ABENTEUER - Molitors

molitors

ABENTEUER - Molitors

C I- M A G A Z I N | #26

TRENDSCOUT

Neues aus Mailand

OFFICE

Open Space

DESIGN

Established

& Sons

ABENTEUER

Lebe lieber ungewöhnlich

CI – DAS MAGAZIN DER C R E AT I VEN IN N E N E I N RICHTER

WOHNEN + EINRICHTEN | L EBE N + A R B E I TEN

EXTRA

FIT & FUN

4 196478 704505 26

SOMMER 2012

8. JAHRGANG

DEUTSCHLAND: 4,50 €

SCHWEIZ: 8,– SFR

EU-LÄNDER: 5,50 €


Scannen Sie diesen Code,

um ein interaktives Video

des Dyson Air Multiplier Scannen Sie diesen Code,

Ventilators zu sehen.

um ein interaktives Video

des Dyson Air Multiplier

Ventilators zu sehen.

JN. 47523 13.04.12

Keine Rotorflügel.

Angenehm kühlende Luft.

Der Ventilator.

Keine Rotorflügel. Rotorflügel.

Angenehm kühlende Luft.

Weitere Informationen auf: www.dyson.de

Weitere Informationen auf: www.dyson.de


editorial

TITEL Eine kleine Auszeit gefällig? Auf der

Chaiselongue „LC4“ von Cassina (Design: Le

Corbusier, Pierre Jeanneret, Charlotte Perriand)

mit verstellbarer Schräge und Fellbezug können

Sie Kraft für die nächste Herausforderung

sammeln.

Titelfoto: Kay Michalak

Liebe CI-Freunde,

kann Wohnen ein Abenteuer sein? Sicher kann es – wenn Sie mich fragen,

sollte es das aber nicht unbedingt. Denn in unserem Zuhause suchen wir doch

vor allem Sicherheit und Geborgenheit, keinesfalls aber riskante Grenzerfah-

rungen oder höchste Spannung.

Andererseits: Seine vier Wände ganz nach den eigenen Vorstellungen und

Bedürfnissen einzurichten und auszugestalten, kann sehr wohl ein spannen-

des Projekt sein! Der besondere Reiz liegt dabei im Warten auf etwas Schönes,

das bekanntlich stets positive Gefühle erzeugt, wie wir alle noch von den

Weihnachts- und Geburtstagsfesten unserer Kindertage wissen.

Sich einrichten ist so etwas wie eine Reise ins Ich, und schon dies gilt man-

chem als größtes aller Abenteuer – beinahe wie das Baden in der Vielzahl der

Ideen und Optionen, mit denen findige Designer und kluge Köpfe unsere

ureigensten Wünsche aufgreifen.

Für uns waren all dies Gründe genug, das vorliegende CI-Magazin unter das

Leitmotiv „Abenteuer“ zu stellen. Wir möchten Sie aber damit nicht zu aben-

teuerlichen Entscheidungen verleiten oder gar verführen, sondern vor allem

Ihre Lust wecken, gemeinsam mit Ihrem creativen inneneinrichter mutig aus

diesem Meer von Ideen zu schöpfen und sich dabei – wo immer möglich – ein

Stück weit selbst zu verwirklichen. In diesem Sinne:

„Carpe diem!“, gutes Gelingen und einen schönen Sommer.

Herzlichst, Ihr

Axel Stamm

Chefredakteur

02/12 – 3

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Red is the new

Black

Aus gehärtetem Edelstahl

Automatik

Zwei Saphirgläser

Wassergeschützt 10 bar

Getreu den legendären Vorbildern

von Tutima Glashütte entwickelt,

wird eine Tutima Classic stets ein

Klassiker sein. Von 1927 bis

heute.

781-44 € 3.280,00

628-13 € 1.290,00

Unverbindl. Preisempfehlung

Instrumentenuhren

781-44

Bestellen Sie unter info@tutima.de kostenlos unsere hochwer tige

Dokumentation TUTIMA INSTRUMENTENUHREN CI mit Bezugsquellennachweis.

Tutima Uhrenfabrik GmbH · Postfach 1153 · D-27770 Ganderkesee · Tel. 0 42 21 / 98 83 20 · Fax 0 42 21 / 98 83 77 · www.tutima.de

628-13


inhalt

WOHNEN, EINRICHTEN, DESIGN

6 CI-TRENDSCOUT

Fundstücke der Mailänder

Möbelmesse

18 ABENTEUER WOHNEN

Das eigene Territorium

neu entdeckt

26 ÄSTHETIK DER GEGENSÄTZE

Vitra trifft USM

28 DIE KREATIVE VERNUNFT

Designteam Established & Sons

32 EINE ODE AN DAS BUCH

Bibliotheken der Zukunft

34 RUHE BITTE!

Akustiklösungen für Open Space

42 DER SPIEGEL IM FOKUS

Ein Verlagshaus zieht um

TITELTHEMA „ABENTEUER

14 DER REIZ DES UNGEWISSEN

Warum uns die Abenteuerlust packt

Von Klaus Hofmeister

40 ZWISCHEN PERU UND EKUADOR

Story von Andreas Altmann

RUBRIKEN

3 EDITORIAL

46 SELECTED

54 SELECTED EXTRA: FIT & FUN

56 AKTIONEN UND PERSONEN

58 NEU IM CI-PORTAL

IMPRESSUM

HERSTELLERNACHWEIS

02/12 – 5

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


6 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

TREND

SCOUT

Schon wieder ist ein Jahr vergangen –

gut für Sie! Denn die wichtigste Möbelmesse

der Welt – die iSaloni Milano –

öffnete erneut ihre Türen. Und unsere

CI-Trendscouts konnten sich endlich

wieder auf die Suche nach exklusiven

Fundstücken machen. Ein ums andere

Mal riefen sie: „Molto bene!“ Warum,

das möchten wir Ihnen auf keinen Fall

vorenthalten.


Tom Dixon

ETCH LIGHT WEB COPPER

Die neueste Kreation aus dem Hause Tom

Dixon: Ein filigranes Metallnetz aus geometrischen

und unregelmäßigen Formen umschließt

die gleißende LED-Lichtquelle und

erzeugt so ein beeindruckendes Spiel aus

Licht und Schatten.

Alias

KOBI

Fasziniert von der Tradition des Drahtgeflechts

entwarf Designer Patrick Norguet

diesen Stuhl für Alias. Die elegante Struktur

lässt ihn nahezu schwerelos erscheinen.

Cassina

LA MISE

Sich geborgen fühlen ist das Ziel, das

Designer Luca Nichetto mit dem Sofa aus der

Cassina I Contemporanei Collection bezweckt.

Besonders schön: die Kombination mit der

kontrastierenden Zickzack-Naht.

Arper

SAYA

Mit seinen weit ausgebreiteten Armen lädt

die Stuhlkreation des Designstudios Lievore

Altherr Molina für Arper zum komfortablen

Verweilen ein.

Vitra

CORNICHES

Kleines für Feines – Ronan und Erwan

Bouroullec kreierten für Vitra diese ungewöhnlichen

Ablagemöglichkeiten, die je nach

Bedarf einzeln oder als große Wandinstallation

individuell platziert und genutzt werden

können.

02/12 – 7

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Trendscout

Kartell

MASTERS

Nils Holger Moormann

PAUL & PAULA

8 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Philipp Starck und Eugeni Quitllet vereinen

mit Masters für Kartell drei Klassiker in

einem Stuhl: Die Reihe 7 von Arne Jacobsen,

den Tulip Armchair von Eero Saarinen und

den Stuhl Eiffel von Charles Eames.

Cappellini

THIN BLACK TABLE

Gemeinsam fühlen sie sich wohl: Paul in Schwarz ganz akkurat neben

Paula in Grau. Aber auch im Alleingang überzeugen die Tischkreationen

von Nils Holger Moormann (Design: Matthias Ferwagner) mühelos

mit ihrer ausgefallenen Seilkonstruktion und einer wendbaren

Tischplatte.

Auf den ersten Blick wirkt der niedrige Tisch

von Cappellini (Design: Nendo) wie eine

geometrische Skulptur. Dabei sind die beiden

filigranen Gestelle gekonnt miteinander

verbunden.

Fritz Hansen

MINUSCULE

Moroso

M.A.S.S.A.S SESSEL

Der formschöne Sessel (Design: Cecilie Manz)

mit handgenähtem Stoffpolster verbindet

traditionelle Handwerkskunst mit industrieller

Herstellung.

Hineinsinken, zurücklehnen und entspannen. Der weich gepolsterte

Sessel aus der M.a.s.s.a.s-Familie von Designerin Patricia

Urquiola für Moroso ist mit seiner charakteristischen Form optisch

wie haptisch ein aufregendes Erlebnis.


Zanotta

TOI

Der Beistelltisch von Salvatore Indriolo für

Zanotta birgt ein spannendes Geheimnis:

Seine mit Aluminium beschichtete Furnierholzplatte

lässt sich um 360° drehen und

gibt so ein darunter liegendes Staufach frei.

Moooi

ALTDEUTSCHE BLANKET CHEST

Deutsche Klassik trifft auf niederländische

Kreativität: Die Truhe des jungen Möbel-

Lables Moooi (Design: Studio Job) verbindet

traditionelles, altdeutsches Design mit einem

bunten Mix ungewöhnlicher Motive. Für das

volle Programm: Die Kollektion wird durch

Standuhr und Schrank komplettiert.

Zeitraum

FRIDAY

Endlich Wochenende und Zeit, sich fallen zu

lassen. Der Sessel von Zeitraum (Design:

Formstelle) aus elegantem Holz bietet mit

Kernleder-Rücken und daunigen Kissen

Sitzkomfort de luxe.

02/12 – 9

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Trendscout

Lapalma

LINK

Ob auf einem Drehkreuz, auf vier geraden

Beinen, auf Kufen oder auf Rollen – der

extrem komfortable „Link“ (Design: Hee

Welling) begeistert durch seine optische

Leichtigkeit.

Driade

WATERFALL

Organische Form, intensive Farbe. Auch ein

Tisch kann ein Kunstwerk sein, wie Designer

Fredrikson Stallard mit „Waterfall“ für Driade

beweist.

Moooi

DELFT BLUE JUMPER

Wie sagt Marcel Wanders, der das Sofa für

Moooi entwarf, so schön? „Entspannen auf

Ihrem Sofa ist, als wenn Sie Ihren Lieblings-

Wollpullover tragen.“ Perfekt zum Abschalten

nach einem langen und anstrengenden Tag.

10 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Kartell

LIGHT-AIR

Poetischer „Lichtfänger“: Die Leuchte von

Kartell (Design: Eugeni Quitllet) setzt die

Gesetze der Schwerkraft scheinbar außer

Kraft, denn der Leuchtenschirm scheint

wirklich zu schweben.

B&B Italia

J.J. 2012

Die Sesselmodelle „J.J.“ von Antonio Citterio

bekommen Zuwachs. „J.J. 2012“ heißen die

neuen Typen, die sowohl mit niedriger

Rückenlehne als auch in der Relax-Version

mit hoher Rückenlehne und Kopfstütze

erhältlich sind.

meldungen

ORGATEC IN KÖLN

23. BIS 27. OKTOBER 2012

Im Oktober trifft sich das Who is Who der

Büroeinrichtungsbranche auf der Orgatec. Die

internationale Leitmesse für Office & Object

präsentiert Lösungen rund um den Arbeits-

und Lebensraum Büro. Wie arbeiten und leben

wir? Und welche Voraussetzungen müssen

geschaffen werden, um ideale Arbeitsbedingungen

zu ermöglichen? Hersteller aus den

Bereichen Einrichtung, Boden, Akustik, Licht

und Medien- und Konferenztechnik präsentieren

ihre Lösungen zu dieser Fragestellung.

www.orgatec.de

ENTDECKUNG KOREA!

MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST,

FRANKFURT

28. JUNI BIS 29. SEPTEMBER 2012

Ein Tiger, der einen kleinen Vogel anfaucht, als

Dekor auf einem Ochsenhorn-Kasten oder

monumentale hölzerne Dorfwächterfiguren mit

gefletschten Zähnen: Zwei Beispiele für die

Kunst eines eigenwilligen Landes, das im

Schatten der mächtigen Nachbarn China und

Japan noch entdeckt werden will. Zum Beispiel

in der Ausstellung „Entdeckung Korea!“, die

verborgene Schätze koreanischer Kunst

deutscher Museen zeigt – in einer Auswahl an

Exponate aus der Zeit vom 6. bis zum 19.

Jahrhundert. Bei aller Vielseitigkeit eint alle

Exponaten ein außerordentliches Formgefühl

und eine spezifische Lebendigkeit, der alle

Formalismen fremd sind.

www.angewandtekunst-frankfurt.de

02/12 – 11

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Trendscout

Edra

BOIS DE ROSE

12 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Feinstes Palisanderholz ziert die „Bois de

Rose“-Kollektion von Edra (Design: Massimo

Morozzi), aus dem das Modell „Random“

stammt. Witziges Beiwerk: Die Türen

werden per Klavierpedal geöffnet.

Moooi

VALENTINE

Moooi proudly presents … die Leuchte

„Valentine“ von Marcel Wanders ist spannend

wie ein schön verpacktes Geschenk oder ein

kostbares Juwel.

Moroso

CHANDIGARH

Die indische Stadt Chandigarh ist das Thema

und gleichzeitig auch der Name der neuen

Sofa-, Sessel- und Tisch-Kollektion von Nipa

Doshi und Jonathan Levien für den italienischen

Hersteller Moroso. Die „Chandigarh“-

Sitzmöbel sind weich und bequem, gleich-

Walter Knoll

ATELIER CHAIR

Ideal für Gedankenreisen, zum Ausruhen und

Entspannen – der Stuhl von Walter Knoll

(Design: EOOS) ist ein Asket aus Leder und

Stahl.

zeitig kompakt, optisch schlank und leicht.

