Waldverband Aktuell - Ausgabe 2013-03

waldverbandsteiermark

Ausgabe 3/2013

waldverband-stmk.at

Waldverbandaktuell

Infomagazin für Mitglieder des Waldverbandes

Waldbauerntag 2013

Holzbringung am Tragseil

Zeitgemäße Erntetechnik


Geleitwort

Paul Lang

Obmann Waldverband

Steiermark

Liebe

Mitglieder!

Sie halten die neueste Ausgabe unserer Mitgliederzeitung in den

Händen. Der Schwerpunkt des Österreich-Teils sind diesmal aktuelle

Sachthemen. Alle jene, die unsere tolle Zeitung erstellen, sind

immer wieder bemüht, Ihnen interessante Information zukommen

zu lassen. Ich möchte mich auf diesem Wege herzlich bei

Ing. Michael Kern und seinem Team bedanken.

Einigen Unmut rief kürzlich die Inseratenkampagne der

Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie in Forstkreisen hervor.

Manche dieser Akteure können mit der Situation scheinbar nicht

umgehen, dass unser Holz gefragter denn je ist. Ich habe unsere

Position bei einem Gipfelgespräch mit LH Voves klar dargestellt und

darauf verwiesen, dass wir zur vorrangigen stofflichen Verwertung

stehen. Trotz zusätzlicher Abnehmer von Energieholz durch Heizwerke

und Biomassehöfe, haben wir als Waldverband Steiermark unser

Mengen zur Industrie in den letzten Jahren sogar erhöht! Wir brauchen

aber auch unsere regionalen Heizwerke und lassen uns nicht

über die Medien ausrichten, dass die Biomasseförderung gestoppt

werden muss!

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Was Arbeiter wirklich

Wie Sie dieser Ausgabe auch entnehmen können gab es mit

1. Juli einen Geschäftsführerwechsel beim Waldverband Steiermark

Dipl.- Ing. Stefan Zwettler übergibt an Dipl.-Ing. Bernd Poinsitt. Die

Anforderungen an die Forstwirtschaft und damit auch die Begehrlichkeiten

vieler, oft außenstehender Gruppen, nehmen zu und es

erfordert immer intensiveren Einsatz des Leiters der Forstabteilung

der Landwirtschaftskammer, um unsere Forstinteressen zu vertreten

und zu wahren. Andererseits erfordert die Führung des Waldverbandes

auch ein immer höheres Maß an Zeit. Fast sieben Jahre

führte Stefan Zwettler die Geschäfte unseres Verbandes in dieser

Doppelfunktion. Nun konzentriert er sich voll und ganz auf die Leitung

der größten Forstabteilung Österreichs und wird mit seinem

Können und seinen Stärken unsere Interessen wahren.

Lieber Stefan, ein herzliches Vergelt`s Gott für all die schöne Zeit

mit dir und für deinen Einsatz als Geschäftsführer des Waldverbandes.

Und unserem „Neuen“, dir lieber Bernd, wünschen wir viel

Kraft und Erfolg. Du hast deine Fähigkeiten auch schon als Geschäftsführer

unserer GmbH unter Beweis gestellt.

Offiziell bedanken werden wir uns bei Stefan Zwettler beim Waldbauerntag

am 24. Oktober in Leoben, zu dem ich euch jetzt schon

sehr herzlich einlade.

PEFC/06-39-04

Diese Zeitschrift wurde auf

PEFC-zertifiziertem Papier

gedruckt. PEFC steht für

die nachhaltige Nutzung

von Holz. Der Rohstoff für

dieses Papier stammt aus

nachweislich nachhaltiger

Waldwirtschaft.

Titelfoto: Ing. Christine Mooslechner

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Waldverband Steiermark, Hamerlinggasse 3,

8010 Graz, Tel. (+43) 0316/833530, office@waldverband-stmk.at, www.waldverband-stmk.

at; Redaktion: Dipl.- Ing. Bernd Poinsitt, Ing. Michael Kern; Fotos: Waldverband Steiermark,

Landwirtschaftskammer Steiermark; Layout: Ing. Michael Kern; Druck: Universitätsdruckerei

Klampfer; Papier: PEFC, My Nova matt 80g; Auflage: 13.200 Stück

Allfällige Adressänderungen geben Sie bitte beim jeweiligen Landeswaldverband (Kontakt siehe

Impressum) bekannt.

2

Waldverbandaktuell Juli 2013


Inhalt

motiviert

6

Waldbauerntag 2013

12 Holzbringung am Tragseil 18

Zukunft Biomassefacharbeiter

Waldverband Steiermark

4 Betriebsreportage

Willkommen am Hoferhof!

5 Geschäftsführerwechsel

6 Waldbauerntag 2013

7 Was Arbeiter wirklich motiviert

8 Holzmarktbericht Steiermark

28 Aktuelles aus Pichl

Fotowettbewerb

29 Kurzmeldungen

Thema

9 Vorgezogene Nutzung

Wald & Wirtschaft

10 Holzeinschlagsmeldung 2012

60 Prozent kommen aus dem Kleinwald

20 Zuwachseinbußen durch Vollbaumnutzung

30 Stora Enso

Wald & Pflege

12 Holzbringung am Tragseil

Wald & Technik

14 Zeitgemäße Erntetechnik im Bauernwald

Markt & Radar

16 Holzmarktbericht Österreich

Marktradar

Wald & Bildung

18 Zukunft Biomassefacharbeiter

Wald & Frau

22 Christine Meissnitzer

"Mein Herz hängt am Holz"

Wald & Recht

23 Ende der freien Begehbarkeit

Wald & Wild

24 Wildökologisches Forum Alpenraum

Das Land im Umbruch

26 Aus den Bundesländern

Waldverbandaktuell Juli 2013 3


Reportage Betrieb Andreas Pilz

Foto (3): Reiterer

Willkommen am Hoferhof!

Vom Betrieb aus überblickt man nicht nur Schladming, sondern sieht bis zum Dachstein hin. Weitblick,

nicht nur in geografischer Hinsicht, ist den Familienmitgliedern in die Wiege gelegt worden.

Ing. Elisabeth Reiterer

Der 30-jährige Betriebsleiter Ing. Andreas

Pilz zeigt vor wie ein Familienbetrieb

richtig gut laufen kann. Verschiedene

Betriebszweige und Zuständigkeitsbereiche

- so lautet das Geheimrezept.

Den Spuren seiner Ahnen bleibt er dabei

aber dennoch treu.

Erschwernis Schutzwaldbewirtschaftung

Einer davon ist die Bewirtschaftung

des Standortschutzwaldes, der sich

von 1400 m bis 1700 m Seehöhe bis in

die Kampfzone des Waldes erstreckt.

Schwieriges Gelände gilt es hier unter

Berücksichtung der Schutzwaldbestimmungen

zu bewirtschaften, der vor 25

Jahren gekauft wurde. Im damals unerschlossenen

Gelände wurde 1990 ein

Weg gebaut, um die Holzabfuhr zu erleichtern

und um das Gelände für die

Jagd sowie für das Weidevieh zugänglicher

zu gestalten. 2001 wurde auch die

"Obere Alm" durch einen Forstweg,

bzw. einen Almweg erschlossen.

Windwurf, Lawinen und Schneebruch

sind in diesem Almenkessel oft die Folgen

der rauen Wetterbedingungen. Aktuell

wurde aufgrund des vielen Regens,

ein Weg von einer Mure verschüttet. Pilz

versucht deshalb mit standortgerechter

Genetik dem entgegen zu wirken.

Um die Naturverjüngung zu fördern,

versucht Pilz vorwüchsige Jungpflanzen

von geeigneten Stellen (Böschungen

und dicht gedrängten Jungaufwüchsen)

zu entfernen und diese dann entsprechend

zu versetzen. So bleibt laut

Pilz das wertvolle genetische Erbmaterial

erhalten und bringt die beste Voraussetzung

zum Z-Baum mit. Nebenbei erhält

man einen optimalen Eindruck über

den Zustand seines Waldes und behält

mögliche Kalamitäten im Auge. Bei größerem

Bedarf kann er sich noch immer

der konventionellen Forstpflanzung bedienen.

Als Raumberg-Absolvent und

angehender Forstwirtschaftsmeister besitzt

er dafür genug fachliche Kenntnisse.

Sein 60-jähriger Vater, der im Betrieb

noch aktiv mitwirkt, bringt die nötige Erfahrung

ein.

Das oberste Prinzip, die Nachhaltigkeit

zu gewährleisten, wird durch eine Negativauslese

sowie einer strikten Wald-Weide

Trennung umgesetzt. Das PEFC-zertifizierte

Holz, hauptsächlich Fichte und

Lärche, vermarktet Pilz selbst über den

Waldverband. Ein Großteil wird für die

Hackschnitzelanlage und für die ständigen

Um- und Zubauten am Hof benötigt.

Trotz kombinierter Solaranlage fällt

pro Jahr am Betrieb ein Bedarf von 210

Schüttraummeter Hackschnitzeln an.

Erfolgsfaktor Urlaub am

Bauernhof

Durch den Zubau eines Wellnessbereichs,

der von den Wintergästen besonders

geschätzt wird und den vier Kachelöfen

hat sich der Energiebedarf am Betrieb

erheblich gesteigert. Mit Blick auf

die am Haus vorbeiführende Skipiste

können hier die Gäste entspannen.

Die 59-jährige Mutter kümmert sich

mit viel Herzblut um die Bewirtung

der Gäste. Urlaub am Bauernhof gab

es am Hoferhof schon seit dem Ende

des Zweiten Weltkriegs. Die Beliebtheit

nahm mit zunehmender Infrastruktur

4

Waldverbandaktuell Juli 2013


Waldverband Steiermark

Der Hof mit Ausblick auf den Dachstein.

Sanierung des Weges nach Abgang einer

Mure auf der Alm.

des Skigebiets von Rohrmoos zu. Heute

kann der Biobetrieb mit 35 Betten aufwarten

und wurde mit „vier Blumen“,

dem höchsten Bewertungsergebnis für

Urlaub am Bauernhof, ausgezeichnet.

Schmunzelnd präsentiert Pilz auch

die hauseigene Geiß Heidi die mit ihren

Tipps während der heurigen WM zum

tierischen Star wurde. Durch den Tourismus

lässt sich vieles am Hof finanzieren

wie z.B. die Maschinenausstattung.

„Ein Betriebszweig ergänzt den anderen,

dass ist mir wichtig“, betont er.

Kombination: Jagd, Skischule

und Waldverband

Die 13 Mutterkühe versorgt hauptsächlich

Pilz selbst aber auch der Vater

geht noch gerne in den Stall. Im Sommer

sind die Tiere auf der Alm. Zwei

Almhütten gibt es dort und die Familie

genießt es, wenn Zeit bleibt, ausgiebige

Wanderungen zu unternehmen.

Auch beim Jagen werden sie genutzt und

durch eine Nächtigung kann ein erneuter

anstrengender Aufstieg ins Gamsrevier

vermieden werden. Gerne macht er

Fakten & Details

Hoferhof

Betriebsleiter: Ing. Andreas Pilz

Wiesenweg 51

8971 Rohrmoos

www.hofer-hof.at

Betrieb:

11 ha Grünland

120 ha Alm davon 20 ha als

Almfutterfläche

100 ha Schutzwald und unproduktive

Fläche (z.B.: Felshänge)

Besonderheiten des

Betriebs:

Urlaub am Bauernhof

Schutzwaldbewirtschaftung

Almwirtschaft

Eigenjagd

sich auch selbst auf die Pirsch und genießt

die Ruhe in den Bergen.

Im Winter arbeitet Pilz als Skilehrer

bei der Skischule Hopl mit, die von

seinem 36-jährigen Bruder Herbert geführt

wird. Dadurch kann der sportliche

Junggeselle sein liebstes Hobby nebenberuflich

ausüben. Hauptberuflich

ist er seit 2006 als Waldhelfer für den

Waldverband Steiermark unterwegs und

kümmert sich um die Holzvermarktung

im oberen Ennstal. Ganz seinem Motto

nach: Holz, Holz, Holz.

Ein Blick in die Zukunft

„Die Bahnen wurden gelegt und ich

will in dieser Richtung weitermachen.

Man muss mit der Zeit gehen und das

Beste daraus machen. Es würde mich

freuen, wenn wir weiterhin viele Gäste

auf unserem Hof begrüßen dürfen. Mehrere

Standbeine zu haben ist wichtig,

damit man dementsprechend reagieren

kann, wenn etwas nicht klappt“, meint

Pilz. Natürlich hat er noch viele neue

Ideen aber darauf darf man noch gespannt

sein.

Dipl.-Ing. Bernd Poinsitt folgt Dipl.-Ing. Stefan

Zwettler als Geschäftsführer des Waldverband

Steiermark Verein nach.

Foto: E. Reiterer

Geschäftsführerwechsel

Mit 1. Juli 2013 hat DI Bernd Poinsitt,

Geschäftsführer der Waldverband Steiermark

GesmbH zusätzlich die Geschäftsführung

des Vereins Waldverband Steiermark

übernommen. Nach sieben jähriger

Tätigkeit hat DI Stefan Zwettler, Leiter der

Forstabteilung in der Landwirtschaftskammer

Steiermark, die Position abgegeben,

um sich verstärkt den zunehmenden

Aufgabe der Interessensvertretung zu

widmen.

Die wesentlichen Schwerpunkte, die von

Zwettler ausgingen, waren die Intensivierung

der Öffentlichkeitsarbeit für den

Waldverband, die Umsetzung der Österreich

weiten Mitgliederzeitung „Waldverband

aktuell“, die erfolgreiche Initiation

und Umsetzung der „Operation Paula“,

zur Bewältigung der Windwurfkatastrophe

2008, die weit über die Landesgrenzen

hinaus für großes Interesse und Aufmerksamkeit

gesorgt hat, die Initiation internationaler

Projekte für den Waldverband

und die Ausrichtung und Abhaltung der

Steirischen Waldbauerntage.

Dipl.-Ing. Bernd Poinsitt bedankt

sich bei Dipl.-Ing. Stefan Zwettler für den

nahtlosen Übergang und die weiterhin

gute Zusammenarbeit. Als zentrale Aufgabe

versteht Poinsitt das "Wir" - Wir sind

Waldverband unter den teils schwierigen

Umfeldbedingungen erfolgreich weiterzutragen

und mit vollem Einsatz des gesamten

Teams auf solide Beine zu stellen. Der

Waldverband Steiermark Verein, aufbauend

auf die regionale Vereinsstruktur, soll

die Identität eines jeden einzelnen Mitglieds

bestmöglich repräsentieren.

