Nachrichten aus Mettmann und Erkrath | RP ONLINE - Zukunft Erkrath

zukunft.erkrath.de

Nachrichten aus Mettmann und Erkrath | RP ONLINE - Zukunft Erkrath

Nachrichten aus Mettmann und Erkrath | RP ONLINE

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/leitbi...

von 2 14.05.2012 15:56

zuletzt aktualisiert am: 28.04.2012

URL: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten

/leitbild-buerger-enttaeuscht-1.2810216

Erkrath

Leitbild: Bürger enttäuscht

VON ISABEL KLAAS - zuletzt aktualisiert: 28.04.2012

Erkrath (RP). Politiker legen erste Schritte zur Stadtentwicklung

fest. Neubauten und Lückenschluss im Innenbereich haben

Priorität. Die Neanderhöhe und die Wiese in Unterfeldhaus am

Niermannsweg sind Reserven für die Zukunft.

Google-Anzeigen

Kredite ohne Schufa

Schnelle & Kompetente Hilfe.mit Sofortzusage!

www.schweizercash.ch/

Ein Leitbild für das Stadtentwicklungskonzept ist auf die Bahn gebracht:

Einhellig waren die Mitglieder des gleichnamigen Ausschusses der Ansicht,

dass die Innenentwicklung erste Priorität haben müsse. Gleichzeitig soll

jedoch ein Flächenpool als Reserve vorgehalten werden, um von

Einzeleigentümern und Spekulanten unabhängig zu sein. In diesem Pool

sind allerdings die umstrittenen Bereiche Neanderhöhe als Gewerbegebiet

und das Gelände am Niermannsweg in Unterfeldhaus für Wohnbauten

festgeschrieben.

Die Grünen kämpften am Donnerstagabend im Bürgerhaus Hochdahl auf

verlorenem Posten für "den größten Schatz Erkraths, die freie

Landschaft", so Peter Knitsch. Er betonte, dass es keine guten Argumente

für weitere Flächenausweisungen in den Randgebieten gebe, durch die

neue Bürger nach Erkrath gelockt werden sollen. Bisher schrumpfe die

Bevölkerung Erkraths nicht, wie vorausgesagt, sondern stagniere. "Im

Innenbereich der Stadt stehen 19 Hektar Bauland zur Verfügung, die ohne

großen ökologischen Schaden genutzt werden könnten", betonte er.

"Allein auf Posemarré entstehen 1500 Wohnungen."

INFO

Innenentwicklung

Das neue Schlagwort heißt

"Innenentwicklung +" und

bedeutet, dass erst Bestand

und Baulücken in Angriff

genommen werden, ehe

Arrondierungsflächen in

Randbereichen folgen.

Flächen zu schade für Bebauung

SPD-Fraktionsvorsitzender Detlef Ehlert

machte klar, dass seine Partei die

Bebauung von Bruchhaus und

Neanderhöhe ablehne. "Die Flächen sind

politisch verbrannt und uns zu schade

zum Bebauen, wir wollen aber dafür

Siedlungsfläche an anderer Stelle

haben." Bernhard Osterwind (BmU)

legte größten Wert darauf zu erklären, in welchem Umfang seine Partei

Gewerbe auf der Neanderhöhe zulassen will. Von den 15 Hektar brauche

man maximal 1,6 Hektar Land für den Neubau der Feuerwache und als

Reserve für die Erweiterungswünsche eines Investors, der von Düsseldorf

nach Erkrath ziehen will. Es handele sich lediglich um das Gebiet zwischen

Tankstelle und Recyclinghof. CDU-Sprecher Helmut Rohden ist der

Ansicht, dass eine Stadtentwicklung Erkraths ohne Flächenausweisungen

in den Randgebieten nicht möglich ist. "Die 19 Hektar in der Innenstadt

stehen noch gar nicht zur Verfügung. Zurzeit sind dort Schulen und

Tennisplätze. Wir brauchen Wohn- und Gewerbegebiete wie Kleines


Nachrichten aus Mettmann und Erkrath | RP ONLINE

http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/mettmann/nachrichten/leitbi...

von 2 14.05.2012 15:56

Bruchhaus und Neanderhöhe, um frühzeitig dem Schrumpfungsprozess

entgegenwirken zu können."

Wolfgang Sternberg vom Bund für Umwelt und Naturschutz sprach sich

ganz klar gegen den Flächenverbrauch in Erkrath aus. "Wir sind viel zu

früh in die Flächendiskussion eingestiegen." Darüber könnten zukünftige

Generationen in 15 oder 20 Jahren entscheiden, wenn denn der

vorhergesagte Bevölkerungsschwund tatsächlich einsetzen würde und

man sich um Zuzüge bemühen müsste. Alles andere sei altes Denken der

Politik und allein im Sinne der Architekten, Bauwirtschaft und Makler. "Wir

sollten erst alte Gebäude, die nicht saniert werden können, abreißen und

auf dieser Fläche bauen, sonst haben wir irgendwann Bauruinen

rumstehen." Die Bürgerinitiativen lobte er ausdrücklich: "Ich finde es toll,

was die Bürger auf die Beine gestellt haben."

Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.

© RP Online GmbH 1995 - 2010

Alle Rechte vorbehalten

Vervielfältigung nur mit Genehmigung der RP Online GmbH

Artikel drucken

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine