Merlo News Agritechnica - Merlo Deutschland GmbH

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Merlo News Agritechnica - Merlo Deutschland GmbH

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News

AKTUELLES AUS DER MERLO GRUPPE – AUSGABE AGRITECHNICA 2013

MERLO ZUR AGRITECHNICA 2013

Ausgezeichnet

GOLD FÜR HYBRID-TELESKOP

MEILENSTEINE DER LANDTECHNIK

Lebendig

ANWENDER BERICHTEN

Neu gedacht

DIE AKTUELLEN TELESKOPEN


MerloNews

November 2013

MerloNews

Ausgabe AGRITECHNICA 2013

Gold für Teleskop-Hybrid|3

Meilensteine der Landtechnik|4

Neu gedacht: aktuelle Teleskopen |5-8

Portrait des Teleskopcenters Hülsken|9

Anwender berichten|10-12

Henrich Clewing im Interview|13

SM30 – Wie alles begann|14

Merlo & Biogas: Teleskop & Branche |15

Anwender berichten|16-17

Multifarmer 40.7 CS und 40.9 CS |19

Lieber Leser,

ein bewegtes 2013 erlebte kurz vor seinem

Ausklang den weithin hörbaren Paukenschlag

der Agritechnica. In diesem

Jahr klang er für uns wie nie zuvor. Durch

Medien, Technik-Experten und Besucher

erfuhren wir eine schier überwältigende

Anerkennung. Jahrzehnte harter Arbeit

liegen dafür hinter uns. In seiner geballten

Kraft überraschte uns der große Zuspruch

dennoch auf ganzer Linie.

Als erster Teleskop überhaupt erhielt der

Turbofarmer 40.7 Hybrid eine der raren

Neuheiten-Goldmedaillen der Messe.

Außerdem wählte der Deutsche Landwirtschaftsverlag

Merlo mit den „Meilensteinen

der Landtechnik“ in den handsortierten

Kreis der prägendsten Agrar-

Dienstleister.

Die Auszeichnungen erreichen uns in einer

Phase, in der nach dem äußerst starken

2012 der Gesamtmarkt für den Vertrieb

von landwirtschaftlichen Teleskopen um

rund ein Viertel sank. Entgegen dem allgemeinen

Trend legten unsere Marktanteile

in Deutschland zu. Wir schreiben

nunmehr den Verkauf der 11000sten Maschine!

Und dies alles begann für uns in den Achtzigern

mit einer guten Idee: der

Konstruktion einer selbstfahrenden Maschine

mit ausfahrbarem Teleskoparm

und deutschen Kunden den dazugehörigen

Service anzubieten.

Unser Weg zum Erfolg war und ist ein

stets sehr eigener. Denn was macht uns

aus Natürlich die intensive Verbindung zu

dem von Innovation getriebenen, lebendigen

Hersteller Merlo SpA. Über dreißig

Jahre setzen die Norditaliener nun Maß

stäbe bei der Teleskop-Technik. Der Bundesrepublik

fügen wir dem Mediterranen

Geschäftsbeziehungen in hanseatischer

Tradition hinzu.

Acht Verkaufsleiter und rund 90 regionale

Vertriebspartner bewegen sich mit einem

feinen Gespür für die individuellen

Gegebenheiten in jedem Kundensegment

und –gebiet. 38 selbständige Service-

Partner stellen zusätzlich zu den

technischen Möglichkeiten des Handels

deutschlandweit eine professionelle

Dienstleistung sicher. Wir besitzen eine

technische Hotline, die große Werkstatt in

Bremen, das zentrale Ersatzteillager mit

Nachtversand und Ernte-Notdienst. Das

Schulungszentrum für Monteure, Bediener

und Verkäufer rotiert ganzjährig.

Für unsere Aufgaben reichen wir Partnern

die Hand auf Augenhöhe, lassen

Spielraum für eine an vielen Punkten

immens notwendige Flexibilität. Diese Mischung

aus kaufmännischer

Verbindlichkeit und Handlungsfreiheit

verlangt einem mittlerweile 50-köpfigen

Merlo-Deutschland-Team einiges ab.

Doch die Agritechnica beweist es

eindrucksvoll: Mit unserem Anderssein

liegen wir im Markt genau richtig –

goldrichtig. Aber gewiss. Bei allen

Nominierungen, Verkaufsstatistiken und

Superlativen: Was uns im Kern

auszeichnet, ist die Fähigkeit, Produkte zu

liefern, die sich beim Landwirt, Bauherren,

in der Industrie, den Kommunen tagtäglich

aufs Neue bewähren. Wir leben von der

hohen Akzeptanz durch unsere Kunden.

Sie ist unser Gestern, Heute und Morgen.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme

Lesezeit.

Henrich Clewing

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MerloNews

November 2013

Gold für Merlo Hybrid-Teleskop

Merlo gewinnt für den ersten Hybrid-Teleskopen

die Neuheiten-Goldmedaille der Agritechnica

Eine elektro-hybride Teleskop-Maschine,

wieder aufladbar am Stromnetz oder einer

Photovoltaik-Anlage. Flexible Teleskop-

Einsätze für mehrere Stunden in

Innenräumen, leise und abgasfrei. Ein

Dieselmotor mit annähernd halbierter

Nennleistung, trotzdem die volle Kraft eines

konventionell ausgestatteten Teleskopen

der Klasse „Vier-Tonnen / Sieben Meter“ –

und das bei bis zu 30 Prozent weniger

Verbrauch. Dieses grüne Paket stellt Merlo

mit seinem Turbofarmer 40.7 Hybrid.

Der Agritechnica-Jury ist die Innovation eine

Goldmedaille der Neuheiten-Aktion wert.

Der Turbofarmer 40.7 Hybrid wurde zur

Agritechnica 2013 mit der Neuheiten-Goldmedaille

der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft

(DLG) ausgezeichnet. Merlo ist einer

von vier Goldmedaillen-Gewinnern. Eine

neutrale Expertenkommission wählte sie aus

393 eingereichten neuen Agrar-Technologien.

In der Begründung heißt es, der innovative

Turbofarmer „ist das erste in der

Landwirtschaft angebotene plug-in-hybridelektrische

Fahrzeug“. Erstmals geht damit

Gold an eine Teleskop-Maschine.

Es ist die zweite Auszeichnung für das Unternehmen

im Rahmen der Agritechnica.

2001 gab es Silber für den Multifarmer, einer

Kombination aus Teleskop und Traktor.

Merlos Hybrid ist der erste Serien-Teleskop,

der im vollelektrischen Modus ohne Abgase

agiert, mit Lärm-Emissionswerten, die Hintergrund-Geräuschen

im Arbeitsumfeld gleichen.

Zusätzlich zum klassischen Teleskop-

Terrain, dem Außengelände, erobert er dem

Anwender die Innenräume: Hallen,

Gewächshäuser, Viehställe, Produktionsstätten

der Lebensmittelverarbeitung. Als

Modul kann die Hybrid-Technologie zukünftig

auf weitere Merlo Teleskop-Maschinen

übertragen und in die Rahmenkonstruktion

integriert werden.

Merlos Hybrid-Technologie

Teleskop-Maschinen eignen sich aufgrund

ihrer Konzeption und Einsatzverzweigung,

sprich neben Ladearbeiten die Spezialisierung

auf Mischeinsätze, ideal für den Hybridantrieb.

Die Hydraulikbewegungen der

Teleskop-Funktionen benötigen von Hause

aus wenig Energie. Standardisierte Tests

zeigten, ein regulärer Arbeitszyklus besteht

beim Teleskopen aus 50 Prozent Fahren, 33

Prozent Heben bzw. Senken des Auslegers

und 17 Prozent Leerlauf. Mit den hydraulischen

Teleskop-Funktionen, den Zeiten,

die keinen Fahrantrieb erfordern, lässt sich

elektrisch sparsamer umgehen als über einen

konventionellen Verbrennungsmotor.

Bei Merlos Hybrid-Lösung bedeutet dies

Kraftstoffeinsparungen von bis zu 30 Prozent,

reduzierte Lärmemissionen und die

Möglichkeit mehrerer Stunden vollelektrischer

Teleskop-Arbeiten in Innenräumen.

Von außen ein moderner Teleskop, beherbergt

der Medaillengewinner die Innovation

im Inneren - unter der Motorhaube. Merlo

entwickelte ein paralleles Diesel-betriebenes,

elektro-hydraulisches Hybrid-System. Dessen

Dieselmotor hat eine Leistung von 56

kW statt der üblichen 100 kW oder mehr

und ist damit für 90 Prozent der Fahreinsätze

gut ausgestattet. Der Einbau eines

zusätzlichen Harnstoff-Dosiersystems ist

nicht erforderlich, ein Pluspunkt für die tägliche

einfache Handhabung.

Im wählbaren Modus „Diesel on“ läuft der

Motor bei kontinuierlichen 1.800 U/min,

dem Optimum für den Kraftstoffverbrauch.

In der Hybrid-Einstellung wählt das System

automatisch zwischen 1.200 U/min und

1.800 U/min – abhängig vom Stand der

Batteriereserve und den betätigten Arbeitsfunktionen.

Niedrige Umdrehungszahlen

stehen neben Kraftstoffeinsparung für geringe

Lärmemissionen.

Merlo verwendet für seinen Hybriden eine

30-kWh-Lithium-Batteriebank. In jeder Zelle

werden Spannung, Stromfluss sowie Temperatur

überwacht. Dies sichert das Einhalten

der erforderlichen Parameter beim Aufund

Entladen. Die Technologie garantiert

eine Lebensdauer der Batterie von bis zu

5000 Aufladungen am Stromnetz oder an

einem lokal eingerichteten Solarenergie-

Netzwerk.

Wiederholte Tests auf Prüfständen und

Teststrecken bewiesen, der Turbofarmer

40.7 Hybrid erbringt vollelektrisch die Leistung

eines regulären Teleskopen der Klasse

„Vier-Tonnen / Sieben-Meter“ – zuverlässig

und ausdauernd. Bis zu zwei Stunden arbeitet

er vollelektrisch, bis zu vier Stunden im

sparsamen Eco-Modus.