Die Sitzfläche ist aus Formschaum und ruht

auf dem Stahlgestell wie ein Edelstein in

einer Ringfassung. Die Bezüge gibt es in

Leder oder Stoff. Die gleichnamigen schlichten,

aber ausdrucksstarken Tischmodelle

komplettieren das Gesamtbild der Kollektion

in beeindruckender Weise.


Cassina

NUAGE

Das Bibliotheksmöbel „Nuage“ von 1956

wurde neu aufgelegt, und zwar von Charlotte

Perriand für die Cassina I Maestri Collection.

Die Grundkomponenten sind hölzerne

Eichenregale kombiniert mit farbigen Elementen.

MDF Italia

FIN

Der Individualist: Typisch für das flexibel

gestaltbare Sofasystem von MDF Italia

(Design: Jehs+Laub) ist die Vielseitigkeit der

Armlehnen: hoch/lang, hoch/kurz, niedrig/

lang, niedrig/kurz.

Dedon

DALA

Stephen Burks, großes Talent einer neuen

Generation amerikanischer Designer, hat sich

bei „Dala“ für Dedon von den improvisierten

Sitzgelegenheiten der Entwicklungsländer

inspirieren lassen.

B&B Italia

TOBI-ISHI

Durch eine dünne Schicht anthrazitfarbenen Betons wirkt der

Tisch, den Edward Barber und Jay Osgerby für B&B Italia

designten, wie ein weich geschliffener Stein. Die ovale Platte

wird von zwei Beinen mit Polyurethanschaum-Kern getragen.

02/12 – 13

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


FEATURE

DER Reiz DES

Ungewissen

14 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

von Klaus Hofmeister

Obwohl es uns doch eigentlich ganz gut geht,

packt uns immer wieder die Abenteuerlust. Wir

gehen dorthin, wo man vernünftigerweise nie hin

sollte. Warum eigentlich?

Illustration: Suvaporn Photjananuwat


Klaus Hofmeister

(Jahrgang 1960) ist

katholischer Theologe

und Journalist. Er

arbeitet als Redakteur

für Kirche und Religion

beim Hessischen

Rundfunk in Frankfurt

und moderiert dort

bei hr1 die Sendung

„Start am Sonntag“.

Das Abenteuer lässt sich buchen: „Outdoor-survival“.

Fünf Tage Überlebenstraining abseits der Zivilisation.

Manager machen das mit der Firma oder Menschen, die

ihre psychischen und physischen Grenzen erkunden

wollen. Im Katalog steht lapidar unter „Unsere Leistun-

gen“: „Selbstüberwindungsübungen, Bestehen typischer

Angstsituationen, Errichten von Notunterkünften, Nah-

rungsmittelgewinnung aus der Natur“. Die Katalogbilder

zeigen Menschen in Tarnanzügen, die über Abgründen

hängen, brusthoch durch Brackwasser waten, den Ruck-

sack auf dem Kopf, abends im Schein des Lagerfeuers die

ausgezehrten Gesichter nicht ohne Stolz in die Kamera

recken. Fünf Tage Grenzerfahrung, Nässe, Schmutz,

Schmerzen, angeleitet von Naturburschen mit Einzel-

kämpferausbildung. Wer braucht so was? Mein Vater, der

1941 als 18-Jähriger in den Krieg nach Russland zog und

inklusive Gefangenschaft zehn Lebensjahre diesem grau-

samen Abenteuer widmen musste, hätte es nicht ge-

braucht. Sein Leben und das der Überlebenden seiner

Generation waren später ganz auf Ruhe, Sicherheit, häus-

liche Geborgenheit, auf Arbeiten und Auskommen einge-

stellt. Sein Abenteuerbedarf war restlos gedeckt.

Inzwischen ist eine andere Generation herangewachsen.

Etabliert, gesichert, aber auch gelangweilt und unzufrie-

den mit einem monotonen Alltag. Sie hat Abenteuer-

bedarf. Und so schwärmen sie nach Feierabend, am

Wochenende und in den Ferien aus zu großen Taten:

Canyoning, Rafting und Bungee-Jumping bringen den

Adrenalin-Kick und festigen die Gemeinschaft unter

Kameraden. Sie fahren mit dem Mountainbike in fünf

Tagen über die Alpen, machen Höhlenexpeditionen, ge-

hen mit ihrem Motorrad auf den Nürburgring, um die

Kurventechnik fürs heimische Mittelgebirge zu optimie-

ren. Sie „sammeln“ Sechstausender in Nepal und bevöl-

kern die Klettersteige der Alpen. Sie sind vom Pisten-

Skifahren genervt und ziehen als Skitourengeher in die

unverspurten aber auch ungesicherten Gegenden der

Alpen. Sie suchen das Erlebnis, das sie nicht mit tausend

anderen teilen müssen. Wollen selbstbestimmt sein in

ihrem Wagnis, nicht fremdbestimmt, wie sonst im Alltag.

Die größere Gefahr ist der Preis, den sie bereitwillig zah-

len. Auch für den Normaltouristen darf’s heute gern „et-

was mehr“ sein. Früher reichte das Panorama am Gipfel-

kreuz. Heute bietet der Verkehrsverein zusätzlich die

spektakulär angelegte Aussichtsplattform über dem Fels-

abgrund, manchmal – wie auf dem Dachstein – mit Glas-

boden und atemberaubend freiem Blick in die Tiefe. Wer

nicht selbst das Abenteuer sucht, kleidet sich zumindest

in die sportlich-bequeme Outdoor-Mode, deren Siegeszug

kaum aufzuhalten scheint. Mit Windbreaker und wasser-

dichter Goretexmembran ist auch der ruhebedürftige

„Couch-Potato“ ein vollintegrierter Teil unserer abenteu-

erlustigen Zeit.

In meiner Kindheit in den 60er und 70er Jahren begann

das Abenteuer noch gleich hinterm Haus: Der kleine

Abhang runter zu dieser Brachfläche, den wir meist aus

dem Hosenboden rutschend hinter uns brachten, das

verrottete Baulager, wo wir einen „Saloon“ eingerichtet

hatten, der eines Tages in Flammen aufging, weil wir

unvorsichtig mit dem Feuer spielten. Daran grenzte die

Wiese mit dem großen Baum. Das war Indianerland, aber

auch gut zum Drachen steigen lassen. Ein Paradies für

Kinder. Ich erinnere mich an endlose, verschwitzte Som-

mertage im Unterholz, an Klettertouren in Baumkronen,

an Nachmittage lange Cowboy- und Indianerspiele. Wir

haben im Frühjahr eimerweise Froschlaich aus den Pfüt-

zen am Bach geholt, um Kaulquappen im selbstgebauten

Terrarium bei der Froschwerdung zuzuschauen. Wir hat-

ten Blindschleichen im Glas und gingen auf Molchjagd.

Auf dem Weg zum Wald durchkrabbelten wir als Mutpro-

be das beängstigend enge, ausgetrocknete Kanalrohr

unter der Bundesstraße. Die Knie waren immer aufge-

schürft, der Hosenboden immer dreckig, beim Springen

aus dem Baum ging nie alles glatt. Die Klettereien in dem

kleinen Steinbruch waren objektiv betrachtet wohl le-

bensgefährlich. Jeder Tag war anders. Wir rauchten im

Herbst trockene Schachtelhalme und zogen in Schlachten

gegen die Jungs von der Schillerstraße. Kurz: wir brauch-

ten damals noch keine „Abenteuerpädagogik“. Unsere

Persönlichkeiten und die sozialen Kompetenzen entwi-

ckelten sich im Umgang mit der Natur noch ohne Lehr-

plan. Für riskante Erlebnisse mit ungewissem Ausgang

sorgten wir selbstständig.

Heute ist das anders. Wenn man einen Achtjährigen nach

seinen Abenteuern fragt, dann wird er Computerspiele

nennen. Die virtuelle Welt ist sein spannendster Erfah-

rungsraum, der Aktionsradius hat sich auf das Hausinne-

re verlagert. Bewegung beschränkt sich auf das Klicken

der Maus. Die Wildnis ist auf der Festplatte gespeichert.

Mit allen Folgen für die seelische und körperliche Ge-

sundheit der Kleinen. 1990 gaben noch drei Viertel der

Sechs- bis 13-Jähigen an, sich täglich draußen herumzu-

treiben. 2003 war es noch weniger als die Hälfte. Die „In-

door-Krankheit“, die unsere Kinder befallen hat, führt zu

einer zunehmenden Erfahrungs-Taubheit. US-Forscher

hören Kinder Sätze wie diesen sagen: „Ich spiele lieber

drinnen, denn da gibt es Steckdosen …“ Eltern befördern

diese Tendenz mit zunehmender Ängstlichkeit und Über-

fürsorge. In den USA werden auf manchen Spielplätzen

schon Schaukeln und Rutschen entfernt, weil sie für die

ungeübten Stubenhocker zu gefährlich seien. Schlechte

Zeiten für die angeborene Abenteuerlust der Kinder.

02/12 – 15

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Etwas ist aus dem Lot geraten. Auch bei uns Erwachsenen.

Wir sitzen in klimatisierten Büros ohne ausreichend

Bewegung und starren den ganzen Tag auf Bildschirme. Je

enger und unnatürlicher sich der Alltag am Arbeitsplatz

gestaltet, desto mehr suchen wir nach Feierabend das

Weite. Stadtmarathons melden Teilnehmerrekorde, Men-

schen trainieren für ultraharte Triathlons. Fallschirm-

springer stürzen sich aus Flugzeugen, Basejumper von

Hochhäusern und Brücken und stellen anschließend die

Videodokumente der verbotenen Heldentaten ins Inter-

net. Unser Abenteuerbedarf treibt unappetitliche mediale

Blüten: Im Fernseh-„Dschungelcamp“ essen ehemalige

Prominente Würmer oder baden in Kakerlaken. Millionen

schauen zu. Abenteuer im Alltag, allerdings aus zweiter

Hand.

Als Reinhold Messner alle Achttausender der Erde ohne

Sauerstoff bezwang, hatte er keine Zuschauer. Es gibt ein

paar Fotos, mehr nicht. Heute nehmen Berg-Abenteurer

selbstverständlich die HD-Camera mit und vermarkten

ihre Erfolge dann vor großem Publikum. Bei der „Euro-

pean Outdoor Film Tour“ 2011 sah man den italienischen

Bergsteiger Simone Moro mit seinem Film „Cold“ bei der

ersten Winterbesteigung des Gasherbrum II. Trotz unvor-

stellbarer Kälte bezwingt er den 8000er, man sieht ihn am

Gipfel erschöpft zusammenbrechen und Blut husten. In

dem Film „Kadoma“ von 2011 wird dokumentiert, wie der

Abenteurer Hendrik Coetzee auf dem Kongo mit seinem

Kanu von einem Krokodil angegriffen und getötet wird.

Abenteuer führen den Menschen seit jeher in die Zonen

zwischen Leben und Tod, also dorthin, wo man vernünfti-

gerweise nie hin sollte. Unzählige Menschen haben ihr

Leben aufs Spiel gesetzt, als sie neue Kontinente suchten,

den Atlantik überquerten oder die Gipfel der Alpen er-

oberten. In der Erinnerung bleiben nur die Sieger. Anderl

Heckmair kennt man als Erstbesteiger der Eigernord-

wand. Neun Bergsteiger hatten ihren Versuch vorher

schon mit dem Leben bezahlt. Charles Lindbergh über-

querte als erster den Atlantik mit einem Flugzeug. Die

vielen, die es vor ihm versuchten und ertranken, bleiben

namenlos.

Aber was reizt Menschen am Abenteuer? „Warum schwe-

ben Astronauten monatelang ungewaschen in Minizellen,

die in jedem Gefängnis eine Revolte auslösen würden?“

fragt der Journalist Wolfram Siebeck. „Warum lässt Rein-

hold Messner seine Zehen auf dem Himalaya erfrieren?

Warum bleibt er nicht dort, wo es warm ist, wo es Doppel-

betten gibt und frisches Gemüse?“

16 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Reinhold Messner gab mir auf diese Frage in einem Inter-

view einmal eine überraschende Antwort: „Meine stärks-

ten Emotionen habe ich nicht am Gipfel, sondern bei der

Rückkehr ins Lager“, sagte er. Lebend aus der Todeszone

der 8000er in das Lager zurückzukehren, das sei die

stärkste Erfahrung. Wieder ins Leben eintauchen, dorthin

zurückkommen, wo etwas wächst, wo es grün ist, wo

Gerüche sind. Er geht in die Todeszone, um bei der Rück-

kehr das Leben wiederzufinden. Der Seiltänzer Philippe

Petit spannte in 400 Meter Höhe illegal ein Seil zwischen

die beiden Türme des World Trade Centers, die damals

noch im Rohbau standen. Der Schritt auf das Seil ist sein

Schritt in die Todeszone. „Auf dem Seil ist der Tod immer

dabei. Das ist gut, denn so muss man die Sache ernst

nehmen“, meinte Petit.

Offenbar sind es diese starken Gefühle, die Menschen im

Abenteuer suchen. Und nur, wer sich dem Ungewissen

aussetzt, erlebt sie. An den Grenzen und dahinter können

wir das Außergewöhnliche finden. Ich selbst habe seit 25

Jahren eine Privatpilotenlizenz. Für mich ist jeder Stre-

ckenflug zumindest ein kleines Abenteuer. Natürlich

habe ich alles getan, um das Risiko auszuschalten, habe

das Wetter eingeholt, den Motor gecheckt. Aber dann hat

der Alpenpass Richtung Mittelmeer doch ein Wolkenloch,

viel kleiner als vorhergesagt, oder die schwarze Gewitter-

wolke nötigt zu einem Umweg, und der Sprit wird knapp

bis Korsika. Die Stunde über der endlosen Weite des Was-

sers hinter Genua in der Abendsonne ist wunderbar. Aber:

Waren das nicht gerade kleine Zündaussetzer im Motor?

Was, wenn der Motor stehen bleibt, ich habe ja nur einen?

