Download - Alpenpark Karwendel

karwendel.org

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Karwendel Touren 2

Band 5 Wanderungen im Rißtal

Koordinationsstelle Alpenpark Karwendel

Abteilung Umweltschutz, Amt der Tiroler Landesregierung


Das Schutzgebiet Tirols

Der Alpenpark Karwendel geht auf eines der ältesten Schutzgebiete

der Ostalpen (1928) zurück. Er umfasst eine Fläche von 730 km2 und

setzt sich aus 3 Naturschutz-, 2 Ruhe- und 6 Landschaftsschutzgebieten

zusammen. Mit dem bayerischen Naturschutzgebiet Karwendel

und Karwendelvorgebirge bildet er ein Schutzgebiet von 920 km2 – das größte der Nördlichen Kalkalpen. Mit dieser beachtlichen Fläche

ist der Alpenpark Karwendel das wichtigste Schutzgebiet von Tirol

und hat einen wesentlichen Anteil zum Erhalt und Schutz der

Lebensräume heimischer Tiere und Pflanzen.

Der Alpenpark dient großflächig dem Schutz

• der gesamten Natur

• der Landschaft und der Lebensräume

• der Vielfalt der Pflanzen und Tiere

• der Eigenart und Schönheit der Bergwelt

• der Ruhe- und der Erholungswirkung der Natur

Zum Schutz des Alpenparks und seiner einmaligen

Natur beachten Sie bitte:

Pflücken Sie keine Blumen, damit sich auch der nächste Wanderer

an ihrer Schönheit erfreuen kann.

Entnehmen Sie keine Tiere, Pflanzen oder Pilze, da jedes einzelne

Lebewesen einen wichtigen Bestandteil des Naturhaushaltes

darstellt.

Bleiben Sie auf den markierten Wegen! Wegabschneider im steilen

Gelände tragen wesentlich zur Erosion bei. Tiere gewöhnen

sich leichter an Menschen, die immer dieselben Wege einhalten,

und werden somit kaum gestört.

Nehmen Sie ihren Hund an die Leine, da bereits in unmittelbarer

Wegnähe verschiedenste Tiere leben und ihre Jungen aufziehen.

Stellen Sie Ihr Auto ausschließlich auf den gekennzeichneten

Parkplätzen ab und niemals im freien Gelände, auf Bergweiden

oder Waldböden.

Bleiben Sie mit dem Mountainbike nur auf den dafür vorgesehenen

Routen.

Um das Schutzgebiet Alpenpark Karwendel in seiner einmaligen

Naturschönheit und Vielfalt auch für zukünftige Generationen zu

erhalten, ist unser aller Unterstützung nötig. Vielen Dank für Ihren

persönlichen Beitrag!


Wanderungen im Rißtal

Vorwort ........................................................................ 2

■ Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden

Binsalm ........................................................................ 3

Enger Grund ............................................................ 4

Tortalalm .................................................................... 5

Rontalalm .................................................................. 6

Hasentalalm .............................................................. 7

Grasbergalm .............................................................. 8

Coburg Kapelle in Hinterriß .......................... 9

Jungfernsprung .................................................... 10

Kaiserhütte und Weitgriesalm ...................... 11

ZumGasthaus Herzoglicher Alpenhof .... 12

■ Touren mit einer Dauer von bis zu drei Stunden

Plumsjochhütte .................................................... 13

Tölzerhütte .............................................................. 14

Falkenhütte ............................................................ 15

Lamsenjochhütte ................................................ 16

Gramaialm Hochleger ...................................... 17

Vorderskopf ............................................................ 18

■ Touren mit einer Dauer von bis zu sieben Stunden

Fereinalm (Krinner-Kofler-Hütte) ............ 19

Karwendelhaus ...................................................... 20

Fleischbank ............................................................ 21

■ Die klassische Karwendeltour .... 22

Stichwortverzeichnis ........................................ 23

Informationseinrichtungen ............................ 25


Herzlich Willkommen

im Alpenpark Karwendel!

