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bonalifestyle-Ausgabe 1 | 2017

LIFESTYLE HANDARBEITEN

LIFESTYLE HANDARBEITEN Ursula Kaiser verkauft in ihrem Laden «Wolle Aarberg» auserlesene Produkte und auch klassische Sockenwolle. Es sind nicht ausschliesslich die wunderschönen Farben, Qualitäten oder Strickmodelle, die den Laden von Ursula Kaiser so einzigartig machen, vielmehr sind es ihr Engagement, ihre Kenntnisse und der Service, den sie ihren Stammkunden bietet. «Heute kann Qualität nur durch exklusiven Service bestehen», ist Ursula Kaiser überzeugt. Sie sieht sich als eine freundschaftliche Beraterin ihrer Kundinnen. Ja, essind tatsächlich immer noch vor allem weibliche Wollfans, die stricken oder häkeln. Und sie kommen von weit her: «Es freut mich, dass ich heute auf eine grosse Stammkundschaft weit über die Region hinaus zählen kann.» Das Credo der Kundinnen in dieser exklusiven Nische: Wer heute Erfahrung im Leben und beim Handarbeiten hat, gönnt sich etwas Spezielles, etwas mit nachhaltiger Geschichte und aussergewöhnlicher Verarbeitung. «Wolle ist ein Naturprodukt und sollte auch bei der Verarbeitung nachhaltig behandelt werden».Dass ein Klüngel Wolle oder Garn auch mal richtig teuer werden kann, ist bei den Kundinnen kein Thema. Kennerinnen wissen um die Herstellung,umdie Raffinesse und Vorzüge, die eine edle Wolle vereint. Werbei Ursula Kaiser einkauft, weiss, dass das ausgewählte Material aus dem gleichen Farbbad kommt. Wichtige Finessen, die beim Wollverkauf ausschlaggebend sind. Doch was, wenn die gefragte Menge aus dem gleichen Farbbad nicht mehr vorhanden ist? Dann sei das gute Netzwerk unter den Schweizer Wollläden gefragt, sagtUrsula Kaiser. Dann wirdgesucht, was fehlt. Irgendwo sei immer noch ein Restsortiment mit der gleichen Vergangenheit, aus demselben Farbbad aufzufinden. «Mein Mann ist mein hoch geschätzter ‹Woll-Kurrier›, erist pensioniert und als leidenschaftlicher Velofahrer gerne unterwegs. Er fährt in der ganzen Schweiz umher und holt die heiss begehrten Klüngel ab. Mal mit dem Velo, mal mit dem Zug und dem Velo –ohne seine Unterstützung würde das Geschäft nicht funktionieren.» Als Unternehmerin in einem Nischenmarkt kennt Ursula Kaiser die Vorlieben ihrer strickenden Kundschaft. Und wenn sie an grossen Messen im Ausland ist, kauft Ursula Kaiser auch spezifische Garn- oder Wolle- Kollektionen ein. Nicht nur im urbanen Ausland boomt Selbstgestricktes –inBerlin, Hamburg und München eröffnen Nähcafés, treffen sich Strickzirkel, formieren sich Häkelstammtische –auch in der Schweiz sind Trendmaschen en vogue. www wolle-aarberg.ch 54 55 LIFESTYLE bona