Die Stadtmitte Die Stadtmitte - KA-News

karlsruhe.stadtmitte.de

Die Stadtmitte Die Stadtmitte - KA-News

Die Stadtmitte

Ausgabe Nr. 05, Oktober 2009, Jg. 30

www.karlsruhe-stadtmitte.de

Aus dem Bürgerverein

Montag – Sonntag Einkaufen bis 24 Uhr

Umweltzone – Unsinnig und wirkungslos


Das Wort des Vorstandes

Die Stadtmitte

Bürgerheft des

Bürgerverein Stadtmitte e.V.

Ausgabe Nr. 5, Oktober 2009, Jg. 30

Inhaltsverzeichnis

Aus dem Bürgerverein 1

Montag – Sonntag Einkaufen bis 24 Uhr 3

Essen in Karlsruhe 4

Hofdrogerie Carl Roth 5

Verkehr vor der Hebelschule 6

Partnerschule 9

Tempo-30-Zonen 10

Umweltzone – Unsinnig und wirkungslos12

Neues aus der südlichen Waldstraße,

Kombilösung 14

Beitrittserklärung 16

Bilder:

Alle Fotos sind vom Bürgerverein Stadtmitte,

wenn nicht anders bezeichnet.

Herausgeber

Bürgerverein Stadtmitte e.V.

Rolf Apell, 1. Vorsitzender

Jahnstraße 14, 76133 Karlsruhe,

Fon 0721 9203189, Fax 0721 9203187

info@karlsruhe-stadtmitte.de

www.karlsruhe-stadtmitte.de

Verteilte Auflage: 7.650 Exemplare

Redaktion:

Rolf Apell, apell@karlsruhe-stadtmitte.de

Jürgen Zaiser, IVZ-JZKA@t-online.de

Karl Leis, antiquitaeten-leis@t-online.de

Namentlich gekennzeichnete Artikel stellen nicht

in jedem Fall die Meinung der Redaktion dar.

Anzeigenservice:

Michael Rainer (verantwortlich)

Fon 0721 97830 18, Fax 0721 97830 40,

anzeigen@stober.de

Die Mediadaten sind unter

www.buergerhefte.de abrufbar.

Zur Zeit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 2 gültig.

Erscheinungsweise:

6 x jährlich in den Monaten:

Februar, April, Juni, Juli, Oktober und Dezember

Redaktionsschluss:

26. Oktober 2009 für Heft 6/2009

Das Wort des Vorstandes

Sehr geehrte Bürgerinnen

und Bürger der Innenstadt-West,

Unser Titelbild zeigt das Gebäude der ehemaligen

Hofdrogerie Carl Roth. Dieses wird

womöglich abgerissen. Das Gebäude der

Volksbank steht ebenfalls unter Denkmalschutz.

Hier steht der Abriss fest. Wir haben

Verständnis, wenn die 50er-Jahre-Architektur

dieses Gebäudes nicht jedem gefällt. Trotzdem

wird es ein unwiederbringlicher Verlust

von qualitätsvoller Nachkriegsarchitektur.

Beim Gebäude der Drogerie Roth haben sich

viele besorgte Bürger an uns gewandt. Alle

treten für den Erhalt ein. Lesen Sie dazu unseren

Artikel im Heft.

Radfahren

Das Radwegenetz der Innenstadt führt durch

die Amalienstraße zur Herrenstraße. An dem

Zebrastreifen Waldstraße muss man oft minutenlang

warten, bis es grün wird. Die Autofahrer

halten sich dran, die Radfahrer fahren

oft bei rot drüber oder nehmen den Weg

Richtung Ludwigsplatz. Gerade der Ludwigsplatz

sollte von Radfahrern entlastet werden.

Es sollte doch möglich sein, die Ampel mit

kürzeren Rot-Phasen zu schalten.

Gedenktafel im Nymphengarten

Neben dem Amalienschlösschen liegt ein Gedenkstein

unbeachtet und in beschädigtem

Zustand. Wir wollen ca. € 500 von unserer

Vereinskasse für die Restaurierung dieses


Das Wort des Vorstandes

Steins ausgeben. Dies

geschieht in Abstimmung

mit dem Denkmalamt

und Staatliche

Schlösser und Gärten.

Ich selbst bin immer

ohne Beachtung an

dem wunderschönen

Text vorbeigegangen:

Du kleiner Ort wo ich das erste Licht gesogen

Den ersten Schmerz die erste Lust empfand

Sei immerhin unscheinbar unerkannt

Mein Herz bleibt ewig doch vor allen dir gewogen

Fühlt überall nach dir sich heimlich

hingezogen Fühlt selbst im Paradies sich doch

aus dir erkannt.

EA

Kaiserin Elisabeth von Russland stiftete diesen

Denkstein bei ihrer Rückkehr in die Heimat

1814

Fassadengestaltung

Nicht immer wird gut, was gut gemeint war.

Der Neuanstrich von Fassaden ist immer eine

Belebung des Straßenbildes. Wenn die Farbwahl

zu grell wird, dann tut es dem geschulten

Auge weh. Gleich um die Ecke in der

Sophienstraße, ehemaliges Zahnärztliches

Fortbildungsinstitut, kann man den vorbildlichen

Neuanstrich von 3 Fassaden mit kräftigen

Farben anschauen. Der Stadtkonservator

im Bauordnungsamt, Tel. 133 6340, berät die

Hauseigentümer gerne.

Veranstaltungen rund ums Schloss

In den BNN äußerte sich der Bürgerverein

zu den kommerziellen Veranstaltungen. Die

Würde des historischen Ortes von Schloss und

Marktplatz solle gewahrt bleiben. Die Bierbörse

als rein kommerzielle Veranstaltung

passt dennoch in diesen Rahmen, weil sie im

östlichen Bereich des Schlossplatzes gut untergebracht

ist. Man sieht die Veranstatung,

dennoch drängt sie sich nicht auf. Das Ambiente

beim Springbrunnen ist gerade bei Sonnenschein

sehr einladend.

