DMG-informiert 6/2016

dmginterpersonal

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen. Thema dieser Ausgabe: Andere lehren – Mission ist Bildung

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 6/2016

ANDERE LEHREN –

Mission ist Bildung


THEMA

ANDERE LEHREN –

Mission ist Bildung

Was ist der Unterschied zwischen

christlicher Mission und Bildung?

Haben beide Bereiche überhaupt

etwas miteinander zu tun? In den Medien

kommt Mission ja oft sehr schlecht weg,

Bildung dagegen gilt grundsätzlich als gut.

Sie ist ein kulturelles Menschenrecht. Einige

würden vielleicht sogar sagen: „Bildung

fördert Kultur, Mission zerstört sie.“

Okay, so simpel ist die Realität jedoch

nicht …

Schon in Deutschland ist man sich nicht

darüber einig, was Bildung überhaupt

darstellt. Und je weiter wir über die

Grenzen der westlichen Welt hinausschauen,

desto unklarer wird der Begriff.

Das geht bis ins Extrem: Die islamische

Terrorgruppe Boko Haram beispielsweise

– ihr Name bedeutet „Bücher sind

Sünde“ – wendet sich gegen jede Form

westlicher Bildung. Sie glauben, dass

unsere Formen von Schule und Lehre die

islamische Kultur zerstören. Wer hat nun

Recht – die Mehrheit, der gesunde Menschenverstand,

wir Christen? Warum?

„… und

macht zu Jüngern

alle Völker … und lehrt

sie halten alles, was ich

euch befohlen habe.“

Matthäus 28,19+20

Der Missionsauftrag ist ein Bildungsauftrag

Schauen wir auf den Anfang der weltweiten

Mission: Jesus Christus selbst gibt

in Matthäus 28,18–20 den Startschuss

dafür. Sein Auftrag hat nicht nur Bekehrung

und Gemeindegründung zum Ziel.

Sondern: „… macht zu Jüngern alle Völker.“

Das ist ein Aufruf zu einem weltweiten

Ausbildungs- und Trainingsprogramm.

Drei Jahre lang hat Jesus selbst die ersten

Jünger intensiv geschult. Danach sendet

er sie in alle Welt hinaus, damit sie ihrerseits

andere nach seinem Vorbild schulen:

„… und lehrt sie halten alles, was ich euch

befohlen habe.“

Hier geht es um große Fragen: Wer

ist Gott? Was ist der Mensch? Wie kann

man Gott erkennen? Wie soll die Beziehung

von Mensch zu Mensch und von

Mensch zu Gott aussehen? Viele Antworten,

die die Bibel darauf gibt, prägen

noch heute unsere Gesellschaft. Manche

finden sich sogar in unseren Schulgesetzen

verankert: „Über die Vermittlung von

Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten hinaus

ist die Schule insbesondere gehalten,

die Schüler in Verantwortung vor Gott,

im Geiste christlicher Nächstenliebe,

zur Menschlichkeit und Friedensliebe […]

zu erziehen und in der Entfaltung ihrer

Persönlichkeit und Begabung zu fördern“

(§ 1 Abs. 2 SchG Baden-Württemberg).

Christliche Werte als Bildungsauftrag

in staatlichen Schulen? Wie ist es

dazu gekommen? Die säkularisierte

Gesellschaft verdrängt gerne, dass

es vor allem Christen waren, die

Bildung in unserem Land überhaupt

erst eingeführt haben.

Denken wir an die Klöster

im frühen Mittelalter; und an

Reformator Johann Amos Comenius

(1592–1670), dessen umfassende, aus

der Bibel inspirierte Bildungsinitiative

während und nach der Reformation Maßstäbe

für ganz Europa gesetzt hat. Darauf

bauten Pietisten wie Philip Jacob Spener

(1635–1705) und Johann Julius Hecker

(1707–1768) auf; diese inspirierten die

preußischen Könige zum Schuledikt und

Grundschulreglement, aufgrund dessen

heute jedes Kind in Deutschland eine ordentliche

Schule besuchen kann. An der

Geschichte Europas wird ganz offensichtlich,

dass das Evangelium zu Volksbildung

geführt hat, die wiederum den Glauben

stärkte: zum Ebenbild Gottes geschaffen,

hat jeder Mensch unendliches Potential,

soll die Bibel selbst lesen und über Gott

nachdenken. Darum Bildung für alle!

In vielen anderen Religionen wird der

einzelne Gläubige bewusst unwissend gehalten.

Das religiöse Wissen bleibt beim

Schamanen; ein geheimes Mantra, einer

kleinen Kaste von Glaubensprofis vorbehalten.

Das hält den Laien in ständiger

Abhängigkeit. Das Evangelium dagegen

setzt von Anfang an auf die Mündigkeit

und Befähigung des Einzelnen. Jeder

Gläubige ist mit Gottes Geist ausgestattet;

er/sie soll verstehen, was Gott uns in

der Bibel sagt, soll ermutigt und geschult

werden, seine Begabungen für Gott und

Menschen einzusetzen. Seit Luther sprechen

wir vom „Priestertum aller Gläubigen“

– das schließt Bildung zwingend mit

ein. Deshalb wurde aus der Reformation

direkt auch eine Bildungsbewegung.

Weg von Abhängigkeiten, hin zur Mündigkeit

– das ist eines meiner Basisziele

an unserer theologischen Ausbildungsstätte

hier auf der Karibikinsel Haiti. Vor

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Haiti-Nothilfe

sechs Jahren saß Pastor Johny Espérence

bei mir im Kurs „Animation biblique“

und lernte, dass ein Bibelabend kein

Expertenmonolog sein muss. Dass der

Pastor Fragen stellen und die Gemeindeglieder

trainieren kann, selbst in der Bibel

Antworten zu entdecken. Johny war

begeistert. Seitdem setzt er das Gelernte

konsequent um, in der Gemeinde, im

Klassenraum und bei Lehrerkonferenzen.

„Wo immer er solche Bibelarbeiten hält,

erfahren Menschen Segen und entdecken

Wahrheiten, die ihnen weiterhelfen –

ob sie lesen können oder nicht“, sagt

seine Frau über Pastor Johnys Dienst.

Ab nächstes Jahr wird er „meinen“ Kurs

unterrichten – wahrscheinlich besser als

ich es als Ausländer je könnte.

Wo immer Missionare die Bibel

übersetzen und Gemeinden entstehen,

lehren sie auch das Lesen und Schreiben,

gründen Schulen, entsteht auch eine

Bildungsbewegung. Wie bei DMG-Missionarin

Ulrike Heyder im Benin. Sie hat die

Bibel in die Sprache der Sola übersetzt.

Gemeinsam mit Kollegen war sie von

Anfang an auch unermüdlich mit Lesefibeln

und Alphabetisierungskursen in

Dörfern unterwegs. Denn was würde die

neue Bibel nützen, wenn keiner sie lesen

kann. Wo die Botschaft der Bibel gelehrt

wird, bekommen Menschen Schulen in ihr

Dorf, und der Auftakt zu Bildung eröffnet

ihnen völlig neue Zukunftsperspektiven.

Robert D. Woodberry, Professor für

Soziologie und Politik, kam in seinen

Forschungen zum Ergebnis, dass sich

biblische Verkündigung positiv auf

Gesellschaften auswirkt. Woodberry

wurde mehrfach ausgezeichnet für seinen

wissenschaftlichen Artikel „The Missionary

Roots of Liberal Democracy“ (2012),

in dem er nachweist, dass evangelikale

Missionare „die Entstehung und Verbreitung

stabiler Demokratien in der ganzen

Welt stark gefördert haben“.

Unser Gemeindeverband, die Baptisten

im südlichen Haiti (MEBSH), feiert

dieses Jahr sein 80-jähriges Bestehen.

Von Anfang an waren es Haitianer, die

evangelisiert und Gemeinden gegründet

haben. Das erste, was ausländische

Missionare zur Entwicklung beigetragen

haben, war die Gründung einer theologischen

Ausbildungsstätte. Bis heute

wird mit fast jeder neuen Gemeinde auch

eine Schule gegründet. Inzwischen sind

durch diese Kirche mehr als 400 Schulen,

zehn Berufsschulen und eine Universität

entstanden. Mission trägt erheblich zu

Bildung bei und muss den Vergleich mit

anderen weltanschaulichen Ansätzen

wahrlich nicht scheuen.

Der Missionsauftrag ist

mehr als ein Bildungsauftrag

Doch Mission geht über den Bildungsauftrag

hinaus. Die Hauptanweisung von

Jesus lautet: „Macht zu Jüngern alle Völker“

– also zu Menschen, die Jesus folgen.

Christliche Mission ist keine politische

Mission. Ihr Hauptziel ist nicht zuerst die

Veränderung äußerer Umstände, sondern

die geistliche Veränderung von Menschen:

ihr Vertrauen zu Jesus, die Umkehr und

Wiedergeburt aus Gottes Geist. Soziale

und politische Veränderungen sind die

Folge.

Unter dem Titel „Als Atheist glaube

ich wirklich, dass Afrika Gott braucht“

schildert der britische Journalist Matthew

Parris, was seine „Überzeugung, dass

es keinen Gott gibt, in peinliche Verlegenheit

gebracht“ hat. Aufgewachsen in

Afrika, stellt er fest: Säkulare Projekte

„alleine werden nichts nützen. In Afrika

verändert das Christentum die Herzen

der Menschen. Es bringt eine geistige

Umwandlung. Die Wiedergeburt ist real,

die Veränderung gut […] schwarze und

weiße Christen, die in Afrika arbeiten,

heilen die Kranken, lehren die Leute lesen

und schreiben“ (The Times, London,

27.12.2008).

Hier in Haiti herrscht großes Misstrauen,

wenn es um Geldangelegenheiten

geht. In Geschäften sitzt der Chef entweder

selbst an der Kasse oder erhöht im

Rücken der Kassierer, um diese zu kontrollieren.

