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Die Fibel


Die Edelsteinschleiferei

für Ihre speziellen Wünsche


DIE FIBEL

Editorial

Jürgen Brunk, Nicole, Sandra, Stefanie und

Bernd Willi Ripp (von links nach rechts), eine

Familie mit einer gemeinsamen Leidenschaft

ehr verehrte

Kundinnen und

SKunden,

herzlichst willkommen zu

unserem zweiten Magazin,

das wir „Die Fibel“ genannt

haben. Dieses Mal haben wir

den Fokus auf unsere Edelsteine

und deren Verarbeitung

gelegt.

Wir nehmen Sie mit auf eine

Reise durch unsere Manufaktur,

lernen Sie einige unserer

Angestellten kennen,

die „Gesichter hinter Groh +

Ripp“. Lassen Sie sich verzaubern

von den Wundern

der Natur in unserem „Raritätenkabinett“.

Erleben Sie,

wie spannend Technik und

Natur miteinander harmonieren

können und wie die

unscheinbarsten Gegenstände

zu Preziosen verarbeitet

werden.

Haben Sie teil an unserer

Familie und unserer Philosophie,

unseren Arbeiten,

Träumen und Wünschen.

Mehr möchten wir an dieser

Stelle nicht verraten.

Es gibt in unserer Fibel

vieles zu entdecken. Seien

Sie unser Gast und erleben

Sie mit uns unsere Welt.

Wir freuen uns auf Sie.

Herzlichst, Ihre

Das Erste, was der Mensch

im Leben vorfindet, das Letzte,

wonach er die Hand ausstreckt,

das Kostbarste, was er im Leben

besitzt, ist die Familie.

Adolph Kolping

EDITORIAL

3


Stefanie und Bernd Willi Ripp

4

GROH + RIPP



DIE BEGEISTERUNG

FÜR DIE SCHÖN-

HEIT DER EDEL-

STEINE SCHEINT IN

UNSEREN GENEN

ZU LIEGEN.


Bernd Willi Ripp

S tefanie und Bernd Willi

Ripp haben das Unternehmen in

45 Jahren zu einer der modernsten

Edelsteinschleifereien aufgebaut. „Die

Begeisterung für die Schönheit der

Edelsteine scheint in unseren Genen

zu liegen“, sagt Bernd Willi Ripp.

„Ein Beleg dafür ist der Gesellenbrief

unseres Vorfahren Otto Bengel aus

dem Jahr 1910. Er war schon damals

Graveur. Es erfüllt uns mit Stolz,

diesen Generationenvertrag weiterzuführen.

Und, es ist auch eine wunderbare

Berufung, mit diesen wunderschönen

Naturprodukten arbeiten zu

dürfen.“ Eine der Stärken des Unternehmerpaares

sind die direkten, sehr

persönlichen Beziehungen zu den

Rohsteinlieferanten in aller Welt.

„Fast täglich sichten wir Partien, bei

denen wir uns schnell entscheiden

müssen, ob diese für uns geeignet sind.

Oft sind wir First Viewer. Durch dieses

Einkaufsverhalten konnten wir mit

der Zeit ein großes und reichhaltiges

Lager in allen Farben aufbauen. Dies

kommt uns zugute, wenn bestimmte

Farben im Trend liegen, die Preise

plötzlich in die Höhe schnellen oder

die Vorkommen nahezu erschöpft

sind. Wer hätte damals, als ich viele

Partien erworben habe, gedacht, dass

sich die Märkte so entwickeln würden.

Alle Materialien schienen früher

nahezu unerschöpflich. Gut, dass wir

immer dann etwas gekauft haben,

wenn es Partien auf dem Markt gab.

Bis heute hat sich diese Einkaufspolitik

nicht geändert.“ Groh + Ripp

kann daher auf ein großes Lager an

Edelsteinvarietäten zurückgreifen, die

keine Wünsche offenlassen.

PORTRÄT

5


„ DIE GABEN DER

Natur

UND DES GLÜCKS

SIND NICHT


SO SELTEN WIE DIE

Kunst,

SIE ZU GENIESSEN. “

Luc de Clapiers Vauvenargues


TEUFLISCH SCHÖNER BISS

Das Menü der Sinne

Stein-Beißer

Nichts liegt so nah beieinander wie Genuss und die Lust,

sich zu schmücken. So werden aus besten Zutaten duftende,

geschmackvolle Speisen – genauso, wie wunderbare Lieblingsstücke

aus feinsten Farbedelsteinen entstehen. Und kaum etwas anderes

regt unsere Sinne so sehr an wie ein hervorragendes Essen –

oder das Gefühl von Juwelen auf bloßer Haut.

8

GROH + RIPP


Feinste Paraiba-

Turmaline aus Mosambik

DAS MENÜ DER SINNE

9


Exquisiter Kaschmir-Peridot

und erlesene Tansanite

10

GROH + RIPP



ES GIBT

ÜBERALL BLUMEN

FÜR DEN,

DER SIE

SEHEN WILL.


Henri Matisse

DAS MENÜ DER SINNE

11


Imperial-Topase, Mandarin-

Granate und Spinelle in

besonderen Qualitäten

12

GROH + RIPP



GENUSS – DAS

IST ES, WAS

IN ALLEM

GESUCHT WIRD.