Wir trauern um Helmut Germann

Helmut Germann war ein in Ehrenämtern sehr

aktiver Bürger. Über 2 Jahrzehnte war er Kassenprüfer

des Bürgervereins Stadtmitte. Er ist

im September in hohem Alter verstorben.

Einen goldenen Oktober wünscht Ihnen

Ihr Rolf Apell, 1. Vorsitzender

Die nächsten Termine

Unsere Stadtmitte-Runde im Badisch Brauhaus

um 19 Uhr 30 an jedem ersten Mittwoch

im Monat: 7. Oktober, 4. November und 2.

Dezember. Auch Nichtmitglieder sind herzlich

eingeladen.

Termine für unsere Zeitschrift

Die Stadtmitte“ 2009

Heft 6 Red.schluss: Mo 26.10.09,

Erscheinen: Di 01.12.09


Montag – Sonntag Einkaufen bis 24 Uhr

Montag – Samstag

Einkaufen bis 24 Uhr

Relativ unauffällig und ohne riesiges Presseecho

ging vor kurzem eine Verlagerung der

Ladenöffnungszeiten in der Innenstadt über

die Bühne – ein Lebensmittelmarkt im Gebäude

der Sparkasse hat bis 24 Uhr geöffnet.

Nach Internet-Recherche handelt es sich zunächst

um einen Versuch für die als „Citymärkte“

geführten Filialen dieses Konzerns.

Der Konzern verfolgt dabei den Trend und

den Bedarf der Bevölkerung zur umfassenden

und hochwertigen Nahversorgung in den Innenstädten.

Zielgruppe sollen insbesondere

die älteren Menschen, die Bewohner im unmittelbaren

Umfeld sowie die Berufstätigen

sein.

Bis kurz vor Jahresende 2008 gab es in der

unmittelbaren Innenstadt rund um den

Stephanplatz nur den Discounter in der

Postgalerie, wenn man von 2-3 kleineren

Nischenanbietern einmal absah. Die Lebensmittelmärkte

im ehemaligen Kaufhaus

Schneider und der Kaufhalle waren schon

seit Jahren geschlossen.

Der Einkauf von Dingen des „abendlichen“

Bedarfes nach Feierabend konnte nur von

Tankstellen bedient werden – es ist noch gar

nicht sehr lange her, als alle Geschäfte am

Samstag bereits ab 13 Uhr geschlossen waren.

Bisher verfolgten die großen Discounter ihre

Expansionsstrategie eher auf der grünen

Wiese und vor allem auf Ein- und Ausfallstrassen.

Mindestens 1.300 m² Verkaufsfläche,

eine unkomplizierte Anlieferung sowie

mindestens 100 ebenerdige Autostellplätze

waren bzw. sind die klare Anforderung.

Die „Verlierer“ dieser Standortpolitik waren

die Bewohner von Stadtteilen, bei denen die

kleineren Märkte – der klassische Supermarkt

– geschlossen wurden und die nicht mit dem

Auto zum Discounter fahren konnten oder

wollten. Mir fallen viele solcher ehemaligen

Märkte als unvermietbare Ladenfläche immer

mehr auf.

Ich bin gespannt,

wie

dieser Pilotversuch

endet und

wie sich die

Öffnungszeiten

des Handels allgemein

entwickeln

werden.

Schon vor 20 Jahren war ich fasziniert, wie

viele Einkaufscenter in Amerika 7 Tage in

der Woche und 24 Stunden am Tag geöffnet

waren. Diese vielleicht extreme Entwicklung

wird bei uns wahrscheinlich nicht so schnell

stattfinden, aber die Veränderung der Öffnungszeiten

in den letzten Jahren ist doch

beeindruckend und bleibt spannend.

Möglicherweise war in den ersten Tagen

dieser langen Öffnungszeiten auch manch

langes Gesicht eines einzelnen Mitarbeiters

zu erkennen – als Konsument finde ich die

neuen Möglichkeiten jedoch absolut begrüßenswert.

Teilen Sie uns doch auch Ihre Meinung zu diesem

Thema mit unterzukunft-in-karlsruhe@

web.de.

JZ


Essen in Karlsruhe


Essen in Karlsruhe

Essen in Karlsruhe

Ist die Stadtmitte ein „Mekka für Feinschmecker“?

Diese Frage soll unsere neue Artikelserie

„Essen in Karlsruhe“ beantworten und

zugleich noch ein paar Tipps geben, wo man

heute essen könnte.

Die Spielregeln sind: Vier erfahrene Esser sollen

möglichst objektiv über Essen, Getränke,

Service und Ambiente urteilen. Jeder zahlt

seine Zeche selbst. Unser Schatzmeister hat

also keine Probleme mit dem Status der Gemeinnützigkeit

unseres Bürgervereins. Wir

machen keine Werbung, sondern wollen

objektiv positive wie auch negative Kritik

äußern. Das erste Opfer ist:

Hügels Restaurant Dudelsack

in der Waldstraße

Es war noch Juli, so konnten wir draußen auf

der Waldstraße Platz nehmen. Die paar Autos,

die vorbeifuhren, störten kaum. Der aufmerksame

Service überreichte uns übersichtliche

Speisekarten. Viele Feinschmecker behaupten,

der Aufbau einer Speisekarte sage bereits viel

über die Qualität des Essens. Jedenfalls konnten

wir uns zusagende Vor- und Hauptspeisen

finden. Die Weinkarte überraschte uns. Selten

fanden wir so interessant zusammengestellte

Weine. Es sind die herausragenden badischen

Weingüter, wie Heger, Salwey, Robert Weil,

Männle oder Seeger dabei. Weiter gab es eine

beeindruckende Auswahl aus dem Burgund

und die übliche Auswahl von Bordeaux. Der offen

angebotene Wein ist auf gleichem Niveau

zu akzeptablem Preis. Der offene Weißwein

wurde sogar im Mini-Weinkühler serviert.