Waldverbandaktuell Juli 2013 5


Waldbauerntag 2013 Wald findet Stadt(t)

Programm

Der Schwammerlturm - das Wahrzeichen der Stadt Leoben.

Foto: J. Carstanjen

Waldbauerntag 2013 -

Wald findet Stadt(t)

ab 8 Uhr - Frühstück durch die

Bäuerinnen des Waldverbands Leoben

8.15 Uhr - Heilige Messe in der Stadtpfarrkirche

von Leoben

9.15 Uhr - Empfang durch den Bürgermeister

der Stadt Leoben, Dr. Matthias

Konrad

10 Uhr - Eröffnung und Begrüßung

durch Paul Lang, Obmann Waldverband

Steiermark

- Verleihung „Steirischer Waldwirtschaftspreis“

- Präsentation 20 Jahre Waldverband

Leoben

11 Uhr Festreferat Wald / Stadt Dialog

Mittagessen

13.45 Uhr - Vollversammlung Waldverband

Steiermark

14.15 - Nachmittagsprogramm

- Modenschau

- Prämierung „Stärkste Bäume unserer

Mitglieder“

- "Waldfest light“ am Leobner

Hauptplatz

- Forstarbeiter Schauwettkampf

- Motorsägen Schnitzer

20 Jahre Waldverband Leoben nehmen wir zum Anlass um den diesjährigen Steirischen Waldbauerntag

am 24. Oktober im Congress in der Stadt Leoben zu feiern. Diese Erfolgsgeschichte

und der Wald-Stadt Dialog sind die Eckpfeiler unserer diesjährigen Vollversammlung.

Einerseits zieht es die Menschen in

die Stadt um zu arbeiten und um zu leben

und andererseits strömen die Menschen

in ihrer Freizeit zwecks Bewegung,

Erholung und Wohlbefinden auf

das Land. Dass es dadurch auf Grund

unterschiedlicher Ansichten zwischen

Waldeigentümer/innen und den Erholungssuchenden

immer wieder zu Unstimmigkeiten

kommen kann liegt auf

der Hand. Einerseits soll der Grundbesitz

geschützt werden, andererseits ist es

aber auch verständlich, dass das Erholung

suchen in der Natur für die Menschen

aus der Stadt ein Grundbedürfnis

geworden ist. Wir können uns daher

nicht nur abschotten und Grenzen

aufbauen.

Unser Ziel muss ein Miteinander mit

gegenseitigem Respekt und Verständnis

für die jeweilige Sichtweise sein. Das

heißt aber auch, dass wir gefordert sind,

die Stadtbevölkerung über unsere Anliegen

und Ansichten zu informieren.

20 Jahre Waldverband Leoben

Schon am Vormittag erläutern unsere

Referenten im Festreferat „Wald-Stadt Dialog“

die unterschiedlichen Standpunkte

von Städtern und Waldbäuerinnen und

Waldbauern. Aber auch die großartige

Erfolgsgeschichte „20 Jahre Waldverband

Leoben“ und die Verleihung des Steirischen

Waldwirtschaftspreises stehen

beim Waldbauerntag im Mittelpunkt. Am

Nachmittag gibt es die Möglichkeit, am

Hauptplatz von Leoben mit den Ausstellern

von Forstmaschinen zu diskutieren,

Forstarbeiter beim Wettkampf zwischen

der Landjugend Leoben und Bruck an

der Mur anzufeuern und vor allem mit

der Stadtbevölkerung zu reden. Frei nach

dem Motto „Durch´s Reden kommen

d´Leut zam.“ Die Teilnahme an der Vollversammlung

des Waldverbands Steiermark

ist das Recht jedes Mitglieds. Besuchen

Sie daher den Steirischen Waldbauerntag

am 24. Oktober 2013 im Congress

Leoben und nutzen Sie die Gelegenheit

zum Erfahrungsaustausch mit Waldbesitzern

aus der gesamten Steiermark.

Forstfrauenkongress

Vom 22. bis 25. Okt. 2013 findet parallel

zum Waldbauerntag in Leoben der

von den Forstfrauen initiierte internationale

Forstfrauenkongress unter dem

Motto zehn Jahre Forstfrauen statt.

"Frauen, Wald und Holz - eine nachhaltige

Beziehung" treffen sich Forstfrauen

aus verschiedenen Ländern Europas

zum Erfahrungsaustausch. Die Forstfrauen

werden auch Gäste unseres Waldbauerntages

sein.

6

Waldverbandaktuell Juli 2013


Waldverband Steiermark

Was Arbeiter

wirklich motiviert

Bernd Karner, Schlüsselkraft am sozialen

Biomassehof Raabtal.

Auch Hochbeete werden am Biomassehof

hergestellt. Foto (3): B. Bergmann

Seit über einem Jahr werden arbeitsmarktferne Personen am sozialen Biomassehof Raabtal ausgebildet und

beschäftigt. Bernd Karner, Schlüsselkraft am sozialen Biomassehof Raabtal, zieht im Gespräch mit Mag. Armin

Bostjančič eine erfolgreiche Zwischenbilanz über das Projekt SOBIO.

Herr Karner, Sie sind die Schlüsselkraft

am sozialen Biomassehof

Raabtal - was macht diesen Biomassehof

sozial und wie sieht ihre

Zwischenbilanz aus?

Karner Bei uns bekommen arbeitsmarktferne

Personen eine neue Chance

wieder den Weg in ein Beschäftigungsverhältnis

zu finden. Die Arbeiter werden

professionell eingeschult und von

uns weiter betreut. Seit März 2012 haben

wir zwölf arbeitsmarktferne Personen

ausgebildet und beschäftigt. Die Kurse

werden von der FAST Pichl durchgeführt,

dabei lernen unsere Beschäftigten

den sicheren Umgang mit der Motorsäge

und dem Freischneider, Aufforstung und

Kulturpflege. Die Arbeiter sind motiviert

und sehr zufrieden und was mich besonders

freut: Es gab bisher keinen einzigen

Arbeitsunfall.

Macht die Kooperation von Waldverband,

LEO und Biomassehof Sinn?

Karner Es machte absolut Sinn,

dass man mit dem Waldverband und

LEO so ein Projekt geschaffen hat. Gut

wäre, wenn es nach der Projektlaufzeit

auch noch eine weitere Unterstützung

geben würde. Wir geben arbeitsmarktfernen

Personen die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln

um für den ersten Arbeitsmarkt

gut vorbereitet zu sein.

Welche Produkte stellen Sie bei

SOBIO her? Bieten Sie auch Dienstleistungen

an?

Karner Am sozialen Biomassehof

wird hauptsächlich Scheitholz produziert.

Daneben produzieren wir auch

Hochbeete aus Lärchenholz. Aber auch

Dienstleistungen, wie das Pflanzen und

Pflegen von Bäumen, Wälder durchforsten

und umzäunen, Grünland pflegen sowie

Brennholz produzieren und vieles

mehr wird angeboten.

Was haben Sie noch bis zum Projektende

vor und wie geht es nach

SOBIO weiter?

Karner Wir haben bereits viele Vorbestellungen

für Scheitholz sowie Arbeitsaufträge

von der Diözese Graz-

Seckau für Mäharbeiten in Aufforstungsflächen

und von der Firma KWB für

Pflegearbeiten im Energieschaugarten.

Am Biomassehof Raabtal wird es in einer

kleineren Größenordnung auf jeden

Fall weiterlaufen. Das Arbeiten mit den

arbeitsmarktfernen Personen macht sehr

viel Spaß und auch Sinn.

Vielen Dank für das Gespräch!

Waldverbandaktuell Juli 2013 7


Waldverband Steiermark Holzmarktbericht

Notwendige Pflegeeingriffe sollten jetzt durchgeführt werden.

Foto: WV Steiermark

Empfehlung

• Rasche Aufarbeitung der letzten

Schneebruch- und Windwurfhölzer

• Bestände auf Schäden kontrollieren

• Anfallende Käferbäume sofort entfernen

(Abfuhr aus dem Wald)

• Notwendige Pflegeeingriffe auch jetzt

durchführen (Auslastung der Ernteund

Frachtkapazitäten)

• Auf die vertragliche Absicherung des

Holzgeschäftes achten

• Auf Zahlungssicherheit der Abnehmer

achten

Holzmarkt im

Aufschwung

Mit der Wiederbefahrbarkeit der Straßen und Wege startet die Holzernte durch. Die

Preise sind nach wie vor auf gutem Niveau. Die Industrie ist weiterhin aufnahmefähig.

Es ist eine gute Zeit um Holz zu vermarkten.

Kontakt

DI Klaus Friedl

Forstabteilung der LK Steiermark

klaus.friedl@lk-stmk.at

Dipl.-Ing. Klaus Friedl

Der österreichische Rundholzimport

ist von Jänner bis April um rund 13 Prozent

gestiegen. Tschechien, Deutschland

und die Slowakei waren in diesem Zeitraum

die wichtigsten Akteure bei der

Einfuhr von rund 1,5 Millionen Festmeter

Nadelrundholz.

Einschlag und Nachfrage

Durch den Rückgang der Niederschläge

war es gegen Mitte des zweiten Quartals

auch in den steirischen Wäldern wieder

möglich Rundholz ungehindert zu

produzieren. Österreichweit wird der

verminderte Einschlag im Vergleich zum

ersten Quartal des Vorjahres auf minus

vier Prozent geschätzt (lokal bis zu minus

25 Prozent).

Durch die sprunghafte Mengensteigerung

kam es vor allem im Mai und Juni

zu Anlieferungsspitzen bei den Abnehmerwerken.

In Verbindung mit den

„kurzen“, feiertagsbedingten Arbeitswochen

überstiegen die Liefermengen

kurzfristig die Übernahmekapazitäten.

Die daraus resultierenden Mengenkontingente

und Zulieferstopps haben sich

in der Zwischenzeit wieder eingespielt.

Die Mindermengen aus dem ersten

Quartal konnten durch die verstärkten

Ernteaktivitäten teilweise ausgeglichen

werden. Hauptaugenmerk wird derzeit

auf die Aufarbeitung von Schneebruch

und Windwurfschäden aus dem Winter

gelegt.

Obwohl die Schnittholzproduktion im

zweiten Quartal deutlich angezogen hat,

rechnet die österreichische Sägeindustrie

im Vergleich zum Vorjahr mit einem

Rückgang des Einschnitt-Volumens von

rund zwei Prozent. Aufgrund der wirtschaftlichen

Unsicherheiten auf Österreichs

wichtigstem Schnittholzmarkt Italien,

ist es für die exportorientierte Holzindustrie

zum einen schwierig die Holzmengen

unterzubringen, und zum anderen

beinahe unmöglich, erforderliche

Preissteigerungen für ihr Produkt zu erreichen.

Als wichtige Exportmärkte stellen

sich die Länder der Levante, sowie

Ostasien, wo beispielsweise in Japan im

April ein regelrechter Bau-Boom zu verzeichnen

war, unter Beweis.

Nach einer Anhebung der Preise für

die Industrieholzsortimente um ein bis

zwei Euro im zweiten Quartal, scheint

sich das Niveau weiter gefestigt zu haben.

Einzelne marginale Steigerungen

zeigten sich lokal durch Zahlungen von

geringen Lieferprämien. In naher Zukunft

dürfe mit nennenswerten Preissteigerungen

nicht zu rechnen sein.

In den letzten Wochen gipfelte der

Hunger nach Industrieholz in einer

sehr einseitig dargestellten Inseratenkampagne

der heimischen Papier- und

Zellstoffindustrie.

Das forstliche Anliegen muss es jedoch

sein, auch diesen – seit jeher Rohstoffimport-

orientierten Industriezweig

– mit heimischem Holz zu versorgen.

Die Landwirtschaftskammer sieht es als

ihre Aufgabe, die Waldbesitzer bei ihrer

Entscheidungsfindung zur Waldbewirtschaftung

und dabei auch bei der

Holzvermarktung zu unterstützen. Die

Grundsätze der freien Marktwirtschaft

müssen jedoch aufrechterhalten werden.

8

Waldverbandaktuell Juli 2013


RUDOLF ROSENSTATTER

Obmann Waldverband Österreich

Eine frühe Nutzungsplanung bietet viele Vorteile.

Dipl.-Ing. Franz Lanschützer

Vor allem im Kleinprivatwald zeigt sich,

dass alljährlich die Holzernte ab Allerheiligen

verstärkt beginnt, im Winter ihren

Höhepunkt erreicht und mit der ersten

Tauperiode im Frühjahr abrupt ihr Ende

erreicht. Dieses sehr knappe Zeitfenster

überfordert oftmals die Erntetechnik, die

Transportkapazitäten und die Aufnahmefähigkeit

der Abnehmer. Wenn schließlich

noch wie im vergangenen Winter bis

in den Jänner hinein die Kälteperioden

fehlen, verbleibt nur mehr eine sehr kurze

Zeit, um Holz aus dem Wald zu bringen.

Daher wird Waldbesitzern angeraten,

frühzeitiger und längerfristiger zu

planen und dabei eine Vorverlegung des

Nutzungszeitpunktes in den Spätsommer

bzw. Frühherbst anzudenken.

Nutzungen jetzt planen

Untersuchungen zeigen, dass bei sorgsamer

Vorbereitung der Arbeiten und

bei professionellem Einsatz von dafür

geeigneten Erntemethoden keine Erhöhung

der Ernteschäden zu erwarten ist.

Insofern können ab der zweiten Augusthälfte

durchaus Endnutzungen und

Durchforstungen vorgenommen werden,

es sei denn, es handelt sich um

die Nutzung von sägefähigem Laubholz

oder Kiefern. Rücksicht zu nehmen ist

Foto: FD Franz Grill

Vorgezogene Nutzung:

Vorteile überwiegen

natürlich auch auf die standörtlichen Bedingungen,

indem Flächen die von vornherein

einen Bodenfrost benötigen, für

eine Sommerschlägerung ausscheiden.

Die Vorteile von einem vorgezogenen

Nutzungszeitpunkt liegen klar auf der

Hand:

1. Es sind ausreichend Erntekapazitäten

vorhanden und die Unternehmer

schätzen die in dieser Zeit günstigen

Witterungsverhältnisse.

2. Der Abtransport des Holzes kann

zügig von statten gehen, weil die Kapazitäten

vorhanden sind und auch nach

Regenfällen ein rasches Abtrocknen der

Forststraßen eine rasche Abfuhr erlaubt.

