Bericht Kaernten 2019

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Gewerkschaft BAU-HOLZ

KÄRNTEN

24. Landeskonferenz, 09. Feber 2019

Eingang BIFO – Gabelsbergerstraße, 1. Stock, 9020 Klagenfurt

BERICHT 14-18


GBHINHALT

Inhaltsverzeichnis ........................................................................................................................... SEITE 3

Vorwort ..................................................................................................................................................... SEITE 4

Wirtschaft .............................................................................................................................................. SEITE 5-6

Organizing ................................................................................................................................................ SEITE 7

Bildung ...................................................................................................................................................... SEITE 8-9

Arbeitnehmerschutz ...................................................................................................................... SEITE 10-11

Kollektivvertrag ................................................................................................................................. SEITE 12-13

150 Jahre GBH ................................................................................................................................. SEITE 14-15

Jugend ....................................................................................................................................................... SEITE 16-17

Pensionisten ........................................................................................................................................ SEITE 18

Frauen ....................................................................................................................................................... SEITE 19

Rechtsschutz ........................................................................................................................................ SEITE 20

Landesvorstand ................................................................................................................................ SEITE 21

Betriebsräte ......................................................................................................................................... SEITE 22-23

Betriebsbesuche ............................................................................................................................. SEITE 24-25

Ehrungen ................................................................................................................................................. SEITE 26-27

Wohnbau ................................................................................................................................................. SEITE 28

Lohnsteuer runter! ......................................................................................................................... SEITE 29

Presse ....................................................................................................................................................... SEITE 30

Impressum | Herausgeber: Österreichischer Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Bau-Holz, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1 |Fotos: GBH-Presse, fotolia.com, Melbinger, eigene

Redaktion: Gewerkschaft Bau-Holz Kärnten, 9020 Klagenfurt, Bahnhofstraße 44 | Alois Peer, MBA | Layout, Grafik & Konzept: GBH-Presse, Thomas Trabi, M.A.

Druck: Medienfabrik | www.bau-holz.at | Jänner 2019

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Das Bau- und Baunebengewerbe ist in

Kärnten eine bedeutende wirtschaftliche

Säule. Der Bausektor beschäftigt

durchschnittlich mehr als 20.000 heimische

ArbeitnehmerInnen.

Faire Arbeit 4.0

Die Sicherheit des Arbeitsplatzes und

die Einkommenshöhe hängen jedoch

maßgeblich von der fachlichen Qualifikation

der Kollegen ab. Es ist erkennbar,

dass die Betriebe zunehmend gut

ausgebildete Fachkräfte benötigen.

Nach Auffassung der GBH Kärnten

muss die weitere Schaffung von Beschäftigung

und die weitere Verringerung

der Arbeitslosigkeit oberste

Priorität haben. Nur wenn rechtzeitig

und ständig in Aus- und Weiterbildung

investiert wird, werden auch ausreichend

Fachkräfte für unsere

Branchen und für den Arbeitsstandort

Kärnten vorhanden sein.

Organisationsgrad ausbauen

Die Gewerkschaft Bau-Holz Kärnten

bemüht sich ständig, neue Mitglieder

zu organisieren und es gelang im Berichtszeitraum

immer wieder, auch

jüngere KollegInnen für die Arbeit des

Betriebsrates zu gewinnen. Bei Jugendvertrauensräten

besteht eine Organisationsdichte

von über 90 Prozent.

Es bestehen ausgezeichnete Kontakte

zu den Berufsschulen, zum Berufsförderungsinstitut

sowie zur Lehrwerkstätte

der Wirtschaftskammer.

Gelebte Sozialpartnerschaft

Im Wissen um die sensiblen wirtschaftlichen

Zusammenhänge hat die

Gewerkschaft Bau-Holz sowohl in

ihrer Kollektivvertrags- als auch Lohnpolitik

Maß und Ziel bewahrt. In oftmals

harten Verhandlungen wurde

aber versucht, möglichst gute Lohnabschlüsse

für die Beschäftigten zu erreichen.

Diese aktive Lohnpolitik muss zu

einer ständig verbesserten Einkommenssituation

für Bau- und Holzarbeiter

führen und sich in gestiegener

Kaufkraft für die Beschäftigten niederschlagen.

Auch das „Überbrückungsmodell“

und dessen Weiterentwicklung

ist ein Erfolgsprojekt und eine Weichenstellung

für alle BUAK-pflichtigen

Beschäftigten. Mitglieder bekommen

so die notwendige Hilfe und Unterstützung

in schwierigen Lebenslagen.

Im Allgemeinen verweisen unsere Betriebsräte

in unseren Branchen auf

Probleme dort, wo beispielsweise Fusionierungen

zwischen Unternehmen

stattfinden oder Betriebe überhaupt

schließen müssen. Auch hier ist die

GBH ein starker Partner der Beschäftigten.

Auf die nächsten 5 erfolgreichen Jahre. Glück auf!