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November 2013

Meilensteine der Landtechnik 2013

Merlo erhält den landtechnischen Ritterschlag - Multifarmer

im Fokus der Jahresaktion 2013 des DLV

Technische Innovationen mit Kundennähe

und wegweisendem Charakter sind

seit jeher typisch für die Firma Merlo.

Und so erscheint es fast als logische

Konsequenz, dass die grünen Teleskopen

aus Italien dieses Jahr vom

Deutschen Landwirtschaftsverlag als

‘Meilenstein der Landtechnik’ gekürt werden.

Diesen Titel erhalten Produkte, die

einen wegweisenden Beitrag zur landwirtschaftlichen

Mechanisierung geleistet

haben. 2011 wählte der Deutsche Landwirtschaftsverlag

(DLV) die erste Gruppe

der ‚Meilensteine‘ aus. Umso mehr freut

sich Merlo, nun in der zweiten und letzten

Runde dabei sein zu dürfen.

Dazu Projektleiter und Chefredakteur der

Agrartechnik Dieter Dänzer: «Wir verfolgen

den Weg der Firma Merlo schon seit

Jahren sehr intensiv. Teleskopen sind in

der Landwirtschaft heutzutage nicht

mehr wegzudenken.

Der Innovationsreichtum Merlos hat

wesentlich zur Mechanisierung der Landtechnik

beigetragen und somit auch die

Bedeutung der Teleskopen insgesamt in

dieser Branche vorangebracht. Ein Beispiel

dafür ist der Multifarmer. Die Jury

hat deshalb Merlo in 2013 mit der

Auszeichnung zum Meilenstein der Landtechnik

bedacht.»

Die Wahl von Merlo bekräftigt die Wichtigkeit

der landwirtschaftlichen Branche, auf

die mittlerweile knapp 50 % der verkauften

Merlo-Teleskopen entfallen.

Bis dahin war es ein spannender Weg,

der schon 1981 begann: Bereits mit dem

ersten Modell, dem SM30, bewiesen die

Ingenieure jede Menge Weitsicht.

So wies dieses Modell bereits damals

viele typische Merkmale heutiger Teleskopen

auf, die jedoch keineswegs selbstverständlich

waren.

Zu den vier gleichgroßen Rädern, der variierbaren

Allradlenkung und dem Seitenschub

für effizientes Laden gesellte sich

auch der hydrostatische Antrieb.

SM30

1987 folgte die Panoramic Serie, bei der

der Teleskoparm mittig zwischen Kabine

und Motor angebracht und für optimale

Rundumsicht somit quasi versenkt

wurde. Mitte der 1990er Jahre stieg die

Bedeutung für die Landwirtschaft merklich.

Mit Frontladern ließ sich bis dahin

nur ein bestimmter, unveränderlicher Radius

erreichen, ohne die Maschine zu

verfahren. Teleskopmaschinen erweiterten

diesen Bereich erheblich.

Plötzlich konnte mühelos über Hindernisse

hinweg gehoben werden, neue

Höhen erschlossen und bisher nicht

dagewesene Flexibilität und Effektivität

erreicht - im wahrsten Sinne des Wortes

- werden. Mit wechselbaren Anbaugeräten

war der Einsatz mit Schaufeln, Palettengabeln,

Lasthaken und sogar Bühnen

kein Problem mehr.

Teleskopen erobern

die 3. Dimension

Nach diversen Weiterentwicklungen, bei

denen Merlo konsequent auf Innovation

und Produktvielfalt setzte, folgte 2001

schließlich der Multifarmer.

Als erster Teleskoplader mit

Dreipunktaufnahme und Heckhydraulik

wurde er im selben Jahr auf der

Agritechnica mit der Silbermedaille für

Neuheiten ausgezeichnet. Heute vertreibt

Merlo über 70 verschiedene Modelle in

Deutschland.

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MerloNews

November 2013

Neu gedacht: aktuelle Teleskopen

Merlo zeigt sich zur Agritechnica mit neuer Fertigungsweise

und Produktpalette

An der Agritechnica 2013 beteiligt sich

Merlo mit neuen Produkten und dem Unternehmensanspruch,

Technologieführer

zu sein. Auf dem Messestand C 15 in

Halle 6 sehen die Besucher neben innovativen

Produkten die Geburt einer neuen

Generation von Teleskop-Maschinen.

Konzeption, Konstruktion und Produktion

wurden neu gedacht. Ein hoher Automatisierungsgrad

mit Einsatz von Spitzentechnologien

führt zu optimierten Fertigungsprozessen

und Flexibilität. Kurz vor dem

fünfzigsten Firmenjubiläum präsentiert

sich der Produzent Merlo SpA mit innovativen

Fertigungsverfahren und frischen

Teleskopen bereit für die Zukunft.

Das Unternehmen entwickelte das neue

Produktprogramm mit erhöhten Vorgaben

in Sachen:

- Sicherheit

- Wirtschaftlichkeit

- Vielseitigkeit und

- Komfort.

Junges Design und neue Fertigungsverfahren

Jedes einzelne Modell wird mit seinen

Schwesterprodukten Technologien gemeinsam

haben. Merlo automatisiert die

Produktion und steigert die Qualität für

den Kunden weiter. Nun können die

vielfältigen Merlo-Technologien auch in

den kompaktesten Teleskop-Maschinen

angeboten werden. Die Produktionsstätte

im italienischen Cuneo wurde komplett erneuert,

um dem geänderten Herstellungsverfahren

gerecht zu werden. Jedes Aggregat

der Maschine wird in Baugruppen

montiert und im ganzen Umfang geprüft,

um vor der Anlieferung an die Hauptlinie

zur Endmontage die bestmögliche Qualität

zu erzielen. Am Ende der Strecke ist

die Teleskop-Maschine komplett, an die

Kundenanforderungen angepasst und

entsprechend geprüft. Das Ziel dieser Produktumstellung

besteht darin, den Bestellund

Montageprozess zu beschleunigen,

die Qualität und Wirtschaftlichkeit zu steigern

und alle Teleskop-Eigenschaften auf

jeder Ebene verfügbar zu machen. Merlo

setzt mit seinen innovativen Produkten

und Fertigungslösungen neue Maßstäbe

im Markt.

Technologien, die in allen neu konzipierten

Merlos folgen

Folgende Lösungen werden zunächst bei

den auf der Agritechnica ausgestellten

neuen Turbofarmer- und Multifarmer-Modellen

umgesetzt und zukünftig bei allen

Neukonzeptionen.

M CDC - das Dynamische Lastkontrollsystem

von Merlo: mehr Sicherheit als

EN 15000 - nun serienweit

Merlo hat immer auf hohe Sicherheitsstandards

gesetzt und daher für seine Teleskop-Maschinen

das M CDC-System

konstruiert und patentiert. Die dynamische

Kontrolle der Standsicherheit in

Längsrichtung ist immer in Betrieb und

läuft vollautomatisch. Sie berücksichtigt

die wichtigsten landwirtschaftlichen Tätigkeiten

und erkennt automatisch alle Anbaugeräte

von Merlo mit CDC-Sensor. Sie

ist praktisch und einfach in der Handhabung

und bietet eine Sicherheitsstufe, die

die derzeit gültige Norm EN 15000 übertrifft.

Gleichzeitig ermöglicht sie schnelle

Bewegungen des Hubarms. Das erhöht

die Produktivität und spart Zeit.

Die Bedienoberfläche ist benutzerfreundlich

und zeigt entsprechende Informationen auf

einem neuen 8.5-Zoll-Farbdisplay.

Die Maschine ist außerdem mit einem

Wiegesystem mit einer Genauigkeit von 3

– 5 Prozent ausgestattet. Zudem kann

eine Einzellast auf dem Display dargestellt

werden. Am Ende mehrerer Ladezyklen

können diese aufaddiert werden. Wenn die

Maschine rückwärts fährt, wird mithilfe einer

optional erhältlichen Kamera der hintere

Arbeitsbereich am Bildschirm angezeigt.

Ein weiterer erhöhter Sicherheitspunkt.

Die Turbofarmer-Kabine

mit MCDC-Display

Das EPD-System von Merlo: 30 Prozent

geringerer Verbrauch jetzt serienmäßig

Dank der Einführung des EPD-Systems

reduziert Merlo den Verbrauch der Teleskop-Maschinen

um bis zu 30 %.

EPD (Eco Power Drive) bietet drei manuelle

Betriebsarten:

- Transportieren & Ziehen (Transport &

Tow) zielt auf die Erreichung bzw. Beibe-

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November 2013

haltung eines möglichst geringen

Kraftstoffverbrauchs.

- Der Schwerlastbetrieb (Heavy Load) wird

dazu benutzt, um bei besonders anspruchsvollen

Aufgaben - wie Aushubarbeiten

oder Schneeräumung - die

höchste Leistung zu erzielen.

- Bei Bewegungen auf engem Raum und

zur genauen Positionierung der Ladung ist

der Tippbetrieb (Inching-Mode) sehr nützlich.

Dieser besteht aus einem drahtlosen,

mit dem EPD-Elektronikkasten verbundenen

Gaspedal, das die Drehzahl des Dieselmotors

nach den in der elektronischen

Steuereinheit gespeicherten verbrauchssparenden

Parametern regelt. EPD reduziert

den Kraftstoffverbrauch auf ein Minimum

und erzielt so die Höchstleistung.

Praxistests haben eine Kraftstoffersparnis

von 3000 Litern / 1000 Betriebsstunden

im Jahr gezeigt.

Hubkraft und Eigengewicht: Merlos gute

Relation spart Kraftstoff

Für eine technisch ausgereifte Teleskop-

Maschine stellt ein günstiges Verhältnis

von Hubkraft zu Eigengewicht einen

wesentlichen Mehrwert dar, auch um den

Verbrauch zu reduzieren.

Es ist wichtig, das Verhältnis zwischen

dem Gewicht der Maschine und ihrer

maximalen Hublast zu beurteilen und so

die potentielle Leistungsfähigkeit der

Teleskop-Maschine und den Verbrauch

darzustellen. Je niedriger die Verhältniszahl,

desto höher die Leistungsfähigkeit.

