Modul: Umwelt und Abfall Baustein: Papier

awb.emsland.de

Modul: Umwelt und Abfall Baustein: Papier

Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Baustein: Papier

27

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

1. Papiersammlung (Hausaufgabe vom Vortag), Papierprodukte allgemein, verschiedene

Papiersorten

2. Papieruntersuchungen mit einfachen Mitteln, Papyrus-Pflanzaktion

3. Informationen zum Thema Papier (Quiz: Frage-Antwort)

4. Unterrichtsgang zum Papiercontainer bzw. Wertstoffhof in der näheren

Schulumgebung

Altpapiersammlung auf unterschiedliche Weise in den Schulen andiskutieren

und evtl. umsetzen

5. Papierverwertung – Altpapier – Papier schöpfen – Arbeitsgänge in einer

Papieraufbereitungsanlage – Produktpalette

6. Bauen mit Papier

7. Tipps zur Absenkung des Papierverbrauchs

Inhalt

28

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Die Schüler sollen .....

• erkennen, dass in der umweltfreundlichen Schule Papier als wertvoller

Rohstoff so sparsam wie möglich benutzt, verbrauchtes Material gesammelt

und der Wiederverwertung zugeführt wird.

• eine Bestandsaufnahme über Menge und Art des verwendeten Papiers

vornehmen und mögliche Gründe für dessen Benutzung erforschen.

Papieruntersuchungen mit einfachen Mitteln durchführen und erkennen,

dass Papier eine Faserrichtung hat, saugfähig ist etc.

• sich auf Erkundungsgängen über Recyclingmöglichkeiten informieren.

• den Vorgang der Papierverwertung mit Hilfe des Papierschöpfens nachvollziehen

und auf die Arbeitsgänge innerhalb einer Papieraufbereitungsanlage

übertragen können.

• durch „Bastelarbeiten” ihr recyceltes Papier bzw. Altpapier und Pappe

wiederverwerten.

Papiermaterial für eine umweltfreundliche Schultasche zusammenstellen.

• sich in Form von Projekten bzw. Workshops mit diesem Thema auseinandersetzen,

z.B. Papier in einer umweltfreundlichen Schule.

Lernziele

29

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Schächter, Markus Mittendrin - Eine Abfuhr für den Müll

Wolfgang Mann-Verlag GmbH , 1990

ISBN 3-926740-26-4

Moras, Ingrid Die neue Papprollenspielkiste

Christophorus-Verlag Freiburg

VDP Verein Deutscher Papierfabriken

Adenauerallee 55

53113 Bonn

Tel. 02 28-2 67 05-0

(Anforderung von Info-Material und Video)

FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht

16-mm Film, Dauer 15 Min., Farbe

„Industrielle Papierherstellung”

(ausleihbar über die Kreisbildstelle)

Literaturverzeichnis

30

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Papier ist zeitlos

Papier ist geduldig

Papier ist vielfältig

Papier ist kein Einwegprodukt

Papier ist Zukunft

Papier ist Leben

! Papierherstellung hat eine lange Tradition. In Deutschland begann ihre

Geschichte vor rund 600 Jahren mit der Gründung der ersten Papiermühle in

Nürnberg.

Ohne Papier ist von der Entwicklung über die Produktion bis zum Verkauf kein

Industrieerzeugnis mehr denkbar. Fast 90 % des in Deutschland eingesetzten

Papiers werden für Kommunikation genutzt.

2.Jh. v. Chr. : Früheste Papierfunde in Zentralchina.

105 v. Chr. : Der Chinese Tsai Lun erfindet das Papier.

bis 12. Jh. : Ausbreitung der Papierherstellung im gesamten

islamischen Kulturbereich.

12. Jh. : Die arabische Technik der Papierherstellung gelangt

nach Spanien.

13. Jh. : Fabriano (Italien) wird Zentrum europäischer

Papierherstellung.

1390 : Gründung der 1. deutschen Papiermühle in

Nürnberg durch Ulman Stromer.

Ende 17. Jh. : Entwicklung des „Holländers” in den Niederlanden.

1774 : Chlor kommt für die Papierbleiche zur Anwendung.

! Die Ursprünge des Papiers reichen bis vor die Zeitwende zurück. Bis dahin

schrieb man auf Steinen, Ton- und Wachstafeln, Holz, Tierhäuten und

Pergament. Die Erfindung des Papyrus in Ägypten war bereits ein großer

Fortschritt. Dazu wurde das gleichnamige Sumpfgras in Streifen geschnitten,

übereinander gelegt, gehämmert und geglättet.

Informationen rund

um das Papier

Papiergeschichte –

Ein Chinese, ein paar

Lumpen und der

Beginn einer einzigartigen

Karriere

31

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Sicher ist, dass Papier bereits 60 v. Chr. bekannt war. Als Faserstoffe dienten

den Chinesen Bast, Chinagras, Baumwolle und altes Textilgewebe, auch

Hadern genannt.