Je dunkler die Wolken waren, je enger die Sicherheitsmar-

gen, desto stärker ist das Glücksgefühl, im Dunst recht-

zeitig die Landebahn der Insel auftauchen zu sehen und

zu wissen: Du wirst es schaffen. Ein Gewitter im Gebirge

mag beim Wanderer die gleichen Gefühle von Risiko,

Angst und Aufatmen erzeugen. Frauen berichten davon,

wenn sie an die Geburt ihrer Kinder denken. Trotz High-

Tech-Medizin bleibt es ein existenzielles Abenteuer – zwi-

schen Leben und Tod.

Dass wir trotz Risiko immer wieder das Abenteuer su-

chen, die Gefahr in Kauf nehmen, das gehört zum

Menschsein. Wir haben zwei Seelen in unserer Brust: dort

zu sein, wo es „Doppelbetten gibt und frisches Gemüse“,

und immer wieder Wagnisse einzugehen, Mut zu zeigen.

Wir sind das Kind am Rockzipfel der Mutter und zugleich

das Kind, das gern wissen möchte, was eigentlich hinter

dem Berg ist … Der Schriftsteller André Gide hat es so

gesagt: „Man entdeckt keine neuen Weltteile, ohne den

Mut zu haben, alle Küsten aus den Augen zu verlieren.“


Formgebung Wertvoller als purer Raum ist

die Möglichkeit, ihn flexibel zu nutzen – USM Möbelbausysteme

für anpassungsfähige Lösungen.

Fragen Sie nach detaillierten Unterlagen oder besuchen Sie unsere Showrooms.

Deutschland: USM U. Schärer Söhne GmbH, D-77815 Bühl, Tel. +49 72 23 80 94 0, info@usm.com

Schweiz: USM U. Schärer Söhne AG, CH-3110 Münsingen, Tel. +41 31 720 72 72, info@usm.com

Showrooms: Berlin, Bern, Düsseldorf, Hamburg, New York, Paris, Tokio

www.usm.com

!"#$"%%"&'()"'*"$+$',)"''

&"-#$"'.-#/01"',"#''

2(3'30/0+)&#'4#506"#78

9998-#:86;:


wohnen

Fotos: Kay Michalak

im Klimahaus ® Bremerhaven

18 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Abenteuer

Wohnen

Abenteuer sorgen für Abwechslung

im Alltag. Dafür muss man nicht unbedingt

gleich mit Reinhold Messner den

Nanga Parbat besteigen. Auch die

E inrichtung der eigenen vier Wände

bietet zahlreiche Möglichkeiten für

spannende Erlebnisse.


02

01

02/12 – 19

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Trendscout

wohnen

SEITE 18/19: Ab in den Dschungel! 01_STEHLEUCHTE „Giant 1227“

von Anglepoise (Design: George Carwardine) 02_SESSEL „Waver“ von

Vitra (Design: Konstantin Grcic) OBEN: Die Wüste lebt! 01_LEUCH-

TE „Binic“ von Foscarini (Design: Ionna Vautrin) 02_TISCH „Legno

Vivo“ von Riva 1920 (Design: Davide und Maurizio Riva) 03_SES-

SEL „Take A Line For A Walk“ von Moroso (Design: Alfredo Häberli)

RECHTS: Der Berg ruft! 04_VÖGEL „L’Oiseau“ von Vitra (Design:

Ronan and Erwan Bouroullec) 05_GARDEROBENSTÄNDER „Cascando“

von Twist (Design: Robert Bronwasser) 06_TISCHE „Heidi“ von

Established & Sons (Design: Sebastian Wrong) 07_TISCHLEUCH-

TE „Onion“ von Verpan (Design: Verner Panton)

20 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

01

02

03

Aufbruch zu neuen und unbekannten Ufern. Immer

wieder suchen wir das Abenteuer. Wissenschaftler ha-

ben festgestellt: Unser Gehirn braucht es – von Anfang

an. Schon Kinder wollen die Welt entdecken. Voller Ta-

tendrang und Eifer scheuen sie dabei weder Gefahren

noch Risiken. Zugleich verbringen sie Stunden damit,

Höhlen oder Verstecke zu bauen. Ein Verhalten, das dem

ausgeprägten Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgen-

heit entspricht. Je älter wir werden, desto stärker wird

es. Und doch schlummert das Abenteuer in uns und

wartet auf sein Comeback.

„Jedes Abenteuer ist nur eine Entscheidung von dir ent-

fernt“ – meint die Philosophin Lisz Hirn. Und warum

sollten wir diese nicht mit dem Wunsch nach Geborgen-

heit verbinden, indem wir das Einrichten unserer vier

Wände ganz bewusst als Abenteuer betrachten? Ein

erster Schritt ist es, die Gestaltung der eigenen „Höhle“

nicht als reine Notwendigkeit, sondern als Herausforde-

rung zu betrachten, die Spaß macht. Auch hier tut es gut,


05

04

06

07


wohnen

sich von Gewohnheiten zu lösen und neue Richtungen

einzuschlagen. Dies ist zugleich der Schlüssel, um neue

und kreative Seiten an sich selbst zu entdecken.

03

So erweitern wir unseren Horizont und sammeln neue

Erkenntnisse. Für effektvolle Akzente reichen oftmals

schon kleine Veränderungen: eine neue Farbe, ein außer-

gewöhnlicher Sessel, ein besonderer Tisch oder Gardinen

in ganz neuem Stil. Manchmal ist aber auch ein Neustart

das Richtige. Dabei gilt: So wie Entdecker und Co. immer

auf ein starkes Team im Hintergrund zählen können,

wird beim „Abenteuer Wohnen“ der Inneneinrichter zum

Verbündeten. Einer, der manchmal weitergeht, als man

es sich selbst zugetraut hätte, der aber genauso kompe-

02

tent vor Gefahren und Fallen warnt.

22 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

01

04

Platz ist in der kleinsten Hütte: 01_TISCH LEUCHTE „Birdie’s

Busch“ von Ingo Maurer 02_UHREN „Ceramic Clocks“ von Vitra

(Design: George Nelson) 03_TISCH „Tee-Tee Table“ von Artek

( Design: Ilmari Tapiovaara) 04_SCHAUKELSTUHL „Mademoiselle

Rocking Chair“ von Artek (Design: Ilmari Tapiovaara)


MAKING

STATEMENTS

SINCE

1872

CHAIR: SERIES 7 BY ARNE JACOBSEN; LAMP: KAISER IDELL BY CHRISTIAN DELL


wohnen

01

24 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

02

03


Kurzum: Ein Wohnumfeld zu kreieren, kann eine äußerst

spannende Angelegenheit sein. Und das Schöne daran

ist, dass wir die Belohnung für unser Engagement jeden

Tag vor Augen haben und ausgiebig genießen können.

Eine Expedition zum Nanga Parbat kann man ja immer

noch in Angriff nehmen – ob mit oder ohne Reinhold

Messner.

03

04

01

05

LINKS: Die neue Eiszeit – 01_DREHSTUHL „360°“ von Magis

(Design: Konstantin Grcic) 02_TISCHLEUCHTE „Pipistrello“ von

Martinelli Luce (Design: Gae Aulenti) 03_HOCKER „Eames Elephant“

von Vitra (Design: Charles und Ray Eames) OBEN: Tarzans Ruheraum

01_HOCKER „Mezzadro“ von Zanotta (Design: Achille und Pier

Giacomo Castiglioni) 02_Tisch „Raw Side Table“ von Muuto (Design:

Jens Fager) DARUNTER: Ein neuer Tag im Paradies. 03_SITZ-

POUF „Slumber“ von Casalis (Design: Aleksandra Gaca) 04_BEI-

STELLTISCH „Tre“ von Mox (Design: Charles O. Job) 05_STUHL „Butterfly

Chair“ von Hardoy (Design: Ferrari-Hardoy, Kurchan und Bonet)

02

DAS KLIMAHAUS ®

Eine Reise um die Welt von und nach Bremerhaven,

immer entlang des achten östlichen Längengrades ist,

eine der Hauptattraktionen im Klimahaus Bremerhaven:

von der Kühle auf einer Schweizer Alm über die

Gluthitze der Sahelzone bis zur Eiseskälte der Antarktis

sowie dem paradiesischen Südseeklima und der

wechselhaften Witterung in Norddeutschland. Auf ihrer

„Reise“ erleben die Besucher hautnah, wie die Menschen

in den wichtigsten Klimazonen der Erde leben.

Die Tour führt durch Kulissen, die nach Originalschauplätzen

gestaltet sind.

Experimentierfreudige kommen im Bereich „Elemente“

auf ihre Kosten. Mit Hilfe interaktiver Exponate werden

auch komplexe Zusammenhänge im Klimageschehen der

Erde leicht verständlich erklärt. Der Bereich „Perspektiven“

stellt Arbeit und Ergebnisse der Klimaforschung

vor. Denkanstöße zeigt der Bereich „Chancen“. Besucher

können spielerisch testen, wie jeder seinen Beitrag zur

Reduzierung des CO ² -Ausstoßes leisten kann.

So ungewöhnlich und innovativ wie die Ausstellung ist

auch das Gebäude, entworfen vom Bremer Architekten

und Generalplaner Thomas Klumpp. Aus der Ferne

betrachtet erinnert es an ein Schiff oder eine Wolke.

Das Haus besteht aus zwei voneinander getrennten

Körpern. Die Außenhülle aus Glas und das Dach mit

seiner Trägerkonstruktion aus Aluminium umgeben eine

Innenkonstruktion aus Beton. Ein weiterer Vorteil der

Trennung von Innenaufbau und Fassade: Die Zirkulation

der Innenluft und die Sonneneinstrahlung werden zur

Belüftung und Klimatisierung des Gebäudes genutzt.

www.klimahaus-bremerhaven.de

02/12 – 25

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


wohnen

wohnen

extra

26 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

VITRA UND USM

GEGENSÄTZE RICHTEN

SICH EIN

Gegensätze ziehen sich an – und manchmal

richten sie sich auch ein. Das Beispiel Vitra

und USM zeigt: Wenn coole Geradlinigkeit auf

kreative Kurven trifft, passt es perfekt.

01


02

03

LINKS: Der richtige Rahmen für entspannte

Gespräche: Begrenzt durch die weiße Regallösung

von USM bieten die Sitzgelegenheiten

von Vitra perfekten Komfort. Schaukelstuhl

„RAR Plastic Armchair“ (Design: Charles und

Ray Eames), „Slow Chair“ (Design: Ronan and

Erwan Bouroullec) und „Polder Sofa“ (Design:

Hella Jongerius). Bild: „Christine“ von Melanie

Wiora, erhältlich bei Lumas.

OBEN: Stimmungsvolle Rot-Grau-Kombination:

Genügend Platz zum Verstauen ermöglichen

Regal und Lowboard von USM. Für ausreichend

Sitzmöglichkeiten sorgen das „Place

Sofa“ (Design: Jasper Morrison) und der

elegante Sessel aus der „Suita-Kollektion“

(Design: Antonio Citterio) von Vitra.

01_GRAND REPOS Klassischer Ruhesessel in

modernster Bauart: „Grand Repos“ mit

Panchina von Vitra (Design: Antonio Citterio).

02_ALCOVE Für ruhige Stunden der Kontemplation:

Sofa „Alcove“ von Vitra (Design:

Ronan and Erwan Bouroullec).

03_USM HALLER SIDEBOARD Große

Ansprüche – auch für kleine Lösungen: das

USM-Sideboard auf Rollen.

Bestellen Sie jetzt mit dem

Code 245 Ihren kostenlosen Katalog

telefonisch unter

01805-600555* oder

per Fax 06078-758555

Firma

Name

Straße

PLZ/Ort

E-Mail

Heute bestellt

morgen geliefert

*Angebote nur für

Handel und Freiberufler

*14 Cent/Min.

aus dem Festnetz,

max. 42 Cent/Min.

aus dem Mobilfunk

cairo.de


design-insider

28 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


ESTABLISHED & SONS

The Importance of

being British

Schlicht und unauffällig ist die schmale schwarze Tür in

der Londoner Wenlock Road, die einem Lagereingang

gleicht. Dahinter das genaue Gegenteil, denn hinter

dieser Tür befindet sich das Design-Label: Established &

Sons (E&S). Mit ihren ungewöhnlichen Objekten etablier-

ten sie einen ganz neuen Trend in der Design-Welt: De-

sign-Art – skulpturale Möbel, deren Funktion sich selbst

Kennern nicht sofort erschließt. Doch das Sortiment der

Briten hat noch einiges mehr bieten: von Sesseln und

Sofas über Tische, Sideboards und Stühle bis hin zu

Leuchten und Wohnaccessoires finden sich bei E&S über

120 Objekte im Programm.

Mit außergewöhnlichen Möbeln und Leuchten schließt

E stablished & Sons die Brücke zwischen Kunst und Design.

Die Köpfe dahinter? Sebastian Wrong, Mitbegründer und

Kreativdirektor (li.), und Maurizio Mussati, unternehmerischer

Leiter.

„Auf Kreativität kommt

es an – und auf Vernunft.“

Im Frühjahr 2005 gründeten Sebastian Wrong und

Alasdhair Willis gemeinsam mit Gleichgesinnten aus

dem Kunstmilieu das Label Established & Sons. Ihre

Mission: Britisches Design in den Rang von Kunst zu

erheben. Der 1971 in London geborene Wrong studierte

Bildhauerei an der Norwich University College of the

Arts bevor er an der Camberwell College of Arts in Lon-

don graduierte. Als Chefdesigner von E&S ist er das ge-

stalterische Aushängeschild des Unternehmens. Sein

Interesse gilt gleichermaßen dem klassischen Design und

der bildenden Kunst. Seine Faszination für die materielle

Handhabung, die Formreinheit und Ehrlichkeit spiegelt

sich in jedem seiner Objekte wider. Sebastian Wrong legt

bei seinen Werken besonderen Wert auf die Balance von

Funktion, Ästhetik und innovativer Verbesserung. Bereits

2001 gelang ihm der Durchbruch mit der Leuchte „Spun

Light“ von Flos. Seine Arbeiten für E&S besitzen oftmals

einen eher augenzwinkernden Charakter.