Ab dem 7.10.2009 können Sie

dieses Bürgerheft und zehn weitere

wieder im Internet unter

www.ka-news.de/buergerhefte

als PDF abrufen.

Als Gruß aus der Küche wurde auf dem schön

dekorierten Tisch eine kleine Scheibe Fleischpastete

mit Garnitur serviert. Sie hätte etwas

herzhafter gewürzt sein können, um den

Appetit anzuregen. Nach angemessener Zeit

kamen die vier bestellten Vorspeisen. Die

Froschschenkel in Rieslingsoße waren perfekt

gegart, aber guter Riesling, zumal von

den oben genannten Weingütern, ist teuer,

er hätte reichlicher an der Soße sein können.

Der Rukolasalat mit Walnüssen, Parmesan und

Trüffelöl war für unsere Biologin. Sie fand kein

falsches Blatt und war mit Frische und dem

Trüffelduft sehr einverstanden. Die gebratene

panierte Stopfleberscheibe stopfte mich mit

Genuss. Der gemischte Salatteller war an diesem

Sonntag Abend schwer in überzeugender

Frische zu realisieren.

Die Hauptspeisen konnten alle überzeugen.

Kalbsbäckchen, wie man sie sich wünscht,

kräftiges Fleisch mit einer leichten Knorpelstruktur

im Hintergrund, ergänzt durch eine

aromatische rotweinbetonte Fleischsoße, bei

der man schmeckt, dass sie fachgerecht aus

Knochen gekocht ist. Das Lammragout mit Papardelle

hatte eine kräftige Soße, das Fleisch

mit wenig Fett und sanftem Geschmack. Die

Papardelle hätten ein paar Sekunden länger

gekocht sein können.

Das Nudelrisotto

mit grünem Spargel

begleiete eine

schwere würzige

Soße mit Käsenote.

Die Matjes mit Kartoffelpuffer

sind ein

Gericht für Liebhaber

der einfachen


Hofdrogerie Carl Roth

Küche. Die Kartoffeln waren frisch gerieben,

reichlich Kräuter daran und in neutralem Öl

perfekt gebraten. Die leichte mit Sauerrahm

verrührte Majonaise begleitete die Matjes

harmonisch. Dazu passte das schön gezapfte

Fürstenberg Pilsner.

Schon gut gesättigt rundeten wir uns und unser

Essen noch ab und teilten uns zum Schluss

einen Apfelgratin mit Früchten und Vanilleeis.

Das Ambiente des Dudelsacks hat eine gemütliche

Atmosphäre, sozusagen Karlsruher Boheme,

gut beleuchtet, gepflegte Tischkultur.

Die Küche ist deutlich gehoben Badisch mit

französischem und italienischem Einschlag. Wir

zahlten inclusive Getränke für vier Personen €

170. Übereinstimmend fanden wir Preis und

Leistung angemessen. Es war ein schönes gemeinsames

Sommerabendessen.

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Hofdrogerie Carl Roth

Seit 2005 ist bekannt, dass die ehemalige Drogerie

Roth in der Herrenstraße zum Abriss ansteht.

Der Bürgerverein Stadtmitte hat sich seit

dieser Zeit für den Erhalt des Gebäudes eingesetzt.

Für die Karlsruher Bevölkerung ist das Gebäude

mit der tradtionsreichen Hofdrogerie

Carl Roth verbunden. Die Firmengeschichte

und die Baugeschichte sind zwei wesentliche

Merkmale, die für den Erhalt dieses Gebäudes

sprechen. 1879 wurde die Firma Carl Roth in

der Lange Str. 161 gegründet als Material- Colonial-

und Farbwarengeschäft. 1883 erwirbt

Carl Roth das Gebäude Herrenstraße 26, ein

Anfang des neunzehnten Jahrhunderts errichtetes

Bürgerhaus mit Ladengeschäft. 1888

kommt eine Abteilung für Mal- und Zeichenutensilien

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Verkehr vor der hebelschule


teilung hinzu. 1891 wird sie Großherzoglicher

Hoflieferant. 1899 wird der erste Versandkatalog

herausgegeben. 1809 wurde das Nachbarhaus

Herrenstraße 28 erworben. Der Umbau

der beiden Fassaden im Jahr 1908 von Curjel &

Moser zu der markanten jugendstilähnlichen

Fassade erzeugte ein einzigartiges Gebäude,

das bis heute in dieser historischen Form erhalten

ist. Im 1. Weltkrieg ist Firma Roth Ausrüster

der Armee für Verbandsmaterial und

Benzol. 1926 kommen eine Kaffeerösterei,

1927 ein Fotolabor und 1928 eine Chemikalienabteilung

hinzu. Die Firma hält sich gut über

den 2. Weltkrieg und die Nachkriegszeit. 1969

geht die Drogerie in die Firma IDRO über und

1973 wird sie die erste DM-Filiale.

Wir Innenstädtler konnten verfolgen, wie die

inhabergeführten Fachgeschäfte immer weniger

wurden und von den Kettenläden in der

City verdrängt wurden. Da war die DM-Filiale

in diesem Gebäude ein willkommener Ersatz,

weil DM durch seine Firmenphilosophie einen

positiven Stellenwert im Bewusstsein der Bevölkerung

hat.

Der Eigentümer, die Werner GmbH, scheint

jetzt eine Abrissgenehmigung zu erhalten. Es

entsteht der Eindruck, dass die GmbH nur zum

Zwecke des Nachweises der wirtschaftlichen

Unzumutbarkeit laut Denkmalschutzgesetz

gegründet wurde. Wenn dieses Beispiel Schule

macht, dann steht ein Großteil der denkmalgeschützten

Bauten in Karlsruhe zur Disposition.

Dann werden die Eigentümer von denkmalgeschützten

Gebäuden, die wenig Rendite

bringen, passende Firmenkonstruktionen erfinden,

um sich ihrer Verpflichtung zum Erhalt

von Baudenkmälern zu entziehen.