Andernfalls greift man gerne

auf bewusste Christen zurück, weil man

ihnen vertraut. Seit wir das Logo unseres

Baptistenverbandes auf beiden Seiten

unseres Autos angebracht haben, werden

wir in Polizeikontrollen oft einfach durchgewunken.

„Ah, MEBSH! Met alle“, sagen

die Polizisten. Sie gehen davon aus,

dass wir Christen keine Verbrecher,

Waffen- und Drogenschmuggler

sind. Christen fallen in Haiti

durch ihren Charakter

positiv auf – nicht alle,

nicht immer und auch

nicht jedem, aber in

der Summe doch –

Herzlichen Dank für Ihre große Spendenbereitschaft nach

Hurrikan Matthew, der den Süden des Karibikstaates

verwüstet hat. Die DMG hat Partnerwerke (bspw. Worldteam

und den haitianischen Baptistenverband) und eigene

Missionare wie Ehepaar Schnüll, Clemm und Susanne

Fassl im Notstandsgebiet, die helfen. Gerne leiten wir

Ihre Gaben weiter.

Stichwort P50406,

Nothilfe Haiti Hurrikan

als Hoffnungsschimmer in einer Gesellschaft,

die sich durch viel Unehrlichkeit,

Korruption und Machtmissbrauch noch

immer selbst zerstört.

Ist alles, was in der Mission geschieht

gut? Machen Missionare alles richtig?

Schon meine eigenen großen und kleinen

Dummheiten aus zwölf Jahren in vier

Ländern reichen für ein klares: Nein.

Auch Christen machen Fehler. Doch

das macht sie nicht gleich zu bornierten

„Fundamentalisten“, wie sie von Kritikern

dargestellt werden. Die umfassende

Studie „Religionsmonitor“ der säkularen

Bertelsmann-Stiftung wies vielmehr nach,

dass sich engagierte Christen stärker

sozial einsetzen und toleranter gegenüber

anderen Weltanschauungen sind als

nichtreligiöse Menschen.

Wir als Missionsteam – Beter, Unterstützer

und Missionare – dürfen

Gott dankbar sein für unseren Glauben.

Warum sollten wir uns schämen, dass

dieser Glaube in Gottes Wort ein festes

Fundament hat? Dieses Wort wurde

„Hand und Fuß“ in Jesus. Das ist es, was

wir in diesen Tagen feiern: „Gott war das

Wort … und das Wort wurde Mensch“

(Joh 1,1+14). Dieses Wort bekommt

mit uns erneut Hand und Fuß und zieht

Segensspuren durch jede Gesellschaft,

wo immer es verkündigt wird. In diesem

Sinne wünschen wir als weltweites

DMG-Team Ihnen, liebe Leser, frohe und

segensreiche Festtage.

Volker Schnüll

Theologischer Dozent

in Haiti

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EUROPA

BELGIEN

Renate und Berthold Lamparter

NIEDERLANDE

Felix und Kerstin Henrichs

René und Anna Reifel

Im Hafen

Hoffnung schenken

Religionsunterricht

hat gute Wirkung

Warum sind eigentlich alle

Kinder im evangelischen Religionsunterricht

Schwarze?“, fragte

mich (Renate) ein Schüler. Tatsächlich

kommen die meisten meiner Schüler

aus Afrika. Für meine Kollegen sieht

es beinahe so aus, als gebe es unter

den Flamen keine evangelischen

Christen. Der Grund ist, dass viele

gläubige Familien ihre Kinder lieber

auf eine der zahlreichen katholischen

Schulen schicken, weil dort Disziplin

und ein katholisch-christliches Wertesystem

hochgehalten und weniger

atheistisches Gedankengut

gelehrt

wird.

An einigen

Schulen darf man

protestantischen

Religionsunterricht

wählen; diesen

geben Lehrer wie

ich, mit evangelischem oder freikirchlichem

Hintergrund. Jedes Kind darf

sich selbst sein und wird akzeptiert,

selbst wenn er/sie anders denkt

oder glaubt. Das gelingt erstaunlich

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INHALT

EUROPA

ASIEN

AFRIKA

AMERIKA

Veranstaltungen

Weihnachtsprojekt

Der Religionsunterricht ist

meine Chance, Kinder zu

begleiten und gemeinsam

mit ihnen zu entdecken,

was der Glaube mit ihrem

Leben zu tun hat.

gut. Der Religionsunterricht an

öffentlichen Schulen ist meine

Chance, Kinder sechs Jahre lang

zu begleiten, ihnen wöchentlich

von Gottes Heilsplan zu erzählen

und gemeinsam mit ihnen zu entdecken,

was der Glaube mit ihrem

Leben zu tun hat.

Letztes Jahr begleitete ich ein

Mädchen, die mit ihrer Familie

neu aus dem Kongo nach Belgien

eingewandert war. Als einzige

Protestantin an ihrer Schule erhielt

sie Einzelunterricht bei mir.

Vertrauen wuchs.

Sie traute sich, mit

mir die neue Sprache

Niederländisch

zu üben. Neben

dem Unterrichtsinhalt

konnte ich ihr

das Schulsystem

erklären und sie

ermutigen, in die Musikschule zu

gehen, die hier ebenfalls staatlich

und nicht zu teuer ist. Am Ende

ihrer Grundschulzeit stellte sie

Fragen über Glaube, Sexualität,

ihr Verhältnis zur Mutter und

dem abwesenden Vater, die sie

mit niemandem sonst besprechen

konnte. Ich erzählte ihr von Gott,

der ihr liebender Vater sein will,

und von Jesus, der Brücke zum

Vater.

Selbst wenn nicht jede

Beziehung so tief wächst:

Ich bin dankbar für die

Möglichkeiten im Religionsunterricht.

Ich (Felix) plaudere auf einem Containerfrachter

im Rotterdamer Hafen

mit einem russischen Offizier; da tönt es

plötzlich hinter uns auf Englisch: „Felix,

mein Freund, wie schön, dass du da bist.“

Ein großer Mann aus Sansibar strahlt

mich an, mein muslimischer Freund Asim,

den ich letztes Jahr bei unserer Weihnachtsaktion

kennengelernt habe …

Jedes Jahr stellen Gemeinden aus

Deutschland und den Niederlanden rund

1.000 Weihnachtspäckchen für Seeleute

zusammen und verpacken sie hübsch. Die

verteilen René und ich dann auf Schiffen,

um den rauen Seebären an Bord eine

Freude zu machen und gemeinsam mit

ihnen Weihnachten zu feiern. Die Pakete

enthalten eine Mütze, Handschuhe, Süßigkeiten,

Deo, Shampoo und Duschgel

für Männer (Deckel mit Tesa zugeklebt),

Zahnbürste und -pasta sowie eine Weihnachtskarte

mit persönlichen Grüßen und

christlichen Schriften in Englisch.

Es ist wunderschön, einsame, fremde

Leute zu besuchen, zu beschenken

und mitzuerleben, wie sie daraus Kraft

und Hoffnung schöpfen und wie daraus

Freundschaften entstehen. Asim war

überglücklich, mich wiederzusehen …

Gerade bereiten wir uns auf die nächste

Aktion vor: Weihnachten mit Seemännern

auf den Schiffen zu feiern. Mit

den Päckchen geben wir die Liebe von

Jesus praktisch weiter und erzählen vom

größten Geschenk: Gottes Sohn, der für

uns Menschen in die Welt kam.

Jedes Jahr stellen Gemeinden

Weihnachtspäckchen zusammen.

Die verteilen René und ich auf

Schiffen, um Seeleuten eine

Freude zu machen.

Für Seeleute ist Weihnachten die Zeit,

in der sie sich besonders einsam fühlen.

Monatelang arbeiten sie weit weg von

Familie und Freunden. Selbst das wichtigste

Fest des Jahres erleben sie meist auf

dem Frachter statt zu Hause. Sie fühlen

sich vergessen. Die starken Männer aus

Asien und Nahost haben oft Tränen in

den Augen, wenn wir ihnen ein Geschenk

in die Hand drücken. Die Pakete öffnen

Türen fürs Evangelium.

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ITALIEN

Stephano und Katharina Carlomagno

ITALIEN

Erwin und Almut Büschlen

Sie wollen

helfen?

Verpacken Sie einen oder

mehrere Schuhkartons

mit dem im Text genannten

Inhalt schön und senden es bis

spätestens 7. Dezember 2016

an: Thomas Koch, Subachstr.

16, 35075 Gladenbach-Mornshausen.

Oder Sie spenden aufs DMG-

Konto mit Stichwort „P30262

Weihnachtsaktion Rotterdam“.

Mit dem Geld packen wir hier

Weihnachtspäckchen. Vielen

Dank für Ihre Hilfe.

Der Hunger

kommt beim Essen

ann müssen wir wohl doch noch

„Dzwei weitere Tische reintragen“,

sagt mein Kollege Paul und schaut mich

fröhlich an. Es ist Mittwochabend, und unsere

Gemeinde hat sich in einen randvollen

Schulraum verwandelt. Nach der langen,

typisch italienischen Sommerpause

fangen wir heute unseren Bibelkurs über

die vier Evangelien an, zu dem wir alle aus

unserer Gemeinde in der 50.000-Einwohner-Stadt

Avellino eingeladen haben.

Wir staunen, wie sehr

gemeinsames Studieren den

Zusammenhalt in unserer

Gemeinde fördert.

Wir sind begeistert von der Resonanz.

Mit 25 Teilnehmern ist fast der gesamte

harte Kern unserer Gemeinde vertreten.

Alle wollen Gottes Wort besser kennenlernen

und persönlich im Glauben

wachsen. Jung und Alt sind in der Gruppe

zusammen, und wir staunen, wie sehr

gemeinsames Studieren den Zusammenhalt

fördert. Sie haben viel Freude am

Miteinander. Es braucht eine Weile, bis

Ruhe einkehrt und die Lektion beginnen

kann.

