Nr. 260 September - November 2013 - Evangelisch-Lutherische ...

kirchekatzwang

Nr. 260 September - November 2013 - Evangelisch-Lutherische ...

Gemeindebrief

evangelisch in

Katzwang

Nr. 260

September - November 2013


Editorial ____________________________________________________________

Liebe Leserin, lieber Leser!

„In einem gewissen Grad sind wir

verantwortlich für das Gesicht, das

uns andere zeigen.“ (Max Frisch)

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Den Spruch habe ich mehrmals gelesen,

bis ich ihm auf die Spur gekommen

bin. Ich bin für das Gesicht verantwortlich,

das mir mein Gegenüber

zeigt … wie das? frage ich mich als

erste Reaktion. Max Frisch hat sich in

seinen Werken mit dem Menschen

auseinander gesetzt, wie er sich

wahrnimmt, wie er seine Mitmenschen

erlebt und sieht. Und damit

war er immer mitten im Leben. In

diesem Gemeindebrief geht es

schwerpunktmäßig um Diakonie. Sie

erfahren etwas über Menschen in

dieser Gemeinde, deren Beruf oder

Berufung es ist, ihr Gegenüber mit

seinen Bedürfnissen wahrzunehmen,

ihm hilfsbereit entgegenzukommen

und „in einem gewissen Grad“ Verantwortung

dafür zu übernehmen.

Die Begegnung mit Menschen ist Herausforderung,

wenn man sich darauf

einlässt, wenn z. B. Familienpaten

gesucht werden (S. 13) oder zum

Jugendgottesdienst eingeladen wird

(S. 22). Ich begegne anderen, zeige

mein Gesicht und hoffe zuerst einmal,

hoffe, dass meine Intention gesehen

wird, dass ich damit

etwas Positives auslöse – im

Gesicht des anderen. Über

einen langen Zeitraum haben

das z. B. die ehrenamtlichen

Mitarbeiter der Seniorenkreise

(S. 10) und Frau Dorner mit

den Badefahrten (S. 3) getan,

im Rückblick sehr erfolgreich.

Ebenso findet dies in der täglichen

Arbeit in den Kindergärten

(S. 20) und in der Diakoniestation

(S. 6) statt,

Dank ergeht an die Diakonie

(in der Meditation S. 26) und

die vielen Spender für die

Losbude (S. 8f.). Historisch erinnern

wir an die heilige Elisabeth (S. 11).

Und, und, und … Beispiele aus unserem

Gemeindeleben, in dem wir

glücklicherweise dies sehr vielfältig

erleben können. Und dazu passt auch

der Monatsspruch auf der Rückseite

des Gemeindebriefes. Wir können

uns freuen, dass so viele daran mitwirken!

Herzlichen Dank für die Übernahme

der Verantwortung! Und weiterhin

Gottes Segen für alles Tun

wünscht Ihnen

Jochen Laske für das Team des

Gemeindebriefes


_____________________________________________________ Gemeindeleben

Eine Ära ging zu Ende

Am 13. Mai 2013 fand nach 30

Jahren das letzte Mal die Thermalbadefahrt

nach Bad Gögging

statt.

Hannelore Dorner veranstaltete

im Namen des Ev.-Luth. Pfarramts

Katzwang seit 1983 immer am

zweiten Montag des Monats eine

Badefahrt in die Thermalbäder der

näheren Umgebung.

Wir fuhren nach Bad Gögging,

Hannelore Dorner

Bad Abbach, Bayreuth, Bad

Windsheim mit anschließendem Mittagsessen. Einmal im Jahr wurde ein größerer

Badeausflug nach Bad Kissingen, Bad Wörishofen, Sybillenbad oder

Erding angeboten. Es gab viel Interessantes zu sehen.

Die Badefahrten fanden so großen Anklang, dass in den Anfangszeiten zwei

Busse fuhren. Jetzt hat sich Frau Dorner schweren Herzens entschlossen die

Fahrten aus Altersgründen aufzugeben.