Alois Peer, MBA Landesgeschäftsführer

Gottfried Hatzenbichler Landesvorsitzender

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GBHWIRTSCHAFT

Mit groß angelegten Infrastrukturvorhaben,

die während des Berichtszeitraumes

verstärkt bearbeitet wurden,

befand sich die Kärntner Bauwirtschaft

während der vergangenen fünf Jahre

in einem Zwischenhoch, dem noch

weitere Impulse in den nächsten Jahren

folgen sollten. Dazu zählt insbesondere

das Engagement im Bereich

Wohnungsbau, bei der Errichtung von

Verkehrswegen, bei Kanalprojekten, im

Energiebereich und bei sonstigen öffentlichen

Versorgungsanlagen im Bereich

der Digitalisierung.

Koralm-, Karawankentunnel

Mit dem Koralmtunnel und der zweiten

Röhre des Karawankentunnels im Zuge

der baltisch-adriatischen Achse entsteht

derzeit eines der größten Bauvorhaben

der Zweiten Republik. Der 32,9

km lange Koralmtunnel durchquert das

Gebirgsmassiv der Koralpe mit Überla-

gerungen von bis zu 1.200 m und verbindet

Deutschlandsberg mit dem

Kärntner Lavanttal. Die Fertigstellung

soll 2023 erfolgen. Züge werden dann

mit einer Höchstgeschwindigkeit von

bis zu 250 km/h die Koralpe unterqueren.

In der Darstellung der bisherigen

Auftragsvergaben zeigt sich, dass die

wichtigsten Kärntner Baubetriebe

hauptsächlich über ARGE an der

Durchführung des Projektes beteiligt

sind und daher sowohl gute Auftragslagen

als auch gute Beschäftigungszahlen

aufweisen.

Karawankentunnel: Mit dem feierlichen

Tunnelanschlag startete die AS-

FINAG am 18. September 2018 die

Bauarbeiten für die zweite Tunnelröhre.

In den kommenden fünf Jahren

wird von beiden Seiten aus die fast

acht Kilometer lange Tunnelröhre aus

dem Bergmassiv herausgebrochen. Der

Tunneldurchschlag soll 2022 erfolgen.

Im Anschluss folgen der Innenausbau

sowie die Ausstattung mit den modernsten

Sicherheitseinrichtungen. Im

Frühjahr 2024 soll der knapp acht Kilometer

lange neue Karawankentunnel

in Betrieb gehen.

Am Beginn des Berichtszeitraumes war

zu befürchten, dass eine deutliche Erholung

der Baukonjunktur gegenüber

den Vorjahren nur zögerlich eintreten

wird. Erst im Spätsommer 2013 konnte

ein Aufwärtstrend festgestellt werden.

Mit einem nominellen Produktionswert

von 110,4 Millionen Euro lag die

Bauwirtschaft Kärntens im September

2013 um 5,5 Prozent über dem Ergebnis

des vergleichbaren Vorjahresmonats.

Das gab Hoffnung, dass sich der

lang ersehnte Aufschwung nun doch

einstellen würde.

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

Aus dem Verlauf der nachfolgenden

Jahre zeigen sich verschiedene Problemzonen.

Nach einer Umfrage im

Frühjahr 2018 verläuft die Auftragslage

weiterhin gut bis sehr gut. Allerdings

ist sie im ländlichen Raum nicht

so spürbar wie in den Ballungszentren

des Bundeslandes. Im Tiefbau befinden

sich budgetär bedingt nur kleinere

Projekte in Umsetzung, dennoch kann

man von einer guten Auslastung der

Unternehmen ausgehen. Probleme bereiten

im Hochbau die sehr kurzen Angebotsfristen

und die kurzen Bauzeiten

im Rahmen der Planvorgaben.

Wildbach- und Lawinenverbauung

Im Bereich der Wildbach- und Lawinenverbauung

zeigen die aktuellen

starken Unwetterkatastrophen, aber

auch jene der vergangenen Jahre, dass

dieser bauintensive Sektor absolut

wichtig ist und einer höheren finanziellen

Dotierung durch den Gesetzgeber

bedarf, um die notwendigen

Schutzbauten in den Kärntner Tälern

und Gebirgsgegenden voranzubringen.

Wohnbau

Schließlich kann positiv angemerkt

werden, dass der Wohnungsbau auf

Landesebene sehr gut verläuft und

auch deutliche Akzente im kommunalen

Wohnbau erkennbar sind. Im

Raum Klagenfurt – Villach – Spittal

kommen dadurch vorwiegend regionale

Firmen zum Zug, was sich deutlich

auf die Beschäftigungssituation

auswirkt. Die mit der GBH Kärnten interagierenden

Betriebsräte im Baunebengewerbe,

so z.B. bei den Fliesenlegern,

Zimmerern und im Innenausbau,

weisen mit der guten Auftragslage

auch auf den zunehmenden Facharbeiterbedarf

hin, der deutlich erkennbar

wird.