Auch Schneeräumungskosten fallen in

dieser Zeit nicht an.

3. Die Verarbeitungsbetriebe sind aufnahmefähig

und schätzen einen frühzeitigen

Beginn der Holzernte für eine kontinuierliche

Versorgung.

In den letzten Jahren hat sich gezeigt,

dass am Jahresende Warmwetterperioden

mit Nassschneefällen und Regen die

Holzernte erschweren und aus höheren

Lagen den Abtransport des Holzes völlig

zum Erliegen bringen.

Waldbesitzer, die für den kommenden

Winter Maßnahmen planen, sollten sich

daher jetzt schon mit Ihrem Waldhelfer

in Verbindung setzen, um die Vorteile eines

vorgezogenen Nutzungszeitpunktes

für sich zu realisieren.

Liebe

Waldbesitzerinnen

und Waldbesitzer

Die Familienforstwirtschaft in Österreich verdient

sich Wertschätzung für ihren verantwortungsbewussten

Umgang mit den heimischen Wäldern. Denn

auch im Wald gibt es Herausforderungen, die zu

bewältigen sind. Der Klimawandel und seine Folgen

haben Auswirkungen auf den Wald, die nur durch

eine gezielte Waldbewirtschaftung bewältigt werden

können.

Deshalb lehne ich die von der Europäischen Kommission

angedachten neuen Nachhaltigkeitskriterien

für Biomasse oder die Forderung nach großflächigen

Außer-Nutzung-Stellungen im Wald strikt ab. Damit

werden nicht nur Arbeitsplätze im ländlichen Raum

und die sehr erfolgreiche Wertschöpfungskette Holz

in Österreich, sondern auch die Chancen unserer

Kinder und Enkel gefährdet.

Wir nehmen unsere Aufgaben ernst. Die Holzeinschlagsmeldung

2012 belegt dies deutlich. Mit

10,81 Mio. Erntefestmeter bereitgestelltem Holz sind

die heimischen Kleinwaldbesitzer die größten Rohstofflieferanten

des Landes. Der organisierte Kleinwald

hat mit einer gemeinschaftlichen Vermarktungsmenge

von rund 2,46 Mio. fm oder knapp 23

Prozent zu diesem guten Ergebnis beigetragen. Die

gestiegene Vornutzung zeugt zudem von einer aktiven

Waldbewirtschaftung.

Ich danke allen Mitgliedern und Mitarbeitern für

Euren unermüdlichen Einsatz für den bewirtschafteten

Wald und wünsche viel Freude beim Lesen und

weiterhin viel Erfolg bei der Waldarbeit.

Beste Grüße

Waldverbandaktuell Juli 2013 9


Wald & Wirtschaft Holzeinschlagsmeldung 2012

Foto: Wöhrle

60 Prozent

kommen aus dem Kleinwald

Im vergangenen Jahr haben die heimischen Waldbesitzer laut Holzeinschlagsmeldung rund 18,02 Millionen Erntefestmeter

ohne Rinde (Efm o.R.) geerntet. Gegenüber 2011 entspricht dies einem leichten Rückgang um 3,61 Prozent. Erfreulich ist der

gestiegene Anteil der Vornutzung, was eine verstärkte Pflege der Wälder beweist.

Ing. Martin Wöhrle BA

Mit rund 10,81 Mio. Efm oder einem

Anteil von 60 Prozent am Gesamteinschlag

ist der heimische Kleinwald unter

200 Hektar der größte Holzlieferant

Österreichs. Im Großwald (über 200 ha)

wurden 5,56 Mio. Efm (31 Prozent) und

bei der ÖBf AG 1,65 Mio. Efm (9 Prozent)

geerntet. Der Gesamteinschlag verteilt

sich zu 53,6 Prozent auf Sägerundholz,

das Sortiment mit der höchsten

Wertschöpfung und zu 17,6 Prozent auf

Industrierundholz. Der Anteil an Energieholz

wurde weiter ausgebaut und liegt

bei 28,8 Prozent.

Verstärkte Nutzung im Laubholz

Der leichte Rückgang des Gesamteinschlages

findet sich ausschließlich im Nadelholz

(minus fünf Prozent), während

im Laubholz um vier Prozent mehr genutzt

wurde. Beim Nadelsägerundholz

zeigt sich eine deutliche Verschiebung zu

schwächeren Sortimenten. Während die

Nutzung von Stämmen über 20 cm um

9,5 Prozent zurückgegangen ist, wurde

die Nutzung von schwachem Nadelsägeholz

unter 20 cm um 10,3 Prozent gesteigert.

Auch beim Industrierundholz lässt

sich eine Verschiebung zu Gunsten des

Laubholzes erkennen. Ist das Nadelholz

mit 2,58 Mio. Efm in diesem Sortiment

zwar deutlich vorherrschend, nahm das

Industrielaubholz um knapp 14 Prozent

zu. Dieser Trend ist auch beim Energieholz

festzustellen.

Vornutzungsanteil gestiegen

Der Anteil an Durchforstungsholz hat

weiter zugenommen und liegt mit rund

einem Drittel des Gesamteinschlages

(5,98 Mio. Efm) auf historisch hohem

Niveau. Dabei liegt der Vornutzungsanteil

im Laubholz mit knapp 6 Prozent

zwar deutlich unter dem von Nadelholz

mit rund 27 Prozent, die wesentliche

Steigerung der Vornutzung wurde

jedoch im Laubholz mit einem Plus

von über 5 Prozent erzielt. Ermöglicht

wird dies durch das gestiegene Preisniveau

bei Energie- und Industrierundholz.

Ebenso fällt der erneut gesunkene

Schadholzanteil durch Sturm oder Borkenkäfer

positiv auf. Mit 3,27 Mio. Efm

liegt dieser nur mehr bei rund der Hälfte

des langjährigen Durchschnittes.

Organisierter Kleinwald

Mit rund 2,46 Mio. Efm haben die

rund 62.000 in Waldwirtschaftsgemeinschaften

und Waldverbänden organisierten

Waldbesitzer knapp 23 Prozent zum

10

Waldverbandaktuell Juli 2013


in 1.000 EFM Gesamteinschlag Schadholzanteil

14.000

12.000

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

0

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

in 1.000 EFM

Gesamteinschlag

Schadholzanteil

8.000

7.000

6.000

5.000

4.000

3.000

2.000

1.000

0

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

in 1.000 EFM

Gesamteinschlag

Schadholzanteil

3.000

2.500

2.000

1.500

1.000

500

0

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

Holzeinschlag Kleinwald

(unter 200 ha) 2000-2012

Entwicklung des Holzeinschlages und

Schadholzanteils im Kleinwald unter 200

Hektar. Mit 10,81 Mio. Efm (2012) ist der

heimische Kleinwald der größte Holzlieferant

Österreichs.

Holzeinschlag Großwald

(über 200 ha) 2000-2012

Entwicklung des Holzeinschlages und

Schadholzanteils im Großwald über 200

Hektar. 2012 wurden mit 5,56 Mio. Efm

um 2,9 % weniger Holz geerntet als

2011.

Holzeinschlag ÖBf AG

2000-2012

Entwicklung des Holzeinschlages und

Schadholzanteils der ÖBf AG. Diese erntete

mit 1,65 Mio. Efm annähernd gleich

viel Holz wie 2011.

Fakten & Details

Gesamteinschlag:

18,02 Mio. Efm (-3,61%)

• Nadelholz: 14,93 Mio. Efm (-5,05%)

• Laubholz: 3,09 Mio. Efm (+4,03%)

Stoffliche Nutzung:

12,83 Mio. Efm (-5,86%)

• Sägerundholz: 9,65 Mio. Efm

(-7,05%)

- Über 20 cm: 8,25 Mio. Efm (-9,44%)

- Unter 20 cm: 1,41 Mio. Efm (+9,95%)

• Industrierundholz: 3,18 Mio. Efm

(-2,07%)

- Nadelholz: 2,58 Mio. Efm (-5,17%)

- Laubholz: 599.385 Efm (+13,93%)

Energetische Nutzung:

5,19 Mio. Efm (+2,45%)

Vornutzung:

5,98 Mio. Efm (+3,2%)

Schadholz:

3,27 Mio. Efm (-6,4%)

in 1.000 EFM

25.000

20.000

15.000

10.000

Gesamteinschlag dieser Besitzkategorie

beigetragen. Den Hauptanteil nimmt das

Sägerundholz mit 1,78 Mio. Efm ein, gefolgt

von Industrieholz mit 400.000 fm

und Energieholz mit 274.000 fm.

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie

auf der Internetseite des Lebensministeriums

unter www.lebensministerium.at/

forst.

5.000

0

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

Sägerundholz Industrierundholz Energieholz Vornutzung

Gesamteinschlag von 2000 bis 2012 nach Sortimenten

Der Anteil an Durchforstungsholz hat weiter zugenommen, und liegt mit 5,98 Mio. Efm oder 33 % am

Gesamteinschlag auf historisch hohem Niveau.

Waldverbandaktuell Juli 2013 11


Wald & Pflege Holzbringung am Tragseil

Foto (4): Loschek

Holzbringung am Tragseil -

Österreich führend

Die moderne Seilbringung und ein gut ausgebautes Forststraßennetz leisten einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung

von nicht befahrbaren Waldstandorten. Dies sichert Einkommen für die Waldbesitzer und stellt zusätzliche Mengen

des wertvollen Rohstoffs Holz für die gesamte Wertschöpfungskette Holz mit rund 300.000 Beschäftigten zur Verfügung.

FV Ing. Johannes Loschek

Österreich ist ein klassisches Land der

Seilbringung im Wald. Nur 38 Prozent

der Gesamtwaldfläche liegen im befahrbaren

Bereich, weitere 37 Prozent der

Waldflächen sind wegen der Geländeneigung

nur eingeschränkt befahrbar. Rund

ein Viertel der heimischen Waldfläche ist

mehr als 60 Prozent geneigt und damit

für den Einsatz von Rad- oder Kettenfahrzeugen

nicht geeignet. Die Kombination

von moderner Seilbringung und gut

ausgebautem Forststraßennetz ist die Basis

waldpfleglicher und rationeller Holzbringung

im Gebirgswald.

Technologieführer

Mit der einsetzenden Mechanisierung,

wurden die Steillagen mittels Forststraßen

erschlossen. Zusätzliche Waldstandorte

konnten so der nachhaltigen

Waldbewirtschaftung zugeführt und die

Bringungsdistanzen wesentlich verkürzt

werden. Ebenso wurde die Weiterentwicklung

der im Jahr 1962 Einzug gehaltenen

Kippmasttechnik bei der Holzbringung

vorangetrieben. Österreichische

Hersteller sind hier weltweit Technologieführer.

Das Know-How der Anwender,

sowohl bei gewerblichen Unternehmen,

als auch bei Waldbesitzern und deren

Personal konnte verbessert und den

neuesten Techniken angepasst werden.

Mechanisierungsstufen

Heute stehen für die unterschiedlichsten

Bringungsaufgaben und Einsatzgebiete

geeignete Geräte sowie Gerätekombinationen

zur Verfügung. Diese reichen

von Traktorgeräten für den einfachen

Bergauftransport im Schwerkraftsystem

– speziell für den Kleinwald – bis zu Geräten

für den Bergabtransport über lange

Distanzen mit talseitigem Aufstellungsort.

Geräte für den Transport des Holzes

im Baumverfahren mit anschließender

Aufarbeitung durch Prozessoren – aufgebaut

auf LKW oder getrennte Systeme

auf Anhänger mit Baggerprozessor – stellen

dabei die höchste Mechanisierungsstufe

für die Bewirtschaftung des nicht

befahrbaren Geländes dar.

Der technische Fortschritt hat die Wirtschaftlichkeit

dieser Arbeitsverfahren

wesentlich erhöht und hat dazu beigetragen,

dass auch im nicht schlepperbefahrbaren

Gelände notwendige Pflegemaßnahmen

und Holznutzungen schonend

und kostengünstig durchgeführt werden

können. Zusätzlich wird bei der Seilbringung

die Arbeitssicherheit der beschäftigten

Personen erhöht und gleichzeitig

die ergonomische Belastung verringert.

Seilbringung in Österreich

Die Österreichische Holzeinschlagsmeldung

zeigt die stetig wachsende

Bedeutung der Seilbringung für die

12

Waldverbandaktuell Juli 2013


Seilgerätekombination für Durchforstung:

Durch den Einsatz von modernen

Funkfernsteuerungen können Seilkran und Baggerprozessor

von nur einem Mann bedient

werden.

Kostengünstiges Seilgerät mit

Hubrollenlaufwagen für die Bergaufbringung.

Gerät für den Einsatz im schwachen bis mittleren

Holz. Hoher Anteil an Eigenleistung möglich.

Fakten & Details

Holzeinschlagsmeldung

für das Jahr 2012 des

BMfLFUW:

Gesamt Österreich: 18,020 Mio. Erntefestmeter

ohne Rinde (Efm o.R.)

Bringung mittels:

Bodenzug: 7,69 Mio. EFM = 42,67 %

Seilgerät: 3,99 Mio. EFM = 22,18 %

Sortimentsschlepper: 5,96 Mio. EFM =

33,07 %

Sonstiges: 370.284 EFM = 2,05 %

Schutzausrüstung, Ausbildung

und Koordination sind Voraussetzung

für sichere und pflegliche Arbeit.

Durch den Einsatz einer Funkfernsteuerung

kann die Leistung erhöht und die

Pfleglichkeit verbessert werden.

Nutzung durch

Harvester:

3,19 Mio. EFM = 17,68 %

Wertschöpfungskette Holz. Die Jahresmengen

der am Tragseil zur Forststraße

transportierten Holzmenge konnte

seit dem Jahr 1994 verdoppelt werden

und lag im Schnitt der letzten drei Jahre

bei rund vier Millionen Erntefestmeter,

knapp einem Viertel des jährlichen

Gesamteinschlages. Zum Vergleich, die

Nutzung durch Harvester liegt bei einem

Anteil von knapp 18 Prozent am

Gesamteinschlag. Mit den rund vier Millionen

erzeugten Festmeter pro Jahr, das

sind mehr als 140.000 LKW-Züge, trägt

dieses Bringungssystem wesentlich zur

Sicherung der Arbeitsplätze entlang der

gesamten Wertschöpfungskette Holz mit

den dazugehörigen Industriestandorten

bei.

