WERK 6

clan.etter

Abschlussarbeit 2014 Einrichtungsgestalterin HFTG Zug

WERK 6

Kaffee & Kreativität


Inhalt

Diplomarbeit von Judith Riegelnig

Höhere Fachschule für Technik und Gestaltung

Lehrgang Einrichtungsgestaltung

Mai 2014

Einleitung. ..............................................................................................................4

Nutzungskonzept WERK 6 ...................................................................................................6

Zielgruppe. ..............................................................................................................8

Anforderungen ..........................................................................................................10

Moodboard. ............................................................................................................13

Farb- und Materialkonzept. .................................................................................................14

Die Räumlichkeiten. ......................................................................................................16

Einteilung. .............................................................................................................17

Bemasste Pläne Erdgeschoss ................................................................................................18

Bemasste Pläne Untergeschoss. ..............................................................................................22

Kolorierte Pläne Erdgeschoss. ...............................................................................................24

Kolorierte Pläne Untergeschoss ..............................................................................................28

Visualisierungen. ........................................................................................................30

Möblierung. ............................................................................................................34

Regal PUERTAS ..........................................................................................................36

Beleuchtungskonzept. .....................................................................................................38

Akustik. ...............................................................................................................43

Schlusswort. ............................................................................................................44


Einleitung

Ausgangslage

Die Räumlichkeiten liegen im

Erdgeschoss. Der Raum verfügt

über grosse Rundbogenfenster

zur Strassenseite hin. Der

Eingang wird mit den anderen

Mietern geteilt. Es gibt eine

bestehende Toilette im Erdgeschoss.

Der Auftrag für unsere Abschlussarbeit:

Ein Café mit einer

Zweitnutzung zu planen und

zwar in einem realen Lokal in

der Stadt Zug.

Das Gebäude liegt am Rande

der Zuger Altstadt an der

Poststrasse 6. Das herrschaftliche

Haus wurde 1906 für die

Wasserwerke Zug gebaut. Die

Lage des Gebäudes ist eher

anonym und etwas versteckt.

Auf der gegenüberliegenden

Strassenseite befindet sich eine

Tiefgarage. In unmittelbarer

Nähe gibt es keine anderen

Geschäfte. Gleichzeitig bietet

die Lage Vorteile: Die Altstadt

ist nahe gelegen und der Ort

ist gut erreichbar. Es gibt einige

Parkmöglichkeiten in der Nähe,

die allerdings meistens zeitlich

begrenzt sind.

Eine Treppe in der Mitte des

Raumes führt in das Untergeschoss,

wo zwei Räume zur Verfügung

stehen. In der Mitte des

Raumes gibt es zwei tragende

Säulen aus Metall. Das Gebäude

gehört zu den schützenswerten

Bauten. An der Fassade und

den Fenstern darf daher nichts

verändert werden. Der Raum

eignet sich gut zur Unterteilung

in verschiedene Zonen. Der

Eingang durch die Tiefgarage

ermöglicht einen barrierefreien

Zugang zum Lokal.

In der Umgebung gibt es einige

weitere Cafés wie etwa das

Plaza gleich um die Ecke oder

das Grand Café, das ebenfalls

in etwa drei Minuten zu Fuss

erreichbar ist.

4 5


Nutzungskonzept WERK 6

Es sind zwei Hauptnutzungen vorgesehen:

Zum einen soll ein Café betrieben werden,

zum anderen werden die Räumlichkeiten als

Lokal für handwerklich-künstlerische Kurse

und Workshops genutzt. Das Lokal soll ein

Treffpunkt für kreative Menschen in Zug

sein.

Café

Das Café bietet Platz für etwa 15 Personen.

Es ist gegen die Strasse hin ausgerichtet.

Das Angebot ist einfach, aber schmackhaft.

Neben Kaffee und Kaltgetränken sind kleine

Snacks und Zwischenmahlzeiten erhältlich.

Die Speisen sind einfach zuzubereiten, so

dass keine Gastronomieküche notwendig ist.