François de La Rochefoucauld

DAS MENÜ DER SINNE

13


14 GROH + RIPP



EIN JEDES

DING MUSS

ZEIT ZUM

REIFEN HABEN.


William Shakespeare

Für Zifferblätter für Uhren

aus Edelsteinen stehen Lapis,

Türkis, Koralle, Malachit, Opal,

Meteorit, Onyx, Perlmutt (in allen

Farben), Tigerauge, Jade und

Bergkristall zur Verfügung

DAS MENÜ DER SINNE

15



GESCHMACK

IST DIE KUNST,

SICH AUF

KLEINIGKEITEN ZU

VERSTEHEN.


Jean-Jacques Rousseau

16

GROH + RIPP


Fertigung nach Kundenwunsch:

Uhrengläser und Segmente aus

synthetischem Saphir, Perlmuttzifferblätter

in allen natürlichen

Farben und Formen

DAS MENÜ DER SINNE

17


„ SCHÖNHEIT

IST DIE

vollkommene

ÜBEREINSTIMMUNG


DES

Sinnlichen

MIT DEM GEISTIGEN.“

Franz Grillparzer


20 GROH + RIPP


BLAUE STUNDEN

Manufaktur

Es gleicht immer wieder einem Wunder:

Aus unscheinbaren, groben Gesteinsbrocken werden

leuchtende Edelsteine, die sich in ihrer traumschönen

Farbgebung gegenseitig übertreffen. Kühl und glatt schmiegen

sie sich an die Haut, sind echte Handschmeichler –

und immer ein absoluter Augenschmaus.

MANUFAKTUR

21


Pink Opal

aus Peru

Fast unscheinbar

steckt er in seiner blasigen

Haut; grau und mattweiß, ist

sie ein Zeuge der Vergangenheit.

Durch ein Erdbeben gelangte

der Stein durch die Erdkruste

empor aus dem tiefen

Inneren der Erde. Erst gemmologische

Untersuchungen ergaben,

dass es sich um ein Mitglied

aus der Familie der Opale

handelte. Hält man ein größeres

Rohstück Pink Opal in

der Hand, so besticht es durch

seine unglaubliche Leichtigkeit

und verblüfft damit auch

die zukünftigen Trägerinnen.

Gern wird er als Cabochon für

Ringsteine und auch als Ohrringe

geschliffen. Sogar größere

Schmuckstücke sind durch

das geringe spezifische Gewicht

angenehm zu tragen.

Der Chrysopras hat sich in

den vergangenen Jahren zu einer

opaken Rarität entwickelt.

Sein leuchtendes, transluzentes

Apfelgrün lässt Kenner ins

Schwärmen geraten. In Form

von dicken gleichlaufenden

Kugelketten, als Einschleifarbeiten

in aufwendig angefertigten

Colliers, Armreifen oder

Ringsteinen hat der Chrysopras

eine Renaissance erfahren.

Er gehört zur Familie der

Quarze und wurde als solcher

jahrelang unterschätzt. Feinstes

Rohmaterial ist nur noch

aus alten Lagerbeständen zu

erhalten und so gut wie nicht

mehr am Markt zu bekommen.

Feinster Lapis aus Afghanistan

ist mit seinem leuchtenden,

royalen Blau eine wahre

Pracht. Feinstes Material mit

wenig oder gar keinem Pyrit

kommt nur noch selten auf den

Markt. Groh + Ripp hat seit

vielen Jahren erlesenste Stücke

zusammengetragen und bewahrt

diese wie einen Schatz

in den Tresorräumen auf, die

nur wenige jemals zu Gesicht

bekommen. Manschettenknöpfe,

Ringsteine mit und ohne

Gravuren, Objekte und vieles

mehr werden aus den wunderbaren

blauen Steinen in der

hauseigenen Manufaktur angefertigt.

Erlesener

Chrysopras in

transluzentem

Apfelgrün

22

GROH + RIPP


Feinster Lapis in

royalem Blau aus

Afghanistan

Je nach Kundenwunsch

werden die Edelsteine (hier: Namibia-

Chalzedone, Koralle, Türkise und Pink

Opale) zu Cabochons verarbeitet

MANUFAKTUR

23


Kalkig und weiß

kommt er daher,

der Türkis.

Er wirkt unscheinbar

nach

außen. Angeschliffen offenbart

er uns sein schönstes

Inneres, ein leuchtendes

Türkis. Die feinsten Qualitäten

stammen aus einer

Mine in Arizona, die den

zauberhaften Namen „Sleeping

Beauty“ trägt. Es gibt

zurzeit keine weiteren Vorkommen

weltweit, deren

Türkise an diese Schönheit

heranreichen. Groh + Ripp

verfügt über ein großes

Lager dieser schlafenden

Schönheiten, die aber nur

für besondere Objekte angeschnitten

werden.

Beim Opal hingegen handelt

es sich gemmologisch

um ein schimmerndes Gel

aus Kieselsäure und Wasser.