Holz- und Sägeindustrie

Die Holz- und Sägeindustrie gilt als

bedeutender und sicherer Arbeitgeber,

der seit Jahren ein stabiles Beschäftigungsniveau

hält und viel zur Wertschöpfung

in meist strukturschwachen

Regionen beiträgt. Holz gewinnt

zudem als Energieträger und Baumaterial

immer mehr an Bedeutung, wodurch

auch in Zukunft Arbeitsplätze

gesichert werden.

Wirtschaft in Kärnten

Für den Wirtschaftsraum Kärnten ist

zusammenfassend erkennbar, dass

durch den schnellen technischen, wirtschaftlichen

und sozialen Wandel verschärfte

Wettbewerbsbedingungen

vorliegen. Um den damit zusammenhängenden

Aufgaben optimal gerecht

zu werden, ist es dringend notwendig,

die Qualifikation der Beschäftigten auf

hohem Niveau zu halten. Für eine gedeihliche

zukünftige Entwicklung

glaubt die Gewerkschaft, dass insbesondere

auch in Kärnten weitere beschäftigungswirksame

Ziele anzustreben

sind, die sozialpartnerschaftlich in sogenannten

Baugipfelkonferenzen erarbeitet

werden.

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GBHORGANIZING

Organizing ist ein Modell, in dem

ArbeitnehmerInnen stark gemacht

werden sollen, selbst aktiv und gemeinsam

mit den BetriebsrätInnen

und der Gewerkschaft für ihre

Rechte einzutreten.

Die Beschäftigten, die mit uns gemeinsam

Organizing-Aktivitäten gesetzt

haben, erreichen mehr in ihrem

Betrieb, sie sind zufriedener, es werden

bestehende Betriebsräte gestärkt, neue

Betriebsräte gegründet und die Zahl

der Gewerkschaftsmitglieder steigt. Organizing

hat wesentlich zum Mitgliederzuwachs

und den deutlich steigenden

Neuwerbungszahlen der GBH beigetragen!

Die 3 Organizing-Kampagnentypen

wurden in unsere tägliche Praxis

integriert,

1. Organisierungskampagne - Aufbau

einer lebendigen Gewerkschaft im

Betrieb. Betriebserschließung, Aufbau

u. Verankerung gewerkschaftlicher

Strukturen.

Neue Betriebsratskörperschaften -

Mitgliederzuwachs im Betrieb:

• R & Z Bau 2015

• Haider & CO 2015

• Fleischmann & Petschnig 2016

• Fliesen Natursteine Steiner GmbH

2017

• Fa. Capita 2018

• Swietelsky - seit Frühjahr 2018

findet ein länderübergreifendes

österreichweites Projekt in der

Firma statt. Ziel ist es, alle Mitarbeiter

über die Neuigkeiten in der

Gewerkschaft Bau-Holz zu informieren

und arbeitsrechtliche sowie

sozialrechtliche Fragestellungen

zu beantworten. Gleichzeitig wird

versucht, in allen Betriebsteilen,

die noch keine aktiven Betriebsratskörperschaften

haben, ein Betriebsratsteam

aufzubauen.

2. Mobilisierungskampagne - Aufbau

von Handlungs-, Aktions- und

Streikfähigkeit in unseren Betrieben

und Branchen (z.B. KV-Verhandlungen).

Arbeitnehmer

sensibilisieren & mobilisieren für

eine starke und transparente KV-

Runde! Erfolge unserer Mobilisierungskampagnen

im Holz- &

Kunststoffgewerbe.

DIE

Im Rahmen des Organizing führte

die GBH eine Mobilisierungskampagne

(MOKA) im Holz- & Kunststoffgewerbe,

die unter dem Motto:

„Mehr Cash für alle!“ in der Öffentlichkeit

bekannt wurde, durch.

Primäres Ziel war es, eine kollektivvertraglich

vereinbarte IST-

Lohnerhöhung zu erreichen.

3. Druckkampagne – Alternative Arbeitsbeitskampfform,

u.a. gewerkschaftliche

Konflikte zu öffentlichen

Themen machen. Durch betriebliche

und öffentlichkeitswirksame Aktionen

konnten wir im Holzgewerbe

mit 01.05.2016 und im Kunststoffgewerbe

mit 01.05.2017 erstmalig in

der Geschichte eine IST-Lohnerhöhung

auf KV-Ebene durchsetzen!

Swietelsky Feldkirchen

RZ Bau: Neuer Betriebsrat

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

Aus- und Weiterbildung sind für die

berufliche Karriere und für die gewerkschaftliche

Vertretung zu jeder Zeit ein

gewinnbringender Faktor.

Die Bildungsarbeit der Gewerkschaft

Bau-Holz Kärnten stützte sich im Berichtszeitraum

auf die langjährigen organisatorischen

Erfahrungen.

Sie wendet sich andererseits vor allem

an jene ArbeitnehmerInnen, die sich

als Betriebsräte und Vertrauenspersonen

zur Verfügung stellen und die Kolleginnen

und Kollegen ihres Betriebes

bzw. ihrer Branche zu vertreten.