Jeder Teleskop von Merlo wiegt weniger

als ihre zweifache maximale Hublast. In

der Praxis führt Merlos kluge Konzeption

zur Kraftstoffersparnis.

In der Landwirtschaft weiß man leichtere

Maschinen zu schätzen, weil sie bei

größerer Vielseitigkeit für eine geringere

Bodenverdichtung und eine bessere Gesamtleistung

sorgen.

Die neue Kabine: erstklassiger Komfort

und Geräumigkeit

Die neuen Modelle sind mit einer neuen

1010 mm breiten Kabine ausgestattet. In

ihrer Klasse handelt es sich um die geräumigste

Kabine. Dank der gebogenen

Windschutzscheibe, breiten Seitenfenstern,

dem kompakten Fahrwerk und

der klaren Linienführung sorgt die Kabine

für 360°-Rundumsicht und ausgezeichnete

Sicht nach oben. Damit hat der Fahrer

die Ladung immer gut im Blick. Unter

Berücksichtigung der Ergonomie befinden

sich alle wichtigen Bedienelemente im

Sichtbereich des Fahrers. Die Maschine

ist mit Fahrtrichtungsschaltern an der

Lenksäule und am Joystick ausgestattet.

Dank dem großzügigen Türmaß (870 mm)

ist der Aufstieg zur Kabine einfach. Die Tür

kann um 180° geöffnet, oben und unten

zweigeteilt und mit der benutzerfreundlichen,

per Drucktaste betätigten

Schließanlage offen gehalten werden.

Die neue Merlo Kabine

Die Kabine ist ROPS/FOPS-geprüft. Der

FOPS-Schutz befindet sich außerhalb der

Kabine über der oberen Scheibe, damit

der höchste Schutz gewährleistet wird.

Die gebogene Windschutzscheibe ist

außerdem für den Fall gesichert, dass Gegenstände

versehentlich auf das Dach fallen.

Die Klimaanlage ist neu und wurde

nach den Normen der Automobilindustrie

entwickelt. Die Luftansaugung befindet

sich auf der linken Seite der Kabine. Acht

Luftauslässe wurden an wohl überlegten

Stellen in der Kabine angeordnet, damit

eine gleichmäßige Luftverteilung erfolgen

kann. Vier Luftauslässe sind speziell zur

Enteisung der Windschutzscheibe ausgelegt,

drei dienen der Belüftung des Fahrers

vorne und einer ist für seine Füße bestimmt.

Die schwingungsgedämpfte Kabine:

nur von Merlo

Ausschließlich Merlo bietet im Markt der

Teleskop-Maschinen ein schwingungsgedämpftes

Kabinensystem. Mit der neuen

Baureihe wird diese Eigenschaft für die

gesamte Produktpalette verfügbar. Die

schwingungsgedämpfte Kabine ist mit einer

hydropneumatischen Anlage ausgestattet.

Das Dämpfungssystem ist so präzise

und leistungsfähig, dass die Kabine

buchstäblich zu schweben scheint, wenn

der Fahrer es einschaltet. Alle Erschütterungen

des Fahrgestells werden durch

das System aufgenommen, was den Fahrkomfort

erhöht. Ein wesentlicher Vorteil für

Anwender, die viele Stunden hinter dem

Steuer verbringen.

Erhöhte Produktivität durch neuen

MCVTronic-Antrieb

Eine andere wesentliche Produkteigenschaft,

die quer durch die Produktpalette

verfügbar sein wird, ist der neue Antrieb

„MCVTronic“. Er wird im eigenen Werk

gebaut, getreu der Unternehmensphilosophie,

technisch anspruchsvolle Komponenten

der Teleskop-Maschinen im Hause

selbst zu entwickeln und herzustellen. Der

neu konzipierte hydrostatische Antrieb

weist zwei hydrostatische Motoren auf.

Bei niedrigen Geschwindigkeiten arbeiten

sie zusammen, um das maximale Drehmoment

sicherzustellen. Es ist 28 % höher

als bei herkömmlichen hydrostatischen

Antrieben. Für Transporte wird der eine

Motor durch das System automatisch entkoppelt,

um höhere Fahrgeschwindigkei-

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November 2013

ten zu erreichen. So fließt das gesamte

hydrostatische Öl zum anderen Motor, der

eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu

50 km/h erzeugt.

Diese Lösung ermöglicht eine sanfte und

stetige Beschleunigung ohne Drehmoment-Unterbrechung,

auch in schweren

Arbeitssituationen, so dass Zeit gespart

und die Produktivität gesteigert werden

kann.

aus zwei Produktfamilien:

• Maschinen für schwere Lasten

• Maschinen für mittlere Lasten.

Die Schwerlast-Modelle TF50.8, TF45.8,

TF45.11 und der 40.7 – ein Gerät mit vier

Tonnen und sieben Metern - werden als

erste Vertreter im Rahmen der Agritechnica

eingeführt.

Turbofarmer-Baureihe für schwere

Lasten: der TF50.8T

Die Turbofarmer-Familie stellt Merlos absatzstärkste

Reihe in der Landwirtschaft

dar. Anwender schätzen sie wegen ihrer

Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit. Ergänzt

wird diese beliebte Reihe durch ein

Modell für schwere Lasten, den Turbofarmer

50.8. Er wird auf Merlos Messestand

zu sehen sein.

MCVTronic-Antrieb

Neigetechnik und Niveauausgleich: immer

in der besten Lage

Zur Erhöhung von Produktivität und Sicherheit

werden die Neigetechnik- und

Niveauausgleichssysteme im gesamten

Produktprogramm verfügbar sein. Die

Kunden werden auch die Möglichkeit haben,

die Neigefunktion und den Niveauausgleich

einzeln zu bestellen, was

bei der Beschaffung der Teleskop-Maschine

eine hohe Flexibilität gewährleistet.

Die neue Produktpalette

Merlo bietet mit fünfzig Produkten ein umfassendes

Lieferprogramm von landwirtschaftlichen

Teleskop-Maschinen. Jeder

einzelne Teleskop ist auf kundenspezifische

Bedürfnisse ausgerichtet.

Die Produkte, die Merlo auf seinem

Messestand zeigen wird, erweitern das

Lieferprogramm, beginnend mit den beiden

Produktfamilien der Turbofarmer und

Multifarmer.

Merlos neue Turbofarmer-Reihe

Die künftige Turbofarmer-Reihe besteht

Der Turbofarmer TF50.8T ist mit einem

155 PS-Motor der Stufe IIIB, optional mit

einer mechanischen Zapfwelle mit einer

Leistung von 135 PS, einer für 20 t ausgelegten

Anhängerkupplung, einer externen

Hydraulikanlage und einem Zugpendel

ausgestattet.

Dank seiner Vielseitigkeit, Leistungsfähigkeit

und Wendigkeit wird er häufig in der

Milchwirtschaft und in der Rinderhaltung

eingesetzt.

Der 8 m lange Teleskopausleger und eine

Tragfähigkeit von 5 t sind für den Agrar-

Materialumschlag optimal. Neue innovative

Produkteigenschaften wurden für

Transportzwecke und für Einsätze mit

Heckgeräten entwickelt.

Der Turbofarmer bietet sich an für Arbeiten

mit der Scheibenegge, im Zapfwellenbetrieb

für Futtermischwagen, pneumatische

Sämaschine, Mähwerk, Spritze

oder Rundballenpresse.

Der robuste, schnelle und leicht bedienbare

Turbofarmer 50.8 wurde ebenfalls

für Biogasanlagen konzipiert.

Die für den Schwerlastbetrieb entwickelte

Produktreihe wird durch zwei andere Modelle

ergänzt, den TF45.8T und den TF45.11T. In

der Typbezeichnung führen beide ein ‘T’, d.h.

sie werden serienmäßig mit der Neigetechnik

(Tilting) ausgestattet sein.

Turbofarmer 50.8 im Biogas-Einsatz

Turbofarmer-Baureihe für mittlere

Lasten: der TF40.7

Mit dem neuen TF40.7 verbessert Merlo

weiter eines seiner absatzstärksten Modelle

im Punkt Produkteigenschaften und

Leistungen. Der TF40.7 demonstriert das

Potenzial der neuen vom Hersteller eingeführten

Philosophie. Dank Merlos technischem

Know-how, den neuen Produktionsanlagen

und möglichen Optionen

kann der TF40.7 ideal an die

Anforderungen von Kunden angepasst

werden.

Er kann mit zwei verschiedenen Motoren

mit 120 bzw. 155 PS ausgestattet werden,

und beide Ausführungen können mit

einer mechanischen Zapfwelle versehen

werden. Hierbei handelt es sich um eine

neue, zusätzliche Turbofarmer-Ausstattung.

Zudem weist das aktualisierte Modell

die im vorherigen TF40.7 bewährten

Produkteigenschaften auf, wie eine gedämpfte

Kabine, Seitenverschub des

Oberwagens und Niveauausgleichssysteme.

Seine technischen Eckdaten werden

eine hohe Sicherheit und geringen

Kraftstoffverbrauch sicherstellen (MCDC

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November 2013

und EPD sind nun serienmäßig).

Der Turbofarmer 40.7

Das Multifarmer-Konzept

Die erste Multifarmer-Maschine wurde

im Jahr 2000 auf den Markt gebracht,

und seitdem spielt die Serie eine bedeutende

Rolle in Merlos Produktpalette. In

die Landwirtschaft brachte Merlo

weltweit als Erster eine Teleskop-Maschine

mit einer mechanischen Heckzapfwelle,

einer hydraulischen Hubmechanik,

einer Drei-Punkt-Aufhängung

und einer externen Hydraulikanlage.

Diese Eigenschaften ermöglichen den

Heck-Einsatz landwirtschaftlicher

Geräte. Der Teleskop wird zum Traktor.

