2/2013 • April • Mai • Juni magazin für nachhaltige entwicklung im ...

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2/2013 • April • Mai • Juni magazin für nachhaltige entwicklung im ...

magazin für nachhaltige entwicklung im landkreis neumarkt

2/2013 April Mai Juni

unterstützt durch:

KOSTENLOS

Themen dieser Ausgabe

Natur+LaNdschaft

Der Maulbeerbaum

umweLt

Benediktinerabtei Plankstetten

eNergie

Jurenergie plant Windpark mit

Vorbildcharakter

u.v.m.


Bürgergenossenschaft

im Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

regionale Investitionen in erneuerbare Energien – das bedeutet:

Sie haben ein geeignetes

Dach für eine PV-Anlage

oder ein Grundstück für

die Nutzung mit Erneuerbarer

Energie?

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die Wertschöpfung bleibt im Landkreis

unsere Heimat und Umwelt wird erhalten

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Internet: www.jurenergie.de

E-mail: info@jurenergie.de

Telefon: 09181 470-256 oder 09181 50929-0

Telefax: 09181 4706756 oder 09181 50929-70


Liebe Leserinnen und Leser,

EDITORIAL

Schimmelpilze im Futtermais, falsch deklariertes Pferdefleisch, Novoviren in chinesischen

Erdbeeren, Dioxin in Hühnereiern, Gammelfleisch im Döner – eine willkürliche

und keineswegs vollständige Auflistung von Lebensmittel-Skandalen aus der

jüngsten Zeit. Der kritische Beobachter fragt sich, welche Konsequenzen daraus

gezogen werden, zumal die Zeitabstände von einem Skandal zum anderen nicht

nur gefühlt immer kürzer werden.

Die Reaktionen auf jeden neuen Skandal laufen nach einem relativ vorhersehbaren

Muster ab: Die zuständige Politik bringt ihre Empörung zum Ausdruck, kündigt

harte Konsequenzen und wirkungsvolle Abhilfe z.B. durch stärkere Kontrollen

an und gibt gleichzeitig Entwarnung, dass eine gesundheitliche Gefährdung der

Bevölkerung doch zu keiner Zeit bestanden habe. Und die Verbraucher? Sind auch

empört (jedoch allenfalls kurzzeitig) und kaufen weiter ein. Leider vielfach nicht

beim gerne zitierten Metzger oder Gemüsebauern ihres Vertrauens, sondern lieber

beim Discounter der kleinen Preise.

Man kann der Politik sicher vorwerfen, nicht ausreichend oder konsequent genug

auf die zahlreichen Skandale zu reagieren. Doch was kann die Politik wirklich

verändern, solange wir Verbraucher uns nicht ändern? Wer gezielt das Kilo

Schweinebraten für 2,99 € in den Einkaufskorb legt, darf nicht ernsthaft erwarten,

dass dieses Stück Fleisch hinsichtlich seiner Produktionsbedingungen über jeglichen

Zweifel erhaben ist. Und er darf ebenso wenig erwarten, dass der o.g. Metzger, der

seinen Schweinebraten als hochwertiges, nachhaltig erzeugtes regionales Produkt

anbietet, dies ebenfalls für 2,99 € pro Kilo tun kann.

Zu dieser Erkenntnis zu gelangen bedarf eigentlich keiner besonderen geistigen

Leistung. Daher muss man vielmehr annehmen, dass es einfach viel zu vielen

Verbrauchern egal ist, was sie essen – Hauptsache billig. Oder ist einfach die

Toleranzgrenze noch nicht überschritten? Dann müsste man – so zynisch es klingt

– schon fast hoffen, dass die Skandale in noch schnellerem Tempo und in noch größerem

Ausmaß über uns hereinbrechen, damit wir umdenken.

Dass dieses Umdenken auch ohne Skandale gelingt, dazu gibt es unser Magazin

Ansporn – ein Ansporn zu nachhaltigem Handeln.

Viel Vergnügen bei der Lektüre der neuen Ausgabe wünscht

Roland Hadwiger

Redaktion Ansporn

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INHALT

Editorial ________________________________________________ Seite 3

Natur + Landschaft

Der Maulbeeerbaum (Morus alba) ______________________________ Seite 6

Verständnis schaffen für den Biber _____________________________ Seite 16

Die Bekassine – Vogel des Jahres 2013 ________________________ Seite 18

Umwelt

Hobbygärtner aufgepasst! __________________________________ Seite 20

Benediktinerabtei Plankstetten öffnet Klausur

für Einblicke ins Klosterleben _________________________________ Seite 22

Soziales

Der Rettungsdienst im Landkreis Neumarkt ____________________ Seite 28

Menschen begleiten Menschen, die mit einer psychischen

Erkrankung leben _________________________________________ Seite 31

Energie

Tourismus

plant Windpark mit Vorbildcharakter ____________ Seite 33

5 Jahre Qualitätsweg Jurasteig! ______________________________ Seite 39

Nachgedacht

I a ______________________________________________________ Seite 44

„Abseitz“

„MATRIX“ _______________________________________________ Seite 45

Veranstaltungen

April ____________________________________________________ Seite 53

Mai _____________________________________________________ Seite 56

Juni ____________________________________________________ Seite 62

Impressum ______________________________________________ Seite 66

Titelbild: Kloster Plankstetten

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NATUR + LANDSCHAFT

Der Maulbeerbaum (Morus alba)

– historische Seidenraupenzucht im Landkreis Neumarkt

Weißer Maulbeerbaum in Sulzbürg am Badberg.

Bereits seit dem 16. Jahrhundert wurde in Deutschland,

vor allem in Weinanbaugebieten, eine Baumart die aus

China stammt angepflanzt – der Maulbeerbaum (Morus

alba). Er war eigentlich nicht zur Holznutzung gedacht. Um

nicht die teure Seide aus China zu importieren, sollte hierzulande

die Seide aus den Kokons des Seiden- oder Maulbeerspinners

(Bombyx mori) gewonnen werden.

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NATUR + LANDSCHAFT

Von China aus wurde der Maulbeerbaum entlang der Sei denstraße

schon im sechsten Jahrhundert vor Christus in den Mittel

meerraum gebracht.

„Wir können die Seide selbst erzeugen.“ – so ein Satz des Bo tanikers

Franz von Paula Schrank Ende 1700 über die Sei den raupen

zucht in Bayern.

Friedrich der Große und die bayerischen Kurfürsten ließen im 18.

Jahrhundert die Maulbeerbäume pflanzen, um aus wirt schaftli

chen Gründen die Seidenproduktion zu fördern. Diese Be mühun

gen waren wenig erfolgreich.

Als weitere Art stammt die Schwarze Maulbeere (Morus nigra)

aus Asien. Die Rote Maulbeere (Morus rubra) ist ursprünglich

im östlichen Nordamerika beheimatet. Die Früchte aller Arten

sind essbar, die der Weißen Maulbeere schmecken eher fad.

Maulbeerenfrüchte sind bei uns getrocknet in Naturkostläden

erhältlich. Ihr Aussehen erinnert an längliche Brombeeren.

Die Maulbeere wurde 2002 als Baum des Jahres für Frankens

Weinberge gewählt.

Frucht der Weißen Maulbeere (Morus alba).

In China wird aus den Maulbeerfrüchten sogar Wein produziert.

Der Maulbeerbaum wird nur 6-15 m hoch. Die Krone ist schirmförmig,

breit ausladend, der Stamm kurz und oft gewunden. Die

sommergrünen Blätter sind unterschiedlich groß, teils rundlich,

teils herzförmig, asymmetrisch und am Rand gekerbt.

Die Maulbeere wächst gut auf fruchtbaren und durchlässigen

auch kalkhaltigen Böden in sonniger Lage. Die Gattung umfasst

etwa 10 bis 15 Arten.

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Chinesische

Postkarte mit

Früchten der

Maulbeere und

Maulbeerwein.

Zweig der Weißen

Maul bee re

(Morus alba).

Seidenraupe

auf einem

Maulbeerblatt

(Briefmarke aus

der Türkei).

NATUR + LANDSCHAFT

8


NATUR + LANDSCHAFT

Bereits 1801 berichtet Michael Georg Regner in „Einige Fin gerzeige

zur Beförderung des großen Projektes die Donau mit dem

Rheine zu vereinigen“ über die Kultur der Maulbeerbäume und

der Zucht der Seidenwürmer. In der Gegend von Regensburg

wurde dafür eine Baumschule errichtet und der Vorschlag gemacht

am neu zu errichtenden Ludwig-Donau-Main-Kanal

Maulbeeren zu pflanzen. Die Seidenraupenzucht sollte als kleiner

Nebenerwerb den Kanalwärtern und deren Familien dienen. Die

Maulbeerbäume sollten an den Ziehwegen des Kanals zwischen

weit voneinander stehenden Obstbäumen, ungefähr 10.000 auf

eine halbe Meile, gepflanzt werden.

Die Pflanzung von Maulbeeren wurde aber höheren Orts für den

Kanal als nicht geeignet erkannt und untersagt.

Das Intelligenzblatt für den Rezatkreis berichtete 1827 über

Johann Georg Schlierf, Seifensieder in Sulzbürg im Regenkreise,

dass dieser die doppelte silberne Medaille als 8. Preis für die

Seidenraupenzucht erhalten hat. Er war der erste in Sulzbürg,

der mit Eifer für den Seidenbau arbeitete und durch sein

Beispiel mehrere zur Nachahmung aufmunterte. Seine Seiden-

und Maulbeerbaumzucht hält gleich Schritt; 500 zweijährige

Sämlinge sind zur unentgeltlichen

Abgabe bestimmt; sein diesjähriger

Cocons Gewinn waren 4000

Stück; er hat einen sehr gemütlich

abgefassten Aufruf an den bayerischen

Landsmann bezüglich auf die

Seidenzucht vorgelegt, in welchem

schöne und nützliche Bemerkungen

enthalten sind. Seine Leistungen,

aus einem schlichten Verstande hervortretend,

sprechen umso mehr Berücksichtigung an. – soweit der Bericht.

Seidenraupenkokon (Briefmarke aus der Türkei).

Martin Friedrich Lucker berichtete in seiner Chronik über die

Ereignisse in Sulzbürg 1840, dass am 18. April Joh. Georg Schlierf,

Seifensieder, gestorben, der den Anfang gemacht hat Seide zu

bauen, mit gutem Erfolg und zu seinem großen Ruhm. Er hat

zweimal silberne Denkmünzen bekommen.

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NATUR + LANDSCHAFT

Am 5. Februar 1841 ist Lucker selbst dem Seidenbauverein

Sulzbürg beigetreten.

Die Statuten waren folgende:

Der Verein, welcher die Absicht hat, in und außerhalb der Gemein

de die Seidenzucht zu begründen, bildet sich auf einen Zeitraum

von 4 Jahren.

Jedes Mitglied verpflichtet sich, jährlich ein beliebiges Quantum

Maulbeersamen zu säen, die Pflänzchen zu warten und die

Bäumchen auf öde Gemeindeplätze, auf seinen eigenen oder

zur Schule gehörigen Grund und Boden zu pflanzen und diese

Pflanzung sorgfältig zu pflegen.

Die Mitglieder haben unter sich einen Vorstand, welcher die

Mitglieder mit Maulbeersamen unterstützt, denen, welche schon

Maulbeerbäume besitzen und die Seidenzucht betreiben wollen,

Raupeneier zu reichen und nötigenfalls die nötige Aufklärung zu

geben, überdies die nötige Correspondenz zu führen.

Der Verein berichtet bei allen Vorkommenheiten an die Mut teranstalt,

nämlich die Gesellschaft zur Beför

derung des Sei den baues in Bayern in

Regensburg, erholt sich von derselben die

nötigen Aufschlüsse und Belehrungen.

Die Mitglieder des Vereins werden in ein

Verzeichnis gebracht, dem Direktorium

des Centralvereins übergeben und von diesem

dem Vorstande oder der kgl. Kreis regie

rung vorgelegt.

Schwarze Maulbeere, Briefmarke aus Moldavien.

Weiterhin wurde in „Kurze Chronik der

Grafschaft Wolfstein, des Marktes Sulzbürg“ von Johann

Kleemann 1889 berichtet: Ein anderer Erwerbszweig war die der

Seidenbau-Industrie.

Diesem widmete sich mit allem Eifer der verstorbene Seifensieder

Gg. Schlierf von hier. Er war der Erste, welcher sich für diese Sache

hier und in der Umgegend annahm, eine Maulbeer-Pflanzung

anlegte, und die Seiden-Raupenzucht einführte.

Dieser Schlierf säte Maulbeersamen und erhielt mehrere tausend

Stämmchen von denen er viele um die billigsten Preise verkaufte

und seine vielen Freunde und Landwirte durch Wort und

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NATUR + LANDSCHAFT

Beispiel ermunterte, Maulbeerbäume zu pflanzen, um Seide gewinnen

zu können. Er legte seine Kenntnisse und Erfahrungen

in einem Werkchen nieder, sandte es dem landwirtschaftlichen

Vereine in München, der dasselbe sehr wohlgefällig aufnahm,

ihm Preisbücher zuschickte und zum anhaltenden Fleiße aufmunterte.

Er hatte die Freude einige Jahre 50-60 Pfund Cocons

der Seidenzucht-Inspektion in Regensburg senden zu können.

Für die gute Sache starb er leider zu früh.

Seinem Beispiele da hier folgten als Seidenzüchter:

1) Dessen Schwiegersohn März,

2) Der katholische Lehrer Riehl,

3) Der protestantische Lehrer Meisel,

4) Der Schneidermeister Schlierf,

5) Der Bürgermeister und Weber Lucker.

Der kgl. Hr. Landrichter Fr. Gustav Wülfert sel. Andenkens und

dessen Nachfolger Herr Joachim von Ruef unterstützten und beförderten

das Unternehmen. Der damalige Gemeinde-Vorstand

Lucker erhielt die silberne Medaille.

Zeitzeugen aus unserer Zeit berichten heute noch über die

Maulbeeren und die Seidenraupenzucht in Sulzbürg. So erinnert

sich eine Frau aus Sulzbürg, dass eine Familie in der

Schwabengasse in Sulzbürg für so komische Raupen um 1941

Blätter zupfen oder Äste abschneiden musste, die aus einer

Hecke von Maulbeeren an der Grundstücksgrenze stammten.

Über die Pflanzzeit konnte sie keine Jahreszahl nennen, jedoch

Hitlers Regime brauchte Seide im Zeitraum von etwa

1942-1943 für Fallschirme in seiner Luftwaffenflotte. Da gab

es aber Probleme mit der Abnahme der Seide und auch der

vielen Arbeit die damit verbunden war. Wegen eines schweren

Unfalls hat die Familie den Nebenerwerb wieder aufgegeben.

Die Maulbeerbüsche wurden damals mehrmals für die

Laubgewinnung geschnitten und später von schneller wachsenden

Sträuchern und Bäumen überwuchert, wodurch heute keine

Maulbeere mehr vorhanden sind.

Heute stehen noch zwei Maulbeerbäume nebeneinander direkt

am nördlichen Wegesrand des Badberges nach den Häusern der

„Schwarzer Winkel Gasse“ Richtung Schlüpfelberg und sind mit

11


NATUR + LANDSCHAFT

einer Tafel gekennzeichnet. Ob diese Bäume im Dritten Reich

oder schon um 1830 gepflanzt wurden, könnte nur durch eine

Bohrkernprobe ermittelt werden. Eine Zeitzeugin berichtete

über 2 Maulbeerbäume im sog. Fleckenweg. Das sind die Bäume

die heute noch stehen. Allerdings kann sie sich nur leicht daran

erinnern, ob die Gemeinden damals von Oben herab aufgefordert

wurden, Plätze zur Bepflanzung mit Maulbeeren zur

Verfügung zu stellen.

Aktueller Standort der Maulbeeren in der Schwarzen Winkel Gasse am Badberg in Sulzbürg.

So nebenbei nur eine kleine Geschichte von Hans Fürst, der

auch die Zeitzeugen befragte, über zwei sparsame Brüder aus

Sulzbürg, die ihr Viehfutter und Obst auf den Markt in Neumarkt

mit dem Schubkarren aus Sparsamkeitsgründen zu Fuß

brachten, obwohl damals schon die Eisenbahn mit der Sta tion

in Rocksdorf bestand. Sie bemerkten nebenbei, als der Eisenbahn

zug sie überholte, „denen wird’s jetzt stinken wenn wir mit

dem Schubkarren fahren“. Aus Sparsamkeitsgründen gingen sie

fast das ganze Jahr barfuß. „Beim Fuß wächst das Leder wieder

von selbst nach, was beim Schuh nicht der Fall ist“, waren ihre

Antworten. Da braucht sich niemand wundern wenn diese geizigen

Brüder keine Frau bekamen. Es spiegelt aber die Ver hältnis

se einer Zeit wider, wo die Menschen noch sparsam sein, und

kleine Nebenverdienste wie die Seidenraupenzucht oder wie in

Sulzbürg durch Obstverkauf, nutzen mussten.

12


NATUR + LANDSCHAFT

Chromolithos Produits Liebig, Paris, über die Seidenraupenzucht.

Auf den Chromolithokärtchen der Firma Liebig, die ihren Le bens -

mit telprodukten beigelegt wurden, ist der Ablauf der Sei den raupen

zucht abgebildet. Von der Maulbeerbaumplantage wer den

die Blätter entnommen, auf Zuchttischen ausgelegt, die Rau pen

werden nach und nach größer und verpuppen sich schließ lich.

Was einem Liebhaber edler Seidenstoffe hier nicht vor ent halten

werden soll ist das anschließende Kochen der Ko kons. Hier werden

die noch lebenden Puppen abgetötet. Die Sei den fäden werden

einzeln aufgenommen und abgewickelt. Die Sei den stoffe

sind also ökologisch betrachtet nicht einwandfrei hergestellt.

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NATUR + LANDSCHAFT

„Hast du noch deine Schmetterlingssammlung?“ Das war die

Frage an mich anlässlich eines Klassentreffens mit meinen Volksschul

kameraden, die ich teilweise seit 50 Jahren nicht mehr gesehen

hatte. Nun, ich habe sie noch. Angeregt durch unseren

Leh rer züchtete ich damals verschiedene Schmetterlingsarten

aus Eiern und bekam somit Einblick in die Entwicklung von

Schmet ter lingen. Darunter war auch der

Chinesische Eichen sei den spinner (An therea

pernyi). Die Blätter unserer hei mischen

Eichen sind als Nah rungs grundlage

für diese Art geeignet. Die Seide

der Kokons ist allerdings braun und

nicht weiß wie beim eigentlichen Seiden

spinner. Durch den Verkauf der Pup-

Chinesischer Eichenseidenspinner, männlich

(Antherea pernyi).

pen konnte ich mein geringes Ta schengeld

aufbessern.

Der farblich eher unauffällige Seidenspinner stand damals zur

Vermehrung nicht zur Verfügung. Blätter von einigen Maul beerbäumen

hätten aber im Nachbarort gewonnen werden können.

Jede Schmetterlingsart hat seine eigene Futterpflanze. Der

Seidenspinner (Bombyx mori) ist auf Maulbeerblätter angewiesen.

Wenn aus den Schmetterlingseiern die kleinen Raupen ausschlüpfen

beginnen sie sogleich an den Blättern zu fressen und

müssen täglich mit frischen Blättern versorgt werden. Es werden

Äste in Vasen gesteckt, damit sie länger frisch bleiben. Sind

die Blätter abgefressen oder vertrocknet müssen diese sofort

ersetzt werden. Nach mehrmaliger Häutung der Raupen beginnt

die Verpuppung. Dazu spinnt die Raupe ein Kokon in dem

sie zuerst die Blätter als Schutz zusammenzieht und sich einspinnt.

Nach wenigen Wochen schlüpft der Schmetterling aus

der Puppe durch das Kokon und beginnt nach der Begattung

gleich mit der Eiablage.

Um die Seidenraupenzucht zu ermöglichen wurden mehrere ausführliche

Beschreibungen ausgearbeitet. Über die „Sei den raupen

zucht und Cultur des Maulbeerbaumes in China“ schrieb E.

Reichen bach 1867. Zur „Maulbeerbaumpflege und Sei den rau penzucht“

von Johann Ferdinand Schmidt von Bergenhold wurden

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NATUR + LANDSCHAFT

1866 in Prag vier Vorträge gehalten. In 156 Paragrafen wurde 1829

in „Gründlicher Unterricht für den Bürger und Landmann in der

Maulbeerbaum- und Seidenraupenzucht“ auf allerhöchsten Befehl

von der Deputation für den Seidenbau in Bayern, eine genaue

Anleitung für die Seidenraupenzucht gegeben. Zur Zucht wurden

an Besitzer von Maulbeerbäumen kostenlos Eier des Seidenspinners

überlassen. Allerdings war den Be mü hun gen kein dauerhafter

Erfolg beschieden, ebenso wie bereits ein früherer Versuch unter

Kurfürst Karl Theodor an zu geringer Seidenausbeute gescheitert

war. Das ehemalige, von König Ludwig I. 1833 erbaute Fa bri kations

ge bäu de, eine Sei den spinnerei mit Maulbeerbaumplantagen

in Regensburg auf der Winzerer Hö he bei Pfaffenstein, ist heute

als Tanzcafé Sei den plan tage bekannt.

Verschiedene Seidenspinnerarten auf einer

Koreanischen Briefmarke.

Billige Seidenimporte aus Südostasien Anfang des 20. Jahr hunderts

machten die europäische Seidenzucht und damit auch die

europäischen Maulbeerbäume überflüssig und verdrängten sie

von den Alleen, wo sie oft zu finden waren.

Bleibt trotz der Pleiten mit der Seidenraupenzucht doch die Hoffnung,

dass als Hinweis auf die vergangenen Versuche Maul beerbäume

für die Seidenraupenzucht anzubauen, diese wieder an

sonnigen Stellen anzusiedeln, um hierzulande an die historische

Seidenproduktion zu erinnern.

Christian Wolf

Chinesische Postkarte über die Seidenstoffproduktion in China.

15


Verständnis

schaffen für

den

Biber

NATUR + LANDSCHAFT

Sechzehn Naturführer(innen) von

Aschaffenburg bis Pfaffenhofen erlebten

im Umweltbildungs- und Regio

nalentwicklungszentrum HAUS

AM HABSBERG eine pra xis nahe

Weiterbildung für eigene Ver anstaltungen

rund um den Biber. Für

die beiden Veranstalter, das Bil dungswerk

des Bund Naturschutzes und

das HAUS AM HABSBERG, war die

Multiplikatorenschulung eine rundum

gelungene Kooperation.

Martin Schmid, HAUS AM HABSBERG (ganz links) und Uli Sacher-Ley, Bund Naturschutz Bildungswerk (6. von

links) freuten sich über die erste gemeinsame Multiplikatorenweiterbildung

Über 100 Jahre war der Biber in Bayern ausgerottet und

nur durch eine erfolgreiche Wiederansiedelung finden

sich heute an fast allen örtlichen Gewässern abgenagte

Bäume, Dämme und Burgen aus Ästen – die Spuren der Biber.

Weil der Biber aber sein Revier nach seinen Wünschen gestaltet,

dabei Bäume fällt und Fließgewässer anstaut, müssen immer

wieder sogenannte Bibermanager zwischen Tier und Mensch

verhandeln und Hilfen, z.B. in Form von Ausgleichszahlungen anbieten.

16


NATUR + LANDSCHAFT

Für die genannten Bibermanager und Naturführer(innen) hatte

die Referentin und Diplom Forstwirtin Anke Simon aus

Fürstenfeldbruck viele Tipps, wie man eine Wanderung rund um

den Biber lebendig und mit vielen Spielen gestalten

kann. Welches Anschauungsmaterial

gehört in den Rucksack und wie können schon

Kinder und Jugendliche die weitreichenden

Zusammenhänge von ökologischen und ökonomischen

Aspekten im Sinne einer Bildung

für nachhaltige Entwicklung verstehen? Die

Referentin gab dazu ihre Erfahrungen zu

über 80 selbst gestalteten Aktionen und

Spielen weiter und vieles davon wurde am

Außengelände des HAUSES AM HABSBERG

ausprobiert und diskutiert.

Für die Umweltbildner am HAUS AM HABSBERG war die Weiter

bildung ein Blick hinaus über die wasserarme Kuppenalb

zwischen Lauterhofen und Velburg. Die Geschäftsstelle organisiert

deshalb schon seit Jahren Führungen für Schulklassen

und Wanderungen zum Thema Biber an passenden Orten im

Landkreis Neumarkt.

Martin Schmid

Haus Am Habsberg

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Fotos: S. Lessig


NATUR + LANDSCHAFT

Die Bekassine –

Vogel des Jahres 2013

Kaum eine Vogelart veranschaulicht die Veränderungen, die

die Kulturlandschaft in den vergangenen fünfzig Jahren erlebt

hat, so klar wie die Bekassine: Einst ein Allerweltsvogel

feuchter Niederungen sind die Bestände dieser Schnepfenart dramatisch

zurückgegangen und auf wenige Restvorkommen zurückgedrängt

worden. Dabei ist die Bekassine, was die Größe ihres

Lebensraumes angeht,

durchaus genügsam.

Ihr reichen auch kleinere

Feuchtflächen, Seigen und

flache Uferbereiche aus, um

überleben zu können. Den

maßgeblichen Faktor für

ihren Lebensraum bilden

ganzjährig feuchte oder

nasse Wiesen, in denen sie

mit ihrem langen Schnabel

im weichen Erdreich nach

Würmern und Kleintieren stochern kann. Diese Lebensräume sind

wegen der fast flächendeckenden Drainierung der Talauen im Zuge

der Flurbereinigung weitgehend verschwunden.

Ihr Nest legt die Bekassine versteckt im halbhohen Gras, auf Bulken

im Moor oder im Uferbereich von Gewässern an. Die Küken sind

Nestflüchter, die den Eltern sofort nach dem Schlüpfen folgen. Nur

ihrer hervorragenden Tarnung verdanken die jungen Bekassinen,

dass sie vor natürlichen Feinden wie Fuchs oder Greifvögeln geschützt

sind.

Im Landkreis Neumarkt brütet die Bekassine nur noch verein-

18


NATUR + LANDSCHAFT

zelt im Tal der Weißen Laaber sowie im Deusmauer Moor. Das

Deusmauer Moor ist eines der bedeutsamsten Rückzugsgebiete

dieser Schnepfenart im großen Umkreis. Dort sind noch rund 20

Brutpaare beheimatet. Um die Bekassine und andere bedrohte

Tier- und Pflanzenarten der Feuchtwiesen zu schützen, ist es

zwingend erforderlich, die Wiesenflächen regelmäßig zu mähen.

Verbuschen oder verschilfen die Feuchtwiesen, verschwindet

die Bekassine, und mit ihr eine Reihe anderer seltener Arten (z.B.

das Sumpfläusekraut). Deshalb ist es wichtig, den Menschen die

Bedeutung des Deusmauer Moores verstärkt ins Bewusstsein zu

rufen. LBV und Bund Naturschutz besitzen mehrere Grundstücke

im Moor, für deren Pflege zu einem wesentlichen Teil der

Landschaftspflegeverband Neumarkt

Sorge trägt. Mit dem alljährlichen

Moortag leistet der Bund Naturschutz

wichtige Öffentlichkeitsarbeit. In diesem

Frühjahr bietet der LBV zwei Führungen

zu den Lebensräumen der Bekassine an

(siehe Programmteil).

Der Schutz der Moore dient nicht nur

der Erhaltung der Artenvielfalt, sondern

auch dem Klimaschutz. Naturnah

bewirtschaftete Moorböden speichern

Kohlendioxid und wirken somit

dem Treibhauseffekt entgegen. Staat

und Gesellschaft sollten deshalb einen

Teil der Gelder für den Klimaschutz für

die Erhaltung von Mooren und feuchtem

Grünland bereitstellen. Die Bekassine ist ein hervorragender

Indikator für intakte Moore und Feuchtwiesen, ihr Überleben

sollte uns deshalb ein wichtiges Anliegen sein.

Nähere Informationen zum Vogel des Jahres 2013 finden Sie unter:

www.lbv.de

Dr. Bernd Söhnlein

LBV Ortsgruppe Neumarkt

19


Bündnis

agrogentechnikfreier

Landkreis Neumarkt

vom Acker bis zum Teller

Zivilcourage Neumarkt e.V.

www.zivilcourage-neumarkt.de

UMWELT

Zivilcourage Neumarkt e.V. - Bündnis für einen

agrogentechnikfreien Landkreis Neumarkt informiert

Hobbygärtner

aufgepasst!

Monsanto als ungebetener Gast im Garten

Eine immer stärkere Vernetzung auf dem Saat gut markt erschwert

es Hob by gärt nern den Über blick über die Herkunft

ihres Saat gu tes zu bekommen. Durch verdeckt gehalte-

Syngenta Dow Chemicals

DuPont

Bayer

BASF

Lizensaustauschverträge und Partnerschaften „Joint Venture“

Monsanto

De Ruiter Seeds

2008 aufgekauft

Volmary

Dt. Kontakt f. „De Ruiter“

Bruno Nebelung

Kiepenkerl

Sperli

Seminis

2005 aufgekauft

Gärtner Pötschke

20

ne Übernahmen oder Be tei ligungen

von großen Chemie-Gigan

ten wie Mon san to, Bayer

Crop Science und Syn gen ta

an traditionellen Marken und

Saatgutvertrieben wie Kie penkerl,

Gärtner Pötschke und anderen

unterstützt man beim

Saat gut kauf unbewußt obenge

nann te Konzerne. Die 6 größten

Kon zer ne kontrollieren

mitt ler weile 74% des weltweiten

Saat gut mark tes.

Davon merkt der Hobbygärtner

mit den durchaus hochwertigen

Sämereien nichts.

Wäre jedoch auf jeder Samentüte

der Name „Monsanto“ gedruckt,

würde der Umsatz höchstwahrscheinlich drastisch einbrechen.

Wohlgemerkt: Mit dem Einkauf bei diesen Herstellern unterstützt

man Chemiekonzerne die ihren Gewinn vornehmlich mit

Spritzmitteln für die Agroindustrie und mit der Agrogentechnik

erwirtschaften.


UMWELT

Wer sicher gehen will, dass er nicht eine dieser oben genannten

Firmen indirekt mit dem Samenkauf unterstützt, sollte auf

Saatgutfirmen zurückgreifen, die es sich zum Ziel gesetzt haben,

ihr Saatgut unabhängig von den großen Konzernen zu produzieren.

Diese kleinen Saatgutfirmen haben es sich zur Aufgabe gemacht,

alte Gemüse- und Blumensorten zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Mit gutem Gewissen kann dort Jeder aus dem

reichhaltigen Sortiment, welches z.T. uraltes Kulturgut ist, zugreifen.

Gerade die überlieferten alten Sorten sind es, welche die

Artenvielfalt stärken.

Die Arbeit dieser kleinen Saatgutfirmen ist enorm wichtig für den

Er halt unserer Kulturlandschaft und unbedingt unterstützenswert.

Augen auf beim Samenkauf

Sprechen Sie in ihrem Obst- und Gartenbauverein eine Sam melbestellung

bei einem dieser unabhängigen Saat gut an bieter an.

Lassen Sie sich den Katalog zukommen.

Schliessen Sie sich mit Bekannten zu einer Sammelbestellung

zusammen und tauschen Sie sich über Ihre Erfahrungen mit

dem Saatgut aus.

Informieren Sie sich bitte über die Mög lich keiten, Ar tenvielfalt im

eigenen Hausgarten zu erhalten.

Achten Sie beim Kauf bitte auf Insektenfreundliche

Blüten.

Beteiligen Sie sich bitte an Aktionen gegen

Patente auf Saatgut.

Dies ist eine Information von Zivilcourage

Neumarkt e.V -

Bündnis agrogentechnikfreier Landkreis

Neumarkt.

Für weitere Fragen zu diesem Thema wenden

Sie sich bitte an Edwin Nowack,

Tel: 08462-27255 oder per mail an

info@zivilcourage-neumarkt.de

www.zivilcourage-neumarkt.de

21

Bingenheimer Saatgut AG

Ökologische Saaten, Demeter

www.bingenheimersaatgut.de

Dreschflegel Bio-Saatgut

www.dreschflegel-saatgut.de

Arche Noah Saatgut

Gesellschaft für die Erhaltung

der Kulturpflanzenvielfalt

www.arche-noah.at

ReinSaat KG, Bioqualität

www.reinsaat.at

Information zu Saatgut gibt:

IG Saatgut

Interessensgemeinschaft für

gentechnikfreie Saatgutarbeit

www.gentechnikfreie-saat.de


UMWELT

Benediktinerabtei Plankstetten

öffnet Klausur für Einblicke ins Klosterleben

Denkmalgeschütztes Konventgebäude voll stän dig

ökologisch saniert – hohe Ener gie ef fi zienz erreicht –

Tage des offenen Klosters am 20. und 21. Juli 2013

Das „Biokloster“ Plankstetten beendet in diesem Sommer

die umfangreiche, konsequent ökologische und energieeffizien

te Generalsanierung seines denkmalgeschützten Konvent

ge bäudes. Aus diesem Anlass laden die Mönche zu Tagen

des offenen Klosters ein.

Wer immer schon mal sehen wollte, wie Benediktinermönche

leben, wo sie beten, gemeinsam essen und arbeiten, sollte

am Wochenende vom 20. und 21. Juli 2013 nach Plankstetten

kommen. Unter dem Motto „Kloster erleben – Einblicke ins

Mönchsleben“ öffnen die Ordensbrüder ihre Klausur. Nur an diesem

Juliwochenende können Interessierte einen Blick hinter

die Kulissen des Klosterlebens werfen: das sind der umgebaute

Wohnbereich der Mönche, die neue Chorkapelle und die neuen

22


UMWELT

Gästezimmer. Erstmals gezeigt werden die Zentralküche und der

charaktervolle Seminarraum im Dachgeschoss des Klosters. Offen

stehen den Besuchern auch die Türen des zum Kloster gehörenden

Ökobauernhofs in Staudenhof und der Klostergärtnerei. Mit

ihrer sprichwörtlichen Gastfreundschaft laden die Plankstettener

Benediktiner zu Biogenüssen aus der eigenen Bioland-

Landwirtschaft ein, bieten Brot aus der Klosterbäckerei, Ochs

am Spies, Klosterbier und viele weitere Klosterschmankerl an.

Am Sonntag beginnt der Festtag mit einem Konventamt in der

Klosterkirche, bei dem die Mönche Gregorianische Choräle singen.

Die Benediktinerabtei Plank stet ten wurde im Jahr 1129 ge gründet.

Nach mehreren Bau phasen

stammt der über wiegende

Teil des jetzigen Ge bäu debe

stan des aus der Ba rockzeit

und wurde zwischen 1690

und 1710 errichtet. Seither

wurde das beeindruckende

Klostergebäude zwar mehrmals

renoviert, doch nicht

grundlegend saniert. Nicht nur

für Bauhistoriker ist das denkmalgeschützte

Kloster wegen

seiner ablesbaren Bau-

und Veränderungsgeschichte

ein herausragendes Zeugnis

abendländischer Kloster

bau kunst. Während der

Umbauarbeiten trat Über raschen

des zu Tage: Im Südflügel

entdeckten Archäologen Reste

von Gebäuden aus dem 16.

und 17. Jahrhundert. Bereits

2008 hat das Bayerische

Landesamt für Denkmalpflege die Klosteranlage mitsamt der

Kirche zum Denkmal von nationaler Bedeutung erklärt.

23


UMWELT

Etwa 300 Jahre nach dem Bau der meisten Klostergebäude war

es mit einfachen Instandhaltungen nicht mehr getan und eine

Generalsanierung wurde notwendig.

Für die Mönche des „Grünen Klosters“

stand von Anfang fest, dass sie das historische

Gebäude unter der Prämisse

der Nachhaltigkeit instand setzen und

mo der ni sieren würden. Das Kloster sollte

hochwertig optimiert werden hinsichtlich

Energiebedarf, Bauphysik und Be haglichkeit.

Für solch eine energieeffiziente und

ökologisch nachhaltige Ge samt sanierung

kamen für die Mönche nur baubiologische

Materialien in Frage. Außerdem strebten

sie eine Verbesserung des Wasser- und

Abwassermanagements an.

Die ökologische Konsequenz der energetischen Sa nie rungs maßnah

me, besonders unter den Vorgaben des Denkmalschutzes, ist

in der öffentlichen Altbausanierung bislang einzigartig. „Immer

wieder“, so berichtet Frater Andreas Schmidt als Projektleiter

für die Sanierung zuständig, „stießen wir an Grenzen. Die

Auflagen des Denkmalschutzes er wie sen sich manchmal als

große Herausforderung. Doch

auch bei der Materialsuche taten

sich Hürden auf. Allein bei den

Dämm ma terialien für die Fas saden

sah es lange Zeit so aus, als

ob es noch kein Produkt gäbe, das

ohne Styropor auskommt. Um so

mehr freut es mich heute, dass

wir nicht aufgegeben haben und

unser Planungsteam nach langem

Suchen einen öko lo gischen

Dämm putz auf rein mineralischer

Basis mit Leicht zu schlags stoffen

eines Herstellers aus der Schweiz ausfindig machen konnte.“

Von dieser Dämmung versprechen sich die Plankstettener

24


UMWELT

Benediktiner ein gesundes Raumklima. Außerdem dachten sie

bei der Auswahl des Dämmmaterials auch an die Zukunft. Sollte

die Dämmung irgendwann ersetzt werden müssen, dann lassen

sich die natürlichen Materialien problemlos wieder dem Kreislauf

der Natur zuführen.

Doch den Mönchen gelang nicht nur dieser Spagat zwischen

Denkmalschutz und nachhaltigem Wirtschaften. Auch bei

den Auflagen für den Brandschutz meisterten sie so manche

Klimmzüge. Der größte Teil der Dach flä chen konnte mit einem

ökologischen Holz faserdämmstoff gedämmt werden. Erfreulich

für alle Seiten, dass zum Bei spiel der neue Seminarraum unter

dem Dach des Konventgebäudes mit einem offenen Dachstuhl

und einem Vollholzboden ausgestaltet werden konnte.

Auch die Belange des Naturschutzes mussten berücksichtigt

werden . Be her bergt das Kloster doch in seinen Dächern eine

der größten Wochenstuben von Fleder

mäu sen (bis zu 1.000 Tiere) innerhalb

der Ober pfalz. Dafür wurden eigene

Hangplätze ein ge richtet und extra Einflug

öff nungen in der Dacheindeckung

ge schaffen.

Während der vierjährigen Bauzeit waren

an die 100 Baufirmen verschiedener

Ge werke an der etwa 15 Million

Euro um fas senden Sanierungs maßnah

me be teiligt. „70 Prozent der Aufträ

ge konn ten trotz vorgeschriebener

Aus schrei bung an Firmen aus der

Re gion vergeben werden“, so Abt Dr.

Beda Son nen berg. Nur Spezialaufträge

wie Auf züge gingen an Unternehmen

außer halb der Region. Bei der Fi nanzie

rung der gewaltigen Baukosten, war die Mitfinanzierung

von 15 Fördergebern notwendig. Neben den Mitteln vom Freistaat

Bayern (Denkmalpflege, energetische Sanierung), der

25


Alle Fotos: Kloster Plankstetten

UMWELT

Bundesrepublik Deutschland (Denkmalpflege, Konjunktur paket

II) und der Diözese Eichstatt war auch die Aufnahme in die

Städtebauförderung erforderlich. Weitere Zuschüsse kamen

vom Bezirk Oberpfalz, dem Landkreis Neumarkt i.d.OPf., der

Stadt Berching und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Kurzer Abriss der Generalsanierung

Bereits 1998 begannen die ersten Umbau- und

Sanierungsmaßnahmen im Kloster Plankstetten: Innerhalb von

drei Jahren wurden das ehemalige Brauhaus und die ehemaligen

landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude auf den neusten Stand

gebracht und einer neuen Nutzung zugeführt. Die Bibliothek

wurde durch einen Lesesaal erweitert, ein Ausstellungs- und

Informationszentrum konnte eingerichtet werden und für die

Bäckerei und Metzgerei entstanden neue Produktionsräume.

Auch die Eröffnung des weithin bekannten Ökohofladens fiel in

diese Sanierungsphase.

Im Jahr 2009 wurde mit dem zweiten Teil der Generalsanierung

begonnen. Hierzu gehören die restlichen Klostergebäude wie der

Konventtrakt, das Gästehaus, das Abt-Maurus-Haus, die ehemalige

Turnhalle und die Kirche. Dafür wurden drei Bauabschnitte

gebildet. Der erste dieser drei Abschnitte wird im Juli 2013 abgeschlossen.

Dann erstrahlen die Wohnräume der Mönche, die

Chorkapelle, die Zentralküche und der Seminarraum wie auch die

Krankenstation und die Gästezimmer im neuen Glanz. Nicht zu

vergessen sind auch die Neugestaltung der Außenanlagen und

der neue Nordzugang zur Klausur. Die Planungen für den nächsten

26


UMWELT

Bauabschnitt sind bereits voll im Gang. Die Klostergemeinschaft

hofft ab Herbst 2014 die Sanierungsarbeiten fortführen und mit

den Bauarbeiten für den 2. Bauabschnitt beginnen zu können.

Bei den Tagen des offenen Klosters zeigen die Mönche allen

Besucherinnen und Besuchern das Ergebnis der umfang rei chen

Sanierungsmaßnahmen. Gerne geben sie wie auch die Bau fachleute

ihre Erfahrungen aus der ökologisch-nachhaltigen Alt bausanierung

an Hausbesitzer, Architekten und Interessierte weiter.

Dr. Nicola A. Mögel

Überblick über den aktuellen und nächsten Bauabschnitt der

Generalsanierung Teil II

1. Bauabschnitt (2009 – 2013)

Nordflügel

Sakristeibau

Konventbau (Klausur)

Ostflügel

Konventbau (Klausur)

Gemeinschaftsräume (Refektorium,

Kapitelsaal, etc.)

Südflügel (Ostseite)

Konventbau (Klausur)

Krankenstation

Küchennebenräume

Mitteltrakt (Neubau)

Zentralküche

Chorkapelle

WC, Lagerräume

Außenanlagen

Neugestaltung Nordzugang Klausurtrakt

Anlage eines neuen Konventgartens

Kreuzgarten Ost

Klostermauersanierung

2. Bauabschnitt 2014 – 2020

Südflügel (Westseite)

Gästespeiseräume

Gästehaus Einzel- und Doppelzimmer

Gästehaus Tagungs- und Gruppenräume

Sprechzimmer

Westflügel

Klosterpforte / Gästehausverwaltung

Gästehaus Einzel- und Doppelzimmer

Gästehaus Tagungs- und Gruppenräume

Obergeschoss Kirchenvorhalle

Gästehauskapelle

Haus St. Gregor (Nord- und Westtrakt)

Gästehaus Einzel- und Doppelzimmer

Gästehaus Aufenthaltsräume

Klosterschenke mit Infrastruktur

Turnhalle

Abt-Maurus-Kindergarten

Verwaltungsräume

Gästehaus Einzelzimmer

Außenanlagen

Neugestaltung des Prälaten- und Wirtschaftshofes

Biergarten der Klosterschenke

Parkanlage mit historischer Klostermauer

Klostermauersanierung

27


Rettungswagen

Krankenkraftwagen

SOZIALES

Der Rettungsdienst im

Landkreis Neumarkt

Menschlich + Kompetent + Präsent

Die Aufgaben des Rettungsdienstes liegen in der

Durchführung der Notfallrettung und des qualifizierten

Krankentransportes

Unter Notfallrettung versteht man die schnellstmögli che

und qua lifizierte Hilfe für akut verletzte oder erkrank

te Personen. In der Notfallrettung bemühen

sich Notärzte und Ret tungsassistenten um

die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der

Vi tal funk tionen, stellen die Transportfähigkeit her

und begleiten den Patienten in die nächste geeig

ne te und aufnahmebereite Versorgungs einrich

tung. Die ses wird in den meisten Fällen ein

Kran ken haus sein, aber auch der Transport in eine geeignete

Arztpraxis ist denkbar, z.B. bei kleineren Verletzungen.