Es ist das zweite Jahr, dass wir unsere

Vision verwirklichen und in der Gemeinde

theologische Schulung anbieten. Dabei

ist der Spruch „der Hunger kommt beim

Essen“ wirklich zutreffend. Das Bibelstudium

bewirkt Nachdenken und verändert

Leben. Nun beten wir, dass Gott aus einigen

unserer Studenten künftige Lehrer

macht …

Bibelkurs in Avellino

Bücher machen

Kinder schlau …

Seit zwei Jahren begleiten wir als

Seelsorger mehrere Kinder aus einer

schwierigen Familiensituation. Die Hausaufgaben

sind immer ein problematisches

Thema. Ihre Eltern haben nur sehr wenig

Schulbildung genossen und kontrollieren

zu wenig, ob und wie ihre Kleinen die

Aufgaben machen. Deshalb kommen wir

mehrmals in der Woche vorbei und helfen.

Dabei weiten wir auch den Horizont

der Kinder und bieten ihnen Alternativen

zum stundenlangen Spielen auf dem

Smartphone an.

Vergangenes Jahr hat Almut mit der

Mama die Kinder in der Stadtbibliothek

eingeschrieben. Bei unserem ersten

Besuch haben sie zwar Bücher ausgeliehen,

diese aber zu Hause nur durchgeblättert.

In den Sommerferien haben wir

ihnen für ihr erstes wirklich gelesenes

Buch ein „Rieseneis“ versprochen – am

Ende haben sie es tatsächlich geschafft.

Es war zwar kein besonders gutes Buch,

trotzdem haben wir uns über den ersten

Erfolg gefreut.

Die nächsten Bücher wählten wir sorgfältiger

aus, beispielsweise ein Kinderbuch

über den bekannten Richter Giovanni Falcone

und seinen Kampf gegen die Mafia.

Falcone hat sein Leben bei diesem Kampf

verloren. An seinem Beispiel konnten

wir den Kindern von Jesus erzählen, der

freiwillig sein Leben für uns Menschen

hingegeben hat, damit wir leben können.

Wir wollen den Kindern die Liebe

von Jesus weitergeben und sie spüren

lassen, wie wertvoll sie sind. Gott hat sie

begabt und ihnen wunderbare Fähigkeiten

geschenkt. Gerne kommen die Kinder

inzwischen immer mal wieder in unsere

Gottesdienste. Wir beten, dass Jesus

ihnen in seiner Kraft konkret begegnet

und die zerstörerischen Mechanismen in

ihrem Leben durchbrochen werden. Dass

sie begeistert lernen, ihre Schulzeit erfolgreich

beenden und zu lebensfähigen,

verantwortungsvollen Menschen werden.

Beten Sie mit?

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EUROPA

KROATIEN

Tihomir und Ulrike Vekic ´

RUSSLAND

Claudia Wendt

Kroatische Christen

ins Fernsehen

Seit fünf Jahren flimmern in schöner

Regelmäßigkeit die deutschen

ERF-Sendungen „Hof mit Himmel“

über kroatische Fernsehschirme, von

uns mit Untertiteln versehen. Doch

wir wollten eigene christliche Sendungen

herstellen – endlich wird dieser

Wunsch Wirklichkeit:

Erster Studiogast war

Danijel, der erzählte wie

Gott eingegriffen hat, als

er seine eigene Familie

auslöschen wollte –

eine Geschichte,

die zu Herzen geht.

Kürzlich strahlten

verschiedene kroatische

Sender unsere

erste selbstgedrehte

Fernsehsendung

„Osobno“ (Persönlich)

aus, so haben

wir unser Medienkind

getauft. Unser frischgebackenes Fernsehteam

hat gleich drei weitere halbstündige

Sendungen hergestellt. Als Studio nutzen

wir kostenlos den Ausstellungsraum

eines Geschäftsmannes aus unserer

Gemeinde.

Erster Studiogast war Danijel, der

erzählte wie Gott eingegriffen hat, als

er seine Familie auslöschen wollte. Eine

Geschichte, die zu Herzen geht. Über

Facebook hatte er einem Freund im

Ausland von seinem fatalen Plan erzählt.

Dieser bat ihn, seiner Familie nichts

anzutun, und gab ihm die Telefonnummer

eines Pastor seiner Stadt. Das Gespräch

mit dem Pastor war Danijels Beginn einer

lebendigen Beziehung zu Jesus.

Er hat keine Arbeit und wenig Geld,

dazu kam ein schwerer Unfall mit dem

Fahrrad. Doch selbst als Kranker lädt er

Ein Firmenraum wird zum Studio

Leute zu sich ein, liest mit ihnen die

Bibel und schreibt ermutigende Kommentare

in Facebook. Gleich nach der

Sendung meldete sich ein Mann aus

Zagreb und bat um ein Gespräch mit

Studiogast Danijel. Er hatte mit seinem

Enkel Osobno geschaut. Dieser sei

aufgesprungen und habe

gerufen: „Mit dem Mann

muss ich reden!“

Danijel empfing die

beiden Zuschauer gemeinsam

mit dem Pastor

in seinem einfachen Haus.

Der Enkel hatte Drogenprobleme

und schon viel

vergeblich um Hilfe gesucht.

Aufmerksam hörte

er zu, als Danijel ihm erklärte, wie er

Jesus sein Leben anvertrauen muss, um

einen Neuanfang zu wagen …

Wir sind Gott dankbar für unser

kompetentes Fernsehteam, die alle

in der Nähe wohnen. Ein Ehepaar

kommt aus unserer Gemeinde, zwei

haben Videoproduktion studiert, einer

ist Profimusiker. Es begeistert uns,

dass wir mit christlichem Fernsehen

Menschen direkt in ihren Wohnzimmern

erreichen können. Danke, wenn

Sie mitbeten, dass weitere Stationen

unsere Programme ausstrahlen und

Gottes Liebe Herzen berührt.

Sie können Ehepaar Vekic ´ helfen,

christliche Fernsehsendungen zu

produzieren. Herzlichen Dank für

Spenden an die DMG mit Stichwort:

„P30691, Medienarbeit Kroatien“

Liebe auf den

ersten Blick

Beim Kinderfest unserer Gemeinde

lernte ich eine Zigeunerfrau

mit ihren zwei Enkelkindern kennen.

Sie schilderte mir ausgiebig ihr Leben,

Leid und ihre Träume – von wegen

„Lustig ist das Zigeunerleben“. Oma

Nadja ist schon 20 Jahre mit Jesus

unterwegs. Bewundernswert, wie sehr

sie sich nach Gottes Nähe sehnt. Enkel

Abraham liest ihr öfter die Bibel vor,

weil sie selbst nicht lesen kann. Sie

tanzt vor Jesus und hört viel christliche

Musik.

Zunächst suchte ich eine Unterkunft

für sie. Leider fand sich nur eine

Kellerwohnung im Stadtzentrum,

ohne Wasseranschluss, dafür mit

Plumpsklo auf dem Hof. Seit November

gehen ihre Enkel zur Schule, ich

helfe ihnen mit den Hausaufgaben und

gebe Nachhilfe. Mit der Zeit lernte ich

weitere Familienmitglieder kennen.

Sie hat sechs Kinder, von denen jedes

wiederum Kinder hat. Nadja wünscht

sich so, dass alle Jesus kennenlernen

und ein würdiges Leben ohne Angst

führen können.

Zigeuner werden überall vertrieben,

sind ständig auf der Flucht und erleben

viel Ablehnung. Ein Sohn mit Familie

hatte keine Bleibe mehr und zog zu

ihr in den 16-Quadratmeter-Keller. In

seine Kinder war ich auf den ersten

Blick verliebt. Ende Februar bekamen

sie weiteren Nachwuchs, mir zu Ehren

heißt das Mädchen: Klawdia! (Claudia).

Der zweite Sohn mit Familie zog

notgedrungen ebenfalls noch zu ihnen

in die Kellerwohnung. Nun waren es

fünf Erwachsene und elf Kinder – zu

viel, die Nachbarn beschwerten sich

bei der Polizei.

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JuMiKo Anzeige 2017 18.08.16 12:47 Seite 1

www.jumiko-stuttgart.de

(Um) GOTTES

Willen: gehorchen!

Über 24 Veranstaltungen mit Ulrich Parzany,

Winrich Scheffbuch, Dr. Volker Gäckle, Heinz

Spindler, Stefan Kiene, Dr. Carsten Polanz u.v.m.

Gastfreundschaft für Heimatlose

Das Jugendamt stellte ihnen ein

Ultimatum. Sie sollten den Keller

verlassen und unverzüglich für die

ganze Familie Dokumente vorlegen,

sonst müssten die Kinder ins Heim.

Schon Jahre arbeite ich gemeinsam

mit Christen der Allianz „Russland

ohne Waisen“ daran, dass Kinder

aus Heimen adoptiert werden oder

gar nicht erst ins Heim kommen.

Dass Nadjas Enkel von ihrer Familie

getrennt werden sollten, wollten wir

verhindern. Ich erklärte den Mitarbeitern

des Jugendamtes, für deren

wohlwollende Herzen wir beteten,

die schwierige Situation der Familie.

Gott schenkte ein Wunder: Das

Jugendamt gestattete mir, die Familie

als Sozialarbeiterin zu betreuen.

Gemeinsam mit den Behörden sind

wir auf einem guten Weg. Noch

wichtiger ist, dass ein Sohn mit

seiner Lebensgefährtin und ihren

Kindern bereits Jesus angenommen

hat, in unsere Gemeinde kommt und

ich sie geistlich betreuen darf.

Die Kinder sind oft bei mir zu

Hause, ich bereite sie intensiv auf die

Schule vor. Es gibt hier viele schöne

Holzhäuschen zu mieten, aber die

Vermieter haben alle Angst vor Zigeunern.

