Bericht Vorarlberg 2019

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Gewerkschaft BAU-HOLZ

V O R A R L B E R G

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25. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Vorarlberg, 30. März 2019


GBH INHALT

Inhaltsverzeichnis ............................................................................................................................ SEITE 3

Vorwort ...................................................................................................................................................... SEITE 4

Organisation ........................................................................................................................................... SEITE 5-6

Entwicklung .............................................................................................................................................. SEITE 7

Jugend .......................................................................................................................................................... SEITE 8-9

PensionistInnen ................................................................................................................................. SEITE 10

Ehrungen ..................................................................................................................................................... SEITE 11

Bildung ....................................................................................................................................................... SEITEN 12-13

Rechtsschutz........................................................................................................................................... SEITEN 14

Funktionäre ............................................................................................................................................... SEITEN 15

Kollektivvertrag...................................................................................................................................... SEITEN 16-17

Entwicklung ............................................................................................................................................... SEITE 19

Aktionismus .......................................................................................................................................... SEITE 20-22

Lohnsteuer runter ............................................................................................................................ SEITE 23

Organizing ................................................................................................................................................. SEITEN 24-25

150 Jahre GBH/Neujahrstreffen ........................................................................................ SEITE 26-27

Nein zu 12/60 .................................................................................................................................... SEITE 28

Bewegte Zeiten...................................................................................................................................... SEITEN 29

Presse/Eigene Medien ............................................................................................................... SEITE 31-35

Impressum | Herausgeber: Österreichischer Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Bau-Holz, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1 |Fotos: GBH-Presse, fotolia.com, Melbinger,

eigene | Redaktion: Gewerkschaft Bau-Holz Vorarlberg, 6800 Feldkirch, Steingasse 2, Gerhard Flatz | Layout, Grafik & Konzept: GBH-Presse, Thomas Trabi, M.A. | Druck:

Medienfabrik, Graz | www.bau-holz.at | März 2019

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25. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Vorarlberg, 30. März 2019

Gerhard Flatz

Landesgeschäftsführer

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

In der vergangenen Funktionsperiode

waren wir aus gewerkschaftlicher

Sicht sehr erfolgreich

unterwegs.

Durch intensive Vorbereitung konnten

wir hohe Kollektivvertragsabschlüsse

erreichen, die den Bau- und

Holzarbeitern bis zu € 1.000,- jährlich

mehr an Verdienst garantieren.

Die Gewerkschaft Bau-Holz ist weiterhin

Vorreiter bei den rahmenrechtlichen

Verbesserungen.

Im Holz- und Kunststoffgewerbe

konnte die jahrelange Forderung

der GBH nach einer Ist-Lohnerhöhung

umgesetzt werden.

Aber auch Errungenschaften wie

Überbrückungsgeld für Bauarbeiter,

Lohnsteuerreform, Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz,

einheitlicher

ArbeitnehmerInnenbegriff

usw. fallen nicht vom Himmel, sondern

können nur von starken Gewerkschaften

erreicht werden.

Der Mitgliederstand und somit auch

unsere Stärke hat sich im Berichtszeitraum

um 16 Prozent erhöht. Gemeinsam

haben wir viel erreicht und

noch viel vor.

Deshalb möchte ich mich persönlich

bei allen BetriebsrätInnen,

FunktionärInnen, ArbeitskollegInnen

und MitstreiterInnen für die gute Zusammenarbeit

bedanken und freue

mich auf eine erfolgreiche Zukunft.

Nur gemeinsam sind wir stark!

Auf die nächsten 5 erfolgreichen Jahre. Ein herzliches Glück auf.

Gerhard Flatz Landesgeschäftsführer

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GBH VORWORT/ORGANISATION

Die Landesorganisation Vorarlberg ist bundesweit die kleinste organisatorische Einheit der Gewerkschaft

Bau-Holz. Umso wichtiger ist der ständige Kontakt sowie die enge Zusammenarbeit mit unseren BetriebsrätInnen

und FunktionärInnen.

Um alle an uns gestellten Aufgaben auf Büroebene zur Zufriedenheit aller zu bewältigen, ist Teamarbeit oberstes

Gebot.