Die Aufgabe des Krankentransportes ist es, kranke und hilfsbe

dürf tige Personen zu befördern, die keine sofortige

Not fall ver sor gung benötigen und deren

Transport planbar ist. Beim Kran ken trans port

wird der Patient von einem Ret tungs sa nitäter betreut,

der den Ge sund heits zu stand des Pa tienten

überwachen und bei einer Ver schlech terung

die erforderlichen Maß nahmen ein lei ten kann. Zu

den Aufgaben des Kran ken trans por tes gehören

Fahrten zum Arzt, ins Kran ken haus, Ver legungsfahrten von Klinik

28


SOZIALES

zu Klinik oder zur ambulanten Un ter su chung. Die an ge nehms te

Fahrt die man in einem Kran ken wa gen wohl machen kann, ist sicher

die zurück in die eigenen vier Wände.

Bei jährlich rund 80.000 Vorhaltestunden und ca. 15.000 Alarmie

run gen versteht es sich, dass ein qualifizierter Ret tungsdienst

überwiegend von hauptamtlichen Mit ar bei tern durchgeführt

werden muss. Dafür stand im vergangenen Jahre unsere

bewährte Rettungsdienstmannschaft mit 42 hauptamtli chen

Mit arbeiterinnen und Mitarbeitern im mobilen Rettungsdienst

auf den drei Rettungswachen in Neumarkt, Berching und Parsberg

stets zur Verfügung.

Unterstützung erhielt das Team unserer haupt amt lichen Mit arbei

ter durch Helfer im freiwilligen sozia len Jahr und Mitarbeiter

im Rahmen des Bun des frei wil ligendienstes über das gesamte

Jahr hinweg.

Zusätzlich kamen viele ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen

zum Einsatz um die hauptamtlichen Rettungsdienstmitarbeiter/

innen in ihren Aufgaben der Notfallrettung und des qualifizierten

Krankentransportes zu unterstützen. Ohne deren Einsatz ist

die Sicherstellung und Durchführung der Notfallrettung und des

qualifizierten Krankentransportes in diesem Ausmaß nicht mehr

durch führbar. 62 aktive ehrenamtliche Helferinnen und Helfer

leis ten dabei jährlich rund 11.000 Einsatzstunden.

Eine Helfer-vor-Ort-Gruppe in Dietfurt überbrückt in der Form

der organisierten Ersten Hilfe die Zeit bis zum Eintreffen des

Rettungsdienstes.

Gleiches gilt für den Bereich Lauterhofen, wo die First Responder

Gruppe Lauterhofen in der Form der organisatorischen Ersten

Hilfe die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt.

Die Unterstützungsgruppen Rettungsdienst stellen an den drei

Rettungsdienststandorten zusätzlich ehren amt li che Helfer und

Fahrzeuge zur Spitzenabdeckung des Ret tungs diens tes zur Verfü

gung. Hierbei ist die UG RD in Pars berg mit über 100 Ein sät zen

im Jahr extrem gefordert.

29


SOZIALES

Unsere BRK Schnelleinsatzgruppen San und Be treuung unterstützen

den Rettungsdienst bei Groß scha dens fällen und zeitaufwendigen

Einsätzen.

Die Einsatzleiter Rettungsdienst und die Sanitätseinsatzleitung

leiten und koordinieren größere rettungsdienstliche Einsätze.

Durch diese enge Verzahnung vom professionellen Ret tungsdienst

und ehrenamtlichen Einheiten hat sich im Land kreis Neumarkt

ein funktionierendes und schlagkräftiges Hil fe leis tungssys

tem entwickelt, das unserer Bevölkerung im Landkreis und

darüber hinaus zur Verfügung steht.

Ansprechpartner:

Kreisverband Neumarkt

Klägerweg 9

92318 Neumarkt

Werner Lorek, erreichbar unter der Tel. 09181 483-31,

Email: lorek@kvneumarkt.brk.de,

Internet: www.brk-neumarkt.de.

30


SOZIALES

Menschen begleiten Menschen,

die mit einer psychischen

Erkrankung leben

Der Sozialpsychiatrische Dienst mit der gerontopsychiatrischen

Beratung und dem

Tageszentrum der Diakonie Neumarkt bietet interessierten

Menschen an, sich in unseren Einrichtungen ehrenamtlich

zu engagieren. Die Möglichkeiten sind sehr breit gefächert. Wir

stellen dazu einige Beispiele vor:

- Der Sozialpsychiatrische Dienst mit der gerontopsychiatrischen

Beratung ist eine Beratungsstelle für Erwachsene und Senioren,

die sich psychisch belastet fühlen oder mit einer psychischen

Erkrankung leben. Wir beraten und begleiten Menschen, wenn

Ängste, Depressionen, wahnhafte Gedanken oder bei Senioren

eine Demenz das momentane Leben schwer machen.

Katrin K., eine unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, trifft

sich zweimal im Monat am Wochenende in der Stadt mit der

jun gen Frau B. Katrin K. berichtet:

„Frau B., 26 Jahre alt, zog vor einiger Zeit aus beruflichen Gründen

nach Neumarkt. Kurz darauf brach eine psychische Er krankung

bei ihr aus; daraufhin verlor sie ihren Arbeitsplatz. Frau B.

nahm Kontakt zum SpDi auf. Trotz einiger unterstützender Ange

bote ist sie jedoch vor allem am Wochenende ziem lich isoliert.

Deshalb nehme ich mir alle zwei Wochen am Sams tagnach

mittag etwa 1 ½ Std. Zeit. Wir treffen uns im Cafe oder machen

einen Spaziergang und ich mache Fr. B. vertraut mit der regionalen

Struktur und den Möglichkeiten, die es für sie hier gibt.

Nach jedem Treffen mit Fr. B. bleibt bei mir ein Gefühl von innerer

Bereicherung zurück.“

- Unser Tageszentrum ist ein Treffpunkt für Menschen mit psychischen

Problemen. Durch die Angebote des Tageszentrums erhalten

unsere Besucher die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüp-

31


SOZIALES

fen, gemeinsam die Freizeit zu gestalten oder sich an Be schäf tigungs-

und Arbeitsprojekten zu beteiligen.

Ehrenamtliche bereichern das Tageszentrum durch unterschiedliche

Tätigkeiten. Birgit N. beschreibt ihre Tätigkeit folgendermaßen:

„Mein Name ist Birgit N. und ich bin seit gut einem Jahr im Tages

zentrum als Ehrenamtliche tätig. In der offenen Kon taktgrup

pe setze ich mich mit einigen Besuchern zusammen und

wir haben viel Spaß bei Brett- und Kartenspielen. Die Besucher

im Ta geszentrum sind Menschen, die mit einer psychischen Erkran

kung leben. Sie kommen gerne hierher, um ihren Tag sinnvoll

zu gestalten und um nette Menschen zu treffen.“

Weitere Möglichkeiten der ehrenamtlichen Arbeit im Ta ges zentrum

ist die Leitung unterschiedlicher Kurse im Hobby- und Freizeit

bereich (Basteln, Ausflüge u. a.).

Sind Sie auch offen für andere Menschen, die sich in einer

momentan schwierigen Lebenslage befinden?

Wir unterstützen Sie gerne in Ihrem ehrenamtlichen En ga gement

durch einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch, durch die

Teil nahmemöglichkeit an Fortbildungen, durch eine Auf wandsent

schädigung und eine Unfall- und Haft pflicht ver sicherung im

Rah men Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Konnten wir Ihr Interesse wecken? Dann melden Sie sich bei uns!

Wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen!

Unsere Kontaktdaten:

Sozialpsychiatrischer Dienst

und Tageszentrum des Diakonischen Werkes Neumarkt e.V.

Friedenstr. 33 · 92318 Neumarkt

Ansprechpartnerin:

Maria Eder-Poll

Dipl.-Sozialpädagogin FH

Mitarbeiterin des SpDi

Diakon Klaus Eifler

Evangelisches Bildungswerk

32


ENERgIE

plant Windpark mit

Vorbildcharakter

Während die Bauarbeiten für die beiden ersten „eigenen“

Windräder der Bürgergenossenschaft laufen,

haben bereits die Planungen für ein umfangreiches

Windparkprojekt begonnen, das die Jurenergie eG in

möglichst vorbildlicher Weise umsetzen möchte.

Derzeit sind die Bauarbeiten für die 3 MW – Anlage in der Nähe

von Pöfersdorf in vollem Gange. Auch für eine zweite Anlage

unmittelbar an der Grenze zum Landkreis Regensburg haben die

Bauarbeiten bereits begonnen. Beide Anlagen hat die Jurenergie

eG im Rahmen eines Generalunternehmer-Vertrages schlüsselfertig

erworben, d.h. dass sie in die Projektierung selbst nicht

eingebunden war und insofern keinen Einfluss hatte.

33


ENERgIE

Dank des zunehmend gewonnenen Know-Hows und der

Erfahrungen aus den bisherigen (zum Teil auch nicht realisierten)

Projekten sieht sich die Genossenschaft inzwischen in der

Lage, das nächste Projekt in Eigenregie anzupacken. Das ermöglicht

der Jurenergie, auf verschiedene Faktoren gezielt Einfluss

zu nehmen und ein Windpark-Projekt mit Vorbildfunktion anzustreben.

Ausgewählter Standort

Dies beginnt bereits mit dem Standort. Um die Nutzung

der Windenergie gezielt zu steuern, haben die Gemeinde

Seubersdorf, die Stadt Parsberg und der Markt Breitenbrunn

eine gemeinsame Flächennutzungsplanung initiiert, um geeignete

Flächen als sog. Windkraft-Konzentrationszonen

auszuweisen. Dies hat für die beteiligten Gemeinden einen

entscheidenden Vorteil: Grundsätzlich handelt es sich bei

Windkraftanlagen um sog. privilegierte Außenbereichsvorhaben,

für die ein Genehmigungsanspruch besteht, wenn bestimmte

Voraussetzungen erfüllt sind und keine öffentlichen Belange

34


ENERgIE

entgegenstehen. Aufgrund dieser Regelung kann es Gemeinden

mit vielen „guten“ Standorten passieren, dass sie Anlagen auf

einer Vielzahl unterschiedlicher Standorte bekommen würden.

Um eine entsprechend unkontrollierte Entwicklung zu vermeiden,

ist die Ausweisung von Konzentrationszonen ein wirkungsvolles

Instrument. Durch die Ausweisung von Positivstandorten

kann die Gemeinde gleichzeitig für ihre übrigen Gebiete eine

Windkraftnutzung planerisch ausschließen.

Im Rahmen des noch laufenden Verfahrens der drei genannten

Gemeinden wird u.a. das sog. Laubholz als Windkraft-

Konzentrationszone ausgewiesen werden. Das Laubholz ist ein

Waldgebiet südlich von Seubersdorf. Auf dieser – dann offiziell

„gewollten“ – Fläche möchte die Jurenergie ihren ersten eigenen

Windpark errichten und sich dabei strikt an die planerischen

Vorgaben und eventuellen Einschränkungen halten. So

soll z.B. der politisch gewünschte Abstand zur Wohnbebauung

von 1000m für jeden Einzelstandort eingehalten werden, obwohl

nach dem Immissionsschutzrecht regelmäßig geringere

Abstände zulässig sind.

Da als Konzentrationszonen nur wirklich geeignete Standorte ausgewiesen

werden dürfen (eine sog. „Verhinderungsplanung“ ist

unzulässig und würde einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten),

ist davon auszugehen, dass in diesen Zonen auch tatsächlich

Windräder gebaut werden – die Frage ist nur, von wem.

Eigene Bürger sollen profitieren

Hier spielt nun wieder einer der Grundgedanken herein, der

schon bei der Gründung der Jurenergie eine maßgebliche Rolle

gespielt hat, nämlich: Große Energieerzeugungsanlagen wie z.B.

Windräder existieren in unserem Landkreis bereits in stattlicher

Zahl, und es werden weitere dazukommen, egal ob man

dies will oder nicht. Bei vielen bereits existierenden Anlagen

sind die Eigentümer bzw. Investoren z.T. jedoch anonym und

weit weg. Ziel war daher: Wenn solche Anlagen schon kommen,

dann sollen sie wenigstens in Bürgerhand sein, so dass

die Wertschöpfung größtmöglich im eigenen Landkreis bleibt.

Daher hat sich die Jurenergie zum Ziel gesetzt, das Laubholz als

35


ENERgIE

Bürgerwindpark zu entwickeln, um zumindest dort den maximalen

regionalwirtschaftlichen Effekt zu ermöglichen.

Flächenpachtmodell

Vorbildlich ist auch die Art und Weise, wie die Jurenergie die

Standortsicherung betreibt. Um überhaupt an den Bau eines

Windrades denken zu können, ist es Grundvoraussetzung, über

einen geeigneten Standort zu verfügen. Dazu werden in der

Regel spezielle Pachtverträge mit den Grundstückseigentümern

abgeschlossen. Da es bei Windkraft um beträchtliche

Investitions- und Ertragsvolumen geht, ist es naheliegend, dass

auch die Grundstückseigentümer davon profitieren wollen. Da

die Eignung als Windrad-Standort ein Grundstück in besonderer

Weise wertvoll macht, bewegen

sich die Pachtzahlungen

auch auf ganz anderem Niveau

als für eine normale land- oder

forstwirtschaftliche Nutzung.

Üblicherweise picken sich Projek

tan ten die am besten geeigneten

Ein zel grund stücke heraus

und schließen dafür einen

Pacht ver trag ab. Oder, wenn

eine größere geeignete Fläche

vorliegt, die aus mehreren Grundstücken besteht, mit demjenigen

Eigentümer, der am ehesten zum Vertrags schluss zu

bringen war. Dadurch entstehen oftmals Konkurrenzsitua tionen

unter den Eigentümern, die regelmäßig Neid und Missgunst

hinterlassen, da ja am Ende nur einer den Standort hat und ein

eventuelles weiteres Windrad aus technischen Gründen mindestens

rund 500 m entfernt stehen müsste. Am Ende bekommt

also ein Eigentümer beachtliche Zahlungen, während die anderen

leer ausgehen und sich mit dem Anblick des Windrads begnügen

müssen.

Auch hier geht die Jurenergie eG einen besonderen Weg: Sie

versucht, mit allen Grundstückseigentümern einen Standort

sicherungsvertrag abzuschließen und legt dafür ein Ver gü-

36


ENERgIE

tungs modell zu Grunde, bei dem alle Eigentümer im Umkreis

von 500 m eines Windrades an den Pachtzahlungen beteiligt

werden sollen. Damit werden alle betroffenen Eigentümer ins

Boot geholt und beteiligt, unabhängig davon, wo letztlich eine

Anlage genau steht. Dies setzt eine gewisse Solidarität untereinander

voraus, vermeidet jedoch die häufig auftretenden

Neiddiskussionen und Unfrieden im Dorf. Letztlich können

so auf beiden Seiten der Wertschöpfungskette (einerseits die

Mitglieder der Bürgergenossenschaft als Betreiber, andererseits

die Grundstückseigentümer als Verpächter) die Menschen vor

Ort optimal beteiligt werden.

Optimale Gesamtplanung

Dieses Flächenpacht-Modell hat zudem

den Vorteil, dass sich die konkrete Standort

planung nicht hauptsächlich daran

orientiert, welches Grundstück man gera

de sichern konnte. Vielmehr kann dann

eine vernünftige und verträgliche Gesamt

planung erfolgen, die sich vor rangig

an objektiven Kriterien wie Wind höf figkeit,

Anbindung an bestehende Wege

etc. orientiert.