Bildungsprogramm

Das jährlich festgelegte Bildungsprogramm

der Landesorganisation Kärnten

umfasst sowohl einwöchige

Seminar- und Kursveranstaltungen, als

auch eintägige Vorträge. Darüber hinaus

wird eine enge Zusammenarbeit

mit der Kärntner Arbeiterkammer, dem

AMS, der AUVA, dem BFI, der BUAK

und dem Lehrbauhof gepflegt.

TeilnehmerInnen

Im Berichtszeitraum sind insgesamt

181 TeilnehmerInnen bei den verschiedenen

Kursen, welche von der GBH

Kärnten in Zusammenarbeit mit der

Arbeiterkammer veranstaltet wurden,

ausgebildet worden.

C-Kurs 2017

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GBHBILDUNG

Branche

Anzahl der Betriebe

Kurse 2014 2015 2016 2017 2018 Gesamt

A-Kurs 18 12 14 10 6 60

B-Kurs 8 8 12 0 7 35

C-Kurs 9 0 13 9 0 31

Bildungswoche 21 17 16 19 20 93

B-Kurs 2016

C-Kurs 2017 C-Kurs 2016

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Hitzeregelung greift in Kärnten

noch nicht ausreichend!

Bauarbeiter sind unter schwerster körperlicher

Arbeit die Hitzeopfer Nummer

Eins. Deshalb hat der Gesetzgeber

auf Vorschlag der Bausozialpartner

2013 die Möglichkeit geschaffen, die

Arbeiten ab 35 Grad Celsius im Freien

einzustellen. Für die gewährten Hitzestunden

gebührt eine Entschädigung

in der Höhe von 60 Prozent, finanziert

aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen

aus dem Schlechtwetterfonds

der BUAK.

Ziel ist es auch, den Nachweis, dass 35

Grad Celsius erreicht wurden, zu vereinfachen.”

„Harte Männer“

Wenn es um Hitze und Bauarbeiter

geht, wird unser Landesvorsitzender

Gottfried Hatzenbichler geradezu poetisch:

„Auch harte Männer haben eine

sensible Haut, die geschützt werden

muss.“ Er besuchte mit den Sekretären

viele Baustellen und versorgte die Kollegen

mit Sonnenmilch, UV-Schutzbrillen

und Mineralwasser.

GBH-Landesgeschäftsführer Alois

Peer, MBA: „Die Hitzeregelung auf den

Baustellen greift, aber noch nicht ausreichend.

Viele Arbeitgeber sind noch

immer verunsichert, wie mit dieser

neuen Regelung umzugehen ist. Wir

streben Aufklärung, aber auch deutlichere

Klarstellungen und nachvollziehbare

Richtlinien an, wann hitzefrei

zu geben ist.“ 2015 wurde die Hitzeregelung

deutlich öfter angewandt als

im Hitzesommer 2013, in Kärnten aber

nur 360 Stunden für 97 Arbeitnehmer

aus 23 Firmen. 2014 und 2015 gab es

keinen Hitzesommer. Dennoch wollen

wir als Gewerkschaft Bau-Holz, dass

nicht nur die Arbeitgeber, sondern

auch die Auftraggeber in dieser Problematik

weiter sensibilisiert werden

und das Aussetzen der Arbeiten ab 35

Grad Celsius unter der Sonne unterstützen.

2016/17 und 2018 haben wir

vor der ersten Hitzewelle dazu eine

Kampagne gestartet. Dazu zählen auch

Gespräche mit unseren Sozialpartnern

und den öffentlichen Auftraggebern.

Sonnenschutz Porr-Baustelle

Sonnenschutz Porr-Baustelle

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GBHGESUNDHEIT

Bau-Holz Thermometer

Bau-Holz Verteilaktion

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GBHKOLLEKTIVVERTRAG

Kollektivverträge verhelfen ArbeitnehmerInnen zu vielen Rechten und Ansprüchen, die nicht in Gesetzen

geregelt sind. In Österreich gibt es keine gesetzlichen Lohn- bzw. Gehaltserhöhungen, d. h., nur aufgrund

von Kollektivverträgen gibt es regelmäßig höhere Löhne und Gehälter für ArbeitnehmerInnen. Jedes Jahr erreichen

wir gemeinsam Einkommenserhöhungen in Verhandlungen mit der ArbeitgeberInnenseite. Kollektivverträge

regeln außerdem die Zuschläge für Schichtarbeit, Feiertagsarbeit, Überstunden oder Mehrarbeit

bzw. Urlaubszuschuss und Weihnachtsgeld. Auch Freizeitansprüche der ArbeitnehmerInnen (z. B. bei Übersiedlung

oder Hochzeit), die Bezahlung von Zulagen und Prämien, Reisegebühren oder Taggelder und vieles

mehr werden durch die Kollektivverträge erzielt.

Erhöhung der Löhne durch die Kollektivvertragsverhandlungen 2014 bis 2018

Die GBH hat in allen ihren 25 Branchen mit rund 250.000 Beschäftigten 100 % KV-Abdeckung.

Mindestlohn von 1.500 EUR für 99,7 % der Beschäftigten erreicht

... nur in nachfolgenden Teilbereichen konnte der Mindestlohn noch nicht erreicht werden.