Alle Badegäste bedauern diese Entscheidung und bedanken sich bei Frau

Dorner für die schönen Badefahrten der letzten 30 Jahre und wünschen ihr

alles Gute bei bester Gesundheit.

Ursula Knop

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Gemeindeleben ______________________________________________________

17 neue Konfirmandinnen

und Konfirmanden

Wesentlich weniger Jugendliche als

sonst konnten wir in diesem Jahr anschreiben

und zum Konfirmandenjahr

einladen. Die Wenigen haben aber

beim Gemeindefest schon einen sehr

guten Eindruck hinterlassen, indem

sie sehr eifrig beim Auf- und Abbau,

beim Kuchenbacken und Verkaufen

und so manchem mehr geholfen haben!

Bitte zeigen Sie unseren neuen Konfis,

dass sie in unserer Gemeinde

willkommen sind und feiern Sie den

Einführungsgottesdienst am 22. September

mit. Es ist immer schade,

wenn bei diesen Gottesdiensten wenig

Gemeinde da ist, nur weil diese

Gottesdienste ein wenig anders gefeiert

werden als sonst.

Unsere beiden Seniorenkreise

feiern Jubiläum

Der Seniorenclub wird 35 Jahre alt

und begibt sich im Oktober auf eine

Jubiläumsfahrt. Der Seniorentreff,

der sich immer mittwochs trifft, wird

40 Jahre!

Wir sagen allen Gründungsmitgliedern,

allen, die diese Kreise im Moment

organisieren, leiten und alles

vorbereiten, ein ganz herzliches Dankeschön.

Gott segne alle, die sich dort zum

Austausch und zur Geselligkeit treffen.

17.304 - siebzehntausenddreihundertundvier

Menschen

bei Badefahrten

30 Jahre lange organisierte Frau

Hannelore Dorner Badefahrten zu

den unterschiedlichsten Thermalbädern.

Monat für Monat waren Menschen

miteinander unterwegs, die meisten

kannten sich im Lauf der Jahre immer

besser, haben bei diesen Fahrten

Freud und Leid miteinander getragen

und Erholung an Leib und

Seele erlebt.

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Vielen Dank sagen wir Frau Dorner

für alles Organisieren, alle Ideen,

alles Begleiten dieser Fahrten!

Elisabeth Gottfriedsen-Puchta


_____________________________________________________ Gemeindeleben

"Kommt atmet auf"

Mit diesem neuen Liederheft für die

Gemeinde, wollen wir zusammen mit

unserer Kantorin Frau Annedore Stein

in einem "Singe-Gottesdienst" Freude

am gemeinsamen Singen erleben.

Die Glocke vom Weißensee

läutete beim diesjährigen

Gemeindefest

1982 gab es den sogenannten Silberpfeil,

ein Liederheft, aus dem viele

neuere geistliche Lieder Einzug in

unser Evangelisches Gesangbuch

fanden (z. B. Danke für diesen guten

Morgen). Wenn Sie also einmal Lieder

angeschlagen sehen, die vorne

mit einer Null beginnen, dann

stammt dieses Lied aus dem Neuen

Liederheft, z. B. 034 Dona nobis

pacem oder 0116 Geh unter der

Gnade

Bevor die ehemalige Kirche vom Reichelsdorfer

Keller abgerissen wird,

wurde die Glocke (von 1956) von

ihrem Turm abgenommen.

Beim Gemeindefest konnte man sie

anfassen, läuten lassen, hören.

Im Moment ist sie bei der Wehrkirche

gelagert, bis sie einen neuen Glockenturm

bekommt und zusammen

mit der Glocke am Friedhof ganz neu

erklingen und uns bei unseren zukünftigen

Gottesdiensten in der Hoffnungskirche

zum Gebet rufen wird.

Elisabeth Gottfriedsen-Puchta

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Diakonie ____________________________________________________________

Für ein Leben zu Hause

Wir freuen uns, dass wir immer mehr

älteren, kranken oder auch nur kurzzeitig

auf Hilfe angewiesenen Katzwangern

helfen können und konnten.