Der Alpenpark Karwendel, zählt zu einem der schönsten

Schutzgebiete der gesamten Alpen. Um den Besuchern einen

Überblick über die vielfältigen Wandermöglichkeiten zu geben,

wurden in diesem Band die wichtigsten Wanderrouten im

Rißtal zusammengestellt.

Dies erfolgte zur leichteren Orientierung nach der dafür

benötigten Zeit, außerdem sind für die jeweiligen Routen

Verlängerungsmöglichkeiten angeführt. Als zusätzliche Hilfe

finden Sie am Ende ein Stichwörterverzeichnis, das Sie schnell

und unkompliziert zu den wichtigsten Örtlichkeiten der

angeführten Routen führt. Für alle Wanderer empfiehlt sich

unbedingt das Mitführen einer detaillierten Wanderkarte.

Schöne Stunden im Alpenpark Karwendel wünscht Ihnen

Günter Haselwanter

Koordinationsstelle Alpenpark Karwendel

2 www.karwendel.org


Binsalm Hochleger mit Übergang zur Lamsenjochhütte

Binsalm

Den Ausgangspunkt der Tour bildet der Parkplatz Eng (P10).

Von dort aus führt die Forststraße auf die Engalm und

weiter in einem großen Bogen zur Binsalm. Sie liegt auf einer

Höhe von 1502 m und ist von Ende Mai bis zum Mitte

Oktober bewirtschaftet. Es wird gutbürgerliche Küche und

eine Übernachtungsmöglichkeit geboten. Die Dauer der Wanderung

beträgt zirka eine Stunde.

Eine Variante führt ab dem Parkplatz Eng (P10) zunächst auf

einem stark ansteigenden Wandersteig und dann auf der

Forststraße hinauf zur Binsalm. Diese Möglichkeit benötigt

45 Minuten. Eine Verlängerung der Tour wäre zur Lamsenjochhütte

beziehungsweisezur Gramaialm Hochleger möglich

(nähere Angaben siehe S. 16/17).

Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden

3


Rast vor der Wanderung mit Blickrichtung Engergrund.

Enger Grund

Ausgehend von dem Parkplatz

Eng (P10) geht man

auf die Engalm und von dort

führt ein breiter, fast ebener

Weg entlang des Engergrund-Baches

bis zum Talschluss,

dem Engergrund.

Durch das sanfte Gelände ist

dieser Wanderweg besonders

für Ausflüge mit Kindern geeignet.

Man benötigt dafür

ungefähr eine Stunde.

Der Anfang dieser Wanderung

führt entlang des „Naturlehrpfades

Eng“, zu dem eine Broschüre im

Infozentrum Karwendel in Hinterriß

erhältlich ist.

4 Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden


Tortalalm

Vom Ortsende Hinterriß (P2) führt die Forststraße ins

Tortal. Entlang des Torbaches gelangt man gemütlich aufsteigend

auf die Toralm, die an den wilden Torwänden im

idyllischen Talboden liegt. Die benötigte Zeit beträgt

annähernd eine Stunde.

Eine Weiterführung der Tour verläuft vorbei am Tortal Hochleger

und riesigen Wandfluchten zwischen Grabenkar- und

Talelespitze hinauf zur Torscharte. Der Abstieg läuft mit

vielen Kehren an den gewaltigen Nordabstürzen vorbei zur

Rontalalm. Von dort aus gelangt man dann wieder nach

Hinterriß. Unterwegs kann man Almprodukte erwerben, sofern

man in der Almsaison unterwegs ist. In Hinterriß gibt es

zusätzlich zwei Gasthäuser (Gasthof Post und Cafe Klösterle)

zur Verpflegung und Unterkunft hungriger Wanderer. Die

Gehzeit für diese Tour beträgt insgesamt fünf Stunden.

Die Tortalwände (hier vom Infozentrum Karwendel Hinterriß aus

gesehen) besitzen die höchsten Wandfluchten im Alpenpark Karwendel.

Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden

5


Rontalalm

Von Hinterriß (P1) führt die Almstraße gemütlich ansteigend

auf den Klausboden. Anschließend verläuft der Weg entlang

dem Bach zur Rontalalm, die auf 1260 m Höhe liegt. Für

diese gemütliche familienfreundliche Wanderung benötigt

man eine Stunde.

Eine Weiterführung der Tour ist über die Torscharte auf

1815 m ins Tortal und zurück nach Hinterriß möglich. Genauere

Angaben siehe Tortalalm. Zusätzlich könnte man von

der Rontalalm aus auf die Rappenspitze gehen, wofür man

ungefähr eineinhalb Stunden benötigt.

Tipp: Die Touren Tortalalm und Rontalalm (siehe Seite 5)

können sehr gut miteinander verbunden werden und ergeben

eine schöne Rundwanderung.

6 Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden


Hasentalalm

Vom Parkplatz Hagelhütten (P8) aus geht man bis zum

Niederleger auf dem Fahrweg. Weiter führt der Weg auf einem

Wandersteig, der sich vorbei am Mittelleger hinaufschlängelt

zum Hochleger der Hasentalalm. Für diese Wanderung

werden zirka eindreiviertel Stunden benötigt.

Eine mögliche Variante bildet von dort aus die Tour auf den

Kompar, der 2010 m hoch ist. Für ganz fleißige Wanderer

gibt es noch die Möglichkeit, vom Kompar aus weiter auf

dem Grat zu wandern vorbei an Grasbergsattel, Grasbergjoch,

Hölzelstaljoch und nach dem Fleischbank zurück ins Tal

Richtung Alpenhof, oder noch weiter übers Schönalmjoch

zur Tölzer Hütte (Übernachtungsmöglichkeit). Man kann

auch von der Hasentalalm über das Satteljoch mit 1935 m

auf die Plumsjochhütte gehen und dann wieder ins Tal

zurückkehren.

Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden

7


Grasbergalm

Ausgangspunkt ist der Parkplatz Laliderertal (P6), von dem aus

man ungefähr 300 m dem Rißbach aufwärts folgt. Dann

zweigt man von der Asphaltstraße ab und geht links hinauf

zur Karlalm (1182 m). Weiter führt der Wandersteig zur

1528 m hoch gelegenen Grasbergalm. Der Zeitraum für die

Tour beträgt zwei Stunden. Eine Variante führt vom Parkplatz

Kreuzbrücke (P5) hinauf zum Weitkargraben, nach dem

man bald auf denselben Weg gelangt, der auch bei der vorhin

genannten Tour genutzt wird.

Die Grasbergalm kann als Ausgangspunkt vieler weiterer

Touren dienen. So ist es beispielsweise möglich, über den

Kompar zur Plumsjochhütte weiter zu gehen. Außerdem kann

man das Grasbergjoch und das Hölzelstaljoch zum Fleischbank

auf dem Grat wandern, anschließend dann zum

Alpenhof und damit ins Tal zurückkehren.

8 Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden


Coburg Kapelle in Hinterriß

Ausgangspunkt ist das Infozentrum Karwendel in Hinterriß.

Am Parkplatz links erreicht man nach zirka 150 m die

Coburg Kapelle – Grabstätte der H.R.H. Duchesse of

Albany. Sie war die Schwiegertochter der Königin Victoria

von England und deren Gemahl Albert von Sachsen Coburg.

Sie verstarb im Schloss in Hinterriß und wollte dort begraben

werden. An der Vorderfront der Kapelle finden sich zwei

Figuren aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Links die

Heilige Katharina, rechts die Heilige Barbara. An der linken

Seite der Kapelle befindet sich der kleine Friedhof mit einem

Denkmal aus England, ein Kreuz aus Granit mit der Inschrift:

Born February 17. 1861

Died September 1. 1922

In loving memory of H.R.H.

Helen Duchesse of Albany

Prinzessin zu Waldeck und

Pyrmont.

Die Kapelle wurde errichtet

von Herzog Carl Eduard im

Jahr 1923. An der Kapelle

lädt eine Bank zur herrlichen

Sicht ins Rißtal und auf die

Rißer Falken ein. Hinter der

Kapelle befindet sich eine Tafel mit Informationen über die

Geschichte der Jagd und eine Ortsgeschichte von Hinterriß

von der Koordinationsstelle Alpenpark Karwendel.

Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden

9


Der Jungfernsprung ist vom Infozentrum Karwendel in Hinterriß

relativ schnell erreichbar.

Jungfernsprung

Ausgangspunkt ist das Infozentrum Karwendel in Hinterriß.

Weiter bis zum Parkplatz Rontalalm. Vor dem Parkplatz links

weg auf der Forststraße zirka 140 m entlang, dann am Steinmandl

auf einem Pfad rechts hoch gehen. Nach weiteren zirka

150 m erreicht man den „Jungfernsprung“. Hier befindet sich

eine Bank mit einem Marienbild. Von dort aus bietet sich

dem Wanderer ein herrlicher Blick auf die Klamm und den

Wasserfall ins Tortal. Achtung: Die Wand fällt steil ab – keine

Sicherung!

10 Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden


Von Hinterriß zur Kaiserhütte oder Weitgriesalm

Richtung Vorderriß vor der 2. Brücke links ab – Schild Richtung

Vordersbachau. Weiter bis zur 1. Abzweigung, rechts abbiegen

und entlang dem Rißbach wandern. Nach zirka

45 Minuten auf der Schotterstraße

erreicht man einen Steg

mit Geländer über den Rißbach.

Von dort sind es nur noch

zirka 350 Meter bis zur Einkehr

Kaiserhütte (Weitgriesalm).

Beachten Sie bitte die besonderen

Vorschriften zum Schutz des Flussuferläufers

im Rißtal.

Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden

11


Das Alpencafe Eng vom Weg zum Gumpenjöchl aus gesehen

Zum Gasthaus Herzoglicher Alpenhof

Nach dem kleinen Parkplatz beim Feuerwehrhaus links über

die Brücke wandern. Auf der linken Seite sieht man das Jagdschloss,

erbaut 1840 von Karl Fürst von Leiningen-Amorbach

Miltenberg. 1846 verkauft an Herzog Ernst II von

Sachsen-Coburg-Gotha, später an Carl Eduard von Sachsen-

Coburg-Gotha. Das Schloss wurde 1964 an einen Privatmann

verkauft und ist jetzt dem Verfall preisgegeben.

Beim Schloss rechts abbiegen, vorbei am so genannten

Herzoghaus (früher herrschaftliches Jagdhaus, jetzt privat)

führt eine Schotterstraße abwärts. Nach zirka 25 Gehminuten

erreicht man die Hauptstraße Richtung Eng.

Weiter zirka 400 m auf der Hauptstraße zum Gasthaus

Herzoglicher Alpenhof.

12 Touren mit einer Dauer von bis zu zwei Stunden


Plumsjochhütte

Ausgangspunkt ist der

Parkplatz Hagelhütten

(P8), von dem aus

man über die Brücke

auf dem Steig wandert.

Nach zirka einer

halben Stunde erreicht

man die Forststraße und gelangt dann zum Plumsalmniederleger.

Ab dort besteht die Wahl zwischen der schmalen

Fahrstraße und dem niedriger, am Hang verlaufenden

Wandersteig. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden Gehzeit

erreicht man die Plumsjochhütte auf 1630 m Höhe. Sie ist

vom 13. Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet und bietet

auch eine Übernachtungsmöglichkeit.

Ab der Plumsjochhütte kann man eine Gratwanderung zur

Tölzerhütte unternehmen. Im Zuge dessen gelangt man zum

Grasbergjoch (2020 m), Hölzelstaljoch (2012 m) und dem

Fleischbank (2026 m). Auch die Mondscheinspitze (2106 m)

ist von dort aus für geübte Wanderer erreichbar. Sie ist ein

herrlicher Aussichtspunkt mit Blick auf den Achensee und

ins Rofangebirge.

Eine andere Variante führt auf der Forststraße hinunter zur

Gernalm und anschließend nach Pertisau am Achensee. Dafür

benötigt man zirka zwei Stunden.