Meilenstein-Multifarmer

Dank seiner besonderen Merkmale

wurde der Multifarmer durch den

Deutschen Landwirtschaftsverlag in diesem

Jahr zu den zwölf Produkten

gewählt, die einen nachhaltigen Einfluss

auf die Landwirtschaft hatten. Merlos

Multifarmer ist die einzige vom Gremium

prämierte Teleskop-Maschine,

überzeugend wegen des innovativen

Designs und ihrer Vielseitigkeit.

Ausgestellt wird der neue Multifarmer

40.9 deshalb sowohl auf dem Agritechnica-Messestand

von Merlo als auch in

Halle 7, die dem Meilenstein-Projekt des

Verlags gewidmet ist.

Das Meilenstein-Projekt:

Multifarmer 40.9 und erster Merlo SM30

Multifarmer für schwere Lasten: der

40.9

Merlo entwickelte ein neues Modell mit

der Bezeichnung Multifarmer 40.9.

Es folgt dem Konzept des ursprünglichen

Multifarmers. Der 40.9 setzt auf

Vielseitigkeit und will einem breiten

Spektrum von Schwerlast-Aufgaben -

vom Materialumschlag über Außeneinsätze

bis hin zum Transport - gerecht

werden. Er wird nach einer neuen

Verfahrensweise hergestellt, die auf der

Modulbauweise aufsetzt und hohe

Qualitätsstandards und große Flexibilität

in der Produktion gewährleisten

wird. Der Multifarmer 40.9 ist Merlos

Flaggschiff auf der Agritechnica.

Als Teleskop-Maschine verfügt er über

eine maximale Traglast des Hubarms

von 4 t und eine Ausfahrlänge von 9 m,

so dass er sich für viele landwirtschaftliche

Tätigkeiten anbietet. Er wird durch

einen 156 PS starken 4-Zylinder-Motor

der Stufe 3B / Tier 4 angetrieben und

mit einer für 7 t ausgelegten, hinteren

hydraulischen Hubmechanik ausgestattet,

die mit einer unteren bedarfsgeregelten

Zugkontrolle elektronisch gesteuert

wird; dazu eine Drei-Punkt-

Aufhängung der Klasse III, eine

Heckzapfwelle mit 135 PS und vier

Heck-hydraulikanschlüsse, die elektronisch

gesteuert werden.

In der Kabine sind die wichtigsten Bedienelemente

auf einer speziellen Armlehne

angeordnet, um im Betrieb hohen

Komfort sicherzustellen.

Zusätzlich kann der Multifarmer 40.9 mit

einer verschiebbaren Anhängerkupplung

oder mit einer für 20 t ausgelegten Anhängerkupplung

und einer Druckluftbremsanlage

bestellt werden.

Der Multifarmer 40.9

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Spezialisierung geglückt

Der Fachbetrieb A. Hülsken ist vielseitig aufgestellt.

Eine besonders erfolgreiche Sparte ist die Teleskoptechnik

und die Partnerschaft mit Merlo Deutschland

Bei der Ladetechnik sind die Vertriebswege

unterschiedlich. Bau- oder Landwirtschaft

werden nur selten von ein und

demselben Händler betreut – Potenziale

gehen dadurch verloren.

Ein gutes Bei-spiel für erfolgreichen Vertrieb

und Service von Teleskopen ist der

Fachbetrieb A. Hülsken in Rosendahl-Osterwick

unweit von Coesfeld. „Unser

Großvater Anton Hülsken gründete im

Jahr 1948 auf unserem Anwesen

zwischen Billerbeck und Osterwick eine

Reparaturwerkstatt für Landmaschinen“,

erzählt Klaus Hülsken, der das Unternehmen

zusammen mit seinem Bruder Wolfgang

heute leitet. […]

Familie Hülsken und Vertreter

von Merlo Deutschland

Von Anfang an dabei

„Mit dem italienischen Hersteller von

Teleskopladern arbeiten wir seit dem

Jahr 1993 zusammen“, erzählt Klaus

Hülsken. „Empfohlen wurden uns die

Produkte und die Marke von einem befreundeten

Hallenbauer. Er sagte mir damals,

dass dies die einzigen Teleskopen

seien, die sich durchsetzen würden.“ […]

„Das Geschäft entwickelte sich zunächst

langsam“, sagt Hülsken. „Wir haben in

dieser Zeit ein bis zwei Maschinen im

Jahr verkauft. Die Landwirte haben uns

erst belächelt, der Großteil ging in andere

Bereiche. Trotzdem haben wir nicht locker

gelassen, und konnten in dieser

Branche schon sehr früh Fuß fassen. Ein

Vorteil war damals, dass auch Merlo

schon auf die Landwirtschaft fokussiert

war […].“

Heute gehören Milchviehbetriebe, Ackerbauern,

Betreiber von Biogasanlagen und

Lohnunternehmer zur Kundschaft von

Hülsken. […]

Teleskopcenter

[…] Im Gesamtunternehmen werden

etwa zwei Drittel des Umsatzes inzwischen

mit Produkten von Merlo erzielt.

Im Verkauf haben die Teleskopen zu etwa

70 Prozent Anteil am Umsatz. Im Mieteinsatz

befinden sich immer um die 20

eigene Maschinen.

Seit acht Jahren setzt Merlo ein Konzept

mit Service-Partnern um. Im Gegensatz

zu den „normalen“ Händlern betreuen

diese ein größeres Gebiet und warten

auch Maschinen im Auftrag von Merlo

Deutschland. Hier handelt es sich zum

Beispiel um Teleskopen, die in der Vermietung

laufen. Hülsken ist bei diesem

Konzept von Anfang an mit dabei. […]

Um bei Reparaturen die Standzeiten zu

minimieren, liegen in Osterwick immer

Merlo-Ersatzteile im Wert von etwa 200

000 Euro brutto auf Lager. Ist es einmal

besonders eilig oder ein ganz exotisches

Teil gefragt, ist Bremen und damit das

Merlo-Zentrallager, zum Glück nicht weit.

[…]

Grundsätzlich werden bei Hülsken alle

Maschinen, an denen Service-Arbeiten

durchgeführt werden, ins EDV-System

eingepflegt. Sie haben also alle eine Historie.

Wieviele Maschinen das inzwischen

sind, muss Hülsken erst einmal

nachschauen und ist dann angesichts einer

Anzahl von knapp 800 Stück zunächst

selbst erstaunt. [… ] „80 Prozent

unserer Kunden lassen regelmäßig Servicearbeiten

durchführen“, weiß Hülsken.

Das Teleskopcenter führt sämtliche Reparaturen

durch, inklusive der jährlichen

UVV-Überprüfungen von Bühne und

Winde. […]

Gelände Firma Hülsken

Perspektiven

Teleskoptechnik der Marke Merlo bietet

dem Fachbetrieb Hülsken noch viele

Perspektiven. Die hängt auch mit dem

richtigen Anbaugerät für den jeweiligen

Einsatz zusammen. Dazu Hülsken: „Wir

bedienen uns entweder direkt bei Merlo

oder bei Zulieferern, wie Bressel & Lade

oder Kock & Sohn“. Werden die Teleskopen

mehr als 1500 Stunden pro Jahr

eingesetzt, empfehle ich einen zusätzlichen

Ölkühler. Dies ist zum Beispiel bei

Recycling-Kunden der Fall, wo sogar

4500 Stunden pro Jahr keine Seltenheit

sind.“ Und weil viele neu verkaufte Lader

inzwischen Ersatzbeschaffungen sind,

müssen auch Gebrauchte in Zahlung genommen

und vermarktet werden.“

Agrartechnik 4/2013

Johannes Hädicke

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MerloNews

November 2013

Ohne den Merlo geht es nicht mehr

Ladetechnik | Wer über 500 Hektar in Prignitz bewirtschaftet,

der hat auch Arbeit für einen Lader. Reiner Guhl setzt deshalb schon

seit über 20 Jahren auf die Dienste seiner Merlo-Teleskoplader

Der gebürtige Niedersachse stammt aus

Bosse bei Rethem/Aller und wirtschaftet

seit 1991 im Landkreis Perleberg in Brandenburg.

Nach dem Studium in Göttingen

kam die Wende passend zur Jobsuche.

„Mein elterlicher Hof war mit 15 ha

zu klein, aber mein Großvater väterlicherseits

hatte bis 1953 einen Betrieb in Düpow/Brandenburg.

Dieser war nach der

Wende 1989 noch Volkseigentum und

wir konnten uns aber nicht vorstellen,

dass wir dort eine Chance bekommen

würden“, erklärte Guhl den Werdegang.

Ackerbauer Reiner Guhl (Leymann)

Doch das Schicksal hatte andere Dinge

mit seiner Zukunft vor. Die dort wirtschaftende

Genossenschaft löste sich auf und

die Alteigentümer bekamen ihre Flächen

wieder.

[…]

Noch interessanter machte die Situation

die Tatsache, dass andere Eigentümer

nicht an einer weiteren Bewirtschaftung

interessiert waren, sondern ihre Flächen

verpachten wollten.

So kamen letztendlich rund 545 ha

zusammen, vor denen Reiner Guhl

Respekt hatte: „Mir war schnell klar,

dass ich das nicht alleine verantworten

wollte und so gründete ich mit einem

Studienfreund und einem Cousin

zweiten Grades aus Düpow eine GbR.

So waren drei Personen für diesen breit

aufgestellten Gemischtbetrieb, mit

Milchkühen, verantwortlich.“ Diese

Entwicklung vollzog sich im Jahre 1990,

der Startschuss für die GbR fiel am 1.

April 1991. Schnell mussten sich die

Männer auch Gedanken über ihren Maschinenpark

machen.

Zwei Schlepper mit 110 PS und Frontlader

mit 180 PS wurden gekauft. Doch

schon in dieser Zeit beschäftigte sich

Guhl mit dem Thema „Rad- und Teleskoplader“.

„Im Ausland, England und

Frankreich, setzten die Landwirte damals

schon Teleskopen auf ihren Höfen

ein. Wir merkten schnell, dass unser

Frontlader-Traktor auf den über 500 ha

gebraucht wurde und nicht durch Ladearbeiten

an den Betrieb gebunden

werden durfte“, sagte der Landwirt.

[…]

Über eine ortsansässige Firma konnte

Reiner Guhl schließlich einen Merlo als

Baumaschine zur Probe eine Woche

testen. Er war sofort begeistert und

kaufte 1992 seinen ersten Teleskoplader.

„Das Gerät hat sich dann in unsere

Herzen hinein gearbeitet. Erst war er für

die Bauphase wichtig und danach auch

vom Betrieb nicht mehr wegzudenken.

Es ist einfach eine Schlüsselmaschine.“

Seit dieser Zeit ist Guhl der Marke Merlo

treu geblieben und war, nach

Informationen der Firma Merlo, der erste

Kunde aus dem Landwirtschaftsbereich

in Deutschland.

2009 begann der Betrieb viehlos zu

wirtschaften, die GbR löste sich auf,

aber trotzdem blieb der Lader wichtig

und lief immer noch 800 Stunden.

[…]

Der Merlo beim Kartoffelverladen (Guhl)

Ein Ende der Beziehung zwischen Reiner

Guhl und seinem Merlo ist momentan

nicht absehbar.

Mittlerweile setzt er seinen fünften Lader

ein und liebäugelt für die Zukunft mit dem

neuen Modell Multifarmer. Dieser soll

dann einen Traktor ersetzen.

Diese Treue hängt auch damit zusammen,

dass die Geräteaufnahme sich in

den vergangenen Jahren nicht verändert

hat und so alle Anbaugeräte auch weiter

genutzt werden konnten. Über 20 Jahre

ist er mit Merlo zufrieden: „Da besteht

schon eine emotionale Bindung zwischen

der Marke und mir“, unterstreicht Guhl.

Helfer in der Getreideernte (Guhl)

Land & Forst Nr. 13, 28.3.2013

Cord Leymann

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MerloNews

November 2013

Unverzichtbare Allround-Maschine

Englbert Friedlhuber braucht den Merlo Panoramic

P 38.10 Teleskoplader für Stall und Biogasanlage

Der vielschichtige Betrieb von Familie Friedlhuber

liegt in Eiding bei Babensham in der

Nähe von Wasserburg/Inn. Englbert Friedlhuber

hat schon vor 13 Jahren eine Biogasanlage

auf seinen Landwirtschaftsbetrieb gebaut.

Der agile und unternehmensfreudige,

mitunter auch experimentierfreudige Landwirt

hat sich in den Folgejahren immer weiter „entwickelt“,

aber immer mit dem Blick, was ist

nachhaltig, macht Sinn und kann man auch

Geld verdienen. So verteilt er heute sein Engagement

auf mehrere Betriebszweige: u.a.

die eigene Biogas- und Trocknungsanlage

sowie die neue gemeinschaftliche Biogasanlage

der KFA Bioenergie GbR.

schafts-Biogasanlage ist Friedlhuber zu 50

Prozent beteiligt und kümmert sich zusammen

mit seinen Kollegen um die Betreuung

und Beschickung der Anlage, die einen

Steinwurf von seinem Landwirtschaftsbetrieb

vor zwei Jahren errichtet wurde.

Großen Wert legt Friedlhuber auf effiziente

Arbeit. Sei es im Stall, bei der Feldarbeit oder

bei der Beschickung der Biogasbehälter. So

arbeitet der Teleskoplader über 600 Stunden

im Jahr, rund ein Drittel für die Landwirtschaft,

sprich füttern und ausmisten von Jungvieh

oder Kälberstall und rund zwei Drittel für die

Biogasanlage oder den Güterumschlag für

die Trocknung. „Dazu brauche ich eine wendige,

kompakte Maschine. Dies zusammen

mit der sehr guten Losreißkraft waren auch

meine Hauptkriterien für den Merlo-Teleskoplader“,

erzählt Friedlhuber. […]

sehr zufrieden, so kann man das Fahrzeug

spritsparend mit wenig Drehzahlen schnell

auf 25 Stundenkilometer bringen. Insgesamt

kann man mit der Motorisierung sehr spritzig

fahren. Außerdem ist der Auslegerkopf schön

schmal gehalten, das bringt eine sehr gute

Sicht auf die Schaufel oder Arbeitswerkzeuge“,

erklärt Friedlhuber die Vorzüge der

Maschine für seinen Betrieb. […].

Einsatzgebiete für den

Teleskopen sind u.a. die tägliche

Futterbereitung (Süß)

Englbert Friedlhuber (Süß)

75 Milchkühe mit entsprechender Nachzucht

stehen im besonders kostengünstig errichteten

Offenfrontstall. Für seine Kühe steht der

Lely-Melkroboter 24 Stunden zum Abmelken

bereit. Eine Besonderheit ist sicherlich auch

die Trocknungsanlage. Hier nutzt Friedlhuber

die Abwärme beider Biogasanlagen, um

Mais, Getreide und hauptsächlich aber

Hackschnitzel für seine Berufskollegen etc.

auf Lohnbasis entsprechend zu trocknen. Die

Trocknung ist zusammen mit seiner Biogasanlage

als Gewerbe angemeldet. Auch die

Friedlhuber Agrartechnik ist ein Gewerbeunternehmen

von ihm. Hauptbestandteile sind

dabei die großen landwirtschaftlichen Maschinen,

wie Gülleselbstfahrer inklusive Zubringerfässer,

Traktoren sowie der Merlo-

Teleskoplader. An der großen Gemein-

Arm reicht weit nach vorne

und hoch hinaus (Süß)

„Seit dem Frühjahr läuft der zweite Merlo

Panoramic P 38.10, da ich so zufrieden war.

Der ‚Alte’ war schließlich über 2500 Stunden

gelaufen. Das Gesamtkonzept ist sehr gut

auf die Ansprüche in der Landwirtschaft angepasst:

mit den großen Rädern, dem leistungsfähigen

140-PS-Deutz-Motor und der

leistungsfähigen 132-Liter Hydraulikpumpe.

Merlo war mit der erste Teleskoplader-Hersteller,

der speziell für die Landwirtschaft ein

Fahrzeug konzipiert hat.

„Auch mit der 40-km/h-Ausführung bin ich

Ansprechpartner in Sachen Service oder

Ersatzteile des Merlo-Teleskopladers ist

Gruber Landtechnik in Ampfing. „Merlo hat in

den letzten Jahren verstärkt auf Qualität,

Endkontrolle und gute Verarbeitung Wert

gelegt und diese deutlich verbessert“, betont

Thomas Gansmeier, Verkaufsberater bei

Gruber. Dazu ergänzt Englbert Friedlhuber:

„Und bei der Merlo Deutschland GmbH kann

man auch mal kleine Schwachpunkte

ansprechen oder Verbesserungsvorschläge

machen, die dann in den Folgemaschinen

auch ver-wirklicht werden. Sie haben ein

offenes Ohr. Insgesamt bin ich mit dem

wendigen, kompakten Lader sehr zufrieden.

Er ist übersichtlich und kraftvoll. […] Und der

Merlo 38.10 ist gerade von der Wendigkeit

her unschlagbar.“

BLW Nr. 26, 28.6.2013

Helmut Süß

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MerloNews

November 2013

Vielseitigkeit überzeugt

Für Lade- und Umschlagsarbeiten setzt eine Agrargenossenschaft

in Sachsen zwei Turbofarmer ein. Die Teleskoplader wurden als Ersatz

für alte Mobilbagger angeschafft

Zwischen der Stadt Leipzig und dem Flughafen

Leipzig/Halle hat die Gundorfer Agrargemeinschaft

ihre Betriebsstelle. Sie wurde

1966 als Teil eines Lehr- und Versuchsgutes

auf dem Gelände einer stillgelegten Ziegelei

eingerichtet. […] 1991 wurde das inzwischen

zu einer LPG gehörende Gut privatisiert und

die Gundorfer Agrargemeinschaft als eingetragene

Genossenschaft gegründet.

Heute bewirtschaftet sie 1.330 ha Ackerland

und 432 ha Grünland, größtenteils gepachtet.

[…] In den Ställen stehen 750 Milchkühe,

900 Jung- bzw. Mastrinder und 53 Pensionsund

Zuchtpferde. Dazu kommen 1.400 Mutterschafe.

Außerdem betreibt die Genossenschaft

eine 2003 errichtete Biogasanlage mit

370 kW und auf den Dächern von Ställen und

Lagerräumen sind seit 2009 Photovoltaikmodule

mit insgesamt 420 kWp verbaut. […]

dann 1996 einen Merlo-Teleskoplader zum

Testen. Und im gleichen Jahr kauften wir

dann die erste eigene Maschine, einen

Panoramic P 35.9 EVS.“ Klaus Hartung, bei

Gruber für das Gebiet, in dem die Gundorfer

Genossenschaft liegt, zuständig, erklärt:

„Panoramic steht für eine Kabine mit kompletter

Rundumsicht. Die Maschine hat eine

Tragfähigkeit von 3,5 Tonnen und eine Hubhöhe

von 9 Metern. EV steht für Evolution

und das S für Safety.»

den, ersetzen. Nach einem Schaden soll er

nicht mehr repariert werden“, schildert Detlev

Börner ein aktuelles Problem.

Als Ersatz soll noch ein Teleskoplader gekauft

werden. „Es soll ein 40.9 werden. Wir haben

die Vielseitigkeit der Teleskope so schätzen

gelernt, dass wir nun komplett auf diese Maschinen

umsteigen. Dazu kommt, dass wir

mit dem Service beim 20 km entfernten

Händler in Engelsdorf zufrieden sind.“

Die Maschinen können ebenso wie der

Radlader eine 2,5 m³ Schaufel bewegen.

„Und sie sind schnell, wir haben alle als

40-km/h-Version genommen, da die Felder

bis zu 15 km entfernt sind.“ […]

Klaus Hartung und Detlev Börner

Arbeit auf der Biogasanlage

Bagger und Mobilkrane ersetzt

Mobilbagger und -krane hatte die Agrargemeinschaft

vom Gut übernommen. Damit

wurden alle Umschlag- und Ladearbeiten erledigt.

Mit der Zeit wurden sie natürlich immer

reparaturanfälliger und gleichzeitig kamen

Quaderballenpressen zum Einsatz. Damit

war die alte Technik dann auch überfordert.

„So haben wir uns nach Alternativen

umgesehen“, berichtet Detlev Börner, stellvertretender

Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft.

„Von unserem wichtigsten

Partner beim Technikbezug, der Filiale Engelsdorf

von Gruber Agrartechnik, hatten wir

Die seit 1992 aktive Gruber Agrartechnik ist

A-Händler für die Marken Case IH, Kverneland,

Amazone, Merlo und Krone. Im Gruber-

Gebiet laufen rund 200 Merlo-Teleskope, den

Marktanteil schätzt Klaus Hartung auf rund

35 %. „In unserer Werkstatt am Standort Engelsdorf

haben drei Schlosser Schulungen für

die Merlo-Technik. Dabei hat jeder nochmal

ein Spezialgebiet: Elektrik, Hydraulik oder den

Motor. „Es war erstaunlich, was wir mit dem

Merlo, nachdem er da war, noch so alles

bewegt und gehoben haben“, erinnert sich

Detlev Börner. […] 2003 wurde in der Genossenschaft

dann ein zweiter Merlo-Teleskoplader

angeschafft.

Bald drei Teleskoplader im Betrieb

Ende 2012 sind zwei Turbofarmer 38.10 im

Einsatz, sie sind von 2006 und 2010. „Jetzt

müssen wir den 12 Jahre alten Radlader, mit

dem die Futtermischwagen für alle Rinder mit

sämtlichen Rationsbestandteilen befüllt wer-

Fahrer Thomas Wegeng (Möbius)

Die Gundorfer Agrargemeinschaft hat

schrittweise Teleskoplader für alle Lade- und

Umschlagarbeiten eingeführt. Knapp 900

Betriebsstunden jährlich auf dem Zähler jeder

der Maschinen zeigen deutlich, dass sie gut

ausgelastet sind. Wenn nun noch ein in die

Jahre gekommener Radlader durch einen

weiteren grünen Teleskoplader ersetzt wird,

spricht das für das Konzept Teleskoplader,

für den Hersteller Merlo und den Händler

Gruber Agrartechnik.

Agrarmanager Januar 2013

Jörg Möbius

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MerloNews

November 2013

Die Vielseitigkeit ist unsere Stärke

Interview mit Merlo Deutschland Geschäftsführer,

Henrich Clewing

Henrich Clewing

Wochenblatt: Teleskoplader und der

Name Merlo sind nicht nur in Bayern

sehr eng miteinander verbunden. Was

ist hier Ihr Erfolgsrezept

Henrich Clewing: Einen großen Beitrag

dazu leisten natürlich unsere Nähe zum

Endkunden und die persönliche Betreuung

unserer Händler. Hierfür sorgen

unsere acht Regional-Verkaufsleiter, sodass

jeder der rund 60 landwirtschaftlichen

Händler optimal unterstützt wird.

Dieser Anspruch beschränkt sich jedoch

nicht auf den Vertrieb. Wir haben uns

bewusst über alle Bereiche hinweg produktbegleitend

aufgestellt.

Gerade im Aufgabenbereich After-sales ist

es wichtig, dem Kunden mit kurzen Reaktionszeiten

helfen zu können. Unser zentrales

Ersatzteillager, das Schulungszentrum,

die technische Hotline und der Kundendienst

sind hier wichtige Bausteine.

Mit dieser Mannschaft und der umfassenden

Betreuung haben wir in 20 Jahren erfolgreich

über 10 000 Maschinen verkauft.

Wochenblatt: Merlo-Teleskoplader

sieht man in vielen Landwirtschaftsbetrieben,

besonders bei Biogasanlagen

arbeiten. Welches Modell war

hierbei am erfolgreichsten

Henrich Clewing: Merlo hat 1996 mit dem

P 27.7 den Sprung in das Turbofarmer-

Segment gemacht. Die Agrarmodelle wurden

seitdem konsequent weiter entwickelt

und zur Serie ausgebaut. Inklusive der

heutigen Turbofarmer-Reihe gibt es mittlerweile

40 Agrar-Modelle. Dafür gehören

eben nicht nur die Volumen-Serien, sondern

auch speziellere Produkte, wie der

Multifarmer mit Heckhydraulik und Dreipunkt,

aber auch Schwerlastmaschinen

als Alternative zum Radlader. Diese sind

gerade auf Biogasanlagen sehr gefragt.

Wochenblatt: Welche Gründe bei der

Kaufentscheidung für einen Merlo-

Teleskoplader führen Ihre Kunden in

Bayern an, wie z. B. Gewichtung von

verschiedenen Punkten wie innovative

Technik, Zuverlässigkeit, Preis-

Leistungsverhältnis, Service, Markentreue

etc.

Henrich Clewing : Merlo weist in der Tat

eine hohe Markentreue auf. Ein Grund

dafür ist die große Bandbreite an Maschinen.

Mit den verschiedenen Ausstattungsmerkmalen

und Optionen sind wir in der

Lage, für jeden Kunden individuell für dessen

Anforderungen die passende Maschine

zusammenzustellen.

Die vertriebliche Ausrichtung der Merlo

Deutschland GmbH über alle produktbegleitenden

Bereiche hinweg stützt dies

natürlich enorm. Darüber hinaus kommt

bei Merlo der Blick für technische Anforderungen

und Innovationen dazu. Der

Seitenverschub des Oberwagens kann

hier als Beispiel dienen, wie diese Merkmale

dem Kunden beim täglichen Arbeiten

helfen und so auch seine Wertschöpfung

steigern.

Wochenblatt: Wie schätzen Sie

zukünftig den Markt für Teleskoplader

ein in Deutschland bzw. Bayern

Henrich Clewing: Insgesamt sehen wir die

Marktsituation stabil bis positiv. Der

Strukturwandel begünstigt den Einsatz

unserer Technologie und somit schätzen

wir den Markt als noch nicht ganz saturiert

ein. Die Auslastung der Maschinen steigt

an, was auch an der Multifunktionalität der

Maschinen liegt: Die Maschinen werden

auf den Betrieben immer häufiger als Allrounder

eingesetzt. Mit dem Multifarmer

haben wir diese Fähigkeit nochmals ausgebaut.

Die Tendenz geht zudem zu

größeren und stärkeren Maschinen, was

auch den sich ändernden Strukturen in

der Landwirtschaft Rechnung trägt.

Wochenblatt: Wo sehen Sie zukünftig

Entwicklungsschwerpunkte bei den

Teleskopladern bzw. bei der Ladetechnik

ganz allgemein

Henrich Clewing: Die großen Themen sind

sicherlich die Optimierung des Umschlags,

aber auch des Transportwesens in der

Landwirtschaft. Somit wird die Branche

Entwicklungen bezüglich Antrieb und Getriebe

vorantreiben. Damit zusammenhängend

werden der Verbrauch der Maschinen

und deren Geschwindigkeit Schlüsselrollen

einnehmen. Multifunktionalität ist

inzwischen in der Branche etablierter und

wird somit auch bei der Entwicklung

zukünftiger Modellfamilien eine Rolle spielen.

Die baukastenartige Kombination von

Ausstattungs- und somit Einsatzvarianten

und Möglichkeiten nach Kundenbedarf

wird sich in der Modellpalette wiederfinden.

Aber auch der gesamte Themenkomplex

der Arbeitssicherheit wird uns sicherlich

in den kommenden Jahren begleiten.

Bayrisches Landwirtschaftliches

Wochenblatt Nr. 26, 28.06.2013

Interview: Helmut Süß

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MerloNews

November 2013

Der Anfang

einer Erfolgsgeschichte

Der SM30 als Beginn der Teleskop-Maschinen

Der SM30 als Beginn der Teleskop-

Maschinen

Merlos Innovationsreichtum war ein

wesentlicher Schritt für die Mechanisierung

der Landtechnik und die grünen

Maschinen sind heute nicht mehr aus

dieser Branche wegzudenken. Dies ist

nur einer von vielen Gründen, weshalb

der Deutsche Landwirtschaftsverlag

Merlo 2013 zu einem Meilenstein der

Landtechnik wählte. Bereits das Jahr

1981 sollte für die Firma Merlo SpA

richtungsweisend sein. Mit der Produktion

des SM30, einer kompakten

Maschine mit zweiteiligem Teleskoparm,

wurde der italienischen Firma der Weg in

eine mittlerweile über 30 Jahre andauernde

Erfolgsgeschichte in der

Teleskop-Technik geebnet. SM steht für

Sollevatore Merlo, was soviel bedeutet

wie Hebezeug von Merlo. 3 Tonnen

Hubkraft, 8 Meter Hubhöhe sowie ein

4-Zylinder-Motor mit 55 PS zählten zu

den Eigenschaften der Maschine.

Begeisterung fand sie zunächst überwiegend

bei Anwendern aus der Baubranche,

aber auch für den landwirtschaftlichen

Einsatz war der SM30

durchaus nutzbar.

mit zwei Fahrgeschwindigkeiten für

Straßenfahrt und Arbeitseinsatz, Allradantrieb

bei vier gleichgroßen Rädern,

hydraulischer Servolenkung mit zwei

Lenkarten (normal und Hundegang) und

Scheibenbremsen ausgestattet. Erhebliche

Erleichterung findet die Arbeit mit

der Maschine durch den Seitenverschub

des Oberwagens.

Diese Methode hat sich Merlo erfolgreich

patentieren lassen. Der Fahrer

als Mittelpunkt der Maschine – dieses

Selbstver-ständnis brachte Merlo schon

Anfang der 1980er Jahre auf und hat

dies bis heute beibehalten und weiter

perfektioniert. Moderne Design- und Ergonomiekonzepte

waren Vorbild für die

Fertigung der Fahrerkabine.

Der Anwender des SM30 konnte sich auf

gut erreichbare Bedienhebel, optimale

Sichtverhältnisse, Seitenfenster und Sicherheitsglas

sowie guten Lärmschutz

freuen. Bis zum heutigen Tag sind diese

Eigenschaften unverzichtbar geworden.