Unsere Patientenzahl ist stetig gestiegen

und unsere Schwestern sind unermüdlich

bei Hitze, Regen und mit

ganzem Herzen für Sie im Einsatz.

Wir hatten soviel in den Bereichen

Pflege, Behandlungspflege, stundenweiser

Verhinderungspflege, Hauswirtschaft

und Betreuungsleistungen

zu tun, dass wir dringend Verstärkung

brauchten. Wir haben deshalb seit Juli

einige neue Pflegefachkräfte und Pflegekräfte

in unserem Team begrüßen

dürfen. Sie haben sich schnell bei uns

eingewöhnt und sind nun schon sicher

in unserem Einzugsgebiet unterwegs.

Wir sind ein großes Team geworden

und in unserem Haus der Diakonie

ist an manchen Tagen ein reges

Treiben zu beobachten. Das Telefon

klingelt fast ohne Pause, Schwestern

berichten von ihren Touren, viele Besucher

schauen einfach mal bei uns

herein, wir beraten Angehörige und

Patienten, vermitteln Hilfen oder besprechen

gemeinsam mit Familien ein

Pflegepaket.

Ein Entlastungsangebot, welches im

Rahmen des Pflegeneuausrichtungsgesetzes

zum 01.01.2013 verabschiedet

wurde, sind Betreuungsleistungen

bei Patienten zu Hause, Sachleistungen

und Verhinderungspflege: die

Pflegestufe 0. Hierzu führen wir Bera-

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tungen durch und konnten einigen

Familien eine Auszeit für sich verschaffen.

Um auch den vielen Anfragen

gerecht zu werden, haben wir

ehrenamtliche Mitarbeiter gewinnen

können.

Wir wünschen uns noch mehr Verstärkung

in diesem Team: Wer gerne

etwas Zeit mit Vorlesen, spazierengehen

und zuhören einbringen möchte,

ist herzlich willkommen!

Unsere Betreuungsgruppe am Dienstag

wird weiterhin sehr gern in Anspruch

genommen. Wir haben auch

hier viele neue Ideen durch unsere

neue Mitarbeiterin Elisabeth Pfeiffer

mit einfließen lassen.

Elisabeth Pfeiffer


____________________________________________________________

Diakonie

So wird die Gruppe nun im

Wechsel von Margrit Woywod-

Fuchs, Gerti Dengler und Lissi

geleitet. Ab September möchten

wir einen zweiten Betreuungstag

am Donnerstagvormittag

anbieten, da wir die Gruppengröße

von 8 - 10 Patienten

nicht überschreiten möchten,

um eine ganz individuelle Zuwendung

für jeden einzelnen in

den Räumen der Gemeinde gewährleisten

zu können. Gerne beraten wir

Sie persönlich.

stellv. PDL Sophia Bräuer

und Mitarbeiter der Station

Bitte bringen Sie doch Bekannte,

Freunde und Nachbarn zu einem

Kennenlernen mit, wir freuen uns

auf Sie!

Schnappschuß vom letzten Gruppennachmittag

Beim Gemeindefest am 21.07.2013

waren wir wie gewohnt mit vielen

nützlichen Hilfen rund um die Pflege

an unserem Stammplatz vertreten.

Wir konnten viele Gespräche mit großen

und kleinen Interessierten führen.

In der "Woche der Diakonie" im Oktober

möchten wir wieder einen gemeinsamen

Gottesdienst feiern. Wir

werden dafür Einladungen verteilen.

Noch eine kleine Bitte in eigener

Sache: wir würden uns sehr freuen,

wenn jemand unserer Freunde,

Leser oder sonstigen Wohlgesinnten

uns ein nicht mehr

benötigtes, funktionstüchtiges

Fahrrad überlassen könnte. Zum

einen wären unsere Mitarbeiter

gerade jetzt in den heißen Monaten

froh, nicht in ein überhitztes

Diakonieauto einsteigen zu müssn,

zum anderen würden wir so auch etwas

für unsere eigene Gesundheit

tun, die wir meist hinten anstellen,

und letztendlich würde es auch der

Umwelt nützen!