Die erste deutsche Papiermühle wurde 1390 in Nürnberg gegründet. Bei der

mittelalterlichen Papierherstellung wurden die Hadern (Lumpen) von Hand zerstückelt,

in Wasser eingeweicht, einem Fäulnisprozess unterworfen und zerstampft.

Dieses Zwischenprodukt kam stark verdünnt in Bütten und wurde mit

feinen Sieben herausgeschöpft. Die noch nassen Papierbogen wurden

gepresst und in Tierleim getaucht, damit man sie hinterher besser mit Tinte

beschreiben konnte.

Bereits ab 1680 wurden die Fasern in Holland mit einer Mahlmaschine, dem

„Holländer”, aufgeschlossen. 1799 dann erfand der Franzose Nicolas Louis

Robert das mechanische Sieb und schuf so die Voraussetzung für die

Entwicklung moderner Papiermaschinen. Eine weitere bahnbrechende Idee

hatte der Weber Friedrich Gottlob Keller im Jahre 1843. Durch Schleifen von

Holzprügeln stellte er unter Wasserzugabe Faserstoff her. Die industrielle

Papierproduktion konnte beginnen.

! Die Hauptzutaten für Papier sind Faserstoffe, Hilfsstoffe und Wasser. Jeder

Faserstoff, auch der in Deutschland mengenmäßig wichtigste Rohstoff

Altpapier, wird ursprünglich einmal aus Holz gewonnen. Die Zellstoff- und

Papierherstellung nutzt überwiegend Holz, für das andere Industrien wenig

Verwendung haben – z.B. Holzreste aus Sägewerken oder Holz, das bei der

nachhaltigen Bewirtschaf-tung der Wälder anfällt.

! Mit dem sogenannten Aufschlussverfahren kann man Holz in seine Fasern zerlegen.

Geschieht dies mechanisch, entsteht Holzstoff, chemischer Aufschluss

erzeugt Zellstoff. Je schonender das Verfahren, desto fester wird später das

Endprodukt Papier.

Holzstoff wird in zwei Verfahren produziert. Beim Holzschliffverfahren werden

Holzprügel unter Zugabe von heißem Wasser an einen rotierenden Schleifstein

gepresst. Die rauhe Oberfläche löst aus dem Holz unversehrte Fasern und

Fasernbruchstücke heraus.

Beim thermomechanischen Refiner-Verfahren setzt man vor dem Schleifen im

Refiner zusätzlich heißen Dampf ein. Das Holz wird schonender zerlegt, und

man erzeugt so mehr unzerstörte Einzelfasern.

Papierherstellung –

eine einfache

Rezeptur für alles

Papier der Welt

Mit ein paar Tricks

kann man das Holz

aufschließen

32

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Aus Zellstoff hergestelltes Papier nennt man holzfreies Papier. Den Zellstoff,

einen besonders hochwertigen Faserstoff, erhält man, wenn aus dem Holz

Stoffe wie Harze und Lignine herausgelöst werden, durch die das Papier vergilben

würde. Dazu wird das Holz im Kocher chemisch aufgeschlossen.

! Um einen dauerhaften weißen Faserstoff zu erhalten, muss man ihn bleichen.

Das Thema Zellstoffbleiche ohne Chlor ist technologisch gelöst; z.B. durch

den Einsatz von Sauerstoff und Wasserstoffperoxid. Darüber hinaus arbeiten

die Zellstoffhersteller an immer neuen, umweltverträglicheren Bleichverfahren.

! Altpapier ist der in Deutschland mengenmäßig wichtigste Rohstoff für die

Herstellung von Papier, Karton und Pappe.

Das Altpapier wird in der Aufbereitungsanlage zunächst aufgelöst und zerfasert.

Dazu dient der Stofflöser oder Pulper, der wie ein riesiger Küchenmixer

arbeitet. Störenden Unrat sortiert man in verschiedenen Stufen mechanisch

aus. In einer De-inking-Anlage wird das Papier weitgehend von alten

Druckfarben befreit. In der Flotationszelle (Flotation = Aufschwimmverfahren)

werden mit Wasser, Natronlauge und Seife die Druckfarben mechanisch von

den Fasern gelöst. Durch Einbringen von Luft wird Seifenschaum erzeugt. Die

wasserabstoßenden Druckfarben lagern sich zusammmen mit der Seife an

Luftbläschen an, steigen an die Oberfläche und können abgesaugt werden.

Die Fasern büßen durch den Aufbereitungsprozeß leider an Qualität ein.

Frische Fasern werden zugefügt, um mit den älteren wieder ein Blatt bilden zu

können. Das geht bis zu fünfmal. Dann müssen die abgearbeiteten Fasern ausgeschleust

werden. Würde man keine Frischfasern einsetzen, wäre mehrfaches

Recyceln von Papierfasern gar nicht möglich.