Sein Feuerwerk an Farben

Opale in

zahlreichen

Varietäten aus

Australien

24

GROH + RIPP


Türkise aus der „Sleeping Beauty“-Mine in Arizona

fasziniert und überzeugt. Besonders

zur Geltung kommt

dies, wenn er ins rechte Licht

gerückt wird. Dann präsentiert

sich der Opal in schillernder

Vielfalt. Das klassische Land

der Opale ist Australien. Fast

95 Prozent der zu Schmuck

verarbeiteten Steine stammen

von Down Under. Die übrigen

kommen aus Süd- und Mittelamerika

sowie Äthiopien und

Mali. Je nach Art, Fundort und

Körperfarbe unterscheidet man

Schwarz-opale aus Lightning

Ridge, Milch- oder Kristallopale

aus Andamooka und

Boulder- Opale oder Yowah-

Nüsse aus Queensland. In Australien

werden kaum noch neue

Vorkommen entdeckt, und der

Nachschub an schmuckfähigem

Material wird immer

schwieriger zu finden .

MANUFAKTUR

25


Unbearbeiteter Korallenast mit Cabochons

Korallen sind

Millionen Jahre

alte skelettartige

Verknöcherungen

von

Nesseltieren oder Polypen.

Die Farbe kommt wahrscheinlich

unter anderem

durch Eisen zustande. Das

begehrte Ochsenblut (oxblood)

stellt dabei die kostbarste

Varietät der Koralle

dar, ihr helleres Gegenstück

ist die Engelshautkoralle.

Sie besticht durch ihr feines

zartes Rosé. Beide Farben

sind nahezu nicht mehr erhältlich.

26

GROH + RIPP


Die Essenz traditionellen

Handwerks

Das Gravieren ist eine der

ältesten Handwerkskünste.

Wappen, Monogramme und

andere Motive werden von

Groh + Ripp in Zusammenarbeit

mit den besten

Graveuren individuell nach

Kundenwunsch angefertigt.

Dabei werden nicht nur

Lagensteine in unterschiedlichen

Farben graviert,

sondern auch Lapis, Onyx,

Heliotrope oder andere

Materialien.

Bis hin zum fertigen Siegelring reicht das Spektrum

des Angebots an Gravuren

MANUFAKTUR

27


28 GROH + RIPP


MUNTERMACHER FÜR DIE SEELE

Edelsteinfibel

Am Ende eines Regenbogens, so sagt man, versteckt sich ein Topf

voller Gold. Doch wer braucht schon Gold, wenn es auch der

Regenbogen selbst sein kann? Rot, Orange, Gelb, Grün oder Blau:

Edelsteine strahlen in unglaublichen Farben – und sind dank ihrer

glänzenden Leuchtkraft genauso Muntermacher für die Seele

wie süße, bunte Vitaminbonbons.

EDELSTEINFIBEL

29


30 GROH + RIPP



MEINE LEIDENSCHAFT

UND FASZINATION

FÜR EDELSTEINE SIND

FÜR MICH BERUF

UND BERUFUNG

ZUGLEICH.


Nicole Ripp

Nicole Ripps Welt ist bunt:

Sie ist immer auf der Suche nach

den schönsten Farbsteinen – und

mit Leidenschaft dabei

Liebe auf den

zweiten Blick

Nach einer Banklehre

und dem

BWL-Studium

steht für Nicole

Ripp fest: Die

Welt will erobert werden!

Viel und gerne gereist ist

sie schon immer – und ein

fester Wohnsitz kommt für

sie damals überhaupt nicht

infrage. Auf dem Sprung zu

neuen Abenteuern und

quasi mit einem gepackten

Koffer in der Hand spricht

sie allerdings mit ihrem

Vater darüber, zunächst ein

Jahr lang im Familienunternehmen

zu hospitieren. Eine

Zwickmühle: „Ich wollte

die Welt sehen – gleichzeitig

reizte mich die Arbeit mit

Farbsteinen“, sagt Nicole

Ripp. Ihre Leidenschaft für

die Welt der Steine übertrifft

das Fernweh: Sie steigt

bei Groh + Ripp ein. Und

bleibt in Idar-Oberstein.

Heute begleitet die Gemmologin

sämtliche Prozesse

auf dem Weg des Rohsteins

zum fertig geschliffenen

Juwel und arbeitet mit den

weltweit besten Juwelieren

an neuen Kreationen. Insbesondere

die Kooperation

mit Goldschmieden liegt ihr

am Herzen: „Dass wir unsere

Partner immer bestens beraten,

ist für uns selbstverständlich

– ganz gleich, um

welche Größenordnung es

geht.“ Ihre andere Leidenschaft,

das Reisen, hat sie nie

aufgegeben – noch immer

fühlt Nicole Ripp sich überall

auf der Welt zu Hause, in

Hongkong zum Beispiel oder

auf Hawaii. Im Laufe der

Jahre ist die Liebe zu Idar-

Oberstein hinzugekommen:

„Mittlerweile möchte ich die

Stille und die Natur nicht

mehr missen – dieser Ort

ist mein Rückzugsort und

meine Liebe auf den zweiten

Blick.“

EDELSTEINFIBEL

31


E ine Legende

besagt, der Turmalin sei auf

dem langen Weg aus den Tiefen

der Erde hinauf zur Sonne

durch einen Regenbogen

gewandert und habe dessen

Farben aufgenommen. Tatsächlich

gibt es praktisch

keine Farbe, die das Kristall

Turmaline – ein

Regenbogen für

die Ewigkeit

aufgrund seiner komplexen

chemischen Struktur nicht

abbildet. Turmaline sind

Mischkristalle eines Aluminium-Bor-Silikats.

Geringste

Veränderungen der Zusammensetzung

verursachen die

unterschiedlichsten Farben.

Ob Rot, Orange, Gelb, Grün,

Blau oder Violett – kein Turmalin

gleicht exakt dem an-

deren. Nomen est omen: Der

Name Turmalin entspringt

dem singhalesischen Wort

„tura mali“, was so viel heißt

wie „Stein mit gemischten

Farben“. Die bekannteste

Varietät ist der erst 1987 in

der brasilianischen Provinz

Paraiba entdeckte Turmalin.

Der nach dem Fundort

benannte Paraiba-Turmalin

32

GROH + RIPP


weist ein durch die Kombination

der Spurenelemente

Kupfer und Mangan intensives

Türkis auf. Namen wie

„Swimmingpool Blue“ oder

„Electric Blue“ lassen nur erahnen,

wie intensiv der Stein

leuchten kann. Er gehört zu

den Edelsteinen, die in den

letzten Jahren die größten

Preissprünge verzeichneten.

Feine, leuchten de und reine

Exemplare von über 5 Karat

zählen zu den abso luten

Raritäten auf dem Markt

und erzielen Spitzenpreise.

Die Vorkommen in Brasilien

sind größtenteils erschöpft.

Erst 2005 entdeckte man

auf der anderen Seite des

Atlantiks, in Mosambik,

ebenso leuchtend grünblaue

Turmaline. Sie entstanden

vor Jahrmillionen, als Afrika

und Südamerika noch einen

Kontinent bildeten, unter

den gleichen Bedingungen.

Nur die blauen und grünen

Turmaline, die als farbgebende

Spurenelemente Kupfer

und Mangan enthalten,

dürfen als Paraiba-Turmaline

bezeichnet werden.

EDELSTEINFIBEL

33


Turmaline in Beerentönen aus Mosambik

34

GROH + RIPP



DIE GABEN DER

NATUR UND DES

GLÜCKS SIND

NICHT SO SELTEN

WIE DIE KUNST, SIE

ZU GENIESSEN.


Luc de Clapiers Vauvenargues

In den Farben Aubergine,

Fuchsia

und Himbeere geben

die Turmaline

aus der Mosambik-

Mine ihr Bestes. Es gibt keine

Nuance, welche diese

Mine nicht abbildet. Umso

schöner sind diese Steine,

die wir extra für Sie nochmals

ausgesucht haben.

Bezaubernd in Größe und

Reinheit, leuchten sie untereinander

um die Wette.

Besonders anspruchsvoll ist

es auch, diese Steine als Pärchen

anbieten zu können. Es

erfordert viel handwerkliches

Geschick, Erfahrung,

Passion und auch etwas

Kunstfertigkeit, um solche

Turmaline zu schleifen.

EDELSTEINFIBEL

35



ALLES, WAS DU

BRAUCHST, IST

LIEBE. ABER

EIN BISSCHEN

SCHOKOLADE HIN

UND WIEDER TUT

AUCH NICHT WEH.


Charles M. Schulz

(US-amerikanischer Comiczeichner)

Rot ist bekanntlich

die Farbe

der Liebe und

Leidenschaft.

Kein Wunder,

dass der Rubin mit seinem

feurigen Rot seit jeher die

Menschen fasziniert und zu

den kostbarsten Edelsteinen

überhaupt gehört. Der Rubin

zählt zu den Korunden,

die einst vor Jahrmillionen

unter hohem Druck und

großer Hitze tief in der Erdkruste

aus Aluminiumoxid

herauskristallisierten. Seine

Farbe verdankt er Spuren

von Chrom, Eisen, Titan

oder Vanadium. Einer der

schönsten Rubine, die wir

erwerben konnten, ist auf

diesem Cover abgebildet

und stammt aus Mosambik.

Sein leuchtendes Rot, seine

unglaubliche Transparenz

und seine Größe verleihen

ihm Star-Qualitäten. Ein

Stein mit dieser Reinheit

und in dieser Größe von

12,60 Karat ist so selten,

dass wir ihn in unser Raritätenkabinett

aufgenommen

haben. In unserem Portfolio

finden Sie viele weitere, kleinere

feine Steine, zum Beispiel

Rubine aus Burma.

Blau ist die Lieblingsfarbe

der meisten Menschen, steht

es doch für Treue, Beständigkeit

und Harmonie. Blau

ist auch die bekannteste

Farbe des Saphirs – obwohl

es ihn in allen Nuancen des

Regenbogens gibt. Der Saphir

gehört ebenfalls zu den

Korunden. Obwohl seine

Mohssche Härte 9 beträgt

und er damit nach dem

Diamanten der härteste

Stein in dieser Skala ist, ist

sein blaues Erscheinungsbild

weich und ansprechend.

Champagnerfarben wirkt er

verspielt und unaufdringlich,

als Padparadscha in

zartem Rosé mit einem

Hauch von Pfirsich scheint

er die Farbe der Lotusblüte

förmlich aufgesogen zu haben.

Der Saphir ist ganz

vielfältig und spielt mit seinen

Betrachtern, wenn er

seine Farbe je nach Tagesoder

Kunstlicht z. B. von

bläulich zu violett wechselt.

Die Familie der Berylle ist

vielfältig, zu ihnen zählen

auch Aquamarine, Morganite,

Heliodore, gelbe Berylle

und Smaragde. Die Bildung

eines Smaragds ist sehr

anspruchsvoll. Es braucht

viele Voraussetzungen, damit

er entstehen kann. Neben

Beryllium muss das farbgebende

Chrom im Boden

vorhanden sein. Es dürfen

nur solche Berylle als Smaragde

bezeichnet werden,

die Chrom als farbgebendes

Spurenelement tragen. Die

feinsten Smaragde stammen

aus Kolumbien. Ihre Einschlüsse

werden liebevoll

„Jardin“ genannt. Das bläulich

grüne Erscheinungsbild

verleiht den Steinen eine

unglaubliche Tiefe.

36

GROH + RIPP


Klassiker unter sich: Rubine, Saphire und Smaragde

EDELSTEINFIBEL

37


„ VERSUCHUNGEN

SOLLTE MAN

nachgeben.


WER WEISS, OB SIE

wiederkommen.


Oscar Wilde


SELTEN SO SCHÖN

Raritäten

Diese Edelsteine haben die Auszeichnung als Raritäten

wahrlich verdient. Es handelt sich aufgrund ihrer Art, Größe,

Qualität und Herkunft um absolute Ausnahmesteine.

Sie sind einzigartig – und dank ihrer prächtigen Schönheit

zu Recht unglaublich begehrt.

Alexandrit bei Tageslicht …

40

GROH + RIPP


… und bei Kunstlicht, oval facettiert, Sri Lanka, 10,08 ct., mit Zertifikat DSEF

RARITÄTEN

41


Alexandrite, links bei Tageslicht und rechts

bei Kunstlicht, Antikschliff, 17,56 ct.,

mit Zertifikat DSEF

Sie sind die Feinsten

ihrer Art: 12

Edelsteine aus dem

reichhaltigen Angebot

von den

unzählbaren Schätzen von

Groh + Ripp. Ob farbwechselnder

Alexandrit oder

Saphir, Sternsaphir, ein seltener

Rubin, ein intensiv

grün leuchtender Smaragd

oder ein Santa-Maria-Aquamarin

aus Brasilien – die

hier gezeigten Edelsteine

wurden über viele Jahre gesammelt

und sind einfach

einzigartig: aufgrund ihrer

Provenienz, Farbe, Farbtiefe,

Größe oder eines optischen

Effekts. Die bekannten 4 C

zur Beschreibung von Diamanten

reichen bei Weitem

nicht aus, um die Qualität

eines Farbedelsteins zu

beschreiben und dementsprechend

dessen Wert zu

bestimmen. Die Kombination

aus vielen Faktoren

macht den Unterschied und

jeden Stein zudem einzigartig.

Die Beurteilung eines

Farbedelsteins und seiner

Attraktivität ist daher viel

komplexer als beim Diamanten.

Alle Juwelen sind

mit Zertifikaten renommierter

gemmologischer

Labore ausgestattet, die

ihre Besonderheiten würdigen

und schwarz auf weiß

dokumentieren. Wer das

Besondere sucht, der wird

hier garantiert fündig.

42

GROH + RIPP


Rubin, oval facettiert, Mosambik, 12,60 ct.,

natur, Platinum Award Zertifikat, GRS

Padparadscha, oval facettiert,

5,61 ct., natur, mit Zertifikat DSEF

Blauer Sternsaphir, ovaler Cabochon,

Ceylon, 41,32 ct., natur, mit Zertifikat DSEF

Violetter Saphir, oval facettiert, Ceylon,

11,65 ct., natur, mit Zertifikat DSEF

Farbwechselnder Spinell, oval facettiert,

Ceylon, 13,69 ct., natur, mit Zertifikat DSEF

RARITÄTEN

43


Blauer Saphir, oval facettiert,

Ceylon, 23,55 ct., natur,

mit Zertifikat DSEF

Paraiba-Turmalin, oval facettiert,

Mosambik, 18,88 ct., mit Zertifikat DSEF

Kaschmir-Peridot,

oval facettiert, Pakistan,

54,72 ct., mit Zertifikat

DSEF

Kolumbianischer Smaragd,

antik facettiert, 2,78 ct., minor,

mit Zertifikat DSEF

44

GROH + RIPP


Seltene Schönheit

hat auch eine Adresse: Ob der

prachtvoll himmelblaue Santa-

Maria-Aquamarin aus Brasilien,

ein flaschengrüner Smaragd

aus Kolumbien, ein swimmingpoolblauer

Paraiba-Turmalin

aus Mosambik, ein kornblumenblauer

Saphir aus Ceylon

oder ein hellgrüner Kaschmir-

Peridot aus Pakistan – die Herkunft

ist oft auch ein wichtiger

Bewertungsfaktor für die

Feinsten ihrer Art. Denn der

Geburtsort der Edelsteine ist

aufgrund der geologischen Verhältnisse

auch entscheidend für

ihre besondere Leuchtkraft,

Reinheit und Farbtiefe. Die

Provenienz gewinnt daher bei

der Bewertung feiner Edelsteine

immer mehr an Bedeutung.