Derzeit sehe ich nur einen

Ausweg; als Gemeinde ein Häuschen

für die Familie zu kaufen, in dem

sie unterkommen können. So Gott

will, würde ich diese Familie gern

langfristig begleiten, vielleicht bis zur

Hochzeit der kleinen Klawdia. Der

Jakobusbrief ermutigt mich, die Arbeit

mit dieser Familie fortzusetzen,

weil Gottes Liebe stärker ist …

24. JUGENDKONFERENZ

für Weltmission

8. JANUAR 2017 ICS Messe Stuttgart

Israel-Reise

Biblisch-archäologische Spurensuche im Heiligen Land

21.–30.03.2017

Mit Gerd Sigrist (DMG) und Johann Hesse vom Gemeindehilfsbund. Gemeinsam

bereisen wir das Land der Bibel und besuchen Orte, die uns aus Bibelberichten

vertraut sind. Gezielt archäologische Ausgrabungsstätten erkunden.

Eine faszinierende Reise in Geschichte und Gegenwart des Landes der Bibel.

Ab 1.598 Euro pro Person

Informationen und Anmeldung:

Gerd Sigrist, Tel. 07265 8610

Gerd.Sigrist@gmx.net

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ASIEN

JAPAN

Dr. Martin und Andrea Heißwolf

THAILAND

Melanie und Daniel Böhm

Wo junge Leute

Leben lernen

Wir arbeiten bei der Jüngerschaftsschule

SYME und staunen immer

neu, wie die Botschaft der Bibel die

Herzen unserer Studenten berührt. Wir

lernen und leben zusammen, arbeiten

und essen miteinander, beginnen den Tag

gemeinsam mit Bibellesen und Gebet und

dienen gemeinsam vor

Ort – fast wie es Jesus

mit seinen Schülern

vor 2.000 Jahren schon

getan hat.

Der Fokus unseres

Unterrichts liegt nicht

auf Wissen. Es geht um

praktisches Handeln

auf Grundlage des Wissens. Etwa bei den

Zehn Geboten: Wie finden wir versteckte

Abgötter in unseren Herzen? Wie

ehren wir Vater und Mutter als Erwachsene?

Wie kann man seine Ehe bewahren?

Wie gehen wir so miteinander um, dass

wir Gott ehren? In unseren Seminareinheiten

sprechen wir über den Umgang

mit Geld, die Kontrolle der Zunge und

Grundlagen der Evangelisation. Diese

praktischen Themen verändern Leben.

So wichtig wie das Vermitteln von

Informationen ist das Gespräch mit den

Studenten in einer offenen, freundlichen

Atmosphäre. Fragen dürfen gestellt werden,

Tabus gibt es nicht. Wenige Informationen,

die in die Tat umgesetzt werden,

sind besser als viele Informationen ohne

Anwendung!

Als Dave zu uns kam, brachte er eine

dunkle, depressive Stimmung mit. Nach

ein paar Monaten jedoch hat er Jesus angenommen,

als erster seiner Familie, mit

aller Konsequenz. Im Unterricht stellte

er eine der wichtigsten Fragen für japa-

8 DMG-informiert | 6 | 2016

Als Dave zu uns kam,

brachte er eine dunkle,

depressive Stimmung mit.

Nach ein paar Monaten

jedoch hat er Jesus

angenommen.

nische Christen: „Was soll ich tun, wenn

ich mit meiner Familie beim Totenfest das

Familiengrab besuche?“ Viele japanische

Christen lassen sich da auf Kompromisse

mit der alten Religion ein. Dave nicht.

Kürzlich kam seine Familie zu Besuch.

Eines interessierte sie brennend: „Was

ist mit Dave geschehen?

Er ist ein völlig neuer

Mensch?!“

Joe war bitter und

konnte seinem Vater

nicht verzeihen. Nach

ein paar Monaten bei

SYME bat ihn ein Freund,

der gemobbt wurde, um

Rat. Joe schrieb ihm Bibelverse, wie er

es gelernt hatte. Plötzlich fragte er sich:

Warum schreibe ich eigentlich Bibelverse,

ich bin doch gar kein Christ? Das gab

ihm den entscheidenden Anstoß. Beim

Abendessen stand er auf und bekannte:

„Ich vertraue jetzt Jesus als Herrn.“

Von seiner Bitterkeit ist nichts mehr zu

spüren.

So erleben wir, wie Gott Menschen verändert.

Teil dieses Prozesses ist unsere

Leidenschaft als Missionare und Lehrer.

Zwei Beispiele zum Schluss: Johnny

brauchte für seine Karriere Englisch, deshalb

kam er zu SYME. Doch sein Leben

bestand aus Partys, Nacht für Nacht, er

war Kettenraucher und Trinker. Bis Jesus

ihn veränderte. Demnächst wird er als

Pastor ordiniert. Ähnlich ging es Sam.

Er hatte seine Mutter verloren und Gott

dafür angeklagt. Nach einem Jahr hier ist

er ein neuer Mensch …

Sie können für den Lebensunterhalt

von Ehepaar Heißwolf spenden,

Stichwort: P10219 Heißwolf

Ing nimmt einen Stein aus

dem Bambuskorb. Enttäuscht

erzählt sie: „Letzte Woche hat

meine Lehrerin mir die Haare

abgeschnitten, weil sie zu lang

waren. Ich musste dafür bezahlen,

und schön sieht es auch nicht

aus.“ Sie legt den Stein aufs graue

Tuch in der Mitte. Dann nimmt

sie lächelnd einen der schönen,

farbigen Glasnuggets: „Toll war,

dass ich mit meiner Familie auf

dem Land Neujahr feiern konnte.“

Der Glasnugget findet seinen

Platz auf rosa Tüll. Bambuskorb

und Nuggets wandern weiter

zum nächsten Mädchen …

So erzählen sich die zehn- bis

vierzehnjährigen Teilnehmer unseres

„Clubs der jungen Damen“

in Bangkok jede Woche ihre

Erlebnisse. Anfangs war die achtköpfige

Gruppe noch spürbar

in zwei Cliquen gespalten, doch

mit der Zeit sind Offenheit und

Vertrauen gewachsen.

Mädchen im Slum fehlt es an

guten Vorbildern, gerade in den

Teenagerjahren, wenn sie die

Weichen für ihr Leben stellen.

Viele beenden die Schule nicht,

weil sie früh schwanger werden;

ohne Schulausabschluss gibt es

keinen guten Job. Meine Teamkollegin

Kristen und ich träumten

von einer Gruppe, die Mädchen

in ihrer Würde und Identität als

Frauen und Geschöpfe Gottes

stärkt. Dass Freundschaften

wachsen und sie einander gute

Begleiter auf dem Lebensweg

sind. Aus heiterem Himmel hat

Jesus uns mit zwei Rollenvorbildern

beschenkt:

Joy (21) ist selbst im Slum

aufgewachsen und studiert

Jura. Sie sagt: „Wenn mir nie-

Im „Club der

jungen Damen“

Aufblühende

Rosen im


mand von Jesus erzählte hätte,

dann wäre ich heute ohne

Schulabschluss.“ Pookie (38)

kommt aus der Mittelschicht und

wollte mit armen Leuten nichts

am Hut haben: „Doch eines

Nachts träumte ich von einem

Bettler“, so beschreibt sie ihren

Sinneswandel. „Er streckte mir

die Hände entgegen, und irgendwie

wusste ich sofort, dass es

Jesus war. Jetzt bin ich hier.“ Die

beiden bringen sich voll ein. Sie

verstehen die Mädchen besser

als wir Ausländer, ihre Lebenserfahrung

hat Gewicht. Sie wissen,

wie es sich anfühlt, als Mädchen

in der Thaikultur und in einem

Armenviertel aufzuwachsen.

Neben dem Erzählritual

nehmen wir in unserer Gruppe

Bibelgeschichten und Themen

rund um Pubertät, Fruchtbarkeit,

Freundschaft und Liebe durch.

Das wird sonst eher verschämt

behandelt in der thailändischen

Gesellschaft. Die Mädchen

machen begeistert mit. Beim

Thema Beziehungen bauen wir

aus Duplo-Steinen ein „Freundschafts-

und Familienhaus“: Was

braucht eine gute Freundschaft,

Partnerschaft und Familie? Sie

kleben jede Antwort auf einen

Stein; so wächst vor ihren Augen

ein sicheres, stabiles Lebenshaus.

Hinterher meint Pookie: „Ich

staune, wie weise die Mädchen

sind. Wir mussten sie gar nicht

belehren – alles kam von ihnen

selbst.“

Der dreimonatige Kurs ist

zu Ende. Jedes Mädchen hat als

Abschiedsgeschenk eine Rose als

Zeichen für ihr Wachsen, Reifen

und Erblühen empfangen und ist

gesegnet worden. Nun schmiedet

Pookie Pläne für den nächsten

Kurs. Jesus hat sie gerufen, und

in den Mädchen ist er ihr wirklich

begegnet.

Slum

Familie Böhm ist

gerade zum Reisedienst

in Deutschland

INDIEN

Hariett Schard, Jahreseinsatz

Was meinen Schülern

wirklich hilft

Vom Schüler plötzlich zum Lehrer

an einem christlichen Internat

aufzusteigen, kann eine ziemliche

Herausforderung sein. Zumindest

geht es mir so, seit ich hier in Indien

Kinder an einer internationalen Schule

unterrichte. Auf einmal ist man die

Person mit der Verantwortung und

hat ein Stück ihrer Zukunft in der

Hand, was eine ziemlich erschreckende

Vorstellung sein kann. Es ist aber

zugleich eine Riesenchance, den Kindern

etwas beizubringen und Mission

aktiv zu leben. Mit der Zeit bemerkte

ich, dass dabei schon kleine Dinge

einen echten Unterschied machen.