Seit ihrem ersten offiziellen Auftritt auf der Mailänder

Möbelmesse 2005 setzen die Briten auf spektakuläre

Präsentationen. Treibende Kraft ist hier unter anderem

Mitbegründer Alasdhair Willis, zugleich Ehemann von

Stella McCartney. Durch regelmäßige Ausstellungen und

Vernissagen möchte E&S für Design ein ähnliches Inte-

resse wecken, wie es bereits für die Kunst besteht.

Ein Markenzeichen von Established & Sons sind die

Limited Editions – vergleichbar mit der Haute Couture in

der Modewelt. Die Objekte sind äußerst hochwertig und

natürlich exklusiv. Der erste Erfolg kam mit dem „Aqua

Table“, einer Sonderedition von Star-Architektin Zaha

Hadid. Beim Abendessen mit Sammlern habe der Tisch

den Praxistest bestanden, versichert Willis: „Wer sich für

die Gestaltung seines Hauses und die Kunst an seinen

Wänden interessiert, will eine ähnlich starke Beziehung

zu dem Tisch haben, an dem er sitzt.“

02/12 – 29

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


design-insider

01_STACK Das einzigartige Schubladensystem

von Designer Shay Alkalay lässt

sich in Höhe und Form ganz individuell

einstellen und kann so ganz nach Wunsch

mittig im Raum oder an der Wand

platziert werden.

02_AUDREY Schönheit Audrey Hepburn

diente Designer Michael Eden als Inspiration

bei dieser außergewöhnlichen

mundgeblasenen Vase.

03_TABLE TANK Die dekorative Tischleuchte

aus Aluminium von Alexander

Taylor erhält ihren besonderen Charakter

durch die archetypische Form.

04_QUILT Mit diesem Sofa gelang Ronan

und Erwan Bouroullec eine visuelle und

haptische Neudefinition traditioneller

Stepptechnik.

05_WRONG WOODS Wie einem Comic

entsprungen wirkt diese ausgefallene

Kommode. Der Name steht nicht für

„falsches Holz“, sondern für die Nachnamen

der Schöpfer Richard Wood und

Sebastian Wrong.

06_SURFACE TABLE Zwei Welten, ein

Tisch: Kreiert von Terence Woodgate,

Möbeldesigner, und John Barnard,

Motorsport-Ingenieur.

Diesen Anspruch vertreten die Briten aber nicht nur für

ihre Limited Editions, die übrigens lediglich einen klei-

nen Teil der Gesamtproduktion ausmachen. Beispiel:

„The Crate“ von Jasper Morrison – ein Beistelltisch, der

auf den ersten Blick wie eine gewöhnliche Weinkiste

erscheint. Was unterscheidet ihn davon? Es ist die erst-

klassige Verarbeitung aus hochwertigem Holz und die

akzentuierte Gestaltung, die ihn zum Designobjekt

macht. Damit hat Morrison ein Kunstwerk aus einer

profanen Kiste gemacht.

2010 trat Maurizio Mussati die Nachfolge von Alasdhair

Willis an. Der Italiener war im Vorfeld bereits erfolgreich

für den Leuchtenhersteller Flos tätig und führte das

noch junge niederländische Label Moooi zum Erfolg. Mit

Mussati hat sich die Ausrichtung von E&S nicht grund-

sätzlich gewandelt. Aber mit ihm rückt die richtige Mi-

30 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

01

04

05 06

schung aus Exklusivität und Bezahlbarkeit stärker in

den Fokus: „Ja, wir verkaufen und produzieren limitierte

Editionen zu einem hohen Preis. Aber wir verkaufen

auch Objekte für sechzig Pfund. Das ist wichtig zu kom-

munizieren.“

Genauso wichtig ist den beiden der permanente Dialog

mit den Designern. Aus ihm wächst die Kraft für neue

Ideen. Auf Kreativität kommt es an – und auf Vernunft,

denn viele Ideen, auch die großer Namen, schaffen es

nicht durch den Entwicklungsprozess. Weil sie zu

schnelllebig erscheinen, nicht zeitlos genug sind. Im

Gegensatz zu den vielen Designobjekten, die es erfolg-

reich in die Außenwelt geschafft haben, bleiben diese für

immer hinter der schmalen schwarzen Tür in der Londo-

ner Wenlock Road verborgen.

02 03


Betten

Kommoden

Raumtrenner

Regalsysteme

bookless

Schränke www.interluebke.com


Aufbewahrung

32 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Die Ursprünge der USM Möbelbausysteme sind seit

vielen Jahren eng verbunden mit Kunst, Kultur und

Architektur. Ihr ästhetischer und funktionaler Wert findet

sich im Museum of Modern Art und in vielen internationalen,

öffentlichen Büchereien genauso wie in Privatbibliotheken

auf der ganzen Welt. Der persönliche

Kontakt mit Künstlern und die Förderung künstlerischen

Denkens und Schaffens blickt bei USM auf eine lange

Tradition zurück. Die gezielte Unterstützung und Beteiligungen

an Buchveröffentlichungen, die Bereitstellung von

Räumlichkeiten für Lesungen und Kooperationen mit

Künstlern sind fester Bestandteil der Philosophie von

USM.


BIBLIOTHEKEN

IM SOG DER DIGITALEN WELT

Warum in einer immer schneller werdenden

Umgebung wertvolle Kleinode und der Wunsch

nach Nähe, Haptik und Optik besonders wichtig

sind – eine Ode an das Buch.

Fragt man die Generation der sogenannten „Digital nati-

ves“, die mit Mobiltelefon und Tablet PC groß geworden

sind, nach dem Stellenwert von Büchern, würde man

wahrscheinlich provokante Antworten wie „Das Buch ist

tot“ erhalten. Wenn das Buch also „tot“ ist, weil in der

digitalen Gesellschaft Wissen und die Vernetzung von

Wissen virtuell und ortsunabhängig erfolgt, bedarf es

dann noch eines zentralen Ortes für die Aufbewahrung

von Büchern?

Längst ist das Archivieren und Präsentieren von Büchern

von gleicher Bedeutung wie das Buch selbst. Inhalt und

„Rahmen“ ergänzen sich und drücken das ästhetische

Bewusstsein ihres Besitzers aus. Es ist gezielt eingesetztes

Stilmittel und oft Mittelpunkt der persönlichen Einrich-

tungswelt. Bücher definieren unsere Kultur und sind prä-

gender Ausdruck einer gesellschaftlichen Haltung.

ORTE DER ENTSCHLEUNIGUNG

Sämtliche relevanten Informationen sind heutzutage

online verfügbar, unabhängig von Orten und Öffnungs-

zeiten. „Offline“ kennen wir fast nicht mehr, und einen

Ort kennt die moderne Informationsbeschaffung nicht.

Der Tablet PC speichert und ruft unsere Lieblingsbücher,

Tageszeitungen, Ankündigungen zu Ausstellungen usw.

in Echtzeit auf. Dennoch erlebt das Buch eine Renais-

sance. Es wird so viel gelesen wie lange nicht mehr. Bib-

liotheken werden zu gesuchten Räumen, zu Orten für

Lernen, Inspiration, Kommunikation und Unterhaltung.

Bücher schaffen generationenübergreifend eine Symbio-

se zwischen Alt und Neu, Jung und Alt. Weil ihre Herkunft

und Geschichte auch ihre Zukunft ist. Wir schätzen sol-

che Räume und erkennen in ihnen etwas Einzigartiges

und Besonderes. Der Besuch in einer Bibliothek wird für

uns zu einem Ort der Entschleunigung. Für die bewusste

Begegnung mit Literatur und Kunst. Aber auch mit den

Menschen. In diesem Kontext nehmen die USM Möbel-

bausysteme ihre Rolle wie selbstverständlich ein. Als

ästhetisches Highlight im Privaten, zur Präsentation von

Publikationen in Galerien, als wandelbares und jederzeit

adaptierbares Stauraummöbel in Bibliotheken. Sie erlau-

ben Lösungen, die den Bedürfnissen ihrer Nutzer entspre-

chen. Der Funktion sind keine Grenzen gesetzt. Die Form

jederzeit veränderbar.

Räume für Bücher werden in Zukunft ganz neue Funktio-

nen übernehmen, weil sich die Bedürfnisse ihrer Nutzer

in der Informationsgesellschaft permanent verändern.

Wir sind nicht mehr darauf angewiesen, eine Bibliothek

zu besuchen, weil wir etwas Bestimmtes suchen oder

etwas nachschlagen wollen. Wir suchen diesen besonde-

ren Ort auf, weil wir uns nicht in die digitale Welt der

Literatur und Kunst zurückzuziehen wollen, sondern ihr

begegnen wollen. Ganz bewusst.

02/12 – 33

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Akustik

UNTERWEGS IM

OPEN SPACE

Offene Bürostrukturen erfüllen in vielerlei Hinsicht

die Anforderungen an einen modernen Arbeitsplatz

am besten. Mit der richtigen Planung können

Unternehmen den maximalen Vorteil schöpfen.

Durch ganzheitliche Lösungen zeigen die creativen

inneneinrichter, wie das gelingen kann.

01 02 03

34 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Akustik

SEITE 34/35: Großes Bild: Entspanntes

Arbeiten mit der raumteilenden

Akustik-Paneele von Acousticpearls

01_ Kleine Denkerzelle: „BuzziBooth“

von BuzziSpace (Design: Alain Gilles)

02_ Für abgeschirmt-spontane Meetings:

„LO Work Lounge“ von Lista Office

03_ Modularer Schallabschirmer mit

Magazinfächern: „Airflake News“ von

Abstracta (Design: Stefan Borselius)

OBEN LINKS: Flexible Trennwand mit

schallabsorbierender Wollfilz-Oberfläche

aus der „Pannello-Serie“ von Ruckstuhl

(Design: Matteo Thun)

OBEN RECHTS: Entspannte Rückzugsmöglichkeit

bietet das Sofa „Suita“ von

Vitra (Design: Antonio Citterio) – hier

als Zweisitzer.

36 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Willkommen im Open Space: Ein

einziger großer Raum, hell, freund-

lich und kommunikativ. Mitarbeiter

bewegen sich hin und her, telefonie-

ren, schreiben E-Mails und treffen

sich zum Meeting, tauschen sich

aus. Der Kaffeevollautomat ist im

Dauerbetrieb, ebenso wie Drucker,

Kopierer und Faxgerät. Hinter einer

Glasfront projiziert der Beamer

wechselweise Balken- und Torten-

diagramme zur aktuellen Geschäfts-

entwicklung an die Wand, es wird

lebhaft und kontrovers diskutiert.

Was wir sehen: Hier herrscht Hoch-

betrieb. Was wir hören: überra-

schend wenig.

Der Grund für das Fehlen von Lärm

und Störgeräuschen ist das Ergebnis

einer professionellen raumakusti-

schen Planung, die den Bedürfnissen

der Mitarbeiter entspricht. So

empfindet laut einer Umfrage der

Fondsgesellschaft Union Investment

knapp ein Drittel aller Büroange-

stellten die Geräuschkulisse als

störenden Faktor am Arbeitsplatz.

Zugleich setzen immer mehr

Unternehmen auf flächeneffizientes

Arbeiten im Open Space.

Wo es baulich machbar ist, weicht

eine Vielzahl von Einzelbüros einem

einzigen großen Arbeitsbereich.


Ungewöhnlicher Treffpunkt für das kleine

Meeting bei Google in Zürich ist dieser

Besprechungsraum im Gondel-Look.

Orgatec

AKUSTIK VERSTEHEN

Konzentriertes Arbeiten setzt optimale raumakustische Bedingungen

voraus. Standardlösungen dafür gibt es nicht. Der richtige

Klang entsteht erst durch einen Mix aus verschiedenen Akustiklösungen.

Ein Thema wie geschaffen für die Orgatec in Köln,

internationale Leitmesse für Office & Object. Vom 23. bis 27.

Oktober präsentieren die wichtigsten Hersteller aus dem Bereich

Raumakustik ihre Produkte und Lösungen für die ganzheitliche

Gestaltung moderner Bürowelten. Darüber hinaus macht das

Acoustics Competence Centre (Halle 10.1) der Orgatec unter der

Überschrift „Akustik verstehen?!“ beispielsweise elementare

Fachbegriffe der Raumakustik verständlich und stellt diese in

Zusammenhang zu den unterschiedlichen Lösungen für Wand,

Decke, Boden und Einrichtung.

Auch in Sachen Beleuchtung und Medien setzt die Orgatec auf

Kompetenz: Im Rahmen des Lighting Competence Centres

beleuchtet die Ausstellung „Lichtwelt Büro“ innovative Ansätze

der Lichtplanung aus den Bereichen „Tageslicht“, „LED“, „Licht und

Gesundheit“ sowie „Licht und Material“. Das Competence Centre

Architecture & Media Technology geht dagegen der Frage nach,

wie Medientechnik harmonisch in eine moderne, designorientierte

Büroeinrichtung integriert werden kann.

Mehr Infos unter www.orgatec.de.

02/12 – 37

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Akustik

38 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Idealerweise wird so das Büro zu

einem produktiven Ort der Informa-

tion, des Wissenstransfers und der

Kreativität. Zudem sollten Open-

Space-Arbeitsplätze flexibel sein

und sich wechselnden Anforde-

rungen unkompliziert anpassen

können.