Vertragsgestaltung in Kooperation

mit BBV

Vorbildlich ist im Übrigen auch die Vertrags

gestaltung mit den betreffenden

Eigen tümern im Laubholz. Bei den einschlä

gigen Standortsicherungsverträ gen

handelt es sich regelmäßig um höchst

detaillierte und juristisch anspruchsvolle

Vertragswerke. Als Normalbürger, der

erstmals in seinem Leben einen solchen

Ver trag abschließt, kann man nicht annähernd

überblicken, inwieweit die ganzen

Regelungen (z.B. Nutzungsrechte,

Dienst barkeiten, Rückbauverpflichtungen etc.) fair und nicht

37

Jurenergie eG

auf einen Blick:

(Stichtag: 01.03.2013)

Jurenergie eG

Dr.-Grundler-Str. 1 · 92318 Neumarkt

GnR Nürnberg Nr. 314

Mitglieder: 825

gezeichnetes Kapital: rund 6,8 Mio €

Vorstand:

Carsten Borrmann

Michael Vogel

Bernhard Pürzer

Aufsichtsrat:

Franz Herrler (Vorsitzender)

Dr. Wolfgang Fruhmann (stv. Vorsitzender)

Ralph Feldbauer

Andreas Westiner

Prof. Dr. Werner Wild

allg. Anlaufstelle:

Roland Hadwiger (Landratsamt Neumarkt)

Tel. 09181/470-256

e-mail: info@jurenergie.de

www.jurenergie.de


ENERgIE

zum Nachteil der Eigentümer sind. Vertragsprüfungen zeigen immer

wieder, dass manche Fußangeln versteckt sein können. Die

Jurenergie eG ist auch hier einen anderen Weg gegangen und kooperiert

mit dem Bayer. Bauernverband. Dessen Rechtsabteilung

hat – sozusagen als Sachwalter der Eigentümerinteressen – einen

Mustervertrag für dieses Projekt ausgearbeitet, der die beidseitigen

Interessenslagen angemessen berücksichtigt und den

Eigentümern die Sicherheit gibt, nicht

Aufgrund der anhaltend großen

Nachfrage nach einer Beteiligung

an der Jurenergie eG finden auch

2013 wieder eine Reihe öffentli cher

Informationsveranstaltungen

statt. Dabei können Sie sich unverbindlich,

aber gezielt über alle

wichtigen Details informieren.

Kompetente Mitglieder der

Jurenergie eG beantworten Ihre

Fragen.

Der nächste Termin findet statt

am:

Donnerstag, 11.04.2013,

19.30 Uhr, Burgsaal Parsberg

(Hirschenkeller)

(siehe auch Veranstaltungsteil)

38

über den Tisch gezogen zu werden.

Somit wird deutlich, dass sich die Jurener

gie eG bei ihrer Vorgehensweise

nicht nur an eventuellen Renditen

orien tiert, sondern auch eindeutig ideelle

Interessen und Ziele verfolgt. Man

sieht also, dass bei der Energiewende

mit Bürgerbeteiligung vor Ort durchaus

po si tive Akzente gesetzt werden können.

Mit Blick auf dieses Großprojekt sind

natürlich weitere Mitglieder in der Bürger

genossenschaft willkommen.

Jeder kann sich beteiligen

Eine Beteiligung ist schon ab 500 €

möglich, die Jurenergie eG ermöglicht

somit in vorbildlicher Weise eine breite Bürgerbeteiligung. Doch

auch für größere Summen eignet sich die Jurenergie eG hervorragend

als regionale Kapitalanlage. Während bei den üblichen

Fond- oder KG-Beteiligungen ein nicht unerhebliches

Verlustrisiko für das eingesetzte Kapital besteht, können Anteile

an der Jurenergie nach entsprechender Frist auch wieder ordentlich

gekündigt werden.

Roland Hadwiger

Redaktion Ansporn


TOURISMUS

5 Jahre Qualitätsweg

Jurasteig!

Der Qualitätsweg Jura

steig im Baye ri schen

Jura

Der 230 Kilometer lange

Rund weg vereint Na tur, Kultur

und bayerische Gast lich keit zu

einem per fek ten Wandererlebnis

in der ein zig ar tigen und attraktiven

Mit tel ge birgs landschaft

des Bayerischen Juras.

Der Rund kurs bietet zahlreiche

Einstiegsmöglichkei ten, das Natur

idyll mitten in Bayern zu erleben.

Der Wanderer findet auf

seiner Tour wildro man ti sche

Fels sze ne rien im Altmühltal,

ma le ri sche Wacholderheiden

im Lau terach tal und

mar kan te Er he bun gen im

Bereich der Kup pen alb, das

Tal der Weißen La ber mit seinen

lieblichen Wei ten, geschlossene

Bu chen wäl der im

Naab- und Vilstal und mediterran anmutende

Troc ken ra sen vor den Toren Regensburgs. Kul tu rell

angereichert wird die land schaft lich abwechslungsreiche Wanderung

durch zahlreiche Schlös ser und Klöster am We ges rand.

Die Klöster Weltenburg und Pielenhofen, die Klosterburg Kastl,

oder die Burgen von Kallmünz und Riedenburg sowie die Befreiungs

halle sind nur wenige Beispiele für die Fülle an Se henswürdigkeiten.

39


TOURISMUS

Mit Genuss wandern – Das Juradistl­ und Alt mühlta

ler Lamm

Wie wäre es mit einem kulinarischen Schwerpunkt auf der

Wanderung? Juradistl- und Altmühltaler Lamm schmecken

nicht nur köstlich, sondern leisten durch die Beweidung der

Mager- und Trockenrasen einen wertvollen Beitrag zum Erhalt

der sensiblen Landschaft. Das Lauterachtal ist besonders für

seine Forellen bekannt. Und die Wälder, durch die der Jurasteig

führt, liefern Wildbret, das in vielen Einkehrmöglichkeiten frisch

auf den Tisch kommt. Für eine erholsame Nachtruhe sorgen die

Jurasteig-Qualitätsgastgeber, die auch den Gepäcktransport

übernehmen und für die Bedürfnisse der Wanderer immer ein

offenes Ohr haben.

Der Qualitätsweg feiert sein erstes kleines Jubiläum

2008 wurde der in 12 Etappen eingeteilte Jurasteig erstmals

als Qualitätsweg zertifiziert. Die Auszeichnung bestätigt eine

gute Beschilderung, Abwechslung in der Natur und wenig geteerte

Wege. Zum Jubiläum präsentiert sich der Qualitätsweg

Jurasteig wie gehabt im kostenlosen Maxi-Flyer, in einem neuen

Pocketguide und auch der Internetauftritt www.jurasteig.de

wird neu relauncht und optimiert!

40


TOURISMUS

In vier Etappen durch den Land kreis Neu markt i.d.OPf.

Im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. verläuft der Jurasteig in vier

Etappen über das Um welt bil dungs zentrum HAUS AM HABSBERG

(Wall fahrts kirche Habsberg).

Hier befindet sich

der Wanderer auch auf

dem höchsten Punkt

(621 mNN) des Quali

tätsweges. Weiter

führt der Weg über

Oberwiesenacker bis

Lengenbach. In der kleinen

Wallfahrtskirche

Lengenbach (1765 im

Ro ko ko-Stil fertig gestellt)

finden heute noch Trauungen statt. Vor dem Kirchlein steht

auch die Steingruppe mit einer Übersichtskarte zum Jurasteig. Ab

Lengenbach führt zudem der regionale Wasser- und Mühlenweg

fast identisch mit dem Jurasteig durch das Tal der Weißen Laber.

Die Weiße Laber wurde von den Naturschutzbehörden als Arten-

und Biotopschutzgebiet ausgewiesen und gilt als der „Elitebach

Deutschlands“. An der Weißen Laber wandert man also über

41


TOURISMUS

Deining vorbei an Felsenkellern bis zur Sippelmühle. Spuren des

Bibers kann man überall finden und bald schon hört man das

Wasserrad der Biermühle. In diesem ursprünglichen Talraum

schweigt oft sogar das Handy und typische Schwalle überspannen

die Laber. Früher dienten Schwalle der Bewässerung von

mageren Hangwiesen, heute stehen sie unter Denkmalschutz

und nutzen als Steinbrücken. Bei Holnstein kann man die seltenen

Sinterterrassen bestaunen,

die sehr schützenswert

sind und nicht

betreten werden dürfen!

Das kalkige Wasser

hat die wundersamen

Stufen über lange Zeit

entstehen lassen. Bis

zur Erbmühle ist es nun

nicht mehr weit, hier grasen

Wasserbüffel und sogar

ein Wasserbüffelweg

wurde hier zum Wandern

angelegt. Über Staadorf

läuft der Wanderer bis

Dietfurt nochmals durch

eine idyllische Landschaft.

In Dietfurt angekommen

lohnt sich ein Besuch

des Museums Hollerhaus

oder Altmühltaler

Mühlenmuseums. Die

vierstöckige noch laufende

und über 500 Jahre alte

Mühle wird allein durch

Wasserkraft angetrieben.

Wer dem Qualitätsweg

Jurasteig weiter folgt, trifft ab Meihern auf den Altmühltal-

Panoramaweg. Beide Qualitätswege führen nun identisch bis

Kelheim.

42


TOURISMUS

Sieben Jura­Schlaufen – Sieben Tagestouren

Sieben Tagesschlaufen führen im Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

von der Hauptroute Jurasteig weg und bringen den Wanderer

an sehenswerte Ziele. Diese Jura-Schlaufen sind zwischen 10

und 21 km lang und führen zu Wallfahrtskirchen, zur Kö nig-

Otto-Tropfsteinhöhle Vel burg oder über herrliche Land schaften

zu anderen Ge mein den wie Ber ching und Brei ten brunn, die

nicht di rekt am Jurateig liegen. Ihre Na men verraten den Kernin

halt der Ta ges wan derung, ob zu einer Wall fahrts kir che, über

die Kup pen alb oder über die Karst höh le bei Dietfurt – suchen Sie

sich selbst eine Tagestour aus oder wandern Sie eine Etappe des

Ju ra stei ges!

www.jurasteig.de

Fordern Sie die kostenlosen Info­Broschüren an:

Qualitätsweg Jurasteig und Wasser-Mühlen-Express

(VGN-Linie 510)

Tel. 09181 470 253 tourismus@landkreis-neumarkt.de

Christine Riel

Tourismusbüro Landkreis Neumarkt

AK Bayerischer Jura / AK Kanal

43


I a

NACHgEDACHT

Seit Jahrtausenden begleiten die Tiere den Menschen durch

alle Kulturen als sogenannte Haustiere. Das sind Tiere, die

wegen ihres Nutzens oder des Vergnügens halber vom

Menschen gezüchtet werden. Die Haustiere sind durch Do mes tikation

aus Wildtierarten her vor gegangen.

Manchmal geschieht diese Begleitung im täglichen Leben beim

Tragen der täglichen Last, manchmal zu besonderen Anlässen

wie der Jagd und manchmal reicht es gerade zur kurzen täglichen

Begleitung auf den Spaziergang oder den Teller.

Im persönlichen Umgang und Sprachgebrauch dienen darüber

hinaus Tiere um Parallelen zur Intelligenz oder zum Verhalten

mancher Zeitgenossen zu definieren. Das dumme Huhn, der blöde

Hund oder der störrische Esel gehören zu dieser Kategorie.

In Ortsnamen haben sich Tiere ebenfalls eingenistet und zeugen

von einem ganzen Regionalzoo. Wir in Bayern kennen das

von Ochsenfurt, Schweinfurt, Hammelburg, Ebermannstadt oder

Rüsselsheim. In unserem Landkreis ist eher die Hasenheide, Stierbaum,

Biberbach oder Mausheim bekannt und wenn man großzügig

ist gehören Eutenhofen, Großalfalterbach und der Esel berg

auch noch dazu.

Apropos Esel.

Die meisten Esel pro 100.000 Einwohner, so stellt die In ter es senge

meinschaft der Esel- und Muli-Freunde fest, gibt es im Rhein-

Lahn-Kreis (41,68) gefolgt vom Odenwaldkreis (36,91) und damit

eindeutig außerhalb unseres Landkreises. Vorerst Glück gehabt!

Als “Goldesel” für die Stadt bezeichnete ein Lokalredakteur die

Pho to voltaikanlage am Bahndamm bei Pölling.

Die Geschichte vom Goldesel stammt von den Gebrüdern Grimm.

Dabei handelt es sich um ein Märchen.

Es endet mit: “ Knüppel aus dem Sack!”

Peter Respondek

44


»ABSEITZ«

„MATRIX“

Der gleichlautende Film zeigt dem Betrachter auf, dass die

Menschen eigentlich in einer Welt leben, in der nichts so

ist wie es scheint. Deshalb auch Scheinwelt. Je öfter ich

den Film sehe, desto eher gelange ich zu der Überzeugung, dass

„Matrix“ keine Fiktion, sondern deutsche Realität ist. Die Matrix

ist nämlich überall. Selbst das Rindfleisch tut so, als ob es besonders

pferdvoll ist. Die ersten Meldungen, wonach rumänische

Pferde in Deutschem Rindfleisch aufgaloppierten, ließen mich im

Übri gen sofort an „Tanzbär“ denken. Gut, auf jenen wurde ebenso

wenig ana lysiert wie auf Katze, Hund, Zebrafink oder Meerschwein

chen, aber wenn in Ihrer Bulette ein Metallnasen ring

auf taucht, denken Sie bitte nicht direkt an Jungbulle – sondern

an die Matrix – nix ist fix. Selbst Bio-Eier sind Fiktion - gewinn opti

mierte Banal-Eier aus Massentierhaltung. Gefühlt im Übri gen

der 100ste Lebensmittelskandal im neuen Jahrtausend. Gut,

dass wir mit Frau Aigner eine kompetente Hubschrauber techni

ke rin an der Spitze des Verbraucherschutzministeriums ha ben.

Nicht auszudenken, wenn jemand Fachfremdes diesem Ressort

vor stehen würde. Oder nehmen wir den Sport: Jahrelang feierte

man Lance Armstrong als den Heroen des Radsports – und jetzt?

Gedopt! Immerhin zwar erfolgreicher gespritzt als Jan Ullrich –

aber reine Vorspiegelung eines Reinen Sports. Oscar Pistorius?

Held vieler Menschen mit Handicap. Nun ein Mörder? Und gedopt?

Fußball: der Bessere gewinnt? Oder der Glücklichere? Oder

doch der, auf den man in Asien hohe Summen gewettet hat?

Alles Matrix!

45


»ABSEITZ«

Die muss es auch auf dem Gewissen haben, dass Heino jetzt

rammsteiniger als Rammstein sonort, die CSU am Ascher mittwoch

75 % mehr hat und selbst ein Papst nach über 700 Jahren

über rascht und zurücktritt. Respekt an Benedetto!