Da ist zum Beispiel der Junge in der

ersten Klasse, ein Tagträumer, der nie

seine Aufgaben erledigt. Also habe

ich mich mit ihm hingesetzt, wir sind

alles zusammen durchgegangen, und

siehe da, er kann es und hat endlich

mal ein Lob bekommen.

Wichtig ist, dass wir christliche

Werte lehren und leben. Im Sportunterricht

hat ein Mädchen, das ich ins

Herz geschlossen habe, ein anderes

versehentlich mit dem Hockeyschläger

am Kopf getroffen. Sie ist vorher

schon ermahnt worden. Die anderen

Schüler haben deswegen auf ihr

rumgehackt, und sie fing an zu weinen.

Ich forderte sie auf, das

andere Mädchen um

Verzeihung zu bitten.

Danach

war alles

vergeben und vergessen, ein Erlebnis, das

mich tief berührt hat.

Abends nach Dienstschluss in der

Bibelstunde hatten wir das Thema Himmel.

Es war erschreckend, wie viele der

Kinder, obwohl sie Christen sind, nicht

daran glaubten, einmal in den Himmel

zu kommen. Darüber redeten wir lange

miteinander. Ich konnte ihnen erklären,

dass es nur darauf ankommt, an Jesus zu

glauben und ihn ins Herz einziehen zu

lassen – dann könnten sie die Ewigkeit

bei ihm im Himmel verbringen. Es macht

Freude, Kindern Gottes Liebe zu zeigen.

Oft brauchen sie einfach nur mal

jemanden zum Reden oder, der sie in

den Arm nimmt. Eine kleine Geste,

die viel bewegt. Dabei dürfen wir nicht

vergessen, was das Wichtigste ist: Jesus

ins Zentrum zu stellen. Selbst wenn wir

Fehler machen und nicht alles rund läuft:

Er ist bei uns, und wir können vergessen,

was hinter uns liegt und uns nach dem

ausstrecken, was vor uns liegt, – wie es in

Philipper 3,13 steht. Diesen wunderbaren

Bibelvers hat mir meine Schwester mit

nach Indien gegeben …

Italien: Gästebetrieb, Jugendarbeit – IJFD

Frankreich: Migrantenkindern helfen – IJFD

Frankreich: Mitarbeit in christlichem Café – IJFD

Frankreich: Fair Trade und Buchhandlung – IJFD

Indien: Helfer an internationaler Schule – ADiA

Indien: Unterricht für Kinder im Slum – IJFD

Kreta: Praktische und soziale Arbeit – IJFD

Alaska: Jugendarbeit, Soziale Dienste, Gemeinde – IJFD

Thailand: Mitarbeit im Rollstuhlprojekt – IJFD

F R E I W I L L

Und viele weitere Möglichkeiten:

www.freiwillig-im-dienst.de

Es war erschreckend,

wie viele der Kinder, nicht daran

glaubten, einmal in den Himmel

zu kommen.

I G E N D I E N S T E 2 0 1 7

Bewirb dich jetzt!

DMG-informiert | 6 | 2016

9


AFRIKA

KENIA

Christel und Walter Gschwandtner

MOSAMBIK

Angelika Maader / Inge Michel

Afrikas Kinder

brauchen Schule

Unsere Grund- und Hauptschule

„Arche“ im Herzen von Kariobangi,

einem Elendsviertel im Osten der

kenianischen Hauptstadt Nairobi, bietet

fast 300 Kindern Unterricht, gute

Botschaft und Zukunft. Wir öffnen den

kleinen Durchgang und treten ein. Es ist

Pause, die Kinder tummeln sich im Schulhof.

Zahllose Hände strecken sich uns

entgegen, ihr Lachen steckt an. Lehrer

und Leiter laden uns ins Lehrerzimmer zu

einer Tasse Chai ein.

Vor drei Jahren

haben wir die neuen

Räume der Arche-

Schule mit ihrem

bunten Äußeren

und großen, hellen

Klassenzimmern

eingeweiht. Endlich

haben die Kinder

Platz im Unterricht

und können auf dem

Schulhof toben. Eine

Musiklehrerin ist

eingestellt, seitdem

wird getrommelt,

musiziert und gesungen.

Kinder üben

Musicals und Tänze

ein, wunderbar, wie

ihre Kreativität zum

Ausdruck kommt. Ein Computerraum

ist eingerichtet und Dank Spenden mit

den ersten fünf Rechnern ausgestattet

worden, erste Kinder erhalten Computerunterricht.

Zu schaffen macht uns die Not. Nur

wenige Kinder können sich Schulbücher

leisten, es gruppieren sich drei bis fünf

um ein Buch. Eine Sonntagsschulgruppe

aus Leipzig hat zusammengelegt, damit

wir die nötigsten Bücher erwerben konnten.

Wir suchen weitere Hilfe, um für

die Bibliothek ein größeres Bücherdepot

anzuschaffen.

Neben dem Unterricht kommt Seelsorge

große Bedeutung zu. Es erschüttert,

was ihre Kultur den Kindern abverlangt.

10 DMG-informiert | 6 | 2016

Wie kann ich helfen?

1 Euro = eine Woche Essen

für ein Kind

10 Euro = Schulkosten eines

Grundschülers

25 Euro = Teilnahme christliches

Sommercamp

50 Euro = ein Oberstufenschüler

im Internat

100– = Monatsgehalt

130 Euro eines Lehrers

400 Euro = ein Notebook im

Computerraum

Stichwort:

P30171 Arche-Schule Kariobangi

Die Arche-Schule im Kariobangi-Slum

Manche Mädchen werden einfach in den

Weihnachtsferien zu Verwandten aufs

Land geschickt und der weiblichen Genitalverstümmelung

unterzogen. Sie kommen

mit schlimmsten

Traumata zurück. Das

Team tut, was möglich

ist, um so etwas zu

verhindern, doch es

passiert trotzdem ab

und zu …

Mariam (15) ist

durch gute psychologische

Beratung wieder

ins Lot gekommen.

Obwohl sie in der

Oberstufe des Internats

größere Freiheiten

genießt, hatte sie vor

dem letzten Examen

wieder Panikattacken.

Unsere Lehrer

konnten mit Mariams

Bruder reden, dass er

sie weiter zur Schule

gehen lässt und nicht jung verheiratet,

wie es in ihrer Kultur üblich ist.

Jede Klasse empfängt uns mit einem

Lied, Bibelvers oder Gedicht. Die meisten

Schüler kommen aus muslimischen

Familien. Ihre Eltern wissen, dass wir eine

christliche Schule sind, und schicken ihre

Kinder trotzdem gerne. Mittags stellen

sich die Kleinen in Reih und Glied auf für

ihren Teller Reis, Mais und Bohnen. Die

warme Mahlzeit, für viele die einzige am

Tag, ist wichtig für ihre Konzentration.

Ein Hauskreis aus der Schweiz hat neulich

durch eine Gabe den Speisezettel aufgestockt,

dafür danken wir herzlich. Bitte

beten Sie besonders für unsere Achtklässler,

die demnächst die Schule beenden

Wie die Bibel

Manuel verändert hat

Manuel war schon als Jugendlicher

erfüllt von dem

Wunsch, Kindern die befreiende

Botschaft von Jesus Christus

weiterzugeben. Er besuchte die

passenden Seminare dazu und ließ

sich zum Sonntagsschullehrer ausbilden.

Dabei hatte Manuel noch

nicht einmal einen Schulabschluss!

Er erzählte vielen Kindern

und Jugendlichen von Jesus. Sein

Wunsch wuchs, ihnen auch Bibelwissen

sowie christliche Moral

und Ethik beizubringen. Deshalb

meldete er sich an unserem

theologischen Seminar INTENA

in der Bezirkshauptstadt Nampula

an. Unsere Ausbildung hat er

erfolgreich mit einem Diplom in

Theologie abgeschlossen. Parallel

vollendete er die Sekundarschule.

Inzwischen hatte er ein neues

Ziel, Manuel wollte Grundschullehrer

werden. Heute studiert er

an der pädagogischen Hochschule

und geht auf seinen Bachelor-

Abschluss zu. Mit seinem Gehalt

als Hilfslehrer und anderen

Minijobs finanziert er das Studium.

Gleichzeitig half er einem anderen

jungen Mann, die theologische und

Pharmazieausbildung zu absolvieren

– dieser arbeitet inzwischen

als Apotheker in einer anderen

Provinz und ist gleichzeitig evangelistisch

tätig.

Neben seinem Studium bildet

Manuel Jugendliche seines Kirchenverbandes

für Kinderarbeit aus.

Immer wieder hören wir junge

Leute erzählen, dass sie durch

Manuel von Jesus gehört haben

und zum Glauben gekommen sind.

In seinem Leben wird sichtbar,

was Paulus in 2. Timotheus

2,2 schreibt; er gibt die Frohe

Botschaft fundiert und klar an

junge Menschen weiter. An seiner

Grundschule trägt

sein Lebensstil

und Glaube dazu

bei, dass Kinder

gerecht behandelt

werden, und Studenten

an seinem

Campus lernen

Jesus kennen.

Manuel


SÜDAFRIKA

Thomas und Laura Hasenknopf

Priester der Amazioni-„Kirche“

Damit Pastoren wirklich

die Bibel predigen

Seit sieben Jahren arbeiten wir

bei den Amazioni (Menschen aus

Zion), einer christlich-animistischen

Sekte, deren Wurzeln in die traditionelle

Religion des Volks der Zulu mit ihren

Wunder- und Geistheilern zurückreichen.

Aus teilweise berechtigten Gründen sind

die Amazioni in der Vergangenheit von

etablierten Kirchen abgelehnt worden.