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GBH 150 JAHRE GBH

Vor 150 Jahren wurden erste historische

Vorläufer der Gewerkschaft Bau-

Holz gegründet.

Neue Wege

Die GBH ist bekannt dafür, neue zukunftsweisende

Wege zu gehen, über

den Tellerrand zu blicken und eine einzigartige

Sozialpartnerschaft zu leben.

Viele Rahmenbedingungen haben sich

verändert, vieles hat die GBH für die

Bau-, Holz- und SteinarbeiterInnen erreicht.

Einiges bleibt jedoch gleich. Lohnerhöhungen,

das Urlaubs- und Weihnachtsgeld

und ein gutes Arbeitsumfeld

entstehen nicht von selbst, es braucht

starke Gewerkschaften, die all das erkämpfen

und sicherstellen. Auch auf

politischer Ebene werden die Expertisen

und die praxisorientierten Konzepte

der Gewerkschaften weiterhin

notwendig sein, um faire Regeln für

die Wirtschaft zu sichern und Arbeitsplätze

zu schaffen und zu erhalten.

Stolz auf die Bau-Holz

GBH-Landesvorsitzender Gottfried

Hatzenbichler: „Wir sind stolz auf das

gemeinsam Erreichte und gehen mit

Elan und Zuversicht in die nächsten

150 Jahre, fordernder, erfolgreicher

und wenn notwendig auch ‘lauter'.

Eines ist klar: Die Anforderungen an

die Gewerkschaftsarbeit werden nicht

kleiner.

Arbeitswelt 4.0

Die Digitalisierung der Arbeitswelt und

der zunehmend international werdende

Arbeitskräfte-, Lohn- und Preiswettkampf

sind große Heraus- forderungen,

denen sich ÖGB und

Gewerkschaften stellen werden, so

Landesgeschäftsführer

Alois Peer, MBA. Die

GBH geht mit Zuversicht

in die nächsten

150 Jahre spannender

Gewerkschaftsarbeit.

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

Jugendliche, BV, LV, LGF, Sekretär

Jugend trifft LH Kaiser

Jugend trifft LH Kaiser

Diskussionsrunde Gewerkschaft Bau-Holz

Diskussionsrunde Gewerkschaft Bau-Holz

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GBHJUGEND

Vorbildliche und erfolgreiche Jugendarbeit in Kärnten

Prävention, Aufklärung und Information

in den Berufsschulen Völkermarkt,

Klagenfurt, Villach und

Spittal sowie in der Kärntner Bauakademie

(Lehrbauhof).

Seit 1998 referiert die Gewerkschaft

Bau-Holz (GBH) in Zusammenarbeit

mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt

(AUVA) in den Kärntner

Berufsschulen zum Thema Unfallprävention.

Andreas Olivotto, MBA, von

der GBH wird von den ExpertInnen

der AUVA Ing. Egon Nussbacher und

BM DI Melanie Gössinger bei diesen

Vorträgen unterstützt. Ziel ist es, in

den Berufsgruppen der GBH den Lehrlingen

das Thema Sicherheit und Gesundheit

am Arbeitsplatz zu

vermitteln. Seitens der AUVA werden

die Lehrlinge über Vermeidung von

Weg- und Arbeitsunfällen, gefährliche

Arbeitssituationen und gefährliche Arbeitsstoffe,

Berufskrankheiten, Verwendung

der persönlichen Schutzausrüstung,

Sicherheitsunterweisung sowie

Sicherheitsschulungen aufgeklärt.

Ein wesentlicher Bestandteil ist mittlerweile

auch der Sicherheitstag an der

Berufsschule Völkermarkt, der in Kooperation

mit der Berufsschule Völkermarkt,

AUVA, GBH, Polizei, ÖAMTC

und der regionalen Fahrschule veranstaltet

wird.

Die Gewerkschaft Bau-Holz sensibilisiert

die Lehrlinge in den Berufsschulen

und am Lehrbauhof über die

Gefahren, die in ihrer Lehrausbildung

lauern. Des Weiteren wird auch über

schleichende Erkrankungen im Bereich

Gehör, Augen, Haut und der Atemwege

aufgeklärt. Zusätzlich wird die

Jugend über ihre gesetzliche und freiwillige

Interessensvertretung aufgeklärt,

sowie die Bedeutung der Sozialpartnerschaft

analysiert. Alle Fragen,

die zur Lehre, zum Lehrvertrag, zum

Kollektivvertrag, zum BAG und zum

KJBG gestellt werden, werden gleich

vor Ort beantwortet.

Exzellente Zusammenarbeit mit

der ÖGJ

Die österreichische Gewerkschaftsjugend

(ÖGJ), und alle Jugendsekretäre

der Fachgewerkschaften veranstalten

gemeinsame Informations- und Werbeaktionen.

Darüber hinaus unterstützen

uns unsere Betriebsräte bei der

Bildung von Jugendvertrauensräten.