Ganz im Gegenteil zu Annette Schavan – der Doktortitel, ein

Trug bild. Wieder Matrix. Wie schon bei zu Guttenberg, Koch-

Mehrin und allen anderen Exdocs.

Inzwischen beäugt man den eigenen Hausarzt unweigerlich, ob

er tatsächlich Dr. med. oder Dr. Copywrong ist.

Überall Scheinwelten, Vorspiegelungen falscher Tatsachen. Das

allumfassende Wegbrechen von Verlässlichkeiten und Werten ist

das Gebot der Zeit. Obwohl – vielleicht ist die Matrix auch nur der

gezielten Nachschau geschuldet. Vielleicht war schon immer alles

Lug und Trug und man wollte es nur nicht wissen – und weil man

es nicht wissen wollte, sah man nicht nach? Sind demnach die

neuen Medien schuld – Internet etc. die alles und jeden aufspüren

und den Aufgespürten scannen, überprüfen, zum Ab schuss

frei geben?

Gab es die Mondlandung wirklich? Vergessen Sie es! Wer am sich

täglich aufhängenden PC arbeitet, ein stets abstürzendes Smartfon

besitzt, die Steuererklärung ausfüllt oder einen kurz fristi gen

Fach arzttermin benötigt, findet die Frage absurd – denn wenn

etwas funktioniert, dann der Zufall und die Unperfektion. Alles

andere = MATRIX!

Wolfgang Seitz

Redaktion ANSPORN

46


VERANSTALTER

Name Adresse PLZ Ort Telefon

Landschaftspflegeverband

Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Nürnberger Str. 1 92318 Neumarkt 09181 470-352

Umweltbildungs- und

Re gio nal ent wick lungs zentrum

HAUS AM HABSBERG

Nürnberger Str. 1 92318 Neumarkt 09181 470-311

Kreisverband für Gar ten bau Nürnberger Str. 1

und Landespflege

92318 Neumarkt 09181 470-352

Hildegard-Kreis-Neumarkt Johann-Mois-Ring 76a 92318 Neumarkt 09181 465112

Landesbund für Vogelschutz Am Hohlweg 1a

in Bayern e.V.

92361 Röckers bühl 09179 963520

Landesbund für Vogelschutz Dr.-Buchner-Str. 14

in Bayern e.V. – Ortsgruppe

Freystadt/Möning

92342 Möning 09179 1052

Greenpeace Gruppe

Neumarkt

Stroberstr. 65 92318 Neumarkt 09181 265225

ADFC Kreisverband

Neumarkt

Schießstättenweg 1 92318 Neumarkt 09181 510270

Katholische

Erwachsenenbildung

Neumarkt

Ringstr. 61 92318 Neumarkt 09181 9898

Katholische Arbeitnehmer-

Bewegung KAB

Namslauer Str. 9 90473 Nürnberg 0911 8171375

LandFrauenZentrum

Sulzbürg

Schlossberg 17 92360 Mühlhausen09185 5685

jurenergie eG Dr.-Grundler- Str. 1 92318 Neumarkt 09181 470-256

Praxis für Natur heilkunde

Susanne Reitner

Blossenbergweg 20 92331 Lupburg 09492 5177

Natur- und Waldpädagogik Holzheim 15

am Samainhof e.V.

92331 Parsberg 09492 9549-0

Therapie- und Naturheiltag

Claudia Beck

Eichenstr. 13 92367 Pilsach 09181 407270

HINWEIS: Bei den in diesem Ansporn veröffentlichten Ver an stal tungs ter mi nen handelt es sich jeweils

um Angaben der Veranstalter, die wir sorg fäl tig zusammengestellt haben. Dennoch können wir

keine Gewähr für die Rich tig keit und Voll stän digkeit der Angaben übernehmen.

Bitte bedenken Sie, dass mit der Veröffentlichung im Ansporn keine Aussage über die Qualität eines

Veranstalters oder der Veranstaltung selbst verbunden ist. Der Ansporn ist auf eine kalendarische

Zusammenstellung aller Termine beschränkt. Jedem Interessenten bleibt es daher selbst überlassen,

sich bei Bedarf näher über die Angebote zu informieren.

Bei einzelnen Veranstaltungen ist eine Anmeldung zwingend erfor der lich.

Bitte wenden Sie sich hierzu direkt an den jeweiligen Anbieter.

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APRIL

Termin: Dienstag, 02.04 2013, 19.30 Uhr

Ort: Johanneszentrum, Ringstraße 61, 92318 Neumarkt

Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

Titel: Lager – Vertriebene – Versöhnung

Das Durchgangslager in Neumarkt und die Versöhnungsarbeit

Referenten: Renate Gebhard, Landsberg am Lech,

Arnold Graf, Bürgermeister a.D., Neumarkt

Schirmherr: Oberbürgermeister Thomas Thumann, Neumarkt

Die Zeit der Aufarbeitung der Geschehnisse des „Dritten Reiches“ ist immer

noch nicht zu Ende. Der Umgang mit unserer Vergangenheit nimmt weiterhin

viel Raum ein. Heute wollen wir den Blick auf das Durchgangslager

in Neumarkt werfen und die Versöhnungsarbeit mit diesem Kapitel unserer

Geschichte ins Auge fassen.

In Kooperation mit dem Musical- und Theaterverein Neumarkt und

Stadt Neumarkt

Termin: Freitag, 05.04.2013, 13.30 – 16.30 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: HAUS AM HABSBERG

Titel: Flechten mit frischen Weiden

Referentin: Rita Knab, Meisterin der Hauswirtschaft

Ein bisschen Fingerfertigkeit und viel Fantasie – das müsst Ihr mit bringen

für unsere Ferienaktion. Wir lernen das kreative Flechten mit frischen

Weiden und basteln gemeinsam witzige Tier- und Mär chen ge sichter.

Kosten: 6,00 € (zzgl. 18,00 € Materialkosten)

Für Kinder ab 9 Jahren, bitte Gartenschere mitbringen

Anmeldung: Geschäftsstelle des HAUSES AM HABSBERG, Tel. 09181 470-311

Termin: Samstag, 06.04.2013, 09.30 bis 12.30 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Veredeln von Obstgehölzen

Referent: Franz Kraus, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege

Die Kunst des Veredelns ist schon lange bekannt. Der Kurs zeigt und erläutert

die Grundkenntnisse der Holz- und Rindenveredelungsarten an

Obst gehölzen. Die Teilnehmer üben selbst die verschiedenen Schnitttech

niken und eigene Veredelungen. Um das Gelernte zu Hause anzuwenden,

erhalten Sie am Schluss Edelreiser verschiedener Obstsorten.

Kosten: 4,00 €

Wetterfeste Kleidung erforderlich, geeignetes Werkzeug zum Veredeln

mitbringen (scharfe Veredelungsmesser und Obstbaumscheren).

Anmeldung bei der Geschäftsstelle 09181 470-311 erforderlich

48


APRIL

Termin: Montag, 08.04.2013 (14-tägig, jeweils montags), 18.00 Uhr

Ort: Gasthof Wittmann, Bahnhofstr. 21, 923318 Neumarkt

Veranstalter: Greenpeace-Gruppe Neumarkt

Titel: Gruppentreffen

Information unter Tel. 09181 265225

Termin: Dienstag, 09.04.2013, 18.00 bis 20.30 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: Landschaftspflegeverband Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Abenteurer mit Orientierungssinn

Referent: Martin Schmid, Dipl.-Ing. (FH) Wald und Forstwirtschaft

Das Abenteuer beginnt vor der Haustür. Wer es wagt, die befestigten

Wanderwege zu verlassen hat die Chance, die Natur von ihrer wilden Seite

zu erleben. Wer sich jedoch auf dieses Abenteuer einlässt, muss sich orientieren

können. Das Seminar vermittelt an drei Abenden die theoretischen

Grundlagen im Umgang mit Wanderkarten, Kompassen und GPS-

Geräten, die bei kleinen Wanderungen um den Habsberg praktisch geübt

werden.

Weitere Termine:

09.04.2013: Geradeaus zum Ziel – Orientierung mit Karte und Kompass (I)

17.04.2013: UTM, GPS, Geocaching – wenn Wandern zur Wissenschaft

wird (II)

24.04.2013: Einsam und verlassen – ein Orientierungslauf in Klein gruppen

(ca. 6-8 km) (III)

Die Teilnehmer werden schnell feststellen: Das konzentrierte Arbeiten

mit Zahlen, Koordinaten und Richtungen ist ebenso faszinierend wie

erlernbar und so werden Sie bei Ihrer nächsten Tour mit Sicherheit

Antworten auf die entscheidenden Fragen „Wo bin ich? Wie komme

ich zum Ziel? Wie komme ich zurück?“ haben.

Kosten: 20,00 € für die gesamte Fortbildung; die drei Seminarteile können

auch einzeln gebucht werden (8,00 €/Seminarteil)

Skript, Kompasse, GPS-Geräte werden für die Teilnehmer(innen) zur

Verfügung gestellt, wetterfeste Kleidung und Schuhe erforderlich.

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311

49


APRIL

Termin: Donnerstag, 11.04.2013, 19.30 Uhr

Ort: Parsberg, Burgsaal (Hirschenkeller)

Veranstalter: Jurenergie eG, Landratsamt Neumarkt

Titel: Die Energiewende im Landkreis Neumarkt –

mitgestalten, mitverdienen!

Die Bürgergenossenschaft Jurenergie eG stellt sich vor

Referenten: Michael Vogel, Vorstand Jurenergie eG,

Dr. Wolfgang Fruhmann, stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Die Energiewende ist in aller Munde - und im Landkreis Neumarkt

schon längst im Gang. Beim Umstieg auf eine sichere, dezentrale und

klimafreundliche Energieversorgung können alle Bürger mitwirken und

mitverdienen. Dazu wurde vom Landkreis Neumarkt im April 2010 die

Gründung der Bürgergenossenschaft „Jurenergie eG“ initiiert, die eine

breite Beteiligung aller Landkreisbürger schon ab 500 € ermöglicht. In

einem Vortrag wird die Jurenergie eG vorgestellt. In der anschließenden

Frage- und Diskussionsrunde können sich alle Besucher unverbindlich,

aber gezielt über alle wichtigen Details rund um eine eventuelle

Mitgliedschaft in der Jurenergie eG informieren.

Eintritt frei, keine Voranmeldung erforderlich

Termin: Samstag, 13.04.2013

Ort: Naturheilpraxis Susanne Reitner, Blossenbergweg 20, Lupburg

Veranstalter: Susanne Reitner, Heilpraktikerin

Titel: Wildkräuter sammeln & genießen

Das ganze Jahr überschüttet uns die Natur mit köstlichen Heilpflanzen

und Un-Kräutern.

Begeben Sie sich mit mir auf eine Entdeckungsreise rund um den

Bloßenberg in Lupburg. Danach verarbeiten wir die gesammelten

Kräuter zu einem köstlichen Menü, das wir gemeinsam genießen

Kosten: 24,00 € inkl. Getränke

Anmeldung und

Information: Praxis für Naturheilkunde Susanne Reitner, Tel 09492 5177,

Email: info@naturheilpraxis-reitner.de

Termin: Sonntag, 14.04.2013, 8.00 Uhr

Ort: Parkplatz Möninger Berg

Veranstalter: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Ortsgruppe Freystadt-Möning

Titel: „Frühjahrserwachen“ ­ Vogelstimmenwanderung

Möninger Berg

50


APRIL

Termin: Sonntag, 14.04.2013, 10.00 Uhr

Ort: Treffpunkt: Schauturm LGS-Gelände, Neumarkt

Veranstalter: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club – Kreisverband Neumarkt

Titel: Sperberslohe

Tourenleitung: Hans Batzner, Tel. 09181 509733

Bei unserer ersten Tour in dieser Sommersaison radeln wir gemütlich

und ohne größere Anstrengungen über Allersberg nach Sperberslohe.

Im Gasthaus Rotes Ross sind Plätze für uns zum Mittagessen reserviert.

Über Pyrbaum radeln wir frisch gestärkt nach Neumarkt zurück.

Strecke ca. 65 km, Schwierigkeitsgrad: leicht

Nähere Informationen unter www.adfc-neumarkt.de

Termin: Montag, 15.04.2013, 19.30 Uhr

Ort: Saal des Landratsamtes, Nürnberger Straße 1, 92318 Neumarkt

Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

Titel: Reihe Zeitzeichen: Organspende­ (k)ein Thema?

Referenten: Dr. med. Josef Wopperer, Klinikum Neumarkt,

Prof. Antonellus Elsässer, Neumarkt

Organspenden gehen immer mehr zurück. War es in Deutschland

schon immer ein heikles Thema, ist es durch die Skandale des vergangenen

Jahres noch schwieriger geworden, mit diesem Thema umzugehen.

Aber neben medizinischen Fragen stehen auch ethische Fragen zur Diskus

sion. Deshalb haben wir unser Forum um zwei Re li gions wis senschaft

ler erweitert. Neben dem Mediziner werden noch ein katholischer

Theologe und ein islamischer Religionsvertreter (angefragt) teilnehmen.

Eintritt: 3,00 €

Termin: Donnerstag, 18.04.2013, 14.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr

Ort: Firma Rödl, Nürnberger Straße 41, Neumarkt

Veranstalter: Kreisverband Neumarkt der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)

in Kooperation mit der Arbeitnehmerpastoral im Bistum Eichstätt

Titel: Betriebsbesuch bei Energie Rödl: „Richtig steuern beim

Energieverbrauch“

Anmeldung erforderlich bis spätestens 11.04.2103 unter

Tel. 0911 8171375

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APRIL

Termin: Sonntag, 21.04.2013, 8.00 Uhr

Ort: Kirche, Deusmauer (7.30 Uhr Parkplatz Freystädter Straße, Neumarkt)

Veranstalter: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Titel: Bekassine – Vogel des Jahres:

Exkursion ins Deusmauer Moor

Ansprechpartner: Peter Knipfer, Tel. 09181 42115

Termin: Montag, 22.04.2013, 18.30 bis 21.30 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: HAUS AM HABSBERG

Titel: Milch, ein Grundnahrungsmittel –

Milchgerichte vielseitig und schmackhaft

Referentin: Marie Miedel, staatl. geprüfte Technikerin für Ernährung und

Hauswirtschaft

Die Milch macht`s – tatsächlich! Milch und Milchprodukte sind wichtiger

Baustein einer vollwertigen Ernährung. Wegen ihres hohen Gehalts

an wertvollen Nährstoffen sollte sie auf dem täglichen Speiseplan nicht

feh len. Sie erfahren, wie man aus Milchprodukten leckere Haupt mahlzei

ten, schmackhafte Zwischengerichte und feines Gebäck zaubern

kann.

Kosten: 14,00 € (Vorabüberweisung nach Anmeldung)

Anmeldung: Geschäftsstelle des HAUSES AM HABSBERG, Tel. 09181 470-311

Islandpferdehof am Hackelsberg

bei Deining-Bahnhof (Neumarkt i. d. Oberpfalz)

Glühwein- und Mondscheinritte

Reitunterricht in liebevoller und angstfreier Atmosphäre

sowohl für Kinder als auch für Senioren

(auch bei Ihnen zu Hause!!)

Vormittagsreitstunden für Hausfrauen, Mütter

und natürlich auch für Hausmänner

Winterliche Ausritte – Anfänger sind willkommen!!

Ponyreiten ab ca. 2 Jahre

Beritt, Kutschfahrten, u.v.m

Stephanie Menges, IPZV-Trainerin C u. staatl. gepr. Kinderpflegerin

Tel. 09184/2166 oder 0176/96227782

52


APRIL

Termin: Donnerstag, 25.04.2013, 19.00 bis 21.30 Uhr

Ort: Samainhof, Holzheim 15, Parsberg

Veranstalter: Natur- und Waldpädagogik am Samainhof e. V.

Titel: Fördern statt fordern – zwei Pünktchen, die eine

gegensätzliche Haltung bewirken

Referentin: Beate Storch

Beate Storch, die Referentin, ist selbst Mutter von zwei erwachsenen

Kindern, Studienrätin im Förderschuldienst, langjähriger Einsatz im

Sonderpädagogischen Dienst der Stadt Nürnberg und Praxisführung Naturheilkundliche

Psychotherapie. Der Abend beinhaltet eine Ge sprächsrunde

zum Kennen lernen, praktische Übungen und ein spielerisches

Miteinander. Es findet Erfahrungsaustausch und meditatives Inne-

Halten statt! Die Aufgabe des Natur- und Waldpädagogik am Sa mainhof

e. V. ist es, eine Pädagogik der Wahrnehmung und Na tur er fah rung

in die Lebensbereiche von Kindern und Erwachsenen zu bringen.

Kontakt: Petra Hofbauer, Tel. 09492 9549-21

Kosten: 10,- €; Vereinsmitglieder 5,- €

Termin: Freitag, 26.04.2013, 10.00 bis 16.00 Uhr

Ort: Bärbels Garten, www.baerbels-garten.de, Dixenhausen 23,

91177 Thalmässing

Veranstalter: LandFrauenZentrum Sulzbürg

Titel: Bärbels Garten – ein Paradies

Referenten: Barbara Krasemann, Leitung und Führung

Dr. Heide Inhetveen

Die Gartenlandschaft von Barbara Krasemann in Dixenhausen ist aus

Fernsehprogrammen nicht wegzudenken; ihre Publikationen haben

ein breites Lesepublikum. Der Besuch dieses Gartens ist ein wunderbares

und anregendes Erlebnis. Nach der Winterpause wird Barbara

Krasemann an diesem Tag für uns ihren Garten öffnen und vorstellen.

Das Mittagessen wird im Landgasthaus Winkler in Alfershausen eingenommen.

Am Nachmittag - wieder zurück in Bärbels Garten - erzählt

Heide Inhetveen bei Kaffee und Kuchen von aufregenden Biographien

und abenteuerlichen Reisen einiger Pflanzenexpertinnen, wie Maria

Sybilla Merian oder Amalie Dietrich.

Kosten: 15,00 € (incl. Eintritt; ohne Mittagessen)

Anmeldung: Familienerholungs- und Tagesstätte Sulzbürg

(www.landfrauenzentrum.de), Tel.: 09185 92280;

Mail: kontakt@landfrauenzentrum.de

(Anmeldungen bis 21.04.2013 möglich).

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APRIL

Termin: Sonntag, 28.04.2013, 08.00 bis 10.30 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Titel: Was singt denn da? Vogelstimmenexkursion (I)

Referenten: Fachleute des LBV

War`s die Nachtigall oder doch die Lerche? Der Gesang der Vögel erstaunt

und begeistert nicht erst seit Romeo und Julia. Erfahrene

Vogelkundler des Landesbunds für Vogelschutz erläutern auf zwei

Exkursionen die vielfältigen Gesänge und Rufe und entschlüsseln das

Vogelkonzert in Wald und Flur. Geeignet sind die beiden Exkursionen auch

für Neulinge, insbesondere jedoch, wenn Sie bereits Basiskenntnisse in

der Vogelbestimmung besitzen.

Kosten: 5,00 € , Kinder bis 12 Jahre frei

Wetterfeste Kleidung/Schuhe erforderlich, Ferngläser und

Bestimmungsliteratur von Vorteil.

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311

Termin: Dienstag, 30.04.2013, 20.00 Uhr

Ort: Pfarrheim Saarlandstraße, Neumarkt

Veranstalter: Kreisverband Neumarkt der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)

Titel: „Richtig Steuern“

Referent: u.a. mit Otto Semmler, ehem. Vizepräsident der Bundesanstalt für Arbeit

Podiumsgespräch zum 01. Mai

Heilpflanzen-Tees aus der Apotheke

Arznei-Tees · Gesundheits-Tees

Vital-Tees

Wir beraten Sie gern .

Kloster-Apotheke · Rathaus Apotheke · Marien-Apotheke Neumarkt

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APRL

Ingenieure ohne Grenzen e.V.

Helfen Sie uns, Grenzen zu überwinden!

Ingenieure ohne Grenzen e.V. ist eine deutschlandweit tätige, gemeinnützige Hilfsorganisation, die rund

um den Globus technische Entwicklungshilfe leistet. Wir unterstützen beispielsweise Schulen, Krankenhäuser

und entlegene Dörfer beim Bau und bei der Modernisierung von grundlegender Infrastruktur. Unsere

Projekte haben stets das Ziel direkt vor Ort zu helfen.

Vor allem wollen wir Menschen neue Perspektiven geben, die regionale Wirtschaft stärken und unser Fachwissen

weiter geben. Dabei setzen wir in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort auf kleine und kleinste

Projekte und an die Lebensumstände angepasste Technologien. So erzielen wir nachhaltige Erfolge.

Wir arbeiten ausschließlich ehrenamtlich und brauchen daher Ihre Hilfe!

So können Sie uns unterstützen:

Spenden Sie für unsere Projekte

Werden Sie Fördermitglied

Helfen Sie aktiv mit

Spendenkonto:

Ingenieure ohne Grenzen e.V.

Kto-Nr.: 1 030 333 337

BLZ: 533 500 00

Bank: Sparkasse Marburg Biedenkopf

Stichwort: ETH-IOG06

Kontakt: nuernberg@ingenieure-ohne-grenzen.org

www.ingenieure-ohne-grenzen.org


MAI

Termin: Freitag, 03.05.2013, 15.00 Uhr

Ort: Gasthaus Ehrnsberger-Warda, Loderbach

Veranstalter: GartenpflegerInnen im Kreisverband für Gartenkultur und

Landespflege Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Grundkurs: Block 3 – Pflanzenschutz

Referent: Kreisfachberater Franz Kraus

Grundlagen des umweltgerechten Pflanzenschutzes im Garten, anschließend

Begehung im Kreislehrgarten

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311 erforderlich

Samain

Schnuppernachmittage

Jeden ersten Sonntag im Monat

von 14-17 Uhr gibt es am

Samainhof viel zu erleben

mit unseren geliebten

Islandpferden

> Ponyführen am Hof

und ins Gelände

> Ausritte

> Kutschfahrten

nach Voranfrage

> Stockbrot am Lagerfeuer

> Kaffee und Kuchen

Sie lernen einen Teil des

vielfältigen Angebotes des

Samainhofes kennen:

> Therapeutische Angebote mit und ohne Pferd

> Shiatsu, Reiki, Massagen

> Verschiedene Meditationstechniken

> Freizeitangebote für Jung und Alt

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Samainhof

Holzheim 15, 92331 Parsberg

Tel. 0 94 92 / 95 49-0

www.samainhof.de

56


MAI

Termin: Freitag, 03.05. bis Mittwoch, 08.05.2013

Ort: Landratsamt Neumarkt

Veranstalter: Initiatorin: Claudia Beck, Beirat: Rita Weber, Ursula Pantze

Titel: Sommerakademie 2013 – Therapie­ und Naturheiltag

Freitag 3. Mai 2013

18 - 21 Uhr Claudia Beck, Paar- und Familien-Therapeutin

Familiengeschichte: Last oder Segen? Tel.: 09181 407270

18 - 21 Uhr Renate Hausdorf-Schießl, Heilpraktikerin · Traditionelle

chinesische Medizin und Akupunktur bei Übergewicht. Tel.: 09180 2708

18 - 21 Uhr Jens Voges · Gesundheit schützen – Heilung unterstützen,

mit BEMER und memon. Tel.: 09621 674097

Samstag 4. Mai 2013

9 - 12 Uhr Sabine Kolp, Orthopädietechniker-Meisterin – Andreas

Stich, Orthopädietechniker-Meister · Gesunden Füßen auf der Spur

Tel.: 09181 4877095

9 - 12 Uhr Ursula Pantze, Heilpraktikerin · Akupressur der Ohren mit

Klangstäben Tel.: 09181 32960

Sonntag 5. Mai 2013

14 - 17 Uhr Samainhof e.G. · Rundgang über den Samainhof und

Einblick in die Vielfalt unserer Arbeit. Tel.: 09492 95490

Montag 6. Mai 2013

18 - 21 Uhr Beatrix Szabó, SHZ-zert. Homöopathin – Oliver Müller, SHZzert.

Homöopath · Chronische Krankheit ist heilbar! Tel.: 0941 561050

18 - 21 Uhr Rita Angelika Weber, Technikerin für Ernährung & Haus wirtschaft

· Die reine Freude an der Natur! Kissen, die die Seele küssen

Tel.: 09181 3562

Dienstag 7. Mai 2013

18 - 21 Uhr Alexander Reichl, Physiotherapeut · Kinesiologie, der

Schlüs sel zu mehr Energie und Leistungsfähigkeit. Tel.: 09181 907478

18 - 21 Uhr Gisela Willjung, Heilpraktikerin · Harmonie und inneres

Gleichgewicht finden mit den Chakra-Blütenessenzen. Tel.: 09181 487850

Mittwoch 08. Mai 2013

18 - 21 Uhr Monika Bauer, Heilpraktikerin · Arthrose ist behandelbar –

Hilfe und Selbsthilfe. Tel.: 08462 9529624

18 - 21 Uhr Jutta S. Pree, Wellness-Trainerin – Satnam Dr. P.-Th.

Weber, Meditations-Lehrer, Heilpraktiker (Physiotherapie) · Vertiefte

Atemarbeit als Weg zum Körpergespür & zur Lösung von Emotionen.

Tel.: 09181 5129449 / 462862

Kosten: 25,00 € je Seminar,

Anmeldung jeweils beim Dozenten

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MAI

Termin: Samstag, 04.05.2013, 14.00 bis 17.00 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: Landschaftspflegeverband Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: „Bergauf, bergab“ – Mountainbike­Tour

Referentin: Christa Englhard, Dipl.-Ing. (FH) Landespflege, begeistere Mountainbikerin

Querfeldein und trotzdem naturverträglich: Wir nehmen Sie mit auf

eine abwechslungsreiche geführte Mountainbiketour über Stock und

Stein, bei der Sie ebenso sportlich ambitioniert wie naturverträglich

unterwegs sind. Lernen Sie die Vielfalt und Schönheit unserer

Kulturlandschaft kennen und entdecken Sie die natürlichen und kulturellen

Besonderheiten der Lauterhofener-Velburger Kuppenalb. Sie

werden rund 30 Kilometer bergauf bergab unterwegs sein, geübte

Mountainbiker ab einem Alter von 14 Jahren sind hier richtig.

Kosten: 2,00 €

Geländetaugliches MTB, Fahrradhelm, wetterfeste Kleidung, Getränk

und Pausenverpflegung notwendig.

Anmeldung: Landschaftspflegeverband Tel. 09181 470-311

Termin: Sonntag, 05.05.2013, 14.00 bis 17.00 Uhr

Ort: Parkplatz an der Kirche in Oberrohrenstadt

Veranstalter: Landschaftspflegeverband Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel Die Bäume schlagen aus! Frühlingserwachen im

Rohrenstädter Tal

Referent: Ralf Bundesmann, Landschaftspflegeverband

Wandern Sie mit uns durch eine abwechslungsreiche Kul tur landschaft

und lernen Sie die Zeugnisse früherer Nutzung kennen. Wasser

hebeanlagen (Hydraulischer Widder), Wässersysteme, Flachsweiher,

Steinbrüche und verwilderte Obstanlagen liegen auf der Tour.

Naturnahe, artenreiche Laubwälder mit Frühlingsgeophyten und imposanten,

teils skurrilen Baumgestalten säumen den Weg.

Kosten: 2,00 €, Kinder frei

Wetterfeste Kleidung/Schuhe erforderlich,

Keine Anmeldung erforderlich!

Termin: Sonntag, 05.05.2013, 8.00 Uhr

Ort: Parkplatz Möninger Berg

Veranstalter: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. Ortsgruppe Freystadt-

Möning

Titel: Vogelstimmenwanderung am Möninger Berg

Ansprechpartner: Josef Brandl, Tel. 09179 1052

58


MAI

Termin: Sonntag, 05.05.2013, 14.00 Uhr

Ort: Treffpunkt: Schauturm LGS-Gelände, Neumarkt

Veranstalter: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club – Kreisverband Neumarkt

Titel: Auf den Spuren jüdischen Lebens im Landkreis Neumarkt

Tourenleitung: Rainer Zimmermann Tel. 09181/510270

Seit dem Mittelalter gab es in Sulzbürg eine jüdische Gemeinde. Jahrhun

dertelang wurde der ‚Judensteig‘ nach Neumarkt benutzt, um zum

Markt zu gelangen. Die jüdische Gemeinde Neumarkts wurzelte ebenfalls

in Sulzbürg.

Wir wollen auf dieser Radtour den Weg, den jüdische Bürger von Sulzbürg

nach Neumarkt und zurück bewältigen mussten, nachradeln und

Spu ren jüdischen Lebens in Sulzbürg finden sowie den jüdischen Friedhof

besuchen

Nähere Informationen unter www.adfc-neumarkt.de

Termin: Montag, 06.05.2013, 19.30 Uhr

Ort: Saal des Landratsamtes, Nürnberger Straße 1, 92318 Neumarkt

Veranstalter: Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

Titel: Reihe Zeitzeichen: Benedikt XVI. Der deutsche Papst

Die päpstliche und private Seite Benedikt XVI.

Referent: Andreas Englisch, Bestseller-Autor und seit 1988 Vatikan-

Korrespondent in Rom, wo er über exzellente Kontakte verfügt. Er

stand zu Papst Johannes Paul II. in engem Kontakt und gehörte über

Jahrzehnte zu den Journalisten, die die Päpste auf ihren Reisen begleiten.

Vatikan-Korrespondent und Bestsellerautor Andreas Englisch schildert

aus nächster Nähe den bemerkenswerten Wandel des Joseph

Ratzinger vom streng konservativen Präfekten der römischen

Glaubenskongregation zum weltoffenen und dialogorientierten Papst

im Zeichen von Ökumene und interreligiöser Aussöhnung mit der orthodoxen

Kirche, dem Judentum und dem Islam.

Andreas Englisch eröffnet uns einen sehr persönlichen Blick hinter die

Kulissen des Vatikans und schildert, wie er selbst von einem eher distanzierten

Wegbegleiter des mächtigen Kurienkardinals zu einem

Bewunderer des stillen und doch charismatischen deutschen Papstes

wurde.

Termin: Donnerstag, 09.05.2013, 8.00 Uhr

Ort: Sippelmühle (7.30 Uhr Parkplatz Freystädter Straße, Neumarkt)

Veranstalter: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Titel: Bekassine – Vogel des Jahres: Exkursion ins Tal der Weißen Laaber

Ansprechpartner: Hubert Schraml

59


MAI

Termin: Samstag, 11.05.2013, 08.00 bis 10.30 Uhr

Ort: Pollanten, Sportplatz Pollanten

Veranstalter: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Neumarkt

Titel: Was singt denn da? Vogelstimmenexkursion (II)

Referenten: Fachleute des LBV

siehe Termin 28.04.2013

Kosten: 5,00 €, Kinder bis 12 Jahre frei

Wetterfeste Kleidung/Schuhe erforderlich, Ferngläser und

Bestimmungsliteratur von Vorteil.

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311

Termin: Mittwoch, 15.05.2013, 19.00 bis 21.00 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: HAUS AM HABSBERG

Titel: Holzhäuser – zwischen Tradition und Moderne

Referent: Bernhard Nest, Dipl.-Ing. (FH) Holztechnik

Moderne Holzhäuser sind warm, behaglich und sicher. Mit der Verwendung

von heimischen Hölzern leisten sie einen aktiven Beitrag

zum Klimaschutz! Sie stellen die älteste und zugleich modernste Bauweise

dar, die den ökologischen und energetischen Ansprüchen unserer

Zeit vollkommen gerecht wird. Erfahren Sie in einem Vortrag, welche

unterschiedlichen Bauweisen es gibt und welche Vorteile ein Holzhaus

Bauherren bietet! Profitieren Sie von fundierten Tipps und Tricks

vom Fachmann

Kosten: 4,00 €

Anmeldung: Geschäftsstelle des HAUSES AM HABSBERG, Tel. 09181 470-311

Termin: Donnerstag, 16.05.2013, 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort: Parkplatz Gasthof Sammüller, Neumarkt-Schafhof

Veranstalter: Landschaftspflegeverband Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Wiesenfastfood und Walddudler

Referentin: Sabina Beer, Heilkräuterführerin SKA

Bereits im Frühling sprießen die ersten frischen Kräuter und die

Natur sorgt für einen reich gedeckten Tisch. Kreieren Sie an diesem

Nachmittag auf der Wiese und am Waldrand Ihr ganz persönliches

Fastfood-Kräuterbrot und mixen Sie einen leckeren Kräutertrank! Uns

so ganz nebenbei erhalten Sie viele Informationen über die besonderen

Fähigkeiten der grünen Alleskönner.

Kosten: 4,00 € Erwachsene, 2,00 € Kinder

Bitte ein kleines Holzbrett und einen Rucksack mitnehmen!

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311

60


MAI

Termin: Donnerstag, 16.05.2013, 18.00 Uhr

Ort: Seecafè

Veranstalter: Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Hildegardgarten – ein Garten der Harmonie

Referent: Franz Kraus, Kreisfachberater

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311 erforderlich!

Termin: Sonntag, 26.05.2013, 10.00 Uhr

Ort: Treffpunkt: Schauturm LGS-Gelände, Neumarkt

Veranstalter: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club – Kreisverband Neumarkt

Titel: Zum Eulenhof nach Großalfalterbach

Tourenleitung: Hans Batzner Tel 09181 / 509733

Conny Seitz Tel 09181 / 6663

Über Pilsach, Pfeffertshofen, Laaber, Deusmauer, Lengenfeld fahren

wir nach Finsterweiling zum Mittagessen.

In Großalfalterbach erwartet uns eine Führung im Eulenhof. Dort befinden

sich z. Zt. 120 Eulen aus allen Kontinenten der Welt. Von der kleinsten

(15 cm groß) bis zur größten Eule (75 cm groß) können wir sie alle

bestaunen.

Der Heimweg führt uns über Kleinalfalterbach, Mittersthal, Greißelbach

nach Neumarkt zurück

Diese Tour geht nur mit verbindlicher Voranmeldung bis zum 22.05.2013

bei der Tourenleitung und ist auf 20 Teilnehmer begrenzt.

Unkostenbeitrag für die Führung: Erwachsene 4,00 €, Kinder 2,00 €

Strecke ca. 60 km, Schwierigkeitsgrad: mittel

Nähere Informationen unter www.adfc-neumarkt.de

61


JUNI

Termin: Sonntag, 02.06.2013, 9.30 Uhr

Ort: Treffpunkt: Schauturm LGS-Gelände, Neumarkt

Veranstalter: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club – Kreisverband Neumarkt

Titel: Fledermaustour nach Hohenburg

Tourenleitung: Hans Batzner, Tel. 09181 509733

Conny Seitz, Tel. 09181 6663

Diese Tour führt uns über Kastl nach Hohenburg. Dort erfahren wir von

einem Fledermaus-Spezialisten wissenswertes über die Fledermaus,

speziell über die Hufeisennase.

Unser Rückweg führt uns über Kallmünz nach Etterzhausen.

Von dort aus fahren wir mit der Bahn (Agilis) zurück nach Neumarkt BHF.

Diese Tour geht nur mit verbindlicher Voranmeldung bis zum 29.05.2013

bei der Tourenleitung und ist auf 16 Teilnehmer begrenzt. Die Kosten

für die Führung und die Bahnfahrt betragen 10,- €.

Strecke ca. 85 km, Schwierigkeitsgrad: schwer

Nähere Informationen unter www.adfc-neumarkt.de

Termin: Sonntag, 02.06.2013, 14.00 bis 17.00 Uhr, Start möglich bis 14.45 Uhr

Ort: Samainhof, Holzheim 15, Parsberg

Veranstalter: Natur- und Waldpädagogik am Samainhof e. V.

Titel: Waldfamilienfest mit Märchen­ und Sinnesstationen

Wie jedes Jahr wartet auf Euch am Samainhof und im Wald ein spannender

Parcours, bei dem ihr Zwerg Nase, Rumpelstilzchen und anderen

bekannten Märchenfiguren begegnen werdet und Aufgaben lösen

dürft. Anschließend könnt ihr euch mit Kaffee und Kuchen und kalten

Getränken stärken. Bei schlechtem Wetter überdachte Stationen

am Samainhof. Parallel findet der Schnuppernachmittag statt mit

Ponyführen. Das Cafe ist geöffnet.

Vorträge: 15.00 Uhr: Dia-Vortrag des Natur- und Waldkindergartens

15.45 Uhr: Vortrag des Natur- und Waldpädagogik e. V.

Kontakt: Petra Hofbauer, Tel. 09492 9549-21

Startgebühr pro Familie für den Märchenparcours 10,- €

Termin: Freitag, 06.06.2013, 19.00 Uhr

Ort: Seecafè

Veranstalter: Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Blütentropfen nach Dr. Bach: für mehr seelisches

Wohlbefinden für jedes Alter

Referenten: Reinhard Dietl und Hannelore Reindl von den Bachblütenfreunden

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311 erforderlich

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JUNI

Termin: Donnerstag, 06.06.2013, 18.00 bis 21.00 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: HAUS AM HABSBERG

Titel: Schnell ist`s passiert! Erste Hilfe von der Wiese

Referentin: Sabina Beer, Heilkräuterführerin SKA

Gestolpert, hingefallen, Knie aufgeschürft? Oder von einem fiesen

Plagegeist gestochen? Nicht immer haben Sie unterwegs ein Pflaster

oder gar die passende Salbe zur Hand. In diesem Seminar erfahren

Sie, dass Erste Hilfe manchmal auch ganz anders funktionieren kann.

Sie lernen die Heilkraft der Wildkräuter kennen und bereiten einen

Spitzwegerichbalsam zu, der künftig bestimmt einen Stammplatz in

der Handtasche oder im Rucksack finden wird.

Beitrag: 8,00 €

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311

Termin: Freitag, 14.06.2013, 18.00 Uhr

Ort: Gasthaus Ehrnsberger-Warda, Loderbach

Veranstalter: GartenpflegerInnen im Kreisverband für Gartenkultur und

Landespflege Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Aufbaukurs: Die Wunderwelt der Bienen

Referenten: Frau Dr. Christa Olbrich, Vorsitzende des Imkerkreisverbandes Neumarkt

Franz Kraus, Kreisfachberater

Vorträge: „Ohne Bienen keine Früchte“ – der Wert der Honigbiene in Garten und

Landschaft

„Der Garten – ein Lebensraum auch für Insekten“;

anschließend Begehung im Kreislehrgarten

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311 erforderlich

Termin: Samstag, 15.06.2013, 14.00 bis 16.00 Uhr

Ort: Breitenbrunn, Schule

Veranstalter: Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Die Kultur der Rose und ihre Kulturgeschichte

Referent: Franz Kraus, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege

Die Rose ist die Königin der Blumen. Königinnen wollen umsorgt sein.

Bei dieser Führung lernen Sie, wie Sie Ihre Rosen im Garten fachgerecht

pflegen. Darüber hinaus brechen Sie auf zu einer spannenden Reise in

die Kulturgeschichte der Rose.

Kosten: 2,00 €, Kinder frei

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311 erforderlich

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JUNI

Termin: Sonntag, 16.06.2013, 13.30 bis 18.00 Uhr

Ort: 13.30 Uhr Bahnhof Neumarkt, Hinterausgang der Unterführung;

14.00 Uhr Berngau, Ramoldplatz

Veranstalter: Landschaftspflegeverband Neumarkt i.d.OPf. e.V. in Kooperation mit

dem ADFC-Kreisgruppe Neumarkt

Titel: „Mit dem Rad ins Land der Zeugenberge“

Geführte Radtour (zur renaturierten Sulz)

Referentin: Agnes Hofmann, Landschaftspflegeverband und ADFC

Per Rad ins Land der Zeugenberge und trotzdem geht es kaum bergauf:

Bei der gemütlichen Sonntags-Radltour für die ganze Familie bilden

die Zeugenberge eine herrliche Landschaftskulisse, bezwungen

werden müssen sie nicht. Besonderer Thematischer Schwerpunkt sind

diesmal die ökologischen Umgestaltungsmaßnahmen an der Sulz bei

Allershofen-Berngau, bei Sondersfeld und Reichertshofen. Lernen Sie

mit uns eine ganz neue Sulz kennen, die wieder frei in der Landschaft

dahin fließen darf.

Beitrag: 3,00 € Erwachsene, Kinder frei

keine Anmeldung erforderlich

Termin: Dienstag, 25.06.2013, 18.00 Uhr

Ort: Großer Besucherparkplatz am Klinikum

Veranstalter: Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege Neumarkt i.d.OPf. e.V.

Titel: Die Rose – Königin der Blumen

Führung durch den Rosengarten am Klinikum

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311 erforderlich

Termin: Samstag, 29.06.2013, 15.00 bis 19.00 Uhr

Ort: Lengenbachkirche bei Arzthofen

Veranstalter: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Titel: Tag der Artenvielfalt im Lengenbachtal

Eine Forschungsreise für jedermann in die Tier und Pflanzenwelt vor

unserer Haustür

(Führungen, Informationen, Spiele)

Einzelheiten siehe Tagespresse

64


JUNI

Termin: Samstag, 29.06.2013, 14.00 – 17.00 Uhr

Ort: HAUS AM HABSBERG

Veranstalter: HAUS AM HABSBERG

Titel: „Typisch Baum!“ Ein kreativer Familiennachmittag

Referentin: Susanne Flach-Wittmann, Dipl.-Ing. (FH) Landespflege

Entdecken Sie mit der ganzen Familie die unterschiedlichsten Merkmale

verschiedener Baumarten und setzen Sie diese malerisch um!

Ideengeber ist die Natur, der individuellen Kreativität werden jedoch

keine Grenzen gesetzt. Gearbeitet wird mit Tusche und Acrylfarben auf

Papier und Karton.

Kosten: 6,00 € Erwachsene, 4,00 € Kinder

Bitte Arbeitskleidung mitbringen!

Anmeldung bei der Geschäftsstelle Tel. 09181 470-311

Termin: Sonntag, 30.06.2013, ab 10.30 Uhr

Ort: Hildegard-Garten, ehem. LGS-Gelände, Neumarkt

Veranstalter: Hildegard-Kreis-Neumarkt

Titel: Hildegardfest im Hildegard­Heilpflanzen­Garten

10:30 Feldmesse mit Pfarrer Norbert Winner

12:00 Mittagessen vom Grill und Spezialitäten aus der Hildegard-Küche

13:30 Führung durch den Kräutergarten mit Yvette E. Salomon

15:00 Vorführung der Apotheke mit Apotheker Erich Dorfner

Kaffee und Dinkelkuchen

Infos: Bücher, Düfte, Gewürze, Heilkräuter

65


IMPRESSUM

Herausgeber:

Landkreis Neumarkt i.d.OPf.

Nürnberger Str. 1 · 92318 Neumarkt

Tel.: 09181/470-256 bzw. 470-335 · Fax: 09181/470-6756, 470-6835

e-mail: ansporn@landkreis-neumarkt.de

Internet: www.landratsamt-neumarkt.de/ansporn

Redaktion:

Roland Hadwiger, Rita Pirkl, Walter Schardt-Pachner, Christine Riel, Wolfgang Seitz,

Werner Thumann, Ralf Bundesmann, Gero Wieschollek, Uwe Krappitz, Agnes Hofmann,

Daniela Wehner, Peggy Hofmann sowie mehrere Gastautoren

verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Roland Hadwiger

Layout:

Schwab Werbung, Weißenfeldplatz 6d, 92318 Neumarkt, Tel.: 09181 5091293

Druck:

Wünsch Offset-Druck GmbH, Daimlerstraße 11, 92318 Neumarkt, Tel. 09181 4808-0

Auflage: 5000 Exemplare

Erscheinungsweise: vierteljährlich, jeweils zum 01.Januar/01.April/01.Juli/01.Oktober

Vertrieb:

Das Veranstaltungsmagazin Ansporn ist kostenlos erhältlich beim Landratsamt Neumarkt,

bei den im Landkreis befindlichen Kommunalverwaltungen, bei allen Banken und

Spar kas sen und darüberhinaus bei zahlreichen Geschäften und Einrichtungen im Landkreis

ge biet.

In begründeten Fällen kann das Magazin auch über den Postweg bezogen werden.

Anzeigen:

Ansprechpartner für Anzeigen ist der Herausgeber.

Gültige Anzeigenpreisliste: Nr. 7 vom 01.02.2011

Für Texte und Inhalt von Anzeigen übernehmen wir keine Gewähr.

Terminveröffentlichungen:

Redaktionsschluss für Ausgabe 3/2013 (01.07. – 30.09.2013): 24.05.2013

Ansporn wird gedruckt auf 100% Recyclingpapier!

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