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PreMedia World Edition deutsch Jänner–Februar 2024

Das neue PreMedia Magazin Jänner-Februar 2024 ist nun für Sie da.

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Internationales<br />

Media Magazin<br />

<strong>PreMedia</strong><br />

Print & Online & TV & Radio<br />

Consulting<br />

I N T E R N A T I O N A L E S M E D I A M A G A Z I N<br />

<strong>PreMedia</strong> Newsletter –<br />

über alle<br />

Medienkanäle hinweg:<br />

Print – Online<br />

www.premedianewsletter.de<br />

JANUAR/FEBRUAR <strong>2024</strong> AUSGABE 01/02 JAHRGANG 30<br />

Was die Branche<br />

<strong>2024</strong> erwartet


Freiraum Zukunft<br />

Prof. Ing. Karl Malik International<br />

Management Consulting for International Media<br />

<strong>World</strong>-Media-Report <strong>2024</strong><br />

SPEZIELL<br />

FÜR SIE<br />

INTERNATIONAL<br />

Prof. Ing. Karl Malik<br />

Internationale Unternehmensberatung für Medien – <strong>PreMedia</strong> Newsletter GmbH<br />

Seite 1 Deutschland – Großbritannien – EU – Russland – China<br />

28.02.<strong>2024</strong><br />

Dieser Report analysiert in<br />

übersichtlicher Form folgende<br />

Themen-Schwerpunkte:<br />

01. Die weltweite Datenexplosion und ihre Auswirkungen<br />

02. Zeitungen in Deutschland<br />

03. Medien-Trends<br />

04. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Medienhaus<br />

05. Personalentwicklung – notwendige Antworten auf den<br />

Fachkräftemangel<br />

06. Werbung und Native Advertising<br />

07. Medienkonsum im weltweiten Wandel<br />

08. Umfrage zur täglichen Mediennutzung in der EU bis 2023<br />

09. Dänische Zeitungs-Medien<br />

10. Zeitungen in Österreich<br />

11. Zeitungen in Frankreich<br />

12. Zeitungsmedien in Italien<br />

13. Zeitungsmedien in Spanien<br />

Freiraum Zukunft<br />

14. Niederländische Zeitungsmedien<br />

15. Belgische Zeitungen<br />

16. Zeitungen Luxemburg nach Auflage<br />

17. Medien in der Schweiz<br />

18. Medien in Norwegen<br />

19. Medien in Schweden<br />

20. Medien in Finnland<br />

21. Medien in Großbritannien<br />

22. Medien in Polen<br />

23. Medien in Tschechien<br />

24. Medien in Portugal<br />

25. Medien in Slowenien<br />

26. Medien in Kroatien<br />

27. Medien in Ungarn<br />

28. Medien in Serbien<br />

29. Medien in USA<br />

30. Die Tageszeitung in der<br />

Prof. Ing. Karl Malik International<br />

Management Consulting for International Media<br />

Transformation<br />

31. Der Vertrieb wird immer mehr zur Kostenlast<br />

32. Erlösgenerierung durch Paywall-Konzepte für<br />

die Vermarktung digitaler Inhalte<br />

33. Entscheidungsfaktoren für den Investor bei der<br />

Ausschreibung von Multimedia-Software<br />

34. Anforderungen an Redaktions-/Content-<br />

Management-Systeme<br />

35. alfa Media Partner<br />

36. StiboDX<br />

37. Eidosmedia Deutschland GmbH<br />

38. PEIQ – by multicom | GOGOL<br />

39. ppi media<br />

40. Promocion Technologica y Commercial S.A.<br />

41. sabris AG<br />

42. Installationsbasis an Zeitungs-CtP-Systemen<br />

International<br />

43. Krause-Biagosch CtP-Lösungen<br />

44. Integrierte Zeitungs- und Semi-<br />

Commercial Druckmaschinen<br />

45. Koenig und Bauer AG<br />

46. manroland-Goss Integrierte<br />

Lösungen für den Zeitungsund<br />

Semicommercial-Druck<br />

und rotativem Flexodruck-<br />

Verpackungslösungen<br />

47. Integrierte Versandraumsysteme<br />

für den industriellen<br />

Zeitungsversand<br />

48. Ferag AG<br />

49. Müller Martini AG<br />

50. Management-Summary<br />

51.Trends in der Lieferindustrie<br />

Schlussbemerkung<br />

<strong>World</strong>-Media-Report <strong>2024</strong><br />

Fax-Hotline<br />

(0 62 23) 741 39<br />

e-Mail:<br />

karl.malik@premedianewsletter.de<br />

INTERNATIONAL<br />

¨<br />

Prof. Ing. Karl Malik<br />

Internationale Unternehmensberatung für Medien – <strong>PreMedia</strong> Newsletter GmbH<br />

Seite 1 Deutschland – Großbritannien – EU – Russland – China<br />

28.02.<strong>2024</strong><br />

Hiermit bestellen wir den Media Report <strong>2024</strong> zum Preis von € 1.990,00 zzgl. MWSt.<br />

Name: ................................................................................................................................................<br />

Elektronische Ausfertigung möglich<br />

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bei elektronischer Ausfertigung Signaturpflicht<br />

Straße: ................................................................................................................................................<br />

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Telefon: ................................................................................................................................................<br />

Telefax: ................................................................................................................................................<br />

Email: ................................................................................................................................................<br />

Unterschrift<br />

<strong>PreMedia</strong> Newsletter GmbH – Prof. Ing. Karl Malik – Internationale Unternehmensberatung<br />

Adalbert-Seifriz-Strasse 53, D-69151 Neckargemünd, Telefon: +49(06223) 747 57, Telefax: +49(06223) 741 39<br />

UID-Nr.: DE 205824687, Volksbank Kurpfalz Heidelberg: IBAN: DE65 6709 2300 0034 0518 52 BIC: GENODE61WNM


EDITORIAL 03<br />

WAS DIE BRANCHE <strong>2024</strong> ERWARTET<br />

DIE STIMMUNG IN DER DEUTSCHSPRACHIGEN<br />

Medien-Branche ist verhalten. Und dies in einem drupa-Jahr.<br />

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden durch die<br />

Gefahr einer weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges weiterhin<br />

eingetrübt. Dazu kommt in Deutschland - der ehemals<br />

führende Wirtschaftsnation der EU und drittgrößte Volkswirtschaft<br />

weltweit- eine offen zu Tage tretende Regierungskrise<br />

einer in sich zerstrittenen Ampel-Koalition. Diese lähmt<br />

das Land. Obwohl: Zwei Drittel der Entscheider in Zeitungsund<br />

Digitalpublishing-Unternehmen beurteilen die kurzfristige<br />

Geschäftsentwicklung eher optimistisch; mittelfristig<br />

fallen die Erwartungen hingegen eher negativ aus. Wichtiger<br />

Treiber ist wie in den Vorjahren das Digitalgeschäft. Die<br />

Unternehmen erwarten eine Verdreifachung des digitalen<br />

Umsatzanteils binnen fünf Jahren. Die Priorität im laufenden<br />

Jahr <strong>2024</strong> liegt beim Wachstum durch Paid Content und der<br />

Digitalisierung bestehender Print-Abonnements; dabei wird<br />

bis 2030 eine deutliche Veränderung in der anteiligen Zusammensetzung<br />

der Abonnements über Print, E-Paper und<br />

Plus deutlich. Der BDZV stellte kürzlich die prägenden Trends für das Jahr <strong>2024</strong> vor.<br />

Der Einsatz von Machine-Learning- und KI-Tools wird zu einer Effizienzsteigerung<br />

durch Automatisierung führen: 52 Prozent der Befragten sehen den wichtigsten<br />

Hebel oder das größte Potenzial für effiziente Arbeit in der Automatisierung. Outsourcing<br />

(14%), reine Prozessoptimierung (14%) und Zentralisierung (10%) folgen<br />

weit abgeschlagen. Potenziale erwarten die Unternehmen im Kundenservice und in<br />

der Print-Seitenproduktion. Und: Während zwei Drittel der Befragten planen, KI zur<br />

Texterstellung einzusetzen, soll es keine Vollautomatisierung in größerem Umfang<br />

geben; die Verantwortung bleibt weiterhin bei der Redaktion. 35 Prozent lehnen den<br />

Einsatz von KI bei der Texterstellung ganz ab.<br />

Eine Neuausrichtung in den Redaktionen soll zur Qualitätssteigerung der<br />

journalistischen Inhalte beitragen: 88 Prozent der Befragten glauben, dass eine erhöhte<br />

redaktionelle Qualität zu einer stärkeren Leser- und Nutzerbindung beitragen<br />

wird, 50 Prozent setzen auf personalisierte Inhalte, die (hyper-)lokale Berichterstattung<br />

sehen 47 Prozent als essenziell. Zum Erfolg gehört nach Auffassung der<br />

Unternehmen die präzise Ansprache von Zielgruppen: Dies geschieht vor dem Hintergrund<br />

eines Bedeutungs- und Relevanzverlusts der klassischen Ressorts, vielmehr<br />

werden sich Redaktionen stärker als bisher entlang von Themen und Zielgruppen<br />

orientieren. Als zu erschließende Zielgruppen(-themen) werden identifiziert:<br />

Familien und Eltern, Sport- beziehungsweise Fußballfans, Gäste, Kultur und Freizeit,<br />

Studierende und Auszubildende. Um junge Zielgruppen zu erreichen, halten 82 Prozent<br />

der Unternehmen den gezielten Einsatz von Social Media für relevant, immerhin<br />

59 Prozent setzen auf Kooperationen mit Schulen und Bildungseinrichtungen.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

Prof. Ing. Karl Malik<br />

Karl.Malik@premedianewsletter.de


04 INHALT<br />

EDITORIAL<br />

Was DIE BRANCHE <strong>2024</strong> ERWARTET 03<br />

DAS AKTUELLE<br />

MEDIENINTERVIEW<br />

TRENDS IN DER<br />

MEDIENINDUSTRIE<br />

Iran – noch Chancen für Menschenrechte? 06<br />

Jens Seidel baut HUP-Vertrieb aus 08<br />

DIE WELT und WELT am SONNTAG entscheiden sich für das Redaktionssystem InterRed 08<br />

Verlag J. Fleißig aus Coesfeld wird Teil der WMH 09<br />

Libri-Gruppe macht Print-on-Demand zu einem Kerngeschäftsfeld 10<br />

Axel Springer hat alle Anteile an Ringier verkauft 10<br />

„Deister- und Weserzeitung“: Wechsel in der Chefredaktion 11<br />

„Bild“ gleicht Print-Rückgänge durch Digitales aus und schickt Führungskräfte zum Coaching 11<br />

GoodJobs wird Teil der ZEIT Verlagsgruppe 12<br />

SAP setzt Modellprojekt für Väter-Elternzeit vorerst nicht um. 12<br />

Medienkonzentration in Sachsen 13<br />

Das Leben des Matthias Loïc 13<br />

Der Patriot setzt auf Innovation und Effizienz mit alfa ContentLine und Aptoma Print Automation 14<br />

European Voices: Neues, englischsprachiges Magazin zu EU-Themen 15<br />

NoPlagiat: Lingua Intellegens stellt neues Tool zur Erkennung<br />

KI-generierter Texte in <strong>deutsch</strong>er Sprache vor 15<br />

Onlineprinters startet Neuausrichtung mit neuer Führung 16<br />

IGFM macht in Pressekonferenz auf das Schicksal von<br />

inhaftierten Kurden aufmerksam und fordert deren sofortige Freilassung 17<br />

Bühler Group entscheidet sich für InterRed: Digital Asset Management, Automatisierungen und KI 19<br />

Tägliche Zustellung von Zeitungen gehört zwingend zur Grundversorgung 21<br />

Iran: 24-jähriger Mohammad Ghobadlou hingerichtet 22<br />

Meredith Whittaker erhält den Helmut-Schmidt-Zukunftspreis <strong>2024</strong> 22<br />

ZEIT WISSEN wächst in der harten Auflage 23<br />

Medienverband fordert geringere Mehrwertsteuer auf Zeitschriften 24<br />

RTL - Digital Duo 25<br />

„DER STAAT IST DAS PROBLEM“ 26<br />

Julia Nawalnaja fordert Putin heraus 29<br />

E-Paper-Auflagen der Zeitungen steigen um mehr als 7 Prozent 30<br />

Staatliche Mord-Maschinerie 31<br />

Karl Hans Arnold verlässt Aufsichtsrat von Funke 31<br />

Deutscher Werbemarkt dreht dank Mega-Dezember doch noch ins Plus 32<br />

Automatisches Print-Layout: General-Anzeiger Bonn setzt auf KI-Lösung InterRed 32<br />

„Bild.de“ im Januar mit weniger Abos, aber mehr Klicks 33<br />

Zeitungsmedien in den USA 34<br />

Medien in Österreich 35<br />

Russland: Putin entledigt sich weiter seiner Kritiker - Bekannter Bürgerrechtler<br />

wegen „Diskreditierung der Armee“ zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt 35<br />

NVIDIA im Börsen-Boom 36<br />

Pariser KI-Star macht OpenAI Konkurrenz 36<br />

MELDUNGEN AUS DER<br />

LIEFERINDUSTRIE<br />

Besucheransturm am Open House von Müller Martini in China 41


INHALT 05<br />

13<br />

Iran – noch Chancen für<br />

Menschenrechte?<br />

06<br />

Das Leben des<br />

Matthias Loïc<br />

24<br />

Medienverband fordert geringere<br />

Mehrwertsteuer<br />

auf Zeitschriften<br />

19<br />

Besucheransturm am Open House<br />

41 von Müller Martini in China<br />

Bühler Group entscheidet sich für<br />

InterRed: Digital Asset<br />

Management,<br />

Automatisierungen und KI


06 DAS AKTUELLE MEDIENINTERVIEW<br />

<strong>PreMedia</strong>:<br />

Frau Dr. Eskandari-Grünberg,<br />

Sie haben bei der jüngsten<br />

Sitzung bei der IGFM in<br />

Frankfurt sehr eindrücklich<br />

über Ihre persönlichen<br />

Erfahrungen in iranischen<br />

Gefängnissen für Frauen berichtet.<br />

Wollen Sie einen kurzen<br />

Einblick darüber geben?<br />

Frau Dr. Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin von Frankfurt<br />

© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Katharina Dubno<br />

Iran – noch Chancen für<br />

Menschenrechte?<br />

Dr. Eskandari-Grünberg:<br />

Damals wurden alle Frauen<br />

von dem einen Tag auf den<br />

anderen entrechtet. Die Selbstbestimmung<br />

wurde uns weggenommen.<br />

Als junge Frau war<br />

ich damals sehr hoffnungsvoll.<br />

Mit dieser Hoffnung bin ich<br />

protestieren gegangen. Und<br />

wenn ich heute all die jungen<br />

Menschen im Iran auf der<br />

Straße sehe, macht mich das<br />

ganz stolz. Aber zu wissen, dass<br />

diese mutigen Menschen in den<br />

Gefängnissen sitzen, so wie ich<br />

einst im Evin-Gefängnis, ist<br />

sehr emotional für mich. Die<br />

Räume dort sind sehr beengend<br />

und wir hatten nur 1-2 Toiletten<br />

im Flur. Damals waren wir 70<br />

junge Frauen im Gefängnis.<br />

Das Durchschnittsalter lag bei<br />

18 Jahren. In diesem Gefängnis<br />

brachte ich meine Tochter<br />

damals auf die Welt.<br />

DAS<br />

AKTUELLE<br />

MEDIENINTERVIEW


DAS AKTUELLE MEDIENINTERVIEW 07<br />

<strong>PreMedia</strong>:<br />

Schon wieder stehen 2 politisch<br />

engagierte junge Menschen<br />

nach Todesurteil vor der Hinrichtung,<br />

also ohne Schuld<br />

vor der Ermordung durch ein<br />

muslimisches Terror-Regime.<br />

Mohammad Faramarzi und<br />

Bayan Azimi.<br />

Was kann für diese jungen<br />

Männer aus Deutschland heraus<br />

getan werden, um Sie freizubekommen?<br />

Dr. Eskandari-Grünberg:<br />

Die Ehemänner von Bayan<br />

Azimi und Maria Mahmoud,<br />

Pejman Fatehi und Mohammad<br />

Faramarzi konnten nicht gerettet<br />

werden und das erfüllt<br />

mich mit einer unendlichen<br />

Trauer. Der vierjährige Sohn<br />

von Frau Azimi muss ohne<br />

seinen Papa aufwachsen. Schon<br />

wieder wurden wir Zeugen der<br />

brutalen Menschenverbrechen<br />

des iranischen Regimes.<br />

Können Sie sich vorstellen, dass<br />

das Regime den vier Familien<br />

nicht einmal die Leichen ihrer<br />

Liebsten rausgegeben hat?<br />

Stattdessen wurden sie irgendwo<br />

an einem unbekannten Ort<br />

begraben. Eines Tages wird<br />

Frau Azimis Sohn, der ja vor<br />

2 Jahren mit seiner Mutter<br />

nach Deutschland geflohen<br />

ist, Fragen stellen und vieles<br />

begreifen. Und dann wird er<br />

vor allem eins feststellen: Das<br />

Schweigen und die Tatenlosigkeit<br />

unserer Bundesregierung.<br />

Das wird Narben hinterlassen.<br />

Es kann einiges getan werden.<br />

Wir müssen endlich aufhören<br />

zu Schweigen. Hören wir den<br />

Menschen im Iran zu und<br />

setzen wir ihre Forderungen<br />

endlich durch. Dazu gehört<br />

es, die diplomatischen Beziehungen<br />

mit dem Regime zu<br />

beenden, die Revolutionsgarde<br />

auf die Terrorliste zu setzen und<br />

die Abschiebungen in den Iran<br />

zu stoppen. Es muss endlich<br />

eingesehen werden, dass es mit<br />

dem iranischen Regime keinen<br />

Frieden geben wird.<br />

<strong>PreMedia</strong>:<br />

Nochmals nachgefragt, was<br />

haben wir zu wenig getan, um<br />

diese mutigen Frauen und<br />

Männer im Iran zu begleiten?<br />

Veränderungen für eine freie<br />

iranische Gesellschaft, auch<br />

ohne die Ächtung von Frauen,<br />

die eine so mutige Revolution<br />

der Frauen gestaltet haben,<br />

schrittweise zu begleiten?<br />

Dr. Eskandari-Grünberg:<br />

In der Iranpolitik der letzten<br />

Jahrzehnte wurde vieles versäumt.<br />

Man hat versucht, an<br />

einem Atomabkommen festzuhalten,<br />

dass von Beginn an<br />

zum Scheitern verurteilt war.<br />

Man hat gedacht, man könne<br />

mit dem Regime so umgehen,<br />

wie mit einem demokratischen<br />

Land. Aber wir müssen endlich<br />

begreifen, dass es keine<br />

Normalität geben kann, solange<br />

dieses Regime an der Macht ist.<br />

<strong>PreMedia</strong>:<br />

Was können die <strong>deutsch</strong>en und<br />

englischen Medien dafür tun?<br />

Dr. Eskandari-Grünberg:<br />

Hinhören. Hinhören, was die<br />

Menschen im Iran zu sagen<br />

haben. Hinhören, wenn Leute<br />

wie Frau Azimi und Mahmoud<br />

um Unterstützung bitten. Wir<br />

können nicht länger zusehen.<br />

Wir müssen alle aktiv werden.<br />

Hinzu kommt, dass das Regime<br />

Propaganda betreibt. Ich erwarte<br />

von der Medienlandschaft<br />

in demokratischen Ländern,<br />

dass sie diese Propaganda<br />

entlarven, dass sie die Stimme<br />

der Unterdrückten nach außen<br />

tragen und nicht die Lügen<br />

eines menschenverachtenden<br />

Regimes.<br />

<strong>PreMedia</strong>:<br />

Frau Dr. Eskandari-Grünberg,<br />

ich danke Ihnen sehr für Ihre<br />

aufrüttelnde, sehr wertvolle<br />

Einschätzung.<br />

Die Bürgermeisterin von Frankfurt, Frau Dr. Eskandari-Grünberg, kennt die Bedingungen für<br />

iranische politische Häftlinge aus eigener Erfahrung. Sie hat es selbst erleiden müssen. Bei der<br />

jüngsten Einladung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGM) hat sie persönlich<br />

eindringliche Forderungen an die westlichen Demokratien postuliert. Sie ist mit sehr berührenden<br />

und eindringlichen Worten für Hilfe der demokratischen Gesellschaft für den Iran und der politische<br />

Verfolgten eingetreten.


08 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

DIE WELT und WELT am SONNTAG<br />

entscheiden sich für das<br />

Redaktionssystem InterRed<br />

Die Axel Springer SE hat sich<br />

erneut für das Redaktionssystem<br />

InterRed entschieden.<br />

Sowohl die Tageszeitung DIE<br />

WELT als auch die Wochenzeitung<br />

WELT am SONNTAG<br />

sollen zukünftig mit dem<br />

Redaktionssystem InterRed<br />

produziert werden. Für die<br />

Tageszeitung ist dabei eine Automatisierung<br />

von Produktionsprozessen<br />

mit der Lösung<br />

InterRed SmartPaper geplant.<br />

Redaktionssystem für Tageszeitung<br />

und Wochenzeitung<br />

Die renommierte Zeitung DIE<br />

WELT wurde bereits mehrfach<br />

mit dem European Newspaper<br />

Award ausgezeichnet und gehört<br />

zu den führenden Zeitungen<br />

in Europa. Die wichtigsten<br />

Themen aus Politik, Wirtschaft,<br />

Finanzen, Wissen, Gesellschaft,<br />

Kultur, Reise, Immobilien, Freizeit<br />

und Sport werden umfassend<br />

behandelt. Sie bietet<br />

Hintergründe, gibt Orientierung<br />

und ist meinungsstark. Zukünftig<br />

setzen DIE WELT und<br />

WELT am SONNTAG im Printbereich<br />

auf das Redaktionssystem<br />

InterRed Print. Die<br />

Tageszeitung DIE WELT soll<br />

dabei die KI-basierte Lösung<br />

InterRed SmartPaper zur Automatisierung<br />

von Produktionsprozessen<br />

nutzen. Gründe<br />

für die Einführung der neuen<br />

Lösung sind unter anderem die<br />

Konsolidierung der Systeme<br />

im Hause Springer sowie die<br />

Etablierung eines Digital First<br />

Workflows. Das gemeinsame<br />

Projekt zwischen der Welt-<br />

Gruppe und InterRed verspricht<br />

einen wegweisenden Fortschritt<br />

im Bereich des Printjournalismus.<br />

Samir Fadlallah, CIO Axel<br />

Springer SE l CTO News Media<br />

Germany: „Die Implementierung<br />

des InterRed Produktionssystems<br />

ebnet uns den Weg für<br />

eine zukunftsorientierte und<br />

automatisierte Produktionsumgebung,<br />

um den wachsenden<br />

Anforderungen an Qualität<br />

und Digitalisierung gerecht zu<br />

werden. Gleichzeitig schafft sie<br />

die Grundlage für eine nahtlose<br />

Integration zwischen unseren<br />

Print- und Digitalprozessen.“<br />

Als Multi Channel Publishing<br />

System eignet sich InterRed<br />

sowohl für Print- (Zeitungen,<br />

Zeitschriften), als auch für<br />

Digital-Kanäle (Websites, Apps,<br />

Social Media, E-Paper). Neben<br />

der Produktion der Printpublikationen<br />

BILD, BILD am<br />

SONNTAG, B.Z. und SPORT<br />

BILD setzt die Verlagsgruppe<br />

bereits seit 2007 auch bei einigen<br />

Onlineportalen auf das Web<br />

Content Management System<br />

InterRed, darunter computerbild.de<br />

und autobild.de.<br />

Samir Fadlallah, CIO<br />

Axel Springer SE l<br />

CTO News Media<br />

Germany. Bild:<br />

Christian Kielmann<br />

Jens Seidel baut HUP-Vertrieb aus<br />

Jens Seidel, zuvor Geschäftsführer bei Funkinform, wechselt ab sofort als Head of Sales zur HUP GmbH.<br />

Beim Braunschweiger Softwarehaus und Dienstleister für Medienhäuser wird er den Bereich Vertrieb weiterentwickeln<br />

– zusammen mit HUP-Geschäftsführer Dirk Westenberger und dem Sales- & Marketing-Team.<br />

Parallel dazu geht der Content-Bereich für Multichannel-Publishing mit einem eigenen Auftritt unter neuem<br />

Namen myContent und einer kompletten Redaktionssystem Publishing <strong>World</strong> von Online bis Print an den Start.<br />

„Die HUP und ich passen optimal<br />

zusammen und ich freue mich<br />

sehr, meine Verantwortung und<br />

Erfahrung proaktiv auf den Vertrieb<br />

konzentrieren zu können.<br />

Ich sehe große Potenziale


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 09<br />

und echte Lösungen, die für<br />

moderne Medienhäuser wichtig<br />

sind – und möchte zudem bei<br />

der Internationalisierung des<br />

HUP-Vertriebs Akzente setzen”,<br />

so Jens Seidel (Foto), Jahrgang<br />

1970, zum Einstand. Vor<br />

seiner 2016 angetretenen Aufgabe<br />

als Chef der Funkinform<br />

Informations- und Datentechnik<br />

GmbH war der Dipl.-Wirt.-Ing.<br />

(FH) Prokurist und Leiter Vertrieb<br />

der parsionate GmbH / RS<br />

Media Group AG, Vertriebsleiter<br />

bei Meyle+Müller GmbH+Co.<br />

KG und Geschäftsführer bei<br />

der types GmbH. Ein Schwerpunkt<br />

des Vertriebsprofis und<br />

Prozessoptimierers liegt auf<br />

dem HUP-Bereich Content mit<br />

dem modernen, modularen<br />

headless CMS, dessen Markenname<br />

und -Auftritt von HUP<br />

parallel zum Start von Jens<br />

Seidel komplett überarbeitet<br />

worden ist. Unter der neuen<br />

Marke myContent mit der URL<br />

www.my-content.online bekommt<br />

der Bereich strategisch<br />

einen eigenständigen Auftritt<br />

und kann somit wesentlich gezielter<br />

als bisher Redaktionen<br />

und Verlage mit seinen einzigartigen<br />

Features begeistern. So<br />

positioniert sich HUP für die<br />

Zukunft neben Lösungen für<br />

den Werbe-, Lesermarkt und<br />

die Logistik auch klar für Transformation<br />

im Bereich Content.<br />

HUP COO Marko Oette, sein<br />

Leipziger Entwicklerteam und<br />

Jens Seidel arbeiten unter<br />

anderem bereits an weiteren<br />

KI- und Layout-Ausbaustufen<br />

für das vielseitige Redaktionssystem,<br />

das die Contentverbreitung<br />

auf allen Kanälen und<br />

Online-Content-Vermarktung<br />

effizient dynamisiert. Unter<br />

www.myContent.online ist mit<br />

myContent CMS, myContent<br />

PORTAL und myContent PRINT<br />

die komplette Publishing <strong>World</strong><br />

abgedeckt.<br />

Strategische Weichenstellung im West-Münsterland<br />

Verlag J. Fleißig aus Coesfeld wird<br />

Teil der WMH<br />

Die Unternehmensgruppe Aschendorff aus Münster hat über die Westfälische Medien Holding AG (WMH) mit<br />

Wirkung zum 1. Januar <strong>2024</strong> sämtliche Anteile des Verlag J. Fleißig in Coesfeld erworben. Die entsprechenden<br />

Verträge wurden am gestrigen Tag unterzeichnet. Das Vorhaben wurde heute beim Bundeskartellamt angemeldet.<br />

Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt einer entsprechenden Zustimmung.<br />

Der Verlag J. Fleißig, der einer<br />

der Gründungsmitglieder<br />

der seit 1949 bestehenden<br />

„Zeitungsverlagsgesellschaft<br />

Nordwest<strong>deutsch</strong>land“ (ZENO)<br />

ist, bezieht bereits seit vielen<br />

Jahren den überregionalen<br />

Mantelteil der in Münster und<br />

Umgebung erscheinenden Westfälischen<br />

Nachrichten und wird<br />

im Aschendorff Druckzentrum<br />

produziert. Die drei Lokalausgaben<br />

„Allgemeine Zeitung“,<br />

„Billerbecker Anzeiger“ und<br />

„Gescherer Zeitung“ erscheinen<br />

in Coesfeld, Billerbeck, Gescher<br />

und Rosendahl. Sie verfügen<br />

zusammen über eine verkaufte<br />

Auflage von 14.896 Exemplaren<br />

(IVW 03/2023), davon 1.721<br />

ePaper. Auch im Werbemarkt<br />

gibt es seit vielen Jahren eine<br />

enge und erfolgreiche Kooperation.<br />

Nach dem Erwerb<br />

der Anteile durch die Unternehmensgruppe<br />

Aschendorff<br />

wird auch ein Wechsel in der<br />

Geschäftsführung des Verlages<br />

stattfinden. Die bisherige Geschäftsführerin<br />

Nina Ross und<br />

der Geschäftsführer Detlev Ross<br />

werden ausscheiden. Die beiden<br />

operativ verantwortlichen<br />

Vorstände der WMH, Dennis<br />

Hagen und Marc Zahlmann,<br />

werden als neue Geschäftsführer<br />

zusammen mit dem bestehenden<br />

Führungsteam um<br />

den Verlagsleiter Christoph<br />

Grote die Verantwortung für<br />

den Verlag Fleißig übernehmen,<br />

der rechtlich und wirtschaftlich<br />

eigenständig unter dem<br />

Dach der WMH fortgeführt<br />

wird. Die Übernahme des Ver-


10 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

lages J. Fleißig ist ein wichtiger<br />

Meilenstein in der weiteren<br />

Wachstumsstrategie der WMH.<br />

Die Akquisition festigt die<br />

Position als führendes Medienhaus<br />

in Westfalen und eröffnet<br />

neue Perspektiven für<br />

qualitativ hochwertige Inhalte.<br />

Die in der Region etablierten<br />

und erfolgreichen lokaljournalistischen<br />

Produkte und<br />

deren individuellen Charakter<br />

sollen erfolgreich unter dem<br />

Dach der WMH in die Zukunft<br />

geführt werden.<br />

Libri-Gruppe macht Print-on-Demand zu<br />

einem Kerngeschäftsfeld<br />

Print-on-Demand steht für die Zukunft des Buchhandels: Eine sofortige Verfügbarkeit von Millionen Titeln und<br />

eine gleichzeitig nachhaltige Buchproduktion und -logistik. Zum 1. April <strong>2024</strong> übernimmt die Libri-Gruppe am<br />

Standort Bad Hersfeld den vollständigen Betrieb der Print-on-Demand-Buchherstellung von seinem langjährigen<br />

Kooperationspartner Xerox.<br />

Die Libri-Gruppe mit Libri<br />

und BoD steht für Erfahrung<br />

und Kompetenz in der<br />

Buchlogistik. Seit 25 Jahren ist<br />

die Libri-Gruppe Vorreiter und<br />

europaweit führend in der Printon-Demand-Buchherstellung.<br />

Mit der noch unter dem Vorbehalt<br />

der kartellrechtlichen Freigabe<br />

stehenden Übernahme des<br />

Betriebs der Print-on-Demand-<br />

Buchherstellung vom langjährigen<br />

Druckpartner Xerox<br />

macht Libri Print-on-Demand<br />

für Verlage und Buchhandel zu<br />

einem Bestandteil seines Kerngeschäfts.<br />

Die eigenständige<br />

BoD GmbH konzentriert sich<br />

als führender <strong>deutsch</strong>er Anbieter<br />

zukünftig auf das Self-<br />

Publishing für Autor*innen.<br />

„Die hybride Lagerung aus<br />

physischer und digitaler Bevorratung<br />

eröffnet uns die<br />

Möglichkeit einer theoretisch<br />

unendlichen Vielfalt an<br />

sofort verfügbaren Büchern.<br />

Damit stärken wir die Wettbewerbs-<br />

und Zukunftsfähigkeit<br />

von Verlagen und des<br />

gesamten Buchhandels. Die<br />

vollständige Übernahme der<br />

Buchproduktion erlaubt uns<br />

die 100%ige Integration der<br />

innovativen Drucktechnik mit<br />

unserer klassischen Buchlogistik<br />

in Bad Hersfeld. Damit sind wir<br />

in der Lage, schneller auf neue<br />

Anforderungen zu reagieren<br />

und schneller zu wachsen”, berichtet<br />

Ulrich Vollmer, Libri Geschäftsführer.<br />

Xerox wird sich<br />

mit dieser Entscheidung auf<br />

die Optimierung der eigenen<br />

Go-to-Market-Aktivitäten und<br />

der Stärkung des eigenen Kerngeschäfts<br />

konzentrieren.<br />

Gemeinsam mit Xerox wurde das<br />

neue Druckzentrum am Standort<br />

in Bad Hersfeld erfolgreich<br />

aufgebaut. Nun erfolgt planmäßig<br />

die Übernahme des Betriebes<br />

durch die Libri-Gruppe.<br />

Sämtliche Arbeitsplätze bleiben<br />

im Zuge des Übergangs erhalten.<br />

Das Standortpersonal von Xerox<br />

wechselt für eine reibungslose<br />

Weiterführung des Betriebs<br />

vollständig in die Libri-Gruppe.<br />

Mit dieser Entscheidung investiert<br />

die Libri-Gruppe erneut<br />

substanziell in die Zukunft des<br />

Buchmarkts.<br />

Axel Springer hat alle Anteile an<br />

Ringier verkauft<br />

Nach Springers Ausstieg<br />

aus dem Schweizer Joint-<br />

Venture mit Ringier, verkündet<br />

das Unternehmen einen Stellenabbau.<br />

75 Arbeitsplätze sollen<br />

wegfallen. Es sei besser, „einmal<br />

einen klaren Schnitt zu tätigen,<br />

danach dann aber Ruhe einkehren<br />

zu lassen“, sagt Ringier-<br />

CEO Ladina Heimgartner.<br />

Servus und Adé! Axel Springer<br />

verkauft seine Anteile an


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 11<br />

Ringier Axel Springer Schweiz in<br />

Höhe von 35 % an seinen Joint-<br />

Venture-Partner Ringier. Das<br />

Schweizer Medienunternehmen<br />

wird damit alleiniger Eigentümer<br />

des Portfolios mit 20 der<br />

reichweitenstärksten Magazine<br />

und Zeit-schriften im Nachbarland.<br />

Neue CEO der Ringier<br />

Medien Schweiz wird Ladina<br />

Heimgartner, bisher CEO der<br />

Blick-Gruppe. Der bisherige<br />

CEO von Ringier Axel Springer<br />

Schweiz, Alexander Theobald,<br />

übernimmt die Leitung von<br />

zwei Immobilienprojekten<br />

bei Ringier. Springer-Boss Dr.<br />

Mathias Döpfner begründet den<br />

Verkauf mit der Digitalstrategie<br />

des Verlags.<br />

In Polen bleibt die Partnerschaft<br />

mit Ringier bestehen.<br />

„Deister- und Weserzeitung“: Wechsel in<br />

der Chefredaktion<br />

Nicole Trodler<br />

Neue Aufgabe: Thomas Thimm,<br />

seit 40 Jahren journalistisch<br />

für die „Deister- und Weserzeitung“<br />

(„Dewezet“) in Hameln<br />

tätig, hat zum 1. Januar <strong>2024</strong><br />

die Chefredaktion der „Deisterund<br />

Weserzeitung“ und der<br />

„Pyrmonter Nachrichten“ übernommen.<br />

Er folgt auf Julia Niemeyer,<br />

Herausgeberin, Verlegerin<br />

und Geschäftsführerin der<br />

„Dewezet“, die bislang auch die<br />

Position der Chefredakteurin<br />

innehatte. Eine erste Neuerung,<br />

die Thomas Thimm an der<br />

Redaktionsspitze verantworten<br />

wird, ist die Einführung des<br />

Newsletters „Tacheles! Post aus<br />

der Chefredaktion“, der ab Mitte<br />

Februar jeden zweiten Sonntag<br />

im Monat erscheint und kostenfrei<br />

abonniert werden kann.<br />

In dem Newsletter wird er die<br />

wichtigsten Themen der Woche<br />

kommentieren, auf vergangene<br />

Geschehnisse zurückblicken,<br />

aber auch nach vorne schauen<br />

und die Leser an den Entscheidungen<br />

der Redaktion teilhaben<br />

lassen. Zudem möchte er<br />

die Zugriffe im Digitalgeschäft<br />

erhöhen, dabei aber Print nicht<br />

aus dem Blick verlieren.<br />

„Bild“ gleicht Print-Rückgänge durch Digitales<br />

aus und schickt Führungskräfte zum Coaching<br />

Klicks und Kultur: „Bild“ hat am Mittag zum Jahresauftakt<br />

in den Verlags-Neubau in Berlin geladen und<br />

von Rekord-reichweiten sowie einer neuen Führungskultur<br />

geschwärmt. So lässt Bild-CEO Claudius Senst<br />

wissen, dass die Marke seit Jahresbeginn mehr als 18<br />

Mio Online-User pro Tag und bei den Bezahl-Abos<br />

schon im November die 700.000 Abos geknackt habe.<br />

Auch geschäftlich läuft es anscheinend gut: 2023<br />

lägen die „Bild“-Erlöse im zweistelligen Mio-Bereich<br />

über dem Vorjahr und das Digital-Wachstum habe<br />

erstmals den Print-Rückgang ausgeglichen. Chefredakteurin<br />

Marion Horn und ihr Kollege Robert<br />

Schneider sprechen vor allem über Führungskultur,<br />

die Haltung von „Bild“ und die Zukunft von Bewegtbild.<br />

Der alte Slogan „‘Bild‘ dir deine Meinung“ gehört<br />

laut Schneider der Vergangenheit an. Marion Horn<br />

lässt wissen, dass „Bild“ keine Feindbilder pflege. Das<br />

gelte auch für die Grünen und Robert Habeck.


12 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

GoodJobs wird Teil der ZEIT Verlagsgruppe<br />

Die ZEIT Verlagsgruppe beteiligt<br />

sich mit Wirkung zum<br />

1. Januar <strong>2024</strong> mehrheitlich<br />

an dem Berliner Unternehmen<br />

GoodJobs GmbH – Deutschlands<br />

größte Plattform für nachhaltige<br />

und soziale Jobs. Mit der<br />

Übernahme von 68,4 Prozent<br />

der Anteile ist die ZEIT Verlagsgruppe<br />

Mehrheitseigner. Paul<br />

Berg hält als CEO von GoodJobs<br />

10 Prozent, 21,6 Prozent der Gesellschaftsanteile<br />

verbleiben bei<br />

Good Impact Ventures GmbH,<br />

vertreten durch Peter Endres.<br />

Paul Berg, der die Plattform<br />

2016 gemeinsam mit David<br />

Diallo gegründet hat, bleibt<br />

CEO und leitet das 50-köpfige<br />

Team in Berlin, gemeinsam mit<br />

Nikolas Uiker (CFO) und Mia<br />

Lücker (CMO).<br />

Paul Berg, Co-Gründer und CEO<br />

von GoodJobs: „Mit GoodJobs<br />

zeigen wir, dass es für jeden Job<br />

mindestens ein nachhaltiges<br />

Pendant gibt. Unsere Vision<br />

ist eine Arbeitswelt, in der die<br />

motiviertesten Menschen für<br />

Unternehmen arbeiten, für die<br />

Nachhaltigkeit und Purpose<br />

keine leeren Worthülsen sind.<br />

Wir bringen Talente und Arbeitgeber<br />

mit den gleichen Werten<br />

und Zielen zusammen. Dass<br />

wir unseren kontinuierlichen<br />

Wachstumskurs nun an der Seite<br />

eines so renommierten Players<br />

wie der ZEIT Verlagsgruppe<br />

fortsetzen können, macht uns<br />

stolz.“<br />

Die ZEIT Verlagsgruppe ist mit<br />

Stellenanzeigen in der ZEIT, auf<br />

ZEIT ONLINE, bei ZEIT Talent<br />

und über die Beteiligungen an<br />

academics und e-fellows erfolgreich.<br />

„Mit über 30 Millionen Euro<br />

Umsatz sind die Stellenmärkte<br />

ein wichtiges Geschäftsfeld<br />

für die ZEIT Verlagsgruppe.<br />

Die Attraktivität in den Bereichen<br />

HR und Recruiting<br />

nimmt durch den Fachkräftemangel<br />

weiter zu. Über unsere<br />

Kanäle erreichen Unternehmen<br />

Top-Kandidatinnen<br />

und -Kandidaten. Durch die<br />

Beteiligung an GoodJobs erweitern<br />

wir das Angebot um<br />

eine relevante Plattform, die den<br />

Fokus auf Nachhaltigkeit und<br />

Social Responsibility legt. Ein<br />

ebenso wichtiger wie attraktiver<br />

Markt, insbesondere für junge<br />

Zielgruppen“, sagt Dr. Rainer<br />

Esser, CEO der Verlagsgruppe,<br />

und ergänzt: „Wir freuen uns<br />

sehr auf die Zusammenarbeit<br />

mit den neuen Kolleginnen und<br />

Kollegen von GoodJobs – auf<br />

ihre Kreativität und Agilität.<br />

Allen voran danke ich Paul Berg<br />

für sein Vertrauen in unsere<br />

neue Zusammenarbeit.“<br />

SAP setzt Modellprojekt für Väter-Elternzeit<br />

vorerst nicht um<br />

Vaterkomplex: Softwarekonzern<br />

SAP legt ein Projekt für bezahlten<br />

Vaterschaftsurlaub wieder auf<br />

Eis. Im Herbst 2023 hatte der<br />

Walldorfer Konzern verkündet,<br />

ab <strong>2024</strong> Väter und andere<br />

Partnerinnen nach der Geburt<br />

eines Kindes sechs Wochen lang<br />

bezahlt freizustellen. Dass dies<br />

nun nicht zustande kommt,<br />

begründet ein SAP-Sprecher<br />

mit den geplatzten Plänen der<br />

Bundesregierung, einen zweiwöchigen<br />

Vaterschaftsurlaub<br />

einzuführen. Bundesfamilienministerin<br />

Lisa Paus wollte die<br />

„Familienstartzeit“ ursprünglich<br />

<strong>2024</strong> einführen, noch steckt<br />

der Gesetzes-entwurf allerdings<br />

in der Beratung. Das SAP-<br />

Programm hätte aus den zwei<br />

Wochen der Regierung und vier<br />

weiteren Wochen bezahltem<br />

Sonderurlaub bestanden.


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 13<br />

Das Leben des Matthias Loïc<br />

António de Sousa<br />

Aufgewachsen ohne seinen Vater, der am Tag seiner<br />

Geburt auf tragische Weise stirbt, begibt sich<br />

Matthias Loïc auf Spurensuche in seiner Vergangenheit.<br />

Er versucht, seine eigene Geschichte und die<br />

seiner Familie zu rekonstruieren und zu verstehen.<br />

Dank seines Interesses an Geschichte taucht er in<br />

unterschiedliche Länder und Kulturen ein. So sucht er<br />

in der Vergangenheit nach Erklärungen für das Heute<br />

in seinem Leben und erlebt dabei eine Reise, die ihn<br />

durch Deutschland und die Welt schickt. Sein Leben<br />

und seine Begegnungen führen ihn nach Tübingen,<br />

Kassel, Portugal und Schottland. Seine Jugendliebe<br />

Kim, der Einfluss eines Priesters, den er auf einer<br />

Reise nach Portugal zu seiner Familie väterlicherseits<br />

kennenlernt, Begegnungen mit alten Weggefährten<br />

seines verstorbenen Vaters, das Leben in der Gesellschaft<br />

der Kleinstadt mit seinen Schicksalsschlägen<br />

und Höhepunkten münden in einen ungewöhnlichen<br />

Heiratsantrag. Bei der Hochzeitsfeier wird Matthias<br />

schließlich mit unerwarteten Gästen konfrontiert,<br />

die das Finale einleiten und den Leser überrascht<br />

zurücklassen.<br />

novum – Verlag für Neuautoren<br />

370 Seiten, Hardcover Format 13,5 x 21,5 cm<br />

ISBN: 978-3-99130-344-2 EUR (AT) 27,90<br />

EUR (DE) 27,10 CHF 38,50<br />

Medienkonzentration in Sachsen<br />

Die Mediengruppe Madsack übernimmt nicht<br />

nur die Sächsische Zeitung, sondern den<br />

gesamten DDV-Verlag von Bertelsmann. Die<br />

Funke-Gruppe geht offenbar leer aus.<br />

Die Schlagzeile Hannover kauft Dresden spiegelt<br />

die Skepsis darüber wider, wenn west<strong>deutsch</strong>e<br />

Unternehmen im Osten aktiv werden. Die Übernahme<br />

des DDV-Verlags und damit der Sächsischen


14 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Zeitung durch Madsack weckt Befürchtungen vor<br />

einem lokalen Monopol in Dresden und Sachsen.<br />

Ver.di warnt vor einer Marktkonzentration, der<br />

DJV sieht die Medienvielfalt in Gefahr. Madsack-<br />

Geschäftsführer Thomas Düffert hingegen betont<br />

die sinnvolle Ergänzung der Medienmarken.<br />

Die Mediengruppe sieht das Ganze als Teil eines<br />

Konsolidierungs- und Wachstumskurses.<br />

Die geplante Übernahme wirft die Frage auf, ob sie<br />

kartellrechtlich genehmigt wird. DJV-Vorsitzender<br />

Mika Beuster mahnt, die mittelständisch geprägte<br />

Zeitungslandschaft in den neuen Bundesländern<br />

zu erhalten. »Die Konzentration der Tagespresse<br />

schlägt sich durch titelübergreifende Berichterstattung<br />

in vereinheitlichten Angeboten nieder«,<br />

stellt Medienforscher Horst Röper fest und warnt<br />

vor einer zunehmenden Dominanz weniger großer<br />

Medienkonzerne. Er betont die Notwendigkeit<br />

eines ausgewogenen Kompromisses für eine<br />

lebendige Medienwirtschaft. Die weitere Entwicklung<br />

werde nicht nur kartellrechtlich, sondern<br />

auch publizistisch aufmerksam beobachtet.<br />

Der Patriot setzt auf Innovation und Effizienz<br />

mit alfa ContentLine und Aptoma Print<br />

Automation<br />

Die traditionsreiche Regionalzeitung „Der Patriot“ aus Lippstadt läutet eine neue Ära der digitalen Transformation<br />

ein. Als langjähriger Kunde von alfa Media entschied sich das Medienhaus, mit dem Umstieg auf den<br />

alfa EditorialOrganiser die Weichen für eine zukunftsorientierte Redaktionsarbeit zu stellen. Durch den abgeschlossenen<br />

Kauf Ende 2023 wird „Der Patriot“ das bestehende alfa NewsSuite und alfa MediaSuite System<br />

durch die innovative Lösung in Kombination mit der Print Automation von Aptoma ersetzen.<br />

Diese Umstellung bedeutet<br />

nicht nur eine Weiterentwicklung<br />

in der digitalen<br />

Ausrichtung von „Der Patriot“,<br />

sondern auch eine Premiere<br />

in der Branche: „Der Patriot“<br />

wird somit zu unserem ersten<br />

Aptoma-Kunden, dessen Printproduktion<br />

komplett über<br />

diesen Service abgewickelt wird,<br />

mit einem vollautomatisierten<br />

Printlayout-Prozess. Das Zusammenspiel<br />

der Lösungen von<br />

alfa Media und Aptoma verspricht<br />

einen erheblichen Mehrwert<br />

für die Produktion und den<br />

redaktionellen Alltag.<br />

Ein Kick-off-Treffen hat bereits<br />

im Dezember stattgefunden, gefolgt<br />

von Workshops vor Ort im<br />

Februar und kontinuierlichen<br />

Teams-Workshops. Der Go-Live<br />

der neuen Redaktionssysteme<br />

ist für den Herbst <strong>2024</strong> geplant<br />

und wird die Arbeitsweise an<br />

25 Redaktionsarbeitsplätzen<br />

revolutionieren.<br />

„alfamedia weiß um unsere<br />

Stärke: die Konzentration<br />

aufs Lokale. Mit dem<br />

EditorialOrganiser und Aptoma<br />

wollen wir diese Stärke auch<br />

digital noch besser ausspielen<br />

– ohne Print dabei zu vernachlässigen“,<br />

so Dominik<br />

Friedrich, Chefredakteur von<br />

„Der Patriot“.<br />

„Wir sind hocherfreut, gemeinsam<br />

mit ‚Der Patriot‘ als<br />

erstem Aptoma-Kunden ein<br />

neues Kapitel in der Automatisierung<br />

von Printlayouts<br />

aufzuschlagen. Das Zusammenspiel<br />

unserer innovativen<br />

ContentLine-Lösung mit den<br />

Aptoma-Diensten ermöglicht es<br />

dem Redaktionsteam von ‚Der<br />

Patriot‘, nicht nur ihre Effizienz<br />

zu steigern, sondern auch ihre<br />

journalistische Qualität weiter<br />

zu schärfen. Wir sehen in dieser<br />

Umstellung eine Bestätigung<br />

dafür, dass unsere Technologien<br />

die Medienbranche positiv<br />

verändern und die Art und<br />

Weise, wie Inhalte produziert<br />

und präsentiert werden,<br />

revolutionieren können“, äußert<br />

sich Stefan Bethge, Projektleiter<br />

bei alfa Media.<br />

Der Wechsel auf die alfa<br />

ContentLine und die Einführung<br />

der Print Automation von<br />

Aptoma ist ein klares Bekenntnis<br />

zu innovativem Medienmanagement<br />

und stellt eine<br />

signifikante Investition in die<br />

Qualität und Zukunftssicherheit<br />

journalistischer Inhalte dar.


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 15<br />

Medien in Österreich<br />

European Voices: Neues, englischsprachiges<br />

Magazin zu EU-Themen<br />

Am 15. Februar ist „European Voices“ erstmals erschienen.<br />

Die englischsprachige Magazin, das von<br />

der Tageszeitung „Die Presse“ gemeinsam mit der<br />

Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik<br />

und die Vereinten Nationen (ÖGAVN) publiziert<br />

wird, soll sich vierteljährlich EU-relevanten Fragen<br />

widmen. Die Chefredaktion bilden Martyna<br />

Czarnowska und Thomas Seifert. Beide waren<br />

zuletzt für die „Wiener Zeitung“ tätig: Seifert<br />

war Chefredakteur, Czarnowska langjährige<br />

Korrespondentin in Brüssel sowie Expertin für<br />

Mittelosteuropa.<br />

NoPlagiat: Lingua Intellegens stellt neues<br />

Tool zur Erkennung KI-generierter Texte in<br />

<strong>deutsch</strong>er Sprache vor<br />

Lingua Intellegens, ein Entwickler<br />

von KI-basierten<br />

Textlösungen mit Hauptsitz in<br />

Litauen, hat ihr KI-basiertes Tool<br />

NoPlagiat für den <strong>deutsch</strong>en<br />

Markt in <strong>deutsch</strong>er Sprache gelauncht.<br />

NoPlagiat nutzt eigens<br />

entwickelte KI-Algorithmen, um<br />

KI-generierte Texte zu identifizieren<br />

und eine probabilistische<br />

Schätzung der Wahrscheinlichkeit<br />

anzugeben, zu der ein Text<br />

von einer KI erstellt wurde.<br />

Das Tool wurde zunächst für<br />

den litauischen Markt und die<br />

litauische Sprache entwickelt<br />

und für fünf weitere europäische<br />

Märkte und Sprachen angepasst,<br />

darunter spanisch,<br />

italienisch, französisch, englisch<br />

und <strong>deutsch</strong>.<br />

Das Tool verfügt über eine<br />

einfach zu verwendende und<br />

intuitive Benutzeroberfläche<br />

und liefert eindeutige Ergebnisse:<br />

Nachdem Nutzer:innen<br />

den zu prüfenden Text in die<br />

Benutzeroberfläche eingegeben<br />

oder in Dokumentform hochgeladen<br />

haben (bis zu einer<br />

Million Zeichen sind gleichzeitig<br />

möglich), analysiert NoPlagiat<br />

den Text auf Basis morphologischer<br />

Sprachinformationen.<br />

Potenziell KI-generierter Text<br />

wird dann farblich hervorgehoben.<br />

Je heller die Farbe,<br />

desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,<br />

dass eine Textstelle<br />

KI-generiert ist. Dabei gilt die<br />

Faustregel: Stellt das Tool eine<br />

Wahrscheinlichkeit von mehr<br />

als 50 Prozent fest, ist davon<br />

auszugehen, dass der Text KIgeneriert<br />

ist.<br />

101 verschiedene linguistische<br />

Kriterien für eine verlässliche<br />

Erkennung KI-generierter Texte<br />

Für die <strong>deutsch</strong>e Version des<br />

Tools wurden 101 verschiedene<br />

linguistische Kriterien für<br />

das Training des Algorithmus<br />

verwendet, beispielsweise<br />

typische Wortdistribution in<br />

Sätzen, Grammatik, Syntax<br />

und Zeichensetzung, aber auch<br />

statistische Informationen wie<br />

durchschnittliche Satz- und<br />

Wortlänge sowie die Häufig-


16 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

keit der genutzten Wörter im<br />

typischen Sprachgebrauch. Die<br />

Analyse des Textes erfolgt Satz<br />

für Satz, so dass auch einzelne<br />

KI-generierte Sätze oder Textteile<br />

in ansonsten einwandfreien<br />

Texten erkannt werden können.<br />

Dabei erstellt das Tool eine Bewertung<br />

der KI-Wahrscheinlichkeit<br />

sowohl für den Gesamttext<br />

als auch für die einzelnen Sätze.<br />

„Wenn KI-Algorithmen überzeugende<br />

Artikel, E-Mails<br />

und Werbeanzeigen schreiben<br />

können, überrascht es nicht, dass<br />

auch immer mehr Schüler:innen<br />

und Student:innen diese Tools<br />

für Aufsätze oder Hausarbeiten<br />

nutzen. Dies wird dann zum<br />

Problem, wenn diese Tools<br />

falsche oder irreführende<br />

Informationen verbreiten und<br />

die tatsächliche Kompetenz der<br />

Nutzer:innen in der Erstellung<br />

von Texten sinkt“, sagt Horst<br />

Klaus, Mitgründer von Lingua<br />

Intellegens. „Aus diesem Grund<br />

wird es für eine Vielzahl von<br />

Sektoren, allen voran für das<br />

Bildungswesen immer wichtiger,<br />

ein Werkzeug an der Hand zu<br />

haben, das KI-generierte Texte<br />

in verschiedenen Kontexten zuverlässig<br />

erkennen kann. Dieses<br />

Tool möchten wir mit NoPlagiat<br />

für den <strong>deutsch</strong>en Markt bereitstellen.“<br />

Das Tool ist cloudbasiert<br />

und damit schnell und<br />

einfach für verschiedene Anwendungsfälle<br />

skalierbar, beispielsweise<br />

in Institutionen im<br />

Bildungswesen oder in kleinen<br />

und großen Redaktionen. Unter<br />

anderem wird NoPlagiat bereits<br />

an der Freien Universität Berlin<br />

genutzt und Lingua Intellegens<br />

ist bereits im Gespräch mit zwei<br />

weiteren Hochschulen.<br />

Preis und Verfügbarkeit<br />

NoPlagiat kann hier heruntergeladen<br />

werden. Nichtregistrierte<br />

Nutzer können<br />

insgesamt bis zu sieben Texte<br />

prüfen lassen, registrierte<br />

Nutzer bis zu drei Texte am Tag.<br />

Ein Premium-Zugang ist für<br />

EUR 9,95 pro Monat erhältlich<br />

und beinhaltet eine unbegrenzte<br />

Menge an Prüfungen.<br />

Onlineprinters startet Neuausrichtung mit<br />

neuer Führung<br />

Sascha Krines folgt als CEO der Onlineprinters Gruppe auf Roland Keppler / Tobias Volgmann übernimmt als<br />

neuer CFO den Finanz-Bereich der Onlineprinters Gruppe, einer der größten Onlinedruckereien Europas /<br />

Strategische Neuausrichtung mit Fokus auf Customer Centricity<br />

Sascha Krines ist ab 15.<br />

Januar <strong>2024</strong> neuer CEO der<br />

Onlineprinters Gruppe, einer<br />

der größten Onlinedruckereien<br />

Europas. Als Vorsitzender<br />

der Geschäftsführung wird<br />

er vor allem die strategische<br />

Neuausrichtung der Gruppe<br />

vorantreiben. „Vor mir liegen<br />

spannende, aber auch herausfordernde<br />

Aufgaben, auf die ich<br />

mich schon sehr freue“, betont<br />

Krines. Der 51-Jährige ist seit<br />

Februar 2023 CFO der Onlineprinters<br />

Gruppe und folgt auf<br />

Roland Keppler, der das Unternehmen<br />

auf eigenen Wunsch<br />

Ende März verlässt. Bis 31. März<br />

<strong>2024</strong> werden Roland Keppler<br />

und Sascha Krines die Gruppe<br />

gemeinsam leiten, um den Übergang<br />

möglichst reibungslos zu<br />

gestalten.<br />

Tobias Volgmann neuer CFO<br />

Die Position des CFO der Onlineprinters<br />

Gruppe übernimmt<br />

ab sofort Tobias Volgmann.<br />

Der 43-jährige Finanzexperte<br />

Volgmann bringt umfangreiche<br />

Erfahrung für seine Position<br />

mit. Er genießt aufgrund seiner<br />

vorherigen Tätigkeiten als CFO<br />

bei Unternehmen wie Görtz und<br />

Hussel einen ausgezeichneten<br />

Ruf als Finanzexperte. „Mit<br />

Tobias Volgmann konnten wir<br />

einen Spezialisten mit breitem<br />

Fachwissen für uns gewinnen,<br />

der insbesondere auch kulturell<br />

hervorragend in das neue<br />

Führungsteam passt“, freut sich<br />

Krines. „Wir sind überzeugt,<br />

dass er genau der richtige für<br />

diese Position ist.“<br />

Strategische Neuausrichtung<br />

Mit dem Wechsel in der Geschäftsleitung<br />

geht auch eine<br />

strategische Neuausrichtung der<br />

Onlineprinters Gruppe einher.


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 17<br />

„<strong>2024</strong> legen wir unseren Fokus<br />

ganz klar auf die Transformation<br />

des Geschäftsmodells hin zu<br />

einem eindeutig datenbasierten<br />

und Customer Centricityfokussierten<br />

Unternehmen“, erläutert<br />

Krines. „Wir wollen den<br />

Kunden genau das anbieten, was<br />

sie brauchen: Qualitativ hochwertige<br />

Produkte und Lösungen,<br />

die exakt auf ihre Bedürfnisse<br />

zugeschnitten sind“. Um dieses<br />

Ziel zu erreichen, setzt Onlineprinters<br />

künftig noch stärker auf<br />

die Nutzung effektiver Datenanalysen<br />

und Technologien.<br />

Onlineprinters ist schon heute<br />

durch ihre Töchter Lasertryk<br />

und Solopress in sechs<br />

europäischen Ländern mit<br />

eigenen Druckereien präsent.<br />

Ziel der strategischen Neuausrichtung<br />

wird auch sein,<br />

Ressourcen und Know-how<br />

innerhalb der Gruppe optimal<br />

zu nutzen mit dem Ziel, erfolgreiche<br />

Konzepte und Strategien<br />

in allen Märkten auszurollen.<br />

Die Onlineprinters Gruppe<br />

möchte an dieser Stelle Roland<br />

Keppler, der nach fünf Jahren<br />

als CEO das Unternehmen<br />

auf eigenen Wunsch zum 31.<br />

März <strong>2024</strong> verlassen wird,<br />

großen Dank aussprechen.<br />

Roland Keppler hat während<br />

seiner Amtszeit entscheidende<br />

Weichen für den Erfolg und das<br />

Wachstum von Onlineprinters<br />

gestellt und maßgeblich dazu<br />

beigetragen, die Gruppe sicher<br />

durch die Corona-Krise zu<br />

navigieren. Er wird der Branche<br />

auch nach seinem Ausscheiden<br />

bei Onlineprinters weiter durch<br />

sein Engagement als Vorstand<br />

bei der Initiative Online Print<br />

erhalten bleiben.<br />

Iran: Vier politischen Gefangenen droht baldige Hinrichtung<br />

IGFM macht in Pressekonferenz auf das<br />

Schicksal von inhaftierten Kurden aufmerksam<br />

und fordert deren sofortige Freilassung<br />

Keine Zeit zu verlieren: Nach der Hinrichtung der politischen Gefangenen Mohammad Ghobadlou und Farhad<br />

Salimi am 23. Januar <strong>2024</strong> im Iran ist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) alarmiert<br />

und fürchtet um das Leben vier kurdischer Gefangener. Mohsen Mazloum, Mohammad (Hajir) Faramarzi, Vafa<br />

Azarbar und Pejman Fatehi wurden der „Kollaboration mit Israel“ beschuldigt und zum Tode verurteilt. In einer<br />

Pressekonferenz machte die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation heute auf deren Schicksal aufmerksam.<br />