Zu unseren täglichen Arbeiten gehören …

• Die Teilnahme an BV- und BR-Sitzungen

• Beratung von BetriebsrätInnen und Gewerkschaftsmitgliedern bei arbeitsrechtlichen

Fragen und in KV-Angelegenheiten

• Rechtsberatung

• Beratung und Betreuung der BR- und JVR-Körperschaften

• Mitgliederwerbung und Mitgliederbetreuung

• ständige Präsenz in den Betrieben bzw. auf Baustellen

• Aktivitäten in Berufsschule und Lehrbauhof

• gemeinsame Projekte mit ÖGB und ÖGJ sowie mit befreundeten Gewerkschaften

… um hier nur die wichtigsten Tätigkeiten zu nennen.

Durch klare Zielsetzungen sowie die Gründung von Werbeteams mit den KollegInnen des ÖGB Vorarlberg

und die reibungslose Zusammenarbeit mit unseren FunktionärInnen ist es gelungen, den Mitgliederstand

unserer Landesorganisation zu erhöhen.

Auch das Projekt „Stille Austritte“ trägt immer mehr zur Stabilität in der Mitgliederentwicklung unserer Organisation

bei.

Durch die hauptberuflichen MitarbeiterInnen werden derzeit

• 65 Betriebe

• davon 15 Betriebe mit BetriebsrätInnen

betreut.

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25. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Vorarlberg, 30. März 2019

Das Team der Gewerkschaft Bau-Holz Landessekretariat Vorarlberg.

Für unsere Mitglieder im Einsatz …

Gerhard Flatz

Landesgeschäftsführer

Alexandra Hirschmugl

Organisationsassistentin

Bildung, Jugend, Pensionisten,

Rechtsschutz, Betriebsbetreuung,

Funktionärsbetreuung,

Mitgliederwerbung

Sekretariat, Buchhaltung,

Beitragsverrechnung, Kassa,

Solidaritätsversicherung, Jugend

Mitgliederwerbung

0 55 22/35 53-30 | 0664/614 55 47

gerhard.flatz@gbh.at

0 55 22/35 53-32 | 0664/614 55 20

alexandra.hirschmugl@gbh.at

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GBH BÜROORGANISATION/ENTWICKLUNG

Die Steigerungen im Berichtszeitraum 2014 – 2018 ergeben insgesamt ein Mitgliederplus von 16 Prozent.

Mitgliederentwicklung

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GBH JUGEND

Persönliche Schutzausrüstung

für Berufseinsteiger

Die Prävention für die Gesundheit der

ArbeitnehmerInnen kann nicht früh

genug beginnen. AUVA und GBH informieren

in der Berufsschule über

die Wichtigkeit der persönlichen

Schutzausrüstung für alle ArbeitnehmerInnen

(in unserem Fall: Maurer,

Verputzer, Tischler, Zimmerer, Maler).

Jeder Lehrling erhält bei diesen Aktionen

eine Schutzbrille und ein Gehörschutzsortiment

zur persönlichen

Verwendung, sowie eine Grundinformation

über die Gewerkschaft Bau-

Holz. Hier werden auch Erstkontakte

mit den Lehrlingen geknüpft.

Information und Werbung

Berufsschule Dornbirn

Durch die hervorragenden Kontakte

mit den Verantwortlichen in der Berufsschule

in Dornbirn ist es uns gelungen,

die Informations- und Werbetätigkeit

vor Ort zu intensivieren,

was sich positiv in den Jugendzahlen

widerspiegelt.

Lehrbauhof

(MAZ – Hohenems)

Seit Dezember 2009 sind wir auch in

der Bauakademie Vorarlberg regelmäßig

vertreten. Hier werden die BerufseinsteigerInnen

in einem persönlichen

Gespräch mit dem Landesgeschäftsführer

der GBH über den Kollektivvertrag

und die Wichtigkeit der

Mitgliedschaft zur Gewerkschaft Bau-

Holz informiert.