Groh + Ripp unterhält zu vielen

Minenbetreibern sowie Händlern

rund um den Globus persönliche

Beziehungen und kann

so einmalige Raritäten direkt

von der Quelle erwerben. Die

Herkunft der Ausnahmesteine

belegt ein Zertifikat der DSEF.

Santa-Maria-Aquamarin, Achteck

facettiert, Brasilien, 132,15 ct.,

mit Zertifikat DSEF

RARITÄTEN

45


FACES

Gesichter hinter Groh + Ripp

Alexander Allerborn,

Lapidär, links bei

der Arbeit und rechts

mit zwei großen

Aquamarinkristallen

Was ist Ihr Traumberuf? Ganz klar

Lapidär. Ich habe meinen Traumberuf

bereits im Jahr 2000 gefunden – seitdem

gehöre ich zum Team.

Aber eigentlich hatten Sie doch andere

Pläne? Ja, als ich aus Kirgisistan

kam, wollte ich noch Leistungssportler

werden. Ich war Leichtathlet und hatte

in meiner Heimat bereits erste Sponsorenverträge

als Nachwuchstalent in

der Tasche. Dann kam ich mit meiner

Familie nach Idar-Oberstein, und

schnell begeisterte ich mich für die

Edelsteinbranche – hier geht es ja auch

um Spitzenleistungen.

Wie kamen Sie zu Groh + Ripp? Ich

habe mich bei mehreren Schleifereien

beworben und bekam auch gleich

einige Zusagen, unter anderem von

Groh + Ripp. Da ich immer schon nach

dem Nonplusultra strebte, war für

mich schnell klar: Hier bin ich richtig.

Was schätzen Sie besonders an der

Firma? Bei Groh + Ripp habe ich die

Möglichkeiten, alle Facetten meines

Berufs auszuüben. Jeder Edelstein ist

eine neue Herausforderung. Zudem

wird man hier in allen Belangen unterstützt,

auch jetzt bei der Meisterschule.

Was macht Ihnen besonders Freude?

Die Edelsteinbearbeitung ist für

mich eine echte Kunst. Ich möchte

immer das Beste aus dem Kristall herauskitzeln.

Ich suche gerne die Herausforderung,

bin Perfektionist. Ich liebe

es, auch etwas Neues zu probieren,

meine Fähigkeiten auszutesten. Übrigens

arbeite ich besonders gerne mit

Tansanit, der ist von der Bearbeitung

am anspruchsvollsten, aber trotzdem

angenehm zu schleifen.


ICH LIEBE

DIE STÄNDIGE

HERAUSFORDERUNG,

DAS BESTE AUS

JEDEM EDELSTEIN

HERAUSZUHOLEN.


Alexander Allerborn

46

GROH + RIPP


RARITÄTEN

47


48 GROH + RIPP


FACES

Gesichter hinter Groh + Ripp


ICH FREUE MICH,

KUNDEN KOMPETENT

UND PRÄZISE

ANTWORTEN GEBEN

ZU KÖNNEN.


Petra Woischny-Bonn

Wie kamen Sie zu Groh + Ripp? Ich

bin seit 1977 im Team, habe meine

Ausbildung hier absolviert, als die Firma

noch ihren Sitz in Rhaunen hatte.

Ich war übrigens die erste Auszubildende

von Bernd Willi Ripp. Ich begleite

die Geschichte und den Aufstieg der

Firma fast von Beginn an und habe sie

auch mitgestaltet.

Wie waren die Anfangsjahre? Wir

waren damals noch ein kleines, aber

sehr feines Team. Es war sehr familiär.

Alle haben stets an einem Strang gezogen.

Das ist bis heute so geblieben –

auch wenn wir inzwischen deutlich

größer geworden sind.

Was schätzen Sie an der Familie

Ripp besonders? Wir sind wie eine

große Familie, ich habe die Töchter

aufwachsen sehen, die nun in der

nächsten Generation das Unternehmen

leiten. Und, da ist die technische

Aufgeschlossenheit. Bernd Willi Ripp

war schon immer ein moderner Chef,

technisch sehr interessiert. Ich war in

der Berufsschule damals die Einzige,

die mit dem Telex-Gerät – einem Vorläufer

des Telefax – umgehen konnte.

Bis heute stehen uns die neuesten technischen

Arbeitsgeräte zur Verfügung.

Sie sind nun schon mehr als 40

Jahre bei Groh + Ripp. Was lieben

Sie an Ihrem Beruf besonders? Ich

mag die Vielfalt der Aufgaben. Und:

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung

kann ich in fast allen Fragen

unseren Kunden kompetent und präzise

Auskunft geben. Es bereitet mir

einfach Freude, jederzeit die richtigen

Antworten geben zu können – und das

bei zahlreichen Themen.