„Frankfurt steht fest an der Seite<br />

von Frau Azimi, Frau Mahmoudi<br />

und Sabah, und wir werden alles<br />

tun, um sie zu unterstützen.<br />

Zudem fordere ich die Bundesregierung<br />

auf, sich dafür einzusetzen,<br />

dass die Hinrichtungen<br />

der vier kurdischen Dissidenten<br />

verhindert werden und Pejman<br />

und Mohammad mit ihren<br />

Familien in Deutschland zusammengeführt<br />

werden. Es ist<br />

höchste Zeit, dass Deutschland<br />

Verantwortung übernimmt<br />

und sich solidarisch an die<br />

Seite der Freiheitsbewegung im<br />

Iran stellt“, fordert Dr. Nargess<br />

Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin<br />

von Frankfurt am<br />

Main (Foto rechts).<br />

Willkürlich festgenommen und<br />

zum Tod verurteilt<br />

Mohsen Mazloum, Mohammad<br />

(Hajir) Faramarzi, Vafa Azarbar<br />

und Pejman Fatehi wurden am<br />

20. Juli 2022 in Urmia, Provinz<br />

© Stadt Frankfurt am<br />

Main, Foto: Katharina<br />

Dubno


18 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Maria Mahmoudi,<br />

Ehefrau von<br />

Mohammad<br />

Faramarzi:<br />

Hinrichtung ihres<br />

Ehemannes droht<br />

täglich.<br />

Bayan Azimi, Ehefrau<br />

von Pejman<br />

Fathi und Mutter<br />

des fünfjährigen<br />

Sohnes Sabah Fathi<br />

West-Aserbaidschan, von Sicherheitskräften<br />

des Geheimdienstes<br />

willkürlich festgenommen,<br />

der „Kollaboration mit Israel“<br />

angeklagt und zum Tode verurteilt.<br />

Der Oberste Gerichtshof<br />

bestätigte dieses Urteil. Seitdem<br />

wurden mehrmals die unter<br />

Folter erzwungenen Geständnisse<br />

der Männer im iranischen<br />

Staatsfernsehen ausgestrahlt.<br />

In diesem Propagandavideo<br />

gaben die Männer zu, nach Anweisungen<br />

des israelischen<br />

Geheimdienstes ein Bombenattentat<br />

in der Nähe Isfahans<br />

geplant zu haben.<br />

Kein Kontakt zu Familie<br />

gestattet<br />

Bisher wird den Familien der<br />

Kontakt zu ihren Angehörigen<br />

verwehrt. Die Angeklagten erhalten<br />

kein faires Verfahren<br />

und haben kein Recht auf<br />

einen unabhängigen Anwalt.<br />

Ihre Familien werden bedroht,<br />

verhört und eingeschüchtert.<br />

Inzwischen ist die Frau von<br />

Pejman Fathi, Bayan Azimi, mit<br />

ihrem fünfjährigen Sohn nach<br />

Deutschland geflohen. Auch<br />

die Ehefrau von Mohammad<br />

Faramarzi, Maria Mahmoudi<br />

ist seit wenigen Monaten hier<br />

in Sicherheit und hat sich seit<br />

gestern mit einem Hungerstreik<br />

mit den 61 im Iran inhaftierten<br />

Frauen solidarisiert um gegen<br />

die Todesstrafe allgemein zu<br />

demonstrieren.<br />

Innerhalb weniger Minuten<br />

wurden die Männer vom Gericht<br />

zum Tode verurteilt, denn<br />

in der Islamischen Republik Iran<br />

existiert weder ein fairer Prozess<br />

noch ein Rechtsstaat. Ihre Hinrichtung<br />

könnte jederzeit vollstreckt<br />

werden. Zusammen mit<br />

den Ehefrauen von Pejman Fathi<br />

und Mohammad Faramarzi, der<br />

Bürgermeisterin Frankfurts, Dr.<br />

Nargess Eskandari-Grünberg,<br />

und Behrouz Asadi appelliert die<br />

IGFM an die <strong>deutsch</strong>e Bundesregierung,<br />

sich für die Rettung<br />

der unschuldigen Gefangenen<br />

einzusetzen.<br />

Auch der politische Pate von<br />

Mohammad Faramarzi wandte<br />

sich in einer Videobotschaft an<br />

die Familie des politischen Gefangenen<br />

und kündigte seine<br />

weitere Unterstützung für das<br />

Leben und die Freiheit des Gefangenen<br />

an.<br />

- - -<br />

Weitere Statements:<br />

Behrouz Asadi, Leiter Haus<br />

der Kulturen und interkulturelle<br />

Zusammenarbeit und<br />

Kommunikation (Malteser)<br />

Wenn man die Bilanz für das<br />

Regime im letzten Jahr zieht,<br />

dann lässt sich feststellen, dass<br />

von ihm über 800 Menschen<br />

ermordet wurden und noch<br />

immer über 20.000 Menschen<br />

auf Grund von falschen Beschuldigungen,<br />

Verleumdung<br />

und aus Angst vor den eigenen<br />

Bürgern in Gefängnissen eingesperrt<br />

sind. Das Regime versucht<br />

die Vergangenheit zu<br />

erhalten und schlägt mit aller<br />

Brutalität die Proteste nieder.


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 19<br />

Urteile fällen die von der<br />

Regierung kontrollierten Gerichte<br />

auf Grund von unter Folter<br />

erpressten Geständnissen. Die<br />

jungen Menschen, die in den Gefängnissen<br />

misshandelt werden,<br />

erleiden dort schwere psychische<br />

und physische Langzeitschäden<br />

und durch die Länge der Haftstrafen<br />

werden ihre Moral und<br />

ihre Seele beschädigt.<br />

Der Iran betreibt eine Außenpolitik,<br />

die darauf abzielt Unruhe<br />

in der Welt zu stiften und<br />

eine Innenpolitik, die jeden Gedanken<br />

an Freiheit, Demokratie,<br />

Menschenrechte und Frauenrechte<br />

in Keim erstickt.<br />

Vor zwei Tagen sind zwei junge<br />

Menschen hingerichtet worden.<br />

Viele weitere sehen sich mit<br />

diesem Schicksal konfrontiert.<br />

Die Frage ist, wie steht es um<br />

die Glaubwürdigkeit der Weltgemeinschaft,<br />

wenn sie sich für<br />

die Bewahrung der Menschenrechte<br />

einsetzen will, dies<br />

aber nur Lippenbekenntnisse<br />

bleiben. Es muss Konsequenzen<br />

geben, die dieses Regime auch<br />

spüren kann. Seit 40 Jahren gibt<br />

es die Islamische Republik und<br />

während dieser Zeit ist es zu<br />

Tausenden von Morden durch<br />

den Staat und die Justiz gekommen.<br />

Die Weltgemeinschaft<br />

hat dies gesehen aber nur mit<br />

leisen Worten verurteilt. Dies<br />

reicht nicht aus. Es war noch<br />

nie so sehr an der Zeit, dass<br />

dieses Regime für jeden neuen<br />

Mord zur Rechenschaft gezogen<br />

wird. Es muss Konsequenzen<br />

geben, die dieses Regime auch<br />

wirklich spürt. Die Botschafter<br />

und Lobbyisten dieses Regimes<br />

müssen ausgewiesen werden,<br />

denn heutzutage reichen Briefe<br />

und Stellungnahmen nicht<br />

mehr aus. Die Revolutionsgarden<br />

müssen auf die Terrorliste<br />

gesetzt werden. Da es so<br />

viele Beweise gibt, dass es sich<br />

hierbei um eine terroristische<br />

Organisation handelt, sollte dies<br />

eigentlich nur eine Formsache<br />

sein. Sich für die Menschenrechte<br />

und die Bewahrung der<br />

Menschenrechte einzusetzen<br />

ist kein Eingriff in die Innenpolitik<br />

des Irans. Dies ist eine<br />

schlechte Ausrede dafür nichts<br />

zu unternehmen. Lassen Sie<br />

sich nicht dazu hinreißen diesen<br />

bequemen Weg einzuschlagen.<br />

Denn dies führt dazu, dass die<br />

gesamte Jugend eines Landes<br />

bald dem Henker gegenübersteht.<br />

Wir warten auf konkrete<br />

und spürbare Reaktion der<br />

Politik.<br />

Wir fordern die EU und besonders<br />

die Bundesrepublik<br />

Deutschland auf, alles für die<br />

Einstellung der Todesstrafe und<br />

Hinrichtungen unternehmen.<br />

alle Fotos dieses<br />

Artikels :<br />

© <strong>PreMedia</strong><br />

Newsletter Magazin<br />

Bühler Group entscheidet sich für<br />

InterRed: Digital Asset Management,<br />

Automatisierungen und KI<br />

Die Schweizer Bühler Group,<br />

ein global führender Technologiekonzern<br />

für die Nahrungsmittel-<br />

und Mobilitätsindustrie,<br />

hat einen weiteren Schritt<br />

in Richtung digitaler Transformation<br />

unternommen. Mit<br />

der Entscheidung für InterRed<br />

als umfassende Content-,<br />

Digital-Asset-Management- und<br />

KI-Lösung plant Bühler neue<br />

Maßstäbe in der Verwaltung und<br />

Automatisierung von Digitalinhalten<br />

und der weltweiten<br />

Bereitstellung von Content zu


20 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Burkhard Böndel,<br />

Head of Corporate<br />

Communications,<br />

Bühler Group. Bild:<br />

Bühler Group<br />

setzen. Ein Kernelement der<br />

Content-Strategie von Bühler<br />

ist die Integration von InterRed<br />

als Digital Asset Management<br />

System. Als erster Ausgabekanal<br />

und Prototyp wurde die<br />

innovative Bühler Virtual <strong>World</strong><br />

in 11 Sprachen umgesetzt.<br />

Flexibles Digital Asset<br />

Management für Single Source<br />

of Truth<br />

Mit über 12.000 Mitarbeitern<br />

in über 140 Ländern hält Bühler<br />

weltweit führende Marktpositionen<br />

in unterschiedlichen<br />

Anwendungsbereichen,<br />

mit denen täglich Milliarden<br />

industriellen Herstellung von<br />

Mehl und Backwaren, Pasta und<br />

Nudeln, Waffeln, Kekse, Pasta,<br />

Schokolade – und Fahrzeuge. Die<br />

entwickelten Innovationen sind<br />

aber auch integraler Bestandteil<br />

von Fassadenglas, Smartphones,<br />

Solarmodulen, Windeln, Lippenstiften<br />

oder Banknoten.<br />

Um auch in der Planung, Erstellung<br />

und Verteilung von<br />

Inhalten höchsten Ansprüchen<br />

zu genügen, hat sich Bühler jetzt<br />

entschieden, auf den InterRed<br />

ContentHub zu setzen. Im<br />

ersten Schritt wird InterRed als<br />

zentrale Content- und Digital<br />

Asset Management Lösung<br />

implementiert. Das Ziel ist der<br />

unternehmensweite, abteilungsund<br />

länderübergreifende Ein-<br />

Verwalten und Finden der jeweils<br />

aktuellen Assets wie Texte,<br />

Bilder, Grafiken, Präsentationen<br />

und andere Dokumente, Metadaten<br />

und Informationsstände.<br />

Gleichzeitig kann damit auch<br />

die Kommunikation und Abstimmung<br />

und somit das<br />

Business Process Management<br />

sowie Workflowmanagement<br />

zwischen allen Beteiligten<br />

stattfinden. „Mit InterRed<br />

wollen wir die gesamte Wertschöpfungskette<br />

des Arbeitens<br />

mit Inhalten neu gestalten:<br />

von der Planung, über die Erstellung,<br />

die Distribution bis hin<br />

zum Lifecycle-Management der<br />

Daten“, sagt Burkhard Böndel,<br />

Leiter der Unternehmenskommunikation.<br />

Dabei spiele<br />

auch die Unterstützung durch<br />

KI-Verfahren, die in InterRed<br />

integriert sind, eine wichtige<br />

Rolle. „Mit InterRed bringen<br />

wir unser Content Management<br />

auf ein ganz neues Level“,<br />

so Böndel.<br />

Als ein zukunftsweisender<br />

Ausgabekanal wurde in Form<br />

eines ersten Prototypen die<br />

Bühler Virtual <strong>World</strong> auf<br />

Basis von InterRed in 11 verschiedenen<br />

Sprachen umgesetzt,<br />

darunter chinesisch,<br />

japanisch und indonesisch.<br />

Diese wegweisende Innovation<br />

ermöglicht es, Kunden auf der<br />

ganzen Welt in ihrer jeweiligen<br />

Sprache anzusprechen. Die<br />

automatische Übersetzung in<br />

die gewünschten Sprachen ist<br />

dank der Integration von Übersetzungsdiensten<br />

(z.B. DeepL<br />

Translate) auf Knopfdruck möglich<br />

(Autotranslation).<br />

Zentraler ContentHub mit<br />

integrierter KI<br />

Menschen in Kontakt kommen.<br />

Dazu zählen z.B. Lebensmittel<br />

– angefangen von der<br />

satz für einen einheitlichen<br />

Informationsfluss und die Single<br />

Source of Truth: Das Erstellen,<br />

Der InterRed ContentHub soll<br />

als Digital Asset Management<br />

Lösung zukünftig eine zentrale


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 21<br />

Rolle bei der Verwaltung und<br />

Bereitstellung von Inhalten für<br />

verschiedene Ausgabekanäle<br />

spielen, darunter Websites,<br />

Social-Media-Portale und Intranets.<br />

„Wir sind begeistert von<br />

den Möglichkeiten, die uns diese<br />

Lösung bietet, und gleichzeitig<br />

überzeugt, dass dies unsere<br />

globale Präsenz stärken, die Zusammenarbeit<br />

erleichtern und<br />

letztendlich unsere Kundenbindung<br />

intensivieren wird“,<br />

betont Burkhard Böndel, Head<br />

of Corporate Communications<br />

bei der Bühler Group. Die Bühler<br />

Group setzt mit der Einführung<br />

von InterRed einen klaren Kurs<br />

für eine zukunftsorientierte<br />

Content-Strategie und unterstreicht<br />

damit ihre Innovationskraft<br />

und ihre Entschlossenheit,<br />

die digitale Revolution in der<br />

Industrie voranzutreiben.<br />

Medien in der Schweiz<br />

Tägliche Zustellung von Zeitungen gehört<br />

zwingend zur Grundversorgung<br />

Die Eidgenössische Medienkommission EMEK fordert eine Reorganisation des medialen Service Public in der<br />

Schweiz. Der Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN (VSM) sieht dabei die Rolle der privaten Medien als einen<br />

essenziellen Teil des dualen Mediensystems vernachlässigt. Der VSM fordert eine umfassende Betrachtung der<br />

zukünftigen Ausgestaltung der Medienförderung, in welcher auch die privaten Medien entsprechend mitgedacht<br />

werden.<br />

Die Eidgenössische Medienkommission<br />

(EMEK) erachtet<br />

sowohl die sogenannte<br />

Halbierungsinitiative als auch<br />

den bundesrätlichen Gegenvorschlag<br />

auf Verordnungsstufe zur<br />

künftigen Finanzierung der SRG<br />

als nicht zielführend. Sie schlägt<br />

in einem heute präsentierten Bericht<br />

vor, den medialen Service<br />

Public mit verschiedenen<br />

Massnahmen zu stärken.<br />

Dabei meint sie ausschliesslich<br />

die Leistung der gebührenfinanzierten<br />

Medien, allen voran<br />

der SRG. Die wichtige und für<br />

die heutige mediale Grundversorgung<br />

essenzielle Leistung der<br />

privaten Medien ignoriert die<br />

EMEK weitestgehend und verkennt,<br />

dass das heutige Mediensystem<br />

auf einem Zusammenspiel<br />

von gebührenfinanzierten<br />

und privaten Medien basiert.<br />

Die «Engadiner Post», die<br />

«Schaffhauser Nachrichten»<br />

oder die «Urner Zeitung» stellen<br />

sicher, dass es in allen Regionen<br />

journalistische Informationen<br />

gibt. Ohne die privaten Medien<br />

wäre eine flächendeckende und<br />

vor allem vielfältige Berichterstattung<br />

nicht möglich.<br />

Daher ist es essenziell, dass<br />

auch die privaten Medien mitgedacht<br />

werden, wenn über die<br />

Sicherstellung der Informationsversorgung<br />

der Bevölkerung<br />

diskutiert wird. Der Verlegerverband<br />

SCHWEIZER MEDIEN<br />

(VSM) ist irritiert, dass insbesondere<br />

die EMEK die Rolle<br />

der privaten Medien zu wenig in<br />

seine Überlegungen einbezieht.<br />

Nur ein austariertes Zusammenspiel<br />

der gebührenfinanzierten<br />

Medien und der privaten<br />

Medien gewährleistet die<br />

flächendeckende Informationsversorgung<br />

und die fundierte<br />

Meinungsbildung in der<br />

Schweiz. Die Bevölkerung muss<br />

auch in Zukunft die Wahl haben,<br />

ob sie die «Tagesschau» schauen,<br />

sich auf nzz.ch informieren oder<br />

den gedruckten «Blick» lesen<br />

will.<br />

Medienförderung und Definition<br />

von Service Public im Einklang<br />

Eine künftige Medienförderung<br />

muss eine ganzheitliche Betrachtung<br />

der privaten und gebührenfinanzierten<br />

Medien<br />

bringen. Hier sind neue<br />

Lösungen zu suchen. Eine<br />

bereits angekündigte Auslegeordnung<br />

des Bundesrates sollte<br />

hier erste Ansätze zeigen. Auch<br />

der VSM macht sich Gedanken<br />

zur künftigen Medienförderung.<br />

Das bedeutet auch, dass jetzt<br />

der Leistungsauftrag der SRG<br />

neu definiert werden und mehr<br />

Rücksicht auf die privaten<br />

Medien genommen werden<br />

muss. Auf keinen Fall darf nur<br />

einseitig das Angebot der SRG<br />

gestärkt werden, wie das die<br />

EMEK in ihren Überlegungen<br />

vorschlägt.


22 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Iran: 24-jähriger Mohammad Ghobadlou<br />

hingerichtet<br />

Mullah-Regime tötet Demonstranten während Außenminister Abdollahian in New York mit russischem Außenminister<br />