Wir wünschen Ihnen allen einen wunderschönen

Sommer und grüßen Sie

herzlich.

Ihre Anke Ohle und alle Mitarbeiter

der Diakonie Katzwang

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______________________________________________________ Kirchenvorstand

Die inhaltlichen Schwerpunkte lagen

in den vergangenen Wochen

auf den Kindergärten (Beitragserhöhung,

Mitarbeitenden

-Situation) und der Diakonie

(künftige Trägerschaft). Daneben

beschäftigte uns

natürlich auch das ganz

normale, alltägliche

Geschäft wie Haushaltsplanung

2013,

Personalbeschlüsse,

Bauangelegenheiten,

Friedhofsangelegenheiten,

Gottesdienstplanung

usw.

Vom 21. - 23. Juni waren wir

auf einem Klausur-Wochenende

im Kloster Plankstetten. Zwei Moderatorinnen

vom Amt für Gemeindedienst

leiteten uns durch diese Tage,

in denen die Chancen und Gefahren

der Kommunikation, die Stellensituation

der Hauptamtlichen und bestimmte

Arbeitsfelder unserer Gemeinde

im Mittelpunkt standen. Ein

Gottesdienstbesuch in der Diaspora

war dabei eine ganz eigene Erfahrung.

Der Kindergartenausschuss wurde

neu besetzt: Frau Terassa, Herr Bürkel

und Herr Kohrmann gehören ihm

von Seiten des KV neu an. Der Platz

von Frau Terassa im Diakonieausschuss

muss daher wieder neu besetzt

werden, ebenso muss für Herrn

Bürkel ein neuer Umweltbeauftragter

gefunden werden. In der Dekanats-

Synode vertreten uns künftig Herr

Bürkel und Herr Barthel, Stellvertreter

wurden Frau Schramm und Herr

Kösel. Als Inklusions-Beauftragte

konnte Frau Cindy Bärnreuther gewonnen

werden.

Kirchenvorstandssitzung -

öffentlicher Teil

jeweils 19:30 Uhr

Haus der Diakonie

Donnerstag, 19. September

Mittwoch, 16. Oktober

Dienstag, 12. November

Zum Abschluss noch Neues vom Bau:

Die Planungen für das Kantorat werden

konkret, eine Kostenschätzung

ist in Arbeit. Beim Pfarrhaus I wurde

Antrag auf Aufhebung des inneren

Denkmalschutzes gestellt, damit geplant

werden kann. Am Weißensee

rücken im Herbst die Bagger an - die

Baupläne des neuen Besitzers wurden

von der Stadt genehmigt. Damit

kann es auch hier weitergehen.

Im September wird Dekan Stiegler im

KV zu Gast sein. Es geht um die Perspektiven

der Gemeinde, um die Stellenzuschnitte

der Hauptamtlichen und

um personelle Aspekte.

Der Bericht könnte noch ganze Seiten

füllen, doch müssen wir uns hier auf

das Wichtigste beschränken. Sie können

sich gerne an die KV-Mitglieder

wenden und in einem Gespräch evtl.

Fragen klären.

Christian Stuhlfauth

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Senioren _____________________________________________________________

40 Jahre Senioren Treff

Rückblick auf den 20. Oktober 1973

Unter dem Motto „Nachmittag für

ältere und allein stehende Gemeindeglieder“

trafen sich monatlich von

Oktober bis März Seniorinnen und

Senioren zum gemeinsamen Kaffeetrinken

und guten Gesprächen. Pfarrer

Hübner sorgte immer für Unterhaltung,

Informationen aus der Gemeinde

und für besinnliche Beiträge.