Weil aber im Open Space die Wände

ganz fehlen oder auf ein Minimum

reduziert sind, kann sich der Schall –

ohne entsprechende Maßnahmen –

ungehindert ausbreiten. Das erweist

sich oft als handfestes Problem mit

schwerwiegenden Folgen: Anspan-


nung, Verständigungsprobleme oder

vorzeitige Ermüdungserscheinun-

gen. Unerwünschte Geräusche sind

bedeutende Stressquellen, die bei

komplexen Tätigkeiten die Produkti-

vität hemmen, hat die Bundesan-

stalt für Arbeitsschutz und Arbeits-

medizin (BAA) herausgefunden:

„Dennoch wird das Thema Akustik

häufig zu wenig beachtet“, warnen

die Experten der BAA. Eine Ansicht,

die man bei Acousticpearls teilt. Das

Unternehmen entwickelt hochwirk-

same textile Akustikpaneele mit der

höchsten Schallabsorptionsklasse

für Objekt-, Büro- und Wohnberei-

che. Solche Paneele sind ein wesent-

licher Bestandteil im Rahmen eines

Einrichtungskonzepts, das alle Vor-

teile des Open Space ausschöpfen

will.

Architektur, Einrichtung oder

Gewohnheiten der Mitarbeiter: Die

Raumakustik wird von vielen Fakto-

ren beeinflusst. Da ist es mit dem

Aufstellen von Stellwänden – wie es

lange Jahre in Großraumbüros an

der Tagesordnung war – nicht getan.

Vielmehr kommt es darauf an, den

Raum in seiner Gesamtheit zu be-

trachten. Wie sind Wände, Decken

und Böden beschaffen? Wie hoch ist

der allgemeine Lärmpegel? Gibt es

Lärmstoßzeiten? Wird viel telefo-

niert und konferiert?

Bei diesen Fragen verfolgen die crea-

tiven inneneinrichter in ihren Bera-

tungsgesprächen einen ganzheitli-

chen Ansatz, der Schritt für Schritt

zu einem optimalen Einrichtungs-

konzept führt – vom richtigen

Bodenbelag und treffender Farb-

auswahl über bedarfsgerechte

Möblierung und passender Akustik-

lösung bis hin zum richtigen

Beleuchtungskonzept. Schließlich

soll das Arbeiten im Open Space eine

positive Atmosphäre schaffen: krea-

tiv, nachhaltig, produktiv – und ein

bisschen Abenteuer darf durchaus

dabei sein.

FAKTOR LICHT FAKTOR AKUSTIK

Eine gute Beleuchtung ist nicht nur wichtig

für die Augen, sie fördert eine gesunde

Körperhaltung und unterstützt fehlerfreies

Arbeiten am Bildschirm. Dafür drei Faustregeln:

Erstens sollten künstliche Lichtquellen

keine Blendungen oder Reflex ionen auf

dem Bildschirm hervorrufen. Zweitens sollte

es morgens, abends und bei trübem Wetter

hell genug sein. Drittens sollten Mitarbeiter

die Helligkeit individuell regulieren können.

FAKTOR FARBE

Allgemeingültige Regeln für die Farbwirkung

gibt es nicht. Es kommt auf den Raum und

seine Besonderheiten an. Wie sind die

Wände beschaffen? Wie ist das Verhältnis

von natürlichem und künstlichem Licht? Und

wie sind die Raumproportionen – also das

Verhältnis von Höhe zu Breite und Länge?

Zudem ist Farbe ein starker Identifikationsträger.

Gerade bei größeren Unternehmen

müssen auch Ansprüche an das Corporate

Design erfüllt werden.

FAKTOR BODEN

Hier ist die Materialwahl entscheidend. Denn

wir betreten den Boden mit unseren Füßen.

Dementsprechend sollte er ein Gefühl der

Sicherheit vermitteln. Im Büro ist sollte er die

Belastung beim Arbeiten, Stehen und Gehen

gezielt verringern. Wichtige Eckdaten sind hier

neben Tritt- und Rutschsicherheit auch die

individuellen Dämpfungseigenschaften.

Die Geräusche im Büro sollten möglichst im

Zaum gehalten werden. Bei geistig anspruchsvollen

Tätigkeiten ist es angebracht, beim

durchschnittlichen Hintergrundschallpegel den

Richtwert von 45 Dezibel (dB) nicht zu

überschreiten. Zum Vergleich: Das Grundgeräusch

in der freien Natur liegt bei 30–40 dB,

normale Sprache in einem Meter Entfernung

ist etwa 55–60 dB laut.

Am Arbeitsplatz entsteht Schall vor allem

durch Gespräche, Computer, Drucker und

weitere Peripheriegeräte. In Räumen mit

mehreren Arbeitsplätzen ist es deshalb

empfehlenswert, Raumtrenner, Schränke oder

Regale zur Schalldämmung einzusetzen. Da

sich Schall in alle Richtungen ausbreitet,

sollten diese Möbel eine Höhe von 1,50 Meter

haben – idealerweise sind sie mit speziellen

geräuschdämmenden Oberflächen ausgestattet.

Ist das Büro – wie bei Open-Space-

Lösungen üblich – in mehrere Zonen aufgeteilt,

kann bereits bei der Planung der Faktor

Akustik berücksichtigt werden. Ergänzt wird

ein optimales Akustikkonzept durch sogenannte

Schallabsorber. Diese gibt es für den

Deckenbereich, als Element der Wandgestaltung

(etwa Akustikpaneele) und für mittlere

und obere Frequenzbereiche auch in Form

spezieller Bodenbeläge.

Welche Lösung für Sie die beste ist, erfahren

Sie bei Ihrem creativen inneneinrichter.

Von Einzel- über Gruppenbüros bis zu Besprechungsräumen

oder Cafeterias findet er

anhand von Planungsbeispielen eine optimale

Akustiklösung.

02/12 – 39

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


story

ZWISCHEN Peru UND

Ekuador

Von Andreas Altmann

Copyright © Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH,

Reinbek bei Hamburg

Illustration: Suvaporn Photjananuwat

40 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Aufbruch. Mit dem Taxi zur Bushaltestelle. Kurz davor se-

he ich auf einer schräg ansteigenden Wiese drei Gärtner

Blumen pflanzen, direkt neben der achtspurigen Ausfall-

straße. Sie ordnen die Tulpen so an, dass sie den riesigen

Schriftzug HUSH PUPPIES ergeben, somit jeder Autofah-

rer im Vorbeirauschen den Hinweis auf die Schuhmarke

lesen kann.

Die Neoliberalen, so ganz ohne Bewunderung kommt

man an ihnen nicht vorbei. Keinen Quadratmeter Natur

lassen sie ungeschoren. Wenn nur Dollar auf ihm wach-

sen. Dann investieren sie gar in Blumen und Schönheit.

Mit dem Bus noch einmal durch die Stadt. Die Tatsache,

dass jeder Passagier vor dem Einsteigen einen Metallde-

tektor passieren musste und für jeden Sitz Sicherheits-

gurte bereit lagen, lässt ahnen, dass es anstrengend wird.

Wir sind mit dem Fünf-Sterne-Modell Paraíso unterwegs:

„Musik, Fernsehen, Video, Klimaanlage und Spezialstoß-

dämpfer“, so steht es geschrieben. In Kürze werden alle

Geräte den Geist aufgeben, von fünf auf null Sterne. Das

hat immense Vorteile. Der schwerwiegendste: Kein Kom-

munikationsmittel verhindert die Kommunikation zwi-

schen den Reisenden. Energie entsteht, das andere Wort

für Leben.

Lange Stadtfahrt, lange Staus, der letzte Eindruck Limas

bleiben die zahlreichen Betriebe und Fabriken, die ausse-

hen wie Gefängnisse. Über den Mauern die Stacheldraht-

rollen, in den Wachtürmen bewaffnetes Personal mit ku-

gelsicheren Westen. Die Furcht der Inhaber nimmt zu,

draußen vor der Tür lauern die Heere der Habenichtse.

Nicht weit von meinem Hotel entfernt sah ich gestern ei-

ne Statue von César Valiejo. Er wird heute als der begab-

teste Dichter der peruanischen Literaturgeschichte gefei-

ert. Posthum, denn er ist längst tot, verhungert mit

dreiundvierzig Jahren. Am Fuße des Standbilds stand:

„So viel, meine Brüder, gibt es zu tun.“ Das war vor sieb-

zig Jahren.

Fahrt Richtung Norden, die Panamericana entlang, Rich-

tung Ekuador. Vorbei an trostlosen Landschaften, drecki-

ger Sand, dreckige Wüste, die links und rechts hingefeu-

erten Abfälle. Kein Wunder, dass die NASA hier einst ihre

Astronauten auf den Mond vorbereitete. Vorbei an schä-

bigen Friedhöfen, wo sogar Totsein zur Zumutung wird.

Kurz vor zwei Uhr nachts kommt der Bus zum Stehen.

Auf der Straße liegen Äste, Reifen brennen, das Radio

meldet, dass die Campesinos streiken, landesweit. Das

sieht gut aus: die starken Gesichter der Bauern im Schein

der Flammen, über den Schultern ihre Macheten und Äx-

te. Andere schlafen auf dem Asphalt, rhythmische

Schnarchtöne ziehen in den sternenbedeckten Himmel.

Leonardo führt mich ans Feuer, erklärt geduldig, was sie

von der Regierung fordern: die Preise erhöhen, die sie

heute für Reis und Baumwolle bekommen. Die Reisim-

porte aus Thailand stoppen. Die Zinsen für die Kredite

senken.

Auf der anderen Seite richtet man sich ein. Inzwischen

sind Hunderte von Fahrzeugen stecken geblieben, auch

Godofredo mit seinen viertausend Hühnern. Sofort packt

er ein Säckchen Kokablätter aus und fängt zu kauen an:

„Muss wach bleiben, Gauner könnten kommen und das

Federvieh klauen.“ Er hat eine Achtundvierzig-Stunden-

Frist, danach sterben die viertausend, verdämmern in

der Hitze.

Ein Teil der Passagiere verliert die Nerven und fängt an zu

wandern. ¡Coraje! Denn bis zum nächsten Restaurant ist


Andreas Altmann

geboren 1949 in

Altötting, war u. a.

Dressman, Schauspieler,

Jura- und

Psychologiestudent,

Gärtner und Anlageberater.

Seit den

80er-Jahren schreibt

er Reisereportagen,

die mehrfach

ausgezeichnet

wurden. Altmann

lebt in Paris.

„Einmal rundherum.

Geschichten einer

Weltreise“ erschienen

bei rororo. 160

Seiten, 7,99 Euro.

es nächtelang weit. Mit Anbruch der Dämmerung wird

der Ton böser, Passagiere und Fahrer gegen die Bauern,

beide Seiten ziehen an den Ästen, Worte und Steine flie-

gen, der erregte Hinweis auf die Kinder, nein, die kranken

Kinder, nein bei jeder Runde wird mehr dramatisiert –,

die schwer kranken Kinder, die sich in den Bussen befän-

den. Worauf die Bauern ihrerseits auf ihren siechenden

Nachwuchs verweisen, siechend, da kein Geld vorhan-

den sei für die rettende Medizin. Nicht unwitzig: Wäh-

rend die anderen schreien und toben, steht Domingo am

Straßenrand und hackt gelassen Bäume um, Nachschub

für weitere Sperren.

Dennoch, kurz vor acht Uhr gelingt es, die Sperre zu

durchbrechen, Lkws und Busse brausen los. Durch die

Fenster sehe ich die verstörten Blicke der Bauern. Zehn

Kilometer weiter stehen Polizisten mit Gasmasken vor

einer nächsten Blockade, mit gezogenen Waffen garan-

tieren sie die Durchfahrt.

Das ist der Zeitpunkt, zu dem unser Bus seinen letzten

Stern verliert. „Luft, Luft“, rufen die Passagiere, da jetzt

die Klimaanlage ausfällt. (Vor Stunden riefen sie noch

„música, música“, aber die kam auch nicht mehr.) Später

hören wir einen Knall, der Keilriemen verabschiedet sich.

Ihn auswechseln wäre eine Angelegenheit von fünf Mi-

nuten. Wäre das passende Ersatzteil dabei. Sieben Stück

liegen in der Werkzeugkiste, nur der nicht, der passt. In-

zwischen hat ein anderer Bus gehalten, nun greifen vier

Männer ein, zuletzt erfolgreich. „Paradies“ heißt unser

Fahrzeug, und wir alle sitzen in der „Königsklasse“. Wie

gut, dass der Mensch die Sprache erfunden hat. Sie half

noch immer aus der Realität.

Weiter, vorbei an Flüssen, in denen einsame Betonpfeiler

stehen, verschwunden jeder Wille, die Brücke fertig zu

stellen. Irgendwo sitzt ein Mann neben der Straße und

winkt. Ein Sack Zement und eine Leiter stehen neben

ihm. Der Maurer wartet auf einen, der ihn mitnimmt und

ihm Arbeit gibt. Im staubigen Mallaritos müssen wir blei-

ben, die Campesinos waren cleverer und schneller, die

hiesigen Barrikaden schafft nur noch ein Panzer. Ich bin

nicht unfroh über den Zwangsaufenthalt, unsere Flucht

hatte etwas Schäbiges. Die Sprecher der Bauern verhan-

deln bereits mit der Regierung in Lima. Bekommen sie

Recht, dürfen wir weiter. Nur so geht es. Nur wenn das

Land stillsteht – ist die Panamericana blockiert, steht es

still –, nur dann hört die Gegenseite hin.

An Mallaritos muss man sich gewöhnen. Wir sitzen in

der Bude von William. Ein Wirtshaus am Ende von Peru,

die Grillen landen auf der Tastatur meines Laptops, und

der Flirt mit Jene, der Cousine von William, gerät ins Sto-

cken. Denn dem Mädchen fällt ein, dass es zur Kirche ei-

„Kurz vor acht Uhr gelingt

es, die Sperre zu durchbrechen.“

len muss, zur Besprechung kommender Festivitäten für

eine der ortsansässigen Bräute des Herrn. Über kein

funktionierendes Telefon verfügen sie hier, aber über

zwölf verschiedene „vírgenes“, zwölf heilige Jungfrauen,

die sie verherrlichen. Der Satz Brechts, dass das Schicksal

des Menschen der Mensch ist, der Satz kam hier noch

nicht an.