Wo Baptisten, Anglikaner und Lutheraner

sich in Gottesdiensten kulturellen

Einflüssen aus dem Westen öffnen,

beharren die Amazioni auf afrikanischer

Tradition und grenzen sich ab. In Bezug

auf die theologische Ausbildung sind

sie dadurch schwer ins Hintertreffen

geraten. Während Zulu-Pastoren anderer

Kirchen ihre Ausbildung an theologischen

Seminaren finanziert bekamen, besaßen

viele Amazioni-Pastoren noch nicht einmal

eine Bibel.

Hier sahen wir unsere Chance,

eine ganze Bewegung mit vielen

hunderttausend Anhängern in

guter Weise zu beeinflussen. Wir

gründeten theologische Ausbildungsstätten

in ihrer Kirche

und begannen, Leitern die Bibel

nahezubringen. Wir wollten Mitarbeiter

und Pastoren in eine lebendige Beziehung

mit Jesus bringen und befähigen, in

Gottesdiensten wirklich Gottes Wort zu

predigen. In den vergangenen vier Jahren

durchliefen mehr als 80 Studenten unsere

biblische Ausbildung, die meisten in

einem Teilzeittraining über vier Jahre.

Unsere Absolventen sind auch in

anderen Kirchen anerkannt und werden

immer öfter als Redner für Veranstaltungen,

Beerdigungen und Trauungen eingeladen.

Sie predigen selbstbewusst das

Evangelium in ihren Gemeinden, auf den

Straßen und am Arbeitsplatz und nehmen

soziale Verantwortung für Menschen ihrer

Dörfer wahr. Jesus hat einige unserer

Studenten enorm verändert, und das

bezeugen sie. Deshalb melden sich immer

mehr für unsere theologische Ausbildung

an; die Zahl der Studenten hat sich seit

2015 verdoppelt.

DMG-informiert | 6 | 2016

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AFRIKA

NIGER

Christa Englert

BITTE UM

Sachspenden

für Veranstaltungstechnik

Für Großveranstaltungen auf

dem Buchenauerhof benötigt

die DMG dringend bessere Technik

– wir bitten Sie um Sachspenden:

Unsere Bühne muss stärker ausgeleuchtet

werden, zudem sind Video-

Liveübertragung und Übersetzung

in mehrere Sprachen erforderlich.

Wenn Sie Technik dafür haben, die

noch gut aber nicht in Gebrauch

ist, oder in Ihrer Gemeinde Neues

anschaffen, würden wir uns freuen,

das nicht mehr benötigte Material

gespendet zu bekommen. Wir

suchen u.a.:

• LED-Bühnenleuchten

(DMX 512) zum Hängen

und auf Stativ

• 10-Meter-Traverse

• Befestigungsmaterial für

Scheinwerfer an Traverse

• Kabel für Licht und Video

(versch. Längen)

• Einen lichtstarken Beamer

für große Halle

• Hochwertige Kamera für

Videoübertragung

• Videomischpult

• Schwenkbares Stativ

• Einen großen Flachbildschirm

für Eltern-Kind-Raum

• usw.

Kontakt:

David Spieth

DSpieth@DMGint.de

Weihnachtsessen

im Gefängnis

Jede Woche besuchen wir Ju gendliche

im Gefängnis von Niamey,

erzählen ihnen biblische Geschichten,

singen christliche Lieder und teilen

Essen aus – die Nahrungsausgabe ist

wichtig, weil die jungen Häftlinge im

Gefängnis nur sehr wenig Essen von

schlechter Qualität bekommen.

Gestern traf ich in der Stadt einen

ehemaligen Sträfling

auf seinem Motorrad.

Er erkannte

mich und gab hupend

zu verstehen,

dass ich halten solle.

Hassane war als Jugendlicher

vor zehn

Jahren dreimal wegen verschiedener

Delikte im Knast gelandet. Wir hatten

kaum Hoffnung für ihn und befürchteten,

dass er ganz auf die schiefe Bahn

geraten könnte. Er kam gerne zu

unseren Treffen und hörte auf Gottes

Wort. Mit der Zeit schlossen meine

Mitarbeiterinnen und ich ihn ins Herz.

Nach seiner Entlassung hörten wir

nichts mehr von ihm.

Heute ist Hassane verheiratet und

arbeitet als Elektriker. Bei der Begegnung

am Straßenrand sagte er, dass er

unsere Bibelgeschichten nicht vergessen

hat und oft daran denkt. Leider

hat er keine Entscheidung für Jesus

Gestern traf ich in der

Stadt einen ehemaligen

Sträfling auf seinem Motorrad.

Er erkannte mich und gab

hupend zu verstehen, dass

ich halten solle.

getroffen, so können wir weiter für ihn

beten. Trotzdem ist es eine Freude,

dass er sich selbst nach zehn Jahren

noch an Gottes Wort und unsere

Besuche erinnert.

Vergangenes Weihnachten konnten

wir dank großzügiger Spenden aus

Deutschland für alle 1.400 Inhaftierten

ein Weihnachtsessen

zubereiten. Zwölf

riesige Töpfe mit

duftendem Inhalt

köchelten über dem

Holzfeuer. Jungs aus

dem Gefängnis halfen

fröhlich bei der

Ausgabe. Mit zwei von ihnen kamen

wir ins Gespräch, seither sehen wir

sie regelmäßig bei unseren Versammlungen.

Es ist eine Freude, gerade an

Weihnachten die Liebe und Fürsorge

Gottes ins Gefängnis zu tragen. Viele

haben sich rührend bedankt. Auch

andere Gefängnisse im Department

konnten wir über Weihnachten besuchen

und Insassen mit Lebensmitteln

und Bibeln beschenken.

Übrigens: Ab Januar bin ich in

Deutschland. Gerne komme ich in Ihre

Gemeinde und berichte mehr über die

Gefangenenhilfe im Niger, nehmen Sie

über die DMG mit mir Kontakt auf.

12 DMG-informiert | 6 | 2016


BENIN

Sarah und

Lee Phillips

Während der Ferien ist es nicht

einfach, Mitarbeiter für den Kindergottesdienst

zu finden. Daher werden

in unserer Gemeinde vier Gruppen auf

zwei zusammengelegt. In einem kleinen

Raum sitzen dann 80 Kinder auf Matten

und warten gespannt aufs Programm. Ich

(Sarah) springe öfters mit Singen, Spielen

und Bibelgeschichten ein, denn der Umgang

mit den Kindern und der Unterricht

machen Spaß. Doch macht es mich traurig,

dass wir trotz vieler Gottesdienstbesucher

kaum Mitarbeiter für die Kinder

finden. Deshalb baten die Leiterin und ich

bei den Abkündigungen im Gottesdienst

mutig um 16 neue Mitarbeiter. Nur drei

neue Leute trugen sich in die Liste ein,

wir waren entmutigt.

Eine Woche später nahmen alle

Kindergottesdienst-Mitarbeiter an einer

Fortbildung mit Lees Kollege Dorothe

Mensa teil. Fünf Abende trafen sich 14

Mitarbeiter von 19 bis 21 Uhr – ich war

gespannt und erwartete wohl unbewusst

eine Fortbildung, die viel von Liedern,

Spielen, Kindererziehung und Geschichtenerzählen

beinhaltete. Dorothe jedoch

konzentrierte sich auf „die Hauptmahlzeit“,

die Bibelgeschichte. Die Leute

Wieder die

Schulbank drücken

reden hier gerne in solchen Bildern. Er

erklärte: „Wenn du selbst gegessen hast,

kannst du anderen von deiner Mahlzeit

weitergeben.“

Dorothe ermutigte uns, einen Bibelabschnitt

zehn bis zwanzig Mal zu lesen,

bis wir selbst vom Text angesprochen

werden, bevor wir ihn Kindern präsentieren.

Wir schauten uns gemeinsam

verschiedene Geschichten an, um Kernaussagen

herauszuarbeiten, interessante

Einstiege zu finden und zu lernen, einen

Bibelbericht frei, detailliert und spannend

nachzuerzählen, statt vorzulesen – das

war vielen in der Gruppe neu. Ehrliche

Fragen, Diskussionen, Freude am Lernen

und 100 Prozent Anwesenheit aller an

jedem Abend versprechen einen positiven

Neustart im Kindergottesdienst …

Ich (Lee) bin Finanzmanager und arbeite

normalerweise den ganzen Tag mit

Zahlen und Tabellen. Jetzt jedoch habe

Frisch ausgebildet

für Kindergottesdienst

(Sarah) und Personalleitung

(Lee)

ich eine weitere Aufgabe. Vorübergehend

bin ich auch für die Personalbetreuung

zuständig. Da ich darüber noch wenig

wusste, durfte ich im Juli an einer Fortbildung

für Krisenbewältigung in Ghana teilnehmen.

Freunde aus Parakou reisten mit,

was die zweitägige Busfahrt unterhaltsam

machte. Teilnehmer aus neun afrikanischen

Ländern trafen sich in Accra. Sie brachten

einen Reichtum an Erfahrungen mit, der

die Gespräche beflügelte.Wir behandelten

Themen wie Krisentheorie und Einschätzung,

Stress und Burnout, Auswertungsgespräche

sowie Gottes Sicht von Risiko und

Leiden anhand der Bibel.

Ich lernte, wie wir uns als Leiter um unser

Team kümmern können, um Burnout

oder vorhersehbare Krisen zu vermeiden.

Wieder die Schulbank zu drücken, war

schön und bereichernd, ein guter Einblick

in diese wichtigen Themen.

DMG-informiert | 6 | 2016

13


AFRIKA

BURKINA FASO

Martina Bastian

Denn ich schäme mich nicht für die

gute Botschaft von Christus … sie ist

eine Kraft Gottes, die jeden rettet,

der glaubt … Sie zeigt uns, wie Gott

uns in seinen Augen gerecht spricht.