Aus- und Weiterbildung

Die Anwendung dieser Bringungstechnik

bedarf jedoch Spezialkenntnisse

über Planung, Organisation und

methodischer Arbeit. Die Kooperationsplattform

Forst-Holz-Papier (FHP) stellt

in seiner Schriftenreihe für die Holzernte

im Schlepper- und Seilgelände den jeweiligen

Stand der Technik dar. Dabei

werden sowohl die arbeits- und sicherheitstechnischen

Aspekte als auch die

betriebswirtschaftlichen und ökologischen

Gesichtspunkte beleuchtet.

Seiltechnik in der Praxis

Neben der Überarbeitung und Neuauflage

der Broschüre „Seil 2 – Planung“ im

vergangenen Jahr, wurde in einem Projekt

im Rahmen des FHP-Arbeitskreises

„Holzernte und Holzanlieferung“

die DVD „Laufwagensysteme für Tragseilverfahren

– Kurzfilme für Aus- und

Weiterbildung“ erstellt. Die in der zuvor

genannten Broschüre beschriebenen

Seilsysteme werden in 16 Kurzfilmen

im praktischen Einsatz gezeigt. Mit diesen

Kurzfilmen werden die technischen

Ausführungen

dokumentiert und

die Anwendungsschwerpunkte

dargestellt. Dieses in Europa einmalige

Projekt hat die Zielsetzung, den Ausbildungsstand

aller mit der Tragseilbringung

befassten Personengruppen zu verbessern

und so den natürlich nachwachsenden

Rohstoff Holz schonend und effizient

zur Forststraße zu transportieren.

FHP – Seil DVD

Alle FHP-Broschüren und die Seil

DVD finden Sie auf der Homepage unter:

www.forstholzpapier.at. Die DVD

„Laufwagensysteme und Tragseilverfahren“

ist zum Preis von 84 € (incl. 20 Prozent

MwSt.) erhältlich. Für Schüler, Studenten,

Kursteilnehmer und zum privaten

Gebrauch gilt ein ermäßigter Preis

von 42 € (inkl. 20 Prozent MwSt.). Bestellungen

richten Sie bitte an info@

forstholzpapier.at

Waldverbandaktuell Juli 2013 13


Wald & Technik Erntetechnik im Bauernwald

Zeitgemäße

Erntetechnik im Bauernwald

Die Wertschöpfung im Bauernwald wird durch das Ausmaß der Eigenleistung bestimmt. Der Lohnanspruch und Einkommen

aus dem Wald bilden die betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen für das Überleben kleinstrukturierter bäuerlicher Betriebe.

Trotzdem kann auch in dieser Grundbesitzkategorie nicht auf einen Maschineneinsatz verzichtet werden.

Dir. Dr. Wolfgang Jirikowski

Bei den Holzerntearbeiten im Kleinwald,

unabhängig ob im Schwach- oder

Starkholz, sind die Arbeitsverfahren

durch den Einsatz der Motorsäge gekennzeichnet.

Es sind in erster Linie

Aspekte der Arbeitsvereinfachung, die

den Waldbesitzer in die Mechanisierung

drängen. Anders als im Forstbetrieb

oder Holzerntegewerbe handelt es sich

bei den Investitionen meist um Anbaugeräte

für die am Betrieb zur Verfügung

stehenden Schlepper. Dieser kann mit

bescheidenem finanziellem Aufwand für

die Holzrückung aufgerüstet werden.

Die Holzernte im Bauernwald erfordert

anstatt teurer Spezialmaschinen flexibel

einsetzbare Universalmaschinen. Für

den Kleinstwaldbesitzer unter 0,5 Hektar

rechnet sich dies ohne betriebsübergreifenden

Einsatz allerdings nicht.

Die Forstaufschließung ist Voraus-

setzung für die effiziente Waldbewirtschaftung

und ist meist Grundlage für

Rationalisierung bzw. Optimierung der

Holzernte. Die Forstaufschließung sollte

daher auf die vorhandene Mechanisierung

sowie die Nutzungstechnik abgestimmt

sein. Neben LKW-befahrbaren

Forststraßen ist vor allem die Feinerschließung

durch Rückewege und Rückegassen

für die Bewirtschaftung von

großer Bedeutung.

Vorrückung mit Traktor und

Seilwinde

Speziell im bäuerlichen Bereich ist die

Kombination von Seilwinde und landwirtschaftlichem

Schlepper mit Forstadaptierung

zum wichtigsten Rückemittel

geworden. Ein umfangreiches Angebot

unterschiedlicher Traktoranbauwinden

ermöglichte eine Teilmechanisierung

der Waldarbeit in Abhängigkeit

der jeweiligen betrieblichen Voraussetzungen

hinsichtlich Trägergerät, Auslastungsmöglichkeit,

Investitionsvolumen

und angestrebtem Ausstattungsumfang.

Je nach Schleppertyp und Windenzugkraft

bzw. Ausstattung (Trommelanzahl,

Steuerung) können Seilwinden von der

Erstdurchforstung bis zur Starkholzernte

in einem bis zirka 35 Prozent geneigtem

Gelände und Rückedistanzen bis

maximal 250 Meter eingesetzt werden.

Die Durchführung setzt eine gut vorbereitete

Feinerschließung voraus. Um Rückeschäden

am verbleibenden Bestand

zu vermeiden empfiehlt es sich, die Sortimente

für die Rückung fischgrätartig

bereit zu legen.

Vorrückung mit Traktor und

Rückezange

Durch die Verwendung der Rückezange

in Verbindung mit einem forstlich

14

Waldverbandaktuell Juli 2013


allem für die einfacheren Ausführungen

große – oft unüberwindbare – Hindernisse

dar.

adaptieren Traktor kann die Vorrückung

und Lagerung von Holzsortimenten rationell

erfolgen.

Ein wesentlicher Vorteil der Rückezange

liegt in der Tatsache begründet, dass

ein Aufnehmen und Ablegen der Stämme

ohne den Maschinenplatz zu verlassen

möglich ist. Je nach Preisklasse und

Ausführung der verwendeten Rückzange,

kann die Arbeit unterschiedlich effizient

durchgeführt werden.

Eingesetzt wird die Rückezange zur

Vorrückung und Lagerung von Holzsortimenten

unterschiedlicher Durchmesserstufen

und Längen auf kurze Distanzen.

Auch für den Einsatz der Rückezange

ist eine gut geplante Feinerschließung

notwendig.

Diese darf aus Gründen der Bestandesschonung

keinesfalls verlassen werden.

Aus Sicht der Unfallverhütung ist

der Einsatz der Rückezange positiv zu

bewerten.

Die Holzerntearbeiten im Kleinwald

sind durch Einsatz der Motorsäge gekennzeichnet

(Motormanuelle Aufarbeitung).

In Ergänzung zu einer Basiserschließung

kann mit Hilfe von Kleinseilgeräten die Holzrückung

auf nicht befahrbaren Nutzungsorten

durchgeführt werden.

Foto (3): FAST Ort

Rückung mit Traktor und

Forstkrananhänger

Die Verwendung des Forstkrananhängers

für die Holzrückung hat sich in

den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt.

Auf diese Weise ist es möglich,

die anfallenden Holzsortimente, wenn

der Anhänger einmal beladen ist, auch

auf längere Distanzen kostengünstig zu

transportieren.

Ein zusätzlicher Manipulationsaufwand

kann vermieden werden. Auch ist

es möglich, geringwertige Sortimente zu

transportieren und einer Nutzung zuzuführen.

Für den effizienten Einsatz sind

die abzutransportierenden Stammstücke

in Kranreichweite entlang der Rückegasse

zu lagern. Die Befahrbarkeit ist bis

ca. 30 Prozent Trassenneigung gegeben,

wobei Querneigungen vermieden werden

sollten.

Ebenso stellen Unebenheiten, weicher

Untergrund oder höhere Astpolster vor

Rückung mit Kleinseilgerät

In Ergänzung zur Forsterschließung

kann die Holzrückung von schwächeren

Sortimenten in Blochlänge auf nicht

befahrbaren Nutzungsorten mit Hilfe

von Kleinseilgeräten durchgeführt werden.

Dabei ist zu beachten, dass dieses

Arbeitssystem durch eine höhere Lohnintensität

gekennzeichnet ist. Wesentliche

Einflussfaktoren sind zum Beispiel

die Errichtungskosten, Fuhrenbildung

sowie das An- und Abhängen der

Stämme. Der Einsatz eines Kleinseilgerätes

bedarf auch einer intensiven Einsatzvorbereitung

und einer erfahrenen

Bedienungsmannschaft.

Vergabe von Arbeiten

Da die Zahl der Vollerwerbsbetriebe

und der in der Landwirtschaft Tätigen

ständig zurückgeht, gewinnt der überbetriebliche

Einsatz von Erntemaschinen

oder aber die Vergabe von Arbeiten

an Schlägerungsunternehmen auch im

Bauernwald immer mehr an Bedeutung.

Ein Zukauf von Dienstleistungen ist vor

allem bei geringer Waldausstattung bzw.

mangelnder Routine bei der Waldarbeit

empfehlenswert. Wesentlicher Vorteil

der Vergabe liegt in positiven sicherheitstechnischen

Effekten dank Profieinsatz

sowie durch den Einsatzes moderner

Technik. Dem gegenüber steht der

Nachteil einer geänderten Einkommensund

Kostensituation für den bäuerlichen

Betrieb. Um die Einsatzkosten in Grenzen

zu halten empfiehlt es sich, in Kooperation

mit Nachbarbetrieben Nutzungsorte

zu Nutzungsgebiete zusammenzufassen,

damit sich die Überstellungskosten

auf eine größere Erntemenge

aufteilen und sich dadurch die Kostenbelastung

je Festmeter reduziert.

Kontakt

Dir. Dr. Wolfgang Jirikowski

BFW-Forstliche Ausbildungsstätte Ort

Waldverbandaktuell Juli 2013 15


Markt & Radar Ausgezeichnete Holzpreise nutzen

Ausgezeichnete

Holzpreise nutzen

Wichtige Absatzmärkte wie z. B. Italien, der Euro-

Raum und die Europäische Union insgesamt verharren

in einer Rezession. Österreichs Wirtschaft läuft etwas

besser, nach einer einjährigen Stagnationsphase fällt

die konjunkturelle Belebung im Gegensatz zu früheren

Aufschwungphasen aber moderat aus.

Trotz verhaltener Konjunktur ist die

Nachfrage nach allen Nadelsägerundholzsortimenten

ausgesprochen gut. Im

Mai/Juni war in einigen Bundesländern

ein deutlicher und sprunghafter Anstieg

der Holznutzungen merkbar, was

bei einzelnen Sägewerken zu kurzzeitigen

Übernahmeengpässen geführt hat.

Nun sind alle Sägewerke wieder voll

aufnahmefähig.

Aktuell werden primär in höheren Lagen

Scheebruchschäden und Windwürfe

aus dem Winter fertig aufgearbeitet und

Pflegeeingriffe durchgeführt. Das anfallende

Holz fließt rasch und kontinuierlich

ab, es bestehen keine Waldlager. Die

Preisspanne für das Leitsortiment bei

Fichte hat sich weiter vergrößert, mittlerweile

werden für gute Qualitäten und

größere Mengen bis zu 105,- Euro je

FMO erzielt. Nach den Hochwasserereignissen

sind nach wie vor viele Forststraßen

unpassierbar. Nach deren Sanierung

bis zum Spätsommer sollte auch

dort wieder ein verstärkter Holzfluss

möglich sein.

Die Nachfrage der Papier-, Zellstoffund

Plattenindustrie nach Industrierundholz

ist auch wegen des verringerten Anfalls

an Sägenebenprodukten anhaltend

hoch. Die Standorte sind für alle Sortimente

voll aufnahmefähig. Die Preise

für Schleif- und Faserholz sind stabil, für

Mengen aus einzelnen „Durchforstungsaktionen“

werden für Schleifholz bis zu

50,- Euro je FMO bezahlt.

Es wird dringend empfohlen, die sehr

guten Absatzmöglichkeiten für Rundholz

auch im Sommer zu nutzen und mit

der Holzernte nicht ausschließlich auf den

Winter zu warten. Bei Verkäufen sollte

weiterhin höchstes Augenmerk auf Zahlungssicherheit

und usancenkonforme

Übernahme in den Werken gelegt werden.

Der Energieholzmarkt verläuft der Jahreszeit

entsprechend ruhig. Es wird

wieder eine hohe Nachfrage nach hochqualitativem

Scheit- und Stückholz erwartet.

Dieses Sortiment sollte vorausschauend

und ausreichend produziert

werden.

Bis Ende September sollten die Bestände

trotz eines im Vergleich zu den Vorjahren

geringeren Befallsdruckes intensiv auf frischen

Borkenkäferbefall kontrolliert werden.

Das Holz sollte rasch und großzügig

aufgearbeitet werden.

Marktradar

Holzvermarktung

1. Quartal 2013

Die gemeinschaftliche Holzvermarktung der

Waldverbände im ersten Quartal 2013 liegt mit

knapp 730.000 Festmeter (fm) auf dem ansprechenden

Niveau des Vergleichszeitraumes

des Vorjahres. Den Hauptanteil mit 77 Prozent

an der Gesamtmenge nimmt Sägerundholz mit

knapp 560.000 fm ein, gefolgt von Industrieholz

mit rund 100.000 fm und Energieholz mit

68.000 fm. Es wird empfohlen, die sehr guten

Absatzmöglichkeiten für Rundholz zu nutzen.

Bei Verkäufen sollte weiterhin höchstes Augenmerk

auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme

Übernahme in den Werken gelegt werden.

Sägeindustrie

Christoph KULTERER

Vorsitzender der

Österreichischen

Sägeindustrie

Die Unternehmen der Österreichischen

Sägeindustrie sind, unabhängig von der

Betriebsgröße, gerade auch für Kleinwaldbesitzer

die wichtigen Handelspartner und

in der Lage, die Rundholzmengen zu besten

Konditionen zu übernehmen. Die kontinuierliche

Versorgung mit Rohstoff ist die

Grundvoraussetzung für den Erhalt einer

starken Sägeindustrie in Österreich. Sie

kann nur dann weiterhin Garant für gute

Holzpreise sein, wenn sie zudem auch in

der Lage ist zu wettbewerbsfähigen Kosten

zu produzieren.

Sollte es aufgrund der anhaltenden

Schwierigkeiten zu weiteren

Strukturveränderungen kommen, werden

sich die aktuell hohen Rundholzpreise

nicht halten lassen.