Innenkabine SM30

Herzensangelegenheit

Im Jahr 2011 wurde ein Exemplar des

SM30 nach jahrelangem Einsatz in Polen

zu Schrott erklärt.

Dank Henrich Clewing, Geschäftsführer

der Merlo Deutschland GmbH, konnte

diese Maschine gerettet und in Bremen

mit internen und externen Partnern restauriert

werden. Als Oldtimer hat er seit

der Ausstellung auf der Agritechnica

2011 nun einen Platz in den Herzen vieler

Menschen.

Frühes Verständnis

Der SM30 verfügte damals schon über

Merkmale, die heute in der gesamten

Branche zum Standard gehören, früher

aber keineswegs selbstverständlich

waren. Bereits zu Beginn war der SM30

mit einem hydrostatischen Fahrantrieb

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MerloNews

November 2013

Merlo & Biogas: Teleskop und Branche

Eine Einschätzung von Cornelia Beck, Merlo-Projektleiterin „Biogas“

seit über sechs Jahren

„Die Biogas-Branche ist über das Erneuerbare-Energien-Gesetz

in steter Bewegung.

Und wir dabei mit ihr. Unser Biogas-Absatz

ist naturgemäß mit den Rahmenbedingungen

des Marktes verbunden. Einer Euphorie

in den Anfangsjahren folgte eine gut planbare

Wachstumsphase mit vielen Veränderungen

im Who-is-Who der wesentlichen

Markttreiber. Im Moment erleben wir bei den

Kunden eine abwartende Haltung. Denn,

welche politischen Vorgaben haben wir

nach der Wahl

Von Ersatz-Investitionen in Teleskoptechnik

gehen wir bei den existierenden Anlagen

aus. Überdies ist die Zielgruppe durch ihre

starke landwirtschaftliche Prägung enorm

bedeutsam. Viele Biogasanlagen werden

von Landwirten betrieben, befinden sich auf

deren Grund und Boden. Merlo-Teleskopen

mit ihrer Agrarkompetenz - drei bis

siebeneinhalb Tonnen Hubkraft, sieben bis

zehn Meter Hubhöhe und der dritten Dimension,

einer Reichweite nach vorn - sind gern

gesehene Helfer im Materialumschlag auf

den Höfen wie in der Biogasanlage.

Auf den derzeitigen Trend sehr kostenbewusster

Biogas-Systeme, bei denen viel

Masse in geringer Zeit bewegt werden

muss, reagieren wir im Rahmen der Agritechnica

mit dem Modell TF 50.8. Fünf Tonnen,

acht Meter, eine starke Motor- und Hydraulikleistung

sind bei dem neuen Merlo im

Team mit einer auf die Kernaufgaben

konzentrierten Ausstattung.

In Beratungen erlebe ich immer wieder die

Überzeugungskraft der ´weichen´ Merlo-

Faktoren: das deutschlandweite Händlernetz,

unser technischer Service, das große

zentrale Ersatzteillager am Standort Bremen

– und eben nicht, wie oft genug im Markt

gesehen, ausschließlich beim Hersteller im

Ausland. Merlo Deutschland bietet seine

Dienstleistung ganz klar dort, wo sie gebraucht

wird: nahe dem Kunden, vor Ort.

Wachsenden Zuspruch erhalten unsere Bediener-Schulungen.

Das Verständnis des

Anwenders für den richtigen Einsatz und die

tägliche Pflege der Maschinen sichert Investition

und Mensch.“

Cornelia Beck,

Merlo-Projektleiterin „Biogas“

Der neue Merlo TF 50.8, speziell für Biogasanlagen entwickelt

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MerloNews

November 2013

Grün voraus!

Turbofarmer als Alleskönner

Den Hof zukunftssicher zu machen – das

war das Ziel von Familie Wolters, als sie

sich 2005 zum Bau einer Biogasanlage

entschied. 2008 kam als ideale Maschine

für die Beschickung ein Merlo dazu – der

mittlerweile auch für andere Arbeiten nicht

mehr wegzudenken ist.

Heek: Für was der Merlo auf dem Hof benutzt

wird „Eigentlich – für alles“, sagt

Johannes Wolters, Landwirt im westlichen

Münsterland nach kurzem Nachdenken.

Reinigungsarbeiten mit Besen und Kehrmaschine

gehören dazu.

Aber auch die Siloplanen aus dem 10 m-

Hochregal holt der Merlo verlässlich und

sicher zurück auf den Boden – und so

lassen sich die Silos dank des Teleskoparms

auch mit zwei Personen bequem

abdecken, was früher ein Ding der

Unmöglichkeit war.

Mit einem Euroadapter können auch die

Anbaugeräte der Frontlader weiter benutzt

werden.

Der Hof wird sauber

Der eigentliche Anlass für die Anschaffung

des Teleskopladers war 2008 jedoch die

Biogasanlage. 2005 wurde sie auf dem

Hof von Familie Wolters gebaut.

Neben Ackerbau, 200 Bullen und 4000

Mastschweinen sollte sie die Zukunft des

Hofes sichern und als weiteres Standbein

dienen.

Seitdem wurde sie stückweise erweitert.

Daumen hoch für grün - Familie Wolters

Vorher war die Beschickung noch mit dem So wurde für die Baumpflege extra eine

Frontlader zu meistern. Mit dem Ausbau Säge angepasst, die sich durch die Hydraulik

bequem aus der Kabine ansteuern

war dies jedoch Geschichte: Mehr

Reichweite musste her. Teleskopen kannten

die Wolters damals bereits von ande-

überstehende Geäst kappt. Wolters:

lässt und auf 10 Metern Höhe präzise das

ren Höfen, auch wenn sie diese vorher „Wenn wir im Winter mit der Säge im

hauptsächlich bei Zimmereien im Einsatz Baumschnitt auf dem Hof unterwegs sind,

gesehen hatten. Doch der benachbarte weiß ich schon, dass bald das Telefon

Merlo-Händler Anton Hülsken in Rosendahl

überzeugte die Familie schnell: So ob ich mit dem Merlo nicht auch mal kurz

klingelt. Die Nachbarn rufen an und fragen,

entschied man sich für den P 38.10 aus vorbeikommen kann...“ Mittlerweile hat

Merlos Turbofarmer-Serie. Er schlägt die Familie Wolters drei benachbarte Höfe

35 benötigten Tonnen Silage pro Tag gekonnt

um. Für die Stapelarbeiten verfügt anderem Nachwuchssorgen auf den Nach-

dazu gepachtet. Grund dafür sind unter

er zudem über den patentierten Seitenschub.

Schnell stellte er sich als Allround- Aushilfen arbeiten Hand in Hand, um die

barbetrieben. Zwei Angestellte und drei

Talent heraus. Mit der Zeit kamen daher insgesamt 230 Hektar zu bewirtschaften.

immer mehr Einsätze für den Merlo hinzu. „Die Bedienung ist ja zum Glück so einfach

und feinfühlig, dass alle Mitarbeiter

gut damit klarkommen“, so Wolters. Als

40 km/h-Maschine zugelassen, überbrückt

der P 38.10 die Wegstrecken

zwischen den Höfen in kurzer Zeit. Aber

auch für die Fahrten auf dem eigenen

Grund hat die Familie den Schnellläufer-

Teleskopen zu schätzen gelernt. Dort

bewundern auch die Kleinen den grünen

Teleskopen, denn Nachwuchssorgen hat

Familie Wolters zum Glück nicht: Vier Kinder

machen den Hof auch in dritter Generation

P 38.10 im Einsatz

zukunftssicher.

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MerloNews

November 2013

Merlo Multifarmer - Zwei Generationen

Meilensteine

Egal ob Baujahr 2002 oder 2013, das Multitalent packt’s!

Falk Rekate und Klaus Eickermann haben

grundverschiedene landwirtschaftliche Betriebe:

Der eine betreibt eine Reit- sowie eine

Biogasanlage, der zweite züchtet Deutsch

Angus Rinder. Und doch haben sie etwas

gemeinsam: Beide nutzen einen Merlo Multifarmer.

Der eine seit zwei Monaten, der

andere seit elf Jahren. Falk Rekate ist zufrieden.

Der Hydrostat fährt sich so feinfühlig,

wie er es von drei weiteren Merlos vom Typ

P 40.7 kennt, die auf der gemeinschaftlichen

Biogasanlage eingesetzt werden.

Eine Maschine mit Wandler-Antrieb kam für

ihn von Anfang an nicht in Frage, sagt er:

„Für mich war präzises Fahren und komfortables

Arbeiten wichtig. Damit stand der Hydrostatantrieb

für mich fest.“ Zudem konnte

er sich auf die Erfahrung seiner Kollegen

verlassen, die seit Jahren Merlo Turbofarmer

im Biogas einsetzen.1,5 Megawatt werden

so von den drei Anteilseignern mit Hilfe der

grünen Teleskopen erzeugt. Der eigentliche

landwirtschaftliche Betrieb von Falk Rekate

war jedoch der Hauptgrund für die Anschaffung.

Ein Radlader und ein Schlepper

mussten ausgetauscht werden.

Das hat sich der Landwirt nun gespart,

indem er auf das Kombigerät mit Heckhydraulik

und Dreipunkt gesetzt hat.

Der Multifarmer wird zum Laden, Mähen,

Schwaden und Wenden eingesetzt.

Falk Rekate (r.) mit seinem Merlo-Berater der Firma Kuhlmann

Auch bei Baumaßnahmen, mit denen

Rekate seinen Hof stetig vorantreibt, ist

der Merlo unverzichtbarer Helfer. Zudem

spart er Sprit durch die außerordentlich

guten Verbrauchswerte, gibt aber trotzdem

in bergigem Gelände nicht klein bei.

In der Biogasanlage nutzt Rekate dann

die Heckhydraulik als Antrieb für eine

Eickermann züchtet Deutsch Angus Rinder.

Gerade in der ehemaligen Sowjetunion

ist diese Rasse beliebt, die Landwirtschaft

wird dort zurzeit konsequent

auf- und ausgebaut. Kasachstan ist daher

einer der größten Abnehmer für Eickermanns

beeindruckende Zucht. Als er

2001 auf der Agritechnica den Multifarmer

Pumpe: Ein echtes Multitalent eben. Von

als Neuheit sah, war die

diesem Konzept hat sich auch Klaus Entscheidung gefallen.

Eickermann begeistern lassen. Er hat

2002 einen der ersten Multifarmer überhaupt

in Deutschland erworben.

Für seinen großen Futtermischwagen war

die Maschine ideal, aber auch für die

übrigen vielfältigen Aufgaben durfte der

Merlo ran: Bis 2005 hat der Teleskop

etwa 1400 Betriebsstunden pro Jahr

gestemmt, heute sind es auf Grund von

betrieblichen Umstrukturierungen noch

bis zu 700. Trotz des beeindruckend intensiven

Lebenslaufs schultert der Multifarmer

zuverlässig jede Aufgabe. 2013,

zwölf Jahre nach der prämierten Erstpräsentation,

wird der neue Merlo Multifarmer

40.9 CS in Marktreife auf der Agritechnica

vorgestellt. Und so wartet die

dritte Generation auf Abnehmer, die mit

dem Multitalent eine gute Entscheidung

für ihren Hof treffen.

17


MerloNews

November 2013

Merlo Nummer 11.000 im Markt

Erfolg in Grün: Langjähriger Service-Partner erhält

Deutschlands 11.000sten Merlo Teleskopen

Mit Freude geben wir den Verkauf unseres

11.000sten Merlo Teleskopen bekannt. Die

Firma Michael Langguth Baumaschinen in

Wonfurt (bei Schweinfurt) erhielt Anfang Oktober

einen P 40.9 Plus aus der Edition

„Meilensteine der Landtechnik“. Das Jubiläumsgerät

kommt als Leihmaschine bei

technischen Dienstleistungen zum Einsatz.

Langguth ist einer unserer 38 Service-Partner.

In Franken wuchs innerhalb zweier Jahrzehnte

aus einer Ein-Personen-Unternehmung

ein zehnköpfiges Team. Merlo-Arbeiten

sind ein wesentlicher Teil des Erfolgs. Das

Wonfurter Engagement belegt den Sinn, sich

durchdacht auf die Bedürfnisse von Kunden

einzustellen.

v.l.n.r.: Alois Kölbl (Merlo), Michael Langguth, Walter Langguth

Merlos exklusives Service-Netz

Merlo Deutschland vertreibt Teleskopen über

Regional-Händler, viele davon gut aufgestellt

mit Service- und Werkstatt-Bereichen. Als

einziger Anbieter im Teleskopmarkt agieren

wir Hanseaten zusätzlich mit einem dem

Merlo-Handel gegenüber neutralen Netz

technischer Dienstleister. Die selbständigen

Unternehmen sind auf eine Wertschöpfung

durch Service-Tätigkeit ausgerichtet. Sie ergänzen

die technischen Möglichkeiten der

Händler und garantieren professionellen Service,

Wartung sowie Reparaturen im gesamten

Bundesgebiet. Meistgenutzt wird der

Verbund durch Mietparks, die ihren Kunden

Deutschland weit Maschinen liefern.

Derzeit gibt es 38 Firmen, die unsere hohen

Ansprüche erfüllen. Branchen übergreifend

verfügen sie über das Know-how zu allen

Merlo Modellen unterschiedlicher Baujahre.

Olaf Hecht, Technischer Betriebsleiter, sagt:

„Wir bauen den erlesenen Kreis an Dienstleistern

stetig aus. Schulungen sowie eine intensive

Begleitung durch Mitarbeiter unserer

Zentrale sichern Kunden in ganz Deutschland

Leistungen nach unseren ausgefeilten Bremer

Maßstäben. Service orientierte Unternehmen,

die sich engagiert mit Merlo ein

Standbein, eine Zukunft bauen wollen, treffen

bei uns auf offene Ohren.“

Erfolgsgeschichte eines Merlo-Service-

Partners

Langguth Baumaschinen ist ein Merlo-

Deutschland-Partner erster Stunde. In zwanzig

Jahren entwickelte sich das Wonfurter Unternehmen

vom Einzelkämpfer zum zehnköpfigen

Team. Das Produkt „Merlo“ trägt

wesentlichen Anteil daran. Heute verbucht

Langguth siebzig Prozent des Umsatzes auf

die grünen Teleskopen.

Anfang der Neunziger Jahre fuhr Firmengründer

Walter Langguth mit einem Lieferwagen

von Baustelle zu Baustelle und reparierte Baumaschinen,

überwiegend Stapler. Dann nahm

er Merlo-Dienste ins Programm. Aus einer

Doppelgarage als fester Arbeitsstätte wurde

eine Scheune und schließlich ein Grundstück

mit Werkstatt in Wonfurt. Aktuell leben dort

zehn Menschen vom Service: vier Gesellen,

drei Lehrlinge, Sohn Michael als Geschäftsführer,

die Frau im Büro. Langguth Senior bleibt

jetzt im Rentenalter halbtags aktiv. Über Merlo

sagt er: „Es passt einfach alles. Unkompliziert

kann ich mit Bremen und meinem Regional-

Kontakt Alois Kölbl jede Aufgabe lösen.“

Merlo-Hausmaschine: zufriedene Kunden

inklusive

Für einen optimierten Service schaffte Langguth

Anfang Oktober einen eigenen Merlo an,

einen Turbofarmer P 40.9 Plus aus der Edition

„Meilensteine der Landtechnik“. Er soll

Kunden aus Land- und Bauwirtschaft

während Service-Phasen als Leihmaschine

zur Seite stehen. Dazu Michael Langguth:

„Überbrückungseinsätze erfolgen naturgemäß

ad hoc. Wir bieten für die Dauer ein

Leihgerät. Ich will einen bei vielen Arbeiten

passenden Merlo auf dem Hof haben. Er garantiert,

dass meine Kunden auch in einer

´wunden´ Zeit auf ´die Grünen´ vertrauen können

und sie mir so langfristig erhalten bleiben.

Vier Tonnen Hubkraft und neun Meter Hubhöhe

findet der Unternehmer im kompakten

P 40.9 Plus überzeugend. Bei der Sonderedition

anlässlich der Auszeichnung des

Deutschen Landwirtschaftsverlags für Merlo

als „Meilenstein der Landtechnik“ freut sich

Langguth speziell über die kostenfreie Zugabe

der Klimaanlage sowie der Schwingungsdämpfung

am Hubzylinder (B.S.S. –

boom suspension).

„Die Ausstattung“, bestätigt er, „macht das

Fahren für den Anwender sehr angenehm.“

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MerloNews

November 2013

Multifarmer CS

Multifarmer 40.7 CS und 40.9 CS überzeugen durch bessere

Leistung und hohen Bedien- und Fahrkomfort

2001 erfolgte die Weiterentwicklung vom

Teleskoplader zum Multifarmer mit zusätzlicher

Drei-Punkt-Aufnahme und Heckhydraulik:

vorne eine innovative Teleskopmaschine,

hinten ein klassischer Traktor.

Dieses Konzept überzeugte! 2013 erscheint

die neue Generation Multifarmer

mit komplett neu designten Maschinen.

Es folgt dem Konzept des ursprünglichen

Multifarmers. Der 40.9 setzt auf Vielseitigkeit

und will einem breiten Spektrum von

Schwerlast-Aufgaben - vom Materialumschlag

über Außeneinsätze bis hin zum

Transport - gerecht werden.

Er wird nach einer neuen Verfahrensweise

hergestellt, die auf der Modulbauweise

aufsetzt und hohe Qualitätsstandards und

große Flexibilität in der Produktion

gewährleisten wird.

Als Teleskopmaschine bietet er eine maximale

Traglast des Hubarms von 4 t und

eine Ausfahrlänge von 9 m, so dass er

sich für viele landwirtschaftliche Tätigkeiten

anbietet.

Er wird durch einen 156 PS starken

4-Zylinder-Motor der Stufe 3B / Tier 4 angetrieben

und mit einer für 7 t ausgelegten,

hinteren hydraulischen Hubmechanik

ausgestattet, die mit einer unteren bedarfsgeregelten

Zugkontrolle elektronisch

gesteuert wird; dazu eine Drei-Punkt-

Aufhängung der Klasse III, eine Heckzapfwelle

mit 135 PS und vier Heckhydraulikanschlüsse,

die elektronisch gesteuert

werden.

In der Kabine sind die wichtigsten Bedienelemente

auf einer speziellen Armlehne

angeordnet, um im Betrieb hohen Komfort

sicherzustellen.

Zusätzlich kann der Multifarmer 40.9 mit

einer verschiebbaren Anhängerkupplung

oder mit einer für 20 t ausgelegten Anhängerkupplung

und einer Druckluftbremsanlage

bestellt werden.

TECHNISCHE DATEN MF 40.7 CS MF 40.9 CS

Reifen 600/55-26.5"

Gesamtlänge 5.225 mm 5.295 mm

Gesamtbreite 2.520 mm 2.520 mm

Gesamthöhe 2.560 mm 2.560 mm

Bodenfreiheit 480 mm 480 mm

Gewicht 8.200 kg 8.450 kg

max. Hubhöhe 6.800 mm 8.800 mm

max. Tragfähigkeit 4.000 kg 4.000 kg

max. Reichweite 3.400 mm 5.630 mm

Fahrgeschwindigkeit

40 km/h

Motor

Deutz (115 kW / 156 PS)

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DEUTSCHLAND

Innovation Multifarmer

Teleskop und Traktor in Einem

2001 überraschte Merlo die Landwirtschaft mit dem Konzept

„Multifarmer“. Die DLG zeichnete es bei Markteinführung mit

der Agritechnica-Neuheiten-Medaille in Silber aus. Aus einem

Anfangsmodell wurde eine eigene Serie.

Das bietet sie Ihnen:

2,7 - 4 t Hubkraft

6 - 9 m Hubhöhe

Heckhydraulik

Drei-Punkt-Aufnahme

Mechanische Zapfwelle mit voller Leistungsübertragung

Zulassung zum Ziehen landwirtschaftlicher Anhänger auf der Straße

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