Weiters ist noch die Tour über das Satteljoch (1935 m) auf die

Hasentalalm und den Parkplatz Hagelhütte zu nennen, wofür

man drei Stunden benötigt. Für geübte Wanderer besteht

noch die Möglichkeit nach Süden zu gehen und die Bettelkarspitze

(2268 m) zu besteigen.

Touren mit einer Dauer von bis zu drei Stunden

13


Von der Tolzerhütte ist der Scharfreiter in kurzer Zeit erreichbar

Tölzerhütte

Ab dem Parkplatz Leckbach (P) spaziert man die Forststraße

hinauf, die in einen Wanderweg über geht. Nach zweieinhalb

Stunden Gehzeit wird die Tölzerhütte erreicht. Sie liegt auf

1825 m Seehöhe und ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober

bewirtschaftet und bietet auch eine Übernachtungsmöglichkeit.

Von der Tölzerhütte aus kann man den Schafreuter

besteigen, der mit seinen 2100 m einen Aussichtsberg bildet,

von dem aus man zu den bayrischen Seen bis nach München

sehen kann. Um diese Aussicht genießen zu können, muss

man eine halbe Stunde gehen.

Es kann auch eine Gratwanderung zur Plumsjochhütte

unternommen werden. Sie ist eine der schönsten Gratwanderungen

im Karwendel mit abwechselndem Blick ins

Bächental und Rißtal samt Vomper Kette. Dabei kommt man

vorbei an Baumgartenhochleger, Ochsentalalm, Schönalmjoch

(Abstieg nach Hinterriß möglich), Fleischbank, Grasbergalm

(Abzweigung Weg nach Hagelhütten), Kompar (Weg zur

Hasentalalm und Hagelhütten), und schlussendlich dem

Satteljoch. Die Gesamtgehzeit beträgt dabei neun Stunden.

14 Touren mit einer Dauer von bis zu drei Stunden


Falkenhütte

Vom Parkplatz Eng (P10) aus geht man über das Hohljoch

unterhalb der Laliderer Wände zur Falkenhütte. Dafür

werden eineinhalb Stunden benötigt. Die Falkenhütte ist

von Mitte Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet und ist mit

Betten ausgestattet.

Eine Variante zu dieser Tour führt durch das Johannistal (Ausgangspunkt

P4 oder P2) auf den Kleinen Ahornboden und

von dort aus über die Ladizalm auf die Falkenhütte (Gehzeit

viereinhalb Stunden). Oder man wählt eine andere Möglichkeit,

und geht durch das Laliderertal auf der Forststraße zur

Lalidereralm und auf dem Wandersteig weiter zur Falkenhütte

(Gehzeit drei Stunden).

Die spektakuläre

Lage der Falkenhütte

vor den

Lalidererwänden

ist absolut

„erlebenswert“.

Eine Verlängerung der Tour wäre der Gang auf den Mahnkopf

zu dem man über einen steilen Wandersteig gelangt. Er ist

ein schöner Aussichtsberg und 2100 m hoch. Folgt man dem

Grat weiter gelangt man auf den Steinfalk (2348 m). Die

Gehzeit beträgt zweieinhalb Stunden. Zudem kann auch der

Weg über den Kleinen Ahornboden zum Karwendelhaus

eingeschlagen werden (Gehzeit zweieinhalb Stunden).

Touren mit einer Dauer von bis zu drei Stunden

15


Lamsenspitze mit Weg in die Eng

Lamsenjochhütte

Beginnend beim Parkplatz Eng (P10) wandert man zur Engalm

und dann in einem weiten Bogen zur Binsalm. Dann

geht’s auf dem Wandersteig weiter vorbei am Westlichen Lamsenjoch,

bis man nach insgesamt drei Stunden Gehzeit die

Lamsenjochhütte (1953 m) erreicht. Sie ist von Mitte Juni

bis Mitte Oktober bewirtschaftet und bietet Betten an.