Im Denkmalschutzgesetz B-W steht: „§6 Erhaltungspflicht

– Eigentümer und Besitzer von

Kulturdenkmalen haben diese im Rahmen des

Zumutbaren zu erhalten und pfleglich zu behandeln.“

Alleine dieser mager ausformulierte

Passus soll ausreichen, einen Eigentümer behaupten

zu lassen, der Erhalt des Kulturdenkmals

sei nicht zumutbar, weil es keinen oder

wenig Gewinn abwirft? Der Gesetzgeber hat

dies sicherlich nicht beabsichtigt und den Sinn

des § 6 anders gemeint. Was können wir daraus

lernen? Der einfache Hauseigentümer muss

sich an die Auflagen des Denkmalschutzes halten,

andere nicht. Was will der Bürgerverein?

Der will die historische Substanz unserer Stadtmitte

erhalten. Denkmalgeschützte Gebäude

müssen gut genutzt, müssen gelebte Baukultur

sein. (Foto und historische Angaben aus:

125 Jahre Carl Roth 2004)

R. A.

Verkehr vor der Hebelschule

Wann wird der erste Unfall passieren?

Zur Hebelschule in der Moltkestraße werden

viele Kinder mit dem Auto gebracht und abgeholt.

Es gibt, weil kein Platz da ist, keine

Vorfahrt, auf der die Kinder sicher ein- und

aussteigen können. Polizeilich ist die Situation,

daß Schüler von den Eltern mit dem Fahrzeug

gebracht werden und dabei mitten auf

der Fahrbahn angehalten wird, bekannt. Auch

daß da oftmals gefährliche Situationen entstehen

ist hinlänglich bekannt und ein Problem


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Verkehr an der hebelschule


an allen Schulen. Abhilfe könnten vielleicht

bauliche Maßnahmen erbringen. Allerdings ist

der Erfolg solcher baulicher Maßnahmen sehr

stark von der Akzeptanz durch die Eltern abhängig.

In der Wörthstraße sind beim Haus Sonnensang

einige Parkplätze mit eingeschränktem

Halteverbot ausgewiesen, um den Eltern ein

gefahrloses Angebot zu machen. Auch dies

wird nur von einem Teil der Eltern wahrgenommen.

Oft sind die Plätze verkehrswidrig

zugeparkt.

Dazu kommt noch die Problematik des Radweges

vor der Hebelschule. Der ist jetzt gut

ausgebaut. Deswegen fahren die Radfahrer

mit hoher Geschwindigkeit vorbei. Alles ist

sehr unbefriedigend. Insbesondere das geringe

Sicherheitsbewusstsein der Eltern ist erschreckend.

Wann wird das erste Kind durch

einen Verkehrsunfall verletzt?

RA

Da passt der Artikel vom VCD gut dazu:

VCD: Aufs Elterntaxi verzichten – Stattdessen

mit den Kindern sicher zu Fuß zur Schule.

Die Schule hat längst angefangen. Vor allem

Eltern von Schulanfängern sehen sich damit

vor die Frage gestellt, wie ihre Kinder sicher

zur Schule gelangen können. Immer mehr

schrecken davor zurück, ihre Kinder zu Fuß

zur Schule zu schicken und bringen sie deshalb

mit dem Auto dorthin. Doch die Statistik

zeigt: Das Auto ist bei weitem nicht so sicher,

wie viele glauben. Die Hälfte der Kinder, die

2008 auf deutschen Straßen getötet wurden,

saß in einem Pkw.

Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) empfiehlt,

Kinder nicht im Pkw zur Schule zu fahren,

sondern sie zu Fuß, mit dem Rad oder den

öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu schicken.

Denn je weniger Pkw auf den Straßen

unterwegs sind, desto sicherer wird auch der

Schulweg. Und nicht nur das: Die eigenständige

Bewältigung des Schulwegs zusammen mit

Freunden stärkt die Gesundheit und das Selbstbewusstsein

der Kinder, ermöglicht ihnen die

Knüpfung und Pflege sozialer Kontakte zu

gleichaltrigen Freunden und schützt nicht zuletzt

durch verringerte CO2- und Schadstoffemissionen

das Klima und die Gesundheit.

„Sich selbständig und sicher im Straßenverkehr

zu bewegen, erfordert Übung,“ so Anja

Hänel, Verkehrssicherheitsexpertin des VCD.

„Deswegen sollten Eltern ihre Kinder in den

ersten Wochen begleiten, möglichst belebte

und gut beleuchtete Wege auswählen und

gefährliche Stellen durchsprechen.“ Hierzu

biete sich auch das sogenannte Laufbusmodell

an: Dabei finden sich mehrere Eltern

zusammen, um abwechselnd ihre Kinder so

lange zur Schule zu begleiten, bis diese in der

Lage sind, den Weg ohne Begleitung durch

Erwachsene zu meistern. Weitere Tipps zur

Organisation eines Laufbusses und für einen

sicheren, gesunden und klimafreundlichen

Schulweg bietet der VCD in seiner neuen Broschüre

„Schulanfänger – Sicher zur Schule“,

die unter www.vcd.org/819.html als pdf heruntergeladen

werden kann.

Der VCD ruft zudem Eltern, Lehrer und Schüler

dazu auf, sich an der Aktionswoche „Zu Fuß

zur Schule“ vom 21. – 25. September zu beteiligen,

die der Verkehrsclub gemeinsam mit

dem Deutschen Kinderhilfswerk durchführt.

Ziel der Aktionswoche ist es, möglichst viele

Kinder und Jugendliche dazu zu bewegen, zu

Fuß, mit dem Rad oder dem Roller zur Schule

kommen. Wer mitmachen will, findet wichtige

Informationen unter www.zu-fuss-zur-schule.

de. Mehr zum Thema Sicherheit von Kindern

im Straßenverkehr gibt es in der „VCD Mobilitätsfibel“,

die unter www.vcd.org/mobifibel.