! Für die Papierherstellung benötigt man eine Vielzahl spezieller Maschinen.

Eine Standardpapierfabrik gibt es nicht. Im Prinzip lässt sich das gesamte

Verfahren in vier Bereiche unterteilen: Stoffaufbereitung, Papierherstellung,

Ausrüstung sowie in vielen Fällen auch Veredelung. Entweder Holzstoffe

und/oder Zellstoff und/oder die Sekundärfaser Altpapier werden je nach

Sorten in verschiedenen Kombinationen mit Wasser versetzt und in die

Stoffbereitung gepumpt. Mehrfach gereinigt und gemahlen, gelangt der Faser-

Wasser-Mix anschließend in die Stoffzentrale, um hier endgültig fein abgemischt

zu werden. In der Stoffzentrale werden der Faser-Wasser-Mischung

Füll- und Hilfsstoffe zugegeben, die der Verbesserung der Papierqualität dienen.

Wichtigster Füllstoff ist Kreide oder Kaolin (Porzellanerde), beides natürlich

vorkommende, unlösliche Pigmente. Der Stoffauflauf verteilt die stark mit

Wir machen aus Holz

holzfreies Papier

Bleichverfahren

Aufbereitung von

Altpapier

Papierherstellung

33

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Wasser (99%) verdünnte Fasermischung gleichmäßig auf die gesamte Breite

der Maschine. Auf dem Sieb lagern sich die Fasern neben- und aufeinander

ab. Die noch wenig feste Papierbahn wird durch mechanischen Druck in der

Pressenpartie weiter entwässert, dabei mittels eines saugstarken, endlosen

Filztuches zwischen Walzen durchgeführt, bis sie schließlich in die

Trockenpartie gelangt. Hier läuft die nun schon festere Papierbahn (ca. 50%

Restfeuchte) dann erstmalig freitragend über die Trockenzylinder, wo das restliche

Wasser verdampft wird. Zuletzt wird die fertige Papierbahn auf einen

Stahlkern, den Tambour, aufgewickelt.

! In den mitteleuropäischen Ländern steht der Altpapiereinsatz im Vordergrund.

Die Industrie baut aus politischen Gründen eher auf die Recyclingtechnik. So

wird die einmal aus Holz gewonnene Papierfaser möglichst oft genutzt bzw. zu

neuen Papierprodukten verarbeitet. Ein Rohstoff wie Altpapier gehört im

Prinzip nicht auf die Mülldeponie. Wiederverwertung statt Beseitigung stellt

einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz dar und ist ein gutes Beispiel, dass

sich Ökonomie und Ökologie ideal ergänzen.

Recycling funktioniert auf Dauer nur, wenn immer wieder frische Fasern zum

Einsatz kommen. Rund 56% Altpapier werden in Deutschland derzeit bei der

Papierherstellung eingesetzt und dienen als Rohstoff für viele Produkte aus

Papier, Karton und Pappe. Hauptziel ist dabei, die einmal aufgearbeitete Faser

so lange wie möglich im Papierkreislauf zu halten.

! Voraussetzung dafür ist ein erprobtes Altpapiersammelsystem – und das funktioniert

in Deutschland schon seit Jahrzehnten. Mit der Menge (9,7 Millionen

Tonnen) kann man das Münchener Olympiastadion fünfeinhalbmal bis an den

Rand füllen.

Altpapier ist in Deutschland der für die Papierfabrikation mengenmäßig wichtigste

Rohstoff. Die Qualität des Neupapiers hängt vor allem von der Qualität

des Altpapiers ab.

Bei jedem Recycling-Vorgang werden die Fasern kürzer, bis sie sich

schließlich nicht mehr zu einem Blatt binden können. Ohne die Zufuhr von frischen

Fasern könnte man den Recyclingkreislauf gar nicht aufrechterhalten.

Der Altpapiermarkt kennt über 40 Standard-Altpapiersorten.

! Die Papierindustrie hat sich freiwillig selbst verpflichtet, bis zum Jahr 2000 eine

Wiederverwertungsquote von 60 % zu ereichen.

Irgendwann kann die Faser nicht mehr aufbereitet werden. Doch damit hat sie

noch längst nicht ausgedient: Sie kann energetisch verwertet werden. Die

europäische Zellstoff- und Papierindustrie hat in den meisten ihrer Heizkraftwerke

die Kraft-Wärme-Kopplung verwirklicht.

Neben Dampf wird in ihnen auch Strom erzeugt. Die dabei entstehende Asche

kann wiederum in der Baustoffindustrie verarbeitet werden.

Umweltgerechtes

Handeln prägt die

europäische

Papierindustrie

9,7 Millionen Tonnen,

die 1994 nicht auf

dem Müll landeteten

Ziele der deutschen

Papierwirtschaft

34

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Nachhaltige

Waldbewirtschaftung: Der Wald wird genutzt, aber nicht verbraucht.