Sie liebt die Abwechslung und die Vielseitigkeit ihrer

Aufgaben: Petra Woischny-Bonn gehört seit 1977 zum Team

RARITÄTEN

49


FACES

Gesichter hinter Groh + Ripp

Jürgen Brunk unterstützt Nicole Ripp beim

Edelsteineinkauf und sichtet Rohware

Wie wurde Ihr Interesse an der Welt

der Edelsteine geweckt? Mich hat das

Thema von Kindesbeinen an begleitet –

hier in Idar-Oberstein kommt man ja

daran kaum vorbei. In jedem Haushalt

hat zumindest ein Familienmitglied mit

der ortsansässigen Branche zu tun. So

auch bei uns: Mein Vater war bereits

Edelsteinschleifer. Seine Arbeit mit den

vielen unterschiedlichen Steinsorten

hat mich nachhaltig beeindruckt.

Was fasziniert Sie so an Ihrer Arbeit?

Ich habe mich auf Farbedelsteine

spezialisiert. Wir arbeiten bei Groh +

Ripp mit so vielen unterschiedlichen,

wunderschönen Edelsteinen. Es ist für

mich immer wieder etwas Besonderes,

den Prozess von der ersten Sichtung

und Sortierung der Rohsteine bis hin

zum geschliffenen Stein begleiten zu

dürfen. Das ist auch immer eine Achterbahnfahrt

der Gefühle, bis der Stein

endlich in perfekter Schönheit funkelt.

Was zeichnet Ihre Tätigkeit aus?

Nun, alles beginnt mit dem Einkauf.

Wir sind weltweit unterwegs auf Tour,

ständig auf der Suche nach den schönsten

Farbedelsteinen. Dank unserer direkten

Kontakte zu den Produzenten

und Händlern vor Ort können wir so

manche Rarität sichern. Es bedarf aber

jeder Menge Erfahrung, bei der Sichtung

des Rohmaterials die richtigen

Entscheidungen zu treffen. Man macht

sich dabei schon Gedanken, was daraus

mal werden könnte.

Können Sie denn auch Einfluss auf

das Ergebnis nehmen? Ja, sicher.

Ich bespreche mit den Lapidären und

Schleifern in unserer Manufaktur die

Schritte und kann so auch beeinflussen,

was aus dem Rohmaterial wird. Das

richtet sich ja oft nach den speziellen

Kundenwünschen.

Gibt es auch persönliche Favoriten

unter den Farbedelsteinen? Schon

während meiner gemmologischen Ausbildung

habe ich ein Faible für Korunde

entwickelt. Was gibt es Fantastischeres

als wunderschöne Rubine und Saphire?


WAS GIBT ES

FANTASTISCHERES

ALS DIESE WUNDER

DER NATUR?


Jürgen Brunk

50

GROH + RIPP


RARITÄTEN

51


BIS ZUR PERFEKTION

Technik

Kaum etwas ist faszinierender als die Metamorphose eines

Rohsteins zum vollkommenen Edelstein – die Arbeitsschritte, die

Millimeterarbeit und der perfekte Schliff: Mal sind es winkelgenaue

Facetten, mal einzigartige Einschlüsse oder ein

hauchdünner Schnitt, die aus dem Stein erst etwas

Besonderes machen.

52

GROH + RIPP


TECHNIK

53


Hightech im Einsatz:

Fertigungsvorbereitung mit CAD-Programmen


QUALITÄT IST KEIN

ZUFALL, SIE IST

IMMER DAS ERGEBNIS

ANGESTRENGTEN

DENKENS.


John Ruskin

High-End-

Präzision für

feinste Steine

Hier kommt es auf den

Bruchteil eines Millimeters

an: in der Technikabteilung

von Groh + Ripp. Die Genauigkeit

beginnt bereits bei

der Vorbereitung des zu bearbeitenden

Materials. Aus

dem riesigen Rohsteinlager

wird zunächst das Edelsteinmaterial

von den Spezialisten

nach Kundenwunsch

sortiert und ausgewählt. Die

technischen Dateien der

Kunden werden geprüft

und, falls notwendig, nach

Absprache modifiziert. Zudem

ist es möglich, Prototypen

anfertigen zu lassen.

Nach der Freigabe erfolgt

die Serienproduktion.

Der erste Arbeitsschritt ist

das Sägen des Materials.

Hier kommen CNC-unterstützte

Maschinen zum

Einsatz. Diese erlauben

Toleranzen im Hundertstel-

Millimeter-Bereich. Fünf-

Achsen-Fräsmaschinen führen

die präzise Bearbeitung

der Edelsteine fort.

Durch die permanente Qualitäts-

und Produktionskontrolle

werden die Stücke

exakt nach den Kundenanforderungen

hergestellt.

Lochpositionen und Außenkonturen

zum Beispiel bei

Zifferblättern werden mit

einer Toleranz von 0,01 Millimetern

gefertigt. Groh + Ripp

bietet damit die genauesten

technischen Produkte aus

Edelstein. Die Fertigstellung

erfolgt durch auf die jeweiligen

Edelsteinarten abgestimmte

Poliermittel. Hierdurch

erhalten die Stücke

ihr endgültiges Finish.