Ausbildungszentrum

Vorarlberg AZV

In Zusammenarbeit mit der ÖGJ Vorarlberg

wurde im Dezember 2017

erstmalig ein Jugendvertrauensrat

(JVR) gewählt.

Das AZV in Hohenems ist eine überbetriebliche

Ausbildungsstätte, in der

ca. 50 Lehrlinge ausgebildet werden.

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Aus dem Tätigkeitsbericht des LP-Vorsitzenden Peter Ratt

Vorrangiges Ziel der Pensionisten-Arbeit

in der GBH Vorarlberg ist die Vertretung

von Interessen nicht mehr

erwerbstätiger Mitglieder gegenüber

den politischen Entscheidungsinstanzen,

Behörden, Pensions- u. Krankenversicherungen

sowie die Sicherung

von Ansprüchen gegenüber ehemaligen

Dienstgebern.

Dabei war unser LP-Vorsitzender Koll.

Peter Ratt immer bemüht, mit den PensionistInnen

in engem Kontakt zu bleiben.

Zu den weiteren persönlichen

Aktivitäten zählten auch;

• Teilnahme an allen LV-Sitzungen

der GBH Vorarlberg

• Vertretung der GBH im ÖGB-

LandespensionistInnen-Ausschuss

• Teilnahme an den zentralen GBH-

PensionistInnenausschuss-Sitzungen

• Mitwirkung mit den Pensionisten-

KollegInnen bei Demos und Verteilaktionen

Auch die Teilnahme der Vorarlberger

KollegInnen am Kegelturnier im Sporthotel

Tauernblick in Schladming wird

von Koll. Peter Ratt organisiert. Die

GBH-PensionistInnen waren von Anfang

an mit einer Kegelmannschaft

dabei und genießen diese tolle jährliche

Veranstaltung.

Am 29. März 2014 wurde der GBH-

PensionistInnenausschuss neu

gewählt.

Vorsitzender

Peter Mayer

(ab Dezember 2014 Peter Ratt)

Ausschussmitglieder

Franz Bauer

Gebhard Galli

Kurt Baldauf

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GBH PENSIONISTEN/EHRUNGEN

Im Berichtszeitraum konnten wieder

zahlreiche langjährige Mitglieder der

GBH Vorarlberg von unserer Landesorganisation

geehrt werden.

Im Zuge dieser Ehrung wurden insgesamt

50 KollegInnen für 25-, 40-,

50-, 60- und 65-jährige Mitgliedschaft

zur Gewerkschaft Bau-Holz

eingeladen, um bei einem gemeinsamen

festlichen Essen auf der „Schattenburg“

gemeinsam zu feiern.

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GBH BILDUNG

Weiterbildung ist ein wichtiger Faktor

in der BetriebsrätInnenarbeit.

Gesetze ändern sich, Verhandlungen mit

dem Arbeitgeber sind zu führen, auch

viele andere Dinge werden in den Kursen

an die BetriebsrätInnen vermittelt.

Neben unseren SekretärInnen kommen

auch ReferentInnen von AK, AMS,

GKK und BUAK zum Einsatz.

Immer mehr BetriebsrätInnen entscheiden

sich, die vom VÖGB angebotene

G e w e r k -

schaftsschule zu

absolvieren, welche den

TeilnehmerInnen innerhalb von zwei

Jahren ein umfangreiches Wissen vermittelt.

Jahr Seminare Anzahl/TeilnehmerInnen

2014 ABC Grundkurse 1

Expertenkurse 3

Unterstützungen Bildungseinrichtung 1

2015 Expertenkurse 3

Unterstützungen Bildungseinrichtung 1

2016 Expertenkurse 2

2017 Expertenkurse 4

2018 ABC Grundkurse 3

Unterstützungen Bildungseinrichtung 2

AbsolventInnen der Gewerkschaftsschule

2014 - 2018 2

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Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft Bau-Holz und der Rechtsabteilung der AK Vorarlberg fühlen

sich unsere Mitglieder sehr gut vertreten. Die Insolvenzen werden von der Rechtsabteilung der AK Vorarlberg in Zusammenarbeit

mit der Gewerkschaft Bau-Holz Vorarlberg durchgeführt.