Holzreste-Verwertung: Die Zellstoff- und Papierindustrie nutzt das Holz, das nicht als

Schnittholz verwendet werden kann.

Recyclingfähigkeit: Die Papierindustrie produziert seit jeher wieder verwertbare

Erzeugnisse.

Wassereinsatz: Die Zellstoff- und Papierindustrie hat die Verfahren zur

Abwassersäuberung, zur Wasserrückgewinnung und zu einer

Mehrfachnutzung weit entwickelt und verfügt heute über praktisch

geschlossene Wasserkreisläufe.

Energieeinsatz: Die Kraftwerke der Zellstoff- und Papierhersteller arbeiten zu

über 2/3 in Kraft-Wärme-Kopplung zur maximalen Energienutzung.

Die energetische Nutzung von Reststoffen und

Abfällen deckt 10 % des Energiebedarfs.

Recycling: Nach Gebrauch der Papiererzeugnisse werden die Fasern

durch die stoffliche Wiederverwertung von Altpapier zurückgewonnen.

Verwertung der Die Produktionsreste werden energetisch genutzt oder andere

Reststoffe: Industriezweigen als Rohstoff zugeführt.

Bindung von CO 2: Das im Papier gebundene Kohlendioxid ist Teil der geschlossenen

Kohlendioxid-Bilanz. Das bei der energetischen

Nutzung von Papier freigesetzte Kohlendioxid wird von den

Wäldern wieder aufgenommen. Nachhaltig betriebene

Forstwirtschaft setzt damit kein zusätzliches Kohlendioxid frei.

Im Übrigen nimmt der Waldbestand in allen westlichen

Industriestaaten seit Jahrzehnten zu.

! Neue Technologien ermöglichen drastische Einsparungen. Die Zellstoff- und

Papierproduzenten westlicher Industriestaaten gehören zu den sparsamsten

Wasserverwendern. Durch weitgehend geschlossene Wasserkreisläufe wird

das Wasser bis zu zehnmal wieder verwendet. So werden heute für die

Herstellung von 1 kg Papier durchschnittlich 18 l benötigt. 1974 waren es noch

47 l. Das entspricht einer Abnahme um rd. 60 %.

Die deutschen Papierhersteller leiten keine ungeklärten Abwässer in Flüsse.

Die einen reinigen ihr Abwasser in kommunalen Kläranlagen, die anderen in

eigenen Anlagen systematisch in mehreren Stufen. Das Abwasser enthält gelöste

und ungelöste organische Substanzen (Ligninverbindungen und

Faserstoffe) sowie gelöste und ungelöste anorganische Substanzen (Salze und

Pigmente). In der ersten – der mechanischen und chemischen

Reinigungsstufe – werden Salze ausgefällt und mit den gelösten Substanzen

zurückgehalten. In der zweiten – der biologischen Reinigungsstufe – bauen

Mikroorganismen unter Zugabe von Luft und Nährstoffen die organischen

Stoffe ab. Das Ergebnis: nahezu 100 % reines Wasser.

Das Kreislaufsystem

Papier besteht aus

acht Hauptelementen

Weniger Wasser ist

mehr: In 20 Jahren

wurden 60 % eingespart!

35

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Die Papierindustrie unterscheidet Papier, Karton und Pappe nach Einsatz- und

Verwendungszwecken in vier Gruppen: Papier, Karton und Pappe für Verpakkungen,

grafische Papiere (Druck- und Pressepapiere, Büro- und Administrationspapiere),

Hygienepapiere sowie Papiere und Pappen für technische und

spezielle Verwendungszwecke.

Vom Briefmarkenpapier bis zum Faltschachtelkarton gibt es Papier für jede

Verwendung, insgesamt mehr als 3000 Sorten. Und da Papier immer wieder

neue Bedürfnisse erfüllen muss, werden immer neue Sorten entwickelt.

Grafische Papiere

Diese Papiere, die hauptsächlich der Übermittlung von Informationen dienen,

teilen sich in Druck- und Pressepapiere sowie Büro- und

Administrationspapiere.

Druck- und Pressepapiere

Ein Teil dieser Papiere wird mit Streichauftrag veredelt, um besonderen

Anforderungen beim Druckbild entsprechen zu können. Druck- und Pressepapiere

dienen vorwiegend der Herstellung von Zeitungen und Zeitschriften,

aber auch der Produktion von Katalogen und Büchern, Kalendern,

Telefonbüchern oder Geschäftsberichten. Das Papier dieser Sorten kann bis

zu 100 % aus Altpapier bestehen. Die durchschnittliche Altpapiereinsatzquote

für Zeitungs- druckpapier in Deutschland liegt derzeit bei rund 98%.