Zu dem mehrere Hundert

Tonnen umfassenden Rohsteinlager

gehören im opaken

Steinsegment u. a. feiner

afghanischer Lapislazuli,

Rubin-Zoisit, Jade in allen

Farben, Malachit, Türkis,

Koralle, australischer Opal,

rosa Opal, Meteorit, Tigerauge,

Bergkristall, Obsidiane,

Goldfluss, Perlmutter,

verschiedene Jaspis-Arten,

Onyx etc. Rubin, Saphir,

Smaragd, Paraiba-Turmalin,

Rubellit, Tansanit, Tsavorit,

Mandarin-Granat, Aquamarin,

Morganit, Peridot, Amethyst

oder auch Citrin sind

nur wenige Beispiele, die das

umfangreiche, transparente

Edelsteinangebot bilden.

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GROH + RIPP


Oben: Am Anfang steht die Projektbesprechung

Unten links: Qualität steht an erster Stelle: Kontrolle der gefertigten Stücke

Rechts: Programmierung der CNC-Maschine

TECHNIK

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DIE TECHNISCHE UMSETZUNG

VON AUFWENDIGEN MODELLEN

GEMÄSS KUNDENWÜNSCHEN IN

DELIKATEN MATERIALIEN UND DIE

DAMIT VERBUNDENEN HERAUS-

FORDERUNGEN BEREITEN MIR

IMMER WIEDER GROSSE FREUDE.


Sandra Ripp

Millimeterarbeit: technische

Präzision und Leidenschaft

Sandra Ripp ist die

Frau der Pläne

bei Groh + Ripp:

So zählt sie nicht

nur seit 2014 zur

Geschäftsführung des Familienunternehmens,

sondern

ist auch für den Umgang mit

den Zahlen (und Plänen)

zuständig – und liebt es zu

sehen, wie sich Edelsteine

zu den einzelnen Elementen

nach den Visionen der Kunden

verwandeln. „Es ist unglaublich

faszinierend, wenn

aus einem so harten Material

plötzlich hauchdünne,

zerbrechlich wirkende Edelsteinscheiben

werden“, sagt

sie. Genau wegen dieser Leidenschaft

und ihres Hangs

zur Präzision ist sie die perfekte

Besetzung als Leiterin

der technischen Abteilung.

Die Herausforderung: Hier

ist Millimeterarbeit gefragt,

um den eigenen Ansprüchen

und denen der Kunden mehr

als nur zu genügen. Darüber

hinaus lebt sie für den engen

Kontakt zu den nationalen

und internationalen Kunden

der Firma. Dazu gehören

Kundenbesuche im Haus,

Messetermine oder Reisen

in alle Welt zu Projektbesprechungen

mit führenden

Häusern der Schmuckund

Uhrenbranche. Häufig

muss Sandra Ripp zudem

bei Projektberatungen kreative

Ideen austüfteln, um

etwaige Probleme aus der

Welt zu schaffen – was ihr

sowohl Spaß macht als

auch mit Bravour gelingt.

Klar, dass sie dabei auch

ein absolutes Lieblingsmaterial

nennen kann: „Was

ist atemberaubender und

unglaublicher als die Geschichte

eines Meteoriten?“,

schwärmt sie. „Seine lange

Reise durch das Weltall endet

mit seinem Zusammentreffen

mit der Erde – keiner

kann mehr sagen, wo er

eigentlich genau herkommt.

Und erst nach einer komplizierten

Behandlung gibt

er mit den Widmannstättenschen

Linien eine ganz

besondere Struktur preis.“

Der Meteorit gehört also

ohne Frage zu den allerseltensten

Materialien der

Erde – und bei Groh + Ripp.

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GROH + RIPP


TECHNIK

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Making-of

Exotische Früchte,

Schokolade, Meerestiere,

Artischocken – was hat all

das bloß mit Farbedelsteinen

und Juwelen zu tun?

Um ehrlich zu sein, eine

ganze Menge. Denn eines

haben diese Dinge mit

unseren Lieblingsstücken

gemeinsam: Bei ihnen dreht

sich alles um Genuss! Was

läge deshalb näher, als alles

miteinander zu verbinden?

Also haben wir für unser

Menü der Sinne alles gegeben,

um die Protagonisten

der Fotostrecke gemeinsam

ins beste Licht zu rücken.

Und das Ergebnis kann

sich wirklich sehen – und

beinahe spüren und schmecken

– lassen.

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GROH + RIPP


DIE FIBEL

Impressum

Herausgeber

Groh + Ripp oHG

Tiefensteiner Straße 322 a

55743 Idar-Oberstein

Telefon: +49 6781 9350-0

Telefax: +49 6781 9350-50

E-Mail: info@groh-ripp.de

www.groh-ripp.de

Verantwortlich

Nicole Ripp

Realisation

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GmbH & Co. KG

Medienpark Kampnagel

Jarrestraße 2

22303 Hamburg

Telefon: +49 40 189881-0

www.untitled-verlag.de

Geschäftsführer

Dr. Christian Jürgens

Redaktion

Axel Henselder, Nicole Ripp

Fotografen

Herbert Piel, Attila Hartwig

Mitarbeiter

Martina Drignat, Cynthia Hoedoro,

Elena Stepanova, Kejwan Valandiz

Übersetzung

Lektornet GmbH

Druckerei

Optimal Media GmbH

Glienholzweg 7

17207 Röbel/Müritz

GROH + RIPP 59


Tiefensteiner Straße 322 a

55743 Idar-Oberstein

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