Insolvenzstatistik

2014

Branche Konkurs

Abweisung

Sanierungs- mangels

verfahren Kostendeckung

Gesamt vertretene AN

Bau 1 0 0 1 58

Holz 1 0 0 1 4

Bauhilfsgewerbe 5 0 2 7 3

7 0 2 9 65

2015

Branche Konkurs

Abweisung

Sanierungs- mangels

verfahren Kostendeckung

Gesamt vertretene AN

Bau 2 0 1 3 14

Holz 1 0 0 1 6

Bauhilfsgewerbe 4 0 1 5 33

7 0 2 9 53

2016

Branche Konkurs

Abweisung

Sanierungs- mangels

verfahren Kostendeckung

Gesamt vertretene AN

Bau 6 0 2 8 58

Holz 1 0 0 1 0

Bauhilfsgewerbe 5 2 3 10 35

12 2 5 19 93

2017

Branche Konkurs

Abweisung

Sanierungs- mangels

verfahren Kostendeckung

Gesamt vertretene AN

Bau 5 0 1 6 2

Holz 0 0 0 0 0

Bauhilfsgewerbe 5 0 5 10 31

10 0 6 16 33

2018

Branche Konkurs

Abweisung

Sanierungs- mangels

verfahren Kostendeckung

Gesamt vertretene AN

Bau 2 0 3 5 22

Holz 1 3 0 4 123

Bauhilfsgewerbe 4 0 0 4 13

7 3 3 13 158

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GBH RECHTSSCHUTZ/FUNKTIONÄRE

Landesvorstandsmitglieder der GBH Vorarlberg, gewählt am 29. März 2014

Präsidium

Gerd Oprießnig Landesvorsitzender Rhomberg-Bau GmbH

Alfons Sperger Stellvertretender Gort Hermann GmbH

Landesvorsitzender

Vorstand

Simon Lehninger Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH

Johann Berger Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH

Andreas Berger Nägele BFT Werk GmbH

Stefan Thoma Tomaselli Gabriel Bau GmbH

Christoph Schuchter Jäger Bau GmbH

Günther Martin Wilhelm & Mayer GmbH

Christian Verunica ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG

Rupert Gerhard Fritz

Wildbach- u. Lawinenverbauung Vorarlberg

Landesvorstand Kontrolle

Wolfgang Erle Porr Equipment Services

Thomas Winsauer Strabag AG Vorarlberg

Bernhard Strolz Wildbach- u. Lawinenverbauung Vorarlberg

Landesvorstand PensionistInnenvertreter

Peter Mayer Pensionist (ab Dezember 2014 Peter Ratt)

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GBHKOLEKTIVVERTRAG

Kollektivverträge verhelfen ArbeitnehmerInnen zu vielen Rechten und Ansprüchen, die nicht in Gesetzen

geregelt sind. In Österreich gibt es keine gesetzlichen Lohn- bzw. Gehaltserhöhungen, d. h., nur aufgrund

von Kollektivverträgen gibt es regelmäßig höhere Löhne und Gehälter für ArbeitnehmerInnen. Jedes Jahr erreichen

wir gemeinsam Einkommenserhöhungen in Verhandlungen mit der ArbeitgeberInnenseite. Kollektivverträge

regeln außerdem die Zuschläge für Schichtarbeit, Feiertagsarbeit, Überstunden oder Mehrarbeit

bzw. Urlaubszuschuss und Weihnachtgeld. Auch Freizeitansprüche der ArbeitnehmerInnen (z. B. bei Übersiedlung

oder Hochzeit), die Bezahlung von Zulagen und Prämien, Reisegebühren oder Taggelder und vieles

mehr werden durch die Kollektivverträge erzielt.

Erhöhung der Löhne durch die Kollektivvertragsverhandlungen 2014 bis 2018

Die GBH hat in allen ihren 25 Branchen mit rund 250.000 Beschäftigten 100 % KV-Abdeckung.

Mindestlohn von 1.500 EUR für 99,7 % der Beschäftigten erreicht

... nur in nachfolgenden Teilbereichen konnte der Mindestlohn noch nicht erreicht werden.

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NEIN zur 60-Stunden-Woche

NEIN zum 12-Stunden-Tag

So geht‘s nicht!

Die Industrie bestellt, die Regierung liefert, und die ArbeitnehmerInnen

bezahlen mit ihrer Gesundheit, ihrer Freizeit und ihrem Geld:

Unsere Gesundheit

Längere Arbeitszeit bedeutet massiv mehr Unfälle,

das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko steigt rapide an.

Das ist ein Frontalangriff auf ein gutes Leben, wie wir es fordern.

Unsere Freizeit

Überstunden abzulehnen, wird kaum mehr gehen – Familie, Freundschaften,

Sport und ehrenamtliche Tätigkeiten bleiben auf der Strecke.

Diese zutiefst persönliche Einschränkung lehnen wir ab!

Unser Geld

Zuschläge für die 11. und 12. Stunde, die derzeit

in Betriebsvereinbarungen fixiert sind, werden entfallen.

Das ist Lohnraub!

neinzum12stundentag.at

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GBH WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Hoch und Tief in der Vorarlberger Bauwirtschaft

Bauwirtschaft und alle damit verbundenen

Nebengewerke sind unverändert

ein wichtiger Faktor für die

gesamte Vorarlberger Wirtschaft. In

den Bauunternehmen verdienen über

5.000 Beschäftigte (darunter ca. 200

Lehrlinge) ihren Lebensunterhalt, weitere

6.000 im Bauhilfsgewerbe.

Der Umsatz/Bauproduktionswert beträgt

ca. 600 Millionen Euro.

Die Vorarlberger Baubranche erlebt in

allen Bereichen eine durchaus positive

Entwicklung. Auch für das Jahr 2019

rechnen die heimischen Bauunternehmen

mit einer weiter zunehmenden

Auslastung.

Grund dafür ist die erfolgreiche Wirtschaft

in Vorarlberg und die damit verbundene

Bereitschaft von Industrie u.

Gewerbe in bauliche Maßnahmen zu

investieren.

Träger der Konjunktur ist weiterhin

der Wohnbau. Der öffentliche Tiefbau

ist die einzige Sparte, die mit einem

leichten Rückgang rechnet.

Erfreulich ist auch die damit verbundene

Entwicklung bei den Lehrlingszahlen.

Derzeit werden in Vorarlberg

etwa 200 Maurerlehrlinge ausgebildet,

was einer Steigerung im Vergleich zum

Vorjahr um etwa 10 % entspricht.

Das sind positive Entwicklungen,

die uns motivieren und zuversichtlich

in die Zukunft blicken lassen.

Steine und Erden

Holz

Bau

davon Hochbau

Tiefbau

Bauinstallationen

Summe

Steine und Erden

Holz

Bau

davon Hochbau

Tiefbau

Bauinstallationen

Summe

Unselbstständig Beschäftigte in Vorarlberg in den Wirtschaftsklassen

(NACE) Steine/Erden, Holz sowie Bau

2014 2015 2016 2017 2018

1026

2201

10500

2839

861

6801

13 727

1123

2192

10528

2721

994

6813

13 843

1113

2185

10657

2782

1002

6873

13 955

1040

2312

10879

2923

919

7037

14 231

Vorgemerkte Arbeitslose in Vorarlberg in den Wirtschaftsklassen

(NACE) Steine/Erden, Holz sowie Bau

1014

2303

11139

2976

889

7275

14 456

2014 2015 2016 2017 2018

64 72

69 69

62

94 91

89 82

72

679 710 635 618 586

164 174 150 153 139

64 64

56 60

48

452 472 429 405 399

837 873 793 769 720

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GBH AKTIONISMUS

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GBH AKTIONISMUS / LOHNSTEUER RUNTER

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Organizing in der Gewerkschaft Bau-Holz

Organizing ist ein Modell, in dem ArbeitnehmerInnen

stark gemacht werden sollen,

selbst aktiv und gemeinsam mit den

BetriebsrätInnen und der Gewerkschaft

für ihre Rechte einzutreten. Die Beschäftigten,

die mit uns gemeinsam Organizing-Aktivitäten

gesetzt haben, erreichen

mehr in ihrem Betrieb und sie sind zufriedener.