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0721 97830 18 oder mailen Sie uns unter

buergerhefte@stober.de.

Wir beraten Sie gerne.


Partnerschule

Partnerschaftsschule

Wieder ein Liebespaar werden … Eine

„Schule“ für Partnerschaft in Karlsruhe

Partnerschule ist eine Vorgehensweise in

Eheberatung und Paartherapie, bei der die

Vermittlung von Beziehungskompetenzen im

Vordergrund steht. Das Verfahren Partnerschule

ist eine Kombination aus dem Einzelgespräch

mit einem Paar und der Beratung in

und mit Gruppen. Maximal nehmen 9 Paare

an einer Gruppe teil.

Zentrales Anliegen der Partnerschule ist eine

Verbesserung der konkreten Situation des

einzelnen Paares. Sie sollen in ihrem augenblicklichen

Chaos wieder Wege zueinander

finden können! Falls es doch zu einer Trennung

oder Scheidung kommt, sollen sie so

viel partnerschaftliches Miteinanderumgehen

gelernt haben, dass sie mindestens als Eltern

gut miteinander zusammenarbeiten können.

Parallel zur Beratung wird eine Kinderbetreuung

angeboten. Untersuchungen seit 1990

belegen, dass die Anwesenheit der Kinder

für die Gesamtinteraktion in der Familie einen

ausgesprochen heilsamen Effekt hat. Auf

Grund der Bedeutung, die dieses Verfahren

für das Miteinander in Ehe und Familie hat,

wurde es im Jahr 2000 als Modellprojekt im

Rahmen der Aktion des Bundesfamilienministeriums

zur Gewaltprävention gewürdigt.

Es wird eine sehr effektive Kombination von

Paar- und Gruppengesprächen mit kreativen

Arbeiten (Malen usw…) und mit Körperübungen

geben. Die Karlsruher Ehe- Familienund

Partnerschaftsberatungsstelle hat das

Konzept in einer mehrteiligen Fortbildung

bei Dr. Sanders, dem Leiter der Ehe-, Familienund

Lebensberatung Hagen und Iserlohn,

kennengelernt. Andrea Klaas, die Leiterin der

Karlsruher Stelle, möchte gemeinsam mit den

beiden kirchlichen Bildungswerken die Partnerschule

nun auch in Karlsruhe anbieten:

„Wir halten das Konzept auch auf dem Hin-

LBS-Beratungsstelle

Bezirksleiter Heinz-Jürgen Pohl

Kaiserstraße 158

76133 Karlsruhe

Tel. 0721 9132616

Fax 0721 9132620


Tempo-30-Zonen

10

tergrund unserer bisherigen eigenen Erfahrungen

mit Paargruppen und -seminaren für

eine interessante Weiterentwicklung. In der

Partnerschule können Paare entdecken, was

sie immer noch trägt, sie können ihre Liebesfähigkeit

trainieren – und lernen, mit Krisen

und Konflikten konstruktiver umzugehen.“

Konkret geplant ist für Karlsruhe bisher ein

„Basisseminar“ im Herbst 2009.

Termine und Ort: Das Basisseminar beinhaltet

zunächst einmal ein (oder mehrere)

Vorgespräch(e) mit jedem Paar im Oktober.

Diese Vorgespräche sind Voraussetzung für

die Teilnahme an der gemeinsamen Auftaktveranstaltung

am Mittwoch, dem 11.11.09.

Dann finden ein Wochenende (mit Kinderbetreuung)

am 21./22.11.09 in der Gustav-Jakob-

Hütte (Linkenheimer Allee 10, 76131 Karlsruhe)

und weitere Paarabende am 25.11., 2.12.,

und 16.12. von 19-22 Uhr im katholischen

Bildungswerk, Ständehausstrasse. 4 statt. Ein

Unkostenbeitrag wird erhoben. Vorherige

Anmeldung erforderlich.

Geleitet wird das Basisseminar von den Ehe-,

Familien- und Lebensberatern Andrea Klaas

und Ulrich Beer-Bercher. 2010 wird sich ein

„Genussseminar“ anschließen. Es umfasst 9

Abende und wird von der Diplom-Psychologin

und Eheberaterin Petra Peitgen-Hoffmann

und einem männlichen Eheberater geleitet.

Beide Seminare können nur zusammen

gebucht werden.

Weitere Informationen und Termine für Vorgespräche

erhalten Sie bei der Ehe- Familien

und Partnerschaftsberatung e.V.,

Nelkenstrasse 17,

76135 Karlsruhe,

Tel.: 0721 842288,

info@eheberatung-karlsruhe.de

www.eheberatung-karlsruhe.de.

Ulrich Beer-Bercher

Andrea Klaas

Tempo-30-Zonen

sind nicht überall möglich

Das Presse- und Informationsamt Karlsruhe

teilt den Bürgervereinen in einem Rundschreiben

mit, dass der Wunsch nach Tempo-

30-Zonen nicht überall verwirklicht werden

kann, wo die Bürgervereine dies wünschen.

Der Bürgerverein Stadtmitte hat bei mehreren

Gelegenheiten in der Öffentlichkeit eine

weiträumige Tempo-30-Zone in der Innenstadt

gefordert. Dies ist wohl eine Antwort

auch auf unsere Anfragen. Wir möchten hier

den Text im Wortlaut veröffentlichen, obwohl

wir nicht der Auffassung der Stadt Karlsruhe

folgen. Vielmehr meinen wir, was in anderen

Städten möglich ist, kann in Karlsruhe nicht

rechtswidrig sein.

R.A.