Dies geschieht einzig und allein

durch Glauben. Denn es heißt schon

in der Schrift: „Durch den Glauben

hat ein Gerechter Leben.“

Römer 1,16+17

Luther in Afrika

Als ich vor zwölf Jahren meinen

Dienst als theologische Dozentin

in Burkina Faso begann, bat mich der

Direktor unserer Ausbildungsstätte, „Kirchengeschichte“

zu unterrichten. Was

sollte ich in den Kurs hineinpacken? Zuerst

dachte ich, vor allem Wissen. Doch

schon nach wenigen Stunden merkte ich,

dass ich unsere Studenten überforderte.

Wie sie selbst oft ihre Buschtaxis überladen,

die dann auf der Strecke liegenbleiben,

hatte ich ihre Köpfe überlastet. Sie

kamen nicht mehr mit.

Sollten wir den neuen Kurs wieder aus

dem Lehrplan streichen? Meine Studenten

sagten eindeutig nein. Sie hatten

viel Interessantes und Wertvolles darin

entdeckt: die Christenverfolgung der

Urkirche, die Kirchenväter, Aufstieg und

Niedergang der Kirchen in Nordafrika,

das Papsttum und dessen Wirrungen.

Besonders liebten sie Martin Luther und

die Reformation. Die Panne in meinem

Kurs lag also nicht am Inhalt, sondern an

der Unterrichtsmethode.

Erfahrene Missionare halfen mir, den

Kurs zu überarbeiten. Obwohl es schwer

fiel, nahm ich viele Daten und Ereignisse

heraus und konzentrierte mich aufs

Wesentliche. Die freie Zeit verwende ich

seither, um gemeinsam

mit den Studenten nachzudenken,

was sie aus

der Vergangenheit lernen

können. In manchen unserer

Nachbarländer werden

Christen massiv verfolgt,

wie in den ersten Jahrhunderten

der Kirchengeschichte.

Anhand ausgewählter Bibeltexte

erarbeite ich mit ihnen, wie sie ihre

Gemeinden auf schwere Zeiten vorbereiten

können.

Die Reformation in Europa ist ein zentrales

Kapitel. Vorbilder sind wichtig in

Afrika, da darf Martin Luther nicht fehlen.

Was kann ein afrikanischer Theologe von

unserem Luther lernen? Sehr viel, sagen

meine Studenten. Beispielsweise eine

christliche Kirche allein auf Gottes Wort

zu gründen und nicht auf menschliche

Traditionen. Auf Gottes Gnade zu hoffen

und nicht auf eigenes Tun. Vor allem jedoch

den Mut, Missstände anzusprechen

und die Kirche zu verändern.

Um den Unterricht ansprechender zu

gestalten, begleite ich jedes Kapitel mit einem

Bibelvers und Bildern. Das Bibelwort

für Luther ist Römer 1,17. Doch welches

Bild sollte ich nehmen? Das Gesicht von

Luther hat in Afrika keine Aussagekraft,

oft wird er sogar mit Martin Luther King

verwechselt. Schließlich habe ich mich für

das Bild eines Mechanikers entschieden,

der ein kaputtes Motorrad repariert.

Motorräder sind das Hauptfortbewegungsmittel

in Burkina Faso, das versteht

jeder hier. Luther ist jemand, der eine

Institution, die nicht mehr funktionierte

und kaum noch vorwärts kam, wieder

fahrbereit machte. Im Lutherjahr 2017

steht mein Kurs erneut auf dem Lehrplan,

und wir werden einen besonderen

„Luthertag“ feiern.

Wenn Sie den Lehrdienst von Martina

Bastian unterstützen wollen, bitte mit

Stichwort: P10027 Bastian

14 DMG-informiert | 6 | 2016


AMERIKA

COSTA RICA

Wolfgang und Zoila Bieske

ECUADOR

Christian und Julia Waidelich

BRASILIEN

Kirsten Giese

Nachhilfe,

Abitur und Bibel

Theologie bringt’s!

Bereit für

ganzen Einsatz …

Wir mühen uns um Einwanderkinder

aus Nicaragua in dem

gigantischen Slumgebiet Verbena, einem

heruntergekommenen Stadtteil von San

José. Mitten im Armenviertel haben

unser Pastor und Sozialarbeiter Efraín

und ich ein christliches Zentrum eröffnet,

an dem wir Kindern und Jugendlichen

die Botschaft der Bibel nahebringen.

Dazu gehört nach Römer 12,2 auch die

Erneuerung des Sinnes, deshalb mühen

wir uns auch um ihre Schulbildung und

spornen sie zum Lernen an. Wir haben

Sportangebote, nehmen sie zu Freizeiten

mit, geben Nachhilfe und beschenken sie

mit Heften, Stiften und Schulmaterial bei

guten Zeugnissen.

Die meisten Kinder im Slum wachsen

ohne ihre Väter auf, die oft weggelaufen

sind. Zahllose Mütter müssen sich und

ihre Kleinen alleine durchbringen. Kürzlich

begegnete uns eine Frau, die zehn

Kinder von drei verschiedenen Männern

hatte. In diesem Umfeld geben wir einzelnen

eine Chance. Die 15-jährige Fiorela

beispielsweise hat eben den Sprung in

die Oberstufe geschafft, obwohl sie wie

die meisten in Verbena in einem dunklen,

ärmlichen Wellblechverhau lebt.

Ähnlich ging es vor fünf Jahren einer

Gruppe von zehn Kindern: Sie hatten

Angst, sitzen zu bleiben, wegen Englisch.

Ich engagierte einen Englischlehrer, der

ihnen kostenlos Nachhilfe anbot. Ein paar

Monate später absolvierten neun der

zehn erfolgreich ihr Examen, die Versetzung

in die nächste Klasse. Inzwischen

haben drei sogar das Abitur geschafft.

Joshua steht kurz davor. Mit zwölf Jahren

kam er zu uns, seitdem lernt er diszipliniert

und besucht sonntags unsere

Gottesdienste.

Kaum ein Teenager, den wir betreuen,

ließ sich die vergangenen Jahre in Drogen

verwickeln, das ist ein großer Erfolg. Außer

Reinaldo, der leider von der Gemeinde

abgedriftet ist und im Slum erschossen

wurde. Wir könnten viele Lebensgeschichten

junger Leute aneinanderreihen.

Bei einigen schimmert eine hoffnungsvolle

Zukunft mit Jesus durch.

Ehepaar

Bieske

„Nein, ich habe keine Zeit!“, war Leos

Antwort auf die Frage seines Freundes

aus der Gemeinde, ob er auch bei unserem

theologischen Kurs „ESi“ (Equipando

Siervos, Diener ausrüsten) mitmachen

wolle? In diesem dreijährigen Programm

werden Pastoren, Mitarbeiter und Leiter

in Studiengruppen wöchentlich geschult,

wir haben fünf ESi-Gruppen in unserer

Stadt Loja.

Ja, es kostet Zeit, die Bücher über Jüngerschaft,

geistliches Leben, Predigen und

Exegese zu lesen, darüber hinaus jede

Woche einen Bibeltext. Neben seiner Arbeit

als Architekt und als aktiver Mitarbeiter

einer Gemeinde konnte sich Leo das

zunächst gar nicht vorstellen. Doch der

Freund hatte Überzeugungskraft, oder

hatte Gott ihn angestoßen? Leo wollte

wissen, wie man die Bibel besser studiert,

also schrieb er sich doch noch ein und erzählt

mir (Christian) seither begeisternd

von den vielen Aha-Effekten, die Gott ihm

in den Kursen schenkt.

Beispielsweise bei Methodik des

Bibelstudiums. Leo sagt: „Viele biblische

Wahrheiten habe ich falsch verstanden

oder gar nicht gekannt. ‚Dann werdet ihr

die Wahrheit erkennen und die Wahrheit

wird euch frei machen‘ (Joh 8,32),

fing in meinem Leben an Wirklichkeit

zu werden.“ Bücher, Selbststudium und

Gesprächsrunden vertiefen das Gelernte.

Er hat nicht nur Wissen, sondern eine

innere Freiheit gewonnen, die in der Bibel

ihr Fundament hat. Begeistert erzählt er

überall von Jesus.

Im vierten Semester geht es ums

Predigen. „Früher dachte ich, das ist ganz

einfach“, erzählt Leo. „Man identifiziert

eine Not in der Gemeinde, bekommt

eine göttliche Eingebung, sucht ein paar

passende Bibelverse aus und teilt es der

Gemeinde mit.“ Jetzt ist er überwältigt,

was für eine verantwortungsvolle Aufgabe

die Predigt ist: „Am wichtigsten ist

Gebet dabei, denn ich will nur predigen,

was Gott den Menschen durch sein Wort

auch wirklich sagen will“, fügt er hinzu.

Leo sieht unsere ESi-Studiengruppen als

geniale Möglichkeit der Ausbildung und

Geschenk Gottes, und er bedankt sich

bei unseren Unterstützern, der DMG und

unserer Partnermission dafür. Demnächst

ziehen wir ins ländliche Cariamanga um,

auch dort wollen wir ESi-Gruppen gründen

und Christen schulen.

Celina ist schon seit einigen Jahren mit

Jesus unterwegs, sie setzt sich vielfältig in

der Gemeinde in Vinhais, einem Stadtteil

von São Luís, ein: im Musikteam, Singen,

Gitarrespielen, der Teenagerarbeit und

vor allem im Dienst an Kindern. Sie hat

sich selbst als zehnjähriges Mädchen für

Jesus entschieden und ist vielen in der

Gemeinde und ihrer Familie ein Vorbild.

Im Gottesdienst vor einigen Wochen kam

ihre Schwester zum Glauben, worüber

wir uns alle sehr gefreut haben.

Besonders freut mich an Celina, wie

engagiert sie umsetzt, was sie in unseren

Schulungen lernt. Gerne probiert sie

Neues aus. Nach der regionalen Kinderkonferenz

meinte sie: „Nun bin ich

wieder viel motivierter, mit den Kindern

der Gemeinde zu arbeiten.“ Das ist sie

wirklich. Sie blüht auf in ihrer Kreativität

und bereichert die Gottesdienste mit

Pantomime, als Showmasterin, Reporterin

in Sachen Mission oder vor wenigen

Tagen beim Kindertag. Sie ist eine

dynamische junge Frau, die mutig Dinge

vorantreibt und vorausdenkend arbeitet.

Besonders froh war ich über ihre Bereitschaft,

im Leitungsteam für Kinderarbeit

der Gemeinde mitzuhelfen. Dieses

Dreierteam nimmt andere mit hinein und

organisiert heute weitgehend selbständig

auch größere Veranstaltungen.

In Menschen investieren lohnt sich, besonders

in der Gemeinde. Gott hat auch

Sie begabt, seien Sie eine Person, die in

andere Menschen wie Celina investiert.

Celina ist ein Vorbild

für die Gemeinde

DMG-informiert | 6 | 2016

15


AMERIKA

PERU

NEU: Benjamin und Daniela Marx

Joel

Timothy

Benjamin

Daniela

Ein Missionar,

der nicht Jesus folgt –

geht das?

Jason

Mit Hawaiihemd, kurzer Hose und

Schlappen steige ich (Benjamin)

als 17-Jähriger ins Flugzeug, das unser

Team zum Missionseinsatz nach Namibia

bringt. In der Hauptstadt Windhoek trifft

mich der Schlag: Was, null Grad in Afrika?

Das ist doch nicht

möglich! Der Schock

sitzt tief. Ein paar

Tage später kommt

der Leiter auf mich zu

und fragt, ob ich eine

Andacht halten kann.

Klar, denke ich, ist

doch ein Klacks. Ich

ahne nicht, was mir

blüht. Keine Ahnung,

warum ich gerade diese Stelle aus Römer

12 zu sezieren beginne, schon die ersten

Verse haben so eine Kraft:

„Ich habe euch vor Augen geführt, Geschwister,

wie groß Gottes Erbarmen ist.

Die einzige angemessene Antwort darauf

ist die, dass ihr euch mit eurem ganzen

Leben Gott zur Verfügung stellt und

euch ihm als ein lebendiges und heiliges

Opfer darbringt, an dem er Freude hat.

Das ist der wahre Gottesdienst, und dazu

fordere ich euch auf. Richtet euch nicht

Da sitze ich nun, Gott

selbst hat mich am Kragen!

Er sagt zu mir so etwas wie:

„So, mein Freundchen.

Entweder machen wir beide

jetzt ganze Sache …

oder wir lassen es sein!“

länger nach den Maßstäben dieser Welt,

sondern lernt, in einer neuen Weise zu

denken, damit ihr verändert werdet und

beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille

ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran

hat und ob es vollkommen ist.“

Da sitze ich nun,

Herz und Kopf pochen

in Panik. Gott selbst

hat mich am Kragen!

Er sagt zu mir so

etwas wie: „So, mein

Freundchen. Entweder

machen wir beide jetzt

ganze Sache … oder

wir lassen es sein!“ Das

haut rein. Da bin ich auf

einem „Missionseinsatz“ (!) und muss feststellen,

dass ich selbst nicht Jesus folge.

Klar, als ich mit 14 gefragt worden bin,

ob ich in den Himmel kommen möchte,

habe ich „Ja!“ gesagt. Aber, hatte ich

überhaupt verstanden, worum es geht?

Nun spricht Gott zu mir und erwartet

eine Antwort. Vertraue ich nur noch auf

ihn, oder gehe ich meinen eigenen Weg …

ohne Gott?

Ich hab ja gesagt, seither weiß ich, dass

Gott mich in die Mission berufen hat.

Noch als 17-Jähriger rief ich bei einigen

Missionsgesellschaften an, um mich zu

informieren. Das ist nun 15 Jahre her.

Ach übrigens, habe ich auch meine Frau

damals in Namibia kennengelernt, seither

sind wir gemeinsam unterwegs. Gott

hat viel durch andere Christen zu uns

geredet, die uns ermutigten, weil wir

Menschen gut die Bibel erklären können.

Eigentlich wollte ich technischer Missionar

werden. Doch eine Mitarbeiterin am

Telefon sprach davon, dass heute mehr

Missionare für theologische Ausbildung

gebraucht werden. Nach Zivildienst und

Tischlerlehre ging es also nach Chicago

zu unserer eigenen theologischen Ausbildung.

„Nebenbei“ bekamen wir drei

Söhne.

Als Missionare der DMG in Peru wollen

wir einheimische Pastoren, Missionare

und Theologen ausbilden. Der christliche

Glaube verbreitet sich rasend in der südlichen

Hemisphäre. Damit die Mitarbeiter

und Leiter der vielen jungen Gemeinden

treu am Evangelium festhalten, benötigt

es gute Lehre. Herzlichen Dank allen, die

uns mit Spenden unterstützen. Darüber

hinaus bitten wir um Gebet, denn das Leben

und Lehren in einer anderen Kultur

wird sicher nicht einfach.

16 DMG-informiert | 6 | 2016


TERMINE

HERZLICHE EINLADUNG

Veranstaltungen:

18.12.2016 Gebetssonntag Amerika

ab 10 Uhr: Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

08.–15.01.2017: Allianzgebetswoche www.ead.de

Gemeinsamer Abschluss der

Sinsheimer Allianzgebetswoche am

14.01.2017 um 20 Uhr auf dem

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

15.01.2017 Gebetssonntag Europa

ab 10 Uhr: Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

Trefft uns am Infostand und in Seminaren:

08.01.2017 JuMiKo in Stuttgart (s. Seite 14)

21.–30.03.2017

Biblisch-archäologische Reise nach Israel

mit Gerd Sigrist

Preis: ab 1.598 Euro

p. P. im Doppelzimmer

(Vollpension, eigene

Anreise)

Information und

Anmeldung:

Tel. 07265 8610

E-Mail: Gerd.Sigrist@gmx.net

Impressum

Herausgeber:

DMG interpersonal e.V.

Buchenauerhof 2, D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0, Fax: 07265 959-109

Kontakt@DMGint.de • www.DMGint.de

Bei Adressänderungen: Tel. 07265 959-128, Adressen@DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland (Redaktion@DMGint.de)

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

Titelfoto: Grafiken von freepik.com

Spendenkonten:

Volksbank Kraichgau, DMG

IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt anerkannt. Spenden werden

im Rahmen der Satzung entsprechend der Zweckbestimmung für

missionarische oder mildtätige Zwecke eingesetzt. Stehen für ein Projekt

ausreichend Mittel zur Verfügung, wird die Spende für einen ähnlichen

satzungsgemäßen Zweck verwendet.

08.–12.05.2017

DMG-Missionsfreizeit

auf dem Buchenauerhof

Zeit für Bibellesen, Gebet und

spannende Berichte aus der Mission

in der DMG-Heimatzentrale. Kosten ab 159 Euro.

Anmeldung: Christiane Betz (CBetz@DMGint.de), 07265 959-191

12.–19.08.2017

Auszeit mit Inhalt

auf dem Buchenauerhof

mit DMG-Mitarbeiter

Pfr. Günther Beck und

Doris Keller

Urlaub für Erholungssuchende

mit Seminaren und der Möglichkeit,

Mission hautnah kennenzulernen.

Preis: ab 350 Euro p. P. im Doppelzimmer

(Vollpension, eigene Anreise)

Information und Anmeldung:

www.auszeit-mit-inhalt.de

oder bei Doris Keller, Tel. 07135 963713

Bitte geben Sie im Überweisungsträger das Stichwort, den Namen

eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an. Herzlichen Dank!

Datum Datum Unterschrift(en)

IBAN IBAN

06 06

Angaben Kontoinhaber: zum Kontoinhaber: Name, Vorname/Firma, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. 27 Stellen, keine Straßen- oder Postfachangaben

PLZ Freundesnummer Straße Spenders: (falls bekannt) (max. 27 Stellen) PLZ und Straße des Spenders

Spenden-/Mitgliedsnummer Missionarsnummer/Projektnummer oder Name des Stichwort Spenders bzw. - (max. Name 27 Stellen) des Missionars

ggf. Stichwort

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

G E N O D E 6 1 W I E

Danke!

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder 11 Stellen)

SPENDE

SPENDE

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

IBAN IBAN

D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. 27 Stellen, bei maschineller Beschriftung max. 35 Stellen)

Name Name und und Sitz Sitz des des Überweisenden Kreditinstituts BIC BIC

Staaten in in Euro. Euro.

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

-


Damit Missionare ihre

wichtige Arbeit tun können

Mit einem Schuh kann man schlecht gehen, höchstens humpeln. Ähnlich

geht es einigen DMG-Missionaren, die eine wunderbare Arbeit

tun, von ihrem Freundeskreis jedoch nicht voll finanziert sind. Sie können

nicht unbeschwert arbeiten, die Finanzlücke drückt. Ein Mitarbeiter in

Asien hat wunderbare Kontakte bis in höchste Regierungskreise und

bringt das Evangelium unerreichten Völkern, doch die Spenden reichen

nicht für seine große Familie. Ein Ehepaar hilft Aidskranken und arbeitet

in Leitungsfunktion, doch der Mangel an Spenden erschwert ihnen das

Vorangehen. Missionare erleben Erweckung bei Flüchtlingen in Deutschland,

doch die Sorge um ihren Lebensunterhalt demotiviert. Schenken Sie

Missionaren zu Weihnachten den „zweiten Schuh“ und damit ein großes

Päckchen Motivation. Mit Ihrer

Gabe schließen wir solche Spendenlücken,

sodass Missionare ihre

wertvollen Aufgaben unbeschwert

ausführen können ...

DMG-Weihnachtsprojekt:

Zweiter Schuh

Stichwort:

W2016 Zweiter Schuh

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