Abends gehen Jene und ich die Dorfstraße entlang. Um

diese Zeit, wenn das Blei des Tages auf wundersame Wei-

se verschwunden ist, überkommt das Nest ein Schimmer

von Romantik. Rosafarbene Seide bespannt den Himmel,

ein dreibeiniger Hund hinkt treu neben uns her, aus zehn

Lautsprechern tönt „Radio ritmo romantica“, eine Frau-

enstimme schmachtet: „Mis labios extrañan tus besos

del fuego“, und meine Lippen vermissen das Feuer deiner

Küsse. Säßen Jene und ich in einem Pariser Café, mindes-

tens zwei Fotografen kämen an unseren Tisch und hin-

terließen ihre Visitenkarten mit der Bitte um Rückruf.

Um die Schöne abzulichten. In Mallaritos wirft niemand

einen Blick auf ihr Gesicht. Hier wird sie in Kürze Kinder

austragen und lautlos von ihren Träumen Abschied neh-

men. Vor Monaten ging sie noch in Trujillo ins Gymna-

sium. Jetzt geht sie nicht mehr, das Geld fehlt.

Als ich sie zurückbringe, kommen wir an der offenen Kir-

chentür vorbei. Dumpfes Geleier dringt heraus, augen-

blicklich beten sie für die Arbeitslosen. Auf dass der Herr

ein Beschäftigungsprogramm über Mallaritos abwerfe.

Draußen haben eine Million Grillen das Dorf besetzt. Als

ich unseren Schlafplatz, den Bus, betrete, höre ich alle

drei Geräusche auf einmal, das Schnarchen, das Beten

und Zirpen. Das produziert einen ziemlichen Lärm und

keiner scheint den andern zu stören. Nach Mitternacht

wachen die Hühner auf und gackern. Mallaritos bei

Nacht.

Um halb fünf kommt die beste Szene: Eine Lautsprecher-

stimme bellt plötzlich in die Nacht. Appell an alle, sofort

und zahlreich aufzustehen, um die Streikposten zu ver-

stärken. Und nach unglaublichen fünf Minuten sieht

man die Campesinos aus ihren Häusern wetzen, sich

noch im Laufschritt die armseligen Hemden überstrei-

fen. Noch besser: Nach nochmals drei Minuten kurvt En-

rique, der radelnde Eismann, hinterher und drückt pene-

trant auf seine Hupe, die Eismann-Hupe. Jede Revolution

hat ihre komischen Seiten …

02/12 – 41

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


office

42 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


Foto: Michael Jungblut

IM FOKUS:

DER SPIEGEL

Die SPIEGEL-Gruppe hat im letzen

Jahr ihr brandneues Domizil in der

Hamburger HafenCity bezogen. Das

Gebäude: architektonisch herausragend.

Der Umzug: eine logistische

Meisterleistung. Das Interieur: die

perfekte Verbindung von Alt und

Neu.

„Ein Sinnbild für Transparenz in Zeiten multimedialer

Kommunikation und Vernetzung“, beschrieb Verlagslei-

ter Matthias Schmolz den markanten Neubau, der nach

Plänen des Kopenhagener Architekturbüros Henning

Larsen entstand. Erstmals sind seitdem alle Mitarbeiter

und Marken (u. a. DER SPIEGEL, SPIEGEL ONLINE und

manager magazin) unter einem Dach vereint.

Ein renommiertes Verlags- und Medienhaus zieht bei

laufendem Betrieb um. Eine immense Herausforderung

und sicher auch ein Abenteuer. Wie schafft man das?

!

02/12 – 43

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


office

44 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

„Wenn ein Unternehmen wie die SPIEGEL-Gruppe um-

zieht, ist eine akribische Planung die Grundvorausset-

zung für das Gelingen. Es war unabdingbar, dass die

Heftproduktion nicht beeinträchtigt wird“, betont Ferdi-

nand Räthling, Leiter der Allgemeinen Verwaltung beim

SPIEGEL-Verlag. Deshalb wurde der Umzug der Abteilun-

gen Schritt für Schritt in einzelne Phasen aufgeteilt und

der jeweils günstigste Zeitpunkt abgepasst.

Das gilt auch für die Inneneinrichtung des neuen Gebäu-

des, deren Gesamtrealisierung mit Unterstützung des

ci-Hauses Gärtner in Hamburg erfolgte. Von der ersten

Besprechung bis zur finalen Umsetzung vergingen rund

zweieinhalb Jahre – inklusive mehrerer umfangreicher

Bemusterungen und der Abstimmung des von der Un-

ternehmensberatung Macon erarbeiteten Möblierungs-

und Logistikkonzepts.

Erklärtes Ziel: alte und neue Einrichtungselemente in

ein modernes Konzept zu überführen. So fanden viele

Bestandsmöbel der Hersteller USM und Knoll Internatio-

nal einen geeigneten neuen Platz. Einmal mehr bewies

sich dabei die Nachhaltigkeit des USM-Systems: Es wa-

ren Möbel aus vier Systemgenerationen, die nach dem

Umzug neu kombiniert wurden. In Kombination mit den

anderen Einrichtungslösungen (siehe Fotos) ist die Grat-

wanderung zwischen Tradition und Moderne einträglich

gelungen – nicht zuletzt dank perfekt durchdachter

Organisation.

SEITE 42/43: Die neue Kantine: In

Assoziation mit der Hafenumgebung

erhielt die Decke eine aus rund 4300

leicht verwinkelten Aluminium-Ronden

bestehende matt schimmernde Verkleidung,

die ähnlich wie Wasser das Licht

reflektiert. Die schwarzen Stühle von

Erik Jörgensen runden die zurückhaltende

Einrichtung ab.

LINKS: Gelungener Stilmix: Pop-Design

der 60er Jahre trifft auf funk tionale

Büro- und Besprechungsräume, die wiederum

ganz bewusst durch einzelne

farbliche Hervorhebungen unterbrochen

werden.


!"#$! %&'#$()*+)

P R O F A M I L Y

PRO

D E S I G N B Y K O N S TAN T IN GR C I C

P H O T O G R A P H Y B Y O L I V I E R O T OSCANI

!!!"#$%&'%''%"(&


selected

Der Sommer macht sich bereit – gerne auch in

I hrem Zuhause. Starten Sie Ihr persönliches

Wohn-Abenteuer mit den von uns ausgewählten

Produkten, die frischen Wind in Ihre vier Wände

bringen. Freuen Sie sich drauf.

02

46 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

selected

03

01

04


05

07

08

06

09

01_ROSY ANGELIS Anschalten und wohlfühlen.

Die Mischung aus funktionaler Stehleuchte

und formschönem Leuchtobjekt von Flos

(Design: Philippe Starck) schafft durch ihr

angenehm weiches Licht eine entspannte

Atmosphäre in jedem Raum. Sie kostet

ca. 451,– Euro. (ci)

02_LARA Im typischen Missoni-Design

kommt die Kollektion aus Bademänteln mit

Kapuze oder mit Schalkragen, aus Bade-,

Hand- und Gästetüchern daher. Beim

Bademantel paart sich die faszinierende

Farbgebung mit seidigem Velours außen und

saugfähigem Schlingenmaterial innen. Der

Bademantel ist für ca. 240,– Euro zu haben.

(Fachhandel)

03_THE WANDERS COLLECTION Typisch

Marcel Wanders: Seine Kollektion für Bisazza

Bagno besteht aus einer Reihe von Konsolen

und Spiegeln aus schwarz oder weiß

lackiertem Holz, die ihre barocke Anlehnung

stolz zur Schau tragen. Preis auf Anfrage. (ci)

04_MONSTER So schön kann ein Monster

sein? Ja, wenn er von Marcel Wanders

stammt (Hersteller: Moooi)! Sitzfläche und

Rückenlehne sind gepolstert und mit gestepptem

Kunstleder bezogen (ebenso die

Beine). Es gibt zwei Varianten: uni oder auf

der Rückenlehne mit einem Monstergesicht

bestickt– daher also der Name. Erhältlich ab

1.123 Euro. (ci).

05_PEWTER MULTICOLOR WASHED

CERVO BAG Was für den Mann der Porsche,

ist für die Frau die Bottega-Veneta-Tasche.

Allerdings ist sie nichts für Markenfetischisten,

denn ein sichtbares Firmenlogo sucht

man vergebens. Preis: wie abgebildet ca.

2.250,– Euro. (Fachhandel)

06_MOKA ALESSI Gemütliches Blubbern,

verheißungsvoller Duft. So gut kann Espresso

sein, besonders dann, wenn er aus der von

Alessandro Mendini für Alessi entworfenen

Espressomaschine stammt, die es ab 30,–

Euro gibt. (ci)

07_GOTHIC CHAIR Verspielt, farbenfroh,

modern, leicht, für drinnen und draußen und

vom Design Studio Job für Moooi entworfen.

Sein Preis: ab 280,– Euro. (ci)

08_DUII Nein, es ist kein Roboter und keine

Disney-Figur. Es ist eine Lampe von Foscarini

(Design: Diesel Creative Team), die auf dem

Schreibtisch ebenso hübsch aussieht wie auf

dem Nachttisch. Sie kostet ca. 384 Euro. (ci)

09_CLARITAS Jedes Stück dieser hochwertigen

Iittala-Glasserie, die von Timo Sarpaneva

stammt, ist einzigartig. Und das ist gut

so. Denn schließlich kann man für den

stolzen Preis von ca. 990,– bis 1.490,– (je

nach Größe) auch etwas verlangen. (ci)

02/12 – 47

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


selected

01_SOFT DREAM Sanfte Träume? Auch die

lassen sich auf dem Flexform-Sofa von

Antonio Citterio wunderbar realisieren, je

nachdem natürlich, welche Größe Sie wählen.

Preis auf Anfrage. (ci)

02_INLAY Ob als Sideboard oder als

Kommode – „Inlay“ (Design: Front, Hersteller:

Porro) imponiert durch eine wertvolle

Intarsien-Technik aus vier verschiedenen

Eichenfarbtönen, die einen dreidimensionalen

Eindruck entstehen lässt. Ca. 5.100 Euro. (ci)

03_SPECTRA Königliches Glas aus Dänemark,

und zwar aus der traditionsreichen

Glasmanufaktur Holmegaard. „Spectra“ von

Cecilie Manz ist ein Set von fünf Vasen

in den Farben Braun, Blau, Rosa, Hellgrün

und Dunkelgrün, das inein andergestellt

besonders schön wirkt. Ca. 170,– Euro.

( Fachhandel)

04_THE GUEST Gäste heißt man immer

willkommen! Besonders diese aus der

spanischen Porzellanmanufaktur Lladró der

Designer Jaime Hayón und Tim Biskup sowie

des Designstudios Devilrobots. Die großen

Figuren sind auf 250 Stück limitiert, die

kleinen gibt es nummeriert in Serie, und

zwar zum Preis von 1.980,– bzw. 550,–

E uro. (www.lladro.com)

05_MAGNETO Wer Funktionalität und

Schlichtheit schätzt, wird von der Foscarini-

Tischleuchte (Design: Giulio Iacchetti)

fasziniert sein. Denn sie verfügt über die

unsichtbare Kraft eines Magnets. Er verbindet

die beiden Elemente der Leuchte, den

stützenden Schaft auf dem kreisförmigen

Sockel und den kompakten Leuchtkörper

mit einer LED-Lampe. „Magneto“ kostet

ca. 298 Euro. (ci)

06_PIANI Das Design des Flos-Produkts,

entworfen von Erwan und Ronan Bouroullec,

ist von klaren Formen bestimmt und vereint

gleich zwei Funktionen. Zum einen ist sie

eine attraktive Leuchte, zum anderen eine

praktische Ablagefläche. Sie ist aus Kunststoff

und kostet ca. 214,– Euro. (ci)

07_DEEN Das Einfache ist das Besondere.

Minimiert im Volumen, präzise in der Form,

beweist Walter Knoll das mit diesem komfortablen

Stuhl, der von EOOS entworfen wurde

und für ca. 876,– Euro erhältlich ist. (ci)

08_FJORD Früher hieß es Hocker, heute sagt

man Pouf. „Fjord“ ist eine ganze Moroso-

Kollektion von Sitzmöbeln von Patricia

Urquiola, zu der auch dieser Pouf gehört.

Bestehend aus Kaltschaum, Lederbezug und

Stahlgestell kostet die kleine Variante

(44 × 50 cm) ca. 618,– Euro. (ci)

48 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

LESEN

01

05

02

06

Ein gutes Buch ist wie ein spannendes Abenteuer. Man lernt nie aus. 01_ARZTPRAXEN – In

immer mehr Arztpraxen wird ein angenehmes Umfeld geboten, das zur Heilung ebenso beiträgt

wie die technische Ausstattung und medizinische Kompetenz. Hier wird gezeigt, dass es viele

Praxisräume weltweit gibt, die gestalterisch höchsten Ansprüchen genügen. (Braun Publishing,

49,90 Euro) 02_100 INTERIORS AROUND THE WORLD: 25 YEARS – Informativ, unterhaltsam,

zum Nachmachen anregend: Diese opulent gestaltete Edition im Schuber versammelt Häuser und

Apartments von Acapulco bis Zürich zu einem Panorama des globalen Einrichtens. (Taschen Verlag,

39,99 Euro) 03_MODERNE MÖBEL: 150 JAHRE DESIGN – Moderne Möbel stellt auf über 700

Seiten die wichtigsten Entwicklungen und Highlights im Möbeldesign der letzten 150 Jahre dar.