Büro- und Administrationspapiere

Dies sind Druck- und Schreibpapiere, die vorwiegend in Büros, Verwaltungen

und Schulen verwendet werden. Dazu gehört z.B. Kopierpapier, Telefaxpapier,

Endlospapier, Durchschlagpapier, Löschpapier, Briefumschlagpapier, Büttenpapier,

Postkartenkarton, Plakatpapier, Wertmarkenpapier und Banknotenpapier.

Bei diesen Papiersorten werden sowohl Primär- als auch Sekundärfasern

eingesetzt – je nachdem, welchen Zweck sie erfüllen müssen.

Hygienepapiere

Die Gruppe der Hygienepapiere wird sowohl für die Industrie als auch für den

Verbraucher durch die ständig steigenden hygienischen Anforderungen immer

wichtiger. Zur Produktgruppe der Hygienepapiere gehören vor allem Papiertaschentücher,

Toilettenpapier, Kosmetiktücher, Küchentücher, Tissue-Tücher,

Zellstoffwatte, Babywindeln u.v.m. Viele Produkte unter den Hygienepapieren

werden mit einem hohen Altfaseranteil produziert.

Technische- und Spezialpapiere

Ohne Papier würde kein Auto fahren (Benzinfilter), Kaffee kaum gefiltert werden,

würde keine Zigarette brennen. Hierfür und für unzählige weitere

Aufgaben gibt es die sogenannten technischen Spezialpapiere.

Dazu gehören unter anderem Spezialerzeugnissse wie Dekorpapier,

Fotorohpapier, Baupapier und -pappe, Kondensatorpapier, Tapetenrohpapier,

Zeichenpapier, Aquarellpapier, Zigarettenpapier, Filterpapier, Buchbinderpappe,

Kofferpappe, Schuhpappe, Bierdeckelkarton sowie Pappmaschee.

Papiersorten gibt es

viele.

36

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Zeitung Löschpapier Küchenrolle

Illustrierte gefärbter Karton Versandtasche

Briefpapier Wellpappe Geschenkpapier

Findest Du noch mehr Papierarten ?

Merksatz: Jeder Bundesbürger verbraucht im Jahr ca. 76 kg Papier. Es gibt

ungefähr 3000 verschiedene Papiersorten. Papier ist einer der ältesten

Werkstoffe des Menschen und unentbehrlich. Papier ist wesentlicher

Informationsträger für Schrift und Bild.

Papiersammlung

37

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Nimm eine alte Zeitung und reiße zuerst von oben nach unten, danach waagerecht.

Beobachtung: Die Zeitung lässt sich in Richtung von oben nach unten glatt und

gerade reißen. Jedoch seitlich ergeben sich schräge oder

gezackte Risse.

! Nimm die beiden Ränder einer alten Zeitung zwischen Daumen- und

Zeigefinger und ziehe sie unter mäßigem Druck die Fingernägel entlang.

Beobachtung: Von oben nach unten (Faserrichtung) bleibt der Rand glatt, quer

dazu wird er hingegen wellig oder reißt ein.

Faserrichtung

Faserrichtung

Papieruntersuchungen

mit einfachen Mitteln

I.

Einreissprobe

II.

Fingernagelprobe

38

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Nimm eine Seite der Zeitung und befeuchte sie mit Wasser.

Beobachtung: Eine Zeitung nimmt eine bestimmte Menge Wasser auf. Das restliche

Wasser bleibt auf der Zeitung stehen. Die Zeitung wölbt sich.

! Nimm eine alte Zeitungsseite und wiege sie. Befeuchte dann diese Seite wie

nach obigem Versuch und wiege nochmals.

Trockengewicht:

Nassgewicht:

Ergebnis: Die Differenz zwischen Nass- und Trockengewicht ergibt das

Wassergewicht.

Merke dir: Eine Zeitung besteht aus Fasern, die bei der Verarbeitung in eine

bestimmte Laufrichtung ausgerichtet werden. Sie bestimmt die

Papiereigenschaften.

III.

Befeuchtungsprobe/

Saugfähigkeit

IV.

Wiegeprobe

39

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! 1. Für jeden Schüler nehmen wir einen Pflanzstengel und schneiden ihn auf

ca. 10 cm Länge.

2. Die Blätter des Blattquirles werden auf ca. 7 cm Durchmesser gekürzt.

3. Ein Aquarium mit Wasser füllen und die Stengel mit den Blattquirlen so

hineinstecken, dass 2 bis 4 cm des Stengels aus dem Wasser ragen.

4. Das Aquarium benötigt einen sonnigen Platz auf der Fensterbank.

Das verdunstende Wasser fülle jeweils nach.

5. Nach 14 Tagen etwa wirst du kleine weiße Wurzeln entdecken; nun ist es

Zeit, die Stengel einzupflanzen.

6. Papyrus pflanzt man in eine Mischung aus Sand und Kies und füllt zum

Schluss das Aquarium wieder mit Wasser auf.

