<br />

Redaktion<br />

Urs Berger<br />

Barbara Zimmermann<br />

Casper Thiriet

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