Ein besonderes Beispiel in der Gewerkschaftsjugend

ist Daniel Prednik von

der Firma Steiner Bau GmbH, der seit

18.11.2017 Bundesjugendvorsitzender

der Gewerkschaft Bau Holz ist.

LGF Alois Peer, MBA und Lehrlingsbeauftragte Frau Ressenig

Fa. Swietelsky mit Lehrlingen

VW-Golftour 2015

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Hervorragende Arbeit unserer PensionistInnen

Mitglieder-Plus

Im Berichtszeitraum konnte die Pensionistenorganisation

der GBH durch

regelmäßige Organisation, Information

und Service die Anzahl der Mitglieder

stetig steigern.

Die Pensionistenorganisation hat im

abgelaufenen Berichtszeitraum mehrere

Veranstaltungen durchgeführt.

In mehreren Sitzungen wurde über das

rege Veranstaltungsleben der Pensionistengruppe

berichtet.

Dabei erklärte der Landespensionistenvorsitzende

Rupert Bellina, dass die

Mitglieder in etlichen Exkursionen zusammengekommen

sind und sowohl

Firmenbesuche als auch Diskussionsveranstaltungen

organisiert wurden.

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GBHPENSIONISTEN/FRAUEN

Aktive Frauen in der GBH

Gleichbehandlung

Die Gleichbehandlung von Frauen, die

in der Bau-Holz-Branche beschäftigt

sind, sollte angesichts der Rechtslage

kein Problem darstellen. Dennoch

kommt es immer wieder zu Benachteiligung

von Kolleginnen.

In Kärnten verdienen Frauen für die

gleiche Arbeit 19,6 Prozent weniger als

Männer. Statistisch gesehen endet die

gleiche Bezahlung von Männern und

Frauen in Kärnten am 21. Oktober

2018. Den höchsten Einkommensunterschied

weist mit 27,4 Prozent der

Bezirk Spittal/Drau auf. Ein Rückschritt

im Kampf um die Gleichstellung

droht durch die Einführung des 12-

Stunden-Tages.

Ab dem 21. Oktober arbeiten Frauen in

Kärnten statistisch gesehen gratis. Der

sogenannte Equal Pay Day markiert

den Tag im Jahr, an dem Männer bereits

jenes Einkommen erreicht haben,

wofür Frauen noch bis Jahresende arbeiten

müssen. In unserem Bundesland

verdienen Frauen um durchschnittlich

19,6 Prozent weniger als Männer.

Man muss natürlich bedenken, dass

aus dem Einkommensnachteil der

Frauen auch reduzierte Ansprüche bei

Arbeitslosigkeit und letztendlich eine

reduzierte Pension resultieren. Umso

wichtiger wäre es, dass nicht länger

nur über Lohnunterschiede gesprochen

wird, sondern endlich Veränderungen

eingeleitet werden. Tatsächlich lässt

sich im Vergleich zum Vorjahr eine minimale

Verbesserung des prozentuellen

Einkommensnachteils von 1,7 Prozentpunkten

ausmachen. „Das ist eine

kleine positive Veränderung, die vor

allem auf die Erfolge der Gewerkschaften

bei den Kollektivvertragsverhandlungen

zurückzuführen ist.

Familie und Beruf

Die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf, die es eigentlich zu schaffen gilt,

wird durch den 12-Stunden-Tag wieder

deutlich erschwert.

Gefahr durch 12-Stunden-Tag und

60-Stunden-Woche

Die Gefahr ist, dass mit diesem neuen

Arbeitszeitgesetz die Einkommensschere

nach einiger Zeit wieder merklich

auseinanderklaffen wird.

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

Mit der Häufung von Auseinandersetzungen

im Arbeitsleben hat die

Rechtsschutztätigkeit der GBH Kärnten

im Berichtszeitraum weiter zugenommen.

Konkurs: Wir sind für dich da

Mit der Schließung von Betrieben und

dem strukturellen Wandel ist auch eine

härtere Gangart etlicher Unternehmen

zu beobachten. Im Berichtszeitraum

waren zahlreiche Konkurse zu bearbeiten.

Gemeinsam mit dem Insolvenzbüro

der Arbeiterkammer wurde den

betroffenen Kolleginnen und Kollegen

rasch zu ihren Ansprüchen verholfen.

Fordere dein Recht ein

Viele Konfliktfälle entzünden sich

auch daran, dass sich etliche Kollegen

nicht mehr getrauen, bei Krankheit

eine Meldung abzugeben oder den

Krankenstand anzutreten. Es gab Konflikte

bei der Auszahlung von Zulagen,

bei der Zuerkennung und Abgeltung

von Überstundenleistungen und in etlichen

Fällen kam es auch zu einer

Vorenthaltung der geleisteten Stunden.

Mit der RA-Kanzlei Dr. Norbert Moser

haben wir den besten Arbeitsrechtler

Kärntens an unserer Seite.

Beratung, Vertretung usw.

Die Beratung der Mitglieder, die Vertretung

vor Gericht und die Unterstützung

bei Behörden stellt für das

Sekretariat einen deutlichen Schwerpunkt

dar, wobei insbesondere die

rechtliche Qualität ständig verbessert

wird, um die Ansprüche geltend zu

machen.