Die fleißigen Helfer waren die Familien

Biebricher und Kretschmer, Helga

Spiegl, Elisabeth Suchantke und ab

1994 Hannelore Dorner.

Nach der Verabschiedung von Pfarrer

Hübner 1996 übernahm das Vorbereitungsteam

mit Hannelore Dorner,

Karola Schmidt, Frau Kretschmer und

Pfarrer Graßer unter dem neuen Namen

„Senioren Treff am Reichelsdorfer

Keller“ einmal im Monat das gemütliche

Zusammensein zu organisieren.

Bis 2009 hat Hannelore Dorner

ein riesiges Programm geboten, das

vom Kaffeetrinken über Vorträge,

Basteleien, Museumsbesuche bis hin

zu gemeinsamen Ausflügen führte.

Für diesen einmaligen ehrenamtlichen

Einsatz danken wir ihr von ganzem

Herzen. Dankbar erinnern wir uns

dabei an Gisela Brecht (verst. 2012)

und Helga Spiegl (verst. 2008).

„Die Montagekirche und das Gemeindehaus

am Weißensee sind verkauft.

Alles muss raus!“ (April 2013)

Wir, der Senioren Treff am Weißensee,

haben unseren Auszug selbst

gewählt und den Raum in der WH 13

schon zu Beginn dieses Jahres bezogen.

Die bewährten Helfer bedanken

sich bei ihren treu verbundenen Besucherinnen

und einem Besucher. Wir

werden unser Bestes geben, den Senioren

Treff durch das nächste Jahrzehnt

zu führen. Dabei bedanken wir

uns für die 15-jährige treue, ehrenamtliche

Mitarbeit ganz herzlich bei

Heide Bloß und Ursula Knop.

Sind Sie neugierig geworden? Wir

freuen uns auf Sie, Sie und Sie!!! Ihr

Team: Heide Bloß, Heidi Geier, Christa

Gollnhofer, Ursula Knop und Brigitte

Dreß.

Brigitte Dreß, Hannelore Dorner

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_______________________________________________________________ Kunst

Kunstwerke in der Wehrkirche:

Fresko mit der hl. Elisabeth

Die Fresken in der Wehrkirche wurden um 1420

geschaffen. Sie wurden im 19. Jahrhundert

übertüncht und erst bei der Renovierung

1947/48 wieder freigelegt, daher sind sie nicht in

einem optimalen Zustand. Im Fresko rechts des

Chorbogens ist eine Darstellung des Erzengels

Michael mit einer geneigten „Seelenwaage“ zu

finden, die die Macht der Taufe versinnbildlicht.

Die Seele des Täuflings ist als Menschlein zu sehen,

das in typischer Taufhaltung mit zugehaltener

Nase in der rechten Waagschale sitzt.

Zwei kleine Teufel versuchen durch Goldmünzen

und „belastendes“ Material bis hin zum Mühlstein

die Waagschale auf ihrer Seite schwerer zu machen.

Doch das reinigende Taufwasser, das die

hl. Elisabeth aus ihrem Krug in die Waagschale

gießt, hat mehr Gewicht und siegt über die

Macht des Bösen.

Elisabeth, geboren 1207 als Tochter des ungarischen Königs, kam im Alter von

4 Jahren auf die Wartburg und wurde dort mit 14 Jahren mit dem Landgrafensohn

Ludwig von Thüringen vermählt. Die glückliche Ehe dauerte aber nur

sechs Jahre bis ihr Mann bei einem Kreuzzug in Italien starb.

Elisabeth war sehr großzügig, sie sorgte für Arme und Kranke und pflegte sie.

Ihrem Schwager und den übrigen Verwandten missfiel, dass sie Bettler auf die

Wartburg einlud und speiste. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie von der

Wartburg verjagt und ihr persönlicher Besitz wurde ihr genommen. Sie flüchtete

nach Marburg, trat in ein Kloster ein und betreute in einem Siechenhaus die

Kranken, bis sie 1231, erst 24 Jahre alt, an einer ansteckenden Krankheit

starb. In Marburg wurde über ihrem Grab im Jahr 1235 die spätgotische Elisabethkirche

errichtet.