über „Frieden“ spricht<br />

Der 24-jährige Iraner<br />

Mohammad Ghobadlou<br />

wurde an diesem Morgen hingerichtet.<br />

Ghobadlou war einer<br />

der ersten, der bei den landesweiten<br />

„Frau. Leben. Freiheit“-<br />

Protesten nach dem Mord an<br />

Mahsa Jina Amini im September<br />

2022 festgenommen wurde. Die<br />

Internationale Gesellschaft für<br />

Menschenrechte (IGFM) warnt<br />

vor weiteren Staatsmorden an<br />

gewaltlosen politischen Gefangenen.<br />

Zeitgleich trifft sich<br />

der iranische Außenminister in<br />

New York mit dem russischen<br />

Außenminister Lavrov, um über<br />

„Frieden“ im Nahen Osten zu<br />

sprechen.<br />

Der Anwalt des 24-jährigen<br />

Mohammad Ghobadlou berichtete<br />

gestern, dass das Vollstreckungsurteil<br />

der Todesstrafe<br />

bestätigt wurde. Im Januar<br />

2023 wurde das Urteil vorerst<br />

ausgesetzt. Der junge Iraner litt<br />

an einer psychischen Krankheit<br />

und wurde in Haft gefoltert.<br />

Ebenso wurde heute morgen<br />

nach 14 Jahren Willkürhaft der<br />

kurdische politische Gefangene<br />

Farhad Salimi hingerichtet.<br />

Salimis Familie wurde ein letztes<br />

Treffen vor der Hinrichtung<br />

nicht gestattet. Weiteren Gefangenen<br />

droht die unmittelbare<br />

Hinrichtung, darunter<br />

die Kurden Mohsen Mazloum,<br />

Mohammad (Hajir) Faramarzi,<br />

Vafa Azarbar und Pejman<br />

Fatehi. Sie wurden willkürlich<br />

der „Kollaboration mit Israel“<br />

beschuldigt und zum Tode verurteilt,<br />

berichtet die IGFM.<br />

Das neue Jahr beginnt mit Hinrichtungen<br />

und Angriffen mit<br />

ballistischen Raketen auf die<br />

autonome Region Kurdistan<br />

und Pakistan durch das klerikalfaschistische<br />

Mullah-Regime.<br />

Gleichzeitig führt die Islamische<br />

Republik Iran das Sozialforum<br />

des UN-Menschenrechtsrats<br />

und soll bald den Vorsitz der<br />

UN-Konferenz für nukleare Abrüstung<br />

antreten. Gemeinsam<br />

mit dem russischen Außenminister<br />

und Kriegsverbrecher<br />

Lavrov führt der iranische<br />

Außenminister Abdollahian die<br />

zivilisierte Weltgemeinschaft<br />

vor, beklagt die IGFM.<br />

Meredith Whittaker erhält den Helmut-<br />

Schmidt-Zukunftspreis <strong>2024</strong><br />

Die amerikanische KI-<br />

Forscherin, Beraterin und<br />

Managerin Meredith Whittaker<br />

wird mit dem diesjährigen<br />

Helmut-Schmidt-Zukunftspreis<br />

ausgezeichnet. Sie ist<br />

Präsidentin der gemeinnützigen<br />

Signal-Stiftung, die den gleichnamigen,<br />

auf die Sicherheit<br />

seiner Userinnen und User angelegten<br />

Messenger-Dienst verantwortet.<br />

Der Helmut-Schmidt-Zukunftspreis<br />

wird am 15. Mai <strong>2024</strong> von<br />

der Wochenzeitung DIE ZEIT,<br />

der Bundeskanzler-Helmut-<br />

Schmidt-Stiftung und THE NEW<br />

INSTITUTE im Thalia Theater<br />

in Hamburg verliehen. Die Auszeichnung<br />

würdigt seit 2022<br />

innovative Leistungen in den<br />

Bereichen Demokratie, Gesellschaft<br />

und Technologie. Nach<br />

der ugandischen Aktivistin und<br />

Sozialunternehmerin Vanessa<br />

Nakate und der richtungsweisenden<br />

finnischen Politikerin


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 23<br />

Sanna Marin folgt nun im<br />

dritten Jahr die Technologie-<br />

Akteurin Meredith Whittaker.<br />

„Künstliche Intelligenz ist mehr<br />

denn je ein Menschheitsthema,<br />

die Frage, wie man sie human<br />

und gemeinwohlorientiert<br />

entwickelt, ist von höchster<br />

Aktualität. Wenn uns jemand<br />

weiterbringt dabei, dann nicht<br />

zuletzt Meredith Whittaker.<br />

Egal, ob als aufbegehrende<br />

Google-Entwicklerin, als<br />

Professorin an der New York<br />

University oder als Regierungsberaterin<br />

– sie setzt sich für<br />

eine verantwortungs- und<br />

menschengerechte Entwicklung<br />

der KI ein. Eine große Herausforderung<br />

und eine einflussreiche<br />

Kämpferin für Lösungen:<br />

Diese Kombination ist genug für<br />

die Jury des Helmut-Schmidt-<br />

Zukunftspreises, Meredith<br />

Whittaker in diesem Jahr auszuzeichnen<br />

und damit auch ein<br />

Zeichen zu setzen: Bei gemeinwohlorientierter<br />

Innovation<br />

kommen die zentralen Werte<br />

des Preises ‚Demokratie, Gesellschaft,<br />

Technologie‘ zusammen<br />

– und das geradezu<br />

paradigmatisch im Zusammenhang<br />

mit der rasend schnellen<br />

KI-Entwicklung“, begründet die<br />

Jury ihre Entscheidung.<br />

In diesem Jahr bilden die Jury<br />

des Helmut-Schmidt-Zukunftspreises:<br />

Jury-Vorsitzender<br />

Uwe Jean Heuser (DIE ZEIT),<br />

Alexander Birken (Vorstandsvorsitzender<br />

der Otto Group),<br />

Antje Boetius (Direktorin<br />

des Alfred-Wegener-Instituts<br />

am Helmholtz-Zentrum für<br />

Polar- und Meeresforschung),<br />

Francesca Bria (Präsidentin<br />

des italienischen Nationalen<br />

Innovationsfonds), Sanna<br />

Marin (ehemalige Ministerpräsidentin<br />

von Finnland,<br />

Beraterin für das Tony Blair<br />

Institute for Global Change),<br />

Alaa Murabit (Direktorin für<br />

Gesundheit bei der Gates-<br />

Stiftung), Vanessa Nakate<br />

(Klimaaktivistin und Sozialunternehmerin),<br />

Erck Rickmers<br />

(Kuratoriumsvorsitzender von<br />

THE NEW INSTITUTE) und<br />

Meik Woyke (Vorstandsvorsitzender<br />

und Geschäftsführer<br />

der Bundeskanzler-Helmut-<br />

Schmidt-Stiftung). Im Rahmen<br />

des Helmut-Schmidt-Zukunftspreises<br />

findet vom 13. bis 15.<br />

Mai <strong>2024</strong> erneut das Helmut-<br />

Schmidt-Zukunftsfestival an<br />

der Leuphana Universität in<br />

Lüneburg statt. Die Ideen, die die<br />

jungen Zukunftsgestalterinnen<br />

und -gestalter beim Festival entwickeln,<br />

werden am Abend der<br />

Preisverleihung auf der Bühne<br />

des Thalia Theaters präsentiert.<br />

ZEIT WISSEN wächst in der harten Auflage<br />

Das Wachstum der harten Auflage<br />

von ZEIT WISSEN verteilt<br />

sich laut IVW IV/2023 wie<br />

folgt: Im Einzelverkauf wächst<br />

ZEIT WISSEN um 17,8 Prozent<br />

im Vorjahresvergleich auf 14.353<br />

Exemplare (+ 2.171 Exemplare).<br />

Das Magazin erreicht 48.167<br />

Abonnentinnen und Abonnenten<br />

und steigert sich damit in der<br />

Abo-Sparte um 2,5 Prozent (+<br />

1.187 Exemplare).<br />

Die verkaufte Auflage wächst um<br />

3,2 Prozent (+ 3.152 Exemplare)<br />

auf 100.372 Exemplare im Vergleich<br />

zum Vorjahresquartal.<br />

„Der anhaltende Erfolg von<br />

ZEIT WISSEN bestätigt die<br />

Redaktion in ihrem Bestreben,<br />

den Leserinnen und Lesern einen<br />

echten Mehrwert für ihr Leben zu<br />

liefern – humorvoll, tiefgründig,<br />

relevant. Das starke Verkaufsergebnis<br />

zeigt auch: Es lohnt


24 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

sich, in Qualität zu investieren.<br />

Dafür stehen wir als Verlag und<br />

werden auch weiterhin auf diesen<br />

Erfolgsweg setzen“, erklärt Malte<br />

Winter, Director Magazines,<br />

ZEIT Verlagsgruppe.<br />

Das Wachstum der harten Auflage<br />

von ZEIT WISSEN verteilt<br />

sich laut IVW IV/2023 wie folgt:<br />

Im Einzelverkauf wächst ZEIT<br />

WISSEN um 17,8 Prozent im<br />

Vorjahresvergleich auf 14.353<br />

Exemplare (+ 2.171 Exemplare).<br />

Das Magazin erreicht 48.167<br />

Abonnentinnen und Abonnenten<br />

und steigert sich damit in der<br />

Abo-Sparte um 2,5 Prozent (+<br />

1.187 Exemplare).<br />

Die verkaufte Auflage wächst um<br />

3,2 Prozent (+ 3.152 Exemplare)<br />

auf 100.372 Exemplare im Vergleich<br />

zum Vorjahresquartal.<br />

„Der anhaltende Erfolg von<br />

ZEIT WISSEN bestätigt die<br />

Redaktion in ihrem Bestreben,<br />

den Leserinnen und Lesern einen<br />

echten Mehrwert für ihr Leben zu<br />

liefern – humorvoll, tiefgründig,<br />

relevant. Das starke Verkaufsergebnis<br />

zeigt auch: Es lohnt<br />

sich, in Qualität zu investieren.<br />

Dafür stehen wir als Verlag und<br />

werden auch weiterhin auf diesen<br />

Erfolgsweg setzen“, erklärt Malte<br />

Winter, Director Magazines,<br />

ZEIT Verlagsgruppe.<br />

Verlagsgeschäft<br />

Medienverband fordert geringere Mehrwertsteuer<br />

auf Zeitschriften<br />

Burda-Medien-Vorstand<br />

Internationale<br />

Marken Philipp<br />

Welte, Karl Malik<br />

Der Bedarf an unabhängigen<br />

Informationen ist groß. Doch<br />

jede dritte Zeitschrift ist in ihrer<br />

Existenz gefährdet. Medienmanager<br />

Philipp Welte sieht<br />

einen Ausweg – aber es gibt<br />

Kritik an der Forderung.<br />

Düsseldorf. Sie protestierten<br />

mit Traktoren und Misthaufen:<br />

Unter dem Unmut der Landwirte<br />

leiden nun auch <strong>deutsch</strong>e<br />

Verlage. Zuletzt haben Bauern<br />

an mehreren Druckereien versucht,<br />

die Auslieferungen von<br />

Zeitungen zu behindern. Der<br />

Grund: Viele Bauern waren<br />

mit der Berichterstattung über<br />

die vorangegangenen Protestaktionen<br />

unzufrieden.<br />

Für den Medienmanager Philipp<br />

Welte zeugen die Blockaden<br />

davon, wie fragil die Gesellschaft<br />

geworden sei. Welte<br />

verantwortet für den Medienriesen<br />

Burda mit Marken wie<br />

„Focus“ und „Bunte“ etwa das<br />

nationale Verlagsgeschäft und<br />

ist Chef des Medienverbands<br />

der freien Presse (MVFP). Der<br />

Verband vertritt über 9000<br />

Journalisten, die für rund 7000<br />

Zeitschriften arbeiten. „<strong>2024</strong><br />

wird ein Schicksalsjahr für die<br />

Demokratie“, sagte Welte dem<br />

Handelsblatt. In Zeiten, in denen<br />

Menschen von der politischen<br />

Mitte an die Ränder flüchteten<br />

und im Netz zunehmend Lügen<br />

und Halbwahrheiten verbreitet<br />

würden, wachse die Bedeutung<br />

von unabhängig einordnendem<br />

und verantwortungsbewusstem<br />

Journalismus.<br />

Verlage würden die Menschen<br />

mit verlässlichen Informationen<br />

versorgen. „Unser Auftrag, eine<br />

freie Presse zu gewährleisten,<br />

ist heute für die Stabilisierung<br />

der Gesellschaft so wichtig wie<br />

selten zuvor“, so Welte. Das<br />

Problem: Das wirtschaftliche<br />

Fundament der Verlage bröckelt.<br />

Ein Drittel der Zeitschriftentitel<br />

ist nach Angaben des MVFP in<br />

seiner Existenz gefährdet. Viele<br />

namhafte Zeitungsverlage haben<br />

gerade ihre Reisebudgets nach


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 25<br />

unten geschraubt oder gekappt,<br />

erfuhr das Handelsblatt aus<br />

Branchenkreisen. Sogar Stellenstreichungen<br />

seien denkbar.<br />

Im Sommer hatte der Springer-<br />

Verlag bei seiner Kernmarke<br />

„Bild“ in einzelnen Abteilungen<br />

bis zu 30 Prozent der Belegschaft<br />

gekürzt. Der Verlag<br />

Gruner+Jahr, der mittlerweile<br />

zu RTL gehört, strich vor einem<br />

Jahr 700 der 1900 Stellen.<br />

Hinzu kommt, dass das Nachrichteninteresse<br />

in Deutschland<br />

seit Jahren deutlich zurückgeht.<br />

Viele Menschen wollen<br />

die ständigen Krisenmeldungen<br />

vermeiden. Studien zeigen auch,<br />

dass Bürger das Vertrauen in<br />

Medien verlieren. Zeitungen,<br />

Zeitschriften und dem<br />

öffentlich-rechtlichen Rundfunk<br />

wird nach wie vor die größte<br />

Glaubwürdigkeit zugesprochen –<br />

anders als privaten Sendern, Onlinemedien<br />

und Angeboten auf<br />

Social Media.<br />

RTL - Digital Duo<br />

RTL befördert Nane Meyer<br />

und Ulrike Kaschuba zu<br />

Vize-Chefre¬dakteu¬rinnen<br />

der<br />

Digital¬redaktion<br />

Women, People & Family.<br />

Meyer soll sich um neue<br />

Vermark¬tungs¬partnerschaften<br />

und digi¬tale Erlös¬modelle<br />

kümmern,<br />

Kaschuba sich auf Reich¬weite<br />

fokussieren. Biona Schütt<br />

bleibt dritte Stell-vertreterin<br />

der Chef¬redakteurinnen Doris<br />

Brückner und Susanna Riethmüller<br />

von Women, People<br />

& Family Nane Meyer und<br />

Ulrike Kaschuba sind neue<br />

Stellvertreterinnen der Chefredakteurinnen<br />

Doris Brückner<br />

und Susanna Riethmüller<br />

Nane Meyer (l.), Ulrike Kaschuba<br />

Foto: Foto: Jan Rickers/Ilja<br />

Gaus-Gerbeth<br />

In der Chefredaktion der<br />

Digitalredaktion Women, People<br />

& Family gibt es eine personelle<br />

Neuaufstellung. Nane Meyer<br />

und Ulrike Kaschuba verstärken<br />

das Chefredakteursduo<br />

Doris Brückner und Susanna<br />

Riethmüller als stellvertretende<br />

Chefredakteurinnen<br />

im Digitalbereich. Nane Meyer<br />

konzentriert sich künftig<br />

neben ihrer Rolle als Head of<br />

Fashion & Beauty und der Verantwortung<br />

für das Instagram-<br />

Team auf die Entwicklung neuer<br />

Vermarktungspartnerschaften<br />

und innovativer digitaler Erlösmodelle,<br />

während Ulrike<br />

Kaschuba ihren Fokus auf das<br />

Thema Reichweite legt. Biona<br />

Schütt, Head of Lifestyle, wird<br />

weiterhin als dritte Stellvertreterin<br />

tätig sein und das<br />

Thema Marken vorantreiben.<br />

Doris Brückner: „Wir freuen<br />

uns außerordentlich Ulrike<br />

Kaschuba und Nane Meyer<br />

in unserem Chefredakteursteam<br />

willkommen zu heißen.<br />

Mit diesen beiden Topkräften<br />

werden wir die Marken GALA,<br />

BRIGITTE, ELTERN und vip.<br />

de sowohl digital als auch social<br />

weiterentwickeln.“<br />

Susanna Riethmüller: „Unsere<br />

Marken zukunftssicher zu<br />

positionieren – mit diesen beiden<br />

Neubesetzungen kommen wir<br />

diesem Ziel einen großen Schritt<br />

näher. Wir freuen uns sehr auf<br />

die Zusammenarbeit.“<br />

Nane Meyer ist seit 2016<br />

bei Gruner + Jahr, der<br />

Publishingeinheit von RTL<br />

Deutschland. Sie begann als<br />

Mode- und Beautyredakteurin<br />

bei Gala.de und stieg zur Head<br />

of Mode- und Beauty auf.<br />

2020 übernahm sie als Head of<br />

Mode, Beauty und Instagram<br />

die Verantwortung für Gala.<br />

de, Brigitte.de, eltern.de und<br />

vip.de. Seit September 2023 ist<br />

Nane Meyer stellvertretende<br />

Chefredakteurin bei Gruner<br />

+ Jahr und leitet die Bereiche<br />

Mode, Beauty und Instagram<br />

mit Fokus auf Erlösen. Nane<br />

Meyer studierte Modejournalismus/Medienkommunikation<br />

an<br />

der Akademie Mode und Design<br />

in Hamburg und sammelte<br />

während ihres Studiums umfassende<br />

Erfahrungen durch<br />

Praktika bei verschiedenen Verlagen<br />

und Onlinemagazinen.<br />

Nach dem Studium arbeitete<br />

sie als Junior Beauty Editor bei<br />

TUSH Magazine und stieg später<br />

zum Beauty Editor für Print und<br />

Digital auf.<br />

Ulrike Kaschuba startete<br />

2016 als SEO-Redakteurin für<br />

BRIGITTE.de bei Gruner + Jahr.<br />

2018 stieg sie zur Head of SEO<br />

für BRIGITTE.de auf, im darauffolgenden<br />

Jahr übernahm sie zusätzlich<br />

die Position der Head of<br />

SEO für Gala.de. Ab 2020 war sie<br />

in der Position als Head of SEO<br />

für die Digitalredaktion Women,<br />

People & Family bei Gruner +<br />

Jahr tätig. Seit September 2023<br />

ist Ulrike Kaschuba nun stellvertretende<br />

Chefredakteurin<br />

Women, People & Family Digital<br />

und verantwortlich für den Bereich<br />

Reichweite. Ihr Journalismus-Studium<br />

schloss sie 2010<br />

an der Hochschule Magdeburg-<br />

Stendal ab und arbeitete anschließend<br />

sechs Jahre lang als<br />

freie Online-Redakteurin und<br />

Social Media Managerin.


26 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Meinung<br />

von<br />

Außen<br />

„DER STAAT<br />

IST DAS<br />

PROBLEM“<br />

Das waren die ersten Worte<br />

des argentinischen Präsidenten<br />

Milei mit denen er seinen Vortrag<br />

auf dem WEF in Davos eröffnete.<br />

Und sein Vortrag enthielt<br />

nur eine Botschaft „Das<br />

kollektive Lösungen nicht zu<br />

mehr Wohlstand, sondern in die<br />

Armut führen“.<br />

Milei sprach von einer<br />

kontaminierten sozialistischen<br />

Agenda 2030 die in dem WEF<br />

verankert ist.<br />

Und auf einem solchen Weg ist<br />

auch Deutschland nicht erst seit<br />

der Ampel. Aber Anfang 2023<br />

habe ich noch gehofft, dass die<br />

Ampel dazu lernt und diesen<br />

Weg verlässt. Das war ein Irrglaube.<br />

Ganz im Gegenteil, der<br />

Weg wird jeden Tag deutlicher.<br />

Das Jahr ging an Weinachten zu<br />

Ende mit der Ansprache unseres<br />

Bundespräsidenten.<br />

„Deutschland ist und bleibt ein<br />

gutes Land“<br />

Das ist der einzige Satz, der mir<br />

daraus in Erinnerung geblieben<br />

ist. In keiner Guten.<br />

Wer eine Rede erwartet hat, die<br />

der aktuellen Situation gerecht<br />

wird. Fehlanzeige, wie so oft bei<br />

unserem „Staatsoberhaupt“!<br />

Langweilig, pastoral, abgehoben<br />

und ohne Bezug zur Lebenswirklichkeit.<br />

Vergebens sucht<br />

man eine Botschaft a la Roman<br />

Herzog. „Ein Ruck muss durch<br />

unser Land gehen“ Was jedoch<br />

dringend nötig wäre.<br />

Leider Schnee von gestern,<br />

von damals vernünftigen, „geerdeten“<br />

Politikern, und nicht<br />

-wie heute- durch rot/grüne<br />

Ideologen.<br />

Herr Steinmeier, eigentlich zur<br />

Neutralität verpflichtet, bezeichnete<br />

in einer Rede <strong>2024</strong> die<br />

Opposition, die sich gegen die<br />

Ampel Politik richtet, als „Rattenfänger“,<br />

und damit deren Wähler<br />

als Ratten. Herr Steinmeier der<br />

sich sonst gern mit Zitaten wie<br />

„gegen Hass und Hetze schmückt“.<br />

So weit sind wir schon, weg von<br />

einer lebhaften Demokratie hin<br />

zu einem rot/grünen Totalitarismus.<br />

Bis hin zum „Staatsoberhaupt“.<br />

Er kann seine linke, aus<br />

seinen Studienzeiten bekannte,<br />

Orientierung nicht verleugnen.<br />

Und es ist nur die Fortsetzung<br />

einer Entwicklung, die unter der<br />

Merkel CDU 2015 begann:<br />

„Für ein Deutschland in dem wir<br />

gut und gerne leben“)<br />

Und 2020 mit dem Slogan:<br />

„Wir leben im besten Deutschland,<br />

das es jemals gegeben hat“ (Steinmeier!)<br />

Und wo sind wir jetzt <strong>2024</strong>?<br />

Ja, Deutschland war einmal<br />

ein gutes Land. Aber 16<br />

Jahre Merkel – CDU und in<br />

deren Fortsetzung die aktuelle<br />

Ampel Politik haben Deutschland<br />

in eine gewaltige Notlage<br />

gebracht. Irreparabel?<br />

„Es tut mir weh, wie tief<br />

Deutschland in den letzten zwei<br />

Jahren gesunken ist“ ( Rainer<br />

Dulger, AG Präsident)<br />

Die Uhr tickt. Viel Zeit bleibt nicht<br />

zur Korrektur.<br />

Und selbst wenn diese<br />

konsequent angegangen würde,<br />

es wird dauern bis dieses<br />

Deutschland wieder auf einem<br />

Pfad ist den erlebbaren Wohlstandsverlust<br />

und vor allem<br />

die Spaltung der Gesellschaft<br />

zurückzudrehen, wenn überhaupt.<br />

Bedarf es eigentlich noch<br />

weiterer Worte, wenn selbst der<br />

Ostbeauftragte der Regierung<br />

und SPD-Mitglied in „hart<br />

aber fair“ den Offenbarungseid<br />

äußert? Die Kassen sind leer<br />

trotz Verdoppelung der Steuer-


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 27<br />

einnahmen seit 2009 von 524<br />

Mrd. Euro auf 916 Mrd. Euro in<br />

2023.<br />

Allerdings bei gleichzeitiger Aufblähung<br />

des Regierungsapparats<br />

von knapp 1 Million (!) neuer<br />

Stellen, insbesondere im Bereich<br />

politische Führung und zentrale<br />

Verwaltung.<br />

Ohne Nutzen für den Bürger.<br />

Die NZZ schreibt in einem Beitrag:<br />

„Deutschland – die verwirrte<br />

Nation“.<br />

In einem Gespräch mit einem<br />

südosteuropäischen Bekannten<br />

wurde ich gefragt, was das<br />

größte Thema sei, das diese<br />

<strong>deutsch</strong>e Sonder-Situation begründet.<br />

Meine Antwort:<br />

Es ist die ideologisch begründete,<br />

ungesteuerte<br />

Migration und gleichzeitig<br />

die sektiererisch umgesetzte<br />

Wahnvorstellung, um jeden<br />

Preis das Weltklima retten zu<br />

müssen.<br />

Aber leider ist es viel mehr als<br />

das. Auch wenn es einer ungeheuren<br />

Kraftanstrengung bedarf<br />

und sehr teuer wird.<br />

– Die dümmste Energiepolitik<br />

der Welt, die kann man vermutlich<br />

zurückdrehen.<br />

– Die komplett unzureichende<br />

Bildungspolitik kann man<br />

korrigieren.<br />

– Die kaputte Bundeswehr kann<br />

man wieder aufbauen.<br />

– Soziale „Wohltaten“, wie das<br />

sogenannte Bürgergeld, dass<br />

Arbeit unattraktiv macht und<br />

vielfach ins Auslandfließt, kann<br />

man durch bessere Regeln ersetzen.<br />

All dies und noch viel mehr, ist<br />

mit viel Geld, der Änderung der<br />

politischen Richtung und ohne<br />

ideologische Scheuklappen zu<br />

reparieren.<br />

Aber die Durchmischung<br />

unserer Gesellschaft mit<br />

Menschen aus kulturell nicht<br />

kompatiblen Gesellschaftsformen<br />

und mit ganz erheblichen<br />

Ausbildungsdefiziten,<br />

das ist ein Generationenprojekt<br />

mit ungewissem Ausgang.<br />

Haben wir dazu Zeit?<br />

Die Antwort: NEIN!<br />

Wir haben dazu keine Zeit!<br />

Deutschland ist dabei sich abzuschaffen.<br />

Hasso Plattner, einer der<br />

Gründer der SAP hat es vor<br />

kurzem in einem Statement auf<br />

den Punkt gebracht, indem er<br />

sagte.“ Ganze Stadtteile wurden<br />

von Arabern übernommen“.<br />

Integration, Erziehung und<br />

Schulpolitik haben versagt.<br />

Unser Land, unsere Regeln. Abgeschafft.<br />

Gegenmaßnahmen seitens<br />

dieser Regierung? Keine.<br />

Rot/grün steht am Spielfeld und<br />

spendet Applaus, die FDP lässt<br />

sie gewähren. Der meiste Beifall<br />

kommt von Personen wie der<br />

Innenministerin Faeser oder der<br />

Grünen Ricarda Lang. Man kann<br />

deren Argumente nicht zuhören,<br />

es tut nur weh.<br />

Der Sicherheitsreport <strong>2024</strong><br />

weist aus, dass die Menschen<br />

besorgt sind wegen der Massenzuwanderung,<br />

wegen der<br />

Bildung islamischer Strukturen<br />

und arabischer Clans. Schon<br />

heute gibt es in vielen Städten<br />

„No go Areas“ selbst für die<br />

Polizei. Schulen, in denen<br />

<strong>deutsch</strong>e Kinder in der Minderheit<br />

sind, bedroht werden und in<br />

vielen Fällen wird Scharia-Recht<br />

verlangt oder ausgeübt.<br />

Niemand in dieser Regierung<br />

interessiert das. Frau Faeser<br />

schon gar nicht. Dieses „Neue<br />

Deutschland“ ist ihre rot/grüne,<br />

von Merkel geerbte Klientel.<br />

Deutschland hat die inkompetenteste<br />

und damit gefährlichste<br />

Regierung, die das<br />

Land je hatte.<br />

Mit einem Kanzler ohne Führungsanspruch<br />

und Kompetenz und<br />

einer „Mannschaft“, die in Ihrer<br />

ideologischen Verblendung dabei<br />

ist, dieses Land an die Wand<br />

zu fahren. Die dabei ist die<br />

Demokratie noch weiter zu beschädigen,<br />

als diese ohnehin<br />

schon beschädigt ist, nach den<br />

Corona Lügen und dem Nachlass<br />

der Regierung Merkel, der sich<br />

jetzt erst in seiner ganzen Tragweite<br />

zeigt.<br />

Oder wie ordnen Sie das ein?<br />

Bezeichnet für das Demokratieverständnis<br />

dieser Regierung<br />

ist, dass wenige Tage nach den<br />

massiven Protesten der Bauern,<br />

die von der Politik mit Hinweisen<br />

sich „zu mäßigen“ begleitet<br />

wurde, eine bundesweite<br />

Gegen-Kampagne gegen die<br />

einzige ernsthafte Oppositions-<br />

Bleibt Deutschland<br />

eine blühende<br />

Landschaft?


28 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Ricarda Lang, Die<br />

Grünen, mit gesellschaftspolitischen<br />

Radikal-Reformen?<br />

Lars Klingbeil, SPD:<br />

Um Schadensbegrenzung<br />

bemüht<br />

partei losgetreten wurde.<br />

Mit Unterstützung des<br />

gesamten linken Polit- und<br />

Medien Kartells wurden bis<br />

zu angeblich einer Million<br />

Menschen zu Demonstrationen<br />

„gegen rechts“ mobilisiert, an<br />

denen auch Regierungsvertreter<br />

wie Scholz und Baerbock teilnahmen-<br />

den Leuten also die<br />

für die katastrophale Lage des<br />

Landes verantwortlich sind.<br />

Der Unterstützung durch<br />

DGB, NGOs, Kirchen, linken<br />

Verbänden, dem ÖRR und<br />

der linken Antifa konnten sie<br />

sicher sein. Was die Medien<br />

aber verschweigen: Die große<br />

Mehrheit der Deutschen<br />

hat sich nicht von diesen<br />

Demagogen verführen lassen,<br />

ist nicht auf die Straße gegangen<br />

und wartet geduldig<br />

darauf, dass nach den nächsten<br />

Wahlen wieder bessere Zeiten<br />

kommen. Wenn es bis dahin<br />

nicht zu spät ist.<br />

Lassen Sie es mich so sagen.<br />

Da kommen all die zusammen<br />

die die katastrophale<br />

Situation, in der das Land<br />

steckt, zu verantworten haben<br />

und demonstrieren gegen eine<br />

Partei, die in keiner Weise für<br />

die aktuelle Situation verantwortlich<br />

ist. Und für diese<br />

Partei wird dann auch gleich<br />

ein Verbot gefordert. Ist das<br />

demokratisch?<br />

Ablenkung pur. Den politischen<br />

Gegner verunglimpfen, statt<br />

eine bessere Politik zu machen.<br />

Gegen das Volk und nicht<br />

dafür.<br />

Und während ich das schreibe,<br />

kommt folgende Meldung.<br />

„Hans Georg Maaßen wird vom<br />

Verfassungsschutz beobachtet.<br />

Es besteht der Verdacht rechtsextremer<br />

Aktivitäten“. Ich<br />

konnte es nicht glauben. Der<br />

ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes<br />

wird von<br />

seinem Nachfolger Haldenwang<br />

als rechtsextrem zur Beobachtung<br />

freigegeben. Warum?<br />

Er ist gegen das „Regime des<br />

weiter so“, er gründet eine<br />

Partei. Das reicht.<br />

Ich frage Sie. Haben Sie schon<br />

jemals konkrete Beweise vom<br />

Verfassungsschutz, dem Organ<br />

des Innenministeriums (!) gesehen<br />

die dokumentieren, worin<br />

die jeweiligen Anschuldigungen<br />

bestehen? Ich nicht. Mein Vertrauen<br />

in den VS = nicht vorhanden.<br />

Den Gegner ausschalten, weil die<br />

Argumente fehlen, um dessen<br />

Vorstellungen von einem wieder<br />

funktionierenden Deutschland<br />

zu widerlegen. Ganz einfach<br />

eine bessere Politik machen,<br />

für und nicht gegen das Volk.<br />

Stattdessen die Nazi Keule auspacken.<br />

Klar, die AfD mag rechtsextreme<br />

Elemente in ihren Reihen haben,<br />

eine Nazi Partei ist das nicht.<br />

Wer es nicht glaubt, bitte das<br />

Programm lesen, oder wer immer<br />

noch unsicher ist einfach den<br />

historischen Vergleich machen,<br />

dann wird es schnell deutlich:<br />

<strong>2024</strong> ist nicht 1933! Und wer<br />

noch tiefer gehen möchte wie es<br />

zur NSDAP kam, der Nazi Partei,<br />

dem sei das Buch Deutschland<br />

1923, von Volker Ullrich im Verlag<br />

C.H Beck empfohlen.<br />

Um es gleich zu sagen ich bin<br />

nicht AfD Mitglied und ich habe<br />

diese Partei (bis jetzt) auch noch<br />

nie gewählt. Ich habe aber etwas<br />

dagegen, wenn uns eine autoritäre<br />

Regierung umerziehen<br />

will. Eine Regierung, die mit<br />

moralischem Zeigefinger auf<br />

all diejenigen zeigt, die anderer<br />

Meinung sind, die eine ideologische<br />

Klimapolitik über<br />

pragmatisches Handeln stellt,<br />

die Bevölkerung für dumm hält<br />

und demokratische Formen des<br />

Diskurses außer Kraft setzt.<br />

Diese Ampel, nicht die sogenannten<br />

Rechten, verhalten<br />

sich faschistisch.<br />

Und wer dazu einen sehr erhellenden<br />

Beitrag zum Thema<br />

Faschismus in seiner linken<br />

und rechten Ausprägung hören<br />

möchte dem empfehle ich auf<br />

YouTube den Beitrag der ehemals<br />

linken Politikwissenschaftlerin<br />

Ulrike Guerot zum Thema<br />

Faschismus, auch Suchbegriff in<br />

You Tube.<br />

Nur die Guten sind links.<br />

Und wer dem nicht folgt, gehört<br />

zu den Bösen. Das ist die<br />

Botschaft. Und mit Hilfe des<br />

linken medialen Komplexes<br />

ist ihnen zur Machterhaltung,<br />

jedes Mittel recht und scheuen


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 29<br />

dazu auch nicht zurück vor<br />

Verleumdung, Lügen und<br />

Repressalien gegen den<br />

politischen Gegner.<br />

Ein Beispiel wenige Tage zuvor.<br />

Da veröffentlicht eine linke<br />

Gruppe die komplette Liste<br />

von AfD Mitgliedern im Netz.<br />

Komplett mit Bild, Adresse und<br />

Tel. Nummer. Und was tut die<br />

Polizei, der Verfassungsschutz?<br />

Genau nichts. Wie auch bei einer<br />

Demo vor einigen Tagen wo<br />

Schilder mitgetragen wurden<br />

auf denen zu lesen war „AfDler<br />

töten“.<br />

Während sich die nordischen<br />

Länder mit den dortigen Rechtspopulisten<br />

arrangieren, und<br />

die Niederlande einen Wahlsieg<br />

des Herrn Wilders bisher<br />

überstehen, Italien nach der<br />

Regierungsübernahme durch<br />

Frau Meloni nicht im Niedergang<br />

begriffen ist, machen es die<br />

Deutschen auch hier wieder mal<br />

anders.<br />

Die NZZ schreibt in einem Beitrag<br />

dazu.<br />

Nur in der Bundesrepublik misslingt,<br />

was sonst in Europa halbwegs<br />

funktioniert: die Inklusion<br />

rechter Protestparteien in das<br />

politische System.<br />

Die AfD wird mit <strong>deutsch</strong>er<br />

Gründlichkeit ausgegrenzt. Das<br />

tut der Popularität der Partei<br />

zwar keinen Abbruch, macht<br />

aber die Bildung handlungsfähiger<br />

Regierungen sehr mühsam.<br />

Diese Ampel ist an politischer<br />

Arroganz und Dekadenz nicht<br />

zu übertreffen.<br />

Was mich aber am meisten<br />

wundert ist, dass immer noch<br />

knapp die Hälfte der Bundesbürger<br />

nicht versteht, dass diese<br />

Politik dabei ist, das Land zu<br />

zerstören auf dem Weg in den<br />

Sozialismus.<br />

Alles Gute für <strong>2024</strong>.<br />

Günter Nitzsche<br />

CDU-Chef Friedrich<br />

Merz versucht der<br />

Opposition ein<br />

klares Profil zu<br />

geben<br />

Russland<br />

Julia Nawalnaja fordert Putin heraus<br />

Die Witwe des russischen<br />

Oppositionellen Alexei<br />

Nawalny nennt Putin einen<br />

Mörder. Sie will das Werk ihres<br />

Mannes fortsetzen – auch<br />

wenn sie deshalb um ihr Leben<br />

fürchten muss. Julia Nawalnaja,<br />

Ehefrau des verstorbenen<br />

russischen Oppositionsführers<br />

Berlin. Vor der Kamera sitzt<br />

eine Frau in tiefer Trauer. Julia<br />

Nawalnaja wendet sich am<br />

Montagabend auf dem Youtube-<br />

Kanal ihres Mannes Alexei an<br />

die Öffentlichkeit. Auf ihrem<br />

Platz sollte ein anderer Mensch<br />

sitzen, sagt sie. „Aber diesen<br />

Menschen hat Wladimir Putin<br />

ermordet.“<br />

Am vergangenen Freitag gaben<br />

russische Behörden den Tod des<br />

Putin-Gegners Alexei Nawalny<br />

in einem Straflager am Rande<br />

des Polarkreises bekannt. Der<br />

47-jährige Oppositionelle, der<br />

vor knapp vier Jahren einen<br />

Mordanschlag mit Gift nur<br />

knapp überlebte, hätte dort<br />

noch fast 20 Jahre absitzen<br />

müssen.<br />

Wahrscheinlich wären es noch<br />

mehr geworden, denn ein neuer<br />

Prozess gegen ihn war im Gange,<br />

die Anklage ebenso absurd wie<br />

in den vorangegangenen Verfahren.<br />

Jetzt sagt Julia Nawalnaja:<br />

„Putin hat mir das Liebste genommen,<br />

das ich hatte. Den<br />

nächsten und geliebtesten<br />

Menschen.“ Sie ist den Tränen<br />

nahe, aber sie weint nicht. „Diese<br />

Unmenschen werden unsere<br />

Tränen nicht sehen“, hatte sie<br />

schon vor Jahren in einem Gerichtssaal<br />

erklärt, als ihr Mann<br />

verurteilt wurde. Auch das war<br />

an die Adresse Putins gerichtet.<br />

Julia Nawalnaja,<br />

will die Arbeit ihres<br />

Mannes fortsetzen.<br />

Foto: dpa


30 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

E-Paper-Auflagen der Zeitungen steigen<br />

um mehr als 7 Prozent<br />

Pexel / Canva Pro<br />

2,7 Millionen digitale Zeitungsexemplare<br />

- und damit weit<br />

mehr als die Hälfte aller Verkäufe<br />

- werden im regelmäßigen<br />

Abonnement bezogen. Das ist<br />

ein Plus von 9,8 Prozent im Vergleich<br />

zum Vorjahr und zeigt,<br />

dass die digitale Lektüre für<br />

immer mehr Leserinnen und<br />

Leser zur Gewohnheit wird.<br />

Aufgeschlüsselt nach Gattungen<br />

liegen die Abo-Anteile an den<br />

verkauften E-Paper-Exemplaren<br />

zwischen 54 Prozent bei den<br />

Sonntagszeitungen und 77 Prozent<br />

bei den Wochenzeitungen.<br />

Die lokalen und regionalen<br />

Zeitungen liefern 64 Prozent<br />

ihrer E-Paper-Verkäufe an<br />

Abonnenten aus.<br />

Der Einzelverkauf spielt mit<br />

4.995 Exemplaren eine untergeordnete<br />

Rolle. Der sonstige<br />

Verkauf lag mit 1.062.801<br />

Exemplaren 3,3 Prozent über<br />

dem Vorjahresquartal. Ebenfalls<br />

deutlich über Vorjahresniveau<br />

waren die verkauften<br />

Bordexemplare, die mit 7.860<br />

Exemplaren um 44 Prozent zulegten.<br />

E-Paper-Verkäufe nach<br />

Gattungen<br />

Den größten Anteil an der E-<br />

Paper-Auflage verbuchen die<br />

Tageszeitungen mit etwas über 2<br />

Millionen Verkäufen. Davon entfallen<br />

1,53 Millionen Exemplare<br />

auf die lokalen und regionalen<br />

Abonnementzeitungen. 326.317<br />

digitale Zeitungsexemplare<br />

verkaufen die überregionalen<br />

Zeitungen täglich und 183.025<br />

die Kaufzeitungen. Von den<br />

wöchentlich erscheinenden<br />

Titeln verkaufen die Sonntagszeitungen<br />

pro Erscheinungstag<br />

268.325 Exemplare, die<br />

Wochenzeitungen 451.377.<br />

Das zeigt die Auflagenstatistik<br />

der ZMG auf Basis der aktuellen<br />

IVW-Erhebung für das vierte<br />

Quartal 2023.<br />

E-Paper-Auflagen der Zeitungen<br />

steigen um mehr als 7 Prozent<br />

Digitales Wachstum: Die verkaufte<br />

E-Paper-Auflage der<br />

Zeitungen ist im vierten Quartal<br />

2023 um 7,28 Prozent im Vergleich<br />

zum Vorjahr gestiegen.<br />

Insgesamt verkauften die<br />

Zeitungen pro Erscheinungstag<br />

2.768.077 digitale Exemplare.<br />

1,69 Millionen digitale<br />

Zeitungsexemplare - und damit<br />

weit mehr als die Hälfte aller<br />

Verkäufe - werden im regelmäßigen<br />

Abonnement bezogen.<br />

Das ist ein Plus von 9,8 Prozent<br />

im Vergleich zum Vorjahr und<br />

zeigt, dass die digitale Lektüre<br />

für immer mehr Leserinnen und<br />

Leser zur Gewohnheit wird.<br />

Aufgeschlüsselt nach Gattungen<br />

liegen die Abo-Anteile an den<br />

verkauften E-Paper-Exemplaren<br />

zwischen 54 Prozent bei den<br />

Sonntagszeitungen und 77 Prozent<br />

bei den Wochenzeitungen.<br />

Die lokalen und regionalen<br />

Zeitungen liefern 64 Prozent<br />

ihrer E-Paper-Verkäufe an<br />

Abonnenten aus.<br />

Der Einzelverkauf spielt mit<br />

4.995 Exemplaren eine untergeordnete<br />

Rolle. Der sonstige<br />

Verkauf lag mit 1.062.801<br />

Exemplaren 3,3 Prozent über<br />

dem Vorjahresquartal. Ebenfalls<br />

deutlich über Vorjahresniveau<br />

waren die verkauften<br />

Bordexemplare, die mit 7.860<br />

Exemplaren um 44 Prozent zulegten.<br />

E-Paper-Verkäufe nach<br />

Gattungen<br />

Den größten Anteil an der E-<br />

Paper-Auflage verbuchen die<br />

Tageszeitungen mit etwas über 2<br />

Millionen Verkäufen. Davon entfallen<br />

1,53 Millionen Exemplare<br />

auf die lokalen und regionalen<br />

Abonnementzeitungen. 326.317<br />

digitale Zeitungsexemplare<br />

verkaufen die überregionalen<br />

Zeitungen täglich und 183.025<br />

die Kaufzeitungen. Von den<br />

wöchentlich erscheinenden<br />

Titeln verkaufen die Sonntagszeitungen<br />

pro Erscheinungstag<br />

268.325 Exemplare, die<br />

Wochenzeitungen 451.377.<br />

Das zeigt die Auflagenstatistik<br />

der ZMG auf Basis der aktuellen<br />

IVW-Erhebung für das vierte<br />

Quartal 2023.


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 31<br />

IGFM: Aufrichtige Anteilnahme für Alexei Nawalny<br />

Staatliche Mord-Maschinerie<br />

Mit großer Bestürzung hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) heute vom Tod von Alexei<br />

Anatoljewitsch Nawalny erfahren. „Seiner Frau Julija Nawalnaja, seinen beiden Kindern, seinen Eltern, seinen<br />

Freunden und seinen Kollegen gegenüber bringen wir hiermit unsere aufrichtige Anteilnahme zum Ausdruck“,<br />

teilt die Menschenrechtsorganisation mit.<br />

Gleichzeitig reihen wir uns in<br />

die weltweite Gemeinschaft<br />

der Trauernden ein, die nicht<br />

nur das Entsetzen über den Tod<br />

eines mutigen und großherzigen<br />

Menschen, sondern auch über<br />

die Unmenschlichkeit eines<br />

diktatorischen Regimes teilen.<br />

Nach den der IGFM vorliegenden<br />

Informationen starb der am<br />

4. Juni 1976 geborene Alexei<br />

Nawalny in der Strafkolonie<br />

„Polar Wolf“ in der Siedlung<br />

Kharp. Der bedrückende Bericht<br />

seines Ablebens erfüllt die<br />

IGFM mit tiefer Trauer. Nach<br />

allem, was bekannt ist, wurde<br />

Alexei Nawalny während seiner<br />

Inhaftierung 27 Mal in ein Strafisolationszentrum<br />

eingewiesen<br />

und verbrachte insgesamt 308<br />

Tage in der Strafanstalt.<br />

Staatliche Mord-Maschinerie<br />

Es war ein Mord auf Raten. Er<br />

macht deutlich, wie skrupellos<br />

Putins Regime mit<br />

Oppositionellen, Journalisten<br />

und Andersdenkenden umgeht.<br />

Er macht aber auch deutlich,<br />

wie gefährlich das heutige Russland<br />

für seine Nachbarn ist. Dies<br />

offenbart sich in Statements der<br />

russischen Führung ganz offenkundig:<br />

„Russlands Grenzen<br />

enden nirgendwo“. Konkret<br />

äußert sich dies im täglichen<br />

Terror russischer Bomben und<br />

Raketen, die Leid und Tod für<br />

Millionen friedliche Ukrainer<br />

bedeuten, mahnt die IGFM<br />

an. Tschetschenien, Georgien<br />

und seit 2014 die Ukraine sind<br />

Zeugnis eines faschistischen<br />

Imperialismus, der ganz Europa<br />

bedroht.<br />

Auch Armenien ist nach<br />

historischer Abhängigkeit Russlands<br />

nun in seiner Existenz<br />

bedroht. Nachdem sich die<br />

armenische Führung von ihrem<br />

langjährigen „Friedenspatron“<br />

Russland abwandte, droht das<br />

christlich geprägte Armenien<br />

zwischen Russland und dem<br />

türkisch-aserbaidschanischen<br />

Bündnis zerrieben zu werden,<br />

warnt die IGFM.<br />

Funke Medien - Abschied<br />

Karl Hans Arnold verlässt Aufsichtsrat von Funke<br />

Der Aufsichtsrat der<br />

Funke Mediengruppe<br />

(WAZ, Berliner Morgenpost,<br />

Hamburger Abendblatt)<br />

strukturiert sich um. Nach<br />

Informationen von <strong>PreMedia</strong><br />

Newsletter hat Karl Hans<br />

Arnold sein Mandat im Kontrollgremium<br />

des Zeitungskonzerns<br />

zum Jahreswechsel niedergelegt.<br />

In gleichem Zuge ist er<br />

auch aus dem Gesellschafterausschuss<br />

ausgetreten.<br />

Er gehe „auf eigenen<br />

Wunsch“. Der Verlags¬erbe<br />

der Rheini¬schen Post<br />

Medien¬gruppe kam 2018 auf<br />

Ansinnen der Grotkamp-Familie<br />

um Verlegerin Julia Becker zu<br />

Funke.


32 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Automatisches Print-Layout: General-Anzeiger<br />

Bonn setzt auf KI-Lösung InterRed<br />

Florian Ludwig,<br />

Leiter Newsdesk<br />

und Mitglied der<br />

Chefredaktion beim<br />

General-Anzeiger<br />

Bonn.<br />

Foto: Andreas Dyck/GA<br />

Der<br />

General-Anzeiger<br />

Bonn, eine 100% Tochter<br />

der Rheinische Post Mediengruppe,<br />

setzt auf die innovative<br />

KI-Lösung von InterRed, um<br />

seine Printproduktion mittelfristig<br />

zu automatisieren. Die<br />

Technologie ermöglicht das<br />

automatische Seitenlayout von<br />

Zeitungen und E-Paper, was zu<br />

einer enormen Zeitersparnis<br />

und gleichzeitigem Erhalt des<br />

typischen Erscheinungsbilds der<br />

Printprodukte führt. Die Lösung<br />

wird auch bei den anderen unter<br />

dem Dach der Mediengruppe<br />

publizierten Titeln (Rheinische<br />

Post, Saarbrücker Zeitung,<br />

Trierischer Volksfreund) eingesetzt.<br />

Innovative KI für automatisches<br />

Print-Layout<br />

Die KI-basierte Publishinglösung<br />

von InterRed wird es zukünftig<br />

ermöglichen, Online- oder<br />

Agenturinhalte automatisch<br />

in eine gedruckte Zeitung und<br />

E-Paper zu transformieren.<br />

Diese wegweisende Technologie<br />

revolutioniert die Printproduktion,<br />

während zugleich<br />

das Gesicht der Zeitung erhalten<br />

bleibt. Das KI-Verfahren hält<br />

sich dabei immer zuverlässig<br />

an vordefinierte Grenzen. Einmal<br />

definiert, führt die KI keine<br />

Layoutoperationen außerhalb<br />

der gesetzten Grenzen aus und<br />

die Software kontrolliert sich<br />

selbst.<br />

Beim General-Anzeiger Bonn<br />

wird die KI-Lösung in einer<br />

ersten Stufe bereits seit Anfang<br />

des Jahres 2023 genutzt und<br />

ermöglichte dem Verlag bereits<br />

frühzeitig eine große Unterstützung<br />

bei der schnelleren<br />

Erstellung des Printlayouts auf<br />

Artikelebene.<br />

„Von einem automatisierten<br />

Seitenlayout erhoffen wir uns<br />

eine enorme Zeitersparnis,<br />

ohne Kompromisse beim Erscheinungsbild<br />

einzugehen.<br />

Diese innovative KI-Technologie<br />

soll uns dabei unterstützen,<br />

effizienter zu arbeiten<br />

und gleichzeitig hochwertige<br />

Printprodukte und E-Paper anzubieten“,<br />

sagt Florian Ludwig,<br />

Leiter Newsdesk und Mitglied<br />

der Chefredaktion beim<br />

General-Anzeiger Bonn.<br />

Deutscher Werbemarkt dreht dank<br />

Mega-Dezember doch noch ins Plus<br />

Lange sah es so aus, als würde der <strong>deutsch</strong>e<br />

Werbemarkt das Jahr 2023 mit einem Minus<br />

abschließen. Doch die Erholung der Werbekonjunktur,<br />

die sich ab Mitte 2023 allenfalls vage angedeutet<br />

hatte, hat sich zum Jahresende deutlich<br />

beschleunigt. Im Dezember lief es so gut, dass nun<br />

sogar ein kleines Plus herausspringt.<br />

IMAGO / agefotostock


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 33<br />

„Bild.de“ im Januar mit weniger Abos,<br />

aber mehr Klicks<br />

Im Januar sank die Zahl der<br />

„Bild+“-Abos deutlich, zugleich<br />

stieg die Zahl der Zugriffe<br />

auf digitale „Bild“-Inhalte aber<br />

deutlich an. Auch bei der „FAZ“<br />

war die Zahl der „F+“-Abos zum<br />

Jahresstart rückläufig.<br />

Nachdem die Zahl der „Bild+“-<br />

Abos im November und<br />

Dezember deutlich gestiegen<br />

war, gab‘s zum Start ins Jahr<br />

<strong>2024</strong> einen kräftigen Dämpfer.<br />

Von im Schnitt 724.126 täglichen<br />

Nutzungsrechten im<br />

Dezember ging es im Januar um<br />

knapp 17.000 auf im Schnitt<br />

707.208 nach unten - wobei der<br />

Großteil davon im günstigsten<br />

Preis-Segment angesiedelt<br />

war, also maximal 1,99 Euro<br />

im Monat zahlte. Auf Jahressicht<br />

bleibt für „Bild+“ trotzdem<br />

noch ein Plus von über 55.000<br />

Abos und damit ein stärkeres<br />

Wachstum als für alle anderen.<br />

Gegen den allgemeinen<br />

Trend mit einem Minus ins<br />

Jahr startete auch die „FAZ“<br />

mit ihrem Digital-Abo F+.<br />

Hier kamen 1.730 zahlende<br />

Kundinnen und Kunden im Vergleich<br />

zum Dezember abhanden,<br />

während die „SZ“ gleichzeit<br />

über 4.000 hinzugewann. Auch<br />

für die Madsack-Titel, die allesamt<br />

in die Zahlen des RND<br />

einlaufen, wurde ein deutliches<br />

Plus von etwas mehr als 6.500<br />

Abos gemeldet.<br />

Plötzlich ganz weit oben im<br />

Ranking taucht der „Südkurier“<br />

auf, der mal eben 80.000 tägliche<br />

Nutzungsrechte mehr ausweist<br />

als noch im Dezember<br />

- aber natürlich nicht, weil hier<br />

mit einem Schlag ein großer Ansturm<br />

auf die Digitalabos eingesetzt<br />

hat, sondern weil nun<br />

auch die normalen Abos, die Zugang<br />

zu den kostenpflichtigen<br />

Online-Angeboten beinhalten,<br />

mit eingerechnet werden. Die<br />

Zahl derjenigen, die mehr<br />

als 7 Euro fürs reine Digital-<br />

Abo zahlen, ist hingegen 358<br />

zurückgegangen. Ähnliche Maßnahmen<br />

hatten in den letzten<br />

Top 15 Paid Content-Angebote<br />

Abos Vgl. Vgl.<br />

01/24 12/23 01/23<br />

BILDplus 707.208 -16.918 +55.492<br />

-2,3% +8,5%<br />

WELTplus 223.311 +776 +10.502<br />

+0,3% +4,9%<br />

RND RedaktionsNetzwerk Deutschland 215.659 +6.539<br />

+3,1% ––<br />

SZ Plus (Südd<strong>deutsch</strong>e Zeitung) 177.945 +4.074 +20.630<br />

+2,3% +13,1%<br />

F+ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) 126.000 -1.730 +15.026<br />

-1,4% +13,5%<br />

SÜDKURIER Web&App 88.126 +79.999<br />

+984,4% ––<br />

RHEINPFALZ Plus 50.539 +29 +2.815<br />

+0,1% +5,9%<br />

FP+ (Freie Presse) 46.442 +353 +4.179<br />

+0,8% +9,9%<br />

StZ Plus (Stuttgarter Zeitung) 41.843 +7.215 +32.339<br />

+20,8% +340,3%<br />

AZ PLUS+ (Augsburger Allgemeine) 36.347 -43 +10.762<br />

-0,1% +42,1%<br />

RP+ (Rheinische Post) 33.264 +181 +5.214<br />

+0,5% +18,6%<br />

Handelsblatt Standard 31.444 +612<br />

+2,0% ––<br />

NWZonline Plus (Nordwest-Zeitung) 25.505 +437 +10.442<br />

+1,7% +69,3%<br />

SB+ (Schwarzwälder Bote) 24.407 +90<br />

+0,4% ––<br />

LZ (Lebensmittelzeitung) 20.527 -2.298<br />

-10,1% ––<br />

Daten-Quelle: IVW / Tabelle: <strong>PreMedia</strong> Newsletter<br />

Top 30 Zusammenschlüsse<br />

Visits Vgl. Vgl.<br />

01/24 12/23 01/23<br />

Bild.de 595.632.273 +17,8% +21,9%<br />

T-Online Contentangebot 441.780.597 +13,3% +3,7%<br />

IPPEN.MEDIA 311.728.656 +3,6% +8,1%<br />

Focus Online 246.808.286 +10,1% +14,9%<br />

Welt 110.994.813 +8,4% -14,5%<br />

Rnd 102.568.139 +7,4% +14,0%<br />

TV SPIELFILM.de 88.274.891 +3,3% +11,6%<br />

Funke Next Level Tv 77.981.985 -0,5% +7,4%<br />

CHIP Online 76.002.180 +14,8% -0,0%<br />

Zeit Online 74.143.619 +14,3% -5,5%<br />

FUNKE Medien Nordrhein-Westfalen 63.413.802 +108,0% +117,4%<br />

Süd<strong>deutsch</strong>e.de 57.994.850 +6,1% -10,8%<br />

stern.de 51.718.978 +9,9% -25,0%<br />

Bunte.de 46.654.913 +21,3% -15,8%<br />

rp-online 44.409.042 +17,3% +25,9%<br />

GameStar 44.338.259 +11,1% +32,0%<br />

autobild.de 40.577.850 +1,5% -20,3%<br />

heise online 38.580.378 +13,6% +12,2%<br />

Express 34.478.381 +27,6% -27,6%<br />

GIGA.de 32.735.282 +2,4% -13,9%<br />

Südwest Media Network 30.585.989 --- ---<br />

EFAHRER.com 22.938.407 +12,8% +27,8%<br />

Eltern.de 21.204.204 +9,0% +4,5%<br />

inFranken.de (Mediengruppe Oberfranken) 19.799.338 +22,4% -12,0%<br />

COMPUTERBILD.de 19.255.736 +0,3% -7,6%<br />

auto motor und sport 18.628.935 +8,6% -13,5%<br />

Gamesworld.de 18.019.191 -5,3% +18,2%<br />

Passauer Neue Presse 17.044.206 +16,2% +30,0%<br />

Augsburger Allgemeine Online 16.542.559 -0,4% +32,8%<br />

Das Örtliche 15.856.915 +11,3% ---<br />

Daten-Quelle: IVW / Tabelle: <strong>PreMedia</strong> Newsletter


34 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Monaten auch bei anderen Titeln<br />

zu explodierenden Werten in der<br />

Paid-Content-Ausweisung geführt,<br />

etwa bei der „Stuttgarter<br />

Zeitung“ - wo sich der erneute<br />

Top 30 Einzelangebote<br />

Visits Vgl. Vgl.<br />

01/24 12/23 01/23<br />

Kleinanzeigen 719.532.810 +11,4% -5,4%<br />

Gmx 671.728.727 +3,3% +8,1%<br />

Web.de 629.992.443 +3,5% +6,2%<br />

WetterOnline 586.527.968 +11,2% +20,4%<br />

n-tv.de 239.226.536 +14,8% -5,2%<br />

kicker 213.675.217 -6,8% +8,6%<br />

Der Spiegel 185.513.677 +12,1% -10,5%<br />

upday 90.424.737 +15,2% -37,5%<br />

SPORT1 85.281.521 +7,2% -5,5%<br />

Chefkoch 80.494.055 -23,7% +0,7%<br />

FAZ.NET 62.418.693 +8,8% -15,8%<br />

RTL.de 56.290.567 +37,1% -30,1%<br />

freenet.de 49.923.486 +2,7% +4,2%<br />

Tagesspiegel.de 42.109.946 +20,2% +15,8%<br />

Handelsblatt.com 40.228.073 +26,3% +29,1%<br />

Gala.de 38.489.253 +26,7% -15,7%<br />

finanzen.net - Das Finanzportal 36.352.136 +9,4% -9,7%<br />

Bergfex 31.983.339 +11,3% -17,4%<br />

TAG24 31.250.155 +2,3% -22,3%<br />

sport.de 29.676.891 +2,8% +18,6%<br />

Wetter.de 28.676.399 +14,6% +28,0%<br />

Filmstarts.de 23.353.040 +5,9% +17,7%<br />

Hamburger Morgenpost Online 20.924.295 +1,6% -14,1%<br />

kino.de 19.725.157 +2,9% +4,5%<br />

watson.de 19.393.978 +17,5% -29,5%<br />

PONS Online-Wörterbuch 19.055.845 +18,4% ---<br />

onvista 18.589.059 +35,4% -7,1%<br />

taz.de 16.883.392 +4,7% +20,3%<br />

Südwest Presse Online 16.767.855 +15,6% ---<br />

moviepilot media 16.366.301 -15,6% -5,9%<br />

Daten-Quelle: IVW / Tabelle: <strong>PreMedia</strong> Newsletter<br />

starke Anstieg ebenfalls nur aus<br />

Kombis mit anderen Abos erklärt,<br />

doer auch bei der „NWZ“.<br />

Übersichtlicher wird dadurch<br />

die Beurteilung des Erfolgs der<br />

Paid-Content-Angebote freilich<br />

nicht.<br />

Zugriffszahlen von „Bild“ sind im<br />

Januar deutlich gestiegen<br />

Genauer hinschauen muss<br />

man auch bei den Online-IVW-<br />

Zahlen zu den Visits im Januar.<br />

„Bild.de“ wechselte hier von den<br />

Einzelangeboten zu den „Zusammenschlüssen“<br />

- sprich: Zu<br />

den Zahlen von Bild.de selbst<br />

werden nun auch noch die<br />

„BZ“ und die verschiedenenen<br />

„Books“ wie „Travelbook“,<br />

„Stylebook“ oder „Techbook“.<br />

Ein Teil des erheblichen Anstiegs<br />

der Visits um 17,8 Prozent im<br />

Vergleich zum Dezember geht<br />

also auf diesen Effekt zurück, zu<br />

Dreiviertel gehe er aber auf Bild.<br />

de selbst zurück, erläutert man<br />

bei Springer.<br />

Dass der Januar erfolgreicher ist<br />

als der Dezember, ist schon feiertagsbedingt<br />

nicht ungewöhnlich,<br />

„Bild.de“ weist aber auch im Vorjahresvergleich<br />

ein Plus von fast<br />

22 Prozent aus, wobei man auch<br />

hier aufgrund der Einbeziehung<br />

der anderen Angebote natürlich<br />

etwas abrechnen muss. Anders<br />

ist es beim anderen großen<br />

Springer-Portal Welt.de (zu dem<br />

rollingstone.de, musikexpress.<br />

de und metal-hammer.de gezählt<br />

werden). Hier ging es zwar<br />

im Vergleich zum Dezember<br />

um 8,4 Prozent auf knapp 111<br />

Millionen Visits nach oben, im<br />

Vorjahresvergleich steht aber<br />

ein deutliches Minus von 14,5<br />

Prozent. Noch deutlich stärker<br />

erwischt hat es stern.de, das im<br />

Januar <strong>2024</strong> ein Viertel weniger<br />

Visits verzeichnete als noch im<br />

Januar 2023.<br />

Top 30 Einzelangebote<br />

Das laut IVW-Messung meistbesuchte<br />

Einzelangebot blieb<br />

im Januar kleinanzeigen.de mit<br />

fast 720 Millionen Visits - was<br />

aber auch etwas weniger waren<br />

als ein Jahr zuvor. Die meisten<br />

journalistischen Angebote<br />

legten nach dem Dezember<br />

wieder deutlich zu, besonders<br />

groß war der Aufschlag beim<br />

„Handelsblatt“. Eine Ausnahme<br />

bildet der „Kicker“, der im<br />

Januar weniger gefragt war als<br />

im Dezember. Eheblich weniger<br />

Zugriffe als noch ein Jahr zuvor<br />

verzeichnete Springers „Upday“,<br />

das aber ja ohnehin gerade in<br />

der bisherigen Form eingestellt<br />

wird. Bei „Chefkoch“ dürfte<br />

sich bemerkbar gemacht haben,<br />

dass die große Suche nach<br />

Weihnachtsrezepten im Januar<br />

vorüber war.<br />

Zeitungsmedien in den USA<br />

Alarmierende Medienkrise in den USA. Bis 2023<br />

wurden in den USA mehr als 130 Zeitungen geschlossen<br />

oder fusioniert. Das sind durchschnittlich<br />

2,5 pro Woche, so das Poynter Institute. Das<br />

Institut sieht es als »Blutbad« der US-Journalismusbranche<br />

mit 20.324 verlorenen Arbeitsplätzen<br />

bis einschließlich November. Interessante und aufschlussreiche<br />

Analyse.


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 35<br />

Medien in Österreich<br />

Der bisherige Innenpolitik-Ressortchef Martin<br />

Gebhart übernimmt am 1. März die Position<br />

des Chefredakteurs der Tageszeitung „Kurier“. Vor<br />

seiner Tätigkeit beim „Kurier“ war Gebhart viele<br />

Jahre lang bei den „Niederösterreichischen Nachrichten“<br />

beschäftigt, zuletzt von 2006 bis 2017<br />

als Chefredakteur. Die bisherige „Kurier“-Chefredakteurin<br />

Martina Salomon wird mit 1. März die<br />

Funktion der Herausgeberin übernehmen.<br />

IGFM fürchtet nach Tod von Alexej Nawalny um das Leben zahlreicher Dissidenten in Russland<br />

Russland: Putin entledigt sich weiter seiner<br />

Kritiker - Bekannter Bürgerrechtler wegen<br />

„Diskreditierung der Armee“ zu zweieinhalb<br />

Jahren Haft verurteilt<br />

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) weist anlässlich des neunten Todestages des Kreml-<br />

Kritikers Boris Nemzow auf die anhaltende Repressionswelle in Russland und Belarus sowie auf das Schicksal<br />

zahlreicher Bürgerrechtler hin. So wurde der 70-jährige Oleg Orlow, Mitbegründer der mit dem Friedensnobelpreis<br />

ausgezeichneten und in Russland mittlerweile verbotenen Menschenrechtsorganisation Memorial,<br />

gestern wegen Diskreditierung der Armee zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Nach dem Tod des<br />

bekanntesten Putin-Kritikers Alexej Nawalnys im russischen Straflager vor zwei Wochen fürchtet die IGFM, dass<br />

nun auch weitere Oppositionelle verschwinden und inhaftierte Dissidenten wie der Journalist Wladimir Kara-<br />

Mursa ermordet werden.<br />

„Mit Oleg Orlow ist nun ein<br />

Urgestein der russischen<br />

Menschenrechtsbewegung verhaftet<br />

worden, der schon die<br />

Verbrechen des Stalin-Regimes<br />

aufgearbeitet hat. Putin entledigt<br />

sich weiter seiner Kritiker<br />

– er diskreditiert sie, lässt sie<br />

verhaften und zu langen Haftstrafen<br />

verurteilen, die sie<br />

oft fernab ihrer Familien und<br />

der Öffentlichkeit in Straflagern<br />

absitzen müssen. Sie<br />

werden gefoltert, leiden unter<br />

der Isolationshaft und werden<br />

ermordet. Alexej Nawalnys<br />

Schicksal zeigt, dass Putin auch<br />

nicht vor Mord an Dissidenten<br />

zurückschreckt, deren Schicksal<br />

weltweit bekannt ist“, erklärt<br />

IGFM-Vorsitzender Edgar<br />

Lamm.<br />

Kreml-Kritiker hatte russischen<br />

Angriffskrieg gegen Ukraine<br />

verurteilt<br />

Oleg Orlow ist seit den 1980er<br />

Jahren Mitarbeiter der NGO<br />

Memorial, die besonders die Zeit<br />

der Repressionen unter Stalin<br />

aufgearbeitet und während der<br />

Tschetschenienkriege als Vermittler<br />

den Gefangenenaustausch<br />

organisiert hat. Im Jahr<br />

2022 erhielt Memorial den<br />

Friedensnobelpreis. Zu der Zeit<br />

war die Organisation allerdings<br />

in Russland bereits verboten.<br />

Das Strafverfahren gegen Oleg<br />

Orlow wurde im März 2023<br />

wegen seines Artikels „Sie<br />

wollten den Faschismus. Sie<br />

haben ihn bekommen“ eröffnet,<br />

in dem der Kreml-Kritiker den<br />

russischen Angriffskrieg gegen<br />

die Ukraine verurteilt. Im<br />

Oktober 2023 wurde er deshalb


36 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

bereits zu einer Geldstrafe von<br />

150.000 Rubel (etwa eineinhalb<br />

Tausend Euro) verurteilt.<br />

Daraufhin legte die Staatsanwaltschaft<br />

Berufung ein und<br />

forderte drei Jahre Haft. Die Ermittlungen<br />

wurden wieder aufgenommen<br />

und es wurde erklärt,<br />

dass der Artikel aus „Feindseligkeit<br />

gegen traditionelle<br />

russische geistige, moralische<br />

und patriotische Werte“ und<br />

aus „Hass gegen das russische<br />

Militär“ veröffentlicht wurde.<br />

Die IGFM berichtet, dass Oleg<br />

Orlow von Putins Regime als<br />

„Auslandsagent“ diskreditiert<br />

wird.<br />

Bundesregierung muss sich für<br />

Menschenrechte in Russland<br />

einsetzen<br />

Die IGFM appelliert an die<br />

Bundesregierung, sich für die<br />

Verbesserung der Menschenrechtssituation<br />

in Russland<br />

einzusetzen. Besonders sorgt<br />

sich die in Frankfurt ansässige<br />

Menschenrechtsorganisation<br />

aktuell um den russischen<br />

Oppositionellen Wladimir Kara-<br />

Mursa.<br />

Der Journalist Wladimir Kara-<br />

Mursa gründete nach Beginn des<br />

Ukraine-Krieges zusammen mit<br />

weiteren Oppositionellen das<br />

‚Russische Antikriegskomitee‘<br />

und verbüßt nun eine 25-jährige<br />

Haftstrafe in einer Strafkolonie<br />

in Omsk.<br />

Oleg Orlow, Mitbegründer der in Russland<br />

mittlerweile verbotenen Menschenrechtsorganisation<br />

Memorial wurde gestern wegen<br />

Diskreditierung der Armee zu zwei Jahren<br />

und sechs Monaten Haft verurteilt. Die IGFM<br />

fürchtet nach Tod von Alexej Nawalny um das<br />

Leben zahlreicher Dissidenten in Russland.<br />

Bildquelle (Karinna Moskalenko): Wikipedia<br />

NVIDIA im Börsen-Boom<br />

Künstliche Intelligenz bestimmt immer mehr<br />

unsere operative Gegenwart. Manchmal bekommen<br />

wir die Gegenwart sogar in zwei Worten<br />

zu packen, die sich ihrerseits in ein Kürzel pressen<br />

und in einer Aktie verdichten lassen.<br />

Diese Aktie ist derzeit Nvidia. Der Chiphersteller<br />

steht für das neue Zeitalter der Künstlichen<br />

Intelligenz, das in der Geheimsprache von Wirtschaftsführern<br />

und Börsianern nur als KI bezeichnet<br />

wird.<br />

Das Unternehmen schlägt mit seinen KI-Chips<br />

Quartal für Quartal die Erwartungen der Analysten.<br />

Die Aktie kletterte bisher auf sagenhafte<br />

Höhen. Die Börse bewertet Nvidia inzwischen mit<br />

zwei Billionen Dollar. Das entspricht dem Bruttoinlandsprodukt<br />

Italiens. Aufklärung tut also not:<br />

Heute ist Nvidia Marktführer im Bereich Grafikkarten<br />

und Chipsätze und die Börsenbewertung<br />

liegt bei gut zwei Billionen Dollar. Hinter Microsoft,<br />

Apple und Saudi Aramco steht Nvidia damit<br />

auf Platz vier der wertvollsten Unternehmen der<br />

Welt. Im Fiskaljahr <strong>2024</strong>, das am 31.01.<strong>2024</strong><br />

zu Ende ging, erzielte die Firma einen Nettogewinn<br />

von 29,7 Milliarden US-Dollar – ein<br />

sagenhaftes Plus von 580 Prozent im Vergleich<br />

zum Vorjahr.<br />

Pariser KI-Star macht OpenAI Konkurrenz<br />

Nicht einmal ein Jahr nach seiner Gründung<br />

gilt das französische Start-up Mistral als<br />

größte europäische KI-Hoffnung. Heute hat das<br />

Jungunternehmen sein neuestes Sprachmodell<br />

„Mistral Large“ vorgestellt. Erste Tests sind vielversprechend:<br />

Womöglich übertrifft das Modell<br />

sogar die Fähigkeiten von ChatGPT – dem bisherigen<br />

Star der KI-Branche.


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 37<br />

Effektive Skalierung des Online-<br />

Stellenmarktes: Wie Verlage das<br />

Henne-Ei-Problem lösen<br />

In der heutigen digitalen Ära<br />

stehen Verlage vor der Herausforderung,<br />

ihre traditionellen<br />

Geschäftsmodelle zu erweitern<br />

und Einnahmequellen in<br />

Rubrikenmärkten, insb. Online<br />

Recruiting, zu stärken. Ein Online-Stellenmarkt<br />

bietet Verlagen<br />

daher die Möglichkeit,<br />

solche Einnahmequellen zu erschließen<br />

und die Marktposition<br />

auszubauen.<br />

Verlage, die den Online-Stellenmarkt<br />

aufbauen oder erweitern<br />

möchten, stehen oft vor einem<br />

klassischen Henne-Ei-Problem:<br />

Was kommt zuerst – die Stellenanzeigen<br />

von Unternehmen<br />

oder die Kandidaten? Dieses Dilemma<br />

kann insbesondere für<br />

Verlage, die traditionell im Printgeschäft<br />

verwurzelt sind, eine<br />

Herausforderung darstellen.<br />

Doch mit einer klugen Strategie<br />

und einem schrittweisen Vorgehen<br />

lässt sich dieses Problem<br />

lösen.<br />

für ihren Stellenmarkt zu<br />

schaffen.<br />

Schritt 2: Einsatz von Performance-Marketing<br />

Nachdem ein solides Fundament<br />

an Stellenanzeigen gelegt wurde,<br />

ist es entscheidend, durch gezielte<br />

Performance-Marketing-<br />

Maßnahmen die Sichtbarkeit<br />

des Online-Stellenmarktes zu<br />

erhöhen und eine relevante<br />

Zielgruppe anzuziehen. SEO-<br />

Optimierung, Suchmaschinenmarketing<br />

und soziale Medien<br />

sind hierbei effektive Werkzeuge,<br />

um potenzielle Bewerber<br />

gezielt anzusprechen und auf<br />

den Stellenmarkt aufmerksam<br />

zu machen.<br />

Schritt 3: Erweiterung des<br />

Produkt-Inventars<br />

dabei von Employer Branding<br />

Kampagnen bis hin zu smarten<br />

Kandidaten-Funnels, die<br />

durch Einbindung von Social<br />

Media Kanälen auch passive<br />

Kandidaten erreichen.<br />

Schritt 4: Spezialisierung und<br />

Anreizsysteme für Medienberater<br />

Eine der größten Herausforderungen<br />

für Verlage besteht<br />

darin, ihre Vertriebsteams<br />

auf die Besonderheiten<br />

des Online-Werbemarktes auszurichten.<br />

Dies erfordert eine<br />

Spezialisierung der Medienberater<br />

auf digitale Produktangebote<br />

und eine Anpassung<br />

der Vergütungsmodelle, um den<br />

Vertrieb von Online-Stellenanzeigen<br />

attraktiv zu machen.<br />

Martin Lenz, CEO<br />

von jobiqo<br />

Schritt 1: Aufbau eines<br />

qualitativen Stellen-Inventars<br />

Der erste Schritt zur Etablierung<br />

eines erfolgreichen Online-<br />

Stellenmarktes besteht darin,<br />

ein umfangreiches und qualitativ<br />

hochwertiges Stellen-Inventar<br />

aufzubauen. Dies erfordert eine<br />

fokussierte Akquise von Stellenanzeigen,<br />

um eine breite Palette<br />

an attraktiven Jobangeboten<br />

präsentieren zu können. Verlage<br />

sollten hierbei ihre bestehenden<br />

Netzwerke und Partnerschaften<br />

nutzen, um eine solide Basis<br />

Es ist essentiell, das Produkt-Inventar<br />

kontinuierlich den sich<br />

wandelnden Trends und Bedürfnissen<br />

im Online Recruiting anzupassen.<br />

Die Zeiten, in denen<br />

klassische Einzelschaltungen<br />

oder Bundles ausreichen, um<br />

den unmittelbaren Bedarf<br />

von Unternehmen zu decken,<br />

reichen nicht aus, um das Umsatzwachstum<br />

sicherzustellen.<br />

Heutzutage verlangen Unternehmen<br />

nach umfassenderen<br />

und strategischen Lösungen, um<br />

sowohl aktive als auch passive<br />

Kandidaten zu erreichen. Diese<br />

Produkt-Möglichkeiten gehen


38 TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE<br />

Quergeschrieben<br />

Wolkig-trübe<br />

drupa-Stimmung<br />

Wir haben weithin eine<br />

vorfrühlingshaft milde<br />

Stimmung was die Wetterlage<br />

Anfang März <strong>2024</strong> betrifft.<br />

Für die grafische Medien-<br />

Branche ist noch immer -<br />

vielleicht etwas länger als der<br />

Kalender es erlaubt - bestenfalls<br />

Spät-Winter mit viel Hoffnung<br />

an einen späteren Frühling.<br />

Wann auch immer…<br />

Die erwartungsvolle Vor-drupa-<br />

Stimmung, immerhin nur alle 4<br />

Jahre stattfindend - ist (noch?)<br />

nicht zu spüren.<br />

Die letzte stattfindende, sehr<br />

erfolgreiche drupa war 2016.<br />

Die Situation 8 Wochen vor<br />

drupa-Beginn in Düsseldorf:<br />

Beim weltweiten Branchenführer<br />

Heidelberger Druckmaschinen<br />

AG ist zu erwarten,<br />

dass die bis Ende März <strong>2024</strong><br />

angekündigte Kurzarbeit fortgesetzt<br />

werden muss.<br />

Wegen fortgesetztem weltweiten<br />

Auftrags-Eingang-<br />

Mangels.<br />

Der Auftragseingang von Heidelberger<br />

Druckmaschinen AG war<br />

im dritten Quartal 2023/<strong>2024</strong><br />

(1. Oktober bis 31. Dezember<br />

2023) um 508 Millionen €<br />

eingebrochen. Der Auftragsbestand<br />

sank um 21 Prozent auf<br />

786 Millionen €.<br />

Darauf ist der Kurs der Heidelberg-Aktie<br />

nach Bekanntgabe<br />

der Quartalszahlen um 92 Cent<br />

pro Aktie eingebrochen.<br />

Ende Februar <strong>2024</strong> lag dieser bei<br />

1,09 € pro Aktie.<br />

Den Mitbewerbern im gleichen<br />

Marktsegment wie Koenig &<br />

Bauer AG geht es im Vergleich<br />

auch nicht besser.<br />

Quo vadis – weltweit bester<br />

<strong>deutsch</strong>er Druckmaschinenbau?<br />

Hoch edle Schweizer Unternehmen<br />

wie Ferag AG und<br />

Müller Martini AG haben<br />

ebenso mit internationalen Absatzproblemen<br />

zu kämpfen.<br />

Am Standort Deutschland ist<br />

das ja, bei den innenpolitischen<br />

Turbulenzen ohne Aussicht auf<br />

Besserung, erklärbar.<br />

Weltweit im Markt zu bestehen,<br />

wird für diese ehemals so erfolgreichen,<br />

wertvollen Unternehmen<br />

immer schwieriger.<br />

Der Deutschland-Bonus, als<br />

ehemalige? Basis höchster<br />

international hochakzeptierter<br />

Qualität, beginnt immer mehr<br />

zu welken.<br />

Der drupa, so viele Jahre<br />

Treffpunkt der weltweiten<br />

Druckindustrie mit hunderttausenden<br />

Besuchern, droht<br />

ein ernüchterndes Ergebnis -<br />

und damit auch der gesamten<br />

grafischen Branche.<br />

Allerdings - die Preise der<br />

drupa-Messe haben noch immer<br />

das gewohnte Höchst-Niveau<br />

was Hotel-Übernachtungspreise,<br />

Standbuchungen etc.<br />

betrifft.<br />

Xerox - als führender, größter<br />

weltweiter Digital-Druck-Anbieter<br />

wird nicht teilnehmen.<br />

Ich hoffe sehr, dass der Branche<br />

es gelingt, Vorfreude auf dieses<br />

endlich wieder erscheinende<br />

Event, nach 8 Jahren Absenz, zu<br />

erzeugen.<br />

Ich freue mich auf Innovationen,<br />

die die drupa <strong>2024</strong> zu früheren<br />

Erfolgen führt und die Auftragsbücher<br />

der Aussteller füllt.<br />

-karma-


TRENDS IN DER MEDIENINDUSTRIE 39<br />

BDZV und HIGHBERG präsentieren Trends<br />

der Zeitungsbranche <strong>2024</strong><br />

Zwei Drittel der Entscheider in Zeitungsund<br />

Digitalpublishing-Unternehmen beurteilen<br />

die kurzfristige Geschäftsentwicklung<br />

eher optimistisch; mittelfristig fallen die Erwartungen<br />

hingegen eher negativ aus. Wichtiger<br />

Treiber ist wie in den Vorjahren das Digitalgeschäft.<br />

Die Unternehmen erwarten eine Verdreifachung<br />

des digitalen Umsatzanteils binnen<br />

fünf Jahren. Die Priorität im laufenden Jahr <strong>2024</strong><br />

liegt beim Wachstum durch Paid Content und der<br />

Digitalisierung bestehender Print-Abonnements;<br />

dabei wird bis 2030 eine deutliche Veränderung<br />

in der anteiligen Zusammensetzung der Abonnements<br />

über Print, E-Paper und Plus deutlich.<br />

Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie<br />

„Trends der Zeitungsbranche <strong>2024</strong>“, die der<br />

Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger<br />

(BDZV) heute in Berlin gemeinsam mit der<br />

Hamburger Unternehmensberatung HIGHBERG<br />

(vormals Schickler) vorgestellt hat.<br />

Der Einsatz von Machine-Learning- und KI-<br />

Tools wird zu einer Effizienzsteigerung durch<br />

Automatisierung führen: 52 Prozent der Befragten<br />

sehen den wichtigsten Hebel oder das<br />

größte Potenzial für effiziente Arbeit in der Automatisierung.<br />

Outsourcing (14%), reine Prozessoptimierung<br />

(14%) und Zentralisierung (10%)<br />

folgen weit abgeschlagen. Potenziale erwarten<br />

die Unternehmen im Kundenservice und in der<br />

Print-Seitenproduktion. Und: Während zwei<br />

Drittel der Befragten planen, KI zur Texterstellung<br />

einzusetzen, soll es keine Vollautomatisierung<br />

in größerem Umfang geben; die Verantwortung<br />

bleibt weiterhin bei der Redaktion. 35 Prozent<br />

lehnen den Einsatz von KI bei der Texterstellung<br />

ganz ab.<br />

© BDZV<br />

Die Studie identifiziert drei Top-Trends<br />

+NEWSTICKER+++NEWSTICKER+++NEWSTICKER+++NEWSTICKER+++NEWSTICKER+<br />

Medien in Österreich<br />

Der bisherige Teamleiter<br />

Human Resources der<br />

„Kleinen Zeitung“, Mario<br />

Renn, wird ab sofort den<br />

Bereich Werbemarkt des<br />

Mediums leiten. Seine<br />

Aufgabenbereiche werden<br />

dabei insbesondere die<br />

Entwicklung neuer und<br />

die Weiterentwicklung<br />

bestehender Medienprodukte<br />

ebenso wie<br />

Vertriebssteuerung und<br />

-transformation umfassen.<br />

Der bisherige Werbemarkt-<br />

Leiter Oliver Bergauer ist<br />

weiterhin für den Verkauf<br />

zuständig.


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muss bleiben<br />

Neue Wege<br />

Print hat sehr<br />

loyale Fans


MELDUNGEN AUS DER LIEFERINDUSTRIE 41<br />

Besucheransturm am Open House von<br />

Müller Martini in China<br />

Mehr als 120 Personen zeigten sich im Rahmen eines Open Houses, das Müller Martini Mitte Januar in<br />

Zusammenarbeit mit dem Kunden Shandong Xinhua Printing veranstaltet hatte, begeistert vom Klebebinder<br />

Publica PRO 15.<br />

Die Besucher des<br />

Open House, das<br />

Müller Martini<br />

gemeinsam mit<br />

seinem Kunden<br />

Shandong Xinhua<br />

Printing am<br />

Standort Jinan veranstaltete,<br />

zeigten<br />

grosses Interesse<br />

für den Klebebinder<br />

Publica PRO 15.<br />

„Eigentlich hatten wir ein Open House im kleinen<br />

Rahmen geplant“, erklärt Sven Olsen, Regionalleiter<br />

Müller Martini Asia Pacific. „Doch die Ankündigung<br />

löste zu unserer grossen Freude einen<br />

regelrechten Besucheransturm aus.“ Schlussendlich<br />

durften Müller Martini und die Buchbinderei<br />

Shandong Xinhua Printing mehr als<br />

120 Besucher am gemeinsamen Open House am<br />

Standort in Jinan begrüssen. Dort wurde einer<br />

der beiden neuen Müller Martini-Klebebinder<br />

Publica PRO 15 von Shandong Xinhua Printing<br />

live präsentiert. Die hochautomatisierte Publica<br />

PRO 15-Linie umfasst Streamfeeder, mehrere<br />

Endverpackungsalternativen, einen Pluton-<br />

Palettierer von Solema und ist mit dem Workflow-<br />

System Connex ausgerüstet. Während der Vorführung<br />

lief die Linie mit einer Geschwindigkeit von<br />

14.000 Exemplaren/Stunde und war dabei mit nur<br />

fünf Personen besetzt. „Die Vorführung war für die<br />

anwesenden Kunden, die aus über 40 der größten<br />

Regierungsdruckereien Chinas einschließlich deren<br />

Top-Management bestanden, ein echter Augenöffner“,<br />

unterstreicht Sven Olsen die Begeisterung<br />

der Besucher. Während der anschließenden<br />

Präsentation wurden der äusserst intensive Auswahlprozess<br />

und die hohen Anforderungen von<br />

Shandong Xinhua Printing hervorgehoben. Gründe<br />

für die Investition in den Publica PRO 15 waren<br />

neben der hohen Produktionsgeschwindigkeit,<br />

der erstklassigen Qualität der Endprodukte und<br />

der hohen Effizienz auch der reduzierte Bedarf an<br />

Arbeitskräften. Denn der Publica PRO 15 wird bei<br />

Shandong Xinhua mit 50 Prozent weniger Personal<br />

betrieben, als Vorgängermodelle. Als Ergebnis<br />

positioniert sich Shandong Xinhua Printing – das<br />

drei Fabriken in der Provinz Shandong (Jinan,<br />

Dezhou und Tai‘an) betreibt und neben den beiden<br />

Publica PRO 15 auch über zwei Hardcover-Linien<br />

Diamant/Collibri, ein Ventura Connect-System,<br />

einen Klebebinder Bolero und eine Anzahl älterer<br />

Müller Martini-Anlagen verfügt – damit an der<br />

Spitze der Druckereien in China und bestätigt<br />

Müller Martini als führenden Anbieter von Qualitäts-Buchbindelösungen.

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