Sterbefälle Spitalgeld Freizeitunfälle/Invalidität Gesamt

Arbeits- und Freizeit

Fälle Betrag Fälle Betrag Fälle Betrag Fälle Betrag

2014 33 6.031,00 30 2.912,00 3 1.805,60 66 10.748,60

2015 44 6.920,00 39 4.274,00 4 1.411,20 87 12.605,20

2016 20 2.670,00 21 1.580,00 4 2.793,60 45 7.043,60

2017 44 6.950,00 28 3.004,85 4 2.948,80 76 12.903,65

Gesamt 274 43.301,05

RECHTSSCHUTZTÄTIGKEIT 2014-2017

Landesorganisation KÄRNTEN

20 Gewerkschaft BAU-HOLZ

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GBHLANDESVORSTAND

Landesvorstand Funktionsperiode 2014 - 2018

Landesvorsitzender:

Mitglieder-Ersatz

Gottfried HATZENBICHLER, Porr GmbH Hermann LEITNER, Müller & Walcher

Stellvertreter:

Gerhard SPRINGER, Strabag AG Stefan HÖLBLING, Strabag AG

Rene WILLEGGER, FunderMax GmbH Sigurd KRONLECHNER, FunderMax GmbH

Dieter KOINIG-WÖHL, Stora Enso Wood Products Siegbert SCHARF, Stora Enso Wood Products

Armin GEISSLER, Steiner Bau GmbH Lothar SUPPAN, Porr GmbH

Mitglieder:

Mitglieder-Ersatz

Helmut FIAN, Hasslacher Norica Timba Hermann PAULITSCH, Brenner

Peter GOLGER,

Rainer Bau

Robert KANZIAN, WLV Johann KOCH, Swietelsky

Lazarus KÜGEL, Wietersdorfer Johannes NEUHAUSER, Semmelrock

Alfred MORI, Willroider Helmut PIRKER, Napokoj

Christian SAGER, Terra Möbel Rudolf WRETSCHKO, Oberndorfer

Alfred TSCHAS, Kostmann Winfried KLADE, Kostmann

Günther TEPPAN, Holzbau Gasser Jürgen HERNDLER, Bernsteiner

Norbert ZOSE, Hermes Rene SULZER, Hermes

Frauen:

Frauen-Ersatz

Elisabeth STEINTHALER, Landesfrauenvorsitzende Margarete KOHLWEISS, Strabag AG

Pensionisten:

Pensionisten-Ersatz

Rupert BELLINA,

Hans PINTER

Landeskontrolle Vositzender:

Landeskontrolle-Ersatz:

Josef ZANKL (FCG), Schabus Gerhard DOHR, WLV

Mitglieder:

Arnold SOLLBAUER,

Hobas

Hubert LAMER,

Steiner Bau GmbH

Während der Funktionsperiode ausgeschieden:

Hubert DOHR,

RZ-Holzindustrie

Helmut FIAN,

Hasslacher Norica Timber

Peter GOLGER,

Rainer Bau

Jürgen HERNDLER,

Bernsteiner

Margarete KOHLWEISS, Strabag AG

Johann KOCH,

Swietelsky

Lazarus KÜGEL,

Wietersdorfer

Johannes NEUHAUSER, Semmelrock

Arnold SOLLBAUER,

Hobas

Gerhard SPRINGER,

Strabag AG

Elisabeth STEINTHALER, Frauenvorsitzende

Lothar SUPPAN,

Porr GmbH

Rudolf WRETSCHKO,

Oberndorfer

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

Betriebsräte von 2014 - 2018 in Betrieben

BR

Betriebe

2014 585 50

2015 594 84

2016 582 68

2017 596 125

2018 592 86

Steiner Bau Firmen-Jubilaüm 60 Jahre

Markus Müller, Hermann Lipitsch, Adam und Andreas Unterrieder

ZBRV Dieter Koinig-Wöhl mit LR Schaunig-Kandut und Kollegen bei Stora Enso Wood Products GmbH

22 Gewerkschaft BAU-HOLZ

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GBHBETRIEBSRÄTE

Prangl: Wie soll Arbeit

LV bei Firma Steiner Bau St.Paul

GBH-Funktionäre in Brüssel 2015

BV Stora Enso Wood Products

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

Oberndorfer BR

Info BR Mai 2018

Baustelle Klagenfurt Porr, mit AK-Präsident Günther Goach

Info BR

24 Gewerkschaft BAU-HOLZ

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GBHAKTIVITÄTEN

Demo gegen 12/60

Baustelle Klagenfurt Porr, AK

Demo Wien gegen AZ-Verlängerung am 30.6.2018

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

Die Kärntner Landesorganisation

der Gewerkschaft Bau–Holz hat in

den Jahren 2014-2018 ihre Pioniere,

die Vorbilder der Organisation

sind, für ihre Treue und

Verbundenheit geehrt und ausgezeichnet.