(h. fullmann publishing, 24,99 Euro) 04_BÜCHERMÖBEL: ÜBER 300 IDEEN FÜR DAS LEBEN

MIT BÜCHERN – Wer seine Lieblingsbücher nicht verstecken, sondern sie zum Blickfang werden

lassen möchte, findet hier perfekte Beispiele. (DVA, 25,– Euro) 05_MODERN UND ZEITLOS

WOHNEN – Ein glanzvoller Fundus exklusiver Wohnideen, der tolle Inspirationen für modernes

und zeitloses Wohnen liefert. Etliche Fotos hochwertiger Einrichtungsideen führender Designer

begeistern und regen zur kreativen Umsetzung an. (Callwey Verlag, 69,50 Euro) 06_DIE SCHÖNS-

TEN PASSIV HÄUSER – WIE SIE BEHAGLICH WOHNEN UND DABEI AUCH NOCH ENERGIE

SPAREN – Wer sich mit Passivhäusern auseinandersetzt, sieht sich oft mit viel Theorie und

zahlreichen Vorurteilen konfrontiert und bekommt den Eindruck: Passivhaus ist gut für die Umwelt,

aber gar nicht gut fürs Wohlbefinden. Mit diesen Irrtümern wird nun aufgeräumt. (Brandstätter

Verlag, 39,90 Euro) 07_DIE BESTEN BÄDER ZUM WOHLFÜHLEN – präsentiert in einem wegweisenden

Buch voller inspirierender Ideen. (Callwey Verlag, 49,95 Euro) 08_WOHNTRÄUME – Perfekt

für alle, die schon lange davon träumen, ihre eigenen vier Wände in das Zuhause zu verwandeln,

das sie immer schon haben wollten. (frechverlag, 29,90 Euro)

01

03

07

04

08


02 03

04 05

06

07 08

02/12 – 49

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


selected

01 02

03

04 05

50 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

01_URBINO MULTICOLORE In sieben

Farben ist das von Trude Petri für KPM

entworfene Dekor erhältlich. Kaffeetasse

und Untertasse kosten ca. 300,– Euro.

(Fach handel)

02_QLOCKTWO W Time in words: Bei der

hochwertigen Armbanduhr von Biegert &

Funk erscheint die Uhrzeit in Worten statt

Zahlen. Ab Herbst im Handel erhältlich. Preis

auf Anfrage. (ci)

03_LC SHUTTERS Licht- und Schattenspiel

der Leuchte von Louis Poulsen (Design:

Louise Campbell) zaubern eine harmonische

Atmosphäre. Ab 425,– Euro. (ci)

04_NAKASHIMA STRAIGHT Der Stuhl von

Knoll International, gefertigt aus Walnuss-

und Hickoryholz, ist mit seinen klassischen

Formen charakteristisch für die Arbeit des

„Woodworkers“ und Designers George

Nakashima. Preis: ca. 1.095,– Euro. (ci)

05_SOFTSHELL Die große Auswahl an

Bezügen und Farben macht den Vitra-Stuhl

(Design: Ronan & Erwan Bouroullec) universell

einsetzbar. Preis: ab 500,– Euro (Stoffbezug).

(ci)

06_SIXTIES Charakteristisch für den

Gartensessel von Fermob (Design: Frédéric

Sofia) ist der Material- und Farbmix im Stil

der 60er Jahre. Für ca. 270,– Euro. (ci)

07_WALKMAN B170 Der handliche MP3-

Player von Sony lässt sich ganz einfach über

USB am PC anschließen. Es gibt ihn in Blau,

Pink, Schwarz und Rot. Je nach GB-Größe

kostet er ab ca. 40,– Euro. (Fachhandel)

08_MUSIC SYSTEM Holz statt Kunststoff –

die Kompaktanlage von Tivoli Audio ® ist mit

einem der besten Tuner ausgestattet, die

derzeit erhältlich sind. Ein perfektes Klangerlebnis

in Stereo zum Preis von ca. 1.000,–

Euro. (Fachhandel)

09_PANTONE BECHER Für mehr Farbe in

Küche/Büro – die Becher von Klein & More

(Design: Victoria Whitbread/Jackie Wilkinson)

sind in 20 Farbtönen erhältlich. Einzeln ca.

14,– Euro, 6er-Set ca. 81,– Euro. (ci)

10_PLASS Foscarinis Leuchte (Design: Luca

Nichetto) erinnert in ihrer Form an traditionelle

venezianische Perlen. Es gibt sie in

Aquamarin und Grau für ca. 1.820 Euro. (ci)

11_VP01 Der Teppich von Designercarpets

wird geprägt durch den typischen graphischen

Stil Verner Pantons (Entwurf: 1978).

Er wird aus Schurwolle handgeknüpft und

ist in diversen Größen ab ca. 1.600,– Euro

(150 × 200 cm) erhältlich. (ci)

12_KLARA TISCH Designerin Patricia

Urquiola ergänzt die „Klara“-Serie von

Moroso durch diese Tischkreationen. Die

unterschiedlichen Variationen lassen keine

Wünsche offen. Ab 490,– Euro. (ci)


06

07

08

11

HÖREN 1

09

01 02 03 04

Jedes Lied erzählt seine eigene Geschichte: Erleben Sie klangvolle Abenteuer fantastischer

Interpreten. 01_MARTYN – GHOST PEOPLE Auch sein zweites Album beweist:

Der talentierte Dubstep- und Techno/House Produzent schafft wie kein Zweiter beide

Stilrichtungen so überzeugend zu verbinden. Elektronik-Musik vom Feinsten 02_JAMES

BLAKE – JAMES BLAKE Weniger ist manchmal mehr: Der erst 22-jährige Sänger

und Komponist begeistert mit seinem ebenso einzigartigen wie hypnotischen Mix aus

Dubstep-, Soul-, Elektronik- und Pop-Elementen. 03_MELODY GARDOT – THE

ABSENCE Von der Wüste Marokkos, durch die Straßen Lissabons bis zu den Stränden

Brasiliens: Auf der Suche nach Abenteuer zog die Sängerin von Kontinent zu Kontinent –

und fing die Essenzen aller exotischen Orte für ihr neues Album ein. Das Ergebnis:

Klänge voller Sinnlichkeit. 04_BUGGE WESSELTOFT – SONGS Mit Jazz-Klassikern wie

„Giant Steps“, „Moon River“, „Darn That Dream“ und „My Foolish Heart“ zeigt Bugge

Wessel toft seine Wertschätzung und Dankbarkeit für diese wunderbaren Lieder.

12

10

02/12 – 51

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


selected

01

02

04

52 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

03

05

06 07

01_BOXY Spieglein, Spieglein – die außergewöhnliche

Kombination aus Beistelltisch

und Aufbewahrungssystem von Glas Italia

(Design: Johanna Grawunder) wird aus

reflektierendem Farbkristall gefertigt. Es gibt

diverse Formen und Farbvariationen, auch

mit Beleuchtung, ab 891,– Euro. (ci)

02_HIGHBOARD 120 Eric Degenhardt schuf

für Böwer diese grazile Kommode aus

Ulmenholz. Der Innenraum kann wahlweise

mit Schubladen oder Türen, Ablage und

offenen Fächern gestaltet werden. Ab

3.690,– Euro. (ci)

03_V.I.P. CHAIR Scheinbar schwebend –

die verdeckten Rollen an den Stuhlbeinen

machen es möglich. Die Filzpolsterung

verleiht dem Stuhl von Moooi (Design: Marcel

Wanders) seinen einzigartigen Charakter. Er

wurde speziell für die Expo 2000 in Hannover

gefertigt und kostet ca. 1.535,– Euro. (ci)

04_DRAGONFLY Das klappt – Designer

Karim Rashid kreierte dieses außergewöhnlichen

Objekt für Bonaldo. Zusammengeklappt

ein Lehnstuhl, entfaltet er geöffnet seine

Funktion als Chaiselounge. Wahlweise in

Leder oder Stoff gibt es ihn ab 2.000,– Euro.

(ci)

05_GLASVITRINE Dank klarer Formen und

Strukturen passt die Glasvitrine von USM

perfekt zu den USM Möbelbausystemen. Die

Vitrine ist ab 4.590,– Euro erhältlich. (ci)

06_BUBBLE ROCK Die Wohlfühloase von

Designer Piero Lissoni ist ein Archipel aus

Sitzfläche und Ablagen mit komfortabel

weichen Formen. Alternativ auch in diversen

Farbvariationen. Den Bezug gibt es wahlweise

in Stoff oder Leder sowie als wetterfeste

Version ab 3.620,– Euro. (Hersteller: Living

Divani) (ci)

07_ZELOS Ein guter Gedanke braucht wenig

Platz – oft reicht ein Blatt Papier oder ein

Laptop. Bei diesem Sekretär von ClassiCon

(Design: Christoph Böninger) verbindet sich

elegante Schlichtheit mit den funktionalen

Ansprüchen der Laptopgeneration. Die Arbeit

beginnt und endet durch das Öffnen und

Schließen der „Black Box“, eine Schreibfläche

aus Leder vollendet den sinnlichen Genuss

für ca. 3.280,– Euro. (ci)


HÖREN 2

01 02 03

04 05

06

NEW

PROGRAMM

190 Design Lievore Altherr Molina

Abenteuer ereignen sich auf der ganzen Welt. Und so manche können wir uns immer

wieder anhören. 01_DIE HELLEN TAGE – E in kleiner Ort in Süddeutschland: Aja, Seri und

Karl erleben magische Kindertage, bis ihre Freundschaft auf die Probe gestellt wird.

Einfühlsam umgesetzt. 6 CDs 02_DIE KÜNSTLICHEN PARADIESE – Die Gedichte des

französischen Dichters Charles Baudelaire (1821–1867) inspirieren bis heute Künstler auf

der ganzen Welt: Ein Plädoyer für den Rausch, die Fähigkeit und Bereitschaft zum Ausnahmezustand

des Geistes und der Sinne. 1 CD 03_MARINA – Der Internatsschüler Óscar

Drai streift durch die verwunschenen Villenviertel Barcelonas. Dort trifft er das junge

Mädchen Marina, und sein Leben verändert sich schlagartig. Gemeinsam werden sie in die

düsteren Geheimnisse des einst reichsten Mann der Stadt verwickelt. 6 CDs 04_DER

INSIDER – Jemand raubt systematisch Banken in Bagdad aus. Jemand bestiehlt Vincent

Ruiz. Und jemand lässt Richard North, Vorstand einer ehrwürdigen Londoner Bank, spurlos

verschwinden. Ex-Cop Ruiz und der Journalist Luca Terracini stoßen zufällig auf eine

internationale Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise reicht – Spannung pur! 1 CD

05_OLEANDERREGEN – Eine Tochter, die immer verschwiegen wurde, eine Familie, die

einzig die Lüge zusammenhält und ein Mann, der nur für die Liebe gelebt hat. Elisa reist

nach Sizilien zur Familie ihres verstorbenen Vaters – und trifft auf gut gehütete Geheimnisse.

1 CD 06_DER SIXTINISCHE HIMMEL – Rom, 16. Jahrhundert. Michelangelo

Buonarroti, der begnadetste Bildhauer seiner Zeit, soll im päpstlichen Auftrag die Decke

der Sixtinischen Kapelle gestalten. Nur widerstrebend macht er sich ans Werk, doch dann

entflammt seine Leidenschaft. 6 CDs

THONET GmbH Michael-Thonet-Straße 1, D-35066 Frankenberg

Tel. +49-64 51-508-119, Fax +49-64 51-508-128, info@thonet.eu, www.thonet.eu


selected extra

fit & fun

01_FUJI Wohlige Wärme und leckeres

Essen nach einem bewegenden Tag –

F uji, Feuerstelle und Grill in einem, trotzt

Wind und Wetter. Zunächst blankes

Stahlblech korrodiert im Laufe der Zeit;

der Kontrast von Ruß und Rost macht aus

Fuji ein wahres Kunstobjekt, das nie

gereinigt werden muss. Ca. 355,– Euro

inkl. Grillrost. (CAIRO/ci)

02_COVE Wohnzimmerkomfort unter

freiem Himmel: Die Outdoor-Kollektion von

Paola Lenti (Design: Francesco Rota) wird

mit exklusiven, firmeneigenen Stoffen

überzogen. Ab 5.550,– Euro (Ausführung

wie linkes Sofa). (ci)

03_EQ XDURO FS RX Elektrisch traumhaft

fahren. Dieses Haibike-Fahrrad ist

hochwertig gedämpft und erfüllt höchste

Ansprüche, auch hinsichtlich des Komforts.

Ca. 3.400,– Euro. (Fachhandel)

04_MINIBALL-TORWAND Das Runde

muss ins Runde. Bastian Schwippert und

Manfred Bleimeier als Designer wissen,

was Spaß macht: nämlich die Torwand

mit zwei Minifußbällen von wandkick.

Ihre Maße: BHT 76,3 × 112,5 × 1,5 cm;

ihr Preis: ca. 160,– Euro. (CAIRO/ci)

05_CHAIRLESS Sitzvergnügen für

Flexible: Das robuste Stoffband von Vitra

(Design: Alejandro Aravena) ermöglicht

eine entspannte Haltung an jedem Ort.

Ca. 20,– Euro. (CAIRO/ci)

06_SPORTWATCH GPS Einfach loslaufen.

Die Nike+ Sportwatch mit TOMTOM®

Navigation informiert über Zeit, Distanz,

Geschwindigkeit, Herzfrequenz und

verbrannte Kalorien für ca. 170,– Euro.

(Fachhandel)

07_SEAX Bei der Gestaltung dieses

anspruchsvollen Lounge-Sessels (Sitzpolster

separat erhältlich) von DEDON

dienten die eleganten Rennsegler des

America’s Cup Designer Jean-Marie

Massaud als Inspiration. Faltbare Perfektion

zum Preis von ca. 1.178,– Euro (wie

abgebildet). (ci)

08_ATLANTIC Mit schlichter Eleganz

schmückt die Liege von Gandia Blasco

(Design: José A. Gandía-Blasco) den

Garten. Gefertigt wird sie aus Nowood,

ein eigens vom Hersteller produziertes

und zu 100 Prozent recyclebares Material

aus pflanzlichen Fasern und Plastik.

Ab 1.285,– Euro. (ci)

54 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

01 02

Endlich ist der Sommer da und damit die Zeit für

Sport, Spiel, Spaß, aber auch Erholung. Was immer

Sie möchten – wir haben für jedes sportliche

Abenteuer und die verdiente Ruhe danach etwas

ausgesucht. Lassen Sie sich inspirieren.