Gesetzliche Vorgaben zur Einrichtung

von verkehrsberuhigten Bereichen

Für Wohnbezirke wünschen sich Bürgerinnen

und Bürger immer wieder Tempo-30-Zonen,

um so Autofahrer zum langsameren Fahren

zu bringen. Nicht in allen Fällen ist die Einrichtung

einer 30er-Zone jedoch möglich,

informiert das Amt für Bürgerservice und Sicherheit

(BuS). Die Dienststelle weist darauf

hin, dass die Straßenverkehrsordnung (StVO)

die Einrichtung von verkehrsberuhigten Bereichen

von bestimmten Bedingungen abhängig

macht.

Tempo-30-Zonen sind insbesondere für

Wohngebiete gedacht und für Straßen, die

von vielen Fußgängern und Radfahrern genutzt

werden. Tempo 30 ist nicht möglich auf

Straßen für den überörtlichen Durchgangsverkehr,

auch nicht auf Vorfahrtsstraßen. In

Gewerbe- oder Industriegebieten kommen

sie daher grundsätzlich nicht in Betracht. Die

einschlägigen Vorschriften besagen auch,


Tempo-30-Zonen

dass Tempo-30-Zonen in ihrer Ausdehnung

überschaubar und für

den Autofahrer nachvollziehbar

sein müssen.

Um sie von Bereichen mit der allgemein

geltenden Höchstgeschwindigkeit

von 50 Stundenkilometer

innerorts eindeutig abzugrenzen,

sind Anfang und Ende der 30er-Zonen

entsprechend gekennzeichnet.

Die Höchstgeschwindigkeit von 30

Stundenkilometer gilt dann auf allen

Straßen des Gebiets, weshalb innerhalb

der Zone laut StVO auf das Tempolimit nicht

nochmals hingewiesen werden muss. Der

Ausbau der Straße muss einerseits für Autofahrer

ein „Zonenbewusstsein“ schaffen,

andererseits ausreichend Platz für Buslinienverkehr,

Feuerwehr, Rettungsdienste und

Polizei berücksichtigen. Die Straßenverkehrsbehörden

müssen außerdem beachten, dass

von baulichen Maßnahmen für eine Tempo-

30-Zone - etwa Fahrbahneinengungen durch

Sperrflächen - keine Gefahr ausgeht oder gar

zusätzliche Lärmbelästigung für die Anwohner

entsteht, etwa durch plötzliches Abbremsen

und erneuten Gasgeben. Entbehrlich sind

Mittelmarkierungen, Fahrstreifenbegrenzungen

und benutzungspflichtige Radwege.

Bei Einbahnstraßen kann es Radfahrern durch

Beschilderung erlaubt sein, diese im Zweirichtungsverkehr

zu benutzen.

In Tempo-30-Zonen gilt die Grundregel

„rechts vor links“. Hiervon darf ausnahmsweise

abgewichen werden, wenn die Verkehrssicherheit

wegen der Gestaltung einer

Kreuzung oder Einmündung oder der Buslinienverkehr

es erfordern. Ampeln sind nicht

zulässig. Eine Ausnahme sehen die Richtlinien

hier für Ampeln vor, die vor dem 1. November

2000 zum Schutz für Fußgänger eingerichtet

worden sind.

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• Injektionen, Katheterpflege etc.

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• Kinderbetreuung von 0 bis 12 Jahren

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Ihr Ansprechpartner in der Stadtmitte ist

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Umweltzone – Unsinnig und wirkungslos

Umweltzone –

Unsinnig und wirkungslos

Seit Jahresbeginn wurde unsere Innenstadt

zur Umweltzone erklärt. Es wurde im Vorfeld

und bei Einführung viel darüber geschrieben

– an dieser Stelle kann für die durchaus gute

Informationspolitik der Stadt (Tageszeitung

und Internet) keine Kritik geübt werden.

Nach gut 9 Monaten kann das erste Resümee

gezogen werden.

Vielleicht vorab noch einige erklärende

Worte. In vielen Gesprächen mit Bürgern und

unseren Mitgliedern wird der Unmut über

dieses Thema immer zunächst der Stadtverwaltung

zugesprochen. Die Stadt Karlsruhe

hatte – zu der Einführung der Umweltzone

– zunächst keine Entscheidung getroffen.

Vielmehr handelt es sich um eine Richtlinie

der EU bereits aus dem Jahr 1999. Städte,

die bestimmte Grenzwerte an Feinstaubbelastung

überschreiten, werden zwangsläufig

dazu aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen.

So entstanden im Jahre 2008 die ersten

Umweltzonen in Deutschland – in Karlsruhe

seit Anfang 2009.

Fahrzeuge mit Benzinmotor ohne geregelten

Katalysator und ältere Dieselfahrzeuge, die

nicht mindestens die Euro 2-Norm erfüllen,

können nicht mehr in die Innenstadt fahren.

Völlig umstritten ist diese Maßnahme für

die Autofahrer, die wieder einmal zur Melkkuh

der Nation werden. Zunächst kommt

die Feinstaubbelastung nicht nur durch die

Abgase, sondern auch durch den Abrieb von

Bremsen und Reifen von Fahrzeugen. Der

weitaus größte Teil entsteht zudem durch

die Industrie und auch durch die Heizanlagen

von allen Gebäuden.

geführt. Dabei wurden Schadstoffbelastungen

vor und nach der Einführung untersucht,

analysiert wurden die Werte unter anderem

von den Städten Ludwigshafen und Karlsruhe.

Die Ergebnisse bestätigten, dass Umweltzonen

zur Bekämpfung der Feinstaub- und

Stickoxidbelastung wirkungslos sind.

Interessant in diesem Zusammenhang für

Karlsruhe war der politische Wille zum Bau

eines Kohlekraftwerkes im Rheinhafen. Modernste

Technik mit wirkungsvollsten Filtersystemen

wird dies (ausgerechnet da wir fast

immer Westwind haben) sicherlich nicht zur

Verbesserung der Luftqualität beitragen.