7. Papyrus ist eine Sumpfpflanze und sollte immer im Wasser stehen.

Merke dir: Der Begriff Papier leitet sich von dem Wort „Papyrus” ab. Vor ca.

4000 Jahren gelang es den Ägyptern, aus dem Inneren des langen

Stengels Papier herzustellen. Dazu wurde das Innere des Stengels in

dünne Streifen geschnitten und auf einer feuchten Unterlage kreuzweise

übereinander gelegt und anschließend gehämmert. Den

Klebstoff für das Blattgefüge lieferte das Mark des Stengels. Die

Schreibseite des Bogens wurde dann geglättet und mit einer Art

Kleister beschichtet.

Papyrus-Pflanzaktion

40

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

1. Wann fand die erste Papierfabrikation in Deutschland statt?

1210 1300 1390

2. Welchen Ausgangsstoff verwendete man früher zur

Papierherstellung?

3. Nenne drei Beschreibstoffe, die früher genutzt wurden!

4. Welches Ausgangsmaterial liefert den wichtigsten Faserrohstoff?

5. Welches Holz liefert die längeren Fasern, Nadel- oder Laubholz?

6. Wie oft kann Papier recycelt werden?

7. Schätze den Pro-Kopf-Verbrauch an Papier, Pappe und Karton der

Bundesbürger von 1995!

76 kg 120 kg 190 kg

8. Wie hoch ist der Wasserverbrauch im Schnitt bei der Herstellung von

1 kg Papier?

5-10 l 10 - 15 l 15 - 25 l

9. Wie viele Papiersorten gibt es in Deutschland?

1000 2000 3000

10. Welche Bleichmittel kommen bei der Papierherstellung zum Einsatz?

11. Nach Angaben des VDP (Verein Deutscher Papierfabriken) kamen

1997 wieviel Mio. Tonnen Papier und Karton aus

deutschen Papierfabriken?

8 10 16

12. Wieviel Mio. Tonnen Altpapier haben die deutschen Papierfabriken

1995 eingesetzt?

2 5 7

Papier-Quiz

41

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

1. Wann fand die erste Papierfabrikation in Deutschland statt?

1390

2. Welchen Ausgangsstoff verwendete man früher zur

Papierherstellung?

Hadern (Lumpen), Papyrus

3. Nenne drei Beschreibstoffe, die früher genutzt wurden!

Steine, Ton-, Schiefer- und Wachstafeln, Holz, Tierhäute,

Pergament

4. Welches Ausgangsmaterial liefert den wichtigsten Faserrohstoff?

Holz (Zellstoff)

5. Welches Holz liefert die längeren Fasern, Nadel- oder Laubholz?

Nadelholz

6. Wie oft kann Papier recycelt werden?

3 - 6 mal, danach sind die Fasern zu kurz

7. Schätze den Pro-Kopf-Verbrauch an Papier, Pappe und Karton der

Bundesbürger von 1995!

190 kg

8. Wie hoch ist der Wasserverbrauch im Schnitt bei der Herstellung von

1 kg Papier?

15 - 25 l

9. Wie viele Papiersorten gibt es in Deutschland?

3000

10. Welche Bleichmittel kommen bei der Papierherstellung zum

Einsatz?

Chlor (Tendenz abnehmend), Sauerstoff, Wasserstoffperoxid

11. Nach Angaben des VDP (Verein Deutscher Papierfabriken) kamen

1997 wieviel Mio. Tonnen Papier und Karton aus deutschen

Papierfabriken?

16 Mio.t

12. Wieviel Mio. Tonnen Altpapier haben die deutschen Papierfabriken

1995 eingesetzt?

7 Mio.t

Papier-Quiz

42

Lehrerkontrollblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Schule: Papierkorb im Klassenzimmer

Schulhof:

Sammelplatz in der Gemeinde:

Der Weg des

gebrauchten Papiers

43

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Sortieranlage

Gepresste Ballen

mit sortiertem Papier

Transport zur

Sortieranlage

Papierprodukte

Papierfabrik

Wertstoff-Laster

Papierprodukte

herstellen

44

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Ich darf die Zeitung in den Papiercontainer werfen.

Ich darf die Cola-Dose nicht in den Papiercontainer werfen.

Ich darf das Schreibheft

Ich darf die Bananenschale

Ich darf die Plastiktüte

Ich darf die Zeitschrift

Ich darf den Karton

Überlege, was man in

den Papiercontainer

werfen darf?

45

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Material: alte Zeitungen, Schöpfrahmen, Wanne, Küchenmixer, Nudelholz,

Vliestücher

! Zur Herstellung der Papiermasse dienen alte Zeitungen, die in kleine Schnipsel

zerrissen und über Nacht in Wasser eingeweicht werden.