Das Café ist von 8 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Kurse

Die Workshops und Kurse finden vor

allem am Nachmittag und Abend statt. Die

Kursteilnehmer können auch einen Kaffee

trinken, wenn das Café geschlossen ist. Der

hintere Bereich des Raums ist mit Arbeitstischen

eingerichtet. Diese lassen sich je nach

Anforderung anders zusammenstellen. Es

werden Kurse durchgeführt, die kein grosses

oder reinigungsintensives Werkzeug benötigen.

Beispiele sind die Herstellung von

Schmuck, Leuchten, Taschen aus Leder oder

Gegenständen aus Papier.

Werkstatt

Tagsüber können Interessierte die Werkstatt

für ihre eigenen Projekte nutzen. Dafür ist

pro Stunde eine Gebühr zu entrichten. An

zwei Tagen pro Woche steht jemand zur Verfügung,

der bei der Umsetzung der eigenen

Projekte hilft.

Kindernachmittag

Ein Nachmittag pro Woche findet ein angeleitetes

Bastelprogramm für Kinder statt.

Mütter und Väter können in der Zwischenzeit

einen Kaffee trinken und plaudern. Im

Café sind auf den Tischen die Flyer für die

Kurse aufgelegt.

Repair Day

Einmal pro Monat findet ein «Repair Day»

statt. Jeder kann seine kaputten Geräte

mitbringen, vom Toaster bis zum CD-Player.

Technisch Begabte helfen den Leuten, die

Sachen zu flicken.

Mini-Shop

Die Gegenstände, die in den Kursen hergestellt

werden, können im Shop gekauft

werden. Zusätzlich werden Gegenstände von

unterschiedlichen Künstlern und Handwerkern

verkauft.

6 7


Zielgruppe

Sinusmilieus

Sinusmilieus beschreiben verschiedene

Lebensstile von Konsumentinnen und

Konsumenten. Mit dem vorliegenden Nutzungskonzept

sollen vor allem Personen aus

zwei Sinusmilieus angesprochen werden:

«Digitale Kosmopoliten» und «Postmaterielle».

Die Digitalen Kosmopoliten bilden

die Hauptzielgruppe. Davon ausgehend, dass

alle Digitalen Kosmopoliten und jeder vierte

Postmaterielle durch das Konzept angesprochen

wird, würden schätzungsweise

2800 Personen der Zuger Bevölkerung als

Zielgruppe in Frage kommen.

Postmaterielle

Digitale

Kosmopoliten

Postmaterielle sind kritische

Intellektuelle. Sie zeichnen

sich durch ein ausgeprägtes

Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit

und Nachhaltigkeit

aus. Personen des postmateriellen

Milieus verfügen über

vielfältige kulturelle Interessen.

In der Gruppe sind

besonders viele Frauen. Im

Durchschnitt sind die Personen

in einem Alter zwischen

Digitale Kosmopoliten

sind experimentierfreudige,

weltoffene Personen.

Sie sind die digital geprägte

Avantgarde; stehts gut vernetzt.

Ihre Grundmotive sind

Selbstverwirklichung, Freiheit

und Individualismus. Ihre

Lebenswelt ist geprägt von

Neugier, Entdeckergeist und

Kreativität. Bei Kleidung und

30 und 60 Jahren.

Schweizer Handwerk steht

für Nachhaltigkeit. Das Wissen,

woher ein Gegenstand

stammt, ist für die Postmateriellen

wichtig. Sie verfügen

über die Zeit, das Interesse

und das Budget, um kreative

Kurse belegen zu können.

Mode, Wohnungseinrichtung,

Lebensmittel und Kosmetik

geben sie gerne ein bisschen

mehr Geld aus. Das Durchschnittsalter

der Digitalen

Kosmopoliten liegt bei 32

Jahren. Weil Individualismus

wichtig für die Digitalen

Kosmopoliten ist, stellen sie

gerne etwas Einzigartiges und

Besonderes her. Das kreative

Schaffen ist eine Form von

Selbstverwirklichung, die sich

daher gut für sie eignet.