Es wurden jeweils abwechselnd in den

Bezirken Villach/Hermagor, Spittal/-

Drau, Feldkirchen/St. Veit/Glan und

Völkermarkt/Wolfsberg Ehrungen abgehalten.

Ehrungen in den Firmen wurden durch

die BRV gemeinsam mit unseren Sekretären

durchgeführt.

Auch bei den LV-Sitzungen wurden

Funktionäre ausgezeichnet.

Eine besondere Freude ist es, dass wir

in den letzten Jahren 14 Kollegen für

65 Jahre und 5 Kollegen für 70 Jahre

Mitgliedschaft ehren konnten.

Rudolf Sdovc, 60 Jahre

Alfred Mieskes, 60 Jahre

Elke Reisenbichler 40 Jahre, ehemalige Mitarbeiterin

Albert Lammer, 40 Jahre

25 Jahre 40 Jahre 50 Jahre 60 Jahre 65 Jahre 70 Jahre

2014 180 61 16 7 2 0

2015 170 72 15 6 4 1

2016 223 80 14 12 4 1

2017 240 85 19 4 1 2

2018 169 80 17 3 3 1

Gesamt: 982 378 81 32 14 5

26 Gewerkschaft BAU-HOLZ

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GBHEHRUNGEN

Gottfried Gollner, 25 Jahre

50 Jahre Johann Strampfer, 2017

HB Ehrung Vinzenz Jobst, 2014

80. Geb. Bellina, Peer, Hatzenbichler

25 Jahre Hermann Leitner

70. Geburtstag, Marijan Burja

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24. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Kärnten, 09. Feber 2019

7. Baugipfel: Wohnbau sichert eine

kontinuierliche Auftragslage in der

Bauwirtschaft

Breitbandinfrastruktur, das Wohnbauprogramm

und die Arbeitsmarktsituation

waren die Hauptthemen.

1.990 neue Mietwohnungen

In den nächsten drei Jahren entstehen

mindestens 1.990 neue Mietwohnungen.

Um den Wohnungsneubau in

Kärnten zu forcieren, sei das Wohnbaubudget

2017 mit rund 163 Millionen

Euro dotiert. Für die kommenden

Jahre sei im Budgetprogramm bis 2018

eine ähnliche Dotierungsgröße enthalten.

Alois Peer, MBA Landesgeschäftsführer

der GBH und Landesvorsitzender Gottfried

Hatzenbichler sehen die Lehrstellenförderung

des Landes als positives

Signal, um nachhaltige Lehrstellen zu

schaffen, daher wurde vom Land Kärnten

die Initiative "to start off 2016 -

BAU" ins Leben gerufen. Hier werden

Betriebe gefördert, die eine zusätzliche

Lehrstelle schaffen. Für jeden Betrieb,

der eine neue Lehrstelle schafft, gibt es

eine Förderung von 2000 Euro.

Die Ausbildung von qualifizierten Mitarbeitern

fängt mit der Lehre an. Eine

fundierte, interessante und zugleich

praxisnahe Ausbildung ist der erste

Schritt, um kompetente Fachkräfte im

Betrieb zu schulen und somit auch die

Zukunft der künftigen Experten in

ihren Spezialgebieten zu sichern.

Bereits bei den Baugipfeln in den vergangenen

Jahren war das Bestbieterprinzip

ein Thema, das mittlerweile

sowohl bei der Landesimmobiliengesellschaft

als auch bei den Ausschreibungen

des gemeinnützigen Wohnbaus

in Kärnten angewendet wird.

„Das Bestbieterprinzip erhöht die

Chance von regionalen Auftraggebern,

bei Ausschreibungen zum Zug zu

kommen, denn es bevorzugt Betriebe,

die Lehrlinge ausbilden, ältere Arbeitnehmer

beschäftigen und eine geringe

Entfernung zum Bauobjekt haben.

28 Gewerkschaft BAU-HOLZ

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GBHLOHNSTEUER RUNTER 2015

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30 Gewerkschaft BAU-HOLZ

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GBHPRESSE

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Kärnten

Rund 53 Prozent der Fläche des Bundeslandes

Kärnten sind von Wald bedeckt. Daraus ergibt

sich, dass die GBH in Kärnten besonders viele

Beschäftigte in Holzbranchen vertritt, von

TischlerInnen bis zu SägewerksarbeiterInnen.

Die Holzindustrie in Kärnten ist ein äußerst vielfältiger

Wirtschaftsbereich und umfasst die Sägeindustrie,

den Baubereich, die Möbelindustrie,

die Holzwerkstoffindustrie sowie die Faser- und

Spanplattenindustrie.

Der Großteil der Betriebe der Holzindustrie ist

klein- und mittelbetrieblich strukturiert. Oft sind

diese in strukturschwachen Gebieten angesiedelt

und somit einziger und sehr wertvoller Arbeitgeber

der Region. Zahlreiche Bauarbeiter haben

ermöglicht, dass Kärnten heute seine Energieversorgung

zu einem großen Teil aus Wasserkraftwerken

abdecken kann.

Foto: Peter Melbinger