Der Faserbrei (ein Drittel Zeitung und zwei Drittel Wasser) wird unter

Zuhilfenahme eines Küchenmixers zerkleinert.

Der so vorgefertigte Papierbrei wird in eine Schöpfwanne gegeben und mit so

viel Wasser aufgefüllt, bis eine dickflüssige Konsistenz erreicht ist.

! Der Schöpfrahmen ist mit einem Fliegengitter aus Kunststoff oder Aluminium

bestückt.

Die Pulpe wird nochmals sorgfältig umgerührt. Der Schöpfrahmen wird dann

schräg eingetaucht. Dabei lässt man so viel Papierbrei auffließen, bis das

Fliegengitter bedeckt ist.

Danach das anhaftende Wasser abtropfen lassen.

! Das mit Papierbrei belegte Fliegengitter wird nun auf eine Vliesunterlage abgelegt.

Zum Schutz des Schöpfgutes wird ein weiteres Kunststoff-Fliegengitter

aufgelegt. Das zwischen zwei Vliestüchern befindliche Schöpfgut wird mit

einem Nudelholz (erstmalig ist Vorsicht geboten) vom anhaftendem Wasser

befreit. Dabei sind die Vliestücher ständig auszuwringen und wieder einzusetzen.

Zum Schluss, wenn das Papier ausreichend gepresst wurde, entfernt man

es vom Fliegengitter.

Anschließend wird das Papier getrocknet.

Wir schöpfen Papier

Herstellen der Pulpe

Das Schöpfen

Das Pressen

46

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Setze in der richtigen Reihenfolge diese Wörter ein:

gemahlen, getrocknet, Mixer, Hand, Langsieb, aufgerollt, geglättet, getrennt,

gepresst

1. Zunächst werden die groben Fremdstoffe von

______________ getrennt.

2. Im _______________________ wird das Papier

mit viel Wasser aufgelöst.

3. Anschließend wird der Brei von Büroklammern,

Klebstreifen und anderen Fremdstoffen

________________ und dann_______________.

4. Der Papierbrei wird auf einem ________________

weitergefördert.

Er wird __________________ und das Wasser

fließt ab.

5. Das Papier läuft dann über viele Walzen und wird

___________________.

6. Das fertige Papier wird __________________ und

7. auf große Walzen _________________________.

Aus Altpapier wird

neues Papier.

47

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Setze in der richtigen Reihenfolge diese Wörter ein:

gemahlen, getrocknet, Mixer, Hand, Langsieb, aufgerollt, geglättet, getrennt,

gepresst

1. Zunächst werden die groben Fremdstoffe von

Hand

______________ getrennt.

Mixer

2. Im _______________________ wird das Papier

mit viel Wasser aufgelöst.

3. Anschließend wird der Brei von Büroklammern,

Klebstreifen und anderen Fremdstoffen

getrennt gemahlen

________________ und dann_______________.

Langsieb

4. Der Papierbrei wird auf einem ________________

weitergefördert.

Er wird __________________

gepresst

und das Wasser

fließt ab.

5. Das Papier läuft dann über viele Walzen und wird

getrocknet

___________________.

6. Das fertige Papier wird __________________

geglättet

und

aufgerollt

7. auf große Walzen _________________________.

Aus Altpapier wird

neues Papier

48

Lehrerkontrollblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Durch den Einsatz von Altpapier als Rohstoff kommt es zu einer Reduzierung

der Umweltbelastungen bei der Papierherstellung.

Hoher Frischwasserverbrauch und eine hohe Abwasserbelastung werden der

Papierindustrie nachgesagt.

Gerade bei der Zellstoffherstellung (chemisches Aufschlussverfahren der

Holzfasern) ist ein besonders hoher Frischwasserbedarf zu verzeichnen.

Die Wasserbelastung lässt sich durch die Verwendung von Altpapier als

Rohwertstoff erheblich reduzieren.

Zudem wird wesentlich weniger Energie verbraucht als bei der Herstellung von

weißem Papier aus Zellstoff.

Verbrauchswerte für 1 kg Papier (200 Blatt DIN A 4)

Zellstoff Altpapier

Holz 2000 g kein Holz

Wasser 250 l 15 - 25 l

Energie 8 kwh 2 kwh

Vorteile des

Papierrecyclings

49

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Das selbstgeschöpfte Papier wird mit der Papiersammlung verglichen.

Unterschiede werden festgestellt und schriftlich fixiert.

Daran könnte sich eine Entdeckungsreise in den eigenen Schulranzen / bzw.

Laden der näheren Umgebung anschließen.

! Du weißt jetzt: Reines Umweltschutzpapier hat eine rauhe Oberfläche und eine

deutlich graue Farbe. Es lässt sich nicht für jede Aufgabe benutzen. Mit Hilfe

von Entfärbung durch Bleichen und Oberflächenglättung, Zusatz von

Bindemitteln werden die Einsatzmöglichkeiten vergrößert bzw. erweitert.