Ihr Denken und Handeln stand dem Wirken des Franz von Assisi nahe, mit

dem sie auch einen Briefwechsel führte. Elisabeth ist mit ihrer Nächstenliebe

und aufopfernden Wohltätigkeit ein Vorbild für das diakonische Handeln bis in

unsere Zeit.

Helmut Barthel

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Gottesdienste __________________________________________

1. September 14. Sonntag nach Trinitatis

Wehrkirche 10:00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Wein) Schramm

8. September 15. Sonntag nach Trinitatis

Wehrkirche 10:00 Uhr Gottesdienst Stuhlfauth

15. September 16. Sonntag nach Trinitatis

Hoffnungskirche 10:00 Uhr Gottesdienst Schullerus

Wehrkirche 10:30 Uhr Kindergottesdienst mit Taufe Team

22. September 17. Sonntag nach Trinitatis

Wehrkirche

10:00 Uhr Einführungsgottesdienst

für Konfirmanden

Puchta

Stuhlfauth

29. September 18. Sonntag nach Trinitatis

Wehrkirche 10:00 Uhr Gottesdienst Puchta

6. Oktober Erntedankfest

Wehrkirche

10:00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Saft)

Stuhlfauth

Posaunenchor

13. Oktober 20. Sonntag nach Trinitatis

Hoffnungskirche 10:00 Uhr Gottesdienst Schramm

Wehrkirche 10:30 Uhr Kindergottesdienst Team

19. Oktober

Wehrkirche 18:00 Uhr Christophorusmesse Team

20. Oktober 21. Sonntag nach Trinitatis

Wehrkirche 10:00 Uhr Gottesdienst Puchta

27. Oktober 22. Sonntag nach Trinitatis

Wehrkirche 10:00 Uhr Gottesdienst Stuhlfauth

14


______________________________________________________

3. November 23. Sonntag nach Trinitatis

Wehrkirche

10:00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Wein)

Puchta

Posaunen-

10. November Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres

Hoffnungskirche 10:00 Uhr Gottesdienst Puchta

Wehrkirche 10:30 Uhr Kindergottesdienst Team

17. November Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

Wehrkirche 10:00 Uhr Gottesdienst Puchta

Hoffnungskirche

18:00 Uhr Jugendgottesdienst

Cervenka

Team

20. November Buß- und Bettag

Wehrkirche

19:00 Uhr Gottesdienst

mit Beichte und Abendmahl (Wein)

Stuhlfauth

24. November Ewigkeitssonntag

Wehrkirche 10:00 Uhr Gottesdienst Stuhlfauth

Hoffnungskirche

30. November

14:00 Uhr Andacht

mit Gedenken an Verstorbene

Stuhlfauth

Wehrkirche 18:00 Uhr Christophorusmesse Team

1. Dezember 1. Advent

Wehrkirche

10:00 Uhr Bläsergottesdienst

Stuhlfauth

Posaunenchor

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_____________________________________________________ Veranstaltungen

Weiberkram

Samstag, 12. Oktober

von 14:00 bis 17:00 Uhr

Gemeindehaus Weiherhauser Straße 13

neuwertige Damenkleidung,

Schmuck, Kunsthandwerk, Töpferware,

Dessous, aktuelle Bücher

Kaffeeklatsch und Sektbar

Der Erlös ist für unsere Gemeinde.

Informationen und Anmeldung unter

09122 77211 und 09122 74967

Musikgarten

für Eltern mit Kindern im

Alter von 1,5 bis 3 Jahren

jeweils freitags, 10:45 - 11:30 Uhr

ab dem 11.10.2013

Gemeindehaus Weiherhauser Straße 13

Spielerisches Singen, Tanzen und

Musizieren weckt die Freude an der

Musik und diese fördert die Entwicklung

des Kindes ganzheitlich.

Die im Kurs gemeinsam gelernten

Lieder können dann auch im Alltag

umgesetzt werden.