Daniel Neufeld Doris Allemann Teresa Garcia

31 Jahre alt, Single

Arbeitet bei der Raumplanung

des Kantons Zug

Hobbies: Wandern, Handwerk

Sinusmilieu: Digitale Kosmopoliten

Mag Design, Technik und Basteln

mit Elektronik

Daniel kommt ins WERK 6, weil

er gerne als Ausgleich zu seiner

Arbeit etwas mit seinen Händen

macht. Beim «Repair Day» hilft

er gerne den anderen mit seinen

technischen Fähigkeiten.

46 Jahre alt, verheiratet, hat zwei

Kinder

Arbeitet Teilzeit in der Administration

eines Altersheims

Hobbies: Gärtnern, Lesen

Sinusmilieu: Postmaterielle

Mag Selbstgemachtes, Bücher,

Tee, gute Gespräche

Doris kommt ins WERK 6, um

nach dem Einkaufen mit ihrer

Freundin einen Kaffee oder Tee

zu trinken. Sie liebt schönes

Handwerk und besucht immer

wieder gerne einen der Kurse.

33 Jahre alt, lebt mit ihrem

Freund in Zug.

Studiert an der Zürcher Hochschule

der Künste

Hobbies: Joggen, Yoga

Sinusmilieu: Digitale Kosmopoliten

Mag Kochen, Leute kennenlernen,

Kunst

Teresa gibt im WERK 6 Kurse

zur Schmuckherstellung. Ihr gefällt,

dass sie da neue Leute kennenlernt.

Sie ist erst vor kurzem

aus Barcelona zugezogen.

8 9


Anforderungen

Muss Soll Wunsch Abgrenzung

‣ ¾ Das Café bietet 15 Besuchern Platz.

‣ ¾ Der hintere Bereich bietet Platz für etwa 8 bis 12 Kursteilnehmende.

‣ ¾ Die Personen, die die Infrastruktur der Werkstatt nutzen,

können in Ruhe arbeiten.

‣ ¾ Für die Workshops und Kurse steht genügend Platz zur

Verfügung.

‣ ¾ Es ist genügend Platz und die nötige Infrastruktur vorhanden,

um Getränke und Snacks zubereiten zu können.

‣ ¾ Die Arbeitsplätze sind mit genügend Licht versorgt.

‣ ¾ Für den Mini-Shop steht ein Regal für die Präsentation der

Ware zur Verfügung.

‣ ¾ Aufbewahrungsmöglichkeiten für Werkzeuge sind vorhanden.

‣ ¾ Ein Teil der Möbel ist flexibel und kann verschieden angeordnet

werden.

‣ ¾ Die Atmosphäre ist einladend und gemütlich.

‣ ¾ Die Einrichtung ist einfach und natürlich und widerspiegelt

den kreativen, handwerklichen Geist.

‣ ¾ Im hinteren Bereich stehen genügend Steckdosen zur Verfügung.

‣ ¾ Es gibt ein Waschbecken für die Kursteilnehmenden im

Erdgeschoss.

‣ ¾ Die Stimmung im Café ist angenehm und ruhig, trotz arbeitender

Personen im Werkstattbereich.

‣ ¾ Von aussen ist deutlich sichtbar, dass es das Lokal (auch) ein

Café ist.

‣ ¾ Der Boden ist rutschsicher und hygienisch.

‣ ¾ Das Lokal ist ein Treffpunkt für kreative Menschen aller Art.

‣ ¾ Besucherinnen und Besucher lernen sich in ungezwungener

Atmosphäre kennen.

‣ ¾ Niemand fühlt sich ausgeschlossen.

‣ ¾ Unerwünscht ist eine Beeinträchtigung des Cafébetriebs

durch den Werkstattbereich (Lärm oder Geruch).

‣ ¾ Die Gemütlichkeit wird durch das Vorhandensein von Werkzeug

und Arbeitsmaterialien nicht gestört.

‣ ¾ Die Einrichtung des Lokals und das Angebot der Kurse entsprechen

modernen Designkriterien.

10 11


Moodboard

warme Farben • industriell

• Künstleratelier • hell •

gemütlich • schwarz und

weiss • Leder • Holz •

Zusammenarbeit • frisch

• Kreativität • einfach •

natürlich • funktionell

12 13


Farb- und Materialkonzept

Mintgrün

RAL 6019

Caramel

NCS 4040-Y40R

Sand

NCS 1505-Y40R

Rosé

NCS S 0550-Y90R

Pantone Pink Champagne

schwarz

Farben

Die überwiegend warmen

und sanften Farbtöne

setzen einen Gegensatz zu

den mehrheitlich harten

Materialien. Sand- und Carameltöne,

die an Capuccino

und Espresso erinnern,

bringen eine gemütliche

und warme Atmosphäre

in den Raum. Die gesamte

Wand gegenüber des Eingangs

ist in einem warmen

Pink-Beige gestrichen.

Schwarze Elemente bringen

Tiefe und Spannung in das

Farbschema. Sparsam verwendetes

Mintgrün setzt

frische Akzente.

Akustikpanels mit bedruckten Stoffen

Materialien

Oberflächen aus Metall

geben der Einrichtung einen

industriellen Charakter

und sorgen für Glanz.

Dazu werden schlichte,

matte Materialien wie der

anthrazitfarbene Gussboden

kombiniert. Geöltes

Eichenholz und Leder in

Brauntönen stehen für behagliche

Natürlichkeit und

Einfachheit. Akustikpanels

mit bedruckten Textilien

bieten interessante

Blickpunkte und verleihen

der Einrichtung eine heiter-verspielte

Note.

Metallabdeckung Theke Eiche geölt für Tische und Regale Mineralischer Gussboden von Bodarto schwarz lackierte

Metallakzente

Leder in warmen Braunund

Sandtönen

14 15


Die Räumlichkeiten

Erdgeschoss

Die Toiletten werden

vom Erdgeschoss ins

Untergeschoss verlegt

und die Wände

abgebrochen, um das

Erdgeschoss noch

mehr zu öffnen und

einen einzigen Raum

aus den Räumlichkeiten

zu machen.

Eingang

WC

5.60

1.00

Ladenlokal

13.52

3.12

15.10

4.24

4.94

4.80

28

9.90

Einteilung

Zonen

Das Lokal wird für die Nutzungen

Café und Werkstatt in zwei Bereiche

geteilt. Auf der Strassenseite

befindet sich der Cafébereich. Der

Werkstattbereich liegt auf der

Seite gegen den Innenhof.

EINGANG

/

GARDER

OBE

WERKSTATT

CAFEBEREICH

THEKE/

AUSSCHANK

Untergeschoss

13.17

3.75

4.98

4.89 2.80 4.50

Bereich WC

4.46

2.74

Lager

1.00

1.19

4.84

nicht nutzbar

nicht nutzbar

Im Untergeschoss

gibt es zwei Räume,

die zum Lokal gehören.

Der eine davon

ist mit einer Wand

bereits unterteilt.

Im Untergeschoss

werden die Toiletten

sowie das Lager

untergebracht.

Loops

Sowohl die Kundinnen und Kunden

als auch das Personal können

sich frei im Raum bewegen. Das

Regal, welches den Raum unterteilt,

bietet zwei grosszügige

Durchgänge. Die Treppe hinunter

ins Erdgeschoss ist von beiden

Seiten gut zugänglich. Der Zugang

zum Lager im Untergeschoss ist

sowohl über die Treppe wie auch

über den zweiten Eingang via Lift

möglich.

PERSONAL

KUNDEN

16 17


Bemasste Pläne Erdgeschoss

Ansicht A

Grundriss

1.82

1.62

43 54 1.44 1.94 1.43 2.29 78 76 3.92

41

1.50

3.90

85

10

1.73

1.80

40

40

20

37

5

1.84

31

1.82

1.96 3.92

90

93

1.10

80

2.82

85

8

43

2.17

3.36

1.82

1.61

57

7.20

3.12

5.60 4.36

1.03

1.00

B

A

D

1.16

1.84

1.22

71 85 1.00

C

E

2.17

70

99

70 3.37 43 48 21 4.51

50 99 80 1.45 4 9.32 2.00

Ansicht B

2.43 34

11.36 3.24 50

18

54 3.65 6.31 2.10

19


Ansicht C

Ansicht D

13.51

10.18

43

43

85 10 1.82 9 85

3.90

40

85

93

66

86

37

5

1.68

1.80

2.10

37

5

90

77

65

89

1.07

3.90

Ansicht E

10.18

4.51 41

1.00 1.00 1.00

37

12

1.82

3.90

72

1.62

5

2.15

44 47

3.37

93

1.10

80

20 21

40


Bemasste Pläne Untergeschoss

Grundriss

Ansicht A

56

1.37

97

2.24

3.17

4.89 2.80

4.46

1.25

1.43

1.48

49

1.75

A

1.71

1.00

1.19

1.16

87

2.35

1.64

1.58

Lager

4.50

4.84

65

1.80

70 23

90

41

45

1.64

2.54

1.26

71

4.89 2.80

22 23


Kolorierte Pläne Erdgeschoss

Ansicht A

Grundriss

Ansicht B

24 25


Ansicht C

Ansicht D

Ansicht E

26 27


Kolorierte Pläne Untergeschoss

Ansicht

Die Kundinnen und Kunden

erreichen die Toiletten

über die Treppe in der

Raummitte. Der zweite

Raum dient als Lager für

die Kurse und das Café.

Das Personal erreicht das

Lager über die Treppe

oder über den zweiten

Ausgang und den Lift.

Grundriss

Auf der linken Seite befinden

sich die Damentoiletten,

auf der rechten die

Toiletten für die Herren.

Es sind drei WCs für Damen

sowie ein WC und

zwei Pissoirs für Herren

geplant. Grosse Spiegel

über den Waschtischen

ergänzen die Möblierung.

Für die Helligkeit sorgen

eingebaute Richtstrahler

vom Typ Quintessence

für Halogenlampen von

ERCO (siehe S. 41).

Die Waschbecken werden aus

Beton gefertigt. Die Firma Inbeton

liefert Betonobjekte in Massanfertigung.

Der Waschtisch besteht

aus Eichenholz in rustikaler Optik.

Dekoelemente aus Korbgeflecht

ergänzen die Einrichtung.

Die Wände sind mit Kalkputz Antika

von Kreadiano in silber-grau

verputzt. Der Kalkputz reguliert

die Raumluftfeuchte und beugt

durch Alkalität Schimmelbildung

vor.

Wie im Erdgeschoss ist auch das

gesamte Untergeschoss mit dem

mineralischen Gussboden von

Bodarto gefertigt.

Toilette Kartell by Laufen

Designer: Ludovica Palomba /

Roberto Palomba

28 29


Visualisierungen

Theke und Sitzgelegenheit im Cafébereich

Raumübersicht

vom Eingang

aus gesehen

mit Regal und

30 Cafébereich

31


Perspektive zur Strassenseite mit Ausschnitt Bar

am Fenster

Wand hinten links mit Waschbecken und Materialregal

32 33


Möblierung

Waschbecken Brockway

Kohler

5 6

Hocker höhenverstellbar

Noodles

2

Hocker Tabouret H

Tolix

Designer: Xavier Pauchard

1 2

Regal Eiche in verschiedenen

Variationen

Eigenfabrikat

5

2

6

8

2

7

Couchtisch Metall und Eiche

Eigenfabrikat

8

Arbeitstische

Massivholzplatte Eiche auf geschweissten

Böcken

Eigenfabrikat

(Böcke auch in Kindergrösse)

4

3

9

7

10

2

1

3

Stuhl Moser 1-250

horgenglarus

Designer: Werner Max Moser

4

Bistrotisch delta t-1690

horgenglarus

Sofa Suita in Leder camel

Vitra

Designer: Antonio Citterio

9 10

Sessel Suita Club in Leder sand

Vitra

Designer: Antonio Citterio

34 35


Regal PUERTAS

Ansicht vorne

12.60

Ansicht Seite

Visualisierung

Elemente

2.08

3.50

50

3.65

3.78

3.78

Regalfächer aus Eichenholz

Unterschiedlich bedruckte Akustikpanels

34

34 34

2.43

Ansicht oben

37

52

1.03

12.60

37

Idee & Konstruktion

Das Regal PUERTAS dient als

Raumteiler, bietet Platz für die

zum Verkauf stehende Ware und

absorbiert mit den Akustikpanels

unerwünschten Schall. Der Raum

wird in zwei Bereiche geteilt.

Durch die offene Struktur bleibt

die Sichtbarkeit erhalten.

Die Metallstangen werden zu

grösseren Teilen zusammengeschweisst.

Vor Ort werden diese

Teile miteinander verschraubt sowie

an Boden und Decke fixiert.

Ein Zwischenstück verbindet

jeweils zwei horizontale Stangen.

Die Akustikpanels und Holzfächer

werden oben und unten angeschraubt.

LED-Stripes werden in

allen Regalfächern angebracht.

Zudem werden sie in unregelmässigen

Abständen auch auf

die Innenseite der Metallstangen

geklebt.

schwarz lackierte Metallstangen

36 37

LED-Stripes


Beleuchtungskonzept

Lichtplan Grundriss

8

Im gesamten Lokal soll eine warme

Atmosphäre herrschen. Es werden

daher durchgehend Leuchtmittel

mit warmweisser Lichtfarbe verwendet.

Der Cafébereich soll besonders

gemütlich sein. Es darf hier

auch ruhig etwas weniger hell sein.

Tagsüber benötigt dieser Bereich

dank den grossen Rundbogenfenstern

generell wenig Kunstlicht. Das

Licht ist gezielt auf die einzelnen

Sitzgruppen gerichtet. Verwendet

werden gerichtete Halogenstrahler,

die ein brilliantes Licht erzeugen,

das die Gläser und Tassen zum

Glänzen bringt. Zusätzliche dekorative

Leuchten runden das stimmungsvolle

Ambiente ab. Hinter

der Theke sorgen Linsenwandfluter

dafür, dass die Menutafeln gut ausgeleuchtet

sind. Gleichzeitig geben

sie genügend Licht für die hintere

Arbeitsfläche. Unter dem Regal

sorgen LED-Stripes für zusätzliche

Helligkeit. LED-Stripes beleuchten

auch die ausgestellte Ware im Regal

(siehe S. 37).

Im Werkstattbereich ist eine gut

ausgeleuchtete Arbeitsfläche essentiell.

Eine diffuse Beleuchtung durch

eingebaute Deckenfluter erzeugt

hier eine weiche Beleuchtung mit

wenig Schatten und Reflexen, was

ein angenehmes Arbeiten ermöglichen.

Alle Leuchten sind dimmbar.

B

7

6

A

2 2

4

1 5

3

38 39


Leuchten

1 2

Quintessence rund Downlight-Wandfluter mit

LED

Hersteller: ERCO

warmweiss

Grösse 4

Cut-off: 40°

Leistung: 18 W

Lichtstrom: 1710 lm

Bündiges Einbaudetail

Schattenfuge

dimmbar

Quintessence rund Richtstrahler für Niedervolt-Halogenlampen

Hersteller: ERCO

Grösse 4

Cut-off: 40°

Leistung: 6 W

Lichtstrom: 570 lm

Bündiges Einbaudetail

Schattenfuge

schaltbar

Cut-off: 40°

(wird auch im Untergeschoss eingesetzt)

5 6

Quintessence rund Linsenwandfluter fokal für

Niedervolt-Halogenlampen

Hersteller: ERCO

Leistung: 75 W

Lichtstrom: 1575 lm

Bündiges Einbaudetail

Schattenfuge

LED High End Stripe 5m

Hersteller: Isolicht

Flexible Leiste

Leistung: 4,8 W pro Meter

Lichstrom: 1450 lm

warmweiss IP20

60 LEDs pro Meter

Abstrahlwinkel: 120 Grad

3 4

Leuchte Zement

Eigenanfertigung

E27

Leuchtmittel: Philips EcoClassic Halogenlampe

warmweiss

Leistung: 140 W

Leuchte JN0701S in silber

Hersteller: house doctor

E27

Leuchtmittel: Philips EcoClassic Halogenlampe

warmweiss

Leistung:140 W

7 8

Bodenfluter XS

Hersteller: ERCO

warmweiss

Lichtstrom: 17 lm

Leuchtmittel: LED

Optec Fluter für Stromschiene mit LED

Hersteller: ERCO

Leistung: 6 W

Lichtstrom: 570 lm

warmweiss

40 41


Lichtplan Ansicht A

Akustik

Im Cafébereich aber vor allem

auch im Bereich der Werkstatt

können laute Geräusche entstehen.

Im gesamten Lokal sind daher

Akustikmassnahmen notwendig.

Um den Lärm der Werkstatt

zu absorbieren, sind im Regal

PUERTAS Akustikpanels integriert.

Diese werden mit verschiedenen

Mustern bedruckt. Über

die ganze Fläche des Lokals wird

eine unauffälllige Akustikdecke

montiert. Die Spots und Downlights

werden darin integriert. Die

verwendeten Produkte werden

nachfolgend vorgestellt.

Lichtplan Ansicht B

Im Eingangsbereich beleuchten

Downlight-Wandfluter sowohl

Garderobe und Zeitschriftenregal

als auch einen Teil des Bodens.

Im Werkstattbereich sind die

Optec Fluter so ausgerichtet, dass

das Licht von zwei Seiten auf die

Arbeitstische fallen. So entstehen

keine störenden Schatten. Die

Leuchten sind auf Stromschienen

montiert, so dass eine flexible

Anordnung der Tische möglich ist.

Auf beiden Stirnseiten sind weitere

Leuchten zur Beleuchtung der

Regale angebracht.

AcousticPanel

Die Wandelemente AcousticPanel

von Art Acoustic by Röösli

AG können nach Wunschmass

bestellt werden. Die Elemente

können mit eigenen Motiven

bedruckt werden. Die Elemente

AcousticOne Decke

bestehen aus speziellen Textilien

und schallabsorbierenden Materialien

mit einer Stärke von 57 mm.

Umlaufende Aluprofile spannen

das Textilmaterial ein.

AcousticOne ist eine vollflächige,

fugenlose Akustikdecke

von Art Acoustic by Röösli AG.

Die Oberfläche entspricht der

Struktur einer Weissgipsdecke.

Der Grundaufbau der Akustikdecke

besteht aus Polyesterfasern

mit einer PU-Beschichtung.

Die Oberfläche ist antistatisch,

geruchsneutral und atmungsaktiv.

Die Integration von Spots ist

möglich.

42 43


Schlusswort

...oder was ich in den letzten Monaten gelernt

habe

Die Verpackung ist mindestens so wichtig wie der

Inhalt • Es gibt mehr Möglichkeiten eine Sache

anzugehen, als man denkt • Es ist besser, etwas

gleich richtig abzulegen, als es zweimal im Internet

zu suchen • Pausen helfen • Gute Tipps gibts

auch per Whats App und Email • Etappenziele sind

nützlich • Je mehr Zeit man zu Verfügung hat, desto

eher verzettelt man sich • Es ist sinnvoll, sich

auf seine Stärken zu konzentrieren • Das Licht ist

wichtiger als die Leuchten • Der Gestaltungsprozess

verläuft nicht linear • Manchmal ist es besser,

nochmals von vorne zu beginnen • Irgendwann

muss man etwas stehen lassen können

44 45

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