Der Aufstieg auf die Lamsenspitze (2508 m) kann entweder

über den Brudertunnel, einem schwierigen Klettersteig, oder

mittels des Steiges über die Schotterrinnen (ebenfalls Klettersteig,

der durch Stahlseile gesichert ist) erfolgen. Diese Tour

nimmt eineinhalb Stunden in Anspruch.

Geht man drei Stunden lang zunächst zwischen dem Hochnissel

und dem Rauher Knöll hindurch zur Stallenhütte

(1346 m, bewirtschaftet) und dann auf dem Fahrweg weiter

gelangt man nach Stans. Für kulturell Interessierte bietet sich

ein Besuch von Schloss Tratzberg an, in dessen Jagdsaal man

das ausgestopfte Haupt des letzten im Karwendel erlegten

Bären besichtigen kann.

16 Touren mit einer Dauer von bis zu drei Stunden


Gramaialm Hochleger

Vom Parkplatz Eng (P10) geht man bergauf zur Engalm und

dann zur Binsalm. Danach wandert man links auf dem

steilen Wanderweg zur Gramaialm Hochleger. Sie liegt auf

1733 m Seehöhe und ist von Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet.

Die Gehzeit beträgt zweieinhalb Stunden.

Als weitere Wanderung bietet sich die Ersteigung des Sonnjochs

an. Es ist ein schöner Aussichtsberg den man auf einem

leichten Gratsteig nach einer dreiviertel Stunde erreicht. Zusätzlich

wäre noch die Tour über die Gramaialm (1263 m)

und Falzturnalm (1089 m) nach Pertisau zu nennen, für die

man etwa drei Stunden benötigt.

Winzig klein liegt unter dem Sonnjoch die Gramaialm, die von

Pertisau gut erreichbar ist.

Touren mit einer Dauer von bis zu drei Stunden

17


Der Vorderskopf im Winter vom Scharfreiter aus gesehen.

Vorderskopf

Südlich der Weitgriesalm zweigt eine Forststraße ab, der man

nach Süden folgt. Hat man die Überschreitung des Sattelgrabens

hinter sich, geht man bergan in den Wald. Der nun

eingeschlagene Weg führt steil weiter entlang des Grabens

und wird schon früh von der Sonne beschienen. Hat man die

Jagdhütte am Sattel erreicht, geht es in Richtung Norden auf

den Vorderskopf. Nach etwa drei Stunden erreicht man den

Gipfel, der nicht etwa von Felsen gebildet wird, sondern von

einem kleinen, grasbewachsenen Plateau. Eine Variation

führt vom Parkplatz Rontal (P1) auf der Forststraße bis zur

Jagdhütte, vor der man rechts abbiegen muss. Nach einigen

Serpentinen endet der Weg, und man hat noch 20 Minuten

auf einem Steig zurückzulegen, bis der Gipfel erreicht ist.

18 Touren mit einer Dauer von bis zu drei Stunden


Fereinalm (Krinner-Kofler-Hütte)

Auf der Forststraße von Hinterriß (P1) aus geht man bis

zur Vordersbachau und weiter durch den Stiftswald bis zur

Staatsgrenze, der entlang und dann über den Bach auf den

Forstweg zur Fereinalm, die man nach vier Stunden Gehzeit

erreicht. Sie ist von Juni bis Ende September bewirtschaftet,

mit Betten ausgerüstet und 1414 m hoch gelegen.

Eine Variante zu dieser Tour führt über die Rontalalm auf

die Rappenspitze (1835 m) und auf einem schmalen, eher

schwierigen Wandersteig zur Fereinalm.

Weiterführend könnte man über die Aschaueralm gemütlich

auf der Forststraße nach Mittenwald gehen.

Touren mit einer Dauer von bis zu sieben Stunden

19


Die Johannisbachmündung mit anschließender Schlucht stellt einen

der landschaftlichen Höhepunkte dieser Wanderung dar.

Karwendelhaus

Vom Parkplatz Johannistal (P4) geht man oberhalb einer

schönen wildromantischen Schlucht ins Johannistal und

diesem folgend bis zum Kleinen Ahornboden. Dann geht der

Weg weiter nach Westen und nach vier Stunden erreicht man

das Karwendelhaus, das unterhalb der Birkkarspitze liegt. Es

ist von zirka 15. Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet und mit

Betten ausgerüstet.