Produktpalette

Arbeitsauftrag

Tafeltext

50

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Diese Papierbrücke

hat nicht gehalten.

Können diese Papiersäulen

eine schwere Schultasche

tragen?

Dieser Papiertisch trägt kaum

sein eigenes Gewicht.

Bauen mit Papier

Wie man mit Papier

stabile

Konstruktionen

herstellen kann

51

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Reiße dir mit den Fingern einige Figuren aus und lege sie auf die

Fläche des Tageslichtprojektors. Stelle sie zu einem Schattenbild

zusammen und erzähle dazu eine Geschichte

Schattenbilder

52

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Ausschneiden, Querstreifen um den Zeigefinger wickeln und dort

mit einem Klebestreifen oder einer Büroklammer befestigen.

Zeigefinger mit dem ausgeschittenen Kopf auf den eingeschalteten

Tageslichtprojektor legen – und an der Wand erscheint die

„Schattenpuppe”. Was haben die Schattenpuppen zu erzählen?

Schattenpuppen

53

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Teile ausschneiden, auf den Tageslichtprojektor legen und zu einer

Schattenkulisse zusammenstellen. Wo spielt die Geschichte?

Schattenkulissen

54

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Papiermaschee bedeutet eigentlich Papierbrei. Es ist eine Technik, bei

der wir mit Kleister vermischtes Papier verarbeiten. Diese Technik wurde

vor langer Zeit von den Chinesen erfunden. Noch heute werden in Asien

schönste Schmuckstücke aus Papiermaschee hergestellt.

1. Zeitungspapier zerreißen. Die Stücke

sollen nicht größer als ein 10-Pfennig-

Stück sein.

3. Das Wasser gut mit den Händen oder

durch ein Sieb ausdrücken.

5. Erprobe, wie du aus Papiermaschee

Tiere, Schalen, Kerzenhalter, Obst für

den Kaufmannsladen oder Figuren formen

kannst.

2. Papierschnipsel einweichen; am

besten in heißem Wasser einen Tag

stehen lassen.

4. Gib dicken Kleister dazu und verrühre

ihn mit der Papiermasse. Nun musst

du alles wie einen Kuchenteig sorgfältig

und lange durchkneten.

6. Nach dem Trocknen glättest du die

Oberfläche mit Sandpapier, malst die

Figuren an und schützt sie mit Klarlack.

Papiermaschee

herstellen

55

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Material: Papprollen (Toilettenpapier- und Haushaltspapier), Schere,

Kleber, Reste von Wellpappe

Ausführung: Zuerst wird ein rundes Stück Karton (Durchmesser 15 cm) ausgeschnitten.

Darauf werden die vorbereiteten Papprollen in unterschiedlichen

Höhen aufgeklebt (siehe Abb.).

(Kopf)

(Arme 2x)

Schreibtisch-

Utensilien-Känguru

56

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

57

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! Vogelfedern, Raufasertapete, Holzscheiben, Knäckebrot usw., die eine

strukturierte Oberfläche besitzen, eignen sich für eine Frottage.

Du brauchst: Bleistift und Papier (Viel Spaß)

58

Frottage

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

! • Kopieren: Recyclingpapier einsetzen, nur für die jeweilige Klassenstärke

kopieren, Kopierverbrauch einschränken

• alle Hefte vollschreiben, Papiere beidseitig beschriften, keinen großen

Rand lassen

• Listen mit Hinweisen zur Anschaffung von umweltfreundlichem Arbeitsmaterial

rechtzeitig vor Schulanfang bekanntgeben

• Schulbücher selbst mit Umweltpapier einschlagen, auf Plastikumschläge

verzichten

• Schnellhefter aus Karton

• auf Papiertaschentücher verzichten

• Trinkbecher statt Pappbecher

• Brotdose statt Butterbrotpapier

• die angebotenen Altpapier-Entsorgungswege nutzen bzw. sich um die

Aufstellung eines Papiercontainers bemühen

Anregungen zum

Einsparen von Papier

bzw. zur sinnvollen

Verwendung

59

Arbeitsblatt


Modul: Umwelt und Abfall

Baustein: Papier

Unterrichtseinheit Verwertung: Papier / Altpapier

Welche Beschreibstoffe hatten die Menschen vor der Erfindung des Papiers?

Ordne die Nummern zu und füge die dazugehörigen Buchstaben unten ein!

1. = Höhlenwände 2. = Ton, Stein und Schiefer 3. = Rinde, Holz und Wachs

4. = Säulen und Tempelwände 5. = Tierhäute (Pergamente)

Lösungssatz:

A

Holz_ _ _ _ _ n im Papier sind gut erkennbar, wenn du es zerreißt. An den

Rändern siehst du die kleinen „Fransen”.

F

S

E

60

R

Arbeitsblatt

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine