der blick hinter die steckdose - Kelag

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der blick hinter die steckdose - Kelag

Wer liefert Unentbehrliches

zum Leben in dein Leben?

Na, das Stromnetz.

Über Strom denkst du nur nach, wenn eine Sicherung geht. Strom ist einfach da. Das Stromnetz liefert ihn nonstop. Da denkst du kaum daran, wie unentbehrlich Strom für dein Leben ist.

Und das verführt dich zur Verschwendung. Doch gerade der von der Kelag erzeugte Strom ist besonders wertvoll. Er ist sauberer Klimaschutz - Strom.

Bitte geh sparsam damit um. Schalte aus, was du gerade nicht brauchst. Warum das sinnvoll ist, findest du auf kelag.at.

teIl 8: der blIcK „hInter dIe stecKdose“

Strom ist immer da, wenn die Kunden ihn benötigen:

z. B. zum Beleuchten, Kochen, Kühlen und Gefrieren,

Fernsehen, Radio hören und zum Laden von Akkus.

Auch Betriebe brauchen Strom, damit sie arbeiten

können.

Beim Einschalten des Lichts denkt kaum jemand darüber

nach, dass der Strom in genau diesem Moment

auch erzeugt und zum Kunden geleitet werden muss.

Dafür sind nicht nur Kraftwerke notwendig, sondern

auch ein Leitungsnetz. „Hinter der Steckdose“ steckt

ein hochkomplexes System. Das Stromnetz ist das

Rückgrat der sicheren und ausreichenden Stromversorgung.

Ohne dieses Rückgrat ist unser Alltag im

privaten Haushalt und in der Wirtschaft nicht mehr

vorstellbar.

Steigender Stromverbrauch und neue Anwendungen

wie die Elektromobilität und die dezentrale Stromerzeugung

aus erneuerbarer Energie – vor allem aus

Sonnenlicht und Windkraft – stellen neue Anforderungen

an das Netz. Ein starkes Stromnetz ist die

Voraussetzung dafür, dass zunehmend erneuerbare

Energiequellen für die Stromversorgung genutzt

werden können.

In dieser Folge blicken wir „hinter die Steckdose“.

Wir zeigen Ihnen, was das Stromnetz jede Sekunde für

uns alle leistet.


das stromnetz

Das Stromnetz, das die KELAG Netz GmbH

betreibt, umfasst rund 18.000 km. Das

entspricht der Entfernung von Klagenfurt

nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands.

Rund 710 Beschäftigte der KELAG

Netz GmbH arbeiten für den Betrieb, die

Instandhaltung und den bedarfsgerechten

Ausbau des Stromnetzes.

Das Stromnetz sichert die Versorgung von

rund 230.000 Kunden mit elektrischer

Energie. Die verlässliche Stromversorgung

ist eine wichtige Voraussetzung für die

Investitionen der Kelag in das Kärntner Stromnetz

inklusive Instandhaltungen

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0

31

(pro Jahr, in Millionen Euro)

2004

34

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37

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2007

Warum brauchen wir verschiedene Spannungsebenen?

Das Übertragungsnetz (230

kV und 400 kV) ist notwendig, um große

Leistungen über weite Strecken zu übertragen.

Eine 400-kV-Leitung überträgt gleich

viel Strom wie drei 230-kV-Leitungen, oder

14 110-kV-Leitungen oder 170(!) 20-kV-

Leitungen. Damit die Höchstspannung

von 230 kV oder 400 kV bis zur Ortsnetzspannung

von 400 Volt umgewandelt wer-

Kelag netz gmbh

Der Stromnetzbetrieb ist in Österreich behördlich

reguliert. Die Tarife für die Netznutzung

legt die Regulierungsbehörde

e-Control jedes Jahr neu fest.

Die KELAG Netz GmbH hat als Verteilnetzbetreiber

in Kärnten die Aufgabe,

die Netzinfrastruktur allen Kunden und

Energielieferanten diskriminierungsfrei

zur Verfügung zu stellen. Die leistungsfähige

Netzinfrastruktur muss jeden Tag

rund um die Uhr funktionieren. Zu den

Hauptaufgaben der KELAG Netz GmbH

Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes

Kärnten. Die Investitionen in

das Netz – allein im vergangenen Jahr

rund 68 Millionen Euro – sind wichtige

Impulse für die Kärntner Wirtschaft, sie

schaffen und sichern Arbeitsplätze in unserem

Land.

Das Kärntner Stromnetz wird in den

kommenden Jahren weiter ausgebaut,

damit „das Unentbehrliche zum Leben

jeden Tag in Ihr Leben“ kommen kann –

der Strom.

58

2008

66

2009

Das Übertragungsnetz und das 110-kV-Verteilnetz in Kärnten

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2010

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2011

den kann, werden bis zu vier verschiedene

Transformatoren eingesetzt.

Auch in Ihrem Haushalt arbeiten Transformatoren.

In vielen Elektrogeräten wandeln

sie Strom aus der Steckdose (230 Volt,

50 Hertz) auf die benötigte Betriebsspannung

von Elektrogeräten und Niedervolt-

Lampen um.

gehören die Betriebsführung, der bedarfsorientierte

Ausbau der Verteilnetze, die

notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen

sowie ein effizientes Entstörungsmanagement.

Die KELAG Netz GmbH betreibt:

11.000 km Niederspannungsleitungen

3.200 km 20-kV-Freileitungen

2.500 km 20-kV-Kabel

850 km 110-kV-Freileitungen

7.100 Trafostationen

47 Umspannwerke

Die Steckdose ist Teil der elektrischen

Installation in Ihrer Wohnung oder Ihrem

Haus. Zur Installation gehören

alle Leitungen, beginnend beim Hausanschlusskasten,

über die Hauszuleitung

bis zum Zählerkasten und weiter

in die einzelnen Räume zu den Leuchten,

Schaltern und Steckdosen. Angesteckt

sind zahlreiche elektrische Geräte.

Für die elektrische Hausinstallation und

Ihren Zählerkasten ist Ihr Elektriker zuständig.

Über die Hauszuleitung – 400

Volt – ist Ihre Hausinstallation mit dem

Ortsnetz verbunden. Die Verantwortung

Ihres Netzbetreibers beginnt beim Hausanschlusskasten,

der sich entweder auf

Ihrem Dachboden oder in der Nähe Ihres

Hauses befindet.

400 Volt aus der Trafostation

Bis zu fünf Haushalte werden über einen

Hausanschlusskasten versorgt, eben-

so kleinere Unternehmen. Der Hausanschlusskasten

ist über ein Kabel oder eine

Freileitung von einer Trafostation versorgt.

Über eine Trafostation können bis

zu 400 Haushalte und kleinere Unternehmen

sicher mit Strom versorgt werden.

Die KELAG Netz GmbH betreibt in Kärnten

ein weitläufiges Niederspannungsnetz

mit rund 11.000 km Leitungen, ausgehend

von einer der 7.100 Trafostationen.

In der Trafostation befindet sich ein

Transformator. Er nimmt Strom aus dem

übergeordneten 20.000-Volt-Netz (20 kV)

und wandelt ihn auf die für Haushaltsgeräte

und Licht benötigte Spannung

von 230/400 Volt um. Alle Haushalte beziehen

Strom aus dem Ortsnetz, einige

Haushalte liefern aber auch Strom in dieses

Netz. Zum Beispiel aus einem kleinen

Wasserkraftwerk oder aus einer Fotovoltaikanlage.

sIchere stromversorgung

Kunden Ortsnetz Verteilnetz Übertragungsnetz

Erzeugung

das ortsnetz das verteIlnetz das Übertragungsnetz

20.000 Volt (20 kV)

Jede der 7.100 Trafostationen im Verteilnetz

der KELAG Netz GmbH ist über eine 20-kV-

Leitung mit einem Umspannwerk verbunden.

Das 20-kV-Netz umfasst rund 3.200 km Freileitungen

und 2.500 km Kabel. Über 20-kV-

Leitungen wird der Strom lokal verteilt, im

Umkreis von rund 20 km. Auch größere Unternehmen

beziehen auf dieser Spannungsebene

Strom aus dem Netz.

Das 20-kV-Netz dient nicht nur der Versorgung

von Kunden. Viele Kraftwerke liefern

Strom in dieses Netz, vor allem kleinere Wasserkraftwerke.

Auch Windkraftanlagen und

größere Fotovoltaik-Anlagen brauchen einen

Anschluss an das 20-kV-Netz. In Kärnten

liefern mehrere hundert Kraftwerke Strom in

das Verteilnetz.

110.000 Volt (110 kV)

Auch in Umspannwerken befinden sich

Transformatoren. Sie wandeln den Strom von

110 kV auf 20 kV um, sodass er zu den Trafostationen

geleitet werden kann. Zwei sehr

große Industriebetriebe beziehen in Kärnten

Strom direkt aus dem 110-kV-Netz.

Jedes Umspannwerk wird über mindestens

eine 110-kV-Leitung mit Strom versorgt. Auf

dieser Spannungsebene verteilt die KELAG

Netz GmbH den Strom in Kärnten regional.

Das 110-kV-Netz der KELAG Netz GmbH

besteht aus rund 850 km Freileitungen und

47 Umspannwerken.

Das 110-kV-Netz nimmt auch die erzeugte

Energie großer Kraftwerke auf, so zum Beispiel

der Kraftwerksgruppe Fragant und der

Draukraftwerke.

dIe nervenzentrale der Kärntner stromversorgung

Das 110-kV-Netz der KELAG Netz GmbH

ist in Kärnten an zwei Punkten mit dem

europäischen Übertragungsnetz verbunden:

im Umspannwerk Obersielach bei

Völkermarkt und im Umspannwerk Rottau

im Mölltal. Hier wandeln große Transformatoren

Strom von 230.000 Volt (230

kV) auf 110 kV um, damit er in Kärnten

regional verteilt werden kann.

Durch Kärnten führt eine 230-kV-Leitung

vom Lavanttal durch das Jauntal, Rosental

und Gailtal nach Lienz und von dort

nach Rottau im Mölltal. Diese Leitung ist

Teil des 5.600 km langen österreichischen

Übertragungsnetzes. Das europäische

Übertragungsnetz umfasst insgesamt

rund 280.000 km. Dieses Netz stützt den

stabilen Betrieb des 110-kV-Netzes und

dient der großräumigen Stromübertragung

und dem Stromaustausch in Euro-

Strom muss genau in dem Moment erzeugt

werden, in dem er gebraucht wird.

Das stellt eine permanente Anforderung

an den Netzbetrieb dar. Techniker in

der Hauptschaltleitung der KELAG Netz

GmbH in Klagenfurt nehmen diese Aufgabe

wahr, jeden Tag, rund um die Uhr.

Damit das Stromnetz von einem Punkt

aus überwacht und gesteuert werden

kann, ist ein weitverzweigtes Datennetz

notwendig. Schließlich müssen die Techniker

in der Nervenzentrale der Kärntner

Stromversorgung jederzeit den Überblick

über die Anlagen in ihrem Netzgebiet haben

um im Fall des Falles sofort eingrei-

Techniker in der Hauptschaltleitung der Kelag Netz gmbH

pa. In das Übertragungsnetz speisen sehr

große Kraftwerke ihre Energieerzeugung

ein.

Neues Umspannwerk im

Großraum Villach

Die KELAG Netz GmbH plant den Bau einer

zusätzlichen Verbindung zwischen

dem Übertragungsnetz und dem regionalen

110-kV-Netz. In der Nähe von Villach

soll ein 230/110-kV-Umspannwerk

errichtet werden, das über eine leistungsfähige

110-kV-Leitung mit dem bestehenden

Umspannwerk Landskron verbunden

werden soll. Dieses Projekt befindet sich

derzeit im Genehmigungsverfahren. Mit

seiner Realisierung kann die Sicherheit

der Stromversorgung für die Kunden im

Großraum Villach für die nächsten Jahrzehnte

gewährleistet werden.

fen zu können. Jeden Tag langen mehrere

Tausend Meldungen in der Hauptschaltleitung

ein, jeden Tag werden hunderte

Befehle ferngesteuert abgesetzt.

Ganz nach dem sich ständig ändernden

Bedarf der Kunden regeln die Techniker in

der Hauptschaltleitung den Strombezug

aus dem Übertragungsnetz. Es muss immer

Gleichgewicht herrschen im Netz, bei

einer Frequenz von 50 Hertz.

Die Techniker in der Hauptschaltleitung

koordinieren auch den Einsatz der Monteure,

wenn Störungen auftreten und behoben

werden müssen.

Ihre sIcherheIt

In Ihrem Haushalt sorgt Ihr Elektriker

für Ihre Sicherheit. Lassen Sie nur den

Fachmann an Ihrer Hausinstallation

arbeiten und lassen Sie diese regelmäßig

überprüfen.

Von elektrischen Leitungen außerhalb

Ihres Haushaltes sollten Sie Abstand

halten, wobei normalerweise einige

Monteur im Störungseinsatz

eIne InItIatIve der

Meter reichen. Eine beschädigte Leitung

kann noch spannungsführend

sein.

Berühren Sie niemals herabhängende

oder auf dem Boden liegende Leiterseile

oder abgebaggerte Kabel, hier

herrscht Lebensgefahr! Sperren Sie die

Schadensstelle im Umkreis von 10 Metern

ab und sichern Sie den Ort. Danach

rufen Sie bitte unverzüglich den

Entstörungsdienst der KELAG Netz

GmbH an, er ist rund um die Uhr für

Sie erreichbar!

Sicherheit kostet nur einen Anruf!

Wenn Sie in der Nähe von Stromleitungen

Arbeiten durchführen oder

durchführen lassen, verständigen Sie

bitte vorher die KELAG Netz GmbH, um

rechtzeitig einen Termin zu vereinbaren.

So vermeiden Sie gefährliche Situationen

und Unfälle. Die KELAG Netz

GmbH bietet für diesen Zweck kostenlose

Information und Beratung an.

Sicherheit kostet Sie nur einen Anruf,

die fachmännische Aufsicht kostet Sie

nichts – Leichtsinn aber womöglich

ein Menschenleben!

Gestaltung: m4! Mediendienstleistungs Gmbh, 9020 Klagenfurt, Funderstraße 1 a. Fotos: fotolia, Kelag; Grafik: APA, TopTeam, Wiedenig.

In KooperatIon mIt

dIe zuKunft Ist „smart“

Die Stromnetze der Zukunft sind „smart“,

mit einem Ziel: Energie soll möglichst effizient,

also sparsam eingesetzt werden.

Weniger Energieverbrauch bei gleicher

Leistung und gleichem Komfort – das soll

mit „Smart Home“, „Smart Metering“ und

„Smart Grid“ erreicht werden, ganz im Sinn

von „Generation Klimaschutz“.

Smart Grid

Die Vision ist ein Stromnetz, das flächendeckend

mit Informations- und Kommunikationstechnik

ausgestattet ist. Die verstärkte

Stromerzeugung aus erneuerbarer

Energie, vor allem aus Fotovoltaik und

Windkraft, erfordert massive Investitionen

in Stromnetze, sowohl in Leitungsanlagen

als auch Informationstechnik. Das Verteilnetz

der KELAG Netz GmbH ist auch heute

schon in wesentlichen Teilen „smart“. Es

wird von der Hauptschaltleitung in Klagenfurt

aus fernüberwacht und ferngesteuert,

das dafür notwendige Informations- und

Kommunikationsnetz ist vorhanden. In

den Ortsnetzen sind die Voraussetzungen

derzeit aber noch nicht gegeben.

Smart Metering

Elektronische Stromzähler, sogenannte

„Smart Meter“ werden derzeit in Pilotprojekten

getestet, so auch von der KELAG

Netz GmbH in

der Stadt Ferlach.

Smart Meter

messen den

Stromverbrauch

im Haushalt alle

15 Minuten, die

Daten werden an

den Netzbetrei-

ber übertragen. Auf dem Display zeigt der

Smart Meter dem Kunden seinen aktuellen

Verbrauch, auch via Internet können die

Testkunden ihre Verbrauchsdaten abrufen.

Mit diesen Informationen soll es ihnen erleichtert

werden, ihr Verbrauchsverhalten

zu optimieren und elektrische Energie bewusster

einzusetzen. Nach einer Bestimmung

der EU sind bis 2018 mindestens

80 % der Kundenanlagen mit Smart Meter

auszustatten.

Smart Home

„Smart Home“ bedeutet die automatische

Steuerung der Energieanwendungen im

Haushalt. Damit das funktionieren kann,

sind im Haushalt ein (Funk-)Datennetz,

eine zentrale Steuerungseinheit und steuerbare

Geräte notwendig. „Smart Home“

ist auch via Internet und Smartphone steuerbar.

Auf Initiative der Kelag testen derzeit

in Kärnten 50 Haushalte „Smart Home“.

eleKtromobIlItät und stromnetz

arbeIten am verteIlnetz

Monteure der Kelag Netz gmbH errichten einen gittermasten.

Elektronischer

Stromzähler

Neue Anforderungen an das Stromnetz

stellt die Elektromobilität. Wenn tausende

Elektroautos auf den Straßen unterwegs

sind, muss eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur

auf öffentlichen Parkplätzen, bei

Unternehmen und in privaten Garagen verfügbar

sein. Das Ortsnetz der Zukunft muss

so stark sein, dass in einer Siedlung die Batterien

von mehreren Elektroautos zugleich

geladen werden können.

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