Papier- und

Zellstoffindustrie

Dkfm. Wolfgang PFARL

Präsident der Austropapier

Die österreichische Papier- und Zellstoffindustrie

ist seit Jahrzehnten ein

verlässlicher Partner der gesamten Wertschöpfungskette

und verarbeitet monatlich

an die 700.000 fm Holz.

Um unseren Kunden professionell und

zeitnah Produkte liefern zu können,

16

Waldverbandaktuell Juli 2013


Holzpreise Netto frei Straße: Juli 2013

Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol/Vorarlberg

Rundholz

Fi Schwachbloche, 15-19 cm 73,0 - 76,0 75,0 - 79,5 80,0 - 83,0 82,0 - 85,0 76,0 - 85,0 75,0 - 82,0 83,0 - 85,0

Fi Blochholz A, B, C, 20 cm+ 93,0 - 97,0 96,5 - 101,0 96,0 - 99,0 98,0 - 101,0 97,0 - 101,0 96,0 - 102,0 103,0 - 105,0

Langholz, 25 cm+ 102,0 - 105,0 102,0 - 104,0 101,0 - 104,0 100,0 - 103,0 100,0 - 105,0

Fi Braunbloche, Cx, 20 cm+ 74,0 - 76,0 66,0 - 80,0 65,0 - 72,0 66,0 - 72,0 58,0 - 62,0

Lä A, B, 25 cm+ 95,0 - 120,0 103,0 - 125,0 110,0 - 130,0 100,0 - 150,0 110,0 - 120,0 116,0 - 134,0

Kiefer A, B, C, 20 cm+ 72,0 - 75,0 70,0 - 75,0 75,0 - 79,0 73,0 - 81,0 74,0 - 77,0

Schleifholz

Fi/Ta (FMO) 40,0 - 47,0 45,0 - 49,0 47,0 - 49,0 44,0 - 50,0 46,0 - 51,0 45,0 - 49,0 42,0 - 43,0

Faserholz

Fi/Ta/Ki/Lä (FMO/AMM) 32,0 - 35,0 35,0 - 40,0 73,0 - 75,0 * 33,0 - 37,0 36,0 - 41,0 33,0 - 38,0 35,0 - 36,0

Buche (AMM) 60,0 - 65,0 66,0 - 72,0 64,0 - 70,0

Plattenholz

IP-Nadelholz (AMM) 73,0 - 75,0 70,0 - 74,0

IP-Laubholz (AMM) 60,0 - 68,0 60,0 - 67,0

Energieholz

Brennholz hart (RMM) 60,0 - 68,0 53,0 - 58,0 55,0 - 60,0 60,0 - 68,0 60,0 - 67,0 55,0 - 65,0 70,0 - 81,0

Brennholz weich (RMM) 35,0 - 50,0 40,0 - 45,0 35,0 - 40,0 39,0 - 46,0 35,0 - 40,0 38,0 - 48,0 45,0 - 53,0

Energieholz gehackt, 75,0 - 90,0 85,0 - 90,0 85,0 - 100,0 90,0 - 105,0

frei Werk, (AMM, w30)

* AMM-Preis; Ta-Abschlag: Vbg.: € 7,0 bis € 11,0; OÖ: € 6,0 bis € 10,0; NÖ: € 10,0; Sbg.: € 7,0 bis € 10,0

Verwendete Abkürzungen:

FMO Festmeter mit Rinde geliefert, ohne Rinde gemessen und verrechnet; AMM Atro-Tonne mit Rinde geliefert, mit Rinde gemessen und verrechnet; RMM: Raummeter, mit Rinde geliefert, mit Rinde

gemessen und verrechnet

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Juli 2013. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 12 Prozent oder 20 Prozent bzw. 10

Prozent zuzurechnen ist.

benötigen wir eine kontinuierliche und

vor allem inländische Holzversorgung.

Konkret werden zusätzliche Mengen

aus dem Kleinwald benötigt, denn

dort ist noch großes Nutzungspotenzial

(Durchforstungsholz) vorhanden.

Die Waldverbände haben in den vergangen

Jahren sehr viel zur Mobilisierung

der Holzreserven beigetragen!

Im Sinne von Forst-Holz-Papier müssen

diese Bemühungen unbedingt fortgesetzt

werden um einerseits das Einkommen

der Forstwirtschaft sowie den Industriestandort

der holzverarbeitenden Betriebe

langfristig zu sichern. Denn nur ein bewirtschafteter

Wald steigert die Wuchsund

Ertragsleistung und reduziert zugleich

die Anfälligkeit auf Kalamitäten!

Unsere Betriebsstandorte sind österreichweit

weiterhin voll aufnahmefähig!

Plattenindustrie

Komm.-Rat Laszlo DÖRY

Vorsitzender der

Österreichischen

Plattenindustrie

Für die ersten zwei Quartale lässt sich

eine leichte Abschwächung der Mengenkonjunktur

in der Plattenindustrie feststellen.

Dies dürfte vor allen Dingen am

stagnierenden bzw. leicht rückläufigen

Wohn-Möbel-Markt sowohl in Österreich

als auch auf den wichtigsten europäischen

Exportmärkten liegen. Dennoch

stellt sich die Plattenindustrie aus derzeitiger

Sicht noch auf eine stabile Produktionsentwicklung

für 2013 ein.

Auch der Start des Jahres 2013, was

den Zugang von Plattenholz betrifft, hätte

besser ausfallen können. Hier sind

erstmals seit Längerem insgesamt rückläufige

Mengen ausgewiesen. Wir hoffen

allerdings, dass die teilweise winterbedingten

Rückgänge von inländischen Faserholz

in den nächsten Quartalen wieder

aufgeholt werden.

Die Aufnahmefähigkeit der österreichischen

Plattenwerke für das Plattenholzsortiment

ist jedenfalls weiterhin

aufrecht.

Die Kommentare im Marktradar werden im originalen

Wortlaut übernommen und redaktionell

nicht überarbeitetet.

Waldverbandaktuell Juli 2013 17


Wald & Bildung Facharbeit für Biomasse und Bioenergie

Zukunft

Biomassefacharbeiter

Foto: Pretterhofer, FAST Pichl

18

Waldverbandaktuell Juli 2013


Der Landtag in der Steiermark hat den seit fünf Jahren laufenden Ausbildungsversuch zum Facharbeiter für

Biomasse und Bioenergie einstimmig beschlossen. Zusätzlich wurden damit die rechtlichen Voraussetzungen

für einen fachspezifischen einjährigen Lehrgang geschaffen!

DI Martin Krondorfer

Die Ausbildung zum Facharbeiter für

Biomasse und Bioenergie ist bereits in den

Bundesländern Niederösterreich, Oberösterreich

und Steiermark etabliert. In Niederösterreich

startet in diesem Jahr an der

LFS Edelhof ein Berufsschullehrgang in

Form der Anschlusslehre. Die Bundesländer

Oberösterreich und Steiermark führen

bis dato diese neue Ausbildungsschiene

mit großem Erfolg auf dem zweiten Bildungsweg

durch.

Die Zielgruppe

Die neue Berufsausbildung richtet sich

an Jugendliche, die einen Berufsschulabschluss

im Bereich Biomasse und Bioenergie

anstreben, Land- und Forstwirte mit

einschlägiger Praxis im Bioenergiebereich,

egal ob sie aus dem Facharbeiter- oder

Meisterbereich einer Land- und Forstwirtschaftlichen

Ausbildung kommen.

Das Profil

Der Facharbeiter für Biomasse und Bioenergie

soll eigenständig Biomassehöfe

aufbauen und führen können und über

den Betrieb von unterschiedlichen Biomasseanlagen

Bescheid wissen.

Der Facharbeiter muss diese Anlagen

betriebswirtschaftlich rentabel führen

können unter Beachtung aller ökologisch

relevanten Umweltfaktoren. Er ist

Multiplikator und Promotor für den umweltfreundlichen

Rohstoff Biomasse!

Die Ausbildung

Welche Voraussetzungen sind für die

Ausbildung auf dem 2. Bildungsweg zu

erfüllen? Ein Nachweis einer mindestens

dreijährigen, einschlägigen Praxis und

das Mindestalter von 20 Jahren sind die

Einstiegsvoraussetzungen. Ein modularer

Aufbau garantiert ein berufsbegleitendes

Lernen. Selbststudium und Nutzung von

Übungsmöglichkeiten im Internet reduzieren

langwierige Schulungsprozesse.

Die Ausbildung zum Biomasse und Bioenergiefacharbeiter

wird zumindest in der

Steiermark in sieben Modulen durchgeführt

welche die fachspezifischen Themen

wie Biomasse aus dem Agrar- und Forstbereich,

Logistik, Anlagentechnik, Betriebswirtschaft

und Marketing umfassen.

Die Themen des Agrarbereiches: Bodenkunde,

ökologische Standards, Pflanzenschutz,

Energiepflanzen, Anbau und

Ernte, Logistik - grundsätzlich gesagt:

vom Energiekorn, Stroh bis zur Pappelenergieholzplantage

wird der Kursteilnehmer

umfassend geschult. Energieholzernte

aus den Wald, Aufarbeitungsmethoden,

betriebswirtschaftliche Analysen,

Energieholz als Koppelprodukt rationeller

Forstwirtschaft sowie Produktionsverfahren

für Scheitholz und Hackgut

werden dem zukünftigen Facharbeiter

für Biomasse und Bioenergie geboten.

Die Qualitätssicherung für Hackgut und

Scheitholz nimmt einen großen Stellenwert

ein. Zusätzlich wird der Kursteilnehmer

auf nachhaltige Forstwirtschaft, Entzug

von Nährstoffen, Auswirkung auf zukünftige

Zuwachsentwicklungen nach unterschiedlichen

Ernteeingriffen hingewiesen

und sensibilisiert. Praktisches Arbeiten,

Fachexkursionen zu Vorzeigebetrieben

und der Besuch von Biomassehöfen schärfen

den Blick auf das Wesentliche und geben

Beispiel für erfolgreich umgesetzte

Projekte. In den Modulen der Anlagetechniken

werden flüssige, gasförmige sowie

feste Energiegewinnungsanlagen, deren

Funktions- und Wirkungsweise erarbeitet.

Der Präsident und Vorsitzende der Bundes-Lehrlings-

und Fachausbildungsstelle

Ing. Christian Mandl kommentierte den

neuen Ausbildungsweg des Facharbeiters

für Bioenergie und Biomasse folgendermaßen:

"Neue Berufe und Ausbildungsformen

müssen entwickelt werden, um die

Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der

Land- und Forstwirtschaft, im ländlichen

Bereich zu halten und auszubauen."

Niki Berlakovich, der Minister für Landund

Forstwirtschaft, Umwelt und Wasser

formulierte eine Vision: "Mein Ziel ist ein

energieautarkes Österreich – der Facharbeiter

für Biomasse und Bioenergie ist ein

Schritt um dieses Ziel zu realisieren."

Nähere Informationen zur Ausbildung

bieten die Lehrlings- und Fachausbildungsstellen

in den angeführten

Bundesländern.

Vom Rundholz zum wertvollen

Energieträger.

Foto: Pretterhofer, FAST Pichl

Qualitätssicherung Waldhackgut,

Darrmethode.

Foto: Krondorfer, FAST Pichl

Waldverbandaktuell Juli 2013 19


Wald & Wirtschaft Nährstoffentzug

Foto: Reh

Zuwachseinbußen

durch Vollbaumnutzung

In den letzten Jahren herrscht eine zunehmende Nachfrage nach Industrie- aber auch nach Energie- bzw. Brennholz.

Die steigenden Preise für Biomasse (auch minderer Qualität) und die Verbesserung der Maschinenausstattung

(Krananhänger) verführen zunehmend dazu, eine Nutzung im Vollbaumverfahren durchzuführen. Vollbaumnutzung

heißt, dass nicht nur Derbholz sondern auch alle Nadeln, Zweige und Äste mitentnommen werden.

dipl.-ing. Johannes wall

Die Landwirtschaftskammer OÖ, der

Bäuerliche Waldbesitzerverband OÖ

und die Papierfabrik Nettingsdorf wollten

es genau wissen. Seit 2011 wurden

daher gemeinsam mit der Universität für

Bodenkultur Wien mehrere Versuchsanlagen

in Oberösterreich angelegt. Dabei

wurden folgende drei Durchforstungsvarianten

durchgeführt und miteinander

verglichen:

• Sortimentsverfahren mit einer Zopfstärke

von 8 cm:

Das Wipfelholz verbleibt im Bestand.

• Sortimentsverfahren mit einer Zopfstärke

von 4 cm:

Astmaterial und Sortiment < 4 cm

bleibt im Bestand.

• Vollbaumverfahren:

Der gesamte Baum wird entnommen.

Mehrmenge ist NICHT gleich

Mehrerlös

Vergleicht man die Vollbaumnutzung

eines Fichtenbestandes mit 15 cm BHD

mit einem gleichen Bestand, der bei 8

cm abgezopft wird, so liegt die Erntemehrmenge

bei etwa 24 Prozent. Werden

die Bäume im gleichen Bestand anstatt

bei 8 cm bei 4 cm abgezopft wird,

so liegt die Mehrmenge bei 8 Prozent.

Um realistische Daten über Mehrerlöse

durch Vollbaumnutzung zu erhalten,

wurden in Oberösterreich mehrere

Nutzungen hinsichtlich der erzielbaren

Erlöse für das anfallende Wipfel- und

Astmaterial und der Kosten für Ernte

und Rückung analysiert. Dabei ergab

sich, dass der erntekostenfreie Erlös

für die Mehrmenge an Biomasse, die im

Wesentlichen aus Ast- und Wipfelmaterial

besteht, meist bei +/- 0 € liegt,

häufig ist er auch negativ.

Die Zuwachsverluste durch Vollbaumnutzung

(Ergebnisse mehrerer wissenschaftlicher

Untersuchungen) liegen

durchschnittlich bei 20 Prozent. Hat

man heute Fichtenbestände mit durchschnittlich

10. Bonität, so würde das bei

entsprechender Biomassenutzung bedeuten,

dass man in absehbarer Zeit nur

mehr eine 8. Bonität (- 20 Prozent) vorfinden

würde. Bewertet man diesen Zuwachsverlust,

so verliert der Waldbesitzer

in 100 Jahren etwa 8.300.-€.

20

Waldverbandaktuell Juli 2013


Mehrmenge an Biomasse

von Sortiment größer 8 cm

auf Sortiment größer 4 cm

Mehrmenge an Biomasse

von Sortiment größer 8 cm

auf Vollbaumnutzung

Prozent [%]

190

180

170

160

150 150

140 140

130 130

120 120

110 110

100 100

90 90

80 80

0 5 10 15 20 0

5

10

15

20

Bhd [cm]

Bhd [cm]

Ergebnisse eines Durchforstungsversuchs in Oberösterreich zeigen, je schwächer ein Bestand

ist, desto höher fällt prozentuell die Mehrmenge bei Vollbaumnutzung aus.

Quelle: E. Hochbichler, J. Wall, M. Reh, A. Hofbauer, E. Kastner

Biomasse (%)

Nadeln

Nadeln

Zweige

Zweige

Äste trocken

Äste trocken

Nährstoffe (%)

Die Äste Auswirkungen frisch

Rinde unseres Nutzungsverhaltens Holz

im

Äste

Wald

frisch

und die Auswirkungen

Rinde

auf

Holz

die Nährstoffversorgung

kann man sehr klar an den obigen Grafiken erkennen. Quelle: M. Reh nach A. Krapfenbauer

Prozent [%]

Äste frisch

Nadeln

Rinde

Zweige

Holz

Äste trocken

Fakten & Details

• Laut einer Studie des Bundesamtes

für Forschung und Wald aus dem Jahr

2009 ist die intensive Biomassenutzung

auf einem Viertel der österreichischen

Waldstandorte als problematisch anzusehen

und auf einem weiteren Viertel

sollte eine Vollbaumnutzung gänzlich

unterbleiben.

• Unterlassen sie intensive Biomassenutzungen

auf nährstoffarmen Grundgestein,

auf seichtgründigen Böden, auf

Kuppen, Oberhängen und Rücken

• Ernterücklass, wie Wipfelstücke und

Äste, wird unmittelbar mit „Borkenkäfergefahr“

in Verbindung gebracht.

Reduzieren sie die Gefahr, in dem sie

Nutzungen in den Spätsommer oder in

den Herbst vorverlegen.

• Ernterücklass beeinflusst das Temperatur-

und Wasserregime des Bodens

positiv und erhöht den Humusvorrat.

Belassen sie einen angemessenen

Anteil der produzierten Biomasse als

Nährstoffpool und Humusbildner im

Wald.

• Belassen sie den Schlagabraum

möglichst verteilt auf der Hiebsfläche -

Nährstoffe verteilen sich im Wald kaum

hangabwärts bzw. horizontal.

Jeder Waldbesitzer sollte sich also

gründlich überlegen, ob er wegen eventuellen

kurzfristigen Mehrerträgen

das Standortspotential opfern und die

nachhaltige Waldwirtschaft gefährden

will.

Jeder Betriebsleiter mit Verantwortung

ist also spätestens jetzt zum Nachdenken

aufgefordert!

Auswirkungen unseres

Nutzungsverhaltens

Wald Ökosysteme haben einen weitestgehend

geschlossenen Nährstoffkreislauf.

Eine Vollbaumnutzung stört

dieses ganz gewaltig. Die Auswirkungen

unseres Nutzungsverhaltens im

Wald und die Auswirkungen auf die

Nährstoffversorgung kann man sehr

klar an den oben angeführten Grafiken

erkennen.

Äste, Zweige und Nadeln machen nur

etwa 22 Prozent der Biomasse aus, enthalten

aber rund 60 Prozent aller Nährstoffe

– bei einer Vollbaumnutzung entnimmt

man einen Großteil dieser Nährstoffvorräte.

Die entnommenen Nährstoffe

bei der Nutzung von Ästen und

Zweigen und Nadeln entsprechen einem

Düngemittelwert von 300.- bis 400.- €.

Es geht aber nicht nur um die Reinnährstoffe.

Die Entnahme der Streu

stört auch den Humusaufbau. Der Bodenhumus

ist Nährstoffspeicher, langsam

fließende Nährstoffquelle und

Wasserspeicher.

Diesen Humusverlust kann man

mit mineralischer Düngung nicht

ausgleichen!

Intelligente Rohstoffnutzung

Die Nutzung der Holzbiomasse ist

grundsätzlich positiv zu sehen. Sie ist ein

Beitrag zum Klimaschutz, zur regionalen

Wertschöpfung und zur Arbeitsplatzerhaltung

im ländlichen Raum. Eine

intelligente Nutzung des nachwachsenden

Rohstoffes Holz setzt allerdings voraus,

dass ich als Waldbewirtschafter die

Potentiale im Wald, die Wirtschaftlichkeit

meiner Maßnahmen und die ökologischen

Auswirkungen meines Tun`s

kenne.

Ich denke jeder will als intelligent gelten.

Verhalten wir uns also auch so!

Waldverbandaktuell Juli 2013 21


Wald & Frau Christine Meissnitzer im Portrait

Christine Meissnitzer - die Holzbotschafterin von proHolz Salzburg.

„Mein Herz

hängt am Holz“

Wenn Christine Meissnitzer über den Erholungsraum Wald oder den Baustoff Holz

erzählt, ist ihre tiefe Verbundenheit zu diesem einzigartigen Naturprodukt in jeder

Silbe spürbar. Die junge Ärztin verkörpert seit drei Jahren die perfekte Holzbotschafterin

für proHolz Salzburg.

Ing. Christine Mooslechner

Im Jahr 2011 wurde mit dem Lobbyingprojekt

„Holzbotschafter“ bei pro-

Holz und Holzcluster Salzburg begonnen.

Schließlich konnten 13 Personen für

die Berufung als Holzbotschafter gewonnen

werden. Diese zeichnen sich durch

ihre beruflichen Tätigkeiten, ihr soziales

Umfeld und ihr Engagement für den

Werkstoff Holz besonders aus. Ziel dieses

Projektes ist es, den Anteil von Holzbauten

im Land zu heben und Überzeugungsarbeit

bei den Menschen zu leisten.

Eine überaus positive Imageträgerin

ist sicherlich die junge Ärztin Christine

Meissnitzer aus Niedernsill im Salzburger

Pinzgau. Abstammend vom gleichnamigen

Sägewerk Meissnitzer, sind ihr

die Vorzüge von Holz und die Beziehung

zum Holz von klein auf mitgegeben

worden. Das innovative und geschäftstüchtige

Elternhaus hat in ihrem Leben

kräftige „Holzspuren“ hinterlassen.

Angefangen hat alles mit einem kleinen

Holzhandel und einem Sägewerk. Inzwischen

bauen ihre Eltern Holzhäuser in

Massivholzmauern (MHM), die aus der

Seitenware produziert werden.

Holz und Gesundheit

„Das Thema Holz wird in meinem Elternhaus

von jeher so positiv kommuniziert

und so innovativ gelebt, dass es in

meinem Leben als Ärztin ständig mitschwingt.

Holz und Gesundheit sind

eine so einzigartige Kombination, dass es

mir wichtig ist, gerade in der Prävention,

Menschen diesbezüglich aufmerksam zu

machen. Für die Gesundheit ist die Umgebung,

in der ich lebe und wohne, ein

wichtiger Faktor. Geborgenheit, Wärme

oder Wohlfühlen sind Begriffe, die Menschen

sofort mit dem Baustoff Holz verbinden“,

schildert Meissnitzer begeistert.

Diese Dynamik hat sie auch zur Ausbildung

„Umweltmedizin“ bewogen. Die

Regionalität ist ein Begriff, der in diesem

Zusammenhang sicherlich nicht fehlen

darf. „Wenn ich Möbel brauche, muss

ich mir die Frage stellen, ob der Weg zum

skandinavischen Billigmöbel hier der

richtige ist. Das Unvergleichbare, das mir

ein Gefühl der inneren Zufriedenheit gibt,

wird vom Tischler ums Eck stammen.

Der Preis ist sicherlich ein Argument, das

oftmals als Erstes auf den Tisch kommt,

doch vielleicht sollte sich jeder einmal

die Fragen stellen: Muss ich so groß bauen?

Könnte ich nicht weniger Möbel, dafür

aber Einzelstücke anschaffen? Welche

Ökologie will ich fördern? Wir suchen in

unserer schnelllebigen Zeit Erholung und

Enspannung im Wald, die er uns bedingungslos

zur Verfügung steht. Es ist an

der Zeit und eine große Chance mit unserem

Konsumverhalten dem Wald seine

verdiente Wertigkeit zurückzugeben...,"

gibt Christine Meissnitzer, angehende

Fachärztin für Neurologie im Krankenhaus

Schwarzach, zu bedenken.

Auf die Frage hin, was sie mit dem

Baum, dem Wald verbindet, hat sie ihr

eigenes Empfinden: „Der Baum ist uns

Menschen in der Beschaffenheit und

von der Oberfläche her am ähnlichsten.

Um ein paar Beispiele zu nennen: Unser

Kapillarnetz ist mit der riesigen inneren

Oberfläche des Baumes vergleichbar,

bzw. die Rinde mit unserer Haut.

Wer diffusionsoffen baut, kann sich diese

positiven Effekte in vollen Zügen zunutze

machen. Nicht zu vergessen die einmalige

Symbiose zwischen Mensch und

Baum... wir atmen das C0 2

aus, das der

Baum wiederum für seine Fotosynthese

benötigt“, und Christine Meissnitzer

strahlt dabei und verrät noch ihren ganz

persönlichen Traum: „Es wär mein großer

Traum, eine Holzklinik für Körper,

Geist und Seele umzusetzen“.

22

Waldverbandaktuell Juli 2013


Wald & Recht Freie Begehbarkeit

Ende der freien

Begehbarkeit

Bohrhaken oder das Anlegen von Kletterrouten,

sind nicht erlaubt.

Nach dem ForstG gilt beim Sammeln

von Pilzen eine zwei Kilo Grenze, pro

Person und Tag. Der Grundeigentümer

kann das Sammeln von Pilzen aber auch

untersagen oder an sonstige Bedingungen

knüpfen.

Die Freizeitnutzung im Wald ist mit Auflagen verbunden.

Mit dem Forstgesetz 1975 (ForstG) wurde für jedermann die Möglichkeit geschaffen

den Wald zu Erholungszwecken zu betreten. Aber auch dieses Recht hat Grenzen.

Vielfach werden diese Grenzen leichtfertig überschritten. Dieser Artikel soll das

„ABC der Freizeitnutzung im Wald“ kurz aufzeigen.

Dr. Mario Deutschmann

Nach § 33 Abs. 1 ForstG darf jedermann

Wald zu Erholungszwecken

grundsätzlich betreten. Ausgenommen

von diesem Gemeingebrauch sind aber

etwa Wieder- und Neubewaldungsflächen

solange deren Bewuchs eine

Höhe von drei Metern noch nicht erreicht

hat. Zu oft wird aber das freie

Betretungsrecht des Waldes zu weit

ausgelegt. Nicht alle Freizeitaktivitäten

sind vom § 33 ForstG gedeckt.

Erlaubt ist nur ein Betreten zu Erholungszwecken.

Eine darüber hinausgehende

Benützung ist nur mit der

Zustimmung des Grundeigentümers

gestattet.

Freizeitnutzung im Wald

Sämtliche Nutzungen die einen kommerziellen

Hintergrund aufweisen,

(Nenngeld, Werbeabsichten usw.) fallen

nicht unter das freie Betretungsrecht

des Waldes. Von § 33 ForstG

umfasst sind jedenfalls das Wandern

(auch Schneeschuhwandern), Laufen

Foto: Deutschmann

oder Nordic Walking.

Das Schifahren im Wald ist grundsätzlich

möglich. Eingeschränkt wird dies

aber durch die Regelung, dass im Bereich

von Aufstiegshilfen oder Pisten das

Abfahren mit Schiern im Wald nicht gestattet

ist. Das Langlaufen ohne Loipen

ist unter Anwendung der nötigen Vorsicht

gestattet. Nicht erlaubt ist es allerdings

Loipen anzulegen.

Für das Befahren einer Forststraße

ist die Zustimmung des Waldeigentümers

bzw des Halters der Forststraße

notwendig. Auch für das Fahrradfahren

(Mountainbiking) auf Forststraßen

muss eine entsprechende Zustimmung

eingeholt werden. Das Befahren

einer Forststraße mit dem Mountainbike

ist nur dann gestattet, wenn die nötige

Zustimmung vorliegt oder die Forststraße

als Radfahrstrecke ausdrücklich

gekennzeichnet ist. Gleichlautend die

Bestimmungen für das Reiten.

Das freie Klettern, also ohne Hilfseinrichtungen

wie Schlag- oder Bohrhaken,

fällt wohl unter das freie Betretungsrecht.

Eingriffe in die Substanz aber,

wie das Anbringen von Schlag- oder

Haftung im Wald

Der Halter einer Forststraße haftet

nach § 1319a ABGB für den mangelhaften

Zustand eines Weges, wenn durch

diesen mangelhaften Zustand ein Schaden

herbeigeführt wird und der Halter

oder einer seiner Leute den Mangel

vorsätzlich oder grob fahrlässig verschuldet

hat. Der Geschädigte kann sich

dann nicht auf die Mangelhaftigkeit berufen,

wenn es sich um eine unerlaubte

Benützung handelte und dem Geschädigten

die Unerlaubtheit erkennbar war.

Wer sich im Wald allerdings abseits von

öffentlichen Straßen und Wegen aufhält,

hat selbst auf alle ihm durch den Wald,

im Besonderen auch durch die Waldbewirtschaftung

drohenden Gefahren zu

achten.

Fakten und Details

In Österreich besteht ein dicht ausgebautes

und beschildertes Mountainbikewegenetz

von etwa 25.000 km, das

größtenteils von privaten Waldeigentümern

zur Verfügung gestellt wird. Diese

Routen sind professionell gestaltet und

in Übereinkunft mit dem Grundeigentümer

abgestimmt. Durch den Vertragsabschluss

zwischen Grundeigentümer und

dem Vertragspartner (z.B. Gemeinde)

kann die Wegehalterhaftung vom Grundeigentümer

auf den Vertragspartner

übertragen werden. Dieser haftet dann

für etwaige Schadensfälle.

Unerlässlich ist dabei der Abschluss

einer entsprechenden Wegehalterhaftpflichtversicherung

durch den

Vertragspartner.

Waldverbandaktuell Juli 2013 23


Wald & Wild Wildökologisches Forum Alpenraum

Das Land

im Umbruch

Das im Jahr 2010 ins Leben gerufene Wildökologische Forum Alpenraum hat sich zum Ziel gesetzt in einem breiten

Dialog mit den verschiedensten Nutzergruppen darüber zu diskutieren wie der Lebensraum unserer heimischen Wildtiere

langfristig erhalten werden kann.

KD Di Dr. Nikolaus Lienbacher MBA

Bei der diesjährigen Veranstaltung ging

es um die Frage wie sich eine Intensivierung

aber auch eine Extensivierung

in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft,

Jagd, Naturschutz sowie Freizeit

und Erholungsnutzung auf die Wildlebensräume

auswirkt.

Rücksicht nehmen -

Einschränkungen dulden

Tatsache ist, dass der alpine Raum

heute nicht nur sehr dicht besiedelt ist

sondern auch ganzjährig touristisch sowie

für den Freizeitbereich intensiv genutzt

wird. Professor Friedrich Reimoser

– der wissenschaftliche Betreuer

des Wildökologischen Forums – betonte,

dass zwar der alpine Raum auf gleicher

Fläche mehrere Nutzungen nebeneinander

zulässt, jedoch kann jede Nutzung

für sich nicht maximiert werden.

Aus seiner Sicht ist es daher notwendig

gegenseitig Rücksicht zu nehmen und

gewisse Einschränkungen zu dulden wie

etwa die Ausweisung von Gebieten, die

dem Wild vorbehalten sind, wo also ein

Betretungsverbot für alle gilt.

Prof. Dr. Karl Buchgraber zeigte die

dramatische Entwicklung der letzten 20

Jahre auf, wo allein im Alpenraum von

den 370.000 Landwirtschaftsbetrieben

mehr als 240.000 aufgehört haben. In

Österreich allein waren es rund 80.000

Betriebe.

Gleichzeitig sieht Buchgraber einen

Druck zur Intensivierung, der mitunter

durch den Preisdruck und die Flächenknappheit

bedingt ist. Er sieht einen

Ausweg in einer nachhaltigeren Nutzung

der Grünlandflächen und sprach

sich dezitiert gegen eine ständige Nutzungssteigerung

aus, die am Ende dem

gesamten Ökosystem und somit auch

dem Wild als Teil desselben schadet.

Prof. Thomas Knoke - Forstexperte

der TU München - sieht in der Extensivierung

der forstlichen Nutzung bei

steigendem Ressourcenverbrauch keine

Alternative. Seiner Ansicht nach kann

es nur eine nachhaltige Intensivierung

geben und er plädierte dabei für eine

möglichst naturnahe Waldbewirtschaftung.

Prof. Roman Türk – Präsident des

Naturschutzbundes Österreich – wiederum

sieht in den alpinen Stufen eine Extensivierung

als notwendig damit Pflanzen

die Möglichkeit haben zu blühen

und zu fruchten.

Vom zuständigen Experten für den

Geschäftsbereich Jagd der Österreichischen

Bundesforste AG - Dr. Friedrich

Völk - wurden eine Reihe von Fragen zur

Extensivierung bzw. Intensivierung

der Jagd aufgeworfen: Geht es um den

Erholungswert der Jagd, um die Intensivierung

der Abschusseffizienz, sollen

Beutegreifer statt menschlicher Jäger unsere

Wildbestände regulieren und welchen

Preis soll man für einen hohen Jagdwert

als Grundeigentümer in Kauf nehmen.

Weiters stellte er die Ausdehnung

der Jagdausübung in den Nachtbereich

24

Waldverbandaktuell Juli 2013


Das Miteinander von Mensch und Wild

verläuft nicht immer reibungslos. Gegenseitige

Rücksichtnahme und Verständnis für die einzelnen

Nutzungsarten ist von großer Bedeutung.

Expertenmeinung

hinein in Frage und bemerkte, dass viele

Jäger nicht wissen, dass intensives Jagen

auf Freiflächen das Wild immer unsichtbarer

macht.

Seine Botschaft ging daher in die Richtung,

dass sich die Intensität der Jagd am

Lebensraum bzw. an nachhaltigen Kriterien

zu orientieren hat.

Wohfahrts- und Erholungswert

im Steigen

Von Mag. Werner Taurer - Fachhochschule

Salzburg - wurden die neuesten

Trends der Gesellschaft im Hinblick

auf Naturnutzung aufgezeigt. Hier beobachtet

Taurer, dass die Natur immer

mehr als Kraftquelle gesehen wird

wo der Mensch Freizeit, Ruhe und Inspiration

finden will. Weiters ist der

Mensch von heute auf Ursprüngliches

und Echtes bedacht und sein Interesse

am Wissen über die Zusammenhänge

in der Natur nimmt zu. Taurer sieht

jedoch im touristischen Marketing die

Durch häufige Störungen verändern

Wildtiere ihr Verhalten und ihre Physiologie.

Die erforderliche Regulierung durch den jährlich

vorgeschriebenen Abschuss wird dadurch

erschwert.

Den Waldbesitzern muss die Möglichkeit

eingeräumt werden, ihr Eigentumsrecht

und ihre Verantwortung als Eigentümer durchzusetzen.

Das braucht Verständnis für strengere

Reglements im Nebeneinander der Nutzungsarten.

Foto (3): Ch. Mooslechner

Möglichkeit Natur gezielt zu inszenieren

und damit aber auch auf kleinräumigere

Flächen zu beschränken bzw. zu

kanalisieren.

Auch der Vorsitzende des Wildökologischen

Forum Alpenraum - Felix

Montecucolli - bestätigte den von Taurer

aufgezeichneten Trend, dass insbesondere

der Wald als Lebensraum

neben seiner Schutz- und Nutzfunktion

zunehmend auch diese Wohlfahrts-

und Erholungsfunktion ausüben

soll. Er sieht ebenso wie Prof.

Knoke die Zukunft in einer Intensivierung

der land- und forstwirtschaftlichen

Tätigkeit in einem nachhaltigen

Sinne und plädierte seitens der übrigen

Landnutzer, vor allem der Erholungssuchenden,

um Verständnis für ein

künftig strengeres Reglement im Nebeneinander

der einzelnen Nutzungsarten

des Alpenraumes.

Nur so lässt sich dauerhaft auch der

Wildlebensraum und damit ein gesunder

Wildbestand in den Alpen erhalten.

„Die Art der Landnutzung

definiert den

Handlungsspielraum

für die Jagd. In schadensanfälligen

Lebensräumen

ist die Jagd zu

Dr. Friedrich Völk, ÖBf AG

intensivieren. Schließlich fordert Jagdausübung

Disziplin und ein umfassendes Wissen

über die Zusammenhänge im Lebensraum.“

Prof. Dr. Friedrich Reimoser,

BOKU Wien

„Die Maximierung der

einzelnen Landnutzungsinteressen

führt

letztlich dazu, dass

der Wildlebensraum

noch mehr eingeengt

wird und das Wild

als schwächstes Glied in der Kette Schaden

verursacht oder aus angestammten Lebensräumen

abwandert. Gegenseitige Rücksichtnahme

ist daher ein Gebot der Stunde, wenn es sein

muss, auch durch Ausweisung von Betretungsverboten.”

Dipl.-Ing. Felix Montecuccoli,

Präsident Land&Forst

Betriebe Österreich

„Die Zunahme der

Weltbevölkerung und

der Rohstoffhunger

führen an einer Intensivierung

der Land- und

Forstwirtschaft nicht

vorbei. Die Grundeigentümer

sind bereit,

die Produktion zu steigern und gleichzeitig die

Verantwortung für einen intakten, leistungsfähigen

Alpenraum zu übernehmen. Dazu

braucht es allerdings auch mehr Verständnis

der übrigen Landnutzer, insbesondere für

Habitatschutzgebiete.”

Waldverbandaktuell Juli 2013 25


Neues aus den Bundesländern

Foto: G. Pfabigan

Waldfest Raabs/Thaya

Unter dem Motto „Lebende Werkstatt

der Zimmerer“ wurde das 2. Waldfest

mit einem Bieranstich am Hauptplatz

in Raabs/Thaya eröffnet. Neben

Forstmaschinenvorführungen und einem

Jagdhornbläserkonzert konnten die rund

2.000 Besucher auch diverse Wald- und

Holzarbeit - Vorführungen mitverfolgen.

Ebenso am Programm standen ein Waldkino

und das traditionelle Maibaumaufstellen.

Das umfangreiche Kinder- und

Jugendprogramm mit Go-Kart fahren

und einer Kinder-Holzerlebniswelt hat

es den „kleinsten“ Besuchern besonders

angetan.

Foto: Carina Karlovits

Doktoratsinitiative "Holz -

Mehrwertstoff mit Zukunft"

Um mehr private Gelder für Wissenschaft

und Forschung zu gewinnen, setzt

das Wissenschafts- und Forschungsministerium

(BMWF) gezielte Anreize.

Jüngstes Beispiel ist die Doktoratsinitiative

„Holz – Mehrwertstoff mit Zukunft“

(DokIn’Holz), die auf Initiative des Wissenschafts-

und Forschungsministeriums

in Zusammenarbeit mit der Kooperationsplattform

Forst – Holz – Papier

(FHP) entstanden ist und in einer gemeinsamen

Pressekonferenz von Wissenschafts-

und Forschungsminister Dr.

Karlheinz Töchterle, Rektor Dr. Martin

Gerzabek (Universität für Bodenkultur),

Georg Adam Starhemberg (Vorsitzender

FHP) und Dr. Erich Wiesner (Leiter

FHP-AK Forschung & Normung)

präsentiert wurde. Die einzelnen Dissertationsthemen

decken dabei die gesamte

Wertschöpfungskette Forst – Holz –

Papier ab und sind über das Leitthema

„nachhaltige Ressourcennutzung“ miteinander

verknüpft.

Weitere Informationen unter www.forstholzpapier.at.

Tag des Waldes 2013

HeiSS ging es heuer her, am Hauptplatz

in Graz - nicht nur wetterbedingt bei 33

Grad - sondern auch beim tollen Rahmenprogramm

wurde den Zuschauern eingeheizt. 21

Organisationen folgten am 19. Juni dem Ruf des

Veranstalters - dem Forstvereins und kamen

am Grazer Hauptplatz zusammen. Einblicke

in die Forstwirtschaft – ihre Wirkungsweise

sowie deren Leistung für die Gesellschaft und

Wirtschaft wurden geboten. Für Action sorgten

die Schüler der HLFS Bruck mit ihrer eindrucksvollen

Motorsägenperformance. Am Stand des

Waldverbandes konnte man seiner Fantasie bei

der Holzbastelwerkstatt vom Ratschenbauer

freien Lauf lassen. Foto: Harry Schiffer

26

Waldverbandaktuell Juli 2013


Foto: Bernhard Kern, BMLFUW

Unser Wald - Das

Rezept für Nachhaltigkeit

Das Konzept einer nachhaltigen und

multifunktionalen Waldbewirtschaftung

ist von hoher wirtschaftlicher Bedeutung.

Um die wegweisende Bedeutung

des Waldes in Bezug auf Nachhaltigkeit

in den Mittelpunkt zu rücken, wurde

2013 ein besonderes Projekt gestartet:

"Unser Wald - Das Rezept für Nachhaltigkeit".

Das Projekt vermittelt das Thema

und die Funktionen des Waldes aus

einer neuen Perspektive und verschreibt

quasi das "Rezept für Nachhaltigkeit".

Es handelt sich dabei um kein typisches

Medikament aus der Apotheke, denn in

der Schachtel sind ein Zirben-Holzblock

und eine Packungsbeilage zu finden. Die

Zirbe als Wirkstoff steht dabei symbolisch

für alle positiven Eigenschaften des

Waldes. Die Gebrauchsinformation gibt

Anleitungen über die richtige Anwendung,

eventuelle Nebenwirkungen und

Aufbewahrungshinweise.

Weitere Informationen: www.lebensministerium.at/forst

Staatspreis für beispielhafte

Waldwirtschaft 2013

Seit 1994 vergibt der Bundesminister

für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und

Wasserwirtschaft den „Staatspreis für beispielhafte

Waldwirtschaft“ an hervorragend

wirtschaftende österreichische Waldbauern.

Durch den Staatspreis werden die vielfältigen

Möglichkeiten, aus dem Wald naturverträglichen

wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen aufgezeigt,

das Selbstverständnis der Waldbäuerinnen und

Waldbauern gestärkt und der Stellenwert der

bäuerlichen Waldwirtschaft erhöht. Sie findet

am 13. September 2013 in der Landwirtschaftskammer

Niederösterreich in St. Pölten statt.

Neues Baugesetz

in Oberösterreich

In Oberösterreich wurden die Bauordnung,

das Bautechnikgesetz und

die Bautechnikverordung grundlegend

überarbeitet. Durch Änderungen der

Brandschutzvorschriften im Bautechnikgesetz

und in der Bautechnikverordnung

kommt es in Oberösterreich zu erheblichen

Erleichterungen beim Bauen

mit Holz. Damit wird eine langjährige

Forderung von proHolz Oberösterreich

und der gesamten Holzbranche erfüllt.

Vielgeschossige Holzgebäude sind jetzt

rechtlich auch in Oberösterreich möglich.

Diese Unterlagen können im Internet

unter www.proholz-ooe.at gratis heruntergeladen

werden. Gedruckte Einzelexemplare

sind unter info@proholzooe.at

kostenlos zu beziehen.

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QUALITÄTSPRODUKTION 2013

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Wildverbiss-Schutz

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Tel.: 0316/46 02-0, Fax-DW: -47, E-mail: info@cheminova.at

06/13 Die Produkte sind gefährlich im Sinne des Chemikaliengesetzes.

Beachten Sie Gebrauchsanweisung und Gefahrenhinweise

Waldverbandaktuell Juli 2013 27


Waldverband Steiermark

Forstliche

Ausbildungsstätte Pichl

Rittisstraße 1, 8662 Mitterdorf i. Mürztal

Tel. 03858/2201, www.fastpichl.at

Aktuelles aus Pichl

Pilze und Schwammerl des

Waldes

am 15. September 2013

Baumsteigen und

Bergetechnik

vom 30. September bis 2.Oktober 2013

Motorsägenkurs für

Brennholzwerber

vom 11. bis 12 Oktober 2013

Besonders empfehlenswert

Das neue Pflanzenschutzmittelgesetz

Das neue Steiermärkische Pflanzenschutzmittelgesetz

birgt eine Vielzahl

von Neuerungen, die nicht nur die

Land-, sondern auch die Forstwirtschaft

betreffen. Sachkundenachweis, Ausbildungsbescheinigungen,

Fortbildungspflicht,

Lagerung und Ausbringung sowie

Aufzeichnungspflichten werden hier neu

geregelt. Alle Betroffenen, die Umgang

mit Pflanzenschutzmitteln haben, sollten

sich rechtzeitig informieren! Weiters wird

bei diesem Seminar Wissenswertes über

Unfallverhütung, Schutzkleidung und Erste

Hilfe beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln

berichtet.

Termin 19. September 2013

Der Wald in der

Psychoanalyse

Der Wald als Produktionsfaktor, Schutzschild

im Gebirge, Wasserspeicher und

Wasserfilter sowie Erholungsraum hat

noch andere, oft noch nicht erkannte

bedeutsame Wirkungen auf den Menschen.

Der Baum und auch der Wald werden

häufig in der Psychotherapie eingesetzt.

Können diese "anderen" Wirkungen des

Waldes noch aktiver genutzt werden?

Welche weiteren positiven Aspekte kann

der Wald für die Gesundheit des Menschen

leisten?

Termin 11. Oktober 2013

Und welchen Durchmesser haben Ihre Laub- und Nadelbäume?

Gesucht: Der stärkste Baum

Wo stehen die stärksten Bäume unserer Mitglieder? Unser Wettbewerb läuft noch

bis Ende August. Wir suchen die stärksten Laub- und Nadelbäume unserer Mitglieder,

welche auf einer ausgewiesenen Waldparzelle stehen (keine Parkbäume).

Die Prämierung findet am 24. Oktober

beim Steirischen Waldbauerntag in Leoben

statt. Gewertet wird in den Kategorien

stärkster Laubbaum und stärkster

Nadelbaum. Im Fotoarchiv auf www.holzabrechnung.at

können die Bäume von

Bewerbern, die bereits für den Wettbewerb

gemeldet sind, jetzt schon bewundert

werden. Teilnehmen am Wettbewerb

können alle Mitglieder des Waldverbands

Steiermark durch Einsenden eines digitalen

Fotos ihres stärksten Baumes mit folgenden

Informationen: Name und Adresse

des Mitglieds, Baumart, Brusthöhendurchmesser

(BHD) oder Umfang und

genauer Standort des Baumes.

Einsendungen an: elisabeth.reiterer@

waldverband-stmk.at. Einsendeschluss:

30. August 2013 – der Rechtsweg für

diesen Wettbewerb ist ausgeschlossen!

Die Teilnehmer stimmen der Veröffentlichung

ihrer Fotos im Fotoarchiv auf der

Mitgliederplattform zu. Neben einer Urkunde

winken den Gewinnern wertvolle

Preise:

• Zwei Holzmesskluppen, Länge 120

cm, gesponsert von der Lagerhausgenossenschaft

St. Michael und von Interforst

Zeltweg

• Zwei 2-Mann-Zugsägen, gesponsert

von Grube-Forst

• Ein Gutschein für einen Motorsägenkurs,

gesponsert von der FAST Pichl

und weitere interessante Sachpreise.

Sonderangebot an alle Mitglieder der Waldverbände

Anti-Kipp-System für Funkseilwinden gibt mehr Sicherheit beim Holzrücken!

In Zusammenarbeit mit Biastec KG aus

Molln, Oberösterreich, bietet der Waldverband

Steiermark das Anti-Kipp-System

zum Sonderpreis für alle Mitglieder der

Waldverbände.

Informationen zum Anti-Kipp-System und

das Bestellformular finden Sie auf www.

waldverband-stmk.at oder einfach direkt

beim Waldverband Steiermark anfordern.

Waldverband Steiermark

Tel.: 0316/8050-1370,

Email: elisabeth.reiterer@waldverband-stmk.at

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€ 549,- (inkl. Mwst.)

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28

Waldverbandaktuell Juli 2013


Waldverband Steiermark

Damenteam der HLFS

Bruck auf Erfolgskurs!

Sechs junge Damen der HLFS für

Forstwirtschaft trainierten über ein Jahr

hinweg für die heurigen Bewerbe. Die

beiden Trainer DI Gottfried Arbesleitner

und Ing. Bernhard Maurer sind

stolz auf die Damen. Nicht nur, dass sich

Julia Krampl nun Siegerin der Alpen–

Adria-Waldolympiade nennen darf,

auch den zweiten und dritten Platz

konnten Alexandra Russ und Raphaela

Kuzmits erreichen. Mit den sehr guten

Bewerbsergebnissen von Stefanie Nievoll

konnten die Damen den Waldolympiade–Mannschaftspokal

für sich gewinnen.

Bei den Staatsmeisterschaften der

Waldarbeit schnitt in der Wertung auch

Jasmin Grieshofer mit. Das Damenteam

konnte sogar die Mannschaftswertung

als „Staatsmeisterinnen der Waldarbeit

für Schüler und Studenten“ erreichen.

Der Sieg bei diesen Meisterschaften

war auch die Voraussetzung, europaweit

bei den „12th Forest skills“, den Europameisterschaften

teilzunehmen. Den Sieg

heimsten die Forstlerinnen auch hier bei

der Damenwertung sowie beim „Fair

Play – Preis“ ein.

Ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung

möchten wir an Schulleiter

Dir. Anton Aldrian richten!

FL. Ing. Maurer Bernhard

Biomasse-

Wärmecontracting

Foto: iStock

Foto:

Foto:

iStock

iStock

Das Prinzip der Energiedienstleistungen ist

einfach: Für den Gebäudebesitzer steht nicht

wir das Heizsystem, sondern eine bestimmte Raumtemperatur

im Vordergrund. Diese kann aber im Auftrag in der wir Stadt Graz Betreuen

rund 600 Hektar

wir Betreuen

im Auftrag der Stadt Graz rund 600 Hektar

international zertifizierte Grazer Waldflächen,

Steiganlagen zu Grazer rastplateaus,

international im zertifizierte Auftrag Picknickwiesen, der Stadt uvm. Grazer rund Waldflächen,

600 Hektar

vielen Fällen von einem spezialisierten Dienstleister,

wie einer bäuerlichen Genossenschaft,

Steiganlagen international zu Grazer rastplateaus,

zertifizierte Grazer Waldflächen,

Picknickwiesen, Steiganlagen uvm. zu Grazer rastplateaus,

wesentlich effizienter und kostengünstiger

Picknickwiesen, uvm.

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Baumanagement Graz GmbH

bereitgestellt werden als vom Gebäudebesitzer

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in Eigenregie. Warum dies der Fall ist, kann in

der neuen Broschüre nachgelesen werden.

Preis: 8,- € (zzgl. Versand- und Bearbeitungsgebühren),

Bestellung: Mag. Tanja Solar, Tel.: 0316/8050-

1409 oder E-mail: tanja.solar@lk-stmk.at

Biomasseboom fordert

gut ausgebildete Akteure

Im Rahmen eines europaweiten Projekts

wurden ein Biomasse-Trainingsprogramm

konzipiert und Biomassetrainern,

die ihr umfangreiches Wissen in

künftigen Trainingskursen weitergeben

geschult. Die Forstliche Ausbildungsstätte

Pichl arbeitet seit 2011 als eine von

sechs internationalen Projektpartnern

am Projekt mit. Neben einem Know-

How Transfer fand Ende Februar 2013

eine Trainingswoche für die Lead Trainer

(Personen, die künftig das Trainingsprogramm

in ihrem Land umsetzen) in

Foto: iStock

GBG Gebäude- und

GBG Gebäude- und

Baumanagement GBG Gebäude- und

Baumanagement Graz GmbH Graz GmbH

Brückenkopfgasse Baumanagement 1

Graz GmbH

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Graz

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der FAST Pichl statt und im Frühjahr

2013 konnte in einem fünftägigen Trainingskurs

fünf neue Trainer für Österreich

ausbilden.

Weitere Infos unter www.fastpichl.at

oder der Tel.: 03858/2201-0.

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Graz Umgebung:

30,5 ha Gutshof mit großem Stallgebäude,

Werkstätte etc., arrondierte Acker-, Wiesen- und

Waldflächen, Wohnhaus mit exklusiven Baustil

und repräsentativen Räumlichkeiten, eigene

Versorgung mit Wasser und Hackgutheizung.

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Nähe Osttirol:

280 ha Gamsjagd in arrondierter Kessellage,

sehr gute Gams-, Rot-, Rehwildjagd mit Jagdhütte

und Nebengebäude, alleinige Zufahrt

ins Revier, ca. 120 ha Wald im Ertrag / außer

Ertrag (SW).

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12,5 ha Wiesen, Rest Wald in Alleinlage

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Stallgebäude für Rinder, Pferde etc., eigene

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Steiermark:

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Waldbonität, landw. Flächen arrondiert,

Jagdhaus vorhanden.

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Näheres im Büro!

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www.ibi.at

goesslersailer.at

Waldverbandaktuell Juli 2013 29


Wald & Wirtschaft Stora Enso

Kontakt

Stora Enso Wood Products GmbH

Holzeinkauf Zentraleuropa

A-3370 Ybbs, Bahnhofstraße 31

+43 (0) 7412/53033-0

Holzeinkauf.oesterreich@storaenso.com

www.storaenso.com/holzeinkauf

Das Betriebsgelände Sollenau umfasst rund 27 Hektar.

Stora Enso -

der ideale Partner

Foto: Stora Enso

Westliches Industrieviertel

Florian Haunschmidt, 0664/8292048

florian.haunschmidt@storaenso.com

Stora Enso ist ein öffentlich notiertes Unternehmen und mit 28.000 Mitarbeitern in mehr

als 35 Ländern der größte Schnittholzproduzent Europas. In Zentraleuropa betreibt Stora

Enso acht Sägewerke, wobei davon in Österreich vier Sägewerke erfolgreich tätig sind.

Östliches Industrieviertel,

Burgenland

Franz Hintergräber, 0664/8291955

franz.hintergraeber@storaenso.com

Rainer Schrenk

Mit einem Jahreseinschnitt von

300.000 Festmeter Rundholz zählt das

Stora Enso Werk in Sollenau zu den

größten Sägewerken Österreichs und beschäftigt

am Standort 150 Mitarbeiter.

160.000 Kubikmeter Schnittholz werden

im Jahr produziert – der größte Teil

davon wird zu Leimbindern weiterverarbeitet.

Stora Enso betreibt in Österreich

weitere drei Sägewerke mit unterschiedlichsten

Endprodukten. Im südlichsten

Werk Bad Sankt Leonhard sowie im

Werk Ybbs an der Donau werden auch

großformatige Massivholzplatten „CLT“

(cross laminated timber) hergestellt, welche

im Haus und Projektbau eingesetzt

werden.

Nachhaltigkeit bei Stora Enso

ein Top Ziel

Ihr Wald ist uns ein Anliegen. Die Erhaltung

des Ökosystems Wald ist für uns

von großer Wichtigkeit, daher beziehen

wir unser Holz ausschließlich aus nachhaltig

genutzten bzw. zertifizierten Wäldern.

In der Verarbeitung setzen wir

höchste Umwelt – und Arbeitssicherheitsstandards

über die gesamte Wertschöpfungskette.

Unser Leitbild ist es,

den Rohstoff Holz langfristig und nachhaltig

gemeinsam mit dem Waldbesitzer

zu nutzen und in unseren Sägewerken

direkt zu verarbeiten. Damit sichern wir

auch das nachhaltige Einkommen für die

Forstwirtschaft und steigern die regionale

Wertschöpfung.

Gemeinsam zum Erfolg

Wir kaufen hauptsächlich Fichte und

Kiefer als Sägerundholz (Zopf 12 cm bis

Mittendurchmesser 59 cm, verschiedene

Längen) ab Waldstraße, ab Stock oder

frei Werk. Weiters kaufen wir Industrieholz

sowie Biomasse. Stora Enso unterstützt

Sie auch bei der Nutzung Ihres

Waldes. Wir organisieren sowohl den

Einschlag, als auch den Abtransport.

Unsere Leistungen im Überblick:

• Marktgerechte Preise und sichere

Bezahlung

• Optimale Wertausbeute

• Ein Abnehmer für alle Sortimente

• Übersichtliche Abwicklung und

rasche Abfuhr

• Tägliche Datenbereitstellung

• Gute Betreuung und diverse

Hilfestellungen

30

Waldverbandaktuell Juli 2013


Stora Enso

building and living

Ihr Wald ist uns ein Anliegen!

Verarbeitung von Holz aus nachhaltig genutzten

Wäldern

Sicherung des forstlichen Einkommens

Steigerung der regionalen Wertschöpfung

Direkte Verarbeitung in unseren Sägewerken

Höchste Umwelt- und Arbeitssicherheitsstandarts über

die gesamte Wertschöpfungskette

GestAlten - erneuern - vertrAuen

www.storaenso.com

holzeinkauf.oesterreich@storaenso.com

Forstmulchen Roden Steinfräsen

• Arbeitstiefe bis 10 cm

• Steile Flächen bis 45° möglich

• Zerkleinern von Baumstöcken & Ästen

• Zerkleinern von Baumstöcken

• Durchmischung des Bodens

• Arbeitstiefe bis 40 cm

Steinwendner Agrar-Service GmbH

4600 Thalheim bei Wels, Brandmairstraße 5

+43-(0)7242-51295, office@steinwendner.at

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• Arbeitstiefe bis 30 cm

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INTERFORST Österreich GmbH

8740 Zeltweg I Bundesstraße 64

Tel: 03577 25 700

Fax: 03577 25 700 50

info@interforst.at

www.interforst.at

Waldverbandaktuell Juli 2013 31


Österreichischer Waldbauerntag 2013

Verleihung des Staatspreises für beispielhafte Waldwirtschaft 2013

und Sonderkategorie Kooperation

durch Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich

am Freitag, 13. September 2013 in St. Pölten

Veranstaltungsort

Landwirtschaftskammer Niederösterreich

Wiener Straße 64, 3100 St. Pölten

Tel. 05 0259-0

E-Mail: office@lk-noe.at, www.lk-noe.at

Um Anmeldung wird gebeten

unter Tel. 05 0259 24000 bzw. forst@lk-noe.at

Waldverbandaktuell

Infomagazin für Mitglieder des Waldverbandes

P.b.b. - Verlagspostamt 8010 Graz, ZLN 02Z032493 M

Die nächste Ausgabe erscheint

Mitte Oktober 2013

Sie können die Ausgaben der jeweiligen Landeswaldverbände auch

unter www.waldverband.at/de/mitgliederzeitung/ online

nachlesen. 32 Waldverbandaktuell Juli 2013

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