Es werden bestehende Betriebsräte

gestärkt, neue Betriebsräte

gegründet und die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder

steigt!

Organizing hat wesentlich zum Mitgliederzuwachs

und den deutlich steigenden

Neuwerbungszahlen der GBH beigetragen!

Die 3 Organizing-Kampagnentypen wurden in unsere tägliche Praxis integriert

1. Organisierungskampagne - Aufbau einer lebendigen Gewerkschaft im Betrieb.

Betriebserschließung, Aufbau und Verankerung gewerkschaftlicher Strukturen.

2. Mobilisierungskampagne - Aufbau von Handlungs-, Aktions- und Streikfähigkeit in unseren

Betrieben und Branchen (z.B.: KV-Verhandlungen).

AN sensibilisieren & mobilisieren für eine starke und transparente KV-Runde!

3. Druckkampagne – Alternative Arbeitskampfformen, u.a. gewerkschaftliche Konflikte zu

öffentlichen Themen machen.

GBH–Organisierungskampagne

Beginnend mit dem Jahr 2014 haben wir uns entschieden, im Bereich der Organisationskampagnen ganz gezielt und systematisch

„Weiße-Flecken-Betriebe“ zu bearbeiten und diese auch in unsere BSC-Ziele aufzunehmen.

Mit den Werkzeugen von Organizing, wie Betriebslandkarten, Aufbau von Verbündeten in unorganisierten Betrieben u.s.w.

konnten wir in vielen Betrieben gewerkschaftliche Strukturen aufbauen. Durch die Unterstützung der Regionalsekretäre

des ÖGB war es möglich, in Zweiergruppen mit den MitarbeiterInnen Gespräche am Arbeitsplatz zu führen. Dadurch ist es

uns gelungen, „Weiße-Flecken-Betriebe“ zu organisieren und in anderen Betrieben die Anzahl der Gewerkschaftsmitglieder

deutlich zu erhöhen.

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GBH ORGANIZING

GBH-Mobilisierungskampagne

Erfolge unserer

im Holz- & Kunststoffgewerbe

Im Rahmen des Organizing führte die

GBH über mehrere Jahre Mobilisierungskampagnen

(MOKA) in den Bereichen

Holz- & Kunststoffgewerbe durch, die

unter dem Motto: „Mehr Cash für alle!“

in der Öffentlichkeit bekannt wurden.

Primäres Ziel war es, gemeinsam mit den

BetriebsrätInnen und ArbeitnehmerInnen

eine kollektivvertraglich vereinbarte

IST-Lohnerhöhung zu erreichen.

GBH-Druckkampagne

Durch die vielen betrieblichen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen konnten wir im Holzgewerbe mit 01.05.2016 und im

Kunststoffgewerbe mit 01.05.2017 erstmalig in der Geschichte eine IST-Lohnerhöhung auf KV-Ebene durchsetzen!

„Gewerkschaft sind WIR - mit DIR!“

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25. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Vorarlberg, 30. März 2019

Einen grandiosen 150. Geburtstag

beging die GBH Vorarlberg

Vor 150 Jahren wurden erste historische

Vorläufer der Gewerkschaft Bau-

Holz gegründet. Im Rahmen eines

Festaktes wurden Ehrengäste wie

ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker,

die Betriebsräte von Rhomberg

Bau und Nägele Hoch-Tiefbau, Simon

Lehninger und Fritz Rupert, begrüßt.

Mehrfach wurde die Bedeutung der

GBH betont, wie sie sich auch in den

Diskussionsrunden angesichts der Errungenschaften

in den 150 Jahren bestätigt

hat.

ÖGB-Landesgeschäftsführerin Manuela

Auer moderierte den Abend.

Nach 1867 bildeten sich so genannte

Arbeiterbildungsvereine. Ziel war es

schon damals, bessere Arbeitsbedingungen

zu erreichen. Nachdem europaweit

immer mehr Berufsgruppen

Gewerkschaften gebildet hatten, wurden

im Jahre 1893 auch in Vorarlberg

erste gewerkschaftliche Ortsgruppen

gegründet – vor allem der Holzarbeiter

in Dornbirn, Bregenz und Feldkirch.

Nach ihrer Auflösung und Unterdrückung

im ersten und zweiten Weltkrieg

wurde 1945 der überparteiliche

ÖGB mit wesentlicher Unterstützung

der Gewerkschaft Bau-Holz neu gegründet.

Seitens der GBH wurde auf die Errungenschaften

wie etwa Kollektivverträge,

Abfertigungen, Schwerarbeiterregelung,

Urlaubs- und Weihnachtsgeld,

das Überbrückungsgeld für Bauarbeiter

uvm. eingegangen. GBH-LGF

Gerhard Flatz: „Wir sind stolz auf das

Erreichte und gehen mit Elan und Zuversicht

in die nächsten 150 Jahre. Die

Digitalisierung der Arbeitswelt und

zunehmend internationale Arbeitskräfte,

Lohn- und Preiswettkampf sind

große Herausforderungen, denen wir

uns stellen”, so Flatz.

GBH-BV Josef Muchitsch stellte das

GBH-Jubiläumsbuch vor: „In letzter

Zeit gibt es vermehrt Angriffe auf

wichtige gewerkschaftliche Errungenschaften

wie geregelte Arbeitszeiten,

Kollektivverträge oder Arbeitnehmerschutzbestimmungen.

Dazu kommen

neue Herausforderungen, vor allem

durch einen unfairen Wettbewerb auf

Kosten der Arbeiternehmer. Deshalb

werden wir auch zukünftig so lange

laut sein, bis wir gehört werden."

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GBH 150 JAHRE GBH / NEUJAHRSTREFFEN

Bereits seit 2010 lädt die GBH jährlich zum traditionellen Neujahrstreffen. Immer wieder mit Erfolg!

2018 lautet das Motto: „Digitalisierung und Automatisierung” Weitblick bewies die GBH 2017 mit dem Thema Sozialpartnerschaft

Betriebsräte und Mitgliederwerbung standen 2016 im Mittelpunkt

2015 wurde unser Programm in Form eines Kabaretts etwas anders

vorgestellt.

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Großdemo gegen den 12-Stunden-Tag/60-Stunden-Woche

Ein gigantisches Bild zeigte sich am 30.

Juni 2018 am Heldenplatz in Wien.

Mehr als 100.000 Menschen waren

zur Demonstration gegen den 12-

Stunden-Tag und gegen die 60-

Stunden-Woche gekommen. Auch

wir als Gewerkschaft Bau-Holz Vorarlberg

waren mit vielen Mitstreitern

dabei. Wir haben

ein klares Zeichen gegen

den Vorschlag der Bundesregierung zur

Ausweitung der Arbeitszeit gesetzt.

GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch in Richtung Regierung: „Wenn sie den Arbeitskampf wollen, dann sollen sie ihn kriegen!"

28 Gewerkschaft BAU-HOLZ

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GBH ARBEITSZEITVERLÄNGERUNG/PRESSE

In den letzten Jahren hat sich in der

Kommunikation unwahrscheinlich viel

getan – mehr als in Jahrzehnten zuvor.

Das bringt auch viele neue und zusätzliche

Herausforderungen für die Öffentlichkeitsarbeit

der GBH. Diesen

Herausforderungen haben wir uns erfolgreich

gestellt. Das reicht von einem

Relaunch unserer Website www.bauholz.at

und unseres BAU-HOLZ-Magazins

sowie der BR-INFO bis hin zu

einem eigenen Facebook-Auftritt facebook.com/deinegbh.

Aktive Pressearbeit

Dabei dürfen natürlich die herkömmlichen

Tätigkeiten einer Pressestelle

nicht auf der Strecke bleiben. Aus diesem

Grund führt die GBH laufend Medienschulungen

auch mit Verantwortungsträgern

in den Bundesländern

durch. Dadurch gelingt es uns immer

besser, auch in den Bundesländer-Medien

stärker aufgenommen zu werden.

Nicht ohne Erfolg. Obwohl die GBH zu

den kleineren Gewerkschaften zählt,

waren wir medial sowohl in Print, TV

und Radio wie auch bei den neuen Medien

immer sehr gut vertreten.

GBH als Themenführer

Mit der Warnung vor dem 12 Stunden-

Tag – und der 60-Stunden-Woche mit

den schweren Arbeitsbedingungen für

unsere Kollegen waren wir Themenführer

im Sommer 2018. Dazu wurden auf

Baustellen und in Betrieben bundesweit

Pressegespräche durchgeführt, damit

sich Medienvertreter vor Ort ein

Bild über die schwerste Arbeit unserer-

Kollegeninnen und Kollegen machen

konnten. Unser Konzept, Medien reale

Auswirkungen von politischen Maßnahmen

direkt am Arbeitsort aufzuzeigen,

wird sehr gut angenommen.

GBH-Kampagnen

Egal, ob mit unseren Sozialpartner-

Kampagnen „UMWELT + BAUEN“ und

„FAIRE VERGABEN sichern Arbeitsplätze!“

oder mit den eigenen Kampagnen

wie „12/60“, „Ich bin dabei, du

auch?“ oder die „UV-Informationskampagne“

– die GBH setzt hier in der

Kommunikation neue Maßstäbe.

Auch hier gibt uns der Erfolg recht:

Immerhin wurde in Österreich auf Initiative

unserer Kampagnen das „Bestbieterprinzip“

wieder eingeführt. Die

Experten der GBH sind in den Medien

gefragt.

Es wird nicht einfacher

Das Jahr 1 unter „Schwarz-Blau“ hat

uns vor neue Herausforderungen gestellt.

Täglich gibt es neue Ideen von

dieser Bundesregierung, welche unseren

ArbeitnehmerInnen keine Vorteile

bringen – ganz im Gegenteil. Auch die

mediale Landschaft hat sich geändert.

Der Einfluss der neuen Regierung ist in

allen Medien zu spüren. Alleine im Innenministerium

sind 50 Personen mit

der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.

Aber auch diesen neuen Vorausetzungen

werden wir uns gemeinsam mit

unseren Landesorganisationen stellen.

www.facebook.com/deinegbh Gewerkschaft BAU-HOLZ 29


GBH PRESSE

www.facebook.com/deinegbh Gewerkschaft BAU-HOLZ 31


25. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Vorarlberg, 30. März 2019

32 Gewerkschaft BAU-HOLZ

www.bau-holz.at/vorarlberg


GBH PRESSE

www.facebook.com/deinegbh Gewerkschaft BAU-HOLZ 33


25. Landeskonferenz Gewerkschaft BAU-HOLZ Vorarlberg, 30. März 2019

34 Gewerkschaft BAU-HOLZ www.bau-holz.at/vorarlberg


GBHVORWORT

www.facebook.com/deinegbh Gewerkschaft BAU-HOLZ 35


www.bau-holz.at

Vorarlberg

Innovative

Betriebe

Online

lesen!

www.gbh-br.at/

bericht

Vorarlberg ist das am zweitstärksten industrialisierte

Bundesland in Österreich mit der

stärksten Exportorientierung (Exportquote

der Industrieproduktion ca. 70 %).

Viele innovative Betriebe sind in Vorarlberg

beheimatet, deren Produkte Alleinstellungsmerkmale

genießen, aus den BAU-HOLZ-

Branchen sind hier v.a. Bau- und kunststoffverarbeitende

Betriebe zu nennen, die neue

Standards setzen. Die Bauwirtschaft und alle

damit verbundenen Nebengewerke sind unverändert

ein wichtiger Faktor fur die gesamte

Vorarlberger Wirtschaft.

In den Bauunternehmen verdienen über

5.000 Beschäftigte ihren Lebensunterhalt.

Foto: DarkoTodorovic|Photography|adrok.net, Cree GmbH