Pressemeldungen zum Trotz wird Karlsruhe

sicherlich nicht dadurch zum Luftkurort werden


Die Kosten allein für die roten, gelben und

grünen Plaketten werden bundesweit auf

rund 79 Millionen Euro beziffert (Quelle:

Welt), in Mannheim belastete allein das Aufstellen

der 120 Umweltzonenschilder den

städtischen Haushalt mit etwa 200.000 Euro

(Quelle: Welt).

Dieser ganze irrsinnige Aufwand wurde letztendlich

betrieben, um einige (wenige) Fahrzeuge

aus dem Stadtgebiet auszusperren. Es

gibt Autofahrer, die sich vielleicht kein neues

Fahrzeug leisten können oder wollen – oder

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Die Einführung von Umweltzonen hat nach

einer aktuellen Studie des ADAC zu keiner

nennenswerten Verbesserung der Luftqualität


Patrick Waltner

– Professional Hair –

Der Erlebnis-Friseur feierte

sein 1-jähriges Bestehen

Seit September letzten Jahres ist

die Karlsruher Friseurlandschaft

durch ein besonderes Salonkonzept

bereichert worden: Patrick

Waltner – Professional Hair – in der

Oststadt öffnete seine Pforten und

bietet seitdem seinen Kunden, in

einem außergewöhnlichen Ambiente

eine individuelle Betreuung

sowie hochwertige Produkte von

Paul Mitchell.

Das einjährige Bestehen des Salons

nahmen Inhaber Patrick Waltner und seine Mitarbeiterin

Diana Huber zum Anlass, am 5. September

2009 eine kleine Jubiläumsfeier zu geben. Neben

dem Buffet und einem Glas Sekt gab es für jeden

Kunden als Dankeschön ein kleines Präsent. „Wir

sind sehr glücklich darüber, wie schnell unsere

Kunden uns und unseren Salon angenommen haben“,

so Waltner. „Die positive Resonanz ist für

uns die beste Bestätigung, unserem Anspruch an

die eigenen Leistungen und Produkte konsequent

treu zu bleiben.“ In ruhiger Lage in der Nähe vom

Gottesauerplatz besticht der Erlebnis-Friseur durch

professionelle Behandlung und vor allem durch

die eingehende Beratung bei gleichzeitig hohem

Wohlfühlfaktor. „Wir wollen die Persönlichkeit

und Ausstrahlung unserer Kunden hervorheben.“

Moderne und professionelle Haarschnitte

und Dienstleistungen zu

fairen Preisen sind seine Stärke.

Waltner hat unter anderem für

Hugo Boss und Strenesse auf Modenschauen

europaweit als Topstylist

gearbeitet. Er und Diana Huber

nehmen regelmäßig an Workshops

der Firma Paul Mitchell teil, deren

natürliche Produkte ausschließlich

verwendet werden. Zudem wird

bei Patrick Waltner – Professional

Hair – bewusst nicht nur auf eine junge Zielgruppe

gesetzt – hier sind alle Generationen herzlich

willkommen – und können auch problemlos in der

Nähe kostenfrei parken.

Patrick Waltner – Professional Hair, Veilchenstraße

27, Karlsruhe. Geöffnet: Di und Mi 9-18 Uhr, Do

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(Gutschein ist nicht übertragbar und gilt nur auf unsere Dienstleistungen)

13


Neues aus der südlichen Waldstarße · Kombilösung

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ihr gut erhaltenes Auto einfach weiter fahren

wollen. Ältere Fahrzeuge wurden ohnehin

schon seit Jahren durch erhöhte Steuersätze

bestraft. Es gibt solche Fahrzeuge nur noch in

kleinen Stückzahlen und deren Bestand wurde

durch die kürzlich abgelaufene Abwrackprämie

weiter dezimiert. Für die älteren Fahrzeuge

im städtischen Dienst gilt natürlich

keine Plakettenregelung.

Teilen Sie uns doch auch Ihre Meinung zu diesem

Thema mit unter zukunft-in-karlsruhe@

web.de.

JZ

Neues aus der

südlichen Waldstraße

In der Südlichen Waldstraße gab es in den

letzten Monaten positive Veränderungen.

„ligne roset“ mit ihrem Möbelangebot kam

von der Amalienstraße,

wir

haben jetzt eine

Trauring-Galerie

und Senter‘s

Schmuck hat den

Laden von Peter

Nitzschke übernommen.

Neu

ist „Schöngeist“

und „TIM“ (Textiles-

Interieur-

Malerei). Vor

einiger Zeit konnten wir „STINA-Moden“ und

„mode&lieblingsdinge“ begrüßen. Die gelben

Sonnen-Fächer-Fliesen, Beginn der Markierung

aller Fächerstraßen, hat uns erreicht. Es

ist noch Platz für über hundert Fliesen (aber

nicht mehr lange). Interesse? www.sonnenfaecher.de

+ Majolika

B.B.

Kombilösung

Wir drucken diesen Artikel wegen des aktuellen

Interesses ab. Wir weisen darauf hin,

dass dieser nicht unbedingt die Meinung des

Bürgervereins wiedergibt.

Die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger sollen

noch einmal über die U-Strab entscheiden

können - 20 000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren

nötig

Karlsruhe in der Wirtschaftskrise. Der letzte

Haushalt im Frühjahr wurde nur mit Sparauflagen

des Regierungspräsidiums genehmigt.

Im Herbst soll es losgehen, Kindergärten, Bibliotheken,

Schwimmbäder und weitere öffentliche

Einrichtungen sollen teurer werden.

Gespart werden soll auch an den sogenannten

freiwilligen Leistungen. Vereine, Initiativen,

Verbände und Selbsthilfegruppen werden weniger

Fördergelder erhalten. Der Ausbau von

Kindertagesstätten, Jugend- und Kulturzentren,

Radwegen, die Sanierung von Schulen sowie

Altenheimen wird ins Stocken kommen.

Es wird gespart! Und trotzdem soll nun die

Kombilösung mit dem Prestigeprojekt

U-Strab (Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße)

verwirklicht werden. Obwohl die Finanzierung

des Eigenanteils völlig unklar ist,

halten die Stadt und die Mehrheit des Karlsruher

Gemeinderates stur an diesem Projekt

fest.

Aber können wir uns das in diesen Zeiten

überhaupt leisten? Wir, das Bündnis www.

stoppt-das-millionengrab.de halten es in dieser

finanziellen Situation für unverantwortlich

und wollen mit einem Bürgerbegehren erreichen,

dass sich die KarlsruherInnen noch einmal

entscheiden können.

Seit dem Bürgerentscheid für die Kombilösung

im Jahr 2002 haben sich die Karlsruher Stadtfinanzen

entscheidend geändert.

Der Anteil, den die Stadt selbst tragen muss,

hat sich mehr als verdoppelt, nämlich von 79,5

Mio. Euro auf derzeit ca. 170 Mio. Euro. Die Er-


Kombilösung

fahrung zeigt, dass die Kosten auch noch weiter

ansteigen werden. Zudem ist die Förderung

von Bund und Land nicht voll abgesichert. Das

Land beispielsweise will nur „unabdingbare“

Mehrkosten mittragen.

Und wie will die Stadt ihren Eigenanteil finanzieren?

Ist „Pump“ ein durchgängiges Finanzierungskonzept?

Kredite sollen über die

KASIG GmbH (100% städtische Tochter) aufgenommen

werden. Das führt zu enormen Zinsbelastungen

und die Stadt, genauer gesagt

die KarlsruherInnen, haften für Defizite und

Zinszahlungen der KASIG. Oben drauf kommen

dann noch die Unterhaltskosten für den

Tunnel. Das würde bedeuten, dass auch Straßenbahnfahrkarten

teurer werden. Was wird

dann mit dem Ausbau des Schienennetzes z.

B. in Neubaugebiete wie Knielingen und Neureut?

Eine Pressemeldung der vergangenen Tage

war, dass die Schulden der Städte und Gemeinden

in diesem Jahr drastisch angestiegen sind,

weil viele Steuereinnahmen weg brechen. Außerdem

wird sich im Herbst die Wirtschaftskrise

erst richtig bemerkbar machen – auch auf

Bundes- und Landesebene, die auch schon

hoch verschuldet sind. Kaum fassbar, dass die

Stadt Karlsruhe in einer solch unsicheren Lage

das Risiko eines fast 600 Millionen-Projekts

eingehen will.

Gibt es auch Vorteile? Der Vorteil wurde in

einem Standardisierten Verfahren (Standi)

NICHT

NUR!

rolladen strecker

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strecker

ausgerechnet und ist äußerst gering. Das steht

in keinem Verhältnis zu den Kosten, die die

Stadt, letztlich die Karlsruherinnen und Karlsruher

über Steuern, höhere Gebühren und

Fahrpreise zahlen werden.

Als im August die Kaiserstraße wegen der

Gleisumbauten gesperrt war, haben viele Passanten

eine Ahnung davon bekommen, was

mit 10 Jahren Baustelle U-Strab da auf sie zukommt.

Viele Einzelhändler standen in ihren

leeren Geschäften. Abends waren kaum noch

Menschen in der Kaiserstraße.

Der Karlsruher Einzelhandel ist schon durch die

Konjunkturflaute geschwächt. Die lange Bauzeit

der U-Strab wird diese Situation noch verschärfen.

Ob und wie die Stadt ihrem Handel

unter die Arme greifen will, dazu sind bis jetzt

leider keine Konzepte veröffentlicht worden.

Viele Einzelhändler in Karlsruhe unterstützen

deshalb das Bündnis, mit einem Bürgerbegehren

den KarlsruherInnen die Möglichkeit zu

geben, jetzt, in einer ganz neuen Lage gegenüber

2002, noch einmal über die U-Strab zu

entscheiden.

Vielen, die für ein Bürgerbegehren unterschreiben,

wird immer klarer, was es heißt, im

Tunnel durch die Kaiserstraße fahren zu müssen.

Mal aussteigen, in zwei Geschäften was zu

kaufen, dann rein in die nächste Straßenbahn

– das wird eine Tortur mit Einkaufstüten, Kinderwagen

usw. in den Tunnel, aus dem Tunnel

rauf. Für Senioren und behinderte Menschen

sind das schwer überwindbare Barrieren. Und

natürlich der Baulärm, die hunderte LKW, die

den Erdaushub wegbringen, die Baulöcher an

den U-Strab-Haltestellen.

All das 10 Jahre lang und mehr. Es gefährdet

nicht nur die historische Rolle der Kaiserstraße

als Karlsruher Einkaufsmeile bis ins Mark.

Bündnis gegen das Millionengrab

sondern auch

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Beitrittserklärung

Bürgerverein Stadtmitte e.V.

Jahnstraße 14, 76133 Karlsruhe

BEITRITTSERKLÄRUNG

Hiermit melde ich mich als Mitglied bei dem Bürgerverein Stadtmitte e.V. an.

Ich verpflichte mich, einen Jahresbeitrag von 12,-- Euro zu bezahlen.

Name, Vorname

Geboren am Geburtstag veröffentlichen ja nein

Beruf

Straße

PLZ/Wohnort

Telefon

E-Mail

Ermächtigung zum Einzug von Forderungen durch Lastschrift

Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie widerruflich, die von mir/uns zu entrichtenden

Zahlungen wegen (Verpflichtungsgrund, evtl. Betragsbegrenzung) bei Fälligkeit zu

Lasten meines/unseres Girokontos durch Lastschrift einzuziehen.

12,-- Euro Jahresbeitrag

Wenn mein/unser Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist, besteht seitens

des kontoführenden Kreditinsituts (s.o.) keine Verpflichtung zur Einlösung. Teileinlösungen

werden im Lastschriftverfahren nicht vorgenommen.

Bank

Kontoinhaber

BLZ

Kto.-Nr.

Karlsruhe, den

Unterschrift

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