03


04

05

06

07

08

02/12 – 55

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


aktionen und personen

aktionen

AUSGEZEICHNET

56 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

Das gewagte und innovative Ladenkonzept

des Münsteraner ci-Hauses Ventana wurde

vom Handelsverband Deutschland mit dem

1. Preis des renommierten „Stores of the Year

2012“ in der Kategorie „Living“ ausgezeichnet.

Ventana befindet sich in einem ehemaligen

Parkhaus, das eigentlich im Jahr 2009 der

Abrissbirne zum Opfer fallen sollte. Zu jener

Zeit jedoch war Ventana-Inhaber und Dipl.-

Ing. Architekt Josef Liesner (siehe Foto) auf

der Suche nach einer größeren Verkaufsfläche

für das Einrichtungshaus. Er verwandelte das

Parkhaus aus den 60er Jahren in ein modernes

Möbelhaus mit Loftcharakter, das auch

mit dem „Architekturpreis Beton 2011“ geehrt

wurde. Auf über 1.400 qm Ausstellungsfläche

„parkt“ Ventana jetzt im Kontrast zur alten

Industriearchitektur moderne Designer-Möbel

und -Leuchten.

VORGESTELLT

Den größten Teil unseres Lebens verbringen

wir mit Arbeiten, die meisten von uns im

Büro. Mit der Präsentation und Dokumentation

inspirierender Büroumgebungen will die

Initiative „StyleUpYourOffice.com“ (SUYO) die

Sensibilität für den Nutzen schön, ergonomisch

und effizient gestalteter Arbeitsumgebungen

wecken. Als digitale Plattform erfasst

SUYO besonders originelle Büroinneneinrichtungen

und porträtiert Atmosphäre und

Menschen in ihrer täglichen Arbeitsumgebung.

Dabei versteht sich SUYO als Plattform

für junge und mittelständische Unternehmen,

die ihr motiverendes und attraktives Arbeitsumfeld

nach außen präsentieren wollen. Eine

Initiative, die die creativen inneneinrichter

gern unterstützen.


personen

ENZO MARI INGO MAURER MATTEO THUN

Enzo Mari feierte am 27. April seinen 80.

Geburtstag. Im Laufe seines Lebens hat der

Künstler die italienische Designszene

entscheidend geprägt. Geboren 1932 im

norditalienischen Novara, zog es den jungen

Mari Anfang der 50er Jahre zum Studium der

Kunst und Literatur an die Mailänder

Accademia di Belle Arti de Brera. Er schließt

sich der freien Künstlergruppe „Nuove

Tendenze“ an und beginnt seine Forschungen

über die Psychologie der visuellen Wahrnehmung.

Enzo Mari wird auch als das Gewissen

des italienischen Designs bezeichnet,

Herstellungsmethode und Sinn eines

Produktes sind für ihn von besonderer

Bedeutung. Durch seine ausführlichen

Entwicklungsprozesse entstanden zahlreiche

Klassiker, wie beispielsweise der elegante

Stuhl „Tonietta“ für Zanotta. Charakteristisch

für seine Objekte ist das Gespür für einfache,

praktische Lösungen, die jedoch über den

reinen Funktionalismus hinausreichen.

Mittlerweile hat Enzo Mari mehr als 1.600

Produkte für Unternehmen wie Artemide,

Alessi, KPM, Zanotta oder Driade entworfen.

Das brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen

ein.

TONIETTA

Zanotta

Der „Poet des Lichts“, Ingo Maurer, feierte

am 12. Mai dieses Jahres seinen 80. Geburtstag.

Aufgewachsen als Sohn eines

Fischers auf der Insel Reichenau im Bodensee,

absolvierte er nach seiner Ausbildung als

Typograf ein Grafikstudium in München.

Anfang der 60er Jahre zog es ihn nach Amerika,

hier war er als freier Designer in New

York und San Francisco tätig. Im Jahr 1966

gründete er sein eigenes Label, bei dem er

bis heute Designer, Entwickler und Produzent

in einer Person ist. Bereits sein erster

Entwurf wurde zum Erfolg: „Bulb“ erhielt

diverse Auszeichnungen und wurde im

Museum of Modern Art ausgestellt. Zahlreiche

Kreationen, wie die geflügelte Birne „Lucellino“

und die Scherbenlampe „Porca Miseria“,

folgten. Sein Arbeitsfeld hat sich im Laufe der

Jahre deutlich erweitert. Neben der Gestaltung

von Leuchten für die serielle Herstellung

beschäftigt er sich auch mit der Planung

spektakulärer Lichtinstallationen, wie die

Illumination einer Issey-Miyake-Modenschau.

Seine Philosophie bleibt stets die gleiche:

„Licht ist stark. Es hat einen großen Einfluss

darauf, wie wir uns fühlen“.

DOUBLE T-FUTURE

Ingo Maurer

Matteo Thun rundet auf. Am 17. Juni feierte

der gebürtige Südtiroler seinen 60. Geburtstag.

1975 schloss Thun sein Architekturstudium

in Florenz mit summa cum laude ab,

später folgte seine Promotion. Als Schüler

von Oskar Kokoschka besuchte er zwischen

1973 und 1976 die renommierte Sommerakademie

in Salzburg. Drei Jahre später zog

es Thun nach Mailand. Dort stieg er in das

Unternehmen von Ettore Sottsass ein – erst

als Mitarbeiter, später als Partner. Gemeinsam

mit weiteren jungen Kreativen gründetete

Thun die italienische Design-Gruppe

Memphis, deren radikale Arbeiten prägend

für die 80er Jahre waren. Im Jahr 1984

machte er sich in Mailand selbstständig.

Zusätzlich unterrichtete er als Professor an

der Hochschule für Angewandte Kunst in

Wien.

Beeindruckend ist die Zahl seiner Auszeichnungen:

Den „Compasso d’Oro“ erhielt der

Kreativgeist gleich drei Mal, der „Gala Spa

Award“ oder der „Wallpaper Design Award“

reihen sich in die Sammlung ein. Thuns

Credo: Öko statt Ego. Möbel- und Leuchtenhersteller

wie Driade, Flos, Artemide oder

Belux übezeugt das immer wieder.

ARBA

Belux

02/12 – 57

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER


vorschau

NEU im

ci-portal

www.creative-inneneinrichter.de

58 – 02/12

DAS MAGAZIN DER CREATIVEN INNENEINRICHTER

TRENDSCOUT

KLARHEIT

Pragmatisch und mit einer klaren Formensprache

ausgestattet sorgen viele aktuelle Möbelentwürfe für

funktionale Harmonie fernab von verspielten Strukturen.

Dass sie sich in jedes Wohnumfeld integrieren

lassen und dabei alles andere als kalt sind, zeigen

wir Ihnen in einer kleinen Auswahl.

OFFICE

PLATZHALTER

Nicht nur für Akten: Im Büro sind Regale und

Regal-Lösungen als Unterbringungsmöglichkeit

unentbehrlich. Reichlich Platz müssen sie bieten,

robust müssen sie sein – und genauso flexibel,

damit sie räumliche Veränderungen ohne Probleme

mitmachen. Zum Glück gibt es viele Regale die all

diese Anforderungen erfüllen – wir zeigen, welche

das sind.

WOHNEN

GEWAGT WIE!

Imposanter Eindruck: Manche Möbel sind raumbestimmend

und sorgen auf den ersten Blick für

nachhaltige „Aha-Erlebnisse“. Wir haben uns in der

kreativen Szene umgesehen und besonders

außergewöhnliche Solitäre gefunden. Sie fragen:

Möbel oder Skulptur? Wir antworten: Warum denn

nicht beides auf einmal?

OUTDOOR

DA LEGST DI NIEDER!

Sommerzeit ist Outdoorzeit. Aber perfekt wird das

Leben draußen vor der Tür erst mit der richtigen

Liege – ideal für die sommerliche Lektüre oder für

den gepflegten Müßiggang. Die Anleitung für

besondere Horizontal-Entspannung bekommen Sie

von uns.

OBJEKT

KUNST UND CO.

Wer seinen Besuchern in Museen, Galerien und

anderen Kultureinrichtungen ungetrübte Blicke auf

Kunstgegenstände ermöglichen will, sollte mit

entsprechendem Mobiliar die Voraussetzungen dafür

schaffen. Wir haben ein paar Ideen dafür, damit das

auch wirklich gelingt.

HERSTELLERNACHWEIS

Abstracta (34), Acousticpearls (35, 36), Alessi

(47), Alias (7), Anglepoise (19), Arper (7), Artek

(22), B&B Italia (11, 13), Belux (57), Biegert&

Funk (50), Bisazza (46), Bonaldo (52), Böwer (52),

BuzziSpace (34), Casalis (25), Cassina (Titel, 6,

13), Cappellini (8), ClassiCon (52), Dedon (13, 55,

58), Designercarpets (51), Driade (10, 58), Edra

(12, 58), Erik Jörgensen (42), Established&Sons

(21, 28–30), Fermob (51), Flexform (48), Flos

(46, 49), Foscarini (20, 47, 49, 51), Fritz Hansen

(8), Gandia Blasco (55), Glas Italia (52), Hardoy

(25), Holmegaard (49), Living Divani (52), Louis

Poulsen (50), LUMAS (26), Iittala (47), Ingo

Maurer (22, 57), Kartell (8, 11), Keilbach Design

(54), Klein&More (51), Knoll International (50),

KPM (50), Lapalma (10), Lista Office (34), Magis

(24), Martinelli Luce (24), Marset (37), Max (25),

MDF Italia (13, 58), Missoni (46), Montana (58),

Moooi (9, 10, 12, 46, 47, 52), Nils Holger Moormann

(8), Moroso (8, 12, 20, 49, 51, 58), Muuto

(25), Nike (55), Paola Lenti (55), Porro (49), Riva

1920 (20), Ruckstuhl (36), Schneiderschramm (38),

Sedus/Mooia (38, 39), Tivoli Audio ® (51), Tom

Dixon (6), Twist (21), USM (26–27, 32, 52), Verpan

(21), Vitra (7, 19, 21, 22, 24, 26–27, 37, 50,

55), Walter Knoll (12, 49), Wandkick (55), Zanotta

(9, 25, 57), Zeitraum (9)

IMPRESSUM CI – Das Magazin der creativen inneneinrichter

erscheint dreimal jährlich im CI Verlag,

Spreestraße 3, 64295 Darmstadt, Tel. +49

(0)6151 39128-25, Fax +49 (0)6151 39128-28,

info@creative-inneneinrichter.de, www creativeinneneinrichter.de

Auflage 136.360 Heftpreis

4,50 Euro Redaktion Presseinfos, Anregungen,

Reaktionen bitte aus schließlich an: CI c/o moskito

pr, Hoerneckestraße 25–31, 28217 Bremen, Tel.

+49 (0)421 33558-701 Mailkontakt Büro der

Chefredaktion Birgit Osmer (osmer@moskito.de)

Verantwortlich für den Inhalt (v. i. S. d. P.) Steffen

Schmidt Anzeigen, Abonnements und Vertrieb

Sandra Gotha (info@creative-inneneinrichter.de);

es gilt die Anzeigenpreisliste gemäß der Mediadaten

2012 Chef redakteur Axel Stamm Creation

Eckard Christiani Art Director Asoomda Kim Redaktionsbeirat

Frank Anger-Lindemann, Kurt

Neuefeind, Klaus Seydlitz Autoren dieser Ausgabe

Andreas Altmann, Martin Höche-Heemsath,

Klaus Hofmeister, Wiebke Meynen, Birgit Osmer,

Axel Stamm, Marie Stelzer Fotografie Tonatiuh

Ambrosetti (37), Alejandro Aravena (55), Jörg Arend

für das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

(11), Nathalie Bauer (41), Marc Eggimann (26,

50), Camenzind Evolution für Google Zürich (37),

©iStockphoto.com/domin_domin (46), ©iStockphoto.com/nicolamargaret

(21), ©iStockphoto.com/

Photoevent (46), Jäger & Jäger (8), Michael Jungblut

(42), Klimahaus® Bremerhaven (25), Kay

Michalak (Titel, 18–25), Moroso (49), Steffen

Schmidt (6, 9), Axel Struwe (52), Photo Courtesy of

Knoll (50), Alessandro Paderni (8, 12, 51), Fotografie

Schaulin (44), Sedus Stoll AG (38, 39), Melanie

Wiora, www.lumas.de (26), Vitra (7, 27) Illustration

S uvaporn Photjananuwat Redak tionsassistenz

Patrick Calandruccio, Eugenie W. Gohr Herstellung

Kristin Abramowski, Vanessa Knief Druck Druckhaus

Kaufmann, 77933 Lahr (www.druckhauskaufmann.de).

Dieses Magazin und alle in ihm

enthaltenen Beiträge, Entwürfe, Abbildungen, des

Weiteren die Darstellung der Ideen sind urheberrechtlich

geschützt. Mit Ausnahme der gesetzlich

zugelassenen Fälle ist eine Verwertung einschließlich

Nachdruck ohne schriftliche Einwilligung

des Verlages strafbar. Es wird nur presserechtliche

Verantwortung übernommen. Für

unverlangt eingesandte Manuskripte übernehmen

wir keine Gewähr.


montana.dk /film/toys


SUITA

So vielseitig wie Ihr Leben: das neue Suita Sofa.

Suita Sofa, von Vitra in der Schweiz entwickelt, Design: Antonio Citterio


Die Einzelmöbel der grossen Sofafamilie Suita lassen sich vielfältig kombinieren. Zusammen mit der Auswahl an Materialien und Farben eröffnen sich unzählige Möglichkeiten,

um Suita passend zu Ihrer Wohnsituation zu konfigurieren. Tel. 00 800 22 55 84 87 info@vitra.de www.vitra.com Suita Sofa, fotografiert im VitraHaus, Vitra Campus 2010

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine