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bonalifestyle-Ausgabe 1 | 2014

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Wie soll man

Wie soll man Wohneigentum besteuern? Primin Bischof Ständerat CVP Einfach oder gerecht? Roberto Zanetti Ständerat SP Gleich vorweg: In meiner Fraktion gehöre ich zu den Wenigen, die «nur» Mieter sind. Dennoch stelle ich mir gelegentlich die Frage, ob ich ein Haus kaufen sollte. Sie kennen die Argumente: Schutz vor Teuerung, keine Mietzinserhöhung, Gestaltungs- und Entfaltungsfreiraum in den eigenen vier Wänden, tiefe Hypothekarzinsen und vor allem: steuerliche Vorteile. Steuerliche Vorteile? Auf den ersten Blick stimmt’s: Grundeigentum, vor allem selbstbewohntes, wird in der Schweiz steuerlich begünstigt. Auf meiner Steuererklärung könnte ich die gesamten Schuldenzinsen für mein Haus vom Einkommen abziehen. Das kann ich als Mieter mit den Schuldenzinsen für mein Auto nicht. Die Kehrseite: Ich müsste dafür den «Eigenmietwert» versteuern, also einen hypothetisches Mietwert meines Hauses. Dieser Deal lohnt sich für Eigentümer nicht, wenn die Zinsen (wie jetzt) lange Zeit tief sind. Soll man Eigenmietwert und Zinsabzug gleichzeitig abschaffen? Dies würde höher verschuldete gegenüber tief verschuldeten Hauseigentümern benachteiligen. Politisches Resultat: Bisher ist alles beim Alten geblieben. Sonstige steuerliche Vorteile? Zwar haben viele Kantone (wie etwa mein Kanton Solothurn) sehr tiefe Katasterwerte, was bei der Vermögenssteuer Grundeigentümer gegenüber Eigentümern von Bargeld, Konti oder Wertschriften bevorteilt. Wenn ich aber mein Haus verkaufe, zahle ich darauf in den meisten Kantonen Handänderungssteuer; wenn ich andere Sachen oder Wertschriften verkaufe, nicht. Deshalb haben einige Kantone, wie Zürich und Solothurn, die Handänderungssteuer neulich abgeschafft. Teuer wird’s, wenn ich mein Haus mit Gewinn verkaufe: Dann zahle ich eine (sehr hohe) Grundstücksgewinnsteuer. Auf allen anderen Gegenständen und Wertschriften gibt es dagegen keine private Kapitalgewinnsteuer. Unter dem Strich: Als Mittelstandspolitiker setze ich mich dafür ein, dass Wohneigentum breiter gestreut wird, sei es zum Familienwohnen, als reine Anlage oder als Altersvorsorge. Deshalb muss die Besteuerung von Wohneigentum massvoll bleiben. Meinung Die beiden Solothurner Ständeräte äussern sich in jeder Ausgabe zu einem aktuellen Thema. HEUTE Besteuerung von Wohneigentum Auf Seite 2 der Steuererklärung muss ich mein Einkommen um den Eigenmietwert meiner Wohnung erhöhen, auf Seite 3 der Steuererklärung kann ich die Schuldzinsen abziehen. Wäre das nicht auch einfacher und gerechter zu haben? Indem ich die Hypothekarzinsen auf meinem Wohneigentum vollständig abziehen kann, wird steuerrechtlich die Fiktion schuldenfreien Wohneigentums geschaffen. Ob ich hohe oder tiefe Schuldzinsen auf meinem Wohneigentum zahle, fällt bezüglich Einkommenssteuern nicht ins Gewicht. Ich kann die Schuldzinsen so oder so vollumfänglich vom Einkommen abziehen. So wird die steuerliche Gleichbehandlung von Wohneigentümern garantiert. Wer hohe Schuldzinsen bezahlen muss, dem bleibt weniger zum Leben. Also soll er auch weniger Steuern bezahlen. Wer tiefe oder keine Schuldzinsen bezahlen muss, dem bleibt mehr zum Leben. Also soll er auch mehr Steuern bezahlen. Mit dem Schuldzinsenabzug wird also unter den Wohneigentümern dem Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Nachachtung verschafft. Wie steht es mit der steuerlichen Gleichbehandlung zwischen Eigentümern und Mietern? Als Mieter kann ich meinen Mietzins nicht vom steuerbaren Einkommen abziehen. Ein Wohneigentümer und ein Mieter mit gleichem Einkommen würden also bezüglich Einkommenssteuer gleich behandelt, obwohl das verfügbare Einkommen des Mieters um den Mietzins reduziert ist. Dass über den Schuldzinsenabzug Wohneigentümer bezüglich Einkommenssteuer fi ktiv schuldenfrei gemacht werden, haben wir oben gesehen. Um dem Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auch im Verhältnis zwischen Wohneigentümern und Mietern nachzukommen, bedarf es also einer Korrektur.Ein Mietzinsabzug für Mieter würde zu untragbaren Steuerausfällen auf allen staatlichen Ebenen führen und kommt deshalb nicht in Frage. Die Aufrechnung eines sehr moderaten Eigenmietwertes als Ersatz für eingesparte Wohnkosten scheint deshalb ganz vernünftig. Zugegeben: Besonders einfach ist das nicht, aber doch einigermassen gerecht! 6 7 LIFESTYLE bona

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