Geht man im Süden das Schlauchkar hinauf, kann man den

höchsten Berg des Karwendels besteigen, die Birkkarspitze

mit 2749 m Seehöhe. Der letzte Teil der zweieinhalbstündigen

Tour ist etwas schwieriger und sollte nur von geübten

Wanderern in Angriff genommen werden. Der Rückweg

verläuft über den Brendelsteig, der an der Ödkarspitze vorbei

führt, zurück zum Karwendelhaus.

Die Fereinalm erreicht man, wenn man über das Bärenalpl

und den Bärensteig wandert. Die Gehzeit dafür beträgt für den

teilweise schlecht markierten Steig vier Stunden.

20 Touren mit einer Dauer von bis zu sieben Stunden


Fleischbank

Vom Parkplatz am Beginn des Johannistales (P4) aus geht

man ein Stück talauswärts der Straße entlang, bis man den

Wegweiser Schönalm erreicht. Von da an geht man über die

Wiese, bis man den Steig, der in Serpentinen den Berg

hinaufführt, erreicht hat. An der Jagdhütte Steilegg vorbeiwandernd

kommt der Fleischbank in Sicht. Ist sein Gipfel

erreicht, sind kaum noch Höhenmeter zu bewältigen. Knapp

unterhalb des Kammes geht es weiter vorbei am Grasbergjoch

zum Grasbergsattel. Bei der Grasbergalm geht es wieder

hinunter ins Tal, wo man zur Kreuzbrücke gelangt. Anschließend

muss noch das letzte Stück auf der Straße zurückgelegt

werden. Die Gehzeit beträgt sieben Stunden.

Touren mit einer Dauer von bis zu sieben Stunden

21


Die klassische Karwendeltour

Sie hat ihren Beginn in Scharnitz und führt durch das Karwendeltal

vorbei an der Larchetalm und dem Karwendelhaus.

Hat man dem Kleinen Ahornboden hinter sich, kommt als

nächstes Ziel die Falkenhütte am Fuß der Laliderer Wände.

Dann geht es hinunter zur Engalm und wieder hinauf zur

Binsalm bis die Lamsenjochhütte erreicht wird. Anschließend

kommt noch gemütlich absteigend die Gramaialm und die

Falzturnalm bevor schließlich Pertisau, der Endpunkt, in Sicht

ist. Alle genannten Hütten sind bewirtschaftet und bieten

eine Übernachtungsmöglichkeit. Für die ganze Karwendeltour

benötigt man zwei bis drei Tage.

22 Die Klassische Karwendeltur: Zwei bis Drei Tage


Seehöhe (m)

2.500

2.250

2.000

1.750

1.500

1.250

1.000

750

Pertisau

westl.

Lamsenjoch

Hohljoch Spielissjoch Hochalmsattel

Engalm

Kleiner

Ahornboden

Scharnitz

500

0 5 10 15 20 25 30 35 40 45

Weglänge (km)

Die Klassische Karwendeltur: Zwei bis Drei Tage

23


24

Stichwörter

Bächental 14

Bärenalpl 20

Bettelkarspitze 13

Binsalm 3, 16, 17, 22

Birkkarspitze 20

Brudertunnel 16

Coburg Kapelle 9

Eng 3, 4, 9, 12, 15, 16, 17, 22

Enger Grund 4

Falkenhütte 15, 20, 22

Fereinalm 19, 20

Fleischbank 7, 8, 13, 14, 21

Gramaialm Hochleger 3, 17

Grasbergalm 8, 14, 21

Grasbergjoch 7, 8, 13, 21

Hasentalalm 7, 13, 14

Herzoglicher Alpenhof 12

Hohljoch 15

Hölzelstaljoch 7, 13

Johannistal 15, 20, 21

Jungfernsprung 10

Karlalm 8

Karwendelhaus 15, 20, 22

Karwendeltour 22

Kaiserhütte 11

Kleiner Ahornboden 15, 20, 22

Kompar 7, 14

Ladizalm 15,20

Laliderer 8, 15, 19, 22

Lamsenjochhütte 3, 16, 22

Mahnkopf 15

Mondscheinspitze 13

Ochsentalalm 14

Sicherheit

Ödkarspitze 20

Pertisau 13, 17, 22

Plumsalmniederleger 13

Plumsjochhütte 7, 8, 13, 14

Rappenspitze 6, 19

Rontalalm 5, 6, 10, 19

Schafreuter 14

Scharnitz 22

Schloss Tratzberg 16

Schönalmjoch 7, 14

Steinfalk 15

Steinmandl 10

Talelespitze 5

Tortal 5, 6, 10

Tortalalm 5, 6

Tölzerhütte 13, 14

Vorderskopf 18

Weitgriesalm 11, 18

Die Touren führen teilweise in alpines Gelände. Für alle Wanderungen

sind Trekking- oder Wanderschuhe erforderlich.

Passen Sie die Wahl der Kleidung an die jeweilige Witterung

an und vergessen Sie nicht, einen Regenschutz einzupacken.

Proviant nach Bedarf und bei den Wanderungen ausreichend

zu trinken (mindestens einen Liter). Vergessen Sie auch nicht

Ihren Fotoapparat, den Filmapparat oder ein Fernglas – es

gibt mehr zu schauen, als man denkt!


Informationseinrichtungen

Koordinationsstelle Alpenpark Karwendel, Abteilung Umweltschutz,

Amt der Tiroler Landesregierung, Eduard Wallnöfer Platz 3,

A-6020 Innsbruck, Tirol; Sekretariat: Tel. +43-(0)512-508-3452,

Fax +43-(0)512-508-3455, E-Mail: info@karwendel.org

Weitere Informationen erhalten Sie unter

dem Alpenpark Karwendel Service

Telefon:+43-(0)664-5587364.

Laufend aktualisiert bietet Ihnen auch

die Homepage des Alpenpark Karwendel

– www.karwendel.org – eine Fülle

von nützlichen Informationen rund um

das größte Naturschutzgebiet der Ostalpen

sowie eine Vielzahl von Serviceund

Download-Angeboten.

Infozentrum Karwendel in Hinterriß

• Infozentrum Karwendel in Hinterriß

Nr. 14, A-6215 Hinterriß

Tel. +43-(0)5245-250

E-Mail: info@karwendel.org

• Die genauen Öffnungszeiten

erfahren Sie beim Alpenpark

Karwendel Service Telefon

+43-(0)664-5587364

Infozentrum Karwendel in Scharnitz

• Innsbrucker Straße 282

A-6108 Scharnitz

Tel. +43-(0)5213-5270

Fax +43-(0)5213-5557

E-Mail: info@karwendel.org

• Die genauen Öffnungszeiten

erfahren Sie beim Alpenpark

Karwendel Service Telefon

+43-(0)664-5587364

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Umweltschutz,

Koordinationsstelle Alpenpark Karwendel | Für den Inhalt verantwortlich: Günter Haselwanter.

Quellen: Rother Wanderführer, Der Urlaubsberater Vomp Hinterriß Eng | Karten: tiris – Tiroler Raumordnungs-Informationssystem

| Fotos: Günter Haselwanter, Otto Leiner, LFD | Grafik: Helmut Mangott

Druck: Raggl Digital Graphic Print, Innsbruck | Gedruckt auf umweltfreundlichem, chlor- und säurefrei

gebleichtem Papier | 2. Auflage: 1000 Stück © Juli 2005.


Band 1: Karwendel-Geschichte(n)

Band 2: Ökologische Episoden

Band 3: Der Berg-Ahorn im Karwendel

Band 4: Wanderungen in der Umgebung von Scharnitz

Band 5: Wanderungen im Rißtal

Band 6: Naturlehrpfad „Großer Ahornboden“

Band 7: Salzberg und Saline Hall i.T.

Band 8: Naturlehrpfad Scharnitz – (Hoch)Zirl

Schutzgebühr: € 2,–

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