Elternabend (= erste Einheit) am

Donnerstag, 26.09.2013 um

20:00 Uhr

Referentin: Karin Brandmeyer,

Diakonin, Musikgarten-Dozentin

Kursgebühr (12x): 60 €

Info und Anmeldung bis zum

02.10.2013 beim Evangelischen

Bildungswerk Schwabach,

09122 9256-420

Email: info@ebw-schwabach.de

SimA Selbständig im Alter

jeweils montags, 14:30 - 16:00 Uhr

ab dem 14.10.2013

Gemeindehaus Weiherhauser Straße 13

Das SimA-Training richtet sich an

Menschen im Alter von über 50

Jahren, die ihre Lebensqualität und

Selbständigkeit möglichst lange

erhalten möchten. Es kann - wissenschaftlich

fundiert und überprüft

- Hirnleistungsstörungen verzögern.

Neben Übungen für Konzentration

und Gedächtnis wird

dies auch durch Training von Koordination,

Beweglichkeit, Gleichgewicht

usw. erreicht. Daneben werden

Informationen zur Bewältigung

des Alterns angeboten.

Am Donnerstag, 26.09.2013,

20:00 Uhr können Interessierte im

Rahmen des „Offenen Treffs“ die

Referentin und das Konzept kostenlos

und unverbindlich kennenlernen.

Referentin: Birgit Birchner,

SimA-Trainerin

Kursgebühr (12x): 39 €

Info und Anmeldung bis zum

07.10.2013 beim Evangelischen

Bildungswerk Schwabach,

09122 9256-420

Email: info@ebw-schwabach.de

19


Kindergarten _________________________________________________________

Gefeiert, gelacht, gelernt

Im Kindergarten „Wirbelwind“ wurde

auch in den letzten Monaten wieder

gefeiert, gelacht, gelernt…

Im Juni wurde bei bestem Wetter

zum Sommerfest geladen. Auf der

großen Obstbaumwiese wurden die

Gäste mit dem Lied „Kommt alle her“

begrüßt. Die Rasselbandenkinder bekundeten

ihre Freude über die Anwesenheit

aller mit dem Lied „Einfach

spitze, dass du da bist“ und die Drachengruppe

ließ „die Weltraummaus“

ins All steigen. Die Moskitogruppe ließ

mit Pompons zu dem Lied „Waka

Waka“ nicht nur die eigenen Hüften

schwingen und mit dem Liedtext

„Steig von deinem müden Gaul runter,

mach die Welt bunter“, forderte

die Rabengruppe dann alle zum gemeinsamen

Tanzen und Feiern auf.

Ausflug Schloss Thurn

Außerdem fanden Ausflüge ins Kindermuseum,

zum Erfahrungsfeld zur

Entfaltung der Sinne, die Orchesterpatin

Frau Braun von der Nürnberger

Oper spielte eine Klanggeschichte vor

und die Kinder durften danach das

Spielen auf einer Geige ausprobieren.

Die Schulstarter 2013 hatten einen

prall gefüllten Terminkalender. Für

sie stand eine Kirchenführung, Kartoffelernten,

ein Schulbesuch in der

Katzwanger Grundschule, der Ausflug

nach Schloss Thurn mit anschließender

Übernachtung im Kindergarten

und die Abschiedsfeiern in den Gruppen

auf dem Plan. Wir wünschen unseren

Kindergartenabgängern einen

gelungenen Schulbeginn, freundliche

Lehrer, liebe Mitschüler und ganz viele

interessante neue Erfahrungen

während dieses Lebensabschnitts.

20


_______________________________________________________ Kindergarten

Ausflug Schloss Thurn

Übernachtung im Kiga

Nach unserer kurzen Sommerschließung

begrüßen wir Ende

August unsere „alten Hasen“

im Kindergarten zurück und ab

September werden die neuen

Kinder und deren Familien

unseren Kindergarten bereichern.

Den „neuen Eltern“

wird in den ersten Wochen

auch dieses Jahr wieder täglich

das Elterncafe in der Turnhalle

zum Plaudern, Warten

und Schmökern zur Verfügung

stehen.

Kartoffelernte

Wir wünschen allen Kindern

und ihren Familien eine erholsame

Sommerpause und freuen

uns auf ein baldiges Wiedersehen.

Das Team des Kindergartens

Wirbelwind

Alexandra Lippl

Orchesterpatin Frau Braun

21


22

______________________________________________________


Meditation __________________________________________________________

Ein Auto - eines von vielen Millionen

auf unseren Straßen. Und doch ein

ganz besonderes. Nicht weil es besonders

teuer, schnell oder protzig

ist. Nein. Weil es ein Auto der Diakonie

ist. Mit Autos wie diesem sind die

Schwestern unserer Diakoniestation

tagein, tagaus unterwegs zu den

Menschen, die Hilfe, Pflege und Unterstützung

brauchen. Die Türen

quietschen manchmal, die Sitze sind

fast durchgesessen, Motoren und

Bremsen beansprucht und strapaziert

vom Ein- und Aussteigen, Anlassen,

Anfahren, Anhalten. Mancher Bordstein

hat seine Spuren hinterlassen.

Auch an unseren Mitarbeiterinnen

geht Ihr Dienst („Diakonie“ heißt

übersetzt „dienen, Dienst“) nicht

spurlos vorüber. Menschen pflegen ist

anstrengend, es zehrt und geht

manchmal an die Substanz. Schließlich

wird ja nicht nur versorgt, verbunden

und desinfiziert, sondern

auch Anteil genommen am Schicksal

der Menschen. Und oft bleibt viel zu

wenig Zeit für ein Gespräch, ein aufmunterndes

Lächeln oder ein tröstendes

Streicheln über den Kopf. Hier sei

für diesen Dienst einmal ausdrücklich

und ganz herzlich gedankt ...

Jesus wurde einmal gefragt, worauf

es denn dereinst ankommt, ob man

selig wird oder nicht, wenn man von

Gott nach seinem Leben gefragt wird.

Er nannte nicht die Zugehörigkeit zu

einer bestimmten Gruppe, nicht besonders

häufiges Beten oder die

Spendenfreudigkeit als Kriterium,

sondern ob jemand den Willen Gottes

„Was ihr einem

meiner geringsten Brüder

getan habt,

das habt ihr mir getan“

Mt. 25,40

tut in seinem Leben. Und dazu zählt

er auch die sieben Werke der Barmherzigkeit:

Kranke pflegen, Gefangene

besuchen, Tote bestatten, Nackte

kleiden, Fremde aufnehmen, Durstigen

zu trinken und Hungrigen zu essen

geben. Wo immer das getan

wird, erfüllen wir den Willen Gottes

und tun dies durch unseren Nächsten

an Jesus selbst.

Deshalb ist Diakonie ein unverzichtbarer

Teil des kirchlichen Lebens, ist

gelebter Glaube, sichtbar gewordener

Wille Gottes. Doch wäre es falsch,

dies nur als Aufgabe der institutionellen

Diakonie zu sehen und sich darauf

zu beschränken. Jeder und jede kann

für sich im Kleinen immer wieder diakonisch

wirken, da wo Gott uns vor

alltägliche Aufgaben stellt. Oft sind es

ganz kleine Dinge, die meist selbstverständlich

und ganz im Stillen passieren

- einen Einkauf mit erledigen,

jemand nach Hause begleiten, im

Haushalt aushelfen, beim kranken

Nachbarn vorbei schauen und, und,

und ... So kann jeder Diakonie üben,

für andere da sein und so den Willen

Gottes tun - auch wenn nicht das Diakonie-Logo

auf dem Auto steht.

Christian Stuhlfauth

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Monatsspruch Oktober

Vergesst nicht,

Gutes zu tun

und mit anderen zu teilen;

denn an solchen Opfern

hat Gott Gefallen.

Hebräer 13,16

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Evangelisch-Lutherische

Kirchengemeinde Katzwang

Weiherhauser Straße 13

90455 Nürnberg

Telefon 09122 77043

Pfarramt@Kirche-Katzwang.de

www.Kirche-Katzwang.de

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